Absehbare Zukunft des Reisens ?

39 Antworten · 5'541 Aufrufe · gestartet 28. März 2020 von Dr. We
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74 Beiträge · seit 201928. März 2020 · #21
Hi,

ich mache mir schon viele Gedanken und versuche die Informationen zusammen zu fügen.

Stand gerade sind laut Morgenpost 8.481 Menschen in Deutschland von Corona geheilt und 398 gestorben.

Deutschland_2020.03.28.JPG


Man muß wissen das die durchschnittliche Heilungszeit ca. 22 Tage beträgt und die meisten nach 19 Tagen sterben.
Dazu kommt die Inkubationszeit von 5 - 27 Tagen.

Wenn man das zusammen adiert und mal zurück rechnet müßte also vor 4 bis 5 Wochen 9.000 Leute infiziert gewesen sein.

Laut Statistik ist das aber nicht der Fall. Also sind die angegebenen Infektionszahlen definitif falsch.
Ich sage nicht "bewußt falsch bzw. gefälscht"", aber die Dunkelziffer ist halt groß.

Und da das Wachstum expotentiell erfolgt müßen jetzt viel mehr Menschen infiziert sein.

Also rein rechnerisch ist dann die Sterberate geringer und schon viel mehr Menschen immun.

Bei YouTube ansehen ↗



Ich habe nicht den Stein der Weissen, aber ich gehe davon aus das es so ist.

Ihr müßt es ja nicht glauben, schauen wir mal was die Realität sagen wird.

Gruß

Michael
zuletzt bearbeitet 28. März 2020
74 Beiträge · seit 201928. März 2020 · #22
hansilein schrieb:Nein,was Ungarnfreund verzapft ist zwar nicht ganz falsch,aber nur in
Bruchteilen richtig,und ein funtionierendes(wie lange noch) Gesundheitssystem ist keineswegs eine Überlebensgarantie,auch junge Menschen die einen Beatmungsplatz bekommen sterben,nur nicht ganz so schnell,die Beatmung behandelt nur die Symptome, nicht die Krankheit.Und die Überlebenden haben oft bleibende Schäden,ich wünsche ihm trotzdem dass er keinen "Schnupfen" bekommt,es könnte der letzte Schnupfen seines Lebens sein
Die Wahrscheinlichkeit in jungen Jahren an Corona zu sterben ist viel geringer als im höheren Alter,
Das man niemand es wünscht zu erkranken ist doch klar, nur ist es halt Realität das man es tut.

Zum "Schnupfen"

https://de.wikipedia.org/wiki/Coronaviridae

Und das große Problem ist wenn halt mehr Patienten in die Klink kommen als behandelt werden können.
Nicht ohne Grund ist NOCH die Sterberate in Deutschland so gering.

Wenn aber kaum Menschen behandelt werden können - wie in den Townships - und es viele Vorerkrankungen gibt
steigt die Sterberate heftig an. Schätzungsweise sind in Namibia um die 30 % mit HIV infiziert.

Das wird daher heftig viele Tote geben, vermute ich mal ganz stark.

Daher gehe ich davon aus das brutale Ausgangssperren da wichtig sein werden.

Gruß

Michael
1'014 Beiträge · seit 201628. März 2020 · #23
Ich wüßte nicht, wie in Townships eine "brutale Ausgangssperre" durchgesetzt werden soll. Und ohne die Verteilung kostenloser Lebensmittel würden diejenigen Bewohner, die einer Tätigkeit als Tagelöhner, Parkplatzwächter, Bettler, Markthändler etc. nicht mehr nachgehen können zwar nicht an Lungenerkrankungen sterben aber mitsamt ihrer Familien verhungern.

Yanjep
395 Beiträge · seit 200728. März 2020 · #24
@umgarnfreund
Zitat 1.Beitrag:
„Die Grenzsperrungen sind auch für die Katz, das was man schon hat kann man nicht mehr aussperren.“

Zitat letzter Beitrag:
„ Daher gehe ich davon aus das brutale Ausgangssperren da wichtig sein werden.“


???? Ja was denn nun?
395 Beiträge · seit 200728. März 2020 · #25
yanjep schrieb:Ich wüßte nicht, wie in Townships eine "brutale Ausgangssperre" durchgesetzt werden soll. Und ohne die Verteilung kostenloser Lebensmittel würden diejenigen Bewohner, die einer Tätigkeit als Tagelöhner, Parkplatzwächter, Bettler, Markthändler etc. nicht mehr nachgehen können zwar nicht an Lungenerkrankungen sterben aber mitsamt ihrer Familien verhungern.

Yanjep
Das wird dann so wie in Italien jetzt .... die vorher schwarz gearbeitet haben und nicht unter den eilig zusammengeschriebenen Rettungsumbrella des Staates fallen.... plündernd die Geschäfte.
74 Beiträge · seit 201928. März 2020 · #26
Wie würdest du das machen. Was würdest du machen?

Es wird keine andere Lösung geben. Wegen dem schlimmen Hygienestandart.
Und den vielen HIV-Infizierten.

😵
74 Beiträge · seit 201928. März 2020 · #27
waldfee schrieb:@umgarnfreund
Zitat 1.Beitrag:
„Die Grenzsperrungen sind auch für die Katz, das was man schon hat kann man nicht mehr aussperren.“

Zitat letzter Beitrag:
„ Daher gehe ich davon aus das brutale Ausgangssperren da wichtig sein werden.“


???? Ja was denn nun?
a) Grenzsperrungen helfen nicht. Siehe Europa, jedes Land sperrt seine Grenzen als ob Corona dadurch ausgesperrt ist obwohl es schon im Land ist. Ein Freund ist in Quarantäne weil er in Frankreich war und durch ein Gebiet mit viel Corona gefahren ist. Was soll die Scheisse bringen?

b) Wenn in einem Township oder Stadt/ Dorf Corona ausbricht und es keine Krankenhäuser gibt hilft nur eine Ausgangssperre . Entweder sterben die Infizierte oder überleben es. ABER (!!) sie sollen nicht die Nachbarn infizieren. Wenn man nicht helfen kann ist das der einzige Weg. Bei Corona mag es helfen, bei der Pest hat es nicht funktioniert weil die Raten sich nicht daran gehalten haben.
1'014 Beiträge · seit 201628. März 2020 · #28
Mir kommt es mit Ausgangssperren so vor wie: Eine Übertagung könnte deutlich verlangsamt werden, wenn alle Leute Masken tragen würden. Nur leider gibt es nicht genug Masken. Und in einem Township, in das sich die Polizei auch sonst kaum reintraut, eine Ausgangssperre durchzusetzen....
Außer, die Gangs übernehmen das, wie in Brasilien.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 28. März 2020
395 Beiträge · seit 200729. März 2020 · #31
Ungarnfreund schrieb:Wie würdest du das machen. Was würdest du machen?

Es wird keine andere Lösung geben. Wegen dem schlimmen Hygienestandart.
Und den vielen HIV-Infizierten.

😵
Solltest du mich meinen....
Ich habe keine Thesen, Vermutungen aufgestellt, nur Fakten die man im Internet z.Zt. liest.
Wie ich es machen würde.... ich plane rein gar nichts, hoffe nur , dass wir uns alle gesund wiedersehen und wir alle aus dieser Situation Lehren ziehen, dass meine Kinder es ihren Kindern erzählen. Für mich ist das noch immer wie ein Traum und ich hoffe, bald aufzuwachen. Hier geht es gerade um ganz viele Existenzen. So viele leben gerade von der Hand in den Mund, von Monat zu Monat. Und haben eine Scheiss Angst, ... der Friseur, der Imbiss, das Restaurant um die Ecke, die ganze Ost- und Nordseeküste ist lahmgelegt, wer braucht jetzt noch einen Copy-Shop, ein Hochzeitskleid Eine Heizung, eine Klimaanlage .....
Das letzte was mich jetzt interessiert ist die absehbare Zukunft des Reisens.

Hier geht es mal gerade um die Zukunft meiner Familie und um viele viele Einzelschicksale.
Ich stelle mir vor, wie manche in 50qm und auch noch mit Kind ausharren müssen, ohne Balkon. Puh.... das muss ich GsD nicht, aber ich mache mir wenigstens Gedanken und nicht über die absehbare Zukunft des Reisens.
2'497 Beiträge · seit 201129. März 2020 · #32
Ja, ich bin auch glücklich, dass ich ein Haus mit Garten habe und Nachbarn, die mich im Falle einer Quarantäne mit feinen Lebensmitteln versorgen und bedaure die, die zu zweit oder dritt in 50 oder 60 qm sitzen müssen, aber wir reden in den Townships von 6-8 Menschen auf 12 qm und das OHNE Wasser. Da geht es nicht mehr um Komfort oder Business oder Insolvenz sondern ums nakte Überleben mit wenig Nahrungsmitteln und fast ohne medizinische Versorgung.

Davon schreibt Ungarnfreund, dessen eine Hälfte seiner Verwandtschaft vielleicht genau so (über)leben muss. Ich meine mich zu erinnern, dass seine Frau Damara ist. Ich bin nicht sicher, ob ich in ähnlicher Situation nicht auch verzweifelt nach erträglichen Szenarien suchen würde. Manchmal ist weniger Schimpfe und ein wenig Hinterfragen und genau lesen vielleicht auch hilfreich.

Nachdenkliche Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 29. März 2020
7'296 Beiträge · seit 200629. März 2020 · #33
chamäleon2011 schrieb:Ja, ich bin auch glücklich, dass ich ein Haus mit Garten habe und Nachbarn, die mich im Falle einer Quarantäne mit feinen Lebensmitteln versorgen und bedaure die, die zu zweit oder dritt in 50 oder 60 qm sitzen müssen, aber wir reden in den Townships von 6-8 Menschen auf 12 qm und das OHNE Wasser.

… in einer Wellblechhütte ohne Fenster, in der die Temperaturen bei Sonne auf 50 oder 60 Grad steigen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
5'479 Beiträge · seit 200930. März 2020 · #34
waldfee schrieb: ...Hier geht es gerade um ganz viele Existenzen... ...der Imbiss, das Restaurant um die Ecke, die ganze Ost- und Nordseeküste ist lahmgelegt...
Das letzte was mich jetzt interessiert ist die absehbare Zukunft des Reisens.
Merkst Du eigentlich, wie sehr Du Dir selbst widersprichst? Ich denke an der lahm gelegten Nord- und Ostseeküste interessieren sich sehr viele Menschen für die absehbare Zukunft des Reisens. Genauso wie in allen anderen Tourismusregion rund um den Globus.

Das Reisen hat immer zwei untrennbar miteinander verbundene Seiten. Die eine Seite sind die Reisenden; das ist in der Tat reines Vergnügen. Die anderen sind aber die Millionen Beschäftigten, die rund um das Thema Reisen Ihr Geld verdienen. Damit die einen wieder Geld verdienen können, muss man den anderen Ihr Vergnügen gönnen. Warum zählt der Tourismussektor Deiner Meinung nach weniger, als die Corona bedingten Probleme in anderen Branchen?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
5'479 Beiträge · seit 200930. März 2020 · #35
Hallo,

ich würde mich auch noch gerne zum ursprünglichen Thema dieses Threads äußern.

Wann es mit dem Reisen wieder losgeht hat viel mit Spekulation zu tun. Aus diesem Grund würde ich das Thema von der anderen Seite angehen. Wann können wir wieder Reisen, wie wir es vor der CoVid-19 Pandemie konnten? Zeitlich kann ich das natürlich auch nicht eingrenzen. Von den Rahmenbedingungen her gesehen, gehe ich allerdings davon aus, dass wir ab dem Zeitpunkt, wo ein Impfstoff verfügbar ist, auch wieder uneingeschränkt Reisen können. Dann wird bei der Einreise halt nicht nur z.B. eine Gelbfieberimpfung verlangt und überprüft, sondern auch eine CoVid-19 Impfung.

Der wichtigste Punkt bei Reisen wird nämlich nicht sein, wann in Deutschland o.a. das Reisen wieder erlaubt wird, sondern wann uns andere Länder wieder reinlassen.

Aus diesem Grund gehe ich auch davon aus, dass als erstes die Grenzen für internationales Reisen in Europa wieder aufgemacht werden. Sollte die Eindämmung der Pandemie erfolgreich sein, könnte man hier eventuell mit Massentests und Tracking auch schon vor Entwicklung eines Impfstoffes die Reiserestriktionen wieder lockern.

Alles Gute
Thomas
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1'115 Beiträge · seit 201030. März 2020 · #36
Das Reisen in Europa dürfte noch längere Zeit ein Wunsch bleiben. Geschweige International.

Falls die getroffenen Massnahmen in den einzelnen Ländern zur Verflachung und langsamen Abklingen funktionieren müssen die Grenzen weiterhin dicht bleiben. Siehe was in China im Moment passiert (Neuinfektionen durch Einreisende).

Ausser man schafft ein int. Zertifikat, über die WHO wie Gelbfieber, das attestiert einen positiven antikörper Test gemacht zu haben (Immunität gegenüber Corona). Das würde für diese Leute Reisen erlauben, für alle anderen nicht.
Oder eben die Impfung, aber per heute noch ein Wunschdenken.

Uebrigens rechnet das Imperial Colleage in UK, dass bis zu 40% der Bevölkerung keine Symptome zeigen.

Es kann aber auch sein, dass die lokale Bevölkerung rebelliert gegen Reisende. Siehe ostfriesische Inseln oder Erfa von Touristen in Südamerika (spez. Peru). Ist ja auch verständlich, wenn dann mal all die Restriktionen im täglichen Leben wegfallen, dann braucht es sicher nicht noch Touristen, die das erreichte Ziel wieder umwerfen.

Selbstverständlich hoffe auch ich 2021 wieder frei Reisen zu können. Aber ob das so schnell geht habe ich je länger je mehr meine Zweifel.

Gruss Rajang
Gast31. März 2020 · #37
Und womit? Zeit für Schnäppchenjäger?
Siehe z. B.
https://www.iata.org/en/iata-repository/publications/economic-reports/covid-19-cash-burn-analysis/
aus hier bzw. mehr hier
https://www.iata.org/en/iata-repository/publications/economic-reports/coronavirus-updated-impact-assessment/
PS vorerst ist wohl besser Abwarten angesagt, schauen wer überbleibt etc. Es ist noch keine Zeit für konkrete FERNREISEpläne
zuletzt bearbeitet 31. März 2020
572 Beiträge · seit 201301. Apr. 2020 · #38
Guten Morgen!
Eine interessante Diskussion. Im Moment kann niemand mit Sicherheit voraussagen, wie sich die Situation entwickelt. Ich für meinen Teil sehe das so:
Ich rechne nicht damit, dass vor Oktober diesen Jahres Fernreisen möglich sein werden. Ich habe daher unsere für August geplanten Reise durch Namibia und Botswana auf die Weihnachtsferien verlegt. Im Grunde sind in allen Tourismusgebieten die dortigen Betriebe abhängig von Touristen. Wenn die ausbleiben, werden sehr viele Betriebe dauerhaft zusperren müssen. Für mich ist ein kleines bisschen Solidarität, wieder ins südl. Afrika zu reisen, wenn es möglich ist. Wenn das im Dezemer/Januar weiterhin nicht möglich sein wird (was jetzt noch nicht beurteilt werden kann), muß ich die Reise eben nochmal schieben.

Im Allgemeinen denke ich gerade intensiv über Vor- und Nachteile der Globalisierung nach. Vielleicht wäre es besser, im täglichen Leben viel mehr regionaler zu denken und handeln, als man das gewohnt war. Selbst die EU wird für mich in diesen Zeiten immer fragwürdiger, da diese in dieser Krise zumindest gefühlt auf Tauchstation ist. Jeder Land ist auf sich gestellt, es gibt kein übergreifendes Konzept.

LG Marcus
5 Beiträge · seit 202001. Apr. 2020 · #39
Das sind ja üble Aussichten ...
Wir haben im Februar noch voller Freude unsere Wanderrundreise bei Wikingerreisen gebucht, ab 12.09.2020.
Unser Ägyptenurlaub im April wurde von vom Reiseveranstalter gebucht, weil da nichts geht, aber seither klammern wir uns dran, ob es bis September nicht doch besser wird. Uff!
zuletzt bearbeitet 01. Apr. 2020
34 Beiträge · seit 201301. Apr. 2020 · #40
Seht positive in die Zukunft, was auch kommen wird.
Wir haben unsere Reise im Oktober nach Namibia geplant und freuen uns darauf.
Sollte es nicht gehen mussen wir auch verschieben. Geplant war schon 2019, musste aber Beruflich verschoben werden.
Warten wir es ab. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
zuletzt bearbeitet 01. Apr. 2020