Gila.Bend schrieb:
Sollte es Reiseerleichterungen für Touristen geben, so würde ich mich als im Land Wohnender verarscht vorkommen.
Zu Mama, Papa, Kindern, Enkeln, etc. die in einer anderen Region wohnen darf man nicht, aber die Touristen dürfen kreuz und quer durchs Land fahren?
Was für sonderbare Aussichten sind denn das?
Manch einer, der keine Ahnung von Wirtschaft und Finanzen hat wird sich das sicherlich fragen. Dem kann man dann aber recht gut erklaeren, was der Unterschied ist zwischen einem Touristen, der sich ueberwiegend in der Pampa aufhaelt, kaum Kontakt zu Menschen hat und wenn, sich hoechstwahrscheinlich verantwortlich verhaelt, und einem Einheimischen, der eben nicht nur Mama, Papa, Kinder und Enkel besucht (die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht alle an einem Ort wohnen), sondern auch Onkel, Tanten, Grosseltern, Grossonkel, Grosstanten - du verstehst was ich meine. Mal abgesehen von den oertlichen Shebeens.
Aus Sicht der Wirtschaft: ein Tourist bringt Devisen. Ein Einheimischer gibt Geld aus, das er oftmals gar nicht hat. Sehr ueberspitzt forumuliert.
Ich moechte an dieser Stelle noch explizit darauf hinweisen, dass es im Moment keine gute Idee ist, unangemeldet an Farmhaeusern zu klingeln um zu fragen, ob man auf der Farm uebernachten/campen darf. Wer herkommt, sollte schon einen zumindest ungefaehren Uebernachtungsplan haben und vor allem offizielle Campingplaetze/Lodges nutzen. Das unterstuetzt viel mehr Menschen, und diese Facilities sind auf Touristen vorbereitet - der gemeine Farmer ist es nicht. Ich las heute einen Kommentar auf Fb, wo jemand sich darueber beschwerte dass genau dies passiert ist - ein paar Touris kamen zum Farmhaus wegen Uebernachtung. Angeblich hustete die weibliche Touristin stark (das kann auch eine falsche Wahrnehmung sein die der Angst vor Ansteckung geschuldet ist), und die Farmersfrau bekam Panik. Farmer haben haeufig ihre alten Menschen bei sich und koennen natuerlich niemanden brauchen, der eine Krankheit mitbringt. So rum kann es also auch passieren, und darum muss man Vernunft auf beiden Seiten einfordern.