Stippvisite im Iran

Reisebericht 88 Antworten · 10,7k Aufrufe · gestartet 08. Apr. 2021 von marianne2014
1'394 Beiträge · seit 200910. Apr. 2021 · #21
Hallo Marianne,

vielen Dank für die sehr interessanten Einblicke und gelernt habe ich auch gleich noch etwas ... nämlich woher das Wort Kachel seinen Ursprung hat.

Im Oman habe ich mir auch in entlegenen kleinen Orten immer ein Tuch umgebunden, aber ehrlich gesagt, ich fand es dermaßen heiß darunter ... aus diesem Grund werde ich die Reisezeit in den Iran, falls ich es mal in Angriff nehme, sehr wohl überlegen.

Ich freue mich schon auf mehr.

Viele Grüße in die Niederlande
Sabine
Themenstarter209 Beiträge · seit 201710. Apr. 2021 · #22
@jw: die Verständigung war vor allem auf Englisch, manchmal Französisch. Die Leute waren alle sehr nett und beim Bäcker z.B. der nur Farsi spricht kamen wir gut zurecht mit Zeigen und einfach Geld hinhalten. Auch diese Kontakte waren ausnahmslos freundlich und oft auch fröhlich. Wir hattem den Eindruck dass die Bevölkerung sich einfach freute (alleinreisende) Touristen zu treffen. Auch bei Busschalter gelang es uns Karten zu kaufen, mit etwas Phantasie beider Seiten oder zur Not eines Vorbeigängers der Englisch spricht.

@Sabine. Ich kann eigentlich nicht sagen dass mir das Tuch zu warm war. Ich hatte ein dünnes Tuch mit und Ende April war es tagsüber warm und abends sehr angenehm.
Oman steht noch auf meiner Liste!
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
Themenstarter209 Beiträge · seit 201711. Apr. 2021 · #23
Ausflug nach Abyaneh und Natanz

9 Uhr frühstücken wir mit Fladenbrot, Ei, Frischkäse, Marmelade, Wassermelone und Tee.

Heute machen wir einen Ausflug zu einem Dorf und einer schönen Moschee.

Wir bitten die netten und hilfsbereiten Damen an der Rezeption Zugtickets nach Yazd für uns zu kaufen (die Züge sind oft ausverkauft). Übermorgen wollen wir weiter. Man könnte auch mit dem Bus fahren, aber wir wollen auch die Bahnfahrt ausprobieren. Außerdem ist dies schneller und bequemer.

Um 10 Uhr fahren wir mit unserem Fahrer von “Free Irantours” los. Ich hatte dieses Reisebüro gewählt, weil alle gut Englisch sprechen, aber es wird ein Fahrer geschickt, der kein Wort “über die Grenze” spricht (wie wir Holländer sagen). Dann hätten wir auch einfach einen Taxifahrer von der Straße nehmen können! Er muss zuerst tanken, man kann an der ersten Tankstelle nur Gas tanken, später kauft er bei einer anderen Tankstelle auch noch Benzin.

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Die Landschaft ist sehr steinig, nur ein paar harte Grasbüschel wachsen hier. Später schmale Flussbetten, Bäume und Dörfer. Wir fahren an einer verfallene Lehmburg auf einem felsigen Plateau vorbei.


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Wir sehen einen hohen Berg mit Schneeresten im Hintergrund.

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Wir passieren die Atomanlage in der Nähe von Natanz und der Fahrer erklärt uns dass fotografieren hier gefährlich ist: er macht die Handbewegung für Fotografieren und dann die Handbewegung für Kopfabschneiden, alles klar!! Es steht auch in jedem Reiseführer und entlang der Straße stehen viele Verbotsschilder. Das Gelände wird von Panzern und Flugabwehrgeschützen bewacht. Hiervon kann ich leider kein Foto bieten…

Unser erstes Ziel ist das Dorf Abyaneh, wir erreichen es nach etwa 1 Std. Es liegt in etwa 2200m Höhe und besteht schon seit reichlich 1500 Jahren. Wir müssen eine Eintrittsgebühr für das Dorf zahlen. Es ist ein altes Bergdorf, die roten Häuser aus Adobe (Mischung van roter Erde aus der Gegend hier und Stroh) ziehen sich am Hang hoch, um bei Flut sicher zu sein und um den kostbaren Boden des fruchtbaren Flusstales für Landbau nutzen zu können.

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Die Einwohner hier hingen nach der Islamisierung noch lange der Lehre Zarathustras an und tragen keinen Tschador, sondern Kopftücher mit Blumenmotiven. Das sieht doch wesentlich freundlicher aus! Man spricht hier anscheinend einen alten Dialekt, aber für uns hört sich das ja alles gleich an…
Die Häuser stapeln sich versetzt den Hang hinauf sodass die Fusswege teilweise über das Dach des darunterliegenden Hauses gehen. Leider sind einige Dächer jetzt zum Schutz mit einer Art Silberfolie bedeckt, das stört den Blick des touristischen Auges etwas.
Die Imamzadeh-ye Yahya hat ein schönes blaugefliestes Kegeldach. Einige der Häuser haben schöne Balkone.
Viele alte (meist zahnlose) Frauen haben sich sehr pittoresk auf der Straße stationiert und verkaufen touristischen Schnickschnack und getrocknete Früchte.


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Auf der anderen Seite der Zufahrtsstraße laufen wir durch die weniger von Touristen frequentierte schmalen Straßen mit blühenden Bäumen, sehen einen Mann mit Esel und eine Frau mit dem für hier typischem Blumenkopftuch.


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Der Fahrer hat Tee mit, dann fahren wir weiter nach Natanz.
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2021
7'296 Beiträge · seit 200611. Apr. 2021 · #24
Danke für diesen Bericht.
Das Land rückt auf meiner Wunschliste ein wenig nach vorne.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
725 Beiträge · seit 201712. Apr. 2021 · #25
Bin auch mit dabei.
Werde zwar nie in das Land reisen, aber ich lese super gerne mit, denn Reiseberichte lesen bildet auch sehr.

Die Bilder aus dem Bergdorf erinnern mich an die Häuser, die wir in den Bergen vom Oman gesehen haben.
Gruß Gabriele (Reisebericht 1. Namibia Reise 2022 / Süden) http://www.stenders-reisen.de/Namibia%202022/Namibia_2022.html
298 Beiträge · seit 200712. Apr. 2021 · #26
Hallo Marianne,

ich reise sehr gerne mit dir/euch und schwelge in Erinnerung. Vor 4 Jahren waren wir mit einer privaten Gruppe im Freundeskreis mit Führer und Fahrer im Iran unterwegs. Wir haben die ganz grosse Tour gemacht von Teheran über Hamadan nach Shiraz und Isfahan zurück. Nirgendwo auf der Welt haben wir freundlichere Menschen getroffen. Überall wurden wir höflich angesprochen, die Einheimischen wollten sich mit uns fotografieren lassen. und haben uns zu Essen angeboten.
Es war wirklich sehr beeindruckend und ich habe als Höhepunkte Persepolis und den gigantischen Imam-Platz in Isfahan immer vor Augen. Ich kann nur jeden ermutigen, in das so geschichtsträchtige Land zu reisen, zu den offenen und herzlichen Menschen, die sich über jeden Touristen freuen.
Ich freue mich auf deinen weiteren Bericht.

Liebe Grüße
Silvy
Themenstarter209 Beiträge · seit 201712. Apr. 2021 · #27
Danke für das Feedback. Schön dass Ihr dabei seid!

@Silvy: es ging uns genauso, noch nie haben wir rundum so freundlichen Kontakt mit den Menschen unterwegs gehabt. Ich werde noch mehr darüber berichten.
Aber jetzt mache ich erst mal weiter mit Natanz.

Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2021
Themenstarter209 Beiträge · seit 201712. Apr. 2021 · #28
Wir fahren also weiter nach Natanz.

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Hier besuchen wir die schöne Freitagsmoschee (14. Jhd.). Das Eingangstor zum ehemaligen Kloster hat ein schönes Tor mit Verzierungen aus blauen Fliesen, der Komplex ein hohes Minarett und einen Turm über der mit Stuck verzierten alten Grabkammer.
Das fotografieren war hier wegen der Lichtverhältnisse schwierig, weil sich eine grosse schöne Platane vor dem Eingang befindet.


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Dann fahren wir zurück nach Kashan, auf der Autobahn sind hauptsächlich LKWs und Busse unterwegs. Die Abfahrten sind wirklich schlecht angegeben! Plötzlich biegt unser Fahrer von der Autobahn auf eine Art Feldweg ab, der uns nach Kashan führt. Wenn man alleine unterwegs ist, braucht man eine gute Karte.

Hier kann man doch gleich mal die Zahlen lernen.

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Mustafa von Irantours ruft mich an, ich brauche nur 20€ anstatt 30€ zu zahlen, weil kein englischsprachiger Fahrer verfügbar war. Das war wirklich schade, weil wir uns auf Gespräche und Erläuterungen gefreut hatten. Trotzdem war es ein sehr schöner und interessanter Ausflug.
Wir geben dem Fahrer natürlich trotzdem ein Trinkgeld. Wenn er uns bei der Atomanlage nicht so ausdrucksstark gewarnt hätte….
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2021
1'394 Beiträge · seit 200912. Apr. 2021 · #29
Hallo Marianne,

durfte man in die Moscheen eigentlich auch hinein und wenn ja, welche Vorschriften gab es?

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter209 Beiträge · seit 201713. Apr. 2021 · #30
Hallo Sabine
Wie haben viele Moscheen besucht, es gab keine Einschränkungen. Kopftuch hat man ja schon auf!


Viele Grüsse
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
1'250 Beiträge · seit 200913. Apr. 2021 · #31
Hallo Marianne,

gerne reise ich bei Dir virtuell mit.
Ich war im Mai 2017 auf einer Eisenbahnfotoreise im Iran.
Auf einer Eisenbahnfotoreise sieht man viel Eisenbahn und wenig Iran.
Daher freue ich mich besonders auf Deine Eindrücke.
Mich haben besonders die freundlichen, liebenswerten Iraner fasziniert.
Deine Schilderung beim Visum passt zu den Eindrücken, die ich im Land sammeln durfte.

Groeten
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
105 Beiträge · seit 201613. Apr. 2021 · #32
OT:
Hallo,
für alle die es interessiert am Freitag 09.04.2021 war Natalie Amiri (langjährige Auslandskorrespondentin der ARD in Iran) im Kölner Treff zu Gast - ein interessantes Gespräch mit einer interessanten Frau.

Viele Grüße Cora
Reisen: Marokko 2006-2024 18 mal, Jordanien 2015, Namibia 2016, Nam-Bot-Sim 2017, Malawi-Sambia 2018, Tansania 2019, Uganda 2020, Oman 2022, Südafrika 2023, Madagascar 2023, Kenia 2024, Kambodscha 2025, Usbekistan 2025
Themenstarter209 Beiträge · seit 201713. Apr. 2021 · #33
Hallo Bernd,
schön dass Du uns auf der Reise begleiten willst. Aber Eisenbahn ist doch auch Iran! 🙂
Ja, die Leute waren total nett!
Leider kann ich nicht so gut schreiben und fotografieren wie Du, aber ich hoffe dass Dir der Bericht trotzdem gefällt.

Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
Themenstarter209 Beiträge · seit 201713. Apr. 2021 · #34
Kashan am Nachmittag

Nach einer kurzen Pause im Hotel machen wir uns um 4 auf den Weg zu einem wunderschönen alten Badehaus aus dem 16. Jh.
Wir bewundern die schönen Kuppeln, Fliesenarbeiten und andere Verzierungen in den Räumen. Ich kann mir vorstellen, dass es Spass gemacht hat, hier zu baden. Da sieht unser Bad zu hause doch sehr bescheiden aus!

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Wir lernen eine Menge über die Hamams im Iran: weil dies der einzige Ort war wo man nackt war, wurden Mütter und Schwestern geschickt, um eine geeignete Heirats-Kandidatin für den Sohn/Bruder zu finden, die Väter und Söhne um einen Mann zu suchen. Männer gingen zuerst bei Sonnenaufgang ins Badehaus damit sie sauber geschrubbt beten konnten, die Frauen später am Tag. Es gab auch Fussbodenheizung, denn der Dampf wurde in Röhren unter den Fußboden geleitet. Diese schmalen Röhren wurden von Katzen sauber gehalten, die man durch die Rohre jagte.
Ein Ansager kündigt an, wenn das Wasser heiß genug war.

Es ist auch schön, auf dem Dach mit den vielen Kuppeln mit kleinen runden Fenstern zu stehen, man sieht auch die Türme der Stadt.


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Dann laufen wir zum Borujerdi-Haus, einst für die Tochter des Nachbarn Tabatabei gebaut. Der fand, dass sie nach ihrer Heirat in einem genauso schönen Haus wie zu Hause leben sollte. Hier sind sogar Gemälde an den Wänden und sehr schöne Gipsverzierungen. Diese alten Kaufmannshäuser sind in den letzten 40 Jahren sorgfältig restauriert worden. Bedauerlicherweise werden die Einnahmen aus Ticket- und Souvenirverkauf der Häuser nach Teheran geschleust und nicht für den Erhalt der Häuser oder anderer Denkmäler in Kashan genutzt.
Es sind schöne große Wohnkomplexe mit Winter- und Sommerzimmern, Arbeitsräumen, mehreren Innenhöfen auf unterschiedlichem Niveau mit Wasserspielen und schönen Bäumen und Blumen. Einige Zimmer sind mit Spiegeln oder Stuck verziert, der häusliche Teil wurde vom geschäftlichen getrennt. Sie wussten zu leben! Ein Teil des Borujerdi -Hauses wird noch von einem Nachfahren bewohnt und ist nicht zugängig. Wir besuchen auch das Haus von den Tabatabais, diese Häuser liegen auch unter dem Strassenniveau.


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Dann spazieren wir zu den Resten der alten Stadtmauer, hier gibt es auch ein Eishaus (Yakhchal). Es besteht aus einem riesigen Lehmkegel über einer mehreren Meter tiefen Kuhle. Hier wurde im Winter Eis eingelagert, das sich bis zum Spätsommer hielt. Leute konnten hier Eis zur Kühlung von Lebensmitteln holen. Eishäuser sind im 4.Jh v.Chr. von den Persern erfunden worden, dieser hier ist allerdings nicht so alt!
Eine Frau in einem Niqab schwingt ihre Kinder auf einer Schaukel auf dem Spielplatz. Das Tragen eines Niqabs erscheint mir nicht angenehm. Man ist dann doch recht abgeschlossen von seiner Umwelt.


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Wir gehen zurück zum Basar und trinken Tee in der alten Karawanserei. Später relaxen wir im Hotel, schreiben Tagebuch, lesen.
Tagsüber ist es ziemlich warm, abends sind die Temperaturen angenehm.
Die Bahntickets liegen für uns bereit, wir bitten die Rezeption das Kalout Hostel in Yazd anzurufen um unsere Reservierung zu bestätigen. Wir hatten nie eine Antwort auf unsere mail bekommen, aber sie bestätigen nun unsere Reservierung.
Unser Hotel ist ziemlich voll, heute ist eine Gruppe Österreicher angekommen. Die Gruppe ist seit 3 Wochen unterwegs, sitzt jeden Tag mehrere Stunden im Bus und ist daher nicht so begeistert von der Reise.
Das Hotel vermietet auch Fahrräder und wir reservieren zwei für morgen.
Am Abend essen wir wieder hier, das ist am Einfachsten und es schmeckt prima.
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2021
Themenstarter209 Beiträge · seit 201714. Apr. 2021 · #35
24. April: Ausflug zum Garten Baq-e Fin und Kashan

Um 10 Uhr wollen wir mit den Rädern losfahren, aber es stellt sich heraus, dass sie noch nicht in Ordnung sind, eine Junge wird losgeschickt um sie zu fixen. Das gelingt glücklicherweise schnell und wir folgen dem jungen Mann aufs Dach wo die Räder stehen. Wir haben lange Beine, aber selbst für uns sind die Stufen hier hoch und schmal. Es sind Mountainbikes und wir müssen natürlich die Sattel erst einmal auf den höchsten Stand bringen, dann macht der Junge das Tor auf und wir fahren vom Dach aus auf die Straße. Wir sind wieder erstaunt, wie tief der Innenhof liegt!

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Ich setze den Helm auf, praktischerweise hält er auch gleich meinen Schal fest. Erst trinken wir Kaffee in einem kleinen Laden am Hamam, der junge Mann hier verkauft einen prima Cappuccino. Er erkennt uns von gestern und will wissen wo wir denn hinwollen. Leider ist sein Englisch nur sehr rudimentär. Dann radeln wir an der Stadtmauer entlang und sehen durch eine Öffnung grüne Felder und das Bujudheri-Haus.

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Wir radeln auf einer belebten Straße zu den Gärten Baq-e Fin. Auf dem Weg verkauft man Melonen direkt aus dem Auto, es gibt auch Gemüsestände usw. Die Leute reagieren sehr nett auf uns, wir sehen nur freundliche Gesichter. Besonders die Frauen lachen mir zu mit meinem Tuch und Fahrradhelm, obwohl von Frauen nicht erwartet wird, dass sie im Iran Fahrrad fahren. Wir sehen wenig Radfahrer und schon gar keine Frau.

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Der Garten wurde im 14. Jhd als ein persischer Paradiesgarten angelegt und später mit Gebäuden erweitert. Erdbeben führten zum Einsturz der Gebäude, jetzt ist er wieder schön restauriert. Komplett eingezäunt von einer hohen Mauer, es gibt viele Wasserläufe, Brunnen, verschiedenartige Bäume (Zedern!), Apfelsinenbäume, Blumen. Unter den Gebäuden ist auch ein Hamam wo Ende des 19.Jh. ein politischer Mord stattgefunden hat. Dies scheint in Hamams häufiger vorgekommen zu sein, man ist ja nackt ziemlich wehrlos. Der Garten kann so grün gehalten werden weil es in der Nähe eine Wasserquelle gibt.

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Vor dem Garten gibt es viele Geschäfte mit Rosenwasser, einer Spezialität von Kashan. In der Nähe der Stadt gibt es riesige Rosenplantagen, die genau wie der Garten hier gut bewässert werden können. Kashan zählt nicht umsonst zu den Oasenstädten!

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Nach einer Tasse Tee radeln wir zurück.

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Unterwegs befindet sich noch eine farbenfrohe Moschee im Bau. Es werden auch große Villen gebaut, natürlich hinter Schutzmauern.

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Um halb zwei sind wir zurück im Hotel, auf dem Weg spricht ein Junge uns an, er möchte unser Führer durch die Stadt sein, aber dazu haben wir nicht so viel Lust. Nett gemeint, aber er spricht nur wenig Englisch.
In einem Laden finden wir sogenanntes Baltic Beer, das ist wenigstens nicht süß!

Die Räder liefern wir wieder ab, es hat Spass gemacht! Heute bekommen wir ein anderes Zimmer, denn wir haben eine Nacht verlängert. Also ziehen wir um in den 2. Stock mit Bad! Jetzt brauchen wir nicht mehr zu unseren Betten zu kriechen… Dafür müssen wir jetzt steile Stufen hochklettern zum Zimmer und haben den Straßenlärm vor dem Fenster. Es ist aber nicht so schlimm.
Später wollen wir zum Basar und noch etwas durch die Stadt schlendern. Morgen geht es ja weiter!
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2021
663 Beiträge · seit 201614. Apr. 2021 · #36
.. und mal ein wenig gedreht ...

hat sich erledigt ....

Gruss, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2021
Themenstarter209 Beiträge · seit 201714. Apr. 2021 · #37
Haha, Du warst zu schnell! Man muss die Bilder ja erst einmal posten und dann erst drehen. Manche sind nämlich auch gleich in der richtigen Position.

Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
663 Beiträge · seit 201614. Apr. 2021 · #38
Hallo Marianne,
marianne2014 schrieb:Haha, Du warst zu schnell! Man muss die Bilder ja erst einmal posten und dann erst drehen. Manche sind nämlich auch gleich in der richtigen Position.
Grts Marianne
Alles gut. Freue mich auf Deinen weiteren RB
Gruss, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2021
7'296 Beiträge · seit 200615. Apr. 2021 · #39
marianne2014 schrieb:
Wir radeln auf einer belebten Straße zu den Gärten Baq-e Fin. Auf dem Weg verkauft man Melonen direkt aus dem Auto, es gibt auch Gemüsestände usw. Die Leute reagieren sehr nett auf uns, wir sehen nur freundliche Gesichter. Besonders die Frauen lachen mir zu mit meinem Tuch und Fahrradhelm, obwohl von Frauen nicht erwartet wird, dass sie im Iran Fahrrad fahren. Wir sehen wenig Radfahrer und schon gar keine Frau.

Ich habe vor Jahren mal eine Iranerin kennengelernt, die mir erzählte, sie würde im Gefängnis landen, wenn sie im Iran als Frau mit dem Fahrrad fahren würde, Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter209 Beiträge · seit 201715. Apr. 2021 · #40
Hallo Wolfgang.
Ich bin mir nicht sicher ob sie das dürfen oder nicht. Ich werde dann noch von unserer Radtour in Isfahan berichten. Dort war mir schon vorher bekannt welche Radverleiher einer Frau ein Rad verweigern würden. Also ist es nicht unumstritten aber wahscheinlich mehr nicht gern gesehen als verboten.
Wir waren 2017 dort, wie es jetzt ist?
Dank für Deinen Beitrag!

Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran