Verhalten bei Notfall

81 Antworten · 8'436 Aufrufe · gestartet 01. Mai 2021 von Bluesbrother928
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5 Beiträge · seit 202007. Mai 2021 · #61
Also, Garmin Inreach, Spot Finder und co sind nette Spielzeuge und können dich retten. Ich benutze nebst einem Satphone einen ResQLink PLB welcher mit 5 Watt auf der internationalen Notfrequenz 406MHz sendet, sowie ein Peilsignal ebenfalls auf der internationalen Peilfrequenz. Die Anschaffungskosten von USD 350 sind zwar höher, dafür keine Abokosten und ein professionelles Gerät in der Hand für den Notfall. Cheers
1'014 Beiträge · seit 201607. Mai 2021 · #62
@BikeAfrica: Ach Du Scheiße, das ist dann der worst case, sowas wünscht man nun wirklich keinem und mir fällt auch nichts ein, wie man sich als normaler Touri gegen sowas schützen könnte. Aber wenn es nicht ganz so knüppeldicke kommt, und die Wahrscheinlichkeit dafür ist ganz gut, ist man mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen und vor allem Geldbörse und Kreditkarten mit "doppeltem Boden" wohl ganz gut aufgestellt. Und das nicht nur in Afrika, denn Leute mit klebrigen Fingern gibt es überall.

Diese Notfall-Peilsender kenne ich aus Australien, da waren die bei unserem Fahrzeugvermieter standartmäßig mit an Bord. Wenn man die im Notfall aktiviert, senden sie auf der Frequenz der flying doctors. Man muß dann halt am Fahrzeug bleiben und nicht ins Outback rauslaufen.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #63
casimodo schrieb:
@Bike Africa
… irgendein Risiko hat man halt immer. Für die Reisenden früherer Jahrhunderte war es um ein Vielfaches höher.
Die mussten sich auch keine Gedanken über Business Class oder Reiserücktrittskostenversicherungen machen 😉
Und das mit dem "irgendein Risiko" muss einem ja klar sein. Wir heben z.B. in Südafrika immer gleich eine höhere Bargeldsumme ab. Wir sind nämlich schon einige Male fast out of money gewesen, weil der Strom drei Tage weg war, gerade Lohnzahltag war und an allen Geldautomaten riesige Schlangen waren, weil wir nicht daran gedacht haben etc... 🙄 Wenn wir mal bestohlen oder beraubt werden, war es dann die falsche Entscheidung.... 😉

Hinterher ist man immer schlauer, aber ich habe auch immer Bargeld dabei.
Ich habe mal an einem Sonntag und zugleich Weihnachtsfeiertag in einem pakistanischen Hardware-Laden Bargeld von Euro in Rand wechseln können, weil von einem auf den anderen Tag meine Kreditkarte nicht mehr funktionierte. Die Pakistanis haben das zu einem besseren Kurs getauscht als die Bank oder eine Wechselstube, obwohl die Mitarbeiter dort noch nie Euro-Scheine gesehen hatten.
Die hatten Fotos davon an ihren Chef geschickt und ein paar Anweisungen bekommen, wie sie das auf Falschgeld prüfen sollen. Dann gab es noch ein Foto von meinem Reisepass und von mir und einem Mitarbeiter gemeinsam und dann habe ich Rand dafür bekommen. Man hat mich noch ermahnt, nicht zu versuchen, sie zu bescheißen.
Am nächsten Tag habe ich den Mitarbeiter zufällig auf der Straße getroffen. Offenbar hatte man das Geld bereits bei der Bank eingetauscht, denn er war noch freundlicher als beim ersten Kontakt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
895 Beiträge · seit 201707. Mai 2021 · #64
casimodo schrieb: Wir heben z.B. in Südafrika immer gleich eine höhere Bargeldsumme ab.
Wir auch, am liebsten gleich am Flughafen.
Liebe Grüße Makra
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #65
yanjep schrieb:@BikeAfrica: Ach Du Scheiße, das ist dann der worst case, sowas wünscht man nun wirklich keinem und mir fällt auch nichts ein, wie man sich als normaler Touri gegen sowas schützen könnte.

Gegen so etwas kann man sich nicht schützen, aber das passiert halt zum Glück auch nur äußerst selten.
Ich hatte auch schon mal den Lauf einer entsicherten Maschinenpistole am Schädel. Da hofft man nur, dass der Typ nicht an Parkinson leidet und plötzlich der Zeigefinger zuckt oder man eine unbedachte Bewegung macht, die gegenüber falsch gedeutet wird. Das war damals in Europa, als Ost und West noch streng getrennt waren.

Gruß
Wolfgang
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582 Beiträge · seit 202107. Mai 2021 · #66
Wolgang, man kann immer gegen alles sein und es wird immer Ausnahmen von der Regel geben.
In meinem Auto würde z.B.niemand meine Notfallkarten finden. Da könnten sie mir selbst noch die Unterhose ausziehen. Dann müssten sie schon das Auto klauen. Aber in der Regel geht fas dann bei einem Neustart nicht wieder an und es kann gefunden werden. Abet selbst dafür wird es eine Aufnahme geben.
Zur Reisevorbereitung gehört es einfach dazu, sich einige Gedanken zu manchen. Und diese sind sicher als Tramper, Radfahrer andere als als Autotourist...
Es ist einfach Quatsch immer zu sagen, kein Risiko bleib zu Hause..
Ein Bergsteiger sichert sich auch ab und es bleibt trotz bester Vorbereitung ein Risiko. Deswegen bleibt er aber nicht zu Hause.
Es gibt viele Dinge im Leben die fas Risiko minimieren und jeder nutzt die Möglichkeit ohne immer das Vorhaben gar nicht erst anzugehen....
Verstehe diese Argumente nicht. Denn deine Reiseanektoden gehören für mich in die Kategorie Ausnahme von der Regel.
895 Beiträge · seit 201707. Mai 2021 · #67
yanjep schrieb:
Diese Notfall-Peilsender kenne ich aus Australien, da waren die bei unserem Fahrzeugvermieter standartmäßig mit an Bord. Wenn man die im Notfall aktiviert, senden sie auf der Frequenz der flying doctors. Man muß dann halt am Fahrzeug bleiben und nicht ins Outback rauslaufen.
Sollte man aber wirklich nur im absoluten Notfall machen, denn im Fall des Falles rückt die Kavallerie an und da reicht dann das Limit auf der KK auch nicht mehr. Hab mal in einem Forum von 2 Mädels gelesen, die in ihrem Landcruiser am Strand von Fraser Island übernachtet haben und von der Flut überrascht wurden. Voller Panik haben sie den Notruf aktiviert..... Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich meine, es waren um die 10.000 €, die zusätzlich zum Totalschaden beim Allrad Fahrzeug hingelegt werden mussten.
Liebe Grüße Makra
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #68
Nyanga schrieb:Wolgang, man kann immer gegen alles sein und es wird immer Ausnahmen von der Regel geben.

Ich bin nie gegen alles. Schon von Berufs wegen nicht.
Ich denke, wir reden aneinander vorbei.

Gruß
Wolfgang
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582 Beiträge · seit 202107. Mai 2021 · #69
Naja Wolfgang,du musst mal die Umkehrschlüsse deiner Aussagen ziehen.....
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #70
Nyanga schrieb:Naja Wolfgang,du musst mal die Umkehrschlüsse deiner Aussagen ziehen.....

Nun, ich verstehe gerade nicht, worauf Du hinaus willst, suche aber auch keinen Streit.
Du kannst mich gerne auch per PN kontaktieren, aber selbstverständlich auch hier schreiben. Vielleicht stehe ich auch einfach nur auf dem Schlauch … 😉

Gruß
Wolfgang
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150 Beiträge · seit 201607. Mai 2021 · #71
picco schrieb:

Was die Kosten eines Rettungsfluges angeht so kann ich nur angeben was mich mein Helikopterflug vom Everest Base Camp nach Kathmandu gekostet hat: ca. sFR. 9'000.-, davon 'durfte' ich rund 4'800.- selbst bezahlen.
300.- als Selbstbehalt und 4500.- weil Bergeversicherungen in der Schweiz nur maximal 50% der Bergungskosten zahlen dürfen.
Dies ist so seit das Parlament auf eine Rettungsaktion eines Pärchens (die waren sogar Polizisten), das im Talibangebiet wandern ging und entführt wurde, reagiert hat.
Denn damals musste der Staat einspringen, was hohe Wellen warf und schlussendlich in einer Gesetzesänderung endete die mich 4500.- gekostet hat.
Btw die Schweiz hat damals wahrscheinlich den Taliban das Lösegeld bezahlt und das Paar wurde freigelassen, aber offiziell sind quasi geflohen.

https://www.handelszeitung.ch/politik/taliban-lassen-entfuehrtes-schweizer-geiselpaar-frei

Das Krisenmanagement-Zentrum des EDA hat dem Mann im Juni 2012 für die Aufwände und Auslagen im Zusammenhang mit der Entführung und der Geiselhaft eine Pauschalgebühr von 10'000 Franken in Rechnung gestellt. (sda)

Ähnliche Geschichte ist den Angehörigen der katarischen Königsfamilie passiert, die im Irak auf der Falkenjagd von Al–Kaida entführt worden waren. Katar hat damals sagenhafte eine Milliarde USD Lösegeld bezahlt!

https://www.nzz.ch/international/zwist-am-golf-blockade-am-himmel-ld.1299383?reduced=true

Die meisten Schweizer Entführungsopfer wurden von ihren Geiselnehmern früher oder später wieder freigelassen. Tragisch endete indes 1979 die (möglicherweise irrtümliche) Verschleppung des Schweizer Geschäftsträgers in San Salvador, Hugo Wey, durch Unbekannte. Er wurde ermordet aufgefunden.
Travel is a privilege, not a right!
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2021
582 Beiträge · seit 202107. Mai 2021 · #72
@Wolfgang
Ich hatte gesagt, Risikostreuung durch Verteilung auf mehrere Kreditkarten....
Du bringst dann dieses Beispiel, wenn sie dir die Pistole an den Kopf halten ist es egal, ob ich 2,3 Kreditkarten habe.....
Mit solchen Aussagen kann ich absolut nichts anfangen. Eine realistische Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten sieht anders aus.
Eher unwahrscheinliche Ereignisse ziehe ich nicht heran, um Ratschläge die für eher wahrscheinlichere Ereignisse relevant sind zu relativieren.
Und nö, schreibe keine PM,nur über Laptop und den hab ich selten an.
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #73
Nyanga schrieb:@Wolfgang
Ich hatte gesagt, Risikostreuung durch Verteilung auf mehrere Kreditkarten....
Du bringst dann dieses Beispiel, wenn sie dir die Pistole an den Kopf halten ist es egal, ob ich 2,3 Kreditkarten habe.....
Mit solchen Aussagen kann ich absolut nichts anfangen. Eine realistische Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten sieht anders aus.

… ja, solche Erlebnisse sind eher selten. Zum Glück.
Aber welches Risiko willst Du denn streuen (Deine Formulierung), wenn Du es andererseits auch wieder (zumindest teilweise) wegen Unwahrscheinlichkeit ausschließt?

Ich ziehe alle Möglichkeiten in Betracht und danach die Wahrscheinlichkeit. Und mindestens alles, was ich bereits erlebt habe, fällt in den Bereich der durchaus möglichen Dinge.

Gruß
Wolfgang
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33,1k Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #74
Hi zusammen,

notiert Euch einfach die wichtigsten Notrufnummern. Viel mehr kann man eh nicht für den Fall der Fälle planen. So gut wie alle Mietwagen sind mit Echtzeit-Tracking ausgestattet. Es wird sofort gemeldet, wenn sich z. B. das Fahrzeug überschlagen hat. Auf diesem Weg ist man also praktisch immer an die Außenwelt angeschlossen.

Wichtige Rufnummern sind z. B.
Polizei: 10 111
Verkehrsunfälle (die koordinieren alles): 9682
Flugrettung EMed: 924
Flugrettung Lifelink: 999 oder 085 900

Weitere wichtige Nummern (Windhoek), nicht alumfassend:
IMG_20210429_113253.jpg

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
582 Beiträge · seit 202107. Mai 2021 · #75
Verstehe deine Antwort nicht.
Es ist wahrscheinlicher das ich beklaut werde, die Tasche verliere, etwas aus dem Auto fällt, ich eine Karte am Kassenband liegen lasse oder runter fällt, die Karte gehackt wird und noch zig Alltagsbeispiele.
Wenn das mit einer Karte passiert, lasse ich sie sperren und benutze die andere.
Diese Risikostreuung wie ich sie genannte habe, brauchst su nicht auf biegen und brechen mit deinem Pistolenbeispiel zu relativieren. U d auch mit Perfektion hat fas nichts zu tun....
So nun Ende ,soll jeder auf die Pistole warten....
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #76
Nyanga schrieb:Verstehe deine Antwort nicht.
Es ist wahrscheinlicher das ich beklaut werde, die Tasche verliere, etwas aus dem Auto fällt, ich eine Karte am Kassenband liegen lasse oder runter fällt, die Karte gehackt wird und noch zig Alltagsbeispiele.
Wenn das mit einer Karte passiert, lasse ich sie sperren und benutze die andere.
Diese Risikostreuung wie ich sie genannte habe, brauchst su nicht auf biegen und brechen mit deinem Pistolenbeispiel zu relativieren. U d auch mit Perfektion hat fas nichts zu tun....
So nun Ende ,soll jeder auf die Pistole warten....

Ich möchte nur zu denken geben, dass man auch ausgeraubt werden könnte.
Wenn Du eine Karte beim Supermarkt liegen lässt, ist das eine Karte. Die lässt Du dann sperren.
Verlierst Du Deine Tasche (Dein Beispiel), sind vermutlich alle Karten weg. Dann kasperst Du mit drei Geldinstituten rum.
Die Situation bleibt die gleiche. Es ist erst einmal kein Geld da (falls kein Bargeld vorhanden ist).

Welches Risiko minimierst Du denn genau?
Das Risiko, das eine Karte nicht mehr funktioniert? Da geben die im Notfall die Nummer durch.

Gruß
Wolfgang
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582 Beiträge · seit 202107. Mai 2021 · #77
Ja Wolfgang... ich habe alle 3 Karten in einer Tasche, ist klar....
Und dein Rucksack in dem du dein Bargeld hast könnte abbrennen...
Vetgiss es einfach.
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2021 · #78
Nyanga schrieb:
Vetgiss es einfach.

Schon vetgessen … 😉
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Gast07. Mai 2021 · #79
Hallo Gabi Muc und Wolfgang, @Verfügungsrahmen, sehe ich das auch so wie von Nyanga weiter oben beschrieben. MW hat der Zahlungsdienstleister, bei dem die Rahmenerhöhung beantragt wird, keinen Einblick in das Verrechnungskonto. Zumindest wurde mir das ein Mal bei einer ganz anderen Gelegenheit so gesagt. Auch wenn man die KK irgendwann ein Mal „bei“ seiner Hausbank „erworben“ hat, hat diese eigentlich nichts damit zu tun. Es ist aber nicht so wichtig und hat mit dem Thema „Notfall“ eigentlich nichts mehr zu tun. Ich wollte nur sagen, dass befristete Rahmenerhöhungen nicht wirklich kompliziert sind/sein müssen. Auch ich benutze die KK im Alltag kaum und auf Reisen auch nur wenn nötig. Auch das minimiert das Risiko von Missbrauch. Aber seit der heute eigentlich üblichen SMS-Info über Umsätze ist auch das schon minimiert. Der Ärger mit Kartensperre im Missbrauchsfall bleibt aber immer.
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2021
88 Beiträge · seit 201707. Mai 2021 · #80
Thema Kreditkarten streuen: Mache ich seit Jahren in jedem Urlaub, egal wo. Man brauch sich auch nicht mit zig Banken rum schlagen, wenn man es geschickt anstellt. Bin bei Revolut, habe dort mehrere Karten für das gleiche Konto, davon eine "Opferkarte" mit Mini Limit, welche dann im Zweifel hält ausgehändigt wird. So what?