3 Wochen NAM im Juni 21 - genau zur richtigen Zeit

Reisebericht 54 Antworten · 13,4k Aufrufe · gestartet 09. Juli 2021 von Ndlovu
2'097 Beiträge · seit 200613. Aug. 2021 · #41
Hallo Nora,

vielen Dank für deinen schönen Bericht. Gerade selbst frisch aus Namibia zurück haben mich heute Morgen eure Erlebnisse auf einen Rutsch erfreut. Oft habe ich mich wiedergefunden und viele Dinge ähnlich empfunden. Das kleine Café in Uis wissen wir auch sehr zu schätzen, und die Spitzkoppe gehört zu den ganz besonderen Plätzen.
Auch wir hatten ein Spitzmaulnashorn ganz alleine abends bei Gembsbokvlakte und haben auf Grund der Exklusivität im Etosha unsere Reise umgeplant und sind am Ende noch einmal dorthin zurück. Die Chance dort fast alleine zu sein, wird man so schnell nicht wieder bekommen, was natürlich ein Glück für das Land ist.
Mit dem Sichtungsbuch in Namutoni stehen wir allerdings auf Kriegsfuß. Bisher waren wir der Meinung, dass alles fake sein muss, aber dein Gepardentag zeigt: Es gibt sie also doch! Und noch dazu gleich mehrfach und in klein. Bei zig Besuchen im Etosha haben wir erst ein einziges Mal einen Geparden gesehen. Die "Fake"-Einträge in eben diesem Buch haben uns natürlich trotzdem nicht davon abgehalten, die Strecke nach Twee Palms mehrfach auf und ab zu fahren. Wieder mal ziemlich ernüchternd: nicht ein Fitzelchen Gepard erblickt, egal zu welcher Tageszeit.
Wir überprüften wirklich jeden Baum, der nur annähernd groß genug war für einen Leoparden, aber wie man eben so sagt: „Wer einen Leoparden sucht, sieht nur Vögel.“
Ach Mist, Mensch! Das schreibst du erst jetzt. Dann hätte ich mir das ja sparen können, weil ihr schon alles kontrolliert hattet. Aber vielleicht gibt es im Etosha auch gar keine Leoparden und das sind alles nur Montagen. Ich scanne tatsächlich auch immer die Bäume, obwohl die im Etosha ja meist nicht besonders viel hergeben. Es wäre mal interessant zu wissen, an wie vielen Tieren man vorüberfährt, weil sie direkt neben der Straße liegen, man aber gerade den Baum in 50 Meter Entfernung anvisiert.
Die Tage in den Nationalparks empfinde ich auf Grund des genauen Schauens auch immer als besonders anstrengend und falle abends todmüde ins Bett. Toll sind sie natürlich trotzdem.
Ich freue mich auf deinen weiteren Bericht.

Liebe Grüße
Ruth
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter44 Beiträge · seit 202013. Aug. 2021 · #42
maddy schrieb:Hallo Ndlovu,
Schoen, diese Flusslandschaft, vielen Dank fuer's teilen!!
Dein Vogel ist ein Yellow-bellied Greenbul.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Danke Dir Maddy, für das Füllen meiner Wissenslücke. Ich geb mir Mühe, alle Namen der Vögel im Hirn zu behalten 😄 Es kommen mit Sicherheit noch ein paar im Caprivi, die wir auch (noch) nicht kennen.
Viele Grüße, Nora
769 Beiträge · seit 201713. Aug. 2021 · #43
Wunderschöne Fotos! Danke! Bin gespannt auf die Auflösung vom Quiz…
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter44 Beiträge · seit 202019. Aug. 2021 · #44
8. Juni – Mavunje Camp
Vorab: Es scheint, als ob niemand unsere Quizfrage beantworten kann bzw. keiner mitliest, der es vielleicht wüsste… Wir wissen es auch nicht zu 100 %, haben aber in Onguma nachgefragt. Der Ehemann einer Servicemitarbeiterin arbeitet als Guide im Onguma Reserve und folgendes ließ er uns ausrichten: Einzelne Gnus schließen sich hin und wieder einer Zebraherde an, weil sie
(a) als Jungbullen aus der eigenen Herde ausgeschlossen wurden und erst eine neue Herde finden müssen.
(b) als ältere Bullen von Jüngeren herausgefordert, den Kampf verloren haben und somit verdrängt wurden.
Instinktiv wissen diese Gnus, dass sie allein in größerer Gefahr vor Raubtieren sind und diese Gefahr verringern können, indem sie sich für eine gewisse Zeit einer Zebraherde anschließen…solange bis sie
(a) als Jungbulle bereit sind, den ältesten Bullen einer neuen Herde herauszufordern.
(b) als alter Bulle wieder genug Kraft getankt haben, um den Jüngeren vielleicht wieder als „Platzhirsch“ abzulösen.


Bevor wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel machten, statteten wir der Mahango Core Area im Bwabwata NP noch einen Besuch ab.
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Im Park begegneten wir nur 1 oder 2 anderen Fahrzeugen. Tiere findet man hier nicht ganz so leicht wie im Etosha NP; jedoch waren Springböcke, Zebras und Pumbas (vereinzelt auch Kudus, Giraffen, Strauße und Affen) auf den Plains zahlreich vertreten.
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Wasser gab es reichlich in den Flussläufen, wobei es abseits davon jedoch mehr oder weniger trocken und teilweise sehr verbrannt war.
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Wir sahen in der Mahango Core Area nur einmal 3 Elefanten (im schlechtesten Licht) und nahmen an, dass sie sich aufgrund der derzeitigen Fülle an Wasser tiefer im Park bzw. im angrenzenden Botswana befanden.
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Dieser, von Elefanten bearbeitete, Baobab wird es wohl nicht mehr allzu lang überleben.
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Ein einzelner, weit entfernter, Büffel sollte unsere einzige Sichtung dieser Spezies während unseres gesamten Urlaubs sein.
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Eine Vielfalt an größeren und kleineren Vögelchen fühlte sich in der Mahango Core Area augenscheinlich wohl.
Gabelracke
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Bist du ein Zwergspint?
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Obwohl Warzenschweine Pflanzenfresser sind, sahen wir sie hier das erste Mal überhaupt an Zebraknochen nagen. Holen sie sich so ihre nötige Portion Kalzium? Wir sind uns nicht sicher…
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Ohne Elefanten auf der Straße ging es am Nachmittag auf der B8 durch den Bwabwata NP zu Dan im Mavunje Camp. Die letzten Meter Anfahrt durch diverse Tiefsandpassagen war etwas abenteuerlich, aber machbar und wir ließen den Tag ruhig ausklingen. Die nächsten 3 Nächte waren wir (leider nur) die einzigen Gäste.
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2021
Themenstarter44 Beiträge · seit 202024. Aug. 2021 · #45
Eulenmuckel schrieb:vielen Dank für deinen schönen Bericht. Gerade selbst frisch aus Namibia zurück haben mich heute Morgen eure Erlebnisse auf einen Rutsch erfreut. Oft habe ich mich wiedergefunden und viele Dinge ähnlich empfunden.
Liebe Ruth, ich freue mich, dass dir unser Reisebericht gefällt und ihr fleißig an eurem Bericht schreibt. Ich bin schon sehr gespannt auf euren Etosha-Reiseabschnitt und neugierig, was ihr dort alles erlebt habt. Wahnsinn, wie unterschiedlich die Sichtungen aber eben doch sein können. Obwohl ich zugeben muss, dass die meisten Geparden von anderen Reisenden gespottet wurden und wir wirklich einfach nur das Glück hatten zu richtigen Zeit dazuzukommen. "Nur" die Sichtung mit der Mama und dem Kleinen auf dem Termitenhügel geht auf unsere Kappe, weil wir uns für die richtige Fahrtrichtung entschieden hatten.

Ich glaube aber schon, dass es Leoparden im Etosha gibt. Das Pärchen, welches wir im Caprivi wiedergetroffen hatten, erzählte uns, dass sie abends (schon etwas in Hetze wegen der Zeit) auf dem Weg nach Halali wohl einen aus dem Augenwinkel, aber sehr weit weg, gesehen haben. Ein weiterer Selbstfahrer erzählte uns am Tag unserer Gepardensichtungen, dass ihm ein Leopard quasi vor das Auto gelaufen wäre. Aber so schnell, dass er nicht mal mehr die Kamera zücken konnte für ein Beweisfoto. Sie müssen also tatsächlich existieren im Etosha.
Im hohen Gras gehen uns aber mit Sicherheit sehr viele Tiere "durch die Lappen", weil man sie einfach nicht sehen kann und wenn sie sich nicht selbst gerade aufrichten und die Gegend scannen, sieht man sie eben auch nicht.
Liebe Grüße, Nora
Themenstarter44 Beiträge · seit 202025. Aug. 2021 · #46
9. Juni – Mavunje Camp
Wie bereits erwähnt, waren wir die einzigen Gäste. Sehr schade für Dan! Für uns eine himmlische Ruhe; obwohl ich nicht glaube, dass man hier Camp-Nachbarn gehört hätte. Die wenigen Stellplätze waren weit voneinander entfernt errichtet worden.

Dan musste dieser Tage dringend ein paar Dinge in Katima Mulilo erledigen, weshalb wir nur in den Genuss einer Bootstour kamen, die für den morgigen Tag angedacht war. Seine Angestellten waren aber jederzeit erreichbar und hätten sofort zur Stelle gestanden, wenn wir sie gebraucht hätten.

Der heutige Plan war folgendermaßen: Ausschlafen, gemütlich frühstücken (auch hier mit frechen Yellow-bellied Greenbuls) und gegen Mittag zu einer ausgedehnten Rundfahrt in den Mudumu NP fahren.
Unser offenes Esszimmer mit Blick Richtung Flusslauf
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Im Voraus hatten wir ein bisschen Bammel bezüglich der Fahrerei im Mudumu NP. Ich hatte gelesen, dass es viele Tiefsandpassagen geben soll. Dan lächelte ziemlich amüsiert über unsere Bedenken und riet uns, den Nationalpark auf jeden Fall zu besuchen. Wortwörtlich meinte er: „Fahrt langsam! Lasst im Tiefsand einfach das Lenkrad los und das Auto wird seinen Weg finden.“ 😵 Wir schüttelten ungläubig den Kopf, fuhren aber dennoch mutig los. Und natürlich gab es jede Menge Tiefsand und fast permanent so zugewachsene enge Fahrwege, dass es nur so kratzte am Lack. 😗
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Nachdem wir anfangs noch fast panisch versuchten, das Auto in den engen Tiefsandpassagen in der Spur zu halten und teilweise gegenlenkten, ließen wir uns irgendwann einfach auf Dan’s Tipp ein und das Lenkrad los. Und zu unserem größten Erstaunen funktionierte das auch! Wir waren wieder einmal total von den Socken! Im 1. bzw. 2. Gang fahrend blieb das Auto tatsächlich in der Spurrinne und so schaukelten wir fröhlich voran. 🤩

In solchem Dickicht sahen wir kaum größeres Wild, aber die ersten Vögel ließen nicht lange auf sich warten und endlich hielt auch mal ein Gelbschnabeltoko zumindest so lange still, das ich ein Foto knipsen konnte.
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Erbitte Hilfe bei der Bestimmung von diesem Vögelchen… Waffenkiebitz Senegalkiebitz
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Die Aussicht an den Flussläufen jedoch war grandios und zumindest auf die Hippos war trotz Mittagshitze Verlass.
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Am überdachten Aussichtspunkt trafen wir die einzigen anderen Touristen an diesem Tag. Sie fuhren aber bald weiter und meinten, es wäre nichts los hier. Wir machten es uns mit Snacks und Hängematte gemütlich und erfreuten uns einfach an der wunderschönen Natur.
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Und wer ein bisschen Zeit und Geduld hat, wird auch im Mudumu NP nicht enttäuscht. Natürlich nicht zu vergleichen mit Etosha, aber dafür war es umso schöner, als wir auch hier noch ein paar Hippos zu Gesicht bekamen (Sie waren die ganze Zeit da, das konnten wir hören, nur eben hauptsächlich im hohen Schilf oder Wasser versteckt.) Außerdem kam noch eine Kuduherde mit ca. 15 Tieren, von ganz klein bis ganz groß, zu Besuch an das Flussufer.
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Im weiteren Verlauf unserer Rundfahrt sahen wir hier und da ein paar Pumbas, Springböcke sowie eine Pferdeantilope.
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Ein schönes Wasserloch im besten Licht, aber ohne jegliche Tiere.
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Zum Sonnenuntergang waren wir wieder im Camp, genossen eine heiße Dusche und aßen zur Abwechslung mal Spagetti ohne Fleisch.
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Die Angestellten heizen jeden Abend den Warmwasser-Donkey an und diese sind so gut isoliert, dass das Wasser auch am nächsten Morgen noch sehr warm ist. Welch ein Paradies für uns Früh-Duscher!
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zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2021
Themenstarter44 Beiträge · seit 202027. Aug. 2021 · #48
10. Juni – Mavunje Camp
Den Vormittag nutzten wir, um unsere fahrbare Unterkunft mal wieder etwas aufzuräumen und in Kongola unseren Bier- und Savannavorrat aufzustocken.
Am Nachmittag unternahmen wir die heißersehnte Bootstour entlang der unendlichen Flussarme des Kwando Rivers.
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Den Hippos kamen wir so noch einmal ein ganzes Stückchen näher…
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Das Alphamännchen sticht durch seine enorme Größe heraus, auch wenn nur die Köpfe aus dem Wasser lugen.
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Vögelchen sahen wir wieder reichlich…Zwergspinte, Weißstirnspinte und viele weitere, die wir nicht alle bestimmen konnten.
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Wir sahen in diesem Gebiet unendlich viele Letschwe Antilopen. Sie sind an Sümpfe und Schwemmebenen gebunden und halten sich vorrangig auf den von Wasser umgebenen Inseln aus.
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Sobald man ihnen jedoch versehentlich zu nahe kommt, nehmen sie Reißaus. Sie sind sehr scheu und flüchten schnell.
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Wenn sie dann mitunter in Richtung „Festland“ fliehen, also weg von ihren Inseln, rennen sie wild durcheinander und fühlen sich sichtlich unwohl. Dan erklärte es uns damit, dass die Inseln eben ihr vorrangiger Lebensraum sind und sie dort instinktiv wissen, sicherer vor Raubtieren zu sein. Also schnell wieder zurück auf die Insel…
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Zwischendurch sahen wir eine einzelne Rappenantilope, die uns neugierig hinterher schaute.
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Auch einen Wasserwaran erspähten wir. Er verzog sich jedoch lieber schnell in seine Erdhöhle.
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Insgeheim hatte ich im Vorfeld unseres Urlaubs gehofft, Sitatunga Antilopen zu sehen. Ich wusste aber, dass sie noch viel scheuer als die Letschwe sind und man sie sehr sehr selten sieht. Im Gegensatz zu den Letschwe, die in erster Linie auf festem Boden leben, verbringen die Sitatungas die meiste Zeit quasi im Wasser. Mit ihren langen, spreizbaren Hufen sind sie hervorragend an sumpfigen Untergrund angepasst. Mein Wunsch sollte in Erfüllung gehen…gut versteckt hinter hohem Schilf, aber im Bruchteil von wenigen Sekunden verschwunden, sahen wir einen ausgewachsenen Bock. Toll! 🤩
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Nach einer weiteren Herde Letschwe war es eigentlich langsam an der Zeit zurück zum Camp zu fahren.
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Allerdings sahen wir gleich darauf von weitem Hunderte Geier, die sich versammelt hatten und wir alle wissen doch, was das heißt und dass man dem definitiv auf den Grund gehen sollte…. 😎
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Mann, was waren wir jetzt gespannt! Was würden wir finden? Würden wir überhaupt etwas finden? Direkt am Ufer eröffnete sich dann dieses Spektakel: Eine außerordentliche, auch für Dan nicht alltägliche Sichtung, die Augen, Ohren und Nase 🤢 gleichermaßen beanspruchte:
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Ein rießiger, alter Kudubulle hatte sich wahrscheinlich zum Sterben ans Flussufer gelegt und nun verschiedene Assfresser angezogen.
Neben immens vielen Geiern auf den umliegenden Bäumen stritten sich die ersten schon am Kadaver.
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Eine Hyäne hoffte an Land auf Ihre Chance.
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Im Wasser wartete ein Krokodil.
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Und auch ein Marabu wollte einen Happen erhaschen.
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Die Geier waren in der Überzahl und so verzog sich die Hyäne irgendwann ins Dickicht, dankenswerterweise nicht bevor wir sie wenigstens einmal im schönsten Abendlicht bewundern durften.
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Auch der Marabu war sich anscheinend unsicher, ob er sich ins Getümmel stürzen sollte oder nicht.
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Irgendwann mussten wir jedoch wirklich die Heimfahrt antreten, denn im Dunkeln auf einem kleinen Bötchen ist nicht gut Kirschen essen mit den Hippos. Mit einem mulmigen Gefühl brausten wir durch die wunderschöne Abenddämmerung und hofften, keinem Flusspferd zu nahe zu kommen.
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zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2021
Themenstarter44 Beiträge · seit 202027. Aug. 2021 · #49
TinuHH schrieb:Vielen Dank bis hierher! Spannender Bericht, schöne Bilder!
Wir wollen Ende September auch bei Dan einkehren, daher habe ich diesen Teil mit besonderer Spannung gelesen.
Herzliche Grüße
Martin
Hallo Martin,
toll, dass ihr eure Reise noch vor euch habt! Dan (und natürlich viele andere auch) werden sich freuen, wenn endlich wieder (zahlreiche) Gäste kommen. Er schrieb mir nach unserem Urlaub, dass er nach uns sehr viele Stornos wegen der (kurzzeitigen) Einordnung als Virusvariantengebiet bekommen hat. Richte ihm doch bitte liebe Grüße von Nora und Bongani aus, vielleicht kann er sich an uns erinnern (die, die mit ihm die "dead-kudu-sighting" hatten). Und mich würde später ein kurzer Bericht über Mavunje eurerseits sehr interessieren: Wie viel Wasser noch da war? Ob ihr Elefanten gesehen habt? Bei uns waren keine da...
Viele Grüße, Nora
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2021
898 Beiträge · seit 201627. Aug. 2021 · #50
Ndlovu schrieb: Richte ihm doch bitte liebe Grüße von Nora und Bongani aus, vielleicht kann er sich an uns erinnern (die, die mit ihm die "dead-kudu-sighting" hatten). Und mich würde später ein kurzer Bericht über Mavunje eurerseits sehr interessieren: Wie viel Wasser noch da war? Ob ihr Elefanten gesehen habt? Bei uns waren keine da...
Viele Grüße, Nora
Hallo Nora,

das werde ich gerne tun. Nachdem wir von so vielen hier im Forum so viele positive Berichte über Mavunje gelesen und gehört haben, sind wir jetzt wirklich sehr gespannt auf diese Unterkunft.
Grüße richten wir gerne aus, und im Anschluss an unsere Reise werden wir sicher wieder ein paar Worte darüber verlieren 😁 .

Herzliche Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
311 Beiträge · seit 201727. Aug. 2021 · #51
Hi Ndlovu,
kleiner Hinweis, der Waffenkibitz ist kein solcher, sondern ein Senegalkibitz (African Wattled Lapwing).
LG Robert
Themenstarter44 Beiträge · seit 202027. Aug. 2021 · #52
Sangwali schrieb:Hi Ndlovu,
kleiner Hinweis, der Waffenkibitz ist kein solcher, sondern ein Senegalkibitz (African Wattled Lapwing).
LG Robert
Hallo Robert. Danke dir und du hast natürlich vollkommen Recht. Ich hatte es gegoogelt; gesehen, dass es kein Waffenkibitz sein kann und danach eigentlich richtig "Senegalkiebitz" auf meinen Spickzettel geschrieben... Dann ist aber irgendwie trotzdem die falsche Bezeichnung im Reisebericht gelandet. 😗
Viele Grüße, Nora
Themenstarter44 Beiträge · seit 202030. Aug. 2021 · #53
11. Juni – Fahrt zum Waterberg – Andersson campsite
Ein kleiner Nachtrag zum Kudu des vergangenen Abends: Ich war mit Dan nach unserem Urlaub noch einmal in Kontakt, weil ich ihm meine Fotos der gesichteten Hyäne zukommen ließ, die er wiederum zur möglichen Identifizierung an Forscher weiterleiten wollte. Ich fragte ihn nach dem toten Kudu und er berichtete, dass er am nächsten Abend natürlich wieder hinfuhr, aber der Kudu nicht mehr an dieser Stelle lag. Er fand den Kadaver dann weiter flussabwärts. Wahrscheinlich hatte ihn ein großes Krokodil in der Nacht ins Wasser gezogen und somit gingen die Geier und Hyänen leer aus.

Außerdem ist mir eben bei der Sortierung der Fotos folgendes aufgefallen: In den Wellen, die unser Boot verursachte, tauchte just in diesem Moment ein Hippo auf. Glücklicherweise haben wir uns knapp verfehlt. Genau aus diesem Grund sollte man mit Beginn der Dunkelheit den Fluss lieber den darin lebenden Tieren überlassen! 😕
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Nun aber zum heutigen Tag:
Es war wieder einmal an der Zeit „Tschüss zu sagen“. Dan verabschiedete uns und wir brachen auf zu unserem nächsten Ziel. Wir hatten heute eine sehr lange Fahrt vor uns und wollten in einem Ritt bis zum Waterberg fahren. Die letzten Tage verliefen entspannt und somit waren wir ausgeruht, um diese Strecke von ca. 11 Std. Fahrtzeit mit kurzem Einkaufsstopp in Grootfontein in Angriff zu nehmen. Ein jeder muss natürlich für sich selbst entscheiden, ob er sich solche langen Strecken zutraut bzw. Lust darauf hat. Wir fahren lieber zwischendurch mal einen ganzen Tag und übernachten ungern „sinnlos“ auf der Strecke, wenn man am nächsten Morgen sowieso wieder ganz zeitig aufbrechen muss, um sein eigentliches Ziel zu erreichen. Außerdem war heute Freitag und wir waren für ein gemeinsames Wochenende mit unseren Windhoeker Freunden am Waterberg verabredet. Die Fahrt verlief super und gleich zu Beginn sahen wir unerwartet einige meiner Lieblingstiere (neben den Zebras natürlich): Ndlovu! Das ist das Xhosa-Wort für Elefant. Wir freuten uns wahnsinnig, noch einmal im Caprivi den grauen Riesen zu begegnen, hatten sie sich doch bis dahin ziemlich rar gemacht.
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Einige von ihnen hatten bereits die Straße überquert und obwohl wir mit Abstand stoppten und den Motor ausstellten, waren sie außerordentlich nervös. Sie witterten mit ihren Rüsseln in die Luft und trompeteten wild. Die immer wieder vorbeifahrenden, immens lauten Trucks machten es auch nicht besser. Die Büsche verdeckten sie weitestgehend, aber es muss eine große Herde gewesen sein, die letztendlich beschloss, doch lieber im Dickicht zu bleiben. Sie zogen weiter und querten wahrscheinlich später irgendwann die Straße, um sich ihren anderen Familienmitgliedern anzuschließen.
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Die folgenden Roadblocks waren weit weniger gefährlich, zumindest solange man aufpasste und rechtzeitig bremste.
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Ein letzter schneller Blick auf den Okavango
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In Grootfontein kauften wir bei Pick’n’Pay Lebensmittel ein, aber das Angebot an Fleisch war leider überhaupt nicht appetitlich. Kurzerhand sprach ich eine Einheimische an und fragte nach einer Empfehlung für gutes Fleisch. Sie riet uns, zu Otjiwanda Meat Market quasi um die Ecke zu gehen. Die Auswahl war dort wirklich gut und wir kauften die besten Landjäger, die wir je gegessen haben…mit einem außergewöhnlich leckeren Raucharoma.

Wir kamen weiter zügig voran und bogen bald in die D2512 ab. Wie ich finde, eine landschaftlich sehr idyllische Strecke, die im Abendlicht immer schöner wurde.
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Es gibt hier viele Tore verschiedener Farmen, durch die man fahren bzw. die man öffnen und wieder schließen muss. Beim Omega Rest Camp lebt eine putzige Erdhörnchenkolonie, für die wir auf jeden Fall kurz anhalten mussten.
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Komplett im Dunkeln würde ich diese Straße allerdings nicht fahren wollen. Und wenn es wirklich nicht anders geht, dann nur unter größter Vorsicht und mit extrem geringer Geschwindigkeit. Wir bekamen einen enormen Schreck, als eine Kududame kurz vor unserem Auto mit riesigen Sprüngen die Straße querte. Und der Rest der Bande folgte…
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Mit Einbruch der Nacht checkten wir im Andersson Camp von Waterberg Wilderness ein, mussten allerdings noch eine Weile auf unser Abendbrot warten. Das war noch auf den letzten Kilometern unterwegs in der Thermobox unserer Freunde. Irgendwann fanden sie dann doch den richtigen Abzweig und wir konnten mit Burger und Bierchen unser gemeinsames Wochenende einläuten.

12. und 13. Juni - Waterberg
Wir lernten unsere Freunde ursprünglich im Jahr 2018 beim Fallschirmspringen in Swakopmund kennen. Wir verbrachten damals nur den einen halben Tag + das Abendessen miteinander und doch waren wir schnell auf einer Wellenlänge. Es stellte sich heraus, dass wir am gleichen Tag und sogar im gleichen Jahr unsere Hochzeitstage feiern. Was für ein Zufall! Seitdem sind wir in Kontakt geblieben und wollten uns wieder treffen, sobald wir unsere nächste Reise nach Namibia planen.

Sie gaben uns zu Beginn und Ende unserer Reise ein zweites Zuhause. Aber leider hatten die beiden nicht genügend Urlaubstage übrig, sodass dieses verlängerte Wochenende am Waterberg reichen musste. Nichtsdestotrotz hatten wir eine tolle Zeit. Wir verstanden uns glücklicherweise auch nach mehr als einem Tag noch prächtig und verbrachten unsere gemeinsamen Tage sehr entspannt mit vielem leckeren Essen, viel zu vielen süffigen Getränken 😗 und noch viel mehr Lachen und Heiterkeit.

Und täglich grüßt das Murmeltier…ähm der Klippschliefer, Part 1.
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Wir unternahmen kleinere Wanderungen, z.B. entlang des Dassie Trails, gingen zum Sonnenuntergang zum Lookout Point, von welchem wir im Tal unzählige Kudus vorbeiziehen sahen.
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Auch rund um das Andersson Camp erspähten wir immer mal wieder Kudus und Dik Diks, letztere wollten sich leider nicht fotografieren lassen.
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Und täglich grüßt der Klippschliefer, Part 2.
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Am Sonntagvormittag nahmen wir an der Wanderung auf das Hochplateau teil.
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Trittsicherheit wird hier auf jeden Falls gebraucht, aber der Aufstieg lohnt sich. Den restlichen Tag „mussten“ wir uns von diesem Marsch erholen.
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Den letzten Abend genossen wir am Lagerfeuer, zwischenzeitlich nur aus der Ruhe gebracht von raschelnden Geräuschen aus dem umliegenden Gebüsch. Schnell konnten wir die Ruhestörer enttarnen…
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14. Juni – Weiterfahrt zurück zum Etosha NP
Bevor sich unsere Wege gegen Mittag vorerst wieder trennten, erkundeten wir noch gemütlich den kleinen Wanderweg zur Quelle, wobei die Quelle dabei wenig spektakulär war, wir aber die Landschaft als Ganzes wiederum sehr genossen.
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Nach einem späten Frühstück/Brunch/Mittagessen verabschiedeten wir uns und wir fuhren wieder Richtung Norden; voller Vorfreude, was der Etosha NP wohl noch einmal für uns bereithalten würde.
Die kleinen Erdmännchen grüßten uns auch wieder, keine Frage.
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zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2021
796 Beiträge · seit 201530. Aug. 2021 · #54
Hallo Nora,

mit großem Interesse lese ich deinen Bericht und erfreue mich an den super Bildern. Du weckst wunderbare Erinnerungen an das Ngepi Camp und große Vorfreude auf einige von dir so gut beschriebene Camps, die für uns leider erst 2022 geplant sind.

Ich möchte gerne versuchen dein Quiz zu beantworten. Sollte ich die Antwort überlesen haben, möchte ich mich für meine Unaufmerksamkeit entschuldigen.
Ich würde sagen, der Gnu-Bulle ist alt und schwach, kann sich nicht mehr gegen einen Jüngeren durchsetzen und muss daher die Herde verlassen. Schutz findet er bei den liebenswürdigen Zebras. Ob er später erneut einen Bullen herausfordern kann, bezweifle ich. Bei unseren heimischen Rotwild, werden die "Alten" Einzelgänger und müssen den etwas jüngeren Hirschen aus dem Weg gehen (zumindest in der Zeit der Hirschbrunft), sonst endet es tödlich für die alten Könige. Da wir weder die Gefahr von Löwen, noch die hübschen Zebras haben, streifen die alten Recken, im Gegensatz zu den Gnus, alleine durch die Wälder.

Eine Anmerkung zu den Warzenschweinen hätte ich noch. Diese müssten meines Wissens nach nicht reine Pflanzenfresser sein, sondern, wie auch unsere heimischen Wildschweine, Allesfresser. Bei Wild- und Warzenschweinen wird ein Wildbraten, auch wenn er noch so vertrocknet ist, sicher nicht verschmäht. 😉

Ich freue mich auf deinen weiteren Bericht.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter44 Beiträge · seit 202011. Okt. 2021 · #55
14. Juni – Weiterfahrt zurück zum Etosha NP
Obwohl es uns auf der Onguma Leadwood campsite außerordentlich gut gefallen hat, entschieden wir spontan direkt im NP in Namutoni zu campen. Durch diverse Berichte hier im Forum war uns klar, dass wir bezüglich Ausstattung, Sauberkeit etc. nicht viel erwarten durften. Doch wir wollten während unserer beiden letzten Safaritage jede Minute von Toröffnung bis Torschließung auskosten. Der Namutoni Campingplatz war fast leer, das Wasserloch nicht der Rede wert und mein Mann überhaupt nicht begeistert von den sanitären Anlagen. Ich konnte mich aber über die Sanitäreinrichtungen im Bereich der Frauen nicht beschweren: Zwar alles sehr alt, jedoch weitestgehend sauber und mit Flip Flops auch in den Duschen für mich ok.

Gegen 15 Uhr checkten wir ein, suchten uns fix ein Plätzchen und düsten gleich wieder zum Sundowner Drive ab. Klein und Groot Okevi waren wiedermal verwaist und so fuhren wir weiter Richtung Tsumcor.

Unterwegs begegneten wir unter anderem diesem großen Gnu-Dreckschweinchen 😄 und merkten wieder einmal, dass sich die Ellies trotz ihrer Größe hervorragend verstecken können.
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Die Straße schien dann aber wohl besser zum Flanieren…bevor man sich wieder die leckersten Sträucher unmittelbar neben der Pad suchte.
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Am Tsumcor Wasserloch hatte sich eine riesige Elefantenherde eingefunden. Es wurde getrunken, gespielt, gerangelt, sich mit Staub und Schlamm gepudert und zwischendurch halbherzig Zebras verscheucht. (Bitte entschuldigt den Elefanten-overload an Bildern 😗 )
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Nach ca. einer halben Stunde brachen sie auf und wir waren schon traurig, dass dieses großartige Spektakel schon vorbei war…Aber nix da! Aus dem Gebüsch tauchte eine nicht weniger große Herde auf. Man grüßte sich kurz und gab sich sozusagen die Klinke in die Hand. Wir waren happy und genossen eine weitere ¾ Std. mit den Riesen.
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Der Chef der Bande stand die ganze Zeit an der gegenüberliegenden Seite des Wasserlochs und passte auf bzw. scheuchte uns irgendwann etwas zurück, denn er wollte schließlich mit ausreichend Platz an uns vorbei.
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Leider drängte die Zeit irgendwann und so machten wir uns auf den Rückweg. Auf der Höhe der beiden Okevi Wasserlöcher wurden wir jedoch ausgebremst. Ein großer Elefantenbulle spazierte gemütlich auf der Pad und kam geradewegs auf uns zu. Er dachte nicht im Traum daran, uns vorbei zu lassen; schlackerte immer mal wieder mit den Ohren und machte uns klar, dass er hier Vorfahrt hat.
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Mhmm…was tun? Direkt an ihm vorbeifahren wäre höchstwahrscheinlich lebensgefährlich, also doch lieber den Rückwärtsgang eingelegt und gehofft, dass er alsbald ins Gebüsch abdrehen würde. Dem war leider nicht so. Mit den Insassen eines weiteren Fahrzeugs beratschlagten wir uns und riefen sicherheitshalber schon mal in Namutoni an, um nicht außerhalb des Camps übernachten zu müssen. Nach einer gefühlt ewigen Rückwärtsfahrerei tat sich endlich eine kleine Straßeneinmündung auf, in die wir einfuhren und so dem Elefantenbullen Platz machen konnten. Nun aber schnell! Kurz vor Namutoni blockierte noch eine Giraffe den Weg. Sie war aber weitaus kooperativer und sprintete schnell zu ihren Artgenossen, sodass wir schlussendlich 10 Minuten nach der eigentlichen Deadline durchs Tor zum Camp fuhren und den Abend gemütlich ausklingen lassen konnten.
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2021