Ich vermute, dass die Mitfahrer wieder von Bord gegangen sind. Leider bin ich nicht dazu gekommen weiter zu schreiben. In dem Fall ist es umgekehrt wie in Namibia. Videos habe ich schon einige fertig, aber mit dem Text hapert es durch akute Schreibfaulheit... (Edit - sehe gerade das ich doch ein bissl was mitgeschrieben habe - ist aber Telegramstil)
Ich will Euch die Videos aber nicht vorenthalten, sofern Ihr sie nicht eh schon entdeckt habt 🙂
Wenn Ihr Fragen habt, beantworte ich sie aber gerne...
Gesamtreise:
https://youtu.be/A16kSo0hqiE22.05 Tag 2 So Quito 2800m Höhe - 17100 Schritte
Ich habe schlecht geschlafen. Schrecke dauernd auf weil ich gefühlt zu wenig atme. Als ob ich Aussetzer hätte. Jedesmal wenn ich wach werde denke ich das ich gerade beinahe erstickt wäre und gerade noch rechtzeitig munter geworden bin. Ich spüre den Luftdruck Unterschied doch sehr. Ein wenig Kopfweh stellt sich ein. Ich nehme ein Kopfwehmittel. Aber dafür ist das Bett super breit. Das Zimmer ist eigentlich sehr gut. Manchmal hört man laute Autos vorbeifahren, aber es hält sich in Grenzen.
Das Frühstück ist excellent, ein sehr hübscher Raum, dazu gechillte Musik. Wir sitzen zufällig neben den beiden Leuten die auch im Flugzeug neben uns sassen. !! Sachen gibts 🙂 nette 70er Deutsche, sehr angenehme Leute.
Taxi zur Basilica. Sind bei einer Messe dabei. Wunderschöner Gesang. Wir drehen die üblichen Runden rund um den Plaza Grande. Es macht Spaß durch die Gassen zu schlendern, überall gibt es etwas zu sehen. Sehr viel Polizei ist präsent.
Zurück zum Hotel (1,5h) gehen wir in der Abenddämmerung - ohne Taxi - zu Fuss. Das Abendessen besteht aus Empanadas und Avocados die wir in einem naheliegenden Mercado kaufen, das wars, wir sind todmüde.
Quito:
https://youtu.be/Yk8QtvxPFvM23.05 Day +3 Mo Quito 3000m Höhe - 13640 Schritte
Mit dem Schlafen wird es besser. Kann es wirklich sein, dass der niedrigere Luftdruck eine Auswirkung auf die Blase hat, oder ist es Zufall?
Heute wollen wir auf den Panecillo. Wieder nehmen wir ein Taxi. Die sind wirklich günstig hier 2-5 USD je nachdem. Leider ist die Virgen geschlossen - man könnte diese sonst von innen besteigen.
Wir lernen das die Ecuadorians Virgen wie Bierchen aussprechen - was ab sofort für ständige Heiterkeit bei uns sorgt, wenn wir entweder wieder eine Virgen sehen oder ein Bier trinken.
Es hat eine super Aussicht über die Stadt von hier oben. Aber das Häusermeer ist schon verrückt wie es sich so über die Hügel und Täler legt.
Wir wollen zu Fuss runter gehen, es gibt einen einsamen schmalen Fusspfad. Viele Hunde, jedes Haus/Hütte hat gefühlt mindestens zwei, wahrscheinlich einen als Backup, aber sie werden nicht allzu zudringlich. Abgesehen von Golden Retriever bin ich kein besonderer Hundefreund, aber es geht.
Einmal winkt uns ein Anwohner energisch das wir hier falsch wären und wo anders zu gehen hätten. Dann kommen wir wieder auf die Strasse die nach oben führt.
Wenige Leute sind unterwegs. Wir tragen unsere großen Kameras offen weil sich da und dort doch noch nette Shots ergeben. Ein Mann kommt uns entgegen und erklärt uns auf Spanisch die Kameras einzupacken. Wir wundern uns zwar, folgen aber seiner Empfehlung. Wir haben zwar im Reiseführer gelesen das die Gegend nicht sicher sein soll, aber meine Phantasie reicht nicht aus mir vorzustellen das mich am hellichten Tag jemand überfallen sollte.
Wenig später kommen wir an einem Mini Restaurant vorbei wo wir spontan einkehren. Die beiden älteren Damen kochen an der Strasse seltsame Gerichte. Meine Frau ist mutig und nimmt Schweinefuss, Ich dagegen bin feig und nehme das was am unverfänglichsten aussieht Beef mit Reis und einer super Salsa.
Die beiden insistieren das wir nicht zu Fuss weiter gehen sondern mit einem Taxi in die Stadt hinunter fahren. Bis heute weiß ich nicht ob das wirklich gefährlich gewesen wäre - wir konnten die Plaza Grande sogar sehen von hier aus.
Hier zeigt sich aber wieder das man zwar mit wenigen Leuten auch Englisch reden kann, aber die echte Verbindung entsteht erst wenn man Spanisch spricht. Taxifahrer, oder auch die beiden älteren Damen mit ihrem kleinen Imbiss. Es ist so viel herzlicher wenn sie sehen das man sich auf Spanisch abmüht.
Assia bewährt sich super, als Spanisch Vertiefungs Kurs ist der Urlaub zwar ein wenig teuer, aber das passt schon für mich. Den Stress hat ja sie 🙂
Unser Taxi gerät prompt in einen Stau und so flüchten wir dann doch und gehen zu Fuss weiter.
Am Plaza Grande ist gerade eine Parade - wir verlieren uns kurz im Trubel, aber wir behalten die Nerven und eine Viertelstunde später finden wir uns wieder.
Ständig sind wir mit halbem Auge auf Ausschau nach vertrauenswürdig aussehenden ATMs. Mal mag meine Karte nicht, mal die von meiner Frau nicht, aber wir schaffen es dann 400 USD zu ziehen.
Mit der Höhe wird es auch besser. Wir tun uns schon leichter bei dem ständigen auf und ab der Stadt. Dann am Nachmittag blitzt und donnert es, und wir entschliessen uns doch noch ein richtiges Dinner zu nehmen. Unsere Wahl das X LO wo ich spontan hingefahren wäre, hat auf Nachfrage der beiden rührigen Rezeptionistinnen leider zu. So empfehlen sie uns zwei Alternativen, die uns dann vor Ort aber zu steif aussehen und uns auch einfach zu teuer sind. Wir nutzen wieder die Chance bei einem ATM Geld zu ziehen, diesmal gewinnt Assias Karte.
Wir erklimmen einen Berg zum Hotel Vista del Angel. Dabei überholen wir recht locker alle anderen die auch den Weg nach oben suchen und wir kommen nicht mal übermässig ausser Atem.
Dort gibt es eine Superschöne Terasse mit Blick über halb Quito. Wir nehmen zwei Caipirinhas (Ausnahmsweise) und einmal frittierte Schweinebauchstücke und frittiertes Hendl. Was super schmeckt, aber auch viel ist.
Ab 8-9 Uhr füllt sich das Lokal langsam, und die Chillout Musik beginnt zu lauterem Dancefloor zu mutieren, da flüchten wir zu einem letzten nächtlichen Rundgang um den Plaza Grande. Alles ist ziemlich leer, nur Polizei die Absperrgitter aufstellt ist unterwegs. Wir ergattern ein Taxi und ab gehts nach Hause.
Quito ist schon eine krasse Stadt, die Abgase sind unglaublich. Besonders die der Busse. Gepaart mit der dünnen Luft ist das zu Fuss gehen besonders am Anfang eine Herausforderung. Die Strassen und Gebäude sind in unterschiedlichen Stadien des Verfalls. Aber alles hat einen gewissen Charme. Und die Leute sind sehr freundlich - besonders wenn man Spanisch spricht.