miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202125. Feb. 2023 · #61
Besten Dank euch allen für das Lob... und Platz hat es noch genügend zum Mitfahren... Mal schauen wie weit ich vor unserem Abflug noch komme, sonst geht es dann nach CR weiter... bis gleich...
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202125. Feb. 2023 · #62
Kapitel 12 : 22. – 24. Sept. : Legendäres Savuti
Heute gibt es eine lange Etappe durch zwei Tage Savuti, ein dichtes Programm mit vielen wunderbaren Erlebnissen...
Wir sind zwar wieder früh auf, doch wollen noch ein letztes Mal das Internet bei der Reception nutzen und können so die letzten Details für die Flüge in Maun organisieren. Gegen 8Uhr sind wird dann doch abfahrbereit und füllen die letzt möglichen Tropfen Diesel in unsere Tanks – der Sprit muss für die nächsten 10 Tage ausreichen. So ganz genau können wir noch nicht abschätzen, wie viele Kilometer wir tagtäglich noch an Safari dazu verfahren werden. Aufgrund dessen führe ich die kommenden Tage Buch über den aktuellen Kilometerstand und so bemerken wir Tag für Tag mehr, dass wir ausreichend Sprit dabei haben werden.
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Die ersten Kilometer verlaufen ruhig, die Strasse ist noch geteert. Direkt nach Kachikau endet diese aber und es wird schnell sehr sandig. Wider Erwarten gestaltet sich die Fahrt aber als sehr kurzweilig, wir erreichen ohne grosse Herausforderung das Goha-Gate. Beim nächsten Besuch möchten wir auch noch den Bereich um Linyanti erkunden, dafür hatten wir in dieser Riese leider keine Zeit mehr.
Sandpiste kurz nach Kachikau
Elefant am Harvey-Wasserloch
Pferdeantilope
Kampfadler
... im Abflug
Rotschnabeltoko / Red-billed-hornbill
Im weiteren Verlauf nehmen wir die Route in Richtung des Airstips, wir wollten nicht den beiden weiteren Fahrzeugen vor uns hinterherfahren. So erreichen wir kurz vor Mittag die Harvey’s Pan und können die ersten Savuti Elefanten im Wasserloch beobachten. Wir checken im Camp ein und beziehen für die Mittagspause unser Camp für die erste Nacht. Das Camp Nr. 3 ist am nördlichen Rand mit Sicht auf das trockene Flussbett und liegt wie auch andere Camps im tiefen Sand. Nach der Mittagsrast in der Hitze entschliessen wir uns nach Süden in Richtung der Marabou-Pans zu fahren. Am Gate haben wir von anderen Reisenden erfahren, dass ein Rudel Löwen vor einem Tag einen Elefanten gerissen haben soll. Diesen und die zugehörigen Löwen finden wir tatsächlich, wobei es wenig wahrscheinlich sein kann, dass eine solche Beute in so kurzer Zeit verschwinden kann. Kaum angekommen öffnen wir die Fenster zum Fotografieren, müssen aber beinahe unser Mittagsessen beinahe wieder hergeben. Der Gestank ist grauenhaft und ich habe genau im Wind parkiert! Nach einer kleinen Korrektur des Anfängerfehlers können wir das Spektakel geniessen und abwechselnd unsere Aufmerksamkeit den umherfliegenden Gabelracken oder den Löwen widmen. Im weiteren Verlauf des frühen abends fahren wir durch die Savuti Marsches und über den trockenen Savuti Channel zurück zum Camp.
Einsame Giraffe an den Pitsi-Pans
Doch nicht so einsam, wir entdecken weitere Giraffen...
Grosser Löwe im Schatten
Davor die Beute von vorletzter Nacht
Daneben einige Gabelracken
Nach einer Erleichterung, kann es mit dem Festmahl weiter gehen
Fuchsmanguste
Eine weitere Gabelracke vor dem endlosen goldigen Gräsermeer
Heute gibt es Poulet an einer Chakalaka und Sweat&Sour-Sauce, dazu einen weiteren grünen Salat. Ein weiteres gelungenes Essen, dessen Resten später in der Nacht auch ein weiterer Gast zu geniessen scheint. Kaum eingeschlafen werden wir von einem Riesenlärm geweckt – ein Honeybadger zerstört unseren «gesicherten» Abfalleimer und macht sich genüsslich unter unserem Auto hinter die Poulet-Resten. Wir können ihn mit den Taschenlampen verscheuchen und er trottet gemütlich in Richtung der nächstliegenden Nachbarn davon.
Abendstimmung im Camp Nr. 3
Im ersten Tageslicht fahren wir los Richtung Norden und sind auf einen weiteren Tag gespannt, was uns Savuti bieten wird. Der Morgen verläuft jedoch zunächst ohne nennenswerte Ereignisse und so entscheiden wir uns in Richtung Quarry Hill zu fahren, um in der noch kühlen Morgenluft ein paar Aufnahmen der Landschaft machen zu können. Ich habe vom Aufstieg zum Quarry Hill gelesen, muss dann aber davor stehend eingestehen, den Wagen in solchem Gelände zu wenig zu kennen und traue mich nicht in die Steigung. Ganz eingestehen will ich es anfangs noch nicht und laufe mal zu Fuss über den ersten Absatz. Doch auch von oben will es nicht besser aussehen und so gebe ich widerwillig Forfait – vielleicht dann beim nächsten Besuch ?
Frühes Morgenlicht am Disasterpan Wasserloch
Alle Bäume werden genauestens Begutachtet, leider ohne Sichtungserfolg eines Leoparden
Schwarzfersen-Impala
Riesentrappe am Balzen
Aussicht auf die erste Steigung am Quarry Hill - zu steil für meine begrenzte Fahrkenntnis
Steinböckchen
Wir fahren also retour in Richtung des Camps und machen einen weiteren Abstecher über die Disaster Pan. Direkt hinter einer Engstelle zwischen zwei Büschen steht plötzlich ein riesiger Löwe direkt vor unserer Motorhaube. Er streicht rum und verstreut überall an den umliegenden Büschen seinen Duft. Kurze Zeit später verschwindet er wieder im Gebüsch und wir entschliessen uns ihn weiter oben abzupassen. An der ersten vermuteten Stelle geschieht nichts und wir befürchten schon, analog zur Nxai Pan kein Glück zu haben. Doch bereits an der nächsten Kreuzung finden wir den Prachtkerl neben der Hauptstrasse liegend, weit und breit kein anderes Fahrzeug in Sicht.
Prachtslöwe ganz für uns alleine...
Eindrücklich grosse Pfotenabdrücke im Sand
Gelbschnabel- oder Schmarotzermilan / Yellow billed kite
... im Abflug
Zurück im Camp erfahren wir, dass der Löwe kurz zuvor mitten durchs Camp gelaufen ist und seine riesigen Pfotenabdrücke direkt auf unserem Stellplatz hinterlassen hat. Wir geniessen einen weiteren Kaffee und gönnen uns ein Honigbrot. Abends zuvor haben wir ein weiteres Brot gebacken, das Ergebnis lässt sich sehen lassen.
Wegweiser im Camp
Selbstgebackenes Brot, perfekt für ein Honigbrot und Kaffee
Im weiteren Verlauf des morgens fahren wir zu den Felszeichnungen der Buschmänner. Ohne gross zu überlegen, laufen wir zu den Felswänden hoch und finden die wenigen Zeichnungen. Ich kann es nicht lassen, und muss auch noch den Gipfel erklimmen und will die Aussicht geniessen. Im Nachhinein hätte ich den Ausflug etwas kritischer betrachten müssen, die Gegend ist doch auch Heimat von Leoparden und weiteren grossen Räubern…
Felszeichnung am Buschman Hill
Zuoberst auf dem Felsen, kritischer Blick ob sich doch nicht irgendwo ein Raubtier versteckt...
Aussicht in Richtung des Camp Savuti
Aussicht auf den trockenen Savuti-Channel
Frühstücks-Pause unter dem grossen Baobab
Elefanten am Rhinovlei - leider aber keine Rhinos
Graulärmvogel / Go-away-bird
Zum Mittag sind wir zurück im Camp, müssen jetzt aber für die zweite Nacht auf den Stellplatz Nummer 10 wechseln. Dieser nach der letzten Nacht noch in viel tieferem Sand und man muss aufpassen, nicht mitten auf dem Camp stecken zu bleiben. Bei drückender Mittagshitze entschliesse ich mich, wieder einmal eine Trainingseinheit zu absolvieren. Von nichts kommt nicht – es gibt definitiv schöneres als diese Einheiten in der Hitze, aber nach 6 Wochen ohne Training wären die Nachwehen danach noch viel mühsamer. Am Nachmittag erkunden wir die Gegend runter zur Rhinovlei Wasserloch und zum Nachtessen gibt es eine Paella mit einem Gurken-Feta-Salat.
Training fürs Klettern bei 30+Grad, kein allzu grosser Spass
Die Trinkwasserflaschen kann man auch als Zusatzgewicht nutzen 😉
Sektretär
Pferdeantilopen
Wieder Elefanten an der Harvey-Pan
Wenn man den Rüssel mal nicht halten will...
Anstatt des erhofften Leos taucht wiederum eine Löwin am Disaster-Wasserloch auf
... kritisch beäugt von einer Giraffe
Die Kamera-Einstellungen zum Fotografieren einer fliegenden Gabelracke scheinen langsam zu passen...
Wunderbar leuchtende Flügel
Elefanten-Besuch zum Feierabendbier im Camp 10
Am nächsten Morgen stehen wir noch in der Dunkelheit auf und fahren mit dem ersten Tageslicht los. Wir wollen eine letzte kurze Ausfahrt machen, bevor es in Richtung Mababe Gate weiter gehen wird. Gleich beim ersten Wasserloch direkt hinter dem Camp treffen wir auf ein kleines Rudel Wildhunde, welch schöner Start in den Tag. Es gesellen sich einige weitere Fahrzeuge dazu, fahren aber kurz darauf weiter – haben diese alle nicht erkannt, welch spezielle Sichtung dies ist?
Wildhunde-Rudel am Wasserloch
Streifengnu auf der Disaster-Pan
Eichhörnchen im Camp
Rotschnabeltoko
Nach einem abschliessenden Kaffee auf dem Savuti SKL Camp fahren wir in Richtung der Marsh Road los. Wir steuern erneut die Marabou Pan an und finden den Kadaver des Elefanten völlig abgefressenen vor. Schon erstaunlich was 36 Stunden ausmachen können.
Elefantenskelett, gut drei Tage nach dem Riss
Gelbschnabelmilan auf Beutesuche
Die Löwinnen liegen erschöpft unter einem Busch...
Wir werden kritisch vom Löwen mit seinen durchdringenden Augen beobachtet
Unterwegs fahren wir auf ein Safari-Fahrzeug eines Hotels auf, können aber nicht entdecken, was sie beobachten. Nachdem wir Minuten später bis auf das Heck aufschliessen und uns die hinteren Gäste wiederholt versuchen zu zeigen, was sie entdeckt haben, werden auch wir fündig: Wir haben stets viel zu weit gesucht, anstatt dessen finden wir keine drei Meter vor uns eine Fuchsmanguste, der sich genüsslich an einer Taube satt frisst.
Fuchsmanguste mit Beute
Stets die Umgebung im Auge behalten!
Die verbleibende Fahrt durch die Marshes verläuft komplett tierlos und holprig. Die Landschaft ist nach der langen Trockenzeit komplett ausgetrocknet, so dass wir auch beinahe nicht mal Vögel beobachten können. Beim Auschecken aus dem Park wird uns noch eine Ginsterkatze im Dach gezeigt, doch man sieht nur deren Hintern im Dachgebälk, nicht wirklich fotogen posiert…
Im nächsten Kapitel fahren wir in die nördliche Khwai Concession und schliessen den bereits eindrücklichen Tag mit weiteren aussergewöhnlichen Sichtungen ab…
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202126. Feb. 2023 · #63
Nach dem Auschecken aus dem Park und der obligaten Erklärung, wieso keine Daten auf unserem Voucher stehen, fahren wir die kurze verbleibende Strecke zur Khwai Concession. Gleich nach der ersten Kurve stecken zwei Wagen im tiefen Sand und haben einen aufgebockt – scheint ein Platten zu sein, sie kommen aber unsere Hilfe zurecht. Schon kurz zuvor am Ende der Sandridge-Road stand ein Konvoi von mehreren Fahrzeugen still – wohl ein Elektronikproblem an einem Fahrzeug! Zum Glück sind wir von solchen Problemen verschont geblieben.
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Nach einer kurzen Strecke auf der «Transit-Autobahn» zum nördlichen Moremi-Northgate biegen wir links auf die Cutline. Nach wenigen Kilometern öffnet sich die Landschaft und wir sehen zum ersten Mal den Khwai-River und damit der nördlichste Seitenarm des Okavango-Deltas. Es zeigt sich eine komplett andere Landschaft, nach der trockenen Savanne der letzten Tage. Überall hat es Elefanten und Hippos im Fluss und das Wasser fliesst mit einer gut sichtbaren Geschwindigkeit.
Wir fahren zu unserem Camp und richten uns für die Mittagspause ein. Wir haben den schönen und offenen Platz Nr. 1 erhalten, der ganz am Rand der Anlage liegt – komplett für uns alleine. Da es gemäss Beschreibung der Anlage keine Sanitäranlagen haben soll, hebe ich hinter einer Hecke ein tiefes Loch aus, das wir dann bis zur Abreise wieder zuschütten.
Magotho Camp Nr. 1
Unser Bauchgefühl hätte uns in Richtung des Chobe-Bereichs geleitet, der Camp-Wart empfiehlt uns aber nach Norden zu fahren – es wurden Löwen in der Nähe gesichtet. Wir vertrauen auf ihn und fahren dem Khwai entlang und geniessen die Nachmittagssonne. Bereits nach kurzer Zeit finden wir eine Ansammlung von Wagen, die neben einem Baum stehen – das müssen also die Löwen sein. Wir biegen vom Weg ab und sehen aber gleich, dass uns da etwas anderes anblickt: ein gepunkteter Kopf im Schatten des Baumes – unser allererster Leo! Wir gesellen uns zwischen die Autos und geniessen für ein paar Minuten das graziöse Tier, bis er aufsteht und davon trottet. Bereits nach kurzer Strecke sehen wir nur noch den weissen Punkt am Ende des Schwanzes, dann ist er weg…
Unser erster Leo - im Schatten eines Baumes
Wir setzen unsere Fahrt fort und keine 5 Minuten später sehe ich am Rande des Wassers einen weiteren Leoparden. Diesmal ein kleineres Tier, wohl noch jung oder ein Weibchen. Als es vom Trinken aufsteht, läuft es mit einem Eichhörnchen in der Schnauze davon – ein gar kleiner Nachmittags-Snack.
Gleich danach ein zweiter Leo...
... mit Snack für Zwischendurch
Nach einer weiteren kurzen Strecke nehmen wir einen bestialischen Gestank wahr und sehen einen Elefanten-Kadaver im Wasser liegen. Wir fahren daran vorbei und halten 100m weiter in der Flusskehre. Da werden wir vom Camp-Wart eingeholt, der uns winkend den Löwen zeigen will. Direkt bei der Wasserleiche liegt ein stattliches Männchen, aber so versteckt hinter einem Busch, dass wir ihn niemals selbst entdeckt hätten.
An derselben Stelle vom ersten Leo stehen wieder einige Fahrzeuge im Gebüsch, ist der Leo wieder aus dem Gebüsch gekommen? Aber nein, es ist das erwähnte Löwenrudel mit etwa 5 Weibchen. Ich bin mir fast sicher, dass diese schon vorhin hier gelegen sind, als wir 20m nebenan den Leoparden beobachten haben. Der grosse Leo scheint sich wohl nicht wirklich von den Löwen gestört zu haben.
Löwenrudel, keine 20m neben dem ersten Leo von vorhin!
Wir fahren zurück zum Camp und stossen mit einem kühlen Bier auf unseren sensationellen Tag an: Wildhunde, Löwenrudel, zwei Leoparden, ein einzelner Löwe und zum Abschluss ein weiteres Rudel - Was für ein Tag!!!
Zum Nachtessen gibt es Rumpsteak vom Grill und dazu ein Kartoffel-Auberginen-Curry mit einem Gurken-Avocado-Salat. Im dunklen der Nacht bei Gin und Tonic nähern sich ein paar Elefanten, die wir genüsslich beobachten. Wir gehen nach dem langen und wieder anstrengenden Tag früh zu Bett und verbringen eine ruhige Nacht.
Beim ersten Tageslicht fahren wir in Richtung Osten in den Chobe entlang des Khwai, wir sind ganz alleine unterwegs können viel Leben entlang vom Wasser entdecken. Immer wieder hat es kleine Wasserquerungen, der Wasserstand ist für Ende September noch sehr hoch.
Ellipsenwasserböcke von hinten
Sporngänse
Graureiher und Witwenpfeiffgänse
Schreiseeadler im Abflug
Nach einer schönen Morgenfahrt kehren wir zum Camp zurück und geniessen einen weiteren Kaffee. Danach machen wir uns auf die Suche nach einer Durchfahrt durch den Mbudi, so dass wir das weitere Gebiet entlang des Khwai und auch den Weg in unser nächstes Camp erkunden können. Wir haben aber schon von diversen Personen vernommen, dass der Wasserstand extrem hoch sei und man den Mbudi besser nicht durchfahren sollte. Wir schauen uns diverse Durchfahrten an und waten in einzelne hinein, doch alle sind nach unserem Bauchgefühl nicht gut genug. Auch bei der «Transit-Road» gibt es kein Durchkommen, so entscheiden wir uns das nächste Camp aussen rum zu erreichen.
Gelbschnabelmilan
Hammerkopf
Diskussion, welche Spur fahrbar wäre
Besser doch erst nach dem Ausprobieren
Gabelracke - mittlerweile ganz zufrieden mit dem Ergebniss
Kleine Druchfahrt - aber kein Vergleich zum eigentlichen Mbudi
Etwas weiter ist dann aber ganz Schluss, kein Weiterkommen mehr möglich
Auch hier nicht...
Auch das nächste Camp ist wunderbar am Wasser gelegen, wir entscheiden uns aber noch vor dem Mittag nochmals in Richtung des Khwai zu fahren. Gemäss dem Campmitarbeiter sei der Mbudi an keiner Stelle so flach wie hier beim Camp ?
Direkt am Rand des Camps treffen wir auf einen Südafrikaner, der am Wegrand mit seiner Familie wartet. Anscheinend ist weiter vorne eine grosse Elefantengruppe im Wald direkt neben der Strasse, die er nicht passieren wolle. Wir warten ebenfalls und schliessen uns ihm für die kommende Wasserquerung an. Er erklärt uns, wie wir durchfahren sollen und halten uns leicht rechts, trotzdem reicht das Wasser bis knapp zur Motorhaube. Alleine hätten wir uns hier wohl nicht ohne weiteres durch getraut. Als wir durch sind, möchte ich die Informationen an die Schwiegereltern rüber funken, doch René macht sich bereits auf den Weg. So fährt er direkt durch und erwischt voll die tiefe Mulde, so dass ihnen das Wasser bis auf die Motorhaube reicht. Yolanda macht einen leicht angespannten Eindruck, der Südafrikaner lacht und meint nun sei das Auto wenigstens wieder gewaschen ?
Wasserquerung direkt beim Khwai-Safari-Ground-Camp
Raubadler / Tawny Eagle
Wir fahren alleine weiter und suchen uns einen Weg durch die vielen nassen Passagen. Der Weg entlang des Mbudi endet bald in einer tiefen Wasserlache – wir kehren um und suchen weiter. Auf Höhe der Transit-Road stehen wir vor einer Kreuzung mit Wasser in beiden Richtungen. Wir entscheiden uns für links – die Strasse im engen Kanal scheint passierbar, zumal das trockene Land gleich links und rechts davon ist. Aus irgendeinem Grund fahre ich hinein, ohne zuerst durch zulaufen. Es wird immer tiefer, das Wasser steht gefühlt nicht mehr allzu weit unter den Fenstern. Doch plötzlich stehen wir still, es hat einen Absatz im Weg, an dem ich trotz Untersetzung hängenbleibe. Kurz zurücksetzen und mit mehr Schwung nochmals weiter – zum Glück wird es etwas flacher und wir können auf einer Anhöhe anhalten, immer noch im Wasser stehend. Die Querung geht weiter, nun aber flächig Wasser und mit Büschen gespickt. Zum Glück kommt von der Seite der Südafrikaner daher und dankend lassen wir ihm den Vortritt. Die ruppige Querung hätten wir so nie allein fahren wollen. Wir geben den Schwiegereltern ein ok und sie schaffen den Abschnitt im ersten Anlauf. Unsere Nerven sind nach diesem Erlebnis leicht angespannt und Christine war etwas genervt, dass ich nach dem ersten Scheitern nicht ganz umgekehrt bin.
Die Querung von eben, auf der Rückfahrt...
Wir fahren noch gut einen Kilometer weiter, wollen dann aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit zurück zum Camp. Bis zu unseren Tracks vom morgen auf der anderen Seite des Mbudi hätten vielleicht noch 500m gefehlt. Wir lassen diesen Abschnitt aber für eine weitere Reise offen, in der es vielleicht einen etwas weniger hohen Wasserstand haben wird. Für die Retourfahrt folgen wir dem Navi, das Wirrwarr an Wegen und Kreuzungen ist extrem unübersichtlich und wir hätten wohl den Rückweg nicht ohne weiteres gefunden. An der grossen Wasserquerung angekommen, finden wir gegen 30 Elefanten mitten in der Querung vor. Die Kleinen spielen herum und werden von den Grossen teils unter Wasser gedrückt, ein faszinierendes Spektakel. An ein Durchfahren ist jedoch nicht zu denken, solange die Elefanten im Wasser sind. Während wir das Geschehen für gut 30 Minuten beobachten können, sehe ich noch andere Spuren am anderen Ende der Querung. Als die Elefanten sich etwas zurück ziehen, laufe ich die gut 20m breite Querung an verschiedenen Stellen auf und ab. Unsere Route von früher ist so tief, dass ich zu fuss nicht durchkomme ohne nasse Unterwäsche zu bekommen, weiter rechts reicht das Wasser aber nur bis Mitte Oberschenkel. So wird diese Querung neu zu einer entspannten Furt.
Aussicht von unserem Campsite auf die Elefanten gegenüber
Wir geniessen die Mittagszeit im Camp und nutzen die freie Zeit für etwas stetching und mentale Erholung nach dem vielen Wasser. Für die abendfahrt sind wir alle einig, dass wir aussen rum nochmals in Richtung Magotho fahren, um eine möglichst entspannte Fahrt ohne viel Wasser queren zu müssen. Die Fahrt wird entspannt, verläuft aber auch ohne weitere Höhepunkte.
Steinböckchenpaar im Schatten
Stichelracke / Purpleroller
Letsche-Weibchen
Rotschnabel-Frankolin
Krokodil am Flussufer
Streching am Flussufer
Gedeckter Tisch mit Aussicht
Zum Nachtessen gibt es Rindsfilet vom Grill und einen italienischen Kartoffelstock.
Im nächsten Kapitel fahren wir erwartungsvoll in Richtung Moremi…
franzicke2'085 Beiträge · seit 201227. Feb. 2023 · #64
Hallo Michael, ihr hattet ja wohl eine großartige Zeit in Savuti und am Khwai - und wieder traumhafte Bilder davon. Und ein unerschrockener Südafrikaner als Vorfahrer ist für das Wasser immer gut! Aber ihr seid ja insgesamt auch nicht wirklich zimperlich - auf jeden Fall kommt ganz viel ganz tolle Stimmung rüber. Da wird die Sehnsucht definitiv nicht weniger ... Wenn ihr schon auf dem Sprung nach Costa Rica seid - gute Reise und eine tolle Zeit in einem anderen Paradies! Ansonsten würd ich mich sehrsehr über ein bisschen Moremi freuen, Viele Grüße Ingrid
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202127. Feb. 2023 · #65
franzicke schrieb: Wenn ihr schon auf dem Sprung nach Costa Rica seid - gute Reise und eine tolle Zeit in einem anderen Paradies! Ansonsten würd ich mich sehrsehr über ein bisschen Moremi freuen, Viele Grüße Ingrid
Hallo Ingrid,
Besten Dank, wir hatten definitiv eine gute Zeit auf der gesamten Reise, aber die 4 Tage im Savuti und Khwai Gegend waren schon auch einer der Höhepunkte der Reise! Auf dem Sprung nach CR sind wir nächsten Sonntag, daher wird es wohl noch für das einte oder andere Kapitel in den Moremi hinein reichen... Geschrieben habe ich die Texte schon ungefähr, aber vor solchen Ferien gibt es bekanntlich noch einiges vorzubereiten - also mal schauen wie weit ich noch komme vor dem Abflug... Lg und bis bald, Michael
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202128. Feb. 2023 · #66
Kapitel 14 : 26. – 27. Sept. : Moremi - Khwai Northgate und es gibt keine Hyänen
Wir haben gut geschlafen, ruhig war die Nacht aber nicht gerade. Überall um unser Camp herum waren Elefanten am Fressen und haben immer wieder grosse Äste und Bäume gefällt. Neben unserem Camp hat es auch ein einzelnes Hippo im Wasser, dass wir in der Nacht mehrfach gehört haben. In der heutigen Morgenfahrt wollen den verbleibenden Abschnitt entlang des Flusses bis zum Dorf Khwai erkunden. Nach dem vielen Wasser des letzten Tages entscheiden wir uns, wiederum aussenrum zu fahren und von hinten hineinzufahren – so können wir eine mögliche Sackgasse möglichst umgehen.
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Hippo direkt vor unserem Camp
Hippo-Familie im Pool
Das von mehreren Personen erwähnte Löwenrudel und ihre kleinen Kids konnten wir leider nicht finden, dafür aber ganz viele Elefanten und noch mehr rote Letchwes - Eine Antilopenart die wir vor dem Khwai noch nicht gesehen haben.
Karminspinte
Grosse Elefanten-Familie, die hinter uns aus dem Busch kommt
Letschwe-Bulle vor Elefanten
Kleiner Elefant, der sich aufdringlich benimmt
Letschwe und grosses Krokodil im Hintergrund
Plötzlich haben wir auf dem Weg vor uns wieder einmal ein paar Hühner, wie so oft rennen sie vor den Rädern, jedoch nicht seitlich weg. Ich trete voll auf die Bremse, denn daneben habe ich noch etwas Kleines entdeckt. Diese frisch geschlüpften Tiefe kommen kaum die Seitenwände des Weges hoch und hätten nie rechtzeitig vor unseren Rädern weg rennen können. Super süss die Kleinen:
Nachtflughuhn / Double-banded sandgrouse (Männchen und Kids)
Weitere Letschwes
Gabelracke
Nach einer weiteren schönen Morgenfahrt drehen wir um und fahren zügig in Richtung des Moremi Northgates, passieren die erste der berüchtigten Brücken und betreten den famösen Moremi.
Eintritts-Brücke in den Moremi am Northgate
Erneut kann ich die Mittagspause für eine Trainingseinheit nutzen. Wie so oft gehen wir auch kurz Duschen, so kann man etwas abkühlen und die erdrückende Mittagshitze lässt sich für einige Minuten besser aushalten.
Die Nachmittagsfahrt fahren wir wiederum dem Khwai entlang nach Norden, diesmal jedoch innerhalb des Moremi. Dabei können wir wiederum viele Antilopen und Elefanten beobachten, als einzigen Höhepunkt finden wir wiederum einen Wasserkadaver eines Elefanten. Wobei nicht der Elefant, sondern die unzähligen und teils riesigen Krokodile um den Kadaver herum interessierten. Einzelne der Tiere sind wohl gegen 6 Meter lang und liegen dicht an dicht um den Kadaver und entreissen diesem Fetzen von Fleisch. Der Gestank ist erneut unbeschreiblich, lässt sich aber mit dem Wind und einem cleveren Abstellen des Wagens einigermassen aushalten.
Ellipsen-Wasserbock
Schwarzfersen-Antilope
Grosse Echse (?)
Warzenschweine
Elefant im Weg
Letschwe-Herde im hohen Gras
Sattelstorch
Grosse Krokodile am Elefantenkadaver
Das Hippo findet keinen Gefallen am Fressgelage, wird aber relativ schnell von den Kroks in die Schranken gewiesen.
Für die Rückfahrt nehmen wir den schnelleren Weg im Inland und erreichen so zügig und knapp vor dem Sonnenuntergang das Camp. Auf der Rückfahrt sehen unsere Schwiegereltern noch eine Wildkatze, die direkt hinter unserem Wagen den Weg überquert - Wir leider nicht…
Für den heutigen Abend sind wir nervös, haben wir doch einige Geschichten über Hyänen im Northgate Campsite gelesen. Da gewisse Touristen sogar versucht haben diese zu füttern (!), kann man auch gut nachvollziehen, wieso die Hyänen hier immer aufdringlicher geworden sind. Wir können unsere Spagetthi Carbonara und den Tomaten-Apfel-Avocado-Salat, wie auch den folgenden Gin-Tonic aber ohne Störungen geniessen.
In wie fern wir in der Nacht doch vielleicht noch Besuch von Hyänen gehabt haben, können wir nicht sagen (da hat uns die Nachtbildkamera gefehlt). Aber bis zum Ende der Reise werden wir nicht eine einzige Hyäne gesehen haben – mit Ausnahme der braunen Hyäne als Mahlzeit für den alten Löwen in Piperpan ganz am Beginn der Reise.
Im nächsten Kapitel fahren wir für eine erste Nacht nach Xakanaxa, der Weg dorthin gestaltet sich aber etwas sumpfig…
Champagner8'684 Beiträge · seit 201028. Feb. 2023 · #67
Guten Abend Michael,
jetzt habe ich mal in Ruhe die letzten Kapitel durchgelesen. Auch wenn ich mich wiederhole, aber deine/eure Bilder sind wirklich wunderschön! Egal ob sensationelle Sichtungen wie die Wilddogs in diesem Abendlicht
und der Hörnchenkill des Leoparden
oder diese Stimmungsbilder, die genau das Botswana einfangen, das mich seit über 10 Jahren fasziniert und die mir tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben haben (ich hab zwar eh nah am Wasser gebaut, aber da schlägt dann die Sehnsucht und auch die Liebe zu diesem Land voll zu 😊 )
.
Damit ich nicht zu sentimental werde, denke ich noch ein bisschen über eure Wasserfahrten und Begehungen nach 🙄 ...... 🤩 😗
Und anscheinend geht es ja gerade so weiter.... die Gegend um Xakanxa kann aber auch echt fies sein 😣 . Ich bin auf jeden Fall gespannt 😮 !
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202128. Feb. 2023 · #68
Jaja, die nächste Etappe hat uns etwas in Bedrängnis gebracht 😉 Aber wird sind nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen 😉
Enilorac65768 Beiträge · seit 201702. März 2023 · #69
Hallo Michael, puh die Wasserdurchfahrten sind nichts für schwache Nerven! Ich hätte den Mut nicht gehabt. Aber alles gut gegangen, und die Fotos sind wunderschön! Ich möchte unbedingt wieder einmal in diese Gegend reisen. Liebe Grüsse und vielen Dank Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202102. März 2023 · #70
Kapitel 15 : 27. – 29. Sept. : Moremi – Xakanaxa
Da es auf dem Weg bis nach Xakanaxa noch viele Wege zum Erkunden hat, fahren wir direkt morgens in Richtung Westen los und versuchen einen Abzweiger nach dem anderen. Im öfters landen wir jedoch in einem Dead-End, die Wege enden abrupt vor tiefem Wasser oder Sumpf…
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Streifengnus
Gleitaar
Graureiher mit Beute
Viele Klunkerkraniche
Sattelstorch
Weissbrauen-Kuckuck / White-Browed Coucal
Graufischer / Pied-Kingfisher
Elefant im Weg - kein Durchkommen
Zebraherde
Grosse Büffelherde
Wir sehen viele Vögel und unzählige Elefanten… Immer wieder biegen wir in Richtung des Flusses ab, wie auch bei der folgenden Abzweigung: Karte bei Google öffnen ↗
Nach wenigen Metern stehen wir vor einer unscheinbaren Querung, die ich in beiden Spuren hin und zurück laufe. Die tiefste Stelle reicht knapp übers Knie, ich spüre die Fahrrinnen und auch, dass der Boden leicht sumpfig ist – aber nicht so, dass es irgend ein mulmiges Gefühl in mir geweckt hätte. Nach einer kurzen Rücksprache bin ich für einen Versuch und los geht’s – Nach den ersten 10 Metern wird es strenger und ich versuche mit mehr Gas entgegenzuwirken, doch keine 2m vor dem Ende ist Schluss und nichts geht mehr. Weder Vor noch Zurück, noch mit allen Diff-Locks bewegt sich der Wagen weiter – verdammt, jetzt ist es passiert! Von hinten kommt der Funkspruch, ob wir durch sind - wir müssen leider mit einem knappen "Nein" antworten.
Wenigstens ist das Wasser an dieser Stelle so tief, dass wir die Türen normal öffnen können. Wir schauen uns die Misere von aussen an und suchen nach der besten Lösung. In der Anspannung der Situation vergessen wir zurückzutreten und die Situation gebührend festzuhalten!
Wir öffnen die Motorhaube und lösen die Winch, in ca. 19m Entfernung hat es einen ersten Baum, an welchem wir uns rausziehen wollen. Die Winch dreht, aber nichts passiert – nach einem Kontrollblick an der Motorhaube vorbei, sehen wir den schiefen Baum. Neuer Versuch - Einen weiteren Meter entfernt hat es einen nächsten, dickeren Baum. Das Stahlkabel der Winch ist bereits im roten Bereich, weiter weg hätte es nicht sein dürfen! Ein paar Minuten später sind wir raus, das Auto aber gehörig schwarz vom Schlamm… Ab da sind wir etwas vorsichtiger und haben uns kritischer überlegt, in welche Querung wir noch hinein fahren wollen…
Die beiden einzigen Bilder der Misere
Wir erreichen ohne weitere Probleme Xakanaxa, fahren aber ab den Dombo Hippo Pools den weiten Weg im «Inland». Die direkte Strasse liegt unter Wasser und ist nicht passierbar – das haben wir schon früher von entgegenkommenden Reisenden erfahren und müssen die Erfahrung nicht selbst nochmals machen.
Mittagslektüre des verzweigten Wegnetzes im Moremi
Bei den Paradise Pools
Nachmittags erkunden wir die Gegend um die Paradise Pools und fahren in Richtung der Jesses Pools, die aktuell eher ein grosser See sind! Wir können uns einen ersten Eindruck über die verzweigten Wege verschaffen, fahren aber früh zurück zum Camp. Heute hatten wir definitiv genügend Adrenalin getankt. Zur Entspannung und Abwechslung gibt es eine Wurst mit Kürbis, Randen und Kartoffeln vom Grill, zusammen mit einem Gurken-Apfel-Feta-Salat und einem besonders starken Gin-Tonic.
In der Nacht nähert sich ein Elefant unserem Camp und läuft genau auf unsere Wäscheleine zu. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit tastet es sich der Leine entlang und nimmt den Umweg über den Sumpf hinter dem Baum durch, ohne die Leine weiter zu berühren…
Sonnenaufgang im Camp Xakanaxa
... über dem Schilf
Rotbräunliche und herbstliche Farbstimmung
Letschwe-Herde im offenen Feld
Witwenpfeifgänse
... im Flug
Gabelracke mit grosser Beute
Gut sichtbar, wie bei einem Letschwe die Hinterläufe höher sind
Fourth Bridge - in zweifelhaftem Zustand (einzelne Pfeiler sind angebrochen)
Blassuhu (?) mit Beute
Die neue und alte Third Bridge
Am nächsten Morgen erkunden wir grosse Abschnitte bis nach Third Bridge, gegen Mittag sind wir zurück in Xakanaka und entscheiden uns für einen langen Mittag im Camp. Als wir hinfahren, sehen wir bereits etwas entfernt einen Elefanten, der sich uns später nähert. Wir bleiben draussen, die Schwiegereltern stehen etwas ungünstiger und müssen sich ins Auto zurückziehen. Der Elefant stellt sich an den Baum direkt neben Ihnen und hebt mit seinem Rüssel einen Stuhl an und wirft ihn weg. Die Stühle waren ihm im Weg, denn er will sich am Baum kratzen...
Mittagsbesuch - unsere Stühle standen im Weg, damit er sich am Baum kratzen kann
Mittagsschlaf im weichen Gras
Am Nachmittag haben wir eine Flussfahrt gebucht, die uns auf die Xakanaxa-Lagune hinaus und weit in den Norden führt. Wir geniessen die Fahrt auf dem Boot, es holpert mal nicht ständig und der Fahrtwind auf dem Wasser erzeugt eine kühle Brise im Gegensatz zur steten Hitze an Land…
Bootsausflug zur Xakanaxa-Lagune
Afrikanische Zwergente
Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana
Weissbrauen Kuckuck
Graufischer / Pied Kingfisher
Sonnenuntergang in der Lagune
Wir kommen spät und im dunklen zurück zum Camp und kochen ein Filet Stroganov mit Pasta. Diese Nacht sind wir beinahe allein, unsere Nachbarn von voriger Nacht sind weg und weitere Gäste hat es nur im hinteren Bereich des Camps.
Im nächsten Kapitel fahren wir nach Third Bridge und hoffen nach ein paar katzenlosen Tagen endlich auf Besserung… In den morgendlichen Fahrten haben wir immer wieder frische Pfotenabdrücke gefunden, den zugehörigen Rest der Tiere blieb für uns aber versteckt…
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202103. März 2023 · #71
Heute geht es weiter nach Third Bridge, wir beginnen den Tag erneut mit einer Fahrt zu den Paradise Pools und fahren dann weiter zum Jesses Pool. Heute möchten wir eine mögliche Verbindung weiter in Richtung der Dead Tree Island suchen, doch alle Wege westlich der Jesses Pools und nördlich von Motlaba Island sind abgeschnitten. Wir haben am Gate erfahren, dass Dead Tree Island aktuell sehr gefährlich sei, dass aber gerade gar kein Weg nur annähernd in diese Richtung möglich ist, hätte ich nicht erwartet. Meine Neugier wird jäh gebremst…
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Sonnenaufgangstimmung
Hartlaubsdrosselhäherling (Hartlaub's Babbler )
Wiedehopf
Junggesellen-Letschwe
Karmin-Spint
Jesses-Pool
Verstecktes Hippo
Heute fahren wir hinter ein paar Lodge-Fahrzeugen her, die ähnlich schnell wie wir unterwegs sind. Auf einmal fahren sie zügiger und verschwinden aus unserem Blickfeld, wir denken uns wenig dabei und setzen unser gemütliches Tempo fort. Gegenüber den Vortagen entdecken wir doch noch eine neue Abzweigung, und kommen unterwartet etwas tiefer ins Gelände.
Bereits nach wenigen Fahrminuten erblicken wir eine Ansammlung von Fahrzeugen neben dem Pad und geraten in freudige Erwartung. Da wird uns auch klar, wieso die beiden Lodge-Fahrzeuge plötzlich davon gebraust sind ? Wir ergattern uns einen Platz zwischen den bereits dort stehenden Fahrzeugen und erblicken einen grossen Löwen, der sich genüsslich in einem kleinen Büffel verbeisst. Über ihm kreisen viele Geier und unzählige Milane, die sich ihm immer aufdringlicher nähern und ein Stück vom Leckerbissen ergaunern wollen.
Löwe mit frischer Beute
Plötzlich erblicken wir hinter einem Fahrzeug einen weiteren Löwen, der schon einen gut gefüllten Bauch hat. Wir geniessen die beiden prachtvollen Tiere und versuchen dazwischen immer wieder die Vögel im Flug zu erwischen… Irgendeinmal wird es dem Löwen bei der Beute zu viel, hebt den gesamten Büffel an und läuft mit ihm davon - Schon eindrücklich mit welcher Kraft diese Tiere zupacken können!
Daneben der bereits vollgefressene Bruder
Weissrückengeier
Gelbschnabelmilan auf dem abgetrennten Büffelschädel
Plötzlich tauchen hinter dem nahen Hügel die Löwen Nummer 3 und 4 auf und beäugen den genervten Bruder kritisch… Die meisten Fahrzeuge fahren hinter den Hügel zu den beiden neuen Tieren, wir entscheiden uns vorerst weiterzufahren und in der Nähe eine Frühstückspause einzulegen. Wir spekulieren, dass die Lodge-Fahrzeuge ihre Gäste irgendwann zurück zum Hotel bringen müssen und wir dann etwas weniger Gedränge haben werden.
Ein weiteres Deadend...
Als wir 30 Minuten später zurückkommen, sind wir allein bei den Löwen und können uns in der ersten Reihe platzieren… hinter dem Hügel befindet sich noch ein weiteres Tier, so dass es insgesamt 5 stattliche Löwen sind, die dicht an dicht im Schatten eines Busches liegen und immer wieder Kuscheleinheiten untereinander austauschen.
Nun sind wir in der ersten Reihe...
Die fünf Brüder vereint...
Als wir in Third Bridge ankommen, werden wir auf einige Zwischenfälle mit Elefanten in den letzten Tagen aufmerksam gemacht. In der Nacht soll ein Mitarbeiter mit dem Wagen patrouillieren und so für Ruhe sorgen. Glücklicherweise ist in den beiden Nächten der lärmende Wagen des Mitarbeiters, der direkt vor unseren Wagen wendet, der einzige Störenfried.
Da wir uns immer öfters für längere Mittagspausen entscheiden, kann ich eine erneute Trainingseinheit einlegen – unter kritischer Beobachtung eines Zebras nebenan. Wir haben den Stellplatz Nummer 1 erhalten, der sich ganz am Rande der Anlage befindet – ruhig gelegen und umrundet von Wasser.
Kurzes Krafttraining unter Beobachtung eines Zebras
Wohl gerade knapp mit dem Leben davon gekommen...
Tief aufgeschlitzter Hinterlauf
Juveniler Schreiseeadler
Am Nachmittag fahren wir die lange Runde um die Mboma Island, die Zeit geht rascher voran als uns lieb ist und der Sonnenuntergang rückt rasch näher. Als plötzlich eine Elefantenherde mitten auf dem Pad vor uns steht, geht erst mal gar nichts mehr. Da der Weg um eine 180Grad Kurven geht, getraue ich mich nicht, den Elefanten langsam anzunähern und sie vielleicht etwas wegdrängen zu können. Aufgrund der Kurve hätte ich nie auf der Strasse zurücksetzen können. So geniessen wir gezwungenermassen die ruhig fressenden Tiere, solange wir eben müssen. Die verbleibende Strecke beeilen wir uns, so dass wir doch gerade noch zum Sonnenuntergang im Camp einfahren. Wir legen ein T-Bone Steak auf den Grill und essen dazu einen Reissalat und Gurken-Feta-Salat.
Elefanten im Weg
Nach gut 30min geben sie endlich den Weg frei
Baum voller Geier, den Kadaver dazu haben wir nicht gefunden
Marabou
Camp Nr. 1 - Vorbereitung zum Nachtessen
Es beginnt unser vorletzter Tag und wir möchten unbedingt noch einen Gepard finden. Die letzte grosse Katze, die uns bislang auf dieser Reise verborgen geblieben ist. Wir fahren aber erst in Richtung der Löwen von gestern, die wohl aber weiter gezogen sind. Auf der Rückfahrt versuchen wir den Bodumatau-Loop von Norden zu erkunden und hoffen ein gutes Stück weiteres Neuland zu entdecken. Doch auch hier stehen wir nach wenigen 100 Metern vor einer nassen Sackgasse.
Morgenstimmung aus dem Dachzelt
Sonnenaufgang über dem Schilf
Giraffenkadaver
Stelzenläufer
Zebrafamilie
Deadend - dahinter würde es in Richtung Deadtree-Island weitergehen
Sattelstorch
Warzenschweine
Schnelles (nasses) Ende am Bodumatau-Loop
Ehemalige Fourth-Bridge
Zwei Nilgänse
Graufischer
Als wir mittags zurück zum Camp kommen, hören wir von anderen Personen, dass sie kurz vor der First Bridge einen Gepard gesehen haben. Trotz der fortgeschrittenen Zeit entscheiden wir uns, doch zu fahren und versuchen unser Glück. Gefunden haben wir zwar drei Löwinnen, aber die Fahrt bis zur First Bridge dauert zu lange, so dass der Gepard bereits das Weite gesucht hat.
Karminspint im Flug
Zwei der drei Löwinnen direkt nach der (gesperrten) Second Bridge
Am Nachmittag fahren wir ein weiteres mal in Richtung der First Bridge, aber auch hier finden wir den Geparden nicht. Für diesen werden wir gerne ein weiteres Mal zurück nach Botswana kommen! Zurück im Camp verschenken wir noch die letzten Steaks aus Ghanzi, die wir selbst nicht mehr gegessen haben. Obwohl etwas zäh, waren die drei Campmitarbeiter sehr froh über die Grillade – passend zum Nationalfeiertag von Botsuana.
Grosse Büffelherde, die zwischen First und Third Bridge herum weilt
Helmperlhuhn
Libelle
Defekte (und gesperrte) Second Bridge
Den letzten Abend haben wir uns ein Filet aufgespart, dazu gibt es eine Kartoffel-Fritada, einen Karottensalat mit Kürbis und Randen vom Grill.
Im nächsten Kapitel fahren wir zurück in die Zivilisation nach Maun und geniessen einen Sightseeingflug über das Delta…
Hanne6'152 Beiträge · seit 200604. März 2023 · #72
hallo Michael, sehr schöner Reisebericht - musste jetzt erst mal googeln was Randen sind.... bin jetzt schlauer 😛 Rote Rüben. Schönes Wochenende wünscht Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201604. März 2023 · #73
Champagner8'684 Beiträge · seit 201004. März 2023 · #74
Hallo Michael,
da gab's ja wieder viel zu sehen in diesem Kapitel - toll!
Die 5 Nomad Lions, auf die Gina hingewiesen hat, haben mich auf Facebook schon beeindruckt, sie jetzt im Bericht eines Fomis zu sehen, finde ich noch beeindruckender 😉 !
?
Das ist ein Hartlaub's Babbler (Hartlaubsdrosselhäherling sagt man glaub auf Deutsch zu ihm).
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202104. März 2023 · #75
GinaChris schrieb:sieht aus als hättet ihr die 5 entdeckt von denen Steve Lumpkin am 27.Feb berichtet hat. Gruß Gina
Besten Dank für den Link... Scheint wohl ganz so zu sein... der blonde ist wohl der letzte in der Rangordnung, denn er war noch als letzter bei uns am Fressen...
Ich habe die Bilder und Texte von Steve etwas überflogen, schon erstaunlich wie viele Löwen in den Bereichen zwischen Third Bridge und Xini Pools wohl heimisch sind! Davon haben wir nur einen ganz kleinen Bruchteil kennengelernt, wohl aber von jedem Bereich ein kleiner Teil 😉 Und sensationelle Bilder hat er von all den Löwen, ganz zu schweigen vom schönen Grün im Moremi der Regenzeit!
Hanne schrieb:... musste jetzt erst mal googeln was Randen sind.... bin jetzt schlauer 😛 Rote Rüben.
Hallo Hanne, ja die kleinen aber feinen Unterschiede in der Sprache... Beim Karottensalat anstelle von "Rüebli" habe ich mich schon angepasst, aber die Randen waren mir so nicht bekannt... Auf jeden Fall ein gutes gutes Gemüse für den Grill und hält sich super gut auf solchen Reisen...
Lg, Michael
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202104. März 2023 · #76
Kapitel 17 : 1. – 3. Okt. : Moremi nach Maun und Windhoek
Nun ist es also so weit, der letzte Tag im Busch beginnt und wir müssen wohl oder übel in Richtung Windhoek aufbrechen…
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Campsite Nr. 2 mit Leberwurstbaum
Nach einem ersten Kaffee in der wärmenden Sonne fahren wir los in Richtung First Bridge, wir treffen auf die üblichen verdächtigen Büffel, Giraffen, Elefanten und immer mal wieder Gabelracken… Wir sind froh, es unbeschadet über alle Brücken geschafft zu haben und nicht weiter darauf angewiesen zu sein – ab jetzt liegt bis zum Gate nur noch fester Boden vor uns, mit der Abwechslung einer oder zwei kleiner Wasserquerungen…
Gabelracke auf Wegweiser
... und auf Futtersuche
Giraffe mit Rotschnabel-Madenhacker
Gabelracken-Paar
Büffelherde kurz nach First Bridge
Wir wollen aber nicht direkt zum Gate, sondern die Zeit im Moremi noch möglichst ausdehnen – wir müssen erst am Nachmittag in Maun sein. So nehmen wir die erste Abzweigung nach links und versuchen uns an den Ausläufern des Bodumatau-Loops von Süden. Wir finden neue Spuren, die aber allesamt irgendwo an tiefem Wasser enden! Dafür gibt es im vielen Wasser vor allem schöne Sichtungen von Letschwe-Gruppen, die durchs Wasser waten.
Rosapelikane auf Baumkrone
Grosser Hippo-Pool, aber definitiv kein Durchkommen mit dem Wagen
Letschwe-Herde im seichten Wasser
Sattelstorch
Die Zeit zieht sich aufgrund der Irrfahrten in die Länge und so müssen wir den südlichen Zugang auslassen – es liegen ja auch noch die Xini Lagoon und die Gegend um die Black Pools vor uns… Wir realisieren aber relativ rasch, dass es auch nur noch für einen kurzen Ausflug in Xini reicht – die Black Pools waren wohl etwas zu gutgläubig in meiner Zeitrechnung…
Schreiseeadler-Paar
Junge Giraffe
Elefant in den Xini Pools
In einer nächsten Reise möchten wir auch gerne mehr Zeit für dieses Gegend einplanen, sie wäre es auf jeden Fall wert! So erhaschen wir nur einen kurzen Blick auf die offene Gegend und machen uns auf den Weg zum South-Gate.
Ich erwische einen guten Weg und wir entdecken nach kurzer Fahrt eine Anhäufung von Autos um einen Baum – so dürfen wir Zeit mit einem letzten kleinen Rudel Löwen verbringen. Ganz besonders schön sind die zwei Kleinen, die um die Elterntiere herum tollen. Welch schöner Abschluss im Moremi…
Xini-Pride (?) mit Jungtieren
Nach dem Gate geht es für 80km mehr oder weniger Gerade aus, einziger Unterschied liegt in der sich abwechselnden Beschaffenheit des Wellblechs… Im Großen und Ganzen hätten wir die Piste aber schlechter erwartet, so dass wir zügig in Richtung Maun vorankommen.
Kurze vor Ende der Schotterpiste legen wir eine Pinkelpause am Strassenrand ein und ich überprüfe kurz unsere hinteren Türschlösser – die sich immer mal wieder von selbst lösen… Bereits hinter dem Wagen sehe ich, dass Wasser aus dem Heck tropft, oder wohl besser läuft! Wir denken zuerst an eine leckenden Trinkwasserkanister, die Menge kann aber nicht stimmen. Bei genauerem Hinschauen entdecke ich, dass der im Heck platzierte High-Lift-Jack aufgrund des Gerüttels den Ablaufschlauch aus dem grossen Brauchwasserkanister durchschlagen hat – unser gesamtes Wasser von gegen 100l läuft gerade ungehindert in das Heck unseres Wagens aus! Wir öffnen das Wasserventil, so dass wenigstens ein Teil direkt über den Ablauf läuft und wir später nicht alles aus dem Heck schöpfen müssen. Welch Pech, dass dies noch 5km vor Ende der Schotterpiste passieren muss – aber auch welch Glück, dass es erst jetzt nach beinahe 3500 gefahrenen Kilometern passiert…
In Maun wollen wir noch zwei Flaschen Okawango Gin für zuhause kaufen, dieser hat uns unterwegs sehr gut gepasst. Nebenbei Füllen wir unsere mittlerweile doch recht leeren Tanks nochmals ganz auf für die lange Rückfahrt nach Windhoek – die elf Tage durch Savuti, Khwai und Moremi haben 175 Liter Diesel für knapp 1000km Strecke gebraucht, unser höchster Verbrauch der Reise.
Gegen 16:30Uhr fahren wir zum Flughafen und checken für unser letztes Highlight der Reise ein – ein Helikopterflug von 45 Minuten über dem Delta. Wir durchlaufen die normalen Security-Checks des internationalen Flughafens und werden danach wieder vom Mitarbeiter von Helicopter Horizons mit unseren Wasserflaschen empfangen.
Ready for Takeoff...
Auf dem hinteren Teil des Flughafens werden wir von unseren beiden! Piloten empfangen – wir werden je Paar mit kleinen 4 Sitzern unterwegs sein und haben daher unseren eigenen Piloten. Die Entscheidung wer mit wem fliegt ist schnell geklärt, wir erhalten den Jungen Schweden, die Schwiegereltern den auch deutsch sprechenden Piloten…
Viele Brände
Was nun kommt wird uns lange in Erinnerung bleiben – und ist schwierig auf genug aussagekräftige Bilder zu bannen… Die Landschaft des Okawango-Deltas von oben ist einfach nur eindrücklich: die sich stets abwechselnden Flussläufe, die grossen Wasserflächen die sich in kleine Waldstücke übergehen, überall grosse und kleine Herden von unterschiedlichen Tieren die wir jeweils umrunden bevor wir weiterfliegen… Wir erleben die Landschaft teils von ganz nah im Tiefflug entlang eines Flusslaufes und dann wieder von weiter oben das eine gute Übersicht verschafft. Die Welt ist riesig, gesehen haben wir aber nur einen minimalen Teil des gesamten Deltas! Aus unserer Sicht ein definitives Must-Do und ein würdiger Abschluss unserer vierwöchigen Reise durch Botswana.
Die Nervosität vor dem Abflug ist mittlerweile verflogen
Büffelherde im offenen Grasland
Da wir spät vom Helikopterflug zurück zum Hotel kommen, wollen wir uns zum Abschluss wieder einmal in einem Restaurant bekochen lassen, für mich und René gibt es ein rosa gebratenes Filet mit Pommes, für die beiden anderen begnügen sich mit dem kleineren Burger.
Die letzten Tage haben wir uns einige Male über die Rückfahrt unterhalten und entschliessen diese doch in zwei Etappen aufzuteilen. Die letzte Nacht verbringen wir allein in der West Nest Lodge ca. 2 Stunden vor Windhoek, so dass wir am nächsten morgen zeitig die Wagen zurück geben können und bereit für den Rück- oder bei uns Weiterflug sind.
Ein letztes Mal tanken in Botswana (Rakops)
Kurze Rast vor der Weiterfahrt
Am letzten Abend brauchen wir unsere Vorräte möglichst auf und kochen Pasta mit einer Tomaten-Thon-Sauce, inkl. Frisch gekauftem Parmesan und ergänzen dies mit einem Karottensalat. Die Hauptaufgabe des abends ist aber den Wagen aufzuräumen und all das verstreute Material wieder in den einen Rucksack hinzuzwängen! Gar keine so einfache Aufgabe, wie sich herausgestellt hat ?
Letzte Nacht im Dachzelt
Die noch übrig gebliebenen Lebensmittel und anderen Gegenstände packen wir in Tüten und geben diese der Lodge für ihre Mitarbeiter ab. Die letzten zwei Stunden Fahrt vergehen wie im Flug und wir bringen die 4300km ohne grössere technische Probleme mit dem Auto erfolgreich hinter uns. Wir haben es ein weiteres Mal geschafft, ohne einen Platten ans Ziel zu kommen und haben das Auto nach 30 Minuten retour gegeben – wir geben alles an, was wir an Problemen gehabt haben und hoffen für die nächsten Mieter, dass auch alles repariert werden wird. Savanna bringt uns später am Tag an den Flughafen, die Schwiegereltern fliegen erst einen Tag später nach Hause. Für uns geht es über Johannesburg weiter nach Tansania.
Abflug nach Johannesburg
Da mir mit unserem morgigen Abflug nach Costa Rica etwas die Zeit davon gelaufen ist, packe ich eine Kurzversion der letzten zwei Wochen auch noch hier dazu:
Kapitel 18 : 4. – 15. Okt. : Mafia Island und Sansibar
Die zwei Wochen am Meer nutzen wir auch zum Entspannen von den anstrengenden vier Wochen Safari in Botswana: viel Lesen am Strand, abgewechselt mit Ausflügen in den Marine Park der Chole Bay in Mafia Island.
Anflug auf Mafia Island
Unser Fortbewegungsmittel für die nächsten zwei Wochen
Relaxen und Lesen am Strand
Nach all dem Fleisch in Botswana geniessen wir Seafood direkt aus dem Meer: Lobster, Fisch und Shrimps und was das Meer sonst noch alles so hergibt. An einzelnen Abenden essen wir direkt am Strand in einem kleinen Strandimbiss, der extra für uns geöffnet geblieben ist und grosse Platten der Extraklasse vorbereitet (auch ich bin satt geworden!) hat.
Unser Lieblingsrestaurant am Strand
Seafood-Curry und Lobster
Die aktiven Tage verbringen wir mit Tauchen und erkunden die wunderbare Unterwasserwelt des Marine Parks. Die Gegend ist aber anspruchsvoll, und absolut von den Gezeiten dominiert: Getaucht wird in der grossen Bucht, die nur zwei Ein- und Ausgangs-Channels hat, und dass bei einem Gezeitenwechsel von gegen 3m Hub! Selbst die Tauchgänge kurz vor und nach der Hightide sind ereignisreich und die Strömungen hart an unserer Komfortgrenze.
Tauchspots der Chole-Bay
Happy auf der Rückfahrt nach den Tauchgängen
Im Süden der Inseln ist gerade Walhai-Saison, die wir mit einem kleinen Boot suchen. Sobald einer gesichtet wird, können wir mit Taucherbrille und Flossen aus dem Boot springen und den riesigen Tieren nachschwimmen, solange die eigene Ausdauer es erlaubt. Danach wird wieder eingeladen und man sucht das nächste Tier – so können wir in den nächsten Stunden garantiert mit einem guten duzend Walhaien schwimmen (teils unterschiedliche Tiere, teils mehrmals dasselbe nacheinander). Leider haben wir keine Bilder vom Ausflug und die versprochenen Gopro-Videos sind leider nie in meinem Posteingang angekommen.
Einfahrt zu unserer Lodge
Seafood-Platte als Abschlussessen
... mit Aussicht auf den Vollmond
Die letzten drei Tage wechseln wir nach Sansibar, ursprünglich wollten wir von dort mit Edelweiss direkt zurück nach Zürich fliegen. Eine wunderbar optimierte Flugstrecke ohne Umsteigen und mit minimalem Risiko aus sich verschärfenden Covid-Massnahmen… Doch bis wir uns endlich zum Flüge buchen durchreissen konnten, war der Edelweissflug nicht mehr verfügbar… So müssen wir in der Rückreise wieder dem Umweg über Dar Es Salaam und Doha nehmen, dafür zu einem unschlagbaren Preis!
In den Tagen auf Sansibar geniessen wir die alte Hauptstadt Stonetown, schlendern durch die engen Gassen und lassen die Eindrücke der Marktstände auf uns wirken. Abgerundet von einem Ausflug durch eine Gewürzplantage im Inland schliessen wir die Reise mit vielen Erinnerungen und einem hochstehenden Sternemenu über den Dächern von Stonetown ab…
Frischer Thunfisch auf dem Markt
Eine weitere Seafood-Platte in Stonetown
Unterwegs auf einer Gewürz-Plantage
Eine Chilli-Auswahl, von der wir auch ein Sortiment nach Hause mitgenommen haben
Abschlussessen im Emerson Spice - 6 Gänge Seafood-Kunst
Ein letzter Sonnenuntergang in Afrika
Besten Dank für all euer Interesse an unserer Reise und auch für die vielen wertvollen Tips aus dem Forum, die unsere vier Wochen Botswana schlussendlich so reibungslos ermöglicht haben.
Nach der Reise ist bekanntlich vor der Reise und so habe ich mittlerweile unsere nächste Route in Afrika ausgearbeitet: Ab Mitte März 2024 soll es für annähernd 4 Wochen durch den südlichen Teil von Botswana gehen: KTP, CKGR, Boteti und Nxai Pan am Ende der Regenzeit: 🗺️Google-KarteBeim Laden überträgt dein Browser Daten an Google.Karte laden
Doch wie bereits geschrieben – die Rucksäcke sind gepackt und jetzt geht es erstmal ans Meer nach Costa Rica ?
leofant754 Beiträge · seit 201004. März 2023 · #77
leofant754 Beiträge · seit 201004. März 2023 · #78
Hi Michael, hier meldet sich die Stimme aus dem Off. Ich habe deinen RB mit Interesse gelesen. Auch wir waren letzten September in Moremi, allerdings als weichgespülte Lodgebesucher. Wir konnten dort 6 Male Lions beobachten. Einer starb bei einem Gladiatorenkampf mit einem Büffel, dann waren es nur noch 5. Wir sitzen gerade im Frankfurt Airport, werden hoffentlich morgen Nachmittag wieder in Moremi sein und ich werde die Guides noch einmal fragen. Auf jeden Fall hast du Bilder, die mich neidisch machen .&Liebe Grüsse Walter
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202104. März 2023 · #79
leofant schrieb:Hi Michael, hier meldet sich die Stimme aus dem Off. Ich habe deinen RB mit Interesse gelesen. Auch wir waren letzten September in Moremi, allerdings als weichgespülte Lodgebesucher. Wir konnten dort 6 Male Lions beobachten. Einer starb bei einem Gladiatorenkampf mit einem Büffel, dann waren es nur noch 5. Wir sitzen gerade im Frankfurt Airport, werden hoffentlich morgen Nachmittag wieder in Moremi sein und ich werde die Guides noch einmal fragen. Auf jeden Fall hast du Bilder, die mich neidisch machen .&Liebe Grüsse Walter
Hallo Walter, dann wünsche ich euch natürlich eine ganz schöne Zeit im Moremi mit hoffentlich vielen schönen Sichtungen... Und auch besten Dank für dein Kompliment... Das wäre natürlich interessant zu erfahren, ob unsere fünf Nomaden mal zu sechst gewesen sind... Lg und eine gute Reise, Michal
leofant754 Beiträge · seit 201004. März 2023 · #80