BonebreakerThemenstarter240 Beiträge · seit 201915. Apr. 2021 · #1
Hallo Zusammen,
mal eine Frage ins Forum. Aufgrund der lustigen Diskussion gerade bezüglich "Was sind tolle Fotos", wollte ich mal fragen, ob Interesse besteht, wenn ich mal einen kleine Zusammenfassung zu Kniffs und Tricks in Tier- und Landschaftsfotografie aufstelle. Denn bei der Diskussion gerade hinsichtlich des Kameratyps merkt man schon, dass zu dem Thema "tolle Fotos" sehr unterschiedliche Vorstellungen gibt.
Mir geht es nicht um Selbstbeweihräucherung meinerseits, sondern eine kleine Hilfe, für diejenigen, die Interesse haben, sich mal intensiver damit zu beschäfftigen. Und keine Angst, die Quintessenz wird nicht heißen: kauft euch teure Kameras, sondern es sollen Tipps sein, die man auch mit einfachen Kameras nutzen kann.
Müsst mir nur ein paar Tage Zeit geben, weil aus der hohlen Hand schüttle ich das nicht 🙂
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
THBiker1'366 Beiträge · seit 201115. Apr. 2021 · #4
BonebreakerThemenstarter240 Beiträge · seit 201915. Apr. 2021 · #5
@THBiker Stimmt, in den Vorschlägen ist eigentlich das meiste zusammengefasst, was ich auch geschrieben hätte. Tja ich merke, ich habe schon lange nicht mehr im Netz danach gestöbert. Als ich noch im Netz gesucht habe, gab es das noch nicht so eine Auswahl 🙂
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Apr. 2021 · #6
@Bonebreaker
Ich bin immer an Tipps interessiert. Allerdings bin ich auch der Meinung, wenn ein Profi und ein Anfänger die Kameras tauschen, kommt der Profi mit der Anfängerkamera mit den besseren Fotos zurück. Das soll bedeuten, eine teure Kamera ist erst dann sinnvoll, wenn man damit auch umgehen kann. Umgekehrt verhelfen solche Tipps natürlich auch Anfängern zu besseren Fotos und wenn sie dann zur Schlussfolgerung kommen, dass ihre Kamera zu schlecht ist, dann können sie an eine andere denken. Bei den meisten Fotos, die ich von Hobbyfotografen kenne, ist nicht die Kamera der limitierende Faktor, sondern der Fotograf. Daher sind solche Tipps schon interessant …
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Bonebreaker schrieb:@THBiker Stimmt, in den Vorschlägen ist eigentlich das meiste zusammengefasst, was ich auch geschrieben hätte. Tja ich merke, ich habe schon lange nicht mehr im Netz danach gestöbert. Als ich noch im Netz gesucht habe, gab es das noch nicht so eine Auswahl 🙂
Also mir wäre eine "persönliche" Belehrung durch Bonebreaker lieber als mich durchs Internet zu stöbern. Bei ihm könnte man auch nachfragen.........ich habe zwar einen Mann, der gut fotografiert, aber wenn ich den was frage, kriege ich entweder nur Augenrollen über so viel ...ähm....."Unterbelichtung" als Reaktion oder solch ausführliche Vorträge, daß ich binnen kürzester Zeit auf "Durchzug" schalte.... Gruß Friederike
Guten Morgen, tolle Idee, ich wäre auch daran interessiert, insbesondere für Tipps bei der Landschafts- und Tierfotografie wäre ich dankbar. Das könnte ich gut bei meiner nächsten Nam-Reise nutzen. Viele Grüße aus Mz Peter
damit hast du meiner Meinung nach vollkommen Recht! Viele von, ich sage jetzt mal grosszügig "uns", haben tolles Equipment, wissen auch gut damit umzugehen. Unsere Bilder hängen aber nicht in der Foto Ausstellung, als eigentliches Highlight, zwischen Hemut Newton und Ansel Adams.....warum wohl.....?
Dabei gibt es viele "Ebenen" von "gute" Fotos, z.B.: - perfektes Equipment, perfekte Kulisse, perfekte Zeit, perfekte Verarbeitung.....Ansel Adams in Yosemite! - obiges, zumindest teilweise, plus künstlerische Aussagekraft.....Helmut Newton! - einfach "nur" Aussagekraft mit teilweise sehr mässige technische Fotoqualität.....das von Napalm verbrannte Vietnamesische Mädchen.....in neuer Zeit (2015) das hübsche, kleine (Syrische?) Kind auf sonnenfrohem, Griechischem Strand.....TOD!!! Mein persönlicher Favorit, den ich seit Erscheinung im Juni 1985 auf dem Cover der NG nicht mehr aus dem Kopf bekomme.....Shabat Gula!.....die Augen werden immer bei mir sein!
Liebe Grüsse, busko
P.S.: Ich wäre auch an ein sachliches Tutorial zu Euipment, Technik und Zusammenhänge der Fotographie interessiert! Mich interessiert z.B. auch die "Ausgewogenheit" der Komponenten, soll heissen; "ich kaufe mir zur Schrottanlage vom Grabbeltisch bei Aldi keine high-end Bose Lautsprecher und vice versa!".....welche Objektive passen also sinnvollerweise zu welchen Kameras?
Liebe Grüsse, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
BonebreakerThemenstarter240 Beiträge · seit 201915. Apr. 2021 · #10
@Friedrike
Ich musste gerade schallend lachen. Ich glaube meine Frau könnte das gleiche Sagen. Sie hat alle meine alten Kameras über die Jahre geerbt, wenn ich "upgegraded" habe. Ich habe mir anfangs die Mühe gemacht, ihr die DInge zu erklären, aber mittlerweile habe ich aufgegeben. Sie macht es immer noch so wie ohne meine Erklärungen 🙂 Vielen Dank in dein Vertrauen und ich verspreche, ich belehre niemanden, und versuchen das Ganze verständlich und mit Beispielen zu vermitteln.
Ich bin immer an Tipps interessiert. Allerdings bin ich auch der Meinung, wenn ein Profi und ein Anfänger die Kameras tauschen, kommt der Profi mit der Anfängerkamera mit den besseren Fotos zurück. Das soll bedeuten, eine teure Kamera ist erst dann sinnvoll, wenn man damit auch umgehen kann. Umgekehrt verhelfen solche Tipps natürlich auch Anfängern zu besseren Fotos und wenn sie dann zur Schlussfolgerung kommen, dass ihre Kamera zu schlecht ist, dann können sie an eine andere denken. Bei den meisten Fotos, die ich von Hobbyfotografen kenne, ist nicht die Kamera der limitierende Faktor, sondern der Fotograf. Daher sind solche Tipps schon interessant …
Gruß Wolfgang
Ein bekannter Fotograf kommt in ein gutes Restaurant und wird vom Koch erkannt und auf seine schönen Bilder angesprochen. Sagt: "Sie müssen eine gute Kamera haben, dass Sie so wundervolle Fotos machen". Nach dem Essen bittet der Gast den Koch noch mal an den Tisch und sagt: "Sie müssen sehr gute Kochtöpfe haben, dass Sie so vorzügliches Essen kochen können". Liebe Grüße Marga
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200615. Apr. 2021 · #13
Friederike schrieb: .....ich habe zwar einen Mann, der gut fotografiert, aber wenn ich den was frage, kriege ich entweder nur Augenrollen über so viel ...ähm....."Unterbelichtung" als Reaktion oder solch ausführliche Vorträge, daß ich binnen kürzester Zeit auf "Durchzug" schalte....
bonebreaker schrieb: Ich musste gerade schallend lachen. Ich glaube meine Frau könnte das gleiche Sagen. Sie hat alle meine alten Kameras über die Jahre geerbt, wenn ich "upgegraded" habe. Ich habe mir anfangs die Mühe gemacht, ihr die DInge zu erklären, aber mittlerweile habe ich aufgegeben. Sie macht es immer noch so wie ohne meine Erklärungen
Oha, wie mir das alles bekannt vorkommt 😄 😄 😄 ich hatte schon Zweifel, dass es mir nur allein so geht 😗 😗 . Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Männer - wenn sie anderen etwas erklären das ruhig, langsam und verständlich tun... bei der eigenen Ehefrau... wehe sie hat es nicht sofort kapiert 😄 😄 😄 ..das nur als Off Topic Lieben Gruß Pascalinah
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Apr. 2021 · #14
buma schrieb: Ein bekannter Fotograf kommt in ein gutes Restaurant und wird vom Koch erkannt und auf seine schönen Bilder angesprochen. Sagt: "Sie müssen eine gute Kamera haben, dass Sie so wundervolle Fotos machen". Nach dem Essen bittet der Gast den Koch noch mal an den Tisch und sagt: "Sie müssen sehr gute Kochtöpfe haben, dass Sie so vorzügliches Essen kochen können".
Ein sehr guter Vergleich. Man wird ebenso wenig ein besserer Koch, weil man bessere Töpfe anschafft wie ein besserer Fotograf wegen einer besseren Kamera. Es muss immer im Zusammenhang stehen mit den Fähigkeiten der Person, die die Geräte bedient. Man gibt auch niemandem den Tipp, sich erst einmal Pfannen und Töpfe für 1.500 Euro zu kaufen und derjenige merkt nach dem dritten Versuch, er bestellt sich abends lieber 'ne Pizza.
Kochen und Fotografieren sind Entwicklungen. Die passieren nicht von heute auf morgen. Und was heute ausreichend scheint, kann morgen nicht mehr ausreichen. Aber heute schon das Zehnfache ausgeben von dem, was man am Ende nie ausreizen kann, ist auch Quatsch. Es entwickelt sich einfach.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Zum Thema richtige Kamera, bzw. dem Weg zu geeigneten Kamera habe ich kürzlich mal versucht einen kurzweiligen 4-teiligen Blog auf meiner Webseite aufzuschalten. Dieser beschreibt ziemlich genau meinen Weg, meine Fehler, meine Schwierigkeiten und vor allem auch meine Learnings aus der Sache. Also falls es wen interessiert, here we go:
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
Tanzmaus63 Beiträge · seit 201615. Apr. 2021 · #16
Hallo Bonebreaker, das ist eine super Idee, ich bin sehr gerne mit dabei... LG Martina
casimodo4'528 Beiträge · seit 200715. Apr. 2021 · #17
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201615. Apr. 2021 · #18
Friederike schrieb: .....ich habe zwar einen Mann, der gut fotografiert, aber wenn ich den was frage, kriege ich entweder nur Augenrollen über so viel ...ähm....."Unterbelichtung" als Reaktion oder solch ausführliche Vorträge, daß ich binnen kürzester Zeit auf "Durchzug" schalte....
bonebreaker schrieb: Ich musste gerade schallend lachen. Ich glaube meine Frau könnte das gleiche Sagen. Sie hat alle meine alten Kameras über die Jahre geerbt, wenn ich "upgegraded" habe. Ich habe mir anfangs die Mühe gemacht, ihr die DInge zu erklären, aber mittlerweile habe ich aufgegeben. Sie macht es immer noch so wie ohne meine Erklärungen
Oha, wie mir das alles bekannt vorkommt 😄 😄 😄 ich hatte schon Zweifel, dass es mir nur allein so geht 😗 😗 . Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass Männer - wenn sie anderen etwas erklären das ruhig, langsam und verständlich tun... bei der eigenen Ehefrau... wehe sie hat es nicht sofort kapiert 😄 😄 😄 ..das nur als Off Topic
Bei uns ist das ähnlich. 😉 Wenn das Bild zu dunkel oder zu hell ist, dann wird mir die Kamara aus der Hand gerissen und die Einstellung vorgenommen. Oder man bekommt einen langen Monolog, dem man dann auch nicht mehr folgen kann. Hinzu kommt, dass mein Mann fotobesessen ist. Er hat lange mit Sony fotografiert, aber jetzt hat er sich eine Fuji als Zweitkamara gekauft und die Knöpfe sind wieder anders. Die Fuji wäre aber genau das richtige für mich 😈 (seine Meinung). Gerade als ich mich an die Sony gewöhnt habe.
Wenn ich dann über die Qualität der Fotos schimpfe, dann wird aufgerüstet. Letztes Jahr habe ich mich beschwert, dass wir keine gescheiten Portrait-Fotos von uns als Familie haben. Jetzt haben wir so eine Lampe, die alles aufhellen soll (Blitz ist nämlich verpönt). Die Fotos sind deswegen nicht viel besser. (meine Meinung). Ganz toll sieht es aber aus, wenn einer auf dem Bild dann immer den Arm ausstreckt, weil er die Lampe in der Hand hat. 😗
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Hallo, nachdem ihr ja noch nicht beim technischen Teil angekommen seid 😊 , schiebe ich noch schnell ein OT @ Erinnerungs- vs. künstlerischen Wert rein, mein erstes Wildtierfoto aus Afrika überhaupt. Somit habt ihr gleich ein Analyseobjekt für Verbesserungsvorschläge 😎 und eine Erinnerung daran, wie Fotographie erst kürzlich war. Das Bild entstand 1969 in Mkuzi mit einer Braun Paxette aus den 1950er Jahren, mit Normalobjektiv. Es war sogar meine erste Wildtiersichtung in Afrika schlechthin. Die Begleitumstände haben es mir unvergesslich gemacht. Hinter einer Kurve stand ein Schweinchen mit einem Knubbel auf der Nase und erst als die große Mama auftauchte, kapierten wir, was es war. Mama hat uns nicht goutiert und wollte unbedingt ins Auto… und ich konnte nicht ein Mal richtig Autofahren. Die Szene ist mir unvergesslich, das Foto für mich daher wertvoll und ich habe es trotz der schlechten Qualität behalten. Unsere Fotos wurden wohl besser 😗 , vor allem die meiner Frau!!! Wir wurden begeisterte Hobby-Fotografen, hatten unsere eigene Dunkelkammer, haben DIA-Filme selbst entwickelt, usw. Trotzdem fotografieren wir schon seit langem kaum mehr, nur persönliche Erinnerungen mit einem Knipser, Wildtiere praktisch nicht, weil es zu viel Zeit und Konzentration vom Erleben und Schauen wegnimmt. Gute Bilder schaue ich mir gerne an, bin seit 45 Jahren NG-Abonnent, gehe in Ausstellungen... staube also ab und bin froh, dass "die" die schönen Bilder machen und ich nicht die Arbeit dafür habe und so mehr Zeit zum Schauen habe 🙂 An den Meinungen und Ansichten über Qualitätsfotografie bin ich aber unbedingt interessiert und werde stumm mitlesen. Danke schon im Voraus