Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021

Reisebericht 192 Antworten · 30,2k Aufrufe · gestartet 02. Jan. 2022 von TinuHH
4'382 Beiträge · seit 201505. Aug. 2022 · #141
Senegalkiebitz, Weißstirn BF, Hagedash Ibis, Schwarzkehlchen (M), nur bei der Schwalbe (dürfte ein "Martin" sein) bin ich mir nicht sicher und müsste ich erst mal im Buch nachschauen. Ab
Besser kann man es nicht sagen!
Danke Konni und danke , Martin, dass es hier weitergeht! Über die „Isaakproblematik“ hatten wir uns ja schon ausgetauscht - es kann nur besser werden.
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter898 Beiträge · seit 201606. Aug. 2022 · #142
Daxiang schrieb:Ich war zwar schon länger nicht mehr in der Gegend, aber folgende UFOs kann ich bestimmen: Senegalkiebitz, Weißstirn BF, Hagedash Ibis, Schwarzkehlchen (M), nur bei der Schwalbe (dürfte ein "Martin" sein) bin ich mir nicht sicher und müsste ich erst mal im Buch nachschauen. Aber ich denke, dass Maddy oder sonst ein Birder bestimmt weiterhelfen kann.
Hi Konni,

sorry für die Funkstille, war länger nicht online.
Vielen Dank für die Tips, das werde ich gleich mal nachtragen!

Herzliche Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
Themenstarter898 Beiträge · seit 201606. Aug. 2022 · #143
CuF schrieb:
Danke Konni und danke , Martin, dass es hier weitergeht! Über die „Isaakproblematik“ hatten wir uns ja schon ausgetauscht - es kann nur besser werden.
Hallo Friederike,

vielen Dank!
Ich hatte ja Mailkontakt mit Dan, und er schrieb mir, dass Isaac jetzt mehrfach mit Fotografen los war, und dass er jetzt richtig gut geworden ist.

Herzliche Grüße
Martin
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1'166 Beiträge · seit 201706. Aug. 2022 · #144
Hola,

eure kleine Kwando-Gemütlich-über-den-Fluss-schaukeln-Tour sieht ja mal richtig toll aus. Die Bienenfresser stellen schon ein Highlight dar und dann auch noch der Malachit!! 🤩

Wir waren ja 2018 auch grob in der Gegend. Eure Location muss man sich aber mal vormerken. Das gefällt mir alles sehr, sehr gut.


Gruß,
Robin
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139 Beiträge · seit 202106. Aug. 2022 · #145
Ihr müsst unbedingt genügend Zeit und dann mit Dan eine mehrtägige Bootsfahrt Richtung Botswana machen! Wir haben letzten Herbst, wohl nur ein paar Tage nach Martin dort gewesen ist, eine 2Nacht-Tour mit Dan gemacht und knapp 3 unvergessliche Tage mit ihm verbracht und irgendwo in der Wildnis gecamped... Gerade auch der südliche Abschnitt gegen Botswana hin war sehr interessant - und Hippos kommen dort unten sicher nicht zu kurz!
Themenstarter898 Beiträge · seit 201603. Sept. 2022 · #147
Hallo allerseits,

die lange Funkstille tut mir Leid, aber zumindest habe ich eine einigermaßen brauchbare Entschuldigung. Wir waren im Urlaub! Nein, nicht Afrika oder ähnlich spektakuläres, aber der Schwarzwald kann auch nett sein! 🤩

23.09. - Riverdance am Okawango

Der Wind in den frühen Morgenstunden lässt mich nicht wirklich gut schlafen. Das Gegrunze und Geplansche der Hippos in etwa 30 m Entfernung klingt, als würden sie in einem Planschbecken neben unserem Auto baden. Spannend sind auch die Frösche. Der Ruf klingt wie ein sehr weiches und sehr lautes Klicken.

Wir frühstücken ausgiebig, dann verabschieden wir uns und machen uns gegen kurz vor 10:00 Uhr wieder auf den Weg.


Wie heißt noch dieser nette Vogel?


Wie heißt noch dieser nette Vogel?

Heute geht es weiter an den Okavango zur Riverdance Lodge über den Trans-Caprivi-Highway. Gleich nach den ersten Kilometern werden wir wieder gestoppt und müssen wieder an einer Tierseuchen-Kontrollstelle unsere Reifen abspritzen lassen und mit den Stiefeln beziehungsweise Flipflops in die Matsche treten. 🤢

Nach zwei Dritteln der Strecke werden wir von zwei Polizeibeamten angehalten. Eine etwas skurrile Situation. Es gibt natürlich keine echte Haltelinie und Ich bleibe offensichtlich etwas zu spät stehen. 😵 Daraufhin werde ich erstmal nachdrücklich dazu aufgefordert. diesen einen Meter zurück zu fahren. Nicht, dass ihr das falsch versteht, es gab weder eine Haltelinie noch sonst eine Markierung. Aber das war halt wichtig 🤩 ! Als wir dann in den Augen des Ordnungshüters richtig stehen, werden wir freundlich begrüßt und man teilt uns mit, dass wir wegen der vielen Rinderherden, die am Straßenrand weiden, besonders vorsichtig fahren sollen. Klar, kein Problem! Dann dürfen wir weiter. 🙂 😎

Hier ist wirklich einiges rechts und links von der Straße zu sehen. Einige Hütten, immer wieder mal eingezäunten Bereiche, Menschen auf der Straße und das angekündigte Viehzeugs in Form von Rindern. Leider haben wir so überhaupt keine Bilder gemacht, hat uns im Nachhinein echt geärgert. 😵

Gegen 12:30 Uhr erreichen wir den Abzweig zur Riverdance Lodge. Damit ich nicht aus der Übung komme, gibt es auch gleich mal wieder eine holprige Gravel-Stecke 🤩 . Der viele Asphalt verwöhnt einen glatt! Wir kommen an ein Tor, dass uns von einem freundlichen Herrn geöffnet wird. Nach ein paar Metern erreichen wir einen Parkplatz, der schon recht gut gefüllt ist. Dahinter geht es zur Rezeption. Es ist richtig schön hier! Von der Terrasse des Restaurants aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Okavango. Auf der anderen Flußseite beginnt bereits Angola. Essen können wir hier heute auch für 220 NAD pro Person. Ein Sundowner Drive würde uns 400 NAD pro Person kosten. Erst wollen wir uns aber mal die Campsite angucken.

Wir haben die Nummer zwei. Jede Campsite hat ein eigenes "Waschhaus" mit überdachter Abwaschmöglichkeit und einem Bad, dass einfach riesig ist. Richtig viel Platz 🤩 ! Neben dem Grillplatz gibt es einen großen Tisch mit Bänken mit Blick auf den Fluss. Traumhaft schön!

Wir schließen das Auto an den Strom an und bringen dann unsere Wäsche zur Rezeption, die wir noch waschen lassen wollen. Wir setzen uns einen Moment auf die Restaurantterrasse. Mit Kaffee kann man sich an einem Automaten selbst bedienen. Wir bekommen die Auskunft, dass der Sundowner Drive per Boot leider schon ausgebucht ist. Falls noch mehr Interessenten kommen, haben wir aber vielleicht noch eine Chance.

Mit dem Boiler auf unserer Campsite gibt es wohl Probleme. Wir können aber auf die Campsite Nr. 3 wechseln, die fast noch schöner ist.

Wir genießen die Terrasse und die Aussicht. Später werden wir von Pascale, die gemeinsam mit Ihrem Mann Chris die Lodge leitet, herzlich begrüßt. Sie kommen aus der Schweiz, und - klar - kennen natürlich Chrigu! Die Welt ist klein! 😄


Blick über den Okawango. Drüben ist schon Angola


Buschbrand in Angola

Dann können wir doch noch bei der Bootstour dabei sein. Wunderbar, um 16:00 Uhr soll es losgehen 🤩 ! Claudia schaut auf die Uhr, es ist 14:45 Uhr, also kann sie noch in Ruhe duschen. Kaum ist sie weg, kommt der Guide, der uns mit dem Boot fahren will, zu mir und teilt mir mit, dass wir losfahren können 😮 . Moment, hatte nicht jemand was von 16:00 Uhr gesagt, jetzt ist es kurz vor drei 😵 ! Nee, nee, meint er, es ist kurz vor vier! Ich schaue auf mein Handy, und tatsächlich, kurz vor vier 😣 ! Ich lasse alles stehen und liegen und renne zur Campsite. Hoffentlich steht Claudia nicht schon unter der Dusche! Glück gehabt, noch nicht. Schnell alles wieder wegpacken, dann sind wir pünktlich am Boot. 😗

Was war passiert? Als wir auf der Terrasse gesessen haben hat sich Claudias Handy in ein Angolansiches Netz eingebucht. Angola hat eine andere Zeit, ist eine Stunde hinter der Namibischen Zeit. Meins ist in Namibia eingebucht. Das soll einer ahnen!

Das Spanisch-sprachige Paar, das mit uns an Bord ist, hat glücklicherweise Verständnis, denen ist das mit der Zeitumstellung auch schon passiert. Los geht es auf dem Okavango Richtung Osten. Der Wasserstand ist sehr niedrig, so dass unser Bootsführer richtig aufpassen muss, um zwischen den Felsen und Sandbänken hindurch zu navigieren. Aber er ist hier zuhause, kennt sich super auf dem Fluss aus. Und er ist ein echter Künstler mit dem Boot, der sehr geschickt Strömungen und die Physik des Bootes ausnutzt um in den schmalen Bereichen mit genügend Tiefgang zu navigieren.

Sehr viele Tiere sehen wir nicht, aber die Landschaft und den Fahrtwind genießen wir sehr. Es gibt einige Vögel, Flusspferde und Krokodile zu sehen.




Wir werden aus Angola beobachtet!





An der Stelle, an der wir wieder umdrehen müssen, entdecken wir noch eine kleine Gruppe Hippos. Hier bleiben wir noch etwa 10 Minuten, um möglichst schöne Aufnahmen zu bekommen. Ein Nilpferd tut uns den Gefallen und gähnt ausgiebig, so dass wir den aufgesperrten Rachen gut fotografieren können.





Nun geht es so langsam wieder auf den Rückweg und es wird ein Platz für den obligatorischen Sundowner gesucht 😄 .



Unsere Bootsführer (das zweite Boot kommt auch dazu) finden eine Sandbank, wo die Boote aufgesetzt werden. Es wird ein Tisch mit Knabberkram und Getränken aufgebaut. Wir nutzen die Gelegenheit, ein wenig mit den anderen Gästen zu klönen, und die schöne Landschaft zu genießen und zu fotografieren.





Dann geht es weiter, wir müssen uns langsam beeilen, es wird immer dämmriger. Das Licht ist einfach phantastisch 🙂 ! Wieder müssen die Bootsführer sehr vorsichtig die Strömungen einschätzen, um durch die Untiefen und zwischen den Felsen hindurch zu navigieren. Das machen sie sehr souverän und es gibt zu keiner Zeit ein Problem. Wir kommen pünktlich um 18:45 Uhr an der Lodge an. Chris meint anschließend, dass das wohl die letzte Fahrt für die nächste Zeit gewesen ist. Das Risiko, bei dem Wasserstand irgendwo aufzusetzten, wird einfach zu groß.

Schnell gehen wir noch zur Campsite, um uns noch ein wenig frisch zu machen. Dann geht es zurück zur Lodge, wo wir auf dem Balkon unser Abendessen serviert bekommen. Für unseren Geschmack ist es etwas arg düster. Hin und wieder brauchen wir eine Taschenlampe, um sehen zu können, was sich vor uns auf dem Teller befindet 🤩 . Das Essen ist sehr gut, der Fisch ausgezeichnet. Wir genießen dazu einen Gin Tonic, anschließend gibt’s Bier für Claudia und Wein für mich.

Wir schlafen heute wieder wunderbar in unserer Schlafhöhle, heute mal mit eigenem Bad.

Herzliche Grüße
Martin
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201604. Sept. 2022 · #148
24.09. - Hakusembe

Als ich mir heute die bisherigen Etappen unserer Reise nochmal durchgelesen habe, fiel mir auf, dass die Reise ab Mavunje ziemlich unspektakulär, fast ein wenig langweilig wurde 😕 . Das mag mit daran liegen, dass ich als blutiger Botswana-Anfänger einerseits möglichst viel in diese erste Reise quetschen wollte, andererseits aber Sorge hatte, dass, wenn wir nur Botswana machen, die Erholung irgendwie auf der Strecke bleiben könnte. Daher der "Ausstieg" im Norden, und die Rückfahrt über recht unspektakuläre Strecken und völlig "ungefährliche" Unterkünfte. Aus heutiger Sicht würde ich das jetzt anders planen. Naja, die nächste Reise ist in Planung, und die wird etwas anders aussehen.

Weiter geht's

Ausgeruht und frisch klettern wir aus unserer Koje und bereiten uns den Frühstückstisch auf dem Holztisch neben der Feuerstelle vor. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Okavango. Leo, einer der Hunde der Besitzer, kommt uns Gesellschaft leisten. Wahrscheinlich kalkuliert er auf einen Snack, aber da sind wir eisern! Später wechselt er sich mit seinem Kumpel Panther ab.


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Ein deutschsprachiges Paar, das wir gestern beim Sundowner kennengelernt haben, kommt zu uns, weil sie sich einmal unser Auto ansehen wollen. Es wird noch ein bisschen gequatscht und dann der Rest eingepackt. Wir fahren zur Rezeption, um unsere Schulden zu begleichen.

Als ich heute morgen mal nach Mails schaue, finde ich eine Mail von Chrigu im Postfach, der uns fragt, ob wir das Sat-Tel, das wir von ihm geliehen haben, in Windhoek bei Carsten Möhle vorbeibringen können. Das ist natürlich kein Problem, nur haben wir die Stromversorgung und die ziemlich große Hülle, in der alles verpackt war, nicht mitgenommen. Chrigu bestätigt uns später, dass das kein Problem wäre. Bingo, dann schauen wir doch in Windhoek mal bei Carsten vorbei 🤩 !

Um kurz nach 11:00 sind wir wieder auf der Piste. Bis Hakusembe sollen es 180 km sein.
An der Straße sehen wir immer mal wieder Ansammlungen von Hütten, die von der Größe und Aussehen sehr unterschiedlich sind. Manchmal stehen nur zwei oder drei Hütten zusammen. Dann gibt es größere Häusergruppen, in denen sich manchmal auch kleine schuhkartonförmige Steinhäuser befinden. Die Hütten sind in der Regel rund und mit Gras gedeckt. Der Zustand der einzelnen Ansiedlungen ist sehr unterschiedlich. Einige sind sehr akkurat mit Holzpalisaden eingezäunt, andere mit windschiefen Zäunen aus Gras. Andere sind gar nicht eingezäunt. Vereinzelt beherbergen die Schuhkartonsteinhäuser am Wegesrand entweder Kneipen (Shebeen) oder Minimärkte.

Je weiter wir Richtung Rundu kommen, desto mehr Verkaufsstände sehen wir am Wegesrand. Einige haben richtig vorgefertigte Gestelle für die Holzstapel. Und immer wieder werden wir von Vieh ausgebremst - gerade kreuzt eine Rinderherde die Straße 🤪 .

Rundu scheint ein recht großer Ort zu sein. Je näher wir kommen, desto dichter stehen die Hütten und später werden es auch kleine Häuser. Als wir wieder aus dem Ort heraus fahren, kommen wir an einer Neubausiedlung mit vielen schicken Häuschen vorbei.

Bald kommt ein Schild, das uns den Weg nach rechts zur Hakusembe River Lodge weist. Viereinhalb Kilometer geht es über Schotterpiste. Die Landschaft ist hier schon wieder deutlich wilder mit schmalen Brücken, die wir überqueren. Dann erreichen wir das Tor. Die Lodge gehört zu „Gondwana Collection“. Alles ist grün, gepflegt angelegt, und die Wege perfekt geharkt. Ziemlich ungewohnt, muss ich sagen! 😏


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Wir bekommen den Stellplatz Nummer 4, der am äußersten Ende liegt. Der Platz ist riesig und dort gibt es einen kleinen Ansitz mit Blick über Fluss und Landschaft. Auf der anderen Seite des Platzes geht es einen breiten Weg hinunter zu einem überdachten Anleger, wo ein kühles Lüftchen weht. Auch hier gibt es pro Campsite ein eigenes Toiletten- und Waschhäuschen. Nach der ersten Begeisterung stellen wir fest, dass der einzige Platz, an dem wir den Wagen einigermaßen gerade ausrichten können, mitten in der Sonne liegt. Schatten Fehlanzeige! 😵

Ich möchte aber erstmal in den Pool. Wir nehmen unser Schwimm- und Fotozeug mit und die „Abkürzung“ zum Restaurant. Als wir dort ankommen, sind wir komplett durchgeschwitzt, es ist einfach schweineheiß heute 😣 ! Claudia schlägt vor, dass wir versuchen die Campsite Nr. 3 zu bekommen, dort gibt es etwas mehr Schatten. Ich geht nachfragen und kommt nach einigen Minuten erfolgreich zurück.


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Während ich das Auto umparke, schaut Claudia sich im Restaurant um. Alles sieht sehr schick und gediegen aus. Für mich ist das alles ein bisschen zuviel Schickimicki. Die River Dance Lodge ist bei mir immer noch auf Platz eins, auch was die Campsite angeht. Ich mag die großen aufgepimpten Lodges immer weniger. 😉

Jetzt geht es an den Pool. Einige Gäste sind schon da, wir bekommen aber noch zwei Liegen im Schatten. Uns werden Handtücher für die Liegen gebracht und ich kühle mich im Pool ab. Und Claudia kommt endlich mal dazu, ihre Afrika-Roman anzufangen.


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Später setzen wir uns auf unserer Campsite in den Schatten und Claudia fotografiert auf die andere Flussseite nach Angola hinüber. Unsere letzten beiden Biere sind jetzt auch weggetrunken. Einen Makel hat diese Campsite leider doch. Hinter dem Auto stinkt es nach Kloake und der Boden ist ziemlich aufgeweicht 😵 .


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Kurz vor 19:00 machen wir uns auf den Weg zum Restaurant, der immerhin ab dem Teil, wo die ersten Hütten stehen, auch beleuchtet ist. Wir sitzen auf der Terrasse vor dem Restaurant mit Blick auf den Okavango. Es ist wunderbar warm, das Licht ist toll. Schön hier!


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Heute gibt es ein 4-Gänge-Menü für 436,- NAD pro Person. Es ist alles gut, besonders das Springbocksteak als Hauptgang und die Schokoladen-Mousse zum Nachtisch. Mir fällt auf, dass man sich hier enorm mit dem Essen beeilt! Kaum ist ein Gang aufgegessen, schon wird abgeräumt und der nächste Gang steht auf dem Tisch 🤩 !

Eine - allerdings wenig schmusefreudige - Katze leistet uns Gesellschaft. Zum Sundowner ziehen wir uns auf unsere Campsite zurück. Die Reste müssen ja weg 😄 .

Morgen geht's dann zu Roy's Resterampe - äh - Rest-Camp 😗 . Wir sind gespannt! 🤩

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2022
1'004 Beiträge · seit 200805. Sept. 2022 · #149
Hallo Martin,
Erholung ist ja auch wichtig, Ihr hattet ja schon genug Abenteuer 😠
Schön am Campen an einer Lodge ist ja auch, dass man das Dinner buchen kann. Das finde ich nach einer Weile im Busch und selbst kochen immer ganz nett.
Ich finde Deine Fotos und Erklärungen zu den Lodges interessant, z.B. die Riverdance Lodge. Wir waren bisher nur auf der Mobola nebendran, die uns auch gut gefallen hat. Hakusembe kenne ich gar nicht, aber macht mich nach Deiner Beschreibung auch nicht so an.
Gruss
Doro
Themenstarter898 Beiträge · seit 201605. Sept. 2022 · #150
Moin Doro,
Reisemaus schrieb:
Schön am Campen an einer Lodge ist ja auch, dass man das Dinner buchen kann. Das finde ich nach einer Weile im Busch und selbst kochen immer ganz nett.
Ja, das stimmt. Deswegen bauen wir hin und wieder eine Lodge ein, auch in der kommenden Planung. Aber in der Menge, wie wir es zum Schluss unserer Reise gemacht haben, war mir das dann doch etwas üppig. 😄
Reisemaus schrieb:
Ich finde Deine Fotos und Erklärungen zu den Lodges interessant, z.B. die Riverdance Lodge. Wir waren bisher nur auf der Mobola nebendran, die uns auch gut gefallen hat. Hakusembe kenne ich gar nicht, aber macht mich nach Deiner Beschreibung auch nicht so an.
Wir würden definitiv nicht nochmal hinfahren. Riverdance war prima, Hakusembe nicht. Zu groß, zu unpersönlich, zu "schickimicki". Und ich möchte nicht wissen wie es da in einer normalen Saison aussieht, wir waren ja zu (nach)Corona-Zeiten da, da war kaum was los.
Wenn ich die Wahl zwischen Hakusembe und Roy's (um mal vorzugreifen) hätte, würde ich Roy's wählen.

Danke und herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2022
2'085 Beiträge · seit 201206. Sept. 2022 · #152
Hey Martin,
bei euch hab ich ja schon ganz lang auch einen Fuß in der Tür - irgendwie dachte ich immer, diesen Bericht "heb ich mir noch bissle auf", bis mal richtig Zeit zum Stöbern ist ... aber da seh ich dann eher meine Felle davonschwimmen.
Also ist es jetzt höchste Zeit, kurz vor eurem Reiseende mal ein DANKE zu schicken! Tolle Erlebnisse hattet ihr unterwegs und richtig tolle Fotos davon. Wir waren im Caprivi wenige Wochen nach euch (aus dem Kaokoveld via Etosha kommend) und haben die Tage und Nächte in der Wildnis bei und mit Dan (auf dem Boot) ganz besonders genossen. Danach hatten wir lange Strecken für den Rückweg - eine Station war da auch die Campsite von Hakusembe. Durch die lange Fahrt sind wir erst spät angekommen und haben dann aber die Campsite (ohne Lodge-Einrichtung) sehr genossen.
Ich glaube, das Gepimpte ist ein bisschen der Gondwana-Style, was die Störgefühle vermittelt, unsere Mitfahrerin hat in dem Zambezi Mubala Lodge den Begriff "Drogerie-Charme" eingeführt. Haben wir gleich in unseren Wortschatz aufgenommen 😎
Wenn ihr jetzt so langsam in die Ziellinie einbiegt, muss ich auf jeden Fall noch mal nach Botswana zurückscrollen ...
Viele Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter898 Beiträge · seit 201606. Sept. 2022 · #153
Daxiang schrieb:
schön, dass du hier eine Schreibpause eingelegt hattest und ich nach unserem Urlaub gleich wieder "Live" dabei sein kann!
Hi Konni,

na, dann hatte meine Schreibfaulheit ja auch ihr gutes! 🤪
Freut mich, dass Ihr noch nicht aufgegeben habt!

Herzliche Grüße
Martin
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201606. Sept. 2022 · #154
franzicke schrieb:
Also ist es jetzt höchste Zeit, kurz vor eurem Reiseende mal ein DANKE zu schicken! Tolle Erlebnisse hattet ihr unterwegs und richtig tolle Fotos davon. Wir waren im Caprivi wenige Wochen nach euch (aus dem Kaokoveld via Etosha kommend) und haben die Tage und Nächte in der Wildnis bei und mit Dan (auf dem Boot) ganz besonders genossen. Danach hatten wir lange Strecken für den Rückweg - eine Station war da auch die Campsite von Hakusembe. Durch die lange Fahrt sind wir erst spät angekommen und haben dann aber die Campsite (ohne Lodge-Einrichtung) sehr genossen.
Hi Ingrid,
freut mich sehr, dass Dir unser Bericht nach wie vor gefällt!
Ja, der Ausflug mit Dan hat bei uns leider nicht so geklappt. Nach allem, was ich so lese, ein echter Verlust. Aber vielleicht kommen wir mal wieder hin, dann holen wir das nach.
franzicke schrieb:
Ich glaube, das Gepimpte ist ein bisschen der Gondwana-Style, was die Störgefühle vermittelt, unsere Mitfahrerin hat in dem Zambezi Mubala Lodge den Begriff "Drogerie-Charme" eingeführt. Haben wir gleich in unseren Wortschatz aufgenommen 😎
"Drogerie-Charme"! 😄 😄 Das merke ich mir auch mal! Ja, so könnte man es nennen.
franzicke schrieb:
Wenn ihr jetzt so langsam in die Ziellinie einbiegt, muss ich auf jeden Fall noch mal nach Botswana zurückscrollen ...
Ja, tun wir wirklich so langsam. Wenn ich das alles so nachlese, werde ich auch etwas wehmütig. Noch knapp ein Jahr!! 🤩

Danke und liebe Grüße
Martin
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201606. Sept. 2022 · #155
25.09. - Roy's Restcamp

Heute sind wir tatsächlich erst um 7:00 Uhr wach. 10 Stunden geschlafen! Boah ey 🤩 ! Dass wir spät dran sind, merken wir, als Claudia unser Tagebuch nachtragen möchte und es immer wärmer wird. Wir packen zusammen und bezahlen unsere Rechnung an der Rezeption. Dann machen wir uns auf den Weg Richtung Süden zu Roy's Restcamp.

Fazit zur Hakusembe River Lodge:
Uns hat es insgesamt nicht so gut gefallen, obwohl alles sehr schön angelegt
war. Uns ist die Lodge einfach zu groß und auch zu kommerziell. Uns gefallen kleinere, familiäre Unterkünfte wesentlich besser.
3 von 5 Punkten

Auf der Fahrt nach Süden sehen wir immer häufiger Stände mit großen Schalen und Gefäßen oder auch kleineren Deko-Gegenständen am Straßenrand. An einem der Stände sehe ich aus dem Augenwinkel kleine geschnitzte Elefanten mit weißen Stoßzähnen, so etwas suche ich schon länger 😁 ! Ich halte an und schaue mir die Elefanten an. Eigentlich haben wir ja keinen Platz mehr in den Taschen. Eigentlich 😗 ! Für so einen ziemlich kleinen, wenn wir nochmal besser packen…. Sabbel nich, bei 50 NAD handel ich nicht, der muss mit! 🤩 🤩


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Langsam werden die Siedlungen etwas spärlicher. Es gibt rechts und links neben der Straße einen Grünstreifen von etwa 20 bis 30 Metern Breite. Danach ist das Gelände eingezäunt.

Bei Mururani gibt es mal wieder eine Veterinärkontrolle. Diesmal wird nur gefragt, ob wir Fleisch im Kühlschrank haben, was wir guten Gewissens verneinen können. Kein Aussteigen und auch keine Matsche, durch die wir laufen müssen! 🤩

Gegen Mittag kommen wir In Roy’s Rest Camp an. Es liegt nur einen Kilometer neben der Hauptstraße. Bereits am Eingang hängen alle möglichen Schädel und Blechfiguren herum 😄 . Nach dem Tor wird es noch üppiger. Eine alte Tankstellenausstattung schmückt die Parkplätze und zur Rezeption geht es auch an allen möglichen ausrangierten und jetzt als Dekoration verwendeten Gegenständen vorbei. Skuril, aber irgendwie nett 🤪 !

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Wir melden uns bei der Rezeption und zu unserer Freude haben wir diese Campsite mit Abendessen gebucht. Das hatten wir gar nicht mehr auf der Reihe 🤪 . Wir steigen wieder ins Auto und fahren zu den Stellplätzen. Es gibt diverse freie Schattenplätze, von denen wir uns den zweitnettesten aussuchen. Der beste ist bereits belegt von einem holländischen Paar. Die Campsites sind nicht sehr schön, wirken etwas trist, alles ist sehr trocken und staubig. Aber das passt schon 😛 !

Die Waschräume werden inspiziert und für gut befunden. Ich stelle das Dach auf und möchte den Strom anschließen, leider funktioniert das nicht. Er geht bei der Rezeption fragen und die Lady von der Rezeption kommt mit, nur um auch festzustellen, dass unsere Steckdose offensichtlich defekt ist. Wir sollen uns den Strom von der Nachbar-Campsite holen. Das Kabel reicht nicht, dann wird uns eben eine Verlängerungsschnur gebracht. So geht’ auch - wunderbar.


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Ich geben alle unsere verderblichen restlichen Lebensmittel an der Rezeption ab. Wir müssen ja heute nicht mehr kochen. Das restliche Holz können wir auch dort lassen.

Die Holländer zieht es zum Pool; wir bleiben noch ein wenig im Schatten und sehen zu, wie zwei große 4 × 4 Wohnmobile auf die Campsite rollen. Basis Mercedes Sprinter, aber mit 4x4 Ausrüstung vom feinsten! Eins des Wohnmobile ziert drei Warzenschweine, genau wie unseren Landcruiser. Ob der wohl auch von der Savanna Autovermietung ist 😏 ? Ich gehe rüber und frage, ob man diese Wohnmobile jetzt auch bei Savanna mieten kann. Der ältere Herr grinst mich nett an und meint dann, dass ihm der Laden gehört! Wie klein ist die Welt! 😄

Wir klönen über die Fahrzeuge, über die Probleme der Autovermietungen durch die COVID-19 Pandemie und noch alles Mögliche. Für ihn ist das Modell, das wir fahren, das Optimum. Die Geländeuntersätzung ist seiner Meinung nach optimal, und deutlich kürzer untersetzt als z.B, beim Hilux. Ich habe keine Ahnung von sowas und höre gespannt zu 😮 .
Er erzählt uns auch, in welch katastrophalen Zustand manchmal die Mietwagen zurückgegeben werden. In der Hinsicht müssten wir eigentlich große Pluspunkte kassieren. Unser Auto ist zwar nicht gerade sauber, aber technisch nach wie vor in Top-Zustand. 🙂

Später am Nachmittag gehen wir zum Haupthaus, um den Pool auszuprobieren. Auch hier ist wieder aller möglicher Krempel zur Deko vorhanden. Das Wasser läuft aus einer alten Badewanne in den Pool 😄 . Er ist wunderbar erfrischend! Wir setzen uns mit zwei Bier auf die überdachte Terrasse und wir nutzen das WLAN aus.


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Vor dem Abendessen wird geduscht. Die Duschen sind wunderbar und man mag gar nicht mehr aufhören. Um 19:00 Uhr gibt es im Restaurant bei der Rezeption Abendessen. Es gibt einen hübsch gedeckten Innenbereich, der aber schon für’s Frühstück vorbereitet ist. Abendessen gibt es draußen auf der Terrasse, die wunderschön beleuchtet ist. Am Buffet kann man sich mit mehreren Salaten als Vorspeise bedienen. Als Hauptgericht gibt es Kudu-Gulasch, Reis, Rosenkohl und ein paar Kürbisküchlein. Wir sind begeistert und schlemmen uns durch's Buffet! 😛 🤩

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Nach dem Abendessen gehen wir nachschauen, ob am Wasserloch, dass sich etwas versteckt ein paar Minuten zu Fuß am Ende des Geländes befindet, noch etwas zu sehen ist. Den Blick auf das Wasserloch hat man durch einen Schlitz in Augenhöhe in einem Palisadenzaun mit einer Sitzbank davor. Nur mit meiner starker Taschenlampe entdecken wir im Hintergrund einige große Antilopen. Am Wasserloch selbst ist nichts los, also gehen wir zu unserem Schlafschiff und nehmen dort den obligatorischen Sundowner. Auf dem Gelände bewegen sich immer mal wieder zwei kleine Dikdiks. Sie sind an Menschen gewöhnt und laufen nicht weg, wenn man sich mit der Kamera nähert.


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Im Schein unserer Taschenlampen sehen wir sie spielerisch kämpfen. In der Nacht werden wir davon geweckt, dass draußen laut an irgendetwas geknabbert wird. Das sind wieder die kleinen süßen Viecher, die an der Palme vor dem Auto knabbern.

Das wird unsere letzte Nacht im Camper! Etwas wehmütig sind wir schon, die kleine Bude ist uns schon etwas ans Herz gewachsen.

Herzliche Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2022
Themenstarter898 Beiträge · seit 201610. Sept. 2022 · #156
26.09. - Frans Indongo Lodge

Wahltag in Deutschland! Mal sehen, wie viel wir heute Abend, wenn wir hoffentlich gutes WLAN haben, davon mitbekommen werden.

Noch mal geht’s unter die wunderbare Dusche, Claudia hält ein Schwätzchen mit unserer holländischen Platznachbarin, die an dem Waschbecken mit ihren Kontaktlinsen kämpft.

Wir frühstücken im Sonnenschein an dem Steintisch auf unserem Stellplatz und schaffen es ganz gut, unsere letzten Reste aufzubrauchen. Berti, der Chef von der Savanna Autovermietung, verabschiedet sich von uns. Ihn werden wir dann am Mittwoch auch wieder sehen, wie auch das holländische Paar von der Nachbar-Campsite, und Markus und Christine von Mavunje, die auch mit dem gleichen Flieger zurück nach Frankfurt fliegen 🤩 .

Unsere restliche Verpflegung, die wir nicht mehr verarbeiten können, wie Dosentomaten, Thunfisch in Dosen und Corned Meat gebe ich dem Gärtner auf der Anlage, der sich sehr darüber freut.

Um 9:30 Uhr sind wir unterwegs, nachdem wir unsere Schulden für unsere Getränke beglichen haben. Heute wollen wir zur Frans Indongo Lodge. Die letzten zwei Tage vor Windhoek möchten wir nochmal etwas mehr Komfort 😗 😏 .

Bei Otavi biegen wir ab auf die B1 Richtung Otjiwarongo. Etwa 25 km vor Otjiwarongo geht es links ab zur Frans Indongo Lodge. Die nächsten 17 km geht es auf der typischen Sandpiste mit gelben Gras und rotem Untergrund entlang bis zur Franz Indongo Lodge, die von Jacaranda-Bäumen umstanden ist. Jac 😄 aranda finde ich einfach großartig. Wir haben diese knall-lilanen Bäume in ganz Botswana und hier in Namibia immer wieder gesehen. Wenn sie blühen haben sie augenscheinlich keine Blätter, es gibt nichts, oder so gut wie nichts grünes in den Bäumen. Aber Lila ohne Ende !


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Es gibt Schattenparkplätze unter einem Unterstand, die allerdings für unser Riesenschiff ein bisschen schmal sind. Passt aber trotzdem, irgendwie fädele ich unser Dickschiff ein, dann gehen wir zur Rezeption. Wir werden von der Geschäftsführerin Astrid auf deutsch in Empfang genommen. Uns wird erst einmal die Anlage gezeigt und wir bekommen auf der Aussichtsplattform zum Wasserloch in wunderschöner Landschaft einen Zitronenmelissedrink serviert 😛 .

Natürlich melden wir uns für das Abendessen an. Dann werden wir noch gefragt, ob wir in der nahe gelegenen (1,5 Std. Fahrt!) Geparden-Station einen "Cheetah Run" sehen wollen, der morgen um 8:00 Uhr losgehen soll. Das entscheiden wir später, erstmal die Unterkunft checken.

Wir bekommen das dem Wasserloch am nächsten gelegene Häuschen, wunderschön eingerichtet mit einem tollen Bad.


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Nun geht es daran, das Auto auszupacken. Bis wir alle Taschen und Tüten im Zimmer haben, müssen wir mehrfach laufen. Zwischendurch haben wir beschlossen, dass wir uns die Gelegenheit, noch einmal Geparden zu sehen, nicht entgehen lassen wollen und melden uns an. Die Packerei nimmt reichlich Zeit in Anspruch und bis wir dann endlich fertig sind, sind wir geschafft und total ausgetrocknet, weil wir mal wieder viel zu wenig getrunken haben.

Ich habe in der Zwischenzeit Alf, den Geschäftsführer kennengelernt und ausführlich mit ihm geklönt. Er stammt ursprünglich aus Dresden, was man natürlich deutlich hört, und er erzählt uns ausführlich über sein Leben hier in Namibia. Ein wirklich netter Typ, der spannend erzählt, und der sich wirklich Zeit nimmt 🙂 .

Ich erinnere mich an den schon ganz schön leeren Tank, und in Anbetracht der Strecke, die wir morgen zu nachtschlafender Zeit fahren wollen, bin ich etwas furchtsam 😣 . Und ob die Tanke zu der frühen Stunde auf hat, kann uns auch niemand sagen. Also machen wir uns kurzentschlossen nochmal auf den Weg. Besser heute in Ruhe tanken, als morgen auf dem Trockenen sitzen 🤩 !

Auf dem Weg nach Otjiwarongo werden wir an einer Polizeisperre von einem total coolen Typen mit Ray-Ban-Sonnenbrille und einem großartigen Colgate-Lächeln angehalten 🤩 😎 . Kurzer Plausch über das Woher und Wohin, dann können wir weiter. In Otjiwarongo tanken wir für 500 NAD und machen uns gleich wieder auf dem Heimweg.

Als wir ankommen, ist das Licht wunderschön und wir gehen mit den Kameras ans Wasserloch. Leider sind wir schon etwas spät dran, die Tiere sind schon alle wieder auf dem Abmarsch. Wir bleiben noch eine Weile sitzen und genießen unseren Gin Tonic.


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Um 19:00 Uhr gibt es auf der wunderschön gestalteten, offenen Restaurantterrasse Abendessen. Als Vorspeise gibt es Tomate und Mozzarella auf Blätterteig. Köstlich! Als Hauptgang folgt mit einer Olivenmasse gefülltes Eland-Steak, dazu gibt es Kartoffeln und Kürbis. Alles ist ausgezeichnet. Als Nachtisch gibt es eine heiße Birne mit einer selbst gemachten Schokoladensoße. Total köstlich! Im Gegensatz zu Hakusembe haben wir hier viel Zeit zwischen den Gängen. Niemand hetzt und fragt uns, ob es weitergehen kann. So bleibt uns viel Zeit zum Genießen und um die schöne Einrichtung des Restaurants genauer zu betrachten. 😄

Nach dem Essen nehmen wir uns noch zwei Dosen Tonic mit auf unser Zimmer, um mit unseren Freunden in Deutschland per Threema noch einen Sundowner zu nehmen. Leider ist das WLAN so instabil, dass wir nur wenige Minuten telefonieren können, bevor die Verbindung wieder zusammenbricht. Wir vereinbaren uns für übermorgen, wenn wir in Windhouk sind, in der Hoffnung, dass die Verbindung dann besser ist.

Dann geht’s ab ins Bett, denn morgen klingelt der Wecker um 4:30 Uhr 😣 😣 !

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2022
1'059 Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #157
Lieber Martin

Eeendlich bin ich nun auch bei deinem Bericht gelandet und habe während den letzten Tagen alles durchgelesen. Wo ich im Intro doch schon eine persönliche Würdigung erhalten habe, natürlich Ehrensache. Wollte natürlich schon lange mal mit Lesen beginnen, war dann aber irgendwie auch wieder vom alltäglichen Leben eingenommen und nur sehr sporadisch im Forum unterwegs. Daher bin ich jetzt gut beschäftigt gewesen, all die Berichte von meinen Lieblings-Fomis nachzulesen. 😘

Junge, Junge, was für eine tolle Reise das geworden ist! Schön zu lesen, dass ihr euch offenbar sehr wohl gefühlt habt beim Campen und Botswana scheint es euch ja so richtig angetan zu haben (was ich natürlich sehr gut nachvollziehen kann...).

Will nun noch nachholen, auf ein paar Punkte einzugehen 😛 :
  • Boteti River Camp
  • Einfach ein cooler Ort, nicht? Wir waren dann im Dezember über Weihnachten auch da und nachdem sich unsere Pläne etwas geändert hatten, sind wir im Januar gleich noch ein zweites Mal hin auf dem Weg in den Nxai Pan NP. Wir hatten auch das Vergnügen mit Mish, bei uns wirkte er zwar recht unmotiviert (es war wirklich auch sehr wenig los), aber war so nett und hilfsbereit, gegen Ende taute er dann aber auch auf und wir hatten es mega gut mit ihm und überhaupt, der ganzen Crew da.

    Die Gamedrives am Boteti sind Spitzenklasse - halt nicht sehr ausgiebig im Sinne von Wegen und Loops, dafür aber ja nicht so überlaufen und das macht es echt zu einem kleinen Juwel. Da würde ich jederzeit auch wieder hin.
  • Nxai Pan NP / Baine's Baobab
  • Wahnsinn, wie unterschiedlich das zu den verschiedenen Jahreszeiten ausschaut! Wir hatten eine ziemliche Schlammschlacht da, alles war tiefgrün, wir hatten den ganzen Park fast für uns alleine. Da es aber so sehr geschüttet hat, mussten wir auf die dritte und letzte Nacht bei den Baine's Baobab leider verzichten, wir wollten kein Risiko eingehen bei dem entstehenden, berüchtigten Black Cotton Soil. Das schaut aber echt toll aus, das muss ich also in jedem Fall auch mal noch nachholen!
  • Maun
  • Vielen Dank für die tollen Eindrücke vom Discovery DBB - schaut sehr gemütlich aus. Wir waren im Crocodile Camp, was ja nicht allzu weit davon ist, und ich war von dort aus mal eine Runde laufen und bin dabei auch am DBB vorbeigekommen. Dachte mir noch, dass das auch nett sein könnte. Crocodile war zwar auch ganz okay, wenn man mal eine feste Unterkunft möchte während solchen Versorgungsstopps - wir sind aber etwas auf Kriegsfuss mit den Unterkünften in Maun, da passte irgendwie bisher nichts so richtig. Ist also gerne vorgemerkt für das nächste Mal.

    Auch vorgemerkt übrigens Delta Meat Deli. 😁 War das während eurem Aufenthalt noch nicht auf Google Maps eingetragen? Jetzt jedenfalls findet man es auf Anhieb:

    https://goo.gl/maps/AEzT2T16XxNSqJP37
  • Vogelbilder
  • Ihr macht sensationell schöne Vogelfotos! 😮 Also natürlich sind auch alle anderen Bilder super, aber die Vogelfotos stechen schon etwas heraus. Was für eine Linse habt ihr (Claudia?) da drauf?

    Kleines Detail für die Vogelbestimmung: Bienenfresser ist nicht einfach Bienenfresser. 😉
  • Mavunje
  • Hammer! Eine der besten Campsites, auf denen ich je war. Leider mussten wir es im Januar wegen des heftigen Regens ausfallen lassen bzw. wollten wir einfach schneller gen Westen aus dem Regen raus kommen. Daher ist es jetzt schon wieder länger her, aber es schaut noch genau so toll aus wie bei uns damals. Das müssen wir unbedingt noch nachholen.
  • Hakusembe
  • Wir hatten den genau gleichen Stellplatz wie ihr. 🙂 Die Campsite als solche ist wirklich sehr schön, da bin ich mit euch einig. Lodge haben wir so nicht "benutzt", aber ich kann deine Eindrücke nachvollziehen. Nichtsdestotrotz sind wir auch nur eine Nacht geblieben, aber mir hat es schon auch gut gefallen da.

    So, genug gelabert. Freue mich auf den Rest des Berichtes! Anschliessend kann ich mich ja dann gleich noch bei Robin und Mara anhängen. 😎

    Vielen Dank schon mal bis hierhin - und von wegen "nicht so humorvoll"... Ich amüsiere mich bestens hier!

    Liebe Grüsse
    Sam
    Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
    Themenstarter898 Beiträge · seit 201614. Sept. 2022 · #158
    kalachee schrieb:
    Eeendlich bin ich nun auch bei deinem Bericht gelandet und habe während den letzten Tagen alles durchgelesen. Wo ich im Intro doch schon eine persönliche Würdigung erhalten habe, natürlich Ehrensache. Wollte natürlich schon lange mal mit Lesen beginnen, war dann aber irgendwie auch wieder vom alltäglichen Leben eingenommen und nur sehr sporadisch im Forum unterwegs. Daher bin ich jetzt gut beschäftigt gewesen, all die Berichte von meinen Lieblings-Fomis nachzulesen. 😘
    Moin Sam,

    na, das freut mich doch ganz besonders! Herzlichen Dank! 🤩
    kalachee schrieb:
    Junge, Junge, was für eine tolle Reise das geworden ist! Schön zu lesen, dass ihr euch offenbar sehr wohl gefühlt habt beim Campen und Botswana scheint es euch ja so richtig angetan zu haben (was ich natürlich sehr gut nachvollziehen kann...).
    Da sagst Du was! Hätte ich auch nicht erwartet, auch wenn ich es insgeheim gehofft habe 🤩 .
    kalachee schrieb:
    Will nun noch nachholen, auf ein paar Punkte einzugehen 😛 :
  • Boteti River Camp
  • Einfach ein cooler Ort, nicht?
    [...]
    Die Gamedrives am Boteti sind Spitzenklasse - halt nicht sehr ausgiebig im Sinne von Wegen und Loops, dafür aber ja nicht so überlaufen und das macht es echt zu einem kleinen Juwel. Da würde ich jederzeit auch wieder hin.

    Auf jeden Fall! Die Meinungen über das Camp gehen ja teilweise auseinander. Einigen ist die Nähe zum Dorf etwas eng, anderen sind die Campsites zu klein. Ja, mag alles sein, aber als Startpunkt für alle möglichen Richtungen und Aktivitäten ist das Camp Klasse. Wir haben schon für das nächste Jahr gebucht!
    kalachee schrieb:
  • Nxai Pan NP / Baine's Baobab
  • Wahnsinn, wie unterschiedlich das zu den verschiedenen Jahreszeiten ausschaut! Wir hatten eine ziemliche Schlammschlacht da, alles war tiefgrün, wir hatten den ganzen Park fast für uns alleine. Da es aber so sehr geschüttet hat, mussten wir auf die dritte und letzte Nacht bei den Baine's Baobab leider verzichten, wir wollten kein Risiko eingehen bei dem entstehenden, berüchtigten Black Cotton Soil. Das schaut aber echt toll aus, das muss ich also in jedem Fall auch mal noch nachholen!
    Wir waren auch erstaunt wie satt grün die Bäume in der Regenzeit aussehen. Wahnsinn! Das wirkt im Winter doch etwas trist. Dafür muss man halt kaum darauf achten, ob es irgendwo matschig und nicht befahrbar ist. Wir sind gespannt auf das nächste Jahr. Letztes Jahr waren wir ja auch komplett alleine in dem Areal, das wird nächstes Jahr sicher anders werden!
    kalachee schrieb:
  • Maun
  • Vielen Dank für die tollen Eindrücke vom Discovery DBB - schaut sehr gemütlich aus.
    [...]
    - wir sind aber etwas auf Kriegsfuss mit den Unterkünften in Maun, da passte irgendwie bisher nichts so richtig. Ist also gerne vorgemerkt für das nächste Mal.
    Wie so oft ist auch das immer eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Erwartungen. Uns hat halt die Anlage an sich gut gefallen. Und dann die Betreuung durch Marije, René und das Team, die ist Mega! Für uns war und ist das ja so ein Zwischenstop, bei dem wir mal ein paar Klamotten waschen, die Vorräte ergänzen etc. Und dafür ist das schon großes Kino, finde ich.
    kalachee schrieb:
    Auch vorgemerkt übrigens Delta Meat Deli. 😁 War das während eurem Aufenthalt noch nicht auf Google Maps eingetragen? Jetzt jedenfalls findet man es auf Anhieb:

    https://goo.gl/maps/AEzT2T16XxNSqJP37
    Danke, ja, das ist jetzt fest gespeichert. Warum auch immer, ich hatte als Wegpunkt noch den alten Standort bei Riley's Garage. Da sind ja jetzt die Beef Boys drin. Aber wie gesagt, gespeichert, sollte passen! 🙂
    kalachee schrieb:
  • Vogelbilder
  • Ihr macht sensationell schöne Vogelfotos! 😮 Also natürlich sind auch alle anderen Bilder super, aber die Vogelfotos stechen schon etwas heraus. Was für eine Linse habt ihr (Claudia?) da drauf?
    Oh, herzlichen Dank, das freut uns sehr! Wir fotografieren mit mFT, Claudia hatte meist ein 300/4.0 drauf, ich das 150-400/4.5. Robin und Mara fotografieren ja mit der gleichen Marke. Wir sind sehr zufrieden damit.
    kalachee schrieb:
    Kleines Detail für die Vogelbestimmung: Bienenfresser ist nicht einfach Bienenfresser. 😉
    😕 😉 Danke, ja, das ist noch unsere große Baustelle. Vogelbestimmung haben wir bisher sträflich vernachlässigt. Robin und Mara haben uns da ziemlich getreten, und jetzt wollen wir da deutlich mehr drauf achten.
    kalachee schrieb:
  • Mavunje
  • Hammer! Eine der besten Campsites, auf denen ich je war.
    Ist es! Auch hier war unser Glück, dass wir keine Probleme mit Regen, Hochwasser etc. hatten. Alles wunderbar! Schade war nur, dass wir nicht mit Dan auf Tour gehen konnten. Bianca schreibt ja gerade von ihrer Tour mit Dan, und ich habe schon das Gefühl, dass wir was verpasst haben. Aber die Campsite steht auf jeden Fall ganz oben auf unserer Liste!
    kalachee schrieb:
    So, genug gelabert. Freue mich auf den Rest des Berichtes! Anschliessend kann ich mich ja dann gleich noch bei Robin und Mara anhängen. 😎

    Vielen Dank schon mal bis hierhin - und von wegen "nicht so humorvoll"... Ich amüsiere mich bestens hier!
    Super, das freut mich 🤩 ! Ich hoffe, dass ich am Wochenende weitermachen kann. Viel kommt ja nicht mehr, wir sind kurz vor dem Rückflug. Obwohl auch bis dahin noch einiges passiert ist.

    Danke Dir nochmals, liebe Grüße, und bis demnäxt wieder!

    Martin
    Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
    zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2022
    Themenstarter898 Beiträge · seit 201626. Sept. 2022 · #159
    27.09. - Fans Indongo Lodge - Cheetah Conservation Fund

    Schlaftrunken suchen wir unser Fotozeug für den Besuch beim Cheetah Conservation Fund zusammen. Um 5:45 Uhr stehen wir an der Rezeption und nehmen unsere Frühstückspakete in Empfang. 🙄

    Im Stockdunklen geht es los. Ich muss sehr aufpassen und konzentriert fahren, weil uns auf dem Weg zur Hauptstraße doch das eine oder andere Tier vor das Auto springt. An der Polizeistation kurz vor Otjiwarongo, wo wir gestern sowohl bei der Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt vom Tanken angehalten wurden, ist heute nichts los und wir können durchfahren. Klar, es ist noch dunkel und hier fährt außer uns sowieso kaum jemand. 😕

    Inzwischen dämmert es schon ein bisschen und als wir auf die Schotterpiste zur Gepardenstation einbiegen, fahren wir in den schönsten Sonnenaufgang.


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    Man hat uns übrigens gestern noch darüber informiert, dass die Veranstaltung bereits um 7:30 Uhr statt um 8:00 Uhr anfangen soll, weil es für die Geparden sonst zu warm wird, um ihre Trainingsrunde abzuhalten 😵 . Wir erreichen die Station pünktlich und finden uns an dem Treffpunkt ein, wo schon andere Gäste warten. Mit sechs weiteren Personen werden wir auf das Gelände geführt. Wir müssen alle Taschen einschließen lassen, denn die Geparden bekommen ihre Leckerlis aus Gürteltaschen und man sagt uns, dass sie sich daher ev. mehr für unsere Taschen interessieren würden, als uns lieb wäre 🤩 .

    Ein Blick konnten wir schon auf vier der Tiere werfen. Es sind alles Mädels. Die Jüngste soll zuerst zum Laufen geschickt werden, weil die anderen sie sonst jagen würden. Wir werden in ein umzäuntes Areal geführt und harren der Dinge die da kommen.

    An einem Seilsystem wird ein Lappenbündel über das Gelände gezogen. Die Geparden jagen hinterher und bekommen, wenn sie es erwischt haben, von einer der Angestellten ein Stück Fleisch auf einem Holzlöffel. Erstaunlich schnell sind sie außer Atem und interessieren sich dann weder für den Lappen, noch für das Fleisch. So werden nacheinander alle vier Geparden zum jagen rausgelassen.


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    Diese Trainings finden nicht jeden Tag statt, sondern nur zweimal die Woche.

    Hier leben aktuell 31 Geparden, die aus den unterschiedlichsten Gründen in der Station sind, oft, weil die Mütter von Farmen geschossen wurden oder weil die Tiere als Haustiere gehalten wurden und irgendwann zu groß und so wild wurden. Sie bekommen ein bis zwei Kilo Fleisch pro Tag. Ein Tag in der Woche ist Fastentag für die Tiere, weil sie auch in Freiheit meistens nur alle 2-3 Tage etwas zu fressen bekommen.

    Der Anblick der sprintenden Geparden ist wirklich toll. Man hat den Eindruck als ob sie fliegen. Wir sind so angetan von der Veranstaltung, dass wir fragen, was sonst noch so angeboten wird. Für 650 NAD p.P. können wir an einer Tour über das Gelände teilnehmen 🙂 .

    Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Ein weiteres deutsches Paar wird auch mit uns dabei sein. Zuerst werden wir in ein Mini Kino geführt, wo uns eine viertel Stunde lang ein Film über den Cheetah Conservation Fund präsentiert wird. Nun wollen wir aber auch zu den Tieren. Unser Guide stellt sich als Job vor. Er war auch schon bei der ersten Veranstaltung dabei und hat viel erzählt. Wir werden auf ein Safari Fahrzeug verfrachtet und es geht los.

    Vor dem eigentlichen eingezäunten Gelände gibt es eine Art Krankenstation. Dort wird eine ältere Gepardin separat gehalten, die Probleme mit der Verdauung hat. Dann geht es auf das eigentliche Gelände und Job geht mit uns auf Geparden-Suche. Immer wieder bekommen wir die vier Ladys auf dem Gelände zu Gesicht und Job versucht, das Auto auch immer so zu platzieren, dass wir die Tiere ohne Zaun im Hintergrund fotografieren können.


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    Ok, das ist jetzt kein Gepard...

    Er erzählt uns, dass die Haltung von Geparden als Haustiere zwar verboten ist, aber nicht wirklich geahndet wird, so dass es doch reichlich Farmer gibt, die sich noch Geparden als Haustiere halten 😵 .

    Dahingegen wird mit einem Jahr Gefängnis bestraft, wenn die Buschmänner sich eine Antilope jagen. Er lässt sich über die reichen Farmer aus, die immer mehr Land für sich beanspruchen und das Gelände einzäunen, so dass weder Tiere noch Buschleute sich frei im Land bewegen können und so der Lebensraum immer mehr eingeschränkt wird.

    Neben vielen weiteren interessanten Geschichten und Begebenheiten, die er uns sehr lebendig erzählt, kommt er, nachdem wir unsere Rundtour über das Gelände mit den Geparden beendet haben, auf die weiteren Projekte der Organisation zu sprechen. Wir fahren über eine Art Hinterhof zu weiteren kleineren Gehegen, in denen Hunde gehalten werden. Es handelt sich um Kangals. Das sind riesige türkische Hütehunde. Die Tiere werden dazu trainiert, Nutztierherden zu bewachen. Er erzählt, dass Farmer sich um einen der Hunde bewerben können. Es gibt ein strenges Auswahlverfahren, und es wird geprüft, ob die Tiere auch ordentlich gehalten werden können. Die Farmer bezahlen 1500 NAD für das Tier, was eher ein symbolischer Preis ist. Auch später wird immer wieder stichprobenartig geprüft, ob die Tiere korrekt gehalten werden. So dürfen die Hunde auf keinen Fall in der Familie gehalten werden, damit sie "wild" bleiben und sich nur auf die Herde konzentrieren. Ist das nicht der Fall, wird den Farmern der Hund wieder weggenommen und das Geld nicht erstattet.

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    Ein weiteres Projekt ist die Zucht von Milchziegen, mit denen sich die Menschen die Versorgung mit Milchprodukten sichern könnten. Aus der Milch der Ziegen, die auf dem Gelände hier gehalten werden, werden vor Ort Milchprodukte hergestellt, wie Käse oder auch Seife. Die Dinge kann man auch im Giftshop kaufen.


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    Das alles ist wirklich spannend, und Job hat die Führung sehr informativ und kurzweilig gestaltet. Wir sind sehr froh, dass wir diese Tour auch noch mitgenommen haben. Nun sind wir aber hungrig und setzen uns mit unserer Frühstücksbox in den Schatten. Später gibt es noch ein Kaffee auf der Terrasse vor dem Giftshop und zwei Stück Seife müssen auch noch mit. Gegen Mittag sind wir wieder in der Lodge und müssen erst mal ein paar hunderte Fotos sichten und sichern.

    Um 17:00 Uhr geht es auf die Terrasse mit Blick auf das Wasserloch. Ganz langsam nähern sich Tiere, es dauert bestimmt eine Dreiviertelstunde, bis sie sich den Wasserloch bis auf 30 m genähert haben. Nun kann es nicht mehr lange dauern, dass wir sie am Wasserloch haben. Auf einmal wenden Sie sich alle ab und flüchten. Ein Auto nähert sich von der anderen Seite dem Wasserlochloch und versaut uns die Bilder 😈 . Egal, mit einem Gin-Ttonic lässt es sich ja gut aushalten, trotzdem ist sehr warm ist.

    Irgendwann kehren doch noch mal ein paar Antilopen zurück, so dass wir noch ein paar schöne Bilder machen können.


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    Um 19:00 Uhr versammeln sich wieder alle Gäste zum Essen. Dabei kommt mir ein Paar sehr bekannt vor. Wir beäugen uns vorsichtig, dann kommen wir ins Gespräch. Die Welt ist klein, das sind Christina und Reinhold (Strelitzie) 🤩 ! Da müssen wir doch gleich mal ein paar Erlebnisse austauschen. Auch sie werden Mittwoche mit beim Flug nach Frankfurt dabei sein 😄 .

    Auch heute ist das Essen wieder ausgesprochen gut. Es gibt eine Kartoffelsuppe mit Fenchel als Vorspeise, dann Oryx Medaillons mit Bohnen, Couscous und Rotkohl und zum Nachtisch Panna Cotta mit Früchten 😛 .

    Morgen geht es nach Windhoek. Der Urlaub ist damit schon fast vorbei. Eigentlich möchte ich gleich wieder weiter Richtung Botswana fahren, aber da müssen wir uns für das nächste Mal aufheben 🙁 .

    Herzliche Grüße
    Martin
    Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
    Themenstarter898 Beiträge · seit 201626. Sept. 2022 · #160
    28.09. - Windhoek - Hilltop Guesthouse

    So langsam muss ich mal zu Potte kommen. Immerhin ist seit der Reise wieder bummelich ein Jahr vergangen 😵 . Aber so richtig viel passiert jetzt auch nicht mehr. Text und Bilder haben eigentlich eher dokumentarischen Wert. Aber egal, wat mut dat mut 🤩 !

    Heute gibt es kein fieses Weckerklingeln, trotzdem werden gegen 6:00 Uhr wach. Im Zelt hat man schon eine ungefähre Vorstellung wie spät es ist, wenn man aufwacht, man kann sich an den Geräuschen orientieren, ob schon Vögel zwitschern, wie hell es ist u.s.w. Im Hotel ist es schon wieder deutlich gedämmter. Trotzdem habe ich die Uhrzeit gut geraten anhand des Lichts, dass von draußen schon ganz Verhalten durch die Vorhänge dringt.

    Wir sind für 7:30 Uhr zum Frühstück angemeldet. Wir sind die ersten, und die Vorbereitungen sind noch nicht ganz beendet. Wir nutzen die Zeit, um noch einmal auf den kleinen Aussichtsturm zu klettern, den wir bisher noch gar nicht wahrgenommen haben, von dem aus man einen guten Blick über Pool und Landschaft hat.


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    Die Frühstücksauswahl große Klasse, Es gibt viele Brotsorten, auch Vollkorn Brot, diverse Sorten Wurst, Käse, Obst, alles was das Herz begehrt. Wir sind gespannt, ob das Hilltop Hotel da mithalten kann.

    Fazit Frans Indogo Lodge
    Für uns war die Lodge schon am oberen Ende der Skala. Wunderschön gelegen, große und bequeme Hütten, hoher Komfort. Und die Betreuung durch Alf und sein Team empfanden wir als großartig. Uns fiel auf, dass alle Mitarbeiter, die wir getroffen haben, sehr freundlich und offen sind. Man hat das Gefühl, dass sie auf Augenhöhe mit Alf und seiner Frau arbeiten. Immer ein lustiger Spruch, ein augenscheinlich sehr offener und netter Umgang untereinander, das fanden wir toll!
    Das I-Tüpfelchen war das hervorragende Essen.
    5 von 5 Sternen.

    Um 10:30 Uhr sind wir dann unterwegs.
    Die Strecke bis Windhoek ist unspektakulär. Neu für uns ist, dass die letzten Kilometer tatsächlich vierspurig sind. Das haben wir hier noch nicht gesehen 🙂 .

    Claudia telefoniert unterwegs mit Carsten. Er wird leider nicht da sein, wenn wir in Windhoek eintreffen, aber er sagt uns, dass auf jeden Fall jemand da sein wird, bei dem wir das Sat-Tel abgeben können 🤪 .

    Das Navi führt uns problemlos zu Bwana Tucke Tucke. Wir klingeln und die Tür wird von einem Mann aufgemacht, der sich als Uwe vorstellt. Wir erklären ihm kurz warum wir hier sind und übergeben ihm das Sat-Tel. Dann erzählt er uns noch, dass er "Himba-Uwe" sei ("Ihr könnt ja mal nach mir googeln!"). Jupp, machen wir gerne, wir sind gespannt 🤩 !

    Nun geht es das letzte Stück bis zum Hilltop Geusthoues. Mein kleiner Garmin macht hier einen super Job, wir kommen problemlos an 😎 . Das Guesthouse macht mit seiner Lage dem Namen alle Ehre. Es geht ordentlich steil bergauf. Als wir den Eingang finden, steigt Claudia aus, um das Tor zu öffnen. Da kommt uns aber schon jemand entgegen und dirigiert mich auf dem Stellplatz.

    Wir werden von einer jungen Frau namens Lizell in Empfang genommen. Hier gibt es offensichtlich nur vier Zimmer, die aber alle riesig sind. Vor dem Zimmer gibt es einen umlaufenden Balkon, der von allen Zimmern zugänglich ist und auch durch eine Treppe von unten vom Hof.

    Lizell erklärt uns, dass wir ab 16:00 alleine im Guesthouse sind. Äh, Moment, komplett alleine 😮 ? Und wie kommen wir rein und raus, immerhin wollen wir nochmal zu Joe's? Wir sollen die Terrassentür abschließen und das Tor zum Hof einfach zuziehen. Abschließen geht halt nicht, auch nachts nicht. Einen Nachtwächter gibt es offensichtlich nicht mehr. Die Folgend der Pandemie? Wir sind jedenfalls etwas konsterniert 😵 🙄 .

    Eine Stunde später sind dann tatsächlich alle weg und wir sind alleine 😣 .
    Das Zimmer samt Bad sind zwar sehr groß, die Sauberkeit lässt aber arg zu wünschen übrig 😕 . Im ganzen Zimmer flattern irgendwelche Motten rum. Und als Claudia im Bad den Wasserhahn aufdreht, sprotzelt es erstmal ein paar Sekunden bevor dann ein Strahl braunen Wassers ins Becken spritzt 🤢 . Das Bad wurde monatelang nicht genutzt, das ist mal sicher! Und vor unserem Besuch hat es auch niemand gecheckt. Ok, das Wasser wird irgendwann wieder klar, aber es bleibt ein getrübter Eindruck. Etwas zu essen oder zu trinken bekommen wir natürlich auch nicht mehr 😐 .

    Die Aussicht vom Balkon über Windhoek ist allerdings schon bemerkenswert. Wir machen es uns dort gemütlich und ich kümmere mich etwas um die Fotos.

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    Dann meldet sich der "kleine Hunger" und wir diskutieren, was wir am besten machen. Zu Fuß zu Joe's finden wir nicht so prickelnd. Claudia schaut auf der Internetseite von Joe‘s Beerhouse nach, und dort steht , dass man telefonisch einen Shuttleservice bestellen kann. Passt Wir rufen an und lassen uns um 17:30 Uhr abholen. Der Shuttleservice kostet 80 NAD für uns beide pro Strecke und wird mit auf die Rechnung geschrieben. Sehr praktisch 🤩 .

    Heute ist es deutlich voller bei Joe's und wir haben Glück, dass wir noch einen Tisch bekommen. Claudia entscheidet sich für die leckere Wild-Lasagne und ich nehme Filet. Dazu - logisch - Windhoek Lager.

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    Pappsatt bunkern wir noch zwei Flaschen Windhouk Lager. Wir wollen nachher noch mit unseren Freunden telefonieren und anstoßen. Unser Fahrer holt uns sogar vom Tisch ab und zurück geht's in die Unterkunft.

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    So richtig wohl fühlen wir uns in dem Zimmer nicht, denn es wimmelt von irgendwelchen fliegenden Insekten 😣 . Vielleicht sind es Motten, wir wissen es nicht. Und sobald irgendwo eine Lampe an ist, schwirrt und flattert es herum. Die Viecher sind alle schon im Zimmer gewesen, wir haben sehr aufgepasst, und die Tür nicht offen zu lassen, wenn drinnen Licht an ist.

    Nach unserem Telefonat brauchen wir ziemlich lange bis wir einschlafen können. Wir sind insgesamt echt enttäuscht über die Unterkunft, die ja von diversen Forenten, und auch von unserem Reisebüro, wärmstens empfohlen worden ist. Wir sind gespannt auf das Frühstück, vielleicht mach es ja alles wett 😕 !

    Herzliche Grüße
    Martin
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    zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2022