WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202121. Aug. 2021 · #21
ja und meine Frage ist, was mache ich wenn die Schlange 30 cm neben mir ist wenn ich sie bemerke?
Springen ? eher nicht weglaufen ? eher nicht still sein ? macht sinn..... aber ist es RICHTIG ?
ich weiss es nicht....
Lg Rik
Ytramix299 Beiträge · seit 201821. Aug. 2021 · #22
zum nächsten Terrarium gehen? z.B. 😗 Ironie off 😉
kleiner ungiftiger Kollege von Sambia (auf unserem CampSite Tisch) war genauso Neugierig wie ich, ich habe mich dann zurückge(ver)zogen 🤩 längere Aufenthalte ausserhalb der Komfortzone stärken die Sinne. 😎 einfach nicht immer aufs Smartphone schauen.
Grüsse René
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202122. Aug. 2021 · #23
hi Rene
deine Foto schaut aber sehr nach Smartphone aus, hast du daraus diesen Rückschluss gezogen ?
aber ja, Smartphone hat für mich in einem dieser Art auch meist nichts zu Suchen.
naja scheinbar ist die Allgemeine Meinung das es UNMÖGLICH ist sich in der Unmittelbaren Umgebung einer Giftschlange in Bissweite wiederzufinden...
dann ist es evtl. so.
ich werde keine Steine Rumdrehen und das Unterholz lasse ich auch in Frieden, dann wird es wohl passen.
Lg Rik
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200622. Aug. 2021 · #24
Westside schrieb: naja scheinbar ist die Allgemeine Meinung das es UNMÖGLICH ist sich in der Unmittelbaren Umgebung einer Giftschlange in Bissweite wiederzufinden...
Ich denke, die kompetenteste Antwort könnte hier Marco/Monokelkobra geben, falls er den Thread liest.
Ich war zweimal ziemlich nah an einer Giftschlange. Das eine Mal war es eine gelbe Kapkobra, die in Bäumen die Nester von Webervögeln ausgeräumt hat. Da ich drauf zugegangen bin, war die Begegnung nicht überraschend. Als ich zu nahe kam, hat die Schlange den Nacken gespreizt und mich damit gewarnt. Ein Schritt zurück und sie war wieder entspannt.
Das zweite Mal bin ich bergab mit ca. 35-40 km/h einen Hügel runtergerollt. Wegen eines überfahrenen Schakals bin ich etwas in Richtung Straßenmitte gerollt und das war auch gut so. Am Straßenrand lag im Schotter eine gut getarnte Kobra, die ich zu spät gesehen habe. Sie richtete sich spontan auf und spreizte den Nacken. Ohne den überfahrenen Schakal wäre ich evtl. nur einen Meter an ihr vorbei gefahren. Das hätte blöd werden können. Es kann durchaus passieren, dass man einer Giftschlange nahe kommt, ohne es zu merken.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Vorsicht vor Speikobras!! Dabei zielen die Schlangen auf das Gesicht des Angreifers und können so je nach Art Distanzen von mehreren Metern überbrücken.
Also, da ich ja regelmässig nach Namibia / Südafrika fahre, quasi nur im Schlangen zu suchen und hoffentlich auch zu finden, masse ich es mir in meiner endlosen Arroganz an die Frage fachmännisch beantworten zu können 😛
Im Grunde haben meine Vorredner nicht ganz unrecht, also die Chance auf eine Schlange zu treffen ist nahe NULL, vor allem da wir Touristen üblicherweise ja eher tagsüber unterwegs sind. Die meisten Schlangen, mit 2-3 Ausnahmen sind dann eher inaktiv und liegen im Schatten, Felshöhlen, Löchern, Termitenbauten etc. und suchen Abkühlung. Die schwarze Mamba aber ist eine Ausnahmen, die ist sehr gerne auch am Tag unterwegs, achtet aber auch immer darauf nicht zu überhitzen.
Solltest du es jetzt Wiedererwarten schaffen, dich innerhalb des Biss-Ranges einer Kobra, Mamba oder Puffotter zu "manövrieren", dann heisst es COOL bleiben. SEHR COOL 😗
Das Problem ist, dass jeder Schlange anders reagiert und auch unterschiedlich schnell und präzise zubeissen können. Kobras beissen nicht selten daneben und ein Sprung weg von ihr kann wirklich helfen, ABER eben auch erst den Biss auslösen! Mambas beissen etwas präziser und kommen auch weiter, wegspringen ist maximal Plan B. Der beste Plan ist es ruhig zu bleiben, sich NICHT bewegen. Lediglich atmen ist erlaubt, der Rest des Körpers sollte erstarren und dann heisste es warten. Mambas wie auch Kobras heben ihren Kopf wenn gereizt und züngeln nervös, diese Drohhaltung ist gut erkennbar, dann heisst es Vorsicht. Wenn sie sich beruhigen legen sie den Vorderkörper ab und schlängeln davon. Wenn es eine Speikobra sein sollte, die sind vor allem ab Windhoek nordwärts recht häufig, dann ändert sich nichts ausser dass du die Schlange natürlich NICHT anschaust und den Kopf wegdrehst - auf gesunder Haut richtet das starke Gift keinen Schaden an und kann mit Wasser easy weggespült werden - muss ich regelmässig machen wenn in Namibia. Irgendeine spuckt mich immer voll 🤩
Puffotterbisse gibts eigentlich fast nur wenn man drauf steht, hast du genügend Abend und die Schlange wirkt relativ entspannt dann kann ein beherzter Sprung eine gute Idee sein. Ansonsten cool bleiben, nicht bewegen und warten! Der striking range dieser Art ist nicht riesig, aber die Geschwindigkeit beim Zubiss wird von nichts in der Region übertroffen und sie treffen nahezu immer.
Im Grossen und Ganzen rate ich aber von Bewegungen und dem Wegspringen ab, da ich davon ausgehe dass viele von euch die Tiere mangels Kenntnis nicht wirklich so gut einschätzen könnten. Da wäre dann entspannt bleiben besser, aber das ist natürlich eine Nervenprobe vom Allerfeinsten.
Musste dies aber vor cirka 2 Jahren auch machen als ich es geschafft hatte in Arizona einer grossen Klapperschlange etwas zu Nahe zu kommen. Ich blieb cool (so gut es ging..) und nach 30 Sekunden war das Tier auf dem Weg weg von mir....
Nicht versuchen zu fangen, nicht versuchen zu töten und auch niemand anders in deiner Nähe sollte dann versuchen an der Schlange zu manipulieren, alles kann einen Biss auslösen den wir ja gerade nicht haben wollen.
Am besten meldest du dich auf der Facebook Gruppe "Snakes of Namibia" an, dort findest du tolle Infos und auch die Notfallkontaktdaten für den Fall eines Bisses. Glaub mir, du möchtest dort definitiv in GUTE Hände kommen wenn etwas wäre 😗
Hoffe dies hilft ein kleinwenig, leider gibt es aber keine Garantien, jede Situation ist anders ...
LG Marco www.mabuphotography.com
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
HAHans-Wolf272 Beiträge · seit 201922. Aug. 2021 · #28
die Chance auf eine Schlange zu treffen ist nahe NULL
Die Chance ist gering, aber nahe Null ist sie nicht. Die heikelste Situation ist mir in Botswana untergekommen, als in einer Lodge eine Puffotter auf der Trittstufe zum Nachbarbungalow lag und von den Bewohnern im allerletzten Moment bemerkt wurde. Da half da nur noch das Schrotgewehr des Lodgemanagers und allen Gästen war es etwas mulmig?
Wenn eine Boomslang den Baumstamm 50 Zentimeter neben dem Zelt herunterkriecht (Zeltlodge, Tansania, Selous), habe ich auch Respekt, vor allem weil die Biester ungeheuer fix sind und eine große Reichweite vom Baumstamm entfernt haben. Auch wenn ich weiß, dass sie eigentlich nicht zubeißen können.
Und die Lodges um den Krügerpark haben auch immer wieder einmal Probleme mit Schlangen, vor allem solche mit Strohdächern, weil diese diverse Viecher anziehen, die dann wiederum für Schlangen attraktiv sind. Das Bild auf der ersten Seite deutet in diese Richtung ...
Aber wie schon gesagt. In der Regel sind Schlangen nicht an Menschen interessiert und hauen ab. Der einzige Schlangenbiss, von dem eine mir bekannte Person betroffen war, geschah in Norwegen (!) beim Sonnenbaden, als eine Viper auf die Decke kroch und - offenbar aufgeschreckt durch eine Bewegung - zubiss.
WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202122. Aug. 2021 · #29
hi, Wolfgang. ja das mit den Webernestern habe ich bereits verinnerlich, davon halte ich mich fern. bzw. freue mich darauf sie mit sicherem Abstand zu beobachten.
das mit der Kobra am Wegesrand ist natürlich nicht ohne, aber gott sei dank ist alles gut gegangen.
danke für alle Infos 🙂
WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202122. Aug. 2021 · #30
hi, Marco.
danke für deinen ausführlichen Beitrag. jetzt weiß ich was ich wissen wollte. also ich behaupte mal ich bin nervlich sehr belastbar, wie das im Falle eines Dates mit ner Mamba aussehen mag, müsste ich dann später beurteilen. also diese Mambas sind mir Persönlich sehr unsympathisch, bei denen liegen die Nerven wohl öfter mal Blank.... wenn ich so höre das die vorbei fahrende Autos attackieren..
ich fasse mal für mich zsm.
eigentlich ist ab Dezember High Season was Schlangen angeht in Namibia, allerdings aufgrund der Hitze wird sich tagsüber eher die Mamba blicken lassen ( im Falle des Falles )
ich renne also nicht im hohen Grass rum, flirte nicht mit ner Spei-Kobra, wühle nicht in irgendwelchen ecken, und klettere auch auf keine Bäume. nach dem Lagerfeuer gehe ich in mein Zelt und lasse das zu bis die Sonne aufgeht. (und sonst auch immer zu) und wenn ich durch den Sand latsche trete ich auch keine arme Puffotter. Mit schlangen auf der durchreise ist dann in im Dezember in den ABEND/MORGEN Std. zu rechnen... da habe ich dann die Kamera immer am Mann um hoffentlich 100 Schlangen zu Fotografieren.
also für mich ist das Fazit pass auf die Mamba auf, die spielt nicht immer fair.
biste den zufällig im Dezember in Namibia? ich würde mich auch mal von ner Kobra anspucken lassen, wenn ich dafür danach etwas gebildeter bin in diesem Bereich 😄
Schlangensaison ist eigentlich immer, sogar im Winter sind die ab und an mal draussen und tanken etwas Sonne da Schlangen im südlichen Afrika NICHT überwintern sondern einfach nur die "Systeme" runter fahren.
Peak Season ist aber sicherlich zwischen November und März, da ist dann relativ viel los in Sachen Schlangen. Dennoch ist die Chance, und ich bleibe bei meiner Meinung, nahe null eine zu sehen. Und nicht vergessen, nahe null ist NICHT = Null 😎
Am liebsten kommen Sie raus kurz vor bzw. kurz nach Regen, bevorzugt Abends ab cirka 19.00 Uhr, aber eben dann sind die meisten Touristen in ihrer Lodge am futtern und gehen danach schlafen. Ich gehe dann in aller Regel erst raus, mit Stirnlampen + Kamera 😗
Anspucken lassen würde ich mich nicht an deiner Stelle, selbst kleine offene Stellen in der Haut, ein offener Pickel kann schon reichen und man kann so seine Probleme bekommen. Aber es ist sicher besser als es in grosser Menge ins Auge zu bekommen.
Die wohl gefährlichsten Schlangen sind definitiv die Zebra-Snakes (Western barred spitting Cobras), deren Bisse lassen sich nur schwer behandeln da es KEIN funktionierendes Antiserum dagegen gibt! Die Boomslang kann entgegen der Meinung meines Vorredners DEFINITIV zubeissen und injiziert dabei das mit deutlichem Abstand stärkste Gift aller Schlangen im südlichen Afrika - das Gute ist aber, dass sie A nicht gerne besser und meist sehr gereizt werden müssen und B dass ihr Gift sehr langsam wirkt und es ein spezifisches Antiserum gibt (theoretisch 🙄 )
Die Frage war ja auch nicht ob die Lodges immer mal wieder ein Schlangen-Thema haben, sondern wie gross die Chance als Reisender ausgerechnet auf eine zu treffen, und diese Chance ist halt nun mal verschwindend gering ... Punkt.
Ich bin im September in Kenya und im Dezember in Südafrika, wir werden uns also wohl dieses Jahr eher nicht zufällig über den Weg laufen 😉 LOL
Gruss Marco
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202122. Aug. 2021 · #32
danke für deine wieder sehr ausführliche Antwort.
eine Frage hätte ich noch, meinst du das ich als LAIE, nachts spazieren gehen darf ? also mit ner Lampe auf dem Kopf und in 5 cm Schritten um evtl. die ein oder andere Attraktion zu entdecken ? oder findest du das Afrika Neulinge wie ich, ab 19 uhr draußen nichts mehr verloren haben? also spreche davon wirklich Hochkonzentriert mal ein wenig die Umgebung abzuchecken... 🙂
Die Frage ist ob du überhaupt raus kannst, je nach Unterkunft die du hast geht dies gar nicht da man dich geleiten müsste aus Sicherheitsgründen. Oder es gibt ein Tor und du kommst vielleicht vor 19 Uhr noch raus, aber schwer nach 1 Uhr wieder rein weil vielleicht nicht durchgängig wer am Tor ist. Hier macht es Sinn dich bei der Lodge/Unterkunft zu erkundigen was geht und was nicht.
Abgesehen davon würde ich es dir als Afrika Neuling definitiv nur bedingt empfehlen. Auch ich bin eigentlich nie alleine unterwegs in der Dunkelheit, habe zu 99% immer wen dabei. Es ist halt kein Streichelzoo und es kann immer etwas passieren.
Ich war schon zu Fuss unterwegs um kurz vor 1.30 Uhr am Morgen und bin zufällig über einen Leoparden gestolpert, wir haben beide blöd geschaut dann 😗 Er hat sich dann aber schnell in die Dunkelheit verzogen und hatte wohl keine Lust auf einen "Snack" 🤩 Zum Glück...
Auch fahren in der Dunkelheit ist riskant, der Wildwechsel kommt dann aus dem Nichts und schon kracht's ...
Alles wenn du nicht wirklich weisst was du machst und keine konkreten Gründe hast nach 20 Uhr noch draussen sein zu müssen, dann würd ich's auch eher sein lassen.
LG
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202122. Aug. 2021 · #34
Danke dir mein Lieber, ich werde es erstmal langsam angehen lassen. Deine Tipps geben mir ein besseres Verständnis für das Ganze. Ich glaube ich werde für Nachts eine Kamera an einer LIchtquelle deponieren, evtl. habe ich ja Glück und es Kriecht/Läuft was rein.
falls du evtl. mal einen Kontakt brauchst für Süd-Ost Asien zum Thema Schlangen... ich kenne da einen der lebt im Dschungel von Koh Samui, der findet iwie auch jede Schlange von soner grünen kleinen mit nem Dreieckigen Kopf bis hin zur Kobra.. von der Kobra hatte ich VIdeos gesehen, das Fauchen ist schon heftig....
ich hatte auf einer einsamen Lodge ca. einem Meter neben mir eine Schwarze Mamba. Weil ich mir oft genug eingeprägt hatte ruhig den Rückzug anzutreten, hat das auch funktioniert. Da ich dort ganz allein war und noch eine Nacht verbringen wollte, hab ich Steine in die Gegend geworfen (natürlich nicht auf sie), um die Situation für sie unsicher zu machen. Sie ist dann auch abgezogen. Entgegen vieler Meinungen über Schlangen ist die Mamba aber wohl keine Fluchtschlange. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich ihrer Gefährlichkeit bewußt war und ganz langsam und geordnet, immer mit Blick zu mir oder den Stellen, wo die Steine auf den Boden kamen, von dannen zog.
Dazu fällt mit noch ein (etwas makaberer) Spruch eines Namibier ein, den er mir vor Jahren erzählte. Ich frage ihn, was man bei einem Biss einer Mamba oder Zebra Schlange machen kann. Er sagte, setz denjenigen unter einen schattigen Baum möglichst leeseitig. Als ich fragte, ob das wirklich hilft, sagte er: Nein, da hilft nichts, aber es riecht nicht so, wenn er gestorben ist...
Deshalb, immer gut aufpassen und sich der Gefahren bewußt sein. Ich kann auch bestätigen, dass man wirklich sehr selten Schlangen sieht, wenn man sich normal verhält. Trotzdem sollte man als Neuling möglichst nicht allein durch tiefes Gras gehen und schon garnicht mit Flip Flops unterwegs sein. Das gilt besonders Nachts!
Das auf dem Foto von Wüstenfee ist übrigens Francois Threart, ein toller Typ, der auch Kurse für Snake Catcher gibt. Er hat eine tolle facebook Gruppe, die er super verwaltet: https://www.facebook.com/groups/187156948143224
Schöne Grüße, Volker
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Hallo rik, wenn du also, trotz besseren Wissens und bester Beratung durch und von Marco u. a., trotzdem noch Schlangen in die Augen schauen möchtest, empfehle ich dir einen Besuch im Schlangenpark am Hartbeespoort Damm bei Pretoria. Dort gibt es eine Tradition von Wahnsinnigen, die sich auf 15 bis 20 m² mit ein paar dutzend Kobras, Mambas udgl. einschließen und Rekorde im „snake-sitting“ brechen, also aussitzen. Sie verlassen das Gehege nur für Essen, Trinken und was halt noch so notwendig ist. Ansonsten sitzen oder liegen sie, praktisch bewegungslos, mit einer dicken Mamba in der linken Armbeuge, einer Kobra in der rechten, einer irgendwas um den Hals, die Beine ….. und fühlen sich so richtig wohl dabei, sagen sie zumindest 😎 . Als ich das vor 50 Jahren gesehen habe, lag ihr Rekord bei ca. 1 Monat, jetzt sind sie bei +/-4 Monaten, oder so. Langer Rede kurzer Sinn und weil dir Marcos Argumente nicht einzuleuchten scheinen. Niemand wird dir wohl NOCH besser sagen können, wie man mit einer Mamba auf kurze Distanz „bockschaut“ und wie langsam du dich dabei bewegen solltest, als die Leute dort. Die augenblicklich (über)lebende Generation der Wahnsinnigen ist im gxxgle auffindbar. Grüße und viel Glück schön langsam glaube ich ....................
WestsideThemenstarter166 Beiträge · seit 202122. Aug. 2021 · #37
@loser
da hast du glaube ich was missverstanden, ich werde seinen Tipps definitiv folge leisten.
wo hast du den entnommen das ich mich trotz Beratung anders verhalten möchte ?
habe mir die Seite der Kollegen mal angesehen, die bieten Kurse an... wie man Schlangen fängt und mit ihnen umgeht... verhalten etc... am ende bekommt man ein Zertifikat... man muss aber was wegen der Haftung unterschreiben... warum bloß ??? 😄 😄 😄
LG Rik
picco6'369 Beiträge · seit 201123. Aug. 2021 · #38
Hoi Rik
Westside schrieb:ja und meine Frage ist, was mache ich wenn die Schlange 30 cm neben mir ist wenn ich sie bemerke?
Ich hatte die Situation mal, beim Zeltaufbau neben einem Busch hab ich plötzlich rund 25cm neben meiner Hand eine etwa 1,2m lange, sehr dünne grüne Schlange entdeckt. Ich hab reflexartig die Hand zurückgezogen und gleichzeitig hat sich die Schlange zurückgezogen. Dass Bild entstand nachher. Wenn sie Dir so nah ist erschrickst Du und hast davor keine Zeit nachzudenken...
Es war eine Bushsnake wie es aussieht, die gibts in verschiedenen Farben und Mustern über grosse Teile Afrikas.
Picco hat nicht ganz unrecht, jeder reagiert anders, jemand der sich auskennt bleibt meist cooler und ruhiger als jemand der eh schon etwas ängstlich unterwegs ist. Gewisse Automatismen zu unterbrechen wie Hand wegziehen, kann extrem schwer sein. Aber man muss auch sagen, eine Hand wegziehen geht deutlich schneller als weg zu springen und einen grossen "Hüpfer" zu machen. Die Chance dort dann doch gebissen zu werden ist grösser als beim simplen Hand wegziehen, dennoch wenn man die Ruhe weg hat macht es schon Sinn die Lage erst einmal zu bewerten und so man es denn kann, die Tiere zu identifizieren.
Ein Grossteil der Schlangen in Afrika ist sowieso ungiftig bzw. deren Gift hat für einen Menschen wenig bis keine negativen Auswirkungen. Meistens ist also Panik sowieso unnötig ...
Also nochmals zum mitschreiben Leute: Was hier beschrieben wird von anderen sind A Einzelfälle und B Situation von Leuten die bereits zig mal irgendwie in Afrika unterwegs waren - da steigt dann natürlich auch die statistische Wahrscheinlichkeit mal 1-2 Begegnungen zu haben. Ich kenne aber auch mehrere Leute die bereits seit über 20 Jahren nach Kenya, SA, Namibia und Botswana gehen und noch NIE eine lebende Schlange gesehen haben, die gibt's also definitiv auch.
Gruss Marco
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien