tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201118. Nov. 2019 · #22
@Picco, es gibt zwei Gates. Am ersten wird nur das Ticket und Permit angeschaut, kleine Bude direkt hinter dem Fähranleger, hier kann man nebenan auch Tickets kaufen, aber ein Ranger oder Mensch in Uniform (!) schaut ins Auto und wollte unsere Papiere sehen. Das eigentliche große Gate befindet sich 7 KM hinter Budongo. Da hast du recht.
freshy3'883 Beiträge · seit 201119. Nov. 2019 · #23
Hallo Biggi, leider komme ich im Moment nur dazu, den einen oder anderen RB im Forum zu überfliegen. Gestern warst du dran. Wie schön grün ihr es in Uganda hattet - beneidenswert. Die kleinen Korruptionsversuche bzw. Betrügereien sowie das Verkehrsknäuel kommen mir von unserer Sambiareise her sehr bekannt vor 😄 . Uganda werde ich nicht mehr besuchen können, wir sind für eine Gelbfieberimpfung zu alt.
take-off1'674 Beiträge · seit 201219. Nov. 2019 · #24
Hallo Biggi und Männe, auch wenn Uganda momentan überhaupt nicht auf meiner Agenda steht, bin ich sehr gespannt, was ihr dort erlebt hat. Und wer weiß ... vielleicht macht ihr mir damit Lust darauf.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201124. Nov. 2019 · #25
Auf nach Fort Portal ...oder eine Rallye im Schneckentempo durch Schlamm nach Fort Portal 🤩
10. Oktober 2019 Wir werden durch ein heftiges Gewitter geweckt. Es kracht und blitzt, der Regen prasselt lautstark auf unser Metalldach. Die ganze Welt scheint unterzugehen. Ein wenig beängstigend ist die Stimmung mitten im Wald. Strom gibt es derzeit keinen mehr. Irgendwo hat der Blitz eingeschlagen, sodass auch der Generator nicht funktioniert. Langsam stehlen wir uns aus dem warmen Bett, mit Hilfe unserer Taschenlampen können wir die persönlichen Dinge zusammenpacken, uns ankleiden und herrichten. Der Strom kommt dann doch irgendwann zurück und obwohl es draußen bereits taghell sein sollte, ist es bei uns noch dunkel. Ein Schirm ist nicht mehr gebrauchsfertig, das erleben wir oft auf den Lodges. Es stehen in jedem Zimmer Schirme, die alle verbogen sind! Auf dem Weg zum Restaurant nehmen wir unsere Trolleys mit, damit wir nicht noch einmal zur Cabin zurück müssen, deponieren sie im Auto und freuen uns jetzt auf ein schönes Frühstück. 🙂 Unsere Freude wird aber schnell gedrosselt, als wir hören, dass es weder schwarzen Tee, noch Bacon gibt - und irgendwie fällt dann das Frühstück doch spartanisch aus. 🤪 Aber es gibt Toast mit etwas Marmelade. Der ugandische Kaffee ist nicht nach meinem Geschmack, wir verhungern nicht. 😉 Neben dem Tisch hängen Bilder der nicht sichtbaren Schimpansen. Wenigstens sehen wir sie so.... und erfahren noch etwas über ihr Verhalten 🤢
Dann geht es ans Bezahlen, das dauert extrem lange, weil das WLAN nicht funktioniert und wir die Unterkunft, das Schimpansentrekking, Abendessen und Getränke nicht bar zahlen wollen. 2 Cola kosten hier 8000 UGX, das liegt weit über den sonst üblichen Preisen von 2000 UGX pro Getränk! Alles in Allem würde ich diese Lodge nicht weiterempfehlen. Die Preise sind für das, was geboten wird, nicht angemessen. Ich habe aus dem Reisebericht von Picco diese Lodge als Empfehlung übernommen, aber sie hat uns gar nicht überzeugt. In ein paar Tagen werden wir noch einmal so eine Enttäuschung erleben und erfahren später, dass diese Lodges zusammenhängen. Der Guide hätte außerdem wissen müssen, dass man am Nachmittag hier selten Schimpansen trifft. Die Tiere haben in ihrem Rhythmus eine Ruhepause. Der Guide führte uns 4 Stunden durch den Wald, obwohl die Chance sehr gering war, die Tiere aktiv zu sehen. Das hat er uns später erzählt. 😮 Eine deutlich bessere Chance besteht im Kibale Forest, auch am Nachmittag trifft man dort noch auf Schimpansen. Dass wir dann doch noch Budongo Chimpis treffen, in einer etwas künstlicheren Umgebung, ergibt sich später. 🤩
Endlich sind wir abreisebereit, als uns eine Angestellte fragt, in welche Richtung wir fahren. Ein weiterer Mann würde gerne mit uns fahren bis Masindi. Für uns ist das kein Problem, wir haben noch Platz im Auto. Von der Budongo Lodge bis Masindi gleicht die Piste einem schmalen Feldweg.
Die Chinesen haben dieses Stückchen noch nicht erobert. Bis zum Gate sind es 7 KM auf einer breiteren Piste, dann wird sie extrem schmal und der Regen hat alles aufgeweicht, zudem regnet es noch weiter. Wir rutschen so leicht über eine Matschpiste, bis nichts mehr geht. Vor uns ist ein Overlandertruck in den Graben gerutscht, auf der anderen Seite sitzen zwei LKWs fest. Ganz normal bei Regen in Afrika! Englische Gäste des Overlandertruck versuchen den Verkehr zu stauen, reden auch auf uns ein, stehen zu bleiben. Derweil winkt ein Einheimischer, dass wir versuchen sollen, zwischen den Fahrzeuge hindurch zu schliddern. Von einem Fahren kann man nicht mehr sprechen. Ich sehe uns schon abgerutscht dazwischen klemmen, aber Manfred gelingt es ohne Schramme durchzukommen. Puh, das war knapp!
Und es geht weiter auf rutschiger und matschiger Piste bis Masindi. Eigentlich sind es nur 25 Kilometer, aber wir benötigen fast 2 Stunden. Unser Fahrgast verlässt uns in Masindi, da er nach Kampala weiterreist. Nette Gespräche führten wir bis dahin mit ihm, leider habe ich seinen Namen vergessen. Endlich spüren wir einen festen Untergrund und befahren eine Teerstraße. Es ist so entspannend. 😁 Noch ehe ich diesen Gedanken ausgesprochen habe, befinden wir uns erneut auf einer anderen Piste. Bis Hoima sind es ca. 60KM durch Zuckerrohrfelder, kleine Dörfer und über Felder. Es regnet immer noch und der Verkehr rutscht lustig von links nach rechts und zurück. Dann blockieren wieder zwei LKWs die Piste. Sie hängen fest.
Wir haben zum Glück viel Abstand zu den Fahrzeugen vor uns und sind noch in der Lage zu drehen, denn neben uns befindet sich eine Einfahrt. Ein Motorradfahrer hält an und erklärt uns eine Umfahrung durch Zuckerrohrfelder. Er ist so nett, fährt vorne weg und zeigt uns den weiteren Weg. Dann kehrt er um.
Kurze Pause! Irgendwie erreichen wir Hoima. 30 KM vor der Stadt beginnt sogar eine Teerstraße, die fast bis Fort Portal durchgeht. In Hoima gönnen wir unserem Auto eine Pause an der Tankstelle, im Supermarkt füllen wir unsere Kühlbox mit Joghurt und anderen Leckereien. Die Supermärkte außerhalb Kampalas sind klein, bieten nur wenige Lebensmittel, aber diverse Haushaltsartikel von Töpfen bis Kocher. Viele kleine Läden ergeben aber auch ein Angebot.
Diese Bilder sind zwischen Hoima und Fort Portal aufgenommen, alles Bilder aus dem Auto heraus. Die Menschen haben kein großes Einkommen und alles was sie zum Leben benötigen, wird in verschiedenen Läden oder auf Märkten angeboten. Die großen Supermarktketten, wie Checkers oder Shoperite sind aus Kampala noch nicht herausgezogen. Jedenfalls finden wir nur kleine Läden.
Die Fahrt bis Fort Portal ist nun deutlich entspannter. Es sind aber noch 195 KM bis zur Stadt und weitere 16 KM bis zu unserer Farm, auf der wir übernachten werden.
Es gibt immer mal wieder Bauabschnitte, aber insgesamt kommen wir nun schnell voran. Zwischendurch glaubte ich schon, dass wir Fort Portal mitten in der Nacht erreichen, wenn es auf Schlammpisten weiter gegangen wäre. Der Regen lässt kurzzeitig mal etwas nach...
Die Fahrt bis Fort Portal ist nun deutlich entspannter und wir passieren hübsche Dörfer uns schöne Landschaften.
Umschlagplatz an der Straße
Es gibt immer mal wieder kleine schlechte Wegabschnitte, aber insgesamt kann man sie gefahrlos befahren und vor allem, es ist nicht mehr so matschig und rutschig.
Andere haben es deutlich schwerer als wir!
Tolle Ausblicke von der Straße, da vergisst man schnell die Strapazen! 😘 Der Regen hat seine Türen kurz vor Fort Portal geschlossen und wir erblicken im schönsten Sonnenlicht die herrlich tiefgrünen Teeplantagen.
Die kleine Stadt gefällt uns sofort. Irgendwie strahlt sie eine Gemütlichkeit aus, auch wenn der Verkehr schnell durchfließt. Menschen schieben ihre Fahrräder beladen mit Bananenstauden umher, vor der Mall findet heute ein Markt statt. Die Matatus fahren langsam und nicht so hektisch, wild hupend wie in Kampala. An einer schönen Moschee fahren wir vorbei, über einen Fluss und aus der Stadt.
Zwei Bettler am Straßenrand fallen auf. Das erste Mal, dass wir so etwas sehen. 😵 Jetzt fahren wir wieder auf sandiger Schlaglochpiste aus der Stadt. Rechts, auf einem Hügel thront der Palast des Toro Königs.
Wir folgen der Straße nach Süden und biegen bald in einen kleinen Weg ab, um zu Kluges Gästefarm zu gelangen.
Der Blick aus dem Auto, bei blauem Himmel, ein Traum! Oh, wie schön ist es in Uganda! Der Weg wird immer enger und ist eigentlich nur noch für Motorräder geeignet.
Wir erreichen die Gästefarm und sind sogleich von dem gepflegten Garten und der hübschen Anlage begeistert. Am Welcome Center wartet ein Erfrischungsdrink und weiße Tücher. Mehrere Leute tragen unsere Koffer zum unserem Bungi Nr. 8.
Hier gefällt es uns, direkt im Garten, mit Vögeln und Kühen vor der Tür, umgeben von Bananenplantagen und einem Stück Regenwald. Wir entspannen, was für eine Fahrt heute. Im Murchinson Park dachten wir noch, dass die Wege schlecht sind, aber heute haben wir das wahre Afrika kennengelernt. Doch all diese Erlebnisse sind in dieser prachtvollen Umgebung schnell vergessen. Einzig unser Auto zeugt noch von der Matschpiste. Es sieht unglaublich braun statt grau aus und verliert nach und nach Matschbröckchen, die wie Kuhkacke unterm Auto aussehen. Geduscht und nach einem Cappuccino – es gibt hier 24 Stunden lang Strom aus der Steckdose!!! – sind wir hungrig und laufen zum Restaurant. Dort wartet bereits Mariam, die Eigentümerin auf uns. Ein paar ermunternde Worte und dann starten wir mit einem sehr leckeren Büffet. Hier gibt es doch afrikanisches Essen, wie im Süden! Stefan Kluge, der Eigentümer, begrüßt uns auch bald. Das Restaurant füllt sich. Eine Familie aus den Niederlanden, die im Kongo als Ärzte arbeiten und mit zwei kleinen Kindern reisen, das dritte Kind lässt noch wenige Monate auf sich warten 🤩 , eine Chamäleon Reisegruppe und von World Insight treffen hier aufeinander. Erlebnisse werden ausgetauscht, man lernt sich kennen. Wir sind irgendwann müde und schlendern zum Bungalow zurück und fallen erschöpft um. Schließlich sind wir heute 7,5 Stunden über Schlammpisten und nasse Teerstraßen gefahren.
Morgen wird ein ganz besonderer Tag für mich, wir besuchen das Toro Babies Home! 😛 🙁 Biggi
picco6'369 Beiträge · seit 201124. Nov. 2019 · #26
Hoi Biggi
Schade dass Ihr die Budongo Eco Lodge so negativ erlebt hat, ich bin echt etwas erstaunt! Von den nicht vorhandenen Schimpansen mal ganz abgesehen...wir hatten beid eMale nach relativ kurzer Zeit Chimps gefunden! Aber so ist es halt mit der Natur: Garantie hat man keine! Wobei ich Deiner Beschreibung nach das Problem eher beim Guide sehe, da es ja eine Chimpgruppe in der Nähe gehabt hätte... Dafür hattet Ihr Glück bei der Fahrt, denn bei uns (2013) war noch viel weniger Teer zwischen der Budongo Eco Lodge und Fprt Portal! OK, wohl auch etwas weniger Regen... Bin Gespannt wies weitergeht!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Nov. 2019 · #27
Besuch des Toro Babies Home
Dieser Teil des Berichtes richtet sich an alle Interessenten und die, die es werden wollen und/oder eine Möglichkeit suchen, sich sozial zu engagieren oder Spendengelder gut angelegt zu wissen!!!
Wir haben herrlich geschlafen. Von einem Vogelgezwitscher und heftigem Regen werden wir geweckt. Zum Restaurant laufe ich in Gummistiefeln, die kommen hier häufig zum Einsatz. Es soll innerhalb kürzester Zeit 23L/mm² Wasser gefallen sein. Langsam klart es aber auf und der Regen lässt nach. Hier sind die Regenschirme in einem guten Zustand und können gebraucht werden! Das Frühstücksbüffet lässt keine Wünsche offen, Eier, je nach Wahl mit und ohne Bacon usw. leckere selbstgebackene Brötchen und überhaupt – das ist nicht typisch Uganda. Wir schlemmen! Danach gibt es noch einen Smalltalk mit Teilnehmern der Chamäleongruppe über einige ethnische Gruppen in Uganda, die Armut dieser Menschen und das Verhalten des Guides in dem Dorf. Heute wollen wir unsere Spenden ins Toro Babies Home bringen und müssen die 14 Kilometer bis Fort Portal zurückfahren. Durch den morgendlichen Regen sind die Pisten wieder aufgeweicht. Stefan rät von der gestrigen Zufahrt ab, wir fahren direkt zur Nord-Süd-Straße. Diese Strecke erweist sich aber auch als nichtbefahrbar. Wir rutschen die Hügel hinunter und versuchen wieder die kleinen Berge hinauf zu gelangen. Ein Rutschen und ein Geeiere, wie auf frischem Eis. Sitzt man hier aber erst einmal fest, kommt man ohne fremde Hilfe nicht aus den Gräben. Wir erreichen, von Angstschweiß gezeichnet, die feste Straße nach Fort Portal. Diese Straße befindet sich gerade im Bau, hat aber trotz des Sandes, keinen weichen Matsch.
Eindrücke aus dem Toro Babies Home
Tiefberührt hat uns der Besuch im Toro Babies Home. An einem sonnigen Morgen, nach den üblichen nächtlichen Regenschauern im Oktober, haben wir uns mit zwei großen Taschen, gefüllt mit Babykleidung, Schuhen und Spielsachen, aufgemacht.
Fotos zu den Mitbringseln siehe Seite 1 Gegen 9.30 Uhr erreichten wir das Tor zum Babies Home. Es kam auch gleich eine Hilfe, die uns die schweren und sperrigen Taschen abnahm. Von Joan wurden wir sehr freundlich begrüßt.
Auf dem Weg zum Büro wurde ich bereits von süßen Mädchen begrüßt, an die Hand genommen und ehe ich mich versah, hatte ich auf jedem Arm ein kleines Kind. Von nun an war das Fotografieren nicht mehr richtig möglich, denn permanent hatte ich ein Fingerchen oder kleine Händchen im Wege.! 🤪 🤪 Gemeinsam mit Joan schauten wir uns den Inhalt der Taschen an.
Ich habe viel Kleidung, Schuhe und Stofftiere gesammelt, Marina (butterblume in afrika) gab uns ebenfalls noch eine Tasche mit Decken, Kleidung und Spielzeug mit. Die Mädchen entdeckten Teddys zum Schmusen, die sie sogleich unter ihre Ärmchen klemmten. Joan führte uns nun von Haus zu Haus.
So viele süße Kinder warteten auf uns. Andrew wollte auf den Arm, Lilian musste auch gedrückt und getragen werden. Im Bettchen lag auch noch Nyangoma und wartete darauf, auf den Arm genommen zu werden. Oh, hätte ich doch nur 10 Arme, auch die hätten nicht gereicht!
Wir gingen von Haus zu Haus, begrüßten die spanischen Volontäre und alle Kinder. Später kam Matron Betty hinzu und begrüßte uns ebenfalls.
(Betty mit den Kindern) Plötzlich drücke mir eine Betreuerin Lukas in den Arm. Ich sollte ihn umziehen. Er schrie erbärmlich und ließ sich nur auf meinem Arm beruhigen. Von dem Zeitpunkt an konnte ich ihn nicht mehr ablegen.
Lukas vor dem Umziehen 🙁 Oh, er ist so zuckersüß!!! 😘 😘 Lukas wurde ausgesetzt. Offensichtlich hat er große Verlustängste und klammert sich an jede Person. Im Laufe des Vormittags schlief er auf meinem Bauch ein, wurde aber immer wieder wach, wenn ich versuchte ihn in Bettchen zu legen.
Ein 5 Tage altes Mädchen (Leah) wurde gewickelt, die ganz Kleinen erhielten ihre Fläschchen, die Volontäre spielten liebevoll mit den etwas älteren Kindern und wir schaukelten Lukas oder Lilian auf unseren Armen. Paul lag in einer Babywiege neben uns und immer wieder kam ein Kindchen zum Schmusen.
Andrew untersuchte mit seinen zarten Fingern den weißen Bart von Manfred. Ganz neugierig und zart musste er ihn befühlen. Dann kam wieder der große Regen und schnell musste die Wäsche eingesammelt werden. Einige Muttis waren sehr intensiv mit dem Waschen der Kleidung beschäftigt. Die Wäsche wurde dann übereinander auf die Metallleinen der Vorbauten der Häuser gehängt. Hier benötigt die Wäsche lange um zu trocknen. Gerade in der Regenzeit trocknen die Wäschestücke kaum, ein Grund, weshalb immer wieder Kleidung benötigt wird. Von den Volontären erfuhren wir, dass nicht ausreichend Windeln vorhanden sind. Es fehlt eben an Geld. Einige Kinder laufen ohne Höschen. Wir hatten zum Glück in unserem Gepäck einige Gummihöschen dabei. Später kauften wir im Andrews Supermarkt in Fort Portal noch Windeln.
Ebenso erfuhren wir, dass die Kinder nur Milch zum Trinken bekommen. Die Volontäre bringen sich Säfte und Wasser mit, so lernen die Kinder auch andere Produkte kennen, lecken an den leeren Flaschen und saugen die letzten Tropfen daraus. All diese Säfte sind sehr teuer und aus dem Budget nicht finanzierbar. Trinkwasser halten wir aber für notwendig und als gute Ergänzung zur Milch. Deshalb besorgten wir noch Kanister zu je 5 Liter Wasser und Mangosaft. Es ist sicherlich nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“, aber jedenfalls genießen die Kinder auch Mal etwas anderes. Der Vormittag mit den Kleinen war sehr bewegend, da die Kinder vorbehaltlos auf uns zu kamen und immer wieder den direkten und engen Körperkontakt suchten.
Rachel, die seit dem Morgen in ihrem behindertengerechten Stuhl saß, strahlte jedes Mal, wenn sie von uns angesprochen oder gestreichelt wurde. Es ist eine Freude zu sehen, mit welchen einfachen „Mitteln“ man diese Kinder zum Strahlen bringen kann. Gegen 13. 30 Uhr kamen die älteren Kinder aus der Nursery School, auch ihre Freude über unseren Besuch war nicht zu übersehen.
Die Kinder klatschten die Hände ab oder gaben „high five“. Betty empfing die Kinder vor ihrem Büro, wie eine Mutti.
Während des Mittagessens fuhren wir zum Einkaufen. Windeln, Babymilchpulver und Wasser konnten wir noch besorgen.
Als wir nach dem Einkauf zurückkamen, sollten die Kinder zum Mittagsschlaf gelegt werden. Sie waren natürlich durch unseren Besuch aufgeregt und wollten uns noch sehen. Wir gingen durch alle Häuser.
Hier sollten die Kinder schlafen! Ein kleines Mädchen weinte bitterlich, versteckte sich unter der Decke und ich konnte sie kaum beruhigen. Joan erklärte, dass sie sich aus unseren Kleidungsspenden ein paar rosa Crocs ausgesucht hatte. Sie passten ihr perfekt. Die Mutti zog die Schuhe zum Schlafen aus und stellte sie unter das Bett, aber Grace (ich glaube so hieß sie) hatte Angst, dass wir die Schuhe wieder mitnehmen, also zog sie die Schuhe wieder an schlief mit ihnen. Jetzt war sie ganz ruhig.
(Handyaufnahme) Unsere Einkäufe verteilten Betty und Joan auf die einzelnen Häuser, ein Teil davon wurde weggeschlossen.
Bei mir löste das Gedanken aus, dass die Kinder unseren Saft oder das Wasser doch nicht erhalten. Betty versicherte jedoch, dass die Kinder auch nach dem Mittagsschlaf mit Wasser und Obst versorgt werden. Wir nehmen es mal so an. Alle Kinder sahen gesund und gut genährt aus. Die Volontäre leisten einen sehr guten Beitrag zur Entwicklung der Kinder und zur Unterstützung der Mütter, auch wenn sie uns auf einige Missstände (aus ihrer Sicht) aufmerksam machten.
Ein Problem war tatsächlich, dass sie uns sagten, dass die Kinder nur mit Milch ernährt werden und kein Wasser erhalten. Außerdem kaufen sie viele Windeln von ihrem Geld. Im Rahmen einer weiteren Spendenaktion wäre es möglich einen Wasserspender anzuschaffen. Die Volontäre verließen über die Mittagszeit das Toro Babies Home und wir hatten keine Gelegenheit mehr zu einem Austausch. Diesen hätte ich mir sehr gewünscht.
Die Kinder laufen immer barfuß und spielen auf dem Betonboden Die Kinder sind so liebesbedürftig .. 😊 Die Zimmerwände sind bunt dekoriert mit Fotos der Kinder 😛 Andrew, so anhänglich und neugierig. Betty war sehr in ihre Arbeit hinter dem Schreibtisch vertieft, als wir uns verabschiedeten. Für uns war es eine völlig neue Erfahrung, all diese Kinder zu erleben und wir werden bestimmt wiederkommen.
Wir wissen, dass es den Kindern hier gut geht, sie sehen alle gesund aus, dennoch fällt es schwer die Kinder dort zurück zu lassen. Mit unseren europäischen Maßstäben dürfen wir nichts vergleichen. In Uganda laufen viele Kinder ohne Schuhe, in ihrer Kultur wird mit den Fingern gegessen, Windeln sind Luxus. All diese Dinge sind in Deutschland unvorstellbar. Viele dieser Kinder werden in den nächsten Jahren in ihre Großfamilien zurückgehen und wenn sie jetzt schon ein "besseres" Leben führen, wird der Übergang in die Familie schwer sein. Viele Kinder haben aber auch keine Familien und werden, wenn sie Glück haben, adoptiert und die anderen ..? b]Leider lassen sich die Handyfotos nicht drehen und liegen alle auf der Seite!
Dafür werden Spenden benötigt! Die Adresse findet ihr auf der Homepage von Marina (butterblume-in-afrika.de) (Entschuldigung, aber ich muss einfach mal Werbung für das Babies Home machen!) Mich hat dieser Tag unglaublich bewegt. Mit Tränen bin ich weggefahren und wäre am nächsten Tag gleich wieder zurück gekommen und das werde ich bestimmt im nächsten Jahr.
Biggi
Was wir noch auf Kluges Gästefarm erleben... demnächst.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201127. Nov. 2019 · #28
Zur Vogelbestimmung eignet sich folgende Seite: http://www.avitopia.net/index.php?main_page=product_info&products_id=834 - hier kann man auf 1000 Seiten die unten gezeigten Vögel finden (leider fehlt mir im Moment die Zeit dafür 😠 🙁 )
Kluges Guestfarm in Fort Portal
Der Rückweg von Fort Portal erweist sich noch einmal als Herausforderung 😈 Als wir am Nachmittag, trotz dieser unbefahrbaren Strecke, die Lodge/Farm erreicht haben, fühlen wir uns wieder sicher. Ein weiterer Gast kam uns entgegen gerutscht und warnte davor zur Lodge weiter zu fahren, die Wege sind nur rutschig. Wir haben keine Wahl, wir müssen und wollen zur Farm zurück. Alles geht schließlich gut und wir sitzen später mit einem Cappuccino in der Hand auf unserer Veranda und erfreuen uns an den Vögeln und der tollen Gartenanlage.
In der Ferne ziehen schon wieder Gewitterwolken auf, aber wir bleiben tatsächlich verschont.
Es sieht im Sonnenlicht auch wiederum schön aus. 🤪
Von den Bäumen tropft es ein bisschen, aber ein paar Vögelchen erscheinen trotzdem, wenn auch sehr scheu. 🤩
müsste ein Weißkehlspint sein ?
Nektarvogel
Hier ist ganz schön was los! 😄
Und die Milch läuft auch vor der Haustür vorbei! 🤩
Später wandere ich noch in den Regenwald, auf der Suche nach den White-Tail-Colobussen. Begleitet werde ich durch einen Schäferhund der Lodge, er passt gut auf mich auf.
In diesem kleinen Stück Regenwald kann man sich tatsächlich verlaufen. Es riecht so herrlich frisch, feucht und muffig. Ziemlich weit unterhalb der Lodge befindet sich ein Papyrusfeld.
Im Wald ist es feucht, aber wunderschön.
Immer in Begleitung des Hundes laufe ich in verschiedene Richtungen, irgendwie finde ich aus diesem Labyrinth wieder hinaus und sehe tatsächlich die Colobusse hoch über mir in den Bäumen.
Auch werde neugierig beäugt 😮
Dann überlegt er sich zu flüchten
.. und schon fliegen sie durch die Luft...
... und spielen verstecken mit mir. Durch die Bananenplantage führt mich der Weg zurück, am Restaurant vorbei...
(Das war beim Frühstück im Restaurant) ... und unter einem blühenden Cashewtree entlang.
Im Hintergrund befinden sich die Rowenzori Mountains. Als ich zu unserem Bungi zurückkehre, tanzen auch dort in den Bäumen die Affen umher. Auf dieser Gästefarm kann man viele Tage verweilen und für uns steht schon jetzt fest, hierher kommen wir wieder.
Heute sind keine Reisegruppen angekommen, nur die niederländische Familie ist noch da. Zum Abendessen setzt sich Stefan zu uns. Wir reden lange und trinken einen Wein und Amarula. Wir haben gemeinsame Freunde und es gibt viel zu erzählen. Ein sehr langer und netter Abend!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201128. Nov. 2019 · #29
Von Fort Portal zum Queen Elizabeth National Park
Wir müssen uns heute verabschieden. Ich bin traurig, nicht nur wegen des netten Ortes hier, auch wegen der Kinder. Immer wieder geht mir durch den Kopf, was geändert werden muss. Das Erlebnis im Toro Babies Home war sehr einschneidend und hat mich sehr berührt. Ich muss dorthin noch einmal zurück – irgendwann. 😊 😉 Wir verlassen die Farm über die dritte mögliche Zufahrt.
Die Wege sind immer noch aufgeweicht, auch wenn es nicht mehr so stark regnet. Stefan hat uns eine weitere Piste empfohlen, sollten wir stecken bleiben, rettet er uns. Am Sportplatz im Dorf zweigen wir nach Norden ab. Der Weg führt steil zu einer Brücke über einen kleinen Bach und dann wieder steil bergauf in eine Bananenplantage.
Ein Motorradfahrer kommt uns entgegen, steigt vom Rad und winkt, wir sollen nicht weiterfahren, es sei zu gefährlich, meint er. Wir fahren aber weiter und erreichen, ohne Zwischenfälle, die Hauptstraße nach Fort Portal. Diese Strecke war bestimmt die einfachste der drei.
Wir sind direkt an diesem Schild herausgekommen. 😮 In Fort Portal wollte ich noch einmal zum Bananensammelplatz, um ein paar Fotos zu machen. Leider nimmt der Regen wieder zu und alles wird nass. Aber das ist eben Uganda zur Regenzeit!
Hauptstraße nach Fort Portal
Hier lädt jeder Kleinbauer seine Ernte ab, die ganzen Stauden werden auf LKWs verladen und abtransportiert. Manche Bauern legen sehr lange Wege zurück, mit dem Fahrrad oder Motorrad 🤩
Dann haben sie natürlich auch Hunger.
Das ist Schwerstarbeit bei Regen!
Wir folgen der Straße nach Süden, sehen hier und da noch ein paar Marktstände und erreichen über Kasese die Simba Safari Lodge.
Sie liegt außerhalb des Queen Elizabeth NP. Die Entfernung von Fort Portal war nicht allzu weit. Es regnet noch bis 16.00 Uhr. Uns wird auf der Lodge ein Zimmer zugewiesen, sehr einfach und sehr abgewohnt. 😈 🙁 Hier fühlen wir uns gar nicht wohl. Schon an der Rezeption wird unser Blick durch Müllberge (Holzreste, Bauschutt, Metallreste etc.) beeinträchtigt. Die Männer am Empfang sind zwar freundlich, aber irgendwie ist es nicht so nett hier. Obwohl ich zwei Nächte gebucht hatte, haben wir gleich verlauten lassen, dass wir nur eine Nacht bleiben können. Es wurde akzeptiert, wie müssen keine Stornogebühren zahlen. Weil es mir nicht so gefiel, habe ich nur ein paar Aufnahmen mit dem Handy gemacht...
Der Hintergrund ist überbelichtet, dort liegt der Müll - macht also nichts!
Der Kampf mit einem Schirm 😈
Insgesamt nicht sehr wohnlich... aber für eine Nacht ausreichend. In unserem Zimmer gibt es ein kleines Handwaschbecken und eine sehr wackelige Ablage, die Toilettenspülung hinterlässt ein so lautes Brummen, dass man nachts das gesamte Camp geweckt hätte. Von den Sesseln blättert der Lack und die Wolldecken im Bett sehen aus als hätten schon einige Gäste vor uns hier genächtigt. Die Laken sind aber sauber. Der Moskitovorhang hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Heute gibt es hier noch Strom. Nach einer Lunchpause wollen wir eine andere Unterkunft suchen. Gegen 16.00 Uhr sind wir zur, nur einen Kilometer entfernten Marafiki Lodge gefahren. Die Aussicht von hier oben auf den Lake George ist schon eine Übernachtung wert. Es gibt hier sogar ein freies Zelt. Wir sollen aber 220 €/pro Nacht zahlen – puh, das ist ganz schön teuer! Laut booking.com kostet eine Nacht im Schlafsaal aber 130 €. Ich frage danach, es gibt nur Cabins oder die Zelte, jeweils mit festem Mauerwerk für max. 4 Personen. Das Personal empfiehlt mir, über booking.com zu reservieren und am nächsten Tag zu erscheinen. Es funktionierte so wunderbar, die Unterkunft ist einfach klasse! (Fotos im nächsten Abschnitt!)
Aber zurück zum Simba Safari Camp. Hier erfahren wir, dass es zur selben Company gehört wie die Budongo Eco Lodge. Beide Lodges sind die, die uns gar nicht gefallen haben. Die Budongo Eco Lodge ist überteuert, das Simba Safari Camp dagegen sehr günstig. (80 US$/N). Auf beiden Lodges waren wir die einzigen Gäste. Das verstehen wir nun. 🤢 Die Touroperator bieten ihren Gästen im Allgemeinen bessere Unterkünfte. Nachdem wir die Marafiki Lodge gesehen haben, geht es uns gut, wir freuen uns auf den nächsten Tag. Heute überqueren wir noch den Äquator und schauen uns die Buffalo Lodge an. Hier sitzen wir sehr nett, auf einer Terrasse
und blicken auf ein entferntes Wasserloch (es befindet sich in der Mitte der Grünfläche), zu dem gerade ein Elefant trottet. Es regnet nicht mehr! 🤩
(Suchbild: Es schauen nur die Eliohren aus dem Grün!) 🤩 Auch diese Lodge ist sehr zu empfehlen! Sie ist allerdings gerade ausgebucht. Der Weg zurück führt uns über die Brücke des Kazinga Channels.
(Ich durfte fotogrfieren! 😉 )
Auf dem Weg zur Simba Safari Lodge queren wir erneut am Äquator. Aufgrund von Bauarbeiten ist das ursprüngliche Denkmal gegen ein Pappschild getauscht.
Zum Abendessen erreichen wir das Simba Safari Camp wieder. Leider ist das Essen hier auch das Essen, was am schlechtesten auf der ganzen Reise ist. Als Vorspeise gibt es eine Kürbissuppe, die wie aus der Tüte angerührt schmeckt und mit Wasser verdünnt wurde. Die folgenden Spaghetti mit einer Soße aus Tomatenmark sind so versalzen, dass man sie nicht essen kann. Dieses Essen ist zwar sehr preisgünstig, aber dafür schmeckt es gar nicht.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201129. Nov. 2019 · #30
Teil I
Crater Drive
Es gab in der Nacht wieder ein Gewitter und somit haben wir heute Morgen auch keinen Strom! Meine Haare kann ich nicht fönen oder curlen und sehe wieder einmal wie ein flusiger Wischmopp aus. Aber hier ist das egal! Das Frühstück ist ganz gut, es gibt reichlich frisches Obst, frischgepressten Mangosaft, Toast und Marmelade und Pancakes.
Beim Bezahlen bin ich unsicher, ob ich für die doppeltgebuchte Nacht auch zahlen muss, aber es wird tatsächlich nur eine Nacht berechnet. Wir sind sehr dankbar, schließlich ist es meine Fehlbuchung! Heute werden wir zuerst zum Crater Drive Information Point fahren. Dort haben wir uns gestern Abend bereits erkundigt, ob man das Permit für den Queen Elizabeth NP auch hier erhält. Leider nehmen die Damen nur Bares oder, obwohl eine große Werbung für Kreditkartenzahlung angeschlagen ist, zahlt man 15 US$ Gebühren. Das haben wir nur hier erlebt. In Uganda werden manchmal Gebühren von 3% bei KK Zahlung berechnet. An Tankstellen oder in anderen Unterkünften fallen oftmals keine Gebühren an. Ich besorge ein Permit für zwei Tage und zahle bar in US$, für das Auto fallen 30.000 UGX an.
Die blaue Linie zeigt die Krater-Route, eine Karte vor der Einfahrt. Hier soll auch schon Prince Charles (oder war es William?) langgefahren sein.
Die Crater Lake Road ist landschaftlich sehr schön und für Elefantenliebhaber ein Muss. Viele Elefantenherden halten sich hier auf. Man fährt von Krater zu Krater, immer auf dem Rand entlang und genießt herrliche Ausblicke. Übrigens: Es regnet nicht – juchhu!!!
Blick vom ersten View Point zum Lake George
Lieder sind auch die Tsetse-Fliegen schon wach und beißen ordentlich zu, wenn ich nur das Fenster öffne oder in Grasnähe aussteige. Die View Points waren aber zum Glück Tsetsefliegen frei. 😄 Wir haben ein Dach zum Öffnen, witzigerweise scheinen die Viecher, die Höhe nicht zu mögen. Dort verfliegt sich nur einmal eine der bösen Biester. Meine Knöchel sind allerdings bald sehr zerstochen. Manfred bleibt immer verschont! Warum greifen die Biester nur mich immer an?
Im Informationcenter erwerben wir eine gute Karte.
So fahren wir von Kraterrand zu Kraterrand, manchmal sind die Krater mit Wasser gefüllt.
sphinx1'624 Beiträge · seit 201529. Nov. 2019 · #31
Hallo Biggi Auch ich lese sehr gerne mit. Vielen Dank für Deine Zeit diesen Bericht zu schreiben. Ich genieße es mich durch Uganda schaukeln zu lassen-ohne dabei nass zu werden. Herzliche Grüße Elisabeth
picco6'369 Beiträge · seit 201130. Nov. 2019 · #32
Hoi Biggi
tiggi schrieb:Manfred bleibt immer verschont! Warum greifen die Biester nur mich immer an?
Scheinbar ist er weniger appetitlich als Du... 😄 😄 😄 Wir haben das genau umgekehrt erlebt, bei uns wurden meist die Männer mehr gebissen als die Frauen und die Dunkelhäutigen mehr als die Hellhäutigen! OK, Marina war die Ausname... Aber die Biester sind wirklich eklig...ich erinnere mich daran wie wir im Ruaha bei zwei Löwen standen...bei rund 40°C in der dicken Jacke, die ich zuhause fürs Cabriofahren bis etwa 0°C anziehe... 🤩 Lieber schwitzen wie in der Sauna als die Tsetses füttern... 😄
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201101. Dez. 2019 · #33
Teil II
Kazinga Channel Boattrip Vom Crater Drive gelangt man zum Gate ..., davor warten die Wasserböcke
Die Crater Lake Rundtour endet am Main Gate zum Queen Elizabeth NP.
Hier wird unser Permit erneut kontrolliert, das Autokennzeichen notiert und wir dürfen in den Park. Unser Ziel ist die Mweya Lodge.
Hier starten die Kazinga Bootstouren. Die Lodge liegt ausgesprochen schön auf einem Berg. Für 32 US$ /pP buchen wir die zweistündige Boosttour. Sie startet um 14.00 Uhr. Eine Lunchpause ist gerade recht und wir setzen uns erst einmal ins Restaurant.
Vögel unterhalten uns auch noch...
... und verkürzen die Wartezeit.
Der Ausblick bis in den Kongo ist bei dem Wetter traumhaft. Unter uns grunzen die Hippos.
Wir bestellen einen echten ugandischen Cappuccino. Er wird sogar geliefert. Meistens hören wir nach ein paar Minuten, dass die Maschine heute „out of order“ ist, hier nicht. Dazu bestellen wir einen leckeren Schokocake, hmmm! (Für alles zahlen wir 56.000 UGX) 😘 😉
Die Lodge besitzt sogar einen Souvenirshop, aber Postkarten gibt es keine. Zum Lodgegelände gehört auch eine Tankstelle. Wir brauchen heute keine, aber vielleicht andere Gäste.
Die Jetty mit den Booten befindet sich unter uns, ein kurzer Fußmarsch, aber eine längere Tour nit dem Auto. 🤪 Kurz vor 14.00 Uhr finden wir uns an der Jetty ein. Ein schweizer Pärchen wartet bereits, dann dürfen auch wir schnell aufs Boot und bis 14.00 Uhr füllt es sich mit Australiern und einem niederländischen Pärchen. Es geht los, ...
Schwimmwesten ? 🙄 🤩 ... zuerst in den Kanal hinein zu einer großen Kingfisher Kolonie, weitere Vögel sind zu sehen:
Er wartet noch am Anleger
Störche und Ibisse scheinen hier gutes Futter zu finden.
Sandpiper
dann wendet der Fahrer und wir fahren in Richtung Lake Edward, noch einmal der Blick zur Lodge
Krokodile, viele Büffel, Kobs, Hippos und Topis (Leierantilopen) sowie Pelikane, Skimmer uvm. sehen wir.
Malachit
auch die Monitore sind reichlich und scheinen kaum Feinde zu haben
den Malachit sieht man auch häufiger, manchmal sogar zu zweit
Der Webervogel baut ganz eifrig sein Nest.
Andere Tiere liegen dann doch lieber faul auf dem Gras! Es ist eine sehr schöne Tour, die man nicht verpassen sollte. Während der Tour werden wieder Wasserflaschen und Snacks, Frühlingsrollen und Kekse gereicht. Wir passieren ein typisches Fischerdorf, bevor der Kazinga Channel in den Lake Edward mündet und wir umdrehen müssen.
Manch einer staunt über die Touristen 🤪
An der Mündung des natürlichen Kanals in den Lake Edwert soll es besonders gute Nahrung für die Vögel geben. Das wissen natürlich auch die Fischer des Dorfes. Dieses Dorf liegt im Queen Elizabeth NP.
zwischen diesem dichten Wald leben viele Elefanten
Der Himmel zieht sich zu und ein paar wenige Tropfen fallen, so wenige sind für uns schon gar nicht mehr erwähnenswert. Den Rückweg fahren wir durch diesen Südteil des Parks und müssen oft stehen bleiben, weil Elefanten den Weg versperren. An einem kleinen Dorf erreichen wir die Transitstrecke. Sie ist gerade fertiggestellt und eine sehr gute Teerdecke erwartet uns. Die in allen Teilen Ugandas verbreiteten Speedbumps werden noch in Handarbeit gesetzt.
Elefanten haben wie immer Vorfahrt 🤩
Fortsetzung folgt - ...Marafiki Lodge - ein Traum in Uganda!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201107. Dez. 2019 · #34
Marafiki Lodge
Nun erreichen wir die Marafiki Lodge über einen Feldweg, von dem sich kaum jemand vostellen kann, dass er zu einer Lodge führt. 🙂
Der Eingang sieht er schlicht aus.
Restaurant mit Blick auf den See. Feuchte Tücher und der obligatorische Erfrischungsdrink warten auf uns, danach bringt uns ein Angestellter zu unserem Zelt. Wir müssen auf einen Hügel gehen. Manfred schnauft! 🤩 🤩 Mir verschlägt dieses Zelt den Atem. Es ist unbeschreiblich schön, mit großer Außendusche, Toilette und zwei Waschbecken. Es gibt das erste Mal in Uganda ein Toilettenpapier, das sich ordentlich abreißen lässt. 😉 , Flipflops und einen Bademantel, ein so hübsches Bett mit Lampen und einem Relax-Sofa. Eine Terrasse mit Ausblick auf den Lake George und es gibt Strom.
Der Eingang zum Zelt ist noch gemauert..
Stylische Bademäntel! 😊 Ich kann nicht glauben, dass wir tatsächlich nur 130 US$ zahlen sollen. Für ugandische Verhältnisse ist das günstig. Die Budongo Lodge hatte keinen Service und wir haben 160 € gezahlt. Ugandas Unterkünfte sind sehr unterschiedlich in Preis und Leistung.
Unser Auto ist unter dem Lehm kaum noch zu erkennen, es ist so schmutzig, dass die Jungs der Lodge fragen, ob sie es waschen dürfen. Nur zu, gerne! 😘 😘 Das wird eine ganz schöne Arbeit für die Jungs, wir geben ihnen später eine entsprechende Entlohnung. Das haben sie sich verdient!
Die Dusche wird eingeweiht, wir sitzen noch auf der Terrasse und genießen den Blick, bevor wir gegen 19.30 Uhr zum Restaurant gehen. Der Weg wird liebevoll mit Petroleumlampen beleuchtet. Das Essen ist auch sehr schmackhaft und der Wein? Nun ja, wir wollen nicht meckern. Er schmeckt!
Wir genießen die Lodge und schlafen völlig entspannt. Am nächsten Morgen...
Wir verabschieden uns nach dem Essen und ahnen noch nicht, dass wir schneller zurück sind, als geplant war... 😈Und wir haben tatsächlich nur 130 US$ bezahlt, allerdings werden hier keine Kreditkarten akzeptiert, aber wenn es bekannt ist, sollte es kein Problem sein. US$ oder UGX werden gerne genommen!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201107. Dez. 2019 · #35
Auf dem Weg nach Ishasha
Von einer Forumsfreundin habe ich noch den Hinweis erhalten, dass die Menschen, die die Felder um die Marafiki Lodge bearbeiten, sich mit der Herstellung von Körben auch ein wenig Geld verdienen. Wir fahren also nach Verlassen der Lodge zu den Grashütten, ich zeige Bilder auf meinem Handy und frage nach dem Paar mit den Körben, leider verstehen sie kein Englisch. Ein älterer Mann erscheint, der etwas Englisch spricht und erklärt, dass die beiden nicht mehr hier sind. Einige der Menschen arbeiten auf den Feldern, andere sind in ihre Dörfer zurückgekehrt. Wir finden das sehr schade, aber tatsächlich ergibt sich später noch eine Gelegenheit einen Korb zu erwerben. Der einsetzende starke Regen machr eine weitere Kommunikation unmöglich.
In diesen Hütten leben die Menschen
Kinder sehen schmutzig aus!
Kurz vor dem Abzweiger zur Mainroad sehen wir diese Hütten und fragen uns, wie lange sie dem Regen standhalten mögen?
Nun geht es wieder über die Brücke des Kazinga Channels und bald müssen wir von der TAR in den Queen Elizabeth NP abbiegen. Wir nutzen die Transitstrecke zwischen Kongo und Ruanda, um in den Ishasha Sektor zu kommen, Es gibt nur die eine Strecke, links und rechts sind keine Wege, auf denen man eventuell einen Gamedrive machen könnte. An der Einfahrt wartet eine Polizeipatroulie. Das ist hier ganz normal. Der Regen nimmt zu und schon nach einem Kilometer stecken die ersten LKWs fest. Es regnet wieder und die Strecke ist hier so aufgeweicht, dass es nicht möglich ist mit schwereren Fahrzeugen, als unserem Surf durchzukommen oder mit einem Rad, dass man schiebt!
Nun zeigt sich, warum wir einen Surf dem Land Cruiser oder Prado vorziehen. Dieser Wagen ist eindeutig leichter und es besteht wenigstens eine kleine Chance nicht sofort wegzurutschen. Der LKW blockiert ziemlich viel des Weges und rechst von uns ist wieder der Graben. Er ist nicht tief, aber wenn man dort erst einmal hängt, kommt man nicht mehr alleine heraus. Manfred zirkuliert an dem LKW vorbei. Es passen genau zwei Finger zwischen uns den LKW, wir sind langsamer als eine Schnecke und es geht hier wirklich nur Zentimeter für Zentimeter voran. Ich gerate langsam in Panik und weiß nicht, wie wir die nächsten 70 Kilometer überstehen sollen. Manfred gelingt es ohne Schramme an dem LKW vorbei zu kommen. Die Strecke ist jetzt frei, aber immer noch glatt wie Schmierseife. Dann begegnet uns erneut ein Klein-LKW, er wird nicht an diesem Engpass vorbeifahren können. Wir bleiben fast stehen, als der Wagen an uns vorbei schleicht. Der LKW rutscht, kann sich aber fangen. Irgendwann wird der Untergrund des Weges tatsächlich fester. Es sind 20 Kilometer durch Schlamm und Matsch, dann ermöglichen kleine Steine etwas mehr Gripp.
Hin und wieder kreuzen die Elefanten den Weg...
An Kasenyi ist sogar ein Teerstück eingearbeitet worden. Serpentinen und Kurven hätten nur zu Unfällen geführt. Danach ist der Fahrbahnbelag kiesähnlich und sandig, d.h. man rutscht nicht durch den Matsch. Hin und wieder gibt es noch mal ein ausgefahrenes und gefährliches Stück, aber ohne Gegenverkehr kann man es unversehrt überstehen. Das ist ein Abenteuer, was in keinem Reiseführer oder Bericht erwähnt wurde und ich weiß nicht, ob ich so ein Abenteuer buchen muss!
Irgendwann erreichen wir den Ishashasektor und das nördliche Gate. Ein Permit besitzen wir schon, so findet nur die obligatorische Registrierung statt, das Gate öffnet sich und wir fahren hinein. Vorher haben wir noch eine Karte erworben, auf der die Bäume eingezeichnte sind, auf denen man Baumlöwen vermutet.
Große weitläufige Savannenflächen, hier und da ein Baum und Blicke bis in den Kongo. Viele Büffel, Kobs und Topis, aber auch Waterbucks sind zu sehen. Alles Tiere, die wir schon vielfach fotografiert haben. Wir sind auf der Suche nach Baumlöwen, dazu besitzen wir jetzt eine Karte, in der alle in Frage kommenden Bäume markiert sind. Ein Großteil der Bäume befindet sich am Südgate. Für ein paar Vögel halten wir immer wieder...
Bateleur
Familie Hammerkop ist versammelt..
Auch die Leierantilopen scheinen den Regen nicht zu mögen. Wir fahren langsam als wir plötzlich wieder vor eine Straßensperre stehen. Gerade haben wir das Camp mit den nicht erkennbaren Picknickflächen umfahren, als vor uns ein Armeefahrzeug steht und uns erklärt, dass sie gerade einen Land Cruiser mit Touristen gerettet haben. In einer Kurve ist der Wagen so weggerutscht, dass der einheimische Fahrer den Wagen nicht mehr halten konnte. Der Fahrer kommt auf uns zu und warnt uns weiter zu fahren. Wir sollen zum Gate zurück und können von Süden kommend andere Wege befahren.
Manfred erkundet dann zu Fuß die Stelle und er meint: „Da fahre ich durch. Der Fahrer konnte nicht fahren!“. 😈 😠 Ich schimpfe und weigere mich hier weiter zu fahren. Ich setze mich durch!!!! 😏
Bei dem Regen macht das Fotografieren keinen Spaß! 🤢
Wir drehen um, fahren zum Gate zurück und über die Transitstrecke zum Südgate, dann erneut in den Park. Leider sind auch hier viele Wege rutschig und wir müssen drehen. Baumlöwen sehen wir keine, was aber am Regen liegt, denn wenn der Baum nass ist, liegen sie dort nicht. Sie können nicht klettern, es geht ihnen wie uns, sie rutschen und im Südteil des Parks ist das Gras wieder so hoch, dass liegende Löwen nicht zu erkennen sind. Wir geben auf und verlassen den Park. Am Gate sprechen wir mit anderen Touristen, die auch keine Löwen gesehen haben.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201108. Dez. 2019 · #36
Fortsetzung "Kihihi" und Rückkehr nach Katunguru
Ein Ranger ist so nett, notiert sich meine ugandische Handynummer und möchte mich anrufen, wenn er hört, dass die Löwen auf einem Baum zu finden sind. Die meisten Touristen kommen in diesen Teil des Parks der Baumlöwen wegen, wenn sie sich auf dem Weg nach Bwindi zum Gorillatrekking befinden. Der Park ist klein und bietet nicht mehr als die Kas. Savanne im Norden des Queen Elizabeth Parks. Wir sind ja noch einen Tag hier und haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auf Löwen im Baum zu treffen. Nun fahren wir nach Kihihi, eine Kleinstadt am Rande. (Viele Gäste bleiben in der Enjojo Lodge, aber die Zimmerkategorie, die ich gerne hätte war viel zu teuer.) Will man nach Bwindi zum Gorillatrekking muss man durch Kihihi fahren. Der Weg ist anfangs sehr schmal, er führt dann steil in ein Tal. Bei Regen ist es hier auch wieder schmierig. Nun hat es zwar aufgehört zu regnen, aber trocken ist noch lange nichts.
Kurz vor Kihihi haben die Chinesen schon eine neue Straße begonnen, groß und breit, aber noch ohne Teer. Wir erreichen unser Savannah Resort Hotel. Es liegt wunderschön in einem großen Garten und wird häufig von Golfern aus aller Welt besucht. Neben dem Golfplatz gehört auch ein eigener Flugplatz zur Anlage. Ein großes Hauptgebäude mit Restaurant und Bar ist umgeben von kleinen landestypischen Bungalows, in denen man wohnt.
Foto entsstand am nächsten Morgen! 🤪
Stefan Kluge kennt die Eigentümerin und bat uns Grüße auszurichten, aber wir bekommen sie nicht zu sehen. In unserem Bungalow gibt es zwei Sitzgruppen, wir trinken gemütlich einen Cappuccino, es gibt hier Strom! Und bestellen zum Abendessen Pizza. Die schmeckt auch ganz gut,
Unsere Gespräche mit dem Personal und einer Frau aus den USA drehen sich immer wieder um den Straßenzustand. Ich habe dieses Hotel für zwei Nächte gebucht, dann wollen wir nach Rukingiri (südosten) weiterreisen. Bis Rukingiri führt die Strecke/Piste durch ein wunderschönes Tal. Alle Leute raten uns davon ab weiterzufahren. Ein Kellner schlägt vor, einen ortsansässigen Fahrer zu buchen, der uns durchs Tal fährt. Dann erfahren wir, dass auch die Matatus den Weg nutzen und häufig so quer liegen, dass die Strecke für Tage blockiert ist. Was sollen wir tun? Erst einmal trinken wir einen Gin Tonic, der klärt unsere Gedanken. Die Horrorstrecke durch den Queen Elizabeth Park scheint tatsächlich die bessere Alternative zu sein. Jedoch können wir dann nicht zwei Nächte hier verweilen, dann erreichen wir unsere anderen Buchungen nicht mehr. Eine Idee wäre, alle weiteren Nächte zu stornieren und nach Fort Portal zurück zu fahren. Ich wollte sowieso noch einmal ins Toro Babies Home. Manfred hält die Idee nicht für gut, weder für mich, noch für die Kinder. Wir entschließen uns aber an der Rezeption zu fragen, ob wir morgen abreisen können, ohne für die zweite Nacht zu zahlen und dann nach Katunguru zurück zu kehren. Ein Problem noch: Die zwei LKWs, die die Strecke blockieren. Die Angestellten versichern uns, dass die bestimmt geräumt wurden, da es sich um eine Transitstrecke handelt, die frei bleiben muss. Wir sind gespannt, wie es dort aussieht. Eine Unterkunft haben wir dann aber nicht.
Der nächste Morgen: 15.10. Der Himmel strahlt in tiefem Blau, keine Regenwolken in Sicht. Das kann sich aber schnell ändern. Ich spreche mit der Rezeption, man hat viel Verständnis für die Umstände und kennt das Problem. Allerdings sind wir schon etwas Besonderes, da wir alleine ohne Driver unterwegs sind. Das kommt selten vor. Wir können abreisen. Aber natürlich nicht ohne Frühstück. Pancakes, Toast, frisches Obst und Saft und sogar Joghurt gibt es, auch Eier in allen Varianten können wir bestellen. Die Amerikanerin mit ihrer 12-jährigen Tochter bekommt heute einen Fahrer mit Auto. Sie ist aber direkt eingeflogen worden. Ich buche erneut die Marafiki Lodge für eine Nacht. Das klappt mit booking.com wieder perfekt. Nun benötigen wir aber Bares, denn die Lodge akzeptiert keine Kreditkarten, einziger Wehmutstropfen dort! In Kihihi gibt es seit Fort Portal den ersten ATM. Wir fahren die 3 Kilometer in den Ort, finden die Stanbic Bank und bekommen unsere Schillinge, schon sind wir wieder zu Millionären mutiert. Das funktioniert in Uganda sehr einfach!!! Im Ort mache ich noch ein paar Fotos. Er ist so typisch afrikanisch, sandig, ohne Abwasserkanäle, keine festen Wege und unendlich viele Plastikschüsseln an Straßenrand.
Ein ganz besonderes Verkehrsmittel 🤩 :silly
Hübsche große Häuser, Neubauten, aber auch saubere einfache Häuser mit Wäsche vor der Tür bilden den Rand.
Wir fahren zum Ishasha zurück.
Am Gate erinnert sich der Ranger an uns, wir überlegen noch, ob wir noch einmal die Permits für 80 US$ kaufen um nach Baumlöwen Ausschau zu halten. Der Ranger sieht für heute bessere Chancen, da es nicht regnet, kann aber nichts versprechen, In Uganda scheint sich das ganze Leben immer nach dem Regen zu drehen.
Waschtag am Gate! 😮 😮 😮 Ich habe nicht mehr ausreichend US$, wir haben hier schon so viel in Dollar gezahlt. Nun kann ich natürlich auch mit Kreditkarte oder in Euro zahlen. Davon haben wir noch einige Scheine im Portomonaie. Ich muss 73 € zahlen. Mit vielen anderen Safarifahrzeuge und Touristen begeben wir uns auf die Strecke. Immer wieder halten wir und tauschen uns aus. Irgendwann ist es mir egal, ob wir Löwen im Baum sehen oder nicht. Die Landschaft ist einfach sehr schön und viele interessante Vögel entdecke ich, die wir nicht im südlichen Afrika sehen. Löwen sehen wir immer wieder, wenn auch nicht auf dem Baum.
Dieses ist eben Uganda zur Regenzeit. 😊 😊 😈 😈 Ein Guide hat gestern Abend zwei Löwen an einem Punkt beobachtet, an dem wir uns treffen, aber heute sind sie dort nicht mehr. Sie lagen auch nicht im Baum.
Wir schauen uns noch ein bisschen um, schließlich lacht die Sonne und dann ist doch gleich alles viel netter! 😉 🙂
Manfred findet wieder seine ganz speziellen Abkürzungen... 🤪 🙄 😊
Ich freue mich auf die Marafiki Lodge und hoffe, dass wir den Rückweg gut meistern, vor allem ohne Regen. Heute können wir durch den Park fahren und am Nordgate ausfahren, vorher erfreuen wir uns aber an den üblichen Verdächtigen: Büffel, Kops, Elefanten, Leierantilopen (Topis) oder all den anderen.
Gegen 13.00 Uhr soll es reichen und wir verlassen den Park. Die Sonne scheint immer noch. 70 KM sind es bis Katunguru, dass sollte zu schaffen sein. Wir kommen gut voran, die Strecke hat noch Pfützen, aber wir rutschen nicht, noch nicht. Paviane, Meerkatzen und andere Tiere sind an der Strecke zu sehen, viele Kops und dann turnen die White-Tail-Colobusse über unseren Köpfen. Wir bleiben stehen, öffnen unser Dach und schauen zu.
Eine kleine Pause ist gut. Doch was war das gerade? Ich glaube ein Tropfen erreicht mich. Es zieht sich schnell zu und dann prasselt es schon los. Wir fahren schnell weiter, was geschafft ist, führt nicht zum Rutschen. Nach 10 Minuten hört es auf zu regnen und wir kommen fast bis zum Ende durch. Eine sehr kritische Stelle ist noch zu durchfahren, als uns ausgerechnet hier ein großer LKW begegnet. Wir rutschen aus unserer Spur, es gelingt Manfred aber wieder den Wagen zu halten und auf den Weg zu lenken. Das geht gerade noch einmal gut. Bei Kasenyi begegnet uns ein großer Abschlepper - LKW. Wir können uns nicht erklären, in welche Richtung erfahren muss. Aber scheinbar hat er schon viel Arbeit am Beginn der Strecke erledigt. Die LKWs vom Vortag sind tatsächlich aus den Löchern gezogen. Wir erreichen die Marafiki Lodge und sind so froh, dass wir uns entschieden haben, zurück zu fahren. Denn am nächsten Tag können wir über die Mainroad nach Senga fahren. Zum Gorilla Trekking: Uns waren die Geühren von 1200 US$ zu hoch. Dieser Urlaub sollte nur ein Herantasten sein. Es ist nicht sicher, ob man nach einer Wanderung von 2 oder 7 Stunden die Tiere findet. Von Freunden hörten wir, dass sie 4 Stunden durch den dichten Regenwald gelaufen sind, andere haben aber hin und zurück 7 Stunden benötigt. Manfred hat ein neues Knie und nach einer Herz OP vor 12 Jahren auch nicht die Kondition für so eine Tour. Es ist so ungewiss wo man den Tieren begegnet. Nun sind wir aber zur Regenzeit in Uganda gewesen, das ist die beste Zeit fürs Gorilla Trekking, da die Tiere weit aus den Bergen herunter kommen. Von anderen Reisenden hörten wir, dass sie gar nicht so lange gelaufen sind, wir hätten es durchaus wagen können. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es bei Regen so spaßig ist und ich weiß nicht, wie wir Bwindi erreicht hätten. Bei den Straßen! Nun haben wir noch ein Ziel für einen weiteren Aufenthalt in Uganda! Auf der Lodge werden wir von lachenden Gesichtern empfangen und bekommen eine Cabin vor der Lapa. Die Cabin besteht aus Stein und nicht aus Zeltplane/Canvas. Die Ausstattung ist die gleiche, wir haben noch eine Empore mit einem zusätzlichen Bett. Es ist wieder so schön hier, denn auch hier ist die Terrasse mit Blick auf die umliegenden Berge und den Lake George. Wir genießen unsere Entscheidung bei einem Cap… auf der Terrasse und beobachten ein paar Vögel.
Dann ziehen wieder dunkle Wolken auf und im Nu versinkt die Landschaft, es ist erst 17.45 Uhr, aber schon ganz dunkel. Es rumpelt fürchterlich über unseren Köpfen, der Strom fällt aus.
Es gibt nur noch eine Notbeleuchtung über den Generator, das bedeutet, dass zwar das Licht leuchtet, Aber aus den Steckdosen fließt nichts mehr. Das wird sich auch nicht mehr ändern bis zum nächsten Morgen. Es muss ins öffentliche Netz eingeschlagen haben. Das ist für die Einheimischen aber ganz normal! Gegen 19.00 Uhr tröpfelt es nur noch vereinzelnd und wir gehen zum Dinner in die Lapa. Das Abendessen ist wieder sehr lecker. Mit Joseph üben wir wieder ein paar Sätze Deutsch, er ist sehr bemüht. Ich verspreche ihm, das nächste Mal ein Kinderbuch zum Lesen mitzubringen. Beim Abendessen lernen wir eine Familie aus fast-Deutschland kennen. Sie ist eine Italienerin, er ein Arzt aus Deutschland, umgezogen nach Österreich und derzeit arbeitstechnisch in den VAE wohnhaft. Sie sind mit einem Toyota Land Cruiser von roadtrip africa on tour und erzählen nichts Gutes vom Auto und dem niederländischen Vermieter. Der Wagen ist schlecht gewartet und schon nach wenigen Tagen mussten sie den Urlaub in einer Werkstatt verbringen. 🤩 Das hat kostbare Ferienzeit verschlungen. Sie haben auch genau erzählt, was dort zu erledigen war. Ich habe es mir nicht gemerkt, da ich die Teile des Autos nicht kannte. Wir tauschen noch einige Erlebnisse aus und erfahren, dass ein Löwenrudel in der Kasenyisavanne einen Riss hat. Wir überlegen, ob wir unser Permit am nächsten Morgen noch ausnutzen und einen Gamedrive einbauen, es wäre genug Zeit, aber wir müssen es vom Zustand der Wege und dem Regen abhängig machen.
Boompjes43 Beiträge · seit 201408. Dez. 2019 · #37
🤪
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201116. Dez. 2019 · #38
Liebe Fomis, es wird Zeit, dass ich weiter reise. Es geht von der Marafiki Lodge zum Lake Mburo über die Hauptroute durch Mbarara...
16.10. Viel zu schnell vergeht wieder die Zeit auf der Marafiki Lodge und wir müssen uns verabschieden. Wir werden zum Auto begleitet und verabschiedet. Von einem Angestellten taucht plötzlich seine Mutter auf und zeigt uns ihre Körbe aus Schilfrohr. Es sind genau die Körbe, die ich gesucht habe. Für 30.000 UGX kaufe ich einen Korb mit Deckel. Wie immer in Uganda zucke ich bei dem Preis zusammen, aber es sind nur ca. 7,50 € für viel Arbeit. Ich kaufe nur einen Korb und ärgere mich später, nicht noch eine Schale der Frau abgekauft zu haben. Aber ganz bestimmt beim nächsten Mal!
(Mutter und Sohn)
Wir erreichen bald das Kasenyi Gate. Ich erkundige mich, ob es Sinn macht für knapp 2 Stunden einzufahren. Ja, natürlich! Also fahren wir los, in die Richtung, die uns zu den Löwen bringen soll. Es ist eine superflache Savannenlandschaft mit leider extrem rutschigen Wegen, aber das kennen wir schon! Häufig führen uns die Spuren über das angrenzende Gas, denn die Wege sind ausgefahren nach dem Regen. Irgendwo stehen zwei Safarifahrzeuge und schauen in eine Richtung und da liegen tatsächlich Löwen, zwei, drei oder noch mehr? Sie sind sehr weit entfernt, leider! Nur aus der Ferne kann man die Tiere erahnen.
Das habe ich mir näher vorgestellt, aber egal, wir sehen ein paar Löwen und ein Jungtier entfernt sich sogar von der Gruppe. Es ist ja nicht so, dass wir das erste Mal Löwen sehen. Dann verlassen wir wieder diesen Teil des Queen Elizabeth Parks in Richtung Süden. Unser Ziel ist heute das Eagles Nest am Lake Mburo. Bis zum letzten Ort vor der Lodge dürfen wir heute fast nur auf einer Teerstraße fahren. Sicherheitshalber tanken wir noch einmal in Katungulu an der Shell Tankstelle, die auch eine Kreditkartenzahlung anbietet. Seit geraumer Zeit leuchtet im Armaturenbrett eine gelbe Lampe, die uns einen Hinweis auf die Bremse gibt. Wir fragen nach und schon schaut jemand in den Motorraum und checkt die Bremsflüssigkeit. Unsere Augen werden groß, als die Jungs uns bitten, auf die Bühne zu fahren, um den Wagen anzusehen. Es fehlte nicht nur Bremsflüssigkeit, wir müssen 2 Liter Getriebeöl nachfüllen und zu allem Unglück gibt es keinen Messstab mehr, außerdem fehlt noch Kühlerflüssigkeit!
Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können. Nach weniger als 5 Minuten haben die Jungs einen neuen Messstab organisiert und in Manfreds Beisein alle Flüssigkeiten nachgefüllt und die aktuellen Stände gemessen. Ich habe alles mit meiner Kreditkarte gezahlt. Es ist sehr gut, dass wir uns Zeit für den Service genommen haben, denn der Autovermieter hatte diese Zeit offensichtlich nicht.
Neben der Werkstatt 😉 🤩 Später erhalten wir das Geld aber problemlos vom Vermieter zurück und erklären, wie wichtig es ist, einen guten Service zu machen. In Uganda sieht man zu vieles noch zu locker.
Wir verlassen nach 20 Minuten die Tankstelle mit Werkstatt, überqueren ein letztes Mal den Kazibga Channel und folgen der Straße nach Mbarara. Einige Elefanten stehen am Rand und sind unschlüssig, ob sie die Straße überqueren sollen. Die Topis wechseln jedenfalls die Fahrbahn, so muss man immer aufmerksam sein. Es geht also erst einmal die Escarpementroad hinauf. Von oben finden sich tolle Ausblicke auf den Nationalpark. Direkt am Escarpement befinden sich einige Lodges, ein Aussichtspunkt und die einzigen Souvenirhändler des Parks. Wir kaufen an einer Bude für 10.000 UGX ein Glas Akazienhonig, dann genießen wir ein letztes Mal den Blick auf die supergrüne Ebene und rollen weiter gen Süden.
Der Blick reicht bis zum Lake George zurück!
Manfred spricht mit dem Händler. 😉 Im weiteren Verlauf der Straße folgen wieder einige Krater, die teilweise wunderhübsch in Bananenplantagen eingebettet sind.
Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Wir halten immer wieder an. Diese Hauptroute nach Süden wird gerade durch Baumaßnahmen verbessert, aber der Untergrund ist fest und nicht rutschig, nur sehr wenige Potholes zwingen zum Ausweichen.
Hier gehen gerade zwei Ziegen auf die Reise 🤩 😗
Nette Gehöfte sind zu sehen 😉 Dann wechselt die Landschaft in dunkles Grün - Teeplantagen. Auf einigen Felder ist die Ernte gerade in vollem Gange, d.h. eigentlich wird vier bis fünfmal im Jahr geerntet. Es werden nur die oberen Blätter geschnitten. Wir halten an einer Plantage, ich spreche mit den Menschen. Eine Aufseherin und ein männlicher Kollege sprechen etwas Englisch. Sie erklären die Vorgänge. Viele Frauen sind hier Muslima und wollen nicht fotografiert werden, aber bei anderen ist es kein Problem. Die Aufseherin überwacht die geernteten Blätter, die gewogen werden. Jeder Pflücker erhält 23.000 UGX für ein Kilo Teeblätter, die Erträge notiert sie in einem Heft.
Leider konnten wir nicht schätzen, wie schwer die Blätter sind und wie viele Kilo in einen Korb passen. Irgendwie sah der Korb auf dem Rücken der Leute sehr leicht aus. Der Tee wird dann in eine nahegelegene Trocknung geliefert. Die Teeplantagen werden mit Giften gespritzt. Ich frage, ob Schlangen hier ein Problem seien, worauf die Aufseherin nur meint, alle Schlangen verschwinden nach dem Spritzen und die, die noch da sind, sind harmlos. 😈 😈
Typischer Straßenabschnitt, im Hintergrund eine Teefabrik! Wir fahren bald weiter, gelangen nach Ishaka. Ich glaube das ist die dreckigste Stadt in ganz Uganda. Wir haben kaum irgendwo so viel Müll auf den Straßen gesehen, wie in dieser Kleinstadt. Es ist ganz fürchterlich. Eigentlich ist Uganda sonst nicht so schmutzig.
Kurz hinter der Stadt finden wir eine Einfahrt, die geeignet ist um ein Mittagspäuschen einzulegen. Im Allgemeinen ist das sehr schwierig, weil es erstens kaum Rasthäuser gibt (Ich glaube wir haben zwei brauchbare Cafés hier unten gesehen), und zweitens überall Menschen leben und man als Frau nicht einfach so buschen kann 🤩 , ohne beobachtet zu werden. Nun bietet sich die Gelegenheit zu einem Joghurt, Bananen und ein paar Keksen. Der guten Straße folgen wir bis Mbarara und gelangen auf eine autobahnähnliche perfekte Straße um die Stadt Mbarara herum. Die Straße ist so neu, dass sie sogar unserem Navi fremd ist. Die Umgehungsstraße führt direkt am großen Triangle Hotel vorbei, bald erreichen wir Senga, ein kleines Dörfchen. Hier verlassen wir die gute Straße, die weiter nach Kampala führt. Wir biegen in eine der bei uns beliebten Pads ab und müssen wieder 13 Kilometer Löchern ausweichen, mal mehr, mal weniger rutschen und verschlammen langsam. Sehen nur noch Bananenstauden und Matsch!
So sieht die Anfahrt von oben aus, quer durch das Dorf!!!
Bei Trockenheit ist das ganz easy 🤪 😘 Doch irgendwie erreichen wir das Eagles Nest, hoch auf einem Berg. Die letzten Meter sind mit neuem Verbundsteinpflaster gelegt, sonst hätte man auch kaum eine Chance, die Lodge zu erreichen. Es ist früher Nachmittag und wir können die tolle Aussicht den ganzen Nachmittag genießen.
Der Empfang ist freundlich und wie gewohnt mit einem Erfrischungsdrink, wir erhalten eines der Zelte mit Blick in den Lake Mburo NP. Die Zelte sind natürlich auch ohne Strom, einen Charging Point gibt es neben der Bar und heißes Wasser können wir mit unserem Wasserkocher in der Küche machen, so dass wir einen Cappuccino vor dem Zelt trinken. Dann ruht Manfred sich aus, ich lese, vervollständige mein Tagebuch und suche Vögel. Zur Lodge gehört eine Hecke aus Euphorbien, die bekanntlich einen weißen giftigen Saft enthalten. Gestern war die Lodge ausgebucht und alle Handtücher, frisch gewaschen, hängen zum Trocknen über der Hecke. Ich mache mir so meine Gedanken, ob das gesund ist?
Der Ausblick von hier oben ist wirklich einmalig, ob zum Nationalpark oder ins Dorf. Es ist ganz wunderbar, einfach nur zu sehen und es regnet nicht. Es ist trocken!
Unter uns grasen Zebras und Waterbucks, in der Ferne laufen Ankole Rinder, es qualmt einer der Holzkohleöfen bis spät abends, aber sonst - Ruhe!
Gegen Abend kommt ein weiteres deutsches Pärchen mit ihrem Guide an. Es sind Karin-Sophia und Torsten. Karin hat sich ganz unglücklich ihren Fuß gebrochen und erzählt, was sie damit erlebt hat. Ja, sogar das Gorillatrekking hat sie mit dem gebrochenen Fuß machen können. Sie wurde für viele weitere Dollar in einer Sänfte getragen. Wir erzählen und erzählen und die Stunden flitzen dahin. Vorher haben wir uns natürlich noch beim Dinner gestärkt. Das ist deshalb erwähnenswert, weil außer dem Preis nichts Besonders war- Also, es gab eine Rote-Beete-Suppe als Starter, dann folgte ein Reisteller mit Rindfleisch und etwas Gemüse, zum Dessert folgte ein Stück gebackene Ananas mit Honig, getrunken haben wir zwei Bitterlemon. Dieses Essen kostet auch in Uganda normalerweise ca. 20 € für beide. Als wir am nächsten Morgen die Rechnung erhalten – nur für das oben erwähnte Essen – sollen wir 227.000 UGX zahlen, das entspricht mehr als 50 €. Wir sind sprachlos, müssen es aber zahlen. Die Unterkunft ist mit 65 US$ sehr günstig, auch für Uganda, aber über das Essen wird der Preis wieder hoch! An diesem Abend sind hier nur 6 Gäste, bei der Anwesenheit von Reisegruppen wird ein Büffet bereitet. In netter Gesellschaft und bei dem Ausblick kann man aber auch dieses verknusen.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201118. Dez. 2019 · #39
17.10. Lake Mburo Die Pfannenkuchen mit Ananas zum Frühstück sind übrigens oberlecker.
Ganz entspannt verlassen wir die Lodge, es regnet nicht und somit fällt es uns leicht, die steile Abfahrt ohne Herzklopfen meinerseits zu meistern. Manfred ist schon ein geübter und guter Fahrer, das hat er hier besonders unter Beweis gestellt, aber es ist deutlich entspannter, wenn die Wege in einem normalen Zustand sind. Hier sind wir mit einem Mietwagen unterwegs und den wollen wir unversehrt zurückbringen.
Morgens im Dorf! 😘 Nur einen Kilometer hinter dem Dorf stehen wir vor dem Gate zum Lake Mburo NP. Die Parkgebühren zahlen wir in Euro, dieses Mal ist der Wechselkurs wohl etwas schlechter. Wir zahlen 74 € und wieder 30.000 UGX für das Auto.
Der Lake Mburo NP ist der einzige Park, der Impalas beherbergt. Diese begrüßen uns auch kurz hinter dem Gate.
Dann entscheiden wir uns für eine Route, den Impala Track, nach Osten, sehen Paviane, Zebras, Büffel, Topis mit Jungtieren und vereinzelt verschiedene Vögel.
Wie ein Zebra von vorne aussieht, wisst ihr ja.. 😈 !
Defassa-Wasserbock Jungtier!
Alttier mit abgebrochenem Horn!
Wir folgen den Ruroko Track und biegen später zum Kazuma Viewpoint ab.
Hintern sind immer wieder ... 🤩 😈 Einige Hippos liegen in den Tümpeln am Wegesrand, der Weg zum Viewpoint wird dann aber noch einmal sehr matschig und rutschig. Wir erreichen dann aber eine starke Steigung, die kiessandig ist und sich gut befahren lässt. Zum Schluss wird sie aber so steil, ist ausgefahren und vom Regen ausgespült, dass wir uns entschließen den Wagen stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu laufen. Das tut uns auch sehr gut, schließlich gibt es hier zwar Hyänen und Leoparden, aber keine Löwen und so ist Laufen erlaubt.
Wir erreichen einen Baum mit einem Bänkchen und Picknicktisch, uns bietet sich ein fantastischer Ausblick über den Lake und unter uns grasen die Zebras.
Kleine Blüten und Dungkäfer sowie hektische Schmetterlinge sieht man nur, wenn man zu Fuß unterwegs ist.
An dieser Aufnahme erkennt man ein bischen die Steigung. Unser nächstes Ziel ist nun der Bootsanleger am See. Vom Kazuma Track benutzen wir ein Pad, auf der wohl schon lange niemand gefahren ist. Der Weg ist zwar ausgewiesen, aber so zugebuscht, dass es an einigen Stellen wirklich eng wird. Die Verlängerung über den Kigambira Loop führt direkt zum Anleger. Ein kleines Restaurant. Toiletten und eine Souvenirbude warten auf Gäste.
Restaurant Souvenirshop Um 14.00 Uhr legt die Fähre ab, aber immer nur, wenn mindestens 10 Personen angemeldet sind.
Karin-Sophia und Torsten wollen auch mitfahren und sind mit ihrem Guide pünktlich angekommen, sowie eine ugandische Familie und 4 weitere Touristen. Es reicht, wir kaufen die Tickets für 30 US$/pP. Kreditkartenzahlung ist nicht möglich, wir zahlen in Schillingen. Bis zur Abfahrt haben wir noch Zeit für einen Lunch und um uns etwas umzuschauen. Karin hüpft mit ihren Gehhilfen zu den Toiletten, was etwas problematisch ist. Stehtoiletten als Frau zu benutzen mit Gipsbein erfordert Fantasie! Wir dürfen alsbald auf das Boot. Torsten trägt Karin sogar in die obere Ebene, von hier ist der Ausblick besser, als von unten. Die zweistündige Fahrt wird kurzweilig, da wir eine Geburtstagsgesellschaft an Bord haben.