Corona - Namibia

5'147 Antworten · 800k Aufrufe · gestartet 23. März 2020 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200629. Nov. 2021 · #4521
Hi mitglied19210,

Deine Diskussion führten wir ja schon bei der letzten VV-Einteilung Namibias, die dann schnell wieder zurückgenommen wurde.
Man versucht jetzt etwas Zeit zu gewinnen und das ist richtig.
Verständlich, nur wie gewinnt man Zeit, wenn in D und z. B. Belgien die Variante bereits nachgewiesen wurde, in Namibia, Lesotho etc aber nicht? Es gibt nichts zu gewinnen. Es geht auch generell eher darum, warum das südliche Afrika pauschal "bestraft" wird, aber andere Staaten in denen die Variante nachweislich schon vorhanden ist, weitermachen dürfen wie bisher. Das AA geht übrigens mit der gleichen unbedarften Pauschalbehandlung an die Sache ran, wie schon bei der letzten VV-Erklärung: "Epidemiologische Lage Namibia ist von COVID-19 stark betroffen. " Nein, ist Namibia mit einer Inzidenz von 3 nicht stark betroffen.

Aber wie schon immer in der Pandemiezeit, es gibt viele Faktoren die irgendwie bei irgendjemanden in der Entscheidungsfindung mit einfließen. Das werden wir leider nicht ändern können und haben es demnach so zu akzeptieren. Das ist leider so.

Viele Grüße
Christian

P.S. Warum das FDN das Schreiben ans RKI verfasst hat, weiß ich auch nicht... vielleicht leiten die es weiter 😉
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'927 Beiträge · seit 200829. Nov. 2021 · #4522
Es geht jetzt einzig und alleine um eine neue bislang unbekannte Virusmutation die nun unglücklerweise wieder in RSA entdeckt bzw. veröffentlicht wurde. Wie sollen die Verantwortlichen in der EU anders reagieren, als sie es getan haben und die Tests in NL und München haben sich ja im Nachhinein leider als sinnvoll erwiesen.

Wie Christian schon anführte, letztes Jahr war es die Delta Variante, jetzt haben wir Omikron. Sobald seriöse Laboranalysen vorliegen werden wir weitersehen. Bis dorthin bleibt nur die Hoffnung und Daumen drücken.....
544 Beiträge · seit 201429. Nov. 2021 · #4523
travelNAMIBIA schrieb:
P.S. Warum das FDN das Schreiben ans RKI verfasst hat, weiß ich auch nicht... vielleicht leiten die es weiter 😉
Moin,

adressiert an den Präsidenten des RKI aber die Anschrift des Gesundheitsministeriums genommen ... zumindest die Post landet an der richtigen Stelle, muss also gar nicht weitergeleitet werden. 😉


Gruß
Henning
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200629. Nov. 2021 · #4524
Stellungnahme des namibischen Tourismusministers.
📎 COVIDRESTRICTIONPR.pdf
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121 Beiträge · seit 201829. Nov. 2021 · #4525
Hallo zusammen,

ich entschuldige mich schon mal vorab, weil die Frage hier im Forum sicherlich schon mehrfach beantwortet wurde. In der Informationsflut aktuell verliere ich aber etwas den Überblick.

Wir haben ja vor 3-4 Wochen erst unsere Flüge FRA-WDH und zurück gebucht. Ist die Neueinstufung als Variantengebiet überhaupt noch ein Stornierungsgrund? Mal davon abgesehen würde ich natürlich gerne bis zum letzten Tag abwarten, ob der Flug nicht doch für uns stattfinden kann. 14 Tage zusätzliche, dann selbstverschuldete Quarantäne nach Rückkehr kriegen ja sicherlich die wenigsten beruflich unter.
Reisebericht: https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297587-namibia-zum-ersten-time-does-not-matter.html?start=60#567558
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2021
Gast29. Nov. 2021 · #4526
travelNAMIBIA schrieb:Verständlich, nur wie gewinnt man Zeit, wenn in D und z. B. Belgien die Variante bereits nachgewiesen wurde, in Namibia, Lesotho etc aber nicht? Es gibt nichts zu gewinnen.
Naja, mit Sicherheit kann man das erst im Rückblick beurteilen, wenn man mehr Daten hat. Aber wahrscheinlich ist es falsch, was Du schreibst. Und es wurde eben auch bei Reisenden aus Namibia schon Omikron gefunden.

Nachfolgend 2 Szenarien. Beide auf der Basis, dass Omikron hoch ansteckend ist und sich die Omikron-Fallzahl in Deutschland jede Woche verdreifacht.

Szenario 1: Zum Anfang haben wir uns 20 Infizierte importiert (Es kommen wegen Restriktionen und Zwangsquarantäne dann erst mal keine importierten Fälle dazu, die noch andere anstecken können)
1. Woche 20 Fälle
2. Woche 60 Fälle
3. Woche 180 Fälle
4 Woche 540 Fälle
5. Woche 1.620 Fälle
6. Woche 4860 Fälle
7. Woche 14.580 Fälle
8. Woche 43.740 Fälle
9. Woche 131.220 Fälle
10. Woche 393.660 Fälle

Szenario 2: Weil wir keine Maßnahmen ergreifen (keine Flugeinschränkung, keine Zwangsquarantäne) haben wir uns zum Anfang 40 Fälle importiert und jede Woche verdreifacht sich für einige Wochen auch die Zahl der importierten Fälle:
1. Woche 40 Fälle
2. Woche 240 Fälle
3. Woche 1080 Fälle
4 Woche 4.320 Fälle
5. Woche 16.200 Fälle *)
6. Woche 51.840 Fälle
7. Woche 158.760 Fälle
8. Woche 479.520 Fälle
9. Woche 1.441.800 Fälle
10. Woche 4.328.640 Fälle

*) Die Zahl der wöchentlich importierten Fälle steigt ab hier nicht mehr, weil die Zahl der Positiven in Relation zu Flugkapazitäten sonst bei über 10-20% liegt.

In dem Fall haben wir mit den Maßnahmen rund 2,5 Wochen gewonnen und nach 10 Wochen nicht mal 1/10 der Fälle, die wir ohne Flugeinschränkungen und ohne Zwangsquarantäne hätten.
travelNAMIBIA schrieb:Es geht auch generell eher darum, warum das südliche Afrika pauschal "bestraft" wird, aber andere Staaten in denen die Variante nachweislich schon vorhanden ist, weitermachen dürfen wie bisher.
In Belgien oder Deutschland findet man innerhalb von 3-4 Tagen 2-3 importierte Omikron- Fälle. In Südafrika gibt es innerhalb von 3-4 Tagen 10.000 nachgewiesene neue Omikron-Fälle (Omikron-Anteil siehe Grafik unten, Nachweis durch PCR-Auffälligkeit und nicht durch Sequenzierung). Da ist es doch nicht verwunderlich sondern sachlich gerechtfertigt, dass man gegen das südliche Afrika Maßnahmen verhängt und gegen Belgien nicht. In Südafrika wurden in der letzten Woche pro 100.000 Einwohner 278 PCR-Tests vorgenommen. In Namibia waren es 384* und in Deutschland 2200. Da unterstellt man sicher auch, dass das Bild vom Infektionsgeschehen etwas weniger aussagekräftig ist.

sa.jpg


Grüße Torsten

* So viel auch zu der Mär, das Südafrika ja so wahnsinnig gut aufgestellt und überlegen bei der Virenbekämpfung ist. Selbst Namibia macht es besser und testet mehr.
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2021
16,9k Beiträge · seit 201229. Nov. 2021 · #4527
HMEMK schrieb:Ist die Neueinstufung als Variantengebiet überhaupt noch ein Stornierungsgrund?
https://www.adac.de/reise-freizeit/ratgeber/reiserecht/corona-recht-versicherung/#hochrisikogebiet-und-stornierungs-moeglichkeiten

Hochrisikogebiet und Stornierungs-Möglichkeiten

... Ob nach über einem Jahr Pandemie noch ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt, wenn ein Land/Gebiet nach der Buchung zum Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet wird, ist bisher nicht gerichtlich geklärt. Aufgrund dieser unklaren Rechtslage sollten Reisende daher zunächst versuchen, mit ihrem Reiseveranstalter eine gütliche Einigung zu suchen. Teilweise bieten Reiseveranstalter den Urlaubern noch von sich aus die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung an. Inwieweit die Veranstalter auch kostenlose Stornierungen ermöglichen, steht in deren Ermessen.

Für Individualreisende ist es schwieriger, sich von dem Vertrag zu lösen: Maßgeblich ist hierbei nur, ob der Anbieter die gebuchte Leistung (z.B. den Flug oder die Übernachtung) erbringen kann. Ist dies der Fall, und wirkt sich die Einstufung des Gebiets nicht unmittelbar auf die vertraglich geschuldete Leistung aus, so kann der Individualreisende die Reise zwar absagen, muss jedoch im Regelfall Stornokosten bezahlen. Ein kostenfreier Rücktritt käme nur in Betracht, wenn dies im Vorfeld vertraglich mit dem Anbieter vereinbart wurde. ...


LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200629. Nov. 2021 · #4528
Sequenzierungsergebnisse werden vor Freitag erwartet. Die steilte soeben das Gesundheitsministerium mit.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200629. Nov. 2021 · #4530
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1'737 Beiträge · seit 201029. Nov. 2021 · #4531
Nun der erste Fall in Sachsen: Eine 39-jährige Frau, die bei einer Routineuntersuchung am Uniklinikum Leipzig nicht wegen Corona behandelt wurde, ist positiv auf die neue Mutante getestet wurden. Sie war nicht im Ausland und hatte auch keinen Kontakt zu Personen, die im südlichen Afrika oder anderweitig im Ausland waren.

Seltsam? Oder?
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'680 Beiträge · seit 200729. Nov. 2021 · #4532
Botswanadreams schrieb:
Seltsam? Oder?
nein, nicht wirklich, denn in Sachsen ist eine Kontaktnachverfolgung schon seit Wochen nicht mehr wirklich möglich bzw seitens der Behörden eingestellt und bei dem lt. WHO „Sehr hohen“ Ausbreitungsrisiko, sprich durch sehr hoher Viruslast mit entsprechender Infektiongeschwindigkeit, reicht es aus, wenn eine Kontaktperson einer Kontaktperson aus dem Südlichen Afrika kam
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2021
886 Beiträge · seit 200729. Nov. 2021 · #4533
Nein, das finde ich nicht seltsam.
Leipzig hat eine Inzidenz von über 1.200.
Vielleicht legt diese Frau jeden Tag ihren Arbeitsweg in einem vollbesetzten Bus zurück, vielleicht ist diese Frau ungeimpft, vielleicht hat sie viele Kontakte. Woher will sie denn wissen, ob es irgendwo einen Kontakt zu einem Reiserückkehrer gab?

Also ich wüsste nicht, ob die vier Menschen die heute mit mir in der Apotheke standen gerade aus dem Ausland zurückgekehrt sind.

Gruß Lisolu
1'737 Beiträge · seit 201029. Nov. 2021 · #4534
@Lisolu Leipzig hat aktuell heute 725,9, davon sind Kinder von 4-15 Jahren in Sachsen mit über 3.000 die grösste Gruppe. Die sind aber nicht auf den Intensivstationen, da deutschlandweit nur 27 Patienten im Alter 0 bis 17 mit Corona Stand heute auf Intensivstationen behandelt werden.

@M@rie wo nimmst Du denn Deine Weisheit her. Arbeitest Du in einem Gesundheitsamt in Sachsen? Ich lebe in diesen "Corona Hotspot". Es fahren keine Leichenwage durch unsere Strassen, noch stehen die Leute vor den Arztpraxen oder Krankenhäusern verzweifelt an, um eine Behandlung zu bekommen.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 29. Nov. 2021
886 Beiträge · seit 200729. Nov. 2021 · #4535
Da hab ich mich verschrieben, sorry. Sachsen als Bundesland, nicht Leipzig, hat eine Inzidenz von über 1200.
In meinem Verständnis ist es nicht seltsam, daß Menschen sich anstecken und nicht wissen wo. Wenn ich aber nicht weiß, wo ich mich angesteckt habe, weiß ich auch nicht, ob die ansteckende Person gerade aus dem Ausland kam. Nichts weiter wollte ich sagen.

Gehört aber auch nicht hier ins Thema Corona - Namibia
1'394 Beiträge · seit 200929. Nov. 2021 · #4536
Botswanadreams schrieb:@Lisolu Leipzig hat aktuell heute 725,9, davon sind Kinder von 4-15 Jahren in Sachsen mit über 3.000 die grösste Gruppe. Die sind aber nicht auf den Intensivstationen, da deutschlandweit nur 27 Patienten im Alter 0 bis 17 mit Corona Stand heute auf Intensivstationen behandelt werden.

@M@rie wo nimmst Du denn Deine Weisheit her. Arbeitest Du in einem Gesundheitsamt in Sachsen? Ich lebe in diesen "Corona Hotspot". Es fahren keine Leichenwage durch unsere Strassen, noch stehen die Leute vor den Arztpraxen oder Krankenhäusern verzweifelt an, um eine Behandlung zu bekommen.
27 Kinder, die zu viel auf den Intensivstationen liegen.

Ich lebe in keinem Hotspot, bei uns ist die Inzidenz vergleichsweise moderat, trotzdem hat man mir heute gesagt, dass in unserem Klinikum die Intensivstation mehr oder weniger voll ist mit Ungeimpften! Eine absolut vermeidbare Situation, wie ich anderswo geschrieben habe. Man kann froh und dankbar sein, wenn man selbst oder seine Liebsten nicht erkrankt oder verunfallt und auf die Intensivstation muss. Oder ist es wirklich dann erst richtig schlimm, wenn Leichenwagen reihenweise durch die Straßen fahren und Menschen verzweifelt um Behandlung flehen?
zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2021
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200630. Nov. 2021 · #4539
" Japan has discovered its first omicron case, a government source says. A Namibian man in his 30s has been found to be infected with the heavily mutated variant after he tested positive for the coronavirus at Narita Airport, near Tokyo, upon his arrival on Sunday, according to the source."
https://asia.nikkei.com/Spotlight/Coronavirus/Coronavirus-Free-to-read/Coronavirus-latest-Japan-spots-1st-omicron-case-in-arrival-from-Namibia

Er ist aber, wie auch der eine Fall in Tschechien, über mehrere Staaten angereist bzw. hat sich dort vorher aufgehalten. Kann also auch von "irgendwo" sein... oder eben von hier.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 30. Nov. 2021
16,9k Beiträge · seit 201230. Nov. 2021 · #4540
Heute in der AZ:

Reiseverbot „rückgängig machen“ - Der Druck steigt: Reisebeschränkung für die SADC ist „diskriminierend“
https://www.az.com.na/nachrichten/reiseverbot-rckgngig-machen2021-11-30/

Namibia reagiert: Das Reiseverbot und die -Beschränkungen, die angesichts der Omicron-Virusvariante auch Namibia auferlegt wurden, entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage, sind inakzeptabel, diskriminierend und stehen im Widerspruch zu den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation. ...

LG
Logi