GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201608. Apr. 2023 · #241Hi tacitus,
stimmt, ursprünglich eine hunting area; nun aber eine multi use.
Trust Manager Vusi Khumalo told The Okavango Express that the new adopted management plan has zoned the concession in to four zones: Zone 4- hunting, Zone 3- high value zone at Mababe Depression, Zone 2- containing Mogotho Safari Lodge and Dizhana Campsite and lastly Zone 1 - where there the Mababe village, Tsaa Campsite and Nokanyane camp.https://www.facebook.com/1770347013232822/posts/mababe-zokotsama-community-development-trust-on-a-comeback-path-international-to/3146988845568625/Gruß Gina
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202209. Apr. 2023 · #242Danke GinaChris, bin wieder ein Mal beeindruckt über dein Fach- und Sachwissen.
Grüße
und ja, Branson, Bono udgl. wissen schon, was und wo‘s und wie sich's lohnt.
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201612. Apr. 2023 · #243ergänzend zu #664854
...und 2026 wird dann alles noch schöner, größer, besser, (teurer!?)
https://www.tourismupdate.co.za/article/new-luxury-tented-camp-okavango-deltaGruß Gina
pollux1'678 Beiträge · seit 200712. Apr. 2023 · #244" ... größer, besser, (teurer!?)"
Vielleicht wissen die mehr? Wenn gewisse Wirtschftsprognosen zutreffen, wird sich die Massenkaufkraft im Westen reduzieren. Also muss man sich noch mehr auf die Reichen konzentrieren, in einer Gegend, die eher jetzt schon hochpreisig ist.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202212. Apr. 2023 · #245Schade, dass in den Gastländern vom großen Geld des Hochpreistourismus nur Brösel und ein paar hundert (Wilderness-) Jobs für dienstbare Geister bleiben.
In BW-Medien wurde das verschlungene Firmengeflecht von Wilderness schon öfters thematisiert. Der Name ist gut gewählt, weil es wahrlich eine Dschungel von Briefkastenfirmen an den einschlägigen Adressen quer über den Globus ist, in den man sich leicht verlieren kann; das Geld sowieso 😉 .
Grüße
Maecs572 Beiträge · seit 201312. Apr. 2023 · #246pollux schrieb: Also muss man sich noch mehr auf die Reichen konzentrieren, in einer Gegend, die eher jetzt schon hochpreisig ist.
...und das macht ja auch Sinn! Sowohl ökonomisch als auch ökologisch...
Ich weiß nicht wie Du "...die Reichen..." definierst, aber aus meiner Sicht sind wohl alle Afrikareisenden eher in den oberen Gehaltsklassen angesiedelt, zumindest über dem Durchschnitt. Ich finde es immer lustig, wenn jemand etliche Tausend Euro für eine Reise ausgibt, und dann versucht, die Gebühren beim Geldabheben zu vermeiden. das aber nur am Rande...
Grundsätzlich ist da ja bei uns in Deutschland auch zu sehen, die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auf, als Unternehmer muß man sich da auch anpassen, und versuchen, seine Position im Markt zu finden und zu behaupten. Nichts anderes macht die Tourismusindustrie in Botswana. Wenige Besucher bringen deutlich mehr Umsatz als Horden von Selbstfahrern. Das kann man als Tourist akzeptieren, oder eben nicht. Wir haben da aber sicher kein Recht, das zu kritisieren, finde ich!
Ach ja, ich bin in Botswana auch als Selbstfahrer (größtenteils) unterwegs gewesen, und zwar nicht nur, weil zelten in der Wildnis so schön ist...
...und für die Umwelt sind deutlich weniger Besucher auch deutlich besser...
LG Marcus
Klaudi373 Beiträge · seit 201212. Apr. 2023 · #247Hallo Maecs,
du sprichst mir aus der Seele. Genau so ist es (leider).
Viele Grüße
Klaudi
pollux1'678 Beiträge · seit 200712. Apr. 2023 · #248Marcus,
ich glaube, wir reden über was ganz verschiedenes. Wilderness Safaris in Botswana liegt oft weit über 1.000 Euro ppn. Das hat nichts mit "allen Afrikareisenden" zu tun, die typischerweise Namibia und Botswana besuchen. Und deine Begrifflichkeiten wie "Horden von Selbstfahrern" finde ich auch etwas seltsam. Und auch "...und für die Umwelt sind deutlich weniger Besucher auch deutlich besser...". Diese für mich elitäre Haltung kann ich nicht teilen.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Apr. 2023 · #249Die Diskussion haben wir alle paar Wochen zu Namibia oder Botswana... und irgendwie ändert sich am Inhalt nichts!
Etwas überspitzt dargestellt: Es gibt die Verfechter des "billigen Massentourismus" mit all seinen Nachteilen (z. B. für die Umwelt) und all seinen Vorteilen (für den Reisenden zB günstige Preise) und die Verfechter des "teuren Exklusivtourismus" mit all seinen Nachteilen (hohe Preise) und all seinen Vorteilen (z. B. für die Umwelt). Die nackten Zahlen sprechen dazu eine klare Sprache: Der Lodgereisende ("teurer" Exklusivtourismus) lässt mehr Geld im Land als der campenden Reisende, der Aldi-Pauschaltourist lässt weniger Geld im Land als der Individualreisende usw.
Ich stehe auch klar auf dem Standpunkt, dass man lieber 10 Touristen zu €1000 die Nacht im Land haben sollte, also 100 zu €100. Würde das jedoch jedes Land so machen, hätte ich aber auch so meine Probleme irgendwo Urlaub zu machen 😉 Ein Mischkonzept aus Masse in Gebieten die auch Masse ertragen und wenige Reisende in Gebieten die nur wenig "Druck" abkönnen, ist sicherlich der perfekte Mittelweg.
Viele Grüße
Christian
Das hat nichts mit "allen Afrikareisenden" zu tun, die typischerweise Namibia und Botswana besuchen.
Das denkt man vielleicht. Aber der typische Botswanabesucher (also der, der Geld ins Land bringt) ist eben der ins Delta einfliegende US-Amerikaner in den €1000-Lodges und nicht der selbst fahrende Individualreisende. In Namibia ist das in der Tat (noch?) anders.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201612. Apr. 2023 · #250Da muss ich aber entschieden widersprechen Christian!
Du meinst also, dass eine Luxuslodge mit Pool (!) umweltverträglicher ist als eine community campsite "ohne alles"?
Und auch ein klares NEIN zu:
"Der Lodgereisende ("teurer" Exklusivtourismus) lässt mehr Geld im Land als der campenden Reisende,..."dazu aus untem verlinkten Artikel aus 2017:
82% of the accommodation facilities owned by foreigners
Wilderness owns 22 lodges, the most by any tourism company
“Due to its weak linkages with the domestic economy tourism industry is failing to significantly contribute to rural development in Botswana.”- UB study.
https://www.thegazette.news/business-2/botswana-colonized-tourism-industry/Gruß Gina
Maecs572 Beiträge · seit 201312. Apr. 2023 · #251pollux schrieb:Marcus,
ich glaube, wir reden über was ganz verschiedenes. Wilderness Safaris in Botswana liegt oft weit über 1.000 Euro ppn. Das hat nichts mit "allen Afrikareisenden" zu tun, die typischerweise Namibia und Botswana besuchen. Und deine Begrifflichkeiten wie "Horden von Selbstfahrern" finde ich auch etwas seltsam. Und auch "...und für die Umwelt sind deutlich weniger Besucher auch deutlich besser...". Diese für mich elitäre Haltung kann ich nicht teilen.
Das mit den "Horden" ist etwas überspitzt ausgedrückt, um besser darstellen zu können. Der Umweltgedanke ist aber doch wohl eindeutig. Im Grunde dürfte man keine Fernreisen machen, diese sind generell offensichtlich umweltschädlich. Besser ist es da, mit dem geliehenen Lastenrad an den Baggersee zu fahren.
LG Marcus
pollux1'678 Beiträge · seit 200712. Apr. 2023 · #252"Im Grunde dürfte man keine Fernreisen machen, diese sind generell offensichtlich umweltschädlich. Besser ist es da, mit dem geliehenen Lastenrad an den Baggersee zu fahren."
Über das, was umweltschädlich ist, kann man lange diskutieren. Mit der Haltung, die Du beschreibst, geht man aber nur Schwabs WEF (you will own nothing and be happy) auf den Leim, und Greepeace und anderen Lobbyorganisationen. Es läuft doch dann darauf hinaus, dass der "Pöbel" gefälligst zuhause bleibt, und so die entsprechenden Kreise nicht mehr stören kann. Werde ich freiwillig nicht mitmachen.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Apr. 2023 · #253Hi Gina,
wie gesagt wurde dieses Thema über die Jahre in zig Threads wirklich zur Genüge behandelt. Deine Rechnung, dass der Luxusreisende nicht mehr Geld ausgibt als der Camper, verstehe ich dennoch nicht. Müssen wir aber auch nicht im Detail besprechen.
Viele Grüße
Christian
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Maecs572 Beiträge · seit 201312. Apr. 2023 · #254pollux schrieb: Werde ich freiwillig nicht mitmachen.
Ich auch nicht, keine Sorge! Da bin ich ganz bei Dir!
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202212. Apr. 2023 · #255Es verwundert mich in der unerschöpflichen Debatte über Hoch- vs. Normalpreistourismus immer wieder, dass die z. B. von Wilderness aufgerufenen exorbitanten Preise mit aliquot hohem volkswirtschaftlichen Nutzen und Erträgen assoziiert werden.
Dass das für Botswana und insbesondere Wilderness nicht zutrifft, ist in Studien und den BW-Medien in den letzten Jahren mehrfach thematisiert und widerlegtdargelegt worden. Es bleibt nämlich nur wenig im Land (siehe Mbaiwa und ähnliche Studien)
Dass Leute, die direkt oder indirekt vom Hochpreistourismus profitieren, sowas nicht thematisieren wollen, ist ja einzusehen. Aber warum verteidigt das „normale“ Afrika-Reisevolk solche Geschäftsmodelle? Vielleicht outen sie sich noch.?
Hier ein paar Suchwörter (in frei wählbaren Kombinationen) zur Meinungsbildung zum Thema:
Wilderness Safari Khama tax havens offshore Bermudas Virgin Islands tax evasion fraud,
Mbaiwa tourism revenue leakage,
Betr. volkswirtschaftlichen Ertrag des Hochpreistourismus rentiert sich:
Poverty Ngamiland Botswana
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201612. Apr. 2023 · #256@Christian
ich habe dich bewusst zitiert um nicht falsch verstanden zu werden.
Garantiert gibt der Luxuslodgegast mehr Geld aus als der Camper,
ABER der Großteil davon bleibt eben nicht in Botswana, und das ist mein Punkt.
Als Camper kann ich mich (noch) entscheiden ob ich bei locals, campiere, einkaufe, esse, als guide wähle,...
Dies gilt natürlich auch für alle anderen, von locals betriebenen Unterkünften.
Gruß Gina
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202212. Apr. 2023 · #257GinaChris schrieb:ABER der Großteil davon bleibt eben nicht in Botswana, und das ist mein Punkt.
und der ist mE vollkommen richtig. Erstens bleibt vom Endkundenpreis mindestens die Hälfte in der Buchungskette und die ist eben nicht in BW, kommt also von Anfang an nicht dorthin. Und wenn der Leistungserbringer vor Ort sein eigener Agent ist, über andere Namen versteht sich, dann sackt er schon mal vorab von 50 % aufwärts ein. Steuerfrei, wenn geschickt.
Aber auch von der Wertschöpfungskette im Land bleibt wenig, weil sie eben quasi nur Handel mit Luxusgütern ist.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200612. Apr. 2023 · #258Hi Gina,
ABER der Großteil davon bleibt eben nicht in Botswana, und das ist mein Punkt.
das hat nichts mit Luxus oder nicht zu tun. Steuerschlupflöcher, Abgaben im Buchungsprozess etc gibt es auch bei Unternehmen, die nicht im Luxussegment tätig sind. Da geht es nur eben um größere Beträge.
Wie auch immer, es soll jeder so reisen und sein Geld ausgeben, wie er mag. Ich finde es nur falsch eine luxuriöse Unterkunft zu verurteilen, nur weil sie eben luxuriös und teuer ist. Und das war ja das Ausgangspunkt dieser Diskussion.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
MImitglied19210Gast12. Apr. 2023 · #259Wilderness ist jetzt auch nicht die Tarifklasse, in der ich regelmäßig buche, aber ich glaube, die kommen hier etwas zu schlecht weg, weil die im Branchenvergleich eigentlich überdurchschnittlich viel für Locals und Umweltschutz tun (bzw. zumindest in der Vergangenheit taten). Allerdings wird der ganze Markt aus diversen Gründen immer intransparenter und dadurch wird es immer schwieriger, sich selbst ein halbwegs objektives Bild zu machen.
Bei Wilderness Safaris gab es 2019 ein Delisting von der Börse. Seitdem gibt es keine öffentlichen Jahresabschlüsse, keine Berichte, keine Zahlen mehr, an denen man sich orientieren könnte. Black Box.
Great Plains Conservation von den Jouberts ist auch eine ganz große Nummer und auch eine ziemliche Black Box. Man berichtet ganz viel, was man alles macht und machen will und da ist auch ganz viel Wunderbares dabei. Aber das Zahlenwerk dazu: Black Box.
In Namibia gab es früher jährliche Berichte zu den meisten Conservancies, in denen man detailliert nachvollziehen konnte, welche Einnahmen die aus Trophäenjagd, Konzessionen, Tourismus Joint-Ventures, usw. hatten; wie viel Jobs durch Tourismus, Trophäenjagd usw. geschaffen wurden. Da konnte man auch ableiten, was Wilderness da an Conservancies gezahlt hat. Diese Berichte scheint es nicht mehr zu geben oder sie werden nicht mehr veröffentlicht*? Hat vielleicht politische Gründe? Politisch ist ja die Trophäenjagd gewollt. Die Reporte haben aber bewiesen, dass die Trophäenjagd den Conservancies wenig bis nichts bringt.
Diese ganze Intransparenz ist jedenfalls schlecht. Es fördert tendenziell die in weiten Teilen Afrikas ohnehin grassierende Korruption. Wenn niemand weiß, wo welches Geld fließt, dann kann auch niemand feststellen, wo was "verloren" gegangen ist.
Grüße, Thorsten
*Falls es die jährlichen Finanz-Audits doch noch gibt und ich nur zu doof bin, die zu finden, dann gern einen Link posten.
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202212. Apr. 2023 · #260mitglied19210 schrieb:Great Plains Conservation von den Jouberts ist auch eine ganz große Nummer und auch eine ziemliche Black Box.
Ich habe das nicht weiterverfolgt, aber nach dem Abgang von Ian Khama ist es um die Jouberts eher ruhig geworden. Was sonst? Wer die schützende und helfende Hand in mehreren Prozessen (die von ihm oder Rechtsvertretern nicht wahrgenommen wurden) wegen unrechtmäßig usurpierter Konzession (ohne dafür zu bezahlen) verloren hat, geht besser auf Tauchstation. Wie das weiterging weiß ich nicht aber er wird sich wohl arrangiert haben. Wenn du aktuelle Kenntnisse hast, bin ich dankbar.
Joubert ist ein großer Naturliebhaber und –schützer mit großen Leistungen und großartiger Fotograph und Filmemacher aber in seinem business eben auch „gut“. Wie stark seine Achse und Rückendeckung durch Khama war, kann man daraus ermessen, dass sein Film produziert von NG mit einem hohen verlorenen Zuschuss des Staates subventioniert war. Nach meiner Erinnerung ½ Million US$. Das muss man sich geben ... von einer Erlösbeteiligung des BW-Staates wurde nichts berichtet.
... und übrigens sind Teile von Wilderness mittlerweile an Branson & Co weitergegangen