Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202119. Sept. 2021 · #1
Hallo zusammen,
wir haben schon bei unserer letzten Reise 2019 viele Inspirationen, Tips, Camp-Empfehlungen und vieles mehr hier im Forum gelesen. Vielen Dank an alle die hier ihre Zeit und Energie reinstecken. Unsere damalige klassische Ersttäter Tour hat uns in 4 Wochen von der Kalahari, über Sesriem, Swakopmund, Etosha durch den Capri bis nach Kasane geführt. Von dort ging es über Savuti nach Khwai, Third Bridge, Maun, Ghazi und zurück nach Windhuk.Wir haben die Reise mit Hilux+Dachzelt sehr genossen und uns hat die Faszination Namibia seither nicht ruhen lassen.
Für unsere zweite Reise gelten jetzt allerdings andere Rahmenbedingungen. Diese bedingen ein paar Unsicherheiten unsererseits und wir würden uns über einige Einschätzungen & Empfehlungen von euch freuen.
Wir reisen als 3-köpfige Familie mit unserer 10 monatigen Tochter. Lodge/Hotel Reise (AC, kein Camping) Anreise: 20.10. Ankunft in Kapstadt Abreise: 13.01. Abreise aus Kapstadt Mietwagen: Toyota Fortuner 4x2 Ca. 5 Wochen Namibia Ca. 7 Wochen Südafrika i.W. Kgalagadi und Garden Route
Wir sind uns bewusst, dass viele das Reisen in Namibia mit Kleinkindern nicht empfehlen und auch nur schwer nachvollziehen können. Dies können wir verstehen, haben uns aber dennoch dafür entschieden. Die grobe Reiserute ist mit unserer Kinderärztin und den Experten des Tropeninstituts abgestimmt und sollte unter Berücksichtigung einiger Maßnahmen gut durchführbar sein.
Wir möchten auf der Reise wertvolle Zeit zu Dritt verbringen und aus dem deutschen Alltag rauskommen. Unsere Tochter könnte das vermutlich genauso gut zuhause genießen, wir als Eltern vermutlich nicht. Das Ziel der Reise ist für uns Eltern, die Form der Reise werden wir ihren Bedürfnissen anpassen.
Nach der langen Einleitung skizziere ich einfach mal grob unsere Reiseroute, da einige Orte/Unterkünfte bereits feststehen, andere noch einzuplanen sind. Falls ihr Anregungen/Verbesserungsvorschläge/ Unterkunftsempfehlungen habt, freuen wir uns sehr.
Wir werden von Kapstadt recht zügig Richtung Etosha fahren. Die Route dafür und die entsprechenden Unterkünfte sind weitgehend geplant. Wir möchten dazu den Grenzübergang Vioolsdrift nutzen. Laut meinem Infostand sollte eine Grenzüberschreitung (mit den notwendigen Dokumenten) aktuell unproblematisch möglich sein. Falls ihr dazu andere Infos kennt, bitte melden.
Die Unterkünfte im Etosha haben wir bereits gebucht. Diesen werden wir von West nach Ost in den NWR Camps durchqueren.
Jetzt sind wir auf der Suche nach Unterkünften südlich des Etoshas für einige Tage Aufenthalt (für Anfang November). Uns schwebt dabei ein Mix aus Game Drives, Entspannung am Pool und ein bisschen wandern vor. Für die 10-12 Tage möchten wir 2-4 Lodges/Gästefarmen aussuchen. Da wir dabei eig. keine Strecke zurücklegen müssen und auch beim Programm keine spezialwünsche haben, suche ich nach Möglichkeiten mit guter Preis-Leistung.
Als Referenz habe ich die Mount Etjo Lodge rausgesucht, die aktuell Angebote für ca. 1400 N$ ppn. hat. Ich denke dort können wir gut ein paar Tage verbringen mit solidem Essen, großen Zimmern und ein paar Aktivitäten. Habt ihr Vorschläge die wir uns anschauen sollten, die aktuell vielleicht ähnliche Specials haben und mit Kleinkindern bereist werden dürfen?
Der nächste gebuchte Aufenthalt wird uns für eine Woche nach Kambaku führen. Nach Kambaku geht es über Windhuk zum Fish River Canyon, den wir noch nicht gesehen haben.Für Vorschläge rund um (80km) Windhuk für 2-3 nette Übernachtungen wären wir dankbar. (Swakopmund und Sesriem lassen wir aus verschiedenen Gründen bewusst aus.)
Vom Fish River Canyon soll es über den Grenzübergang Nakob zum Twee Rivieren Camp gehen. Laut meinem Infostand sollte eine Grenzüberschreitung (mit den notwendigen Dokumenten) aktuell unproblematisch möglich sein. Falls ihr dazu andere Infos kennt, bitte melden.
Habt ihr eine Empfehlung für eine Unterkunft auf der Strecke Fish River Canyon nach Twee Rivieren? Wir würden das ungerne an einem Tag fahren, aber ich habe noch keine befriedigende Lösung für einen Stopp gefunden.
Von dort werden wir voraussichtlich 9-12 Tage in den 3 Kgalagadi Rest Camps (Nossob als Nadelöhr bereits gebucht) verbringen. Wisst ihr ob man die 2 Personen Chalets buchen darf mit 2 Erwachsenen + 1 Kleinkind (das kein eigenes Bett braucht) ? Kann irgendjemand einschätzen wann der Grenzübergang Mata Mata wieder geöffnet werden soll?
Von dort soll es dann nach Port Elizabeth gehen um anschließend die Garden Route zu bereisen. Auf dem Weg sind mir der Mokala NP und "Mountain Zebra National Park" aufgefallen.Lohnen sich die Parks noch, bieten diese nochmal etwas neues ggüb. dem gesehenen?
Wie ihr seht, ist die Route nach Kgalagadi noch nicht näher geplant, aber auch erst einmal hinten angestellt. Da müssen wir uns erst einmal tiefer einlesen.
Vielen Dank für alle die sich die Zeit nehmen und unseren Text lesen und ggfs. beitragen werden. Ich hoffe wir können im Anschluss anderen Eltern mit unseren Erfahrungen weiterhelfen, die sich ähnliches überlegen. Im besten Fall natürlich auch positives berichten 😉
Anbei der aktuelle Stand der Routenplanung.
Beste Grüße Steffen
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200719. Sept. 2021 · #2
Hallo Steffen,
nur etwas zum Grenzübergang Rietfonten. Der ist - wie Mata Mata - immer noch (und lt einiger Gruppen bei Facebook wohl noch komplett dieses Jahr - Achtung Glaskugel) geschlossen. Einzig Ariamsvlei/Nakop ist offen und kann mit PCR nicht älter als 72 Std. oder direkt an der Grenze als Schnelltest genutzt werden, um nach TR zu kommen.
Grüße und viel Spaß bei der Planung Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202120. Sept. 2021 · #3
Hallo Jambotessy,
vielen Dank, ich werde das in der Routenplanung berücksichtigen. Super wichtige Info.
ich werfe mal nur einen Punkt zum bedenken ein. Ihr seid in den Sommerferien im südlichen Afrika unterwegs. Dadurch ist das Preisgefüge deutlich höher und ihr müsst Euch insgesamt auf mehr Reisende als außerhalb der Ferienzeit einstellen. Die Wetter"problematik" habt ihr sicherlich im Hinterkopf?!
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202120. Sept. 2021 · #5
Hallo Christian,
vielen für deine Einschätzung. Das Preisgefüge müssen wir wohl einfach akzeptieren, aber manche Angebote gibt es ja noch, vermutlich Coronabedingt. Das Wetter haben wir auf dem Schirm, wenn auch ohne praktisch Erfahrung mit der afrikanischen Regenzeit.
Würdet ihr für die Strecke zu dieser Jahreszeit ein 4x2 Fortuner (mehr Komfort & Automatik) als ausreichend erachten, oder sollten wir auf 4x4 Hilux (Sicherheit durch 4x4, weniger Komfort) setzen? Die beiden Optionen sind im finanziellen Rahmen. 4x4 Fortuner leider nicht.
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201620. Sept. 2021 · #6
Hallo,
Der nächste gebuchte Aufenthalt wird uns für eine Woche nach Kambaku führen.
Kambuka ist toll, da sind viele Gäste auch eine ganz Woche.
Nach Kambaku geht es über Windhuk zum Fish River Canyon, den wir noch nicht gesehen haben.Für Vorschläge rund um (80km) Windhuk für 2-3 nette Übernachtungen wären wir dankbar. (Swakopmund und Sesriem lassen wir aus verschiedenen Gründen bewusst aus.)
Bagatelle in der Kalahari ist auch immer eine nette Anlaufstelle. Ansonsten waren wir auch schon auf der Gabus Game Ranch, dort hat es uns auch gut gefallen. Ist eine typische Gästefarm.
Habt ihr eine Empfehlung für eine Unterkunft auf der Strecke Fish River Canyon nach Twee Rivieren? Wir würden das ungerne an einem Tag fahren, aber ich habe noch keine befriedigende Lösung für einen Stopp gefunden.
Wir waren Ostern in der Lapa Langa Lodge. Die hatten da gute Angebote (schon auf der Webseite)
LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202121. Sept. 2021 · #7
Hallo Gabi,
lieben Dank für deine Empfehlungen! Bagatelle haben wir für die Fahrt Richtung Etosha aufgenommen.
Gabus haben wir angefragt, sieht super aus für 2/3 Tage.
Lapa Lange sieht auch klasse aus. Es zeigt sich aber, dass unsere Kleine über 60€ die Nacht kostet. Das erscheint mir unverhältnismäßig. Zu zweit würden wir wohl zugreifen.
Viele Grüße Steffen
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201621. Sept. 2021 · #8
Hallo Steffen,
frag Lapa Langa doch direkt an. Vielleicht kommt man Euch entgegen. Ich habe den Eindruck, man ist dort recht flexibel.
Vor dem KTP ist noch die Kalahari Game Lodge, die ist auch recht schön. Dort gibt es ein Löwentracking. Wahrscheinlich darf Eure Kleine da nicht mit, aber ihr könntet Euch ja aufteilen.
Seit Ihr eigentlich Gondwana Chalets Eagles Nest in Aus, z.B. im "Rock" (es gibt da verschiedene Häuser mit unterschiedlicher Größe und Ausstattung). Dort könnt Ihr Euch ein Braii-Paket bestellen, vielleicht mit Kind ganz angenehm.
Vielleicht stellst Du mal tageweise Deine komplette Route ein, dann werden sich auch sicherlich mehr melden.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202122. Sept. 2021 · #9
Vielen Dank für deine Anregungen Gabi. Lapa Lange ist einen Versuch wert.
Die Kalahari Game Lodge hatte ich auch schon angeschaut und angeschrieben, nachdem aber Mata Mata und auch Rietfontein geschlossen sind/bleiben, lässt sich das nicht wirklich sinnvoll in die Route integrieren. Das guided Löwentracking hätte mich schon sehr gereizt.
Die Chalets bei Aus schaue ich mir mal noch genauer an, aber tendenziell sind die nicht auf unserer Route.
Deinen Vorschlag bzgl. der tageweisen kompletten route werde ich gerne nachkommen und die nächsten Tage einstellen.
Viele Grüße Steffen
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202123. Sept. 2021 · #10
Liebe Fomis , vielen Dank für eurige bisherige Unterstützung. Anbei der aktuelle Stand der Routenplanung bis zum Ende des Kgalagadi NP. Mit der weiteren Routenplanung werden wir uns später auseinandersetzen.
Ich habe die noch offenen Nächte blau markiert und freue mich über Anregungen
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201623. Sept. 2021 · #11
Hallo Steffen,
die Streckenführung finde ich etwas wirr warr. Logischer fände ich alles nördlich von Windhuk wie folgt:
Mount Etjo Vingerklip evtl. Sophienhof (kenne ich nicht) dann Dolomite und alle Camps im Etosha Gabus Game Kambuka
Ging das wegen der Verfügbarkeiten nicht oder warum hast Du das so geplant?
Habt Ihr die Flüge schon gebucht? Hast Du über einen Gabelflug (hin Windhuk, zurück Kapstadt) nachgedacht? Alternativ könntest Du auch nach Upington fliegen. Von Kapstadt zum Etosha sagt Google 2.500 km und das in weniger als einer Woche. Ich finde das mit Kind einen Wahnsinn.
Nach Nossob von Upington halte ich auch für sehr viel. Da musst Du auf jeden Fall die Nacht in Twee Revieren einplanen.
Grundsätzlich würde ich erstmal über eine andere Flugverbindung nachdenken oder den Etosha weglassen. Ihr habt zwar viele Wochen im Land, aber ich würde es gerade mit Kind gemütlich angehen.
Falls die Flüge so bleiben sollen, würde ich an der Küste von Südafrika gemächlich Richtung Namibia fahren, dort dann nach Aus, zum Fish River, Keetmanshop, Kalahari und dann über die Grenze wieder nach Südafrika und in den KTP. Evtl. könntest Du noch bis zum Sossusvlei hoch. Glaub mir, damit bist Du in 5 Wochen mit Kind genug gefahren.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Clamat1'425 Beiträge · seit 201327. Sept. 2021 · #12
Hi Steffen, Nur mal eine Anmerkung am Rande: Habt ihr an eine Langzeitauslandskrankenversicherung (oh, wie lang kann ein Wort sein 😄) gedacht? Die üblichen Verdächtigen (ADAC etc.) machen zwar Werbung für Versicherungsschutz für 1 Jahr, aber wenn man das Kleingedruckte liest, dann gilt die Versicherung pro Reise am Stück für irgendwas in den 42 bis 45 Tagen, d. h. ab dem 43. bzw. 46. Tag habt ihr dann keinen Versicherungsschutz mehr. Gerade mit einem Kleinkind finde ich das wichtig. Ich musste auch schon mal mit unserer damals 15 Monate alten Tochter ins Krankenhaus und anschließend nach Hause fliegen 🙁 LG Claudia
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200728. Sept. 2021 · #13
Ihr nehmt da vielfach einen *Schnitt* von 100 km/h an. Ich halte das eher für unrealistisch. Dolomite-Okaukuejo für 170 Kilometer 3:30 ist ebenfalls eher unrealistisch. Max. Geschwindigkeit im Park sind 60 km/h, realistisch sind im Schnitt vielleicht 40. Und da bleibst du bei Tiersichtungen noch gar nicht stehen um ein Foto zu machen. lg Wolfgang
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202128. Sept. 2021 · #14
Vielen Dank für die weiteren Tipps und Hinweise 🙂
Die Langzeitauslandskrankenversicherung haben wir schon vor länger Zeit abgeschlossen. Die Entscheidung für die Reisedauer war lange vor dem Reiseziel gefallen 😉 Aber dieser Hinweis ist echt super wichtig, da gefühlt jedes Kleingedruckte wieder etwas anderes enthält.
Die Grundsätzliche Reiseroute ohne Gabelflug entspringt der Problematik, dass ein geeignetes Auto von/nach Windhuk mind. 2500/3000€ mehr gekostet hätte/kosten würde. Das war/ist es uns nicht wert.
Die etwas "wirre" Planung nördlich von Windhuk ist den unterschiedlichsten "Angebotsmodellen" der Unterkünfte, den Verfügbarkeiten und dem Wunsch nach "ausgiebig" Etosha geschuldet. Einige Tage früher oder später sind die Preise teilweise halb/doppel so hoch, sodass eine etwas seltsames Routenbild entsteht. Bei der Überplanung werde ich probieren noch 1-2 Stopps raus zunehmen und die einzelnen Aufenthalte etwas verlängern.
Auf dem Weg von Upington nach Nossob möchten wir auf jeden Fall noch einen Stopp einlegen. Für mich stellt sich noch die Frage, ob wir in Twee Revieren oder kurz vor dem Park übernachten. Die Verfügbarkeit von beiden Varianten erscheint mir jedoch unproblematisch.
@ Wolfgang: Deine Anmerkung bzgl. der Fahrzeiten trifft ins schwarze. Sie erscheinen mir beim genaueren Betrachten und den Erinnerungen ans letzte Mal auch alle etwas optimistisch (bis unrealistisch). Ich würde mir die Routen nochmal anschauen und folgende Prämissen zu Grunde legen, passt das aus deiner Sicht? Gravel road National Park : 40 km/h Gravel road public: 60-65 km/h Tared: 90km/h
Viele Grüße
Steffen
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200701. Okt. 2021 · #15
Hallo Steffen, ja, das ist eher realistisch. Die 90km/h auf Teerstraßen find' ich als Schnitt immer noch recht hoch, vor allem, wenn stärkerer Verkehr ist. Aber das kann ich nur sehr eingeschränkt beurteilen, da ich praktisch nie auf Teerstraßen unterwegs bin 😉 lg Wolfgang
Hallo Steffen, Du schreibst, der Fortuner wäre komfortabler, dass deckt sich nur teilweise unserer Erfahrung. Wir hatten 2019 für 4-5 Wochen SA einen Fortuner 4x2 von Avis und letzten Nov/Dec für 6 Wochen einen Hilux DC 4x4 von Hertz für Namibia und Südafrika. Der Fortuner hatte das hübschere Interieur, Ledersitze und ist weicher gefedert, was ich abseits von Teerstraßen allerdings negativ finde. Meine Frau fand den Beifahrersitz (definitiv anders und weicher als der Fahrersitz) im Fortuner auf langen Strecken sehr unbequem und hat sich nach 1-2 Wochen ein festes Kissen als Sitzunterlage gekauft. Großer Vorteil des Fortuners, er hatte Cruise Control/einen Tempomat. Riesiger Nachteil sind meiner Meinung die 2 Sitze(wird in der Regel als 7 Sitzer vermietet) im Kofferraum die viel Stauraum rauben. Der große Nachteil im Hilux war für mich nur der fehlende Tempomat, das war besonders auf der Strecke Windhoek-Ariamsvlei-Upington nervig. Der Beifahrersitz war deutlich bequemer, ansonsten im Interieur alles in der einfachen Ausstattungslinie, was allerdings Funktional keinen wirklichen Unterschied macht. Wollte ich es chic würde ich ja etwas einen Mercedes mieten. Neben dem großen Stauraum, ihr seid ja auch länger unterwegs, ist auch der zweite Ersatzreifen & Kompressor im Hilux sehr hilfreich... Egal wie ihr es macht, es sind beides sehr gute Autos. Wir werden nächstes Jahr für 7 Wochen reisen und wieder einen Hilux mieten. Empfehlung für beide Autos: Schwarze billige Fleecedecke(n) kaufen um das Gepäck abzudecken, bzw beim Hilux das Canopyfenster zu zukleben, damit das Gepäck nicht sichtbar herumliegt.
Zu den Geschwindigkeiten wurde ja schon einiges gesagt 80km/h ist als Schnitt auf geteerten Straßen mit kleinen Kaffeepausen eher realistisch. Stichwort LKWs.
Noch als Ergänzungen, da ich das Thema Mokala überlesen habe. Der Mokala NP hat uns sehr gut gefallen, was Landschaft und Tiere angeht. Wir hatten 2 Nächte in der Mosu-Lodge (Lux Bungalow) geplant konnten durch coronabedingte Verschiebungen aber leider nur die zweite Nacht wahrnehmen. Der Mokala Park war auch der Grund für die lange Fahrt von Windhoek nach Upington, da sich plötzlich die Einreisebedingungen zu unseren Gunsten geändert haben. So kamen wir wieder auf unsere Ende 2019 geplante ursprüngliche Route 😄 Zum Park selbst: Es hatte auf unserem Weg von Upington nach Mokala starker Regen/Gewitter eingesetzt und ich bin mir nicht sicher, ob wir alle Routen im Park ohne Allrad geschafft hätten, ich vermute nicht. Wir sahen extrem viele Antilopen aller Arten - dafür lohnt sich Mokala ganz sicher, Zebras, Zebrakreuzungen aus dem Quaggaproject, Giraffen und viele Vögel. Durch die Kürze des Aufenthalts hatten wir nur den Nachmittag und den nächsten Morgen für Safarifahrten. Der Luxury Bungalow war ok. Covidbedingt war der sicher schon lange leer, und die Einrichtung "abgewetzt", AC war defekt durch den Regen aber auch unnötig. Der 2. Luxury Bungalow war ebenfalls vermietet, ansonsten war glaub ich niemand in der Mosu Lodge. Das Restaurant hat soweit wir es hörten schon länger dauerhaft geschlossen. Küche und Braai waren in Ordnung und wir hatten einen schönen Abend vor dem Bungalow. Die Luxury Bungalows sind ganz unten in der Lodge und man muss das Gepäck vom Parkplatz aus mit Karren befördern oder tragen. Für eine Nacht fanden wir das etwas nervig, besonders weil in den Gepäckkarren Wasser vom Regen stand und wir daher alles geschleppt haben. Wir haben für nächsten April 2 Nächte im Lilydale Restcamp gebucht und sind sehr gespannt. Die Wege sind schlecht ausgezeichnet, Wegweiser teilweise beschädigt, daher besser Karte zur Hand haben.
Zur Garden Route würde ich persönlich nicht von P.E. starten sondern eher via De Rust oder Willowmore nach Plettenberg Bay, es sei denn Addo NP steht auf dem Programm. Dort würde ich definitiv die Übernachtung in Nyathi empfehlen, sehr abgeschieden und traumhafter Blick. Viele Grüße
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202107. Okt. 2021 · #18
Hallo Erik,
vielen Dank für deine ausführlichen Antworten bzgl. der Fahrzeuge und des Mokala NP!
Die Entscheidung zu Gunsten des Fortuner ist i.W. aufgrund der Automatik, des staubfreien Kofferraums und des erhofften Komforts gefallen. Das fehlende 2. Reserverad macht mir auch noch etwas Sorgen. Aber falls wir Probleme feststellen werden wir selber ein günstiges kaufen und mittransportieren (insofern wir Platz dafür finden). Die 2 Zusatzsitze befürchte ich auch, habe aber nichts davon in der Mietwagenbeschreibung gelesen. Die Empfehlung bzgl. der dunklen Fleecedecken hatte ich so noch überhaupt nicht auf dem Schirm, werde ich aber auf jeden Fall umsetzen. Vielen Dank 🙂
Deine Tipps für den Mokala NP werden wir verarbeiten, sobald wir uns an die Streckenplanung für diesen Abschnitt machen.
Warum würdest du nicht P.E. starten? Plettenberg Bay sieht sehr vielversprechend aus. Allerdings würden wir dort ja auch vorbeikommen, wenn wir in P.E. starten. Ggfs. würden wir noch Besuch bekommen und dann in Addo Park fahren. Nyathi würde uns dort voraussichtlich gut gefallen.
gegen P.E. hab ich im Grunde nichts und in Kombination mit Addo natürlich lohnenswert, ich persönlich mag die Strecke auf der N2 P.E. bis Stormsriver nicht so. Etwas langweilig. Wir sind aus der anderen Richtung kommend aber letztes Jahr wegen Addo/Nyathi auch wieder bis P.E. gefahren, wobei wir auf Grund der 2. Welle dort keinen Stopover gemacht haben und direkt nach Addo sind. Die Ecke um St Francis - westlich von P.E. - ist hübsch aber sehr touristisch, etwa wie ein Nordseeferienort. Zum Auto noch kurz, die Hertz Hilux DC 4x4 sind auch Automatik, aber Du hast recht man spart sich den Dreck mit einem Fortuner. Bzgl der 2 Sitze im Kofferraum, hängt das natürlich vom Vermieter ab, ich kann nur für Avis/Budget sprechen. Gute Übersicht fand ich hier https://www.tailormadesafaris.co.za/rental-cars-overview.html da sieht man in Group I gut den Sitz im Kofferraum. Gute Nacht