Frage zu Campingsafaris mit Bush Ways

8 Antworten · 2'965 Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2023 von CrocV
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Themenstarter165 Beiträge · seit 201501. Jan. 2023 · #1
Hallo zusammen,

erstmal wünschen wir euch ein gutes neues Jahr 2023 mit vielen interessanten Reisen.

Ich lese schon seit Jahren die Reiseberichte über die Camping Safaris mit Bush Ways ins Moremi-Wildreservat und in die Savuti-Region. Und genauso lange diskutiere ich mit meiner Frau, ob wir das auch mal machen wollen.

Knackpunkt für meine Frau ist dabei folgendes:
Die Zeltübernachtungen im Moremi-Wildreservat und in der Savuti-Region finden ja wohl in der Wildnis statt.
Wie sieht es da mit Toilettengängen in der Nacht aus ?
Denn sie muss leider regelmäßig mind. einmal die Nacht raus.
Ist das möglich/ratsam mit Taschenlampe oder eher ein No Go nachts das Toilettenzelt aufzusuchen ?

Ich würde mich freuen, wenn uns hier jemand seine Erfahrungen mitteilen könnte.

Viele Grüße
Ralf
Jaguar-Safari 2016: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11943-reisebericht-pantanal-2016-durch-die-serengeti-s%C3%BCdamerikas/ Nordperu 2017: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11861-reisebericht-nordperu-2017-auf-den-spuren-alter-kulturen/&pageNo=1 Mexiko 2022: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11564-reisebericht-mexiko-2022-auf-den-spuren-alter-kulturen/ Äthiopien 2019: www.namibia-forum.ch/forum/168-diverses/298975-reisebericht-drei-wochen-aethiopien-mit-dem-rotel.html Indien Tigersafari 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/296690-reisebericht-tigersafari-indien-mai-2018.html Uganda 2015: https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/287855-uganda-ruanda-nicht-nur-primaten.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2023
8'678 Beiträge · seit 201001. Jan. 2023 · #2
Hallo Ralf,

die Toilettengangfrage ist wohl die, die fast alle Frauen bei solchen Campingreisen umtreibt 😉 .
Vorab: ich kenne einige, die sich darüber vor der Reise sehr viele Sorgen gemacht haben 🤩 (deine Frau ist also nicht alleine) und danach gar nicht verstehen konnten, warum eigentlich... 😗

Generell gilt, dass man das Zelt besser nicht verlässt, aber jeder Guide handhabt das ein bisschen anders, der eine rät komplett davon ab, der andere empfiehlt, wenn, dann hinters Zelt zu pinkeln (dabei vorher unbedingt alles ableuchten, und zwar in wachem Zustand und möglichst nicht unter Stress, sprich man hat sich ewig überlegt, ob man raus geht und muss jetzt gaaaaanz dringen...... 😎 ).

Ich persönlich habe jetzt noch keinen Guide erlebt, der einem vorschlägt, nachts zum Toilettenzelt zu gehen (was aber nichts heißen soll, ich war oft mit dem selben unterwegs, vielleicht sehen das andere anders). Das steht nämlich - aus nachvollziehbaren Gründen - immer etwas abseits vom Camp und es ist wirklich nicht ratsam, große Entfernungen des nachts zurück zu legen.

Ich und einige andere Frauen, die ich kenne, haben das Problem mit einem Uriwell gelöst, was so eine Art Pinkelflasche ist. Niemals hätte ich gedacht, dass diese so einfach zu bedienen ist und vor allem dazu führt, dass man in der Gewissheit, dass man immer pinkeln könnte, wenn man wollte, dann eben gar nicht muss 😉 .

Dazu kommt, dass man in der sehr trockenen Luft viel Flüssigkeit über die Poren veliert und ich habe mir angewöhnt, abends nicht mehr viel zu trinken. So halte ich - meistens - locker bis zu dem Zeitpunkt durch, wo die Guides aufstehen und Feuer machen (das ist seeehr früh). Ab diesem Zeitpunkt kann man dann auch getrost das Zelt verlassen.

Noch ein Grund, warum ich lieber im Zelt mein Uriwell benutze: ich muss keine Schuhe anziehen, und ich schleppe/locke nicht irgendwelche Käfer/Flugobjekte oder ähnliches ins Zelt durch das Licht.

Ich hoffe, ich konnte dir (und deiner Frau helfen)!

Liebe Grüße von Bele

P.S.: Ich nutze meine "Privattoilette" übrigens nicht nur bei den Botswana-Campingtouren, sondern auch, wenn wir in Namibia wild campen und ich mich nicht raustraue und/oder es mir zu kalt ist - außerdem stört das Türgeräusch oft auch die anderen.... So ähnlich ist es auch mit dem Reißverschluss am Bodenzelt, der geht auch nicht geräuschlos auf.
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2023
Themenstarter165 Beiträge · seit 201502. Jan. 2023 · #3
Hallo Bele,

vielen Dank für deine Erläuterungen. Das hört sich ja schon mal ganz gut an.
Damit sollte Botswana Camping wieder im Rennen sein. 😎
Wobei die Konkurrenz groß ist: Kenia und Tansania (ohne Camping) wären auch mal wieder schön.
Nachdem wir 2022 sehr weit weg von Afrika 3 Wochen intensiv auf den Spuren der Maya, Azteken etc. in Mexiko unterwegs waren - ist die Sehnsucht nach Afrika jetzt besonders groß. 😗

Na ich werde berichten, wo es uns letztlich hin verschlagen hat in 2023. 😄

Liebe Grüße
Ralf
Jaguar-Safari 2016: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11943-reisebericht-pantanal-2016-durch-die-serengeti-s%C3%BCdamerikas/ Nordperu 2017: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11861-reisebericht-nordperu-2017-auf-den-spuren-alter-kulturen/&pageNo=1 Mexiko 2022: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11564-reisebericht-mexiko-2022-auf-den-spuren-alter-kulturen/ Äthiopien 2019: www.namibia-forum.ch/forum/168-diverses/298975-reisebericht-drei-wochen-aethiopien-mit-dem-rotel.html Indien Tigersafari 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/296690-reisebericht-tigersafari-indien-mai-2018.html Uganda 2015: https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/287855-uganda-ruanda-nicht-nur-primaten.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2023
2'534 Beiträge · seit 200702. Jan. 2023 · #4
Hallo Ralf,
deine Frau soll sich Mal das hier anschauen: https://amzn.eu/d/5ZNr5vb
Es wurde jedenfalls für die erste bevorstehende Namibia-Campingreise meiner Freundin gekauft und funktioniert bei den ersten Tests hervorragend. Also laut ihrer Aussage 😉.
Ich kann Ende Jänner berichten, wie es sich dann in der Praxis im Bushcamper bewährt hat.
LG Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
8'678 Beiträge · seit 201002. Jan. 2023 · #5
dergnagflow schrieb:Hallo Ralf,
deine Frau soll sich Mal das hier anschauen: https://amzn.eu/d/5ZNr5vb
Es wurde jedenfalls für die erste bevorstehende Namibia-Campingreise meiner Freundin gekauft und funktioniert bei den ersten Tests hervorragend. Also laut ihrer Aussage 😉.
Ich kann Ende Jänner berichten, wie es sich dann in der Praxis im Bushcamper bewährt hat.
LG Wolfgang
Hallo Wolfgang,

der Nachteil bei der von dir verlinkten Lösung ist die Tatsache, dass man im Bushcamper eben auch noch ein Gefäß dazu braucht (es sei denn, man pinkelt zum Fenster raus 😄 ). Deshalb finde ich persönlich das Uriwell praktischer (funtioniert wie gesagt auch super, und das können andere hier auch bestätigen - mal ganz abgesehen von den lustigen Geräuschen, wenn man es vor dem Schlafengehen prophylaktisch schon mal auseinander zieht 😎 😗 ).

uriwell.jpg


LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2023
Themenstarter165 Beiträge · seit 201503. Jan. 2023 · #6
dergnagflow schrieb:Hallo Ralf,
deine Frau soll sich Mal das hier anschauen: https://amzn.eu/d/5ZNr5vb
Es wurde jedenfalls für die erste bevorstehende Namibia-Campingreise meiner Freundin gekauft und funktioniert bei den ersten Tests hervorragend. Also laut ihrer Aussage 😉.
Ich kann Ende Jänner berichten, wie es sich dann in der Praxis im Bushcamper bewährt hat.
LG Wolfgang
Hi Wolfgang,
hört sich auch interessant an. Was es nicht alles gibt. Und für eine Campingbus mit mehr Platz für ein zusätzliches Behältnis zum Auffangen bestimmt auch eine Variante.
Aber wie Bele zu recht anmerkt: In einem kleinen Zelt noch einen Behälter zum Auffangen mitschleppen ist doch umständlicher als das kompaktere Uriwell.

Dennoch vielen Dank für den Hinweis. Habe dadurch wieder was dazugelernt.

Viele Grüße
Ralf
Jaguar-Safari 2016: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11943-reisebericht-pantanal-2016-durch-die-serengeti-s%C3%BCdamerikas/ Nordperu 2017: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11861-reisebericht-nordperu-2017-auf-den-spuren-alter-kulturen/&pageNo=1 Mexiko 2022: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11564-reisebericht-mexiko-2022-auf-den-spuren-alter-kulturen/ Äthiopien 2019: www.namibia-forum.ch/forum/168-diverses/298975-reisebericht-drei-wochen-aethiopien-mit-dem-rotel.html Indien Tigersafari 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/296690-reisebericht-tigersafari-indien-mai-2018.html Uganda 2015: https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/287855-uganda-ruanda-nicht-nur-primaten.html?limitstart=0
2'497 Beiträge · seit 201103. Jan. 2023 · #7
Naja, ich habe auch so eine Pipilotta, da reicht eine leere Flasche zum auffangen und die nimmt nicht so viel Platz weg. 🙂
Ich komme allerdings mit dem Konstrukt nicht gut zurecht, zu alt und unflexibel? 😗 😗
Ich nehme eine Faltschüssel von Tupper mit Deckel (wegen Geruch und Verschüttungsgefahr), weil die eine größere Öffnung hat. Natürlich ist sie markiert, damit keiner sie verwechselt. 🤢

Grundsätzlich zu Bushways: ich war angeregt durch Bele dieses Jahr* zum ersten Mal mit denen unterwegs und war schlichtweg begeistert. Man muss schon anpacken, es ist keine Wellnessreise, aber die Naturnähe und die Tiererlebnisse waren überragend. Ich kann das nur empfehlen. Und alle Bedenken, die ich vorher hatte, wurden während der Tour immer kleiner, es gab immer eine Lösung.

Liebe Grüße
Karin

*Angeregt durch Bele 🙄 ändere ich das mal. Ich war natürlich letztes Jahr mit Busgways unterwegs. 😘
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2023
323 Beiträge · seit 200704. Jan. 2023 · #8
Bevor ihr in eure Sprudelflaschen pinkelt ... 😉
Es gibt Alternativen zu Bushways. Viele Veranstalter bieten en suite-tents an, also mit eigener Dusche und Toilette. Zum Beispiel Old Bridge Safari. So steht es auf deren Website:
"The tents we use on this safari are 3m x 3m walk-in dome tents, each one has one or two comfortable stretchers with bedrolls depending on whether you are sharing or not. Each bedroll is made up with a fitted cotton sheet, duvet and pillow. Each tent has an attached canvass enclosure to the rear with its own shower and toilet area."

Reisebericht ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht hilfreich: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/293728-reisebericht-zim-nam-bot.html?start=6#492740
8'678 Beiträge · seit 201004. Jan. 2023 · #9
Kokomiko schrieb:Bevor ihr in eure Sprudelflaschen pinkelt ... 😉
Es gibt Alternativen zu Bushways. Viele Veranstalter bieten en suite-tents an, also mit eigener Dusche und Toilette.
Hi Kokomiko, danke für den Link, den Bericht kannte ich noch gar nicht!

Zu der von dir erwähnten Variante (Bush Ways bietet die übrigens auch an, und dann werden auch die mittleren Plätze nicht belegt, weil die Touren mit weniger Gästen gefahren werden, ich kenne aber die Qualitäts/Preisunterschiede zu anderen Unternehmen nicht und kann und will daher auch keine Werbung machen):

der Unterschied zu den Touren ohne eigenes Sanitärzelt zu denen mit einem direkt ans Schlafzelt anschließenden liegt halt leider im Preis 😣 , was ja bei dem höheren Service (man baut ja auch nicht selber auf und ab) auch halbwegs verständlich ist. Ich liebäugle (ernsthaft) auch mit so einer Fully Serviced Tour, wenn ich mal nicht mehr in der Lage sein sollte, mein Zelt alleine aufzubauen und die Öffnung meines Uriwell zu treffen 🤪 . Aktuell wäre ich aber wohl noch zu geizig dafür und zum Glück noch fit genug für die einfache Variante. Aber ich finde auch, dass solche Touren (von welchem Veranstalter auch immer, ich kenne halt nur den einen) was Tolles sind für Leute, die gerne mitten in den Busch wollen, aber keine Lust auf dieses Lodge-Schickimicki-Zeugs haben (ich habs erst neulich jemand vorgeschlagen). Mal abgesehen davon, dass selbst die Fully Serviced Touren noch weniger teuer (das Wort günstig will mir im Zusammenhang mit Botswana nicht über die Tasten kommen 😉 ) sind als Lodgeaufenthalte.

Übrigens würde ich wohl bei einem Veranstalter, den ich nicht kenne, nachfragen, auf welchen Campsites man untergebracht wird, denn meines Erachtens/Wissens (kann mich aber auch täuschen) sind die HATAB-Sites noch einen Tick schöner/wilder/größer als die BOGA-Sites.

Achja, du hast in deinem Bericht Letaka erwähnt, ich glaube, die spielen preislich nochmal in einer ganz anderen Liga (hatte mir mal ein Reisebüro gesagt, ich habs aber noch nicht selber recherchiert). Man hat also auch bei dieser Art des Reisens noch ein bisschen Spielraum, was Preis und Ausstattung angeht!

Wichtig finde ich - wie du auch schreibst und was auch logisch ist 😄 - dass der Guide gut ist und zu einem passt und die Gruppe nicht völlig schräg drauf ist 🙄 (sofern man sie sich nicht selber aussuchen kann).

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2023