Ecuador-Der Evolutionstheorie auf der Spur + Fotos

Reisebericht 97 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 05. Apr. 2021 von Sabine26
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200912. Apr. 2021 · #41
Hallo Gabi,

das tut mir leid, und ich hoffe, dass Du die Reise bald nachholen kannst. Ich bemühe mich weiter, dass Du mitträumen kannst. Corona hat auch bei mir zugeschlagen, zum Opfer gefallen sind Uganda, Krakau und Kenia.

Wie sieht denn Eure geplante Reiseroute für Ecuador aus?
Vielleicht hast Du sogar durch den Bericht noch ein paar Ideen bekommen für Neues oder auch für etwas, was Dich ggf. nicht so interessiert. Toll sind bestimmt auch das Amazonas Gebiet und der Nebelwald bei Mindo.

Viele Grüße
Sabine
2'191 Beiträge · seit 201612. Apr. 2021 · #42
Hallo Sabine,

ich glaube, jedem von uns ist es so ergangen, dass eine oder mehrere Reise storniert werden mussten. Ich hatte folgendes gebucht:

Ilatao Lodge, Quito
Chilcabamba Lodge, Cotopaxi
Hakuna Matat Lodge, Tena
Hosteria Finca Chamanapamba, Banos
Chimbarazo Lodge
Four Points for Sheraton, Cuenca
Wyndham Guanyaquil
Sandy Feet House, Isabela (3 N)
Galapagos Suites B & B, Puerto Ayora 1 (N)
Kreuzfahrt auf der Bonita (4 N)
Galapagos Suites B & B, Puerto Ayora (2 N)

Die Reise ist inzwischen komplett storniert. Ob und wann wir diese so antreten, steht in den Sternen. Dieses Jahr sicherlich nicht. Nächstes Jahr schrumpft unsere Reisegruppe, denn mein Ältester fährt dann nicht mehr mit.

Dafür plane ich Uganda für dieses Jahr im Sommer. Mal sehen, ob der Familienrat sein Okay gibt und sich alles verwirklichen lässt.

Aber ich darf nicht unzufrieden sein, so oft wie wir in Corona-Zeiten in Namibia waren, so oft wäre ich ohne Corona da nicht hingekommen. Allerdings macht natürlich auch die Vielfalt die Würze aus.

Deinen Reisebericht über den Appendix habe ich auch nachgelesen. Da hat man ja als Leser mitgelitten.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200913. Apr. 2021 · #43
Gabi-Muc schrieb:
Deinen Reisebericht über den Appendix habe ich auch nachgelesen. Da hat man ja als Leser mitgelitten.

LG

Gabi
Hallo Gabi,

das ist ja schön, dass Du den Bericht gelesen hast. Es war eine tolle Reise bis Herr Appendix meinte, er müsse auswandern. Aber auch hier Glück im Unglück und Danke an meine Schutzengel, wäre das wenige Monate später auf unserer Kreuzfahrt nach Südgeorgien und zur antarktischen Halbinsel passiert, nicht auszudenken.

Liebe Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2021
2'191 Beiträge · seit 201613. Apr. 2021 · #44
Aber auch hier Glück im Unglück und Danke an meine Schutzengel, wäre das wenige Monate später auf unserer Kreuzfahrt nach Südgeorgien und zur antarktischen Halbinsel passiert, nicht auszudenken.
Antarktis mein Traum. Im Anschluß an Ecuador kannst Du gerne über diese Reise berichten. Das würde mich brennend interessieren.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200913. Apr. 2021 · #45
Tag 15 – Isla Santa Fe – Isla San Cristóbal
Gelbe Landleguane & ein Hilfsprogramm für Landschildkröten


Die La Pinta hat bereits in der Nacht ihre Reise zur nächsten Insel fortgesetzt. So ankern wir bereits zum Frühstück, das wir unter freiem Himmel auf dem Deck zu uns nehmen, vor der Insel Santa Fe.

Santa Fe ist etwas größer als Plaza Sur. Vom Schiff steigen wir wieder in die Pangas um und fahren an einem Küstenabschnitt der Insel entlang und sehen unsere ersten Blaufußtölpel. Sie hocken auf den Felsen oder watscheln herum, einfach possierlich.


unsere ersten Blaufußtölpel (aus dem wackeligen Zodiac aufgenommen)

13B270D1-6322-4F0B-9A3E-802FB46AE114_1_201_a.jpeg



Da Santa Fe über keinen Steg zum Anlegen verfügt, haben wir heute unser erstes Wet Landing auf dieser Kreuzfahrt, was allerdings bei diesen Temperaturen keinerlei Problem darstellt. Wir müssen nur beim Abtrocknen der Füße und dem anschließenden Reinschlüpfen in Socken und Schuhe aufpassen, dass wir alles irgendwie festhalten, denn die ersten, ausgesprochen süßen und nicht minder neugierigen Seelöwenjungen sind schon zur Stelle. Zügig verpacken wir unsere Sachen in den wasserdichten Rucksack, bevor wir zur Inselerkundung starten.


691349FB-FE2C-4DC0-BF88-885807A40B0B.jpeg



Das Besondere auf Santa Fe sind einerseits die Reisratten, die wir aber nicht zu Gesicht bekommen und andererseits die nur hier vorkommenden gelben Landleguane, deren Kennzeichnen neben der Farbe ein besonders ausgeprägter Rückenkamm ist. Letztere können sich nicht vor uns verstecken und wir können einige davon beobachten. Auch diese Leguane zeigen keinerlei Scheu vor uns, ganz im Gegenteil, wir haben eher den Eindruck, wir sind ihnen egal. Auf der Insel wachsen neben den Baumopuntien auch einige Scalesien.
Nach einem ausgiebigen Rundgang mit Guide über die Insel können wir noch etwas schwimmen oder die Fahrt mit dem La Pinta eigenen Glasbodenboot wahrnehmen.


Isla Santa Fe
3A2B0DCF-FE41-479E-8223-B9A71B7EA63A.jpeg


3D2373CA-4CDB-4425-8770-BA790066D084.jpeg


D7B0F200-A270-4C1C-9FAC-277A8B2F3C06.jpeg


3B0D3FE6-B7C3-4828-B7B1-B62D30353BD1.jpeg


3DBEAC27-430F-48F2-AFD8-6639017F8A4A_1_201_a.jpeg


6C1EFA96-6566-4B66-94EA-969078EEAB80_1_201_a.jpeg


4D9B1067-48C2-43F5-8FF4-494DDCB41EFA_1_201_a.jpeg


7C39478B-9AEE-49F9-B831-176B89542ABD.jpeg



Zum Mittagessen sind wir wieder zurück auf dem Schiff, das seine Fahrt nun Richtung der Insel San Cristóbal fortsetzt. San Cristóbal gehört zu den größeren Inseln des Archipels und ist eine von vier bewohnten, zudem ist der hier liegende Ort Puerto Baquerizo Moreno die Hauptstadt des Galápagos Archipels und neben Baltra die einzige Insel, die man mit dem Flugzeug vom ecuadorianischen Festland erreichen kann.

Das überschaubare Örtchen Puerto Baquerizo Moreno verfügt zwar über einen kleinen Hafen, an dem aber selbst die kleinen Touristenschiffe nicht anlegen können. So ankern wir wieder weiter draußen und werden mit den Pangas zum Hafen gebracht. Wir fahren einfach gerne Panga/Zodiac, das macht wirklich Spaß.

Im Hafen stehen bereits Busse bereit. Damit die Gruppen nicht zu groß werden, hat jede der vier zwar das gleiche Programm, aber immer einen anderen zeitlichen Ablauf. Alles ist auf diesem Schiff perfekt organisiert. Auf der einzigen geteerten Straße der Insel fahren wir 30 Minuten bis zum Ende, dort liegt auch unser nächster Besuchsstopp, die sehr weitläufige Anlage La Galapaguera del Colorado. Es handelt sich hier um eine Aufzuchtstation für Riesenschildkröten. Es gibt ein sehr interessantes Informationszentrum und beim Gang über das wirklich sehr große Freigehege – es ist so groß, dass wir während des ganzen Besuches keinen Zaun sehen, ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt einen gibt – lassen sich immer wieder viele Elefantenschildkröten blicken. Insgesamt sollen noch etwa 1.000 dieser Elefantenschildkröten auf der Insel leben. Es ist sehr interessant zu erfahren, wie hier gearbeitet wird und welche Anstrengungen im Zuchtprogramm unternommen werden, um diese Tiere vor dem Aussterben zu retten. Leider müssen wir jedoch auch hören, dass immer mal wieder Tiere verschwinden.


674E73C6-2D91-4306-89B7-2D788FF05DC1.jpeg



Zurück in Puerto Baquerizo Moreno schlendern wir noch alleine durch den Ort. Es ist hier noch beschaulicher und ruhiger als in Puerto Ayora.

Nach dem Briefing für den nächsten Tag verbringen wir den Abend mit einem amerikanischen Paar bei einem sehr netten Gespräch, zwischendurch macht sich leider trotz Mittelchen Mr. Seasick immer mehr bemerkbar.


.
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200913. Apr. 2021 · #46
Ich schaffe heute keinen weiteren Tag, weil ich mich nicht entscheiden kann, welche Bilder ich einfügen soll. Aber eines meiner zwei bis drei Lieblingsbilder, das ich am Folgetag in/auf Punta Pitt aufgenommen habe, wollte ich Euch heute nicht mehr vorenthalten. Es ist vielleicht fotografisch nicht perfekt, aber ich liebe das Motiv --- so sehr, dass ich jetzt das Blaufußtölpel-Küken zu meinem Avatar gemacht habe und das Bild entlang des Paso de Jama musste weichen.

Euch allen noch einen schönen Abend!


46E2606D-1E6D-4587-AC1C-D44288872222_1_201_a.jpeg
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2021
560 Beiträge · seit 202113. Apr. 2021 · #47
Sabine26 schrieb:Ich schaffe heute keinen weiteren Tag, weil ich mich nicht entscheiden kann, welche Bilder ich einfügen soll. Aber eines meiner zwei bis drei Lieblingsbilder, das ich am Folgetag in/auf Punta Pitt aufgenommen habe, wollte ich Euch heute nicht mehr vorenthalten. Es ist vielleicht fotografisch nicht perfekt, aber ich liebe das Motiv --- so sehr, dass ich jetzt das Blaufußtölpel-Küken zu meinem Avatar gemacht habe und das Bild entlang des Paso de Jama musste weichen.

Euch allen noch einen schönen Abend!
Hi Sabine!
Das Küken ist aber auch zu nett! 😘 😘
Was für eine tolle Reise ihr da gemacht hattet. Leider werde ich auch schrecklich seekrank - deshalb zögere ich immer noch.
LG Kathrin
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200914. Apr. 2021 · #48
Hallo Gabi,
Gabi-Muc schrieb:

Antarktis mein Traum. Im Anschluß an Ecuador kannst Du gerne über diese Reise berichten. Das würde mich brennend interessieren.
oh, ich glaube, ich brauche dann erst mal eine Pause. Aber schau' mal im Bericht zu Herrn Appendix, ich glaube, der allerletzte Eintrag, da hatte ich einen Link zu einem Bericht unserer Kreuzfahrt eingestellt (allerdings ohne Fotos), falls es Dich interessiert.

Liebe Grüße
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200914. Apr. 2021 · #49
Den heutigen Tag teile ich auf zwei Beiträge auf, los geht's:

Tag 16 - Isla San Cristóbal (Punta Pitt & Cerro Brujo)
Tölpel mit roten Füßen, Tölpel mit blauen Füßen … pralles Leben am Traumstrand und ein schlafender Löwe


Nach dem Briefing vom Vorabend hatte ich Befürchtungen, der Tag heute würde nicht so toll werden. Ich hatte Bedenken, dass es viel zu viel Beach und viel zu wenig Wildlife geben würde. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass meine Befürchtungen absolut unbegründet sind. Doch zuerst habe ich aber noch einen Kampf mit einem alten, jedoch nicht liebgewonnenen Weggefährten zu führen.

Mr. Seasick hatte sich die letzten Tage ein wenig zurückgehalten. Ich nehme an, er wollte mich in Sicherheit wiegen, um dann mit geballter Kraft zuzuschlagen. Ich hasse diesen Kerl!

Keine Ahnung, aber Appetit habe ich trotzdem immer. Ein Arzt sagte mir einmal, der Magen muss auch dann etwas zu tun haben. Das nehme ich natürlich als gegeben hin und gehe zum Frühstück, für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages. Während mein Mann noch am Buffet seine Auswahl trifft, muss ich leider ganz schnell zurück auf die Kabine, mir ist dermaßen schlecht, dass ich es gerade so ins Badezimmer schaffe. Der Seegang hatte über Nacht zugenommen und Mr. Seasick hat sich wohl gedacht, der zeige ich es heute mal.

So bin ich froh, dass die La Pinta wieder die Nacht genutzt hat und bis in den Norden von San Cristóbal gefahren ist, wo wir bereits vor Punta Pitt ankern. Lt. Reiseführer soll es sich um den spektakulärsten Besuchspunkt auf San Cristóbal handeln. Immer noch hundeelend besteige ich das eine Panga und mein Mann, der Mr. Seasick zum Glück bisher nicht kennengelernt hat, ein anderes. Er legt keinen Wert auf eine Bekanntschaft mit Mr. Seasick, aber wer tut das schon. Mein Mann wird eine Tour in einem Panga entlang des Küstenabschnitts zur Tierbeobachtung machen, ich habe mich für einen Aufstieg auf das Plateau entschieden. Zum Glück gehört feste Landmasse nicht zu Mr. Seasicks Hoheitsgebiet und nach Betreten derselbigen dauert es keine 10 Minuten und die Wunderheilung setzt ein. Vorerst bin ich diesen penetranten Kerl los.

"Unsere" La Pinta - fotografiert auf dem Weg zum Plateau
0CCA4A49-1C36-47C0-884D-B796F04A10CF.jpeg



Nach einem Wet Landing geht es auf teilweise steilem Pfad, der immer mal wieder kleinere Kletterpartien abverlangt, aufs Plateau. Ich bin heilfroh, dass in der Gruppe alle durch die Reihe einige Jahre älter sind als ich und zudem davon einige auch nicht die Fittesten zu sein scheinen, so kann ich mein Tempo wählen, schließlich muss ich auch noch die Kamera und diverse Wasservorräte alleine schleppen … Oben angekommen ist der Weg nicht mehr schwierig, ich muss nur aufpassen, dass ich zwischendurch immer mal wieder nach unten schaue, denn einen richtigen Pfad gibt es hier nicht, die Gefahr zu stolpern ist allgegenwärtig. Jedoch ist dieser Vorsatz leichter gesagt als getan, denn hier oben wimmelt es von Leben. Auf dem Plateau nisten alle drei Tölpelarten, sogar der Rotfußtöpel, den man sonst nur noch auf Genovesa sehen kann. An eine Überfahrt zu dieser weit abgelegenen Insel möchte ich aber gerade gar nicht denken, ich sehe Mr. Seasick schon einen Freudentanz aufführen.

Rotfuß- und Blaufußtölpel lassen sich blicken, Nazcatölpel, die das Leben an den Klippen bevorzugen, hingegen nicht. Aber da hoffe ich auf die Isla Española.
Absolut begeistert bin ich von den vielen Küken hier oben. Die der Blaufußtöpel hocken, völlig zerzaust, auf dem Boden und schauen mich einfach nur an. Die Rotfußtöpel hingegen leben auf Bäumen, wo sie auch brüten. Ganz entspannt und gelassen sitzen die Rotfußtölpel auf den Ästen und schauen von oben auf mich herab. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass die Tiere einfach ruhig sitzen bleiben und es ihnen so dermaßen egal ist, dass ich hier rumlaufe und sie fotografiere.

In unserer Gruppe bin ich diejenige, die scheinbar die meisten Bilder macht und obwohl ich auch diejenige bin, auf die immer alle warten müssen, sind einige der Amerikanerinnen so nett und machen mich jederzeit darauf aufmerksam, wo es möglicherweise noch etwas Interessantes zu sehen gibt und das ist wirklich nicht wenig. Sie sind wirklich geduldig mit mir und lassen sich scheinbar sogar von meiner Begeisterung anstecken.
Hatte ich Punta Pitt vor der Reise nicht auf dem Plan, so froh bin ich jetzt, hier auf dem Plateau gewesen zu sein.




46E2606D-1E6D-4587-AC1C-D44288872222_1_201_a-2.jpeg


DC8838EA-47A8-47B2-8BC2-9F9B756EA470_1_201_a.jpeg


2F19E7F2-72E1-41D9-9937-E3C162AD9157.jpeg


7F1772E5-740B-4CF0-90F3-5FCBFEAB48B9.jpeg


8463B119-909A-4CDD-8F7A-CBD49457A0C0.jpeg


F58998F8-DB96-437A-85F4-67102C05D0BB_1_201_a.jpeg


BF00C031-AE61-41FA-98CC-B4A40F93F877_1_201_a.jpeg


E978A8DE-A99B-439F-895A-462249873179.jpeg


9319C72B-29C9-472E-854C-77CAD2C5DD2A.jpeg


3BCE4FC1-0D51-4673-9275-DE557D6314B8.jpeg


BCCA75CB-86BB-47A8-BEEE-A1397448DE3C_1_201_a.jpeg



Nach der Kraxelei nach unten könnte ich jetzt noch ein wenig das Schnorchelprogramm in Anspruch nehmen, dazu fehlt mir aber die Lust.
Nach der Rückkehr auf dem Schiff erzählt mir mein Mann, dass auch er auf der Bootstour Blau- und Rotfußtölpel gesehen hat.


Fortsetzung zu diesem Tag folgt ...
zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200914. Apr. 2021 · #50
... da der Tag noch nicht zu Ende ist, geht es gleich weiter:


Punta Pitt sollte für heute aber noch nicht das ganze Besuchsprogramm gewesen sein, am Nachmittag werden wir noch am Cerro Brujo anlanden.
Geübt mit Nassanlandungen nähern wir uns dem Cerro Brujo, ein langer, blendend weißer Traumstand, der unterhalb eines Tuffkraters liegt. Wir konnten wählen zwischen einer Schnorcheltour, Fahrt mit dem Glasbodenboot oder einem langen Spaziergang am Strand, der wieder viel Wildlife versprach. Wir wählten das Letztere. Überall entlang des Strandes halten sich Tiere auf, unzählige Seelöwen, Erwachsene und Babies, Leguane, die hier wieder ganz anders aussehen als die, die wir bisher auf den Inseln gesehen haben, braune Pelikane, die allgegenwärtigen Möwen und überall neugierige Spottdrosseln (Mockingbirds), die Vögel, die Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie veranlassten.
Hinter dem Strand liegt eine Brackwasserlagune, auf der wir weitere Wasservögel beobachten können.


Strandleben am Cerro Brujo
73C288C5-594E-4B8F-931C-9100CB506956.jpeg



28E52568-D223-48E5-98AA-823C6198AAC4.jpeg



AFF164F6-BDBB-4157-BA02-5F27FCD71014.jpeg



55A5CCD2-4C23-45B1-905A-28CE8BEDEBBC_1_201_a.jpeg



D61DE9ED-69C4-4ED6-8E47-02C7993EC570.jpeg



999EC7BD-E856-41B1-B67B-348F27A408BD.jpeg



C58FBB66-AFF6-4F9C-B380-05649843C06C.jpeg



49EE5EB3-8BCD-4CC8-9A1B-67D39B1D1BEA.jpeg



E079089E-E91A-456E-9FFF-CA0EFD1E0119.jpeg




Als wäre das nicht schon genug, direkt vom Strand aus nicht weit entfernt sehen wir im Wasser mehrere Seaturtels und Rochen. Das hier ist ein wahrer Traumstrand mit weißestem Sand und türkisfarbenem Meer, das Ganze getoppt mit einer vielfältigen Tierwelt, die neugierig und alles andere als scheu ist.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir wieder zurück auf dem Schiff, wo wir vom Deck aus noch nahe an dem schlafenden Löwen (León Dormido) vorbeifahren. Es handelt sich hier um einen Felsen, der mitten aus dem Meer herausragt und der, wie sollte es hier anders sein, von Seevögeln bewohnt wird. Der englische Name des Felsens lautet Kicker Rock. An was auch immer einen dieser Felsen erinnert, es ist auf alle Fälle ein sehr stimmungsvolles Erlebnis, diesen Felsen bei Sonnenuntergang und einem Getränk genießen zu können.


León Dormido
1D64C12E-069D-4F3E-934E-A2E6913C85BC_1_201_a.jpeg



In der Nacht fühle ich mich verfolgt. Mr. Seasick schlägt wieder zu, und er zwingt mich zu mehreren Aufenthalten im Bad. Ich freue mich schon jetzt umso mehr auf die Insel Española, deren Besuch morgen auf dem Programm steht.



.
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200915. Apr. 2021 · #51
Puh, jetzt hatte ich so viele Bilder eingestellt, scheinbar waren es für einen Post zu viele, daher muss ich noch einmal von vorne anfangen 😵 und teile jetzt den Tag auf ...

Tag 17 - Isla Española (Punta Suarez & Gardner Bay)
Albatrosse, Albatrosse, Albatrosse und Albatrosküken


Der gestrige Tag hatte schon meine Erwartungen an Galápagos erfüllt, vielleicht sogar übertroffen. Sollte der Besuch von Española, deren Besuch das Muss für uns im Vorfeld war, unseren Erwartungen gerecht werden? Es ist immer schwer, wenn man bereits schon mit solch großen Erwartungen ein Ziel ansteuert, die latente Gefahr enttäuscht zu werden, ist allgegenwärtig. Die Frage, die mich umtreibt, lautet: Werde ich Albatrosse sehen?

Der Landgang am Punta Suarez erfordert bereits beim Einstieg ins Panga höchste Aufmerksamkeit, da der Wellengang wieder zugenommen hat, und auch der Ausstieg auf den Steg gestaltet sich nicht ganz einfach. Zum Glück sind die Guides und die Crew vor Ort und helfen allen sicher ins und wieder aus dem Panga zu kommen. Auch heute werden wir unterschiedliche Touren machen, es gibt eine kürzere, die mein Mann mitmachen wird und eine längere, für die ich mich entschieden habe. Meine Tour wird heute zwar keine Aufstiege haben wie in Punta Pitt, jedoch immer mal wieder kleinere Abschnitte, wo man alle Hände und Füße frei haben sollte. Zudem muss man die ganze Zeit genau auf seine Schritte achten, weil der Untergrund oftmals über sehr unebenes Lavagelände führt oder über Steine balanciert werden muss. Kurzum, ich muss auch dem Terrain hin und wieder eine entsprechende Aufmerksamkeit entgegenbringen, was mir leider nicht ganz leicht fällt, wenn ich erst einmal in Verzückung über die Tierwelt gerate. Die kürzere Variante hingegen führt entlang eines ordentlich angelegten Pfades.


Volle Aufmerksamkeit erforderlich
639649FA-79DB-4F1B-92E8-22F3540D5212_1_201_a.jpeg



9EFC9D87-4BFD-47D9-AD28-68723B96A920_1_201_a.jpeg



Alles, was ich jetzt schreiben werde, kann nur einen kurzen Einblick geben. Der äußerst seltene Galápagos Albatros ist die einzige Albatrosart, die im Bereich der Subtropen lebt und brütet fast nahezu nur auf Española. Will man sie sehen, muss man auch die richtigen Monate zur Beobachtung der Vögel auswählen, denn sie verlassen die Insel während des Jahres für mehrere Monate. Mein großer Wunsch wird erfüllt, ich sehe Albatrospaare, die miteinander flirten, einzelne Albatrosse und ganz entzückend, Albatrosküken, die, auch wenn sie teilweise schon die Größe der Eltern erreicht haben, noch ganz zottelig in ihrem Nest hocken. Mit ihrem zotteligen Aussehen erinnern sie mich an den ebenfalls so zottelig aussehenden Nachwuchs der Königspinguine. Sie sehen zugleich unglaublich süß, aber auch witzig aus. Sie zaubern mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht. Eines der Albatrosküken hockt da und schaut mich ganz groß an, ich bin hin und weg und kann mich kaum losreißen. Unnötig zu sagen, dass ich mal wieder die letzte in der Gruppe bin, allerdings ist eine Schweizerin ebenfalls so begeistert, sodass wir oftmals zu zweit die Nachhut bilden.


BB40AB4E-3AC6-476E-9103-A494BAA4DDD8_1_201_a.jpeg



670C89AA-61E1-48E5-859A-5BF089C828F7.jpeg



7ED96023-AF30-4EDF-93AB-85B7422930FF.jpeg



D3EA43E7-FB5E-48A3-9C52-82C5D0F49247.jpeg



D0F55862-F729-4930-AD47-221A796D0B85.jpeg



397D8592-C1BB-45F2-9F39-01C577B653A6.jpeg



06C8ACD0-317F-422C-81A2-1DE0F52AD939_1_201_a.jpeg



4A878432-0E21-4B04-959C-6FCF4DFBB6D7_1_201_a.jpeg



711343E4-518F-4361-9C66-5B510DC1F001_1_201_a.jpeg




Fortsetzung folgt ...
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200915. Apr. 2021 · #52
weiter geht's ...


02572C7E-6A33-4279-A2FC-F844142F3366_1_201_a.jpeg



0D0A124C-3117-4349-9A97-4C3B8D367E90.jpeg



Aber die Albatrosse sind hier nicht die einzigen Sichtungen, die mir voller Begeisterung die Tränen in die Augen treiben. Große Kolonien von Nazcatölpeln und anderen Seevögeln bevölkern die Klippen, dazwischen liegen immer wieder, regelrecht übereinander gestülpt in mehreren Schichten, die bunten (hier auf der Insel zumeist rot/schwarzen) Meeresechsen. Aus diesen Haufen spritzt einem regelmäßig Meerwasser aus den Nasenlöchern der Echsen entgegen.


3CC71BEE-4B3D-4D52-A4E8-13F4EC27859D_1_201_a.jpeg



75DB481A-7D1D-46FB-995A-C64043F1AB00_1_201_a.jpeg



Ich muss aufpassen, wohin ich trete. Ich fotografiere und fotografiere, kann mich nicht losreißen und könnte, wenn es denn ginge, den ganzen Tag hier verbringen. Sogar eine der auf Galápagos ungiftigen Landschlangen erspähe ich, weil sie sich wenige Zentimeter vor mir über den Pfad drängelt.



568859A3-02D8-4038-9BA9-BBEB76F6095F_1_201_a.jpeg



19688F1B-12E7-4BDA-AF24-9995D5911B5B.jpeg



39B85772-41FC-4779-BAAE-854BCA7EAC33.jpeg



BD8EDC1B-A1DA-47CD-8621-E25324360E99.jpeg



25D22F4C-C9D2-4098-98DD-996F0C5576C2_1_201_a.jpeg



00CA07CB-8698-41E6-B36B-6B982A876709.jpeg



460473F3-72A4-41FF-9490-C317E3328664.jpeg



06DB673B-FED4-4055-AE8D-6F6F8A543BA5.jpeg





finde die Schlange
017292BA-891D-4549-98D3-F48027DB5BBC.jpeg



Fortsetzung folgt ...
zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200915. Apr. 2021 · #53
Irgendwann zurück am Strand in der Nähe des Bootssteges liegen oder robben unzählige Seelöwen, teilweise mit frisch geborenen Babies. Die Nachgeburten liegen oftmals noch direkt daneben. Die Klippen werden überall von den großen roten Klippenkrabben bevölkert, die mich mit ihren großen bunten, hervorstehenden Augen anblicken. Teilweise sind diese Krabben im vorderen Kopfbereich blau gefärbt. Ich bin hellauf begeistert und kann mit Worten nur versuchen zu beschreiben, wie unglaublich toll ich es hier finde.


63F081C8-BD4D-408B-8015-9F39256BE329.jpeg



AAEEAD1D-C1E5-45BE-88BF-C9FD80AE584E_1_201_a.jpeg



0285EA8A-8864-4165-8672-6653F552B886.jpeg



0D6DE9EF-5ABC-49F4-B39F-2EFD126A1552.jpeg



E974DB8C-8285-4286-9427-194EA81CBD8E_1_201_a.jpeg



C6200DE1-6351-428A-B281-6A0797B2AC3E.jpeg



499A70D2-0A66-45B8-8ECB-836C592E8650.jpeg




In der Kabine sehe ich meinen Mann wieder und freue mich sehr, als er mir sagt, dass auch er Albatrosse und Albatrosküken gesehen hat. Mit eigenen Augen konnte er sogar sehen, wie sie eine einwandfreie Landung hingelegt haben.

Der Nachmittag gehört noch einer weiteren Anlandung auf Española, nämlich der Bahía Gardner. Auch diese verfügt über einen weiteren langen weißen Traumstrand mit türkisfarbenem Meer. Zu sehen gibt es wieder viele der üblichen Verdächtigen, von Seelions, hier auffallend roten Meeresechsen und ganz besonders neugierigen Spottdrosseln. Española ist einfach nur super!


9F098DBB-7791-4A95-9A1C-F297A88675B1_1_201_a.jpeg



AF949DCC-5A1A-41FB-8F81-D6E164DF6668.jpeg



907152E1-08A7-4912-8CB0-EF1D24506438.jpeg



Hinzu kommt, dass außer den Passagieren der La Pinta zeitgleich keine anderen Schiffe an den Anlandeplätzen anlegen dürfen und die Touren immer so von der Crew geplant werden, dass man oftmals die anderen Gruppen überhaupt nicht trifft. Klasse Organisation!

Für den letzten Abend hat sich dann Mr. Seasick noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Er schlägt so zu, dass ich nicht zum Abendessen gehe und es nur noch liegend einigermaßen aushalte. So wie es mir jetzt geht, bin ich froh, morgen wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.



Ich hoffe, Euch hat der Tag auf Española ebenfalls gut gefallen!


.
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200916. Apr. 2021 · #55
Hallo Birgit,

schön, dass Du dabei bist.
Ich freue mich, wenn ich in diesen Zeiten für eine willkommene Abwechslung sorgen kann und vielleicht sogar den Anstoß für eine Reise dorthin geben kann.

Liebe Grüße
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200916. Apr. 2021 · #56
Tag 18 – Puerto Ayora (Charles Darwin Station)
Zu Besuch bei Lonesome George


Der Seegang hatte die letzten Tage stetig zugenommen, ebenso auch mein Konsum an Reisetabletten. Mr. Seasick will mich aber nicht ohne letzten Gruß gehen lassen. Ich könnte auch sehr gerne darauf verzichten. Einzig und alleine wegen diesem Kerl sind wir beide froh, die La Pinta verlassen zu können. Alles andere lieferte uns keinen Grund, im Gegenteil, die Kabine ist super, das Essen hervorragend, die Guides unglaublich kompetent und freundlich sowie als Krönung die Landgänge, die unsere ohnehin hohen Erwartungen noch übertroffen haben. Besonders gut fanden wir auch die Steigerung von den kleinen netten Inselbesuchen hin zu den spektakulären bei Punta Pitt, Cerro Brujo, Punta Suarez und der Bahía Gardner.

Würde ich doch meine unsägliche Begleitung, Mr. Seasick, abschütteln können, könnte ich mir sofort eine weitere Reise auf einer anderen Route durch das Archipel an Bord der La Pinta vorstellen. Aber dieses Mal kündigt mir mein Mann bereits mehrmals auf dem Schiff an, dass dies nun wirklich die allerletzte Schiffsreise mit mir und Mr. Seasick gewesen wäre. Keine schönen Aussichten …

Offiziell haben wir aber noch einen Programmpunkt. So legen wir am Vormittag in der Bucht vor Puerto Ayora an, unser Gepäck wurde bereits zuvor vom Schiff ins Hotel Ikala gebracht. Wir steigen ein letztes Mal ins Panga ein. Vom Hafen fahren wir zur Charles Darwin Station, wo wir mit unserem Guide eine Führung machen. Es ist gar nicht schlecht, hier mit Guide unterwegs zu sein, da wir noch einmal das eine oder andere erfahren, was wir jetzt nicht wüssten, wären wir nur alleine hier durchspaziert.

Die Panzerformen der Landschildkröten haben sich unterschiedlich entwickelt, je nachdem, von was sie sich ernähren. Schildkröten, die ihre Nahrung auf dem Boden finden, deren Panzer wölbt sich vorne ähnlich wie hinten. Die Panzer derer, die ihre Nahrung eher an Bäumen und Sträuchern finden, sind im vorderen Bereich wesentlich mehr gewölbt, sodass das Tier sich viel besser nach der Nahrung strecken kann – ja, die Evolutionstheorie ist hier hautnah zu sehen.

Der recht berühmte Lonesome George, einzig Überlebender seiner Art von der Insel Pinta, verstarb im Juni 2012. Lange hatte man gehofft, noch ein Weibchen seiner Art zu finden, um den Fortbestand retten zu können, leider gelang dies nicht. Lonesome George ist aber nicht ganz verschwunden, er wurde präpariert und wird jetzt in einem klimatisierten Gebäude auf dem Gelände ausgestellt. Ich bin mir immer noch unschlüssig, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

Tja und dann gibt es das krasse Gegenbeispiel zu Lonesome George und zwar in Form von Diego. Diego lebt scheinbar glücklich und zufrieden und hat bereits für 800 Nachkommen gesorgt. Es ist geplant, ihn bald wieder zurück auf seine Herkunftsinsel zu bringen. Ich würde sagen, er hat es sich wahrlich verdient.

Heute haben wir mehr unserem Guide gelauscht, um viele Hintergrundinfos zur Charles Darwin Station zu erhalten. Da wir in den nächsten Tagen noch Zeit haben werden, beschließen wir noch einmal alleine hierher zu kommen, um dann mit dem heute erworbenen Wissen intensiver den Tieren zuzuschauen.


Charles Darwin Station
0FACC8B3-F54A-4C25-8AEC-BB2D9429A671_1_201_a.jpeg



0E655CE9-A33E-46C0-B8D3-29FE55EE89B4.jpeg



95DA85EE-E3A6-4DF6-9568-6DC5B2EEEC61_1_201_a.jpeg



A42DF79B-F14E-4C1A-A68B-AA455D0C1468_1_201_a.jpeg



E9151028-6EA4-4005-B1BB-F665876C6A7A_1_201_a.jpeg



A17E9528-6743-4321-B645-149290C4550F_1_201_a.jpeg



C8646A52-8D3D-47E7-8014-4AD42E0B1EA4_1_201_a.jpeg
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200916. Apr. 2021 · #57
Tag 19 – Puerto Ayora
Alle wollen frischen Fisch


Im Ikala haben wir wieder ein sehr schönes Zimmer mit Balkon erhalten. Wir wollen es die nächsten Tage wieder etwas ruhiger angehen lassen. Auf Tagesausflüge zu einer der vorgelagerten Inseln nach dieser wunderbaren Kreuzfahrt haben wir keine Lust. Zwar hatten wir uns noch erkundigt, was eine Tour nach Bartolomé kosten würde, aber für mehr als 200 USD pro Person, um dann nicht allzu lange Zeit auf der Insel selbst zur Verfügung zu haben, stattdessen dann aber mehrere Stunden im Bus und in einem engen, kleinen Boot zu sitzen, nein, wir entschieden uns dagegen.

So frühstücken wir erst einmal ausgiebig auf der wunderschönen Dachterrasse des Hotels mit prima Weitblick über den Hafen und die Bucht von Puerto Ayora. Danach machen wir uns auf Richtung Charles Darwin Station. Auf dem Weg dorthin liegt ein Bereich, an dem der Tagesfang Fisch verkauft wird. Alleine hier eine Weile zuzuschauen, macht schon einen großen Spaß und zwar nicht wegen des Fisches, der zugegebenermaßen für sich alleine schon eine Attraktion ist, sondern wegen der Pelikane, Fregattvögel und Seelöwen. Die Verkäuferinnen haben alle Hände – und auch Füße - voll zu tun, ständig ihren Fisch zu verteidigen. Zwischen ihren Beinen lungern ständig Pelikane, dazwischen immer wieder Seelöwen und wäre das nicht schon genug, müssen sie zusätzlich die immer wiederkehrenden Angriffe der Fregattvögel aus der Luft abwehren. Es ist bewundernswert, mit welcher Gelassenheit die Frauen auf die Versuche der Tiere reagieren, den einen oder anderen Leckerbissen zu ergattern; für uns als Zuschauer ist es auf alle Fälle ein Schauspiel mit ganz hohem Unterhaltungswert. Jedes Mal, wenn wir hier vorbeikommen, machen wir einen Stopp, denn es gibt immer wieder einen neuen Trick der Tiere zu entdecken.
Besonders lustig finden wir, als einmal ein Seelöwe auf der neben dem Verkaufstresen stehenden Bank sich so richtig breit macht, sodass der ältere Mann, der neben ihm sitzt, auf die äußerste Kante rutschen muss.



2ED4DE38-6C74-4D32-8975-77F8DE67E8BD_1_201_a.jpeg



Anstehen, in der Hoffnung auf einen Leckerbissen
8D24490D-9402-4308-9837-28D11850D1E8.jpeg



2CF00AB8-7EB1-4A23-ADFF-915E3F84F30D_1_201_a.jpeg




Wir verbringen dann noch eine ganze Weile in der Charles Darwin Station und schauen den Tieren bei der Fütterung zu, machen Fotos und gehen im Anschluss wieder in unser Stammlokal im Red Mangrove. Für heute hat sich jeder einen Lobster ausgewählt, dieser schmeckt ganz hervorragend.



CE31FF21-0491-4D01-A72D-87FD332539D0.jpeg



92AABA65-C7F4-4308-8D0C-F3A0ABE36F06.jpeg



071EEC9A-EBDE-48AD-B6E8-F7402D494192.jpeg



22B50A27-464E-4F36-ABCC-220D64496399.jpeg



DFF6F0B6-078E-46B5-97A2-71C67065E74A.jpeg



D4FAFD3C-D7AC-4452-8D87-8CF874C0E760.jpeg



0E10802B-956E-4E36-9085-9F80F81F0E2A_1_201_a.jpeg



683C1A52-032A-4954-850B-4DA4533732A3.jpeg



FA50E50F-2A14-478C-AFBA-8347CBE46019.jpeg



C9C96D72-FE9F-4B9A-8B3F-DE3C2DFC244E.jpeg



819601F8-BB28-4B26-8E02-9DC2B77C6FA2.jpeg



F63CA5C4-D1A6-4BD0-A776-2D8B9E2CB0B1_1_201_a.jpeg
zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200916. Apr. 2021 · #58
Tag 20 – Puerto Ayora (Tortuga Bay)
Eine schöne, aber schweißtreibende Angelegenheit und die Erkenntnis, dass es einfach besser ist, Besuche für bestimmte Orte zu reglementieren


Nach einem weiteren sehr guten Frühstück auf der wunderschönen Dachterrasse mit Ausblick starten wir zur Tortuga Bay. Es ist heute sehr warm, und es weht kein Lüftchen, so verspricht das Ganze, eine schweißtreibende Angelegenheit zu werden.

Nicht allzu weit entfernt vom Hotel beginnt der Abzweig Richtung Tortuga Bay. Bis wir den Strand erreichen, laufen wir 40 Minuten über einen gut angelegten Weg durch Opuntienwald. Am Strand angekommen, bläst uns warmer Wind entgegen. Da hier die Strömungen viel zu gefährlich sind, ist hier auch Baden verboten. Dieser raue Strandabschnitt heißt Playa Brava. Der Strand ist sehr schön und auch recht breit, überall sieht man Echsen liegen oder laufen. Wir laufen eine ganze Weile den Strand entlang, am Ende dieses Abschnittes befinden sich Mangroven, unter denen sich kleinere Berge von Echsen zusammengefunden haben. Diese sehen wieder ganz anders aus als alle, die wir bisher auf den Galápagos Inseln gesehen haben. Sie sind hier eher schwarz, haben eine gewisse Ähnlichkeit zu denen, die uns immer in unserem Stammlokal Gesellschaft leisten, jedoch deutlich größer.

An der Playa Tortuga sind wir nicht alleine, sicherlich kann von Überfüllung nicht die Rede sein, aber man merkt deutlich, dass es keine Begrenzung der Besucherzahlen gibt. Leider stelle ich bei den unter den Mangroven liegenden Leguanen fest, dass es zum Schutz der Natur besser wäre, auch hier zu reglementieren. Während wir, dabei peinlichst genau darauf achtend die Tiere nicht zu stören, diese fotografieren, sind leider einige der Touristen nicht so rücksichtsvoll. Sie legen sich direkt vor und teilweise sogar zwischen die Tiere, um sich anschließend fotografieren zu lassen oder Selfies zu machen. Ich möchte nicht wissen, wie es auf den von uns während der Kreuzfahrt besuchten Inseln aussehen würde, wären diese nicht so stark reglementiert und dürfte man diese auch alleine ohne vom Nationalpark zertifizierten Guide besuchen. Sicherlich ist es schöner und individueller, man könnte dies alleine tun, aber das Verhalten hier an der Tortuga Bay zeigt mir, dass die jetzige Lösung eindeutig besser für diesen Naturschatz ist.

Ein kleiner Pfad führt zum hinteren Strandabschnitt der Tortuga Bay, dieser trägt den Namen Playa Mansa. So rau der vordere Bereich ist, so ruhig und glatt ist das Wasser im hinteren. Perfekt zum Baden, das auch hier erlaubt ist. Eigentlich ist es kaum zu glauben, wie unterschiedlich die Gegebenheiten der beiden so dicht nebeneinanderliegenden Strandabschnitte sind.

Zurück im Hotel läuft uns der Schweiß aus allen Poren. Trotzdem war es eine schöne Tour, die man bei einem Aufenthalt auf Santa Cruz nicht auslassen sollte.



Tortuga Bay - Playa Brava
680E0E68-E6C8-4AB0-A8D3-DCA25BE3A11A_1_201_a.jpeg



03148C98-FBC8-4A65-BBBB-D2BDC2B698DC_1_201_a.jpeg



FC4863AE-795B-4E85-A8CE-1F2CB0F9B925_1_201_a.jpeg



D936B412-395E-4F7A-AA85-B0FA3498F6C0_1_201_a.jpeg



3A198D44-367B-4ACB-8B09-EEAB61F1C3E0_1_201_a.jpeg



31C160CF-BA27-4688-92E0-BC49B990C42C.jpeg



DAF03A15-741A-45F7-9F5F-21F01798AB83.jpeg



3634747C-BA78-4EAE-8C35-00D68B5BB2E0.jpeg



3B2A1BE4-B725-4BA8-AEA0-4AB74D812E93_1_201_a.jpeg




Tortuga Bay - Playa Mansa
0121F7A0-09F8-4822-A271-355134731780_1_201_a.jpeg



B299FED7-439E-4A9C-B96A-15F6C7A1DFA2_1_201_a.jpeg



67B50FEC-3F19-4EF7-85CA-7343387EF460_1_201_a.jpeg



C27BB21F-697A-4DD9-AC32-DA86AF8B9787_1_201_a.jpeg



4C5AF10C-E957-4F6B-8234-54B9ABBB1C30_1_201_a.jpeg
zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2021
560 Beiträge · seit 202116. Apr. 2021 · #59
Liebe Sabine!
Sooo schöne Bilder, so richtig zum Träumen! Danke dass du uns mitnimmst auf diese Traumreise!
Ich will auch 🙁 🙁 🙁 Weiß nur nicht ob ich mich das mal trauen soll... Mir wird schon im Kinderkarussell schlecht 🤢
Umso schöner mit dir zu reisen!
Viele Grüße,
Kathrin
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200916. Apr. 2021 · #60
Hallo liebe Kathrin,

vielen lieben Dank für Dein Lob zu den Bildern. Du glaubst nicht, wie sehr mich das freut! 😘 😘 😘

Leider bin ich ja auch so gebeutelt, was Seekrankheit angeht und das ist wahrlich kein Vergnügen, aber ich wollte es unbedingt sehen, wie auch bei unserer anderen Kreuzfahrt (Südgeorgien/antarktische Halbinsel) ... ich stehe dann komplett unter Mittelchen: Pflaster, Tabletten und habe schon, vom Schiffsarzt verordnet, Zäpfchen genommen (Nachteil: dann bin ich zu absolut nichts mehr zu gebrauchen).
Wir waren mal auf dem Sydney Tower, keine 5 Minuten hat es gedauert, bis mir so dermaßen schlecht wurde, weil es geschwankt hat, dass ich wieder runter musste, sonst hätte ich zur Tüte greifen müssen. Darauf war ich nicht vorbereitet, sonst hätte ich auch dafür eine Tablette nehmen müssen. In einem Baumhaus in Chile, in dem wir gewohnt haben, war mir auch übel ... mein Mann hat nichts davon gemerkt, dass irgendetwas schwankt.

Ich sage immer, wenn es mal beruflich schlecht aussieht, kann ich mich immer noch als Seismograph anbieten. 🤩

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 16. Apr. 2021