Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! - Krüger 2020

Reisebericht 180 Antworten · 31,4k Aufrufe · gestartet 17. Jan. 2021 von Blende18.2
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201717. Jan. 2021 · #1
PROLOG

Sein Atem kondensierte in kleinen Eiskristallen nur einen Wimpernschlag nachdem er mit der eisigen Luft in Kontakt kam. Schon seit Tagen hatte die Winterkälte die gesamte Gegend fest im kalten Griff und die Landschaft unter eine Decke aus weichem Weiß gelegt.

Robert stapfte durch den hohen Schnee zurück zur Hütte. Sie hatten sich nach Abgeschiedenheit und Ruhe gesehnt und dieses kleine Paradies gefunden, dass sie mittlerweile ihr zu Hause nannten. In einem alten, fast schon verwunschenen Wald gelegen, auf einer kleinen Anhöhe und mit Blick in die rollenden Hügel und flachen Täler, nur durchschnitten von einem klippernden Bach, der munter murmelnd seinen Weg gen Norden in Richtung Meer schlängelte.

Mehrere Scheite, gut durchtrocknetes Holz stapelten sich auf seinen Armen. Obwohl der Weg zum Holzschuppen nur kurz war, hatte er schon Eiszapfen in seinem dichten Bart hängen, als er sich den Schnee aus dem dicken Mantel schlug, bevor er zurück ins warme, Innere der kleinen Hütte trat.

Mary hatte sich in eine dicke Decke eingehüllt, einen warmen Kakao in beiden Händen und saß auf dem Sims vor dem Panoramafenster, das fast die gesamte Ostseite der Hütte einnahm und von wo aus man die hier lebenden Rehe und mit etwas Glück das Biberpaar bei der täglichen Arbeit am Damm beobachten konnte, der den Bach direkt vor der Hütte zu einem kleinen Weiher aufstaute.

Sie schaute mit ihren wachen Augen in die verschneite Landschaft und…


Also mal ehrlich, was habt ihr denn jetzt hier erwartet?, das ist hier doch ein Reisebericht und kein Groschenroman! 😄

Also wollen wir mal bei den Fakten bleiben, denn ein Blick auf die echte Wetterlage vor ca. einem Jahr zeichnet doch sofort ein etwas anderes Bild.




Weder schneit es, noch spielen irgendwelche Schneeflocken Fangen im sanften Wind vor dem Fenster. Es ist maximal laukalt, statt saukalt. Ich schaue auf den Kalender und es ist der 05.01.2020, ein Sonntag.

Ich heiße auch nicht Robert, auch wenn meine Mutter das gerne gehabt hätte, aber mein Vater und Bruder konnten sich durchsetzen und so ist Robin draus geworden. Eiszapfen im Bart? 😄 - ich kann doch meinen 3-Wochen Bart problemlos mit dem Handtuch wegrubbeln.

Holz holen?… es ist wohl eher der Boiler im Keller mal wieder fritte und das Wasser im Hahn war kalt. Ich war vermutlich mal wieder zu lange wach, also gibt es keinen warmen Kakao, sondern den dritten Kaffee und Mara machte ein Nickerchen statt wacher Augen, weil sie wieder viel früher aufgestanden war als ich und seit 6:30h morgens alles Mögliche erledigt hatte.


Jetzt, wo wir die Fakten gerade gerückt haben, können wir dann doch mal loslegen und steigen ein, an diesem Sonntag... dem 05.01.2020:

Das Wetter ist so usselig, dass wir nur auf der Couch sitzen, aber immerhin läuft im ersten Ski-Alpin, der Slalom in Zagreb, als willkommene Abwechslung an so einem tristen Tag. (gewonnen hatte den der Franzose Clement Noel, falls das jemanden interessiert) 😛 😉

Also, die Fakten sehen eben so aus, wie sie nun mal sind und wie ich so auf den Kalender schaue, stelle ich fest, es sind nur noch, auf den Tag genau zwei Monate und die 4 steht vorne. VERDAMMT! 😣

ABER, nicht wegen des hohen, fast biblischen Alters und der unweigerlichen Midlife-Crisis, auf die ich mich eher freue... NEIN, wir haben immer noch nichts gebucht. Noch nicht einmal etwas angefragt. Immerhin wollte ich diesen Tag außer Landes verbringen, am besten noch nicht einmal auf dem Kontinent. 😄

Zumindest waren wir die letzten 3 Monate schon überall einmal, in unseren Gedanken und mit unseren Planungen...

Wir sind im Land aus Feuer und Eis auf Polarlichter-Suche gewesen, haben aber festgestellt, dass unser Slot aus maximal 8-9 Übernachtungen nur Fahrzeit bedeuten würde für die Nordtour Islands die uns vorschwebte… noch dazu, wenn man ggf. durch das Wetter Teile der Strecken gar nicht befahren kann.

Wir sind durch die weiten Ebenen der Serengeti „geschwommen“, immerhin hatten wir hier schon Angebote und Kontakte zu mehreren Anbietern, aber auf die Gefahr der großen Regenzeit hin und das wir dann u.U. im nassen Zelt auf wenig privaten Camps festsitzen und mit der Karre im Black-Soil feststecken… tja naja, ein 40-jähriger Geburtstag hört sich anders besser an und wenn es schon eine solche Investition wird, dann muss es sorgfältiger geplant sein. (also aufgeschoben, aber nicht aufgehoben)

Und so haben wir uns, gedanklich, auf Schlitten durchs nahe und doch so ferne Lappland ziehen lassen. Kommt man gar nicht so leicht hin und vertrödelt viel Zeit auf dem Weg, die kann man dann aber aufholen in den gerade mal 2,5 Sonnenstunden pro Tag zu der Jahreszeit. 🤪


Nichts wollte so richtig zünden, aber da gab es ja noch diese Reiseberichte aus dem Krüger Nationalpark, bzw. einen, der den Park als mögliches Reiseziel überhaupt erst auf meinen Zettel gebracht hatte. (ja Beatnick, du bist gemeint) 🙂

Auch ein paar Arbeitskollegen und Freunde hatten von privaten Camps im Gürtel des Greater Kruger berichtet… man könnte dort als Selbstfahrer unterwegs sein, da hat es lange genug Licht, ist halbwegs kompakt zu befahren… vielleicht sogar ein paar Sonnenstrahlen, warme Temperaturen und wenn es doch regnet, dann hat man feste Dächer über’m Kopf.

Last, but not least könnte man dort auch ein besonderes Highlight für den Geburtstag einplanen.

> Gesagt getan.
> Nägel, Köpfe und so.
> Arsch hochkriegen, bzw. besser unten lassen und vor’s WWW setzen.
> Loslegen, planen, Pläne fassen.
> Einfach machen, denn Haben ist besser als Brauchen!


Der Deckel vom Laptop fliegt hoch, nur Sekunden später auch der Deckel des zweiten..... (achja, Fakten). Ein paar Stunden später, nachdem ich mir erste Lodges angeschaut habe "während sie schlief" und zumindest schon mal grob wusste, ob der preisliche Rahmen passen könnte, ich sie wecke und wir ein paar Gedanken dazu austauschen, ja dann fliegt auch der zweite Laptop Deckel hoch und die Recherche fängt richtig an. Es sind nur noch 2 Monate, also muss man das Ganze geschickt aufteilen:

# Sanparks: Mara hat eine Anmeldung, sie prüft was frei ist und was uns überhaupt gefällt. Dazu Übersichten aus dem Netz suchen, auf denen man erkennt, welche Hüttenbezeichnung eigentlich wo in den Camps steht. Die WildCard organisieren, wir sind ja noch mal in SA im September. (sind wir natürlich nicht und außer dem selbst ausgedrucktem Provisorium haben wir auch nie eine Wildcard bekommen) 😗

# Infos zu den Camps: Petra und Andreas anzapfen, die waren da, die kennen sich aus. Reiseberichte aus dem Forum noch mal durchforsten.

# Lodge: Das ist der Dreh- und Angelpunkt, denn hier steht das Datum fest (am 05.03. will ich dort sein) und die gewählten Unterkünfte müssen dazu passen. Ich werde mir in den nächsten Tagen so ca. alle Lodges im Greater Kruger angucken… viel ist eh‘ nicht mehr frei.

# Routenplanung: Klassischerweise eher mein Resort. In meinem Kopf baut sich sowas immer ganz gut zusammen, was denn passen könnte, auch zeitlich, auch wenn ich selber noch nie vor Ort war. Meistens plane ich etwas knapp und ohne Sicherheiten, aber so erleben wir auch mehr. Das führt dann vor Ort regelmäßig zu sachlichen und ruhigen Diskussionen. 😉 😄


Eines vorweg: Es wird diesmal keine Campingtour. 😮

Bei so einem Kurztrip einfach unnötig viel Aufwand. Da wir 9 Übernachtungen planen, davon schon 2x Zwischennächte zum und zurück vom Krüger sind, nur 5x Nächte im Park und 2x Übernachtungen in der Lodge, blieben unter’m Strich eh‘ nur 5 theoretische Camper-Nächte. Das macht keinen Sinn und alleine für den Einkauf verbasseln wir dann ja einen halben Tag Krüger. (haben wir dann auch so geschafft, weil wir zu müde und gemütlich waren am ersten Morgen) 😄

Was wissen wir bislang, es gibt in jedem Camp Shops, Frühstück kriegen wir auch ohne Kühlschrank irgendwie transportiert und sind da auch eher genügsam morgens. Kaffee, Müsli, passt. Abends gehen wir Essen in den Restaurants der Camps und für unterwegs brauchen wir nur Stullen und Kekse und sind damit für den ganzen Tag glücklich. (der aufmerksame Leser meines letzten Berichtes wird sich an unsere Lieblingskekse „Nutticrust“ erinnern und yay, die gibt es auch in Südafrika in praktisch jedem kleinen Laden!) 🤩

Nach langem hin und her und Unsicherheit welche Lodge es denn werden sollte, mit Mails zu jeder Lodge der engeren Auswahl und stundenlangem Für und Wider haben wir uns im Endeffekt für die Lodge entschieden, die zwar gefühlt im uninteressantesten Gebiet liegt (der Klaserie), aber dafür vom Ambiente und der Exklusivität her glänzen konnte, zumindest was die Bilder und Beschreibung im Internet anging. Uns war Beschaulichkeit, also eine kleine, eher private Location und der Stil der Lodge dann doch viel wichtiger als die größte Tierdichte und MEGA-Sichtungen, die wir entweder mit exorbitant vielen, klingenden Münzen oder größeren, nicht so schönen Lodges mit 30+ Zimmern bezahlt hätten, dafür dann aber im SabiSands Reserve. Nicht so unser Ding.

Somit stand dann auch fest, dass wir eine Route wählen würden, die uns vom Süden des Krügers bis in die Mitte bringen würde. Der nördliche Teil sollte für ein Wiederkommen (bei Gefallen) aufgehoben werden.

Was soll ich sagen, in meinem Mailverlauf nachgeschaut, kann ich nachvollziehen, dass wir innerhalb der nächsten 9 Tage praktisch die ganze Reise von „Null Plan“ bis „ins kleinste Detail“ durchorganisiert hatten. 😎


Und so sollte das Ganze dann aussehen, mit kurzer Erklärung dazu.



#1 House River Lodge: Wir landen um 11h, können auf dem Flug schlafen, uns abwechseln und sind so praktisch vor den Toren des Krügers. Sehr urige Unterkunft (eher eine kleine, verrückte Puppenstube) mit einem schönen Deck und einem ersten Blick rüber in den Krüger.

#2 Lower Sabie: 2 Nächte planen wir hier ein. Man kommt gemütlich am ersten Tag hin, hat einen vollen Tag für die Gegend und Mitte des Krügers und fährt dann einen vollen Tag Safari-Drive nach…

#3 Tamboti Tented Camp: Nur ein Zwischenstopp, aber gefiel uns besser als mittig in einem der großen Camps zu bleiben. Hier versorgen wir uns auch Abends selber, Grillbesteck etc. ist im Zelt vorhanden und ins große Camp müssen wir zur Anmeldung sowieso, also nehmen wir uns da Fleisch und Beilagen für einen Abend mit.

#4 Olifants: Allen Beschreibungen, Tipps und Bildern nach ein Highlight im Park. Wir bekommen noch 2 Nächte in einem der Häuser mit Blick auf den River. Mega.

#5 nThambo Tree Camp: Die Geburtstagslodge. In der Klaserie gelegen, also angrenzend ans Timbavati und ohne Zäune zum Krüger. Auch hier 2 Nächte, und da man dann am ersten Tag erst zum Nachmittagsdrive erwartet wird, auch noch genügend Zeit für eine Vormittags-Runde durch den Krüger zum Gate.

#6 Hannah Game Lodge: Wir wollen noch zum Blyde River Canyon auf dem Weg von Lodge zu Lodge, also muss das Nachtlager grob zwischen dort und Jo‘burg liegen. Wir hätten gerne was kleines, nettes, vielleicht Privateres gehabt, aber da so etwas an der Route nicht mehr zu finden war oder wir es nicht gefunden haben, wurde es diese. Immerhin mit Sable-Antilopen Projekt, also eine Option für einen letzten Morgendrive.

Dann passt auch hier unser, mittlerweile, traditionelles Einstiegsfoto ganz gut. Passenderweise vom Rand des Blyde-River Canyons geschossen. Wir, das sind Mara & Robin, zum Start der Reise „noch“ als junge Hüpfer losgeflogen mit kurz vor, bzw. dann nach der 40.


Der Plan war gefasst, Flüge, Auto, Unterkünfte fast komplett gebucht. Keine Herausforderungen mehr und so vergingen die nächsten Wochen im normalen Alltagsstress, bis wir an den Urlaub kaum mehr dachten… er kam dann eher plötzlich, ich glaube ich habe die Koffer erst am Abflugtag, nachmittags nach der Arbeit, final noch schnell zusammengepackt. 🤨 🤪


Es geht los. Afrika. Safari.
(ein paar Impressionen vorab)











Unser Flug geht spät am Abend los ab Düsseldorf mit einem kleinen Flitscher. (das ist ein kleiner Flieger der kaum abhebt und schon wieder landet, aufgrund der kurzen Strecke… also wie ein Stein beim flitschen auf dem Wasser) 😉

Zwischenlandung in Paris und dann zum ersten Mal in einen A380. Von da aus Richtung OR Tambo Airport, Johannesburg.


Kurz spannend ist es eigentlich nur, wenn man nachts in Paris landet auf einem Terminal weit ab vom Schuss und dort tatsächlich niemand ist, gar niemand. Kein Schalter besetzt, keine Leute und keine Schilder wo es denn eigentlich zu Anschlussflügen geht. Verwirrte Gesichter allerseits, zumindest bei den zwei dutzend Leutchen im Flieger. Es gibt nur den Weg raus aus dem Terminal, alles andere ist abgesperrt und siehe da, es gibt draußen Bustransfers zu anderen Terminals. Es kommt eh' nur ein Bus und irgendwo müssen wir hin, also schätzen wir mal alle, dass man da einsteigen sollte und siehe da, wir schätzen richtig. 😁

Zwei Filme aus dem Bordprogramm und eine kurze Nacht später kommen wir in Johannesburg an. (wobei ich „Logan“ nach den ersten 15 Minuten wieder ausmachen musste, weil ich nicht riskieren wollte, dass da evtl. ein Kind irgendwo schräg hinter mir sitzt und aus Versehen den Bildschirm sieht 🙄 // manche Filme gehören nicht ins Bordprogramm)

Der Flughafen in Johannesburg stellt sich auch als eher überschaubar und unkompliziert heraus, irgendwie anders als erwartet. Wir haben mit einem größeren Drehkreuz gerechnet. Umso besser, denn im Off-Road Forum hatte ich einen guten Tipp bzgl. Handykarte rausgefunden, die wird noch schnell im 2. (oder 3. ?!) Stock dieses rund aufgebauten Foyers organisiert. Dann natürlich die notwendigsten Klassiker, etwas Wasser und Snacks gekauft und los geht es auch schon zum Mietwagenverleih.

Wir haben uns einen Toyota Fortuner gegönnt… also das Größte im Fuhrpark wo noch SUV draufsteht. Danach geht es in der Kategorie Jeep und Camper weiter. Genug um eine 9-köpfige Familie durch den Krüger zu kutschieren, also auch genug Platz, jeden mitzunehmen der Lust auf eine kleine Auszeit im Krüger Nationalpark hat. 😉 😁

Der Wagen hat damit gerade so eine passende Größe und Abmessungen für uns beide, aber mal ernsthaft... uns ging es vor allem um einen entscheidenden Vorteil, den der Wagen bietet. Eine ordentliche Sitz- und Autohöhe, die wir auf Safari nicht missen wollten. Zumal uns eine Sache klar war und wir wenn es schon so ist, wenigstens die besten Chancen haben wollten:


Zu dieser Jahreszeit ist es grün im Park, das Gras steht sehr hoch. Wasser ist reichlich vorhanden, die Tiere sind also nicht in dem Maße auf Wasserlöcher angewiesen. Wir werden in diesem Urlaub also wesentlich schlechtere Sichtungschancen haben als bei unseren bisherigen Reisen, die mitten in der Trockenzeit stattfanden, denn, und das haben wir uns immer und immer wieder im Vorlauf und bei der Planung der Reise gesagt, um erst gar nicht enttäuscht zu werden…







Gruß,
Robin

***Sonne ist natürlich aktiv***
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zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2021
460 Beiträge · seit 201817. Jan. 2021 · #2
Juhuuu, ein neuer Reisebericht von Robin! Da bin ich natürlich dabei. Wusste gar nicht, dass ihr aus Dormagen kommt. Wir sind aus Köln, also quasi "umme Ecke" (früher, als wir noch im Kölner Norden wohnten, führte unser Wocheneinkauf immer zum Hit in Dormagen und meine Schwiegermutter schleppt uns in schöner Regelmäßigkeit zum "Asia Star" 😛 ).

Bin gespannt, was ihr im Krüger im hohen Gras so alles entdecken werdet. Wobei wir den Krüger gar nicht ohne hohes Gras kennen. 😛
Reisebericht "In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania" Reisebericht "Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana"
4'382 Beiträge · seit 201517. Jan. 2021 · #3
Stimme in das Hurrageschrei von Nadine mit ein 😄 😄 😄
Gespannt grüßt
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
768 Beiträge · seit 201717. Jan. 2021 · #4
Hallo Robin, als Dritte habe ich bestimmt noch Platz. Ich freue mich sehr auf die Reise und bin gespannt. Der Einstieg war schon mal gut! LG Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
150 Beiträge · seit 201517. Jan. 2021 · #5
Hallo Robin (und auch Mara),

um Dormagen in der Waage zu halten, steige ich "umme nächste Ecke" aus Düsseldorf auch noch dazu. 😉
Bin vor ein paar Tagen erst als stiller Mitleser Deines Botswana Reiseberichtes fertig geworden und kann
mich den vielen Beiträgen nur anschließen...die Qualität Deines Berichten mit witziger Schreibweise und
ganz tollen Bildern sind einfach nur spitze. Als bekennender Krüger Fan und eher im Nachbarforum unterwegs,
freue ich mich aber sehr auf Eure Eindrücke, Erfahrungen und Bildern aus einem meiner Lieblingsparks.

Bei unserem ersten Flug über das Drehkreuz Paris waren wir ähnlich planlos. Wir sind mit dem Transferbus allerdings zu weit/kurz gefahren und standen plötzlich wieder außerhalb des Flughafens. Keine Ahnung was dort falsch gelaufen ist. Beim erneuten einschecken staunte der Mitarbeiter nicht schlecht das wir schön eine verpackte Flasche Gin aus dem Duty Free Bereich in der Hand hatten. 😄 😄 😄

Schönen Sonntag,
Markus

off-topic: Nadine...das Du neben dem Einstellen Deines Berichtes in beiden Foren auch noch Zeit findest andere Berichte zu verfolgen...Chapeau !!! 🤨 😄
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2021
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201717. Jan. 2021 · #7
Nadine3112 schrieb:Juhuuu, ein neuer Reisebericht von Robin! Da bin ich natürlich dabei. Wusste gar nicht, dass ihr aus Dormagen kommt. Wir sind aus Köln, also quasi "umme Ecke"
Und ich wusste nicht, dass ihr aus Kölle seid. Ich glaube, dann müssen wir, wenn die Zeiten ruhiger sind mal einen Rheinspaziergang einplanen. Ich habe nämlich Mara erzählt von eurem Reisebericht, der bei mir in der Linkliste angepinnt ist, aber ich bislang noch nicht zum Lesen gekommen bin. Sie meinte nur, den Bericht lese ich schon mit. 😉

Tansania ist ja nur aufgeschoben und Shaw-Safaris hatten wir für den letzten März auch angefragt. Also da müssen wir uns auf jeden Fall mal zu auszutauschen. Wir sammeln erstmal eure Infos und unsere Fragen solange in deinem Bericht. 😁
CuF schrieb:Stimme in das Hurrageschrei von Nadine mit ein 😄 😄 😄
Gespannt grüßt
Friederike
Sei willkommen Friederike, hinten links ist noch ein Fensterplatz mit Sichtungsglück frei. 🙂
Enilorac65 schrieb:Hallo Robin, als Dritte habe ich bestimmt noch Platz. Ich freue mich sehr auf die Reise und bin gespannt. Der Einstieg war schon mal gut! LG Caroline
Freut uns, dass du dabei bist. Platz satt und Mara ist auch schon sehr beschäftigt mit dem entsprechenden Bordprogramm und ist fleißig dabei, neue Videos zu erstellen. 😎
tribal71 schrieb:Hallo Robin (und auch Mara),

um Dormagen in der Waage zu halten, steige ich "umme nächste Ecke" aus Düsseldorf auch noch dazu. 😉
Bin vor ein paar Tagen erst als stiller Mitleser Deines Botswana Reiseberichtes fertig geworden und kann
mich den vielen Beiträgen nur anschließen...die Qualität Deines Berichten mit witziger Schreibweise und
ganz tollen Bildern sind einfach nur spitze.

Schönen Sonntag,
Markus

off-topic: Nadine...das Du neben dem Einstellen Deines Berichtes in beiden Foren auch noch Zeit findest andere Berichte zu verfolgen...Chapeau !!! 🤨 😄
Hi Markus, danke für die Blumen. 😊

Über Paris bin ich ja schon oft geflogen, aber bisher waren das immer Flüge, die im Hauptterminal ankamen und wieder abgingen. Aber ja, Paris ist so ein Flughafen ohne Spaßfaktor. Da habe ich schon vieles erlebt. 3x durchstarten wegen üblem Gewitter, einmal hatten wir das Fahrwerk draußen und waren kurz vor'm Touchdown. 🤢 Das andere Mal war wegen starkem Wind nur eine Bahn offen, die gegen den Wind starten konnte. Ich habe fast 3 Stunden in der Flugzeugschlange auf dem Rollfeld gestanden. 🤪 😣

Wir können ja bald einen Stammtisch aufmachen, wir Dormagener bilden dann das Bindeglied zwischen Helau und Alaaf. 😛 Schön zu hören, wenn man darf öffne ich den Grillbalkon mit Rheinblick. 😉
picco schrieb:Hoi Robin

Wenn mein ehemaliges Objektiv durch den Krüger holpert muss ich doch dabei sein! 😎
😁 Das ist sogar auf einem Foto von Mara verewigt, als ich es gerade reinige in der ersten Unterkunft. 😉
Allerdings habe ich Mara überredet, mal das ihr eigentlich zu schwere 40-150er PRO zu probieren. Offenere Blende, mehr Licht, verwackelt nicht so und ist qualitativ ein Hammer. Ende vom Lied, sie hat das nicht mehr hergegeben den ganzen Urlaub und ich habe mich mit dem 300er als Immerdrauf geübt den ganzen Urlaub, im Wechsel mit dem 12-40er, wenn mal Elefanten zu nah kamen. 😄

Schöner Nebeneffekt, die Fotoausbeute ist qualitativ (von uns beiden) extrem nach oben gegangen. 😎


Gruß,
Robin
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460 Beiträge · seit 201817. Jan. 2021 · #9
Blende18.2 schrieb:

Und ich wusste nicht, dass ihr aus Kölle seid. Ich glaube, dann müssen wir, wenn die Zeiten ruhiger sind mal einen Rheinspaziergang einplanen. Ich habe nämlich Mara erzählt von eurem Reisebericht, der bei mir in der Linkliste angepinnt ist, aber ich bislang noch nicht zum Lesen gekommen bin. Sie meinte nur, den Bericht lese ich schon mit. 😉

Tansania ist ja nur aufgeschoben und Shaw-Safaris hatten wir für den letzten März auch angefragt. Also da müssen wir uns auf jeden Fall mal zu auszutauschen. Wir sammeln erstmal eure Infos und unsere Fragen solange in deinem Bericht. 😁
Sehr gerne! Dauert sowieso noch, bis der Bericht fertig ist und wann immer ihr persönliche Infos haben wollt, meldet euch einfach, dann steht einem Rheinspaziergang nichts im Wege. 🙂 Übrigens, wenn es endlich dieses Jahr klappt, wandern wir im November auf euren Spuren in Botswana. Das Treffen wäre auch für uns nicht ganz uneigennützig. 😄
Reisebericht "In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania" Reisebericht "Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana"
373 Beiträge · seit 201217. Jan. 2021 · #10
Hallo Robin,

wie gut, dass du nach dem Prolog zum eigenen Berichtsstil zurückgefunden hast 😉 . Ich begleite euch gerne auf eurer Reise durch den Kruger und freue mich auf kurzweilige Texte und schöne Fotos.

VG Klaudi
1'835 Beiträge · seit 201518. Jan. 2021 · #11
Hallo ihr beiden,
Gerne bin ich auch dabei da es so ein großzügiges Auto sein soll. Wir hatten das gleiche “Problem” im Juni in Tanzania. Hohes Gras....und massenweise Katzen. Ich kenne den Krüger auch nur von drei Besuchen in der Trockenzeit und freue mich auf Katzen im Grünen... hoffentlich.
Ob wir es wohl heuer in den Krüger schaffen? Gebucht ist alles für Juli und August... drückt uns allen die Daumen.
Freue mich...
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
335 Beiträge · seit 201418. Jan. 2021 · #12
Hallo Robin
Auch ich bin gerne dabei und hoffe, ihr habt noch ein Plätchen frei im Auto. Im Krüger waren wir nur einmal und das im November 1997. lange ists her. Umsomehr geniesse ich deinen RB sowie die tollen Fotos.
Liebe Grüsse Irene
1'470 Beiträge · seit 200818. Jan. 2021 · #13
Hallo Robin,

ich freu mich: neuer Lesestoff von Euch!!!! 🤩
Bin natürlich dabei und... ach, so ein paar Tage Krüger könnte ich jetzt wahrlich auch gebrauchen...
Bitte schreib rasch weiter!
Liebe Grüße,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
547 Beiträge · seit 201418. Jan. 2021 · #15
Hallo Robin und Mara

Im Krüger bin ich natürlich auch mit dabei 🙂 Bin gespannt auf eure Sichtungen und Erlebnisse...

Wir waren zur gleichen Zeit ziemlich spontan (auch ca. 2 Monate vorher gebucht) auch in Südafrika, aber im KTP 😄 Und ich habe dort ebenfalls meinen Geburtstag (aber nicht den 40.) gefeiert 🤪 Am 3.3. ...

Gruss
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2021
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201718. Jan. 2021 · #16
Nadine3112 schrieb:
Sehr gerne! Dauert sowieso noch, bis der Bericht fertig ist und wann immer ihr persönliche Infos haben wollt, meldet euch einfach, dann steht einem Rheinspaziergang nichts im Wege. 🙂 Übrigens, wenn es endlich dieses Jahr klappt, wandern wir im November auf euren Spuren in Botswana. Das Treffen wäre auch für uns nicht ganz uneigennützig. 😄
Hört sich gut an und natürlich dürft ihr dann auch uns ausfragen. Dann steht dem nichts im Wege... außer das Hohe C. 😉
Klaudi schrieb:
wie gut, dass du nach dem Prolog zum eigenen Berichtsstil zurückgefunden hast 😉
VG Klaudi
Das nächste mal schreibe ich den komplett als Groschenroman, das wäre doch mal eine Herausforderung. Für Schreiberling und Mitleser gleichermaßen. 😄
Sadie schrieb:Hallo ihr beiden,
Gerne bin ich auch dabei da es so ein großzügiges Auto sein soll.
Ob wir es wohl heuer in den Krüger schaffen? Gebucht ist alles für Juli und August... drückt uns allen die Daumen.
Freue mich...
Liebe Grüsse von Katrin
Willkommen an Bord Katrin und Daumen sind unsererseits für jeden gedrückt der noch Pläne hat dieses Jahr!
Grosi schrieb:Hallo Robin
Auch ich bin gerne dabei und hoffe, ihr habt noch ein Plätchen frei im Auto. Im Krüger waren wir nur einmal und das im November 1997. lange ists her. Umsomehr geniesse ich deinen RB sowie die tollen Fotos.
Liebe Grüsse Irene
Hallo Irene... 1997, da wird sich viel verändert haben. Ihr habt da bestimmt noch einen ganz anderen, viel ursprünglicheren Park kennengelernt denke ich mir. 😎

Bin gespannt wie du den Park jetzt wahrnehmen wirst. Dann versuche ich mal in den Beschreibungen etwas mehr ins Detail zu gehen.
MooseOnTheLoose schrieb:Hallo Robin,
ich freu mich: neuer Lesestoff von Euch!!!! 🤩
Bin natürlich dabei und... ach, so ein paar Tage Krüger könnte ich jetzt wahrlich auch gebrauchen...
Bitte schreib rasch weiter!
Liebe Grüße,
Moose.
Schön das du wieder dabei bist. 🙂 Dann starte ich mal, auch wenn es noch nicht direkt bis in den Krüger geht. 😉 , ich habe mir vorgenommen regelmäßiger, aber vielleicht nicht immer ganze Tage zu schreiben. Dann muss diesmal keiner zu lange warten. 😊
TinuHH schrieb:Moin Ihr beiden!
Fast übersehen, jetzt schnell noch aufgesprungen. Geht schonmal gut los! Danke für das Intro!
Grüße
Martin
Deinen Platz hatte ich reserviert keine Sorge, ich brauche ja Einschätzungen und Feedback zu den Bildern von einem Marken-Kollegen und @ fast übersehen... kann passieren, mir ist aufgefallen, dass ich der aus Versehen in Botswana>Reiseberichte steht 🤨 // irgendwas falsch gemacht.


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201718. Jan. 2021 · #17
HEEEEYYYYYY... ab in den Süden, der Sonne hinterher!


HeyHo, was geht? - Genau das war der Plan!
HeyHo was geht? - eine Sonne wir nicht sah´n?!


Der Himmel ist nicht "Himmelblau" wie ihn die Ärzte besingen, sondern ein tristes Grau, zu dem mir spontan eine passende Lied-Analogie fehlt. Die erhoffte Sonne lässt sich erst einmal nicht blicken.




Das soll unsere Stimmung natürlich nicht trüben, schließlich sind wir gerade erst in Afrika angekommen und als die ersten, schüchternen Tropfen fallen, wissen wir ja, dass es sich nur um die kleine Regenzeit handeln kann. UND, es gibt grundsätzlich gute Wege die Stimmung zu heben, was leckeres zu Essen. Wer jetzt denkt wir reißen sofort Nutticrust auf, weit gefehlt, wir fahren recht zeitnah raus zur ersten, technischen Pause auf dem Weg und finden in einem Laden eine feine Auswahl Biltong. 😎

Es geht kaum etwas über Chilli-Sticks und getrockneten Bacon am Steuer. Hach, das haben wir vermisst, so lecker.

Mit Stärkung an Bord geht es weiter... und oh Schreck, wir haben ganz vergessen die KM-Zahl festzuhalten. 41 Minuten in den Trip holen wir das nach, ziemlich neues Auto. Da gehen wir lieber noch mal rum und fotografieren kleinere Blessuren die er im Lack schon hat. Sicher ist sicher.




Die Strecke vom Flughafen nach Mbombela, bzw. in unserem Falle bis nach Malalane ist ja nun wirklich auch denkbar einfach. Fehler ausgeschlossen, es geht schließlich erst über die N12, die dann einfach in die N4 übergeht und die dann bis zu den Toren des Krügerparks immer geradeaus. Zwischendurch gibt es ein paar Maut-Stationen, aber ansonsten geht es wirklich ziemlich langweilig durch eine Gegend, die uns vorkommt, als ob wir gerade auf der A2 Richtung Hannover-Berlin unterwegs sind. Manchmal ein bisschen Holland zwischendurch. So ein 100% Afrika-Feeling, diese verklärte, romantisierte Version im Kopf, die kommt noch nicht auf.




4,5 Stunden bis zu unserem Ziel, inkl. Tanken sagen wir mal 5 Stunden. Easy und hier könnten wir wunderbar das Motto unserer Botswana Reise anbringen: "Aber, irgendwas ist ja immer!"

Vielleicht eine halbe Stunde vor Mbombela wird es zäh, dann stehen wir. Die Strecke vor uns verwandelt sich in eine einzige Baustelle und wir schaffen hier eine Erstsichtung in Afrika, auf die wir gerne verzichtet hätten: STAU

Aber mal so richtig, wir stehen und schleichen hier stundenlang auf der N4. Heute noch im Supermarkt was einkaufen, kann man vergessen. Irgendwann versuchen wir wenigstens der Unterkunft mitzuteilen, dass wir tatsächlich planen heute zu kommen. Wir hatten uns für das Abendessen um 18:30h angemeldet, tatsächlich werden wir es erst um 19:30h zur Unterkunft schaffen. So war das igrendwie nicht gedacht, aber das tut dem freundlichen Empfang keinen Abbruch.


River House Lodge, das lebendige Puppenhaus


Man erwartet uns schon, logisch. Es sind nur 2 Zimmer belegt heute Nacht, wir nehmen uns Begrüßungsdrink direkt mit an den Tisch, denn die gute Seele in der Küche ist für uns noch aktiv. Die wollen wir gar nicht erst lange warten lassen. Der Einfachheit halber ist unser Tisch in der Nische direkt neben der Küche gedeckt und man kann sich hier wirklich nicht satt sehen. Es gibt so viel zu entdecken in diesem Haus. Der Wahnsinn, wussten wir zwar vorher, aber wie wild "eingerichtet" es wirklich ist, da macht man sich keinen Kopf. 😮

Alles ist super lecker und herzlich vorbereitet. Einen leckeren Wein dazu, so lässt es sich ankommen und einen Bärenhunger haben wir auch. Weiß zufällig jemand wie man dieses Kack-Häufchen Desert nennt, über das wir uns so köstlich amüsiert haben. (Collage oben links)




Etwas creepy... während des Essens werden wir beobachtet. 😐



Nach dem Essen begeben wir uns mit dem Besitzer der Lodge an die Bar. Auch hier, ebenso im eigentlichen Restaurant-Bereich ist alles völlig wild und durcheinander eingerichtet und dekoriert. Ich bin immer mit der Kamera unterwegs und nach einem kühlen Bier und der Frage ob wir später noch etwas wollen, nehmen wir uns einfach noch einen Weg-Gin und einen Weg-Campari mit und verabschieden uns für die Nacht.





Bzw. noch nicht ganz, denn ein Auswahlkriterium für uns was das tolle Deck der Lodge mit Blick auf den Crocodile River. Ein paar Töne der afrikanischen Nacht wollen wir noch aufschnappen und so gehen wir auf Entdeckungsreise durch die Lodge und den Garten und genießen unseren, reichlich verspäteten Sundowner am Ausguck. Aber auch mit der starken Lampe ist nichts zu entdecken, auch wenn es regelmäßig mal platscht in der Dunkelheit. Aber die Soundkulisse ist schon wieder ganz afrikanisch... ruhige Nächte gibt es hier nicht. 🙂



Eine kleine Safari mache ich dennoch, den es hängen überall tolle Holzplatten mit Skizzen verschiedener Tierarten, sehr cool. Könnte ich mir in den eigenen vier Wänden auch gut vorstellen. So können wir ein paar Tiere schon abhaken... nicht wirklich, wobei wir rausfinden werden, dass wir zumindest Hippos schon gehört haben.




Denn nach dem Frühstück, dass wir wieder in der Nische serviert bekommen, lassen wir es am nächsten Tag sehr langsam angehen und schlendern erst mal wieder zum Deck um zu schauen, was es dort evtl. zu sehen gibt. Außerdem habe ich es nicht mehr geschafft das ganze Geraffel zu säubern und auf Vordermann zu bringen und bevor ich das unterwegs mache, einigen wir uns darauf, dass wir das lieber am Deck machen mit etwas Blick, bevor wir dann in den Park fahren.

Einkaufen müssen wir auch noch, aber gut informiert, wie wir immer sind, wissen wir, dass es einen Superspar in Malalane gibt, mit besten Bewertungen. Superspar, na da kennen wir uns aus, siehe Windhoek 😉 , da können wir nix verkehrt machen und wir brauchen ja auch nur Wasser und Kleinigkeiten. War dann auch sehr empfehlenswert.

@ Picco - da ist es, dein altes Objektiv bei der Reinigung 😁



Ein Blick vom Deck



Als Erstes fallen uns die Hippos auf, die gestern Abend noch ein Versteckspiel mit uns gespielt haben, aber die dicken Brummer können sich bei Tageslicht nicht verstecken. 😛

Es sind bestimmt ein Dutzend hier zu sehen, und ein wuchtiges Männchen zeigt ganz fleißig seine dicken Beißer, verteilt Unrat 🤢 und lässt keinen Zweifel wer hier der Chef im Ring ist. Der ein oder andere taucht da lieber ab und lässt ihn sich mal aufspielen.




Le Cheffe






Ich schaffe sogar ein erstes "Vogel-im-Flug" Foto, wer hätte das gedacht 😎 und gleich zu Beginn zeigen sich unsere Lieblings-Antilopen, eine kleine Herde Waterbucks, eingebettet im Industriecharme unserer Seite des Ufers. Um dem Faktencheck treu zu bleiben, habe ich die Rohrkonstruktion im Bild gelassen, ich finde es irgendwie sogar surreal interessant.








Wir legen noch unsere Route für den heutigen Tag fest. Eines ist ganz klar, wir wollen nicht nur heute, sondern generell so weit möglich die Hauptrouten vermeiden. Wir werden zwar noch feststellen, dass die auch mal von Vorteil sein können, wenn man etwas Strecke machen möchte, aber im Großen und Ganzen sind wir nur auf Seitenpisten unterwegs, was zum einen durchaus möglich ist, zum anderen dazu führt, dass wir den Krüger an vielen Stellen wilder und einsamer erleben werden, als wir uns das im vorhinein jemals gedacht hätten. 🤩

Ich klappe den Plan zu und zum ersten Mal fällt uns so wirklich auf, dass die Big5 auf dem Cover abgebildet sind.



"Schauen wir mal." 🙂 sagen wir zu uns selber, es ist bewölkt, aber mit blauen Fetzen, die durch die Wolkendecke schimmern. Da ist es doch, das besungene Himmelblau. Wir sind guter Dinge, schlendern noch einmal durch den Garten, nehmen noch ein schönes Drongo-Bild mit, Koffer ins Auto geschmissen, kurzer Stop am Supermarkt und dann sind wir auch "schon" unterwegs.

Auf den Blümchen am Straßenrand sehen wir zwei Bummeln sitzen, ach nee, das sind ja unsere Gesichter im Rückspiegel. Es ist schon fast 11 Uhr und das an unserem ersten Safaritag im Krüger. 😮 😄








FAZIT: River House Lodge
In direkter Schlagdistanz gelegen zum Malelane, im Örtchen Malalane... 🤨 Warum heißt das Gate minimal anders als die zugehörige Stadt, checke ich nicht. Auf jeden Fall taktisch optimal, wenn man südlich in den Krüger startet. Die normale Fahrzeit vom Flughafen finden wir auch völlig ok und was das Haus selber angeht, so gefiel uns eigentlich alles. Das Deck lädt zum Verweilen ein, die verrückte Einrichtung muss man mögen, aber wir fanden es sehr gemütlich. Die Zimmer sind eher dunkel, das habe ich öfter vorher gelesen und wir hatten ein Zimmer unten, wirklich klein und dunkel, die Toilettentür ging nicht richtig zu, aber unter'm Strich wollen wir unsere Zeit nicht im Zimmer verbringen und zum Schlafen reicht es.

Also gute 4/5 Sternen und bei einer Runde zwei würden wir wiederkommen.


Gruß,
Robin
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2'191 Beiträge · seit 201619. Jan. 2021 · #18
Hallo Robin,

ein Reisebericht von Euch - den kann man sich nicht entgehen lassen. Da gibt es super Fotos und einen netten Schreibstil. Bin mal gespannt, ob Du diesmal die Striche bei den Katzen statt bei den Elefanten machst. 😛

Krüger steht auch noch auf meinem Plan und so lasse ich mich mal überraschen, wie eine perfekte Route aussehen könnte. Perfekt wird die bei Euch schon sein. 😉

Seit Ihr denn eigentlich vor dem Lockdown noch gut wieder zu Hause angekommen?

LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter1'165 Beiträge · seit 201719. Jan. 2021 · #19
@Zugvogel schrieb:Hallo Robin und Mara
Wir waren zur gleichen Zeit ziemlich spontan (auch ca. 2 Monate vorher gebucht) auch in Südafrika, aber im KTP 😄 Und ich habe dort ebenfalls meinen Geburtstag (aber nicht den 40.) gefeiert 🤪 Am 3.3. ...
Gruss
Stefanie
Hallo Stefanie,

als ob wir beide es geahnt hätten, dass man noch schnell weg musste. 😉 KTP hatten wir so gar nicht auf dem Schirm, komisch, ich weiß gar nicht warum. Wo hattest du denn deinen 30. Geburtstag im KTP verbracht? In einer Lodge oder Wilderness Camp?
Gabi-Muc schrieb:Hallo Robin,

ein Reisebericht von Euch - den kann man sich nicht entgehen lassen. Da gibt es super Fotos und einen netten Schreibstil. Bin mal gespannt, ob Du diesmal die Striche bei den Katzen statt bei den Elefanten machst. 😛

Seit Ihr denn eigentlich vor dem Lockdown noch gut wieder zu Hause angekommen?

LG Gabi
Liebe Gabi... es wird keine Striche geben, ein freud'scher Versprecher hat so eine bekloppte Idee geboren, dass es diesmal etwas interaktiver wird und eure Mithilfe gebraucht wird. 😉 😄

Die Corona-Frage ist berechtigt, ich habe sie aus dem eigentlichen Bericht aber auch ganz bewusst rausgelassen. Dieses Thema hat einfach mit unserer Reise nichts zu tun. Wir haben unterwegs nichts mitbekommen und als wir losgeflogen sind, war die Welt noch eine andere. Ich beschreibe das gerne mit:

"Wir sind losgeflogen, als man diskutiert hat ob eventuell Chinesen nicht mehr ins Land dürfen und sind wieder gekommen als es kein Klopapier mehr gab." 😣

Wir sind völlig unbeschwert losgeflogen, haben unterwegs keinen Gedanken daran gehabt, weil es auch keinen Grund gab. Selbst in der Lodge und bei den Geburtstags-Grüßen als wir Internet hatten, haben wir nichts mitbekommen und wären auch gar nicht auf die Idee gekommen danach zu googeln.

Mit der Landung gab es dann seitens der Familie die dringende Empfehlung beim Einkauf unbedingt Toilettenpapier zu kaufen und einen entsetzten Aufschrei, als wir auf die Frage: "Fahrt ihr denn in einer Woche nach Dortmund ins Stadion?" mit der Antwort "Geht's noch, ist Derby, wieso denn nicht?" reagierten.

Am Montag in der Firma wurde mir dann zum 40. Geburtstag nur mit Ellbogenchecks gratuliert, ich wurde ins HomeOffice gebeten, weil ich über Paris zurückgeflogen bin und das Derby wurde abgesagt. Und dann erst, wussten auch wir, dass wirklich irgendwas anders war, seitdem wir unsere 9 Nächte in Afrika waren. 😕

Im Nachhinein freuen wir uns drüber wie es gelaufen ist und wir ohne dunke Gedanken im Hinterstübchen reisen konnten. Deswegen werdet ihr dieses Thema im Reisebericht selber auch nicht finden, weil es in diesen Tagen, einfach noch nicht stattgefunden hat für uns.


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2021
1'624 Beiträge · seit 201520. Jan. 2021 · #20
Hi Robin,
freue mich sehr auf Deinen neuen Bericht. Deine Kreativität ist großartig, vielen Dank, dass Du uns hier so bestens unterhältst!
Grüße
Elisabeth
P.S. By the way, für mich fühlt sich das 40-150mmPro immer noch wie ein Spielzeug an 😄
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