Das erste Mal und so viele Fragen (Route, Tipps)

52 Antworten · 7'020 Aufrufe · gestartet 19. Feb. 2020 von Patnhi
Bilder klein
Antworten
Themenstarter16 Beiträge · seit 202019. Feb. 2020 · #1
Moin, nach begeisterter stiller Lektüre hier im Forum, das uns sehr bei der Planung für unsere erste Namibia Reise geholfen hat, möchte ich nun meine Route, Fragen und Gedanken mit euch teilen und freue mich auf eure Tipps und Vorschläge 🤪
Gerne gebe ich meine Erfahrungen nach der Reise zurück und schreibe auch einen schönen Reisebericht 😎

Wir, das sind meine Freundin und ich (beide Anfang/Mitte 30, reiseerfahren aber erstmals im südlichen Afrika unterwegs).
Wir werden dieses Jahr ab Mitte Oktober bis in den November hinein 3 Wochen als Selbstfahrer inkl. Dachzelt (4x4) in Namibia sein, nachdem ich vor langer Zeit mal den Roman "Herero" von Gerhard Seyfried gelesen habe und seitdem die faszinierenden Landschaftsbeschreibungen, die Weite und die Einsamkeit nicht mehr aus meinem Kopf kriege.

Bevor ich mit euch unsere geplante Route und meine Fragen dazu teile, möchte ich noch kurz versuchen zusammenzufassen, was uns auf Reisen (oder besser für unsere Namibia Reise) besonders wichtig ist, weil jeder ja ein bisschen andere Vorstellungen hat und weil ihr so vl. noch besser Tipps geben könnt: Tierbegegnungen; endlos weite und spektakuläre Landschaften; einsame Orte in der Natur; ein bisschen Abenteuer (4x4 Fahrten und Wanderungen); Sonnenauf- und Untergänge; leckeres, insbesondere einheimisches Essen; Fotografieren; Geschichte; Unterwegs sein außerhalb der touristischen Pfade; auch mal ein wenig Luxus und Entspannung genießen

1. Tag: morgens Ankunft in Windhoek (Vondelhof Guesthouse)
2. Tag: Weiterfahrt in die Kalahari (Bagatelle Campingplatz)
3. + 4. Tag: Fishrivercanyon (Fishriver Lodge)
5. + 6. Tag: Lüderitz (Waterkant Guesthouse)
7. + 8. Tag: Sesriem (Sesriem Campsite)
8. + 9. Tag: Tok Tokkie Trail
9. + 10. Tag: Naukluft Berge & Waterkloof Trail (Naukluft Resort Campsite)
10. + 11. Tag: Swakopmund (Meikes Guesthouse)
12. Tag: Weiterfahrt nach Norden mit Zwischenstop im Damaraland (Hoada Campsite)
13. + 14. Tag: Etosha West (Okaukuejo Campingplatz)
15. + 16. Tag: Etosha Ost (Onkoshi Lodge)
17. + 18. Tag: Waterberg (Plateau Campsite)
19. Tag: Rückfahrt Richtung Windhoek mit Stopp (Düsternbrook Guestfarm)
20. Tag: abendlicher Rückflug von WDH

Allgemein: Stimmen die Fahrtzeitangaben von Google Maps? Mir kommen die zT. wegen der Pisten etc. zu knapp kalkuliert vor

Fishriver Canyon: Kann man im Oktober in den Canyon herunter wandern (ggf. geführt über die Lodge)? Hierzu gibt es widersprüchliche Angaben

Naukluft Berge und Waterkloof Trail: Benötigt man vorab einen Permit, auch mit gebuchter Übernachtung auf dem Campingplatz zu Fuße des Trails? Wäre der 4x4 Naukluft Trail eine Alternative (mit dem Camper) für einen Tagesausflug?

Swakopmund: Welche Tagesausflüge auf dem Wasser empfiehlt ihr?
Lohnen sich die Austern (oder allgemein der Besuch) im Jetty's oder ist das touristisch/gehyped und geht woanders genauso gut oder besser?

Etosha: Kann man inzwischen mit dem eigenen Auto zum Onkoshi fahren und auch Gamedrives auf eigene Faust unternehmen (hierzu widersprüchliche Angaben im Forum) und lohnt sich die Lodge für den relativ hohen Preis? Einige hier im Forum raten ab, aber das Internet kennt auch viele begeisterte Kommentare und manche loben die tolle Lage und Exklusivität.
Vl. gibt es noch schönere Lodges, aber wir wollten innerhalb des Parks übernachten und uns mal etwas gönnen. Sonst wären wir in die Red Dune Lodge in der Kalahari oder in eines der Dune Chalets der Bagatelle gegangen, aber diese waren leider jetzt im Februar 2020 für Oktober bereits ausgebucht...

Düsternbrook Farm: Gibt es hier Erfahrungen? Wie ist der Umgang mit den Tieren? Sieht man welche?

WHD: Lohnt ein Abstecher am letzten Tag nach Katutura? Lohnt sich ein Essen im NICE?

Das sind jetzt eine Menge Fragen und ja, ich habe die alle in ein und denselben Post gehauen, aber ich hoffe das ist okay und freue mich auf viele Antworten und Meinungen 🙂
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2020
16,9k Beiträge · seit 201219. Feb. 2020 · #2
.
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2020
260 Beiträge · seit 200719. Feb. 2020 · #3
Guten Abend

Ist Lüderitz denn wirklich ein MUSS für euch? Es gibt nicht vieles was man in oder um Lüderitz machen kann, was man nicht auch in Swakopmund machen könnte. Lüderitz ist zudem oft extrem kalt, windig und oft wird man dort regelrecht "sandgestrahlt" was ich übrigens eher ernst denn spassig meine. Bootstouren könntet ihr auch in Swakopmund oder Walvis Bay machen .... und sorry, aber die Geisterstadt bei Lüderitz ist langsam richtig ausgelutscht. Eigentlich gibt es dort nicht wirklich was zu sehen und für schöne Fotos müsstet ihr dort sein ehe die anderen Touristen kommen - das geht auch, kostet aber Extra soweit ich weiss.

Auch Etosha halte ich als Tierfan für extrem überbewertet, man kann viel Glück haben wenn man selber fährt, aber die nächtlichen Sichtungen an den Wasserstellen sind einfach viel zu touristisch, hat mir persönlich schon wieder viel zu viel Zoo-Charakter irgendwie. Mehr als 2 Tage im NP halte ich für leicht übertrieben und würde ich nicht machen ...

Viel spannender sind da sowieso die privaten Konzessionen um den NP herum, wie zum Beispiel die Ongava Lodge (um mal ein der etwas teureren zu nennen). Ist aber jeden Cent wert, hier würde ich 2 Nächte einplanen und im Etosha selber nur eine. Wir sind mittlerweile sogar nur noch day visitors wenn wir vor Ort sind und in den Etosha gehen.

Bei Swakopmund würde ich neben einer Wassertour noch zwingend eine little Desert Tour empfehlen, könnte ein echtes Highlight werden da ihr Tiere seht die man sonst niemals zu Gesicht bekommen würde. Die besten Anbieter sind Batis Birding und vorallem Tommy Collard und seine Living Desert Tour ...... Prädikat BESONDERS WERTVOLL!

Ansonsten fällt einfach auf dass ihr die ganze Reise schön im selben Talkt ausgelegt habt, diesen Fehler machen viele, gerade beim ersten Mal in Namibia. Auch wir haben dies so gemacht und teilweise die eine oder andere Nacht bereuht oder vermisst 😉

Kommt aber natürlich extrem darauf an was euch interessiert. Daher kann dies natürlich von meinen Erfahrungen und dem persönlichen Geschmack der immer etwas mitschwingt abweichen.

Dennoch, im Grunde finde ich euren Trip ok und machbar, teilweise vielleicht etwas stressig da fahrintensiv - aber alles noch im Rahmen, vorallem wenn man zwei Fahrer hat und mal abwechseln kann.

Beste Grüsse
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
806 Beiträge · seit 201719. Feb. 2020 · #4
Hallo,

Du solltest einfach ein paar Reiseberichte lesen, vor allem Ersttäterberichte sind sinnvoll.

Logi hat vollkommen recht- schau dir mal die Kartenangaben unter know how an, aber ich finde die Strecken auch heftig. Gerade die D Strassen sind toll und die sind nun mal hoppeliger und zeitintensiver. Von der Kalahari zum Canyon hatten wir eine Zwischenübernachtung in Kettmannshoop, denn ansonsten hast du kaum eine Chance die Köcherbäume ausgiebig zu sehen.

Kann man im Oktober in den Canyon herunter wandern (ggf. geführt über die Lodge)? ---
Wir kamen vor 2 Jahren nicht runter im Oktober- es ist verboten und gibt keine Tageswanderungen- es ist aber auch schön, am Canyonrand entlang zu wandern/fahren.

20180924_112814.jpg


Swakopmund: Welche Tagesausflüge auf dem Wasser empfiehlt ihr?
Wir haben mit Levo die Delfin Tour gemacht und waren sehr zufrieden

Lohnen sich die Austern (oder allgemein der Besuch) im Jetty's oder ist das touristisch/gehyped und geht woanders genauso gut oder besser?
Uns hats im Tug besser gefallen wie im Jettys- aber alles Geschmackssache.

Viel Spass beim Planen, Silke
P.S. Übrigens in Lüderitz könnte man noch eine Pinguin Tour machen und danach nach Kolmannskuppe.
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297472-5711-km-namibia-abenteuer-grosse-ersttaeter-runde.html Seychellen: Inselhopping: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299153-seychellen-inselhopping-im-tropischen-paradies.html Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301218-fotobuch-und-kurzbericht-namibia-herbst-21.html Reisebericht Namibia 2021: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301521-5-056-km-zweittaeter-im-caprivi-herbst-2021.html?start=0 SÜDAFRIKA 2022 -Fotobuch und kleiner Reisebericht https://www.cewe-community.com/global/example/suedafrika-2022-68145 Costa Rica 2023 https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/303311-2-349-km-durch-costa-ricas-regenwaelder-und-vulkane.html Costa Rica Fotobuch www.cewe-myphotos.co...40289853b4efd18f584d Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele: Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -Südafrika- Costa Rica uvm.
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2020
2'191 Beiträge · seit 201619. Feb. 2020 · #5
Hallo,

insgesamt ist eine straffe Route. Da hast Du in 20 Tagen alles sehenswerte von Süd und Nord reingepackt. Aber zumindest sind es meistens 2 Nächte pro Destination.

Tok Tokkie Trail ist super, das kann ich gut empfehlen. Habt Ihr Euch den Termin schon reservieren lassen? Ich habe ein Jahr vorher gebucht und musste die Route nach dem verfügbaren Terminen des Tok Tokkie Trail ausrichten.

Allerdings passt Lüderitz, Sesriem und dann Tok Tokkie nicht. Besser wäre Lüderitz, Tok Tokkie und dann erst nach Sesriem.

LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
6'152 Beiträge · seit 200620. Feb. 2020 · #6
hallo,
8.u.9. Tag Tok Tokie Trail und am 9. Tag weiter Naukluft Berge, das wird nicht klappen, denn es sind 2 Übernachtungen beim Tok Tokkie Trail, d.h. Weiterfahrt von TTT am 10. Tag nachmittags. Für mich persönlich ist die Tour auch nicht rund, da schliesse ich mich Gabi an.
Beste Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
33,1k Beiträge · seit 200620. Feb. 2020 · #7
Hallo Patnhi,

ich verweise Dich mal auf https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html

Nur kurz zu Etosha: Ich persönlich (war aber auch schon 100x dort) würde nicht im Park übernachten und wenn, dann in Halali (da es dort so zentral keine Alternative gibt und das beleuchtete Wasserloch deutlich angenehmer als in Okaukuejo ist). Außerhalb gibt es deutlich schönere Unterkünfte mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis. Bei 20 Tagen Gesamtrundreisezeit könnt ihr gut und gerne 4 und mehr Tage in Etosha verbringen. Ich persönlich halte es da aber wie Monokelkobra und fahre von außerhalb meist für maximal einen halben Tag rein.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'530 Beiträge · seit 201120. Feb. 2020 · #8
Ich würde erst Naukluft machen, dann Lüderitz, dann Fishriver Canyon Lodge und von da hoch nach Sesriem, aber wenn geht mit einem Zwischenstop an der D707 (mit einem Stop).
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2020
Themenstarter16 Beiträge · seit 202020. Feb. 2020 · #9
Logi schrieb:

jetzt habe ich mal wieder die Gelegenheit meinen Lieblingsspruch anzubringen: Google maps ist in Afrika nicht Dein Freund! 😛

Hier geht es schon los:

2. Tag: Weiterfahrt in die Kalahari (Bagatelle Campingplatz)
3. + 4. Tag: Fishrivercanyon (Fishriver Lodge)


Das sind 475 Kilometer. Soweit so gut: alleine für die letzten 19 Kilometer zur Lodge benötigt Ihr 1 1/4 Stunden. 😉 So prima ist die Strecke in Schuß... Insegesamt solltet Ihr mindestens 7 Stunden reine Fahrt einplanen (ohne eine einzige Pause!).

Ähnlich sieht es mit der Strecke Lüderitz => Sesriem aus. Um die 470 Kilometer, etwa 7 Stunden Fahrzeit.

Danke für den Hinweis und auch für den Link mit dem Kartenmaterial - wir haben uns schon gedacht, dass man Google Maps hier nicht trauen kann 😄 Ich gebe dir und den anderen hier im Forum natürlich Recht: Optimal wäre weniger fahren und längere Aufenthalte an den einzelnen Orten bzw. mehr Zwischenstopps. Aber wir haben eben das Problem, dass wir nur drei Wochen Zeit haben und trotzdem viel vom Land sehen wollen. Für mich ist es aber okay, wenn zwei Etappen einen ganzen Tag on the road erfordern. Ist nicht gerade in Namibia auch der Weg das Ziel? Wenn man spätetens um 8:00 morgens losfährt, sollte man ja trotzdem am späten Nachmittag noch vor Sonnenuntergang ankommen und deshalb haben wir bei fast allen Locations auch immer einen vollen Tag dazwischen eingeplant, an dem wir nicht fahren müssen.
So macht dann auch ein ganzer Tag am Fishriver Sinn, obwohl man da wie ich jjetzt gelernt habe, im Oktober gar nicht runterwandern kann 😐
Logi schrieb:

Die besten Austern gibt es übrigens in Lüderitz. 😉

Überall, oder hast du hier ein ganz bestimmtes Restaurant im Sinn? 🤩
Logi schrieb:
Im Etosha könnt Ihr überall selbst hinfahren, auch zum Onkoshi. Achtung: auch das ist ein staatliches Restcamp (nicht stattlich, das ist etwas völlig anderes) mit dem üblichen Missmanagement.
Das mit dem Hinfahren ist schon mal gut, das mit dem Missmanagement natürlich weniger. Hast du hier negative Erfahrungen im Onkoshi gemacht? Stimmungsbild auf Tripadvisor und Google: 2/3 voll des Lobes, 1/3 sehr enttäuscht.
Logi schrieb:
Katutura kannst Du super mit Carsten Möhle machen: http://www.windhoek-stadtrundfahrt.de/
Das könnte echt was für uns sein. Weisst du, ob Carsten auch nur nach Katutura fährt?
Den Rest von WDH wollten wir uns schon am Ankunftstag anschauen (korrigiert mich gerne, aber ich denke dass ist jetzt nicht soooo spannend) und da wir vor dem Rückflug abends dann den ganzen Tag Zeit haben, soll es eben nach Katutura gehen, was ich persönlich viel spannender finde....
Themenstarter16 Beiträge · seit 202020. Feb. 2020 · #10
Monokelkobra schrieb:

Ist Lüderitz denn wirklich ein MUSS für euch? Es gibt nicht vieles was man in oder um Lüderitz machen kann, was man nicht auch in Swakopmund machen könnte.

Ich sehe schon, du bist kein großer Lüderitz Fan 😉 Aber uns interessiert das allein schon aus historischen Gründen. Aber ist es dort wirklich selbst im Oktober noch so kalt? Oder vl. sogar eine ganz angenehme Erfrischung nach einigen Tagen in der Wüstenhitze?
Monokelkobra schrieb:

Auch Etosha halte ich als Tierfan für extrem überbewertet, man kann viel Glück haben wenn man selber fährt, aber die nächtlichen Sichtungen an den Wasserstellen sind einfach viel zu touristisch, hat mir persönlich schon wieder viel zu viel Zoo-Charakter irgendwie. Mehr als 2 Tage im NP halte ich für leicht übertrieben und würde ich nicht machen ...

Viel spannender sind da sowieso die privaten Konzessionen um den NP herum, wie zum Beispiel die Ongava Lodge (um mal ein der etwas teureren zu nennen). Ist aber jeden Cent wert, hier würde ich 2 Nächte einplanen und im Etosha selber nur eine. Wir sind mittlerweile sogar nur noch day visitors wenn wir vor Ort sind und in den Etosha gehen.

Ich glaube, du hast ganz gut verstanden, dass ich auch nicht so gerne massentouristische Erlebnisse mag 😵
Das gibt uns natürlich schon zu denken.. gerade in das Wasserloch in Okaukuejo haben wir große Hoffnungen gesetzt.. aber ansonsten wollen wir natürlich selber fahren und ich dachte immer dass die Chance auf Tierbegegnungen im Etosha viel höher sind als außerhalb? Aber sag doch mal, warum die privaten Konzessionen außerhalb wie zB. die Ongave Lodge für dich die besseren Alternativen sind, das würde uns echt interessieren!
Monokelkobra schrieb:

Bei Swakopmund würde ich neben einer Wassertour noch zwingend eine little Desert Tour empfehlen, könnte ein echtes Highlight werden da ihr Tiere seht die man sonst niemals zu Gesicht bekommen würde. Die besten Anbieter sind Batis Birding und vorallem Tommy Collard und seine Living Desert Tour ...... Prädikat BESONDERS WERTVOLL!

Quasi schon gebucht 😉
Themenstarter16 Beiträge · seit 202020. Feb. 2020 · #11
Erstmal Danke für eure wertvollen Tipps und Hinweise! Wir werden in einigen Punkten die Route nochmal überdenken jetzt..
Superfanti schrieb:

Wir kamen vor 2 Jahren nicht runter im Oktober- es ist verboten und gibt keine Tageswanderungen- es ist aber auch schön, am Canyonrand entlang zu wandern/fahren.
20180924_112814.jpg


Vielen Dank für deine Tipps Silke und v.A. auch für das Foto! Kann mir das jetzt ganz gut vorstellen, obwohl ich für mich immer noch nicht verstanden habe, warum es gefährlich sein soll, wenn man dort genug Trinkwasser mit nimmt und 1x runter wandert und gleich wieder hoch. Klar wird es heiss, aber wir wollen ja auch nicht gleich den gesamten Canyon seiner Länger nach durchqueren ... aber sei es drum: so scheint ein voller Tag (zwei Übernachtungen) in der Fishriver Lodge sicher auch genug, weil man dort so wie ich das verstehe im Oktober nicht so viel machen kann...
Gabi-Muc schrieb:

Tok Tokkie Trail ist super, das kann ich gut empfehlen. Habt Ihr Euch den Termin schon reservieren lassen? Ich habe ein Jahr vorher gebucht und musste die Route nach dem verfügbaren Terminen des Tok Tokkie Trail ausrichten.

Allerdings passt Lüderitz, Sesriem und dann Tok Tokkie nicht. Besser wäre Lüderitz, Tok Tokkie und dann erst nach Sesriem.

Ja, zum Glück haben wir die Reservierungsbestätigung für den Tok Tokkie schon 😁
Das ist auch der Grund, warum wir etwas umgestellt haben und erst Sesriem, dann Tok Tokkie und dann erst die Naukluft Berge machen, weil wir uns schlicht nach der Verfügbarkeit des Tok Tokkie richten mussten.
Hanne schrieb:

8.u.9. Tag Tok Tokie Trail und am 9. Tag weiter Naukluft Berge, das wird nicht klappen, denn es sind 2 Übernachtungen beim Tok Tokkie Trail, d.h. Weiterfahrt von TTT am 10. Tag nachmittags. Für mich persönlich ist die Tour auch nicht rund, da schliesse ich mich

Du hast völlig Recht und ich sehe gerade, dass mir hier ein kleiner Fehler unterlaufen ist: Wir machen am 9. + 10. Tag den Tok Tokkie und fahren erst am 11. Tag nachmittags weiter in die Naukluft Berge, wo wir dann am 12. Tag den Waterkloof Trail laufen wollen. Ich korrigiere das gleich. Aber so sollte es dann eigentlich schon passen, oder?
Cruiser schrieb: Ich würde erst Naukluft machen, dann Lüderitz, dann Fishriver Canyon Lodge und von da hoch nach Sesriem, aber wenn geht mit einem Zwischenstop an der D707 (mit einem Stop).
Viele schwärmen ja von der D707 - was macht sie so besonders / schön / spektakulär zu fahren?
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2020
291 Beiträge · seit 201420. Feb. 2020 · #12
Hallo Pathni,

erst mal vorweg: Etosha kann man nie genug Übernachtungen haben! 😉

Und jetzt das Aber: Ich würde auch die privaten Unterkünfte außerhalb des Parks den staatlichen Camps immer vorziehen. Sicherlich ist das beleuchtete Wasserloch in Okaukuejo oder Halali für Ersttäter evtl. interessant, nur wäre mir das die ganzen Nachteile gegenüber den Lodges außerhalb des Parks nicht wert. Und gerade weil ihr auch keinen Wert auf "Massentourismus" legt, könnt ihr meiner Meinung nach bestimmt gut darauf verzichten, auch weil es genug bessere Alternativen gibt.

Nun speziell zu Onkoshi: Wir waren 2015 für eine Nacht dort und hatten uns im Vorfeld auch sehr darauf gefreut. Im Nachhinein war es eine der größten (und wenigen) Enttäuschungen dieser Reise. Obwohl das Camp damals noch ziemlich neu war, konnte man an manchen Ecken schon den beginnenden Verfall sehen. Als Beispiel nur die Tür zu unserem Zeltbungalow, welche sich nur öffnen ließ, wenn man sich kräftig mit der Schulter dagegen stemmte. Hätte man sicher durch einfaches Einstellen schnell beheben können, war dem absolut unmotiviertem Personal aber anscheinend zu viel Aufwand. Stattdessen lieber weiter die neuen Bodendielen zerkratzen. Das mit der fehlenden Motivation der Mitarbeiter zog sich dann durch den ganzen Aufenthalt durch und wird dem durchaus sehr hohem Preis absolut nicht gerecht. Die Zelte selbst waren sehr schön eingerichtet, doch wenn dort (und davon ist auszugehen) der gleiche Erhaltungsaufwand betrieben wird wie in den anderen staatlichen Camps, dürfte sich da in der Zwischenzeit noch viel mehr zum Negativen verändert haben. Das ist aber nur meine Vermutung, da unser Aufenthalt wie geschrieben doch schon 5 Jahre zurück liegt.

Ich würde an eurer Stelle die beiden Nächte im Ostteil des Parks z.B. auf dem Gelände von Onguma direkt vor dem Parkeingang verbringen. Dort gibt es verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten, so dass da für jeden etwas dabei sein sollte.

VG
Holger
240 Beiträge · seit 201920. Feb. 2020 · #13
Also um mal eine Lanze für den Etosha zu brechen.

Wir hatten zwei Nächte in Okaukuejo und eine in Fort Namutoni. Die Unterkunft im Okaukuejo habe ich als sauber in Erinnerung, war aber nichts Besonderes. Da wir den ganzen Tag unterwegs waren, war das für uns auch völlig ausreichend. Zugegeben das liegt schon wieder 6 Jahre zurück; in wie weit der Zahn der Zeit genagt hat, kann ich nicht beurteilen. Die Unterkunft im Fort Namutoni fand ich dagegen richtig cool.

Ich habe Okaukuejo sehr gut in Erinnerung. Vor allem Nachts war es toll zu sehen wie die Tiere z.B Nashörner an die Wasserstelle gekommen sind. Auch fand ich die Stimmung ziemlich cool. Trotz der gefühlten hundert Menschen war es absolut still. Das Klicken der Kameras war lauter als die Menschen um einen herum. Allerdings scheint sich dies, wenn ich manchen Reiseberichten Glauben schenken darf, auch geändert zu haben. Wer noch nie im Etosha war, sollte das aber einmal erlebt haben.

Zum Etoscha selber. Nein ich halte ihn nicht für überschätzt. Er fordert dir aber Geduld ab. Zu glauben, man kommt zu einem Wasserloch und hat alle Tiere vor sich, wird meistens Pech haben. Hätte ich auf meine drängelnden Damen im Auto gehört, hätten wir viel verpasst. An einem Wasserloch haben wir den ganzen Nachmittag gewartet und wir haben dann auch tolle Szenen zu sehen bekommen. Aber so etwas muss einem auch liegen, ansonsten macht es sicherlich wenig Spaß.

Ich habe leider die Namen nicht mehr im Kopf. Meine tollste Begegnung mit Elefanten war im Etoscha. Es war ein abgelegenes Wasserloch, dass kaum angefahren wurde. Als wir dort angekommen sind, kam gerade eine Herde Elefanten an das Loch. Nachdem die getrunken hatte, kam die Leitkuh direkt auf unser Auto zu (wir standen auf dem regulären Parkbereich), blieb 10m vor uns stehen und schaute uns an. Es war klar, dass wir mit dem Wagen im Weg standen. Ich habe dem Wagen zurückgesetzt und Sie hat sich auf die Stelle gestellt, wo ich gerade noch geparkt hatte und mir freundlich zugenickt (meine Interpretation). Dann zog die ganze Herde vor uns vorbei, entspannt und friedlich.

Natürlich sorgen solche Begegnungen, dass ich den Etoscha sehr gut in Erinnerung habe. Es hätte auch anders ausgehen können und wir hätten nichts zu sehen bekommen. Das ist immer die Herausforderung mit Tieren.

Da auf meiner Wunschliste noch viele andere Ziele stehen, Zeit und Geld aber leider begrenzt sind, habe ich das noch nicht in die Tat umgesetzt. Aber für mich steht fest, eines Tages nochmal für 4 oder 5 Tage in den Etoscha zu fahren.
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
16,9k Beiträge · seit 201220. Feb. 2020 · #14
.
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2020
2'530 Beiträge · seit 201120. Feb. 2020 · #15
"Where ignorance is bliss, 'tis folly to be wise." - poet Thomas Gray
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
16,9k Beiträge · seit 201220. Feb. 2020 · #16
Patnhi schrieb: Ist nicht gerade in Namibia auch der Weg das Ziel?
Nur wenn man Zeit hat. Und die habt Ihr eben nicht. Ihr könnt unterwegs nirgendwo verweilen oder einkehren oder aussteigen, um irgend etwas zu besichtigen.

Aber, es ist nicht unsere Reise und wenn Ihr keinen Rat annehmen wollt, dann ist da eben so.

LG
Logi
291 Beiträge · seit 201420. Feb. 2020 · #17
Hallo Pathni,

und gerade weil in Namibia der Weg das Ziel ist, sollte man sich für diesen auch genug Zeit nehmen. Andernfalls wird euch einiges entgehen und ihr werdet letztendlich nicht wirklich viel sehen. Nur mal eben schnell die Hotspots abklappern und dazwischen möglichst viel Strecke machen ist in meinen Augen der falsche Ansatz um das Land zu erleben. Ich würde nicht mehr als max. 300-350km/Tag planen, anhängig natürlich auch immer von den gewählten Straßen. Geht von einem Schnitt von 50-60km/h auf Gravel aus, das passt eigentlich immer ganz gut.

VG
Holger
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2020
6'152 Beiträge · seit 200620. Feb. 2020 · #18
hallo Patnhi,
ich denke die Reiseroute passt ab dem 11. Tag nun nicht mehr , da ist eine Überarbeitung notwendig, wann wollt Ihr nach Swakopmund - irgendwie müsst Ihr ja nach Norden kommen, aber da fehlen jetzt die Tage, ich denke Naukluft streichen - oder wie siehst Du das. Allerdings nach dem TTT ist es nach Swakopmund zu lang, da müsstet Ihr noch einen Zwischenstop einlegen. Habe mal eine Frage, so eine kleine Auszeit um einfach das erlebte mal in Gedanken zu verarbeiten zu geniessen, Seele baumeln lassen, braucht Ihr nicht, sondern action ist angesagt, jede Minute verplanen, glaube mir, gerade durch dieses Verplanen verpasst Ihr wirklich sehr sehr viel, schade sage ich nur.
LG Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2020
260 Beiträge · seit 200720. Feb. 2020 · #19
Patnhi schrieb:
Monokelkobra schrieb:

Ist Lüderitz denn wirklich ein MUSS für euch? Es gibt nicht vieles was man in oder um Lüderitz machen kann, was man nicht auch in Swakopmund machen könnte.

Ich sehe schon, du bist kein großer Lüderitz Fan 😉 Aber uns interessiert das allein schon aus historischen Gründen. Aber ist es dort wirklich selbst im Oktober noch so kalt? Oder vl. sogar eine ganz angenehme Erfrischung nach einigen Tagen in der Wüstenhitze?
Monokelkobra schrieb:

Lüderitz ist meinstens schön kühl, aber wenn es dazu noch windet was es fast immer tut, dann kann's sehr ungemütlich werden. Und dann dieser Sand der richtig schmerzt auf der Haut wenn man das Pech hat zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Wenn euch natürlich historische Gründe dahin führen ist dies ein anderes Thema. Ich für meinen Teil würd eher in Aus bleiben (z.Bsp. Klein-Aus-Vista). Ist viel schöner und spektakulärer und von dort aus kann man auch nach Lüderitz fahren, ist natürlich dann ein paar KM Fahrt.


Auch Etosha halte ich als Tierfan für extrem überbewertet, man kann viel Glück haben wenn man selber fährt, aber die nächtlichen Sichtungen an den Wasserstellen sind einfach viel zu touristisch, hat mir persönlich schon wieder viel zu viel Zoo-Charakter irgendwie. Mehr als 2 Tage im NP halte ich für leicht übertrieben und würde ich nicht machen ...

Viel spannender sind da sowieso die privaten Konzessionen um den NP herum, wie zum Beispiel die Ongava Lodge (um mal ein der etwas teureren zu nennen). Ist aber jeden Cent wert, hier würde ich 2 Nächte einplanen und im Etosha selber nur eine. Wir sind mittlerweile sogar nur noch day visitors wenn wir vor Ort sind und in den Etosha gehen.

Ich glaube, du hast ganz gut verstanden, dass ich auch nicht so gerne massentouristische Erlebnisse mag 😵
Das gibt uns natürlich schon zu denken.. gerade in das Wasserloch in Okaukuejo haben wir große Hoffnungen gesetzt.. aber ansonsten wollen wir natürlich selber fahren und ich dachte immer dass die Chance auf Tierbegegnungen im Etosha viel höher sind als außerhalb? Aber sag doch mal, warum die privaten Konzessionen außerhalb wie zB. die Ongave Lodge für dich die besseren Alternativen sind, das würde uns echt interessieren!

Die privaten Konzessionen sind weniger überlaufen, und sie sind wie's der Name sagt PRIVAT und nicht staatlich geführt. Es ist sauberer, ruhiger und professioneller vom Ablauf her und da die Tiere zwischen dem Etosah und dem priv. Konzessionen hin und her wandern können, kann man alles überall sehen (theoretisch). Ganz zu schweigen von der Unterkunftsqualität, dem Service und dem Essen ......
Monokelkobra schrieb:

Bei Swakopmund würde ich neben einer Wassertour noch zwingend eine little Desert Tour empfehlen, könnte ein echtes Highlight werden da ihr Tiere seht die man sonst niemals zu Gesicht bekommen würde. Die besten Anbieter sind Batis Birding und vorallem Tommy Collard und seine Living Desert Tour ...... Prädikat BESONDERS WERTVOLL!

Quasi schon gebucht 😉
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
33,1k Beiträge · seit 200620. Feb. 2020 · #20
Aber ist es dort wirklich selbst im Oktober noch so kalt? Oder vl. sogar eine ganz angenehme Erfrischung nach einigen Tagen in der Wüstenhitze?
die namibische Küste ist immer kühl bis kalt, ausnahmsweise aber auch mal warm bis heiß. In Lüderitz kommt zudem fast immer noch der stärkere Wind. Dennoch ist das Dorf unbedingt einen Besuch wert.
und da die Tiere zwischen dem Etosah und dem priv. Konzessionen hin und her wandern können, kann man alles überall sehen (theoretisch).
Nein, sowas gibt es hier nicht (anders als z. B. in Südafrika beim Kruger NP). Etosha ist eingezäunt (wenn auch stellenweise löchrig). Die privaten Wildfarmen um Etosha (Osten, Süden, Westen) sind auch keine Konzessionsgebiete sondern privates Farmland, absolut unabhängig von dem was in Etosha los ist (oder eben nicht). Wandern tun sie innerhalb Etosha, innerhalb der Farmgebiete oder innerhalb von Kommunal- oder Staatsland (wo es dann Konzessionsgebiete gibt)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2020