Reisebericht

Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! - Krüger 2020

von Blende18.2 · begonnen 17. Jan. 2021 · 31 Teile

Teil 117. Jan. 2021
PROLOG

Sein Atem kondensierte in kleinen Eiskristallen nur einen Wimpernschlag nachdem er mit der eisigen Luft in Kontakt kam. Schon seit Tagen hatte die Winterkälte die gesamte Gegend fest im kalten Griff und die Landschaft unter eine Decke aus weichem Weiß gelegt.

Robert stapfte durch den hohen Schnee zurück zur Hütte. Sie hatten sich nach Abgeschiedenheit und Ruhe gesehnt und dieses kleine Paradies gefunden, dass sie mittlerweile ihr zu Hause nannten. In einem alten, fast schon verwunschenen Wald gelegen, auf einer kleinen Anhöhe und mit Blick in die rollenden Hügel und flachen Täler, nur durchschnitten von einem klippernden Bach, der munter murmelnd seinen Weg gen Norden in Richtung Meer schlängelte.

Mehrere Scheite, gut durchtrocknetes Holz stapelten sich auf seinen Armen. Obwohl der Weg zum Holzschuppen nur kurz war, hatte er schon Eiszapfen in seinem dichten Bart hängen, als er sich den Schnee aus dem dicken Mantel schlug, bevor er zurück ins warme, Innere der kleinen Hütte trat.

Mary hatte sich in eine dicke Decke eingehüllt, einen warmen Kakao in beiden Händen und saß auf dem Sims vor dem Panoramafenster, das fast die gesamte Ostseite der Hütte einnahm und von wo aus man die hier lebenden Rehe und mit etwas Glück das Biberpaar bei der täglichen Arbeit am Damm beobachten konnte, der den Bach direkt vor der Hütte zu einem kleinen Weiher aufstaute.

Sie schaute mit ihren wachen Augen in die verschneite Landschaft und…


Also mal ehrlich, was habt ihr denn jetzt hier erwartet?, das ist hier doch ein Reisebericht und kein Groschenroman! 😄

Also wollen wir mal bei den Fakten bleiben, denn ein Blick auf die echte Wetterlage vor ca. einem Jahr zeichnet doch sofort ein etwas anderes Bild.




Weder schneit es, noch spielen irgendwelche Schneeflocken Fangen im sanften Wind vor dem Fenster. Es ist maximal laukalt, statt saukalt. Ich schaue auf den Kalender und es ist der 05.01.2020, ein Sonntag.

Ich heiße auch nicht Robert, auch wenn meine Mutter das gerne gehabt hätte, aber mein Vater und Bruder konnten sich durchsetzen und so ist Robin draus geworden. Eiszapfen im Bart? 😄 - ich kann doch meinen 3-Wochen Bart problemlos mit dem Handtuch wegrubbeln.

Holz holen?… es ist wohl eher der Boiler im Keller mal wieder fritte und das Wasser im Hahn war kalt. Ich war vermutlich mal wieder zu lange wach, also gibt es keinen warmen Kakao, sondern den dritten Kaffee und Mara machte ein Nickerchen statt wacher Augen, weil sie wieder viel früher aufgestanden war als ich und seit 6:30h morgens alles Mögliche erledigt hatte.


Jetzt, wo wir die Fakten gerade gerückt haben, können wir dann doch mal loslegen und steigen ein, an diesem Sonntag... dem 05.01.2020:

Das Wetter ist so usselig, dass wir nur auf der Couch sitzen, aber immerhin läuft im ersten Ski-Alpin, der Slalom in Zagreb, als willkommene Abwechslung an so einem tristen Tag. (gewonnen hatte den der Franzose Clement Noel, falls das jemanden interessiert) 😛 😉

Also, die Fakten sehen eben so aus, wie sie nun mal sind und wie ich so auf den Kalender schaue, stelle ich fest, es sind nur noch, auf den Tag genau zwei Monate und die 4 steht vorne. VERDAMMT! 😣

ABER, nicht wegen des hohen, fast biblischen Alters und der unweigerlichen Midlife-Crisis, auf die ich mich eher freue... NEIN, wir haben immer noch nichts gebucht. Noch nicht einmal etwas angefragt. Immerhin wollte ich diesen Tag außer Landes verbringen, am besten noch nicht einmal auf dem Kontinent. 😄

Zumindest waren wir die letzten 3 Monate schon überall einmal, in unseren Gedanken und mit unseren Planungen...

Wir sind im Land aus Feuer und Eis auf Polarlichter-Suche gewesen, haben aber festgestellt, dass unser Slot aus maximal 8-9 Übernachtungen nur Fahrzeit bedeuten würde für die Nordtour Islands die uns vorschwebte… noch dazu, wenn man ggf. durch das Wetter Teile der Strecken gar nicht befahren kann.

Wir sind durch die weiten Ebenen der Serengeti „geschwommen“, immerhin hatten wir hier schon Angebote und Kontakte zu mehreren Anbietern, aber auf die Gefahr der großen Regenzeit hin und das wir dann u.U. im nassen Zelt auf wenig privaten Camps festsitzen und mit der Karre im Black-Soil feststecken… tja naja, ein 40-jähriger Geburtstag hört sich anders besser an und wenn es schon eine solche Investition wird, dann muss es sorgfältiger geplant sein. (also aufgeschoben, aber nicht aufgehoben)

Und so haben wir uns, gedanklich, auf Schlitten durchs nahe und doch so ferne Lappland ziehen lassen. Kommt man gar nicht so leicht hin und vertrödelt viel Zeit auf dem Weg, die kann man dann aber aufholen in den gerade mal 2,5 Sonnenstunden pro Tag zu der Jahreszeit. 🤪


Nichts wollte so richtig zünden, aber da gab es ja noch diese Reiseberichte aus dem Krüger Nationalpark, bzw. einen, der den Park als mögliches Reiseziel überhaupt erst auf meinen Zettel gebracht hatte. (ja Beatnick, du bist gemeint) 🙂

Auch ein paar Arbeitskollegen und Freunde hatten von privaten Camps im Gürtel des Greater Kruger berichtet… man könnte dort als Selbstfahrer unterwegs sein, da hat es lange genug Licht, ist halbwegs kompakt zu befahren… vielleicht sogar ein paar Sonnenstrahlen, warme Temperaturen und wenn es doch regnet, dann hat man feste Dächer über’m Kopf.

Last, but not least könnte man dort auch ein besonderes Highlight für den Geburtstag einplanen.

> Gesagt getan.
> Nägel, Köpfe und so.
> Arsch hochkriegen, bzw. besser unten lassen und vor’s WWW setzen.
> Loslegen, planen, Pläne fassen.
> Einfach machen, denn Haben ist besser als Brauchen!


Der Deckel vom Laptop fliegt hoch, nur Sekunden später auch der Deckel des zweiten..... (achja, Fakten). Ein paar Stunden später, nachdem ich mir erste Lodges angeschaut habe "während sie schlief" und zumindest schon mal grob wusste, ob der preisliche Rahmen passen könnte, ich sie wecke und wir ein paar Gedanken dazu austauschen, ja dann fliegt auch der zweite Laptop Deckel hoch und die Recherche fängt richtig an. Es sind nur noch 2 Monate, also muss man das Ganze geschickt aufteilen:

# Sanparks: Mara hat eine Anmeldung, sie prüft was frei ist und was uns überhaupt gefällt. Dazu Übersichten aus dem Netz suchen, auf denen man erkennt, welche Hüttenbezeichnung eigentlich wo in den Camps steht. Die WildCard organisieren, wir sind ja noch mal in SA im September. (sind wir natürlich nicht und außer dem selbst ausgedrucktem Provisorium haben wir auch nie eine Wildcard bekommen) 😗

# Infos zu den Camps: Petra und Andreas anzapfen, die waren da, die kennen sich aus. Reiseberichte aus dem Forum noch mal durchforsten.

# Lodge: Das ist der Dreh- und Angelpunkt, denn hier steht das Datum fest (am 05.03. will ich dort sein) und die gewählten Unterkünfte müssen dazu passen. Ich werde mir in den nächsten Tagen so ca. alle Lodges im Greater Kruger angucken… viel ist eh‘ nicht mehr frei.

# Routenplanung: Klassischerweise eher mein Resort. In meinem Kopf baut sich sowas immer ganz gut zusammen, was denn passen könnte, auch zeitlich, auch wenn ich selber noch nie vor Ort war. Meistens plane ich etwas knapp und ohne Sicherheiten, aber so erleben wir auch mehr. Das führt dann vor Ort regelmäßig zu sachlichen und ruhigen Diskussionen. 😉 😄


Eines vorweg: Es wird diesmal keine Campingtour. 😮

Bei so einem Kurztrip einfach unnötig viel Aufwand. Da wir 9 Übernachtungen planen, davon schon 2x Zwischennächte zum und zurück vom Krüger sind, nur 5x Nächte im Park und 2x Übernachtungen in der Lodge, blieben unter’m Strich eh‘ nur 5 theoretische Camper-Nächte. Das macht keinen Sinn und alleine für den Einkauf verbasseln wir dann ja einen halben Tag Krüger. (haben wir dann auch so geschafft, weil wir zu müde und gemütlich waren am ersten Morgen) 😄

Was wissen wir bislang, es gibt in jedem Camp Shops, Frühstück kriegen wir auch ohne Kühlschrank irgendwie transportiert und sind da auch eher genügsam morgens. Kaffee, Müsli, passt. Abends gehen wir Essen in den Restaurants der Camps und für unterwegs brauchen wir nur Stullen und Kekse und sind damit für den ganzen Tag glücklich. (der aufmerksame Leser meines letzten Berichtes wird sich an unsere Lieblingskekse „Nutticrust“ erinnern und yay, die gibt es auch in Südafrika in praktisch jedem kleinen Laden!) 🤩

Nach langem hin und her und Unsicherheit welche Lodge es denn werden sollte, mit Mails zu jeder Lodge der engeren Auswahl und stundenlangem Für und Wider haben wir uns im Endeffekt für die Lodge entschieden, die zwar gefühlt im uninteressantesten Gebiet liegt (der Klaserie), aber dafür vom Ambiente und der Exklusivität her glänzen konnte, zumindest was die Bilder und Beschreibung im Internet anging. Uns war Beschaulichkeit, also eine kleine, eher private Location und der Stil der Lodge dann doch viel wichtiger als die größte Tierdichte und MEGA-Sichtungen, die wir entweder mit exorbitant vielen, klingenden Münzen oder größeren, nicht so schönen Lodges mit 30+ Zimmern bezahlt hätten, dafür dann aber im SabiSands Reserve. Nicht so unser Ding.

Somit stand dann auch fest, dass wir eine Route wählen würden, die uns vom Süden des Krügers bis in die Mitte bringen würde. Der nördliche Teil sollte für ein Wiederkommen (bei Gefallen) aufgehoben werden.

Was soll ich sagen, in meinem Mailverlauf nachgeschaut, kann ich nachvollziehen, dass wir innerhalb der nächsten 9 Tage praktisch die ganze Reise von „Null Plan“ bis „ins kleinste Detail“ durchorganisiert hatten. 😎


Und so sollte das Ganze dann aussehen, mit kurzer Erklärung dazu.



#1 House River Lodge: Wir landen um 11h, können auf dem Flug schlafen, uns abwechseln und sind so praktisch vor den Toren des Krügers. Sehr urige Unterkunft (eher eine kleine, verrückte Puppenstube) mit einem schönen Deck und einem ersten Blick rüber in den Krüger.

#2 Lower Sabie: 2 Nächte planen wir hier ein. Man kommt gemütlich am ersten Tag hin, hat einen vollen Tag für die Gegend und Mitte des Krügers und fährt dann einen vollen Tag Safari-Drive nach…

#3 Tamboti Tented Camp: Nur ein Zwischenstopp, aber gefiel uns besser als mittig in einem der großen Camps zu bleiben. Hier versorgen wir uns auch Abends selber, Grillbesteck etc. ist im Zelt vorhanden und ins große Camp müssen wir zur Anmeldung sowieso, also nehmen wir uns da Fleisch und Beilagen für einen Abend mit.

#4 Olifants: Allen Beschreibungen, Tipps und Bildern nach ein Highlight im Park. Wir bekommen noch 2 Nächte in einem der Häuser mit Blick auf den River. Mega.

#5 nThambo Tree Camp: Die Geburtstagslodge. In der Klaserie gelegen, also angrenzend ans Timbavati und ohne Zäune zum Krüger. Auch hier 2 Nächte, und da man dann am ersten Tag erst zum Nachmittagsdrive erwartet wird, auch noch genügend Zeit für eine Vormittags-Runde durch den Krüger zum Gate.

#6 Hannah Game Lodge: Wir wollen noch zum Blyde River Canyon auf dem Weg von Lodge zu Lodge, also muss das Nachtlager grob zwischen dort und Jo‘burg liegen. Wir hätten gerne was kleines, nettes, vielleicht Privateres gehabt, aber da so etwas an der Route nicht mehr zu finden war oder wir es nicht gefunden haben, wurde es diese. Immerhin mit Sable-Antilopen Projekt, also eine Option für einen letzten Morgendrive.

Dann passt auch hier unser, mittlerweile, traditionelles Einstiegsfoto ganz gut. Passenderweise vom Rand des Blyde-River Canyons geschossen. Wir, das sind Mara & Robin, zum Start der Reise „noch“ als junge Hüpfer losgeflogen mit kurz vor, bzw. dann nach der 40.


Der Plan war gefasst, Flüge, Auto, Unterkünfte fast komplett gebucht. Keine Herausforderungen mehr und so vergingen die nächsten Wochen im normalen Alltagsstress, bis wir an den Urlaub kaum mehr dachten… er kam dann eher plötzlich, ich glaube ich habe die Koffer erst am Abflugtag, nachmittags nach der Arbeit, final noch schnell zusammengepackt. 🤨 🤪


Es geht los. Afrika. Safari.
(ein paar Impressionen vorab)











Unser Flug geht spät am Abend los ab Düsseldorf mit einem kleinen Flitscher. (das ist ein kleiner Flieger der kaum abhebt und schon wieder landet, aufgrund der kurzen Strecke… also wie ein Stein beim flitschen auf dem Wasser) 😉

Zwischenlandung in Paris und dann zum ersten Mal in einen A380. Von da aus Richtung OR Tambo Airport, Johannesburg.


Kurz spannend ist es eigentlich nur, wenn man nachts in Paris landet auf einem Terminal weit ab vom Schuss und dort tatsächlich niemand ist, gar niemand. Kein Schalter besetzt, keine Leute und keine Schilder wo es denn eigentlich zu Anschlussflügen geht. Verwirrte Gesichter allerseits, zumindest bei den zwei dutzend Leutchen im Flieger. Es gibt nur den Weg raus aus dem Terminal, alles andere ist abgesperrt und siehe da, es gibt draußen Bustransfers zu anderen Terminals. Es kommt eh' nur ein Bus und irgendwo müssen wir hin, also schätzen wir mal alle, dass man da einsteigen sollte und siehe da, wir schätzen richtig. 😁

Zwei Filme aus dem Bordprogramm und eine kurze Nacht später kommen wir in Johannesburg an. (wobei ich „Logan“ nach den ersten 15 Minuten wieder ausmachen musste, weil ich nicht riskieren wollte, dass da evtl. ein Kind irgendwo schräg hinter mir sitzt und aus Versehen den Bildschirm sieht 🙄 // manche Filme gehören nicht ins Bordprogramm)

Der Flughafen in Johannesburg stellt sich auch als eher überschaubar und unkompliziert heraus, irgendwie anders als erwartet. Wir haben mit einem größeren Drehkreuz gerechnet. Umso besser, denn im Off-Road Forum hatte ich einen guten Tipp bzgl. Handykarte rausgefunden, die wird noch schnell im 2. (oder 3. ?!) Stock dieses rund aufgebauten Foyers organisiert. Dann natürlich die notwendigsten Klassiker, etwas Wasser und Snacks gekauft und los geht es auch schon zum Mietwagenverleih.

Wir haben uns einen Toyota Fortuner gegönnt… also das Größte im Fuhrpark wo noch SUV draufsteht. Danach geht es in der Kategorie Jeep und Camper weiter. Genug um eine 9-köpfige Familie durch den Krüger zu kutschieren, also auch genug Platz, jeden mitzunehmen der Lust auf eine kleine Auszeit im Krüger Nationalpark hat. 😉 😁

Der Wagen hat damit gerade so eine passende Größe und Abmessungen für uns beide, aber mal ernsthaft... uns ging es vor allem um einen entscheidenden Vorteil, den der Wagen bietet. Eine ordentliche Sitz- und Autohöhe, die wir auf Safari nicht missen wollten. Zumal uns eine Sache klar war und wir wenn es schon so ist, wenigstens die besten Chancen haben wollten:


Zu dieser Jahreszeit ist es grün im Park, das Gras steht sehr hoch. Wasser ist reichlich vorhanden, die Tiere sind also nicht in dem Maße auf Wasserlöcher angewiesen. Wir werden in diesem Urlaub also wesentlich schlechtere Sichtungschancen haben als bei unseren bisherigen Reisen, die mitten in der Trockenzeit stattfanden, denn, und das haben wir uns immer und immer wieder im Vorlauf und bei der Planung der Reise gesagt, um erst gar nicht enttäuscht zu werden…







Gruß,
Robin

***Sonne ist natürlich aktiv***
Teil 218. Jan. 2021
HEEEEYYYYYY... ab in den Süden, der Sonne hinterher!


HeyHo, was geht? - Genau das war der Plan!
HeyHo was geht? - eine Sonne wir nicht sah´n?!


Der Himmel ist nicht "Himmelblau" wie ihn die Ärzte besingen, sondern ein tristes Grau, zu dem mir spontan eine passende Lied-Analogie fehlt. Die erhoffte Sonne lässt sich erst einmal nicht blicken.




Das soll unsere Stimmung natürlich nicht trüben, schließlich sind wir gerade erst in Afrika angekommen und als die ersten, schüchternen Tropfen fallen, wissen wir ja, dass es sich nur um die kleine Regenzeit handeln kann. UND, es gibt grundsätzlich gute Wege die Stimmung zu heben, was leckeres zu Essen. Wer jetzt denkt wir reißen sofort Nutticrust auf, weit gefehlt, wir fahren recht zeitnah raus zur ersten, technischen Pause auf dem Weg und finden in einem Laden eine feine Auswahl Biltong. 😎

Es geht kaum etwas über Chilli-Sticks und getrockneten Bacon am Steuer. Hach, das haben wir vermisst, so lecker.

Mit Stärkung an Bord geht es weiter... und oh Schreck, wir haben ganz vergessen die KM-Zahl festzuhalten. 41 Minuten in den Trip holen wir das nach, ziemlich neues Auto. Da gehen wir lieber noch mal rum und fotografieren kleinere Blessuren die er im Lack schon hat. Sicher ist sicher.




Die Strecke vom Flughafen nach Mbombela, bzw. in unserem Falle bis nach Malalane ist ja nun wirklich auch denkbar einfach. Fehler ausgeschlossen, es geht schließlich erst über die N12, die dann einfach in die N4 übergeht und die dann bis zu den Toren des Krügerparks immer geradeaus. Zwischendurch gibt es ein paar Maut-Stationen, aber ansonsten geht es wirklich ziemlich langweilig durch eine Gegend, die uns vorkommt, als ob wir gerade auf der A2 Richtung Hannover-Berlin unterwegs sind. Manchmal ein bisschen Holland zwischendurch. So ein 100% Afrika-Feeling, diese verklärte, romantisierte Version im Kopf, die kommt noch nicht auf.




4,5 Stunden bis zu unserem Ziel, inkl. Tanken sagen wir mal 5 Stunden. Easy und hier könnten wir wunderbar das Motto unserer Botswana Reise anbringen: "Aber, irgendwas ist ja immer!"

Vielleicht eine halbe Stunde vor Mbombela wird es zäh, dann stehen wir. Die Strecke vor uns verwandelt sich in eine einzige Baustelle und wir schaffen hier eine Erstsichtung in Afrika, auf die wir gerne verzichtet hätten: STAU

Aber mal so richtig, wir stehen und schleichen hier stundenlang auf der N4. Heute noch im Supermarkt was einkaufen, kann man vergessen. Irgendwann versuchen wir wenigstens der Unterkunft mitzuteilen, dass wir tatsächlich planen heute zu kommen. Wir hatten uns für das Abendessen um 18:30h angemeldet, tatsächlich werden wir es erst um 19:30h zur Unterkunft schaffen. So war das igrendwie nicht gedacht, aber das tut dem freundlichen Empfang keinen Abbruch.


River House Lodge, das lebendige Puppenhaus


Man erwartet uns schon, logisch. Es sind nur 2 Zimmer belegt heute Nacht, wir nehmen uns Begrüßungsdrink direkt mit an den Tisch, denn die gute Seele in der Küche ist für uns noch aktiv. Die wollen wir gar nicht erst lange warten lassen. Der Einfachheit halber ist unser Tisch in der Nische direkt neben der Küche gedeckt und man kann sich hier wirklich nicht satt sehen. Es gibt so viel zu entdecken in diesem Haus. Der Wahnsinn, wussten wir zwar vorher, aber wie wild "eingerichtet" es wirklich ist, da macht man sich keinen Kopf. 😮

Alles ist super lecker und herzlich vorbereitet. Einen leckeren Wein dazu, so lässt es sich ankommen und einen Bärenhunger haben wir auch. Weiß zufällig jemand wie man dieses Kack-Häufchen Desert nennt, über das wir uns so köstlich amüsiert haben. (Collage oben links)




Etwas creepy... während des Essens werden wir beobachtet. 😐



Nach dem Essen begeben wir uns mit dem Besitzer der Lodge an die Bar. Auch hier, ebenso im eigentlichen Restaurant-Bereich ist alles völlig wild und durcheinander eingerichtet und dekoriert. Ich bin immer mit der Kamera unterwegs und nach einem kühlen Bier und der Frage ob wir später noch etwas wollen, nehmen wir uns einfach noch einen Weg-Gin und einen Weg-Campari mit und verabschieden uns für die Nacht.





Bzw. noch nicht ganz, denn ein Auswahlkriterium für uns was das tolle Deck der Lodge mit Blick auf den Crocodile River. Ein paar Töne der afrikanischen Nacht wollen wir noch aufschnappen und so gehen wir auf Entdeckungsreise durch die Lodge und den Garten und genießen unseren, reichlich verspäteten Sundowner am Ausguck. Aber auch mit der starken Lampe ist nichts zu entdecken, auch wenn es regelmäßig mal platscht in der Dunkelheit. Aber die Soundkulisse ist schon wieder ganz afrikanisch... ruhige Nächte gibt es hier nicht. 🙂



Eine kleine Safari mache ich dennoch, den es hängen überall tolle Holzplatten mit Skizzen verschiedener Tierarten, sehr cool. Könnte ich mir in den eigenen vier Wänden auch gut vorstellen. So können wir ein paar Tiere schon abhaken... nicht wirklich, wobei wir rausfinden werden, dass wir zumindest Hippos schon gehört haben.




Denn nach dem Frühstück, dass wir wieder in der Nische serviert bekommen, lassen wir es am nächsten Tag sehr langsam angehen und schlendern erst mal wieder zum Deck um zu schauen, was es dort evtl. zu sehen gibt. Außerdem habe ich es nicht mehr geschafft das ganze Geraffel zu säubern und auf Vordermann zu bringen und bevor ich das unterwegs mache, einigen wir uns darauf, dass wir das lieber am Deck machen mit etwas Blick, bevor wir dann in den Park fahren.

Einkaufen müssen wir auch noch, aber gut informiert, wie wir immer sind, wissen wir, dass es einen Superspar in Malalane gibt, mit besten Bewertungen. Superspar, na da kennen wir uns aus, siehe Windhoek 😉 , da können wir nix verkehrt machen und wir brauchen ja auch nur Wasser und Kleinigkeiten. War dann auch sehr empfehlenswert.

@ Picco - da ist es, dein altes Objektiv bei der Reinigung 😁



Ein Blick vom Deck



Als Erstes fallen uns die Hippos auf, die gestern Abend noch ein Versteckspiel mit uns gespielt haben, aber die dicken Brummer können sich bei Tageslicht nicht verstecken. 😛

Es sind bestimmt ein Dutzend hier zu sehen, und ein wuchtiges Männchen zeigt ganz fleißig seine dicken Beißer, verteilt Unrat 🤢 und lässt keinen Zweifel wer hier der Chef im Ring ist. Der ein oder andere taucht da lieber ab und lässt ihn sich mal aufspielen.




Le Cheffe






Ich schaffe sogar ein erstes "Vogel-im-Flug" Foto, wer hätte das gedacht 😎 und gleich zu Beginn zeigen sich unsere Lieblings-Antilopen, eine kleine Herde Waterbucks, eingebettet im Industriecharme unserer Seite des Ufers. Um dem Faktencheck treu zu bleiben, habe ich die Rohrkonstruktion im Bild gelassen, ich finde es irgendwie sogar surreal interessant.








Wir legen noch unsere Route für den heutigen Tag fest. Eines ist ganz klar, wir wollen nicht nur heute, sondern generell so weit möglich die Hauptrouten vermeiden. Wir werden zwar noch feststellen, dass die auch mal von Vorteil sein können, wenn man etwas Strecke machen möchte, aber im Großen und Ganzen sind wir nur auf Seitenpisten unterwegs, was zum einen durchaus möglich ist, zum anderen dazu führt, dass wir den Krüger an vielen Stellen wilder und einsamer erleben werden, als wir uns das im vorhinein jemals gedacht hätten. 🤩

Ich klappe den Plan zu und zum ersten Mal fällt uns so wirklich auf, dass die Big5 auf dem Cover abgebildet sind.



"Schauen wir mal." 🙂 sagen wir zu uns selber, es ist bewölkt, aber mit blauen Fetzen, die durch die Wolkendecke schimmern. Da ist es doch, das besungene Himmelblau. Wir sind guter Dinge, schlendern noch einmal durch den Garten, nehmen noch ein schönes Drongo-Bild mit, Koffer ins Auto geschmissen, kurzer Stop am Supermarkt und dann sind wir auch "schon" unterwegs.

Auf den Blümchen am Straßenrand sehen wir zwei Bummeln sitzen, ach nee, das sind ja unsere Gesichter im Rückspiegel. Es ist schon fast 11 Uhr und das an unserem ersten Safaritag im Krüger. 😮 😄








FAZIT: River House Lodge
In direkter Schlagdistanz gelegen zum Malelane, im Örtchen Malalane... 🤨 Warum heißt das Gate minimal anders als die zugehörige Stadt, checke ich nicht. Auf jeden Fall taktisch optimal, wenn man südlich in den Krüger startet. Die normale Fahrzeit vom Flughafen finden wir auch völlig ok und was das Haus selber angeht, so gefiel uns eigentlich alles. Das Deck lädt zum Verweilen ein, die verrückte Einrichtung muss man mögen, aber wir fanden es sehr gemütlich. Die Zimmer sind eher dunkel, das habe ich öfter vorher gelesen und wir hatten ein Zimmer unten, wirklich klein und dunkel, die Toilettentür ging nicht richtig zu, aber unter'm Strich wollen wir unsere Zeit nicht im Zimmer verbringen und zum Schlafen reicht es.

Also gute 4/5 Sternen und bei einer Runde zwei würden wir wiederkommen.


Gruß,
Robin
Teil 320. Jan. 2021
65.000 Zentimeter... Wilkommen im Krüger!

Wir haben es also doch noch geschafft unsere müden Knochen bis ans Gate zu schleppen. Dieses Foto ist entstanden, bevor wir uns angemeldet haben für den Krüger. 11:39h 37sek (toll wie genau man das mit den Exifs der Fotos nachvollziehen kann) 😉



Die umfangreichen Regeln, ein absoluter "Must Read" laut Tafel haben wir mal lieber abfotografiert, zum später noch mal nachlesen. Wie immer sind wir vorab bestens informiert und die Regeln im Krüger unterscheiden sich nun auch nicht sonderlich von anderen Parks.




Unser Plan für den Tag sieht ein paar Dinge vor, die wir heute noch vorhaben:
#1 Natürlich steht das Ziel fest - Lower Sabie
#2 Wir wollen möglichst wenige Hauptrouten fahren, also biegen wir schnellstmöglich rechts ab, entlang des Crocodile River
#3 Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nehmen wir die direkte Route...
#4 ... und fahren eher noch mal raus, wenn wir doch noch so früh da sein sollten
#5 Und, getreu unserem Motto, ist jede Sichtung, wieder eine Erstsichtung! 🙂



Wer unsere Sichtungsregeln nicht kennt, hier eine kurze Erklärung dazu. Damit es einem nie langweilig wird und man nicht darin verfällt der "einen" Sichtung nachzuhetzen, haben wir für uns 3 einfache Grundsätze auf Safari.

1. Jedes Tier ist eine Erstsichtung! (Zu Beginn eines neuen Tages setzen wir alles auf Null. Auch Tages-Erstsichtungen fotografiert man natürlich immer, dass endet in ganzen Herrscharen von z.B. Baumhörnchen-Bildern... obwohl wir die, zugegebenermaßen so süß finden, dass wir die immer fotografieren! 😄)
2. Ganz simpel: Erfreue dich an jeder Sichtung! (natürlich gibt es dennoch die wertvollen "echten" Erstsichtungen. Das gibt quasi Bonuspunkte und extra Fleißbienchen für den Entdecker)
Die Konsequenz ist: 3. Erwarte nichts und genieße den Tag mit dem was er bringt! 🙂


Mit dieser Einstellung rollen wir los ins "Abenteuer" Krügerpark. Ich schalte sogar fast in den 4. Gang, aber nach den in der Überschrift schon beschriebenen 65.000 Zentimetern ist direkt erstmal Schluss und Stoppen angesagt. Ein Rhino läuft neben uns durch's Gras, in der ersten seichten Rechtskurve direkt nach dem Gate. 🤩

Ihr wollt uns doch verarschen! - das hat doch die Parkverwaltung ausgestopft und auf eine Seilbahn gestellt. Wir können es gar nicht fassen. 650m im Park und das erste Häkchen an der Big5 Liste ist schon gesetzt. Der Krüger lässt sich nun wirklich nicht lange bitten, dass steht mal fest. 😮

Und dann noch ein wirklich schönes Exemplar. Wir haben in Namibia, denke ich, weit über dem normalen Soll an weißen und schwarzen Nashörner gesehen, aber nie eines mit solch' schönem Horn.

N1


Es läuft ca. 150m neben unserem Wagen her, bevor es auch noch anhält, als wollte es sagen: "Willkommen im Park, ich stelle mich mal eben in gutes Licht für Euch." Ist halt ein wohl erzogenes Rhino.

N2


(Habt die grünen Zahlen bei manchen Bildern immer im Kopf... die werden später noch wichtig.) 😗

Was ein Schock, im positiven Sinne. Die nächsten 3,5 Kilometer sehen wir erstmal gar kein Tier mehr, bis wir zum Abzweig auf die S114 kommen. Hier ist im Bereich der Kreuzung ein bisschen was los, da sich wie eine kleine Lichtung im Kreuzungsbereich öffnet. Zum Glück nur die üblichen Verdächtigen, sonst wären wir echt vom Glauben abgefallen.

Dieser Schwarzstorch steht am Matjulu, den man kurz vor'm Abzweig quert






Achso, es bliebe vielleicht zu erwähnen, dass ihr hier entsprechend Regel #1 mitfahrt, dann wohl eine Affinität zu Regel #2 entwicklen müsst und euch hoffentlich einfach entspannt zurücklehnt und euch gemäß Regel #3 mittreiben lasst. Denn wann man MaRobi Tours bucht, dann muss man damit rechnen viele Fotos zu sehen, auch von den vermeintlich total unspannenden Tieren, aber auch im Nachhinein freuen wir uns nicht nur im Moment an jeder Sichtung, sondern auch beim Stöbern in den Bildern. Das wird sich hier in diesem Bericht auch wiederspiegeln.

Eigentlich ist das nur eine verklärte Erklärung für: "Ich kann einfach nichts aussortieren!" (wir wollten ja bei den Fakten bleiben) 😄


Festhalten, wir biegen scharf rechts ab und siehe da... die meisten halten direkt mal auf der H3 geradeaus weiter. Sehr schön, dann können wir uns ganz entspannt den Sichtungen widmen. Augen auf alle Mann, auf der S114 gibt es so manchen Zaungast zu entdecken.




Die konnte ich im Robert's nicht genau definieren: Ich schätze Ring-necked Dove - Kapturteltaube /halt zimleich aufgeplustert


Der Bienenfresser schaut in die völlig falsche Richtung... der Schmetterling ist links im Bild






Die ersten Zebras, wie schön. Zebras waren überhaupt erst der Auslöser unserer Sichtungsregeln. Im Etosha zu hunderten gesehen und nicht ein tolles Foto mitgebracht, weil wir die einfach ignoriert haben nach den ersten Sichtungen... wir wollten die "tollen" Sachen sehen. 😣
Mittlerweile hängt an der Wand hinter mir ein 180x90cm Alu-Dibond mit Zebrahintern drauf. 😛

Natürlich sind hier auch wieder die kleinen Fohlen besonders süß.






Unsere Aufteilung der Objektive und Maras neue Vorliebe für mein Telezoom sorgt dafür, dass ich mit umgerechnet auf Vollformat mind. 600mm Festbrennweite unterwegs bin, wahlweise mit Konverter 840mm. Da kommen solche Fotos wie das obrige ganz automatisch in die Auswahl. Ich wechsele eigentlich nur manchmal, wenn Elefanten sehr nah sind auf die Landschaftslinse, dann bekomme ich mehr als ein Auge mit drauf. 🤪

ABER, wir kommen mit der Aufteilung gut zurecht und wenn man unser beider Fotos kombiniert, dann kommt da ein schöner Schnitt bei raus. Vorallem für Vögel ist man bestens gerüstet, wenn man immer die lange Brennweite im Anschlag hat.

So z.B. bei diesem Schäfer-Drongo, der auf seine Herde Impalas aufpasst. 😉 So erkennt man überhaupt nocht etwas, weil die Szene sehr weit weg war...



... oder im Gegenbeispiel mit tollen Details, wenn der Vogel sowieso schon recht nah ist. 😎

Burchell's Starling | Riesenglanzstar



Das waren unsere ersten 12km im Park. Auf einer Anhöhe angekommen sehen wir rechts abzweigen die S25. Zwei Fahrzeuge schlängeln sich die Strecke hoch, aber wir fahren weiter geradeaus... (wie sich später rausgestellt hat, sind wir nämlich nicht die geplante S25 gefahren, sondern die S119)



Wir biegen ab auf die S119 und den Rauchfahnen mehrerer Fahrzeuge hinterher. Es geht ein Stück bergan und dann über eine ebene Fläche. Links stehen die Bäume recht nah an der Straße, rechts hat es eine wogende Grasfläche und erst in 60-70m Entfernung die Baumgrenze. Die Strecke ist gut zu befahren und da es nicht viel zu sehen gibt und kurz vor uns die beiden Fahrzeuge schon durch sind, können wir auch ruhig etwas Strecke machen, mit Sichtungen ist nicht unbedingt zu rechnen.

Ich "haue" auf die Bremse!

Wir kommen hinter einem kleinen Gebüsch zum Stehen, dass uns erstmal den Blick versperrt. Maras fragenden Blick beantworte ich mit: "Ich glaube da lagen Katzen."

Das dritte Mal Afrika und Mara kennt das mittlerweile. Faktencheck - während ich hier schreibe habe ich sie gerade gefragt ob sie noch weiß was sie gedacht hat: "Wenn du sagt du hast da Katzen gesehen glaube ich das. Wenn du glaubst was gesehen zu haben... 50/50" 🤩 😘

Ich muss aber einräumen, dass ich mir bei Weitem nicht so sicher war in dem Moment. Gute 50-60m entfernt sehe nur aus dem Augenwinkel im Vorbeifahren etwas das mir komisch vorkommt. Nicht genug Zeit um wirklich etwas zu erfassen, aber das Gefühl ist da, unbewusst, aber es ist da und das sagt mir Katzen.

Wir setzen zurück und tatsächlich, da liegen 2 Geparden im Staub. Geparden!



🤩
...
..
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🤩
...
..
.
.
.
.
🤩

Wir reiben unsere Augen. Es ist wirklich nicht zu fassen. Wir sind jetzt gerade mal etwas mehr als eine Stunde im Park und ich finde, wenn man schon zum 40. Geburtstag auf Safari ist, dann darf man sich auch schon vor der Reise was wünschen und das waren bei mir Geparden. Die wollte ich mit Abstand am liebsten sehen, bevor wir das erste Mal nach Afrika aufgebrochen sind, aber das Glück hatte ich bislang noch nicht. Während der Planung unserer KTP Reise, die wir 2020 im September antreten wollten, habe ich Petra immer wieder dazu genötigt, dass sie mir Geparden zeigen muss, wenn wir zusammen dort sind, immerhin hat sie da immer welche gesehen. 😛

Das wir aber jetzt, einfach mal direkt am ersten Tag, direkt dieses Glück haben ist irre.

Wir sehen nur noch einen der Geparden, der andere ist vor dem nahen Gebüsch im Gras verschwunden. Der noch sichtbare Gepard rollt sich genüsslich im Staub, bevor er aufsteht, ein Stück auf uns zu kommt und wir kurz den Eindruck haben er schaut uns direkt an. Dann dreht er ab, geht am Rand der Pfanne entlang auf die andere Seite und legt sich dort wieder hin.

(achja... es folgen jetzt viel zu viele Bilder von Geparden, wer will kann einfach schnell weiterscrollen) 😗 😄
















Einmal weggeguckt stiehlt sich auch schnell ein Lapwing durch's Bild



>> Ich muss hier gerade noch schnell ein PS rein-editieren, bevor das unerwähnt bleibt... da es nicht mal ein Foto gibt, dass sich auch nur als Beweisbild eignen würde, da man einfach nur 2 graue Hinterteile im Wald sieht, stelle ich das gar nicht erst ein. Aber im Wald hinter den Geparden, standen noch 2 weitere Nashörner. 😗 <<


Hinter uns kommt ein weiteres Fahrzeug und hält bei uns an. Wir zeigen Ihnen den Geparden und verweisen auf den Zweiten, der vermutlich vor dem Gebüsch auf der anderen Seite liegt. Sie bedanken sich und rangieren hinter uns den Wagen ein. Auch von vorne kommt ein weiteres Fahrzeug dazu, aber entgegen unserer Sorge, dass wir bald mit einem Dutzend Vehikel hier stehen würden, blieb es bei diesen drei Fahrzeugen. Kein Gedrängel, nur freundliche und fröhliche Gesichter in den Autos, dass man Geparden gefunden hat. 🙂

Wie auf Kommando, um die Sichtung auch für die Neu-Ankömmlinge noch besser zu machen regt sich Gepard #2 am Gebüsch, schüttelt sich die Gräser aus dem Fell und macht sich auf zu seinem Kumpanen, Mutter oder Zögling?



Die Müdigkeit steckt noch in den Knochen und so wird ausgiebig gegähnt... anbei als Sequenz aus 6 Einzelbildern.














Mit Eintreffen beim zweiten Gepard setzen sich beide in Bewegung und kommen durch das Gras in Richtung PAD geschlichen. Erst der eine, von dem wir mittlerweile vermuten, dass es ein fast ausgewachsenes Jungtier ist. Er oder sie hat noch Ansätze eines Kamms auf dem Rücken.





Die Mutter folgt, schaut sich aber erst noch einmal um und hat unsere Reihe Autos im Blick. Keine Sorge, von uns hier geht keine Gefahr aus, dass kann man aber nicht sicher von ihr sagen, bei manchem Foto, wie sie so durch das Gras schleicht. Da möchte man nicht einfach gerade zu Fuß entlang spazieren. 😕









Die beiden kommen tatsächlich noch bis zur PAD gelaufen und kreuzen vor uns den Weg. Da sie aber ein gutes Stück den Weg weiter aus dem Gras kommen, haben wir keinen Winkel Fotos zu machen, während sie näher kommen. Einer der anderen Wagen hatte einen besseren Riecher. Er steht genau dort wo die beiden auf die PAD treten, das sind sicher tolle Bilder geworden, wir gönnen es ihnen und erhaschen noch einen letzten Blick, bevor die beiden auf der anderen Seite im hohen Gras und zwischen den Bäumen verschwinden. 🙂

Nebeneinander erkennt man dann auch gut, dass es eine Mutter mit Youngster ist.





Puuhhhh. Erstmal durchatmen. So viel Aufregung... Thema "echte" Erstsichtungen. Spannend genug, dass wir hinterher feststellen, dass wir nicht ein einizges Mal den Videoknopf an der Kamera gedrückt haben oder besser gesagt ich habe das komplett vergessen. 😛

Eigentlich würde ich ja jetzt erstmal eine kurze Verschnaufspause einlegen und später weiterschreiben, aber wie der Zufall es will, erledigt unsere nächste Sichtung gleich zwei auf einen Streich.

Unsere Lieblinge, Elefanten und damit auch Häkchen #2 auf der Big5 Liste des Krügerparks. 🙂

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Die Elefanten stehen auf Maras Seite des Wagens. Ich habe einfach nur den schönen Blick, sie die "Arbeit". Und wenn das schon mal so ist, dann kriegt sie auch gleich die ungeliebte lange Linse in die Hand gedrückt, die ihr eigentlich zu schwer ist und darf sich an ein paar Detailaufnahmen versuchen, die ich mir vorgenommen hatte aus dem Krüger mitzubringen. 😁

E3


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Keine 2 Stunden Krügerpark... ich mach' jetzt erstmal Schluss für heute.

Ruht schon mal eure Augen aus, es gibt noch viel zu entdecken. 😁

Gruß,
Robin


To be continued...
Teil 422. Jan. 2021
Nur 2/5 ?!… aber wir haben ja noch Licht heut'

Kurzer Blick nach hinten ins Auto, alle angeschnallt, keine Arme hängen aus den Fenstern und jeder hat ein Getränk und Popcorn in der Hand?! Check. Weiter geht’s.


„WEITA FAHR’N!“ – „WEITA FAHR’N!!“ – „WEITAAAAA FAAAHHHRRR’N!!!“


Wir erkennen ja nicht viele Vogelstimmen, aber diesen dezenten Hinweis interpretieren wir mal in das wohlbekannte „Bääähhh-heee“ des Go-Way Birds hinein und kommen dem dann auch zügig nach. 😉





Wir zockeln weiter und sehen am Rand ein paar Autos stehen. Nein, hier gibt es keine Sichtung sondern einen winzigen Parkplatz und daneben zwei dünne Riedwände mit einer Tür dran. 😐

Offensichtlich sind wir doch nicht so perfekt vorbereitet auf den Krügerpark. Irgendwie überrascht uns das ziemlich und damit haben wir gar nicht gerechnet. Diese kleinen Hides findet man immer mal wieder des Weges und wenn ich das richtig nachvollziehen kann, laut der Karte, ist das der Gardenia Hide.

Es ist keiner eingezeichnet auf dieser Strecke. Hippie hilf' mir doch mal bitte aus, wo wir hier gerade sind? - Ihr habt die Strecke doch schon ein paar mal auf dem Programm gehabt. Hat sich geklärt, danke @ Sadie und brisen

Natürlich nehmen wir alles mit, parken den Wagen, kleiner Plausch mit den anwesenden Südafrikanern die auf dem „Parkplatz“ = etwas größere Staubfläche in der Wildnis, ihr Frühstücks-Picknick halten. 🙄 (tatsächlich stellen wir noch fest, dass es doch des öfteren Plätze im Krüger gibt, bei denen man aussteigen darf, auf eigene Gefahr, auch wenn es keine der offiziellen Rastplätze sind, meistens irgendwelche Viewpoints mit Sicht)

Wir schnappen uns ein paar Kekse, ein kleines Wasser und unsere Kameras und schauen mal wie das hier so abläuft. Man kommt durch den Gang in einen kleinen Hide. Es sind für vielleicht 6-8 Personen Bänke eingebaut mit Blick auf ein kleines Wasserloch. Eigentlich ganz cool und bringt Abwechslung in den Safari-Tag, den man nun mal die meiste Zeit auf dem Bock verbringt. 😎

Sonderlich viel los ist nicht, die Uferzone ist auch eher verbuscht, aber eine „echte“ Erstsichtung nehmen wir sehr gerne mit. Einen Wassertriel konnten wir bisher noch nicht ablichten.


Water Thick-Knee | Wassertriel



Im Ufersand liegt ein Krokodil, sehr zum Missfallen der ansässigen Gänse mit Nachwuchs. Die ganze Zeit marschieren sie laut schnatternd in einem Protestzug von links nach rechts und wieder zurück direkt am Krokodil vorbei. Das Urzeitvieh braucht gute Nerven, die Gänse ebenso. Wenn es sich dazu entschließt einen Happen zu nehmen gibt es ganz schnell eine Gans weniger am Tümpel. 😄

In den Bäumen über uns flitzt noch ein Baumhörnchen durch die Äste, unser erstes für diesen Urlaub, bei weitem nicht das letzte und schön zu wissen, dass die auch da sind.







Zurück zum Auto finden wir auf dem nächsten Teilabschnitt vor allem Federvieh, gute alte Bekannte, aber auch ein weiterer Gast meiner Wunschliste lässt sich blicken. Wer hätte das gedacht... JA, ich habe tatsächlich Vögel auf meiner Wunschliste. Den Eulenmuckels, fotomattes, Beles und maddys dieser Welt sei Dank. Die haben mich auf den Geschmack gebracht und es macht einen Safaritag noch mal wesentlich spannender. Wenn wir unterwegs mit Leuten reden, stellen wir immer wieder mal fest, dass es viele gibt, die Vögel komplett ignorieren. Die überlegen öfters dann, ob sie nicht auch genauer hinschauen sollten.

Also zurück zum Wunschzettel, da findet sich, neben den immer dort stehenden Eulen, unter anderem der Bateleur. Den finde ich sehr speziell und wollte ihn gerne mal ablichten können. In einem Baum ist ein großes Nest zu sehen und etwas rotes lugt über den Rand hinweg. Da ist er schon, der erste Bateleur des Urlaubs. Dieses Foto allerdings löst bei uns seitdem immer eine Kontroverse aus.

ICH wollte ihn gerne fotografieren, aber finde ihn mit den Glubschaugen eher hässlich. 😕

MARA war der Bateleur total egal, aber sie findet ihn hübsch. 🙄

Macht euch selber ein Bild.

Bateleur | Gaukler



Carmine Bee-Eater | Karminspint



Cape Glossy Starling | Rotschulter Glanzstar mit kleinem Snack



Achja, die Ugly 5, wo wir gerade beim Thema hässlich waren. Gnus... die sind doch nicht hässlich, oder?

Mal nen Statement setzen hier: Ich mag Gnus. Ich finde die meistens sehr fotogen und wenn man an einer Herde vorbeikommt, ist es herrlich, weil ich immer unwillkürlich an eine Schafherde erinnert werde.



Zunächst müssen wir uns mit einem engen Profilbild begnügen. Da habe wohl nur ich geknipst und für meine Linse viel zu nah dran, was wahrscheinlich bedeutet, dass es weniger als 50m weit weg stand. Deswegen wird es auch Zeit bei den Big5 weiter zu machen, mir wäre zwar eine Büffelherde lieber gewesen, aber den einzelnen Bullen nehmen wir auch gerne mit, wie er da mit seinem Grasbüschel im Mund steht. Ein echt massiver Klotz und Büffel gucken oftmals so leicht aggressiv. Man versteht schon warum Lodges Walking Safaris absagen, wenn aktuell Büffelherden im Gebiet sind. Denen will man echt nicht zu Fuß begegnen. 😠


B1



B2 Was ein Klotz!



B3



Wenn wir auf Safari sind haben wir so ein paar spezielle Landmarken die uns immer anlocken. Landmarke #1 sind Felsen, am liebsten diese abgerundeten, bisschen wie Kopjes. Da schauen wir immer genau hin, ob nicht eine Katze, ergo Leopard drauf liegt. #2 sind natürlich überhängende Äste in Bäumen... und auch hier sucht unser Blick nach Leoparden. Die #3 sind tote Bäume mit vielen Löchern drin. Irgendwie glaube ich immer, dass man dort am ehesten mal ne Eule findet, die da raus guckt.

Zumindest von Ersterem gibt es durchaus einige abzusuchen, weshalb wir auch oftmals nicht sonderlich schnell weiterkommen. Aber bevor ihr denkt ich schreibe jetzt hier ne 4/5 hin, keine Sorge. Unsere "Kopjes-Suche" bleibt erfolglos, das ist einfach nur eine langwierige Einführung eines Landschaftsfotos, dass ich a) ganz hübsch und b) typisch für die Gegend finde. 😛 🤪





Aus zweierlei Anlass erkläre ich die nächste Sichtung mal in spezieller Reihenfolge. Einerseits unsere ersten Giraffen und auch Giraffen sind eigentlich immer toll, aber auch schwer zu fotografieren wie ich finde. Das sind einfach komplizierte Proportionen. 😄 Zum Anderen haben mich ein paar PNs erreicht mit Kommentaren oder Rückfragen zu unseren Linsen. Die folgende Serie verdeutlicht unser Equipment ganz gut.


Ich habe von den Kopjes noch die Landschaftslinse drauf mit 12-40mm (immer x2 die Brennweite nehmen, wegen mft System, dann seid ihr bei Vollformat). Damit mache ich diese Aufnahme von Mara, während sie die Giraffen auf ihrer Seite des Autos fotografiert.




Das nächste Bild ist von Mara mit dem 40-150mm bei geringster Brennweite. Damit passt auch die Giraffe komplett drauf. Findet ihr spannend... tja wenn nicht, die Giraffe scheint recht aufmerksam zu uns rüber zu hören. 😉



Jetzt hat Mara am Zoom gedreht und man sieht schon eine schöne Nähe mit etwas drumherum auf dem Bild.



Mittlerweile habe ich das Objektiv gewechselt und WUMMS... ich kriege in der Situation so gerade eben noch den kompletten Kopf drauf. 😮 😣



Das macht es nicht zwingend einfacher bei so großen Tieren, aber das macht es so wichtig in diesem Urlaub, dass, gerade im Gegensatz zu den letzten Berichten, die Anzahl Fotos von Mara locker flockig 10x so viele sind wie zuvor. 😎


Wir fahren weiter, auch wenn es uns schwer fällt, sich von den Giraffen zu lösen, denn es war schön, sie zu beobachten. Auf dem Weg kreuzt man öfter ausgetrocknete Flüsse. Dann geht es einmal die Böschung (natürlich gut befestigt und in diesen Teilstücken mit Betondämmen gesichert) runter, einmal mit Blick nach links und rechts ob sich etwas spannendes entdecken lässt und dann weiter.

Wir kommen wieder an eine solche Stelle, aber der Tierecheck im Flussbett bleibt ergebnislos. Die Böschung auf der anderen Seite fahren wir hoch und etwas voraus steht ein weißer Kleinwagen am Rand. Der Fahrer blickt nach rechts raus und sucht das Gras ab.

Wir nähern uns ihm und sind natürlich aufmerksam am Suchen, was er da entdeckt haben könnte. Als wir fast bei ihm sind kann Mara, als Beifahrerin, nach rechts raus eh' nicht mehr viel erkennen... meine Rangierfähigkeit bringt keine Besserung und wird etwas abschätzig beäugt;

Na gut, dann kann man auch nach links gucken!

4/5

"Da läuft ein Leopard durch's Gras, da vorne bei dem Busch!"
(zwischen den Geparden und dem nächsten Bild liegen 70 Minuten...) 😗





Fußball geht in 4 Minuten los... sorry, ich lass das jetzt mal einfach so im Raum stehen. Wer uns kennt, weiß, dass ich jetzt erstmal den Rechner zuklappe. 🤪

***duck und weg***



to be continued...


Gruß,
Robin
Teil 523. Jan. 2021
Weiter entlang des Crocodile River

"Have you seen it?" kommt die Frage aus dem anderen Fahrzeug zu uns rüber.

Ja schon, aber halt drüber auf der anderen Seite. Er ist gerade hinter dem Busch verschwunden.
Im Kleinwagen sitzt ein Südafrikaner, er hat den Leoparden gerade unten bei der Querung und dank den Hinweisen von euch, bin ich auch wieder auf Spur und weiß genau wo wir uns befinden und wo der Leo war.

Es war die Querung des Mlambane, kurz nachdem wir vom Hide wieder los sind und nach links dann wirklich auf die S25 eingebogen waren.

In dem Augenblick taucht er wieder auf und kreuzt genau vor uns die PAD. 🤩

Bei den nächsten Bildern habe ich ganz schon viel bearbeiten müssen, damit die halbwegs was wurden, da sie durch die Frontscheibe aufgenommen wurden.

Leo1


Leo2


Das ist ja toll. Wir haben bisher im Caprivi einmal einen Leoparden gesehen, etwas weiter weg auf eine Baum liegend. So hatten wir uns das damals zwar gewünscht, aber diesen jetzt direkt vor uns zu sehen ist was ganz anderes. Er kreuzt die Straße und bleibt erst einmal kurz stehen, schnüffelt und setzt seinerseits Markierungen.

Das alles dauert nicht allzu lange, den Fotos nach gerade mal kurze 3 Minuten, in meiner Erinnerung hätte ich deutlich länger geschätzt. Er ist so nah, dass ich wieder keinen ganzen Leoparden auf's Foto bekomme. 🤪

Leo3


Er zieht weiter, wieder Richtung des trockenen Flussbetts, ein letzter Blick und dann verschwindet er die Böschung runter. 2 Motoren gehen quasi zeitgleich sofort wieder an und wir drehen beide und fahren zurück in Richtung Mlambane.

Leo4


Leo5



Wir suchen das Flussbett ab, unser neuer Safaripartner ebenso, aber er ist nicht mehr ausfindig zu machen. Wir fahren noch mal die Böschung hoch, wieder zurück, wenden wieder und geben dann auf. Der andere Wagen hält noch mal bei uns.

"Das war doch super, nicht wahr?!"

"Ja das war es, wirklich toll."

Er wohnt in der "Nähe", bzw. nah genug, dass er immer mal in den Krüger kann, wenn es die Zeit hergibt. Was machst du heute? - ach ich fahre ne kleine Runde im Krüger, mal nach den Leoparden gucken. 😎 😁 (machen wir auch gerade, wir haben Eisvögel bei uns in der Gegend entdeckt... heute 3 unterschiedliche an der Location 🙂 - aber seine Wochenend-Safaris sind schon ne Spur besser)

Auf jeden Fall richtig nett, wir unterhalten uns ein wenig, er will wissen wie es uns gefällt, wundert sich über unsere ersten Eindrücke und Sichtungen und wir stellen schnell fest an ein paar beidseitiger Anekdoten, dass wir ein ähnliches Verständnis haben, wie man unterwegs sein sollte. Man ist zu Gast und den Tieren gehört diese Umgebung. Da passt man sich entsprechend an und verhält sich ordentlich. Seine letzte Frage ist ein eher Afrika-typisches "Wo wollt ihr hin?"

Wir beschreiben unseren groben Plan und das wir später noch 2 Tage in der Klaserie bleiben werden. Er schaut uns strahlend an:

"Klaserie ist der Himmel. Ich finde, dass ist das schönste Gebiet im Gürtel des Krügers. Wann immer es passt bleibe ich dort ein paar Tage."

🤩 Das hören wir gerade sehr, sehr gerne. Immerhin sind die 2 Nächte dort so teuer wie der Rest zusammen und da wir an dem Gebiet durchaus unsere Zweifel haben, hebt das unsere sowieso schon auf Anschlag, übertrieben gute Stimmung noch weiter.


Von hier aus folgen wir nun also der S25 und auch auf dem weiteren Weg können wir uns nicht über eine mehr als gute Sichtungsdichte beklagen. Es wird wirklich nie langweilig auf dieser Strecke und man sieht mehr oder minder alle paar Meter irgendwas. Ein paar kleine Tümpel links des Weges, mit einem Hamerkop, über den ich mich freue, von dem ich aber wieder mal wieder kein richtig gutes Bild bekomme. (irgendwann erwische ich mal einen ordentlich, aber es ist imer noch mein bisher bestes Ergebnis) Auch ein Water Monitor liegt faul auf einem Stein im Wasser und wärmt sich in der Sonne.


Hamerkop | Hammerkopf






Entlang des Weges finden sich genügend Bäume mit den typischen Bewohnern, so sehen wir Geier... ich denke beide sind White-backed Vultures, aber einer in der dunklen, der andere in der hellen Ausführung, wenn ich dem Robert's Guide glauben kann. Die obligatorische, tägliche Gabelracke für die Eulenmuckels lässt sich auch wieder blicken. Die beiden haben wirklich recht... 🤪










Achtung Bremsen! - Danke an den Hinweis in den Rückraum. Ihr seid aufmerksam dabei, sehr gut. 😉
In einer seichten Rechtskurve kreuzt Familie Schwein den Weg und läuft erhobenen Schwänzchens in den Busch und sucht den Boden nach Fressbarem ab. Alle auf meiner Seite, also wieder eine gute Möglichkeit für ein paar Portrait-Aufnahmen.











Rechterhand kommen wir auch wieder direkt an den Crocodile River. Hier und da kann man kleinen Spuren ein paar Meter an den Fluss runter folgen, das sorgt immer mal wieder für einen schönen Blick, seltener auch mit Tiersichtungen, aber wenn schon seltener, dann mit "echter" Erstsichtung. Ein Woodland-Kingfisher haben wir noch nie gesehen, werden wir in diesem Urlaub aber sehr oft. 🙂

Auch eine Hippodame mit Nachwuchs lässt sich wunderbar auf einer der kleinen Inseln im Fluss beim Grasen ablichten. Einfach eine tolle, abwechslungsreiche Strecke.











Wir hangeln uns von Sichtung zu Sichtung, zwischendurch kreuzen wir einen größeren Fluss, auch hier bin ich mir nicht mehr sicher wo genau das ist. Schätzen würde ich auf den Biyamiti, vielleicht sind wir aber auch schon beim Bume angekommen. Es ist immer schwierig bei den "kleineren Sichtungen" den exakten Weg nachzuvollziehen, aber unter'm Strich ist es Großteils die S25 die uns hier so verwöhnt.

Im Fluss sieht man ganz hinten links, auf dem toten Baum, einen Kingfisher... konnte man nur durch die Kamera überhaupt er erahnen, aber so hat das Bild seinen namen bekommen. Im Wasser ist ein kleines Krokodil, aber wenn man genau hinschaut, kann man grob erkennen, wie wenig des Krokodils wirklich zu sehen ist und was ein Brecher unter Wasser lauert. 😕








Baumhörnchen werden natürlich weiter abgelichtet, da sind wir nicht besonders wählerisch. Auch wenn wir, für uns unverständlicher, schon ausgelacht wurden, für diese Marotte. Die, die uns deswegen auslachen, sollten davon noch profitieren. Ich sage nicht wer es ist, aber sie werden sich hier später erkennen, wenn sie das denn hier mitlesen sollten. 😗

Auch eine Erstsichtung für uns, das Swainsons Spurfowl bekommen wir vor die Linse. Das ist auch das Schöne an einem neuen Gebiet und neuem Land. Man hat eben auch sehr viele "echte", wenn auch unspektakuläre Erstsichtungen.





Swainsons's Spurfowl | Swainsons Francolin




Erdmännchen sehen wir zwar irgendwie nie, da haben wir eine namentliche Verbindung zu und deswegen stehen die immer ganz oben auf der Liste, aber Zwergmangusten können durchaus Ersatz bieten. Natürlich für meine Vogelliste auch eine weitere "echte" Erstsichtung... ein Senegal Lapwing. (ich glaube langsam wir haben nahezu alles, für diese Erstsichtungsliste in Tag 1 gepackt, dadurch wird Regel #1 wieder etwas wichtiger für die folgenden Tage 😄 )








Senegal Lapwing | Trauerkiebitz



So, da ich hier faul auf der Couch sitze und den Bericht weiterschreibe, während Mara gerade unser Abendessen vorbereitet, ziehe ich mir jetzt was warmes an und heize den Grill vor. Lachs räuchern im Dunkeln ist angesagt. Später geht's weiter. 🙂


to be continued...


Gruß,
Robin
Teil 625. Jan. 2021
Links ab Richtung Elefanten

So langsam verlassen wir die S25 und orientieren und links auf dem direkten Weg in Richtung Lower Sabie. Wir überlegen noch, ob wir Zeit für einen Schlenker einbauen sollen, aber wir haben ja erst die Hälfte der Tagesstrecke geschafft und können den restlichen Weg nicht wirklich einschätzen. Es bleibt also beim Plan und wir kreuzen weiterhin diverse Trockenflüsse. (ganz anders als die aktuelle Situation vor Ort mit den Überschwemmungen 😳)



Auf den Sandbänken liegt eine kleinere Herde Büffel. Schwalben zischen überall durch die Luft und fangen die begleitenden Fliegenschwärme aus der Luft. Sie ruhen sich auf der anderen Seite selber auf einer Sandbank aus und starten von dort aus immer wieder zu neuen Überflügen. Die Herde wird natürlich auch von einer kleinen Armee an Oxpeckern begleitet, wenn man das Bild mal groß aufmacht. (Klick auf's Bild, in Flickr kann man ranzommen), dann sieht man die alle auf den Büffeln sitzen.

Was wir so auch noch nie gesehen haben, ist wie relaxed die sind und keinerlei Aufpasser rumstehen. Ausnahmslos alle Büffel liegen herum, teilweise sogar im Tiefschlaf und rühren sich gar nicht. 😐 Zu der Tageszeit sicher eher selten, dass sie attackiert werden und Räuber in der Nähe sind, aber für uns ein ungewohntes Bild.

Die ganze Herde bekomme ich nicht drauf, also mache ich Einzelaufnahmen und diese werden dann später am Rechner zusammengesetzt. Das Bild hier besteht aus 5 Einzelaufnahmen.




Sagt auf Wiedersehen zur S25, es geht jetzt weiter über die S108 und H5, die wir als Zubringer zur Hauptroute H4-2 nutzen, die zwischen Crocodile Bridge und Lower Sabie verläuft. Anfangs sehen wir hier ein paar Impalas, wo Mara wieder mal beweist, dass sie für die Bilder mit Cuteness-Faktor zuständig ist. Der kleine Impalabock ist schon süß, das müsst ihr zugeben. 🤩







Danach wird's erstmal fedrig. (gibt es das Wort? - egal ab jetzt ja... 😜)
Diverse Glanzstare und Geier sitzen in den Bäumen, auch einen der typischen Schlafbäume der Geier sehen wir, die ich immer beeindruckend finde, wenn dort ein gutes Dutzend Geier zusammen im Baum sitzen. Worüber wir uns freuen (oder in erster Linie ich), ist ein juveniler Bateleur und hier rehabilitiere ich mich mal etwas. Den finde ich auch sehr hübsch anzuschauen. 😛


Burchell's Starling | Riesenglanzstar



Magpie Shrike | Elsterwürger



Cape Starling | Rotschulter-Glanzstar



Juveniler Bateleur | Gaukler



Bei der Gefiederpflege



Schlafbaum



Mittlerweile auf der H5 sehen wir linkerhand einen Wagen stehen. Während wir uns nähern wird ein Arm aus dem Fenster gestreckt und uns gedeutet, wir sollen langsam fahren und anhalten. Nein, nein... das ist keine Straßenkontrolle. Es sind einfach nette Selbstfahrer, die uns anhalten und mit den Worten begrüßen:

"Hallo, ihr seid doch die beiden, die schon 4 von den Big5 heute gesehen haben, oder?"

"Ja das sind wir, woher wisst ihr dass?"

"Sowas spricht sich doch schnell rum. Wir wurden gerade von der Parkverwaltung informiert euch anzuhalten und hier nicht durch zu lassen."

"Ähhhhh?, ok. Was ist denn los?"

"Nur 4 von 5 ist etwas peinlich, deswegen sollen wir euch die Löwen zeigen, die da vorne im Unterholz liegen!"

5/5, die Sammlung ist komplett. 😮 😗

Achja, Faktencheck mal wieder. Ganz genau so, wie oben beschrieben, ist das Gespräch jetzt nicht abgelaufen, aber die Kernaussage stimmt. Sie beobachteten schon seit einiger Zeit die Löwen im Unterholz. Allerdings hatten sie selber kaum Blick, aber immer noch so halbwegs die einzige Lücke wo sie die Löwen beobachten konnten. Es sollte wohl ein kleines Rudel sein, aber wir konnten in erster Linie nur eines der Männchen hören und aus unserer Position dann auch nur mit Einsatz des manuellen Zooms mitten durch's Geäst ein halbwegs erkennbares Beweisfoto schießen, aber immerhin. 😉

Gehört und ein kleines wenig gesehen, das gilt als Sichtung, auch wenn es keine sonderlich schöne war. Wir wollten jetzt aber auch nicht ewig unseren Wagen umpositionieren und evtl. die Löwen stören und den anderen ihre Sichtung kaputt machen, nur damit wir eine Haarspitze mehr erkennen. Einfach nett, dass sie uns anhalten und drauf aufmerksam machen. Finde ich immer klasse, wenn man so untereinander als Selbstfahrer umgeht. 🙂




Das ist aber nicht das einzige, gefährliche Tier das sich hier im Unterholz versteckt. Eine kleine Armee bewegt sich im Schutze des hohen Grases, auf der anderes Seite des Weges auf uns zu. Gerade rechtzeitig bemerkt Mara unseren fast fatalen Fehler, nicht die ganze Gegend im Blick zu haben. Schon einmal, damals im Etosha sind wir von ihnen angegriffen worden (seitdem finden wir die einfach witzig), diesmal ergreifen wir rechtzeitig die Flucht. Guter Versuch, aber nicht mit uns. 😄


Helmeted Guineafowl | Helmperlhuhn



Es gibt keine weiteren Hinterhalte und wir biegen ab auf die H4-2. Asphalt unter den Rädern, das mögen wir jetzt nicht so sehr, bzw. wollen das möglichst vermeiden. Es ist auch nix los hier, mal abgesehen von der sehr schönen Blauracke die Mara in feinstem Licht erwischt, mit der kleinen Kamera (bezogen auf die Auflösung) und weniger Brennweite, aber die bleibt wirklich toll sitzen. Da lohnt auch ein Blick auf ein paar Details dieses Vogels.


European Roller | Blauracke



Trotz des schönen Vogels wird langsam Murren laut aus dem Rückraum. Ihr habt ja recht... hier ist nix los! 😕
Ein Blick in die Karte offenbart den Mativuhlungu Drive, was ein Zungenbrecher. Bleiben wir einfach bei der S82, die beginnt nur 6,3km die Straße runter, zweigt nach links ab und geht ganz gerade bis Lower Sabie. Über die Asphaltstraße sind es nur 2km länger und vermutlich die kürzere Strecke, aber wir wollen doch lieber noch die Chance nutzen auf ein paar Sichtungen. 🙂

Um 17.00 Uhr biegen wir ab, auf das letzte Stück bis zu unserem Tagesziel.







Eines meiner Lieblings-Zebra Bilder dieses Urlaubs, die beiden Fohlen mit ihren Irokesen-Frisuren 😎



Swainson's Spurfowl | Swainsons Francolin



Die S82 entpuppt sich als gute Wahl. Es ist nix los, wir sind das einzige Fahrzeug unterwegs, wobei es bislang ja nie voll war. Immer mal wieder ergeben sich schöne Sichtungen am Rand. Seien es Vögel, Zebras oder Gnus, auch die ganz kleinen entdeckt man manchmal im Gras, aber hier bräuchte ich etwas Unterstützung. Neben uns im Gras sitzt ein kleines Küken. Es hat diverse Anzeichen, die jeweils für eine von zwei Optionen sprechen würden. Ich gehe aber, auch aufgrund der Sichtungen möglicher Elterntiere in der groben Gegend (auch wenn das hier alleine unterwegs war), hier von einem Küken eines Swainson's Spurfowl aus. Sollte passen, oder?
(einzig andere Option wäre meiner Ansicht nach ein Küken eines Crested Francolin)





Ein Starling-Medley oder für die Österreicher hier eine Melange?!



Ich glaube ein Sub-Adulter Cape... Auge passt, Gefieder könnte gerade in der Mauser sein zum Adulten?



Cape.Starling | Rotschulter Glanzstar - juvenil danke maddy



Ich hatte die Wahl... vorne oder hinten. Da habe ich mich für hinten entschieden. 🤪 😄



Es wird Zeit für die Teilstück-Überschrift, denn so schön der Tag bislang war, wir sind doch etwas Unter-Elefantet für unsere Verhältnisse. Da können auch die einzelnen Elis mal links mal rechts nichts dran ändern. Zum Glück haben wir uns aber für diese Strecke entschieden, denn neben der PAD, kurz vor Ende der S82 tauchen sie im Busch auf. Eine schöne, kleine Herde roter Elefanten. Mit mehreren, kleinen Elis noch dabei. Richtig schön. 🤩

Wir können sie ein klein wenig beobachten, im Rückwärtsgang... 😛
Sie kommen quasi auf uns zu, aber gute 20m neben der PAD. Wir setzen entsprechend langsam zurück und beobachten die Herde, bis sie sich dazu entschließt in unsere Richtung abzubiegen und direkt vor uns den Weg kreuzt und sich rechts neben uns in die Büsche schlägt. Wenn ich mir die Karte so anschaue, könnte ich mir vorstellen, dass sie in Richtung eines der Wasserlöcher rund um den Ntandamfene Hide unterwegs waren.

Mama... Jugendlicher... und nen ganz kleiner! 😉 / müsst ihr genau hinschauen









Eine richtig schöne Sichtung für das Ende unserer ersten Game-Drives. 🙂 Lower Sabie kommt in Sicht. Wir fahren rein ins Camp. Melden uns an und fahren einmal kurz zu unserem Bungalow. Es reicht aber gerade mal aus um eine dringend benötigte Toilettenpause zu machen und ein paar Koffer abzustellen.

Noch haben wir Lust und für eine Stunde reicht das Licht noch. Heute wollen wir den Tag komplett ausnutzen und fahren noch mal raus, bevor das Gate schließt.

Später schließe ich den Tag dann wirklich ab, jetzt erst mal; to be continued...


Gruß,
Robin
Teil 725. Jan. 2021
Sundowner auf dem Mlondozi Loop

Einen letzten, kurzen Ausflug haben wir noch vor heute. Wir entscheiden uns aus dem Camp raus und direkt über den Damm zu fahren. Danach rechts ab in den Mlondozi Loop, die S29.

Auf dem Damm sehen wir ganz kurz einen Pied-Kingfisher, aber sich einmal umzudrehen, den gefallen tut er uns nicht.



Ein Blick zurück zeigt Lower Sabie. Unser Bungalow ist quasi noch deutlich weiter links als auf diesem Bild. Erste Reihe, aber eigentlich heißt das, dass noch ein großer Garten zwischen dem Bungalow und dem Fluss liegt und selbst vom Zaun aus, ist es eher verbuscht und nicht viel zu erkennen. Das sieht man auf dem Bild sehr gut.

Auch "gut" erkennt man diesen orangenen Fleck unten links im Gras, der da irgendwie etwas fehl am Platz scheint.



Der orangene Fleck erweist sich als Vogel, der die ganze Zeit zwischen dem Schilf hin und her hüpft. Es ist schon nur noch Dämmerlicht und nur ein Foto ist halbwegs brauchbar. ABER, eine letzte, "echte" Erstsichtung des Tages. Lohnt sich doch, noch mal rauszufahren. 😁 😉


Southern Red Bishop | Qryxweber



Landschaftlich ist die S29 zwar schön, aber definitiv nicht die beste Wahl für eine letzte Stunde aus dem Camp raus. Die Piste ist, in diesem Teilstück, deutlich näher dran an dem, was man aus anderen Regionen kennt. Es ist eine ruppige, einspurige, ausgetrocknete PAD, auf der man eher langsam unterwegs ist. Im Endeffekt stellen wir schnell fest, dass wir hier nicht sehr weit kommen werden und keinen ganzen Loop fahren. Wir schauen auf die Uhr und bauen uns noch 5 Minuten Sicherheit ein, um zu bestimmen, wann wir wieder umdrehen werden.


Red-backed Shrike | Neuntöter



Einen Toko im Abendlicht, da sagen wir natürlich nicht nein dazu. 🙂



Die Piste knickt scharf nach links ab, kein Grund mehr weiter zu fahren. Ein Blick in die Landschaft gibt uns den letzten, benötigten Anstoß umzukehren, sogar noch ein paar Minuten vor der Zeit. Aber so einen Eli in der Landschaft, den nehmen wir schon als Zeichen mit der Botschaft: "Reicht für heute!"





Zurück im Camp machen wir uns frisch und gehen ziemlich direkt essen. Es gibt einen etwas schickeren Innenbereich, aber es ist warm genug mit Pulli und alle sitzen draußen. Ich würde mal sagen... zweckmäßige Gemütlichkeit. Wir bekommen auch keinen Platz mehr direkt mit Blick, aber es ist ja eh' schon dunkel, also eigentlich auch egal.

Die Bedienung trumpft auf mit zweckmäßiger Freundschaftlichkeit 😄 , auch das Essen ist zweckmäßige Hungerbewältigung. Aber das klingt etwas zu hart. Es hat eher was von Burgerladen, aber das passt schon so. Im Endeffekt sind die Gerichte lecker, nicht überragendes, aber auch kein Grund sich zu beschweren. Wir hatten Hunger, sind gut satt geworden und lecker war es auch. Aber halt nix Besonderes oder etwas, das man im Kopf behält.

Zurück am Bungalow werden noch Getränke aus dem Kühlschrank geholt und der Grill angeschmissen... NEIN, wir hatten keinen Hunger mehr, siehe oben. Aber es gibt hier keine Feuerstelle und wir wollten den Abend nicht ohne kleines Feuer beschließen. Also wurde dem Grill ordentlich eingeheizt und die Stühle davor gerückt. Nicht so ganz Camping-Feeling, aber dennoch schön. Feuer geht immer. 😉





Unsere Nachbarn sind auch mit dem Essen fertig und wandern durch den Garten, um genau zu sein schlarwenzeln sie um den dicken Baum herum, der im obigen Bild mittig steht. Sie haben ein blaues Licht in der Hand und das erweckt natürlich meine Aufmerksamkeit. Die suchen nach Skorpionen denke ich mir. Oft hier im Forum gelesen, oft davon gehört oder Bilder gesehen. Die Chance können wir uns nicht entgehen lassen.

Bier geschnappt, selber rüber schlarwenzelt (schlarwenzeln = unauffälliges Rumgelaufe, das aber in wirklichkeit total auffällig ist) und mal doof gefragt, was die beiden denn da machen. 😗 😄

Natürlich wird sofort gerne erklärt, was das Licht kann, dass Skorpione fluoreszierend sind und das man die besonders gut in Bäumen wie diesem finden kann, die so eine sehr grobe Borke haben. Aha... "Und, was gefunden?"

Sie machen das Licht an, wir gehen um den Baum und was soll ich sagen, der ganze, verdammte Baum ist voller Skorpione. 🙄
Wir sehen weit über ein Durtzend, und das sind nur die, die wir beim umrunden des baums auf unserer Höhe entdecken können. Ich rufe natürlich sofort Mara rüber und mein Plan für den morgigen Tag steht schon fest. Morgen kaufe ich mir eine Schwarzlicht-Taschenlampe in einem der Camp-Läden. 😎



Wir quatschen noch ein wenig, die beiden waren 3 Tage lang hier, haben aber ihre letzte Nacht und sind morgen wieder weg. Vom Krüger sind wir alle begeistert, sie wollen Richtung Pretoriuskop weiter und wir empfehlen natürlich noch die S25 Route. Aufgrund der Sichtungen die wir hatten kommt die für die beiden wohl auch in die nähere Auswahl.

Huch 😮 , da fällt mir gerade auf, dass der Oryxweber ja gar nicht die letzte "echte" Erstsichtung war. Der Skorpion eben war es ja oder wartet... NEIN, immer noch nicht. 🙄 🤪

Die beiden gehen zurück zu ihrer Terasse, setzen sich an den Tisch. Plötzlich "flatscht" was auf ihren Tisch. (flatschen = ein eher seichtes Aufklatschen) Wie aus heiterem Himmel liegt eine tote Fledermaus auf ihrem Tisch.

Kamera geschnappt, letzten Schnappschuss... zählt das überhaupt als Sichtung im eigentlichen Sinne, weil tot? 😕




Damit ich den Tag nicht mit einer toten Fledermaus beschließe, werden natürlich noch die Akkus aufgeladen. Nach so einem Tag muss man schließlich sichergehen, dass auch die Technik morgen wieder fit ist. Wir machen die Augen zu und träumen von:

#1 unseren persönlichen Big5
#2 durch's Gras schleichenden Geparden
#3 von 50 gesehenen, verschiedenen Tierarten
#4 und davon 13 Erstsichtungen 😎


Was für ein Tag! (und Nein... in Summe ist der nicht zu toppen)


Gruß,
Robin
Teil 826. Jan. 2021
Der erste Tag ist vorbei, oder eher fast vorbei. Ich habe euch ja noch eine bescheuerte Idee versprochen...

Dazu muss ich kurz ein wenig ausholen. Wir haben uns die letzten Tage bevor es mit dem Bericht losging überlegt, was wir noch mit einbauen wollen. Im Kopf hatten wir unsere Wunschliste, denn wir hatten so einiges auf dem Plan, aber irgendwie wäre diese Liste nach Tag 1 mehr oder minder schon fertig gewesen. Vielleicht eher eine Sichtungsliste... igrendwie so nachträglich integriert, die haben wir ja nicht vor Ort erstellt. Also doch wieder Wunschliste, passend zum Geburtstag, aber wie einbauen.

Hin und her überlegt und dann kam mir die perfekte Idee...


R: "Wir können doch einfach die Bilder auf dem Reiseplan austauschen mit unseren eigenen Bildern."

M: "Wie jetzt?"

R: "Naja, wenn wir die Fotos tauschen entsprechend unserem Wunschzettel!"

M: "Ich weiß nicht welchen Plan du meinst?"

R: "Ja diese Karte, mit den Routen drin... diese tinders Map."

M: 😄 🤪 😣 "Die heißt tinkers und nicht tinders Map!


Auf Maras dezenten Hinweis, dass wir beim ersten Bericht für unsere kleinen Weisheiten des Tages-Zettel bekannt waren, beim zweiten Bericht unsere Strichliste in Erinnerung geblieben ist und ob ich wirklich riskieren wolle, aufgrund eines freud'schen Versprechers und einer blöden Idee, der Typ zu sein, der tinkers-tinder in seinem Reisebericht macht... (man merke an, plötzlich ist es in der Argumentation nur noch MEIN Reisebericht) 😄


... tja was soll ich sagen. JA, warum denn eigentlich nicht!


Willkommen zu unserer (oder sollte ich besser sagen meiner) kleinen Mitmach-Kategorie:



Die Spielregeln:
- es liegt an euch, WELCHE Bilder wir in das obige Cover rein-swipen, bzw. in den folgenden Tagen ggf. raus-swipen
- wir posten Big5 Bilder nach kleiner Vorauswahl in jeden tinkers-tinder Beitrag (1x am Ende eines Tages)
- die sind mit Zahlen markiert und ihr wählt aus, welche Bilder auf's Cover sollen
- das erstgenannte Bild ist dabei immer das große HERO-Bild, die anderen verteile ich frei
- den Bewertungsschlüssel muss ich mir überlegen, nach dem ich eine Idee und erste Ergebnisse dazu habe 😉
- das aktuelle Cover nach eurer Auswahl gibt es dann zum Start des nächsten Tages

Ziel ist es nicht jeden Tag zu wechseln, sondern am Ende das, eurer Meinung nach, schönste Cover, mit den besten Bildern zu haben!

Das sieht dann zum Beispiel bei euch so aus:
N2 - Leo1 - E3 - B1 - L1
(N2 ist dabei eure Wahl für das große Bild)


Für den heutigen Tag gibt es nur ein Löwenbild zur Auswahl, deswegen habe ich das schon eingesetzt. Anbei die Auswahl für der restlichen Big5 😉

N1

N2


E1

E2

E3

E4


B1

B2

B3


Leo1

Leo2

Leo3



Bin gespannt was ihr auswählt. 🤩


Gruß,
Robin
Teil 927. Jan. 2021
Klappe die Erste!



Der erste Tag hat soviel hergegeben, dass wir ein Video für den Tag alleine erstellt haben, oder besser gesagt, Mara hat ein Video erstellt, dass diesen tollen Einstieg in den Krüger zusammenfasst. Wie schon im Bericht, geschrieben, haben wir nur die Geparden nicht gefilmt, wir doof! 😮 😣

Aber jetzt ohne weiteres BlaBla...

https://www.youtube.com/watch?v=OHPlYRY4I3Y
(weiß eigentlich jemand wie ich das etwas größer hier direkt einbinden kann? 😐)


Direktlink zu Youtube für größere Ansicht:
Videolink Youtube


Gruß,
Robin
Teil 1030. Jan. 2021
Bevor es hier weiter geht, steht noch das Ergebnis der ersten Runde tinkers-tinder auf dem Programm. 😄

5/8 mal wurde ein Nashorn als Hauptbild gewählt
(Dabei insgesamt 6/8 mal wurde Nashorn 2 gewählt = Hauptbild)
4/8 mal Elefant 4, dicht gefolgt von Elefant 1 mit 3/8
6/8 mal Leo 3
5/8 mal Büffel 1


Unser aktuelles Cover sieht jetzt nach dem ersten Tag wie folgt aus. Danke für's Mitmachen und es gefällt uns jetzt schon richtig gut. Tolle Auswahl und ihr habt auch 2 Bilder von Mara und 2 Bilder von mir reingewählt. 😎





Gruß,
Robin
Teil 1104. Feb. 2021
Auf zum Mlondozi Damm, bevor die Dämme brechen!

UUahhhhaa. Augen auf, nach links geblinzelt, die Akkus sind aufgeladen und blauer Himmel blitzt an den Vorhängen vorbei.



Wir bauen draussen ein kleines Frühstück auf. Heißt Stullen schmieren und ein Müsli auf den Tisch. Das Getränk mit Geschmack kommt auch auf den Tisch. Frisch aus dem Kühlschrank bilden sich sofort Wasserperlen auf der Verpackung, da wird der Produktfotograf in mir wach... der hat bislang aber wirklich sehr, sehr tief und fest geschlafen. 🤪



Wo die Kamera gerade draussen ist schaue ich mir das komische Etwas an der Wand genauer an. Da hängt etwas rum, dass ich erst bei näherer Betrachtung erkennen kann, auch weil das Vieh kopfüber hängt. Ich habe euch das Bild mal gedreht, so ist es einfacher. Eine "echte" Erstsichtung, eine Gottesanbeterin in freier Wildbahn und nicht im Terrarium im Zoo.




Unser Plan für heute zieht uns in Richtung Skukuza und dann von dort aus eine Runde in südlicher Richtung. Morgen fahren wir in Richtung Norden weiter, also wollen wir uns heute die südliche Gegend in erster Linie etwas mehr anschauen und planen ganz grob eine Mittagspause in Skukuza ein. Den Weg dahin zockeln wir über die S128 und S30.



An der Brücke über den Sabie ist nix los, kaum abgebogen auf die S128 werden wir dann von den ersten Impalas und Zebras begrüßt. Ich mag solche gemischten Herden, hat was friedliches, wenn man morgens damit in den Tag startet.








Kaum sind wir an der ersten Herde vorbei, öffnet sich die S128 und es offenbart sich eine andere Landschaft als bisher. Rollende, sanfte Hügel. Die PAD geht hoch und runter, nicht mal die Andeutung auch nur eines anderen Fahrzeugs ist auszumachen. Das ist genau die Art von Atmosphäre, Landschaft und Safarigefühl, die wir im Vorfeld dem Krüger nicht zugetraut hätten und dementsprechend trifft sie uns unvorbereit.

Wenn man nicht viel erwartet, dann ist man in der Konsequenz positiver überrascht. 🙂

Zunächst müssen wir uns von Vierbeinern allerdings verabschieden, die gefiederten Freunde übernehmen das Sichtungssteuer auf unserem Schiff und lenken uns entlang der welligen Piste.





Magpie Shrike | Elsterwürger



Carmine Bee-eater | Karminspint



Red-backes Shrike | Neuntöter



Ein "No Clue Bird"... ernsthaft, sowas wie ein Flycatcher, vielleicht ein "Familiar Chat" Weiß jemand Rat?
Sabota Lark | Sabota Lerche (danke maddy! :))



European Roller | Blauracke



Ich weiß ja, dass ihr alle die Augen offenhaltet und gespannt aus den Fenstern schaut, aber was soll ich sagen. Tage sind verschieden und man weiß nie was einem so ein Gamedrive bringt. Es ist einfach wenig los heute, oder auf dieser Route, aber uns gefällt die Landschaft dafür umso besser und so halten wir die Kamera einfach mal raus und fotografieren Bäume am Rand. Auf 2 von 3 Bildern haben sich dabei Kudus versteckt. 🤨 😁











Na fündig geworden? 😛

Wir geben euch noch einen Moment Zeit zum Suchen, bevor wir weiterfahr... QUIETSCH, BREMS!

Straßensperre voraus. Och neee, nicht die schon wieder. Unsere Freunde aus dem Etosha damals, aus Botswana ständig und auch hier stehen sie wieder auf dem Weg rum. Aber mittlerweile freuen wir uns ja drüber.





So ein bisschen leid tut es uns ja schon, kaum haben wir sie von der Straße vertrieben, da stehen sie im hohen Gras neben der Straße, schauen sich verwirrt in der Gegend um und wissen nicht wohin des Weges. Ziemlich orientierungslos, aber wie heißt es doch im Sprichwort:

"Immer dem Hals nach!"... äähhh, ich meine "Immer der Nase nach!"... ne wartet mal, doch so: "Immer dem langen Hals nach!" 😄








Zwischen den Bäumen sind auf den nächsten paar hundert Metern überall Giraffen. Das gefällt uns sehr gut und wir rumpeln mal wieder langsam weiter über die Piste, immer mal wieder die Kamera aus dem Fenster strecken. Aber es rumort jetzt schon, obwohl wir quasi erst gerade losgefahren sind.

- Plan rausholen
- km Distanzen rechnen
- Plan gemacht
- Auf zum Mlondozi Damm
- Da gibt es eine Toilette
😄








Afrika von Hintern!



Wir biegen also erstmal nach rechts ab, statt nach links und nehmen die S29 in Richtung Mlondozi. Auch wieder eine sehr schöne Piste und auch hier wieder sehen wir so ein bisschen den "Wappenvogel" unserer Reise. Die Blauracken gibt es wirklich gefühlt an jeder Ecke, was bei so einem schönen Vogel, ja auch nicht die schlechteste Sache ist.








Auch die artverwandte Gabelracke lässt sich wieder blicken und bei dem Bild kommt es auf die Details an. Während der Bearbeitung öffne ich ein Plug-In und dort erscheint immer ein Bildausschnitt direkt in 100% Ansicht und siehe da.

Vielleicht werden wir DIE neuen Trendsetter in den sozialen Kanälen.

#Selfie - macht die noch wer, ist doch langweilig
#Duckface - ist schon lange vorbei
#Belfie - wer's braucht
#Pelfie - wäre möglich, aber je nach Tier könnte das auch das letzte Foto sein

Und was es sonst noch so alles gibt. Alles Quatsch.

Wir machen ab jetzt nur noch Safies - Safari Selfies! 🤪

Das ist das neue Ding. Wie geht's, Tiere fotografieren und dabei sein eigenes Safari-Fahrzeug oder wahlweise sich selber mitfotografieren wenn es klappt. Wie jetzt... naja, einfach als Spiegelung im Auge des Tieres! 🙄


Lilac-breasted Roller | Gabelracke





Angekommen beim Mlondozi Damm erwartet uns... ja erstmal die Toilette 😗 und eine Überraschung. Man fährt rauf auf einen Hügel, dort kann man aussteigen, es hat eine überdachte Picknick- und Aussichtsplattform. Ist eigentlich nicht das richtige Wort, haben wir natürlich auch nicht fotografiert. 😣

Auf den Picknick-Plätzen hat es meist Tische, manchmal sogar Grillstellen und Blick. Dazu Toiletten und einen Angestellten, der sich um Pflege des Platzes etc. kümmert. Es ist sauber, wirklich gut gemacht und kein Vergleich z.B. zu den Stellen im Etosha. Gefällt uns sehr gut und so planen wir die nächsten Tage unsere Routen auch immer ein bisschen so, dass wir diese Plätze für eine kurze Pause nutzen können, ebenso wie die Restcamps. 😎





Von hier oben sieht man eine schöne Landschaft, Tiere sind weit weg, aber ich denke mir wenn da mal größere Herden zum Wasser kommen etc. kann das sehr nett sein hier oben mit einem Fernglas zu sitzen. Nur haben wir keines, also nur durch die Kameras ist unten etwas zu erkennen. Ein einzelner Wasserbock-Bulle steht wunderschön im hier sehr grünen, saftigen Gras.



Im Wasser sieht man mehrere Flusspferde und eine kleine Herde Impalas kommt zum Wasser.
Fünf auf einen Streich. Impalas, Flusspferd, Gans, Little Egret und Krokodil. 😮

Hoffentlich sehen das die Impalas auch. Dieses fiese Monster wartet ja nur, dass eines ans Wasser kommt. 🙁
Keine Sorge, hier gibt es jetzt gleich kein rot eingefärbtes Wasser, wie beim Weißen Hai... zumindest solange wir da waren, haben die Impalas immer schön Abstand gehalten.
(schaut genau mittig vor der Herde, da wartet es im Wasser - kaum zu erkennen)





Zurück am Auto werden wir dann auch wieder vom nächsten Wappenvogel verabschiedet: "Gute Reise und schöne Sichtungen!"




Ein letzter Blick vom Hügel runter in die weite, offene Landschaft... vielleicht ein kleiner Hauch, ein ganz kleiner, ein winziger Hauch von Serengeti?! 😄

Wohl eher nicht, wir sind noch verblendet von unseren geringen Erwartungen ans Afrika-Feeling des Parks. Aber wir freuen uns bei diesem Blick, die nächsten Tage durch diese Weite fahren zu dürfen und auf Entdeckungstour zu gehen.





to be continued...


Gruß,
Robin
Teil 1207. Feb. 2021
Skukuza reimt sich auf Katze!

Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als über kleine, rumpelige PADs durch die Wildnis zu rumpeln auf Safari???

OH DOCH... genau das oben beschriebene, aber wenn man nicht mehr auf Toilette muss. 😛 🤪

Jetzt wieder entspannt fahren wir denselben Weg wieder zurück und nehmen uns etwas mehr Zeit die Landschaft dieses kleinen Stücks der S29 zu genießen. So herum gefahren schaut man nach links ins Tal runter, rechts erheben sich die Hügel, die entlang der H10 verlaufen. Auf dem Weg runter von Mlondozi finden sich wieder diverse gefiederte Freunde und Giraffen ein.


Cape Starling | Rotschulter Glanzschalter



Blick in die Grasauen



African Grey Hornbill | Grautoko (da wir Tokos sehr mögen, eine schöne Urlaubs-Erstsichtung) 🙂






Wieder an der S128 angekommen biegen wir rechts ab und ziemlich direkt wieder nach links in die S30, die gut die Hälfte der Strecke bis Skukuza ab hier einnimmt. Der erste Teil der Strecke ist eher mau. Es geht quer durch Büsche und viel sehen wir nicht, aber ein paar witzige Giraffen, was daran liegt, dass sie gerade beim "Baumen" sind. Und beim Baumen sehen Giraffen irgendwie sehr oft etwas Goofy aus. (Baumen = dasselbe wie Grasen, aber halt wenn man, wie Giraffen, an Bäumen frisst statt Gras von der Wiese.)

Eigentlich wollen wir ja die eine erwischen hinterm Baum beim Fressen, aber die andere Giraffe in der Nähe ist das Motiv am Fotobomben, ohne näheren Zoom geht da wenig. 😛








Das gewünschte Bild kriegen wir noch



Giraffen sind ja wirklich immer wieder schön und das Fell mit seinem Muster ist auch immer wieder ein Hingucker. UND, da die so groß sind, gibt es kein Tier bei dem man nur das Muster als einzelnes Detail aus so großer Entfernung ordentlich aufnehmen kann. In dieser Musterung spiegelt sich für mich einfach immer ein Stück Afrika wieder. So schön. 😗 😛





Wir folgen der Strecke und kommen an die eingezeichnete Pfanne. Hier sollen laut Karte 3 Zuläufe den Sabie speißen. Davon ist zwar nichts mehr zu sehen, aber auf der anderen Seite der Pfanne ist ein gut gefülltes Wasserloch und türkisfarbene Blitze über dem Wasser ziehen unsere Aufmerksamkeit an. Mehrere, kleine Impalaherden sind in den nahen Gräsern verteilt. Hier gefällt es uns gut, Zeit für eine kleine Pause, den Wagen abstellen, Motor aus, Fenster runter und mal ein bisschen die Umgegend beobachten. Im Busch neben uns haben mehrere Woodies ihren Ansitz. Leider flitzen sie meistens nur von Busch zu Baum und stechen nur selten ins Wasser. Weder im Flug und noch viel weniger ein Bild beim Eintauchen will mir gelingen. 😵

Die sind aber auch so sehr schön und wir kommen wirklich sehr nah an sie ran.


Woodland Kingfisher | Senegalliest






Die Woodies fliegen immer wieder von A nach B, auch die Impalas finden keine Ruhe. Jedes Mal, wenn sie sich versuchen gegen die teils sehr aufdringlichen Madenhacke zu wehren und diese durch Schütteln oder Bocken vertreiben wollen, wird dies mit entsprechendem Gezeter quittiert.

Aus dem hohen Gras kommt eine "echte" Erstsichtung auf den Platz neben uns gelaufen. So viel Vogelzeug hier, wir wiisen zwar nicht, was die alle so fressen, es sind ja zumindest keine Bee-Eater in der Nähe, aber vielleicht auch ein Grund, warum sich die Libellen hier lieber im Gras verstecken, als offen über's Wasser zu summen. 😐


Red Billed Oxpecker | Rotschnabel Madenhacker



African Wattled Lapwing | Senegalkiebitz









Hier gefällt es uns gut, die Lieste lassen sich immer wieder direkt neben unserem Auto im Busch nieder, manchmal sogar mehrere zusammen und bleiben dort in aller Seelenruhe sitzen und stören sich auch nicht, wenn ein schwarzes Objektiv aus dem Fenster ragt. 🙂







Bei den Impalas geht es wieder ab. Ein schlimmes Gezeter und Gemecker. Na da ist was los. Herr Impala kann schon gar nicht mehr hinhören und Frau Oxpecker ist aber mal so gar nicht erfreut, dass ihr Liebster wieder so abweisend ist. Vielleicht war er auch gestern wieder mit den Jungs zu lange unterwegs. (und ja, ist schon klar, dass es ein Mädel ist)

Dennoch, das Bild musste ich Ehestreit taufen. 😄 🤪



Eine Kududame lässt sich noch blicken, schaut sich aber lieber erstmal die Eindringlinge im weißen Klotz aus einiger Entfernung genauer an. Schön in der Sicherheit der Büsche bleiben. Na, wir wollen dem kühlenden Nass nicht im Wege stehen und langsam wird es auch ordentlich warm im Wagen. Ein letzter Blick über den Teich und wir fahren weiter.











Nur ein kleines Stück weiter kommt man laut Karte an zwei Aussichtspunkten vorbei. Ich vermute, dass sind die beiden Ränder, des Tales, dass wir in unseren Erinnerungen überblicken. Wir kommen über die Kuppe und sehen unten 3-4 Fahrzeuge hintereinander stehen. "Mhhh, aufgepasst Mara Watson, das ist ja nun wirklich ein Anzeichen für eine Sichtung!", sprach Sherlock Robin. 😄

Da muss man wirklich kein Prophet sein und meistens bleiben auch nicht mehrere Autos lange hintereinander stehen, wenn da "nur" Elefanten oder Giraffen zu finden sind und aus unserer erhöhten Lage können wir auch auf den ersten Blick nichts ausmachen.

Wir suchen die Graslandschaft rechts der Straße von oben ab. Da bei den Büschen, Mara verfolgt schlauerweise die Blickrichtung der Objektive, Ferngläser und Menschen in den Autos. Ich schnappe mir die lange Tüte und folge ihren Anweisungen. Büsche gibt es viele, aber nach einer Weile entdecken wir die Objekte der Begierde. Zwei Katzen liegen dort unter einem Busch, kaum zu erkennen und eher anhand der Farbe zu erkennen. 😎

Wir fahren runter in die Ebene um zu schauen ob wir dort einen besseren Blick bekommen und erkennen um was genau es sich handelt. Hier wird aber schnell klar, dass das hohe Gras jetzt doch mal zum Nachteil gereicht. Unten angekommen machen uns die anderen Fahrzeuge auf die beiden Geparden aufmerksam die dort bei den Büschen im Gras versteckt sind.

Zweiter Tag, das zweite Mal Geparden. 🤩

Jetzt muss man aber auch ehrlich sagen, dass wir immer nur mal zwischendurch einen Kopf im hohen Gras sehen und das auch nur, wenn wir uns schon fast gegen den Himmel unseres Autos mit dem Kopf drücken. So ein Wagen mit einer Dachklappe wäre jetzt genial!

Es ist viel Hitzeflimmern zwischen uns und den Geparden, so kann man zwar immer mal einen Blick erhaschen, aber mehr als ein Beweisfoto kann zumindest von unserer Position aus nicht glücken. Ein Safari-Fahrzeug steht in der Nähe, die dürften die einzigen mit genug Sitzhöhe sein. Wir freuen uns trotzdem und sind happy. 🙂





Weiter geht es, wir kommen zur H4-1 und nutzen die immer mal wieder auftauchenden Mini-Loops, die 2km durch die Büsche führen. Eigentlich unnötig, die H4-1 führt direkt am Sabie entlang und dort ist insgesamt mehr zu sehen. Deswegen jetzt mal ohne viele Worte, wir einfach mal zusammen die nächsten 10 Kilometer die Strecke entlang.


Fork-tailed Drongo | Trauerdrongo



Elefanten am Sabie... JAAAA, wir sind total unterfantet 🙁



Das muss ein Rotschnabel-Toko Mädel sein. Rausgeputzt und schick gemacht für den Party-Samstag Abend. Lidschatten aufgelegt, den Schnabel noch mal mit Schnabelstift nachgezogen und die Wimpern zum klimpern gebracht. Holla, die Waldfee, man kann die männlichen Toko-Herzen in der Gegend reihenweise brechen hören! 🙄 😄




Eine "echte" Erstsichtung?! (nur wenn ich recht habe)

Goliath Heron | Goliathreiher



Es hat sogar genug Wasser für hier und da mal ein paar Blümchen, schöner Farbtupfer als Abwechslung.






Wer keine nassen Füße möchte oder einfach keine Lust zum selber Fliegen hat, nimmt hier den Büffel-Bus. 🤨



Liebe Mitreisende, Gäste und aufmerksame Tierbeobachter. Eine Durchsage!
Wie sie schon durch diverse Kommentare und das bisher, auffällig geringe Aufkommen von Elefantenbildern in diesem Reisebericht mitbekommen haben, sind ihre Reiseleiter extrem unterfantet mittlerweile.

Wir bitten sie zu entschuldigen, was als nächstes kommt. Linkerhand sehen sie, einen einzelnen Elefantenbullen, der nun schon mehrere hundert Meter genau neben uns herläuft und sich dabei an jedem Busch und jedem Grasbüschel bedient und sich in seinen Schlund schiebt, was geht. Hungriger Kollege.

Was sie nicht mitbekommen, denn ihre Reiseleitung fotografiert fast immer im "Silent-Mode" der Kameras, ist das Dauerfeuer an Fotos die gerade gemacht werden. Das alleine wäre ja nicht schlimm, aber da die beiden

a) völlig unfähig sind Elefantenbilder aus zu sortieren und
b) einer von beiden (der, der immer die Bilder bearbeitet) einfach ein Dutzend fast identische Fotos entwickelt hat

führt dies unweigerlich zu einer unnötig großen Bilderflut in Grau! 😐 🙁 😗 😣

Ihr könnt wirklich einfach runterscrollen, es wiederholt sich das gleiche Motiv andauernd... für die Auswahl seid ihr beim nächsten tinkers-Tinder zuständig. 😏



























Auf ein Wiedersehen, war schön mit dir. 🙂



Ist noch jemand dabei? 🤪


Keine Sorge, wir machen jetzt erstmal Pause in Skukuza. Letzte Chance auszusteigen. 😄

Was lässt sich zu Skukuza sagen. Zuerst mal, dass wir einen großen Garten erwarten und finden und es vorne einen Blick über den Fluss hat. Also haben wir nur die langen Objektive dabei, was wieder dazu führt, dass wir keine Bilder der verschiedenen Camps etc. mitgebracht haben. Für die nächste Reise plane ich die EM10 auszutauschen und dann als in der Tasche immer dabei Kombi mitzunehmen, die dann für dokumentatorische Zwecke verwendet werden kann. Das fehlt im Augenblick.

Skukuza selber ist so groß, wie man es sich vorstellt, aber alle diese Restcamps finden wir nicht er- oder abschreckend. Es ist zwar gut gefüllt, aber alles ist auch immer sehr sauber und irgendwie macht es Sinn, die großen Restcamps sind wie Inseln im Park, aber der Park selber ist dann doch "wilder" als gedacht.

Wir wollten hier eigentlich eine Mittagspause machen, aber irgendwie finden wir weder den Platz, noch das richtige Menü, auf das wir wirklich Hunger haben. Wo wir aber gerade mal hier sind organisieren wir uns einfach diverse Snacks für unterwegs. Mehrere Sandwiches wandern in den Rucksack und wir schauen im Laden vorbei. Mara schaut in jedem Laden nach einem Hut, den braucht sie, wenn es später im Urlaub auf einen offenen Wagen geht, ich halte nach Mitbringseln für die Patenkinder Ausschau UND, eine Sache wird dann doch gekauft vor Ort. Die UV-Lampe für die folgenden Nächte. 😄

Fotos aus dem Camp habe ich nur 2 gefunden, eine kleine Echse und einen Strauche mit Beeren, die ich beide nicht weiter benennen kann.









Ein Blick auf's Sichtungsboard sieht vielversprechend aus. Was rund um Skukuza so alles an dem morgen markiert wurde ist schon gewaltig. Mehrere Rhinos, Löwen, sogar Wildhunde an zwei Stellen lassen sich entdecken.

Wir pappen die Geparden mit auf die Liste und ganz stolz unseren Elefanten. Entweder hat keiner Elefanten gesehen oder die werden hier nicht als relevant betrachtet, denn keiner hat einen markiert auf dem Board. 😮


to be continued...


Gruß,
Robin
Teil 1313. Feb. 2021
Was ist besser als ein Leopard am Tag...?

So ihr Lieben... Pippipause ist vorbei, hat jeder was zu Essen und zu Trinken im Shop gekauft?

Es geht weiter, schauen wir noch mal wo es jetzt lang geht.
Wir fahren direkt Richtung Süden, ziehen dann eine kleine Runde den N'watimhiri entlang zurück in Richtung Lower Sabie.



Es geht auf Asphalt die H1-1 hinunter. Das gefällt uns nicht sonderlich, also planen wir recht früh links ab in die S114 abzubiegen. Am Abzweig angekommen, fährt gerade ein Wagen aus der Piste. Eines der hinteren Fenster fährt runter und ein ca. 13 jähriges Mädel bedeutet uns langsamer zu fahren und anzuhalten. Vorne im Auto sitzen breit grinsend Mama und Papa. 😉

Die Situation erfassen wir sofort, da darf wohl jemand ganz stolz die tollen Sichtungen verkünden. 😎
Da halten wir natürlich sehr gerne und die Kleine erzählt uns, dass wir abbiegen müssen und den Weg nehmen, den sie gerade gekommen sind. Da liegt ein Leopard im Baum, nur wenige Kilometer die PAD runter. 🤩

Wir bedanken uns artig und versichern, dass wir diesem super Tipp natürlich sofort verfolgen werden und wünschen dem Trio noch viel Glück für den restlichen Tag. Wir müssen in diesem Falle wirklich mal gar nix tun, 2km dem Weg folgen, es stehen schon 2 Fahrzeuge am Rand. (JA, nur 2 Fahrzeuge, so nah an Skukuza, bei einem Leo im Baum... es ist wirklich nicht zu überfüllt hier, zumindest in dieser Jahreszeit, oder woran auch immer es liegt)

Der Leo liegt zwar tatsächlich wie angekündigt im Baum, dank der Fahrzeuge wissen wir auch die Richtung, aber er ist so weit weg, da müssen wir doch erstmal ganz schön suchen um den richtigen Baum zu finden.



Da ist aber jemand sehr müde heute! 😄



Wir haben den Wagen abgestellt und ich schraube alles an Konverter dran was geht um doch noch halbwegs nah ran zu kommen und ein paar gute Bilder zu bekommen. Flasche Wasser nach hinten, Brote verteilt und so sitzen wir beide auf der richtigen Seite und beobachten den schlafenden Leoparden. Vorder- und Rückbank ist für uns eigentlich ein Muss, damit wir bei Sichtungen immer beide die "richtige" Seite haben können, deswegen nehmen wir auch immer ein Double-Cab beim Campen.

Plötzlich kommt etwas Bewegung rein, der Leo hat anscheinend unter dem Baum etwas entdeckt und er steht ganz kurz auf, legt sich wieder hin aber beobachtet irgendwas, dass sich unserer Sicht entzieht. Objektive schnellen aus den Fenstern, passiert hier doch noch was?! 😮

Falscher Alarm... zwei Minuten später wird der Kopf wieder gemütlich auf die Vorderpfoten gebettet. (kleine Anekdote aus meinen 6 Wochen Dauer-Safari-Live-Zeit, da hatten sie mal einen Leo beobachtet, der gemütlich ein blutiges Stück Fleisch einer erlegten Antilope als Kopfkissen nutzte und völlig verschmiert war) 😣





Doch lieber wieder hinlegen...



...Position mal ändern...



... kurzer Blick zu den Menschen. Was wollt ihr hier? - Ich mach nix. Gute Nacht!



NA GUT... nach ca. 45 Minuten zieht es uns dann doch auch mal weiter. Wir wechseln noch einmal die Position, vielleicht erkennt man mehr ein Stück weiter die Straße runter, aber es ändert nicht viel an der Sichtung und auch nix an dem faulen Sack da oben im Baum. Der bleibt sanft schnarchend genau da liegen wo er gerade ist. 😗





Auf der S114 passiert nichts mehr, aber ein Leo ist ja irgendwie auch nicht zu verachten. 😛

Wir nehmen die S22, dort gibt es den Aussichtspunkt "Renosterkoppies", man fährt durch große Findlinge auf einer kleinen Serpentinenstrecke nach oben, allerdings ist jetzt alles so verbuscht, dass man an Aussicht gar nicht denken kann. Oben auf erwischen wir nur 2 Go-Aways im Geäst, die uns lautstark nach unten rufen. Aber dennoch erwischen wir auch hier 2 echte Erstsichtungen, ganz verschiedener Arten, die sich aber beide auf den Felsen in der Sonne aufwärmen.


Weg nach oben: Eine Echse, aber welche, kann ich nicht bestimmen, auf jeden Fall noch nie gesehen, mit Schwanz ganz locker länger als 1m









Weg nach unten... wir haben tatsächlich noch nie Klipspringer gesehen. 🙂 😎






Wir nehmen die S21 unter die Räder. Es ist mittlerweile schon 15.30h, noch 30km Gravel vor uns und dann noch 15km auf Asphalt. Ohne Sichtungen kein Problem, aber wir kennen das wohl alle, Zeitmaßstäbe in km und Geschwindigkeit gerechnet vetragen sich nie gut mit einer Safarifahrt. Man steht ja doch immer irgendwo länger... es gibt ja viel zu sehen. So auch hier.

Los geht es mit wierder mal schönen Giraffen und deren Putzkolonne bei der Arbeit. Eine weitere echte Erstsichtung schwirrt durch die Luft. Als sie sich mal setzt, schaffe ich ein einzelnes Bild, das ausreicht, um eine Rauchschwalbe zu identifizieren. 🙂


Mal ein etwas anderer Bildausschnitt 😉



Der Oxpecker hat noch einiges zu tun... wir suchen uns im Sommer immer die Beine ab, wenn wir im hohen Gras waren. Wie schaffen es die Giraffen dutzende Zecken am Kopf zu haben. 😐



Barn Swallow | Rauchschwalbe



Weiter geht es mit einer kleinen Schweinefamilie, Mara fotografiert die Warzenschweine, ich halte meine Kamera auf der anderen Seite des Autos raus und nehme noch ein paar Vögel vor die Linse. Warzenschweine sind auch nicht sooo einfach gut zu erwischen. Kopf meistens unten, dann sind sie eher klein und man fotografiert aus dem Auto heraus eigentlich immer von oben runter. Nicht so easy.








Burchell's Starling | Riesenglanzstar






Und noch einer für unsere Erstsichtungsliste: Crowned Lapwing | Kronenkiebitz



Jetzt muss ich mal wieder etwas ausholen. Denn das nächste Bild hat etwas Geschichte. Wir wollen ja gerne Eulen sehen. Und weil das so ist, durchsuchen wir alle möglichen Bäume. Allerdings wissen wir gar nicht wo genau man nach Eulen suchen sollte, ganz offensichtlich, schließlich finden Eulen eher uns, als wir sie. 🤪

Tote, abgestorbene Bäume, ohne jegliches Blätterwerk, abgeschälte Rinde, ausgeblichenes Holz... da suchen wir am liebsten nach Eulen. Ist das sinnvoll. 🤨 Auf jeden Fall habe ich solche Bäume immer im Kopf und da guckt eine Eule aus einem ausgehöhltem Astloch. So muss das aussehen.

Wir zockeln also gerade so über die PAD und im Augenwinkel sehe ich etwas durch Maras Fenster in so einem Baum sitzen. Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal spritzt der Kies auf dem Weg hoch. Ich bremse scharf ab, Rückwärtsgang rein und nachgeschaut. Es ist keine Eule, aber ein kleiner Kerl guckt uns neugierig an. 😁







Dieses Foto habe ich als einziges schon direkt im Urlaub entwickelt. Irgendwie hatte es beim Sichten der Bilder zwischendurch direkt meine Aufmerksamkeit. Keine spektakuläre Sichtung, aber wie der kleiner Kerl da aus seiner Haustür hinausschaut, eingerahmt von der fast weißen Holzstruktur. Ich fand und finde es cool.

Zurück aus dem Urlaub habe ich an einem Fotowettbewerb teilgenommen, u.a. mit diesem Foto und siehe da. Platz 7 von immerhin über 3.500 Einsendungen sollte es werden inkl. dem Bild abgedruckt in der August-Ausgabe der digitalphoto. 🤩 😎

Darüber freue ich mich riesig und mittlerweile begrüßt der Racker auch jeden Gast als Erster, wenn der Besuch unsere Wohnung betritt. (was aktuell ja nicht allzu oft vorkommt 😏)




Die Landschaft hier ist durchzogen von runden Koppies, total schön, aber Leoparden oder andere Katzen finden wir nicht auf auf ihnen. Stattdessen tummelt sich aber das pralle Leben mit diversen Antilopen... mit Vögeln links und rechts... Mangustenbauten finden sich entlang des Weges, mitsamt der süßen Bewohner. Wow, auf der S21 brummt es so richtig. Hier gibt es jede Menge zu sehen. Da kommt man kaum weiter, wenn man so wie wir, für fast alles anhält. 😄








Kleinen Kuss bei der Mama abholen



Futtern, kurz gucken, weiter futtern!



Steenbok | Steinböckchen



Ich liebe es wie gut PS mittlerweile Panoramen aus 5 mal eben aus der Hand geschossenen Fotos zusammensetzt. Die schöne Route entlang der S21



Dwarf Mongoose | Zwergmangusten






Crowned Lapwing | Kronenkiebitz



Swainson's Spurfowl | Swainsons Francolin



Punker gint es überall



Und wegen dem hier quietschten wieder die Reifen, Rückwärts setzen... die Videos sind aber niedlicher. 🙂



An einem kleinen Wasserloch, die nächste Erstsichtung. Kaum kamen wir an, plumpste die ganze Entenfamilie ins Wasser. Lieber Abstand zu dem bereiften Weißkastenelefanten gewinnen. 🤪


Knob-billed Duck | Höckerglanzgans



Puuhhh... kurz durchatmen und die Augen ausruhen. Die S21 können wir wirklich empfehlen. Es sind vielleicht nicht die ganz spektakulären Sichtungen, aber dafür gibt es wirklich immer was zu sehen. Und so geht es auch weiter, bzw. ist das in erster Linie eine Piste für die Birder hier. Den gefiederte Freunde sitzen in jedem zweiten Baum, es werden Grillen gefangen, Ausschau gehalten, auf Ästen balanciert, die höchsten Spitzen der Bäume als Ausguck genutzt und die obligatorische Gabelracke gibt es auch wieder zu finden.


Wir machen mal weiter mit der Bilderflut, es ist nebenher wenig zu berichten, einfach Kamera raushalten und von Motiv zu Motiv fahren. 😉











Lilac Breasted Roller | Gabelracke



Erstsichtung #? - ich zähle nicht mehr. 😄 Bearded Woodpecker | Bartspecht



Woodland Kingfisher | Senegalliest






Brown Snake Eagle | Schlangenadler






Dieser skeptische Blick des Tokos ist wohl der Uhrzeit geschuldet. 🙄
Wir haben mittlerweile 17 Uhr durch und sind immer noch auf der S21 unterwegs, bestimmt noch eine gute Stunde bis zum Camp und wir haben mal wieder nicht genau geschaut bis wann wir zurück sein müssen. Grob 18 Uhr, vielleicht 18:15 oder 18:30h 😕

Warum sagt denn keiner was... na gut, dann müssen wir wohl langsam wirklich etwas auf die Tube drücken. Auf der S21 sind wir übrigens seit Beginn an völlig alleine unterwegs und die freie Piste nutzen wir jetzt auch aus. Die nächste halbe Stunde "fliegen" wir über die Piste und machen endlich etwas Strecke, anscheinend verstecken sich die meisten Tiere auch langsam für die Nacht, bzw. halten wir jetzt wirklich auch nicht mehr für alles und jeden. Zeitlich wird es langsam knapp und da heißt es auch mal durchziehen und...

... BREMS, Kies fliegt wieder hoch. Ich setze zurück...


Dazu muss ich noch mal ausholen. Seit unserem ersten Urlaub in Namibia "trainieren" Mara und ich den eigenen Safariblick. Immer und überall. Beim täglichen Weg zur Arbeit, bei Spaziergängen, dem Blick aus dem Fenster, etc. pp.

Dabei gibt es Regeln und ein Punktesystem, dass je nach Sichtungsmöglichkeiten auch erweitert werden kann. Im Augenblick sieht das so aus:

- Greifvogel / 1 Punkt
- Nutria oder Wasserratte / 1 Punkt
- Hase (also kein K'Nickel) / 1 Punkt
- Eichhörnchen / 2 Punkte (wegen dem Niedlichkeitsfaktor)
- Eisvogel / 2 Punkte (unsere Stelle leifert quasi immer)
- Fuchs / 5 Punkte
- Reh / 5 Punkte
- Eule / 5 Punkte


Ziemlich beknackt, oder? 🤪 😄

Aber es wirkt. Zumindest glauben wir das. Wir sind viel aufmerksamer und sehen mittlerweile wirklich eine Menge. Auf jeden Fall mal viel mehr, als wir früher gesehen haben. Speziell solche "Sichtungen aus dem Augenwinkel" beim Fahren... da ist die Quote deutlich hoch gegangen.

Maras fragender Blick kommt von links zu mir rüber. Keine Zeit mehr, wir halten nicht mehr, aber wenn schon so abbremsen, dann muss wohl mal wieder was sein.

"Ich glaube da lag ein Leopard zwischen den Bäumen durch weiter hinten auf einem Ast."

Wir setzen zurück und tatsächlich... na wer hat die Überschrift für diesen Teil wirklich gelesen?

Was ist besser als ein Leopard am Tag...?

Zwei Leoparden natürlich! 😛 🤩

An Bilder ist nur mit der ganz langen Tüte mit Verlängerung zu denken. Er liegt durch mehrere Bäume hindurch im schönsten Abendlicht, aber bestimmt 50-60m entfernt. Wirklich viel sehen können wir eigentlich nur mit der Kamera... und nicht zum ersten Mal denken wir uns in diesem Urlaub, dass so ein Fernglas seinen Sinn und Berechtigung hätte.








Lange halten wir uns nicht auf, er ist sehr weit weg, wir haben nur aus genau einem Winkel überhaupt einen blick auf ihn und noch sieht er recht träge aus. Es muss also weitergehen und unser Zwischenziel ist der Sunset Dam. Da ist man dann quasi am Gate zu Lower Sabie und wenn da andere Fahrzeuge stehen können wir uns einfach dranhängen, wenn die losfahren. So verpassen wir den richtigen Zeitpunkt nicht um rechtzeitig zurück zu sein.

Unterwegs muss dennoch ein Foto für eine weitere Erstsichtung sein. Wir haben jetzt schon 2-3mal einen Vogel sehr komisch fliegen sehen an diesem Tag mit gewaltigen Schwanzfedern. Aber ein Foto wollte nicht gelingen. Auch hier ist es nicht sonderlich dolle, aber immerhin überhaupt mal erwischt. Mir gefällt der Name fast besser als der Vogel selber. 😎


Long-tailed Paradise Whydah | Spitzschwanz-Paradieswitwe



White-backed Vulture | Weißrückengeier



Angekommen am Sunset Dam teilen wir uns den Spot mit ein paar Fahrzeugen die zum Sundowner hier stehen. Wir finden aber noch locker unseren eigenen, kleinen, privaten Platz... werden aber von "Grumpy Bird" schon erwartet. 😄

Es ist wirklich ganz nett hier, in erster Linie brüllen mehrere Hippos um die Wette, der Blick über's Wasserloch ist ja immer nett und ein Giant Kingfisher lässt sich auch noch kurz blicken. Das wäre wohl letzten Abend auch die bessere Wahl gewesen. Nur ein paar hundert Meter fahren, hinstellen und schauen. 😎


Water Thick-knee | Wassertriel












Giant Kingfisher | Riesenfischer









Was für ein toller Tag heute schon wieder. 🙂

Wir fahren zurück zum Camp, kurze Dusche und dann gehen wir heute deutlich früher zum Essen und haben das Glück bei noch etwas Restlicht einen Platz vorne am Geländer zu erwischen. Es gibt wieder Burger und Pommes, die Karte spricht uns nicht sonderlich an und das war gestern gut und wir haben Hunger und sind nicht sonderlich in Probierlaune. Play it safe, no risk.


Abendessen mit Blick




Es geht zurück zu unserem Bungalow, heute haben wir keine Nachbarn. Ein kleines Feuer wird entzündet und die neue Taschenlampe auf der Suche nach Skorpionen ausprobiert. Um genau zu sein hatten wir die schon im Restaurant dabei und haben auf dem Rückweg auch schon alle Bäume abgeleuchtet. Toll so ein Ding. 😉


Apropros Bungalow...


FAZIT Lower Sabie Restcamp
Die Bungalows sind jetzt nichts Besonderes. Es ist sauber, etwas abgerockt, aber wir sind eh immer nur zum Schlafen dort. Das gibt keine hohen Punkte, aber das ist auch nix Schlimmes. Wir haben noch einen Bungalow am Zaun bekommen, was aber nicht sonderlich viel Sicht bietet und eher einen Garten hat. Der eigentliche Bungalow, bzw. die Terrasse ist so weit weg vom Zaun, dass man von hier aus eh nichts sieht. Das mag bei anderen Bungalows weiter in Richtung Restaurant anders sein.

Das Restaurant ist ok, bzw. außen ist es eher ein FastFood-Laden. Ich bin mir nicht sicher ob man drinnen eine andere Karte serviert, das sah auf jeden Fall schicker aus und war auch entsprechend anders eingedeckt. Es war alles ok, aber auch nicht mehr, auch nicht weniger. Wir würden wiederkommen, keine Frage, aber eher wegen der Gegend, nicht weil Lower Sabie an sich unbedingt ein Muss auf der Reise ist.

Also alles ok, alles solide, aber etwas fade 2,5/5 Sterne.


Gruß,
Robin
Teil 1419. Feb. 2021
Tag 2 vorbei, ja dann ist es Zeit für...



Fast vergessen. 🙂

Kurze Erklärung... denn jetzt haben wir ja schon Bilder stehen. Unten die neuen Regeln mit Beispiel, die ab jetzt dann immer gelten.

1. neben den möglichen Bildern zum Austausch, gibt es jetzt auch immer die Option "NICHT TAUSCHEN", wenn man das Bild des Tieres nicht austauschen möchte

2. Möchte man ein Bild als Cover-Bild (also das große) einsetzen, dann schreibt man "COVER" dazu.
(wird dabei ein anderes Tier als Cover gewählt, dann wandert das aktuelle Cover an dessen Stelle in den kleinen Bildern)

3. Möchte man generell, dass das Cover-Bild beibehalten wird, dann schreibt man auch das dazu. "COVER BEHALTEN"
(wenn es dann mehr Stimmen für Cover behalten gibt als Stimmen das Cover mit einem Bild zu tauschen, dann bleibt es bestehen)


Beispiel #1:
Wir haben heute nur 2 Tiere der Big5 gesehen, die zur Auswahl stehen. Elefant und Leopard.
Mir gefällt keines der Bilder besser als das aktuelle Coverbild des Nashorns, ebenso finde ich den aktuellen Leopard besser. Eines der Eli-Bilder finde ich aber besser als das aktuelle. Dann schreibe ich z.B.:

- "COVER BEHALTEN"
- Leopard "NICHT TAUSCHEN"
- Eli3


Bedeutet = Das Nashorn bleibt auf dem Cover, der aktuelle Leopard bleibt auch und nur der Elefant wird ausgetauscht.


Beispiel #2:
Wir haben heute nur 2 Tiere der Big5 gesehen, die zur Auswahl stehen. Elefant und Leopard.
Mir gefällt ein Eli so gut, dass ich den gerne als Cover hätte. Ebenso einen der Leoparden finde ich besser als den aktuellen:

- Leo2
- Eli2 "COVER"


Bedeutet = Der neue Elefant kommt auf das große Bild. Das Nashorn wandert auf die kleine Fotoposition des Elefanten und der aktuelle Leopard wird gegen den neuen getauscht.

---------------------
Ich hoffe die Beispiele helfen bei der richtigen Auswahl.
Hier nun die heutigen Kandidaten, viel Spaß beim links und rechts Swipen. 😉

Leo1


Leo2


Leo3


Eli1


Eli2


Eli3


Eli4


Eli5



Gruß,
Robin
Teil 1501. März 2021
Tag 3: Immer der Nase nach!

AUFGEWACHT - Schlafmützen!

Jetzt haben wir uns wirklich lange genug ausgeruht, es wird Zeit für skandalöse Aussagen, naserümpfende Methoden und rüpelhaftes Benehmen. All das und viel mehr. Bleiben sie dran, schalten sie nicht ab! (Und zum Kühlschrank und zur Pinkelpause geht es nur in den Werbepausen.) 😄

Was haben wir heute vor?
>> werfen wir mal einen genaueren Blick drauf.



Wir fahren die von gestern schon bekannte S128 hoch, diesmal aber ohne auf der Hälfte abzubiegen, sondern es geht gerade durch bis zum aspahltierten Zubringer zur Nord-Süd Route, der H10. Ursprünglich geplant hatten wir dann einen Zick-Zack Kurs anzulegen und an jedem Fluss entlang uns langsam nach Norden zu bewegen. Wie man unschwer erkennen kann, wurde daraus die ziemlich direkte Route über die westlichste PAD in dem Teil des Parks, die S36. Warum? - na, wer uns kennt... wir hatten irgendwann einfach wieder keine Zeit mehr übrig. 😛

Unser Tagesziel ist das Orpen-Gate, bzw. zur Übernachtung das Tamboti Tented Camp, dass uns Petra und Andreas während unserer Planung wärmstens empfohlen haben. Heute also selber kochen, was in Afrika im Regelfall bedeutet, dass der Grill angeschmissen wird. Deswegen auch unser kleines Zeitproblem, wir müssen uns in Orpen am Shop für den Abend noch das entsprechende Mahl holen. Zur Anmeldung beim Tamboti Tented Camp muss man dort aber sowieso vorbei.

Red Bishop | Oryxweber


Es geht über den Damm und wir starten den Morgen wieder mit dem leuchtenden Oryxweber des Vortages. Allerdings lässt er sich dieses Mal wesentlich schöner und vor allem näher abbilden. Meine Kamera hat aber wirklich Probleme, weil das Gefieder so extrem leuchtet und der Kopf praktisch nicht im sonst üblichen Weißbereich, sondern hier in der Farbe ausbrennt. Ich kenne keinen Vogel, der so extrem grelles Gefieder hat. 😮

Über die Bilder freue ich mich aber sehr, so kann der Tag doch gerne beginnen.
(achja... nach ein paar Kommentaren zum bisherigen Rahmen und weil ich den eh' weiterentwickeln wollte, habe ich den wieder angepasst. Heisst aber auch, alle schon fertigen Bilder der kommenden Tage neu zu machen. 😖)








Und die S128 weiß auch heute wieder zu gefallen. Es geht Anfangs eher durch lockeres Buschland, mit genügend Sicht links und rechts. Mittig kommt man ca. bei der Kreuzung mit der S29 und S30 durch entlang eines kleinen Waldes mit mehr höheren Bäumen, bevor sie sich auf der restlichen Strecke eher in rollendes Grasland verwandelt.

Es ist noch etwas kühl, also plustert man sich entsprechend auf gegen die Kälte... 😉


Lilac-breasted Roller | Gabelracke



Auf den nächsten Kilometern geht es abwechslungsreich weiter mit den "üblichen" Verdächtigen, was für uns einen sehr guten Start bedeutet, denn Elefanten sind ja ein Muss, wenn es auch wieder nur ein einzelner Bulle unterwegs ist. Aber er ist in guter Gesellschaft. Es zeigen sich noch Giraffen und ein paar Zebras streifen durch's Gras.








Ich mag so Bilder durch einen Vordergrund durch fotografiert... der hier ziert aktuell meinen Desktop.












Wir kommen zu den Baumgruppen in der Mitte der S128 und was für ein Glück. 🤩
An Tag 1 einen Bataleur im Nest, heute sehen wir gleich zwei noch etwas verschlafene, beim morgendlichen Gefiederputz. Die beiden stören sich überhaupt nicht an uns. Sie lassen uns Linsen wechseln, Plätze tauschen. Richtig super, aber VORSICHT... ich weiß, eine ungeliebte und "skandalöse" Aussage: "Ich finde immer noch, dass die von vorne betrachtet, irgendwie dümmlich aus der Wäsche schauen." 😄 😛





Bateleur | Gaukler






Wir fahren weiter des Weges entlang, die Sonne klettert immer höher, es wird wärmer und immer mehr Zaungäste lassen sich blicken... oder vielleicht verschwinden sie auch. Wie ist das bei Schlankmangusten, sind die eher Tag- oder Nachtaktiv. Gesehen haben wir die bisher immer nur morgens, nie nach der Mittagszeit. Natürlich haben wir keine Zeit zu vertrödeln und so werden wir, kaum haben wir ein Foto gemacht von einer Lerche? auch direkt wieder weiter gejagt. 😗


Slender Mongoose | Schlankmanguste



Eine Lerche? ... oder Cisticola



Seht zu, dass ihr weiter kommt!, natürlich in etwas schöner gesungen, also eher so: "Seeeheeet zuuu, dass ihr weieieieiter kooooomt!" 🤪






Ich habe ja oben schon erwähnt, dass ich gerne durch Geäst und Gras im Vordergrund fotografiere, aber man kann es natürlich auch übertreiben. Hinter dichten Büschen hält sich ein kleines Zebrafohlen versteckt, etwas schüchtern das Kleine. Einzig das Warum, dass können wir nicht nachvollziehen. Es schämt sich wohl...





... und nachvollziehen können wir das nicht. Mara sagt immer nur "wie süß", ich Taufe den Kleinen einfach "Zebra Bane". Wer mal die Batman-Reihe mit Christian Bale gesehen hat, der wird wissen warum. 🤨 😉

Es ist auf jeden Fall eine ganz besondere Erscheinung und hat keinerlei Grund sich zu verstecken. 🙂











Nur wenige Meter weiter sehen wir wieder eine Erstsichtung für diesen Urlaub, wieder schwarzes Gefieder und wieder rot am Kopf, diesmal aber keine Bateleure, sondern der Südafrikanische Vogel des Jahres, zumindest stand das so in einem Birding-Magazin, dass wir vor'm Rückflug am Flughafen kaufen, kaufen werden... gekauft haben..... gekauft haben werden. (irgendwie so, Grammatikfalle ist vorprogrammiert hier) 😐


Southern Ground Hornbill | Südlicher Hornrabe






Bevor wir die Bäume verlassen, stellen wir noch eine These auf. Das Gras ist nicht immer nur grüner auf der anderen Seite. Manchmal ist es auch grüner im Schatten der Bäume...

... oder zumindest schmeckt es dort saftig.

Ob saftiger oder besser als auf der anderen Seite, dass vermögen wir nicht zu sagen, ABER ES MUSS GUT SCHMECKEN!

Oder wie könnt ihr euch sonst so ein glücklich dreinschauendes Zebra erklären??! 😄





Lecker Gras in der Schnute



Es geht raus in die Graslandschaft und geht erstmal gefiedert weiter, wir haben ja von euch gelernt, dass man die Carmines gar nicht so oft sieht im Krüger, also würdigen wir diese Sichtung heute auch entsprechend und nehmen das Foto mit, auch wenn das weit weg von besonders brauchbar ist.


Magpie Shrike | Elsterwürger



Lilac-breasted Roller | Gabelracke



Carmine Bee-eater | Karminspint



Während wir so weiter fahren sehen wir leicht rundliche Bälle auf der Straße liegen. Elefantendung... nichts ungewöhnliches. Aber bei genauerer Betrachtung, sieht man manchmal leichte Spiegelungen auf den Bällen. Das zeugt von Feuchtigkeit... Mhhh, Sherlock Robin und Mara Watson übernehmen mal ab hier.

Nase zu halten wer nicht vom Land kommt. Wir halten bei ein paar schönen, großen Haufen und fahren die Fenster runter für eine Nasenprobe. Es riecht nach frischem Dung. Nach schönen, frischen Haufen. 🙄 🤪

Wir sind hellwach! Es liegen einige Haufen rum, genug für eine kleine Herde und sie sind frisch. Hier müssen irgendwo Elefanten sein. Und tatsächlich, ein paar hundert Meter weiter stehen sie im Gras. Vielleicht 7-8 Elefanten, allerdings so weit weg und nur mit Mühe zu fotografieren, aber endlich wieder ein paar mehr zusammen auf einem Fleck. Vielleicht kommt ja heute unser Elefantenglück zurück. 🙂





Man beachte auch den Carmine im Bild. 😁



Dieses Gnu kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen, es steht einfach etwas unbeteiligt in der Gegend rum.



Die PAD macht eine scharfen Rechtsknick und wir kommen über eine kleine Anhöhe, unter uns ist schon die H-10 im Blick. Eine Riesentrappe stolziert über den Weg, offensichtlich sehr gewahr, wie hübsch sie ist, trägt sie den eitlen Schnabel ganz schön hoch. Danach folgt weiteres Federvieh... ein Trio "echter" Erstsichtungen. Auf den letzen paar Metern meint es die S128 noch mal besonders gut mit uns. 😎


Kori Bustard | Riesentrappe



Red-footed Falcon | Rotfußfalke Amur Falcon | Amurfalke ... danke maddy



Rufous-naped Lark | Rotnackenlerche



Red-breasted Swallow | Rotbrustschwalbe



Während wir von der Anhöhe runter kommen, sehen wir ein Fahrzeug auf der H-10 stehen, ein paar hundert Meter südlich, entgegen unserer Richtung, die wir einschlagen wollen. Die Straße fällt sehr auf, durch das dunkle Asphaltband, dass sich durch die Landschaft zieht, aber ca. dort wo der Wagen steht erkennt man einen deutlichen, sehr breiten Streifen der andersfarbig wirkt.

Aus der Entfernung kaum zu erkennen, aber als wir etwas näher kommen, können wir erkennen, dass neben der Piste massig Bewegung ist. Eine sehr große Büffelherde zieht dort entlang 😎 , also entscheiden wir uns, an der Piste angekommen natürlich den winzigen Schlenk gen Süden zu fahren und die Herde von etwas näherem zu betrachten.





Der andersfarbige Streifen auf dem Asphalt markiert die Stelle das Crossings. Die Straße ist einfach, man muss es so sagen, komplett vollgeschissen. 🤢 😄 Von oben schon zu erkennen, hat hier gefühlt jeder Büffel einmal unter sich gelassen. Leider ist die Herde etwas weiter weg im Gras, zum Glück aber auch weg vom Mist, so kann man die Fenster gefahrlos runterlassen. (Büffel haben nicht den süßen Butterblumen-Duft von Elefanten! 😜)

Was ein Lärm. Die Büffel sind ja eher leise Vertreter, eine Gnu-Herde ist viel lauter, aber fast beeindruckender als die Herde selber sind die hunderte, eher tausende Vögel, großteils Schwalben, die über die Herde zischen. Es zwitschert, kreischt, ein Heidenlärm und man weiß gar nicht wo man hinschauen soll. Definitiv keine Sichtung um mal die Seele baumeln zu lassen.





Manchmal werden wir eines Blickes gewürdigt.



Meistens ist Grasen angesagt.



Oder man wird eher offensiv ignoriert.



Wir verbringen hier einige Zeit und nehmen die Szene einfach nur in ihrer Gesamtheit auf. Solche Herden üben schon eine besondere Faszination aus finden wir. Wenn ich die Wahl hätte, zwischen einem Crossing am Mara River und durch Herden aus abertausenden Gnus und Zebras in der Serengeti, ich würde immer die Herden dort wählen. Das stelle ich mir unglaublich vor. (ein Arbeitskollege war dort zeitgleich mit unserer Krüger-Reise, die Bilder runter von ein paar Anhöhen sind einfach nur Wow!)








Oxpecker gibt es natürlich auch reichlich.









Ein bisschen vergleichen kann man diese Sichtung mit einer Walsafari. Wenn man mit dem Boot draußen ist sucht man nicht nach Walen. Die Guides erklären einem, dass man nach den Vogelschwärmen Ausschau halten soll. Dort wo die Wale sind, treiben sich auch die Vögel rum, denn dort wo die Wale sind treiben sie Fischschwärme an die Oberfläche. Hier ist es ähnlich, das Getrampel schreckt Käfer und Heuschrecken auf, ein wahres Festmahl für die Schwalben, ein regelrechtes Gemetzel in der Insektenwelt. 🤨 😗








Der "Großvater", so haben wir den Büffel getauft, der hier so tapfer für alle Portraitbilder herhalten musste und mir gegenüber an der Wand hängt sieht auf dem letzten Bild so müde aus... dito, Zeit ins Bett zu gehen.

to be continued...


Gruß,
Robin


PS. Vergesst nicht, dass ihr noch beim letzten


teilnehmen könnt!
Teil 1614. März 2021
Dicke Luft am Wasserloch!

Wir fahren weiter gen Norden auf der H10. Es passiert nicht viel, aber ich versuche mal anhand von Landmarken zu erklären wo wir gerade ungefähr sind. Es geht stetig bergauf und wir fahren jetzt von hinten die Hügel hoch, die man bei den Eli-Bildern vorhin im Hintergrund gesehen hat. Oben auf kann man links ab auf einen kleinen Parkplatz fahren und überschaut jetzt von oben aus die Ebene, durch die man vorher noch gefahren ist. Auch Weite und Blick hat man... der Krüger bietet wirklich fast alles. 😎

Nkumbe View Site



Da wir ja versuchen Asphalt zu umfahren, geht es kurze Zeit später rechts ab auf die S32 für einen kurzen Schwenk vorbei am Orpen Dam... da gibt es dann auch die erste Toilettenpause. So plant man Safaritage im Krüger liebe Leute richtig! 😄

Wir haben ja heute das Gefühl, dass wir endlich wieder eine Elefantennase haben, die verstecken sich aber noch etwas vor uns. Dafür kommt mir eines meiner Lieblingsmotive vor die Linse, ein frecher Oxpecker, der einem Impala auf der Nase rumtanzt. 🤪




Blinder Passagier



Wenn Vögel nur so rumsitzen und nicht offensichtlich auf Impalas oder ähnlichem bin ich mal wieder ratlos?



Wir biegen ab zum Orpen Dam und da sind sie endlich. Elefanten satt und kein Durchkommen. Sie bauen sich vor uns auf der Straße auf, kaum kommen wir weiter geht eine Herde über die PAD. Wir warten und stellen fest, dass praktisch die ganzen Büsche um uns herum voller Elefanten sind. Versteckt in den Büschen gibt es kaum Fotos, aber Videos haben wir einige gemacht. So geschätzt etwas mehr als 20 Elis laufen um uns herum. Mit der ersten Lücke machen wir uns aus dem Staub den Berg hoch und kommen oben beim Damm an.

Das ist ein mittlerweile typisches Bild. Überdachte Sitz- und Picknickplätze mit Blick auf das darunter liegende Wasser. Es gibt zwei Bio-Plumpsklos und wir nutzen die Chance auch gleich ein kleines Picknick zu machen. Da wir niemandem den Blick klauen, setzen wir uns gleich in die erste Reihe auf die Mauer. Es ist aber gar nichts zu sehen. So bleiben wir nicht lange und entscheiden, dass wir uns lieber einen Blick suchen für eine Pause und dann was leckeres unterwegs essen.











Der Damm wird vom N'waswitsontso gespeist, was für Namen die immer für Flüsse haben, ich wohne am Rhein. Fünf Buchstaben ohne Sonderzeichen, das ist doch viel einfacher. Die Namen lese ich im tinkers immer fünfmal nach, bis es passt. 😄

Zurück auf der S32 sehen wir einen Pfad, der direkt am Wasser entlang führt. Eingezeichnet ist hier nichts, aber es sind ausgefahrene Fahrspuren, sowas testen wir zumindest für ein paar Meter mal aus, im Normalfall führen solche Spuren zu einem Wendekreis am Wasser, an dem man etwas Blick bekommt und so ist es auch hier. Wir sehen badende Elefanten, allerdings in einiger Entfernung. Toll wie die aus dem "Dschungel" kamen und dann im Wasser baden. Heute wird wirklich viel Landschaft mit Tieren drin geboten. Es fühlt sich nur 30m abseits der Gravel-Pad so richtig schön nach Wildnis an. 🤩








Und wie blind man dabei sein kann, ist auch mal wieder mehr als augenscheinlich. Tatsächlich ist eine kleine Herde direkt neben uns im Wasser unterwegs, bzw. kommt sie gerade zum Ausstieg. Die haben wir nicht kommen sehen, die Böschung ist auch so hoch, dass wir vermuten, sie waren wohl etwas flussabwärts und sind eben erst zurückgekommen. Es ist ein steiler, kurzer Anstieg, aber der wird von Allefant bestens bewältigt, die Leitkuh voran. Absichern und dem Kleinen helfen.

Wir haben die Fenster runter, ich sitze hinten und wir bemühen Fotos, wie Videos gleichermaßen. Die kleine Herde kommt aus dem Wasser und läuft nur wenige Meter hinter unserem Wagen vorbei in die Büsche, bzw. entlang unseres Rückweges. Na gut, damit stehen wir hier wohl noch ein bisschen... plötzlich summt es unheimlich laut im Auto. 😕 🤨








Die Leitkuh ist auch ganz offensichtlich die Mama des Kleinen, betrachtet man das beachtliche Glockenspiel 😊 😄






Geschafft, oben angekommen



Blacksmith Lapwing | Waffenkiebitz



SUMM.. BRUMM... SUUU-UUUMMMM 😐 😵

"Hörst du das auch?"

"Ja, kommt hinten aus dem Auto oder?"

Ein Blick bestätigt ungewollte Zaungäste. Da ist eine fette Hornisse in unserem Auto. 😣
Und wie das Vieh rausbugsieren?

Keine Ahnung, wir wollen hier auch keine Aggressionen schüren. Wir erinnern uns an Botswana, als Mara von einer Wildbiene minutenlang verfolgt und ins Ohr gestochen wurde. Damals konnte sie sich nur ins Auto retten, aber heute können wir mit den Elefanten um uns herum nicht raus.

Abwarten und Tee trinken. Der dicke Brummer schwebt am Himmel über unsere Köpfe hinweg und verschwindet immer mal wieder im Kofferraum-Bereich. Klar, hier ist schön schattig, aber sorry, es gibt doch genug Bäume, ab mit dir!!

Wird aber nix und dann doch. Linkes hinteres Fenster raus, puh. Na bitte.

SUUUU-BRUMMM

Und vorne rechts wieder rein. 😠 Das gibt es doch nicht! 😏
So geht das Spielchen weiter. Ein Fenster plötzlich raus, schnell durch ein anderes rein. Klar, wir können nur ein Fenster auflassen, aber das Viech ist so schnell, dass man nie weiß wo es evtl. raus fliegen könnte. Ist nur ein Fenster auf, wird dieser Single-Exit nicht genutzt.

Wir sitzen also irgendwann in tiefer Duckstellung an allen Knöpfen. Wieder mal ein Bild für die Götter, welche auch zum Glück die einzigen sind, die uns in diesem Moment beobachten können. Hat zum Glück keiner mitbekommen, das erzählen wir auch lieber keinem. 🤪 😄

Irgendwann klappt es, sie ist raus und knallt mit etwas vorwurfsvollem Blick vor ein gerade noch rechtzeitig geschlossenes Fenster.

Ein Blick nach rechts offenbart, dass unser komisches Treiben doch nicht ganz unbeobachtet geblieben ist. 😊





Zeit weiter zu kommen. Auch wenn wir unsere wiedergefundenen Elefanten nur schweren Herzens verlassen können. Besonders diese rötliche Färbung hat es uns angetan.

Unser Umweg führt uns auf die H1-3, die direkteste und schnellste Verbindung in den Norden. Die nächsten 10 Kilometer folgen wir der Staße und den größten Teil bestätigt sich unser Vorurteil, dass man auf Asphalt keine Sichtungen hat. (dabei kennen wir so viele Videos von ganzen Löwenrudeln auf den Pisten)

Natürlich passiert auch hier ein bisschen was, z.B. erweckt, rechts des Weges, wildes Geflatter rund um einen Baum unsere Aufmerksamkeit. 🤨

Das kennen wir aus dem Zonser Grind. Ein bisschen Heimat in Afrika. Natürlich konnten wir das auf die Entfernung nicht erkennen, aber wir haben bei uns eine große Star-Population, die manchmal ganze Baumgruppen in Beschlag nehmen. Aber so schön offen, wie auf diesem toten Baum sehen wir die nie.



Ich schnappe mir die lange Linse und fotografiere diverse Details des Baumes ab. Zuhause angekommen ist daraus das bisher komplizierteste Bild geworden. (lohnt sich in Flickr größer anzuschauen) Es handelt sich um 7 Einzelbilder die ich per Hand gedreht, skaliert und zusammengesetzt habe. Hintergrund, also den grauen Himmel komplett gelöscht, damit ich eine homogene Fläche einsetzen kann, die keine minimalen Farbabweichungen hat. Eine, sorry die Wortwahl, Schweinearbeit. Für die Nutzung am Computer natürlich auch komplett unnötig, aber jetzt ist das Bild im Original, bei voller Auflösung 110 x 55cm groß, also locker doppelt so groß druckbar...

... hab' ich aber nicht gemacht, hab ich auch nicht vor. 🤪 😄

Achja, aber die sind, bzw. waren eine echte Erstsichtung, also doch den Aufwand wert natürlich.


Wattled Starlings | Lappenstare


Gibt es auch in S/W, was gefällt euch besser?



Links des Weges wiederum ist es im Grün der langen Gräser, eine braune Bewegung die wir im Vorbeifahren wahrnehmen. Ein Wasserbock-Weibchen schaut uns prüfend an. Keine Angst, eher ein sehr aufmerksamer, verdächtig aufmerksamer Blick in unsere Richtung. Da ist doch was im Busch...





... und genau so ist es auch. Viel schwieriger als die Mama zu entdecken, da es ja auch wesentlich kleiner ist, versteckt sich noch ein kleines Wasserbock Kitz im Gras. SO SÜß!!! 🤩

Wir mögen Waterbucks und dieses Bambi ist unser erstes Jungtier dieser Antilopenart, obwohl wir in Botswana so viele gesehen haben. Das freut uns riesig, auch wenn wir nicht so viel sehen. Die beiden entfernen sich von der Straße, es ist putzig wie immer mal die Ohren des Kleinen auftauchen, dass sich immer direkt hinter der Mutter hält. Die Bilder sind durch die Bank weg nichts geworden, aber ein gutes Bild haben wir bekommen, als das Kitz sich noch im Gras versteckte. 🙂





Kurz bevor wir abbiegen wollen, kommen wir noch am Mazithi vorbei. Ich nenne das auch mal einen Damm oder eher See. Sehr viel Wasser und der Blick der sich uns öffnet ist, wie will man das beschreiben... für jemanden der diese afrikanische Wildnis liebt muss man das gar nicht. Es ist einfach genauso, wie es sein soll.

#1 Ein Wasserloch im Vordergrund mit badenden Elefanten
#2 und natürlich diversen Wasservögeln.
#3 Eine weite, grüne Landschaft, in der
#4 Vogelschwärme am Horizont entlang ziehen
#5 und im Hintergrund Colonel Hathi und seine Frühpatrouille 😉








Da juckt es in den Fingern, wieder zu zählen. 😁



Beim Blick in die Ferne verpassen wir oder besser ich, denn Mara ist schon mit der Kamera drauf, den Teil der Sichtung, der uns die nächste, halbe Stunde fesseln wird. Man hört lautes Tröten und ein Blick auf die Uhr verrät, dass es kurz vor 12Uhr ist;

High Noon am Wasserloch





Die beiden jungen Bullen aus dem ersten Bild haben sich mittlerweile angenähert und versuchen sich im Stare-Down Wettbewerb. Wer schaut als Erster weg. Das geht noch einen kurzen Moment weiter und dann explodiert die Situation. Unter lautem Tröten und mit voller Wucht gehen die beiden aufeinander los. 😮





Ich habe hunderte Bilder und dutzende Videos, Mara ein Dutzend Bilder und gute 20 Minuten Videomaterial. Aber keine Sorge, irgendwann entwickel ich mal genügend Bilder um praktisch den ganzen Streit in Bilder zu fassen, aber hier nur ein Best-Off.

Die Rüssel fliegen und die Stoßzähne klappern aneinander, es ist noch ein bisschen wie Säbelrasseln. Einmal hin, einmal her, dann noch etwas gegenseitigis döppen und dann ist es auch schon wieder vorbei. Die beiden bewegen sich zum Ufer und der, den wir für uns als Aggressor ausgemacht haben verschwindet zwischen den Bäumen.








Der eine der beiden bleibt im Wasser stehen. Er trinkt etwas und schaut sich um, da knackt es lautstark im Gebälk. Mittlerweile steht ein halbes Dutzend Autos hier und aus jedem hört man das Serienfeuer-Klicken der Kameras. 😁

Der rot-braune "Troublemaker" stürmt, seinen Rüssel wie eine Keule schwenkend auf unseren armen Tropf in Grau zu.








Da hat der andere eigentlich keinen Bock drauf und er flüchtet sich wieder ins Wasser. Da ist er aber nicht lange sicher, denn es wird sofort wieder zum Angriff geblasen.





Und ab jetzt geht der Kampf fast 20 Minuten ununterbrochen weiter. Versucht sich einer der beiden zu lösen, setzt der andere sofort nach. Es wird sich unter Wasser gedrückt, die Stoßzähne verursachen kleinere Cuts und wir sehen unerlaubte Augentreffer mit dem Rüssel, zwischendurch wird geklammert, aber wie von einem unsichtbaren Schiedsrichter getrennt, wird Abstand genommen und dann geht es direkt weiter. 😮














Unser Blickwinkel erlaubt uns keinen Blick auf die zur Straße liegende Böschung auf die die beiden sich zubewegen. Dann sind sie außer Sicht und plötzlich starten vor uns gute 10 Motoren, in der halben Stunde haben sich gut 15 Autos eingefunden. Die 10, die jetzt keinen bock mehr haben treten die Flucht an, weil die beiden streitenden Bullen plötzlich neben den Autos an Land kommen und sich dort prügeln. Das geht so schnell, dass wir es kaum mitbekommen und dann sind die beiden wieder in den Bäumen verschwunden, 10 Fahrzeuge ebenso. 😛


Man hört es noch knacken zwischen den Bäumen, dann lassen die beiden final voneinander ab. Unser Favourit, also das Opfer der Szene kommt wieder zurück ans Wasser, aber diesmal wird er nicht mehr verfolgt und endlich... endlich kann er ganz in Ruhe sein Bad genießen.

Auf uns wirkt er glücklich und erschöpft. Das nächste Bild habe ich "Wo ist mein Gummientchen?" getauft. 😉





Er winkt uns noch einmal zu, ein deutliches Zeichen für uns zu gehen, oder wartet mal. Ich glaube er meinte gar nicht uns. Ich denke er hat euch eine "gute Nacht" gewunken, denn es ist Zeit ins Bett zu gehen. 😛





to be continued...



Gruß,
Robin
Teil 1705. Apr. 2021
Wartet mal... keine Katzen?!

Gutes Wetter und Wochenenden... das passt einfach nicht zusammen. Jetzt ist schon wieder so viel Zeit vergangen, da wird es Zeit den Regentag heute auszunutzen. Kommt überraschend, ich hoffe es sind noch alle zugestiegen und haben die Abfahrt nicht verpasst. 😉

Zur Erinnerung, wir waren also gerade am Mazithi Damm und ab hier soll es wieder über die staubigen Seitenpisten gehen.



Wir biegen auf die S33 ab, entlang des Ripape Flusses. Mit dem ersten Blick freuen wir uns wieder drauf, zwei Fahrspuren liegen vor uns die es zu Entdecken gilt. Allzu weit kommen wir allerdings nicht, denn schon nach kurzem wird die Straße schon wieder von unseren dickhäutigen Freunden blockiert. 🙂

S33






Wir rumpeln langsam über die Piste, aber vieles ist erstmal nicht zu sehen. Überraschenderweise sehen wir eigentlich nicht vom Wasser neben uns, bis sich ein kleiner Tümpel auftut, vermutlich das Tinhongana Wasserloch. Wie immer, wo Wasser ist, da ist auch Leben und hier findet sich dann auch das ein oder andere interessante... "Was ist denn da oben?"

Ich versuche hier einen Reisebericht zu schreiben. WAS, ist denn da oben?

🤪 😄



Jetzt guckt mich nicht so an, ich sitz' hier nur!



Ich schätze mal die haben einfach "Formen in Wolken erkennen!" gespielt. Das habe ich als Kind auch immer gerne gemacht. Zumindest haben wir nichts am Himmel erkennen können was da gekreist oder geflogen wäre. Aber auf dem Teich entdecken wir eine Erstsichtung für uns. Die Höckergänse sind gerade mitten in der Balz. Auf der anderen Seite ist gerade ein Weber-Paar mit dem Hausbau beschäftigt. Die sind also schon einen Schritt weiter im Beziehungsstress. Sie gibt die Anweisungen, damit er weiß wie es aussehen soll und was er zu tun hat. Und er müht sich, ihr ein hübsches Domizil in bester Lage zu stricken oder zu flechten oder wie nennt man das bei denen. Ein Haus zu weben wahrscheinlich. Das macht Sinn. 😛


Comb Duck | Höckerglanzgans






Ein Stück weiter des Weges biegen wir rechts ab auf die S36, es ist langsam Mittagszeit und man merkt der Gegend die Siesta an. Es ist warm, gar nicht heiß, aber dennoch bewegt sich nicht viel in den Büschen entlang des Weges. Ein paar gefiederte Freunde lassen sich blicken und dann reißt die Landschaft auf als wir in die Nähe der Swart Gat kommen. Der Weg liegt etwas oberhalb dieser weiten, offenen Pfanne und wir halten auf einem kleinen Streifen neben dem Weg, den man mit gutem Willen als eine Art Aussichtspunkt bezeichnen könnte.

Weit hinten am Waldrand bewegt sich etwas und wir sehen einen einzelnen Elefantenbullen, der genüsslich Gras mit dem Rüssel aus dem Boden rupft. 😗


Carmine Bee-eater | Karminspint



Red-billed Hornbill | Rotschnabeltoko






Wir stehen da oben bestimmt eine Viertelstunde und schauen auf die Pfannen runter... da gibt es doch tatsächlich noch mehr zu entdecken... aber seht selbst. Ein ganzes Löwenrudel liegt dort! 🙄 🤨 😛





Das lasse ich jetzt erstmal so stehen. Also erstmal suchen, auf's Bild klicken, dann könnt ihr ranzoomen. 😗
Zugegeben, ich habe die auch nicht wirklich gesehen, eher so ein Gefühl, dass sich da etwas braun-rötliches im Gras bewegt und ohne lange Linse war da nix zu machen. Also viel Glück, wir brauchen mal wieder eine technische Pause und fahren das kurze Stück zur Hlanguleni Picknick-Site. Aufgebaut ist diese aus 2 großen Kreisen. Eingezäunt mit einer ca. 60cm hohen Umrandung. Also einfach einzelne Poller wo oben ein kleiner Stamm draufgelegt ist.

Mehrere Plätze für ein Braii sind eingerichtet und ein kleines Toilettenhaus steht hier. Ein zweiter Kreis ist mit einem kleinen Gang verbunden, der ebenso "geschützt" ist und dort steht eine kleine Hütte.

Irgendwie ist das suspekt. Ein kleines Stück den Weg runter haben wir ein Löwenrudel gesehen (jaja, da kommen wir gleich noch mal drauf zurück) und hier können wir aussteigen, in einem ziemlich zugebuschtem Kreis ohne jeglichen Zaun, aber dafür mit einem Kühlschrank wo wir dem Servicemann dieses Platzes ein paar kühle Limonaden abkaufen nach einem kurzen Plausch. 🤨

Alle anderen Plätze die wir bislang gesehen haben waren eher frei angelegt auf Anhöhen, hier sieht das ganz anders aus. Irgendwie vermute ich, dass zu einer anderen Jahreszeit mit etwas mehr Elan die Büsche zurückgeschnitten sind, damit der Platz freier liegt und nicht so viel Schatten im Kreis drumherum ist. Jetzt ist es ja auch nicht so heiß, dass sich alle Tiere sofort in den Schatten flüchten müssen, siehe das Löwenrudel eben, dass... ja ist ja gut. Also wir sind noch mal zurück und haben einen besseren Winkel gefunden um zumindest den Beweis antreten zu können, für die, die auf dem Panorama nicht fündig geworden sind. Sie liegen übrigens zwischen dem 3. und 4. toten Baum von links. 😉











Weiter geht es die S36 hoch. Wir wollten ja eigentlich im Zick-Zack Kurs gen Norden fahren, aber nehmen jetzt die Direttissima. Also die S36 geradewegs durch, die Zeit drängt langsam, schließlich ist heute noch selber Grillen angesagt. Es geht auch ein gutes Stück ordentlich voran, wir sehen einen Storch, der glaube ich im Sommer bei uns im Grind immer auf der Wiese steht 😗 😁 und, das freut mich sehr, endlich erwischen wir einen dieser komischen Vögel die wir schon die letzten Tage immer mal kurz sehen konnten, aber bislang nicht vor die Linse bekommen haben, einen Whydah. Die Flugbahn sieht immer so aus, als würde der Vogel gleich abstürzen, was sicherlich an seinen überdimensionieren Schwanzfedern liegt. Sehr witzig anzuschauen und wenn auch weit weg, endlich hat sich mal einer hingesetzt. 😎

Ein Elefant schlägt sich durch die Büsche neben uns und dann ist die Straße wieder blockiert. Diesmal mit einer Langhals-Parade. Der ganze Wald um uns herum ist voller Giraffen, die meisten aber laufen vor uns über den Weg und lassen sich gemächlich Zeit.


White Stork | Weißstorch



Pin-tailed Whydah | Dominikanerwitwe






Giraffen-Blockade






Entlang unserer Route passierte nichts sonderlich aufregendes mehr. Eine schöne, kleine Büffelherde graste neben dem Weg, diverse Greifvögel ließen sich blicken, aber auch noch eine neue Erstsichtung, ein Kapkuckuck. 🙂 Den hatten wir auch noch nicht gesehen. Trotz der Zeit im Nacken haben wir uns nicht durch die Landschaft gehetzt, denn der Weg an sich war wirklich sehr schön, immer mal wieder kreuzen kleine Bachläufe den Weg und es öffnet sich der Blick in ein wenig, natürlich Grund genug kurz anzuhalten und den Blick schweifen zu lassen.


Levaillant's Cuckoo | Kapkuckuck






oder in s/w



Tawny Eagle | Raubadler



Die Büffelherde war ein Generationen-Haushalt. Von den kleinen, über die Jugendlichen bis zu den Großmüttern - und Vätern alles dabei. 🙂




















Trockene Riviere findet man alle paar Kilometer



Könnte das ein Booted Eagle | Zwergadler sein? 😕



Wir erreichen die H7. Es ist ca. 16:30 Uhr und gute 25km bis zum Orpen Gate. Dort müssen wir uns registrieren und etwas zu Essen kaufen. Wir sind etwas hektisch, da wir nicht wissen, wie lange der Shop aufhat in den Camps. Also sparen wir uns auch die S106 und nehmen wirklich nur die direkte Piste zum Gate. Jetzt hält uns auch nichts mehr auf, wir halten für nix mehr, keine Ablenkung.

Antilopen links, weiter fahren. Ein paar Vögel rechts, weiter fahren. Hyänenjunges auf der Straße, keine Zeit zum Anhalten. Sind das Giraffen da drüben, egal, wir haben Hunger. Schlägt sich da ein Elefant den Wanst voll... HUNGER!, weiter geht's. Am Zebrastreifen halten, heute nicht... Wartet mal! 😛

Hyänenjunges auf der Straße??!

Kurze Korrektur: Hyänenjunges auf der Straße, da halten wir natürlich an und einigen uns schnell drauf, dass wir zur Not halt Müsli und Kekse essen. 😄

Der Kleine liegt zuerst noch am Rand der aufgewärmten Piste und dackelt als wir kommen schläfrig in den Graben neben der Straße, hier hätten wir ihn nie gesehen. Keine andere Hyäne lässt sich blicken und das ist dann auch tatsächlich die erste Hyäne überhaupt die wir mal etwas näher beobachten können, nicht so schlecht, wie wir finden, denn der Knuddel bekommt nun wirklich mal eine ganze Stange Bonuspunkte auf der Niedlichkeits-Skala! 🤩


Kuschel



Wieder ein Beitrag zur Serie: "Sich selber in den Augen spiegeln"



Zwischendurch mal ein aufgeweckter Blick in unsere Richtung



Müde bin ich geh zu Ruh...



... mache meine Äuglein zu!



Zeit für uns, weiter zu fahren. Wir kommen in Orpen an, registrieren uns für das Tamboti Tented Camp und springen noch schnell in den Shop. Die Auswahl ist ziemlich mager, aber ein kleines Braii-Paket, Kohle, etwas Gemüse und Kartoffeln erstehen wir. Das wird reichen für einen schönen Abend, achja, eine Flasche kühlen Wein nicht vergessen. 🙂

Wir machen uns auf den Weg, bis zum Camp sind es nur 3km, aber siehe das reicht für eine Erstsichtung, einen sehr coolen Baum voller Greifvögel und etwas spinnerte Gnus.


Wooly-necked Stork | Wollhalsstorch



Eine bunte Mischung Raub- und Greifvögel und die beiden Ohrengeier stiften mal so richtig Unruhe. 😄




White-backed Vulture | Weißrückengeier






😐 😏 😄



Im Camp angekommen fühlen wir uns sofort wohl. Die Stelzenzelte liegen am Rande des Camps direkt am Zaun verteilt mit Blick auf das trockene, sandige Flussbett. Ein Schlafzimmer, im Verbindungsgang zum Bad finden sich Kühlschrank und Garderobe. Außen hat es eine Küche auf der Veranda, und eine kleine Treppe runter ist zwischen den Bäumen ein Grillplatz eingerichtet.

Koffer in die Hütte, ein Kaltgetränk auf und erstmal kurz ankommen. Kaum sitzen wir trottet eine Hyäne vorbei und legt sich in den aufgewärmten Sand. 😮





Wir machen uns frisch und da es zwischenzeitlich dunkel ist wird das Feuer entfacht und dann üben wir uns in der Disziplin "Grillen & Kochen mit Stirnlampe" 🤪 😗

Wir sind in der Zwischenzeit ein dutzend Mal die Treppe rauf und runter. Am Geländer festhalten, bei Licht noch auf auf dem Geländer abstützen... sowas halt. Schlau von mir, dass ich unsere Schwarzlicht-Lampe mit zum Grill nehme. In jeder zweiten Ritze sitzt ein Skorpion. 🙄

Wir leuchten das Holz ab, aber zum Glück beschränkt es sich auf die Geländer und Balken unterhalb und zumindest die Veranda ist Skorpionfrei. 😄

Nach dem das geklärt ist. Ran an den Grill. Mara fand' das dokumentatorisch wertvoll genug für ein paar Handybilder. 😉








Also stehe ich da so, im Dunkeln, aber neben einem völlig löchriger Zaun, der Sicherheit schafft. Da springt etwas durch's Gebüsch neben mir. 🤨 Lampenschein in die eine Richtung, dann in die andere, es sitzt was im Baum direkt neben mir, aber ich erhasche nur noch den Blick auf einen buschigen Schwanz der im Dunkel verschwindet. Mara leuchtet mit, aber wir können nichts mehr entdecken.

Es wird also mit offenen Augen weitergegrillt, aber keine weiteren Vorkommnisse sind mehr zu verzeichnen.

Wir sitzen so auf unserer Veranda, essen und schlürfen Wein... Tapp Tapp Tapp! 🤨

Tapp Tapp Tapp!

Etwas kommt die Treppe hoch auf leisen Sohlen. Lampe gezückt und siehe da... jetzt erklärt sich auch, was da neben mir durch die Büsche gehuscht ist. 🤩 😎


Hallo, habt ihr zum Essen gerufen?!



Wie schön. So einen gast haben wir nicht erwartet. Sie zieht sich direkt wieder zurück und setzt sich in die Nähe des Grills, bleibt aber ganz gelassen sitzen und schaut uns erwartungsvoll an. Scheint so, als ob hier öfter mal was abfällt, wenn sie so ruhig sitzen bleibt und kommt sobald jemand auf der Veranda sitzt. Nicht mit uns, da müssen wir sie enttäuschen, aber dennoch freuen wir uns natürlich sehr über diese unerwartete Erstsichtung, mit der der heutige Tag zu Ende geht. 🙂


Large-Spotted Genet | Ginsterkatze







FAZIT: Tamboti Tented Camp
Sehr schön. Man sollte keinen Luxus erwarten, aber hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten etwas wenig Zeit und der Blick auf das Trockenbett raus war auch etwas verbuscht, dass ist sicher auch hier was anderes in den heißen Monaten, aber da dürfte auch nie so viel los sein. Die Zelte 31-40 haben En-Suite Badezimmer, eines davon hatten wir. Ich habe gesehen, dass es im Camp auch einen Birdhide gibt... den haben wir nicht besucht, mal wieder keine Zeit. 😛

Sterne: 5/5 | theoretisch müssten wir aufgrund eines Zwischenfall mit Diebstahl am nächsten Morgen einen Stern abziehen, aber da waren wir wohl selber Schuld... 😕


Gruß,
Robin
Teil 1814. Aug. 2021
Für Ruth & Uwe zum Frühstück... 😄 😉

Ein gellender Schrei zerreist die bislang angenehme Stille dieses ruhigen und besinnlichen Morgens in unserem beschaulichen Zeltcamp...

... ich schrecke hoch, renne nach draußen auf die Veranda und sehe Mara in wilder Abwehrpose mit dem Geschirrtuch bewaffnet in Richtung Zeltdach stieren. 🤨

Es bietet sich ein Bild der Verwüstung, ein Bild des puren Chaos!

Oder anders ausgedrückt, es liegen überall Frühstücksflocken verteilt auf Tisch, Stühlen und Boden. Auf dem Dach ist ein Gezetter zu hören und rund um unsere kleine Zelt-Heimstatt ist der Affentanz los. Einmal nicht hingeguckt gab' es fette Beute für die Pavianmeute an diesem Morgen. 😣

Mara ist noch völlig konsterniert und berichtet aufgeregt, dass sie nur einmal kurz weggeschaut hat um Kaffee zu kochen und plötzlich sitzt dieser dumme Affe auf dem Tisch, schnappt sich unser Frühstück und nimmt Reißaus. Gejagt vom Rest des Affenpacks rast er davon und verliert die Hälfte der Packung überall, rund um und auf's Zelt.

Der erste Schock ist überwunden, eigentlich nix, was wir dazulernen müssten, aber dennoch wieder eine lehrreiche Lektion... da kann man noch so oft sich schon gegen Affendiebe erfolgreich zur wehr gesetzt haben, aber die schaffen es irgendwann doch, den einen Moment zu nutzen, den man nicht richtig aufpasst. 😛

Wenigstens bekommen wir kurz danach Besuch von einem wesentlich zahmeren "Zaungast", einem Bushbuck. Wir fragen uns immer wie die eigentlich in die Camps kommen, bei den durchgängigen Zäunen, die unliebsame Hyänen, Katzen und dergleichen abhalten sollen?! 😗




Während Mara aus dem nicht geraubten Resten ein kleines Frühstück zaubert fange ich an den Wagen zu packen und wundere mich über die pickenden Geräusche die vom Auto her rühren. Dort hat sich ein Sonnenvogel in sein eigenes Spiegelbild verliebt und ist so angetan von sich selbst, dass ich genügend Zeit habe die Kamera zu holen und mich Stück für Stück zu nähern und diesen wunderschönen Vogel und gleichzeitig eine weitere, echte Erstsichtung abzulichten.

Collared Sunbird | Halsband-Sonnenvogel Waldnektarvogel - Danke, Uwe!


Nach dem aufregenden Morgen verlassen wir das Tamboti-Camp, das uns sehr gut als Zwischencamp für eine Nacht gedient hat. Es geht auf die H7 zurück in den Park hinein. Nach ca. 5,6km gibt es einen Abzweig nach links, eine Sackgasse in Richtung des N'wamatsatsa Wasserloch. Sieht spannend aus und war es dann auch, nicht wegen dem einen coolen Tier, sondern wegen hunderter und tausender Queleas die hier die Wiesen bevölkerten. Wir haben einfach die Fenster runtergemacht, gelauscht und gefilmt, immer in Erwartung, dass sich einer der Schwärme erhebt, nur um kurze Zeit später wieder in die Wiese zu sinken und mit der Futtersuche weiter zu machen. Ein irres Schauspiel. 🤩

Damit man sich das vorstellen kann, mal 2 Screenies aus dem Video:

Einmal die Standardansicht, wenn die Vögel immer kurz aus dem Gras hüpften...


... und dann im Vergleich, wenn der ganze Schwarm sich erhob. 😎


Dann noch mal in gut, ein komplett besiedelter Baum der Vögel und anbei auch direkt der aufmerksame Greif im Nachbarbaum, der an dem Spektakel wahrscheinlich auch seine Freude hatte. 😁

Red-billed Quelea | Blutschnabelweber


Tawny Eagle | Raubadler - Danke, Uwe!



Unser heutiges Tagesziel lautet Olifants-Camp, hier freuen wir uns schon drauf, konnten aber leider keines der Häuser mehr mit Blick ergattern, weil wir mit der Buchung so spät dran waren. Für den Weg dahin hatten wir uns die S39 ausgeguckt, immer entlang des Timbavati erschien uns die attraktivste Route zu sein.



Und wahrlich, das ist sie auch. Immer am Fluss entlang, auch wenn man eigentlich nur selten mal einen Blick erhascht, ergibt sich dadurch dennoch eine schöne Vielfalt auf der Route und wir konnten so einiges entdecken, vielleicht nicht die absoluten Highlights, aber auch hier wieder einige Erstsichtungen in der Vogelwelt, Giraffen und Elefanten. Sfariherz, was willst du mehr. 🙂


Lappet-faced Vulture | Ohrengeier


Na wenn das mal kein glücklich dreinschauendes Zebra ist, dann weiß ich auch nicht, deswegen haben wir es "Happy" getauft. 😉



Laughing Dove | Palmtaube


Martial Eagle | Kampfadler


Swainsons Spurfowls | Swainsons Francolin


African Hoopoe | Wiedehopf


Und nochmal einer den wir so auch bislang gar nicht gesehen haben. Es gibt einfach eine solche Vielfalt an gefiederten Arten, wenn man die ignoriert, man kann es nicht oft genug sagen, dann verpasst man so einiges. 😮

Green Wood Hoopoe | Baumhopf




Yellow-billed Hornbills | Gelbschnabel-Tokos





Kaum das sich das Gelände mal zwischendurch etwas öffnete liefen die Giraffen am Straßenrand entlang. Auch Giraffen faszinieren uns immer wieder, ob ihrer eleganten Bewegungen und erhabenen Erscheinung.







Beim Leeubron Wasserloch entdeckten wir wieder eine nicht so farbenfrohe Erstsichtung, dafür im richtigen Auswärtstrikot gekleidet. Schwarz mit gelben Akzenten, sehr löblich! 🤪 😛

White-winged Widowbird | Spiegelwida


Guckt uns an und erkennt uns als Fans, und fängt an zu gröhlen...


"You'll never walk alone!!!" 😄


Die Baumeister hier lassen sich zwar nicht blicken, aber spannend fanden wir die Wiederverwertungen der verlassenen Behausungen, oder war es nur ein Anbau zur Vergrößerung, weil weiterer Familiennachwuchs erwartet wurde? 😐





Ein Stück weiter des Weges stand ein Safari-Fahrzeug am Rand. Sie hatten für uns die Elefanten entdeckt, das nahmen wir natürlich gerne mit, hielten uns aber auch nicht lange auf... die holländische Reisetruppe trafen wir dann später im Ratel Pan Hide wieder.

Auf dem Weg dorthin nutzten wir wieder die Toilette am Timbavati Rastplatz, wie immer eine schlau gewählte Route mit Rast- und Stopp Möglichkeiten unterwegs. Den Eingang markiert ein einzelner Baobab, der Rastplatz selber ist zweckmäßig, war gut besucht und lud' zu einem kurzen Picknick ein... natürlich nicht uns. Keine Tiere zu sehen, da reichte es nur für einen kurzen Blick über den abermals, maximal als ProForma Zaun zu bezeichnende Absperrung und dann ging es weiter.













Schrieb' ich etwas von anmutigenden Giraffen. Das gilt immer, eine unumstößliche Weisheit, außer beim Fressen natürlich. 😄 😊



Na, geht doch...





Am Ratel Pan Hide angekommen spazierten wir direkt mal hinein und kruz drauf kam der Safari-Wagen mit den Holländern an. Sehr nette Guides, wir hatten einen netten Plausch über die Vogelwelt hier und was man immer so am Hide entdecken kann. Uneinigkeit herrschte bei einem Reiher in einiger Entfernung, der deswegen nur schlecht zu erkennen war trotz Fernglas etc. Wir einigten uns dann aufgrund des Bildmaterials, das mehr schlecht als recht auf dem kleinen kamera-Bildschirm rangezommt wurde für einen Goliath.

Stars der Manege war ein Oryxweber-Paar beim Nestbau, heißt er war am bauen und sie hatte einen penibel genauen Blick auf seine "Baukünste". 😉

Southern Red Bishop | Oryxweber










Goliath Heron | Goliathreiher


Wir folgten weiterhin der S39, die ab hier wieder nur grob dem Fluß folgte, was vielleicht auch durch das hohe Gras und dichten Büsche den Eindruck machte. Die Piste an sich machte aber auch so Spaß und ging immer schön kurvig und leicht hoch und leicht runter weiter. Übliche Verdächtige tauchten immer mal wieder am Wegesrand auf und es wurde felsiger...

White-fronted Bee-eater | Weißstirnspint


weiblicher Red-billed Quelea Danke, maddy!


Es wurde heiß und auch der Schabrakenschakal suchte sich ein schattiges Plätzchen


Chestnut-backed Sparrow Larks | Weißwangenlerche Danke, maddy!


... felsiger, das heißt Landschaft und felsige Landschaft heißt Ausschau halten nach Leoparden in den Felsen. Leider ohne Erfolg, aber auch für ein kleines Landschaftsbild halten wir gelegentlich mal an.




Wir fuhren weiter, immer bedacht darauf, jeden Steinhaufen abzusuchen. Schon lange war kein anderes Auto mehr auf der Strecke zu sehen, umso auffälliger war ein Wagen am rechten Rand, Motor aus und zwei Mädels drin, die ganz eindeutig in eine spezielle Richtung = Sichtung starrten.

"Hi, wie geht es, seht ihr ihr was?"

"Da oben liegt eine Leopardin auf den Felsen." 🤩

Cool, aber mehr können wir von unserer Position erstmal nicht erblicken.


Leoparden sind echt zu einfach, die sieht man wirklich immer und überall. Die beiden im anderen Fahrzeug stellt sich heraus, waren speziell wegen der Dame oben auf den Felsen gekommen. Sie wussten von einer Leopardin in diesem Gebiet, die wohl auch gerade Cubs hatte. Da wird man natürlich hellhörig, aber von den Kleinen hatten auch die beiden noch nichts gesehen. Auch erstmal egal, einen Leoparden nehmen wir so oder so. (macht euch keine Hoffnung, der Knuddelfaktor blieb uns verwährt)

Wir positionierten unser Auto entsprechend um, der Winkel ließ aber nicht wirklich viel zu.







2 Geckos mit blauem Schwanz bekämpften und scheuchten sich die ganze Zeit über die Felsen, Frau Leo störte das gar nicht. Mal Gähnen, mal Putzen.







Wir blieben hier lange stehen, immer mal wieder im Plausch mit dem andern Wagen, bis sie sich plötzlich erhob, umdrehte und hinter die Felsen verschwand. Wir teilten uns auf und fuhren den Weg ab, wir nach vorn, die beiden nach hinten. Nach vergeblichen 10 Minuten trafen wir uns wieder und verabschiedeten uns mit einem Dank für die schöne Sichtung. Die beiden wollten weiter das Gebiet abfahren, in der Hoffnung die Spur doch wieder aufzunehmen.

Kurze Zeit später biegt unsere Strecke auf die H1-5 ab, wieder Aphalt unter den Rädern, aber das passt schon, etwas Zeit rausholen tut uns gut. Einen Stop legen wir auf der Brücke ein, die den Olifants River quert. Wir wussten nicht, dass die Brücken, bzw. die Mitte einer größeren Brücke als Ausstiegszone genutzt werden kann. Macht natürlich Sinn und so schauen wir uns um.

Ganz nett, schöne Landschaft und in einiger Entfernung scheint fette Beute zu liegen. Es sind hunderte Geier in der Luft, dass kann man ganz nah rangezoomt auf einem der Landschaftsbilder rechts oben in der Ecke erkennen. Sie sammeln sich zu einer Traube und manche Kreisen über der Stelle. (davon dann mal ein Zoom der Szene)

Bei der Masse an Aasfressern muss da wohl irgendwo was großes liegen. 🤨



Ein Wasserbock mit seinem Harem hat sich auch am Wasser eingefunden.




Kreisende Geier


Wir machen uns auf das letzte kleine Teilstück, sehen nur ein paar Tiere noch, Zebras und Herznase!





Herznase... 🙂 😁


Im Camp angekommen geht es an die Registrierung. Die Angestellten im Office sind gut drauf und ich frage einfach mal nach, ob sie nicht doch noch ein anderes Chalet mit Blick haben. Die Bücher werden gewälzt, es wird diskutiert, Listen abgeglichen und siehe da, wir kriegen die Nummer 16 zugewiesen. Keines der Top-Blick-Chalets, aber eines, dass sich oder besser gesagt, dessen Ausblick sich mehr als sehen lassen kann. Doch zuerst werfen wir einen kleinen Blick über das Geländer des Restaurants. Hier kann man sich gut auf ein Getränk und was leckeres zu Essen niederlassen.

Dieses Panorama ist wohl eindeutig das größte Foto, mit der meisten Fläche, das wir je aus Afrika mitgebracht haben OHNE ein einziges Tier drauf. 🤪



Unsere #16




Angekommen grüßen wir ein älteres Paar, die in 2ter Reihe auf der Terasse sitzen, plauschen kurz, räumen den Wagen aus und lassen die beiden verwunderten Blickes sitzen, als wir direkt wieder losfahren. Wir haben noch nicht genug, wir wollen noch mal für eine kleine Runde los. Einmal bis zum Balule Camp und wieder zurück, ca. dort vermuten wir die Stelle, wo die vielen Geier zu sehen waren.

Die Sonne fängt schon an etwas tiefere Strahlen über die Landschaft zu schicken.

Martial Eagle | Kampfadler


Eine kleine Waterbuck-Familie stand am Rand des Flusses, mit einem verspielten Jungem, dass rumtollte und die Erwachsenen Tiere wohl gerne zum mitmachen animiert hätte... aber Gruppenkuscheln war dann auch ok. 😘







immer noch Erstsichtung: Common Greenshank | Grünschenkel Danke, maddy!


Diese Lerche?, hat uns noch Freude bereitet, weil sie wild auf und ab wippend und Flügel schlagend ihr Abendlied geträllert hat.







Zurück im Camp genossen wir dann wirklich den Ausblick. Jetzt sammelten sich auch überall Tiere am Fluss, in weiter Entfernung zwar, aber der Ausblick an sich ist einfach traumhaft schön. Ein großer Baobab ragt aus dem Busch und fängt das Sonnenlicht und die Strahlen spiegeln sich auf dem Wasser des Olifants. Der Blick passt, wir lassen uns den Sundowner schmecken...



Eine winzige Schrecke... kann die wer bestimmen? - Familie Thericleidae, Thericles sp. Danke, maddy!




Hippos UND ein Fish-Eagle! 😉



Mit diesen Eindrücken lassen wir einen weiteren, sehr schönen Tag im Krüger Park zur Neige gehen. Wir bleiben hier 2 Nächte, also ziehen wir das Fazit später. Wir sind, waren es schon, weiterhin überrascht wie gut uns der Park gefällt und wie einsam es hier stellenweise unterwegs sein kann. 😎


Gute Nacht Afrika. 🙂



Gruß,
Robin
Teil 1926. Aug. 2021
Im hellen Licht gibt's keine Katzen!

Nabend zusammen,

Alle einsteigen, Taschenlampen mitnehmen. Heute wird es was später, sowohl mit dem Bericht, als auch im Bericht.

Diesmal wieder mit Karte zur Orientierung von Anfang an.


Licht scheint in unsere bescheidene Hütte. Scheint wohl so, als wäre es Zeit aufzustehen. Ich bin gerade selber schockiert, dass die ersten Fotos des Tages auf 6:20h in der Frühe datieren. Warum bloß hat es uns denn so früh aus dem Bett getrieben? 🤨

Ich höre schon die Kommentare... das ist super spät. Morgenstund hat Gold im Mund... das goldene Licht gibt die schönsten Bilder... DAS IST ALLES RICHTIG. Willkommen im Reisebericht der Hartlicht-Fotografen. 🤪
(wir müssen echt mal nachdenken, ob wir nicht einfach nur mal losfahren und versuchen wirklich früh oder spät unterwegs zu sein)

So zumindest haben wir mal wirklich einen grandiosen Ausblick zum Frühstück im besten Licht.


Und es gibt sogar wieder Müsli. Dank der Läden in den Camps konnten wir nachkaufen, diesen Morgen wurde entsprechend mit Argusaugen geschaut, ob nicht wieder diebische Affen irgendwo lauern. Diesmal nicht, aber unser Frühstück lockt andere Zaungäste an.

House Sparrow | Haussperling


Red-Winged Starling | Rotschwingenstar




Gerne hätten wir gefunden, was die Waterbucks unten am Fluss gesehen und ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. Lange standen die Tiere dort und schauten immer wieder alle gleichzeitig in die Richtung des Ufers. Wir glauben da lauerte was oder schlich durch's Gras, aber es war nix zu sehen.



Wir lassen uns Zeit und starten erst gegen 8 Uhr aus dem Camp. Wir planen mal ganz grob möglichst in Flußnähe in Richtung Norden zu fahren. Das wir dann so weit nördlich landen war eigentlich nicht geplant, aber eine gute Entscheidung.

Tatsächlich versprechen wir uns von dem ersten Teil der Route relativ viel, müssen aber feststellen, dass die Route, etwas anders als auf den Karten ersichtlich eben nicht direkt am Wasser entlang führt. Den Großteil des Morgens, bis hin nach Letaba fahren wir durch Buschland mit wenig Sicht und wenigen Sichtungen. Und wenn, dann lassen sich aber wirklich nur die ganz Hübschen blicken. 😄

Marabou Stork | Marabu


Immerhin lässt uns der Lookout über den Olifants noch einmal einen tollen Blick mit etwas Weitsicht werfen, danach wird es zum ersten Mal ziemlich dröge in unserem Krüger-Abenteuer. Immer mal mit etwas Federvieh aufgehellt.



European Bee-eater | Bienenfresser




Achja, eine Erstsichtung gibt es dennoch, auch wenn ich das erst beim Sichten entdeckt habe.

Chinspot Batis | Batis Molitor




Carmine Bee-eater | Karminspint


Waterbuck | Wasserbock



Mehr gab es tatsächlich nicht zu sehen... und so kamen wir in Letaba zur Pause an, dennoch schon gute 2,5 Stunden unterwegs. Da muss jetzt aber mal besser geplant werden, also die Karte mitgenommen und dann den Plan noch mal genau anschauen.

Wir sehen, dass es ein Stück hoch die H1-6 nach rechts abknickt zum Grenzposten Giriyondo. Viele Wasserlöcher und Pfannen auf dem Weg dorthin. Das ist unser Ziel für den Tag.

Achja, Letaba hat übrigens einen richtig schönen View vom Picknickbereich aus, wie wir finden.





Kaum losgefahren, wird es direkt besser. Noch vom Asphalt runter bekommt man immer mal wieder kleine Einbuchtungen mit Blick zum Letaba runter. Das lohnt sich, denn am Wasser ist hier was los.



Gut das wir diese Ansammlung aus der Ferne beobachten können. Ich erinnere mich noch an den Geierstrand am Boteti, dass war Geruchssafari vom Allerfeinsten. 😣




Ein Stück weiter des Weges und ja klar, deswegen wird es ab hier besser, sehen wir auch die ersten unserer Lieblinge, wenige, aber ein paar Elefanten lassen sich blicken. Denkste, plötzlich sind da wieder mehr um uns herum als man Anfangs vermuten konnte. Wir verfransen uns fast in eine Sackgasse, aber bevor wir da rein fahren konnten taucht ein mobiler Roadblock vor uns auf und lässt uns abdrehen. Alles ein wenig unübersichtlich an der Stelle.





Roadblock 😉



Elefantös geht es weiter, diesmal aber mit etwas mehr Sicherheitsabstand. Wir kreuzen mal wieder eine Brücke über den Letaba mit Ausstiegsmöglichkeit. Wir bleiben mittig stehen. Ein tolles Panorama und es tummeln sich Elefanten im seichten Wasser und an den Hängen. Wirklich schön, zu weit weg für schöne Fotos, aber wir nutzen die Chancen und beobachten das Treiben mit den Kameras.








Jetzt lief es gerade besser, aber der nächste Streckenabschnitt wird wieder leer und wenig Sichtungsreich. Zwar öffnet sich die Landschaft und man sieht hier da in der Ferne ein paar Impalas und Büffel stehen, aber die sich jetzt ausbreitende Hitze legt solche Schlieren über die Landschaft, dass man auch an Fotos nicht zu denken braucht. So viel zum Thema Hartlicht-Fotografen. 😗 😛

Wir kommen am Abzweig an und fangen an zu beratschlagen ob es Sinn macht dieser trockenen PAD zu folgen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit macht das Sinn, aber es sind fast nur Pfannen und gar keine Wasserlöcher, macht das Sinn?

Ich bin der Meinung, dass wir es noch bis nach Mopani hoch und dort die Nshawu Wasserlöcher schaffen. Wir fahren dennoch Richtung Grenze, aber nach ein paar Minuten auf der PAD drehen wir um. Was soll's, der Weg verspricht nichts und wenn wir unseren Rückweg rechtzeitig antreten und nur mit Asphalt unter den Rädern, dann könnte es passen. 😐

Gesagt, getan.

Der Weg bis nach Mopani hoch erweist sich doch wirklich als viel kürzer als gedacht, wenn man einfach nur eine der H Strecken fährt. Wir kommen am Abzweig an, fahren auf die PAD in Richtung der Wasserlöcher und biegen guten Mutes in einen kleinen, rumpeligen Weg der uns zu Nshawu #1 führt. Es ist ein kleiner, schlammiger Tümpel in der Wiese. Das war wohl nix. 😵

Weiter geht's, zumindest folgen hier die Wasserlöcher direkt aufeinander, wenn es denn Wasserlöcher wären. Die #2 ist nur noch ein staubiger Fleck ohne Leben und auch hier ist es wie ausgestorben.

Es geht weiter und uns fallen mehrere Geier auf, die alle in die selbe Richtung gleiten und sich nicht in die Höhe schrauben, sondern entgegengesetzt in Richtung Boden und ein Stück voraus zwischen den Bäumen verschwinden.

White-backed Vulture | Weißrückengeier


Es wird erst gekreist und dann etwas in Visier genommen, dass wir noch nicht sehen können. Aber es scheint doch recht eindeutig, dass hier irgendwo Aas liegt.

Cape Vulture | Kapgeier danke Maddy


Wir folgen der Spur und tatsächlich wird das Gezetter lauter und nur wenige Dutzend Meter weiter liegt etwas nicht mehr identifizierbares in den Büschen versteckt und eine einzelne Hyäne reißt an den Rippen herum, um noch etwas brauchbares abzubeißen. Die Geier halten sich zurück oder picken an kleineren Überbleibseln. Insgesamt ist kaum was zu sehen, aber da wir noch nie an einem Kill oder halbwegs frischen Kadaver waren ist es für uns eine besondere Sichtung, der wir dennoch Zeit widmen und versuchen den besten Blick zu bekommen. 😎



Die Hyäne tut uns den Gefallen sich auch noch in voller Pracht blicken zu lassen. Hyänen haben wir bisher auch so gut wie gar nicht gesehen. Auch mal schön. Und kaum ist die Hyäne weg, stürzen sich immer mehr Geier aus den Bäumen runter und alle auf die fast abgenagten Knochen.





Wir machen uns wieder auf in Richtung #3 und sehen hier endlich mal wieder unterschiedlichste Tiere. Es ist offensichtlich Zebraland und diverse, kleinere Herden finden sich am Wegesrand. Ein Steinböckchen verfolgt unseren Weg mit ebenso scheuem Blick, wie ein Greifvogel mit aufmerksamen, roten Augen.

Irgendwie scheint hier länger keiner durchgekommen zu sein. Eine "Lerche" plärrt uns an, Die Zebras schauen nach uns, ebenso die Gnus. Nicht wir sind auf Safari, es scheint fast so, als wären wir zur Abwechslung mal die Hauptattraktion hier. 😄

Steenbok | Steinböckchen


Black-shouldered Kite | Gleitaar danke Maddy


Rattling Cisticola | Rotscheitel-Zistens


Eigentlich schauen uns auch nur die Fohlen interessiert an.


Blue Wildebeest | Gnu


Angekommen am Wasserloch #3 zieht gerade eine kleinere Büffelherde nach ihrem Schlammbad von dannen und wird von einem einzelnen Elefantenbullen abgelöst. Der begnügt sich aber nicht einfach nur mit einem Schlammbad, der Dicke hat andere Pläne... so ein Rüssel ist doch wirklich für vieles gut und so kann er sich eine wohlschmeckende Erfrischung gönnen, direkt aus dem hiesigen Wasser-Reservoir. 😁 🙂









Wir wollen noch bis zur #5 fahren und dann definitiv umdrehen. Es wird dann auch Zeit. Auf dem Weg dorthin werden es immer mehr Zebras und auch an dem Wasserloch sind es in erster Linie die Zebras die uns auf Trab halten. Immer wieder jagen sich zwei Hengste wild um unser Auto, einmal schreckt eine der Herden auf und hetzt in wilder Flucht durch die Graslandschaft auf unser Auto zu. Wir dachten zuerst da jagt jetzt wer, aber es kehrte schnell wieder Ruhe ein. Das haben wir aber alles nur auf Video, daher gibt es hier dann nur versöhnliche Bilder einer süßen Szene... 😊

Aufgewacht mein Kleines, die Herde zieht weiter.




Nshawu #5




Auch hier ist es nicht immer friedlich, wie es scheint. 🙄




Wir lassen die Gegend hinter uns und fahren wieder zurück zur H1-6, auch der Rückweg lässt sich dann nicht lumpen. Wir sehen noch ein paar Elefanten, Vogel-Erstsichtungen und das sei noch erwähnt, die Landschaft entlang diesem Weg ist auch sehr schön, richtig Safari-Feeling, weil wir auch nur ein anderes Fahrzeug sehen, dem wir noch den Tipp mit den Geiern am Aas mitgeben.

Bei Landschaften sind wir übrigens immer dann hin und weg, wenn ein Elefant davor steht. 😛 🤩



Rufous-naped Lark | Rotnackenlerche Sabota Lark | Sabotalerche danke Maddy


Chestnut-backed Sparrow-lark | Weißwangenlerche


Magpie Shrike | Elsterwürger


Landschaft 😉 ... aber dieser Bulle, sagt mir, wenn ich mich irre, der scheint mir doch schon sehr, sehr alt zu sein.


Noch mehr Landschaft 😁


European Roller | Blauracke



Der Weg zurück geht jetzt flott vonstatten. Kurz vor der Brücke über den Letaba sehen wir seitlich im Wald noch einmal Elefanten. Davon können es ja nie genug sein. Oder doch?

Wir schauen den Elefanten zu wie sie im Wald verschwinden und begegnen nur wenig später direkt der nächsten kleinen Herde die aus den dichten Büschen am Rand hervorkommt und erst einmal die Straße kreuzt und blockiert. Straßensperre in Grau mal wieder. 😄





Kurz vor der Brücke hören wir Tröten und knacken in den Büschen, für einen kurzen Augenblick sieht man 2 wuchtige Körper die sich krachend durch das Unterholz aufeinander zu schieben. Dann sind sie auch schon wieder verschwunden und man hört sie nur sich entfernen.

Wir halten die Augen offen und horchen, aber es ist still geworden.

Denkste! 😮

Plötzlich bricht direkt vor uns ein aufgeregter Bulle aus den Büschen. Er schaut uns an, trötet und läuft auf die Straße.
(das habe ich nur auf Video, bzw. Mara... dementsprechend ein paar Ausschnitte davon)





Ich habe den Rückwärtsgang schon drin und fahre 1-2m zurück und warte dann.

"Was machst du? - Jetzt fahr' noch ein Stück weiter und mach ihm mehr Platz!!!" 😕

"Würde ich ja gerne, aber der Zweite steht direkt hinter uns! 🙄

Ob seine Drohgebärden und das Tröten uns galten, werden wir wohl nie erfahren, zum Glück, aber ich denke das war eher dem Bullen hinter uns gemeint. Auf jeden Fall eine gar nicht erbauliche Situation, wenn man plötzlich direkt zwischen zwei Elefantenbullen steht, die offensichtlich grad nicht gut miteinander Kirschen essen können. (ganz davon ab, dass wir eh keine dabei gehabt haben und wo sonst hätten sie die her kriegen sollen?) 😉

Der Bulle vor uns nutzt auf jeden Fall unser Auto als Sichtschutz oder Blocker zwischen sich und dem anderen Bullen und passiert uns direkt vor der Motorhaube. Er verlässt die Straße nach links und im Rückspiegel sehe ich, wie sein Kontrahent die Bewegung spiegelt und beide am Waldrand neben uns kurz aufeinander treffen, sich dann noch weiter nach rechts bewegen und genauso schnell wieder aus der Sicht sind, wie sie aufgetaucht waren.

Wir sitzen da etwas bedröppelt und Atmen erst einmal wieder aus...




Na sowas, es scheint doch einen gewissen Mindestabstand zu geben, den selbst wir zu unseren Lieblingen gerne hätten. Zumindest in unkontrollierter Umgebung. Im Allwetter Zoo in Münster helfen wir auch gerne mal die Dickhäuter mit Brötchen zu füttern. Hinhalten und warten das Staubsauger das Brötchen hochzieht. Großartig. 😁

Wir treten jetzt die Heimfahrt an und sehen zunächst einfach eine Impala Herde am Fluß stehen, mit schmückendem Beiwerk...




Ein paar Zebras und Gnus, mit schmückendem Beiwerk...


... Fotos mit Elis drauf sind halt immer brauchbar. 😛

Als dann die letzten Kameraden uns nur noch den Poppes zeigen und den Fluß verlassen, nehmen wir das als untrügerisches Zeichen, dass es auch für uns Zeit wird ins Camp zu kommen. Der Aufpasser kurz vor'm Eingang sitzt auch schon auf seinem Abendposten um die Touris zu zählen, ob auch alle wirklich wieder zurück sind.





Gut aufpassen...


... und jedes Fahrzeug eines argwöhnischen Blickes würdigen! 😛

Egyptian Guard | Nilwache



Morgen verlassen wir den Krüger und nutzen die Tatsache aus, das die Tankstelle noch auf hat um wieder aufzufüllen. Der freundliche Tankwart schlendert auf uns zu, wir sagen "Full, please!" und er macht sich ans Werk.

"Habt ihr gemerkt, dass euer Reifen vorne links etwas platt ist?"

Ne, haben wir nicht und wenn ich ehrlich bin, da muss ich schon sehr genau hinschauen und dann sehe ich vielleicht, dass der minimal weniger Luft hat.

"Ne, hast du Druckluft?"

"Ich glaub da ist ne Schraube drin, lass mich mal gucken?"

So wirklich dran glauben tun wir beide nicht, aber er holt einen Sprüher, etwas Wasser und Seifenlauge rein und bearbeitet den Reifen ringsum, während ich langsam zurücksetze. Siehe da, es fängt an zu blubbern und tief zwischen dem Profil sieht man etwas metallisches Blitzen. Seinen Preisvorschlag von 120 Rand für eine Reparatur nehmen wir natürlich an. Er organisiert Werk- und Flickzeug und legt los. Dabei zerbricht ihm auch noch sein Stopfer, mit dem er das Ersatzgummi in den Reifen frickelt.

Wir legen also gleich noch extra Trinkgeld für das kaputte Werkzeug drauf, bedanken uns vielmals für das aufmerksame und gut geschulte Auge und sind sehr happy, dass ihm das jetzt und nicht uns erst später auf der PAD aufgefallen ist. 😎 🙂


Hatte ich erwähnt, dass wir uns auf dem Rückweg darauf geeinigt hatten, dass wir immer noch nicht genug Safari in unsere Krügertage gepackt hatten und wir versuchen werden, spontan einen Platz auf dem Nightdrive zu ergattern, so denn einer stattfindet heute? 🤪

Rein ins Office, JA - GIBT ES / JA - PLÄTZE SIND FREI / JA - Wenn ihr noch was essen wollt habt ihr keine Stunde mehr!! 😣
Die Reifenreparatur war nicht eingeplant in unserem, überraschenderweise sowieso schon engem Zeitfenster.

Hin zur Hütte, Katzenwäsche, alles einpacken was man so benötigt. Rüber zum Restaurant, wir erklären einer sehr, sehr netten Kellnerin unsere missliche Lage und fragen sie, was wir denn wohl am besten in so kurzer Zeit bestellen können. Ein afrikanischer Eintopf soll es werden, der köchelt schon und kann schnell serviert werden. Wir kriegen als erste unsere Getränke, als erste das Essen und sind nach einer sehr schmackhaften Mahlzeit gut gestärkt kaum eine halbe Stunde später schon wieder aus dem Restaurant und Richtung Treffpunkt unterwegs.

Hach, Urlaub... Seele baumeln lassen... einfach mal entspannen. So richtig ist das nix für uns. 😄

Der Nightdrive
Es ist ja unser erstes Mal und dementsprechend spannend. Gefahren wird auf einer Art Truck ohne Scheiben, Platz hätte es für gut 30 Leute, wir sind nur 8 + Guide. Also kann sich jeder frei bewegen und wenn man Sichtungen auf einer Seite hat, kann jeder in erster Reihe stehen. Das ist schon mal sehr schön. Nur ein anderer Mitfahrer hat eine Kamera dabei und auf die Frage ob er seinen Blitz benutzen dürfte kommt ein: "Du kannst so viel Blitzen wie du willst." zurück.

Da hätte ich jetzt nicht mit gerechnet, genutzt hat er den Blitz dann aber auch gar nicht.

Leider haben wir nur eine mobile Suchlampe an Bord, die bekommen 2 Gäste in die Hand gedrückt und der Guide hat vorne einen Sucher am Wagen.

Es geht raus in die Nacht und es wird nach allen Seiten Ausschau nach blitzenden Augen gehalten. Die Geräuschkulisse ist eine ganz andere, laut und überall zirpt es. Der kühle Fahrtwind ist eine willkommene Abwechslung und die Luft wirkt erstaunlich klar. Das Fahrzeug biegt in eine kleine Sackgasse ab, um dort zu schauen. Unerwartet sind die ersten Tiere die wir sehen zwei Marabus, die auf einem Strommast sitzen. Offensichtlich häufiger und nicht nur diesen Abend. 😗 🙄



Doch nur kurze Zeit später ein, wenn nicht unser... eigentlich sogar auf jeden Fall unser Highlight der Tour. Ein Springhare! 🤩 Oh gott sind die süß! 🤩 Diese Mischung aus Hase und Mini-Kängeruh mit kleinen Mini-Pfötchen...
(jetzt ohne Witz, davon hätten wir ruhig viel mehr sehen können, es bleibt zwar bei diesem einen, aber er hat einen Platz in unser Knuddelecke im Herzen erobert) 😄

Springhare | Südafrikanischer Springhase


Am Fluss sehen wir faule Krokos am Rand dösen und dann taucht eine Hyäne auf. Sie ist entweder recht gewöhnt an Tourbusse mit Touris drin oder will auf keinen Fall von ihrem Mahl ablassen. Scheinwerfer und nix kann sie stören. Ein halbwegs scharfes Foto bekommt man so gut wie gar nicht hin. Ich stelle schnell fest, dass Videos geeigneter sind. Da hört man auch schön, wie die Hyäne die Knochen knackt um an das Knochenmark zu kommen. Für ein Foto zur Dokumentation ihres blutigen Werkes reicht es aber auch.






Und die passende Hörprobe dazu. 😉
https://www.youtube.com/watch?v=l3yex4twrZY

Es tauchen noch ein paar Hyänen in der Nähe auf, inkl. einem Jungtier, sie streifen kurz durch's hohe Gras neben der Straße und sind dann im Dunkeln verschwunden. Bislang sind wir ganz zufrieden mit unserem Drive. Aber ab hier sehen wir erstmal gar nichts mehr, unser Lampenhalter sind da auch keine besonders große Hilfe, der Schein der Lampe zeigt immer in einer Höhe und Richtung was man dort sehen kann. Ich denke, man könnte etwas motvierter auch einen größeren Suchbereich abdecken.

Irgendwann frage ich, ob ich auch mal suchen dürfte und wenn auch ob der Frage etwas überrascht kann ich auch mein Glück versuchen. Es flattert mal hier, mal dort etwas davon, man sieht mal ein Impala weit weg stehen, aber Interessantes ist rar gesät. Wenigstens hat man mit der Lampe in der Hand was zu tun und dann fallen mir zwei dunkel glänzende Punkte in einem Baumwipfel direkt neben der Straße auf. Eine Eule. 😎

Verreaux's Eagle-Owl | Milchuhu




Na immerhin etwas, für die Fotos gebe ich die Lampe wieder ab. Aber in andere Richtung. Wir fahren weiter und sind schon fast zurück im Camp, vielleicht 2km bevor wir zurück sind ruft es von linker Seite am Fahrzeug: "Leopard!!!" 😮

Er ist nur ganz kurz zu sehen, das Licht flackert einmal über ihn rüber, aber für wenige Sekunden Video und ein rauskopiertes Beweisfoto reicht es. Tagessoll erledigt. 5. Tag Safari = 5. Leopard. 😗 😛
(es ist so einfach Leoparden zu finden...)




Mit diesem Bild verabschieden wir uns aus einem wieder einmal ereignisreichen Tag und etwas Nacht auf Safari. 🙂

Achja, bis wir im Bett sind ist es dann auch nach Mitternacht... und so liegt dort eine gerollte und verpackte Schriftrolle und etwas Deko auf dem Bett. Irgendwo in den Untiefen von Maras Tasche hat sich beim Packen wohl mein Geschenk versteckt. Was eine schöne Überraschung. Wir werden noch am Tag den wir wieder in Deutschland landen auf eine Eulensafari direkt am Rhein gehen (und keine sehen, aber Steinkäuze hören! 😉 ) und ein lieber Gruß unserer besten Freunde, bzw. zusätzlicher Wahlfamilie ist auch noch dabei mit denen wir zusammen (gesamt dann 9 Leute inkl. Patenkindern) ein paar Tage in einer coolen Blockhütte in der Vulkaneifel verbringen, und zu den dunkelsten Nächten vor Ort sind, mit besten Möglichkeiten die Milchstrasse abzulichten. Also ich und ein Freund, während der Rest schläft. Sehr cool, aber dank diesem komischen Virus, soll es dazu nie kommen.

40 Jahre... ich werde anscheinend wirklich langsam alt. 🙄 😄


FAZIT: Olifants Restcamp
Braucht man gar nicht lange auszuholen. Mit Riverlage traumhaft schön, das Restaurant bietet auch einen fantastischen Blick, wenn man einen der begehrten Tische am Rand erhascht. Und hier hatten wir das beste Essen. Ganz klar unser Favourit, zumindest von dem, was wir gesehen haben. Der südliche Westteil und alles im Norden haben wir ja gar nicht, nicht mal für eine Pause genutzt oder gesehen.

Klare 5/5 Sternen und ein fester Plan hier irgendwann wieder einen Sundowner zu genießen.


Gruß,
Robin
Teil 2028. Aug. 2021
Abschied aus dem Krügerland, auf zu jeuen Abenteuern.

Heute verlassen wir den Krügerpark. Ich habe Geburtstag und für die nächsten 2 Nächte wollte ich gerne etwas Besonderes haben. Es geht weiter in die Klaserie, ein Teil des "Greater Kruger" Gebiets. Etwas verbuscht und nicht so bekannt für grandiose Sichtungen wie z.B. Sabby Sands, aber die Unterkunft dort machte den Eindruck, als ob es uns da am besten gefallen würde. Aber dazu später mehr.

Erstmal geht es ja noch ein Stück durch den Krüger. Da wir an Letaba sowieso vorbeikommen, planen wir noch den Matambeni Bird Hide zu besuchen und dann ziemlich direkt zum Gate zu fahren, Abhängig davon wie wir dann in der Zeit liegen können wir noch ein paar Schwenks einbauen. 🙂



Auf dem Weg bis hoch nach Letaba werden wir nur von einem Vogel fragend angeschaut, ob wir denn wirklich schon wieder fahren wollen?

Rad-Backed Shrike | Neuntöter danke, Maddy


Wir halten kurz bei Letaba und holen uns noch ein paar kühle Getränke. In der Landschaft streift ein Löwenpaar herum, bzw. liegt er im Sand und sie schleicht durch die Büsche. Igrendwann schlendert sie dann an ihm vorbei, offensichtlich eine klare Aufforderung. Er folgt ihr in ein ruhigeres Liebesnest und wir verlieren die beiden aus den Augen.

Besser als die Sichtung ist allerdings, dass wir dort mit den Kameras stehen, neben uns zwei mit Ferngläsern. Wir fragen was sie so benutzen und ob wir auch mal gucken können... und sind wie weggeblasen. Ist ja Wahnsinn was eine ordentliche Optik ausmachen kann. Wir haben kein "richtiges" Fernglas, aber nach dem wir da ein bisschen testen konnten ist klar, dass wir auch eines brauchen! 😮

(ganz nebenbei war damit mein Geburtstagsgeschenk für Mara auch direkt gesichert... ;))







Auf dem Weg raus treffen wir am Auto noch ein Paar das eben aus dem Norden des Parks kam, aber auch vorher schon über eine Woche im Süden war. Alles zusammen 2,5 Wochen unterwegs. Man tauscht sich wie immer aus und als wir so unsere Sichtungen erzählen kriegen wir ein mehr als nur fragendes Gesicht, eher ein... "was für Schwätzer" Gesicht, als wir von unseren mittlerweile 5 Leoparden in nur 5 Tagen erzählen. So recht glauben will er uns nicht. Er hat nicht einen einzigen gesehen bisher. 😗

Da beweist sich mal wieder, auf einer Safari ist nichts planbar. Der eine sieht etwas, aber nur wenige Minuten später ist der Spuk evtl. wieder vorbei und der nächste sieht nur leere Flächen oder Büsche. 🙄

Im Baum neben uns sitzt noch ein hübscher Vertreter des Federvolks, dem laufe ich noch ein paar Minuten hinterher, bevor er weiter geht. Die Gärten der Camps sind auch immer gut für das eine oder andere Bild, es verirren sich immer Vögel hierhin.

Crested Barbet | Hauben-Bartvogel


Wir verlassen das Camp und richten uns gen Norden, noch einmal über die große Brücke über den Letaba, an der man aussteigen darf, und dann weiter zum Hide.

Mara biegt an der Kreuzung direkt am Gate nach rechts ab, später werden wir diese Strecke geradeaus weiterfahren zum Gate. Sie lenkt ein und...

QQUUIIIEEEETTTTSCH!

Haut erstmal auf die Bremse. 😣

Was läuft denn dieses dumme Vieh mitten über die Straße?

Mensch, Mensch, immer muss man aufpassen.

Wieder einer dieser Vertreter, denen man ständig im Park begegnet...

Setzt sich dann erstmal ungeniert in den Sand neben der Straße und piselt da hin...

... schöner die Glocken nie klingelten! 🤨 😄



Um dem Vorzubeugen... das Gespräch davor auf dem Parkplatz gab' es ganz genau so tatsächlich. Und diese Sichtung war sowas von absurd witzig in dem Augenblick. Wir flachsten noch drüber, dass Leoparden unserer Meinung nach total einfach zu finden sind und keine 20min später läuft uns einer direkt vor's Auto. Da noch kein anderer Wagen hier steht, zählen wir den zu "selbst gefunden". 😛

Er kreuzt die Straße und läuft dann noch ein kleines Stück parallel, leider immer sehr stark durch die Büsche verdeckt und dann verliert sich die Spur als ein kleiner Teich direkt neben der Straße auftaucht. Wir fahren noch ein paar mal hoch und runter, sehen aber nur noch einen Balance-Künstler auf in einem Ast über'm Wasser sitzen, der noch suchte, während andere schon erfolgreich waren. Damit sind es 6 von 6... unglaublich. 😗

(das sind die gebräuchlichsten Bilder... auf nahezu allen anderen lenkt das Glockenspiel den Fokus zu sehr auf die Heckpartie) 😉




Green-backed Heron | Grünreiher


Woodland Kingfisher | Senegalliest


Am Hide angekommen geht man immer durch eine Art Gang vom Parkplatz zum eigentlichen Hide. Im Schatten sitzen hier mehrere Dickpense auf dem Boden. Bissel dunkel, aber mit viel EBV noch was zu retten. Im Hide selber sind wir zu viert. Neben uns sitzt ein älteres Paar aus Frankreich. Wir fachsimpeln etwas, da sie ein beeindruckendes Nikon Arsenal neben sich liegen haben mit den längsten und lichtstärksten Festbrennweiten und Super-Telezooms des Systems. Die Ausrichtung auf Vögel schein klar und sie sitzen hier wohl schon länger und bleiben auch noch, als wir schon wieder gehen.


Armoured Ground Cricket | Raubschrecke (Dickpense)


Der Ausblick aus diesem Hide ist toll. Bislang der beste meine ich. Man sitzt hoch über dem Engelhard Dam und kann Hippos beobachten, diverse Wasservögel und Krokodile. Es geht ein kühlendes Lüftchen und man sitzt da schön im Schatten. Platz hat es nebeneinander, wenn man also seinen Platz hat, dann hat man auch Sicht. Sehr schön.

Die Hippos dösen im Wasser...


Hadeda Ibis | Hagedasch


Ich hatte mal eine Diskussion in einem Forum gelesen, dass sich Hippos und große Krokodile nicht gut verstehen und es dort zu Kämpfen untereinander kommen könnte. Daher dachte ich zunächst, die kommende Szene könnte spannend werden. Denn ein Hippo löste sich aus der Gruppe, stapfte die Sandbank hoch und direkt am größten Krokodil vorbei, dass dort lag...



Keine Reaktion vom Krokodil, auch nicht als es den leckeren Hinterschinken bald ins Maul gelegt bekam. 😗



Stattdessen legt sich das Hippo auch gemütlich dösend in die Sonne und die beiden schnarchen in seeliger Zweisamkeit um die Wette. Irgendwie würde ich behaupten, dass die Forums-Theorie zweier verfeindeter Arten damit wiederlegt ist. 😛



Auf den Felsen links neben dem Hide lässt sich dann noch der offensichtliche Herrscher über das Tal blicken. Zumindest macht es so den Eindruck, wie er da stolz gereckten Hauptes auf dem Felsen steht und sein Reich überblickt. 😉



Nur Minuten später werden wir eines besseren belehrt. Das war wohl nur der Hofnarr, der echte Boss lässt sich jetzt blicken 🤨 , imposanter Kollege, ich weiß aber leider nicht was genau das sein soll. Von der Größe her hätte ich auf Rock Monitor gewettet, aber wenn ich mir Bilder anschaue, dann finde ich keine mit einer solchen Färbung. 😐

Giant Plated Lizard | Matobosaurus validus danke, Maddy




Vom Hide aus geht es zurück in Richtung Letaba und dann den direkten Weg zum Gate. Wir wollen jetzt sehen wie gut wir zeitlich liegen, nehmen die Asphaltstrecke und wenn es dann noch passt, fahren wir vor dem Gate zum Sable Dam ab. So ist das besser planbar, da wir zu unserer nächsten Unterkunft ein ganzes Stück außen rum unterwegs sind und hier nur eine grobe Zeitidee haben.

Schnell für einen Moment auf der Brücke halten müssen wir noch, denn eine größere Eli-Herde ist gerade mit dem Baden fertig und zieht durch's Flussbett in die Wälder hoch.



Alle Größen sind vertreten. 🤩



Von hier ab kommen wir dann tatsächlich gut durch, das zeigt sich an den Bildern die wir gemacht haben, nämlich kein einziges, bis wir am Masorini Abzweig angekommen sind. Die Zeit passt und so fahren wir ein letztes Mal ein kleines Stück Safari in Richtung Sable Dam. Es wird schlagartig landschaftlich schöner, der Unterschied der entsteht, sobald man vom Asphalt runter ist... fast schon magisch. Es macht einfach sofort mehr Spaß.



Mit rotem Schlamm bedeckte Elefanten tun da ihr übriges. Ich finde die Farbgebung einfach genial. Die haben wir ja anfangs im Krüger einmal so gesehen und freuen uns jetzt noch mal über eine solche Sichtung; "Die roten Elefanten des Krügerparks"







Wo es Felsen hat, da macht man was?

Genau, natürlich nach Leoparden suchen. Wir finden aber nicht noch einen, keine Sorge. Allerdings sehen wir eine Felsformation die uns

a) komisch vetraut vorkommt, als hätten wir die irgendwo schon mal gesehen

und auf der

b) gerade ein seltsames Ritual vor sich geht, auch da regt sich was in meinem Gedächtnis, aber ich komme einfach nicht drauf...


Vielleicht kann ja einer von euch was damit anfangen und uns auf die Sprünge helfen?



😗 😛 😄


Sorry, aber der musste einfach sein. 🤪


Steppe Buzzard | Steppenbussard danke Maddy


Ein Stück weiter stehen wieder viele Elis links und rechts in den Büschen. Unserer gestrigen Erfahrung nach halten wir Abstand und warten ab, bis sich Büsche zwischen uns und denen befinden und wir etwas mehr Luft auf der Straße haben. Das löst für eine solche kleine Nebenstrecke fast schon einen Stau aus. 3 Autos (uns inkl.) auf einem Foto hatten wir nicht sehr oft.




Am Sable Dam angekommen waren wir uns zuerst nicht sicher ob wir das Gelände überhaupt betreten können. Hier gibt es theoretisch eine buchbare Unterkunft, umzäunt und mit Schlafplätzen direkt im Hide selber. Das sind dann so ausklappbare Pritschen an der Wand. Alles ist herunter gekommen, vermietet wird hier eher nix mehr. Eine Tür lässt sich öffnen und so kommen wir zum Wasser.

ich sage mal eine Woche Arbeit reingesteckt und das hier könnte ein Juwel für Gruppen sein. Der Damm ist toll zu überblicken und gefällt auch landschaftlich. Man hat durchaus Gamedrive-Otpionen in direkter Nachbarschaft, irgendwie wenig verständlich für uns.



Ein Auto umfährt den Damm und bleibt stehen. Was er da sieht erschließt sich uns zuerst nicht... bis sich der Stein rechts neben dem Fahrzeug im Wasser bewegt und sich als badender Elefantenbulle zu erkennen gibt. 😁





Und das war es dann auch... 😮 Etwas plötzlich gefühlt, aber auch passend, dass dieser Elefant das letzte Tier ist, das wir im Krüger sehen. Unser erster Aufenthalt Krügerpark ist hiermit zu Ende, nicht aber die Reise.

Es ist jetzt Mittag und um 12:30h kommen wir durch's Gate.

Dennoch der richtige Zeitpunkt hier im Bericht einen kurzen Break zu machen und ein Fazit unter den Krüger zu ziehen.


Fazit Krüger Nationalpark
Ausgehend davon, dass wir am ersten Tag auch erst Mittags im Park waren, haben wir 5 volle Safaritage im Krüger verbracht. Die Ausbeute dafür ist... ja keine Ahnung. Irgendwo zwischen atemberaubend und schlichtweg verrückt einzuordnen würde ich mal sagen. Na klar hört man immer diese Aussagen "Das ist wie Zoo." - "Da sind Sichtungen garantiert.", aber...

1. In dem Maße haben wir nicht damit gerechnet. 6 Leoparden in 5 Safari-Tagen. Dazu etliche tolle Sichtungen und eine schier endlose Liste mit Erstsichtungen (natürlich vornehmlich im gefiederten Bereich). Geparden als Wunsch erfüllt... und so weiter und so fort.

2. Haben wir eben überhaupt nicht das Gefühl gehabt, dass es wie im Zoo zugeht. Wir haben den allergrößten Anteil der Sichtungen selbst entdeckt und waren das erste Auto vor Ort. Ganz oft auch ganz alleine und wenn, dann sind maximal 5 Autos zusammen gekommen. Im Schnitt waren wir, falls überhaupt, 2-3 Autos vor Ort.

3. Sobald man ab der Aspahltstrecken und sagen wir mal etwas ab der Hauptrouten zwischen den Camps unterwegs war, dann war man manchmal alleine. Für Stunden, nur Gravel und teils kleine 4x4 PADs. Absolutes Safari-Feeling. Das hat uns am Positivsten überrascht. Denn wir haben uns auf anderes eingestellt und erwartet. Wichtiger als die Sichtungen ist uns dann doch das Drumherum und das war hier einfach toll. >> das mag auch an der Jahreszeit liegen. Keine Ferien etc.

Die Camps bekommen von uns ein gehobenes Mittelfeld. Wir haben bekommen was wir erwartet haben. Wir haben immer versucht ein Rondavell außerhalb am Rand zu bekommen. Das kostet etwas mehr, aber das ist es auch wert wie wir finden. Dadurch haben wir uns immer wohl gefühlt. Die Unterkünfte im Inneren machen für uns den Eindruck, dass man eben halt übernachten kann. Nichts zum aufhalten, aber man will ja auch unterwegs sein.

Die Campsites die wir gesehen haben, hätten uns nicht gefallen. War aber auch keine Überlegung dieses Mal für uns.
Ich glaube aber, der Krüger bleibt für uns Camps... das ist hier einfach praktisch. Man kann überall was kaufen, man könnte sogar Abends immer Kochen, wenn man will. Aber unsere Kombi aus Frühstück selber machen und Abends was Essen gehen fand' ich optimal.

Unter'm Strich: Uns hat der Krüger begeistert, sehr positiv überrascht und er ist markiert auf der "Unbedingt Wiederkommen" Liste. Den Norden kennen wir noch nicht, da müssen wir noch hin. 🙂


Gruß,
Robin

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