Wir haben es gewagt und unsere 2020 abgesagte NordNamibia Reise nachgeholt. Ich möchte mit Euch den Reisebericht teilen. Eigentlich wollte ich alles mehr zeitnah schreiben, aber ontheRoad ist das ja kaum möglich.
Auch wenn wir gezählte 11400 Bilder insgesamt mit Videos ca 2TB Material mit nach Hause geschleppt haben, möchte ich mich auf die Beschreibungen beschränken. Vielleicht kann der eine oder andere etwas davon für sich verwerten.
- Edit 31.12.2021 mittlerweile sind doch einige Videos dazu gekommen- Gut Ding braucht halt Weile -
https://youtu.be/FA3S06IbFnA
07.05
Einreise Namibia:
Wien, Frankfurt, Windhoek.
Laut den offiziellen Seiten von ADAC, Auswärtigem Amt und auch den Lufthansa Infos braucht man einen PCR Test, selbst beim Boarding wurde noch mal auf einen erforderlichen PCR Test hingewiesen.
Aber natürlich reicht für Namibia und Deutschland der Antigen Schnelltest.
Bemerkenswert war bei dem Lufthansa/Eurowings/Brussels Flug: kein Gratis Alkohol mehr auf Economy, dafür Decken und Polster gratis und es werden keine Kopfhörer für die Bordunterhaltung gereicht.
Der Sitzabstand war recht ordentlich, trotz meiner 184cm hatte ich noch gute 10cm Abstand zum Vordersitz bei den Knien. (Standard Sitz kein Notausgang)
Das Essen ist erwartungsgemäß - essbar.
08.05
Ziel Bushlore - Okonjima:
Die Einreise verlief recht flott, die beiden Gesundheitsformulare plus noch ein zusätzliches Einreiseformular das man im Flieger bekommt und natürlich den Covid Test braucht man, keine besonderen Vorkomnisse.
Keine Fragen oder Kontrollen ob man Drohnen mit hat. Alle Gepäckstücke werden allerdings gescannt.
Bushlore holt uns ab. Wir brauchen ca 2 Stunden für die Formalitäten und die Einweisung inkl. HiLift Jack. Die Fleischlieferung von KWS Windhoek hat gut geklappt. Bushlore hat die 9kg Fleisch wunschgemäß tiefgekühlt und auch vorab bezahlt. Wir haben das Fleisch dann an Bushlore per CreditCard bezahlt. Alles ganz easy und unkompliziert. Bestellt haben wir Beef Fillet, TBones, Ribeye, Springbock, Kudu, Zebra, Ostrich, Boerewors, Sousaties. Fleischmässig ist Springbock mit Abstand das zarteste was wir je gegessen haben.
Das Auto ist ein Landcruiser mit SingleCab (CruCam) 6Zyl Diesel. Wir hatten unsere Bedenken mit dem Platz im SingleCab, dazu dann im Auto Teil noch mehr.
Wie schnell so eine Reise auch wieder zu Ende sein kann, erleben wir im Einkaufszentrum als meine Frau über eine kleine Stufe stolpert und umknickt, aber gottlob ohne Folgen!
https://youtu.be/cD87O83_21w
Eines gleich vorweg: Was Masken und Hygiene betrifft: Während der ganzen Reise haben wir durchwegs Schwarze mit Masken gesehen, Staff sowieso. Allerdings schwankt die Trageart zwischen Kinnschutz bis Mundschutz, teilweise auch bis zur Nase getragen. Weisse auch Staff tragen miest keine Masken.
Touristen waren zu 90% ohne Maske unterwegs.
Das sage ich bewusst vorwurfsfrei und unaufgeregt - es ist einfach so.
Okonjima:
Wir kommen erst bei Sonnenuntergang an, aber die eigene Campsite ist riesig, mit doppelter Outdoor Dusche, doppeltem Outdoor WC und riesigem beschatteten Küchenbereich, beides mit Gasheizung für Warmwasser. (Wie toll heisses Wasser zum Duschen beim Campen ist, werden wir gegen Ende der Reise noch wertschätzen).
Sogar Shore Power gibt es, auch wenn wir während der ganzen Reise keine einzige Situation haben wo uns der Strom ausgeht. Und Gratis Feuerholz ist auch dabei.
09.05
Okonjima:
Wir waren lange Zeit skeptisch wie das mit dem Wildlife auf Okonjima ist, auch einige nicht überwältigend positive Berichte hier im Forum haben dazu beigetragen. Wie das mit besenderten Tieren in einem Wildpark funktioniert war für uns auch ein großes Fragezeichen, schon bei Wildlifedokus im Fernsehen sehen die Sender nicht gerade ansprechend aus.
Jedenfalls haben wir einen Morning Leopard Drive gebucht. Frühstück mit Rusks und Kaffe dann ist auch schon John da und holt uns ab. Zwei sehr netten Franzosen sind schon im offenen GameDrive Auto. (Beide auch während des Drives mit Masken, somit wollten wir nicht zurückstehen und haben es Ihnen gleichgetan)
John unser Fahrer hat sich redlich Mühe gegeben, erst versuchte er Leopard Vamos zu finden - aber der machte seinem Namen Ehre und "vamosd". Dann Planänderung und auf der Suche nach Neo. Dabei muss ich sagen das John mit dem Landcruiser gefahren ist, wo ich mich niemals getraut hätte zu fahren.
Quer durchs Gebüsch teilweise unter Einsatz einer Astsäge, einigen harten Bumps vom Differential?, also John hat wirklich alles gegeben. Bis wir dann wie er meinte in unmittelbarer Nähe zu Neo sein müssten.
Nach gefühlten 5 Minuten am selben Platz 5 Augenpaare suchen die Gegend ab. Flüstert John und deutet neben das Auto. in 4-5m Entfernung liegt ein Leopard halb unter dem Gras verborgen und kaut an einer Antilope die er unter dem Gras versteckt hat. Man hört das knacken und reissen der Knochen. Ab und an sieht er zu uns hin, sieht uns direkt in dei Augen lässt sich aber nicht stören. John meint das die Tiere in der Silhouette des Fahrzeugs keine Details unterscheiden.
Wir haben bislang noch nie GameDrives gemacht, weil wir lieber weniger sehen, aber dafür selber entdecken, aber das Erlebnis war schon etwas ganz Besonderes. Das der Leo Neo 🙂 besendert war, tut dem Erlebnis keinen Abbruch, ohne Sender hätte man den nie gefunden. Dauer des Drives: von 0700 bis 1100. Das wir nicht die ultimativen Sonnenuntergangslicht Photos machen konnten, stört uns auch kein bisschen, davon gibt es auf Instagram schon genug.
Spontan beschliessen wir noch den Rhino Walk am Nachmittag zu machen und verzichten damit auf die Möglichkeit Africat zu besuchen, weil uns dafür dann die Zeit fehlt.
Der Rhino Walk war im wesentlichen so, das John uns wieder abgeholt hat, zu einem Meeting Punkt mit den beiden AntiPoaching Rangern gebracht hat und wir dann gemeinsam mit Ihnen zu Fuß zu den Rhinos gegangen sind. Leise und bedächtig mit der richtigen Windrichtung diese umgangen haben und schliesslich wieder zurück beim Ausgangspunkt waren. Dabei kamen wir den Tieren (bzw. sie uns) auf geschätzte 30 Meter nahe.
In jedem Fall war es ein beeindruckendes Erlebnis. Dauer ca 2 Stunden
Für uns hat sich Okonjima somit schon gelohnt. AfriCat sehen wir uns auf der Webpage an, dort gibt es auch einen Unmege an Infos dazu.
https://youtu.be/po6YYqDGMgQ
Die Campsite hat in der Zwischenzeit wieder frisches Holz bekommen, Potje wird gekocht, OpenAir Dusche und Sundowner auf der Sundowner Site. Meine Frau bekommt zum Muttertag Parfum und eine Mundharmonika.
Wir staunen über den Sternenhimmel und die Milchstrasse. Unser Trip hat gut begonnen.
Wieviele Gäste in der Lodge und den Camspites waren ist schwer zusagen, aber beim Welcome Drink war nur eine andere Familie zusehen, am Morgen der Abreise in der Lodge war es auch sehr ruhig, zumindestens eine andere Campsite war aber in der zweiten Nacht auch belegt. Es gibt auch einen Pool für die Campsites, den wir aber aufgrund der Abendtemperatur nicht in Anspruch genommen haben.
10.05
Ziel: Okaukuejo:
Direkt vor der Okonjima Reception sehen wir zwei Hornbills mit Brautgeschenk turtelnd, leider keine Kamera dabei aber es ist süß zu sehen wie er die Gabe reicht und sie diese annimmt.
Einfahrt in Etosha via Anderson Gate, explizite Frage nach Dronen, Fleisch ist ihnen egal.
Die Okaukuejo Campsite ist recht groß die Stellplätze großzügig wenn auch kaum abgeteilt. Auslastung vielleicht 1/3.
Neben uns wieder Franzosen, die ein wenig mit Guitarre musizieren, aber gegen 9 Uhr verstummen. Angenehme Stimmung, nicht aufdringlich.
Tiersichtungen nichts besonderes 🙂 ausser die üblichen Oryx, Zebras, Springbock, Hartebeest.
Zum Abendessen gibt es Gemüsepfanne mit Boerewors und Ei.
Das Waterhole in der Nacht hatte ein MiniNashorn zu bieten, Entweder war die Sicht durch das Kunstlicht so verzerrt oder es war tatsächlich ein MiniNashorn 🙂 für ein junges war es uns zu alleine.
https://youtu.be/KoNpIdAXgYg
11.05
Ziel Olifantsrus:
Wir haben zum zweiten Mal Glück, weil meine Frau im Finstern am Morgen eine Stufe bei den Abolutions übersieht (schon wieder) und diesmal auch Bodenkontakt hat, aber ausser blauen Flecken keine Folgen.
Wir fahren nach Olifantsrus. Auf dem Weg dorthin, sehen wir einige Autos versammelt und gesellen uns dazu. 6 Löwen machen sich auf zu jagen. Der Pascha sitzt auf der rechten seite der Straße. Während sich die Löwinnen in entgegensetzte Richtung auf der linken Seite der Straße zu verteilen beginnen und langsam geduckt in Richtung einer Springbock Herde gehen. Der Abstand zwischen den am weitesten voneinander entfernten mögen wohl einige Hundert Meter sein.
Wir beobachten, aber nach einer guten halben Stunde entscheiden sich die Löwinnen offenbar um und kommen gelangweilt wieder zurück. Zwei erwählen den Schatten unseres Autos als Siesta Plätzchen. 🙂
Der Märchenwald auf dem Weg nach Olifantsrus kann weniger als wir erwartet haben, aber wir sind sowieso noch geflasht von den Löwen.
Olifantsrus ist recht klein, die Stellplätze nicht größer - eher kleiner als in Okaukuejo, dafür ein wenig mehr mit Büschen getrennt.
Wir sind früh da und brauchen Zusatzschatten, also aktivieren wir unseren Awning - zum ersten Mal mit dem Auto und zum letzten Mal. Wir sind noch beim diskutieren ob wir ihn abspannen sollen, aber obwohl es absolut windstill ist, kommt plötzlich eine Böe auf und knickt einen der Beams des Awnings. Naja wir schaffen es gerade ihn wieder einigermassen zusammenzufalten und mit Spanngurten zusammenzubinden.
Naja Schatten ist eh überbewertet wenn man im Herbst/Winter unterwegs ist.
Die Campsites sind geschätzt zu 2/3 belegt. Das Museum ist ein wenig creepy wenn man an die Elefant Cullings denkt. Aber es war ja offenbar gezielt um der Überbevölkerung Herr zu werden. Aber Elfantenfleisch in Dosen ist heute natürlich undenkbar.
Der Hide ist grundsätzlich toll gemacht, aber wir hatten keine nenneswerten Sichtungen.
Dafür konnten wir mit einem deutschen Pärchen plaudern, die uns etwas entsetzt von Ihren Opuwo Erfahrung mit den vielen bettelnden Menschen berichteten. Da wir schon in Marokko unsere entsprechenden Erfahrungen gemacht haben, konnte uns das nicht beeidrucken.
Für das abendliche Campfire lerne ich das die fertigen Braaiwood Packs aus dem Supermarkt zwar exzellentes Holz bieten, aber ohne viel Kohle nur schwer zum brennen zu bringen sind. Stücke die 10x10 cm Querschnitt haben mit der Säge geschnitten sind und sehr kompakt sind brauchen entsprechende Hitze um zu brennen.
https://youtu.be/eraINmbOg4s
12.5
Ziel Dolomite:
Auch am Morgen tut sich wenig am Hide. 1-2 Oryx. Aber auf der Strasse bei der Dillerspan, begegnet uns ein Service Trupp die stehen bleiben und uns von Löwen "just down the road" berichten. Nun mit "just down the road" haben wir von 2019 schon so unsere Erfahrungen (There is a Leopard just down the road). Also fahren wir im besseren Schritttempo und spähen. Leider genau - Nichts.
5km später finden wir ein Wasserloch links der Strasse und biegen dort ab. Wir finden jede Menge Springböcke. Die aber etwas nervös wirken. Wir sehen uns das Getue etwas an und plötzlich tauchen 2-3 dann 4 Löwen auf die gemächlich ans Wasserloch gehen. Eine Familie mit Papa Mama und zwei halbwüchsigen Cubs. Mama und Cubs finden sich zum trinken ein. Der Papa hatte offenbar schon vorher getrunken, denn er bevorzugte den Schatten. Wir konnten die 4 dann eine gute Stunde von der Stichstrasse zum Wasserloch aus beim Herumtollen beobachten.
Die NWR Lodge Dolomite war gerade um die Hälfte reduziert mit DBBpP um 1200NAD kann man nicht viel falsch machen, trotzdem waren nur 5-6 Autos am Abend dort geparkt. Das Wasserloch ist nicht spektakulär angelegt, trotzdem haben wir einen interessanten riesigen Bateleur Eagle und viele Zebras und! Giraffen gesehen. Die Giraffen haben sich mit uns einen Nervenpoker geliefert. An die 10 Stück, die nach dem Motto 3 Schritte vorwärts 2 zurück sich in Richtung Wasserloch bewegt haben.
Letztenendes haben sie gewonnen, denn uns lief die Zeit, bzw. die Sonne davon. Auch bekamen wir ein schlechtes Gewissen weil es offensichtlich war das wir sie gestört haben. Obwohl wir auf der anderen Seite des Loches waren und einer doch getrunken hat. Aber die anderen waren zu schüchtern.
Die Cabins im Dolomite fanden wir eine willkommene Abwechslung zum Popup Tent, Heisses Wasser zum Duschen, Strom und Ruhe um Speicherkarten zu dumpen und zu sichern. Und eine großartige Sicht beim eigenen Sundowner von der eigenen Terasse.
Das Abendessen bot die Wahl zwischen Hake und Chicken, beide waren recht gut. Staff war sehr friendly, auch einen Kaffe haben sie uns am Abend noch organisiert.
Ich muss noch was aus dem Auto holen, aber der Kellner lässt mich nicht alleine den Abstieg nach unten machen - too dangerous - so werde ich mit einem geländegängigen Golfkart den Berg nach unten kutschiert - wieder eine Gelegenheit versäumt einige Meter zu Fuss zu gehen.
Die Betten kommen uns riesig vor.
https://youtu.be/tY77A9SuyY0
13.05
Ziel Kunene River Camp:
Frühstück im Dolomite mit Omelette und Farmers Breakfast, Der Breakfast Officer 😉 bemüht sich der Toaster Maschine Manieren beizubringen. Mit einer Art Förderband wird das zu toastende Gut an einer sich kurz vor der Kernschmelze befindenen Strahlungsquelle vorbeigezogen um dann die Toasts schwarz verbrannt wieder auszuspucken "It is not under control" Etwas später hat er die Steuerstäbe nachjustiert und ein Exemplar des Toasts verlässt die Stätte in goldbraunen Zustand. Zufrieden konstantiert er "Now everything is under control". Ab sofort unser erster Spruch des Tages.
Noch ein Besuch beim Wasserloch, Dann verlassen wir Etosha beim Galton Gate. Kein Vet Check - Glück gehabt. (Möglichweise gibt es aktuell keine Seuchengefahr)
Wir fahren schnurgerade nach Norden nach Ruacana. Der Supermarkt ist wegen Feiertag leider geschlossen. Die Tankstelle hat immerhin offen, aber ausser Diesel, Tonic und Bier (in der Reihenfolge) gibt es wenig was wir brauchen können.
Die Strasse zum Kunene RiverCamp ist breit und grösstenteils easy zu fahren. Einige Male versuche ich auf die alte Strasse zu fahren, dabei begegnen wir aber meist nur Kindern, die unser Auto schon von weitem "wittern" oder verständnislos/verwundert dreinschauenden Erwachsener.
Trotzdem ist es kaum möglich mal direkt an den Fluss zu kommen. Bei einem Abstecher wo die Gegend relativ kultiviert aussieht parke ich das Auto und wir gehen Richtung 50 Meter entfernten Fluss. Nur um gerade auf einen jungen Mann zu stoßen, der uns erklärt das die Campsite noch nicht geöffnet ist. "We are not yet open"
Er erzählt uns das die Stelle wo ich das Auto geparkt habe, zu einem Garten gehört der dann eine Campsite werden soll. Da hat mans wieder, bei uns fährt man halt wenn man einen Platz am Fluss entdeckt der nicht abgezäunt ist, einfach hin und picknickt dort. Hier walzt man mit seinem LandCruiser durch jemandes Garten - der aber kaum! als solcher zu erkennen war.
Wir plaudern ganz nett mit ihm wollen ihm ein Bier spendieren, das er höflich aber bedauernd ablehnt, weil er keinen Alkohol trinkt. So geben wir ihm 2 Äfel und eine Banane und wünschen ihm alles Gute für seine Campsite.
Wir sind baff vor so viel Vertrauen in die Zukunft einerseits, andererseits vor so viel Weltfremdheit weil er ja wissen sollte das zu einer Campsite mehr als nur ein Platz mit einer paar Büschen gehört. Aber immerhin hat er eine Perspektive und wartet nicht darauf das die Sonne am Abend untergeht.
Unterwegs finden wir Firewood for sale. Eine Local kommt mit einem Kind am Arm und wir erstehen zwei Bundles zu je 30NAD - ich fühle mich plötzlich ambitioniert um zu verhandeln und biete 50NAD, worauf sie energisch das zweite Bundle gegen ein eine Spur kleineres austauscht.
Was mich hier wie auch später wundert, das bei diesen Geschäften immer erst das geschäftliche abgewickelt wird um dann nachher noch um Essen zu bitten. Der für mich naheliegendere Deal wäre, Ware gegen Essen. Zumal auch die beiden angebotenen Äpfel eher mit Geringschätzung bedacht wurden.
Das Kunene River Camp ist zu 2/3 belegt. Wir können uns einen Platz am Fluss aussuchen. Neben uns ist eine Gruppe Südafrikaner die zwar geräuschvoll sind, Musik der 80er und 90er inklusive, aber sie treffen unseren Musikgeschmack, machen ein wenig Small Talk mit uns (einer erzählt uns das Etosha Ost Fisher Pan voll Wasser mit Flamingos ist), und sind gegen 2100 dann auch wieder ruhig.
Feuerholz muss man extra kaufen bzw. haben. Internet gibt es gegen Bezahlung. Die Campsite ist hübsch mit viel Grün, aber mir persönlich zu dicht.
Zum Abendessen gibt es 2 x TBones mit Salat und Kartoffel. Die TBones haben wir natürlich vergessen tagsüber aufzutauen, aber es geht sich aus. Peaceful Sleep hält uns die Moskitos zu 90% vom Hals.
https://youtu.be/phkA1LOIjDE
Fortsetzung folgt ...
Auch wenn wir gezählte 11400 Bilder insgesamt mit Videos ca 2TB Material mit nach Hause geschleppt haben, möchte ich mich auf die Beschreibungen beschränken. Vielleicht kann der eine oder andere etwas davon für sich verwerten.
- Edit 31.12.2021 mittlerweile sind doch einige Videos dazu gekommen- Gut Ding braucht halt Weile -
https://youtu.be/FA3S06IbFnA
07.05
Einreise Namibia:
Wien, Frankfurt, Windhoek.
Laut den offiziellen Seiten von ADAC, Auswärtigem Amt und auch den Lufthansa Infos braucht man einen PCR Test, selbst beim Boarding wurde noch mal auf einen erforderlichen PCR Test hingewiesen.
Aber natürlich reicht für Namibia und Deutschland der Antigen Schnelltest.
Bemerkenswert war bei dem Lufthansa/Eurowings/Brussels Flug: kein Gratis Alkohol mehr auf Economy, dafür Decken und Polster gratis und es werden keine Kopfhörer für die Bordunterhaltung gereicht.
Der Sitzabstand war recht ordentlich, trotz meiner 184cm hatte ich noch gute 10cm Abstand zum Vordersitz bei den Knien. (Standard Sitz kein Notausgang)
Das Essen ist erwartungsgemäß - essbar.
08.05
Ziel Bushlore - Okonjima:
Die Einreise verlief recht flott, die beiden Gesundheitsformulare plus noch ein zusätzliches Einreiseformular das man im Flieger bekommt und natürlich den Covid Test braucht man, keine besonderen Vorkomnisse.
Keine Fragen oder Kontrollen ob man Drohnen mit hat. Alle Gepäckstücke werden allerdings gescannt.
Bushlore holt uns ab. Wir brauchen ca 2 Stunden für die Formalitäten und die Einweisung inkl. HiLift Jack. Die Fleischlieferung von KWS Windhoek hat gut geklappt. Bushlore hat die 9kg Fleisch wunschgemäß tiefgekühlt und auch vorab bezahlt. Wir haben das Fleisch dann an Bushlore per CreditCard bezahlt. Alles ganz easy und unkompliziert. Bestellt haben wir Beef Fillet, TBones, Ribeye, Springbock, Kudu, Zebra, Ostrich, Boerewors, Sousaties. Fleischmässig ist Springbock mit Abstand das zarteste was wir je gegessen haben.
Das Auto ist ein Landcruiser mit SingleCab (CruCam) 6Zyl Diesel. Wir hatten unsere Bedenken mit dem Platz im SingleCab, dazu dann im Auto Teil noch mehr.
Wie schnell so eine Reise auch wieder zu Ende sein kann, erleben wir im Einkaufszentrum als meine Frau über eine kleine Stufe stolpert und umknickt, aber gottlob ohne Folgen!
https://youtu.be/cD87O83_21w
Eines gleich vorweg: Was Masken und Hygiene betrifft: Während der ganzen Reise haben wir durchwegs Schwarze mit Masken gesehen, Staff sowieso. Allerdings schwankt die Trageart zwischen Kinnschutz bis Mundschutz, teilweise auch bis zur Nase getragen. Weisse auch Staff tragen miest keine Masken.
Touristen waren zu 90% ohne Maske unterwegs.
Das sage ich bewusst vorwurfsfrei und unaufgeregt - es ist einfach so.
Okonjima:
Wir kommen erst bei Sonnenuntergang an, aber die eigene Campsite ist riesig, mit doppelter Outdoor Dusche, doppeltem Outdoor WC und riesigem beschatteten Küchenbereich, beides mit Gasheizung für Warmwasser. (Wie toll heisses Wasser zum Duschen beim Campen ist, werden wir gegen Ende der Reise noch wertschätzen).
Sogar Shore Power gibt es, auch wenn wir während der ganzen Reise keine einzige Situation haben wo uns der Strom ausgeht. Und Gratis Feuerholz ist auch dabei.
09.05
Okonjima:
Wir waren lange Zeit skeptisch wie das mit dem Wildlife auf Okonjima ist, auch einige nicht überwältigend positive Berichte hier im Forum haben dazu beigetragen. Wie das mit besenderten Tieren in einem Wildpark funktioniert war für uns auch ein großes Fragezeichen, schon bei Wildlifedokus im Fernsehen sehen die Sender nicht gerade ansprechend aus.
Jedenfalls haben wir einen Morning Leopard Drive gebucht. Frühstück mit Rusks und Kaffe dann ist auch schon John da und holt uns ab. Zwei sehr netten Franzosen sind schon im offenen GameDrive Auto. (Beide auch während des Drives mit Masken, somit wollten wir nicht zurückstehen und haben es Ihnen gleichgetan)
John unser Fahrer hat sich redlich Mühe gegeben, erst versuchte er Leopard Vamos zu finden - aber der machte seinem Namen Ehre und "vamosd". Dann Planänderung und auf der Suche nach Neo. Dabei muss ich sagen das John mit dem Landcruiser gefahren ist, wo ich mich niemals getraut hätte zu fahren.
Quer durchs Gebüsch teilweise unter Einsatz einer Astsäge, einigen harten Bumps vom Differential?, also John hat wirklich alles gegeben. Bis wir dann wie er meinte in unmittelbarer Nähe zu Neo sein müssten.
Nach gefühlten 5 Minuten am selben Platz 5 Augenpaare suchen die Gegend ab. Flüstert John und deutet neben das Auto. in 4-5m Entfernung liegt ein Leopard halb unter dem Gras verborgen und kaut an einer Antilope die er unter dem Gras versteckt hat. Man hört das knacken und reissen der Knochen. Ab und an sieht er zu uns hin, sieht uns direkt in dei Augen lässt sich aber nicht stören. John meint das die Tiere in der Silhouette des Fahrzeugs keine Details unterscheiden.
Wir haben bislang noch nie GameDrives gemacht, weil wir lieber weniger sehen, aber dafür selber entdecken, aber das Erlebnis war schon etwas ganz Besonderes. Das der Leo Neo 🙂 besendert war, tut dem Erlebnis keinen Abbruch, ohne Sender hätte man den nie gefunden. Dauer des Drives: von 0700 bis 1100. Das wir nicht die ultimativen Sonnenuntergangslicht Photos machen konnten, stört uns auch kein bisschen, davon gibt es auf Instagram schon genug.
Spontan beschliessen wir noch den Rhino Walk am Nachmittag zu machen und verzichten damit auf die Möglichkeit Africat zu besuchen, weil uns dafür dann die Zeit fehlt.
Der Rhino Walk war im wesentlichen so, das John uns wieder abgeholt hat, zu einem Meeting Punkt mit den beiden AntiPoaching Rangern gebracht hat und wir dann gemeinsam mit Ihnen zu Fuß zu den Rhinos gegangen sind. Leise und bedächtig mit der richtigen Windrichtung diese umgangen haben und schliesslich wieder zurück beim Ausgangspunkt waren. Dabei kamen wir den Tieren (bzw. sie uns) auf geschätzte 30 Meter nahe.
In jedem Fall war es ein beeindruckendes Erlebnis. Dauer ca 2 Stunden
Für uns hat sich Okonjima somit schon gelohnt. AfriCat sehen wir uns auf der Webpage an, dort gibt es auch einen Unmege an Infos dazu.
https://youtu.be/po6YYqDGMgQ
Die Campsite hat in der Zwischenzeit wieder frisches Holz bekommen, Potje wird gekocht, OpenAir Dusche und Sundowner auf der Sundowner Site. Meine Frau bekommt zum Muttertag Parfum und eine Mundharmonika.
Wir staunen über den Sternenhimmel und die Milchstrasse. Unser Trip hat gut begonnen.
Wieviele Gäste in der Lodge und den Camspites waren ist schwer zusagen, aber beim Welcome Drink war nur eine andere Familie zusehen, am Morgen der Abreise in der Lodge war es auch sehr ruhig, zumindestens eine andere Campsite war aber in der zweiten Nacht auch belegt. Es gibt auch einen Pool für die Campsites, den wir aber aufgrund der Abendtemperatur nicht in Anspruch genommen haben.
10.05
Ziel: Okaukuejo:
Direkt vor der Okonjima Reception sehen wir zwei Hornbills mit Brautgeschenk turtelnd, leider keine Kamera dabei aber es ist süß zu sehen wie er die Gabe reicht und sie diese annimmt.
Einfahrt in Etosha via Anderson Gate, explizite Frage nach Dronen, Fleisch ist ihnen egal.
Die Okaukuejo Campsite ist recht groß die Stellplätze großzügig wenn auch kaum abgeteilt. Auslastung vielleicht 1/3.
Neben uns wieder Franzosen, die ein wenig mit Guitarre musizieren, aber gegen 9 Uhr verstummen. Angenehme Stimmung, nicht aufdringlich.
Tiersichtungen nichts besonderes 🙂 ausser die üblichen Oryx, Zebras, Springbock, Hartebeest.
Zum Abendessen gibt es Gemüsepfanne mit Boerewors und Ei.
Das Waterhole in der Nacht hatte ein MiniNashorn zu bieten, Entweder war die Sicht durch das Kunstlicht so verzerrt oder es war tatsächlich ein MiniNashorn 🙂 für ein junges war es uns zu alleine.
https://youtu.be/KoNpIdAXgYg
11.05
Ziel Olifantsrus:
Wir haben zum zweiten Mal Glück, weil meine Frau im Finstern am Morgen eine Stufe bei den Abolutions übersieht (schon wieder) und diesmal auch Bodenkontakt hat, aber ausser blauen Flecken keine Folgen.
Wir fahren nach Olifantsrus. Auf dem Weg dorthin, sehen wir einige Autos versammelt und gesellen uns dazu. 6 Löwen machen sich auf zu jagen. Der Pascha sitzt auf der rechten seite der Straße. Während sich die Löwinnen in entgegensetzte Richtung auf der linken Seite der Straße zu verteilen beginnen und langsam geduckt in Richtung einer Springbock Herde gehen. Der Abstand zwischen den am weitesten voneinander entfernten mögen wohl einige Hundert Meter sein.
Wir beobachten, aber nach einer guten halben Stunde entscheiden sich die Löwinnen offenbar um und kommen gelangweilt wieder zurück. Zwei erwählen den Schatten unseres Autos als Siesta Plätzchen. 🙂
Der Märchenwald auf dem Weg nach Olifantsrus kann weniger als wir erwartet haben, aber wir sind sowieso noch geflasht von den Löwen.
Olifantsrus ist recht klein, die Stellplätze nicht größer - eher kleiner als in Okaukuejo, dafür ein wenig mehr mit Büschen getrennt.
Wir sind früh da und brauchen Zusatzschatten, also aktivieren wir unseren Awning - zum ersten Mal mit dem Auto und zum letzten Mal. Wir sind noch beim diskutieren ob wir ihn abspannen sollen, aber obwohl es absolut windstill ist, kommt plötzlich eine Böe auf und knickt einen der Beams des Awnings. Naja wir schaffen es gerade ihn wieder einigermassen zusammenzufalten und mit Spanngurten zusammenzubinden.
Naja Schatten ist eh überbewertet wenn man im Herbst/Winter unterwegs ist.
Die Campsites sind geschätzt zu 2/3 belegt. Das Museum ist ein wenig creepy wenn man an die Elefant Cullings denkt. Aber es war ja offenbar gezielt um der Überbevölkerung Herr zu werden. Aber Elfantenfleisch in Dosen ist heute natürlich undenkbar.
Der Hide ist grundsätzlich toll gemacht, aber wir hatten keine nenneswerten Sichtungen.
Dafür konnten wir mit einem deutschen Pärchen plaudern, die uns etwas entsetzt von Ihren Opuwo Erfahrung mit den vielen bettelnden Menschen berichteten. Da wir schon in Marokko unsere entsprechenden Erfahrungen gemacht haben, konnte uns das nicht beeidrucken.
Für das abendliche Campfire lerne ich das die fertigen Braaiwood Packs aus dem Supermarkt zwar exzellentes Holz bieten, aber ohne viel Kohle nur schwer zum brennen zu bringen sind. Stücke die 10x10 cm Querschnitt haben mit der Säge geschnitten sind und sehr kompakt sind brauchen entsprechende Hitze um zu brennen.
https://youtu.be/eraINmbOg4s
12.5
Ziel Dolomite:
Auch am Morgen tut sich wenig am Hide. 1-2 Oryx. Aber auf der Strasse bei der Dillerspan, begegnet uns ein Service Trupp die stehen bleiben und uns von Löwen "just down the road" berichten. Nun mit "just down the road" haben wir von 2019 schon so unsere Erfahrungen (There is a Leopard just down the road). Also fahren wir im besseren Schritttempo und spähen. Leider genau - Nichts.
5km später finden wir ein Wasserloch links der Strasse und biegen dort ab. Wir finden jede Menge Springböcke. Die aber etwas nervös wirken. Wir sehen uns das Getue etwas an und plötzlich tauchen 2-3 dann 4 Löwen auf die gemächlich ans Wasserloch gehen. Eine Familie mit Papa Mama und zwei halbwüchsigen Cubs. Mama und Cubs finden sich zum trinken ein. Der Papa hatte offenbar schon vorher getrunken, denn er bevorzugte den Schatten. Wir konnten die 4 dann eine gute Stunde von der Stichstrasse zum Wasserloch aus beim Herumtollen beobachten.
Die NWR Lodge Dolomite war gerade um die Hälfte reduziert mit DBBpP um 1200NAD kann man nicht viel falsch machen, trotzdem waren nur 5-6 Autos am Abend dort geparkt. Das Wasserloch ist nicht spektakulär angelegt, trotzdem haben wir einen interessanten riesigen Bateleur Eagle und viele Zebras und! Giraffen gesehen. Die Giraffen haben sich mit uns einen Nervenpoker geliefert. An die 10 Stück, die nach dem Motto 3 Schritte vorwärts 2 zurück sich in Richtung Wasserloch bewegt haben.
Letztenendes haben sie gewonnen, denn uns lief die Zeit, bzw. die Sonne davon. Auch bekamen wir ein schlechtes Gewissen weil es offensichtlich war das wir sie gestört haben. Obwohl wir auf der anderen Seite des Loches waren und einer doch getrunken hat. Aber die anderen waren zu schüchtern.
Die Cabins im Dolomite fanden wir eine willkommene Abwechslung zum Popup Tent, Heisses Wasser zum Duschen, Strom und Ruhe um Speicherkarten zu dumpen und zu sichern. Und eine großartige Sicht beim eigenen Sundowner von der eigenen Terasse.
Das Abendessen bot die Wahl zwischen Hake und Chicken, beide waren recht gut. Staff war sehr friendly, auch einen Kaffe haben sie uns am Abend noch organisiert.
Ich muss noch was aus dem Auto holen, aber der Kellner lässt mich nicht alleine den Abstieg nach unten machen - too dangerous - so werde ich mit einem geländegängigen Golfkart den Berg nach unten kutschiert - wieder eine Gelegenheit versäumt einige Meter zu Fuss zu gehen.
Die Betten kommen uns riesig vor.
https://youtu.be/tY77A9SuyY0
13.05
Ziel Kunene River Camp:
Frühstück im Dolomite mit Omelette und Farmers Breakfast, Der Breakfast Officer 😉 bemüht sich der Toaster Maschine Manieren beizubringen. Mit einer Art Förderband wird das zu toastende Gut an einer sich kurz vor der Kernschmelze befindenen Strahlungsquelle vorbeigezogen um dann die Toasts schwarz verbrannt wieder auszuspucken "It is not under control" Etwas später hat er die Steuerstäbe nachjustiert und ein Exemplar des Toasts verlässt die Stätte in goldbraunen Zustand. Zufrieden konstantiert er "Now everything is under control". Ab sofort unser erster Spruch des Tages.
Noch ein Besuch beim Wasserloch, Dann verlassen wir Etosha beim Galton Gate. Kein Vet Check - Glück gehabt. (Möglichweise gibt es aktuell keine Seuchengefahr)
Wir fahren schnurgerade nach Norden nach Ruacana. Der Supermarkt ist wegen Feiertag leider geschlossen. Die Tankstelle hat immerhin offen, aber ausser Diesel, Tonic und Bier (in der Reihenfolge) gibt es wenig was wir brauchen können.
Die Strasse zum Kunene RiverCamp ist breit und grösstenteils easy zu fahren. Einige Male versuche ich auf die alte Strasse zu fahren, dabei begegnen wir aber meist nur Kindern, die unser Auto schon von weitem "wittern" oder verständnislos/verwundert dreinschauenden Erwachsener.
Trotzdem ist es kaum möglich mal direkt an den Fluss zu kommen. Bei einem Abstecher wo die Gegend relativ kultiviert aussieht parke ich das Auto und wir gehen Richtung 50 Meter entfernten Fluss. Nur um gerade auf einen jungen Mann zu stoßen, der uns erklärt das die Campsite noch nicht geöffnet ist. "We are not yet open"
Er erzählt uns das die Stelle wo ich das Auto geparkt habe, zu einem Garten gehört der dann eine Campsite werden soll. Da hat mans wieder, bei uns fährt man halt wenn man einen Platz am Fluss entdeckt der nicht abgezäunt ist, einfach hin und picknickt dort. Hier walzt man mit seinem LandCruiser durch jemandes Garten - der aber kaum! als solcher zu erkennen war.
Wir plaudern ganz nett mit ihm wollen ihm ein Bier spendieren, das er höflich aber bedauernd ablehnt, weil er keinen Alkohol trinkt. So geben wir ihm 2 Äfel und eine Banane und wünschen ihm alles Gute für seine Campsite.
Wir sind baff vor so viel Vertrauen in die Zukunft einerseits, andererseits vor so viel Weltfremdheit weil er ja wissen sollte das zu einer Campsite mehr als nur ein Platz mit einer paar Büschen gehört. Aber immerhin hat er eine Perspektive und wartet nicht darauf das die Sonne am Abend untergeht.
Unterwegs finden wir Firewood for sale. Eine Local kommt mit einem Kind am Arm und wir erstehen zwei Bundles zu je 30NAD - ich fühle mich plötzlich ambitioniert um zu verhandeln und biete 50NAD, worauf sie energisch das zweite Bundle gegen ein eine Spur kleineres austauscht.
Was mich hier wie auch später wundert, das bei diesen Geschäften immer erst das geschäftliche abgewickelt wird um dann nachher noch um Essen zu bitten. Der für mich naheliegendere Deal wäre, Ware gegen Essen. Zumal auch die beiden angebotenen Äpfel eher mit Geringschätzung bedacht wurden.
Das Kunene River Camp ist zu 2/3 belegt. Wir können uns einen Platz am Fluss aussuchen. Neben uns ist eine Gruppe Südafrikaner die zwar geräuschvoll sind, Musik der 80er und 90er inklusive, aber sie treffen unseren Musikgeschmack, machen ein wenig Small Talk mit uns (einer erzählt uns das Etosha Ost Fisher Pan voll Wasser mit Flamingos ist), und sind gegen 2100 dann auch wieder ruhig.
Feuerholz muss man extra kaufen bzw. haben. Internet gibt es gegen Bezahlung. Die Campsite ist hübsch mit viel Grün, aber mir persönlich zu dicht.
Zum Abendessen gibt es 2 x TBones mit Salat und Kartoffel. Die TBones haben wir natürlich vergessen tagsüber aufzutauen, aber es geht sich aus. Peaceful Sleep hält uns die Moskitos zu 90% vom Hals.
https://youtu.be/phkA1LOIjDE
Fortsetzung folgt ...
letzte Reise: Roadtrip Uganda https://youtu.be/wTiSncdAhKQ