Reisebericht

Namibia Rundreise zwischen Etosha, Fish River, KTP

von elotse · begonnen 06. Mai 2021 · 29 Teile

Teil 106. Mai 2021
Die Coronazeit machts möglich, alte Schätze werden gesichtet und aufgearbeitet. Nachdem ich bisher nur Fragen in dem Forum stellte und viele Infos erhalten habe möchte ich mit einem kleinen Reisebericht etwas beisteuern.

Unsere zweite große Namibia Rundreise zwischen Nord und Süd führte uns zu spannenden Pirschfahrten im Etosha Nationalpark, in einen der tiefsten Canyons der Welt, dem Fish River Canyon, in die Kalahari des Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) und viele weitere Ziele. Wir erlebten Namibia mit all seinen Facetten. Beim Besuch von Farmern und den Bushmännern bekamen wir die kulturelle und ethnische Vielfalt zu spüren und lernten gleichzeitig die Relikte der Kolonialzeit kennen. Als Selbstfahrer konnten wir alles individuell Planen, stoppen da wo wir ein besonderes Highlight entdeckten und dabei genügend Zeit zum Entspannen und Genießen finden.

Unsere erste Rundreise in Namibia und seinen Nachbarn war 2017, das Land hatte uns in seinen Bann gezogen und verzaubert. 2017 hatten wir uns auf den nördlichen Teil des Landes konzentriert und die Highlights Windhoek, Sossusvlei, Swakopmund, Namib, Etosha, Caprivi bis zu den Victoria Falls besucht. Dieses Mal ging es zwar wieder zum Etosha, wir konnten es nicht lassen, ansonsten waren aber neue Ziele mehr im Süden des Landes unser Ziel.

Wir sind keine Abenteurer, sind aber immer offen für Neues. Ein Zelt oder Übernachtung auf dem Autodach ist nicht unser Ding. Unsere Übernachtungen sind deshalb ein Mix aus Lodges, Gästefarmen und Zelt Camps. Die Nähe und das Gespräch mit den Einheimischen, manchmal auch das gemeinsame Essen sind Dinge die wir genießen.

Tagesstrecken über 300 km vermeiden wir, wir wollen an der Strecke immer genügend Zeit zur Verfügung haben und spätestens am frühen Nachmittag in unserer Unterkunft ankommen um die Angebote der Farmen und Lodges nutzen. Überwiegen bleiben wir für zwei Nächte um die nähere Umgebung zu erkunden oder einfach nur zu relaxen. Die grenzenlose Weite Afrikas, die unglaubliche Vielfalt der Tierwelt und Farbenpracht der Landschaft verleitet zum Träumen.

Die Sonnenuntergänge in ihrem gigantischen Feuerspektakel, das Firmament mit seiner gigantischen Anzahl von Sternen, werden uns lange in Erinnerung bleiben.

Das Afrika Fieber hat uns gepackt, wir planen schon wieder.

In dieser Übersicht findest Du die gesamte Route mit allen Lodges, Farmen und POIs. Berichte zu den einzelnen Streckenabschnitten und Unterkünften folgen, also einfach wieder vorbeischauen. Ich hoffe zwar das Corona uns das Reisen bald wieder ermöglicht, noch finde ich aber Zeit zum Schreiben.

Namibia Rundreise im Überblick
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Leider ist es so, dass ich hier im Forum keine Google Karte per Ifram einbinden kann. Auf meiner Webseite https://www.kk4you.de/namibia-rundreise-zwischen-etosha-und-ktp/ könnte Ihr aber die interaktive Karte anschauen. Dort kann bis in kleine Details hinein gezoomt werden

Reisezeit: 1. Mai bis 4. Juni 2019
Auto: TOYOTA Hilux 2.5TD DOUBLE CAB 4×4
Gesamtstrecke: 5800 km
Anreise: Direktflug Air Namibia Airbus A330-200 Frankfurt - Windhoek
Teilnehmer: Lada und Klaus Keuthen aus Esslingen
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Streckenabschnitte
  • Mietwagenübernahme African Tracks bis Düsterbrook Guest Farm
  • Düsterbrook Guest Farm bis Okonjima Lodge
  • Okonjima Lodge bis Waterberg Wilderness Lodge
  • Waterberg Wilderness Lodge bis Mushara Bush Camp
  • Mushara Bush Camp -Pirschfahrt 1 Etosha -Mushara Bush Camp
  • Mushara Bush Camp -Pirschfahrt 2 Etosha bis Vreugde Guest Farm
  • Vreugde Guest Farm -Pirschfahrt 3 Etosha -Vreugde
  • Vreugde Guest Farm -Pirschfahrt 4 Etosha bis Dolomite Camp
  • Dolomiete Camp bis Vingerklip Lodge
  • Pirschfahrt Vingerklip Rock
  • Vingerklip Lodge bis Ai Aiba Rock Painting Lodge
  • Ai Aiba Rock Painting Lodge bis Namib Valley of a Thousand Hills Lodge
  • Off Road Thausand Hills Lodge
  • Namib Valley of a Thousand Hills Lodge bis Fest Inn Fels Farm Lodge
  • Fest Inn Fels Farm Lodge (Ranch Koiimasis) bis Cormorant House
  • Rund um Lüderitz -Kolmanskop und Diaz Point
  • Cormorant House bis Alte Kalkofen Lodge
  • Alte Kalkofen Lodge bis Canyon Lodge
  • Canyon Lodge -Fisch River Canyon -Ai-Ais
  • Canyon Lodge bis Mesosaurus Fossil Bush Camp
  • Mesosaurus Fossil Bush Camp bis Kalahari Game Lodge
  • Kalahari Game Lodge bis Nossob Rest Camp
  • Nossob Rest Camp bis Wilderness Camp Gharagab
  • Wilderness Camp Gharagab bis Nossob Rest Camp
  • Pirschfahrt rund um Nossob Rest Camp
  • Nossob Rest Camp bis Kalahari Tented Camp
  • Kalahri Tented Camp bis Lapa Lange Game Lodge
  • Lapa Lange Game Lodge bis African Tracks
  • Gerne beantworte ich Fragen zu den Details der Reise im Forum oder auf meiner Webseite
    https://www.kk4you.de/namibia-rundreise-zwischen-etosha-und-ktp/

    Wir freuen uns über Eure Begleitung bei unserer zweiten Reise in Namibia.
    Wer die Kommentare und Antworten zwischen den Etappen nicht lesen möchte, klickt oben rechts auf die Sonne.
    Liebe Grüße
    Lada und Klaus
Teil 207. Mai 2021
Anreise mit Bus, Bahn und Flieger nach Windhoek

Tag der Arbeit 1.5.19, ein guter Tag um für 5 Wochen Deutschland den Rücken zu kehren! Es wurde auch Zeit. Die Planung lag ja inzwischen rund ein Jahr zurück. Viel Zeit hatten wir darauf verwendet, reichlich Tipps von den Fomis erhalten und gleich zweimal unsere Erstplanung über den Haufen geworfen. Hane unser Chef-Consultant mit ihrem Erfahrungsschatz ist dabei besonders hervorzuheben. Nachdem die Planung abgeschlossen und die Buchungen der Unterkünfte, unter Zuhilfenahme von InfoNamibia, unter Dach und Fach waren mussten wir zuletzt nochmals den zeitlichen Ablauf wegen der Verfügbarkeit der KTP Wilderness Camps ändern.
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Redi zum Start

Buchung im Kgalagadi Transfrontier Park (KTP)

Die Buchungen im KTP waren mehr wie problematisch. Die Camps waren einfach nicht so zu bekommen wie gewünscht. Erfreulich war dann aber, dass wir  6 Nächte im KTP ergatterten. Es waren zwar nicht unser Traum Camps, aber akzeptabel. Zu dem Thema Buchungen im KTP  gibt es ja reichlich Berichte hier im Forum.  Kritisch zu diesem Zeitpunkt war, dass wir an einem Tag vom Kalahari Tented Camp nach Gharagab fahren sollten, dies wäre eine Gewalttour geworden! Wir hatten Gott sei Dank nach der Buchung reichlich Zeit um unter Nutzung des Tools SANPark Notifier nach Alternativen zu suchen. Erst kurz vor Beginn der Reise dann die Überraschung,  wir hatten das Glückslos in der KTP Lotterie gezogen und konnten die Strecke mit einer Zwischenübernachtung in Nossob in zwei Etappen auflösen.

Bus und Bahn zum Flughafen Frankfurt
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Flughafen Frankfurt

Bei der Anreise zum Flughafen Frankfurt hatten wir reichlich Zeit eingeplant, ich bin, nachdem ich früher wegen Verspätung der Bahn einen Flug verpasste lieber auf der sicheren Seite, es sollte ja kein Stress werden. Plant man reichlich Zeit ein, läuft alles pünktlich ab. Der Feiertag tat sein übriges, Bahn und Bus waren nur spärlich belegt. Der Schalter von Air Namibia war aber so früh noch nicht belegt, weshalb wir mit unserem Gepäck die Zeit in der Ladenstraße des Flughafens tot schlugen.

Als wir endlich unser Gepäck in die Verantwortung der Airlines übergeben hatten, musste noch "ein" Bier an der Bar zur Einstimmung auf die Reise her, wir hatten ja Zeit! Der Schreck fuhr uns dann aber in die Knochen als wir über die Lautsprecheranlage des Flughafens gesucht wurden. Vor lauter Zeit hatten wir die Uhr total aus dem Auge verloren und mussten nun durch den Flughafen spurten. Das kann auch nur uns passieren. Hinter uns wurde sofort das Gate geschlossen. Eine tolle Leistung?

Flug mit Air Namibia
Unsere Entscheidung bezüglich der Airline, war orientiert daran, dass wir einen Direktflug von Frankfurt wollten. Die Umsteigerei wie bei unserer letzten Reise über Johannesburg wollten wir uns nicht wieder antun. Condor als Alternative schied für mit 186 cm aus, mein Fahrgestell in deren Hänchenfrachtern mag auf einer Kurzstrecke akzeptabel sein, nicht aber bei 10 Stunden Flug. Air Namibia ist da etwas freizügiger bestuhlt, ein großer Unterschied war es jedoch nicht, egal jeder Zentimeter zählt. Insgesamt waren wir mit dem Flug zufrieden. Der Flug war pünktlich und angenehm, der Service hat jedoch Luft nach oben und das Entertainment System gab bereits kurz nach dem Start seinen Geist auf. War für mich nicht so schlimm war, 4 Std. konnte ich mit Unterstützung einer Schlaftablette pennen, Lada war dies Glück nicht gegeben. Sie war nach der Landung recht gerädert.

Die Ankunft war nach Plan, aber unser Shuttle Service hatte uns wohl später erwartet. Dies stellte jedoch kein Problem dar, es galt ja noch Bares zu besorgen. Bei einer Schlange von 10 Personen vor dem ATM Automaten konnten wir die Zeit gut gebrauchen. NAM Dollar wollte der Automat jedoch nicht rausrücken, dies führt zu einiger Verwirrung bei anderen Reisenden. Es gab nur ZAR mit einem Limit von 200 ZAR. Dies war aber kein Problem, man konnte die Karte mehrfach verwenden.

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Mietwagenfirma African Tracks 4x4 Car Hire

Mietwagenübernahme

Ein freundlicher Mitarbeiter von African Tracks war danach schnell gefunden. In den rund 40 Minuten bis zur Firma galt es bereits die ersten Tiere zu bestaunen. Ein Rudel Steppenpaviane, 2 Rudel Rote Kuantiloppen  und einiges Kleingetier begrüßte uns.

Die Übernahme des TOYOTA Hilux 2.5TD DOUBLE CAB 4×4 ging schnell und reibungslos vonstatten. Alle Sonderwünsche wie 12 V Kühlschrank, zweite Batterie, Sandmatten, Kompressor, 2 Ersatzreifen, Campingtisch und Campingstühle waren vorhanden. Der Wagen, 2 Jahre alt mit rund 100.000 km machte einen guten Eindruck, die Reifen waren in vernünftigem Zustand. Erfreulich war auch, das die Dame an der Rezeption ein einwandfreies Deutsch sprach, was wir während der Reise zu schätzen lernten, dazu aber später mehr.

Nun galt es unsere Vorräte aufzufüllen, dazu deponierten wir unser Gepäck in der Firma und ab ging es zum Spar in die Maerua Mall. Das Angebot überrascht uns aufs Neue, selbst so exotische Dinge wie Sauerkrautsaft fanden wir vor zwei Jahren dort, leider diesmal nicht. Bitte nicht erschrecken, ich trinke dieses Ekelgebräu nicht. Selbst der Geruch führt bei mir zum Brechreiz. Lada steht auf diesen Morgendrink, dann ist die Verdauung geregelt. Sie musste diesmal ohne auskommen.

Alles wurde schnell verstaut, das Gepäck bei Arican Tracks abgeholt werden und schon ging es raus aus Windhoek Richtung Norden zur Düsternbrook Gästefarm. Die 58 km zur Farm waren schnell geschafft, wo wir bereits um 13:00 Uhr ankamen. Frühzeitig zum Entspannen und Relaxen nach dem langen Flug.

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Gater Gästefarm Düsternbrook

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Empfang Gästefarm Düsternbrook
Teil 310. Mai 2021
Düsternbrook Guest Farm, Übernachtung außerhalb Windhoek

Nach einem langen Nachtflug von Frankfurt nach Windhoek ist es empfehlenswert in der näheren Umgebung von Windhoek zu übernachten, wir hatten uns dazu die Gästefarm Düsternbrook ausgesucht, sie liegt in angenehmer Entfernung zur Hauptstadt. Wir wollten Stressfrei die Reise beginnen und nicht gleich Strecke machen.

Nach ca. 30 km auf der B1 Richtung Norden geht es links ab zur Farm. Ab dort geht es auf der „Farmpad“ zum Empfang. Auf dem Weg begrüßten uns schon die ersten Giraffen. Die Lage und Landschaft sind wirklich toll. Die Begrüßung durch die Mitarbeiterin am Empfang war professionell und knapp, Hilfe mit dem Gepäck gab es nicht.

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Begrüßung durch Giraffen

Kathrin Luxury Suite
„Leider“ war das von uns im Felsenhaus gebuchte Zimmer nicht verfügbar! Das Angebot eines kostenlosen Upgrades auf die Kathrin Suite nahmen wir gerne an. Das beste was die Farm zu bieten hat, ein fantastisch in den Felsen gebautes Zimmer mit einer Terrasse und Blick zum Wasserloch bzw. ins Gelände.
Nach einem kurzen Nickerchen ging es dann ans aufräumen, in Windhoek hatten wir alles nur ins Auto geworfen. Alles musste raus und in Säcke und Schachteln verteilt werden, wir wollten ja nicht 5 Wochen jeden Tag mit der Unordnung leben.
Unsere Terrasse war der Hit, in dem darunter liegenden Trockenfluss gab es reichlich was zu staunen. Zebras, Gnus, Affen, Oryx, rote Kuhantilopen und welche Freude, sogar zwei Nashörner zogen vorbei. Da brauchte es keinen Game-Drive, wir nutzten lieber den schönen Pool zum Relaxen und unsere Terrasse.

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Kathrin Luxury Suite

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Inneneinrichtung Kathrin Luxury Suite

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Blick von der Terrasse -Nashörner im Flussbett

Düsternbrook Farm
Eine kleine Rundwanderung in der näheren Umgebung war für mich aber zwingend, ich musste mein Fahrwerk nach der langen Sitzerei in Gang bringen. Die Anlage ist gepflegt, ein im historischen Kolonialstil erbautes Farmhaus mit Nebengebäuden. Viele liebevoll gestaltete Details sind geschmackvoll angeordnet. Düsternbrook ist die älteste Gästefarm in Namibia. Ein großzügiger moderner Reitstall nahe der Farm lockt die Gäste, welche auf dem Rücken der Pferde die Gegend erkunden wollen. Ein idealer Aufenthaltsort für die erste Nacht. Bekannte Gesichter aus dem Flieger waren reichlich vorhanden. Ein Blick in deren Standardzimmer war aber ernüchternd, kein Vergleich zu unserer Suite, die Kommentare dieser Gäste zu ihrer Unterkunft waren nicht als Empfehlung zu werten. Unsere Bewertung: In Ordnung für eine Nacht.

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Schönes Ambiente ist reichlich zu finden

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Farmrundgang

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Im Kolonialstil erbautes Farmhaus

Das Abendessen an der gemeinschaftlichen Tafel ist eher sozial als kulinarisch. Alle sitzen in dem sehr ansprechenden Ambiente an einer langen Tafel.

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Dinner im Farmhaus
Johann der Eigentümer begrüßte die Gäste und ein Mitarbeiter sorge für eine ansprechende Konversation. Serviert wurde Vorspeise, zähes „Fleisch“ und Dessert. Aus dem schönen Wildfleisch hätte man sicher etwas Besseres machen können.
Nach einem Absacker an der Bar, netten Gesprächen, Austausch von Erfahrungen und einem letzten Blick zum Firmament vielen wir todmüde ins Bett. Der erste Tag in Namibia, weg vom Rummel der Heimat, wir waren angekommen.

Staudamm / See
Ausgeschlafen und bereit zu neuen Taten ging es zuerst auf unsere Terrasse, um die morgendliche Parade der Tiere im Tal zu bestaunen. Das anschließende Frühstück im Farmhaus war zwar kein Highlight aber in Ordnung. Nachdem alles in unserem Hilux seinen Platz gefunden hatte und die Rechnung beglichen war, nutzen wir den Vormittag noch zu einem privaten Game-Drive auf der Farm. Rund 3 km vom Hauptgebäude liegt ein See in welchem Hippos zu Hause sind.
Der See, richtigerweise ein Staudamm war gut gefüllt und ein idyllisch gelegener Ort mit vielen Wasservögel. Ein Aussichtssteg vor den zwei Hippo Chalets, lädt zum Verweilen und zur Beobachtung der Vogelwelt ein. Leider ließen sich die Hippos nicht blicken.

Das einsam gelegene Chalet, direkt am Seeufer ist ein empfehlenswertes Plätzchen zur Übernachtung und Beobachtung der Tierwelt.

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Talsperre (See)

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Hippo Chalet
Da die Hippos uns nicht begrüßen wollten machten wir uns um 11:00 Uhr auf den Weg Richtung Okonjima. Zwei Nashörner mitten, auf der Pad waren wohl der Ansicht, sie müssten uns verabschieden. Diese Freundlichkeit aus nächster Nähe war uns dann doch etwas suspekt. Mit laufendem Motor, immer bereit zu flüchten, harten wir der Dinge und konnten die Zwei in aller Ruhe beim Frühstück beobachten.

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Zwei Nasshörner auf der Pad

Weiter gehts nach Okonjima.
Teil 411. Mai 2021
Okonjima Lodge
Die zweite Station unserer Namibia Rundreise galt der Okonjima Lodge. Von Düsternbrock ging es auf der B1 Richtung Norden mit einem Zwischenstopp in Okahandja. Der Magen knurrte und mein Bohnensack war noch ohne Füllung. Die Bohnen standen halt nicht auf der Einkaufsliste in Windhoek, Schlamperei!
Um Fragen vorzubeugen, ein Bohnensack ist eine kleine Hilfe für mein Teleobjektiv beim Fotografieren der Tierwelt. Die Füllung kaufe ich immer vor Ort um Platz und Gewicht im Gepäck zu sparen. Als Füllung werden üblicherweise Bohnen verwendet, daher der Name. Der Bohnensack kommt bei mir überwiegend als Unterlage im Autofenster zu Einsatz.

In der Shopping-Mall, direkt an der Straße gelegen, gab es reichlich Füllmaterial, meine Entscheidung fiel auf Vogelfutter. Der Preis ist günstig und das Futter auf der Terrasse zusammen mit einer Vogeltränke lockt die Vögel in gute Fotodistanz. Sicherlich ist das Anfüttern nicht bei Jedermann beliebt, auf den Farmen und Lodges wird aber auch gefüttert, entsprechend groß war das Angebot. Der neben der Mall gelegene Imbiss kam uns zusätzlich gelegen, um den Magen zu füllen.

Okonjima Plains Lodge
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Pad zur Okonjima Lodge

Schnell war die Strecke bis zur Lodge-Abzweigung zurückgelegt wo wir noch rund 20 km auf der Farmpad bis zur Lodge brauchten. Kudu und Gesellen luden dort immer wieder zum Fotostop ein.
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Kudu

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Rote Kuhantilope

Wir hatten uns für das vom Preis erschwingliche Plains Camp entschieden, eine von vier Unterkünften auf dem Gelände. Unser Bungalow S9 etwas abseits gelegen, war sehr großzügig und geschmackvoll eingerichtet. Schon gleich bei Ankunft sagten uns die Warzenschweine guten Tag. Die gesamte Front zur weiten Ebene ist mit einem Panoramafenster versehen, sodass man morgens, noch im Bett liegend, die ersten Antilopen über's Gelände huschen sieht.

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Blick vom Bett auf die Wasserloch-Ebene

Unsere Entscheidung für diese Lodge basierte auf Empfehlungen der Fomis und den Bewertungen in verschieden Portalen. Um es vorweg zu sagen, wir würden sie immer wieder buchen, wir waren vollumfänglich zufrieden.

Das private 20 000 ha große Schutzgebiet Okonjima beherbergt Wildtiere wie Zebra, Giraffe, Eland, Kudu, Oryx, Impala und Springbock sowie eine Fülle von Vogelarten. Ein besonderes Highlight sind die Fotojagden auf Geparden und Leoparden. Touren in dem Gebiet sind nur unter Führung von Guides möglich, diese sind hervorragend und vermitteln neben viel Wissen auch ein Gefühl dafür, wie es ist, einem Tier durch die Wildnis zu folgen. Für die nächsten zwei Tage hatten wir zwei der angebotenen Game-Drives gebucht und hofften endlich Katzen in freier Wildbahn zu entdecken.

Ess- und Loungebereich
Der zentrale Bereich ist großzügig vom Flair aber nicht unser Geschmack, das Wellblechdach vermittelt leider den Charakter einer Halle. Der Blick von der Frühstücksterrasse über die Wasserstelle hinweg in den Busch ist beruhigend und man kann dort viele Tiere und Vögel beobachten. Außerhalb des Essbereiches gibt es jedoch einige lauschige Separees wo wir uns gleich für beide Abende einen Tisch reservierten. Das Essen ist sehr gut, toll angerichtet und das Personal sehr freundlich und hilfsbereit. Das Dinner im Separee bei einem Lagerfeuer, eingehüllt in Decken war ein Genuss. Über uns der Sternenhimmel und ein Schakal welcher immer wieder neugierig seine Runde dreht, dies war genau nach unserem Geschmack.

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Dinner an lauschigem Plätzchen

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Dinner -Oryx Medailon

Zum Tagesabschluss ein Gläschen Rotwein auf unsere Terrasse, Tausende von Sternen und grüne leuchtende Augen im Hintergrund, wer uns dort wohl beobachtet? Zeit unsere Fotos zu sichten, das Tagebuch zu füllen und den Tag Revue passieren lassen.
Teil 512. Mai 2021
Game Drives Okonjima Lodge

Leo Drive
Bereits sehr früh nach einem Mini-Frühstück mit Kaffee und Muffin ging es mit unserem Guid Peter auf die Pirsch. Peter, ausgestattet mit einem Peilsender, wollte zumindest einen der 15 auf dem Areal lebenden Leoparden finden.
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Pirschfahrt am frühen Morgen

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Peter unser Guid mit Peilgerät

Über Stock und Stein, quer durch den Busch, immer auf der Suche nach frischen Spuren, das war gigantisch. Trotzdem die Leos im Park einen Peilsender tragen war es schwierig einen Kontakt zu orten. Dann endlich hatten wir Glück, frische Spuren und eine Peilung zeigten an, da muss einer in der Nähe sein. Fasst hätten wir den Leoparden verpasst, versteckt im dichten Buschwerk lag er. Satt und zufrieden rekelte er sich in der Morgensonne, ein prächtiges Exemplar was wir aus einiger Distanz bewundern konnten. Peter identifizierte ihn als Terra, ein besonders schönes Tier, welches am äußersten Ende des Areals sein Revier hat.

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Leopard Terra

Auf dem Rückweg zum Camp hatten wir das Glück Giraffen, Steinböcke, Zebras, Kuhantilopen, Impalas und eine Erstsichtung, Rappenantilopen zu entdecken. Pech hatten wir aber auch, bei der Querfeldeinfahrt fiel Ladas Kamera in den Fußraum, das Zoomobjektiv war geschrottet.

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Steinböckchen

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Giraffen

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Rappenantilope

Zurück im Camp gab es ein verspätetes Frühstück mit ausgefallenen Spezialitäten wie z.B. 4 Sorten Game-Fleisch. Nach einer so erfolgreichen Pirschfahrt, tollem Frühstück war Relaxen auf unserer Terrasse angesagt. Foto und Fernglas griffbereit durften wir dort laufend Besucher begrüßen.

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Warzenschweine zu Besuch

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Warzenschwein

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Schakal

Cheetah Drive
Am späten Nachmittag ging es mit Peter auf zum Cheetah-Drive. Im Park selber lebt leider nur noch ein Gepard, der Versuch mehre Tiere im Park anzusiedeln ist fehlgeschlagen. Leoparden und Geparden können nicht zusammen, auf einem Areal von 20.000 ha gehalten werden da die Leoparden die Geparden töten. Nahe dem Reservat ist jedoch die AfriCat Foundation angesiedelt, welcher wir einen Besuch abstatteten. Dort lebten zu der Zeit 13 Geparden in großen weitläufigen Gehegen. Die Tiere wurden von Farmen aufgenommen und kranke Tiere in einer eigenen Krankenstation aufgepäppelt. Mit der aktuellen Anzahl der Tiere hat man jedoch das Limit erreicht. Man ist bestrebt die dort aufgenommenen Tiere wieder auszusiedeln, was wegen der durch Zäune geschützten Farmen mit Viehhaltung nicht möglich ist. Das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Landnutzung für die Landwirtschaft führt dazu, dass das verfügbare Land für Geparden knapp wird.

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Geparden

In einem der großen Gehege geht es mit dem Landrover zu fünf dort leben Geparden, welche sich träge unter einem Baum sonnen. Wir konnten die wunderschönen Tiere aus nächster Nähe fotografiere, müssen uns aber eingestehen, dass dies eine reine Touristen-Attraktion ist. Es ist kein Zoo aber nicht der Lebensraum dieser schnellen Jäger. Der Besuch des Cheeta Centers mit einer ausführlichen Information zum Leben und Gefährdung rundete diesen Besuch ab

Ich denke wir werden dies nicht wiederholen. Für viele Besucher aber die einzige Möglichkeit den Tieren so nahezukommen. Da wir bei unserer ersten Namibia-Reise Geparden nicht gesichtet bekamen, war es in Ordnung. Wir hofften jedoch im KTP auf Sichtung in freier Wildbahn.

Weiter ging es dann auf Pirschfahrt mit abschließendem Sundowner.
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Sundowner

Am nächsten Tag ging es weiter zum Waterberg.
Teil 613. Mai 2021
Waterberg -Tafelberg der Kalahari

Der Waterberg (Afrikaans: Wasserberg) ist unser nächstes Ziel. Ein mächtiger Tafelberg etwa 50 km lang und bis zu 16 km breit. Er ragt östlich von Otjiwarongo bis zu 200 m hoch aus der Ebene heraus. Diese Sehenswürdigkeiten im nördlichen Zentrum Namibias kannten wir bisher nur von Fotos. Gemütlich konnten wir die Tagesetappe angehen 107 km auf top ausgebauten Straßen B1/C22 bis zur Abzweigung zum Waterberg Areal. Auf der Gravel Road D2512 ging es bis zum Eingang des Nationalparks Waterberg Plateau. Auf dem Gelände hatten wir uns für die Waterberg Valley Lodge eingebucht.

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Impalas an der Pad zum Waterberg
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Blick zum Waterberg
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Achtung Warzenschweine

Waterberg Valley Lodge
Auf einem Hügel, in einem breiten Tal des Waterberg-Massivs gelegen, bietet die Waterberg Valley Lodge einen fantastischen Blick über die grüne Talsohle auf die roten Bergwände. Die Safari Zeltbauten in der gepflegten Anlage sind sauber und hübsch eingerichtet. Wir waren bereits um 13:00 Uhr dort, um am späten Nachmittag den angebotenen Rhino Drive zu nutzen. Reichlich Zeit zum Relaxen und um ein erfrischendes Bad im kleinen Pool zu nehmen. Die Klippschliefer am Pool waren misstrauisch als wir ihre Tränke zum Baden nutzen wollten. Einige der fetten Kerlchen erwiesen sich als wahre Kletterkünstler, in den Bäumen gab es frisches Grün zum Fressen, für uns ein ungewohnter Anblick.

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Valley Lodge am Fuss des Waterberg
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Safari Zelt Nr.1 der Waterberg Valley Lodge
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Klippschliefer als Kletterkünstler

Einen gut gekühlter Rosewein aus unserem Kühlschrank im Hilux, wollten wir auf der wunderschön gelegenen Terrasse unserer Unterkunft nehmen. Erschrocken mussten wir dabei feststellen, dass die Temperatur viel zu tief eingestellt war, tief gefrorene Tomaten waren das Ergebnis.

Rhino-Drive
Um 16:00 ging es zusammen mit 6 Franzosen für 2,5 Stunden ab in den Busch. Auf dem Areal leben 5 Rhinos und ein Junges, streng bewacht, rund um die Uhr. Leider ist dies wegen der Wilderei notwendig. Unser Guide Thomas konnte uns einiges zur Haltung und der Situation der Nashörner in Namibia erzählen. Der Nashorn-Schutz auf der Farm wird finanziert aus dem Geschäftsmodell Tourismus (650 N$/Pers.). Da die Ranger vor Ort die Position der Tiere den Guides mitteilen ist eine Sichtung garantiert.

Eine extreme Trockenperiode in den letzten Jahren machte es zusätzlich notwendig die Tiere mit Futter zu versorgen. In der Umgebung einer Futterstelle konnten wir in aller Ruhe und aus nächster Nähe die Kolosse bewundert. Ermuntert durch den Guide ging es zu Fuß bis in nächste Nähe der Tiere, wir hatten anfänglich reichlich Respekt das schützende Safari-Auto zu verlassen, unser Aufpasser hatte jedoch alles im Griff, zu mutige wurden rasch zurückgerufen.

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Nashörner beim Dinner
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keine Angst?
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Nashorn

Neben den Riesen gibt es Kleines zu bewunder, die Vögel finden im Heu auch ihr Futter.
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Maisensänger

Zum Abschluss ein Sundowner und mit knurrendem Magen zurück zur Lodge. Das Dinner, ein 5 Gang Menü, auf einer hoch oben thronenden Terrasse überraschte uns mit einer vorzüglichen Qualität auf liebevoll dekorierten Tellern. Leider hatten wir nur einen Tag gebucht, wir wären gerne noch einen Tag länger geblieben, um die Umgebung auf Schusters Rappen zu erkunden.
Teil 714. Mai 2021
Waterberg bis Mushara Bush Camp, Tor zum Etosha Park

Vom Waterberg geht es Richtung Etosha, wo wir in der Nähe des Namutoni Gate das Mushara Bush Camp reserviert hatten. Die Strecke von 320 km auf meist gut ausgebauten Straßen sollte nach Plan in 4,5 Std. zu schaffen sein. Dementsprechend war reichlich Zeit vorhanden zuerst der Nachbar Lodge, der Waterberg Plateau Lodge einen Besuch abzustatten.

Waterberg Plateau Lodge
Auf einer steilen Rampe ging es hoch zur Plateau Lodge, direkt am Fuss des Waterbergs gelegen. Die Chalets der Lodge bieten einen grandiosen Blick über die endlose Buschsavanne der Kalahari. Weil alle Gäste schon abgereist waren, konnten wir in Ruhe alles besichtigen und die Aussicht genießen. Die Chalets zwischen roten Sandsteinfelsen im grünen Busch mit einem eigenen Tauchbecken waren sehr ansprechend und der deutlich höhere Preis sicherlich gerechtfertigt. Uns hatte die Valley Lodge mit seinen Zelt-Chalets besser gefallen, sie vermittelte uns das Gefühl in der Natur zu übernachten.

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Blick vom Waterberg Plateau in die Ebene

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Waterberg Plateau Lodge

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Plateau Lodge mit Minipool

Rinderzucht in Namibia
Um 10:30 Uhr ging es los Richtung Etosha. Bis Grootfontein überwiegend auf Gravel Roads durch Rinderfarmen, immer Gatter auf und zu. Mächtige Brahmane-Bullen in Habachtstellung, direkt neben der Pad, flößten uns gehörigen Respekt ein.

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Brahman Bullen im Streit

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Brahman Rinder

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Gravel Road

Die Rinderherden in Namibia werden auf großflächigen Farmen in Savannen- Landschaften gehalten und die Tiere fressen nur die dort wachsenden Gräser. Sie verbringen ihr ganzes Leben „im Busch“, bis sie schlachtreif sind. Auf diesen natürlichen Weidegebieten werden auch die Kälber geboren, die so lange bei den Mutterkühen bleiben bis sie alt genug sind, um abgesetzt zu werden. Eine Milchwirtschaft gibt es nicht.
Die Sorte „Brahmane“ ist in den trockeneren Gebieten im Nordosten der Republik sehr beliebt, sie kann Hitze besser vertragen als andere Rassen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist ihre Wildheit, Brahman-Kühe sind wehrhafte Mütter, die ihre Kälber gegen Raubtiere verteidigen.

Namibier essen gern Fleisch und finden immer eine Gelegenheit zu grillen, was auch das gesellige Beisammensein fördert. In der Umgangssprache wird Fleischbraten auf dem Rost „braai“ genannt, das Wort stammt aus dem Afrikaansen. Auch Namibias Touristen lieben die schmackhaften Steaks dieser frei laufenden Tiere.

Tsamma-Melone
Eigenartige Früchte direkt an der Pad, da wollten wir doch wissen, was dies ist. Dank Tante Google konnten wir das Geheimnis lüften, es sind Melonen. In den Wüstengebieten des südlichen Afrikas gedeiht die Tasamma-Melone, eine Wildform der Wassermelone. Sie schmeckt angeblich bitter, soll aber viel Flüssigkeit liefern und wird zusammen mit Brausepulver „durchaus“ genießbar? Wir haben sie nicht probiert. Kommentare und Erfahrungen dazu sind erwünscht.
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Tsamma-Melone

Kurz danach, eine kleine Schildkröte mitten auf der Pad, gerade noch rechtzeitig erkannt, da muss mein Tierretter in Aktion treten und die Kleine über die Road tragen.
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Schildkröte auf der Pad

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Schildkröte retten!


Zwischenstopp Grootfontein
Hinter Rietfontein wechseln wir auf Asphalt und folgten der B8 bis Grootfontein. Es wurde Zeit unseren Tank nachzufüllen und dem Magen etwas Beruhigendes zuzuführen. Der Supermarkt war zwar gut bestückt, Snacks gab es auch aber Weintrinker gibt es in der Gegend wohl kaum? Ev. gibt es einen Bottle Store welchen wir aber nicht fanden. Mit gefülltem Tank und Magen starten wir dann durch bis zum Etosha, dem Namutoni Gate. Wir wollten das Permit für die nächsten Tage kaufen, um ein anstehen am nächsten Morgen zu vermeiden. Leider ohne Erfolg! Wie sich am nächsten Morgen herausstellt kein Beinbruch, es waren nur wenige Besucher am Gate.

Mushara Bush Camp
Bei unserem letzten Besuch im Etosha Park hatten wir im Okaukuejo Camp übernachtet und waren vom Rummel, Service und Essen enttäuscht. Die Bewertungen und Kommentare zu anderen Camps im Park sind leider auch nicht vielversprechend weshalb wir uns zu einer Übernachtung außerhalb des Parks nahe dem Gate entschlossen hatten. Mushara punktet mit seiner Lage nur 7 km außerhalb des Parks und ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Park.

Um 16:00 Uhr hatten wir es geschafft und die Lodge erreicht. In Mushara gibt es drei verschiedene Lodges, wir hatten uns für das Bush Camp eingebucht. Das reetgedeckte Haupthaus mit Restaurationsbereich in einer schönen Gartenanlage gelegen, macht einen guten Eindruck. Der Service war freundlich, man wird nett empfangen und informiert. Unsere Unterkunft, ein abseits gelegenes Zelt, war brauchbar. Den Weg mussten wir uns jedoch selber suchen. Leider war die gesamte Anlage außer dem Lapa-Haupthaus recht trostlos. Die Dürre hatte dafür gesorgt, dass kein Grün mehr gedeihen konnte.

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Lapa Mushara Bush Camp

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Zelt mit Terrasse -Mushara Bush Camp

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Dinner Mushara Bush Camp

Die Zelte sind einzeln weit auseinander stehend mit kleinem Sitzplatz davor. In der gemauerter Rückseite befinden sich Bad, Dusche und Toilette. Das Ganze hat ein wenig Campingcharme, durch die vollwertigen Betten mit Moskitonetz und das eigene Bad aber von der edleren Sorte. Die Größe der Zelte ist knapp ausgelegt, unsere zwei Reisetaschen waren mit der Miniablage überfordert. Unser Zelt Nr.8 lag ruhig und abseits weit von der Lapa entfernt. Leider gab es keine Hilfe d.h. das Gepäck mussten wir selber vom zentralen Parkplatz zur Unterkunft schleppen.

Die Mahlzeiten waren in guter Qualität und wurden auf der überdachten Lapa-Terrasse serviert. Nachteilig empfanden wir die relativ frühe feste Essenszeit 19:00 Uhr. Ein Barbecue im Garten war ein besonderes Schmankerl in einem sehr ansprechendem Ambiente unter freiem Himmel. Die Überraschung kam dort zu vorgerückter Stunde, alle anderen Gäste waren bereits verschwunden als eine Ginsterkatze durch die Tischreihen streunte und zielstrebig den Baum am Rande der Anlage erklomm. Der Fotoapparat lag leider im Zelt und das Smartphone war mit dem Licht überfordert, deshalb gibt es nur ein Beweisfoto.

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Ginsterkatze

Resümee:
Eine Lodge-Anlage, die eher ein wenig an einen Luxus-Campingplatz erinnert und ein wenig Safari-Feeling vermittelt. Auf jeden Fall deutlich besser als eine Übernachtung im Park.

Am nächsten Tag ging es auf Pirschfahrt in den östlichen Teil des Etosha Park.
Teil 815. Mai 2021
Pirschfahrt rund um Namutoni – Östlicher Teil des Etosha Parks

Unsere erste Pirschfahrt rund um Namutoni mit dem Schwerpunkt Fisher’s Pan und dem Dik-Dik Drive stand auf dem Plan, endlich war es so weit. Der Etosha Park mit seiner unglaublichen Vielzahl von Tieren und Vögeln hatte uns 2017 derart begeistert, dass wir wieder hin wollten. 5 Tage wollten wir im Park verbringen und uns von Ost nach West durch den Park bewegen.

Um 6:00 Uhr, zum frühest möglichen Zeitpunkt, saßen wir bereits mit gepacktem Rucksack am Frühstückstisch. Nach einem ausgezeichneten Frühstück ging es dann bei frischen 14 ºC und wechselnder Bewölkung in 10 Minuten zum Lindequist Gate welches pünktlich zum Sonnenaufgang um 7:15 Uhr öffnete. Nur 3 Autos waren vor uns und das Permit für die nächsten 5 Tage schnell ausgestellt, zur Bezahlung wurden wir aber noch nach Namutoni verwiesen.
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Übersichtskarte Etosha Park

Fisher’s Pan

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Pirschfahrt rund um Namutoni - Östlicher Teil des Etosha Parks

Im Osten des Nationalparks liegt Fischer’s Pan. Das flache „Gewässer“ ist durch einen schmalen Kanal mit der Etosha-Pfanne verbunden und wird nach Regenfällen mit Wasser gefüllt. Ein ca. 30 Kilometer langer Rundweg (Palmenweg) führt um die Pan mit seinen zwei angrenzenden Wasserlöchern herum. Nach der langen Trockenzeit der letzten Jahre war jedoch von Wasser nichts zu sehen, es war staubtrocken und die Grundlage für die sonst hier lebenden Wasservögel nicht gegeben. Auch die Wasserlöcher Aroe und Twee Palms führten kein Wasser. Flamingos und andere Wasservögel ließen sich nicht blicken. Ich sehe es positiv, ein Grund nochmals Etosha zu besuchen! Im Grasland sahen wir Trappen, Perlhühner und gefühlt auf jedem zweiten Busch eine farbenprächtige Gabelracke oder einen Toko.

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Südlicher Gelbschnabeltoko

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Gabelracke

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Waffenkiebitz

In diesem Teil des Nationalparks geht die niedrige Vegetation in Baumsavanne über. Markant sind die eleganten Kronen einer botanischen Besonderheit, die Makalani Palme. Die Nüsse dieser Palmenart, die Makalaninüsse, werden kunstvoll mit Schnitzereien verziert und sind ein beliebtes Souvenir als Schlüsselanhänger. Zwei dieser Palmen findet man am gleichnamigen Wasserloch Twee Palms und auf einer „Insel“, bei unserem Besuch war von Insel nichts zu sehen, in der Steppe steht eine Gruppe mit 13 alten Exemplaren.

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Springböcke

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Salzpfanne Fisher’s Pan

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Makalani Palmen

Da die Tierwelt sich rar machte, ging es weiter Richtung Stinkwater, dem nördlichsten Wasserloch im Etosha, in der Hoffnung an den angrenzenden Wasserlöchern bessere Sichtung vorzufinden. Eine Herde Streifengnus, Zebras und Impalas säumten die Pad und war so freundlich sich fotogen in Pose zu stellen, das sah ja positiv aus.

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Achtung: links vor rechts? Strauße auf der Pad

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Steppenzebra

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Impala

Wasserlöcher im Norden-Osten von Etosha
Am Tsumcor Wasserloch, welche Freude, herrschte Hochbetrieb, Oryx, Zebras, Impals, Springböcke, Kudus und eine große Gruppe Strauße beim morgendlichen Bad beglückten uns mit ihrem Anblick.

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Hochbetrieb am Tsumcor Wasserloch

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Riesentrappe am Tsumcor Wasserloch

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Strauße in der Badewanne am Tsumcor Wasserloch

Am Wasserloch Groot Okevi auf dem Weg Richtung Namutoni war Hochbetrieb, mehren Herden Elis und reichlich Giraffen in Warteposition.

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reger Betrieb am Groot Okevi Wasserloch

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Elefanten Kindergarten

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zwei kleine Raufbolde

Das Knurren des Magens machte uns bewusst, die Mittagszeit war bereits verstrichen und die Temperatur auf 33 C angestiegen, es wurde Zeit für eine Rast. Fort Namutoni wurde deshalb angesteuert, wo wir im Schatten der Bäume eine Pause einlegten.

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Picknick in Namutoni

Dik-Dik Drive
Den Dik-Dik Drive, in der Nähe von Camp Namutoni, steuerten wir an in der Hoffnung den Namensgeber für diesen Drive zu finden. Der Star dieses Gebiets das Damara Dikdik, die kleinste Antilopenart in Namibia. Da diese Tiere vielen Raubtieren zum Opfer fallen, sind sie sehr scheu. Auf dieser Route sollen sie angeblich ziemlich leicht zu sehen sein. Pustekuchen, das war ein Satz mit X, das war wohl nichts.

Wasserlöcher Nahe Namutoni
Nachmittags ging es Richtung Halali, zum westlichsten Punkt unseres Tagestrips. Das Wasserloch Kalkheuwel führte zwar etwas Wasser, wurde aber von den Elefanten besetzt. Alles war mit einer dicken Schicht Staub bedeckt, weiß getünchte Bäume und Sträucher säumten das Areal. Ein Nashorn durstig, mit sicherem Gang zum Wasser, hatte seine Schwierigkeiten ans Wasser zu kommen. Die Elis hielten abwechselnd Wache, um ihren Nachwuchs zu schützen. Auch Oryx, Giraffen usw. mussten warten bis die Dickhäuter ihren Durst gestillt hatten

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Dickhäuter unter sich

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Elis auf dem Weg zum Wasserloch Kalkheuwel

Klein Namutoni steuerten wir als letztes Wasserloch für diesen Tag an und wurden von reichlich Dickhäutern begrüßt. Es herrschte ein reges kommen und gehen. Zu unserer Überraschung streifte sogar eine Tüpfelhyäne am Wasserloch herum. Schöner kann man den Tag kaum ausklingen lassen. Die Uhr im Blick bei untergehender Sonne genossen wir das goldene Fotolicht. Wir wären gerne länger verweilt, da das Gate um 16:30 schloss mussten wir leider Abbrechen.

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am Wasserloch Klein Namutoni

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Tüpfelhyhäneam Wasserloch Klein Namutoni

Auf dem Rückweg zum Gate hatten wir dann doch noch unsere Erstsichtung, gleich drei Dikdiks direkt neben der Pad, noch schnell ein Foto und dann nichts wie zum Gate.

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Dikdik

Kaputt, verstaubt und durstig erreichten wir nach 228 km Pirschfahrt Mushara. Ein kühles Bier, duschen und dann schnell zum Essen, es war ein Tag mit einigen tollen Sichtungen. Unsere Highlights waren: Tüpfelhyäne, Nashorn mit Elis, das Straußenbad und natürlich die kleinste Antilope, das Dikdik.

Am nächsten Tag ging es auf Pirschfahrt von Mushara bis Vreugde Guest Farm, außerhalb des Parks, hinter dem Anderson Gate gelegen.
Teil 916. Mai 2021
Pirschfahrt vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate

Der Etosha Park, vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate, stand heute auf unserem Programm. Wir wollen unser Quartier in die Nähe des Anderson Gate verlegen und den Tag als Pirschfahrt entlang der großen Salzpfanne nutzen. Wieder hieß es früh aufstehen, ein schnelles Frühstück und ab zum Gate.

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Etosha Pirschfahrt vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate

Riss am Tsumcor Wasserloch
Tolle Sichtungen am Tsumcor Wasserloch vom Vortag hatten uns neugierig gemacht und wir hofften, dass am Morgen das Wasserloch wieder gut besucht ist. Der Abstecher lohnte sich. Am Wasserloch angekommen wurden unsere Blicke von vielen Tieren direkt an der Tränke angezogen. Es brauchte etwas bis wir bemerkten, dass am Buschwerk am äußersten Rand der Punk abging. Erst mit dem Fernglas war zu erkennen, 4 Tüpfelhyänen bedienten sich an dem frischen Riss eines Zebras. Rund 40 Geier standen zwar Gewehr bei Fuß, die Hyänen waren aber noch beim Frühstück und ließen sie nicht heran. Fünf Schakale teilten sich deren Schicksal, sie hatten sich eingefunden, um an dem Schmaus teilzunehmen. Leider war alles für ein gutes Foto zu weit entfernt. Erst nachdem der Hunger gestillt war und Hyäne, Schakal und Geier ihren Durst stillten wurde die Distanz zum Fotografieren besser. Es war für uns ein noch nie gesichtetes Spektakel, immer wieder den Blick zum Riss um dann im Nahbereich den regen Verkehr der anderen Tiere zu bestaunen. Die Tiere hatten keine Scheu trotzdem ein Kamerad gleich nebenan zerlegt wurde.

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Wasserloch Tsumcor

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Riss am Wasserloch Tsumcor

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Tüpfelhyhäne am Wasserloch Tsumcor

Schweren Herzens trennten wir uns von dem Schauspiel mit der Hoffnung auf weitere Sichtungen.

Wasserloch Kalkheuwe
Vorbei an den Wasserstellen Groot Okevi und Klein Okevi sowie am Fort Namutoni ging es weiter bis Kalkheuwe. Kurze Stopps an der Strecke ließen jedoch die Uhr ticken, wir mussten aufpassen uns nicht zu verlieren, immerhin standen rund 300 km Strecke auf dem Plan. Drei große Elefantenbullen beherrschten die kleine Wasserstelle Kalkheuwe. Erstaunlich war, die Kleinen, eine Herde Impalas zeigten keinerlei Scheu und erfrischten sich friedlich zu Füssen der Dickhäuter. Zebras, Giraffen und Springböcke rundeten das friedliche Bild ab.

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Wasserloch Kalkheuwel Klein gegen Groß

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Wasserloch Kalkheuwel

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Zebras mit Jungtieren

Etosha Pan und Wasserloch Okerfontein

Um nicht dem Tross der Safari-Fahrzeuge auf der C23 zu folgen, entschieden wir uns für die Pad direkt am Rande der Salzpanne. Der weite Blick über Steppe und Salzpfanne auf der einen und Buschwerk mit einzelnen Bäumen auf der anderen Seite lohnt den Weg. Die Pad selber war in einem miserablen Zustand. Ein Loch am anderen erforderte volle Konzentration. Da Lada in Namibia Fahrer Nummer 1 ist, musste ich mich nur so einklemmen, dass ich nicht laufend herumgewirbelt wurde.
Kleiner Hinweis: Lada lässt mich in Namibia nicht ans Steuer da ich deutlich mehr Sichtungen habe, was ja positiv ist. Negativ und auch nicht ungefährlich ist bei meiner Fahrweise, dass ich immer wieder von Objekten abgelenkt werde, was zu wilden Schlenkern führt.
Am Wasserloch Okerfontein äste friedlich eine Herde Springböcke, ansonsten nur Stille und die Weite der Etosha Pan. Insgesamt wird das Gebiet immer trockener, nur rund um das Loch ein wenig frisches Grün. Wir bekommen den Eindruck als ob Richtung Westen die Dürre zunimmt.

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Springböcke am Wasserloch Okerfontein

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Springböcke am Wasserloch Okerfontein

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Springböcke suchen den Schatten

Nur wenige Fahrzeuge waren auf der Strecke unterwegs, die Guids in den Safari-Fahrzeugen wollten dies ihren Gästen wahrscheinlich nicht zumuten. Ein freundlicher Fahrer eines entgegenkommenden Autos gab uns Zeichen zum Stoppen und überraschte uns mit dem Hinweis, dass nicht weit entfernt im Busch versteckt ein Löwenrudel liegt. Dankbar für den Hinweis ging es auf die Suche, wir mussten uns aber eingestehen, ohne den Hinweis wären wir sicher vorbeigefahren. Nur der Boss, ein mächtiges Löwenmännchen, war so aufmerksam in brauchbarer Distanz als Modell zu posieren. Seine Frauen waren kaum zu erkennen, versteckt im Gebüsch hinter hohen Gräsern faulenzten sie im Schatten. Sie machten das, was Katzen gerne tun, faulenzen und die Umgebung beobachten. Bei dieser Tageszeit und 32 ºC im Schatten war auch nicht zu erwarten, dass sich an der Situation etwas änderte.

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Löwenmännchen

In einiger Entfernung von der Pad im Grenzbereich zur Salzpfanne gab es riesige Herden von Springböcken, Zebras, Kuhantilopen und Gnus zu sehen. Eine Herde Gnus direkt neben der Pad hatte wohl ein Schlammbad genommen und sich eine schützende Schlammschicht zugelegt. Der Kerl sah aus wie aus einer anderen Welt.

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Streifengnu frisch aus dem Schlammbad

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Blick in die Etosha Salzpfanne

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Srauße an der Salzpfanne

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Herde rote Kuhantilopen

Wir beobachteten immer wieder Riesentrappen und Strauße aber die restliche Vogelwelt bis auf einen Singhabicht war abgetaucht.

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Singhabicht

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2 Srauße mit 6 Beinen!! an der Salzpfanne

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Riesentrappe

Geschlaucht von der schlechten Pad, aber erfreut über die Sichtungen, gaben wir unser ursprüngliches Vorhaben in Halali zu pausieren auf und beschlossen lieber ohne große Umwege zu unserer Unterkunft, der Gästefarm Freudge, durchzufahren, um dort am Pool ein frisches Bad zu nehmen und zu relaxen. Freudge, 45 km außerhalb des Parks gelegen, erreichten wir nach 288 km um 15:00 Uhr, eine Oase in der sonst staubtrockenen Umgebung.

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Guest Farm Vreugde

Übersichtskarte Pirschfahrt vom Von Lindequist Gate bis Anderson Gate
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Zur Farm, wo wir zwei Tage verbrachten gibt es reichlich Informationen im nächsten Bericht.
Teil 1019. Mai 2021
Pirschfahrt von der Vreugde Guest Farm in den Etosha Park

Ein spektakulärer Sonnenaufgang und ein erstklassiges Frühstück auf der Vreugde Guest Farm, da sind wir doch gerne aus den Federn gekrochen. Um 7.00 Uhr, bei frischen 16 ºC und klarem Himmel, starteten wir Richtung Etosha. Bis zum Anderson Gate brauchte es 40 Minuten. Permit vorzeigen und schon ging es voller Erwartung zum Ombika Wasserloch direkt hinter dem Gate.

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Sonnenaufgang, ab auf die Pirsch

Einsam stehen wir dort und harren der Dinge, mussten uns aber bald eingestehen, die Objekte unserer Begierde waren wohl keine Frühaufsteher, niemand ließ sich sehen.

Wasserlöcher ohne Wasser
Nach dem Motto, das kann ja nur noch besser werden, ging es auf abseits gelegenen Wegen in das Gebiet östlich von Okaukuejo Richtung Halali. Wie erhofft waren kaum Fahrzeuge auf der Strecke, die Tierwelt war bei diesem Desinteresse aber wohl der Meinung da lohnt es nicht sich zu zeigen! Extreme Dürre und ein Buschbrand im letzten Jahr hatten die Vegetation schwer gezeichnet. Eine rissige Staubfahne war alles was uns begleitete. Die Piste selber war ruppig und erforderte volle Aufmerksamkeit, Pflege hatte sie schon lange nicht erlebt.

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Olifantsbad

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Termitenhügel am Olifantsbad

Zwei einsame Elefantenbullen, etwas Federvieh und Einsamkeit, das war’s. Die Wasserstellen Gaseb, Gemsbokvlakte und Olifantsbad waren ausgetrocknet und nur noch als Kulisse einer Apokalypse brauchbar, Endzeitstimmung im Etosha!

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Namaflughuhn

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Elefantenbullen im Busch

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?? Trappe

Nach rund zwei Stunden Fahrt in dieser unwirklichen Umgebung dann ein Lichtblick, besser ein Wasserfleck, die Quelle Aus mit Kudus, Springböcken und Zebras. OK, wir hatten uns mehr erwartet, waren aber happy mit den Akteuren. Nach 30 Minuten waren wir uns aber einig, wir versuchen es an anderer Stelle. Ein zutrauliches Steinböckchen war der einzige Lichtblick in dieser verdorrten Umgebung.

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Kudus am Wasserloch Aus

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Zebras am Wasserloch Aus

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Steinböckchen

Ausgetrocknete Wasserstellen Ondongab, Kapupuhedi und Nebrownii an der Salzpfanne gelegen, waren unsere Wegbegleiter. Das Quellen bei der Dürre austrocknen ist mir ja verständlich, dass aber die Bohrlöcher mit ihren Pumpen kein Grundwasser fördern, machte mich nachdenklich. Sollte der Grundwasserspiegel so weit abgesunken sein oder war es einfach nur schlechte Wartung? Die Quintessenz kein Wasser, d.h. auch keine Tiere. Unser Eindruck war: Der mittlere Teil des Etosha Parks leidet besonders unter der Trockenheit und die Tierwelt hatte sich in andere Bereiche des Parks zurückgezogen. Vor 2 Jahren sah es in dem Gebiet noch viel besser aus. Rund um Okaukuejo gab es nur Dürre und Staub.

Okaukuejo Camp
Unseren Plan bis zum Geisterwald, mit seinen Moringa Bäumen zu fahren, gaben deshalb auf und steuerten den Picknick-Platz im Okaukuejo Camp an. Nicht nur unser Magen verlangte nach Nahrung, auch unser Hilux wollte Nachschub. Einige Kleinigkeiten wollten wir im Shop des Camps auffüllen, ein Blick hinein war ernüchternd, ein trostlos präsentiertes minimales Angebot verleitet sicherlich nur wenige zum Kauf.

Der Picknick-Platz, im Schatten riesiger Bäume, war ansprechend und wenig besucht. Kaum hatten wir unsere Vorräte ausgebreitet und ein Gläschen kühlen Rose eingeschenkt, gesellten sich Gäste zu uns. Einiges Federvieh, erpicht auf herabfallende Krumen und Erdmännchen in Erwartung am Tisch Platz zu nehmen.

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Gelbschnabeltoko

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Siedelweber

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?? Taube

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Akaziendrossel ??

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Rotbauchwürger

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Schildrabe

Natürlich ging es auch zum Wasserloch, welches wir vor 2 Jahren für lange Zeit Abends besuchten. Damals gab es reichlich Aktion, diesmal am frühen Nachmittag bei 33 ºC verirrte sich nur ein einzelner Springbock ans Wasser.

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Springbock am Okaukuejo Wasserloch

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Erdhörnchen

Unsere Entscheidung, zurück nach Vreugde, war schnell getroffen, da wollten wir doch lieber das Flair einer grünen Oase genießen und auf der Farm abhängen.

Vreugde Guest Farm
Nähert man sich der Vreugde Guest Farm glaubt man an eine Fata Morgana. Inmitten staubtrockener Landschaft wachsen Palmen, Moringa Bäume und vieles mehr. Alles ist saftig Grün. Rachel, die Frau des Besitzers, hatte uns bereits am Vortag freundlich begrüßt und uns unser Zimmer, eine Hälfte eines reetgedeckten Bungalows zugewiesen. Wir waren hochzufrieden, die anderen Bungalows sind zwar hübsch, aber nicht zu vergleichen mit dem Flair eines Gebäudes im historischen Kolonialstil.

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Doppelbungalow mit Reetdach

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Pool Vreugde Guest Farm

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Standard Bungalow

Der Pool mit seinen Liegen war ein vorzügliches Plätzchen zum Ruhen, Planschen, Erfrischen, Lesen und um Tagebuch zu führen. Als Sundowner ein Gin Tonic, da vergisst man schnell die Weltuntergangsstimmung im Etosha.
Am ersten Abend war die Farm mit 12 Personen ausgebucht, eine Gruppe von Carsten Möhle mit Guid Uwe, eine Familie und wir. Das Essen auf der Terrasse unter großen Bäumen serviert war vorzüglich. Kudu-Steaks mit Pilzen, Oryx-Pasteten, Salat und Apfelkuchen als Dessert.

Termitenpilze
Pilze in Namibia, da waren wir überrascht, Aufklärung tat not! Rachel konnte uns eine Spezialität Namibias „Termitenpilz“ frisch aus dem Garten, richtigerweise vom Termitenhügeln geerntet, servieren. Wie sie erzählte für diese trockene Jahreszeit außergewöhnlich. Bei meiner Recherche zu diesem außergewöhnlichen Pilz fand ich folgenden Bericht: „Es ist Omajowa-Zeit in Namibia!“ im Namibia Forum.
Nach guten Sommerregen taucht der Omajowa – ein riesiger wild wachsender Pilz – aus dem Fundament von Termitenhügeln auf und liefert köstliche ‚Veldkos‘ für alle. Der Termitenpilz ist eine Delikatesse für Mensch und Tier.
Namibia hatte uns mal wieder mit einer Besonderheit überrascht.

Farmleben auf der Vreugde Guest Farm
Neben den Pilzen gab es in Rachels Garten einiges zu bestaunen. Eine unglaubliche Vielzahl an Obst und Gemüse gedeiht dort. Mit einem unterirdischem Bewässerungssystem, übernommen von der israelischen Landwirtschaft, bringen sie auf der Farm für Namibia ungewöhnliche Dinge zum Gedeihen. Alles muss aber vor der Tierwelt geschützt werden. Ohne schützende Zäune wäre es ratz­fatz weggefressen. Einen ungebetenen Gast gibt es trotzdem, eine Würgeschlange hat sich den riesigen Bambus am Rande des Gartens als Quartier ausgesucht. Danie, unser Farmer, ist nicht erfreut, ein Hund und zwei Hühner mussten schon dran glauben. Die Jagd auf die Schlange war bisher leider vergeblich. Für die zu der Zeit auf der Farm lebenden Hunde eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Einer der beiden, Bessi, hatte mich wohl ins Herz geschlossen und wachte Nachts im Sessel vor unseren Bungalow. Lada der Hundeflüsterer wurde ganz neidisch!
Den Gemüseanbau durch Mitarbeiter fördert der Besitzer zusätzlich. Das Gemüse wird von den Einheimischen selber verwertet und der Überschuss von der Farm aufgekauft, ein schöner Nebenerwerb der Mitarbeiter.

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Dinner

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Gartenanlage Vreugde Guest Farm

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Pflanzenwelt

Am zweiten Tag waren wir die einzigen Gäste und hatten so Gelegenheit mit Rachel und ihrem Mann Danie nette Gespräche zum Farmleben zu führen. Die Farm ist ein reiner Viehbetrieb mit Brahman Rindern. Rund 100 Rinder leben auf der Farm, mehr geht nicht. Das begrenzte Nahrungsangebot der Weidefläche lässt nicht mehr zu. Um in dem Trockengebiet überhaupt Viehwirtschaft zu betreiben, hat die Farm 8 Wasserlöcher angelegt, um mit Pumpen Grundwasser aus der Tiefe zu fördern. Die laufende Pflege fordert dem Farmer viel ab.
Ohne den kleinen zusätzlichen Touristikbetrieb wäre ein Überleben kaum möglich!
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Pirschfahrt

Resümee: Das Besondere an dieser Farm ist die persönliche Note, alles auf dem Tisch ist ökologisch angebaut. Die Vreugde Gästefarm ist definitiv einen Aufenthalt wert. Die Entfernung bis Ethosha haben wir gerne in Kauf genommen.
Teil 1123. Mai 2021
Westteil des Etosha Parks -vom Anderson Gate bis Dolomite

Den Westteil des Etosha Parks wollten wir erkunden und starteten dazu frühmorgens von der Vreugde Gästfarm. Rund 250 km hatten wir für diesen Teil des Parks eingeplant. Markant ist, dass in diesem Teil von Etosha deutlich weniger Besuchern anzutreffen sind. Bereits 2017 hatten wir die Strecke in umgekehrter Richtung erkundet und wollten nun unsere Eindrücke auffrischen.

Basierend auf den Erfahrungen des Vortags, mit Staub, Dürre und wenigen Sichtungen ging es direkt durch bis zum Leeubron Wasserloch, leider auch ohne Wasser und Tiere. Erst langsam veränderte sich die Vegetation, es wurde etwas grüner, das Gesamtbild war aber unverändert, trockene Steppenlandschaft.

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Moringa Forest -Giraffe zupft Blätter
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Zebras haben Wegerecht
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Schakal versteckt sich im Buschwerk

Moringa Forest -Der Märchenwald im Westteil des Etosha Parks
Dieser einzigartige Wald liegt etwa 32 Kilometer westlich von Okaukuejo und erstreckt sich über eine Fläche von einem Quadratkilometer. Einige Giraffen am Wegesrand und vereinzelte Vögel, mehr gab es nicht zu bestaunen. Der Name Märchenwald hatte bei uns jedoch zu einer falschen Erwartungshaltung geführt. Einen Wald hatten wir uns anders vorgestellt. Die Moringa Bäume mit ihren knorrigen Stämmen sind zwar reichlich zu finden, als Wald würde ich dies aber nicht definieren.
Die San beschrieben die Moringa Bäume als verkehrte Bäume, da sie glaubten, die Bäume seien vor Wut aus dem Paradies geworfen worden und kopfüber gelandet. Etosha ist wohl der einzige Ort an dem die Bäume in solchen Mengen in den Ebenen wachsen.

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Moringa Forest -Märchenbaum (Moringa ovalifolia)
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Grünschwanz-Glanzstar
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Rotkopfamadine

Wasserloch Ozonjuitji m’Bari
Bis zum Wasserloch Ozonjuitji m’Bari waren alle anderen Wasserstellen trocken gefallen, entsprechend hoch war der Andrang an der einzigen kleinen Wasserstelle weit und breit. Herden von Zebras, Springböcken und Oryx tummelten sich dort. Reichlich vorhandener Dung von Elefanten war zwar vorhanden, die Dickhäuter ließen aber nicht sehen. Insgesamt war es eine schöne Stelle um in aller Ruhe das Treiben der Tiere zu beobachten. Nur ein weiteres Auto gesellte sich zu uns, ein deutlicher Unterschied zum Ostteil des Parks, dort ist eine solche Situation eher die Ausnahme.
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Wasserloch Ozonjuitji m’Bari
Nicht weit hinter der Wasserstelle im Schatten der Büsche entdeckten wir ein Rudel von 5 Löwen, eventuell waren es auch mehr. Leider waren sie recht versteckt und waren auch nicht bereit sich zum Fotoshooting in Position zu bringen. Der Platz war strategisch für die Gruppe super gelegen, das Futter zieht in kurzer Entfernung vorbei zum Wasserloch, da braucht es keinen großen Aufwand um den Magen zu füllen!
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Löwenrudel

Olifantsrus Campsite und Wasserloch
Rund 125 km westlich von Okaukuejo liegt Olifantsrus, eine Campsite, Picknick Platz und eine spektakulärer Hide direkt am Wasserloch. Der Picknickplatz ist schön gelegen mit schattigen Tischen und Bänken, ein idealer Ort um Durst und Hunger zu stillen.

Highlight des Camps ist das Wasserloch. Aus einem doppelstöckigen Hochsitz (Hide) heraus kann man die Tiere beobachten und kommt ihnen so nah wie wohl sonst nirgends. Je nach Ebene hat man sehr spezielle Perspektiven. Von oben auf die Tiere herunter, das ist schon sehr einzigartig. Der Elefantenkopf ist nicht weiter als ein paar Meter von einem entfernt. Auf der unteren Ebene kann man den Tieren direkt ins Maul schauen, der geringe Abstand, nur „geschützt“ durch eine Glasscheibe, ist gewöhnungsbedürftig. Das Wasserloch ist beliebt bei Elefantenherden, woher das Camp seinen Namen hat – „Olifantsrus gleich Elefanten-Raststätte“.

Bei unserem Besuch wimmelte es nur so von Tieren: Gnus, Oryx, Zebras, Kuhantilopen, Strauße und Springböcke kamen und gingen. Die friedliche Ruhe war aber vorbei als zwei mächtige Elefantenbullen sich rasch dem Wasserloch näherten. In kürzester Zeit geriet alles in Aufruhr, die zwei wühlten das Wasser auf und plantschen wie ausgelassene Kinder. Nachdem sie das Wasser in ein Schlammloch verwandelt hatten, zeigte sich, dass sie dort wohl öfters einkehrten. Zielsicher ging es an den Einlauf des Wasserlochs wo sie ihren Durst mit frischem Wasser stillen konnten. In dieser Nähe und Intensität hatten wir Elefanten noch nie erlebt.

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Wasserloch Olifantsrus
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Elefant in ungewohnter Perspektive
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Zebra mit Jungtier
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Wasserloch Olifantsrus -Gnus

Bei dem Rummel am Hide konnten wir uns kaum loseisen. Ich muss aber noch einen kleinen Hinweis loswerden, 2017 hatten wir den Picknickplatz auch besucht und oh Schande auf unser Haupt, die Attraktion Hochsitz inkl. Wasserloch, nicht entdeckt. Da muss man schon ganz schön blind sein.
Die Pad in diesem Teil des Parks, war ein Desaster, sehr tiefe Löcher in der Wellblech Pad strapazierten uns und die Federung unseres Hilux. Eine große Baustelle in Höhe des Rastplatzes und reichlich Arbeiter in Aktion lässt aber eine rasche Besserung erwarten.

Dolomite Camp im Westteil des Etosha Parks
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Landschaft rund um Dolomite

2017 hatten wir in der Nähe des Gates, in der Hobatere Lodge, übernachtet. Recht negative Berichte zum Dolomite Camp hatten uns dazu bewogen. Eine Besichtigung von Dolomite hat uns aber umgestimmt diesmal Dolomite zu buchen. Dolomite Camp, im äußersten Westen des Parks, ist nur für eine kleine Anzahl von Besuchern ausgelegt. Unser Deluxe Zelt Nummer 20, mit einem erhabenen Blick über die endlose Prärie des Etosha Nationalparks und mit kleinem privat Pool war gigantisch.
Wir hatten zwar im Vorfeld versucht einen Bungalow mit direktem Blick auf das Wasserloch zu bekommen, leider ohne Erfolg. Eine solche Vorbuchung sei nicht möglich! Tipp: Nur Bungalow 13+14 haben das Wasserloch im Blick. 13, 19 und 20 sind in der Deluxe Ausführung.
Ein Überlaufschwimmbecken mit irrem Blick in die Ebene und eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Wasserloch bieten Unterhaltung, aber nur wenn die Protagonisten mitspielen. Der Sundowner im Pool/Barbereich ist ein idyllischer Platz zum Genießen und um den Sonnenuntergang zu beobachten.
Zum Abendessen stehen zwei Restaurants zur Verfügung, ich hatte uns vorsichtshalber ein schönes Plätzchen reserviert, wir wollten ja nicht den Katzentisch erwischen. Das Essen wird in der abseits gelegenen Küche zubereitet, d.h. der Service muss lange Wege zurück legen. Geschützt durch eine Speiseglocke kam es warm auf den Tisch. Service und Qualität waren überdurchschnittlich. Es gab Oryx und Rinderfilet Medium rar mit leckeren Beilagen.

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Dolomite Camp -Deluxe Chalets
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Dolomite Camp -Restaurant
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Dolomite Camp -Blick in die Ebene

Resümee: Wir haben uns rundherum wohlgefühlt und würden immer wieder in Dolomite buchen.
Teil 1224. Mai 2021
Abschied vom Etosha Park, auf nach Vingerklip

Alles Schöne geht einmal zu Ende, der Abschied vom Etosha Park steht auf dem Programm. Nach 4 Tagen auf der Pirsch, mit einem Rucksack voller Erlebnisse und Fotos, heißt es Abschied nehmen. Ein letztes Mal früh Aufstehen, d.h. um 6:00 Uhr aus den Federn. Ein Blick aus dem Fenster besänftigte aber das Gemüt, angenehme 18 ºC und strahlend blauer Himmel mit winzigen Schleierwolken dekoriert, begrüßt uns. Wir wollten den Vormittag noch zur Besichtigung der in der Nähe von Dolomite gelegenen Wasserstellen nutzen. Da sitzt uns als Neigschmeckte das Schwäbische im Nacken. Das Permit für den Tag war halt bezahlt, da muss es auch genutzt werden.
Für Nichtschwaben: Als ein „Neigschmeckter“ wird ein zugezogener Fremder genannt der von außen ins Schwabenland, die Stadt oder sogar das kleine Dorf kommt. Man bleibt es auch nach 50 Jahren im Ländle!

Nach einem vorzüglichen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Leider war nur an Wasserloch Jakalswater etwas Leben mit den üblichen Bekannten. An den drei anderen Wasserstellen Dolomite, Rateldraai und Renostervlei wollte uns niemand verabschieden. Ob ein längeres Warten zum Erfolg geführt hätte, werden wir nicht erfahren. Wir entschieden uns deshalb lieber nach Kamanjab zu starten. Unsere Weinvorräte wurden langsam knapp, also hieß es nachtanken. An Samstagen ist dies problematisch. Ab 12:00 Uhr wird in Namibia an Samstagen der Alkoholverkauf eingestellt. Also nichts wie los um rechtzeitig in Kamanjab anzukommen.

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Abschied vom Etosha Park

Abschied vom Etosha Park mit Hindernissen
Eine kleine Hürde galt es aber noch zu überwinden. Die gelangweilten Gatewächter waren der Ansicht Bewegung tut gut, unser Auto müsse genauer untersucht werden. Sie wollten unsere Fleischvorräte sehen! Der Kühlschrank und unsere Vorratsboxen wurden genau inspiziert. Ups, da hatten sie doch etwas gefunden, Bilton das würzige Trockenfleisch tauchte aus den Tiefen auf und wurde sofort konfisziert. Schade für uns, guten Appetit den Aufsehern.
Anmerkung: Das Galton Gate wird kaum genutzt, wir waren um 10:15 Uhr das zweite Auto des Tages, klar das die Mannschaft Abwechslung braucht.

Einkaufen und Tanken in Kamanjab
Auf der gut ausgebauten C35 ging es zuerst auf Asphalt, später auf Schotter nach Kamanjab. Wir hatten es gerade noch so geschafft, ein großer Multi Save Shop, da waren wir richtig. Schnell den Alkoholbestand auffüllen, das Angebot war riesig. Der Rest konnte noch warten, 11:50 an der Kasse, geschafft.
Der Shop ist wahrscheinlich für die Versorgung der Gegend essenziell, die meisten Kunden schleppten Waren der Grundversorgung Säckeweise heraus, das Angebot war entsprechend groß. Leider hatten wir mit unserem Wunsch nach frischen Brot Pech. Von netten Farmern erfuhren wir, dass der Bäcker Samstags nicht bäckt. Die reduzierte Öffnungszeit lohne den Aufwand nicht. Toastbrot, diese labbrigen Scheiben gab es dafür reichlich, na gut verhungern müssen wir damit nicht.

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Tankstelle Kamanjab

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Tankstelle und Imbiss Kamanjab

An der nebenan liegenden Tanke konnten wir auch den Hunger von Auto und Mensch befriedigen. Diesel für die Maschine und Hähnchenkeule mit Toastbrot und kühlem Bier für uns. Der Imbiss der Tankstelle war vom Angebot und Service überdurchschnittlich. Auf der Terrasse, unseren Hilux im Blick, genossenen wir das geschäftige Treiben rund herum.

Ohne Stress ging es dann weiter über Fransfontein nach Vingerklip. Die dortige Lodge hatten wir für 2 Nächte gebucht, um relaxt Urlaub zu machen. Nach den Tagen im Staub von Ethosha freuten wir uns auf einen Pool in einer gepflegten Anlage.

Vingerklip Lodge
Der erste Eindruck war sehr einladend. Freundlich wurden wir empfangen und nach Erledigung der Regularien vom Personal zu unserem Bungalow begleitet. Die kleine schicke Anlage besteht aus 11 strohgedeckten Doppelbungalows. Die Zimmer verfügen über ein Badezimmer, das sehr ansprechend eingerichtet und ausgestattet ist. Jede Einheit verfügt über eine private Terrasse. Unsere Terrasse, mit einem grandiosen Blick auf die Ebene, war ein Ort der Ruhe zum Entspannen und Genießen. Das Zimmer war als Loft designt mit Platz für zwei Kinder im Obergeschoss.

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Auffahrt zur Vingerklip Lodge

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Weg zum Empfang der Vingerklip Lodge

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Empfang Vingerklip Lodge

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Unser Bugalow auf der Vingerklip Lodge

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Vingerklip Lodge, Zimmer im Loft Design

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Vingerklip Lodge -Terrasse zum Entspannen

Einen Untermieter hatten wir auch, eine Brants’ Pfeifratte begrüßte uns zwar misstrauisch, erfreute uns aber nach und nach zutraulicher mit ihren Besuchen.

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Brants’ Pfeifratte zu Besuch

Mit der Lodge und dem Wahrzeichen Vigerklip, einem windgeformten Felsen in Form eines Fingers beschäftige ich mich im nächsten Bericht.
Teil 1326. Mai 2021
Fingerklippe / Vingerklip und Plateau-Berge im Ugab-Tal

Im Ugab-Tal, mit seiner atemberaubenden Landschaft und seiner Sehenswürdigkeit Fingerklippe, wollten wir zwei Tage relaxen. Nach der unglaublichen Vielzahl von Tieren (Eindrücken) im Etosha Park wollten wir unserem Kopf Entspannung in der Weite einer außergewöhnlichen Landschaft gönnen. Die Vingerklip Lodge hatten wir dazu ausgewählt. Die Halbhöhenlage der Lodge erlaubt einen weiten Blick auf die Ebene des Ugab-Tals mit seinen geologischen Besonderheiten, den blockförmigen Plateau-Bergen. Neben den Plateau-Bergen ist im prähistorischen Ugab-Tal auch die berühmteste Felsformation Namibias, die Fingerklippe (Vingerklip), zu finden.

Vingerklip / Fingerklippe
Die Besichtigung des „Fingers“ gingen wir total relaxt an. Nach ausgiebigen Frühstück im Restaurant, mit seinem irren Ausblick auf das Ugab-Tal und die Plateau-Berge hätte uns eine Wanderung zwar gutgetan! Wir Faulpelze hatten es aber geschafft bis 10 Uhr nichts zu tun, einfach nur zu schauen und das Frühstück zu genießen. Die Sonne war indes nicht faul und hatte die Temperatur auf über 30 ºC gesteigert. 60 Minuten Wanderung bei dieser Hitze war an diesem Tag nicht unser Ding. Also ab ins Auto und auf zum Sockel der Fingerklippe. Die Fingerklippe (afrikaans Vingerklip, oder englisch Rock Finger) ist eine Art Mini-Plateau-Berg. Sie ist ein Erosionsrest aus Ablagerungen des Ugab-Flusssystems und überragt das Tal des Ugab um bis zu 160 Meter.

Die Spitze der Fingerklippe liegt 929 m über dem Meeresspiegel, der Fels selbst ist etwa 35 Meter hoch und hat an seiner Basis einen Umfang von 44 Metern. Er ragt tatsächlich wie ein mahnender Zeigefinger aus der Spitze eines spärlich bewachsenen Hügels. Als wir uns aufmachten, zum Fuß des Felsen zu wandern, beschlich uns immer wieder ein mulmiges Gefühl. Wann wird das Ding umfallen? Am Fuße des Felsens angekommen waren wir happy, der Blick in das weite einsame Tal war atemberaubend. Nur ein weiteres Pärchen hatte den Weg hoch zum Felsen gefunden, endlich eine Gelegenheit um ein Foto von uns zu machen.

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Fingerklippe
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Aufstieg zur Fingerklippe
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Blick von der Fingerklippe auf das Ugab-Tal

Eeagles Nest Restaurant
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Das Eagles Nest Restaurant ist klein und kann maximal 20 Gäste aufnehmen, eine Buchung ist infolgedessen erforderlich. Um 16:30 Uhr, bekleidet mit festem Schuhwerk machten wir uns auf den Weg. Auf gut gesicherten Schotter-Wegen ging es bergauf bis zu einem Turm aus Stahl, in welchem es über steile Treppen hoch hinauf ging. Für den Aufstieg muss man 10 Minuten einrechnen, laufende Stopps um Fotos zu machen und um den Ausblick zu genießen, verlängert die Zeit aber locker um Faktor zwei.

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Aufstieg zum Eagle's Nest Restaurant

Erst wenn man oben angekommen ist, erkennt man Restaurant, Aussichtsplattform und Havens Gate. Havens Gate ist ein Luxusbungalow, der Bereich ist für Restaurantbesucher zwecks Intimsphäre der Gäste jedoch gesperrt. Nachdem wir uns satt gesehen hatten, ging es zur Aussichtsplattform, welche spektakulär am steilen Abgrund hängt. Der ideale Platz für einen Sundowner, ein besseres Plätzchen kann es kaum geben. Einen Gin Tonic in der Hand und die glutrot untergehende Sonne über dem Ugab-Tal, ein Erlebnis welches sich ins Hirn einbrennt. Die Atmosphäre und die Aussicht von dort ist atemberaubend!

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Aussichtsplattform mit Fingerklippe im Hintergrund
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Eagle’s Nest Restaurant

Das Restaurant, sehr geschmackvoll eingerichtet musste warten bis auch der letzte Sonnenstrahl hinter den Hügeln verschwand. Essen und Getränke wird von Seilbahn dort hoch geschafft. Das frisch zubereitete Essen war gigantisch. Traditionelle afrikanische Küche, Impalawurst, Lamm und vieles mehr, da gab es nichts zu meckern. Das Lob der Gäste fiel entsprechend aus. Was uns freute, war, dass für dieses außergewöhnliche Dinner kein Aufpreis verlangt wurde. Ein Kompliment an das Management für solch kundenfreundliches Marketing.

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Eagle’s Nest Restaurant

Tipp: Der Rückweg in der Dunkelheit ist abenteuerlich, eine Stirnlampe muss unbedingt mitgeführt werden und die Reservierung sollte sofort bei der Ankunft erfolgen.
Teil 1429. Mai 2021
Vom Ugab-Tal ins Erongogebirge zur Ai-Aiba Lodge

Vom Ugab-Tal geht unsere Rundtour durch Namibia nun Richtung Süden mit dem nächsten Ziel Ai-Aiba Lodge im Erongogebirge. Für diese Strecke hatten wir drei Alternativrouten recherchiert. Die gelbe Route ist zwar die kürzeste Strecke (175 km) und scheint auch reizvoll zu sein. Am Anfang muss aber ein abseits gelegener Trail mit 25 km Länge durchs Ugab-Tal bewältigt werden! Alleine war uns das Risiko zu heikel.
Die rote Route mit 228 km ist wahrscheinlich die Strecke mit den besten Pistenverhältnissen, erschien uns aber unattraktiv.
Letztendlich entschieden wir uns als Kompromiss für die grüne Route D2351/D2344 über Omaruru. Eine Route von 200 km auf abseits gelegenen Strecken.
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Alternativ-Routen nach Ai-Aiba

Die Fahrt führte durch kaum befahrene eintönige Landschaft. Unsere Definition der Route: „Pad der Gatter“. Innerhalb einer Stunde sahen wir kein Auto und keine Menschenseele, dafür gab es Gatter ohne Ende. Geschätzte 15 Gatter durfte ich als Beifahrer an dem Tag öffnen und schließen. Ein „Pad Schrapper“, wie man im Südwester Jargon zu der Maschine sagt, fräste und walzte die Pad, und schon war alles wieder glatt. Begleitet von einer riesigen Staubfontäne sorgte der Schrapper für eine gut zu befahrende Gravel Road.

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rund 15 Gater in einer Stunde, dafür kein Auto

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Pad Schrapper

Erst kurz vor dem Erongogebirge änderte sich das Landschaftsbild. Das Erongogebirge mit seinen surrealen Landschaftsformen und riesenhaften, im Sonnenlicht rötlich leuchtenden Granitblöcken, faszinierte uns aufs neue. Bei unserem letzten Besuch waren wir schon begeistert und konnten uns auch diesmal kaum satt sehen.

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Gater-Service durch Klaus

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Damaraland -Landschaft wird grüner

Einen kleinen Zwischenstopp in Omaruru nutzen wir um Handfeger und Kehrschaufel zu besorgen, die Ladefläche unseres Hilux hatte sich inzwischen zu einem Sandkasten entwickelte. Der Ort selber machte einen sehr gepflegten Eindruck und das Angebot des Supermarktes war gigantisch.

Ai-Aiba Lodge
Bereits um 14:00 Uhr erreichten wir die Ai-Aiba The Rock Painting Lodge. Ai Aba liegt zusammen mit einigen anderen Lodges im wunderschönen Erongo Wilderness Park. Das Gebiet mit seinen vielen uralten Felszeichnungen lässt sich am besten zu Fuß erkunden! Auf eigene Faust ist dies auf Ai-Aiba leider nicht mehr möglich, das Management will unbedingt seine geführten Touren verkaufen. Früher war es wohl möglich selber durch das Gebiet zu wandern, die Einschränkung „nur mit Guid“ hat uns sehr gestört. Bei unserer letzten Tour in dieser Gegend hatten wir auf der Ameib Ranch die Gegend um Bullsparty als fantastische Wandergegend erlebt und würden deshalb im Wiederholungsfall lieber eine Lodge mit solchen Möglichkeiten vorziehen.

Die Lodge selber liegt sehr schön am Fuße der Felsen. Unser Bungalow Nr. 3 war groß aber etwas lieblos eingerichtet. Der Barbereich und „Speiseraum“ ist jedoch hübsch, im afrikanischen Stil gehalten. Der Pool ist sauber und ansprechend. Man hat von dort einen sehr schönen Blick aufs Erongogebirge. Frühstück und Abendessen waren gut, der Service freundlich und zuvorkommend.

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Pool und Hauptgebäude der Ai-Aiba Lodge

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Hauptgebäude der Ai-Aiba Lodge

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Unterkunft auf Ai-Aiba

Geplant war für den Nachmittag eine Wanderung zu den San, was wegen der Einschränkungen zu Fuß nicht möglich war. Lada war dies nur recht, sie wollte den Pool genießen und faulenzen. Mein Tatendrang war jedoch noch nicht gestillt, weshalb ich mich entschloss die Nachmittagssonne zum Besuch der San zu nutzen.

San Living Museum
Seit 2008 kann das Lebende Museum der Ju/’Hoansi-San (auch Buschleute genannt) auf der Farm Omandumba besucht werden. Mit dem Auto ist dies von Ai-Aiba ein Katzensprung, rund 2,5 km zurück auf der Zufahrt Ai-Aiba zweigt ein Weg zu den San ab. Das Buschmann-Dorf befindet sich auf dem Gelände der Farm Omandumba. Die Anfahrt ist gut ausgeschildert und leicht zu finden. Am Parkplatz wurde ich freundlich begrüßt und meiner Bitte nach einer Führung gerne entsprochen. Erfreulicherweise war ich der einzige Besucher und wurde von zwei San auf einen Buschspaziergang zu den Felsmalereien geführt.

Ich hatte dabei Glück und Pech. Alle paar Monate wechseln die Familien in dem Lebenden Museum. Da für den nächsten Tag nach 4 Monaten ein Wechsel anstand, war mir der Blick in das Leben der Familie vermutlich wegen der Aufbruchstimmung verwehrt. Andererseits hatte ich Glück, dass am späten Nachmittag für mich noch eine Führung organisiert wurde, leider nach dem Motto schnell und oberflächlich. Engagement ist etwas anderes.

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Besuch des Living Museums der San

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Erogo Felsformationen

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Felsmalereien

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Erongo, riesenhafte im Sonnenlicht leuchtende Granitblöcke

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Buschmänner beim Feuer machen

Hinweis: Im Erongo gibt es tausende Felsmalereien. Die Malereien und viele archäologische Funde zeigen, dass dort vor langer Zeit die San lebten, jagten und ihre Spuren hinterließen. Durch Kolonisierung und Konflikte mit anderen Kulturgruppen wurden die Buschleute schon vor langer Zeit aus diesem Gebiet vertrieben. In dem Lebenden Museum wird den San jedoch die Chance geboten ihre Kultur zu präsentieren und ein Einkommen zu erzielen. Die San, welche inzwischen in der Kalahari leben, wechsel sich alle 3 Monate ab, damit mehrere Familien davon profitieren.

Trotz der Einschränkungen war der Eintritt von 170 N$ sein Geld wert, es war eine persönliche Führung in einer beeindruckenden Landschaft im Licht der untergehenden Sonne. Das Farbspiel der Felsen und die Felszeichnungen waren formidabel.

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Felsformationen auf Ai-Aiba

Ich hoffe, ihr Freude an den Berichten und werdet mich weiter begleiten zur nächsten Station unserer Reise in das Hochland der Namib.
Teil 1507. Juni 2021
Namib’s Valley of a Thousand Hills im Hochland der Namib

Vom Erongogebirge führte unsere Reise weiter Richtung Süden ins Hochland der Namib zur Lodge Namib’s Valley. Die meisten Reisen in diesem Gebiet führen wahrscheinlich nach Swakopmund. Da wir bei unserer letzten Reise einige Tage dort verbrachten und Lüderitz, eine Stadt am Atlantik besuchen wollten, war unser Plan Orte abseits der Hauptreiserouten aufzusuchen.
345 km Gravel Road über Omaruru, Karibib und den Kuiseb River, immer am Rande der Namib entlang durch trockene Wüstenlandschaft, waren deshalb angesagt. Lange Strecken ohne jeglichen Verkehr oder besser gesagt ohne eine Menschenseele mit wechselnder Kulisse war uns gegönnt. In Karibib, einem ansprechenden Ort, welcher in seiner Vergangenheit durch Marmor und Goldabbau zu Wohlstand gekommen ist, war noch Tanken und Geld fassen angesagt.

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wo stecken die Oryx?
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Kuiseb Pass
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Namib, hohes Verkehrsaufkommen

Kobo Kobo, die Tausend Sterne Lodge im Khomas Hochland
Der Lodge Kobo Kobo, am Rande unserer Route gelegen, wollten wir einen Besuch abstatten. Bei unserer letzten Reise waren wir zwei Tage dort und hatten uns sauwohl gefühlt. Aus verschiedenen Quellen hatten wir aber erfahren, dass die Lodge inzwischen geschlossen ist und eine Wiedereröffnung in den Sternen steht. Wir wollten es nicht glauben. Das Gatter an der Pad war ohne Schloss, da mussten wir einfach nachschauen. Nach 8 km Off Road bekamen wir die Bestätigung, das letzte Gatter kurz vor der Lodge war mit Ketten gesichert und kein Lebenszeichen zu erkennen. Schade, dort würden wir gerne wieder einige Tage verbringen.

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Abzweig zur Lodge Kobo Kobo
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Kobo Kobo (Foto aus 2017)

Springböcke, Gnus, Strauße und Geier waren unsere weiteren Wegbegleiter. Leider konnten wir die Geier, welche an den Flügeln markiert waren, nicht fotografieren. Eventuell kennt jemand den Grund für diese Markierung?
Weiter ging es durch die Einsamkeit, über den Kuiseb Pass, bis zur Abzweigung der C26 Richtung Windhoek. Nach rund 8 km erreicht man die Einfahrt von wo es 6 km bergauf, auf ruppigem Trail, zur Lodge geht.

Namib’s Valley
Oben angekommen durften wir uns an der grandiosen Aussicht erfreuen. Elisa die Verwalterin begrüßte uns und wies uns den Bungalow Nr. 4 zu. Der Bungalow war sauber und sehr geschmackvoll im Still einer Berghütte eingerichtet. Eine Terrasse mit herrlichem Blick ins Guab-Tal wurde sofort genutzt, um unser eigenen Welcome Drink zu genießen. Nur gut, dass wir einen Kühlschrank mitführten.

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Namib’s Valley -unser Bungalow
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Namib’s Valley -Blick vom Bungalow
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Namib’s Valley -Blick in den Bungalow

Die Lodge Namib’s Valley of a Thousand Hills hatte uns mit ihrer Beschreibung im Web angelockt. Die Lage im Hochland der Namib mit Panoramablick auf das Guab-Tal, wollten wir für zwei Tage nutzen, um einfach nur abzuhängen. Wir wollten die Kulisse genießen und ausspannen.
Die Lapa befindet sich etwa 300 m oberhalb der Bungalows. In der Lapa gibt es einen geschmackvoll eingerichteten Aufenthaltsraum, Bar, das Restaurant und davor eine sehr schöne Terrasse. Zur Energieversorgung der Anlage wird Fotovoltaik, Windkraft und Vakuumröhren zur Warmwasserbereitung verwendet, dass Laden von Geräten ist deshalb nur an einer Steckdose im Hauptgebäude möglich.
Von der Terrasse hat man einen fantastischen Ausblick auf das Valley, stündlich ändern sich die Farben der Landschaft und der Sonnenuntergang ist gigantisch.
Vor dem Gebäude liegt ein kleiner Infinity-Pool mit Blick in die Unendlichkeit. Leider war das Wasser in einer Qualität, welche uns und auch alle anderen Gäste abschreckte. Die Liegen ohne Auflagen und Schatten waren brauchbar und nicht mehr. Handtücher müssen vom 300 m entfernten Bungalow geholt werden.

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Hauptgebäude Namib’s Valley
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Namib’s Valley -Terrasse Hauptgebäude
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Pool!! Namib’s Valley

Total enttäuscht waren wir vom Essen und dem Service. Zerkochtes Gemüse und eine Miniportion Rindersteak mit Salat wurde am ersten Abend serviert. Eine Kinderportion, aber nichts für einen erwachsenen Menschen. Der Wein wurde erst serviert als das Essen bereits den Weg in den Magen gefunden hatte. Zum Frühstück ging es im gleichen Still weiter. Butter, Toast und ein Omelett, das war’s. Auf die Frage nach Wurst und Käse gab es den Kommentar: Im Omelett ist doch alles enthalten!

Am zweiten Abend wurde, da alle Zimmer ausgebucht waren (14 Gäste), ein Buffet angeboten. Ein ungenießbarer Gemüseauflauf und furztrockenes Lamm und Hähnchen in so geringer Menge das war eine Frechheit. Nur die schnellsten am Buffet hatten die Chance satt zu werden. Alle Schüssel wurden ausgekratzt, Nachschub gab es keinen. Unsere Tischnachbarn, ein Ehepaar mit zwei Kindern, versuchte vergebens etwas nachzubestellen. Wir waren uns einig, das war das schlechteste Essen in Namibia. Die Kartoffeln waren das Beste am Buffet. Unverständlich für uns ist die gute Bewertung bezüglich Essen und Service im Internet.

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Guab-Tal
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Namib’s Valley -Blick auf die Bungalows
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Namib’s Valley

Eine Aussage auf der Webseite „Es gibt eine reiche Tierwelt, außerdem können Sie die reichhaltige Vogelwelt genießen“ können wir leider nicht bestätigen. Klippschliefer, Ratten und einige wenige Vögel waren das einzige, was wir zu Gesicht bekamen. Dies könnte jedoch mit der extremen Dürre der letzten Jahre zusammen hängen.

Resümee: Top-Lage, sehr geschmackvolle Einrichtung mit miserablem Essen und unengagiertem Service.

Den zweiten Tag unseres Aufenthalts nutzen wir zu Wanderungen in der näheren Umgebung und zum 4×4 Training auf einem ausgeschilderten Trail.

Himmelstreppe
Nicht weit von der Lodge entfernt gibt es die Himmelstreppe, dies ist eine mit Auswaschungen versehene Terrassierung ins Tal, wo über Jahrtausende das abfließende Wasser in Kaskaden seine Spuren hinterlassen hat. Kaum zu glauben bei der vorherrschenden Trockenheit. Die Treppe wird auch als natürliche Grundlage für die Wasser-Pipeline aus dem Tal genutzt. Das Gaub-Tal verfügt nur über sehr begrenztes Grundwasser. Daher muss das Wasser 5 km weit über eine Pipeline mit Solarwasserpumpen auf eine Höhe von 250 m gepumpt werden. Die gesamte Energie stammt aus Photovoltaikmodulen, Windkraftanlagen und Vakuumröhren zur Warmwasserbereitung.

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Himmelstreppe der Potholes

Vegetation auf Namib’s Valley
Die Vegetation auf dem Lodge Gelände überraschte uns mit einigen Besonderheiten. In dem extrem trockenen Klima wächst nur wenig, dafür sind dies aber Spezialisten, welche wir teilweise noch nie gesehen hatten.

Köcherbäume sind in Namibia immer wieder, zumeist an felsigen Hängen vorzufinden. In voller Blüte mit ihren riesigen gelben Blütenständen waren sie jedoch fantastische Fotomotive. Bekannter ist der Köcherbaumwald nordöstlich von Keetmanshoop, einem späteren Ziel unserer Reise. Wir haben deshalb Mesosaurus Fossil Camp eingeplant und waren gespannt, ob wir dort auch blühende Bäume vorfinden werden.

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Köcherbaum

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Blütenstand der Köcherbäume

Ohne die Hilfe der Fomis des Namibia Forums wären wir bei der Bestimmung der folgenden Bäume überfordert gewesen.
Afrikanische Sternkastanie Sterculia africana
Kleiner knorriger und laubabwerfender Baum mit einer Wuchshöhe von 10 – 14 Meter und einem ziemlich starken Stamm, der einen Durchmesser von über 100 cm erreichen kann. Die fast herzförmigen und kräftiggrünen Blätter haben lange Stiele.
Commiphora myrrha ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse. Aus ihrem Harz wird die Myrrhe gewonnen.
Myrrhe-Baum -Commiphora myrrha ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse
Myrrhe-Baum, eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Balsambaumgewächse
Commiphora myrrha wächst als laubabwerfender, stämmiger, dorniger Strauch oder kleiner Baum mit knorrigen Ästen, meist mit nur einem kurzen Stamm und erreicht Wuchshöhen von bis zu 4 Meter. Die äußere silbrige, weißliche oder bläulich-graue, glatte Borke schält sich in großen pergamentartigen Stücken ab und die grünere untere, glatte Borke wird sichtbar. Aus den flüssigen, kaum duftenden Exsudaten entsteht ein hartes, durchscheinendes, gelbliches Gummiharz
4×4 Trail Namib’s Valley
Der Trail war für Lada ein ideales Gelände um Erfahrung in dem felsigen Gelände zu sammeln. Auf dem Trail von der Hochebene ins Tal wurden wir mit immer neuen Perspektiven belohnt.

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Namib’s Valley 4×4 Trail

Die zwei Tage hätten wir gerne besser in Erinnerung behalten, die Grundlage bezüglich Lage und Lodge ist zwar gegeben, das Essen und der Service hat aber reichlich Luft nach oben.
Unserem nächsten Ziel „Fest im Fels in den Tirasbergen“ steuerten wir nach den Erlebnissen deshalb voller Erwartung entgegen.
Teil 1610. Juni 2021
Fest Inn Fels in den Tirasbergen, ein Paradies im Nirgendwo

Die Fest Inn Fels Farm Lodge in den Tirasbergen ist unser nächstes Ziel auf dem Weg nach Lüderitz. Für unsere Verhältnisse eine große Strecke von 410 km galt es zu bewältigen. Um auf der langen Gravel Road nicht unter Zeitdruck zu geraten, starteten wir bereits um 8:00 Uhr auf der Lodge Namib’s Valley. Über die C26 und C14 ging es über den Gaub Pass bis Solitär. Die Pad in dieser Gegend war leider in desolatem Zustand, die letzte Glättung durch einen Pad Schrapper lag wohl schon einige Zeit zurück. Da diese Strecke auf der C14 eine der Hauptrouten aller Touris ist waren wir laufend in große Staubwolken eingehüllt. Safari-Fahrzeuge aller Couleur waren zwischen den Zwei Top-Attraktionen Swakopmund und Sossusvlei unterwegs.
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C14 Gaub Pass

Solitär
An Solitär kommt wahrscheinlich keiner vorbei, ohne einen Stopp einzulegen. Der obligatorische berühmte Apfelkuchen in der Bäckerei, neben der Tankstelle mit ihren Schrottautos, muss einfach sein. Das Geschäft lief bestens, die Busladungen mit Besuchern sorgten laufend für neue Kunden. Noch schnell ein Foto von den alten Karren und weiter gehts nach Sesriem.

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Solitaire, tausendfach fotografiert!
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Apfelkuchen
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Schrottautos in Solitaire

Sesriem
In Sesriem musste mal wieder der Tank gefüllt werden und der gut bestückte Laden zum Auffüllen von Wurst, Käse, Tomaten und Wein herhalten. Ab dort wird es einsam, der Tross der Besucher will die Dünen von Sossusvlei besuchen. Für uns ist dies kein Thema, man kann halt nicht alles wahrnehmen, auch 5 Wochen reichen dafür nicht. 2017 hatten wir im Park zwei Nächte verbracht und haben die Bilder noch sehr prägnant in unserer Erinnerung.
Die C27 war zwar in schlechten Zustand, dafür werden wir aber mit einer Farbenpracht von Steppe, Wüste und Felsen belohnt. Einige Hügel sind übersät mit Köcherbäumen, teilweise in voller Blütenpracht, leider aber auch viele Bäume welche am Absterben sind. Später haben wir erfahren, dass in ganz Namibia viele der Köcherbäume davon betroffen sind. Der Grund dafür soll der Befall von Parasiten sein. Ob dies stimmt oder etwas anderes dahinter steht, kann eventuell ein erfahrener Botaniker klären!

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Köcherbaumwald in den Tirasbergen
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Sandpiste D707 zu den Tirasbergen

Fest Inn Fels Farm Lodge
Nach langer Fahrt sahen erreichten wir die Zufahrt nach Kanaan, diese war jedoch mit dem Hinweis keine Durchfahrt nach Koiimasis versehen. Geplant war dort auf den Farmweg abzubiegen. Das Verhältnis zwischen den Nachbar ist wohl nicht das Beste, weshalb die Durchfahrt gesperrt ist! Das Gatter nach Koiimasis liegt rund 12 km weiter südlich. Auf der Strecke sind teilweise sehr sandige Bereiche zu bewältigen, welche ohne 4×4 nicht zu schaffen sind. Von dem Gatter geht es dann noch 25 km über das Farmgelände bis zur Lodge.

Zu beachten ist, dass auf der „Ranch Koiimasis“ zwei unterschiedliche Betriebe, mit unterschiedlichen Eigentümern angesiedelt sind. Da beide Betriebe auch eine gemeinsame Webseite betreiben waren wir bereits bei unserer Planung und den Bewertungen von Tripadvisor darüber gestolpert. Zwischen den unterschiedlichen Parteien gibt es vor Ort wohl „unterschiedliche Meinungen“. Beim Recherchieren stellt man dann fest: Nur Fest Inn Fels hat Top-Bewertungen.

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Gatter -Fest in Fels
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Wegweiser Fest in Fels

Wegweiser der besonderen Art, von einem Künstler entworfene Metallfiguren, zeigen uns den Weg zum Hauptgebäude der Lodge wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Die kleine, aber feine Farm-Lodge „Fest Inn Fels“, besteht aus 4 exklusiv eingerichteten und großzügig angelegten Chalet’s mit Außenterrassen, einem originellen Felsen-Restaurant, einer Pool-Anlage mit Sonnendeck und der Sky-Bar. Die ganze Anlage ist harmonisch in die Landschaft integriert, jedes Gebäude ist individuell. Unser Bungalow Nr. 1 war ein Glücksgriff, der größte Bungalow mit 4 Betten und extrem geschmackvoll eingerichtet. Von der Terrasse schweift der Blick über die kontrastreiche Landschaft zwischen Wüste und Felsengarten, ein wahres Paradies für alle Naturliebhaber.

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Hautgebäude Fest Inn Fels
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Fest in Fels Bungalow Nr. 1
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Pool der Lodge Fest Inn Fels
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Restaurant -Fest Inn Fels

Frühstück und Dinner wird im Felsenrestaurant serviert. Die einzelnen Tische sind in schön gestalteten Nischen, mit teilweise gigantischem Blick in die Ferne angeordnet. Das Essen selber war absolute Spitze. Der Eigentümer Rolf kommt immer wieder vorbei, um sicherzustellen, dass es wirklich an nichts fehlt, das war Service par excellence. Nach dem Reinfall auf unserer letzten Lodge waren wir hin und weg.

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Einsamer Baum in den Tirasbergen
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Panoramablick zur Namib
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Klippspringer

Fest Inn Fels Farm-Rundfahrt mit Rolf
Für den Spätnachmittag hatten wir mit Rolf eine Farm-Besichtigung mit Sundowner vereinbart. Die Tour ist empfehlenswert, da Rolf ein exzellenter Führer, Fahrer und Erzähler ist. Dabei erfuhren wir, dass er Baumeister und Architekt der Anlage ist und alles sehr individuell gestaltete. 2005 hat er mit dem Bau begonnen und sich damit einen Lebenstraum erfüllt. Am 29.9.07 war nach harter Handarbeit Richtfest. Ein Blick ins Fotoalbum gab uns einen Eindruck, mit welchen Schwierigkeiten in einer solchen Gegend zu kämpfen ist. Selbst einen Sturzregen gab es während der Bauphase, welcher im Nachhinein von Rolf als Glücksfall bezeichnet wurde. Die natürlichen Wasserläufe führten dazu, dass die Bauten umgeplant werden mussten, um auch für solche Situationen gewappnet zu sein. Ohne dies hätte die Gefahr bestanden, dass die Wassermassen Schäden an den Gebäuden verursachen.

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Blütenstände des Köcherbaums
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Farmrundfahrt
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Sundowner

Unmengen von Details erfuhren wir bei der Tour. Ein Beispiel war die Wasserversorgung. Das Wasser wird aus 60m Tiefe per solarbetriebener Tauchpumpe hoch gepumpt. Bei dieser Tiefe reicht wie sonst oft verwendet die Windkraft nicht aus. Bei Reparaturarbeiten war ein Bohrgestänge in den Brunnen gefallen und blockiert deshalb dieses Loch. Eine echte Aufgabe, ob dies wieder repariert werden kann, stand zu der Zeit in den Sternen. Ein neuer Brunnen würde eine Investition von rund 5000 Euro erfordern.
Früher wurden auf der Farm ständig Löffelhunde gesichtet, durch die Trockenheit sind diese jedoch abgewandert. Zum Abschluss ging es dann hoch hinaus auf die Spitze des Hausbergs. Köcherbäume säumten den Weg und oben angekommen konnten wir bei untergehender Sonne mit einem Gin Tonic den grandiosen Ausblick über Felsen und Dünnenlandschaft auskosten.

Resümee: Ein herrlicher Fleck Erde zum Relaxen, Wandern und Genießen. Essen und Service vom feisten, wir werden sicherlich wieder kommen.

Weiter geht es nach Lüderitz….
Teil 1705. Juli 2021
Aus -Verkehrsknotenpunkt auf dem Weg nach Lüderitz

Nach zwei relaxten Tagen auf der Lodge Fest Inn Fels geht unsere Namibia Rundreise weiter über Aus nach Lüderitz, dem Hafenstädtchen an die Atlantikküste. 280 km stehen auf dem Programm, Zeit genug um Aus den Verkehrsknotenpunkt am Rande der Route zu besuchen.
Die 25 km sandiger Farm-Pad bis zur D707 wollte ich rasch hinter mich lassen. Lada war zwar der Meinung ich sei zu schnell unterwegs und wollte meinen Einwand, dass Rolf der Farmer am Vorabend deutlich schneller gefahren sei nicht so recht akzeptieren. Das Unheil nahm seinen Lauf, ein Schlag und schon war ein Reifen geschrotet. Im Sand hatte sich ein hinterhältiger Stein versteckt und unserem Reifen den Rest gegeben. Eine mittlere Ehekrise stand ungeplant auf dem Programm, Details lasse ich besser weg….
45 Min Arbeit waren meine Bestrafung, immer begleitet von freundlichen Kommentaren. Klar, danach durfte ich nicht mehr ans Steuer und meine bessere Hälfte übernahm das Kommando.
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Reifenpanne auf Fest Inn Fels

Auf eintöniger Strecke ging es dann weiter nach Aus wo wir einen Stopp eingeplant hatten.

Soldatenfriedhof Aus
Kurz vor Aus lohnt sich ein kleiner Abstecher zu dem dortigen Soldatenfriedhof. Dort sind über 60 Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg begraben, von denen viele jedoch nicht durch den Feind, sondern durch den Ausbruch der Spanischen Grippe starben. Es ist beeindruckend, dass Soldaten beider Seiten – deutsche und südafrikanische – Seite an Seite dort begraben liegen. Ich denke hinsichtlich der momentanen Pandemie ist dies ein Ort, welcher zum Denken anregt.

Vor über 100 Jahren, wurde im damaligen Südwestafrika das erste Opfer der Spanischen Grippe gemeldet. Die verheerende Epidemie, die sich wie ein Lauffeuer über die ganze Welt ausgebreitet hatte, hatte nach kurzer Zeit auch das heutige Namibia erreicht.
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Soldatenfriedhof in Aus

Aus
Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir im kleinen Ort Aus an, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region. Uns lockte die Terrasse des Bahnhof-Hotels, wo man wunderschön im Freien mit Blick auf den Bahnhof sitzen kann. Die Kuchenauswahl ist sehr gut, es wird täglich frisch gebacken, da konnten wir nicht widerstehen. Auch die sonstigen Speisen machten einen guten Eindruck. Salate und riesige Burger konnten wir auf den Nachbartischen bestaunen. Das Hotel hat ein tolles Ambiente und der Service war aufmerksam und der Andrang entsprechen groß.

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Bahnhof Hotel Aus

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Bahnübergang Aus

Wildpferde von Aus
Gestärkt ging es dann weiter bis ca. 22 km hinter Aus, dort zweigt eine Straße zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf ein Wasserloch ab wo Wildpferde leben. Die Wildpferde von Namibia sind verwilderte Hauspferde, die am Rande der Namib leben. In der Mittagszeit war jedoch kein Pferd an der Tränke zu sichten, es ist wahrscheinlich besser am frühen Morgen oder am späten Abend den Unterstand zu besuchen. Wir planen deshalb bei der Rückfahrt von Lüderitz nochmals unser Glück zu versuchen.
Zu dem Pech mit den Pferden kam dann die nächste böse Überraschung. Ein zweiter Reifen hatte uns die Begegnung mit dem Stein am Morgen übel genommen. Es war zwar kein Plattfuß, aber eine handtellergroße Beule an der Seite der Karkasse. Nach einiger Beratung und einer erneuten mittleren Ehekrise entschieden wir uns, vorsichtig mit reduzierter Geschwindigkeit, weiter bis Lüderitz zu fahren und dort eine Werkstatt aufzusuchen. Wir hatten zwar zwei Ersatzreifen an Board (oder besser nur noch einen) wollten aber nicht unter dem Wagen herumkriechen, um den dort verstauten zweiten Reifen zu montieren.

Zurück auf der B4 Richtung Lüderitz hatten wir dann doch noch etwas Glück und eine kleine Gruppe der Wildpferde kreuzte direkt vor uns die Fahrbahn.
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Wildpferde kreuzen die Straße bei Aus

Durch die Namib nach Lüderitz
Parallel zu der neu gebauten Bahnstrecke geht es nun nach Lüderitz. Sandfahnen treiben über die Straße, Steine und Geröll säumen die Route, eine Einöde in Schwarz und Grau, als wären hier die Abraumhalden der Schöpfung aufgeschichtet worden. Die Straße und auch die Bahnstrecke sind immer wieder vom Sand bedeckt, wie unter solchen Bedingungen der Bahnverkehr funktioniert ist mir ein Rätsel.
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B4 zwischen Aus und Lüderitz

Nach langer Fahrt durch die Wüste taucht die Stadt im Dunst des Atlantiks auf. Die Stadt selber, mit ihrem unverkennbar deutschen Charakter, wirkt wie „aus der Zeit gefallen“. Fachwerkhäuser und Jugendstilbauten, wilhelminische Architektur bunt gemischt, dazwischen sandige, menschenleere Straßen. Eine Geisterstadt oder vielleicht eine Filmkulisse? Wie sich später herausstellte, ist die Stadt ab Samstagmittag kaum besucht. Es ist Wochenende und alle haben sich in ihre Wohnungen, oft am Rande der Stadt zurückgezogen.

Cormorant House
Als Unterkunft hatten wir uns für das Cormorant House entschieden, es liegt mit Blick auf die Lüderitz Bucht, auf der nördlichen Landzunge. Der Empfang war herzlich und auch der Security Eddy am Eingang war sehr freundlich und hilfsbereit.

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Lüderitz -Cormorant House

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Küche des Cormorant House

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Blick vom Bett auf die Lüderitz Bucht

Reifenwechsel -Super Service
Ja, Hilfsbereitschaft die brauchten wir, eine Werkstatt um die Reifen am Wochenende zu reparieren und dies um 16:00 Uhr. Eddy war eine Perle, kurz nach unserer Ankunft hatte er es geschafft und zwei Mitarbeiter einer Werkstatt aufgetrieben. Die erste Analyse war jedoch ernüchternd. Beide Reifen sind Schrott und können nicht mehr repariert werden. Da half nichts, ich musste mit in die Werkstatt. Nachdem ich mit dem Autovermieter Kontakt aufgenommen hatte, war der Tag gerettet und der Ehefrieden wieder hergestellt. Unsere Versicherung deckte bis zu zwei neue Reifen ab und die Reifenwerkstatt und der Autovermieter regelten alles untereinander. Glück gehabt!
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Super Service, zwei neue Reifen

Die ganze Angelegenheit war innerhalb einer Stunde erledigt. Einen solchen Service würde ich mir zu Hause auch wünschen. Das Trinkgeld fiel entsprechend üppig aus.

Zurück im Zimmer wären wir am liebsten den ganzen Tag auf dem Balkon sitzen geblieben und hätten den Vögeln und Delfinen zugesehen. Das Zimmer war sehr großzügig, schön ein gerichtet und tipptopp gepflegt. Die Küche war gut ausgestattet, es fehlte an nichts. Einziger Wermutstropfen in dieser perfekten Unterkunft ist, dass es kein Frühstück gab. Man kann aber nach einem kleinen Spaziergang in die nahe gelegenen Stadt dort gut frühstücken, dazu später mehr.

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Sonnenuntergang auf der Terrasse des Cormorant House

Weiter geht es mit Ausflügen in der Umgebung von Lüderitz
Teil 1807. Juli 2021
Lüderitz, Kolmannskuppe und Diaz Point

Auf unserer Rundreise durch Namibia hatten wir zwei Nächte in Lüderitz eingeplant um die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Nach mehr als zwei Wochen Dürre und Wüste freuten wir uns endlich auf Wasser.

Lüderitz
Lüderitz liegt an einer natürlichen Bucht, geschützt durch die Lüderitz Halbinsel und durch die Haifisch-Insel. Neben dem Tourismus und Diamantenabbau leben die rund 12.000 Menschen (bis 20.000 je nach Quelle) hauptsächlich von der Fischerei, der Austernzucht und dem Hummerfang. Der Name Lüderitz basiert auf dem Kaufmann Adolf Lüderitz, welcher dem Nama-Häuptling Joseph Fredericks 1983 das Gebiet in der Hoffnung auf Bodenschätze abkaufte. Er hatte damit den Grundstein für Deutsch-Südwestafrika gelegt. Lüderitz wird deshalb auch als Keimzelle der deutschen Kolonialherrschaft bezeichnet. Der deutsche Einfluss ist an allen Ecken der Stadt deutlich zu erkennen.
Bei unserer Ankunft wurden wir mit kühlen 20 Grad und leichtem Wind empfangen. Es war der erste Tag wo wir wärmere Sachen brauchten. In Lüderitz herrscht ein Klima mit wenigen Niederschlägen bei Tagestemperaturen, je nach Jahreszeit, zwischen 10 und 30 Grad. Küstennebel und stürmische Atlantikwinde sind zusätzlich Teil des harschen Klimas.
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Blick von Shark Island auf Lüderitz
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Lüderitz -Shark Island

Wie schon im letzten Bericht erwähnt, war es Samstag 16:00 Uhr und die Stadt lag wie ausgestorben vor uns. Der gewünschte Tourismus zur Belebung der Wirtschaft findet in der Realität wohl nicht statt. Wir hatten eher den Eindruck in einer Filmkulisse gelandet zu sein.
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Lüderitz -Felsenkirche
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Lüderitz Waterfront im morgendlichen Dunst
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Lüderitz, gepflegte Anwesen

Restaurants in Lüderitz
Es gibt in Lüderitz zwar einige Restaurants mit vielversprechenden Bewertungen, wir wurden aber in unserem Tatendrang ausgebremst. Samstag und Sonntag Abend sind fast alle Lokale geschlossen.
Nach einiger Recherche fanden wir das Portuguese Fishermann. Der Besitzer, ein ausgewanderter Portugiese, kümmerte sich proaktiv und dennoch unaufdringlich um uns, seine Empfehlungen sollte man nutzen. Der fangfrischer Thunfisch war köstlich. Das Personal ist sehr engagiert und nett. Alles in allem eine erfrischende Begegnung in einem sehr authentischen kühl und nüchtern gehaltenen Ambiente. Uns hatte allerdings die Geschwindigkeit des Service gestört. Die Vorspeise war noch nicht vertilgt und schon wurde die Hauptspeise serviert, alles in Rekordzeit, trotzdem können wir das Lokal bezüglich seiner Qualität empfehlen.

Am zweiten Abend hatten wir vorsorglich im Penguin Restaurant im Nest Hotel reserviert. Das Ambiente eines Hotels ist zwar nicht unser Favorit, dafür überzeugte uns aber die Qualität und der Service. Austern und Salat mit scharfen Hähnchenstreifen als Vorspeise gefolgt von King klipp à la Nest und indischen Meeresfrüchte, da gab es nichts zu meckern. Der Preis ist zwar am oberen Ende angesiedelt, die Qualität und der Service rechtfertigen es aber.
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Dinner im Nest Hotel -Austern
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Dinner im Nest Hotel -Indische Meeresfrüchte

Kolmannskuppe / Kolmanskop
Die „goldenen Jahre“ der nach dem Kaufmann Lüderitz benannten Stadt begannen 1908 mit dem Fund von Diamanten. Der einstige Prunk lässt sich in der Geisterstadt Kolmannskuppe, in afrikaans Kolmanskop vor den Toren von Lüderitz erahnen, wo der Wind den Wüstensand durch die Häuser bläst. Mit der Verlagerung des Diamantenabbaus in den Süden nach Oranje war es ca. 1960 schnell mit dem Prunk vorbei.
Gleich für den frühen Morgen hatte ich den Besuch von Kolmannskuppe geplant. Da am Sonntag nur eine Führung um 10:00 Uhr angeboten wird, konnte ich es langsam angehen lassen. Das Wetter tat sein übriges, nass und kalt zog der Nebel vom Meer herein, 12 Grad bei angesagten maximal 16 Grad waren nicht gerade einladend. Nach einem kräftigen Kaffee und ausgiebigen Frühstück war zwar mein Body auf Touren gekommen, der Nebel wollte aber nicht weichen. Lada beschloss deshalb, dies sei ein Ausflug nur für mich.

Dick verpackt kam ich kurz vor 10:00 Uhr am Gate an, zahlte den Eintritt und parkte auf dem Parkplatz vor dem Hauptgebäude, in dem sich Café, Souvenirshop, Festhalle und Kegelbahn befinden. Es waren noch nicht viele Leute vor Ort, als aber eine größere deutsche Reisegruppe ankam, ahnte ich schlimmes. Die in deutsch angebotene Führung war deshalb mit rund 40 Teilnehmern nicht zu gebrauchen, weshalb ich mich der englischen Führung mit etwa 10 Personen anschloss.

Der Führer war zwar informativ, aber leider unengagiert und die Sonne war wohl der Meinung, sie müsse sich ihm anschließen und kämpfte weiter mit dem Nebel. Beeindruckt war ich von dem Lebensstil unsere Landsleute. 30 deutsche Familien mit ihren 44 Kindern lebten dort in Saus und Braus. Die rund 800 einheimischen Arbeiter lebten dagegen 300 m entfernt in einfachen Baracken. Die Gebäude zeugen noch heute vom Prunk der damaligen Tage. Nun leben nur noch Schlangen, Skorpione und sonstiges Getier in den Ruinen, welche speziell bei Fotografen als Lost Places beliebt sind.
Um 11:00 Uhr hatte ich Glück, ein frischer Wind greift in den Kampf zwischen Sonne und Nebel ein und vertreibt das kühle Nass. Auch die große Reisetruppe, von ihrem Führer zum Aufbruch angetrieben, verschwindet und es kehrt Ruhe ein. Fotos ohne störende Elemente waren dann möglich.
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Kolmannskuppe, Bahnverbindung war einmal
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Alte Bahn von Kolmannskuppe nach Lüderitz
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Kolmannskuppe – Geisterhäuser

Lüderitz Halbinsel
Nach einer kurzen Stadtrundfahrt durch menschenleere Straßen waren wir uns einig, ohne Leben fehlt jegliche Attraktivität, dann doch lieber in die Einsamkeit zu der Lüderitz Halbinsel. Sie ist ein Naturschutzgebiet mit kleinen Buchten, unberührten Stränden und schönen Lagunen, an denen es u.a. Flamingos zu sehen gibt. Es sind zwar nur knapp 22 Kilometern bis zu dem stets windumtosten Diaz Point, für den Ausflug hatten wir reichlich Zeit eingeplant. Die Piste ist ruppig, lohnt aber wegen ihrer spektakulären Ausblicke und der Vielzahl von einsamen Buchten.
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Fahrt zur Stormvogelbucht
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Flamingos in der Lüderitz Bay

Picknick an der Messemb Bay
Die einsamen östlich gelegenen Buchten sind herrliche Plätze und laden zum Verweilen ein. Bei unserem Besuch am späten Mittag waren wir die einzigen Besucher und konnten die Landschaft, das Meer und die Vögel genießen. Bei einem Gläschen kühlen Rose und Leckereien aus unserem Vorrat war die Messemb Bay der ideale Picknickplatz. Unser Vorhaben ein frisches Bad zu nehmen gaben wir aber schnell auf. Durch den kalten Benguelastrom liegen die Wassertemperaturen nur zwischen 10 und 16 Grad, nichts für Warmduscher. Fische lieben jedoch das kühle nährstoffreiche Wasser und sorgen für eine gute Einnahmequelle der Fischer.
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Fischerhütte in der Messemb Bay
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Picknick in der Messemb Bay

Diaz Point
Der Diaz Point an der Spitze der Halbinsel erinnert an den portugiesischen Seefahrer Bartolomeu Diaz welcher hier 1487, als erster Europäer an Land ging und eines seiner mitgebrachten steinernen Kreuze für die portugiesische Krone errichtete. Eine Nachbildung ist heute dort zu sehen. Laut Reiseführer erreicht man die Spitze über einen Holzsteg, leider stehen davon nur noch Fragmente. Der Wind und die Wellen haben den größten Teil mitgenommen. Zu unserem Glück war Ebbe und der Wellengang mäßig und wir konnten trockenen Fußes den Aussichtspunkt erklimmen.
Tipp: Wer einen Besuch plant sollte sich unbedingt den Gezeiten-Kalender anschauen, ob die Brücke je wieder errichtet wird steht in den Sternen!
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Reproduktion des alten Kreuzes am Diaz-Point
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Ausblick vom Diaz-Point
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Reste der Holzbrücke zum Diaz-Point
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Möven am Diaz-Point

Abschied von Lüderitz im Garden Cafe
Vor unserer Weiterreise am Montag Richtung Fish River Canyon statteten wir noch dem Garden-Café einen Besuch ab. Wir wollten das Frühstück in dieser einzigartigen Atmosphäre genießen. Als wir um 8:00 Uhr dort eintrafen hatten wir Glück, es wurde gerade geöffnet. Das Garden-Café ist von außen eher unscheinbar aber von innen ein wunderschönes Café, es ist der Hit! Im sonst eher kargen Lüderitz eine echte Oase. Man kommt rein und will nie wieder raus. Diese ruhige & gemütliche Atmosphäre inmitten von tropischen Pflanzen und Tieren, in Kombination mit dem sensationellen Kaffee & Kuchen, nimmt jeden in seinen Bann. Ein schöner Abschied von Lüderitz und jedem zu empfehlen.
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Lüderitz -Garden Cafe

Weiter geht es zur Alte Kalköfen Lodge….
Teil 1909. Juli 2021
Alte Kalköfen Lodge, ein Juwel im Nirgendwo

Von Lüderitz geht unsere Namibia Rundreise weiter zur Lodge Alte Kalköfen. Nur 250 km auf Asphalt hatten wir vor uns, ein Katzensprung für namibische Verhältnisse. Mit Regen und Nebel am frühen Morgen verabschiedete sich Lüderitz. Schnell noch im Supermarkt die Vorräte aufbessern und ab Richtung Osten. Erstmalig auf unserer Reise musste der Scheibenwischer seiner Bestimmung nachkommen. Etwa 40 km von der Küste entfernt, konnte sich die Sonne durchsetzten und die Namib ihren Reiz entfalten.
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Regen und Nebel in der Namib
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20 km Wildpferde

Wildpferde von Aus
Bei unserer Anreise nach Lüderitz hatten wir Pech und am Wasserloch von Garub keine Wildpferde angetroffen. Klar, dass wir einen zweiten Versuch starteten. Am frühen Morgen rechneten wir uns gute Chancen aus. Bereits bei der Anfahrt zum Unterstand wurden wir von Pferden ohne jegliche Scheu begrüßt. Die Nüstern an die Scheibe gedrückt oder wenn man nicht vorsichtig war gleich den ganzen Kopf ins Auto gezwängt versuchten sie „Futter“ zu erwischen. Das Verhalten scheint Erfolg zu haben.
Etwas oberhalb des Wasserlochs wurde für die Besucher eine Aussichtsplattform erstellt! Die Pferde haben den Platz inzwischen okkupiert und marschieren munter zwischen den Besuchern herum. Die Pferde haben sich inzwischen mit den Touris „angefreundet“. Meine liebe Frau konnte da natürlich nicht widerstehen, zwei Äpfel wanderten so in die Mägen der dürren Kerle. Als wir zusammen mit einem anderen Wagen den derart umfunktionierten Ort verließen, wurden wir noch einige Zeit von den bettelnden Pferden begleitet. Ob wir ihnen einen Gefallen getan haben?
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Wildpferde von Aus

Auf eintöniger Straße (B4) ging es dann weiter zu unserer Lodge, dabei darf ich anmerken, dass auf einer solchen Straße ohne „versteckte Steine“ ich wieder ans Steuer durfte.

Alte Kalköfen Lodge
Die Lodge liegt ungefähr 2 km von der B4 entfernt, direkt an der Bahnlinie. Eine ruhige Lage bezüglich der Straße. Die Bahn stört die Ruhe aber auch nicht, nur „sehr selten“ fährt dort ein Zug. Wie man uns berichtete wird eine Personenbeförderung nicht angeboten. Einzige Ausnahme ist ein Zug welcher alle paar Monate als reine Touristenattraktion vorbeikommt. Wir hätten die Bahnlinie wahrscheinlich gar nicht bemerkt, wenn nicht ausgerechnet während unseres Aufenthaltes ein Zug vorbeigefahren wär. Am Abend war ein grollen zu vernehmen und der Bummelzug tuckerte an der Lodge vorbei.
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Alter Kalkofen
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der letzte Tankstop liegt etwas zurück

Der Name der Lodge leitet sich von den beiden alten Kalksteinöfen auf der Lodge ab. Einer der Öfen begrüßt gleich bei der Zufahrt die Gäste. Die Öfen sollen die ältesten Öfen in Namibia sein wobei der älteste 1906 gebaut wurde. Der aus diesen Öfen gewonnene Kalk wurde unter anderem zum Bau von Gebäuden in Kolmanskop, Lüderitz, Keetmanshoop und anderen Kleinstädten im Süden verwendet. 1970er wurde der Betrieb eingestellt und die Öfen sind inzwischen nur noch Fotomotive.

Alte Kalköfen, ein Juwel im Nirgendwo
Die Lodge ist dank der liebevollen Einrichtung mit allerlei Fundstücken aus alten Tagen ein einziges Fotomotiv. Das Gelände und die Räume sind unheimlich geschmackvoll und kreativ gestaltet.
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Parkplatz direkt vor dem Bungalow
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Innenausstattung der Bugalows auf Alte Kalköfen
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Speiseraum mit viel Liebe zum Detail
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Abendstimmung über der Lodge

Das Essen ist exzellent, ein köstliches Abendessen, alles von Hilde selbst zubereitet und das leckere Fünf-Sterne-Frühstück, "vergleichbares haben wir selten angetroffen. Spektakuläre Sonnenaufgänge und bizarre Wolkenbilder konnten wir während unseres Besuches bestaunen. Die Zimmer sind mit allem ausgestattet, was man braucht! Wir würden die Lodge jederzeit wieder besuchen, das nächste Mal aber für zwei Übernachtungen, es gibt soviel zu bestaunen. Den Pool haben wir nicht genutzt, die kalten Nächte hatten die Temperatur schon deutlich abgesenkt.
Ein Juwel im Nirgendwo in der Halbwüste zwischen Keetmanshoop und Aus.

Lithops auf Alte Kalköfen: Das bietet keine andere Lodge:
Die Alte Kalköfen Lodge beherbergt eine riesige Sammlung der berühmten „Lebenden Steine“ – Lithops. Lithops ist eine Gattung sukkulenter Pflanzen aus der Familie der Mittagsblumengewächse und sind nur im südlichen Afrika, in Botswana, Namibia und Südafrika zu finden. Die Betreiber Hilde und Frikkie besitzen die einzige offizielle Lizenz um diese überaus seltenen, geschützten Wüstenpflanzen zu sammeln. Zusätzlich züchten sie diese Pflanzen in ihrem Lithoparium. Ich habe als Kakteenliebhaber selber mal versucht Lithops zu züchten aber ohne erfolgt und konnte nun feststellen welcher Sachverstand dazu erforderlich ist!
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Blick ins Lithoparium mit tausenden von Pflanzen

Das für Gäste offene Lithoparium ist ein Besuchermagnet! Im Lithoparium findet man unzählige Sorten, davon einzelne, die man sonst in keiner Sammlung, sondern nur in der Wildnis findet! Von Februar bis Mai können Besucher die kleinen „Steine“ sogar blühen sehen, wir waren in der richtigen Zeit dort und konnten Unmengen von blühenden Steinen in ihrer Farbenpracht bewundern.
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Ein spektakulärer Sonnenaufgang bei kühlen 16 Grad und irrem Wolkenbild am Himmel, da wären wir gerne noch geblieben, der Fish River Canyon wartete aber auf uns.
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Sonnenaufgang, Farbenpracht am Himmel
Teil 2014. Juli 2021
Fish River Canyon, Naute-Damm und Ai-Ais

Der Fish River Canyon und sein Umland mit Naute-Damm und Ai-Ais sind die südlichsten Ziele unserer Reise in Namibia. Um alles in Ruhe zu erkunden hatten wir uns für zwei Tage in der Canyon Lodge eingebucht. Im Süden waren die Temperaturen bereits Ende Mai empfindlich kühl. 9 Grad bei starker Bewölkung am Morgen, da will man so schnell nicht aus dem warmen Bett schlüpfen! Nachdem wir unsere wärmsten Sachen heraus gekramt hatten und vorsichtig die Nase vor die Tür gestreckt hatten, wurden wir von einem spektakulären Sonnenaufgang begrüßt. Gestärkt von dem 5 Sterne Frühstück der Kalköfen Lodge erwachten nach reichlich Kaffee unsere Lebensgeister und der Tatendrang.
192 km lagen vor uns, Petrus war uns aber nicht gut gesonnen und die Sonne versteckte sich hinter den Wolken, 16 Grad mehr war nicht drin und die Klimaanlage unseres Hilux musste als Heizung herhalten. Ursprünglich wollten wir in Seeheim auf die F605 abbiegen, wovon man uns auf der Lodge aber abgeraten hatte, da die Strecke in einem sehr schlechten Zustand sei.

Naute Damm
Die Strecke am Naute-Damm entlang war uns aber eine gute Alternative. Der Naute-Damm ist die drittgrößte Talsperre des Landes, welche den Löwenfluss aufstaut. Laut Reiseführer ein vogelreiches beliebtes Naherholungsgebiet in der Region. Die Landschaft war zwar ansprechend, dafür aber reichlich Müll an den Picknick-Stellen. Wir waren frustriert! Die Besucherterrasse war wie ausgestorben und das Federvieh zumindest in dieser Jahreszeit nicht zu sehen.

In der Nähe des Stausee befinden sich große landwirtschaftlich genutzte Flächen, welche das Wasser des Stausees nutzen. Eine große Dattelpalmen-Plantage und Rebstöcke säumen den Weg.
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Naute Staudamm
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Wasserdurchfahrt zum Naute Damm
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Naute Stausee

Naute-Kristall Destille
Direkt an der Piste gelegen lockte uns die Schnaps-Brennerei Naute Kristall an. Feinste Edelbrände aus Dattel, Granatapfel und Kaktusfeige werden dort hergestellt und können in den Verkaufsräumen verköstigt werden. Ein Mädel aus Stuttgart versorgte uns mit reichlich Hintergrundinformationen. Sie war für drei Monate dort um ihr Praktikum im Weinbau zu absolvieren. 365 Tage Sonne und das extrem trockene und milde Klima Namibias sind der Garant für die Qualität der Früchte und der Edelbrände. Selber trinke ich fast nie einen Schnaps. Bei dem Dattelschnaps konnte ich jedoch nicht widerstehen, er war einfach köstlich. Zusammen mit einem Grappa, dort unter dem Namen Nappa geführt, wanderten die Flaschen als Mitbringsel ins Gepäck.
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Naute Kristall Cellar and Distillery

Canyon Roadhouse
Das wahrscheinlich schrägste & lustigste Roadhouse im südlichen Afrika lockte uns als Nächstes an. Das Canyon Roadhouse war wohl vor langer Zeit eine Tankstelle, der Sprit ist heute sicherlich nicht mehr das Wichtigste. In der Raststätte dreht sich alles um das Auto oder besser um alte Rostlauben. Überall verstreut finden sich alte Fahrzeuge und Teile, die in die Anlagengestaltung integriert sind. Echte Hingucker und immer wieder was zum Schmunzeln.

Die Bar ist einfach herrlich schön, bunt und schräg, voller inspirierender und lustiger Schilder. Einfach herrlich! Selbst die Toilette ist ein Hingucker, aber Achtung wer die Pandora Box öffnet brauch sich nicht zu wundern, wen in der Bar danach alle hämisch Lachen. Eine Klingel macht alle darauf aufmerksam, dass jemand die Finger nicht von der „Box“ lassen konnte. Auch bei den Damen ist eine äquivalente Falle aufgestellt!
Das Roadhouse ist auch für Durchreisende ein Muss für einen Zwischenstopp.
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Parkzeit überschritten!
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Bar im Canyon Roadhouse
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Canyon Roadhouse
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Herrentoilette, Finger weg von Pandora’s Box

Canyon Lodge am Rande des Fish River Canyon
Schon der erste Anblick des blühenden Gartens, aus dem das uralte und in den Farben der Landschaft wundervoll restaurierte Farmgebäude herauszuwachsen scheint, verursacht Herzklopfen. Eingepasst in die gewaltige Kulisse rostbrauner Granitfelsen ruhen die 30 Bungalows und vor jedem einzelnen liegt die grenzenlose Weite des Gondwana Canyon Parks.
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Empfang der Fish River Canyon Lodge
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Alle Bungalows sind harmonisch in die Felsen integriert
Wir hatten Dank der Empfehlung unserer Freundin Hanne den Bungalow 25 gebucht, die Lage war der Hammer. Einsam in exponierter Lage mit einer Terrasse wo man einfach nur Relaxen will, dazu der Blick in die Steppe. Die Lodge lies keine Wünsche offen.
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Bungalow 25 mit Blick in die Steppe
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Innenausstattung Bungalow

Beim Spaziergang durch die Anlage gibt es immer wieder was zu entdecken, unter anderem auch den abseits gelegenen herzförmigen Pool welcher auf halber Höhe aus den Felsen wächst. Bei der winterlichen Temperatur von Luft und Wasser konnten wir uns nur überwinden, die dicke Zeh hineinzustrecken. Außer uns ließ sich nur noch ein Rothase am Pool blicken. Fotografieren lassen wollte sich der scheue Geselle aber nicht.
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Pool der Fish River Canyon Lodge
Klippschliefer, welche die Felsenlandschaft lieben, waren dagegen viel zutraulicher und an allen Ecken, besonders hoch oben auf den Felsen, in Unmengen anzutreffen. Auch die am Naute-Damm vermisste Vogelwelt fühlte sich in der Anlage wohl. Dass es auch größer geht, durften wir nach dem Dinner erfahren, nur wenige Meter von uns entfernt beäugte uns eine neugierige Oryx Antilope im Dunkel der Nacht. Wir waren zumindest mehr erschrocken wie das prachtvolle Tier, es hatte wohl Erfahrung mit den Gästen.

Rund um ein loderndes Feuer im offenen Kamin durften wir uns zum Dinner an dem reichhaltigen Buffet bedienen. Auch das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen. Wir würden die Lodge jederzeit wieder buchen.
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Sonnenuntergang vor Bugalow 25

Fish River Canyon
Gemütlich starteten wir um 9:00 Uhr, um den Canyon zu besuchen. Eile war nicht vonnöten da das Licht den Canyongrund erst etwa zwei Stunden nach Sonnenaufgang erreicht. Die Lodge liegt nur etwa 30 Minuten (10 km) vom Hoab Gate entfernt, wo wir unser Permit erstanden. Vom Gate aus ging es zuerst zur zentralen Aussichtsplattform, wo reichlich Informationstafeln zur Geologie des Canyon zu finden sind. Der Fish River, diese namibische Natursensation, lässt einem den Atem stocken, wenn er es nach rund 650 km endlich geschafft hat, den zweitgrößten Canyon der Erde aus den Bergen zu spülen. 27 Kilometer breit, 550 Meter tief. Erfreulich war, dass nur wenige Besucher die Plattform frequentierten. Leider war zu dem Zeitpunkt die Sonne noch die meiste Zeit hinter Wolken versteckt. Vorteilhaft war aber, dass immer wieder Lücken im Wolkenfeld die Sonne als Lichtspot den Canyon partiell beleuchtete.
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Blick in den Canyon

Nach einigen Fotos ging es deshalb weiter zum nördlichsten Punkt, wo der Einstieg für Wanderungen hinunter zum Fischfluss liegt.

Die Sonne hatte dort Erbarmen mit uns und die dicken Jacken konnten langsam geöffnet werden. Das Licht ließ auch den Canyon erstrahlen und eindrucksvoll lag diese gigantische Felsformation zu unseren Füßen. Wir konnten uns kaum satt sehen und wären wahrscheinlich noch länger geblieben, wenn nicht ein Bus seine Ladung Besucher herangekarrt hätte. Für uns ein Grund dem Ansturm zu weichen und in vielen kleinen Etappen langsam am Cayonrand Richtung Süden zu fahren. Einzelne kleine Wanderungen zwischen großen Kakteenfeldern und Felsen bis zum steil abfallenden Abgrund eröffneten immer wieder andere Blickwinkel. Die Felsen erstrahlten in den unterschiedlichsten Farbnuancen und der nun blaue Himmel mit seinen Wolkenbildern waren ein irrer Kontrast. Angenehm war, dass sich nur wenige Besucher in den südlichen Teil verloren.
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Wanderung am Rande des Canyon
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Einstieg zur Wanderung entlang des Fish River

Satt von all den Eindrücken ging es dann zurück, um den Nachmittag zur Besichtigung von Ai-Ais zu nutzen.
Tipp: Man sollte den Canyon am besten Vormittags besuchen, der Nachmittag ist ungeeignet da dann die Sonne den Canyon nicht mehr ausleuchtet.

Ai-Ais

C10 nach Ai-Ais
Die Strecke vom Canyon führte über eine gut ausgebaute Pad mit minimalem Verkehr bis zur Ai-Ais Rezeption, wo wir unser Permit kauften. Vom Timing lagen wir richtig und steuerten zuerst den schön gelegenen Picknickplatz am Rande des Campground an. Sattes Grün am Flussufer im Kontrast zu den schroffen Felsen, eine erfrischende Abwechslung. Einige wenige Besucher aus Südafrika sowie eine Gruppe Baboons waren die einzigen Besucher, ein idyllischer Platz.
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Sandschollen des Fish River

Gestärkt machten wir uns dann auf zu einer kleinen Wanderung flussaufwärts. Der Fluss war zu einem Rinnsal geschrumpft und ausgetrocknete Sandschollen zerbrachen unter unseren Füßen. Für die Vegetation war aber genügend Wasser vorhanden, um die grüne Oase zu speisen. Durch einen Staudamm etwas oberhalb, wird heute versucht das kostbare Nass zu speichern. Die Trockenheit der letzten Jahre hatte aber dazu geführt, dass der Stausee so gut wie kein Wasser führte.
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Staudamm des Fischfluss (Fish River) bei Ai-Ais
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Fischfluss (Fish River)

Das Highlight von Ai-Ais sind die Warmquellen, Ai-Ais bedeutet in der Sprache der Nama „der Platz, der sehr heiß ist“. Das Wasser der Quellen ist 65 ºC heiß und soll gut gegen Rheuma helfen. Den Finger sollte man aber besser nicht hineinstecken. Dem Pool und dem Restaurant der Lodge statteten wir zwar einen Besuch ab, das Ambiente war aber wenig einladend, da ist reichlich Luft nach oben und wir waren froh, dass wir uns nicht für diese Lodge entschieden hatten.
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Ai-Ais Heiße Quellen

Zurück in der Canyon Lodge, genossen wir später diese um so mehr.
Weiter geht es nun über Keetmanshoop zum Köcherbaumwald des Mesosaurus Fossil Camp.

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