fiedlix548 Beiträge · seit 201630. Okt. 2019 · #41
Hallo Michael,
wir waren auch auf CS 6, obwohl wir die 7 zugeteilt bekamen, was aber keine Rolle spielte da wir die einzigen waren. Unterwegs trafen wir etliche Leute, die morgens in den Moremi reinfuhren und abends raus, weil es überall hieß fully booked 🤨
Wir kramen uns alles fürs Abendessen, das Feuer braucht etwas länger, aber ab 19:15 Uhr kann erst gekocht werden 🤩 .
Uii, ihr scheint da ja tiefenentspannt gewesen zu sein 😎 Unsere erste Nacht im Moremi South Gate war eher so wie in Robins Reisebericht beschrieben. Zu spät begonnen zu essen, es war schon dunkel und kaum saßen wir, leuchteten uns 3 Augenpaare in Kniehöhe entgegen. Drei Hyenas (5 waren es insgesamt) sahen uns beim Essen zu, welches aber sofort ein jähes Ende fand, da wir es vorzogen hurtig ins Auto zu verschwinden 😄
Bin schon gespannt wie es weitergeht ! Eure Kanutour wäre ja eher nix für meine Nerven gewesen.
viele Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201430. Okt. 2019 · #42
Hallo Elke.
"Tiefenentspannt" ist sicher übertrieben - aber wir sind doch deutlich keine ängstlichen Menschen. Respekt haben wir, vorsichtig sind wir, auch sehr regel-orientiert (s.o.: "Das Tier bestimmt den Abstand"). Und eine Regel beim Camping hat man uns 2015 sehr eingeimpft: Entweder man hat loderndes Feuer, oder man geht ins Zelt. Aber insgesamt glaube ich, dass bei einer 3-Wochen-Rundreise mit dem Auto in Europa das Risiko, durch einen Verkehrsunfall verletzt oder gar getötet zu werden, um ein Vielfaches höher ist, als das gleiche bei einer 3-Wochen-Campingrundreise in Afrika durch ein wildes Tier zu erleiden.
Aber genauso wenig wie ich in Deutschland zu Fuß die Autobahn queren würde, würde ich in Afrika mich einem Elefanten zum fotografieren nähern oder im Yellowstone einem Büffel. (Beides schon gesehen - und das sind dann die Touris, die erzählen, dass wilde Tiere super gefährlich sind. 🙄 )
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201431. Okt. 2019 · #43
7.9. Moremi, South Bridge -> Xakanaxa ... oder „Have you seen anything?“
In der Nacht und am frühen Morgen ziehen jede Menge Elefanten direkt neben unserem Wagen vorbei. Toll!
Elefanten kann die Wildkamera - defekt scheinen nur alle anderen Tierarten zu sein.
Die übliche Kletterei am Morgen:
Um 9 Uhr brechen wir auf, bis ca. 12:30 Uhr ein wahnsinnig schöner Game Drive: zunächst die 3rd Bridge Road, dann rechts ab zur Bodumatau Lagoon, dann Makerekwa (ohne Lagoon im Namen, aber jede Menge Lagunen 😉 ). Giraffen, viele Impalas, ein paar Zebras, in der Ferne eine Erstsichtung, die Waterbucks, aber weit weg.
Wir erreichen unsere erste Wasserdurchfahrt, sie ist uns aber zu tief (etwas über Kniehöhe). Es gibt aber eine Umfahrung, die ist nur fußtief. Kein Ding für den King, genauso wie die vielen Sandpassagen.
Diese knöcheltiefe Herausforderung für Fahrer+Auto bleibt die einzige Wasserdurchquerung im ganzen Urlaub:
An der nächsten Umfahrung läuft ein Leopard direkt am Wagen vorbei, er überholt uns quasi. Netterweise bleibt er am Waldrand malerisch stehen - welch ein wunderschönes Tier 🙂 .
Makerekwa ist ein Traum: eine sehr große Lagune, viele kleine, verbunden mit kleinen Kanälen, mit Baboons, Zebras, Gnus, Hippos, Lechwe, Impalas, jede Menge Vögel, darunter Southern Ground Hornbill, Löffler, Ibis.
Ground Hornbill
African Spoonbill
Reedbuck Junge Lechwe (danke, Sascha&Bele)
Grey Heron
Sacred Ibis
An dieser Lagune kommt ein Auto entgegen (schon das 4. heute 😮 - welch ein Gedränge herrscht hier - gestern in den Black Pools war‘s nur eins), wir halten kurz und der Fahrer fragt „Did you see anything?“. Direkt in Sichtweite der 100‘en Tiere an und in der Lagune! Ihn interessierten nur Löwen oder Leoparden.
Nach 3 ½ std brauchen wir dringend eine Pause, finden an einer kleinen Lagune einen schönen Schattenplatz mit Wind und guter Sicht. Der blöde Reservekanister rechts leckt immer noch (trotz des Versuchs, mit einem Stück Plastiktüte abzudichten) und hat rechts hinten wieder alles vollgesaut. Wir beschließen, ihn in den Tank zu füllen (außerdem säuft der Landcruiser wie ein Loch, nach 180 km schon 1/3 raus, also >40 Liter 😮 ). Das Reinfüllen ist eine Riesenschweinerei, der Einfüllstutzen leckt, wir fangen den Diesel sorgfältig mit Plastiktüten und Erde/Laub auf.
Als wir fertig sind, sieht Karin direkt links neben dem Auto (also auf der anderen Seite des Einfüllstutzens) eine Elefantenherde, die ersten sind schon im Wasser.
Nach 10 min und ein paar Fotos kommen Sie noch näher, wir gehen zur Sicherheit doch ins Auto, bis nach 15 min die letzten 3 hinten/neben uns sich auch trollen. Wowwww 🙂 .
Kleiner Mittagssnack, chillen/Tagebuch/lesen
Um 15 Uhr geht‘s weiter. Wir verzichten auf die Fahrt nach Dead Tree Island und fahren direkt nach Xakanaxa. Am Gate lässt man uns ohne Formularkram durch, weil wir am South Gate schon eingetragen sind.
Wir fahren noch zu den Paradise Pools. Dort ist die Wegfindung etwas abenteuerlich weil immer wieder der Weg überflutet ist. So fahren wir etwas hin+her ... eine wieder ganz andere, schöne Landschaft. Lechwe, Vögel.
Nilgänse
Gegen 17:30 Uhr sind wir in unserer Campsite (XA 5, schöner Blick, leider kein Wasser wegen der Trockenheit, direkt am neuen Waschhaus).
Ein kleiner Spaziergang zum Boat Hire; dort ist viel Wasser (fast normal sieht es aus) und wir sehen jede Menge Vögel.
Red eyed Bulbul
Bennett's Woodpecker
Greater Blue-eared Starling
Hartlaub's Babbler
Eigentlich ist das Identifizieren der Vögel doch recht einfach: ... man muss den Nachnamen erkennen, ... natürlich gibt es neben Greenbul und Bulbul auch Brownbul 😉 ... und so tolle Familien wie Boubou, Hoopoe, Waxbill, Crombec, Bustard, Brubru 😄 ... und die trivialen wie Dove, Duck, Eagle, Egret, Heron, Harrier, Owl, Weaver ... u.v.m. 😮 ... und dann den Vornamen, etwas fantasielos wie African, Black, White, Yellow, Brown ... ... oder so treffende wie Dark-capped, Red-eyed, Yellow-billed, White-throated ... stellt euch hunderte Kombinationen vor 😮 ... und ganz beliebt, nach berühmten Vogelforschern zu benennen: Bennet, Burchell, Hartlaub 😉 ... oder so präzise wie lesser-striped und greater-striped, Little oder Great oder die Steigerung Goliath ... 😐
Also alles ganz easy und wir haben dann auch sofort die Michael's White-winged Swallow erkannt und konnten natürlich diesen Dark-backlit Bulbul sofort exakt benennen 😄
Danach beginnt unser fast schon eingespieltes Programm: Wir beide räumen Tisch, Stühle, Bodenplane raus, auf die Plane kommen die Topf- und Geschirrkiste sowie Müllsack und die Krimskrams-Ikeatüte. Wobei Karin die Klettermaxe ist, die in die „Höhle“ kriecht und die hinteren Sachen rausholt. Sie weiß, wo alles ist - und findet auch immer alles (ich bin da komplett untalentiert).
Karin bereitet das Essen vor, ich mache Feuer, damit wir für‘s Kochen eine schöne Höllenglut haben.
Dann baue ich das Zelt auf, lege die Isomatten unter die Matratze und räume innendrin auf. Ziel ist, dass Höllenglut und Essenschnibbelei etwa gleichzeitig fertig sind, was beim 2. Mal schon recht gut klappt - gestern hat es mit dem Feuer sehr viel länger gedauert. Heute gibt es Kudu-Filet mit Reis und Gemüse. Alles über der Glut gebraten/gekocht, diesmal als 3-Flammen-Herd.
Zum Abschluss eine schöne Überraschung: Wir haben seit heute Morgen die beiden LED-Leuchten in der Dachrinne das Landcruisers stehen lassen, sie waren da einfach locker reingestellt, ohne Magnethaftung ... und sie sind beide noch da 🙂 . Gute Qualität, diese Empfehlung aus dem Namibia-Forum!
Viele Grüße, Michael
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201631. Okt. 2019 · #44
Hallo Michael, was für ein schöner Tag im Moremi! Die Landschaft mit ihren zahlreichen Bewohnern ist ganz toll. Und der Leopard ein wunderbarer Höhepunkt! Deine zwei Reedbucks sind jedoch junge Lechwe.
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201401. Nov. 2019 · #45
Hi Sascha.
Deine zwei Reedbucks sind jedoch junge Lechwe.
Danke. Woran erkennst du es so klar? Am fehlenden hellen Streifen unten am Bauch? Wir waren bei unseren Bemühungen nach der Hornform gegangen - aber an Jungtiere haben wir nicht gedacht.
Viele Grüße, Michael
Champagner8'672 Beiträge · seit 201001. Nov. 2019 · #46
Guten Morgen Michael,
zunächst mal vielen Dank für deine tollen Eindrücke aus dem Moremi - ich sauge sie auf, voller schöner Erinnerungen und gleichzeitig voller Vorfreude 🙂 .
Zu den beiden Red Lechwes: ich denke, Sascha hat das an zwei Dingen festgemacht (zumindest seh ich das so), erstens am Körperbau, bei der etwas verdeckten Antilope sieht man gut, dass sie Lechwe-typisch hinten wesentlich höher steht als vorne, und zweitens ist das Fell der Reedbucks etwas bräunlicher und eher gleichmäßig durchgefärbt, vorallem am Hinterteil sieht man das gut. Außerdem fehlt der dunkle Drüsenfleck unter den Ohren - hier mal ein Foto (wenn auch von einem weiblichen Reedbuck, also ohne Hörner):
Und hier der Drüsenfleck beim Bock - diesen Fleck suchst du bei Red Lechwes vergeblich
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201601. Nov. 2019 · #47
Guten Morgen Michael, du erkennst es vor allem an der Fellfarbe. Reedbucks sind von der Fellfarbe her viel brauner und weniger rötlich. Auch die Hals- und Schädelform ist anders. Wenn du magst, schau mal auf S. 34 meines aktuellen RB. Dort finden sich Fotos von Riedböcken zum Vergleich.
Guten Morgen, Michael, endlich habe ich Euch wieder eingeholt. Die Kajaktour war wohl das Highlight Eurer Reise, finde ich bewundernswert, dafür wäre ich, obwohl kein Angsthase, auch in jüngeren Jahren doch zu feige gewesen. Genau wie Bele macht mir Euer RB große Freude, gemischt mit Vorfreude. Wir haben beim selben Unternehmen wie Ihr schon einmal (2013) und für 2020 wieder das Auto (allerdings Hillux) gemietet. Das
und der Fahrer fragt „Did you see anything?“. Direkt in Sichtweite der 100‘en Tiere an und in der Lagune! Ihn interessierten nur Löwen oder Leoparden.
haben wir auch oft erlebt und finden es immer wieder erstaunlich 😎 Allerdings: einen Leoparden hätte ich im Moremi auch gerne mal gesehen 😗 Viele Grüße Friederike
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201401. Nov. 2019 · #51
Hi Sascha,
jetzt bist du Schuld, dass wir nochmal nach Afrika müssen 😮 .
Denn das einzige Bild mit Reedbuck hast du als vermeintliches degradiert ... jetzt haben wir kein Reedbuck-Bild mehr 🙁
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201401. Nov. 2019 · #52
8.9. Moremi, Xakanaxa —> Khwai ... oder „So kann der Wagen nicht stehen 😐 “
Als wir aufstehen, sind alle Nachbarn schon weg, zum Morning Drive. Aber wir haben Urlaub und lassen es gemütlich angehen. Auf unseren 3-Flammen-Herd passen bequem der Topf mit den Bohnen, die Pfanne für die Spiegeleier und der Heißwasserkessel ... ein schönes warmes Frühstück heute. Auf Wunsch kann ich mittlerweile auch die Hitze auf Stufe 1, 2 oder 3 einstellen 😄 .
Spät brechen wir zum Morning Drive auf, mit Elefanten, Giraffen, Zebras, Impalas, Kudu, Reedbuck, Tsessebe, Waterbuck, Lechwe, Wardhogs, Büffel.
Waterbuck
Impala und Tsessebe
Dieser Büffel beäugte uns sehr aufmerksam 😮
Pause am Dombo Hippo Pool mit jeder Menge Hippos inkl. Hippo-Babies, Krokodilen (die ersten im Moremi), Pink-backed Pelicans, Löffler, Helmeted Guinea Fowls, Lilac-breasted Roller, Nilgänse, Marabus.
Pink-backed Pelican
Helmeted Guineafowl
African Spoonbill
Bei den Hippos ist es wie bei uns Menschen - die Babies dürfen alles 😘
Red-billed Spurfowl
Mittagspause unter schattigen Bäumen in der Sexugu Plain, am Ufer des Khwai River. Wir scannen die Gegend zur Sicherheit nach Leoparden oder Löwen ... gelernt ist gelernt von Shadrack, dem Kayak-Guide 😉 .
Sehr angenehm, dieses schattige Plätzchen mit einer leichten Brise:
... und diesem tollen Ausblick:
Um 14:40 Uhr fahren wir weiter, immer am Khwai River entlang ...
... und sind gegen 15:30 Uhr bereits am Khwai Campground. Die Campsite MK1 ist okay, aber nicht so schön wie Xakanaxa, und auch South Gate fanden wir schöner. Am schönsten ist hier die Campsite #3, finden wir.
Man darf hier nix: Walking is prohibited, bei Dunkelheit muss man zum Waschhaus fahren! Hier sollen nachts Löwen auf dem Campground sein. Okay - Regeln sind Regeln. Aber dass man bei Tag angeblich auch nicht rumlaufen darf ... nee, das halten wir für Unsinn ... und spazieren erst einmal zur Holzbrücke über den Khwai, die wir morgen mit dem Auto fahren müssen.
Senegal Coucal
Dann rangieren wir lange, bis der Wagen so steht wie wir es gut finden: „Nein, hier kann der Wagen nicht stehen, da stoße ich mir hinten an der Klappe den Kopf“ - „Nein, die Bodendecke muss direkt am Tisch liegen“ - „Nein, da stände der Wagen in der Windrichtung vom Feuer“. Wir finden eine gute Stelle ... und brauchen noch ein paar Iterationen, bis der Tisch und die Stühle und die Leiter vom Dachzelt passend arrangiert sind 😄 . Klappt wunderbar mit uns zweien ... ein gutes Omen für zukünftige Womo-Level-Aufgaben 🙂 .
Wir bekommen die im Camp Office bestellten 4 Bundle Holz - ich hatte 8 Pula pro Bundle verstanden - es waren aber 30, also insgesamt 120 Pula. Egal, wir werden ein Freudenfeuer gegen die Löwen machen 😁 .
Der Abend klingt wie üblich aus: Essen wird noch im Hellen vorbereitet, Kochen und Essen im Dunklen.
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201403. Nov. 2019 · #54
9.9. Chobe: Khwai —> Savuti ... oder „Stoooopp!“
In der Nacht waren keine Löwen zu sehen oder zu hören. Wir hörten die Nilies, einen Elefanten und die Wildkamera hat endlich was richtiges ewischt: eine Hyäne.
Im Waschraum treffe ich einen Niederländer, der meinte, man müsse Essensreste ins Feuer werfen vor dem Zubettgehen, dann hätte man gute Ausbeute auf der Wildkamera 😵 .
Abfahrt 8:20 Uhr, über die Brücke am Khwai 🤪
Nach fast 5 std sind wir in Savuti, Campsite 1 - 108 km in 4:50 Std. Die große Straße von Khwai bis Magabe ist breit und bis auf wenige Passagen recht gut, die Marsh Road sogar sehr gut zu fahren, bis auf ein paar holprige getrocknete Schlammpassagen, die aber langsam kein Problem sind. Die letzten 2 km vor dem Savuti Gate haben es aber in sich: Tiefsand, es geht gut, aber ein paar mal war es knapp im 2. Gang. Aber der 1. Gang und Lo4 wären ja noch als Reserve da gewesen.
Das Savuti Camp ist heiß, tiefsandig und staubig, zum Waschhaus ist es - obwohl wir „direkt“ nebenan sind - eine kleine Wanderung. Karin gefällt es gar nicht. Wir sind aber auch beide k.o., nach einem kleinen Snack und Kaffee geht es uns besser.
Wir schmieden Pläne für den späteren Nachmittag, auch wenn wir überhaupt keine Lust haben, den Tiefsand hinter dem Camp Gate noch mal zu fahren. Wir beschließen, nur das kurze Stück bis zur Brücke zu fahren, dann auf die andere Seite des Savuti Channel zu wechseln und weiter südlich zu den Hills und dem Rock Painting zu fahren. Auf jeden Fall wird jetzt erst mal bis 16 Uhr gelesen und den vorwitzigen Hornbills, Starlings und Squirrels zugeschaut. Die wollen alle nur das eine: etwas von dem Essen abhaben 😗 .
Burchell's Starling
Yellow-billed Hornbill
Go-away Bird
Unser Game Drive dauert ca. 2 std, zu der Baobab Gallery und den Rock Paintings. Beides sehr schön.
Zu Beginn, direkt nach der Brücke, kommt ein Tiefsandstück, ich gebe Gas („Keep your momentum!“ haben wir ja gelernt 😉 ) und konzentriere mich auf die Fahrspur. „Stop“ ruft Karin, „stoooppp“ ... und wir kommen 10 m vor dem Elefanten zum Stehen. Wir hätten ihm die Zehen und den Rüssel abgefahren, die als einziges in die Fahrspur ragten. Der Rest des Elefants war gut getarnt hinter einem Baum. Puh, Glück gehabt, das wäre für beide Straßenverkehrsteilnehmer nicht amüsant gewesen 😕 😮 .
Und gut, dass Karin so Adleraugen hat!
Baobab Gallery
Pad durch etwas höheres Gras
Auf dem Weg von der Baobab Gallery queren wir den Savuti Channel, die eine Seite ist sehr steil bergab, aber in Lo4 kein Problem, einfach ohne Gas (und immer, immer! ohne Kupplung) runterrollen lassen.
Wir klettern ein bisschen den Berg mit den Rock Paintings hoch, sehen auch eine Zeichnung mit Elen, Elephant, Sable Antilope und einem Centipede (?).
Karin wäre gerne noch zum Leopard Rock gefahren, aber wir (ich) waren zu k.o.
Gegen 18 Uhr fangen wir mit dem Abendprogramm an ... Bodendecke, Müllsack, Kramtüte, Kochkiste, Haushaltsgeschirrkiste ausräumen, ich mache Feuer und Zelt, Karin kocht, und zwischendrin muss jeder noch jede Menge kramen 🙂 .
Heute gibt es Kudu-Steak, Maccaroni und Tomaten-Erbsen-Zwiebelsoße
Savuti und die Landschaft gefallen uns wirklich gut, der Campground nur mittelmäßig. Unsere aktuelle Hitliste der Campgrounds: Xakanaxa, South, Khwai, Savuti.
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201403. Nov. 2019 · #55
10.9. Chobe: Savuti —> Linyanti ... oder „Einen Elektriker hat man besser in jeder Familie 🙂 “
Nicht viele Tiere haben wir in Savuti gesehen. Wenig Elefanten, sehr wenig Vögel (außer den "Bettlern" im Camp), fast keine Antilopen, 2 oder 3 Giraffen, keine Zebras oder Gnus, auch Löwen nicht.
Slender Mongoose (auf der Savuti Campsite - will auch nur das Eine 😉 )
Wir füllen noch den zweiten Reservekanister ein, wieder eine Riesenschweinerei, die wir aber komplett aufgefangen bekommen. Jetzt ist der Tank wieder knapp ¾ voll - das muss für Linyanti und Ihaha bis Katima Mulilo reichen.
Um 10:10 Uhr machen wir uns auf, am Gate empfiehlt uns die Lady die direkte Route nach Linyanti, nur die ersten 3 km seien Tiefsand, danach „easy going, your car will do this“. Der Mann gestern sagte allerdings „Too deep sand, go via Ghoha Gate!”. Wir riskieren es 😕 .
Nachtrag: Gut, dass wir das gemacht haben, die Route Ghoha-Linyanti wäre 20 km länger gewesen und die Tiefsandpassagen sind wegen der LKW viel schwieriger.
Und tatsächlich, diese ersten 3 km (eher 4) haben es in sich. Wie im Bradt Safari Guide steht: „Testing the driver‘s abilities (and that of the car) to the maximum“ 🤨 .
Black-chested Snake Eagle
Also 2. Gang Hi4, so haben wir es gelernt, Gas geben (so 25 km/h) und durch, egal wieviel es schaukelt und rüttelt. Aber es hilft nichts, nach ein paar 100 m werden wir immer langsamer, der Motor nimmt kein Gas mehr an, wir bleiben stehen. Aber natürlich wie gelernt sofort vom Gas gegangen, kein Eingraben. Lo4 rein, die nächsten 200 m oder so im 2. Gang mit 8 km/h schleichend, dafür aber sicher durch den Sand. Bergab geht wieder Hi4 mit 20-25 km/h ... und die nächsten 20 min immer weiter im Wechsel. Lo4 baggert uns immer wieder raus 🙂 .
Nach ca. 4 km geht es besser, kaum noch Sand, ab und zu ein paar hubbelige getrocknete Schlammlöcher. Um 11:50 Uhr sind wir schon im Linyanti Camp, nach 39 km in 1:50 Std., d.h. immerhin ein Schnitt von über 20 km/h, nicht viel weniger als auf der Marsh Road.
Wir sollen auf Site CL3 wechseln, sagt der Camp Host, weil #1+#2 für die Gruppe, die #2+#3 gebucht hat, besser sei.
Passt uns gut, die CL3 gefällt uns genauso, mit einem schönen Blick über die Linyanti-Ebene, etwas näher am Waschhaus. (Trotzdem habe ich natürlich den ganzen Nachmittag Angst, dass man uns wieder verjagt 🤨 ).
Linyanti gefällt uns beiden auf Anhieb super: Das Wasser des Linyanti-Flusses, der weite Blick über den Linyanti Marsh, Bäume spenden Schatten, ein kleine Brise kühlt. Wir sehen und hören Elefanten und Hippos, dazu Wardhogs, jede Menge Vögel, u.a. Marsh Harrier, Starlings, Bee-eater, Erstsichtung: Carmine Bee-eater. Wir machen ein paar Stunden Siesta und essen weisungsgemäß alles Obst auf, weil dies die Elefanten riechen und dann dann nachts am Wagen rütteln 😮 . Jede Menge Vögel in und an der Campsite - wir kommen gar nicht mehr aus dem Fotografieren raus.
Southern Black Flycatcher mit Heuschrecke 🙂
Dark-capped Bulbul
Tawny Eagle Yellow-billed Kite (danke Bele)
Black-collared Barbet
Little Bee-eater
Ein wunderschöner Nachmittags-Drive, ca. 1:45 std, durch lichten Wald („riparian forest“), immer wieder mit Blick auf den Linyanti Marsh, ab und zu verlangen Elefanten ihre Vorfahrt.
Baboons sind äußerst wasserscheu
Elefanten, immer wieder ein Freude zuzuschauen
Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir zurück.
Und hier die Auflösung aus dem Post vom 21.10. und noch einmal Riesen-Dankeschön an Cruiser samt Friends&Family 😘 .
Feuer, Zelt, Essen vorbereiten ... oops, der Kühlschrank ist aus 😮 . Alle Stecker sind drin, Sicherungen okay, ich kann nichts entdecken. Karin geht zur Nachbar-Campsite, wo die große Gruppe mit 4 Landcruisern stehen. Sie kommt mit Mark und Michi zurück, Mark ist Elektriker. Sie finden den Übeltäter sofort, ein durchgescheuertes Kabel. Nicht das erste Mal, das Kabel ist an 4 oder 5 Stellen bereits provisorisch geflickt. Die beiden schneiden das marode Kabelstück raus, flicken es fachgerecht (und ich kann stolz Isoliertape beisteuern). Aber nun ist das Kabel zu kurz, um unten herum zum Kühlschrank geführt zu werden. Es liegt jetzt oben herum, der Kühlschrank kann nicht mehr herausgezogen werden. Aber er läuft wieder 🙂 . Wir bieten unsere restlichen 3 Hansa-Bier an ... aber die beiden sind froh, uns helfen zu können und unser Dank reicht Ihnen. Und Karin meint „Einen Elektriker braucht man in jeder Familie!“. Wir werden mit unseren Kids reden 😎 .
Unser Dinner ist heute Salat und Steak mit Gemüserisotto. Das Steak ist vorzüglich, man schmeckt, dass die Rinder hier freilaufend sind und sich von Gras statt Schnellwachskraftkunstfutter ernähren.
Wir stellen den Wecker auf 6 Uhr und wollen einen Morning Drive machen. Die Nacht ist hier richtig laut: Zirpen, Hippos, Elefanten und jede Menge unbekannte Tiertöne, wir meinen auch Hyänen zu hören.
Viele Grüße, Michael
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201104. Nov. 2019 · #56
Wir sollen auf Site CL3 wechseln, sagt der Camp Host, weil #1+#2 für die Gruppe, die #2+#3 gebucht hat, besser sei.
Passt uns gut, die CL3 gefällt uns genauso, mit einem schönen Blick über die Linyanti-Ebene, etwas näher am Waschhaus. (Trotzdem habe ich natürlich den ganzen Nachmittag Angst, dass man uns wieder verjagt 🤨 ).
Nee, nee ... uns hat man ja auch gleich umgebucht bei Ankunft.
Michi, Michael ist mein Bruder und kein Elektriker, eher mein Geschäftspartner. Wir bauen und verdrahten auch alles selbst an unseren Auto's. Mark ist Freund aus Berlin und Elektriker, fährt mit uns auf Tour seit den letzten drei Jahren. Im September ist immer unsere Männertour. 😉
Wir helfen gerne. 🙂
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201404. Nov. 2019 · #57
Hallo Adolf, da habe ich dann was verwechselt ... und korrigiere es oben in meinem Text in "Mark ist Elektriker". 🙂
immer diese Kühlschrank-Probleme beim Campen - dachte schon, du hättest nicht richtig gelevelt 🙂 ... jetzt habe ich den Start Deines Reiseberichtes verpasst, weil ich selber im Urlaub war, konnte es aber in zwei Schüben durchlesen - spannend - so wie man euch beide halt kennt 🙂 Aber ein wenig Glück hast du schon - einfach Dinge liegen und stehen zu lassen 😵 Eine Tour mit vielen Highlights, auch die, die nicht auf ein Foto gebannt werden konnten - spannend und kurzweilig berichtet - gefällt mir. Bin schon gespannt auf unsere erste Tour im kommenden Jahr - an der du ja nicht ganz unschuldig bist 🙂
Also, Michael, dass du uns mit einem Fake-Foto - einem Bienenfresser aus Plüsch - hinter's Licht führen willst, das hätte ich jetzt nicht von dir erwartet 😠 😉 ! Ansonsten genieße ich die Schilderung eurer Reise und die Aufnahmen sehr. Danke!
LG Ute
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201404. Nov. 2019 · #60
Hi Ute.
Also, Michael, dass du uns mit einem Fake-Foto - einem Bienenfresser aus Plüsch - hinter's Licht führen willst, das hätte ich jetzt nicht von dir erwartet 😠 😉 !
Da man sich schriftlich manchmal mehr missversteht als mündlich ... ... nein, kein Fake-Foto, echt 🙂
Aber ISO 12800, weil tief im Gebüsch, mit 400mm plus 1.4x Konverter (an der Fuji also 840mm umgerechnete Brennweite) hatte ich bei den flinken Bee-eaters 1/2000 sec Belichtungszeit gewählt. Und deshalb recht viel Rauschen. Aber plusselig war das Vögelchen schon.