Nordwest Namibia im 4x4

59 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 05. Juni 2021 von Bluesbrother928
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16,9k Beiträge · seit 201212. Juni 2021 · #21
Bluesbrother928 schrieb: Das Gebäude ist ein freundlicher älterer Bau,
Der freundliche, ältere Bau gehörte der Woermann Linie. Oben ist das Wappen noch sehr gut zu erkennen.
Leider wird auch dieses historische Haus nicht gepflegt.

LG
Logi
Themenstarter123 Beiträge · seit 201912. Juni 2021 · #22
@Dillinger, Danke, Was man als Amateur halt so zusammenbringt. Dann drück ich Dir die Daumen das es klappt!.
@Logi, Ach herrje, da hat man's wieder mit der Geschichte, die Welt ist voll davon. Und ich habe gedacht ich kann Swakopmund auf Austern und Bier reduzieren. 😉
Danke Dir für den Hinweis, wieder was gelernt!
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
Themenstarter123 Beiträge · seit 201914. Juni 2021 · #23
Meine Videos sind etwas asyncron zur Reisebeschreibung, aber es schreibt sich halt schneller als es sich editiert.
Edit: Den Videolink habe ich in den Textteil verschoben ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2021
7'296 Beiträge · seit 200614. Juni 2021 · #24
Bluesbrother928 schrieb:
@Logi, Ach herrje, da hat man's wieder mit der Geschichte, die Welt ist voll davon. Und ich habe gedacht ich kann Swakopmund auf Austern und Bier reduzieren. 😉

… wenn wir schon beim Essen sind … die Etoshapfanne gibt's im Restaurant des Hotels Europahof. Das Alte Amtsgericht findet sich meines Wissens jedoch komischerweise auf keiner Speisekarte. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter123 Beiträge · seit 201914. Juni 2021 · #25
Ich brech' ab 🙂
-> die Etoshapfanne gibt's im Restaurant des Hotels Europahof.
Wir hatten die sogar on the road, dank KWS: Kudu, Springbock, Zebra, Eland, Hartebeest, Oryx und Ostrich

-> Das Alte Amtsgericht findet sich meines Wissens jedoch komischerweise auf keiner Speisekarte. 😉
Ist vielleicht besser so, wer weiß was die damals im Amt gegessen haben ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2021
7'296 Beiträge · seit 200614. Juni 2021 · #26
Bluesbrother928 schrieb:
-> Das Alte Amtsgericht findet sich meines Wissens jedoch komischerweise auf keiner Speisekarte. 😉
Ist vielleicht besser so, wer weiß was die damals im Amt gegessen haben ...

… nicht im Amt, sondern im Amtsgericht. 😉
Wir sind wie bei Logi wieder in der Geschichte und bei einem kleinen Wortspiel …
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Altes_Amtsgericht_Swakopmund.jpg

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201915. Juni 2021 · #27
Edit: Den Videolink habe ich in den Textteil verschoben.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201915. Juni 2021 · #29
Danke Dir 🙂 die Lichtverhältnisse, dazu Staub und Hitzeflimmern machen es schwierig dort. Zumindestens ein Video kommt noch, dass Dich interessieren könnte. Der Weg von Marienflusstal ins Hartmannstal...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
Themenstarter123 Beiträge · seit 201915. Juni 2021 · #30
Edit: Den Videolink habe ich in den Textteil verschoben ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2021
8'678 Beiträge · seit 201015. Juni 2021 · #31
Das ist schon ein komisches/witziges/schönes Gefühl, den Shortcut nochmal, wenn auch in die entgegengesetzte Richtung mitzufahren und an manchen Stellen jedes Steinchen zu erkennen! Gleich habe ich wieder Ruths Frage nach dem allerersten Vollidioten im Ohr 😄 . (Eure Konversation ist dahingehend noch ausbaufähig 😄 🤪 )

Und irgendwie ist es auch beruhigend, dass nicht nur wir an dem letzten Stück (das wir dann ja in die selbe Richtung gefahren sind, nur kamen wir von der grünen Tonne und nicht aus dem Hartmanntal her) vor dem schönen Camp westlich des Harmanntals hängen geblieben sind 🤩 😛 !

Vielen Dank für den Throwback in die guten alten Zeiten 🙂

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201917. Juni 2021 · #32
-> (Eure Konversation ist dahingehend noch ausbaufähig 😄 🤪 )
Naja ich habe das Video so geschnitten das es gerade noch öffentlichkeitstauglich ist. 🙂
Der Weg da nach oben war jedenfalls schon krass.

-> Vielen Dank für den Throwback in die guten alten Zeiten 🙂
Das freut mich. Ihr wart ja beinahe der Hauptgrund warum ich dorthin wollte.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
Themenstarter123 Beiträge · seit 201917. Juni 2021 · #33
Die aktuelle Entwicklung in NAM zeigt mir wieviel Glück wir mit dem Timing hatten. Nach dem Ausflug in die Welt der bewegten Bilder, gehts jetzt wieder mit dem Tagebuch weiter:
28.05
Swakopmund
Die Geräuschkulisse in der Nacht aus Wind und Meeresrauschen wird eher stärker als schwächer. Dafür bekommen wir heute ein herrliches Omelette mit Speck und Käse. Für den heutigen Tag haben wir nichts Bestimmtes vor. Photos überspielen, Tagebuch schreiben nachholen. Plötzlich ruft meine Frau die auf der (eigenen) Seaview Terasse ist. Eine ganze Herde Kamele umschwärmen die Stelzenhäuser und grasen. Es folgt ein Spaziergang an den Strand durch den Swakop Mouth. Noch eine Mütze voll Schlaf vor Mittag, dann machen wir uns auf, das Food Festival zu besuchen.
Überall wird gegrillt aber wir werden magisch von einem Standl mit Oysters angezogen. Alles ist noch ein wenig im Aufbau aber wir haben's ja nicht eilig. Wir bekommen 2 x 6 Oysters natur mit Zitrone (die größten die wir bislang bekommen haben - vielleicht vergleichbar mit den schottischen in Oban) super Konsistenz dazu frisch gezapftes Craft Beer.
Wir fühlen uns wie die Könige. Danach nehmen wir noch gegrillte Boerewors, Lamb Chops mit geröstetem Brot. Man sollte es nicht glauben aber auch nach Wochen des Campings und grillen am Lagerfeuer freuen wir uns immer noch an so simplen Essen. Wir schlendern wieder zurück, nehmen noch zwei geschnitzte Holzschalen am Markt mit und machen ein Nachmittagsschläfchen. Wir schaffen es rechtzeitig vor Sonnenuntergang zur zweiten Runde Richtung Food Festival aufzubrechen. Die eine oder andere Begegnung unterwegs nehmen wir mit, wo uns Leute fragen wo wir her sind, wie wir heissen und ob es uns gefällt, um uns dann diverse Nüsse und anderes anzubieten. Unser Bedarf an Mitbringseln ist vorerst gedeckt, aber die Leute sind auch nicht übermässig aufdringlich eigentlich sogar sehr höflich.
Am Food Festival steuern wir wieder zielsicher die Oyster Bar an, genehmigen uns nochmal 2 x 6 Stück. Meine Frau gelüstet es hernach nach Chicken Wings die etwas kräftig gewürzt sind, aber das herrliche gezapfte Lager Bier löscht den Durst bevor er noch eine Chance hat sich bemerkbar zu machen. Die Bühne der Musikkünstler ist leider im dunkeln, aber eine Akapella Band macht das Beste daraus und singt sich die Seele aus dem Leib. Es ist lange Dunkel bis wir wieder aufbrechen. Auf der Hauptstrasse kommen wir bei einem Buchgeschäft vorbei an dessen Schaufenster wir uns die Nasen plattdrücken. Wir würden glatt ein Dutzend Bücher mitnehmen, über Ureinwohner, Tiere, Landschaften, Geschichten. Aber das Gewichtslimit beim Fliegen lässt uns realistisch bleiben.

29.05
Ziel Naukluft Bloedkoppe oder Rock Arch:
Draussen ist es ziemlich frisch am Morgen. Alles ist feucht als ob es geregnet hat, aber in Swakopmund ist das normal. Ich gebe mir noch mal das Omelette im Stiltz zum Frühstück. Übergroße Lust zum Weiterfahren habe ich eigentlich gar nicht, ich fühle mich immer noch ein wenig erschöpft (körperlich und emotional) von der bisherigen Reise, aber bei dem feucht kühlen Wetter hier in Swakopmund mag ich auch nicht bleiben. Trotzdem bin ich ein bisschen sentimental, weil ich fühle das wir den besten Teil der Reise hinter uns haben, aber die Sonnenstrahlen verdrängen derartige Gefühle im Handumdrehen.
Also fahren wir noch mal zum Supermarkt und stocken unsere Lebensmittel, Getränke und Cash Reserven auf. Dabei kommen wir an dem BookShop vorbei den wir am Abend nur durch die Scheibe betrachten konnten. Ich schaffe es tatsächlich eine Runde zu drehen ohne mit einem Arm voll Büchern über Namibia wieder hinauszugehen. Ich bin aber immer noch auf der Suche nach einem guten Buch über Namibias Geologie - falls jemand einen Tip für mich hat 🙂
An Langstrand vorbei (was für ein seelenloser künstlicher Ort - wenns stimmt gibt es den nur weil Brangelina mal dort waren) und an Walvis Bay gehts auf die Strasse zum Welwitschia Trail und Moon Landscape. Es wird wieder warm - endlich!. Wir machen den Abstecher zu Goanikotes - brr - obwohl wenig Touristen dort sind ist es nicht unsere Welt, wie weit ist das von den Community Campsites im Kaokofeld entfernt. Die Moonlandscape ist hingegen sehenswert, obwohl wir das Licht nicht auf unserer Seite haben. Die Welwitschias wiederum haben wir zwischen Huab und Ugab schon schöner gesehen als hier. Abgesehen von der Riesen Welwitschia wäre es den Weg nicht wert gewesen. Der Trail zur Bloedkoppe ist einfach zu fahren, wir fahren aber weiter, auch an den Tinkas vorbei bis zu den Rock Arch Campsites. Immer wieder sehen wir frische Reifenspuren auf dem Track und hoffen das wenigstens eine der beiden Sites frei ist.
Man muss für die Nächtigung im Naukluft Park bei der MET vorab bezahlen, kann aber die Sites nicht reservieren - first come first serve diese sind auch "unmanned".
Bei der ersten Site steht ein Auto oben und eine Handvoll Zelte sind auf dem Sockel bei dem Überhang positioniert - für Zelte ist das tatsächlich ein Super Platz.
Wir versuchen unser Glück bei der zweiten Rock Arch Site, die tatsächlich einen etwas steilen Anstieg hat. Und diese ist frei. Und nicht nur das, der Arch unter dem man hier campen kann hat sogar sowas wie einen natürlichen CarPort. Eine herrliche Aussicht nach allen Seiten. Wahnsinn - wir können unser Glück kaum fassen. Das ist die ultimative Campsite hier! Der Arch bietet sogar einen gewissen Windschutz. Auch der Platz für das Campfire liegt recht gut. Ich versuche den Gedanken wieviel Gewicht der Arch über uns wohl hat und auf welch schmalem Sockel das Gewicht ruht zu verdrängen und nehme mir ein kaltes Bier. Wie war das nochmal mit den Warscheinlichkeiten?
Wir machen uns daran den geplanten Potje vorzubereiten und schnipseln die Zutaten im abendlichen Sonnenlicht. Zum Sundowner setzen wir uns mit einem Glas Nederburg Pinotage und fühlen uns als ob uns die ganze Welt gehören würde.
https://youtu.be/7CaWB6HzF7E
Fortsetzung folgt ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2021
4'382 Beiträge · seit 201517. Juni 2021 · #34
Ich bin aber immer noch auf der Suche nach einem guten Buch über Namibias Geologie - falls jemand einen Tip für mich
…hab ich: „Namibias faszinierende Geologie - ein Reisehandbuch“ von Nicole Grünert, Klaus Heß Verlag.
Unseres ist eine Auflage von 2000, vielleicht gibt‘ s eine aktualisierte - obwohl sich da ja nicht viel ändern kann 😎
Schönen Dank für Deinen tollen Bericht!
Gruß
Friederike
PS Habe gerade bei Namibiana Buchdepot geguckt:
Namibia: Geologisches Wunderland

Namibia: Geologisches Wunderland ist ein aufwendig gemachter geologischer Reiseführer für Namibia.
Autor: Grünert, Nicole
Art. Nr.: 12040
ISBN: 978-99916-908-2-7
Verfügbarkeit: sofort lieferbar
Zustand: neu
39,95 € *
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201917. Juni 2021 · #35
Freut mich das Dir mein Bericht gefällt. Herzlichen Dank für den Tip. Und der Buchladen ist das Gegenstück zu dem in Swakopmund. Musste mich beherrschen und hab mich vorerst auf die Bestellung von dem einen Buch beschränkt.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
Themenstarter123 Beiträge · seit 201919. Juni 2021 · #36
... Es tut mir in der Seele weh die aktuelle Situation zu verfolgen, ich hatte so gehofft das es nun für die Menschen wieder bergauf geht. Aber ich hoffe das dies nur das letzte Aufflackern der Krise ist!.

30.05
Ziel Gecko Campsite:
Einige Oryxen streifen im Morgenlicht durch die Gegend. Wir bewundern die Steine die hier überall herumliegen. Man müsste Geologe sein um die Wunder der Natur hier richtig zu verstehen. Wir staunen über natürliches Glas? Quartz? überall haben die Steine hier Einschlüsse die durchsichtige Plättchen (bis zu 1 cm2) beinhalten. Wenn man diese vorsichtig herauslöst und auf die Hand legt sind sie tatsächlich durchsichtig. Wir fühlen uns wie kleine Kinder die aus dem Staunen über die unterschiedlichsten Steinarten nicht herauskommen. (Geologiebuch über Namibia habe ich schon bestellt)
Unterwegs begegnen wir einem Unimog - der sich auch seinen Weg hierdurch bahnt. Das war das erste schwerere Fahrzeug dem wir auf unserer Reise begegnet sind.
Am Tagesplan steht noch der Kuiseb Canyon und der Besuch des Hides von Henno Martin und Hermann Korn. Welch ein Kontrast ist es heute dorthin zu fahren und sich bewusst zu machen was für einen Riesen Umweg - von Windhoek nach Norden und im großem Bogen nach Westen bis hierher - die beiden damals gemacht haben um unbemerkt hierher zu kommen, mit primitivster Fahrzeugtechnik und ohne den heutigen Strassen.
Für die Zufahrt braucht man das Permit für den Naukluft Park - welches wir glücklicherweise für den heutigen Tag auch haben.
Weiter geht's bis zur Gecko Campsite, welche sich als Farm mit deutschen Betreibern erweist. Die Moonlight CS ist die letzte auf der anderen Seite des Hügels und bietet einen perfekten einsamen Blick über die weite Ebene. Die Sonne geht genau vor einem unter und taucht das Gras der Ebene in ein herrlich fotogenes Gegenlicht. Das Gras glänzt goldschimmernd unter uns. Out of Africa geht mir durch den Kopf.
Tiere sehen wir allerdings keine. Wir grillen Kudu und versuchen uns der XL Grillen die hier zuhauf herum sitzen zu erwehren. Immer wieder springt einen eine unvermutet an. 10 Zentimeter große Grillen sind überraschend schwer wenn sie auf einem landen.
Bemerkenswert sind die Freiluft Dusche und der Freiluft Thron, beide mit derselben weiten Aussicht über die Ebene ausgestattet.

31.05
Ziel Tsauchab Campsite:
Es ist wieder mal recht frisch beim Aufstehen. Der Donkey kämpft einen ungleichen Kampf zwischen der zugeführten Energie beim anheizen und der großen Oberfläche die er dem ihn umströmenden kalten Wind bietet. Das Ergebnis ist leider nur ein lauwarmes welches auch noch dadurch gemindert wird, das die lauwarmen Tropfen einen beinahe aussichtslosen Kampf gegen den kühlen Wind während des halben Meter tiefen Falls ausfechten müssen, um wenigstens noch ein wenig Restwärme an das Ziel übertragen zu können.
Meine Frau fröstelt jedenfalls erbärmlich nach der Dusche.
Ich lege sicherheitshalber noch ein wenig Holz nach und warte bis nach dem Frühstück als ich verkünde das es wohl so schlimm schon nicht sein kann und ebenfalls zur Dusche schreite. Praktischerweise hat sich der kühle Wind mittlerweile einigermaßen gelegt und die Sonne erwärmt den schwarzen Donkey ebenfalls schon ein wenig. Das Ergebnis ist immer noch ein erfrischendes, aber ich kann den Blick über die weite Ebene nun doch ein wenig genießen. Es kommt halt wie immer auf das Timing an.
In Solitaire holen wir den 2019 ausgelassenen Apfelkuchen nach - es ist ja fast nichts los dieses mal. Als Österreicher hat man sowieso das alleinige Recht Apfelstrudel zu beurteilen, wobei es sich hier nicht um Strudel sondern um Kuchen handelt und somit kann ich bei der Beurteilung großzügig sein. Aber es schmeckt sehr gut, gepaart mit zwei Americano Coffees geniessen wir die Ruhe an einem der Tische.
Wir nehmen uns noch einen Game Meat Pie und einen Game Meat Kuchen - to go - für den Lunch mit, die sich als hervorragende Wahl erweisen werden.
Einige Pässe später - im Landcruiser muss man tatsächlich manchmal bis in den 1ten runterschalten - sind wir am Hof der Tsauchab Site. Wo sind wir da bloß gelandet? Metallkunst soweit das Auge reicht. Wer noch nie ein Mobile aus Winkelschleifern gesehen hat muss deswegen nicht extra hier her kommen. Aber alles in allem haben wir sicher eine halbe Stunde gebraucht um es wieder bis ins Auto zu schaffen. Johann? scheint wirklich extrem kreativ zu sein und wie Nikki uns erzählt hat, wurde das alles in den letzten 20 Jahren von ihm erschaffen.
Also man kann hier sicher auch einen halben Tag zubringen.
Wir bekommen jedenfalls die Oerwald Campsite - ich wollte die unbedingt haben, weil ich gelesen habe das sie total remote ist.
Ein 4x4 Track zieht sich durch das ganze Anwesen. Nach einer halben Stunde Fahrt über den Trail kommen wir zur Oerwald Campsite. Diese entpuppt sich als Zusammenschluss von 4-5 individuellen Campsites - allerdings wird Oerwald nur exklusiv vergeben - sprich, egal wie viele Leute man dabei hat, es gehört einem alleine. Ist man zu zweit kann man sich seine Site aussuchen, aber auch wenn man mit mehreren Fahrzeugen unterwegs ist, hat jedes Team seinen eigenen Bereich.
Es gibt sogar einen Campsite Manager der vor Ort nach dem Rechten sieht die Donkeys anheizt und Abends Kerzen aufstellt.
Mir war das eigentlich schon wieder zuviel, ich hatte mir etwas einfacheres erwartet.
Wir machen uns auf den 4x4 Trail der von Nikki sehr gut erklärt wurde. Schwierigkeits stufe 1-3 geht gerade noch dachte ich. Es sind tatsächlich einige Stellen dabei die im Landcruiser etwas wackelig sind - besonders die seitliche Schräglagen und kehren dann nach 2/3 wieder um. Begegnen einem stattlichen Kudu Bock.
Und genießen dann einen idyllischen Track zu Fuß durch den Urwald der direkt von der Oerwald Campsite zu einigen Pools geht. Der Track ist hervorragend ausgeschildert aber ansonsten recht urtümlich. Sitzen auf einer von der Sonne erwärmten Felsbank. Und kehren dann wieder zur Campsite zurück.
Das Abendessen besteht aus aufgewärmten Potje, geröstetem Brot und Rotwein Resten.

Fortsetzung folgt ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201921. Juni 2021 · #37
Hier die neuesten Videos aus der Werkstatt (Khowarib): Mittlerweile in loser Schüttung, ich schneide wie ich gerade Lust darauf habe, also ohne Chronologie. Ich hoffe Ihr habt trotzdem Spaß beim ansehen.
-> edit: Videos an die entsprechenden Textstellen verschoben
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
zuletzt bearbeitet 07. Juli 2021
Themenstarter123 Beiträge · seit 201924. Juni 2021 · #38
Bei dem Khowarib Video finde ich die zwei unterschiedlichen Begegnungen mit den Locals spannend:
Die Situation mit dem Familienvater bei dem wir die Tiere gekauft haben, hat mich vollkommen überfordert. Erst wollte ich gar nicht stehen bleiben. Dann war ich eigentlich schon vorbei bin wieder zurückgefahren, die drei Tiere ausgesucht und dann kamen immer mehr Kids daher. Wenn ich mir jetzt im Video die Mimik des Erwachsenen ansehe, erkenne ich eine Mischung aus Stolz das dies alles seine Kinder sind und vielleicht auch ein bisschen Verlegenheit. Die großen Augen der Kids sind auch bewegend.
Vor Ort habe ich dies alles kaum wahrgenommen, sondern war eher gestresst. Jetzt bin ich aber sehr froh stehen geblieben zu sein, auch wenn wir nicht substantiell geholfen haben, abgesehen vom Kauf. Rückblickend gesehen wäre das die perfekte Gelegenheit gewesen ein paar Lebensmittel zu übergeben. Aber schon die nächste Begegnung im Video mit den 4 zeigt die typische Geste des Handaufhaltens. Dabei muss ich ein bisschen an Autostopper denken die automatisch den Daumen hochhalten und nicht mal mehr wirklich hinsehen.
Wie auch immer, in dem ersten Fall bin ich froh stehen geblieben zu sein und auch gefilmt zu haben.
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
Themenstarter123 Beiträge · seit 201928. Juni 2021 · #39
01.06
Ziel Sesriem:
In der Nacht stürmt es ziemlich, wir haben alle Luken im Dachzelt geschlossen, so ist es einigermassen zum aushalten. Aber spätestens mit dem Aufstehen müssen wir erkennen, das es wirklich kalt da draussen ist. Wir haben keinen Thermometer (auch nicht im Hardcore Auto) Aber es können nicht mehr als 5 Grad gewesen sein. Dazu pfeifft der Wind uns um die Ohren.
An Kaffee am Gaskocher des Autos zu kochen ist nicht zu denken, so demontiere ich die zweite Gasflasche und schleppe sie in die Hütte der Dusche und des WCs und koche darauf unseren Kaffee. In der Hütte ist es beinahe warm - der Donkey scheint auch die Rückwand mit zu wärmen. Wir flüchten uns dann tatsächlich zum Frühstück dort hinein und sitzen also neben Dusche und Lokus beim Frühstück.
Zurück an der Tsauchab Rezeption erstehen wir bei Nikki noch eine Flasche Rotwein vom nahegelegenen Gut Neuras. Ein Pärchen sitzt noch beim Frühstück (ein Drama wenn man bedenkt das sie sonst meist fully booked sind und so ca 15 Campsites und 15 Cabins haben).
Weiter geht's nach Sesriem. Unterwegs begleitet von kräftigem Wind und durch die Luft wirbelnden Staubfahnen. Na das kann ja heiter werden. Auf der Sesriem Campsite fahren wir die Plätze ab und können uns nun noch weniger vorstellen hier zu campen. Dachzelt, Wind, Sand eine alles andere als gute Kombination. So überstimme ich meine Companera die sich erst gegen die NWR Sesriem Lodge ausgesprochen hat und wir checken dort ein. Kein weiteres Auto ist hier zu Mittag zu sehen. Auch bei Cash Zahlung vor Ort bekommt man den um 50% reduzierten Preis. Wir haben freie Wahl der Hütte. Die Hütten sind eigentlich sehr nett gemacht. Großes Bad, Großes Bett, große Terrasse mit Blick Richtung Westen. Strom, sogar mit Kühlschrank. Wir essen auf der eigenen Terrasse unsere jetzt aber allerletzten Potje Resterln und hauen uns kurz aufs Ohr. Der Wind ist akustisch präsent, aber es geht. Vor allem ist es in der Hütte einigermaßen Wind geschützt. Erst später entdecke ich, das der Terrassen Boden quasi der Boden für die ganze Hütte ist und somit auch der Boden in der Hütte die gleichen Spalten zwischen den Brettern hat wie die Terrasse. eigentlich kein Drama, nur das dabei doch ein wenig Sand in die Hütte kommt. Hält sich aber alles in Grenzen - vor allem ist es wesentlich! besser als am Camping Platz im Zelt.

Dann machen wir uns auf zum Canyon und dann wäre Sossusvlei daran. Grundsätzlich müssen wir bis 2000 Uhr zurück sein, erfahren wir. Der Manager gibt uns den Rat zum Deadvlei besser am Morgen zu fahren, denn wenn wir dort stecken bleiben dann holt uns am Abend niemand dort raus und wenn wir nicht pünktlich zurück sind dann bekommt er jede Menge Ärger und die Polizei würde ausrücken ??? ich glaube nicht das ich ihn falsch verstanden habe. Aber wir versichern ihm das wir ihn nicht in Schwierigkeiten bringen wollen.

Der teilweise mit Wasser gefüllte Canyon ist bis auf ein Drohnen fliegendes deutsches Pärchen leer, das sich offenbar an einer Stelle abgeseilt haben muss die nicht der normalen Zugangsstelle entspricht, denn beim normalen Eingang steht eine große Tafel "No Drones" und jemand aus Deutschland der es als Tourist bis nach Namibia schafft ist sicher des lesens mächtig. Immerhin haben sie meinen Respekt, weil sie Ihre erste Camping Nacht am Camping Platz zubringen wollen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schlafen im Sandsturm. Dann fahren wir zum Sossusvlei Parkplatz.
Teilweise ist der Sandsturm so dicht das man die Straße nicht mehr richtig sehen kann. Dafür hat man gänzlich neue sehr photogene Eindrücke schon auf der Hinfahrt. Sossusvlei und Deadvlei kennen wir ja schon, diesmal wollen wir das Hiddenvlei erkunden.
Kein Mensch geht diesen Weg als wir dort sind. Der Wind ist gnädigerweise etwas schwächer geworden und eine halbe Stunde später stehen wir am Rand vom Hiddenvlei. Ich staune über die Ansicht - ist nicht so spektakulär wie das Deadvlei, aber trotzdem wäre es sehr malerisch, wenn nicht ein Idiot mit dem Auto eine Spur querdurch gezogen hätte. Die Spur wird vermutlich noch viele Jahre zu sehen sein. Wie Menschen nur so ignorant dumm sein können. Beim Rückweg klettern wir auf Dünen und freuen uns wie kleine Kinder an den immer neuen Details die der Wind mit dem Sand kreiert. Und dann sehen wir noch im besten Abendlicht drei Oryxe gemächlich auf einem Dünenkamm entlang spazierend.

Wir sind die Letzten die wieder zurückfahren und gerade als ich langsam vom Sand auf den Asphalt rolle, sehe ich eine Bewegung aus den Augenwinkeln auf der linken Seite. Tatsächlich: eine einsame Hyena steht da und sieht uns an. So schnell hatte ich noch nie das Tele in der Hand und abgedrückt. Aber die Hektik ist nicht notwendig. Neugierig sieht sie uns an bis ich dann in aller Ruhe noch ein paar vernünftige Bilder gemacht habe, dann trollt sie sich.
Na jetzt haben wir endlich eine Live Sichtung einer Hyena, können diese also auch abhaken. Auf dem Weg zurück tauchen links und rechts lauter Oryxe auf. Als wir auf den Parkplatz der Lodge rollen ist es 1900 und dunkel. Der Manager kommt persönlich herunter und freut sich das wir wieder da sind.

In Sachen Lodge bin ich allerdings immer noch verwirrt. Es gibt die Sossus Dune Lodge bei der wir meinen abgestiegen zu sein. Allerdings gibt es zwei Websites:
https://www.nwr.com.na/resorts/sossus-dune-lodge/
http://www.sossusdunelodge.com/
Die beiden Seiten unterscheiden sich aber in manchen Details Und nur bei letzterer steht auf der Seite: "Situated within the Namib Naukluft park at Sesriem, guests at Sossus Dune Lodge benefit from being able to reach Sossusvlei before sunrise, and to stay until after sunset"
Das bedeutet nun aber nicht das man die ganze Nacht lang im Park bleiben könnte. Zwischen 0615 und 2000 war bei uns die Zeitspanne. Wir hatten leider aber keine Zeit dies mit den Zeiten von Gate2 und Gate1 zu vergleichen.

Im Raum der Speisen ist nun doch einiges los, aber mehr als 10 Leute sind es kaum. Vereinbart war Dinner um 2030. Trotzdem macht man sich schon Sorgen und fragt um 2000 Uhr bei uns in der Hütte nach ob wir eh zum Dinner kommen würden. Rührend 🙂
Es gibt Beef oder Chicken und ein Dessert, Kaffee leider nur aus der Kanne. Aber ist alles ok. Wir freuen uns wieder mal nicht selbst kochen zu müssen. In der Summe ist das Essen gar nicht so schlecht.
Auf dem Bett liegt ein Hauch von Sand, aber das ist schnell entfernt. Dann liegen wir im Dunkeln und lauschen dem an der Hütte rüttelnden Wind. Ich komme mir vor wie eines der kleinen Schweinchen im Haus während der Wolf draussen versucht es zusammen zu pusten. Aber obwohl unsere Hütte nicht aus Ziegeln gebaut war, war es doch eine recht stabile Konstruktion...

02.06
Ziel Namibrand Family Hideout:
Um 0530 ist Tagwache, oder zumindestens quälen wir uns nach der halbdurchwachten Nacht aus dem Bett. Wir holen die vereinbarten Lunchpakete ab und um 0610 tasten sich unsere Scheinwerfer durch die Sand erfüllte Nacht. Immer wieder reduziert sich die Sichtweise auf wenige Meter. Wir sind definitv die ersten beim Shuttle Parkplatz zum Soussusvlei. Ein fahles Morgenlicht umgibt uns. Wenn wir die Strecke bis zur Big Mama Dune nicht schon vor zwei Jahren gefahren wären, hätte ich mich nicht getraut los zufahren. Absolut alle Spuren waren verweht, nicht mal eine Idee von dem Track war zu sehen. Nur die Route am T4A Navi und meine Erinnerung gaben mir Zuversicht. Also Allrad rein und los gehts. Teilweise wusste ich trotzdem nicht wo es weitergeht und war einige Male kurz davor mich festzufahren. Um uns tobte der Sand - ein wahrer Hexenkessel. Und da wollen wir dann aussteigen und auf die Big Mama Dune gehen? Naja.
Wir gelangen tatsächlich bis zum Parkplatz an der BigMama Dune und verlassen unsere schützende Kapsel. Die Kameras mitzunehmen ist undenkbar. Wenn überhaupt müssen ein paar Smartphone Photos reichen. Langsam wird es heller, aber es ist kein warmes Licht. Ich komme mir vor wie Frodo in Herr der Ringe in Mordor. Keine Wärme durch die Sonne, nur schwaches kraftloses Licht. Auf dem Dünenkamm, peitscht mir der Wind den Sand gegen meine nackten Waden, wie mit einem Sandstrahlgebläse. Das Gefühl kenne ich schon von diversen Atlantikküsten, aber das ist nichts im Vergleich zu jetzt. Nach 3/4 des Weges zur Dünenspitze geben wir auf und drehen wieder um. Nicht zuletzt darum, weil es links der Düne sehr steil direkt zum mit Wasser gefüllten Sossusvlei hinunter geht. Und der Wind derartig heftig daher kommt, das wir Mühe haben das Gleichgewicht zu halten. Wo wir letztes Mal mit Freude hinuntergelaufen sind, erscheint uns der Hang heute viel steiler und vor allem würden wir unten gleich ins Wasser fallen.

Wieder in unserem schützenden Habitat angelangt, fahren wir zum Deadvlei Parkplatz zurück, wo sich mittlerweile schon einige weitere Fahrzeuge eingefunden haben.
Der Weg zum Deadvlei ist bei weitem weniger heftig, erstaunlich viele Leute sind unterwegs. Viel zu spät wird mir bewusst, das genau jetzt die FFP2 Masken ideal wären. So begnüge ich mich damit ab und zu einen tiefen Luftzug durch den Kragen meiner Vliesjacke zu nehmen und ansonsten eher flacher zu atmen. Was leichter gesagt als getan ist, durch den Sand zu stapfen ist ja auch herausfordernd. Mittlerweile ist die Sonne schon ein wenig höher gestiegen und entfaltet nun auch Kraft und Licht. Nun zeigen sich auch die vom Wind gepeitschten Dünen in ihrer ganzen Pracht wenn man dafür noch ein Auge hat.

Wir fahren noch mal zum Soussvlei See und umrunden diesen gemächlich. Wie doch die Gegensätze sind. 2019 hatten wir prachtvolles Wetter und alles war staubtrocken. Damals war es kaum vorstellbar das hier manchmal auch Wasser sein kann. Nun, Sandstürme und dafür eine große Wasserfläche. Den Zeit Vorteil am Morgen konnten wir zwar nicht in dem Sinne nutzen, aber es war trotzdem ein intensives Erlebnis, vor allem als Erster die Spur durch die Sandverwehungen zu ziehen.

Der Tankwart sagt uns später das der Ostwind normalerweise erst später kommt, aber nach drei Tagen ist er immer vorbei. Und vor einigen Jahren hatte es mal so viel Wasser das man gar nicht bis zum Sossusvlei fahren konnte. So ist das eben mit der Natur, eigentlich sind wir froh das wir neben den Bilderbuch Dünen auch die rauhere Seite der Natur erleben durften.

Für uns geht es weiter zum Namibrand Family Hideout. Die Gegend ist nun durchwegs von Farmen geprägt, dauernd Zäune neben der Strasse. Einige Oryx Herden die gemächlich auf den Wiesen liegen. Keinerlei Hütten mehr von Locals. Aber was sind schon Locals hier? Wir diskutieren wie hoch der Bodenbesitzanteil der Weissen hier wohl ist. Und ob sich die Kolonialzeit über den Bodenbesitz wohl immer noch erhalten hat. Mangels Fakten kommen wir aber nicht weiter. Jedenfalls ist es augenscheinlich das südlich von Windhoek alles in weisser Hand zu sein scheint.

Die Namibrand Family Hideout Campsite Jupiter hat es nicht leicht, mich in ihren Bann zu ziehen. Der Wind weht auch hier kräftig und trägt den Sand überall hin wo man ihn nicht haben will. Die seitlichen Planen die man in der Luxury Campsite herunterlassen kann, helfen eher psychologisch als praktisch.
Im gesamten Namibrand Park darf man sich nicht frei bewegen, aber ein 4x4 Drive ist ausgeschildert und darf auch selbst befahren werden. Zum Sonnenuntergang ist dieser wunderschön, tolle Gras-, Sandstimmungen mit malerischen Bäumen. Keine sichtbaren Tiere.
Als die Sonne untergeht wird der Wind eher noch stärker und kälter. Was wir in Sesriem vermieden haben - bei Sturm im Dachzelt zu schlafen, hier muss es sein. Die Dusche die uns nach dem ganzen Sand hochwillkommen wäre, ist nicht mal lauwarm. Wir merken uns: eine schlechte Solargeheizte Dusche ist allemal noch schlechter als ein normaler Donkey.
Auch das Campfire bietet nur symbolische Wärme. Wir verkochen unsere restlichen Vorräte im Potje und machen das Beste daraus. Einige flüssige stimmungsaufheiternde Stimulantien haben wir auch noch, also machen wir das Beste daraus.

Fortsetzung folgt ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ
1'523 Beiträge · seit 201128. Juni 2021 · #40
Wieder mal ein Dankeschön für Deine Reiseeindrücke......

Die NWR Sossus Dune ist natürlich die selbe Lodge (trotz zweier HP)

Wollte nie dorthin........keine gestandenen Bäume, kein Grün auf dem Gelände (Vergleich mal Sossusvlei Lodge)

wirkt für mich so kahl und trostlos...aber das sind natürlich persönliche Preferenzen....

für Andere eventuell unwichtig......klar.... 😄 😄 😄

LG........................BMW
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2021