Champagner8'672 Beiträge · seit 201021. Okt. 2020 · #21
🤩 🤩 🤩 Ihr hattet "unser" Auto von August 2019!
Hat denn die Verriegelung hinten am Aufbau wieder funktioniert?
Auf jeden Fall freue ich mich darauf, unseren - abgesehen von der Verriegelung - treuen Begleiter jetzt immer mal wieder hier zu sehen (zumal die Muckels ja irgendwie nicht weiterkommen mit ihrem Bericht, wo er ja auch dabei war) 😛
Liebe Grüße von Bele
P.S. Das mit dem Gepäck dachte ich - wie Uwe - auch gleich und habe vermutet, dass das Foto Fake ist und noch irgendwo viel mehr rumsteht oder dass Ihr ne Kiste in Windhoek gelagert habt.
P.P.S: Und Zahnarzt in Namibia kenne ich leider auch 😣
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201121. Okt. 2020 · #22
Eulenmuckel schrieb:Hallo ihr zwei, wir freuen uns, mal einen Reisebericht von euch zu lesen. Und gleich einen so speziellen. Zumindest eure Route klingt recht entspannt. Wir sind beeindruckt von eurem wenigen Gepäck. Wir sind schon lange nicht mehr mit zwei Taschen ausgekommen. Das mit dem Backenzahn hätte nicht unbedingt sein müssen. Freuen uns auf die Fortsetzung. Liebe Grüße Uwe und Ruth
Hallo Eulenmuckels, schön, von Euch zu hören! Als Bordgepäck haben wir zusätzlich jeder noch einen größeren Tagesrucksack. Ansonsten sind die Klamotten von uns beiden und eine leere Reisetasche für unterwegs im roten Koffer. Mehr Gepäck könnten wir gar nicht bewältigen... Unsere Tour war auch recht entspannt geplant, da wir momentan nur 3 Wochen reisen können und eigentlich nicht gestresseter heimkehren wollten, als wir losgefahren sind 😵 Liebe Grüße von uns beiden 🙂 🙂
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201121. Okt. 2020 · #23
Champagner schrieb:Hat denn die Verriegelung hinten am Aufbau wieder funktioniert?
Hallo Bele, das ist ja lustig, dass ihr auch diesen Wagen hattet. Die Verriegelung hat grundsätzlich schon funktioniert. Aber es ist gelegentlich passiert, dass der Verschluss sich durch das Schließen der Tür verkantet hat und man dann drinnen eingesperrt war 🙁 . Zum Glück konnte man das aber mit etwas Mühe und Geschick mit den Spannstangen für das Zelt "aufprökeln"... Wenn man grade eilig zu den Ablutions will, ist das natürlich suboptimal 🤨 🤨 🤨
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201121. Okt. 2020 · #24
Sonntag - 8. März 2020 – Kleine „Irrfahrt“ mit glücklichem Ausklang auf Etusis Der erste Campingmorgen 🙂. Da mein Mann ein ausgemachter Langschläfer ist, genieße ich mein Morgenritual. Zunächst aufgeräumt - sofern erforderlich. Anschließend gibt es einen Kaffee und ich vertreibe mir die Zeit mit Notizen, Lesen und Herumschauen. Schließlich bereite ich das Frühstück und säusele meinem Morgenmuffel ins Ohr, dass er sich nun an den reich gedeckten Tisch setzen darf. Auch bei diesem ersten Campingfrühstück, auf das ich mich so gefreut habe, laufen wir noch etwas unrund. Unsere Akklimatisierungsphase ist definitiv noch nicht abgeschlossen…
Da wir für unsere Verhältnisse relativ früh dran sind, brechen wir zu einem Spaziergang ins Giants Valley auf, das wir noch nicht kennen.
Leider ist es doch schon wieder zu spät und zu heiß für einen Fußmarsch. Trotz der Trockenheit sind viele Insekten unterwegs, die um uns herumschwirren und uns malträtieren. Als wir grade im Valley angekommen sind, tritt mein Mann in den Streik. Ich „parke“ ihn unter einem Baum, um schnell einen Eindruck zu bekommen. Im Gegensatz zur Bull’s Party gibt es hier viele Bäume und Sträucher, so dass man die Felsformationen nicht schon aus der Entfernung bewundern kann. Bestimmt hätte sich hier noch so einiges entdecken lassen, aber auch mir ist es viel zu heiß und die Insekten nerven.
Wir schleppen uns also zurück zur Campsite, packen unseren Kram ein und erholen uns während einer kleinen Rundfahrt im klimatisierten Wagen. Die Landschaft ist wirklich schön und endlich stellt sich richtiges Afrika Feeling ein. Bei der Bull’s Party steigen wir nicht aus, denn die haben wir schon mehrfach besucht und inzwischen steht die Sonne senkrecht und sengend am Himmel. Außerdem ist es Zeit zur nächsten Campsite aufzubrechen.
Als nächste Station habe ich das Achab Camp etwas südwestlich von Usakos auf den Radar genommen. Als wir auf das Gelände fahren, gefällt uns der Gesamteindruck leider gar nicht. Landschaftlich hatte ich es mir anders vorgestellt. Zudem sind wir genervt, weil es keine Beschilderung oder Hinweise gibt, die uns helfen, uns auf dem weitläufigen Gelände zurecht zu finden. Ich kann meinen Mann auch nicht überreden, einfach mal eine beliebige Campsite anzufahren, um herauszufinden, ob diese nicht vielleicht lauschig und liebevoll angelegt ist. Irgendwie ist das einfach nicht unser Platz – zumindest nicht an diesem Tag. Nun sind wir ziemlich ratlos! Morgen treffen wir uns mit Freunden an der Spitzkoppe. Aufgrund des mangelnden Schattens ist es für uns keine Option, bereits heute dorthin zu fahren und 2 Nächte zu bleiben. An einer malerischen kleinen Kirche in Usakos halten wir für eine Lagebesprechung an.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201122. Okt. 2020 · #25
Auch wenn wir dafür ein Stück auf der B1 zurück fahren müssen, fällt unsere Wahl auf die Etusis Campsite, wo wir bereits vor einigen Jahren waren. Wir rufen in der Lodge an und man bestätigt freundlich, dass wir kommen können und ermahnt uns vorsichtig zu fahren, wegen einiger Verspülungen auf der C Straße.
Mit unserer Entscheidung für Etusis sind wir total happy. Wir melden uns am Farmhaus mit der unübersehbaren „Klingel“ an und werden freundlich von Frau Kühne empfangen.
Ebenso nett empfängt uns Andreas, der die Campsite schon seit ihrer Eröffnung pflegt – und das mit einer Hingabe, wie eine Hollywood Diva ihren kostbaren Teint. Alles ist schön grün hier, der Platz ist gemütlich, die Sukkulenten-Beete sehr hübsch und der Blick auf die Marmorbrüche ist wunderbar.
Wir bleiben alleine auf diesem schönen Platz und verbringen einen gemütlichen Nachmittag. Das tut uns gut – insbesondere mein Nachmittags-Nickerchen. Schließlich findet man nur wenige Plätze, wo man eine Hängematte optimal zwischen schattige Bäume hängen kann. Ein Highlight!
Der Tag, der so unrund anfing, klingt mit einem wunderschönen Abendhimmel und einem gemütlichen Feuerchen mit Blick auf einen fantastischen Mond aus. Ich denke, jetzt sind wir wirklich angekommen!
Die Verriegelung hat grundsätzlich schon funktioniert. Aber es ist gelegentlich passiert, dass der Verschluss sich durch das Schließen der Tür verkantet hat und man dann drinnen eingesperrt war 🙁 . Zum Glück konnte man das aber mit etwas Mühe und Geschick mit den Spannstangen für das Zelt "aufprökeln
....und bei uns mußte immer der, der es besonders eilig hatte, über das „Fenster“ im Dachzelt via Ersatzreifen rausklettern und von außen öffnen. Das hält fit..... Viele Grüße Friederike
Das weckt Erinnerungen. 😄 Bei uns waren die vertrackten Riegel allerdings oben, sodass man nach öffnen des "Fensters" ohne weitere Hilfsmittel hinlangen konnte. 😎
Ich reise gerne weiter mit und freue mich auf mehr. Sehr schöne Tour.
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
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MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201125. Okt. 2020 · #28
Montag - 9. März 2020 – Spitzkoppe: Super Landschaft, Super Freunde, Supermond Morgens lassen wir uns richtig Zeit und genießen den Schatten und die schöne Umgebung. Gegen Mittag verlassen wir den Platz und melden uns zum Bezahlen an der Farm, wo wir noch ein nettes Schwätzchen mit Frau Kühne halten.
Dank des ungeplanten Abstechers nach Etusis können wir in Karibib noch frisches Hack kaufen. Der OK Supermarkt dort ist viel größer und besser sortiert, als ich ihn von einem früheren Einkauf in Erinnerung hatte. Jetzt steht dem heutigen Treffen mit unseren Freunden nichts mehr entgegen, denn traditionell versuchen wir immer, am Tag unseres Wiedersehens ein leckeres Chilli con Carne zu kochen. Kennengelernt haben wir uns vor 16 Jahren auf der Kunene River Lodge Campsite. Zunächst haben sich Westfalen und Bayern kritisch aus der Ferne „observiert“ und gegenseitig für seltsam befunden. Aber schließlich kamen wir ins Gespräch und haben den Abend zusammen verbracht 🙄 😄 🤪 . Beim Frühstück litten wir dann gemeinsam unter einem ordentlichen Kater 🤢, bevor die Wege sich wieder trennten. Aus diesem kurzen Kontakt, hat sich eine sehr besondere und innige Freundschaft entwickelt 😘. Da wir immer zur gleichen Zeit in Namibia sind, verbringen wir seit vielen Jahren einen Teil des Urlaubes gemeinsam.
Für heute haben wir als Treffpunkt die Spitzkoppe Campsite gewählt, da es einen Supermond geben soll und wir vermuten, dass dieser dort sehr schön aussehen wird. Wir erreichen die Spitzkoppe am frühen Nachmittag. Abgesehen von einigen Tagesbesuchern ist es noch ziemlich leer. Schnell fahren wir zu unserem bevorzugten Platz und freuen uns, dass dieser noch frei ist. Wir vereinnahmen den Platz durch Aufstellen von Tisch und Stühlen und brechen zu einer kleinen Rundfahrt auf. Zunächst fahren wir zum hinteren Gate heraus und schauen uns das Gelände von außen an.
Dann geht es durch das Haupttor zurück auf das Gelände. Es ist doch erstaunlich, dass man auch an Orten, die man schon mehrfach besucht hat, immer wieder etwas Neues entdecken kann. Dieses Riesenbaby, das mit Murmeln spielt, habe ich noch nie bemerkt!
Und auch die komische Raupe kenne ich noch nicht und muss deshalb gleich mal in deren Maul posieren. Ich bin mal wieder total begeistert von dieser tollen Gegend 🙂 🙂 🙂
Nach der schönen Rundfahrt machen wir es uns auf dem Platz gemütlich und können uns jetzt wirklich glücklich schätzen, dass es mit der Markise geklappt hat 😎.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201125. Okt. 2020 · #29
Unsere Freunde haben sich erst für den frühen Abend angesagt und kaum sind sie aus dem Wagen gesprungen, sitzen wir schon in vertrauter Runde zusammen und tauschen Neuigkeiten aus. Fast verpassen wir es, rechtzeitig für den Sundowner den Felsen vor unserem Camp zu erklimmen, von dem man eine wunderbare Aussicht hat.
Nur blöd, dass inzwischen ein Wellblech Klohäuschen mitten in die schöne Aussicht gebaut wurde. Aber immerhin hat es eine dezente Farbe…
Zurück auf dem Platz geht es dann an die Vorbereitungen für das Chilli.
Und so langsam lässt sich auch der Supermond blicken, den wir aber gar nicht soooo beeindruckend finden. Hätte ich nicht vorher gelesen, dass heute Supermond sein soll, wäre mir gar nicht aufgefallen, dass er außergewöhnlich ist.
Macht nix – schön ist es allemal und wir sitzen noch lange gemütlich zusammen am Feuer.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201126. Okt. 2020 · #30
Dienstag - 10. März 2020 – Wir werden zu Höhlenmenschen; Cave Campsite auf Omandumba Frühmorgens drehe ich eine kleine Runde und der Supermond ist fast beeindruckender als in der Nacht.
Zum Aufstehen ist es allerdings noch viel zu früh! Auf keinem der umliegenden Plätze regt sich etwas und so klettere ich erstmal zurück ins Zelt und kann zum Glück noch eine Weile schlafen.
Nach dem Frühstück fahren wir noch etwas herum und gehen zur Bridge und zu den Pools. Leider sind wir schon wieder spät dran und deshalb schon wieder in der Mittagshitze unterwegs.
Dann gibt es am Eingang noch ein Getränk in dem überraschend hübschen Restaurant und wir benutzen auch die zentrale Dusche. Die funktioniert richtig gut, aber der Steinboden ist in der Mittagssonne so heiß, dass es unmöglich ist barfuß zu duschen.
Über einsame D Straßen fahren wir weiter ins wunderschöne Erongogebiet nach Omandumba.
Auf Omandumba begrüßt uns eine freundliche Dame, die sehr viel redet. Wir fragen nach den diversen Camping Optionen und bekommen resolut mitgeteilt, dass wir bei den San campieren können. Ich bin etwas enttäuscht. Wir haben bereits vor ein paar Jahren einen ausgezeichneten Walk mit den San gemacht. Inzwischen habe aber im Forum gesehen, dass es noch weitere Plätze gibt, die etwas verstreut auf der Farm liegen. Die hatte ich eigentlich auf dem Radar, aber ich habe den Namen meiner Wunsch-Campsite nicht parat. Da man uns keine weiteren Optionen anbietet, sind die anderen Plätze wohl schon schon vergeben!? Hm… fragen kostet ja nix. Ich gebe meine Zurückhaltung auf und frage bei der Wortgewaltigen nochmal nach: “Es gibt doch noch andere Möglichkeiten, oder!? Irgendwas höhlenartiges, an einem Felsen, mit einer Sundowner Plattform?“ Die Antwort: „Ach ja, die Cave, die könnt ihr auch haben!“ Das zaubert mir gleich wieder ein Lächeln ins Gesicht – auch wenn ich mich frage, warum man nicht gleich die verschiedenen Optionen genannt bekommt, wenn man nach den verschiedenen Optionen fragt… Aber egal, wir brechen auf und folgen den Schildern des Höhlenmenschen. Die Fahrt über die Farm ist wunderschön. Auf dieser Seite des Erongo hat es viel geregnet und überall steht hohes Gras.
Auf der Campsite angekommen, gibt es viel zu entdecken. Der eigentliche Plätz ist lauschig zwischen Felsen eingebettet. Über einen großen, abschüssigen Granitfelsen geht es zur Cave. Eine hohe Spalte zwischen den Felsblöcken wurde mit Mauerwerk und Glastüren geschlossen und quasi zu einem zweistöckigen Raum ausgebaut, durch den man auf eine große Aussichtsplattform mit einer Open Air Dusche gelangt.
Zum Duschen wäre es uns auf der Aussichtsplattform allerdings etwas zu windig, aber am Fuß der Cave befindet sich zwischen Gebüsch und Felsen noch ein geschützteres Buschbadezimmer.
Ich freue mich jetzt so richtig, dass ich nachgefragt habe und wir schließlich doch noch hier gelandet sind. Allerdings stelle ich fest, dass der Weg zwischen dem Platz und dem Buschbadezimmer, der über einen abschüssigen Granitfelsen führt, nicht ganz ohne ist – insbesondere wenn man z.B. noch eine Kulturtasche oder eine Schüssel mit Spülwasser trägt. Ich habe nur die Wahl zwischen Trekking Schuhen (zu warm, zu umständlich anzuziehen) und Flipflops (wenig Gripp auf diesem Untergrund) und setze gedanklich ein paar anständige Trekkingsandalen auf meine Shopping-Wunschliste.
Der Sundowner wird auf der Aussichtsplattform natürlich ausgiebig zelebriert! Perfekt mit Gin Tonic, View und Schattenspielen!
Dann wird gemeinsam gekocht und noch lange am Feuer gesessen. Auch in dieser Nacht können wir wieder einen schönen Mond bewundern.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201128. Okt. 2020 · #31
Mittwoch - 11. März 2020: Durch das „Auenland“ zum Black Rock (Omakutu) Wie immer bin ich vor den anderen wach und genieße meinen Morgenkaffee und die ungestörte Zeit im Buschbadezimmer. Allerdings werden vor meinen Mitreisenden schon bald viele kleine Mücken aktiv. Es wird also Zeit, die Langschläfer zu wecken und zügig einzupacken. Ohne Frühstück brechen wir nach einer schnellen Tasse Kaffee nach Omaruru auf, wo eine leckere Brotzeit in der Kristall Kellerei lockt. Die Auszeit und die Leckereien im gemütlichen Garten genießen wir immer wieder gerne - vorausgesetzt wir sind großzügig mit Peaceful Sleep eingesprüht.
Jetzt sind wir gestärkt für einen kleinen Einkauf im SPAR und freuen uns über das gute Sortiment – wenn uns auch nicht alle Angebote für die Umgebung und Jahreszeit geeignet erscheinen.
Dann geht es auf der D2315 ein Stück zurück ins Erongo und weiter über die Farmpad D2316 nach Omukutu.
Die Fahrt über die größtenteils schlechte Pad zieht sich und ist sehr anstrengend. Dafür ist die Landschaft aber wunderschön. Ohne die afrikatypischen Warnschilder, könnte man zeitweise meinen, man sei im Auenland unterwegs, was meine Fotos leider nicht angemessen wiedergeben 😕 🙁 🤨 .
Als wir endlich auf der Campsite am „A…. der Welt“ ankommen sind wir alle völlig k.o. Das ändert sich aber schlagartig, denn es gibt sooo viel zu entdecken, z.B.: • Einen Aussichtsturm • Feuer und Grillplatz • Schattige Terrassen • Einen Küchenraum mit Theke • Ein luxuriöses Bad in einem Turm, das auch zu einer sehr guten Lodge gehören könnte • Ein schönes Open Air Bad…
Alles ist liebevoll, originell und wunderschön angelegt. Unsere hohen Erwartungen werden nicht enttäuscht, sondern sogar noch übertroffen – zumal der offensichtlich sehr nette Eigentümer und auch noch Welcome Bierchen in der Küche aufgestellt hat.
Natürlich steigen wir zum Sundowner auf den Camp-eigenen Turm, entdecken in der Ferne ein paar Zebras und genießen den Ausblick, bis die Landschaft sich wunderschön pastellig färbt.
Ops.....wie kommen exakt 4 ungeöffnete Bierdosen als Willkommensdrink auf die Campsite......wenn der
Farmbesitzer in Windhoek lebt? 😄 😄 😄
Habt Ihr das Geld dort in einem "toten" Briefkasten deponiert oder wie?
LG........................BMW
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201131. Okt. 2020 · #33
BMW schrieb:Ops.....wie kommen exakt 4 ungeöffnete Bierdosen als Willkommensdrink auf die Campsite......wenn der Farmbesitzer in Windhoek lebt? 😄 😄 😄
Habt Ihr das Geld dort in einem "toten" Briefkasten deponiert oder wie?
Hallo BMW, der anscheinend sehr nette Besitzer Hannes scheint häufiger selbst vor Ort zu sein und hat dort in etwas Entfernung von der Campsite auch ein eigenes sehr kreatives Wochenend- und Feriendomizil. Laut WhatsApp Nachricht war er kurz vor uns dort und hat dann wohl die Bierdosen aufgestellt - eventuell da ich erwähnt hatte, dass ich den Platz für meinen Geburtstag gewählt habe.
Die Bezahlung war ganz unkompliziert. Das Geld haben wir in einem Schrank in der Küche hinterlassen und Hannes später per WhatApp informiert, wo es genau liegt. Der tolle, freundliche Umgang, den wir per WhatApp erlebt haben, wurde auch durch Eintragungen im Gästebuch bestätigt.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201131. Okt. 2020 · #34
Donnerstag - 12. März 2020: Traumhafter Platz – mäßiges Befinden Am Morgen erwache ich recht „matschig“. Die ganze Nacht habe ich leicht gefröstelt, obwohl es wirklich nicht kühl war und mein Körper sich angenehm warm anfühlte. Ich habe auch viele Stiche und leichte Bauchschmerzen. Nicht gut! Wir verbringen einen faulen Tag auf dem herrlichen Platz und können uns nicht aufraffen, die schöne Umgebung zu erkunden. Irgendwo soll es ja noch einen Pool geben, aber nach der gestrigen Fahrt sind wir alle zu bequem, um uns auf die Suche zu begeben. Ich brauche richtig viel Ruhe und kehre sogar mehrfach in das viel zu warme Dachzelt zurück, um ein wenig zu schlafen. Gelegentlich treffen wir uns an einem der schattigen Plätzchen und es gesellen sich noch ein paar andere „Campsite-Bewohner“ zu uns.
Echt blöd, dass ich so matt bin. Ich habe diesen tollen, abgelegenen Platz extra für meinen Geburtstag gewählt. Traditionell feiern wir nämlich seit vielen Jahren mit unseren Freunden in meinen Geburtstag hinein. Das ist für mich die schönste Art, in ein neues Lebensjahr zu starten. Jetzt quäle ich mich aber über den Tag und kann noch nicht einmal die nette Bar genießen.
Nachdem mein Befinden sich trotz viel Ruhe nicht bessert, bezweifle ich, dass ich es überhaupt schaffe, bis Mitternacht aufzubleiben. Dann macht sich mein Party-Gen aber doch bemerkbar und ich halte durch. Die knallenden Sektkorken, das Ständchen und der schöne Geburtstagtisch, den unsere Freunde mir wieder bereitet haben, wecken meine Lebensgeister und es wird sogar noch ein wenig getanzt.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201131. Okt. 2020 · #35
Freitag - 13. März 2020: Geburtstag mit Hindernissen Obwohl meine kleine Geburtstagsfeier doch noch bis ca. 2:30 Uhr gedauert hat, bin ich morgens wieder um kurz nach 8:00 Uhr auf den Beinen - ohne Kater, aber auch nicht wirklich fit. Im Zelt ist es mir einfach zu heiß und so genieße ich mein Morgenritual. Bei meinen 3 Langschläfern rührt sich nichts. Puh – wie sehr ich ihnen einerseits ihren gesunden Schlaf gönne und sie andererseits darum beneide! Manchmal wünsche ich allerdings, wir könnten auch mal „in die Pötte kommen“, bevor die Sonne unbarmherzig vom höchsten Punkt des Himmels brennt.
Nach meinem Morgenkaffee mache ich den Abwasch, zu dem wir alle am Vorabend keine Lust mehr hatten, schreibe ins Gästebuch und räume auf. Und ich warte… Gegen 11:00 Uhr gibt es ein Mini Frühstück mit meinem Mann. Schließlich kommen auch „die Bayern“ aus den Federn. Bis wir alles zusammengepackt haben und aufbrechen können ist es 13:15. Die Fahrt ist wegen der schlechten D2316 sehr anstrengend und dauert sehr lange. Das habe ich wirklich nicht gut geplant, dass wir nach der Feier und an meinem Geburtstag zur Weiterfahrt aufbrechen. Wir müssen irgendwann unbedingt nochmal auf diese fantastische Campsite, dann aber ohne Aufbruch nach einer Party und bei hoffentlich besserer Gesundheit!
Um ca. 17:45 erreichen wir nach einer Fahrt ohne nennenswerte Pause Swakopmund und können kurz vor Rezeptionsschluss in den Swakopmund Luxury Suites (SLS) einchecken. Als vor einigen Jahren unsere Stammpension ausgebucht war, sind wir auf SLS gestoßen und seitdem begeistert. Die Zimmer sind groß und stylish, die Lage ist super und das Personal ist sehr nett. Wie im letzten Jahr bekommen Zimmer 21 und sind zufrieden - eine perfekte Umgebung, um den Straßenstaub hinter sich zu lassen und sich zu erholen.Ein besonderes Highlight ist es eigentlich immer, nach einer heißen Dusche in die schneeweißen Frotteebademäntel zu schlüpfen und bei einer Tasse Kaffee auf dem Bett zu ruhen 🙂
Heute müssen wir uns aber leider beeilen, denn es ist ein Tisch im Tug reserviert. Wir sind alle ziemlich k.o. und weil mein Magen grummelt, beschränke ich mein Essen auf Pasta. Unsere Freunde bestellen heimlich ein Geburtstagsständchen beim Personal – mit Eis und Wunderkerzen. Sehr nett! Als wir das Lokal verlassen, hat sich vor der Tür ein Chor eingefunden. Hier haben unsere Freunde ein weiteres Ständchen bestellt. Noch eine zauberhafte Überraschung für mich 🙂 Allerdings bin jetzt sehr, sehr müde und mein Bauch grummelt immer mehr. Unterwegs merke ich, dass ich mich nun beeilen muss und schaffe es grade noch rechtzeitig rennend in unser Zimmer bzw. Bad. Mein Magen/Darm sind definitiv nicht ok und ich habe 38,5 Fieber 🤢 🤢 🤢
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201101. Nov. 2020 · #38
Samstag - 14. März 2020: Mediclinic statt Sushi und erste schlechte Nachrichten An den Swakopmund Luxury Suites mögen wir neben der tollen Ausstattung insbesondere das Frühstückskonzept. Da es in der Unterkunft keinen Frühstücksraum gibt, bekommt man Vouchers für nahegelegene Cafés. So sind wir nicht an begrenzte Hotel-Frühstückszeiten gebunden und können jeden Tag neu entscheiden worauf wir Lust haben. Unser Favorit ist das schöne Vintage Café Cordes, wo es für meinen Geschmack den besten Cappuccino gibt.
Ich wähle eine möglichst magenfreundliche Frühstücksvariante, muss aber zügig wieder unser Zimmer/Bad aufsuchen. Der Durchfall ist schlimm und meine Körpertemperatur schlägt Kapriolen.
Corona ist jetzt das Thema in allen Nachrichten, die wir von Freunden aus Deutschland erhalten. Es ist alles sehr verwirrend und ich beginne die Symptome im Internet zu studieren. Fieber, Mattigkeit und Magen-und Darmprobleme sind auch gelegentlich dabei. Den besonders typischen Husten habe ich allerdings nicht – abgesehen von einem heftigen Hustenanfall gestern. Auch wenn mein Symptom-Mix nicht eindeutig ist, bekomme ich Panik, dass ich Corona haben könnte. Meine größte Sorge gilt dabei allerdings nicht mir selbst. Hauptsächlich habe ich Angst, dass ich als Patient 0 Corona nach Namibia gebracht haben könnte. Was für eine furchtbare Vorstellung, dass ich den Virus in dieses Land eingeschleppt haben könnte, das ich so sehr liebe… Wieviel Schaden würde das hier anrichten!? Und, dürfte ich dann jemals wieder einreisen?
Inzwischen erreicht uns von einer Freundin die Info, dass Air Namibia alle Flüge nach Deutschland für 30 Tage eingestellt. Wir denken: “Gut, dass wir dieses Mal mit Lufthansa geflogen sind!“ Weitere Gedanken darüber, was Covid für unsere Reise bedeuten könnte, kann ich mir aber aktuell gar nicht machen. Mir ist inzwischen klar, dass ich mich zuerst um meine angeschlagene Gesundheit kümmern und klären muss, ob mein Befinden etwas mit Covid zu tun hat. Das Wetter ist ohnehin schlecht und mein Zustand verbietet mir die „Austern- und Sushi-Schlacht“ im Ocean Cellar, auf die ich mich schon so gefreut hatte 🙁 .
Da heute Samstag ist, entscheiden wir uns dafür, die Ambulanz der Mediclinic aufzusuchen. Wir haben Glück! Es sind keine weiteren Patienten da und die Schwester, die uns freundlich-resolut begrüßt wirkt äußerst kompetent und spricht deutsch. Alle Abläufe machen einen absolut professionellen Eindruck. Mir wird sofort Blut abgenommen und ins Labor geschickt und ich bekomme je einen Tropf gegen Fieber, Schmerzen und zum Ausgleich des Flüssigkeitsmangels. Der nette, ältere Doc, der nach einer Weile recht tiefenentspannt in Strand-Bermudas und T-Shirt erscheint und die Ergebnisse meiner Blutanalyse checkt, diagnostiziert einen Magen- und Darmvirus. Natürlich frage ich wegen Corona nach! Es gibt hier natürlich noch keine Testmöglichkeiten. Der Doc ist aber sicher, dass ich mir keine Gedanken über Corona machen muss, denn in Namibia geht schon eine Weile ein sehr heftiger Magen- und Darmvirus um und meine Symptome passen eindeutig in das Bild. Auch wenn das keine 100% sichere Diagnose ist, fällt mir ein ziemlich dicker Stein vom Herzen!!!
Nach dem Klinikaufenthalt muss ich wieder ruhen. In diesem Jahr macht sich das schöne Zimmer wirklich bezahlt! Da es draußen nach wie vor grau ist, fällt es mir nicht allzu schwer, das Bett zu hüten und mein Mann hat gegen Bettruhe in der Regel ohnehin nichts einzuwenden 😉
Abends treffen wir unsere Freunde im Old Sailor, wo ich auf die ausgezeichneten Steaks verzichte und wieder magenfreundliche Schonkost zu mir nehme. Die sonst so herzlich-heitere Stimmung ist heute eher verhalten. Zum einen möchte sich niemand mit meinen Magen- und Darm-Virus anstecken, zum anderen ist Corona jetzt für uns alle zum Thema geworden und dämpft die Laune. Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich die Lage, in den wenigen Tagen, in denen wir weitgehend offline waren, zugespitzt hat. Die News, die wir aus Deutschland/Europa erhalten sind verstörend und müssen erstmal irgendwie aufgenommen und verarbeitet werden.
Sonntag - 15. März 2020 – Covid übernimmt Auch heute gibt es wieder Frühstück bei Cordes. Das Wetter ist noch immer sehr durchwachsen und die Befindlichkeit auch. Wir ruhen sehr viel, denn auch mein Mann fühlt sich inzwischen nicht gut. Der Tag vergeht einerseits ereignislos, anderseits sorgen neue Nachrichten für Unruhe.
In Namibia wurden gestern die ersten beiden Covid Fälle bestätigt und als eine Sofortmaßnahme wurden alle direkten Flüge nach Deutschland eingestellt. Damit ist also auch unser Lufthansa Flug futsch! Ich bin allerdings viel zu kraftlos, um mir konkrete Gedanken zu machen, wie es nun weiter geht. Es wird sich schon finden… Erstmal müssen wir wieder auf die Füße kommen… Damit wir kreislaufmäßig nicht völlig abklappen, bummeln wir ein wenig herum als sich die Sonne mal kurz blicken lässt. Aber auch das ist schon mega-anstrengend!
Am Abend treffen wir uns mit unseren Freunden im Brewer & Butcher. Wieder verzichte ich auf ein Steak und wähle eine sehr leckere Veggie Paella. Mein Appetit lässt mich nur selten im Stich 🙂 Das Sitzen auf einer Bank finde ich aber schon bald ziemlich beschwerlich, die Stimmung ist wieder verhalten und ich muss schnell zurück ins Bett. Unsere Gedanken und Gespräche vor dem Einschlafen kreisen noch eine Weile um die aktuellen Covid News und wie wir mit der Situation umgehen sollen...
Montag - 16. März 2020 – Jetzt schon heimreisen ist keine Alternative Inzwischen checken wir gleich nach dem Aufwachen die aktuellen News, die uns sonst während unserer Namibia-Urlaube nur am Rande interessieren. Zum späten Frühstück treffen wir unsere Freunde im Village Cafe und diskutieren die Lage. Da die beiden Flüge mit SAA über JoBurg haben, sind die von der aktuellen Streichung der Flüge nicht betroffen, wollen aber trotzdem versuchen, kurzfristig etwas über ihren gebuchten Rückflug am 1. April in Erfahrung zu bringen. Wir sind noch immer zu angeschlagen, um uns über die Streichung unserer Flüge aufzuregen. Außerdem sind wir uns alle einig, dass uns auch Schlimmeres passieren könnte, als eine ungeplante Urlaubsverlängerung bis Mitte April. Momentan gehen wir aber ziemlich fest davon aus, dass sich auch für uns eine Flugoption mit der SAA finden wird.
Nach dem Frühstück mit vielen Diskussionen und Überlegungen sind wir geschafft und müssen zurück ins Bett. Schon wieder 🙁 😮 🙁
Mittags erreicht uns ein Anruf von einer sehr besorgten Mitarbeiterin von Iwanowski, wo wir wie immer unsere Flüge gebucht haben. Sie bestätigt, dass laut Beschluss der namibischen Regierung alle Direktflüge zwischen Namibia und Deutschland bis zum 12. April ausgesetzt sind. Seitens Inwanowski will man sich um kurzfristige Flugoptionen für uns bemühen (eventuell über Luanda) und ermutigt uns schnell nach Windhoek zu kommen. Wir sind entsetzt! Wir hatten bislang noch sehr wenig von unserem Urlaub. Außerdem ist meine eigene Temperatur noch nicht stabil und mein Mann hatte heute Morgen mit 37,7 ebenfalls erhöhte Temperatur. Das Risiko, bei einem sofortigen Aufbruch irgendwo in Quarantäne zu landen, ist uns zu hoch und wir fühlen uns diesem Stress momentan auch nicht gewachsen. Wir beschließen also den Urlaub fortzusetzen und auf einen indirekten Rückflug (z.B. mit SAA) zu unserem geplanten Rückreisedatum zu hoffen.
Am Nachmittag machen nur einen kleinen Ausflug ins Brewer & Butcher, wo jetzt überall Sanitizer auf den Tischen steht.
Abends probieren wir die Pizza im vielfach gelobten Western Salon. Der Western Salon überzeugt uns nicht wirklich, aber wir sind ja auch körperlich und mental ziemlich angeschlagen. Immerhin freuen sich die Car Watcher wieder über die üppigen Left Overs.
Dienstag - 17. März 2020 – Der Gesundheitszustand wird besser, die Verwirrung bleibt Heute geht es uns merklich besser und endlich scheint auch die Sonne. Eigentlich sollte jetzt unsere Südtour starten. Wir wollten die Homeb Campsite ansteuern, die uns vor einigen Jahren sehr gut gefallen hat - trotz mäßiger Kritiken. Um sicherzugehen, dass wir uns nicht sofort überfordern, streichen wir Homeb aus dem Reiseplan und buchen eine weitere Nacht in den inzwischen ziemlich leeren Swakopmund Luxury Suites.
Erstmals in diesem Urlaub kann ich das Frühstück im Cafe Cordes richtig genießen 🙂 . Dann erledigen wir den Einkauf für den zweiten Teil der Reise. Aus Deutschland hören wir seit einigen Tagen von Hamsterkäufen und der Knappheit von Grundnahrungsmitteln und Klopapier. Auch in der AZ ist schon von Hamsterkäufen die Rede, aber in Swakopmund können wir das nicht beobachten. Die Regale in allen Märkten sind voll und die Einkaufswagen normal gefüllt. Wir kaufen also auch weitgehend normal ein und nehmen als Notration nur je ein Päckchen Mehl und Reis, zwei Dosen Tomato & Onion und 2 Rollen Toilettenpapier mit, die uns später nach Deutschland „begleiten“ werden.
Natürlich versuchen wir den ganzen Tag, aktuelle Infos im Internet zu scannen. Unsere bayrischen Freunde hinterlassen eine Sprachnachricht, dass sie mit der deutschen Botschaft in Windhoek telefoniert haben. Eine Mitarbeiterin hat sinngemäß gesagt: “Wenn ich an ihrer Stelle wäre und es keinen zwingenden Grund gibt, zügig zurück in Deutschland zu sein, würde ich den Urlaub nicht vorzeitig abbrechen. Schließlich gibt es in Namibia erst 2 Corona Fälle und das Leben ist noch recht entspannt, während das Virus in Deutschland bereits verbreitet und das Leben stark eingeschränkt ist.“ Zusätzlich haben sie mit einer SAA Mitarbeiterin in Deutschland telefoniert, die bestätigt hat, dass alle SAA Flüge aufrechterhalten werden. Diese Neuigkeiten bestärken uns in unserer Entscheidung, gegen einen panischen Urlaubsabbruch!
Freunde aus Deutschland haben uns zudem per WhatsApp auf die Empfehlung des Auswärtigen Amtes aufmerksam gemacht, sich für eventuelle Rückholprogramme auf einer Website zu registrieren. Leider schlagen meine Anmeldeversuche fehl. Vermutlich ist grade viel zu viel Traffic auf der Seite.
Mittags kann ich mir endlich einen kleinen Lunch im Ocean Cellar gönnen – wenn auch noch sehr eingeschränkt.
Anschließend machen wir ein paar Besorgungen. Als ich Briefmarken kaufen möchte, teilt man mir am Postschalter mit, dass das sinnlos ist, da aufgrund der Streichung der Direktflüge keine Post mehr nach Deutschland geht. Gut, dass ich die Karten noch nicht geschrieben habe!
Insgesamt tut es richtig gut, dass wir jetzt wieder etwas aktiver sein zu können. Noch nie waren wir so lange in Swakopmund, haben so wenig gemacht und hatten insgesamt so schlechtes Wetter. Umso mehr freut es mich, dass es heute etwas freundlicher und wärmer ist! Endlich können wir uns einen Gin Tonic in der netten Zonder Naam Wine Bar gönnen, auf die ich schon seit Tagen sehnsüchtig aus unserem Zimmerfenster schaue. Schließlich müssen wir vorsichtig testen, ob unser Gesundheitszustand gefestigt genug für die Fortsetzung der Reise ist.
Abends gibt es noch richtig gute Pizza und Pasta im Farmhouse Deli und danach checken wir im Zimmer wieder eifrig Corona Infos. Das Thema wirbelt inzwischen eigentlich ständig durch unsere Köpfe! Wir wollen uns weder in Panik versetzen lassen, noch leichtsinnig handeln! Also checken und checken und checken wir alle News, bis ich schließlich mit Kopfschmerzen einschlafe 🙁 😮 🤨
Oliver74158 Beiträge · seit 201601. Nov. 2020 · #39
Hallo Markandi,
vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen Mitte März. Uns ist es ja durchaus ähnlich gegangen - wir sind am Samstag, 14.3. vorzeitig und kurzentschlossen aus Südafrika heimgeflogen. Verschärfend bei Euch war sicherlich, dass Ihr nicht fit gewesen seid - das schränkt im ungünstigsten Moment die Flexibilität ein.
Die Situation war damals extrem dynamisch. Die regulären Flüge waren innerhalb von wenigen Tagen alle eingestellt. Nur noch Rückholflüge. Aufgrund dieser Erfahrungen wäre ich aktuell ziemlich vorsichtig, weil auch jetzt die Flüge jederzeit wieder eingestellt werden könnten, wenn man gerade vor Ort ist. Aber diese Komponente muss eh jeder für sich einschätzen und entscheiden.
Ich bin gespannt auf Deinen weiteren Bericht und wie es Euch in den Folgtetagen Mitte März ergangen ist.
MarkandiThemenstarter141 Beiträge · seit 201102. Nov. 2020 · #40
Oliver74 schrieb:...Verschärfend bei Euch war sicherlich, dass Ihr nicht fit gewesen seid - das schränkt im ungünstigsten Moment die Flexibilität ein.
Die Situation war damals extrem dynamisch. Die regulären Flüge waren innerhalb von wenigen Tagen alle eingestellt. Nur noch Rückholflüge...
Hallo Oliver, dass wir nicht fit waren, war natürlich ziemlich unschön, aber irgendwie hat es uns auch die Entscheidung zu dem Zeitpunkt abgenommen. Das hat ja manchmal auch was für sich....
Die Situation war in der Tat sehr dynamisch, aber das werde ich ja noch ausführlich beschreiben 😮