Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
pollux1'677 Beiträge · seit 200709. Juni 2020 · #262
... ja, was sind die Motive? Sind sie genuin medizinisch, oder möchte man vielleicht doch die "weiße Wirtschaft" weiter schädigen, wie es EFF und Teile des ANC in Südafrika gerne hätten.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2020 · #263
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Andre008794 Beiträge · seit 201309. Juni 2020 · #264
Diese mehr als harte Reaktion, bei gerade einmal 15 aktiven Fällen und keinem einzigen Toten, lässt einen schon fragen warum... Mir käme aktuell nur übermäßige Vorsicht wegen zu wenig Krankenhausbetten in den Kopf. Aber es kam ja auch schon die Aussage die "weiße Wirtschaft" zu schädigen. Kann ich mir aber kaum vorstellen, da an der "weißen Wirtschaft" ja nun auch eine Menge "schwarzer Arbeitsplätze" hängen...
Aber man weiss es nie, Mugabe wollte ja "damals" auch nur den Weissen schaden, was ja doch auch für die (meisten) Schwarzen etwas nach hinten losging, wie die Geschichte gezeigt hat.
In Südafrika (ich weiss Christian, gehört nicht zu Corona Namibia Thread, aber da ich im Afrika Urlaub meist in mehreren Ländern im südlichen Afrika unterwegs bin, für mich schon) soll es nun nach den Lockerungen vom Juni auch wieder Unmengen an Neu-Infizierten und auch Toten gegeben haben. Das schaut alles nicht gut für die Rückkehr des int. Tourismus im September aus. Anderseits ist es "Commercial Suizide" für sehr viele Firmen wenn die Länder weiterhin dicht bleiben. Und möglicherweise "nur Suizide" für viele Personen, die in der Tourismus Branche arbeiten... Mal schauen ob es da mehr Tote durch Suizides & CO aufgrund der wirtschaftlichen Lage gibt als durch Corona selber...
Beste Grüße Andre
Mogambo566 Beiträge · seit 201309. Juni 2020 · #265
Hallo,
also ob es um eine „Schädigung der weißen Wirtschaft“ geht, naja, wäre Auslegungssache, was das bedeutet. Allerdings ist mir in den letzten Wochen immer wieder ein alter Artikel der botswanischen „Business Weekly“ vom 09.11.2018 bei der ganzen Sache in Erinnerung gekommen. Der Leitartikel „Western Owners Of Botswana Tourism“ ging der Frage nach, dass die privaten Lodges der großen Ketten wie Wilderness & Co reine Goldgruben sind, jedoch die Betreiber wenigstens in Südafrika, eher in UK oder USA sitzen. Das Geld, was dort eingenommen wird, fließe also zum Großteil ins Ausland, das könne eigentlich kaum Sinn der Verteilung der exklusiven Konzessionen sein.
Die Verteilungs- und Vetternwirtschaft in Afrika ist bekannt und ein leidliches Problem. Daher war in den letzten Wochen immer mein Gedankenspiel: wenn der Lockdown mit harter Linie über Monate festgesetzt wird und damit auch die „Goldgruben“ der privaten Lodgebetreiber und Konzessionäre versiegen, könnte ein Aufkaufen lokaler, sagen wir einmal mindestens umtriebiger Regionalmachthaber, unter dem Deckmäntelchen der „Erhaltung des wirtschaftlichen Standortes“ erfolgen. Dies könnte dann natürlich auch für andere Industriebetriebe außerhalb des Tourismus in der Form laufen. Mit anderen Worten, ein vorgeschobener Lockdown zur Umverteilung der Besitzverhältnisse.
Dass gerade der Tourismus in den kommenden Jahren sich nicht erholen wird, dürfte eher unwahrscheinlich sein, sodass dann die Geldquellen der exklusiven Camps und Konzessionen mit Sicherheit wieder sprudeln, allerdings in neue Geldsäckchen. Das dürfte möglicherweise auch insoweit interessant sein, als dass ein reines Touristikunternehmen vermutlich eher hochzufahren ist, als eine stillgelegte Groß- und Schwerindustrie.
Gibt es denn dahin bereits irgendwelche Anzeichen oder ist das eher ein abwegiger Gedanke?
LG Mogambo 🙂
Andre008794 Beiträge · seit 201309. Juni 2020 · #266
Hi Mogambo,
dass Wilderness & Co reine Goldgruben sind würde ich auch so sehen. Aber die werden doch von dem Lockdown weniger getroffen als die vielen kleineren privaten lokalen Unternehmen.
Ich meine, dass bei Wilderness z.B. die Puma Group (Turnschuhen & CO) bis vor einer Weile die Aktien Mehrheit hielt, dann wurden Anteile an ein Konsortium in / aus Hollywood verkauft und all die haben genug Kohle um die Krise auszusitzen. Zur Not mit Hilfe deutscher Steuergelder (also Puma)...
Und am Ende läuft es in ein paar Monaten wieder, also der Hochpreis Tourismus. Ich war in den letzten 6 Jahren häufig in Zimbabwe, meist Hwange und habe z.B. weit weniger private Fahrzeuge als Lodgefahrzeuge auf den Pisten im Park gesehen. Daher die Vermutung, dass es den privaten, hochpreisigen Lodges doch noch ganz gut geht / ging...
Super-Sonderpreise, wie in Botswana, wurden in den Lodges in Zimbabwe auch nie angeboten, was für eine gewisse Auslastung spricht...
BG, Andre
Mogambo566 Beiträge · seit 201309. Juni 2020 · #267
Ich würde jetzt nicht sagen, das ein mehrmonatiger Lockdown Firmen wie Wilderness, And Beyond, Belmond Safaris, Ker & Downey usw. nicht auch hart trifft. Die Konzessionsgebühren dürften schon heftig sein und bei regelmäßigen Endpreisen von ab 500,- € aufwärts bleiben auch keine 450,00 € aufwärts Reingewinn.
Zudem: auch in Backoffice wird je kein Umsatz gemacht, da das Problem ja weltweit auftritt. And Beyond ist z.B. auch in Indien aktiv. Auch dort ist nichts mit Einnahmen. Allerdings vermute ich, dass die Kostenlast in Asien eben deutlich geringer als z.B. in Botswana ist, sodass sich dann durchaus die Frage stellt, was im worst case abgegeben wird.
Zudem bleiben ja auch zahlreiche hochpreisige Lodges, die nicht den großen Gesellschaften zuzuordnen sind. Der Gedanke kam eben auch mit Blick auf einen anderen thread von Christian, wo er Lodges/ Hotels aufgelistet hat, die eben schon aufgegeben haben. Schon hier wäre mein Gedanke: das bleibt doch nicht brach auf ewig liegen. Da wäre eben die anhaltend die Frage ob Tendenzen dahingehend zu beobachten sind, dass versucht wird, sich solche Objekte einzuverleiben bzw. "neu zu verteilen".
LG Mogambo 🙂
Andre008794 Beiträge · seit 201309. Juni 2020 · #268
Klar Mogambo werden ein paar kleiner Anbieter bankrott gehen, aber die großen, wie Wilderness, And Beyond, Belmond & CO sollten in den letzen fetten Jahren genug Speck angefressen haben und locker die Durststrecke überleben. Ausser die haben vorher zu viel Boni an die Führung und zu viele Dividenden an die Aktionäre in Europa & USA ausgeschüttet und somit keine Puffer gebildet, was ja nicht undenkbar wäre... Geht ja den deutschen Firmen wie z.B. Lufthansa, BMW usw. nicht anders. Da müssen die "armen" alle durch...
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2020 · #269
Endpreisen von ab 500,- € aufwärts bleiben auch keine 450,00 € aufwärts Reingewinn.
das ist eben die große Frage... denn einige Unterkunftsbetriebe bieten bis zu 75% Rabatt... das machen die nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie so immer noch kein Minusgeschäft betreiben oder schlichtweg "dumm" sind 😉
Viele Grüße Christian
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201609. Juni 2020 · #270
Die Konzessionsgebühren kenne ich naturgemäß nicht, aber wenn ich die teilweise durchaus saftigen Preise für Unterkunft und Aktivitäten den eher mager bemessenen Löhnen und als eher niedrig geschätzten Baukosten gegenübestelle, wird schon was hängenbleiben. Zumal bei den großen Betreibern bei denen ich davon ausgehe, daß da auch bei den Lebensmitteln, Fahrzeugen etc. gute Konditionen ausgehandelt werden können. Was mir ein bißchen Sorge bereitet ist, daß bislang privat betriebene Lodges und Gästefarmen nach der Pleite billig aufgekauft und in den Fundus der großen Betreiber überführt werden. Dann kann das letzte bißchen Individualität zugunsten eines Luxuseinheitsbreis weggebügelt werden.
Yanjep
pollux1'677 Beiträge · seit 200709. Juni 2020 · #271
... ja, die "Neuverteilung". Ich kenne das Innenleben der SWAPO nicht, immerhin haben die einen integren Menschen wie Calle Schlettwein als Minister.
Aber in Südafrika gibt es ganz klar Bestrebungen was zu ändern. Z.B. hat der nicht unbedeutende ANC Bürgermeister von Ekurhuleni (umfasst immerhin weite Teile des Großraums von Johannesburg) Mzwandile Masina zu dem Statement von Julius Malema (Let the white economy collapse) geschrieben: I fully agree with my friend on this one @Julius_S_Malema. Until we nationalise all commanding heights of the economy- we need to restart this economy and make sure it favors the majority.
Er wurde zwar zurückgepfiffen, aber wenn diese Fraktion des ANC an die Macht käme, würde sich einiges verändern. Das Ergebnis ist ja klar, siehe Zimbabwe, aber diese Leute sind völlig verblendet.
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travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200610. Juni 2020 · #272
"Namibia hat einen weiteren gesunden COVID19-Patienten. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Vormittag mit. Damit sinkt die Zahl der aktiven Fälle auf 14, da kein weiterer neuer Fall in den letzten 24 Stunden nachgewiesen wurde. Insgesamt wurden knapp 5100 Tests durchgeführt. Derzeit befänden sich 759 Personen in Quarantäne, heißt es. Genauere Angaben zu dem genesenen Fall wurden nicht gemacht. Ebenso wurde kein Update zu vier Schülern aus Swakopmund gegeben, die vor einigen Tagen mit Grippesymptomen getestet wurden." (Hitradio Namibia, 10.6.2020)
Viele Grüße Christian
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travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200610. Juni 2020 · #273
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Bei den Zahlen ist unverständlich, warum die Regierung die gesamte Erongo-Region für weitere 14 Tage absperrt. Also Swakopmund, Spitzkoppe, etc. Hätte der Raum um Walvis Bay nicht gereicht?
Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200610. Juni 2020 · #275
Hätte der Raum um Walvis Bay nicht gereicht?
Walvis Bay alleine war ja bereits einige Tage im Lockdown. Es gibt zwei genannte Gründe für die Ausweitung: 1.) Nicht einzuschränkende Bewegungen zwischen WVB und SWK 2.) Eine grundsätzliche Nichteinhaltungs-Mentalität was die Vorschriften in Walvis Bay angeht Hintergrund sind ja nicht die absoluten Zahlen, sondern die Tatsache, dass sich ein in Quarantäne befundener Lkw-Fahrer aus dieser in die Wohngebiete begeben hat. Er hatte dort Kontakt zu ca. 200 Menschen, die nun alle als Risiko einzuschätzen sind, denn der Lkw-Fahrer wurde später positiv getestet.
Viele Grüße Christian
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travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2020 · #276
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travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2020 · #277
Gestern erstmals über 200 Tests. Bis Ende kommender Woche sollen 420 Tests am Tag möglich sein.
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Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201112. Juni 2020 · #278
Moin, kürzlich wurde geschrieben, dass man vor Ort sein müsse, um zu helfen.... Auf diesem Wege würde es auch gehen - und ich weiß aus Erfahrungen von Freunden, die jährlich vor Ort sind, dass die Hilfe auch wirklich ankommt! Steps for children - wir tun was!
Ganz vielen Dank im Voraus!!! Strelitzie
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200612. Juni 2020 · #279
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Andre008 schrieb:Diese mehr als harte Reaktion, bei gerade einmal 15 aktiven Fällen und keinem einzigen Toten, lässt einen schon fragen warum... Mir käme aktuell nur übermäßige Vorsicht wegen zu wenig Krankenhausbetten in den Kopf. Aber es kam ja auch schon die Aussage die "weiße Wirtschaft" zu schädigen. Kann ich mir aber kaum vorstellen, da an der "weißen Wirtschaft" ja nun auch eine Menge "schwarzer Arbeitsplätze" hängen...
Hi,
ganz einfach, die Verhältnisse sind in den Township sehr schwierig, Teilweise kein Strom, Kein Wasser und Abwasser, enge Verhältnisse, kaum Krankenhäuser, viel HIV.
Wenn da Corona ausbricht guten Nacht.
Nicht ohne Grund ist da im Moment Alkohol verboten.
Ich würde mir eher Gedanken machen warum bei uns lockdown ist bzw. war.