elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201606. Mai 2021 · #1
Die Coronazeit machts möglich, alte Schätze werden gesichtet und aufgearbeitet. Nachdem ich bisher nur Fragen in dem Forum stellte und viele Infos erhalten habe möchte ich mit einem kleinen Reisebericht etwas beisteuern.
Unsere zweite große Namibia Rundreise zwischen Nord und Süd führte uns zu spannenden Pirschfahrten im Etosha Nationalpark, in einen der tiefsten Canyons der Welt, dem Fish River Canyon, in die Kalahari des Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) und viele weitere Ziele. Wir erlebten Namibia mit all seinen Facetten. Beim Besuch von Farmern und den Bushmännern bekamen wir die kulturelle und ethnische Vielfalt zu spüren und lernten gleichzeitig die Relikte der Kolonialzeit kennen. Als Selbstfahrer konnten wir alles individuell Planen, stoppen da wo wir ein besonderes Highlight entdeckten und dabei genügend Zeit zum Entspannen und Genießen finden.
Unsere erste Rundreise in Namibia und seinen Nachbarn war 2017, das Land hatte uns in seinen Bann gezogen und verzaubert. 2017 hatten wir uns auf den nördlichen Teil des Landes konzentriert und die Highlights Windhoek, Sossusvlei, Swakopmund, Namib, Etosha, Caprivi bis zu den Victoria Falls besucht. Dieses Mal ging es zwar wieder zum Etosha, wir konnten es nicht lassen, ansonsten waren aber neue Ziele mehr im Süden des Landes unser Ziel.
Wir sind keine Abenteurer, sind aber immer offen für Neues. Ein Zelt oder Übernachtung auf dem Autodach ist nicht unser Ding. Unsere Übernachtungen sind deshalb ein Mix aus Lodges, Gästefarmen und Zelt Camps. Die Nähe und das Gespräch mit den Einheimischen, manchmal auch das gemeinsame Essen sind Dinge die wir genießen.
Tagesstrecken über 300 km vermeiden wir, wir wollen an der Strecke immer genügend Zeit zur Verfügung haben und spätestens am frühen Nachmittag in unserer Unterkunft ankommen um die Angebote der Farmen und Lodges nutzen. Überwiegen bleiben wir für zwei Nächte um die nähere Umgebung zu erkunden oder einfach nur zu relaxen. Die grenzenlose Weite Afrikas, die unglaubliche Vielfalt der Tierwelt und Farbenpracht der Landschaft verleitet zum Träumen.
Die Sonnenuntergänge in ihrem gigantischen Feuerspektakel, das Firmament mit seiner gigantischen Anzahl von Sternen, werden uns lange in Erinnerung bleiben.
Das Afrika Fieber hat uns gepackt, wir planen schon wieder.
In dieser Übersicht findest Du die gesamte Route mit allen Lodges, Farmen und POIs. Berichte zu den einzelnen Streckenabschnitten und Unterkünften folgen, also einfach wieder vorbeischauen. Ich hoffe zwar das Corona uns das Reisen bald wieder ermöglicht, noch finde ich aber Zeit zum Schreiben.
Namibia Rundreise im Überblick
Leider ist es so, dass ich hier im Forum keine Google Karte per Ifram einbinden kann. Auf meiner Webseite https://www.kk4you.de/namibia-rundreise-zwischen-etosha-und-ktp/ könnte Ihr aber die interaktive Karte anschauen. Dort kann bis in kleine Details hinein gezoomt werden
Reisezeit: 1. Mai bis 4. Juni 2019 Auto: TOYOTA Hilux 2.5TD DOUBLE CAB 4×4 Gesamtstrecke: 5800 km Anreise: Direktflug Air Namibia Airbus A330-200 Frankfurt - Windhoek Teilnehmer: Lada und Klaus Keuthen aus Esslingen
Streckenabschnitte
Mietwagenübernahme African Tracks bis Düsterbrook Guest Farm
Düsterbrook Guest Farm bis Okonjima Lodge
Okonjima Lodge bis Waterberg Wilderness Lodge
Waterberg Wilderness Lodge bis Mushara Bush Camp
Mushara Bush Camp -Pirschfahrt 1 Etosha -Mushara Bush Camp
Mushara Bush Camp -Pirschfahrt 2 Etosha bis Vreugde Guest Farm
Vreugde Guest Farm -Pirschfahrt 3 Etosha -Vreugde
Vreugde Guest Farm -Pirschfahrt 4 Etosha bis Dolomite Camp
Dolomiete Camp bis Vingerklip Lodge
Pirschfahrt Vingerklip Rock
Vingerklip Lodge bis Ai Aiba Rock Painting Lodge
Ai Aiba Rock Painting Lodge bis Namib Valley of a Thousand Hills Lodge
Off Road Thausand Hills Lodge
Namib Valley of a Thousand Hills Lodge bis Fest Inn Fels Farm Lodge
Fest Inn Fels Farm Lodge (Ranch Koiimasis) bis Cormorant House
Rund um Lüderitz -Kolmanskop und Diaz Point
Cormorant House bis Alte Kalkofen Lodge
Alte Kalkofen Lodge bis Canyon Lodge
Canyon Lodge -Fisch River Canyon -Ai-Ais
Canyon Lodge bis Mesosaurus Fossil Bush Camp
Mesosaurus Fossil Bush Camp bis Kalahari Game Lodge
Wir freuen uns über Eure Begleitung bei unserer zweiten Reise in Namibia. Wer die Kommentare und Antworten zwischen den Etappen nicht lesen möchte, klickt oben rechts auf die Sonne. Liebe Grüße Lada und Klaus
Carpe diem
Hier findest Du mehr zu meinen Aktivitäten:
www.kk4you.de - In dem Blog berichte ich zu den Themen: Reisen, mit dem Schwerpunkt Griechenland, Segeln, Outdoor Aktivitäten und den Dingen die mich sonst bewegen.
guten morgen lieber Klaus, das finde ich super, dass Du einen Reisebericht schreibst, ich bin gerne bei der Reise dabei , es ist immer wieder schön auf diese Weise Namibia nahe zu sein. Leg los, einen schönen Tag wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201607. Mai 2021 · #4
@Hane Hallo Hane, herzlich willkommen. Da Du unser Consultant bei der Planung warst, hoffe ich, dass Du viele Deiner Empfehlungen wieder findest.
@Hartmund Willkommen an Bord
Anmerkung: Da ich zurzeit noch keinen Weg gefunden habe eine interaktive Karte einzubauen habe ich vorerst mal ein Bild als Übersichtskarte zugefügt, besser als nicht. Ihr sollt ja wissen wo es hingeht 😎
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201607. Mai 2021 · #5
Anreise mit Bus, Bahn und Flieger nach Windhoek
Tag der Arbeit 1.5.19, ein guter Tag um für 5 Wochen Deutschland den Rücken zu kehren! Es wurde auch Zeit. Die Planung lag ja inzwischen rund ein Jahr zurück. Viel Zeit hatten wir darauf verwendet, reichlich Tipps von den Fomis erhalten und gleich zweimal unsere Erstplanung über den Haufen geworfen. Hane unser Chef-Consultant mit ihrem Erfahrungsschatz ist dabei besonders hervorzuheben. Nachdem die Planung abgeschlossen und die Buchungen der Unterkünfte, unter Zuhilfenahme von InfoNamibia, unter Dach und Fach waren mussten wir zuletzt nochmals den zeitlichen Ablauf wegen der Verfügbarkeit der KTP Wilderness Camps ändern. Redi zum Start
Buchung im Kgalagadi Transfrontier Park (KTP)
Die Buchungen im KTP waren mehr wie problematisch. Die Camps waren einfach nicht so zu bekommen wie gewünscht. Erfreulich war dann aber, dass wir 6 Nächte im KTP ergatterten. Es waren zwar nicht unser Traum Camps, aber akzeptabel. Zu dem Thema Buchungen im KTP gibt es ja reichlich Berichte hier im Forum. Kritisch zu diesem Zeitpunkt war, dass wir an einem Tag vom Kalahari Tented Camp nach Gharagab fahren sollten, dies wäre eine Gewalttour geworden! Wir hatten Gott sei Dank nach der Buchung reichlich Zeit um unter Nutzung des Tools SANPark Notifier nach Alternativen zu suchen. Erst kurz vor Beginn der Reise dann die Überraschung, wir hatten das Glückslos in der KTP Lotterie gezogen und konnten die Strecke mit einer Zwischenübernachtung in Nossob in zwei Etappen auflösen.
Bus und Bahn zum Flughafen Frankfurt Flughafen Frankfurt
Bei der Anreise zum Flughafen Frankfurt hatten wir reichlich Zeit eingeplant, ich bin, nachdem ich früher wegen Verspätung der Bahn einen Flug verpasste lieber auf der sicheren Seite, es sollte ja kein Stress werden. Plant man reichlich Zeit ein, läuft alles pünktlich ab. Der Feiertag tat sein übriges, Bahn und Bus waren nur spärlich belegt. Der Schalter von Air Namibia war aber so früh noch nicht belegt, weshalb wir mit unserem Gepäck die Zeit in der Ladenstraße des Flughafens tot schlugen.
Als wir endlich unser Gepäck in die Verantwortung der Airlines übergeben hatten, musste noch "ein" Bier an der Bar zur Einstimmung auf die Reise her, wir hatten ja Zeit! Der Schreck fuhr uns dann aber in die Knochen als wir über die Lautsprecheranlage des Flughafens gesucht wurden. Vor lauter Zeit hatten wir die Uhr total aus dem Auge verloren und mussten nun durch den Flughafen spurten. Das kann auch nur uns passieren. Hinter uns wurde sofort das Gate geschlossen. Eine tolle Leistung?
Flug mit Air Namibia Unsere Entscheidung bezüglich der Airline, war orientiert daran, dass wir einen Direktflug von Frankfurt wollten. Die Umsteigerei wie bei unserer letzten Reise über Johannesburg wollten wir uns nicht wieder antun. Condor als Alternative schied für mit 186 cm aus, mein Fahrgestell in deren Hänchenfrachtern mag auf einer Kurzstrecke akzeptabel sein, nicht aber bei 10 Stunden Flug. Air Namibia ist da etwas freizügiger bestuhlt, ein großer Unterschied war es jedoch nicht, egal jeder Zentimeter zählt. Insgesamt waren wir mit dem Flug zufrieden. Der Flug war pünktlich und angenehm, der Service hat jedoch Luft nach oben und das Entertainment System gab bereits kurz nach dem Start seinen Geist auf. War für mich nicht so schlimm war, 4 Std. konnte ich mit Unterstützung einer Schlaftablette pennen, Lada war dies Glück nicht gegeben. Sie war nach der Landung recht gerädert.
Die Ankunft war nach Plan, aber unser Shuttle Service hatte uns wohl später erwartet. Dies stellte jedoch kein Problem dar, es galt ja noch Bares zu besorgen. Bei einer Schlange von 10 Personen vor dem ATM Automaten konnten wir die Zeit gut gebrauchen. NAM Dollar wollte der Automat jedoch nicht rausrücken, dies führt zu einiger Verwirrung bei anderen Reisenden. Es gab nur ZAR mit einem Limit von 200 ZAR. Dies war aber kein Problem, man konnte die Karte mehrfach verwenden.
Mietwagenfirma African Tracks 4x4 Car Hire
Mietwagenübernahme
Ein freundlicher Mitarbeiter von African Tracks war danach schnell gefunden. In den rund 40 Minuten bis zur Firma galt es bereits die ersten Tiere zu bestaunen. Ein Rudel Steppenpaviane, 2 Rudel Rote Kuantiloppen und einiges Kleingetier begrüßte uns.
Die Übernahme des TOYOTA Hilux 2.5TD DOUBLE CAB 4×4 ging schnell und reibungslos vonstatten. Alle Sonderwünsche wie 12 V Kühlschrank, zweite Batterie, Sandmatten, Kompressor, 2 Ersatzreifen, Campingtisch und Campingstühle waren vorhanden. Der Wagen, 2 Jahre alt mit rund 100.000 km machte einen guten Eindruck, die Reifen waren in vernünftigem Zustand. Erfreulich war auch, das die Dame an der Rezeption ein einwandfreies Deutsch sprach, was wir während der Reise zu schätzen lernten, dazu aber später mehr.
Nun galt es unsere Vorräte aufzufüllen, dazu deponierten wir unser Gepäck in der Firma und ab ging es zum Spar in die Maerua Mall. Das Angebot überrascht uns aufs Neue, selbst so exotische Dinge wie Sauerkrautsaft fanden wir vor zwei Jahren dort, leider diesmal nicht. Bitte nicht erschrecken, ich trinke dieses Ekelgebräu nicht. Selbst der Geruch führt bei mir zum Brechreiz. Lada steht auf diesen Morgendrink, dann ist die Verdauung geregelt. Sie musste diesmal ohne auskommen.
Alles wurde schnell verstaut, das Gepäck bei Arican Tracks abgeholt werden und schon ging es raus aus Windhoek Richtung Norden zur Düsternbrook Gästefarm. Die 58 km zur Farm waren schnell geschafft, wo wir bereits um 13:00 Uhr ankamen. Frühzeitig zum Entspannen und Relaxen nach dem langen Flug.
Gater Gästefarm Düsternbrook
Empfang Gästefarm Düsternbrook
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201610. Mai 2021 · #6
Nach einem langen Nachtflug von Frankfurt nach Windhoek ist es empfehlenswert in der näheren Umgebung von Windhoek zu übernachten, wir hatten uns dazu die Gästefarm Düsternbrook ausgesucht, sie liegt in angenehmer Entfernung zur Hauptstadt. Wir wollten Stressfrei die Reise beginnen und nicht gleich Strecke machen.
Nach ca. 30 km auf der B1 Richtung Norden geht es links ab zur Farm. Ab dort geht es auf der „Farmpad“ zum Empfang. Auf dem Weg begrüßten uns schon die ersten Giraffen. Die Lage und Landschaft sind wirklich toll. Die Begrüßung durch die Mitarbeiterin am Empfang war professionell und knapp, Hilfe mit dem Gepäck gab es nicht.
Begrüßung durch Giraffen
Kathrin Luxury Suite „Leider“ war das von uns im Felsenhaus gebuchte Zimmer nicht verfügbar! Das Angebot eines kostenlosen Upgrades auf die Kathrin Suite nahmen wir gerne an. Das beste was die Farm zu bieten hat, ein fantastisch in den Felsen gebautes Zimmer mit einer Terrasse und Blick zum Wasserloch bzw. ins Gelände. Nach einem kurzen Nickerchen ging es dann ans aufräumen, in Windhoek hatten wir alles nur ins Auto geworfen. Alles musste raus und in Säcke und Schachteln verteilt werden, wir wollten ja nicht 5 Wochen jeden Tag mit der Unordnung leben. Unsere Terrasse war der Hit, in dem darunter liegenden Trockenfluss gab es reichlich was zu staunen. Zebras, Gnus, Affen, Oryx, rote Kuhantilopen und welche Freude, sogar zwei Nashörner zogen vorbei. Da brauchte es keinen Game-Drive, wir nutzten lieber den schönen Pool zum Relaxen und unsere Terrasse.
Kathrin Luxury Suite
Inneneinrichtung Kathrin Luxury Suite
Blick von der Terrasse -Nashörner im Flussbett
Düsternbrook Farm Eine kleine Rundwanderung in der näheren Umgebung war für mich aber zwingend, ich musste mein Fahrwerk nach der langen Sitzerei in Gang bringen. Die Anlage ist gepflegt, ein im historischen Kolonialstil erbautes Farmhaus mit Nebengebäuden. Viele liebevoll gestaltete Details sind geschmackvoll angeordnet. Düsternbrook ist die älteste Gästefarm in Namibia. Ein großzügiger moderner Reitstall nahe der Farm lockt die Gäste, welche auf dem Rücken der Pferde die Gegend erkunden wollen. Ein idealer Aufenthaltsort für die erste Nacht. Bekannte Gesichter aus dem Flieger waren reichlich vorhanden. Ein Blick in deren Standardzimmer war aber ernüchternd, kein Vergleich zu unserer Suite, die Kommentare dieser Gäste zu ihrer Unterkunft waren nicht als Empfehlung zu werten. Unsere Bewertung: In Ordnung für eine Nacht.
Schönes Ambiente ist reichlich zu finden
Farmrundgang
Im Kolonialstil erbautes Farmhaus
Das Abendessen an der gemeinschaftlichen Tafel ist eher sozial als kulinarisch. Alle sitzen in dem sehr ansprechenden Ambiente an einer langen Tafel.
Dinner im Farmhaus Johann der Eigentümer begrüßte die Gäste und ein Mitarbeiter sorge für eine ansprechende Konversation. Serviert wurde Vorspeise, zähes „Fleisch“ und Dessert. Aus dem schönen Wildfleisch hätte man sicher etwas Besseres machen können. Nach einem Absacker an der Bar, netten Gesprächen, Austausch von Erfahrungen und einem letzten Blick zum Firmament vielen wir todmüde ins Bett. Der erste Tag in Namibia, weg vom Rummel der Heimat, wir waren angekommen.
Staudamm / See Ausgeschlafen und bereit zu neuen Taten ging es zuerst auf unsere Terrasse, um die morgendliche Parade der Tiere im Tal zu bestaunen. Das anschließende Frühstück im Farmhaus war zwar kein Highlight aber in Ordnung. Nachdem alles in unserem Hilux seinen Platz gefunden hatte und die Rechnung beglichen war, nutzen wir den Vormittag noch zu einem privaten Game-Drive auf der Farm. Rund 3 km vom Hauptgebäude liegt ein See in welchem Hippos zu Hause sind. Der See, richtigerweise ein Staudamm war gut gefüllt und ein idyllisch gelegener Ort mit vielen Wasservögel. Ein Aussichtssteg vor den zwei Hippo Chalets, lädt zum Verweilen und zur Beobachtung der Vogelwelt ein. Leider ließen sich die Hippos nicht blicken.
Das einsam gelegene Chalet, direkt am Seeufer ist ein empfehlenswertes Plätzchen zur Übernachtung und Beobachtung der Tierwelt.
Talsperre (See)
Hippo Chalet Da die Hippos uns nicht begrüßen wollten machten wir uns um 11:00 Uhr auf den Weg Richtung Okonjima. Zwei Nashörner mitten, auf der Pad waren wohl der Ansicht, sie müssten uns verabschieden. Diese Freundlichkeit aus nächster Nähe war uns dann doch etwas suspekt. Mit laufendem Motor, immer bereit zu flüchten, harten wir der Dinge und konnten die Zwei in aller Ruhe beim Frühstück beobachten.
Zwei Nasshörner auf der Pad
Weiter gehts nach Okonjima.
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201611. Mai 2021 · #7
Okonjima Lodge Die zweite Station unserer Namibia Rundreise galt der Okonjima Lodge. Von Düsternbrock ging es auf der B1 Richtung Norden mit einem Zwischenstopp in Okahandja. Der Magen knurrte und mein Bohnensack war noch ohne Füllung. Die Bohnen standen halt nicht auf der Einkaufsliste in Windhoek, Schlamperei! Um Fragen vorzubeugen, ein Bohnensack ist eine kleine Hilfe für mein Teleobjektiv beim Fotografieren der Tierwelt. Die Füllung kaufe ich immer vor Ort um Platz und Gewicht im Gepäck zu sparen. Als Füllung werden üblicherweise Bohnen verwendet, daher der Name. Der Bohnensack kommt bei mir überwiegend als Unterlage im Autofenster zu Einsatz.
In der Shopping-Mall, direkt an der Straße gelegen, gab es reichlich Füllmaterial, meine Entscheidung fiel auf Vogelfutter. Der Preis ist günstig und das Futter auf der Terrasse zusammen mit einer Vogeltränke lockt die Vögel in gute Fotodistanz. Sicherlich ist das Anfüttern nicht bei Jedermann beliebt, auf den Farmen und Lodges wird aber auch gefüttert, entsprechend groß war das Angebot. Der neben der Mall gelegene Imbiss kam uns zusätzlich gelegen, um den Magen zu füllen.
Okonjima Plains Lodge Pad zur Okonjima Lodge
Schnell war die Strecke bis zur Lodge-Abzweigung zurückgelegt wo wir noch rund 20 km auf der Farmpad bis zur Lodge brauchten. Kudu und Gesellen luden dort immer wieder zum Fotostop ein. Kudu
Rote Kuhantilope
Wir hatten uns für das vom Preis erschwingliche Plains Camp entschieden, eine von vier Unterkünften auf dem Gelände. Unser Bungalow S9 etwas abseits gelegen, war sehr großzügig und geschmackvoll eingerichtet. Schon gleich bei Ankunft sagten uns die Warzenschweine guten Tag. Die gesamte Front zur weiten Ebene ist mit einem Panoramafenster versehen, sodass man morgens, noch im Bett liegend, die ersten Antilopen über's Gelände huschen sieht.
Blick vom Bett auf die Wasserloch-Ebene
Unsere Entscheidung für diese Lodge basierte auf Empfehlungen der Fomis und den Bewertungen in verschieden Portalen. Um es vorweg zu sagen, wir würden sie immer wieder buchen, wir waren vollumfänglich zufrieden.
Das private 20 000 ha große Schutzgebiet Okonjima beherbergt Wildtiere wie Zebra, Giraffe, Eland, Kudu, Oryx, Impala und Springbock sowie eine Fülle von Vogelarten. Ein besonderes Highlight sind die Fotojagden auf Geparden und Leoparden. Touren in dem Gebiet sind nur unter Führung von Guides möglich, diese sind hervorragend und vermitteln neben viel Wissen auch ein Gefühl dafür, wie es ist, einem Tier durch die Wildnis zu folgen. Für die nächsten zwei Tage hatten wir zwei der angebotenen Game-Drives gebucht und hofften endlich Katzen in freier Wildbahn zu entdecken.
Ess- und Loungebereich Der zentrale Bereich ist großzügig vom Flair aber nicht unser Geschmack, das Wellblechdach vermittelt leider den Charakter einer Halle. Der Blick von der Frühstücksterrasse über die Wasserstelle hinweg in den Busch ist beruhigend und man kann dort viele Tiere und Vögel beobachten. Außerhalb des Essbereiches gibt es jedoch einige lauschige Separees wo wir uns gleich für beide Abende einen Tisch reservierten. Das Essen ist sehr gut, toll angerichtet und das Personal sehr freundlich und hilfsbereit. Das Dinner im Separee bei einem Lagerfeuer, eingehüllt in Decken war ein Genuss. Über uns der Sternenhimmel und ein Schakal welcher immer wieder neugierig seine Runde dreht, dies war genau nach unserem Geschmack.
Dinner an lauschigem Plätzchen
Dinner -Oryx Medailon
Zum Tagesabschluss ein Gläschen Rotwein auf unsere Terrasse, Tausende von Sternen und grüne leuchtende Augen im Hintergrund, wer uns dort wohl beobachtet? Zeit unsere Fotos zu sichten, das Tagebuch zu füllen und den Tag Revue passieren lassen.
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201612. Mai 2021 · #8
Game Drives Okonjima Lodge
Leo Drive Bereits sehr früh nach einem Mini-Frühstück mit Kaffee und Muffin ging es mit unserem Guid Peter auf die Pirsch. Peter, ausgestattet mit einem Peilsender, wollte zumindest einen der 15 auf dem Areal lebenden Leoparden finden. Pirschfahrt am frühen Morgen
Peter unser Guid mit Peilgerät
Über Stock und Stein, quer durch den Busch, immer auf der Suche nach frischen Spuren, das war gigantisch. Trotzdem die Leos im Park einen Peilsender tragen war es schwierig einen Kontakt zu orten. Dann endlich hatten wir Glück, frische Spuren und eine Peilung zeigten an, da muss einer in der Nähe sein. Fasst hätten wir den Leoparden verpasst, versteckt im dichten Buschwerk lag er. Satt und zufrieden rekelte er sich in der Morgensonne, ein prächtiges Exemplar was wir aus einiger Distanz bewundern konnten. Peter identifizierte ihn als Terra, ein besonders schönes Tier, welches am äußersten Ende des Areals sein Revier hat.
Leopard Terra
Auf dem Rückweg zum Camp hatten wir das Glück Giraffen, Steinböcke, Zebras, Kuhantilopen, Impalas und eine Erstsichtung, Rappenantilopen zu entdecken. Pech hatten wir aber auch, bei der Querfeldeinfahrt fiel Ladas Kamera in den Fußraum, das Zoomobjektiv war geschrottet.
Steinböckchen
Giraffen
Rappenantilope
Zurück im Camp gab es ein verspätetes Frühstück mit ausgefallenen Spezialitäten wie z.B. 4 Sorten Game-Fleisch. Nach einer so erfolgreichen Pirschfahrt, tollem Frühstück war Relaxen auf unserer Terrasse angesagt. Foto und Fernglas griffbereit durften wir dort laufend Besucher begrüßen.
Warzenschweine zu Besuch
Warzenschwein
Schakal
Cheetah Drive Am späten Nachmittag ging es mit Peter auf zum Cheetah-Drive. Im Park selber lebt leider nur noch ein Gepard, der Versuch mehre Tiere im Park anzusiedeln ist fehlgeschlagen. Leoparden und Geparden können nicht zusammen, auf einem Areal von 20.000 ha gehalten werden da die Leoparden die Geparden töten. Nahe dem Reservat ist jedoch die AfriCat Foundation angesiedelt, welcher wir einen Besuch abstatteten. Dort lebten zu der Zeit 13 Geparden in großen weitläufigen Gehegen. Die Tiere wurden von Farmen aufgenommen und kranke Tiere in einer eigenen Krankenstation aufgepäppelt. Mit der aktuellen Anzahl der Tiere hat man jedoch das Limit erreicht. Man ist bestrebt die dort aufgenommenen Tiere wieder auszusiedeln, was wegen der durch Zäune geschützten Farmen mit Viehhaltung nicht möglich ist. Das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Landnutzung für die Landwirtschaft führt dazu, dass das verfügbare Land für Geparden knapp wird.
Geparden
In einem der großen Gehege geht es mit dem Landrover zu fünf dort leben Geparden, welche sich träge unter einem Baum sonnen. Wir konnten die wunderschönen Tiere aus nächster Nähe fotografiere, müssen uns aber eingestehen, dass dies eine reine Touristen-Attraktion ist. Es ist kein Zoo aber nicht der Lebensraum dieser schnellen Jäger. Der Besuch des Cheeta Centers mit einer ausführlichen Information zum Leben und Gefährdung rundete diesen Besuch ab
Ich denke wir werden dies nicht wiederholen. Für viele Besucher aber die einzige Möglichkeit den Tieren so nahezukommen. Da wir bei unserer ersten Namibia-Reise Geparden nicht gesichtet bekamen, war es in Ordnung. Wir hofften jedoch im KTP auf Sichtung in freier Wildbahn.
Weiter ging es dann auf Pirschfahrt mit abschließendem Sundowner. Sundowner
Am nächsten Tag ging es weiter zum Waterberg.
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Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201612. Mai 2021 · #9
Hallo,
danke für Deinen Reisebericht.
Wir waren inzwischen 4 x auf Okonjima. Bei unserem ersten Besuch 2018 waren die Geparden noch mit den Leoparden im großen Bereich angesiedelt. Das hat mir gut gefallen.
Bei unserem Besuch im November letzten Jahres waren die Geparden schon getrennt und wir haben diese auch in dem Schutzgebiet besucht. Es ging mir wie Dir, ich fand das schon sehr zooähnlich. Wir sind immer nur eine Nacht auf Okonjima, ziehen es aber dann vor, lieber 2 x ein Leoparden-Tracking mitzumachen. Das finde ich immer faszinieren und auch immer wieder anders.
Auch wenn es immer wieder geteilte Meinungen zu Okonjima gibt, uns gefällt es da sehr gut.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201613. Mai 2021 · #10
Hallo Gabi, wir werden es in Zukunft auch so machen, eine Nacht und nur den Leo Game. 2019 war wohl noch ein Gepard im großen Areal. Ob dieser inzwischen von den Leos erwischt wurde!
LG Klaus
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201613. Mai 2021 · #11
Waterberg -Tafelberg der Kalahari
Der Waterberg (Afrikaans: Wasserberg) ist unser nächstes Ziel. Ein mächtiger Tafelberg etwa 50 km lang und bis zu 16 km breit. Er ragt östlich von Otjiwarongo bis zu 200 m hoch aus der Ebene heraus. Diese Sehenswürdigkeiten im nördlichen Zentrum Namibias kannten wir bisher nur von Fotos. Gemütlich konnten wir die Tagesetappe angehen 107 km auf top ausgebauten Straßen B1/C22 bis zur Abzweigung zum Waterberg Areal. Auf der Gravel Road D2512 ging es bis zum Eingang des Nationalparks Waterberg Plateau. Auf dem Gelände hatten wir uns für die Waterberg Valley Lodge eingebucht.
Impalas an der Pad zum Waterberg Blick zum Waterberg Achtung Warzenschweine
Waterberg Valley Lodge Auf einem Hügel, in einem breiten Tal des Waterberg-Massivs gelegen, bietet die Waterberg Valley Lodge einen fantastischen Blick über die grüne Talsohle auf die roten Bergwände. Die Safari Zeltbauten in der gepflegten Anlage sind sauber und hübsch eingerichtet. Wir waren bereits um 13:00 Uhr dort, um am späten Nachmittag den angebotenen Rhino Drive zu nutzen. Reichlich Zeit zum Relaxen und um ein erfrischendes Bad im kleinen Pool zu nehmen. Die Klippschliefer am Pool waren misstrauisch als wir ihre Tränke zum Baden nutzen wollten. Einige der fetten Kerlchen erwiesen sich als wahre Kletterkünstler, in den Bäumen gab es frisches Grün zum Fressen, für uns ein ungewohnter Anblick.
Valley Lodge am Fuss des Waterberg Safari Zelt Nr.1 der Waterberg Valley Lodge Klippschliefer als Kletterkünstler
Einen gut gekühlter Rosewein aus unserem Kühlschrank im Hilux, wollten wir auf der wunderschön gelegenen Terrasse unserer Unterkunft nehmen. Erschrocken mussten wir dabei feststellen, dass die Temperatur viel zu tief eingestellt war, tief gefrorene Tomaten waren das Ergebnis.
Rhino-Drive Um 16:00 ging es zusammen mit 6 Franzosen für 2,5 Stunden ab in den Busch. Auf dem Areal leben 5 Rhinos und ein Junges, streng bewacht, rund um die Uhr. Leider ist dies wegen der Wilderei notwendig. Unser Guide Thomas konnte uns einiges zur Haltung und der Situation der Nashörner in Namibia erzählen. Der Nashorn-Schutz auf der Farm wird finanziert aus dem Geschäftsmodell Tourismus (650 N$/Pers.). Da die Ranger vor Ort die Position der Tiere den Guides mitteilen ist eine Sichtung garantiert.
Eine extreme Trockenperiode in den letzten Jahren machte es zusätzlich notwendig die Tiere mit Futter zu versorgen. In der Umgebung einer Futterstelle konnten wir in aller Ruhe und aus nächster Nähe die Kolosse bewundert. Ermuntert durch den Guide ging es zu Fuß bis in nächste Nähe der Tiere, wir hatten anfänglich reichlich Respekt das schützende Safari-Auto zu verlassen, unser Aufpasser hatte jedoch alles im Griff, zu mutige wurden rasch zurückgerufen.
Nashörner beim Dinner keine Angst? Nashorn
Neben den Riesen gibt es Kleines zu bewunder, die Vögel finden im Heu auch ihr Futter. Maisensänger
Zum Abschluss ein Sundowner und mit knurrendem Magen zurück zur Lodge. Das Dinner, ein 5 Gang Menü, auf einer hoch oben thronenden Terrasse überraschte uns mit einer vorzüglichen Qualität auf liebevoll dekorierten Tellern. Leider hatten wir nur einen Tag gebucht, wir wären gerne noch einen Tag länger geblieben, um die Umgebung auf Schusters Rappen zu erkunden.
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201614. Mai 2021 · #12
Waterberg bis Mushara Bush Camp, Tor zum Etosha Park
Vom Waterberg geht es Richtung Etosha, wo wir in der Nähe des Namutoni Gate das Mushara Bush Camp reserviert hatten. Die Strecke von 320 km auf meist gut ausgebauten Straßen sollte nach Plan in 4,5 Std. zu schaffen sein. Dementsprechend war reichlich Zeit vorhanden zuerst der Nachbar Lodge, der Waterberg Plateau Lodge einen Besuch abzustatten.
Waterberg Plateau Lodge Auf einer steilen Rampe ging es hoch zur Plateau Lodge, direkt am Fuss des Waterbergs gelegen. Die Chalets der Lodge bieten einen grandiosen Blick über die endlose Buschsavanne der Kalahari. Weil alle Gäste schon abgereist waren, konnten wir in Ruhe alles besichtigen und die Aussicht genießen. Die Chalets zwischen roten Sandsteinfelsen im grünen Busch mit einem eigenen Tauchbecken waren sehr ansprechend und der deutlich höhere Preis sicherlich gerechtfertigt. Uns hatte die Valley Lodge mit seinen Zelt-Chalets besser gefallen, sie vermittelte uns das Gefühl in der Natur zu übernachten.
Blick vom Waterberg Plateau in die Ebene
Waterberg Plateau Lodge
Plateau Lodge mit Minipool
Rinderzucht in Namibia Um 10:30 Uhr ging es los Richtung Etosha. Bis Grootfontein überwiegend auf Gravel Roads durch Rinderfarmen, immer Gatter auf und zu. Mächtige Brahmane-Bullen in Habachtstellung, direkt neben der Pad, flößten uns gehörigen Respekt ein.
Brahman Bullen im Streit
Brahman Rinder
Gravel Road
Die Rinderherden in Namibia werden auf großflächigen Farmen in Savannen- Landschaften gehalten und die Tiere fressen nur die dort wachsenden Gräser. Sie verbringen ihr ganzes Leben „im Busch“, bis sie schlachtreif sind. Auf diesen natürlichen Weidegebieten werden auch die Kälber geboren, die so lange bei den Mutterkühen bleiben bis sie alt genug sind, um abgesetzt zu werden. Eine Milchwirtschaft gibt es nicht. Die Sorte „Brahmane“ ist in den trockeneren Gebieten im Nordosten der Republik sehr beliebt, sie kann Hitze besser vertragen als andere Rassen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist ihre Wildheit, Brahman-Kühe sind wehrhafte Mütter, die ihre Kälber gegen Raubtiere verteidigen.
Namibier essen gern Fleisch und finden immer eine Gelegenheit zu grillen, was auch das gesellige Beisammensein fördert. In der Umgangssprache wird Fleischbraten auf dem Rost „braai“ genannt, das Wort stammt aus dem Afrikaansen. Auch Namibias Touristen lieben die schmackhaften Steaks dieser frei laufenden Tiere.
Tsamma-Melone Eigenartige Früchte direkt an der Pad, da wollten wir doch wissen, was dies ist. Dank Tante Google konnten wir das Geheimnis lüften, es sind Melonen. In den Wüstengebieten des südlichen Afrikas gedeiht die Tasamma-Melone, eine Wildform der Wassermelone. Sie schmeckt angeblich bitter, soll aber viel Flüssigkeit liefern und wird zusammen mit Brausepulver „durchaus“ genießbar? Wir haben sie nicht probiert. Kommentare und Erfahrungen dazu sind erwünscht. Tsamma-Melone
Kurz danach, eine kleine Schildkröte mitten auf der Pad, gerade noch rechtzeitig erkannt, da muss mein Tierretter in Aktion treten und die Kleine über die Road tragen. Schildkröte auf der Pad
Schildkröte retten!
Zwischenstopp Grootfontein Hinter Rietfontein wechseln wir auf Asphalt und folgten der B8 bis Grootfontein. Es wurde Zeit unseren Tank nachzufüllen und dem Magen etwas Beruhigendes zuzuführen. Der Supermarkt war zwar gut bestückt, Snacks gab es auch aber Weintrinker gibt es in der Gegend wohl kaum? Ev. gibt es einen Bottle Store welchen wir aber nicht fanden. Mit gefülltem Tank und Magen starten wir dann durch bis zum Etosha, dem Namutoni Gate. Wir wollten das Permit für die nächsten Tage kaufen, um ein anstehen am nächsten Morgen zu vermeiden. Leider ohne Erfolg! Wie sich am nächsten Morgen herausstellt kein Beinbruch, es waren nur wenige Besucher am Gate.
Mushara Bush Camp Bei unserem letzten Besuch im Etosha Park hatten wir im Okaukuejo Camp übernachtet und waren vom Rummel, Service und Essen enttäuscht. Die Bewertungen und Kommentare zu anderen Camps im Park sind leider auch nicht vielversprechend weshalb wir uns zu einer Übernachtung außerhalb des Parks nahe dem Gate entschlossen hatten. Mushara punktet mit seiner Lage nur 7 km außerhalb des Parks und ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park.
Um 16:00 Uhr hatten wir es geschafft und die Lodge erreicht. In Mushara gibt es drei verschiedene Lodges, wir hatten uns für das Bush Camp eingebucht. Das reetgedeckte Haupthaus mit Restaurationsbereich in einer schönen Gartenanlage gelegen, macht einen guten Eindruck. Der Service war freundlich, man wird nett empfangen und informiert. Unsere Unterkunft, ein abseits gelegenes Zelt, war brauchbar. Den Weg mussten wir uns jedoch selber suchen. Leider war die gesamte Anlage außer dem Lapa-Haupthaus recht trostlos. Die Dürre hatte dafür gesorgt, dass kein Grün mehr gedeihen konnte.
Lapa Mushara Bush Camp
Zelt mit Terrasse -Mushara Bush Camp
Dinner Mushara Bush Camp
Die Zelte sind einzeln weit auseinander stehend mit kleinem Sitzplatz davor. In der gemauerter Rückseite befinden sich Bad, Dusche und Toilette. Das Ganze hat ein wenig Campingcharme, durch die vollwertigen Betten mit Moskitonetz und das eigene Bad aber von der edleren Sorte. Die Größe der Zelte ist knapp ausgelegt, unsere zwei Reisetaschen waren mit der Miniablage überfordert. Unser Zelt Nr.8 lag ruhig und abseits weit von der Lapa entfernt. Leider gab es keine Hilfe d.h. das Gepäck mussten wir selber vom zentralen Parkplatz zur Unterkunft schleppen.
Die Mahlzeiten waren in guter Qualität und wurden auf der überdachten Lapa-Terrasse serviert. Nachteilig empfanden wir die relativ frühe feste Essenszeit 19:00 Uhr. Ein Barbecue im Garten war ein besonderes Schmankerl in einem sehr ansprechendem Ambiente unter freiem Himmel. Die Überraschung kam dort zu vorgerückter Stunde, alle anderen Gäste waren bereits verschwunden als eine Ginsterkatze durch die Tischreihen streunte und zielstrebig den Baum am Rande der Anlage erklomm. Der Fotoapparat lag leider im Zelt und das Smartphone war mit dem Licht überfordert, deshalb gibt es nur ein Beweisfoto.
Ginsterkatze
Resümee: Eine Lodge-Anlage, die eher ein wenig an einen Luxus-Campingplatz erinnert und ein wenig Safari-Feeling vermittelt. Auf jeden Fall deutlich besser als eine Übernachtung im Park.
Am nächsten Tag ging es auf Pirschfahrt in den östlichen Teil des Etosha Park.
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201615. Mai 2021 · #13
Pirschfahrt rund um Namutoni – Östlicher Teil des Etosha Parks
Unsere erste Pirschfahrt rund um Namutoni mit dem Schwerpunkt Fisher’s Pan und dem Dik-Dik Drive stand auf dem Plan, endlich war es so weit. Der Etosha Park mit seiner unglaublichen Vielzahl von Tieren und Vögeln hatte uns 2017 derart begeistert, dass wir wieder hin wollten. 5 Tage wollten wir im Park verbringen und uns von Ost nach West durch den Park bewegen.
Um 6:00 Uhr, zum frühest möglichen Zeitpunkt, saßen wir bereits mit gepacktem Rucksack am Frühstückstisch. Nach einem ausgezeichneten Frühstück ging es dann bei frischen 14 ºC und wechselnder Bewölkung in 10 Minuten zum Lindequist Gate welches pünktlich zum Sonnenaufgang um 7:15 Uhr öffnete. Nur 3 Autos waren vor uns und das Permit für die nächsten 5 Tage schnell ausgestellt, zur Bezahlung wurden wir aber noch nach Namutoni verwiesen. Übersichtskarte Etosha Park
Fisher’s Pan
Pirschfahrt rund um Namutoni - Östlicher Teil des Etosha Parks
Im Osten des Nationalparks liegt Fischer’s Pan. Das flache „Gewässer“ ist durch einen schmalen Kanal mit der Etosha-Pfanne verbunden und wird nach Regenfällen mit Wasser gefüllt. Ein ca. 30 Kilometer langer Rundweg (Palmenweg) führt um die Pan mit seinen zwei angrenzenden Wasserlöchern herum. Nach der langen Trockenzeit der letzten Jahre war jedoch von Wasser nichts zu sehen, es war staubtrocken und die Grundlage für die sonst hier lebenden Wasservögel nicht gegeben. Auch die Wasserlöcher Aroe und Twee Palms führten kein Wasser. Flamingos und andere Wasservögel ließen sich nicht blicken. Ich sehe es positiv, ein Grund nochmals Etosha zu besuchen! Im Grasland sahen wir Trappen, Perlhühner und gefühlt auf jedem zweiten Busch eine farbenprächtige Gabelracke oder einen Toko.
Südlicher Gelbschnabeltoko
Gabelracke
Waffenkiebitz
In diesem Teil des Nationalparks geht die niedrige Vegetation in Baumsavanne über. Markant sind die eleganten Kronen einer botanischen Besonderheit, die Makalani Palme. Die Nüsse dieser Palmenart, die Makalaninüsse, werden kunstvoll mit Schnitzereien verziert und sind ein beliebtes Souvenir als Schlüsselanhänger. Zwei dieser Palmen findet man am gleichnamigen Wasserloch Twee Palms und auf einer „Insel“, bei unserem Besuch war von Insel nichts zu sehen, in der Steppe steht eine Gruppe mit 13 alten Exemplaren.
Springböcke
Salzpfanne Fisher’s Pan
Makalani Palmen
Da die Tierwelt sich rar machte, ging es weiter Richtung Stinkwater, dem nördlichsten Wasserloch im Etosha, in der Hoffnung an den angrenzenden Wasserlöchern bessere Sichtung vorzufinden. Eine Herde Streifengnus, Zebras und Impalas säumten die Pad und war so freundlich sich fotogen in Pose zu stellen, das sah ja positiv aus.
Achtung: links vor rechts? Strauße auf der Pad
Steppenzebra
Impala
Wasserlöcher im Norden-Osten von Etosha Am Tsumcor Wasserloch, welche Freude, herrschte Hochbetrieb, Oryx, Zebras, Impals, Springböcke, Kudus und eine große Gruppe Strauße beim morgendlichen Bad beglückten uns mit ihrem Anblick.
Hochbetrieb am Tsumcor Wasserloch
Riesentrappe am Tsumcor Wasserloch
Strauße in der Badewanne am Tsumcor Wasserloch
Am Wasserloch Groot Okevi auf dem Weg Richtung Namutoni war Hochbetrieb, mehren Herden Elis und reichlich Giraffen in Warteposition.
reger Betrieb am Groot Okevi Wasserloch
Elefanten Kindergarten
zwei kleine Raufbolde
Das Knurren des Magens machte uns bewusst, die Mittagszeit war bereits verstrichen und die Temperatur auf 33 C angestiegen, es wurde Zeit für eine Rast. Fort Namutoni wurde deshalb angesteuert, wo wir im Schatten der Bäume eine Pause einlegten.
Picknick in Namutoni
Dik-Dik Drive Den Dik-Dik Drive, in der Nähe von Camp Namutoni, steuerten wir an in der Hoffnung den Namensgeber für diesen Drive zu finden. Der Star dieses Gebiets das Damara Dikdik, die kleinste Antilopenart in Namibia. Da diese Tiere vielen Raubtieren zum Opfer fallen, sind sie sehr scheu. Auf dieser Route sollen sie angeblich ziemlich leicht zu sehen sein. Pustekuchen, das war ein Satz mit X, das war wohl nichts.
Wasserlöcher Nahe Namutoni Nachmittags ging es Richtung Halali, zum westlichsten Punkt unseres Tagestrips. Das Wasserloch Kalkheuwel führte zwar etwas Wasser, wurde aber von den Elefanten besetzt. Alles war mit einer dicken Schicht Staub bedeckt, weiß getünchte Bäume und Sträucher säumten das Areal. Ein Nashorn durstig, mit sicherem Gang zum Wasser, hatte seine Schwierigkeiten ans Wasser zu kommen. Die Elis hielten abwechselnd Wache, um ihren Nachwuchs zu schützen. Auch Oryx, Giraffen usw. mussten warten bis die Dickhäuter ihren Durst gestillt hatten
Dickhäuter unter sich
Elis auf dem Weg zum Wasserloch Kalkheuwel
Klein Namutoni steuerten wir als letztes Wasserloch für diesen Tag an und wurden von reichlich Dickhäutern begrüßt. Es herrschte ein reges kommen und gehen. Zu unserer Überraschung streifte sogar eine Tüpfelhyäne am Wasserloch herum. Schöner kann man den Tag kaum ausklingen lassen. Die Uhr im Blick bei untergehender Sonne genossen wir das goldene Fotolicht. Wir wären gerne länger verweilt, da das Gate um 16:30 schloss mussten wir leider Abbrechen.
am Wasserloch Klein Namutoni
Tüpfelhyhäneam Wasserloch Klein Namutoni
Auf dem Rückweg zum Gate hatten wir dann doch noch unsere Erstsichtung, gleich drei Dikdiks direkt neben der Pad, noch schnell ein Foto und dann nichts wie zum Gate.
Dikdik
Kaputt, verstaubt und durstig erreichten wir nach 228 km Pirschfahrt Mushara. Ein kühles Bier, duschen und dann schnell zum Essen, es war ein Tag mit einigen tollen Sichtungen. Unsere Highlights waren: Tüpfelhyäne, Nashorn mit Elis, das Straußenbad und natürlich die kleinste Antilope, das Dikdik.
Am nächsten Tag ging es auf Pirschfahrt von Mushara bis Vreugde Guest Farm, außerhalb des Parks, hinter dem Anderson Gate gelegen.
Carpe diem
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Ev. gibt es einen Bottle Store welchen wir aber nicht fanden
Hallo Klaus, es gibt sogar zwei davon- einer direkt neben dem Eingang von SuperSpar 😎 Aber Ihr habt’s ja überlebt… Danke für den Bericht, der natürlich Begehrlichkeiten weckt…. Freue mich auf die Fortsetzung Friederike
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201615. Mai 2021 · #15
Hallo Friederike, ich habe gerade mal auf der Karte reingezoomt, Ups da hatten wir wirklich Knöpfe auf den Augen 😎 Liebe Grüße Klaus
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201616. Mai 2021 · #16
Pirschfahrt vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate
Der Etosha Park, vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate, stand heute auf unserem Programm. Wir wollen unser Quartier in die Nähe des Anderson Gate verlegen und den Tag als Pirschfahrt entlang der großen Salzpfanne nutzen. Wieder hieß es früh aufstehen, ein schnelles Frühstück und ab zum Gate.
Etosha Pirschfahrt vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate
Riss am Tsumcor Wasserloch Tolle Sichtungen am Tsumcor Wasserloch vom Vortag hatten uns neugierig gemacht und wir hofften, dass am Morgen das Wasserloch wieder gut besucht ist. Der Abstecher lohnte sich. Am Wasserloch angekommen wurden unsere Blicke von vielen Tieren direkt an der Tränke angezogen. Es brauchte etwas bis wir bemerkten, dass am Buschwerk am äußersten Rand der Punk abging. Erst mit dem Fernglas war zu erkennen, 4 Tüpfelhyänen bedienten sich an dem frischen Riss eines Zebras. Rund 40 Geier standen zwar Gewehr bei Fuß, die Hyänen waren aber noch beim Frühstück und ließen sie nicht heran. Fünf Schakale teilten sich deren Schicksal, sie hatten sich eingefunden, um an dem Schmaus teilzunehmen. Leider war alles für ein gutes Foto zu weit entfernt. Erst nachdem der Hunger gestillt war und Hyäne, Schakal und Geier ihren Durst stillten wurde die Distanz zum Fotografieren besser. Es war für uns ein noch nie gesichtetes Spektakel, immer wieder den Blick zum Riss um dann im Nahbereich den regen Verkehr der anderen Tiere zu bestaunen. Die Tiere hatten keine Scheu trotzdem ein Kamerad gleich nebenan zerlegt wurde.
Wasserloch Tsumcor
Riss am Wasserloch Tsumcor
Tüpfelhyhäne am Wasserloch Tsumcor
Schweren Herzens trennten wir uns von dem Schauspiel mit der Hoffnung auf weitere Sichtungen.
Wasserloch Kalkheuwe Vorbei an den Wasserstellen Groot Okevi und Klein Okevi sowie am Fort Namutoni ging es weiter bis Kalkheuwe. Kurze Stopps an der Strecke ließen jedoch die Uhr ticken, wir mussten aufpassen uns nicht zu verlieren, immerhin standen rund 300 km Strecke auf dem Plan. Drei große Elefantenbullen beherrschten die kleine Wasserstelle Kalkheuwe. Erstaunlich war, die Kleinen, eine Herde Impalas zeigten keinerlei Scheu und erfrischten sich friedlich zu Füssen der Dickhäuter. Zebras, Giraffen und Springböcke rundeten das friedliche Bild ab.
Wasserloch Kalkheuwel Klein gegen Groß
Wasserloch Kalkheuwel
Zebras mit Jungtieren
Etosha Pan und Wasserloch Okerfontein
Um nicht dem Tross der Safari-Fahrzeuge auf der C23 zu folgen, entschieden wir uns für die Pad direkt am Rande der Salzpanne. Der weite Blick über Steppe und Salzpfanne auf der einen und Buschwerk mit einzelnen Bäumen auf der anderen Seite lohnt den Weg. Die Pad selber war in einem miserablen Zustand. Ein Loch am anderen erforderte volle Konzentration. Da Lada in Namibia Fahrer Nummer 1 ist, musste ich mich nur so einklemmen, dass ich nicht laufend herumgewirbelt wurde. Kleiner Hinweis: Lada lässt mich in Namibia nicht ans Steuer da ich deutlich mehr Sichtungen habe, was ja positiv ist. Negativ und auch nicht ungefährlich ist bei meiner Fahrweise, dass ich immer wieder von Objekten abgelenkt werde, was zu wilden Schlenkern führt. Am Wasserloch Okerfontein äste friedlich eine Herde Springböcke, ansonsten nur Stille und die Weite der Etosha Pan. Insgesamt wird das Gebiet immer trockener, nur rund um das Loch ein wenig frisches Grün. Wir bekommen den Eindruck als ob Richtung Westen die Dürre zunimmt.
Springböcke am Wasserloch Okerfontein
Springböcke am Wasserloch Okerfontein
Springböcke suchen den Schatten
Nur wenige Fahrzeuge waren auf der Strecke unterwegs, die Guids in den Safari-Fahrzeugen wollten dies ihren Gästen wahrscheinlich nicht zumuten. Ein freundlicher Fahrer eines entgegenkommenden Autos gab uns Zeichen zum Stoppen und überraschte uns mit dem Hinweis, dass nicht weit entfernt im Busch versteckt ein Löwenrudel liegt. Dankbar für den Hinweis ging es auf die Suche, wir mussten uns aber eingestehen, ohne den Hinweis wären wir sicher vorbeigefahren. Nur der Boss, ein mächtiges Löwenmännchen, war so aufmerksam in brauchbarer Distanz als Modell zu posieren. Seine Frauen waren kaum zu erkennen, versteckt im Gebüsch hinter hohen Gräsern faulenzten sie im Schatten. Sie machten das, was Katzen gerne tun, faulenzen und die Umgebung beobachten. Bei dieser Tageszeit und 32 ºC im Schatten war auch nicht zu erwarten, dass sich an der Situation etwas änderte.
Löwenmännchen
In einiger Entfernung von der Pad im Grenzbereich zur Salzpfanne gab es riesige Herden von Springböcken, Zebras, Kuhantilopen und Gnus zu sehen. Eine Herde Gnus direkt neben der Pad hatte wohl ein Schlammbad genommen und sich eine schützende Schlammschicht zugelegt. Der Kerl sah aus wie aus einer anderen Welt.
Streifengnu frisch aus dem Schlammbad
Blick in die Etosha Salzpfanne
Srauße an der Salzpfanne
Herde rote Kuhantilopen
Wir beobachteten immer wieder Riesentrappen und Strauße aber die restliche Vogelwelt bis auf einen Singhabicht war abgetaucht.
Singhabicht
2 Srauße mit 6 Beinen!! an der Salzpfanne
Riesentrappe
Geschlaucht von der schlechten Pad, aber erfreut über die Sichtungen, gaben wir unser ursprüngliches Vorhaben in Halali zu pausieren auf und beschlossen lieber ohne große Umwege zu unserer Unterkunft, der Gästefarm Freudge, durchzufahren, um dort am Pool ein frisches Bad zu nehmen und zu relaxen. Freudge, 45 km außerhalb des Parks gelegen, erreichten wir nach 288 km um 15:00 Uhr, eine Oase in der sonst staubtrockenen Umgebung.
Guest Farm Vreugde
Übersichtskarte Pirschfahrt vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate
Zur Farm, wo wir zwei Tage verbrachten gibt es reichlich Informationen im nächsten Bericht.
Carpe diem
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Ein kleiner Hinweis: die Gästefarm schreibt sich Vreugde .
LG Logi
elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201617. Mai 2021 · #18
Logi schrieb: Ein kleiner Hinweis: die Gästefarm schreibt sich Vreugde . Logi
Danke, ist mir durchgerutscht 😎 Gruß Klaus
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201619. Mai 2021 · #19
Pirschfahrt von der Vreugde Guest Farm in den Etosha Park
Ein spektakulärer Sonnenaufgang und ein erstklassiges Frühstück auf der Vreugde Guest Farm, da sind wir doch gerne aus den Federn gekrochen. Um 7.00 Uhr, bei frischen 16 ºC und klarem Himmel, starteten wir Richtung Etosha. Bis zum Anderson Gate brauchte es 40 Minuten. Permit vorzeigen und schon ging es voller Erwartung zum Ombika Wasserloch direkt hinter dem Gate.
Sonnenaufgang, ab auf die Pirsch
Einsam stehen wir dort und harren der Dinge, mussten uns aber bald eingestehen, die Objekte unserer Begierde waren wohl keine Frühaufsteher, niemand ließ sich sehen.
Wasserlöcher ohne Wasser Nach dem Motto, das kann ja nur noch besser werden, ging es auf abseits gelegenen Wegen in das Gebiet östlich von Okaukuejo Richtung Halali. Wie erhofft waren kaum Fahrzeuge auf der Strecke, die Tierwelt war bei diesem Desinteresse aber wohl der Meinung da lohnt es nicht sich zu zeigen! Extreme Dürre und ein Buschbrand im letzten Jahr hatten die Vegetation schwer gezeichnet. Eine rissige Staubfahne war alles was uns begleitete. Die Piste selber war ruppig und erforderte volle Aufmerksamkeit, Pflege hatte sie schon lange nicht erlebt.
Olifantsbad
Termitenhügel am Olifantsbad
Zwei einsame Elefantenbullen, etwas Federvieh und Einsamkeit, das war’s. Die Wasserstellen Gaseb, Gemsbokvlakte und Olifantsbad waren ausgetrocknet und nur noch als Kulisse einer Apokalypse brauchbar, Endzeitstimmung im Etosha!
Namaflughuhn
Elefantenbullen im Busch
?? Trappe
Nach rund zwei Stunden Fahrt in dieser unwirklichen Umgebung dann ein Lichtblick, besser ein Wasserfleck, die Quelle Aus mit Kudus, Springböcken und Zebras. OK, wir hatten uns mehr erwartet, waren aber happy mit den Akteuren. Nach 30 Minuten waren wir uns aber einig, wir versuchen es an anderer Stelle. Ein zutrauliches Steinböckchen war der einzige Lichtblick in dieser verdorrten Umgebung.
Kudus am Wasserloch Aus
Zebras am Wasserloch Aus
Steinböckchen
Ausgetrocknete Wasserstellen Ondongab, Kapupuhedi und Nebrownii an der Salzpfanne gelegen, waren unsere Wegbegleiter. Das Quellen bei der Dürre austrocknen ist mir ja verständlich, dass aber die Bohrlöcher mit ihren Pumpen kein Grundwasser fördern, machte mich nachdenklich. Sollte der Grundwasserspiegel so weit abgesunken sein oder war es einfach nur schlechte Wartung? Die Quintessenz kein Wasser, d.h. auch keine Tiere. Unser Eindruck war: Der mittlere Teil des Etosha Parks leidet besonders unter der Trockenheit und die Tierwelt hatte sich in andere Bereiche des Parks zurückgezogen. Vor 2 Jahren sah es in dem Gebiet noch viel besser aus. Rund um Okaukuejo gab es nur Dürre und Staub.
Okaukuejo Camp Unseren Plan bis zum Geisterwald, mit seinen Moringa Bäumen zu fahren, gaben deshalb auf und steuerten den Picknick-Platz im Okaukuejo Camp an. Nicht nur unser Magen verlangte nach Nahrung, auch unser Hilux wollte Nachschub. Einige Kleinigkeiten wollten wir im Shop des Camps auffüllen, ein Blick hinein war ernüchternd, ein trostlos präsentiertes minimales Angebot verleitet sicherlich nur wenige zum Kauf.
Der Picknick-Platz, im Schatten riesiger Bäume, war ansprechend und wenig besucht. Kaum hatten wir unsere Vorräte ausgebreitet und ein Gläschen kühlen Rose eingeschenkt, gesellten sich Gäste zu uns. Einiges Federvieh, erpicht auf herabfallende Krumen und Erdmännchen in Erwartung am Tisch Platz zu nehmen.
Gelbschnabeltoko
Siedelweber
?? Taube
Akaziendrossel ??
Rotbauchwürger
Schildrabe
Natürlich ging es auch zum Wasserloch, welches wir vor 2 Jahren für lange Zeit Abends besuchten. Damals gab es reichlich Aktion, diesmal am frühen Nachmittag bei 33 ºC verirrte sich nur ein einzelner Springbock ans Wasser.
Springbock am Okaukuejo Wasserloch
Erdhörnchen
Unsere Entscheidung, zurück nach Vreugde, war schnell getroffen, da wollten wir doch lieber das Flair einer grünen Oase genießen und auf der Farm abhängen.
Vreugde Guest Farm Nähert man sich der Vreugde Guest Farm glaubt man an eine Fata Morgana. Inmitten staubtrockener Landschaft wachsen Palmen, Moringa Bäume und vieles mehr. Alles ist saftig Grün. Rachel, die Frau des Besitzers, hatte uns bereits am Vortag freundlich begrüßt und uns unser Zimmer, eine Hälfte eines reetgedeckten Bungalows zugewiesen. Wir waren hochzufrieden, die anderen Bungalows sind zwar hübsch, aber nicht zu vergleichen mit dem Flair eines Gebäudes im historischen Kolonialstil.
Doppelbungalow mit Reetdach
Pool Vreugde Guest Farm
Standard Bungalow
Der Pool mit seinen Liegen war ein vorzügliches Plätzchen zum Ruhen, Planschen, Erfrischen, Lesen und um Tagebuch zu führen. Als Sundowner ein Gin Tonic, da vergisst man schnell die Weltuntergangsstimmung im Etosha. Am ersten Abend war die Farm mit 12 Personen ausgebucht, eine Gruppe von Carsten Möhle mit Guid Uwe, eine Familie und wir. Das Essen auf der Terrasse unter großen Bäumen serviert war vorzüglich. Kudu-Steaks mit Pilzen, Oryx-Pasteten, Salat und Apfelkuchen als Dessert.
Termitenpilze Pilze in Namibia, da waren wir überrascht, Aufklärung tat not! Rachel konnte uns eine Spezialität Namibias „Termitenpilz“ frisch aus dem Garten, richtigerweise vom Termitenhügeln geerntet, servieren. Wie sie erzählte für diese trockene Jahreszeit außergewöhnlich. Bei meiner Recherche zu diesem außergewöhnlichen Pilz fand ich folgenden Bericht: „Es ist Omajowa-Zeit in Namibia!“ im Namibia Forum.
Nach guten Sommerregen taucht der Omajowa – ein riesiger wild wachsender Pilz – aus dem Fundament von Termitenhügeln auf und liefert köstliche ‚Veldkos‘ für alle. Der Termitenpilz ist eine Delikatesse für Mensch und Tier.
Namibia hatte uns mal wieder mit einer Besonderheit überrascht.
Farmleben auf der Vreugde Guest Farm Neben den Pilzen gab es in Rachels Garten einiges zu bestaunen. Eine unglaubliche Vielzahl an Obst und Gemüse gedeiht dort. Mit einem unterirdischem Bewässerungssystem, übernommen von der israelischen Landwirtschaft, bringen sie auf der Farm für Namibia ungewöhnliche Dinge zum Gedeihen. Alles muss aber vor der Tierwelt geschützt werden. Ohne schützende Zäune wäre es ratzfatz weggefressen. Einen ungebetenen Gast gibt es trotzdem, eine Würgeschlange hat sich den riesigen Bambus am Rande des Gartens als Quartier ausgesucht. Danie, unser Farmer, ist nicht erfreut, ein Hund und zwei Hühner mussten schon dran glauben. Die Jagd auf die Schlange war bisher leider vergeblich. Für die zu der Zeit auf der Farm lebenden Hunde eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Einer der beiden, Bessi, hatte mich wohl ins Herz geschlossen und wachte Nachts im Sessel vor unseren Bungalow. Lada der Hundeflüsterer wurde ganz neidisch! Den Gemüseanbau durch Mitarbeiter fördert der Besitzer zusätzlich. Das Gemüse wird von den Einheimischen selber verwertet und der Überschuss von der Farm aufgekauft, ein schöner Nebenerwerb der Mitarbeiter.
Dinner
Gartenanlage Vreugde Guest Farm
Pflanzenwelt
Am zweiten Tag waren wir die einzigen Gäste und hatten so Gelegenheit mit Rachel und ihrem Mann Danie nette Gespräche zum Farmleben zu führen. Die Farm ist ein reiner Viehbetrieb mit Brahman Rindern. Rund 100 Rinder leben auf der Farm, mehr geht nicht. Das begrenzte Nahrungsangebot der Weidefläche lässt nicht mehr zu. Um in dem Trockengebiet überhaupt Viehwirtschaft zu betreiben, hat die Farm 8 Wasserlöcher angelegt, um mit Pumpen Grundwasser aus der Tiefe zu fördern. Die laufende Pflege fordert dem Farmer viel ab. Ohne den kleinen zusätzlichen Touristikbetrieb wäre ein Überleben kaum möglich! Pirschfahrt
Resümee: Das Besondere an dieser Farm ist die persönliche Note, alles auf dem Tisch ist ökologisch angebaut. Die Vreugde Gästefarm ist definitiv einen Aufenthalt wert. Die Entfernung bis Ethosha haben wir gerne in Kauf genommen.
Carpe diem
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elotseThemenstarter191 Beiträge · seit 201623. Mai 2021 · #20
Westteil des Etosha Parks -vom Anderson Gate bis Dolomite
Den Westteil des Etosha Parks wollten wir erkunden und starteten dazu frühmorgens von der Vreugde Gästfarm. Rund 250 km hatten wir für diesen Teil des Parks eingeplant. Markant ist, dass in diesem Teil von Etosha deutlich weniger Besuchern anzutreffen sind. Bereits 2017 hatten wir die Strecke in umgekehrter Richtung erkundet und wollten nun unsere Eindrücke auffrischen.
Basierend auf den Erfahrungen des Vortags, mit Staub, Dürre und wenigen Sichtungen ging es direkt durch bis zum Leeubron Wasserloch, leider auch ohne Wasser und Tiere. Erst langsam veränderte sich die Vegetation, es wurde etwas grüner, das Gesamtbild war aber unverändert, trockene Steppenlandschaft.
Moringa Forest -Giraffe zupft Blätter Zebras haben Wegerecht Schakal versteckt sich im Buschwerk
Moringa Forest -Der Märchenwald im Westteil des Etosha Parks Dieser einzigartige Wald liegt etwa 32 Kilometer westlich von Okaukuejo und erstreckt sich über eine Fläche von einem Quadratkilometer. Einige Giraffen am Wegesrand und vereinzelte Vögel, mehr gab es nicht zu bestaunen. Der Name Märchenwald hatte bei uns jedoch zu einer falschen Erwartungshaltung geführt. Einen Wald hatten wir uns anders vorgestellt. Die Moringa Bäume mit ihren knorrigen Stämmen sind zwar reichlich zu finden, als Wald würde ich dies aber nicht definieren. Die San beschrieben die Moringa Bäume als verkehrte Bäume, da sie glaubten, die Bäume seien vor Wut aus dem Paradies geworfen worden und kopfüber gelandet. Etosha ist wohl der einzige Ort an dem die Bäume in solchen Mengen in den Ebenen wachsen.
Wasserloch Ozonjuitji m’Bari Bis zum Wasserloch Ozonjuitji m’Bari waren alle anderen Wasserstellen trocken gefallen, entsprechend hoch war der Andrang an der einzigen kleinen Wasserstelle weit und breit. Herden von Zebras, Springböcken und Oryx tummelten sich dort. Reichlich vorhandener Dung von Elefanten war zwar vorhanden, die Dickhäuter ließen aber nicht sehen. Insgesamt war es eine schöne Stelle um in aller Ruhe das Treiben der Tiere zu beobachten. Nur ein weiteres Auto gesellte sich zu uns, ein deutlicher Unterschied zum Ostteil des Parks, dort ist eine solche Situation eher die Ausnahme. Wasserloch Ozonjuitji m’Bari Nicht weit hinter der Wasserstelle im Schatten der Büsche entdeckten wir ein Rudel von 5 Löwen, eventuell waren es auch mehr. Leider waren sie recht versteckt und waren auch nicht bereit sich zum Fotoshooting in Position zu bringen. Der Platz war strategisch für die Gruppe super gelegen, das Futter zieht in kurzer Entfernung vorbei zum Wasserloch, da braucht es keinen großen Aufwand um den Magen zu füllen! Löwenrudel
Olifantsrus Campsite und Wasserloch Rund 125 km westlich von Okaukuejo liegt Olifantsrus, eine Campsite, Picknick Platz und eine spektakulärer Hide direkt am Wasserloch. Der Picknickplatz ist schön gelegen mit schattigen Tischen und Bänken, ein idealer Ort um Durst und Hunger zu stillen.
Highlight des Camps ist das Wasserloch. Aus einem doppelstöckigen Hochsitz (Hide) heraus kann man die Tiere beobachten und kommt ihnen so nah wie wohl sonst nirgends. Je nach Ebene hat man sehr spezielle Perspektiven. Von oben auf die Tiere herunter, das ist schon sehr einzigartig. Der Elefantenkopf ist nicht weiter als ein paar Meter von einem entfernt. Auf der unteren Ebene kann man den Tieren direkt ins Maul schauen, der geringe Abstand, nur „geschützt“ durch eine Glasscheibe, ist gewöhnungsbedürftig. Das Wasserloch ist beliebt bei Elefantenherden, woher das Camp seinen Namen hat – „Olifantsrus gleich Elefanten-Raststätte“.
Bei unserem Besuch wimmelte es nur so von Tieren: Gnus, Oryx, Zebras, Kuhantilopen, Strauße und Springböcke kamen und gingen. Die friedliche Ruhe war aber vorbei als zwei mächtige Elefantenbullen sich rasch dem Wasserloch näherten. In kürzester Zeit geriet alles in Aufruhr, die zwei wühlten das Wasser auf und plantschen wie ausgelassene Kinder. Nachdem sie das Wasser in ein Schlammloch verwandelt hatten, zeigte sich, dass sie dort wohl öfters einkehrten. Zielsicher ging es an den Einlauf des Wasserlochs wo sie ihren Durst mit frischem Wasser stillen konnten. In dieser Nähe und Intensität hatten wir Elefanten noch nie erlebt.
Wasserloch Olifantsrus Elefant in ungewohnter Perspektive Zebra mit Jungtier Wasserloch Olifantsrus -Gnus
Bei dem Rummel am Hide konnten wir uns kaum loseisen. Ich muss aber noch einen kleinen Hinweis loswerden, 2017 hatten wir den Picknickplatz auch besucht und oh Schande auf unser Haupt, die Attraktion Hochsitz inkl. Wasserloch, nicht entdeckt. Da muss man schon ganz schön blind sein. Die Pad in diesem Teil des Parks, war ein Desaster, sehr tiefe Löcher in der Wellblech Pad strapazierten uns und die Federung unseres Hilux. Eine große Baustelle in Höhe des Rastplatzes und reichlich Arbeiter in Aktion lässt aber eine rasche Besserung erwarten.
Dolomite Camp im Westteil des Etosha Parks Landschaft rund um Dolomite
2017 hatten wir in der Nähe des Gates, in der Hobatere Lodge, übernachtet. Recht negative Berichte zum Dolomite Camp hatten uns dazu bewogen. Eine Besichtigung von Dolomite hat uns aber umgestimmt diesmal Dolomite zu buchen. Dolomite Camp, im äußersten Westen des Parks, ist nur für eine kleine Anzahl von Besuchern ausgelegt. Unser Deluxe Zelt Nummer 20, mit einem erhabenen Blick über die endlose Prärie des Etosha Nationalparks und mit kleinem privat Pool war gigantisch. Wir hatten zwar im Vorfeld versucht einen Bungalow mit direktem Blick auf das Wasserloch zu bekommen, leider ohne Erfolg. Eine solche Vorbuchung sei nicht möglich! Tipp: Nur Bungalow 13+14 haben das Wasserloch im Blick. 13, 19 und 20 sind in der Deluxe Ausführung. Ein Überlaufschwimmbecken mit irrem Blick in die Ebene und eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Wasserloch bieten Unterhaltung, aber nur wenn die Protagonisten mitspielen. Der Sundowner im Pool/Barbereich ist ein idyllischer Platz zum Genießen und um den Sonnenuntergang zu beobachten. Zum Abendessen stehen zwei Restaurants zur Verfügung, ich hatte uns vorsichtshalber ein schönes Plätzchen reserviert, wir wollten ja nicht den Katzentisch erwischen. Das Essen wird in der abseits gelegenen Küche zubereitet, d.h. der Service muss lange Wege zurück legen. Geschützt durch eine Speiseglocke kam es warm auf den Tisch. Service und Qualität waren überdurchschnittlich. Es gab Oryx und Rinderfilet Medium rar mit leckeren Beilagen.
Dolomite Camp -Deluxe Chalets Dolomite Camp -Restaurant Dolomite Camp -Blick in die Ebene
Resümee: Wir haben uns rundherum wohlgefühlt und würden immer wieder in Dolomite buchen.
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