RMrik m.608 Beiträge · seit 202013. Jan. 2023 · #21
@Sue: Den tollen Bericht lasse ich mir auch nicht entgehen. Ich liebäugle auch irgendwie mit einer Tour ins Namaqualand - aber wenn ich dann lese, dass es Mitte August noch so kalt und regnerisch ist, dann bekomme ich doch Bedenken, ob mir das gefiele... Ich bin gespannt, wie es weiter geht!
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201213. Jan. 2023 · #22
Hallo Steinbeisser in Simonstown haben wir viele Angebote für Waltouren gesehen. Aber in Yzerfontein und Lambertsbay haben wir uns gar nicht geachtet, aber das Meer war auch zu wild und die Schiffe waren alle im Hafen. Die Skilpad Cottages waren bei uns schon alle ausgebucht, darum waren wir in den Flower Camps. Gruss Sue
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201213. Jan. 2023 · #23
20.08.22 Namaqua NP
Heute fahren wir durch den Park zum Flower Beach Camp. Wir erkundigen uns beim Frühstück nach dem Weg, aber hier weiss niemand so richtig Bescheid über den Park. Die meisten fahren "aussenrum"und nicht quer durch den Park. Beim Gate fragen wir auch noch nach, und die können uns dann den Parkranger vermitteln. Für die Caracal 4x4 Eco Route (siehe Karte bei San Park) sollen wir mit 8 Stunden rechnen.. Dann los! Eine wunderschöne, abwechslungsreiche, sehr einsame Strecke durchs Gebirge, durch Täler, über Hügel und durch tiefen Sand! Und immer wieder Blumen und blühende Sträucher! Als wir nach Soebatsfontein kommen merken wir, dass wir auf dem Trail eine Abzweigung übersehen haben. Macht nichts, diese Strecke war auch schön und so haben wir die Fahrt etwas abgekürzt und kommen nicht zu spät ins Camp. Bei Riethuis trefen wir wieder auf den 4x4 Trail. Nach weiteren 45 km sind wir an der Küste, machen einen kurzen, sehr tiefsandigen(!) Abstecher zu den Spoegrivier Caves und fahren dann knapp 50 km weiter in südlicher Richtung bis ins Flower Beach Camp. Hier an der Küste begegnen wir zum ersten Mal wieder 2-3 anderen Autos. Alle paar km gibt es Campsites an schönster Lage am Meer. Steinmauern schützen die Plätze vor dem Wind. Auf einem solchen Platz machen wir Lunchpause, bevor wir beim Camp einchecken. Wow, die Lage ist umwerfend! Alle Zelte stehen zwischen den Felsen mit atemberaubendem Blick über den Atlantik! Wir machen noch einen kleinen Strandspaziergang, dann gibts wieder ein feines Dinner im Restaurant Zelt.
WOW - phantastisch diese Gegend am Meer und das Camp !!!!
Gibt es vielleicht noch Fotos zu den Zelten / Diner ... 😎
Nochmals vielen Dank für den ganz tollen Bericht! Peter
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201214. Jan. 2023 · #25
Nachtrag Flower Beach Camp:
Hier, wie gewünscht, noch einige Fotos zum Beach Camp. Im Bad standen ein Eimer Wasser, ein Waschbecken und eine Chemietoilette (Porta Potti) zur Verfügung. Vom Dinner gibts leider keine Fotos, da wir in Gesellschaft mit anderen Gästen dinnierten. Das Essen war gut und schön angerichtet. Alles in allem fanden wir aber den Preis für die Camps doch etwas überhöht. Die Lage, vor allen beim Beach Camp, war super.
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201214. Jan. 2023 · #26
rik m. schrieb:@Sue: Den tollen Bericht lasse ich mir auch nicht entgehen. Ich liebäugle auch irgendwie mit einer Tour ins Namaqualand - aber wenn ich dann lese, dass es Mitte August noch so kalt und regnerisch ist, dann bekomme ich doch Bedenken, ob mir das gefiele... Ich bin gespannt, wie es weiter geht!
Hallo rik m. ja, in dieser ersten Woche unserer Reise war es noch ziemlich kalt. Aber das vor allen in der Nacht, so dass wir froh waren, nicht schon im Dachzelt zu übernachten. Aber tagsüber herrschten meistens angenehme Temperatuen. Gruss, Sue
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201214. Jan. 2023 · #27
21.08.22 Springbok, Goegap NR
Bei schönstem Wetter verlassen wir nach dem Frühstück das Camp beim südlichen Gate und fahren noch zum Groenrivier Delta. Der Atlantik ist immer noch wild! Nun verlassen wir die Küste und fahren bis Springbok und dort bis ins nahe gelegene Goegap Nature Reserve. Heute wollen wir nun wirklich das erste Mal im Dachzelt übernachten! Und das Wetter und die Temperatur passen auch! Super, wir freuen uns! Im Goegap NR registrieren wir uns beim Gate und fahren dann auf den kleinen, schönen Camping kurz hinter dem Gate. Auch hier, wie schon in ganz Springbok, blüht es überall! Nach dem Lunch erkundigen wir auf der 4x4 Strecke noch ein wenig den Park. Danach richten wir uns auf unseren Platz ein und verbringen einen schönen Camping Abend mit allem Drum und Dran..
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201216. Jan. 2023 · #28
22.08. Brandkaros Camping
Die Sonne geht auf und wir bereiten unser erstes Campingfrühstück zu. Danach fahren wir nach Springbok zum Einkaufen, da wir ab morgen für 6 Tage keine Möglichkeit mehr haben werden, uns mit Esswaren einzudecken. Unser nächstes Ziel ist der Richtersveld NP. Aber vorher übernachten wir noch auf dem Brandkaros Camping am Oranje. Die Strecke Springbok - De Hoop Camping im Richtersveld NP in einem Tag zu fahren schien uns zu lang, so dass wir dazwischen noch eine Uebernachtung einplanten. Um in das Richtersveld zu gelangen müssen wir eine der westlichen Umfahrungen machen, da die Fähre in Sendelingsdrift noch nicht fährt und wir nicht die kürzeste Strecke über Vioolsdrift (violett) nehmen können. 2017 sind wir die Strecke Noordoewer - Eksteefontein - Kuboes (grün) gefahren. Eine kurvige Strasse über das Gebirge, die viel Zeit braucht. Dieses Jahr fahren wir über Steinkopf - Port Nolloth - Alexander Bay (R382, rot). Zuerst geht es durch wunderbare, blühende Landschaft, weiter der Küste zu wird es sandig und öd. Port Nolloth versprüht nicht gerade den Charme eines schmucken Küstenstädtchens. Es ist staubig und trist. Nächster Halt ist Alexander Bay. Hier mündet der Oranje in den Atlantik. Das Delta erinnert ein wenig an die Camargue, aber es gibt keine ausgeschilderte Pfade, um das Delta zu erkundigen. So fahren wir kurze Zeit später weiter. Lange haben wir hier in diesem Gebiet nach einem Uebernachtungsplatz gesucht und uns dann für den Brandkaros Camping entschieden. Was erwartet uns wohl? Die letzten 30 Km bis zum Platz führen uns dem Oranje entlang zu einem Farmer mit Weinbeeren Produktion. Ein schöner Platz unter Bäumen! Wir sind die einzigen Gäste. Einige Strassenarbeiter haben sich noch bei ihm in den Häuschen, die er auch vermietet, einquartiert. Der Farmer empfiehlt uns, für den Sundowner doch auf den Hügel nebenan zu fahren. Die Aussicht sei super! Gesagt, getan! Aber oje, einen steileren Hügel sind wir wahrscheinlich noch nie hoch und runter gefahren! An der Aussicht gabs nichts zu bemängeln, aber hinunter bin ich dann doch lieber zu Fuss gegangen.... Wir verbringen einen schönen Abend und eine ruhige Nacht im Camp.
jetzt hab ich mal reingeschaut in Deinen RB. Was soll ich sagen - der wäre mir um ein Haar durch die Lappen gegangen, hätte nicht unsere Forumsfreundin Hanne mich auf Deinen Bericht aufmerksam gemacht.
Sehr schön geschrieben, mir gefällt das außerordentlich, wie Du die einzelnen Etappen schilderst. Vielen Dank dafür und über Port Nolloth habe ich auch gelesen, dass Du es nicht für sooooo prickelnd empfunden hast. Na ja, mal schauen, wo´s uns letztendlich hinzieht.
Falls es bei Port Nolloth bleibt, bleibt für mich immer noch die Frage, ob man nicht einen Schlenker durch bzw. über den Namaqua NP machen soll. Da bin ich aber noch gar nicht recht weiter, denn bis nach Kleinsee an der Küste wollen wir auf keinen Fall. Vielleicht hinter Kamieskroon links in den Park abbiegen und weiter nördlich dann wieder auf die Hauptstraße zusteuern? Ich muss mir das noch etwas genauer anschauen, wobei - die Blüte ist zu unserer Zeit nicht, so wird sich´s vieleicht gar nicht lohnen, einen Umweg zu fahren.´
Bin auf Deine nächsten Etappen schon sehr gespannt. 🙂
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201216. Jan. 2023 · #30
Lieber Schorsch,
vielen herzlichen Dank, freut mich, dass du meinen Bericht gefunden hast! Der Namaqua NP ist sehr weitläufig und landschaftlich wunderschön! Ich könnte mir vorstellen, dass ein "Schlenker" dann bald in eine Tagestour ausarten könnte. Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit, im Goegap NR eine Tour zu fahren! Die verschieden langen Traks sind gut beschildert und landschaftlich auch sehr schön. Viel Spass beim Planen!
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201216. Jan. 2023 · #31
23.08.22 Richtersveld NP: De Hoop Camping
Wir verlassen das Camp und fahren weiter. Beim Hellskloof Gate registrieren wir uns und in Sendelingsdrift zeigen wir an der Rezeption unsere Reservationen für die nächsten vier Uebernachtungen im Park. Heute fahren wir bis zum De Hoop Camping. Es geht über einige Pässe und durch ein feuchtes Wadi, dann kommen wir wieder an den Oranje. Auf dieser Campsite waren wir schon 2017. Aber den schönen Rasenplatz gibts nicht mehr! Weggespühlt bei Hochwasser. Wir finden aber trotzdem einen schönen Platz am Ufer und richten und ein. Es ist sehr heiss; wer hätte das nach unserem kühlen Start gedacht! Mein Mann strolcht ein wenig in der Gegend herum und kommt mich dann ganz aufgeregt rufen! Schnell rennen wir zurück zu diesem Platz der Ueberraschung.... Er hat beim Spazieren eine Nachtschwalbe aufgescheucht. Und wirklich, sie ist, resp. sie sind noch da! Es sind zwei Fleckennachtschwalben (vermute ich wenigstens). Welch wunderbare Erstsichtung! Ein schöner Tag geht zu Ende.
Heute nehmen wir es gemütlich. Wir bereiten ein leckeres Frühstück zu und geniessen es. Die Webervögel und Meerkatzen möchten auch etwas davon.... aber nix da... Nach dem Essen packen wir zusammen und fahren die 10 Km weiter dem Oranje entlang zum Tatasberg Wilderness Camp. Wir brauchen eineinhalb Stunden für diese bumpy and sandy road. Offroad und 4x4 kommen hier voll auf die Rechnung. Das Camp besteht aus vier Einheiten mit je einem Küchen- und Schlafhäuschen. Wir haben schöne Aussicht auf den Fluss und die Berge.
Am späteren Nachmittag fahren wir noch ins Tal (Tatasbergrivier) hinter dem Camp. Diese Strasse ist nicht durchgehend, aber wunderschön! Die Steinformationen leuchten im Abendlicht!
Die Nacht war windig und das Cottage ziemlich durchlässig. Sogar das Toilettenpapier flatterte im Wind 😄 ! Heute fahren wir weg vom Fluss und wieder tiefer in den Park hinein zum Ganakouriep Camp. Die Wege sind gut befahrbar und führen meist durch trockene, breite Flussbetten. Unglaubliche Szenerie! Hinter jeder Kurve schier eine neue Aussicht! Wir lieben diesen Park einfach! Wir halten oft zum Fotographieren, wobei man die Eindrücke dieser Gegend unmöglich auf Fotos bannen kann. An einem Berg klettern wir hoch zu den Halfmen Pflanzen, eine endemische Art aus der Familie der Hundsgiftgewächse. Eine lustige Pflanze, die jetzt sogar blüht! Am frühen Nachmittag erreichen wir das Camp.
Halfmen Pflanze
Halfmen mit Blüte
Das Camp besteht aus fünf Steinhäuschen mit Küche, Bad und Schlafzimmer. Unterwegs im Park trifft man selten jemanden an, aber die Häuser sind hier alle besetzt. Nach einer Pause streifen wir etwas in der Gegend herum und beobachten, was da so alles blüht und fliegt.
Kapammer
Termitenschmätzer(?)
Weisskehlgirlitz(?)
Rostschwanz Steinschmätzer(?)
2X Russnektarvogel(?)
Lieber Gruss, Sue
P.S.: Um Hilfe bei der Vogelbestimmung bin ich sehr froh!
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201223. Jan. 2023 · #34
Liebe Forum Freunde
nach einigen Tagen Skifahren bei schönsten, wenn auch eiskalten Verhältnissen sind wir nun wieder zurück und ich will meinen Reisebericht fortsetzen. Aber zuerst möchte ich mich noch bei euch allen bedanken für das Interessen am Bericht. Jedes "Danke" und jeder Beitrag freuen mich sehr und ich hoffe, dass ich so vielleicht Einigen beim Planen einer Reise etwas behilflich sein kann. Ich wünsche allen eine gute Zeit und grüsse herzlich, Sue
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201223. Jan. 2023 · #35
26.08.22 Sendelingsdrift
Heute verlassen wir diesen sagenhaften Park. Aber zuerst stehen uns noch 77 Km Offroad durch Sand und Gestein bevor. Wunderschöne Strecke! Kurz machen wir noch einen Abstecher zum Viewpoint am Domorogh Pass und geniessen die eindrückliche Aussicht! Nach der Pause fahren wir wieder über den Akkedis- und Halfmens Pass zurück nach Sendelingsdrift.
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201223. Jan. 2023 · #36
Am Nachmittag kommen wir gut durchgeschüttelt im blühenden Sendelingsdrift an und beziehen ein Selfcatering Chalet am Oranje. Alles ist sehr sauber und gut eingerichtet! Bei einem Spaziergang sind wir erstaunt und erfreut zu sehen, wie viele Vögel in den Bäumen des Ortes hausen! Ein Birder Paradies!
casimodo4'528 Beiträge · seit 200723. Jan. 2023 · #37
Hallo Sue,
so jetzt bin ich auch dabei und zwar sehr gerne. Schöne Eindrücke von der Westcoast hast Du uns schon gezeigt 😎 Und der Richtersveld fehlt uns immer noch 😕
Danke für den schönen Bericht und die eindrucksvollen Bilder 🙂
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201224. Jan. 2023 · #38
Hallo Casimodo
Vielen Dank! Freut mich, dass du dabei bist! Ich habe schon einiges von dir im Forum gelesen, wenn meist auch als stille Leserin. Sehr schöne Reisen habt ihr schon gemacht. Ich danke dir fürs Zeigen. Die Westküste SA kennt ihr ja bestens und ich kann euch den Richtersveld NP wirklich wärmstens empfehlen!
Sooo schön!! Die blühenden Felder im Namaqua erlebten wir genauso wie du...............einfach traumhafte Erinnerungen die du weckst.
Der Richtersveld NP ist unser Lieblingpark. Wir erlebten genau das Gegenteil, denn im Tatasberg Wilderness Camp war es windstill dafür im Ganakouriep Wilderness Camp so windig, dass wir nicht im Freien essen konnten. Die Lage von beiden Camps ist wunderschön. Ich verstehe nicht, dass nicht mehr Formis diesen Park besuchen. Sogar Sendelingsdrift gefällt uns hervorragend. 3 mal waren wir in diesem Park und hatten immer Glück mit der Fähre, so konnten wir die Fahrt dem Oranje entlang geniessen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung Liebs Grüessli us em wiesse Engadin mit blauem Himmel Judith
Sue.chThemenstarter546 Beiträge · seit 201224. Jan. 2023 · #40
Liebe Judith
Herzlichen Dank! Ja, auch wir lieben diesen Park! Wie es scheint, wird dieser Stein im Tatas Tal rege hin und her geschoben! Mein Mann hat ihn, nachdem ihr ihn verschoben habt, wieder zurück an seinen Platz gerollt. Ordnung muss sein 😄