Welche Routen in Namibia?

8 Antworten · 2'004 Aufrufe · gestartet 09. Aug. 2022 von joas
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Themenstarter5 Beiträge · seit 201609. Aug. 2022 · #1
Hallo Zusammen

Wir sind/waren in der Zwischenzeit schon in mehreren afrikanischen Länder (Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Ruanda, Tansania, Malawi, Sambia und Botswana) als Overlanders unterwegs. Wir waren vor ca. 10 Jahren auch schon in Namibia als Selbstfahrer aber dies war ganz zu Beginn unserer Overlander-Karriere. Also sind hauptsächlich Hauptstrassen gefahren. Dieses mal kommen wir via Caprivi rein und möchten ca 3 Wochen in Namibia umherreisen. Wir möchten dieses mal eher abgelegene Routen fahren. Wir hätten zb an den Huab Pass gedacht. Dies wurde uns von einem Lodge Besitzer vor 10 Jahren empfohlen. Wie sind eure Erfahrungen damit?

Was sind eure Empfehlungen? Was kann man alleine machen? Wo sollte man eher im Konvoi fahren?

Wir haben einen normalen land rover defender td5 mit camping umbau also eher etwas schwer.

Besten Dank für eurer Infos.
33,1k Beiträge · seit 200609. Aug. 2022 · #2
Was sind eure Empfehlungen? Was kann man alleine machen? Wo sollte man eher im Konvoi fahren?
Außer Khaudum kannst Du im Prinzip alles alleine machen (und auch den, wird aber explizit nicht empfohlen). Für einige Gebiete im Kaokoveld bietet es sich an, vielleicht auch ein zweites Fahrzeug dabei zu haben (z. B. Van Zyl Pass). Ansonsten in jedem Fall ein Satphone.

Bei 3 Wochen wollt ihr vermutlich eher im Norden unterwegs sein? Dann würde ich 7 Tage Caprivizipfel machen und dann gen Nordwesten aufbrechen und da, gepaart mit dem Damaraland, den Rest der Zeit verbringen. Wenn ihr Lust habt eben zwischendurch mal nach Etosha, Swakopmund oder so. Das ist dann aber nicht "abgelegen".

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Wir haben einen normalen land rover defender td5 mit camping umbau also eher etwas schwer.
Land Rover.... 😉
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2022
4'129 Beiträge · seit 200809. Aug. 2022 · #3
Hallo, joas, ihr habt Humor! Lustiger Satz.

joas schrieb:
„Wir waren vor ca. 10 Jahren auch schon in Namibia als Selbstfahrer aber dies war ganz zu Beginn unserer Overlander-Karriere.“
😁
...und, was ist man denn geworden, nach so einer „Overlander-Karriere“?

Leider können wir dir nichts über den Huab Pass sagen, denn wir kennen ihn nicht. Sag doch mal kurz, wo der Huab Pass liegt. Dann könnte man sich ja auch ohne ihn zu kennen über den „Rest“ zu einer möglichen Route Gedanken machen.
Darüber hinaus wäre es von Vorteil, ihr erzählt mal was über eure vorrangigen Interessen, vielleicht weitere Wunschorte und wichtig: Wo wollt ihr nach ca. 3 Wochen enden?
So ganz ins „Blaue“ hinein ist schlecht raten.
Grüßle

PS: Und um nicht alle Eindrücke zu wiederholen, wäre es für die Planung auch interessant, ob ihr schon die Ufer des Zambezi kennt und die Chobe River Front? Dann könnte man das in Namibia/Zambezi(Caprivi) in den Hintergrund stellen.
PPS: meinst du vielleicht die Querung bei den Huab Swamps?
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2022
7'267 Beiträge · seit 200609. Aug. 2022 · #4
lilytrotter schrieb:Leider können wir dir nichts über den Huab Pass sagen, denn wir kennen ihn nicht. Sag doch mal kurz, wo der Huab Pass liegt.
Das war mein erster Gedanke. Huab Pass. Wo soll das sein?
Es gibt einen sehr schönen Huab Trockenfluss. Den kann ich, mit der nötigen Vorsicht und Vorbereitung, sehr empfehlen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter5 Beiträge · seit 201614. Aug. 2022 · #5
Für einige Gebiete im Kaokoveld bietet es sich an, vielleicht auch ein zweites Fahrzeug dabei zu haben (z. B. Van Zyl Pass). Ansonsten in jedem Fall ein Satphone.
Ein Satphone haben wir. 2. Fahrzeug müssten wir spontan schauen.
Leider können wir dir nichts über den Huab Pass sagen, denn wir kennen ihn nicht.
Der Manager der Mowani Mountain Lodge hatte uns diesen im 2015 empfohlen. Wenn ich mir das aber auf der Karte anschaue, meinte er sicher den Huab River bzw Huab Swamp:
Twyfelfontein -> Rendez-Vous -> De Riet -> Huab Swamp -> Desolation valley -> evt. Doros Krater - Ugab zur Küster

Was haltet ihr von dieser Route? Als fahrtechnisch und auch was es zu sehen gibt?
Wie lange sollten wir für diese Strecke einplanen?

Hier noch 2-3 generelle Infos:

Route:
Wir werden in Livingstone starten und wahrscheinlich via Bots (Ngoma) in den Caprivi fahren. Botswana haben wir bereits im letzten November für einen Monat bereist. Wird also eher ein Durchfahren.
Das Ende wird voraussichtlich auch in Livingstone sein.

Unsere Idee:
Caprivi -> Etosha -> Kaokoveld -> Evtl Namib oder Waterberg. und dann via Windhoek->Maun->Kasane zurück.

Wie sieht es eigentlich mit Routen in der Namib aus? Würdet ihr Waterberg empfehlen?
Was uns noch komplett fehlt ist Lüderlitz? Ist dies einen Abstecher wert?

Navigation:
Wir haben die Tracks for Africa auf dem Garmin Overlander aber auch die gedruckte Version. Reicht dies zum Navigieren? oder kann mann sich irgendwo GPS Daten runterladen?

Intressen
1. Tiere
2. Spektakuläre und atemberaubende Landschaften
3. Ab und zu eine schöne Lodge 😉
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2022
4'129 Beiträge · seit 200815. Aug. 2022 · #6
…das kommt dabei raus, wenn man nach den Wünschen fragt… 😎 😉

Ihr habt sehr viele nette Ideen, 🙂 - wir wüssten nicht, wie wir mit 3 Wochen Reisezeit ab/bis Livingstone daraus eine Route hinkriegen könnten. Nun, wir selbst sind auch immer ziemlich langsam, aber auch bei zügigem Reisestil ist leider nicht annähernd genug Zeit für alles, schon garnicht für den Abstecher in die südliche Namib und Lüderitz.

Zu der Idee:
„Caprivi -> Etosha -> Kaokoveld -> Evtl Namib oder Waterberg. und dann via Windhoek->Maun->Kasane zurück.“
Es ist wahrscheinlich, dass ihr schon sehr viele Wildtiere im Caprivi erleben konntet, damit könnte man den Aufenthalt im Etosha NP etwas kürzer als „üblich“ wählen.
Zeitaufwand, nur mal so, als Versuch:
Strecke Zam-Bot-Nam: 2, Caprivi: 4, Etosha: 3, Kaokoveld(Damaraland): 3-4, Waterberg: 2, Strecke Windhoek – Kasane: 4
Dann sind schon die 3 Wochen verbraucht, ohne dass ihr noch was anderes mache könntet.

Ihr werdet „in Livingstone starten und wahrscheinlich via Bots (Ngoma) in den Caprivi fahren.“
Das ist natürlich, wie alles, auch immer eine individuelle Entscheidung.
Aber warum wollt ihr von Livingstone erst nach Bot und dann über Ngoma in den Caprivi?
Wegen der Schlaglöcher auf der Sesheke-Strecke? Die Zeit, die man wg. der Löcher länger braucht, steht man andererseits an der 2. Grenze, - hat 2 Bordercrossings an einem Tag und 2x Insurance und RoadTax und mehr Kilometer.

Zu der Idee:
„Twyfelfontein -> Rendez-Vous -> De Riet -> Huab Swamp -> Desolation valley -> evt. Doros Krater - Ugab zur Küste…“
Leider kennen wir von diesem Gebiet nur Ausschnitte und können euch zu dem Gesamt eurer Routenidee keine kenntnisreiche Aussage machen, außer dass es sich bei der Region um eine abwechslungsreiche Steinwüste handelt die von mächtigen (Trocken-)Flüssen, die in der Regenzeit zeitweise viel Wasser führen, durchzogen ist und es leben in der Region „Wüstenelefanten“ und „Wüstenlöwen“. Es sind sehr interessante Landschaften dabei, wenn man Wüste liebt. Aber auch ohne eigene Gesamt-Kenntnis deiner Wunschroute verorten wir sie im anspruchsvollen bis sehr anspruchsvollen Bereich, insbesondere den Teil: Ugab>Küste - (ob das privat überhaupt gefahren werden darf, bis Ugab-Mouth? Der ist doch im NP?)
Zeitaufwand ohne Ugab: unter 4 Tagen nicht zu empfehlen. Sehr gute Vorbereitung und Bevorratung. Satphon obligatorisch.
Den Doros Krater an den Anfang stellen, sonst geht’s im Zick-Zack…
Egal welche Routenführung durch das Gebiet, dafür müsstet ihr die Zeit woanders abnehmen… und ab Küste gäbe es einen laangen Weg nach Windhoek – Kasane.

Vielleich doch noch mal genauer schauen und recherchieren, was ihr euch so vorstellt. Bisher ist das ja noch sehr weit gestreut.

Zum Navigieren können dir andere mehr sagen.
Wir fahren mittlerweile überwiegend ohne, nur in abgelegenen Gebieten mit T4A.
Die Papierversion dieser Karten findest du hier im Namibia-Forum unter >KNOW-HOW >Karten.
Da kannst du dir auch einen guten Überblick über die zu erwartenden Fahrzeiten verschaffen, für deine/eure Strecken.
Gutes Gelingen.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2022
7'267 Beiträge · seit 200615. Aug. 2022 · #7
joas schrieb:
Navigation:
Wir haben die Tracks for Africa auf dem Garmin Overlander aber auch die gedruckte Version. Reicht dies zum Navigieren? oder kann mann sich irgendwo GPS Daten runterladen?
Hast du die echte Tracks4Africa Karte oder das abgespeckte Zeugs von dem Garmin behauptet es sei Tracks4Africa auf dem Overlander drauf? Wenn du eine zusätzliche Tracks4Africa Karte hast, ist es genau die Kombination mit der wir auch fahren und die sich bei mir auf vielen Touren und mit diversen Tests als aktuell beste Variante zeigt. Ich nutze zusätzlich für Orte aber auch noch Google Maps auf dem Handy.
Twyfelfontein -> Rendez-Vous -> De Riet -> Huab Swamp -> Desolation valley -> evt. Doros Krater - Ugab zur Küster
Ich bin da schon wochenlang unterwegs gewesen und kenne mich deshalb einigermaßen aus. Das ist in etwa so, grundsätzlich möglich. Es kommt aber auf viele Details an. Nach der starken Regenzeit kann es sein, dass es aktuell keinen Weg von de Riet zu den Huab Swamps gibt oder dass ihr da einiges bauen bzw. schaufeln müsst. Ich war da seit dem Regen noch nicht.

Wenn ich mir aber die restliche Tour anschaue, dann habt ihr gar keine Zeit für so interessante Teilstrecken. Da braucht ihr einige Tage und wisst auch nicht ob ihr durchkommt und evtl. wieder umkehren müsst.
Diese Region nennt sich übrigens Damaraland und kommt in eurer Route nicht mal vor.
Unsere Idee:
Caprivi -> Etosha -> Kaokoveld -> Evtl Namib oder Waterberg. und dann via Windhoek->Maun->Kasane zurück.
Wir waren dieses Jahr zwei Wochen nur im Caprivi und hätten noch viel mehr machen können. Für das Damaraland und Kaokoveld rechne ich immer mit min. 10 Tagen. Ich würde für eure Route als absolutes min. 4 Wochen ansetzen und habe dann schon viel abgespeckt. Ich denke ihr solltet bei der Planung nochmals über die Bücher.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2022
Themenstarter5 Beiträge · seit 201615. Aug. 2022 · #8
Hallo Zusammen

Besten Dank für eure Inputs.
Also wir haben im totalen 4 Wochen - 3 Wochen für Namibia und 1 für die An- bzw. Abreise.
Wegen der Schlaglöcher auf der Sesheke-Strecke?
Genau. Die Grenze bei Kasane haben wir letztes mal unter 1h geschafft darum diese Idee.
Wie ist den die Grenze bei Ngoma?
Hast du die echte Tracks4Africa Karte oder das abgespeckte Zeugs von dem Garmin behauptet es sei Tracks4Africa auf dem Overlander drauf?
Ja bis jetzt nur die hat jeweils super gereicht. Was ist den der Vorteil von der Plain Installation von Track4Africa?
Nach der starken Regenzeit kann es sein, dass es aktuell keinen Weg von de Riet zu den Huab Swamps gibt oder dass ihr da einiges bauen bzw. schaufeln müsst. Ich war da seit dem Regen noch nicht.
Wir haben planen im Oktober die Reise zu machen.
Ich bin da schon wochenlang unterwegs gewesen und kenne mich deshalb einigermaßen aus. Das ist in etwa so, grundsätzlich möglich. Es kommt aber auf viele Details an.
Jetzt mal ohne unseren Input. Einfach aus dem Bauch heraus. Was für ne Route würdest du uns in dieser Region empfehlen?
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2022
7'267 Beiträge · seit 200616. Aug. 2022 · #9
joas schrieb:
Hast du die echte Tracks4Africa Karte oder das abgespeckte Zeugs von dem Garmin behauptet es sei Tracks4Africa auf dem Overlander drauf?
Ja bis jetzt nur die hat jeweils super gereicht. Was ist den der Vorteil von der Plain Installation von Track4Africa?
Garmin hat vor einigen Jahren Kartenmaterial von Tracks4Africa gekauft und dieses in ihre eigenen Karten integriert. Leider haben sie aber nie wieder ein Update gemacht. So fehlt vieles, was in den Tracks4Africa Karten drin ist. Auch das Routing ist manchmal sehr merkwürdig. Ich habe ja auf meinem Overlander beide Versionen drauf und schalte zum Testen mal vom einen auf das andere System um. Wenn es um aktuelle Daten geht würde ich Tracks4Africa nutzen. Ansonsten ist es so als fährst du mit einer fünf Jahre alten T4A Karte. Das geht natürlich auch und ist besser als gar nichts.

Wenn ich vom Caprivi komme würde ich mal Opuwo als Startpunkt wählen. Da gibt es natürlich noch einiges Richtung Norden zu machen. Aber fangen wir da mal an.
  • Opuwo
  • Onjuva / Orupembe
  • Puros (2)
  • Hoanib (2)
  • Palmwag Konzession (2)
  • Twyfelfontein (Huab / Aba Huab) (2)
  • Desolation Valley
  • Brandberg West
  • Messum Krater
  • Swakopmund
  • Die Zahlen in Klammern bedeuten, dass ich da min zwei Nächte oder mehr verbringen würde.

    Beschreibung zu den einzelnen Gebieten und Reiseberichte findest du im Forum. Falls du das nicht alles selber lesen willst, bieten wir auch Reiseberatungen an. Da können wir uns am Telefon oder während einer Video Konferenz austauschen und einen detaillierten Plan erarbeiten.

    Herzliche Grüsse
    Chrigu
    zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
    zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2022