HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #1Moin,moin,
Wohl (fast) jedes 4x4 Fahrzeug hat 2 Reserveräder dabei wenn es auf Tour geht!
Ich fahre nun schon etliche Jahre im südlichen Afrika umher (Toyota Hi-Lux) und habe bisher noch
"keine" Reifenpanne gehabt.
"Glück gehabt"!!
Nun stellt sich mir die Frage ob ich nicht auf ein Reserverad verzichten kann (Gewicht und Platz).
Ist es Euch schon mal passiert das Ihr das 2te Reserverad gebraucht habt??
Gruß Hermann
Chrigu7'263 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #2Hermann schrieb:
Ist es Euch schon mal passiert das Ihr das 2te Reserverad gebraucht habt??
Ja. Auf den meisten Touren haben wir Null Reifenpannen. Aber manchmal ist es verhext und es gibt zwei Pannen an einem Tag.
Es kommt immer darauf an. Wohin du fährst und wie das die Versorgungslage mit Reifen und Reifenreparatur ist. Wenn ich spezielle Reisen mache (z.B. Sambia) nehme ich sogar drei Reservereifen mit (ich habe aber auch den Platz dafür).
Herzliche Grüsse
Chrigu
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SESeyko1'095 Beiträge · seit 200912. Dez. 2022 · #3Totale Glaubensfrage.
Mein Vorgehen:
Ich habe ein Tyre Pressure Monitor System installiert (gibt‘s in vernünftiger Qualität für 700 NAD zu kaufen). Das zeigt mir einen Puncture an, bevor dieser das Rad zerstört.
Ich habe ein „gutes“ Reifenreparaturset dabei. Damit kann ich alles bis auf Schlitzer unterwegs selber reparieren und den Reifen damit in den allermeisten Fällen erhalten. Wenn nicht, habe ich das Ersatzrad. Bei dieser Vorgehensweise komme ich nur in Bedrängnis , wenn ich 2 Schlitzer auf einem Trip erleide. Kann natürlich vorkommen und dann hab ich ein Problem.
Sofern du Stahlfelgen montiert hast, kannst du auch einen Schlauch mitnehmen. Diesen könntest du auch einziehen um bei einem zweiten Totalausfall mobil zu bleiben. Bei Alufelgen bringt das nichts, da du ihn nicht montieren kannst,
Liebe Grüsse
Guido
Burkhard485 Beiträge · seit 202012. Dez. 2022 · #4Tja, diese Frage habe ich mir auch schon gestellt......
Ich bin mit 1 Rad und mit 2 Rädern unterwegs gewesen , mit und ohne Reifenpanne (und die öfters.... 🤢 ) .
Ich mache es jetzt davon abhängig, ob wir mit 2 Fahrzeugen unterwegs sind oder nicht. Im Notfall hat man immer noch das Begleitfahrzeug mit dessen Reserverad (wenn es denn passt....) . Fahre ich die Tour alleine, bestehe ich auf 2 x Reserve.
Auf jeden Fall wird der kaputte Reifen bei nächster Gelegenheit repariert.
In einsamen, wilden Gegenden aber sowieso nur mit 2 x Reserve auf jedem Auto.
Chrigu7'263 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #5Seyko schrieb:
Sofern du Stahlfelgen montiert hast, kannst du auch einen Schlauch mitnehmen. Diesen könntest du auch einziehen um bei einem zweiten Totalausfall mobil zu bleiben. Bei Alufelgen bringt das nichts, da du ihn nicht montieren kannst,
Das empfehle ich eher nicht. Die wenigsten werden in der Lage sein einen Schlauch korrekt zu montieren. Ausserdem sind die heutigen Reifen innen so rau, dass der Schlauch sehr schnell durch ist.
Ich mache es auch so, dass ich die meisten Punctions einfach mit den
Würmern repariere. Aber auch das sollte erst mal geübt werden. Es braucht deutlich mehr Kraft als man zu beginn glaubt.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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KarstenB2'396 Beiträge · seit 201112. Dez. 2022 · #6Moin, Hermann,
vergiss die bisherigen Antworten!
Du brauchst überhaupt kein Reserverad! (Wenn Du Glück hast und keinen Platten auf Deiner Reise hast! 😗 )
Und wenn Du Pech hast, reichen auch 2 Reserveräder nicht. Wir hatten mal 4 Platten in 24 Stunden. 😈
(Siehe meinen RB SüdTZ 2013 "Daumendrücken hilft nicht immer ..." in der Signatur.)
LG und viel Glück
Karsten
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #7Ist wohl ein komplexeres Thema. Es spielen ja doch viele Dinge eine Rolle.
Flickzeug habe ich natürlich auch dabei, wobei die Reparatur mit den "Würmern" wohl nur in der Lauffläche
sinnvoll ist. Bei einer Solofahrt in abgelegene Gegenden werde ich auch 2 Reserveräder dabei haben.
Bei Touren mit mehreren Fahrzeugen könnte man schon darüber nachdenken 1 Reserverad wegzulassen.
Vorausgesetzt die anderen Fahrzeugen haben die gleiche Reifengröße.
Bei früheren Fahrten in die Sahara hatten wir tatsächlich nur einen Reservereifen dabei, aber auch Schläuche.
Bei den guten ,alten Sprengringfelgen von Toyota war es dann zur Not kein Problem einen Schlauch einzuziehen.
Also, besser vorher gut überlegen wie sich die Reise gestalten wird und dann entscheiden 1 oder 2 Reifen.
Gruß Hermann
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #8Hermann schrieb:
Ist es Euch schon mal passiert das Ihr das 2te Reserverad gebraucht habt??
Ja und zwar, bevor ich Gelegenheit hatte, das defekte Rad flicken zu lassen.
Besser haben als brauchen ... 😉
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #9Da hast Du Recht Wolfgang!!
Hajo52409 Beiträge · seit 202212. Dez. 2022 · #10Kommt immer auf Fahrweise, Reifentyp, Fahrzeug, Wege/ Gelände an.
Habe jahrelang 2 Reserveräder spazieren gefahren. Weil ich Normalreifen drauf hatte.
Ewig an der Grenze zur Überladung mit 2 Rädern, das zu Rahmenschäden geführt hat.
Dann grobstollige Geländereifen drauf gesetzt, Die halten eine Menge mehr aus als Normalreifen. Reparatursatz und leistungsfähigen Kompressor immer dabei mit 1 Reserverad.
Je nach Fahrweise und Art der Wege reicht ein Reserverad. Für mich.
Aber das Fahrgeräusch grobstolliger Reifen nervt auf langen Strecken, und kostet 1-2 liter Diesel/ 100km mehr beim Landcruiser.
Gehe wieder zurück auf normale Reifen Michelin (keine Chinaware). Die haben auch den van Zyls Paß problemlos überstanden.
Dann fährt man in Bereiche wie das südliche Kaokoland, bremst nur mal scharf, und schon schneidet einem das Vulkangestein den Reifen auf..... es gibt ganz einfach keine feste Regel.
Und: Reifen mit vollem Profil, oder bereits halb abgefahren?
CarstenS388 Beiträge · seit 201712. Dez. 2022 · #11Man braucht zwei, denn:
Wenn einem wegen einem dummen Fehler / Zufall ein Reifen kaputt geht und man ist im Busch, fühlt man sich sehr unsicher, wenn es kein weiteres Ersatzrad gibt. Punctures sind ja keine Problem (kann man selber Flicken), aber im richtigen 4x4 Terrain ist es ja meist an der Seite, wo man nichts machen kann.
Wenn einem der Reifen platzt / kaputt geht wegen Überanspruchung, braucht man auch zwei, denn meist sind die Reifen ja vom selben Jahr, gleich alt. Wenn da einer schlapp macht, dann womöglich auch ein zweiter. Und das sieht man nicht am Profil. Ist mir schon mehrmals in Namibia mit Reifen passier, die noch sehr gut aussahen.
Bin ca. 300 000 km in 20 Jahren durchs süfliche Afrika gefahren. Habe ca. 3 mal zwei Ersatzreifen gebraucht. Bin aber auch viel im echten Busch unterwegs.
Wenn Du nur nach Etoscha und ein bisschen ins Damaraland gehts, reicht auch einer, da bekommt man immer schnell einen neuen Reifen. Aber Kakooveld, Khaudum, Zimbabwe, Botswana etc würde ich nur mit 2 Reifen machen, (Aber immer alleine, auch wenn viele meinen, da müsste man mit mindestens zwei Autos fahren).
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200612. Dez. 2022 · #12Ich fahre die BF Goodrich All Terrain und bin damit sehr zufrieden. Hatte ich damals bei meinen
Sahara-Touren auch drauf!!
MatzeHH441 Beiträge · seit 201413. Dez. 2022 · #13Bei einem eigenen Fahrzeug, das ich gut kenne, kann ein Reifen ausreichen. Bei einem Mietfahrzeug immer 2. Was man da manchmal für Pellen sieht ...
Und vor Allem das Reserverad, dass unter dem Wagen hängt, bei der Übergabe einmal mit Bordmitteln runterlassen.
Da kann man böse Überraschungen erleben 😉
Hajo52409 Beiträge · seit 202213. Dez. 2022 · #14CarstenS schrieb:Man braucht zwei, denn:
Wenn einem wegen einem dummen Fehler / Zufall ein Reifen kaputt geht und man ist im Busch, fühlt man sich sehr unsicher, wenn es kein weiteres Ersatzrad gibt. Punctures sind ja keine Problem (kann man selber Flicken), aber im richtigen 4x4 Terrain ist es ja meist an der Seite, wo man nichts machen kann.
Wenn einem der Reifen platzt / kaputt geht wegen Überanspruchung, braucht man auch zwei, denn meist sind die Reifen ja vom selben Jahr, gleich alt. Wenn da einer schlapp macht, dann womöglich auch ein zweiter. Und das sieht man nicht am Profil. Ist mir schon mehrmals in Namibia mit Reifen passier, die noch sehr gut aussahen.
Bin ca. 300 000 km in 20 Jahren durchs süfliche Afrika gefahren. Habe ca. 3 mal zwei Ersatzreifen gebraucht. Bin aber auch viel im echten Busch unterwegs.
Wenn Du nur nach Etoscha und ein bisschen ins Damaraland gehts, reicht auch einer, da bekommt man immer schnell einen neuen Reifen. Aber Kakooveld, Khaudum, Zimbabwe, Botswana etc würde ich nur mit 2 Reifen machen, (Aber immer alleine, auch wenn viele meinen, da müsste man mit mindestens zwei Autos fahren).
Etwas Senf zum "Alleinfahren":
Heute geht das Fahren mit nur einem Fahrzeug ja, weil Gebiete besser erschlossen und dort viel mehr Fahrzeuge unterwegs sind, seien es Touristen, oder sonstwer. Und es gibt Satellitentelefone. So fahren wir meistens alleine. Wenn man Himmelrichtungen anhand des Sonnenstandes ermitteln kann, kommt man selbst ohne Kompaß recht weit.
Noch vor 50 Jahren ist ein guter Freund meines Vaters im Gemsbokpark, heute KTP, elendiglich verdurstet und von den Geiern aufgefressen worden, nachdem ihm die Wasserpumpe des Autos kaputt ging. Nachdem er offenbar das restliche Kühlerwasser getrunken hatte, ist er offenbar auf der Suche nach Wasser los gelaufen und im Radius weniger Meilen rundum eine Wasserstelle geirrt, bis es nicht mehr ging. Und das nur, um den langen Weg nach Johannesburg abzukürzen (was ja heute nicht mehr geht). Ein im afrikanischen Busch erfahrener Geologe!
Die Wenigsten begreifen daß man in solchen Gegenden Mindestens 10-20 liter Wasser pro Person + Brauchwasser für den Fahrzeugkühler benötigt.
MImitglied19210Gast13. Dez. 2022 · #15Beim eigenen Fahrzeug kennt man die Vorgeschichte der Reifen. Die allermeisten hier sind aber mit Mietwagen unterwegs. Da kennt man die Vorgeschichte der Reifen nicht, weiß teilweise nicht, ob die Reifen schon 3 mal unprofessionell geflickt wurden oder anderweitig misshandelt wurden. Man kann dann (auch mangels Reifendruckkontrollsystem) durchaus einen oder mehrere Reifenplatzer haben, die ursächlich auf Vormieter zurück gehen.
Nächstes Problem am Mietwagen: Nur die wenigsten Vermieter installieren noch teure BFGoodrich AT o.ä. Bei vielen Vermietern ist eines der unzähligen China-Fabrikate installiert. Es gibt durchaus gute chinesische Reifen aber auch wirklich unfassbar schlechte chinesische Reifen. Weil es zig China-Marken mit hunderten verschiedenen Reifenmodellen gibt, kann man die Reifenqualität bei der Anmietung dann in der Regel nicht beurteilen: Es ist irgendwas Unbekanntes.
Insofern wäre ich beim Mietwagen immer für 2 Ersatzreifen. Ansonsten ist natürlich das Gesagte richtig: Es hängt auch davon ab, wo man wie unterwegs ist: Allein relativ offroadig im teils steinigen Kaokoveld erfordert andere Redundanz als eine Einsteigertour Windhoek-Swakop-Etsoha-Windhoak (Alles viel befahren und viel Asphalt).
Grüße, Torsten
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Dez. 2022 · #16Hajo52 schrieb:
Noch vor 50 Jahren ist ein guter Freund meines Vaters im Gemsbokpark, heute KTP, elendiglich verdurstet und von den Geiern aufgefressen worden, nachdem ihm die Wasserpumpe des Autos kaputt ging. Nachdem er offenbar das restliche Kühlerwasser getrunken hatte, ist er offenbar auf der Suche nach Wasser los gelaufen und im Radius weniger Meilen rundum eine Wasserstelle geirrt, bis es nicht mehr ging. Und das nur, um den langen Weg nach Johannesburg abzukürzen (was ja heute nicht mehr geht). Ein im afrikanischen Busch erfahrener Geologe!
Die Wenigsten begreifen daß man in solchen Gegenden Mindestens 10-20 liter Wasser pro Person + Brauchwasser für den Fahrzeugkühler benötigt.
In den meisten Fällen ist es fatal, das Fahrzeug zu verlassen. Falls eine Suche aus der Luft eingleitet wird, ist ein Fahrzeug in der Regel schnell gefunden. Ein einzelner Mensch ist wesentlich schwerer zu erkennen. Noch schwerer wird es, wenn er im Schatten unter einem Baum die heißen Mittagsstunden dösend verbringt.
Vor einigen Jahren ist in der Region Spitzkoppe/Brandberg mal ein Fahrzeug mit einem Ehepaar liegengeblieben. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, blieb die Frau beim Auto und der Mann marschierte los, um Hilfe zu holen. Das Auto mit der Frau wurde rechtzeitig gefunden. Der Mann lief irgendwo querfeldein und wurde erst Tage später entdeckt. Da war es dann natürlich zu spät ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200613. Dez. 2022 · #17Auf jeden Fall sollte man sich vor der Reise genau bewußt sein was da auf einen zukommt.
Nur so kann man sich bestmöglich ausrüsten.2tes Reserverad,ja oder nein!!
Fehlen für die Tour irgendwelche Infos, so sollte man sie sich vorher einholen.
Schlechte Wegstrecken,schlechte Versorgungslage usw.
Hermann
CAcafeanton18 Beiträge · seit 201413. Dez. 2022 · #18Und jetzt noch ich: An Wasser (20 L p.P.) und Reifen (2xErsatz) bitte nicht sparen. Ärger und Risiko größer als der Gewinn. Geschichten dazu erspare ich der Gemeinschaft. Gute Reise!
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201113. Dez. 2022 · #19Hallo,
cafeanton schrieb:Und jetzt noch ich: An Wasser (20 L p.P.) und Reifen (2xErsatz) bitte nicht sparen. Ärger und Risiko größer als der Gewinn. Geschichten dazu erspare ich der Gemeinschaft. Gute Reise!
Ich habe jetzt schon mehrmals ähnliche Angaben zum Wasserbedarf gelesen, leider immer ohne Angabe, für welchen Zeitraum. Als wir unsere legendäre Tour 2008 "18 nights in the bush -ha, ha, ha!" machten, hat meine Frau mit 7 l Trinkwasser pro Tag für die 18 Tage gerechnet. Wir haben also 130 l in Maun eingekauft und kamen mit 3 l in der Kalizolodge an. (Außerdem hatten wir natürlich noch Brauchwasser, 12 Flaschen Wein und 36 Flaschen Bier dabei. (Meine Frau ist billig im (Alkohol-)Verbrauch. 😎 ) Von den Bierflaschen sind auf den Waschbrettpisten auch noch einige kaputt gegangen. 😈
LG aus Puerto
Karsten
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200614. Dez. 2022 · #20KarstenB schrieb:Hallo,cafeanton schrieb:Und jetzt noch ich: An Wasser (20 L p.P.) und Reifen (2xErsatz) bitte nicht sparen. Ärger und Risiko größer als der Gewinn. Geschichten dazu erspare ich der Gemeinschaft. Gute Reise!
Ich habe jetzt schon mehrmals ähnliche Angaben zum Wasserbedarf gelesen, leider immer ohne Angabe, für welchen Zeitraum. Als wir unsere legendäre Tour 2008 "18 nights in the bush -ha, ha, ha!" machten, hat meine Frau mit 7 l Trinkwasser pro Tag für die 18 Tage gerechnet. Wir haben also 130 l in Maun eingekauft und kamen mit 3 l in der Kalizolodge an. (Außerdem hatten wir natürlich noch Brauchwasser, 12 Flaschen Wein und 36 Flaschen Bier dabei. (Meine Frau ist billig im (Alkohol-)Verbrauch. 😎 ) Von den Bierflaschen sind auf den Waschbrettpisten auch noch einige kaputt gegangen. 😈
Der genannte Wasserbedarf stellt eine Sicherheitsreserve über den für X Tage geplanten Wasserbedarf für den Fall unvorhergesehener Zwischenfälle dar, wenn man auf abgelegenen Strecken unterwegs ist. Dabei muss man halt überlegen, wie lange es dauert, bis Hilfe eintreffen könnte. Auf typischen Touristenstrecken kommen täglich Fahrzeuge vorbei und man hat meist Empfang mit dem Mobiltelefon. Das sah vor 20-30 Jahren noch ganz anders aus.
Das Problem fängt aber bereits bei der Kalkulation des "normalen" Wasserverbrauchs an. Wie Du auch gemerkt hast, war eure Kalkulation bereits sehr auf Kante genäht. Wenn Du das Auto zweimal am Tag aus dem Sand graben musst und im Südsommer unterwegs bist, dann sieht der Verbrauch noch ganz anders aus. Das gilt auch, wenn man unterwegs ganztägige Wanderungen einplant und dabei noch durch den Sand stapft. Das gleiche gilt, wenn man im Pannenfall auf gut Glück losläuft, um ein Wasserloch zu finden. Ich habe seinerzeit mit dem Rad im Sommer täglich 12-15 Liter Wasser getrunken. Ist man zu Fuß unterwegs, ist der Verbrauch evtl. noch höher.
Man kann bei körperlicher Anstrengung in Namibia innerhalb eines Tages verdursten. Das ist vielen Leuten nicht bewusst.
Gruß
Wolfgang
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