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268 Antworten · 33,3k Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2019 von GinaChris
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109 Beiträge · seit 201612. Dez. 2022 · #121
Seyko schrieb:Long story short: der Preis.

Die meisten kleineren Anbieter, darunter sehr schnuckelige Guesthouses am Kap, denen wir exakt die Frage stellten, erklärten uns sehr klar, dass sie es sich nicht leisten können, vollständig "off the grid" zu gehen.
Danke Seyko, das der Preis der Hauptgrund ist, kann ich mir natürlich vorstellen. Aber wie lange können sich die Guesthouses leisten "on the (shit) grid" zu bleiben. Das ist meine Überlegung. Sie haben zusätzlich zu Strom- die Generator- und Dieselkosten sowie mögliche Umsatzeinbußen, wenn jetzt mehr und mehr Touristen auf das Thema aufmerksam werden. Und ich bleibe bei meiner PV-Anlage natürlich hier auch "on the grid", allerdings brauche ich davon zukünftig sehr viel weniger. Und das auch haupsächlich von November bis Februar, weil hier die Sonnen nicht solange scheint. Dieses Problem besteht in Südafrika nicht in dem Mass, so dass der Netzbezug von ESKOM dramatisch sinken könnte.
Gruß NASA
607 Beiträge · seit 201012. Dez. 2022 · #122
Hallo NASA,
es ist nicht getan mit einer PV-Anlage, wer sich mit dem Thema befasst, stellt schnell fest, dass hier eine Menge drum herum installiert werden muss. Ums Kap herum geht das vielleicht noch einfach aber z.B. in Upington wird das schon schwieriger. Angenommen B&B hat 5 Zimmer mit Klimaanlage, benötigt bei 35 ° C Außentemperatur pro Gerät 2 KW macht in Summe 10 Kw/pro Stunde, bei 2 Stunden Stromausfall und Dunkelheit braucht man also eine Batteriekapazität von mindeste 20 Kwh. Dann kommt dazu, dass man die Klimaanlagen nacheinander einschaltet wegen des Anlaufstroms, und so weiter. Batterien halten nicht ewig, und brauchen auch Wartung.
Ich bin schon seit 8 Jahren "autark" von April bis Oktober, bei uns ist ähnliches Problem, wenn man Wärmepumpe hat. Im Moment liegt Schnee 😵 auf der Anlage also auch nix autark. In Upington ist es manchmal bewölkt und hat trotzdem über 30°C.
Grüße Wolfgang
486 Beiträge · seit 202012. Dez. 2022 · #123
NASA schrieb:Aber wie lange können sich die Guesthouses leisten "on the (shit) grid" zu bleiben. Das ist meine Überlegung. Sie haben zusätzlich zu Strom- die Generator- und Dieselkosten sowie mögliche Umsatzeinbußen, wenn jetzt mehr und mehr Touristen auf das Thema aufmerksam werden.
Jetzt bist du exakt bei meinem derzeitigen "Problem" .....
Ich habe 2 kleinere B&B gebucht als Zwischenübernachtung (ich mag die Dinger irgendwie seit langem.....) , aber jetzt werde ich vermutlich in eine der großen Hotel-(Ketten) wechseln für die 2 Nächte.
Das Problem ist gar nicht mal nur der reine Strombedarf für wenige Stunden , selbst wenn die Generatoren haben ist es mir wichtig, dass wir abends nach der Ankunft noch in Ruhe was essen oder trinken können. Normalerweise wären wir vermutlich ein kleines Stück gefahren wie immer und gut ist. Jetzt geht mein Interesse eher in Richtung einer großen Anlage, da gehe ich vorerst von Notstrom aus, so dass auch Küche/Restaurant/Bar dort aktiv bleiben und ich vor Ort alles habe und gar nicht mehr fahren muss abends.

Das ist doch grauenhaft für diese kleineren B&Bs in der Fläche, leider habe ich bei dieser Tour nicht wirklich die Zeit zur Verfügung, dass es mir egal wäre. Das sind beides Ankunftstage mit dem Flugzeug gegen Spät-Nachmittags. Die Übernachtungen sind das eine, das andere ist die umliegende Infrastruktur (Restaurants) . Ich kann ja kaum bereits von hier zusätzlich alle Restaurants überprüfen, ob die Notstrom haben bzw. geöffnet sind.
Gruß Burkhard
1'127 Beiträge · seit 202212. Dez. 2022 · #124
In dem von GinaCris verlinkten Artikel werden alle Gründe für und die wahre Tiefe der Versorgungkrise bestens analysiert und aufgelistet. Dieser und viele andere genauso gut geschriebenen haben aber einen gravierenden Mangel: Nämlich, dass nur die Angebots- bzw. Erzeugerseite beleuchtet wird, also nur die VERSORGUNG betrachtet wird. Es müsste aber ebenso die VERBRAUCHERseite betrachtet werden, denn da ist enorm viel Luft nach oben. RSA verharrt bei Energieeffizienz noch in der Steinzeit. Diese Verschwendung muss reduziert werden. RSA liegt beim Prokopfverbrauch für Strom mitten unter einigen 1. Welt-Staaten, etwa bei 55 bis 60 % der BRD, und das mit mindestens 50 % der Bevölkerung in totaler materieller und energetischer Armut. Das sollte zu denken geben, mit der Rohstoff-und Metallindustrie lässt sich das nicht erklären.
Es ist mE eine Illusion zu glauben, dass das Problem nur durch technische Maßnahmen bei der Erzeugung zu lösen ist, es muss auch der spezifische Verbrauch gesenkt werden und das ist eine nationale Aufgabe der Gesellschaft, vor allem des wohlhabenderen Teiles. Das geht, und wenn man ein paar Mal dort war und ein bisschen Hausverstand hat, kommt einem das Grausen, wie mit Strom umgegangen wird. Erneuerbaren zu produzieren und z. B. damit dann Warmwasser zu machen oder ACs rennen zu lassen (PS in Häusern, die oft nur bessere Gartenhütten sind) ist bitte was? Lässt sich seitenweise fortsetzten. Was zu machen wäre ist klar aber es passt nicht hier her.
PS während ich getippt habe, wurden ja schon einige Beispiele des für Einheimische und Touristen unverzichtbaren south african way of life genannt 😗

Bild1.jpg
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2022
109 Beiträge · seit 201612. Dez. 2022 · #125
GinaChris schrieb:
Somit meint Eskom, wenn viele selbst ihre Energie aus der Sonne gewinnen,
hat Eskom weniger Einnahmen, kann also seine Schulden noch weniger rückzahlen,
und 1000e Arbeitsplätze würden in der Kohleproduktion verloren gehen.

Und wenn wir uns fragen warum der Staat selbst wenig in diese Richtung tut...
Nun ja, die größte PV-Anlage hilft nicht über ein desolates Netz.

Gruß Gina
Danke Gina, Die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie sind ja noch lange sicher. SA braucht schliesslich enorme Mengen an ZUSÄTZLICHER Energie. Und da ist mein Punkt, dass diese durch PV-Anlagen generiert werden könnte. Aber die von dir genannten regulatorischen Hürden sind schon heftig. Und ich dachte immer Deutschland sei bürokratisch. In SA werden ja keine Steine, sondern Felsen in den Weg gelegt. Das Netz ist sicher ein Problem, aber je mehr denzentral generiert wird, desto weniger muss über die Netze laufen.
Gruß NASA
109 Beiträge · seit 201612. Dez. 2022 · #126
Burkhard schrieb:
NASA schrieb:Aber wie lange können sich die Guesthouses leisten "on the (shit) grid" zu bleiben. Das ist meine Überlegung. Sie haben zusätzlich zu Strom- die Generator- und Dieselkosten sowie mögliche Umsatzeinbußen, wenn jetzt mehr und mehr Touristen auf das Thema aufmerksam werden.
Jetzt bist du exakt bei meinem derzeitigen "Problem" .....
Ich habe 2 kleinere B&B gebucht als Zwischenübernachtung (ich mag die Dinger irgendwie seit langem.....) , aber jetzt werde ich vermutlich in eine der großen Hotel-(Ketten) wechseln für die 2 Nächte.
Ich war dieses Jahr in Botswana auch in drei kleineren Lodges, die komplett "off the grid" waren und nur Notstrom über Generator hatten. Ich habe einen Manager gefragt, wie oft die Generatoren denn laufen würden und er sagte: "die letzten drei Jahre gar nicht".
Gruß NASA
896 Beiträge · seit 201712. Dez. 2022 · #127
tacitus schrieb: RSA verharrt bei Energieeffizienz noch in der Steinzeit. Diese Verschwendung muss reduziert werden.
Von den uralten Kühl-/Gefrierkombinationen in den Sanparks-Camps konnten wir uns gerade wieder überzeugen. Die Gefrierschränke sind oft komplett vereist, an den Rückseiten der Kühlschränke ist Eis - die Dinger werden erst ausgetauscht, wenn sie total den Geist aufgeben. Ich frag mich auch jedesmal, warum beim Austausch nicht drauf geachtet wird, kleinere Kombinationen einzuführen. Wer braucht in einem Häuschen für 2 Personen einen Gefrierschrank mit 3-4 Schubladen ?
Liebe Grüße Makra
960 Beiträge · seit 201312. Dez. 2022 · #128
Burkhard schrieb:
Jetzt bist du exakt bei meinem derzeitigen "Problem" .....
Ich habe 2 kleinere B&B gebucht als Zwischenübernachtung , aber jetzt werde ich vermutlich in eine der großen Hotel-(Ketten) wechseln für die 2 Nächte.
Es ist mir wichtig, dass wir abends nach der Ankunft noch in Ruhe was essen oder trinken können.
Hallo Burkhard,
auch wir reisen in gut 2 Monaten in SA umher. Ich buche oft die kleinen B&B und werd auch dieses Mal gut 2 Wochen in familiär geführten Unterkünften verbringen.
Man kann doch auch unterwegs etwas früher als gewohnt sein "Dinner" einnehmen und ein Glas Rotwein oder was auch immer bei Kerzenschein hat doch nichts negatives.
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
486 Beiträge · seit 202012. Dez. 2022 · #129
Graskop schrieb:
Man kann doch auch unterwegs etwas früher als gewohnt sein "Dinner" einnehmen und ein Glas Rotwein oder was auch immer bei Kerzenschein hat doch nichts negatives.
völlig richtig, aber wenn ich lese, dass viele der Restaurants nur Küche bis 20:00 haben (schon klar, die sind eher flexibel....) ....
meine Flüge erst gegen 17:00 ankommen ....... + Mietwagen Übernahme .... + Fahrt zum B&B
und ich dann noch riskiere, suchen zu müssen, ob die Restaurants Notstrom haben oder nicht bzw. arbeiten können ..

dann wird das alles etwas viel (für mich), auf Kerzenschein lege ich auch keinen wirklichen Wert .......
dann gehe ich doch lieber in die "Kette" mit Restaurant Betrieb bis 22:00 Uhr ..... auch wenn die nur halb so "schön" sind ......

Wie gesagt, ich finde das schrecklich für die B&Bs und die tun mir echt leid, an sich habe ich die immer bevorzugt gesucht und gebucht. Jetzt muss ich leider denken wie ein bequemer Business-Kasper auf Dienstreise ..... zumindest für die beiden Flugtage.
Gruß Burkhard
1'115 Beiträge · seit 201013. Dez. 2022 · #130
Wir waren bis letzte Woche im KNP für 3 Wochen.
Stromausfälle gab es immer wieder, meist für wenige Minuten. Einzig in Pafuri (Generator musste runtergekühlt werden...) war es etwa 2 Std. Aber in den übrigen Camps (Satara, Skukuza, Sirheni, Shimuwini, Biyamiti) kaum merkbar - d.h. die Generatoren funktionieren....
Gruss Rajang
1'127 Beiträge · seit 202214. Dez. 2022 · #132
na dann:
GUTE NACHT, SÜDAFRIKA!
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2022
60 Beiträge · seit 202114. Dez. 2022 · #133
Ich befürchte da werden noch andere folgen, dass wird meiner Meinung die nächsten Jahr nur noch schlimmer machen. Aber es ist persönlich nachvollziehbar, andere hätten schon viel früher hingeworfen.
60 Beiträge · seit 202114. Dez. 2022 · #134
De Ruyter hat zugestimmt bis Ende März(1 Monat länger als die Kündigungsfrist) die Geschäfte weiter zuführen. Ein kurzfristiger Lichtblick.


eskom.png
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2022
409 Beiträge · seit 202214. Dez. 2022 · #136
GinaChris schrieb:Die nächste Hiobsbotschaft
https://m.youtube.com/watch?v=iJvl6-5eAZs&feature=youtu.be

Gruß Gina
Vermutlich wieder Brandstiftung.

Dafür pünktlicher Blackout in und um Kapstadt zum Beginn des Fußballspieles
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2022
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201615. Dez. 2022 · #137
lt Eskom seit heute Früh 05:00 bis Sonntag 05:00 Früh stage 4

Gruß Gina
134 Beiträge · seit 201816. Dez. 2022 · #138
Seit 9:00 Uhr wieder Stage 6. 😠


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