mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201301. Okt. 2019 · #1
Nachdem nun auch unser Gepäck vollständig daheim angekommen ist und die Fotos zumindest schon mal auf der Festplatte sind, möchte ich euch unsere Eindrücke nicht vorenthalten. Ich weiß noch nicht wie ausführlich der Bericht diesmal werden wird und es wird sicher auch eine Weile dauern bis es richtig losgeht, immerhin sind ca. 18.500 Fotos zu sichten, zu sortieren und dann zu bearbeiten, aber für die, die mit auf die Reise gehen wollen, kann ich ja schon mal die Spannung ein wenig aufbauen! 🙂 Wie bei unseren vorigen Reisen haben wir die Buchung wieder komplett über AST-Reisen abgewickelt, das hat sich bisher bestens bewährt, also kein Grund etwas zu ändern. Nach drei Reisen durch Namibia und den KTP waren wir am langfristigen planen der nächsten Reise durch Botswana. Anders als zuvor sollte es keine Selbstfahrertour werden, was insbesondere für mich (den Fahrer) mal ganz was anderes sein sollte. Und so richtig wussten wir bei den ersten Gesprächen auch nicht so richtig was wir machen sollten, die Preise sind ja schließlich nicht ohne und man muss ja locker mal ein zwei Jahre vorausplanen! Und vor allem eines stand nicht zur Debatte: Camping. Wir hassen Camping!!! Irgendwann klingelte dann letzten Herbst das Telefon und unsere Beraterin von AST kam mit einem "spontanen" Angebot für September 2019. Ein Kunde hatte ein Angebot nicht angenommen und die Reservierung stand noch für ein paar Tage. Also kurz diskutieren, Urlaub beantragen, warten... Druck machen bzgl. Urlaub und warten ... Immerhin kurz vor knapp hatten wir das OK und gaben unser OK ans Reisebüro. Und noch besser: Unser Freund Dirk, der schon zweimal mit in Namibia war, konnte sich auch überzeugen lassen (das ging sogar ziemlich schnell). Nun war aber erstmal wieder langes Warten angesagt (gewöhnt euch auch dran, der erste echte Abschnitt im Reisebericht wird auch noch dauern!)
Hier der Plan: Flug mit SAA Frankfurt --> Johannesburg Flug Johannesburg --> Maun 1 Nacht Thamakalane River Lodge am selben Tag Rundflug übers Delta / Moremi 6 Tage Zelt-Safari mit SGS (Safari Guides & Service), davon - 2 Tage Moremi west - 2 Tage Kwai - 2 Tage Savuti Transferflug nach Kasane 2 Tage Chobe Bakwena Lodge Rückflug via Jo'burg nach Frankfurt
Und ja, ihr habt richtig gelesen, wir haben doch gezeltet! Wir haben uns überzeugen lassen, es zu versuchen. Und was soll ich jetzt sagen, Camping wird sicher sonst nicht unsere Art von Urlaub, aber das hier ist was gaaaanz anderes - und irgendwie in dieser Umgebung auch ganz natürlich und auch ganz schön dekadent, das werdet ihr bald merken.... Und um ehrlich zu sein, man sollte Botswana wirklich unbedingt einmal im Zelt erleben!
Was haben wir uns für die Reise gewünscht? - die Big Five endlich mal vervollständigen - vielleicht auch mal ein paar Jungtiere sehen - mit Glück auch mal Wildhunde sehen - am Chobe ein paar Elefanten sehen - ein Fischadler wäre auch nett - eine gute Zeit haben - ...
Zumindest bei einem der Wünsche nehme ich die Spannung schon mal weg (ok, der Titel sagte es ja auch schon):
Besonderer Dank gilt dem Team von SGS, unserer "Safari-Familie": Unser Guide Dan betreute uns vom Abholen von der Thamakalane River Lodge bis zur Übergabe an den Piloten, der uns am Ende von Savuti nach Kasane gebracht hat, rund um die Uhr. Er überzeugte mit allumfassendem Wissen über Tier- und Pflanzenwelt und lehrte uns, wie "Bush-Google" funktioniert: Dank ständigem Austausch mit Kollegen, seiner Erfahrung und Intuition bescherte er uns tolle Sichtungen. Manchmal waren wir ungeduldig, wenn Dan bei einer Sichtung zügig weiter wollte. Aber wir lernten schnell, dass man ihm da unbedingt vertrauen sollte. Denn es kam dann immer noch besser. Er sorgte für tolle Erlebnisse und unglaubliche Fotos! Am Abend des ersten Safari-Tages lernten wir dann den Rest unserer "Safari-Familie" kennen: Maps, unser Koch, zauberte in seiner Buschküche fantastische Menüs, umsorgte uns mit leckerem Essen und ging auf die schwierigsten Sonderwünsche ein. Wir können immer noch nicht verstehen, wie er das gemacht hat. Ich glaube jeder Koch in Deutschland wäre an diesen Bedingungen in der Wildnis gescheitert. Auch Peter wird uns in Erinnerung bleiben. Er lieferte uns einen perfekten Service und war stets zur Stelle, wenn wir einen Wunsch hatten. Das freundliche "Knock, knock, good morning, water is ready" mit dem er uns am frühen Morgen weckte, wird uns noch lange fehlen! Etwas im Hintergrund, aber genauso wichtig, sorgte Nature für einen reibungslosen Ablauf. Seine fröhlichen Tänze, wenn wir ins Camp zurückkamen, sorgten immer für beste Laune. Alle vier waren absolut liebenswert und hatten immer ein Lächeln für uns. Sie schufen uns einen unvergesslichen Traumurlaub! Ich glaube man hört es heraus: Dies war nicht einfach nur ein zusammengestelltes Team, sondern quasi eine Familie, und wir hatten das Glück für wenige Tage dazu gehören zu dürfen! Wir vermissen alle vier und hoffen, dass wir alle zusammen irgendwann nochmal treffen können!
So und jetzt muss ich weiter Bilder aussortieren, immerhin bin ich schon bei nur noch 12.700. Bei ca. 3000 wird es ernst! Dann beginne ich abschnittweise eine Reihenfolge reinzubringen und die Bilder auch zu bearbeiten - und dann geht's richtig los! Schon jetzt wünsche ich euch viel Spaß! Michael
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #2
So langsam bekomme ich die Bilder in den Griff 😄 Es sind zwar noch dreieinhalbtausend, aber die werde ich jetzt Stück für Stück angehen, so dass ich nun immer mal etwas schreiben kann. Mehr als ein Jahr mussten wir nach der Buchung noch warten und mit Vorbereitungen verbringen. Da war z.B. die Gepäckfrage. Als notorisch Zuvieleinpacker ist ein Limit von 12 kg schon eine echte Herausforderung. Zumal bei einer Körpergröße von 1,94 ja jedes Stück auch gleich ein paar Prozent schwerer ist, als der Durchschnitt. Und dann muss die Tasche auch noch klein und weich sein. Wie gut, dass alle unsere Taschen inzwischen Rollen haben! Aber wir hatten ja Zeit. Und wir mussten uns ja auch noch auf das Thema Camping vorbereiten und passend ausstatten - eigentlich hätten wir da nichts gebraucht. Immerhin waren die neuen "perfekten" Taschen dann am Abend zuvor gepackt und gewogen: 10,9 kg!!! Das ist echt ein neuer Rekord. Anders sah es dann beim Fotorucksack aus: Es war nur das wichtigste drin und er wog schon über 9 kg und auf dem Tisch lagen noch allerlei Kleinigkeiten wie Akkus, Ladegeräte, Kabel uvm. also locker noch 1-2 kg. Also doch nicht der Rucksack, sondern die Tasche, die ist immerhin ein kg leichter und dann noch ein Objektiv in den Rucksack meiner Frau, der auch schon nicht ganz leer war. Aber irgendwie mit beiden Augen zudrücken waren dann unsere beiden Handgepäckstücke in der 8 kg Region - und wie bisher immer hat es niemanden interessiert.
Und endlich war der lang herbeigesehnte Abflugtag da: 16.09.2019 Die Nervosität steigt. Schnell mal ein Blick in Google Maps, wie die Verkehrslage so ist... Was? 5h für die Strecke zu unserem Freund Dirk? Ich hatte mit 2,5 gerechnet. Das fängt ja gut an! Also auf 5h Fahrt eingerichtet und unmittelbar vor Start nochmal geschaut: Jetzt sind es nur noch 3! Also doch noch Zeit... Wir sind dann doch einigermaßen entspannt am Flughafen angekommen und hatten wie immer reichlich Zeit während wir auf unseren Flug warteten.
Dieser startete dann auch pünktlich und brachte uns ruhig mit ein paar Stunden schlechtem Schlaf nach Johannesburg, mit Frühstück beim Sonnenaufgang über den Wolken.
Einziger Wermutstropfen: Die letzte Strecke auf der Anzeige dürften wir gleich wieder in umgekehrter Richtung fliegen.
17.09.2019 Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es dann weiter, diesmal überraschten uns die unbekannten Orte auf der Anzeigetafel nicht mehr wie vor 5 Jahren, im Gegenteil, einer dieser "exotischen" Orte war unser heutiges Ziel.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #3
17.09.2019 Ankunft in Maun Irgendwie hatte ich mir Maun tatsächlich etwas städtischer vorgestellt. Aus der Luft war es kaum zu erkennen.
Aber nach einigem Kopf anstoßen in diesem kleinen Flieger,
waren wir endlich da! In einem blechernen Gang bekamen wir die EInreiseformulare und durften die bei gefühlten 70 Grad ausfüllen, bevor es in den Airport ging. Die Passkontrolle war unproblematisch und eigentlich fotogen, aber das habe ich dann doch nicht fotografiert. Die "Schalter" waren rollbare windschief aus Spanplatten zusammengezimmerte Boxen - sensationell. Aber die Beamten begrüßten uns übermüdete Reisende ausgesprochen freundlich (da könnten sich die Damen und Herren in Deutschland mal was abschauen!), die bereitgehaltenen 30 $ Einreisegebühr interessierten auch niemanden, also weiter... Direkt hinter der Passkontrolle stand auch schon unser Gepäck und das wars auch schon, so einfach kann das Ankommen an einem internationalen Flughafen sein! Draußen wartete ein Fahrer der Lodge zusammen mit einem Mitarbeiter von Safari Destinations, die als vor Ort Partner unseres Reisebüros fungieren. Auch diese beiden waren ausgesprochen freundlich, hatten unseren gesamten Reiseplan zum kurzen Gegencheck dabei und nun konnte der Urlaub endlich beginnen. Wir machten uns auf den Weg zur Thamakalane River Lodge.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #4
17.09.2019 Thamakalane River Lodge Nach einem herzlichen Empfang, bei dem uns auch gleich unser Zeitplan für den Rest des Tages mitgeteilt wurde, bezogen wir unser Zimmer direkt am ...
... moment mal, sollte da nicht der Thamakalane Fluss sein? Die Trockenheit hat zugeschlagen, von Wasser ist weit und breit keine Spur. Immerhin brauchen wir uns um Hippos und Krokodile dann wohl keine Gedanken machen! Aber ok, es ist ja auch nur ein kurzer Stopp, bevor die eigentliche Tour losgeht. Die Zimmer sind recht hübsch und auch der Rest der Lodge gefällt uns. Wie sieht das wohl aus, wenn der Fluss Wasser führt?
Nach kurzem Auffrischen geht es dann wie direkt beim CheckIn abgestimmt, direkt wieder zum Airport. Unser Fahrer übergibt uns an die Mitarbeiter von Mack-Air, die sich nun freundlich um uns kümmern. Warum man für einen kleinen Rundflug eine offizielle Passkontrolle und Sicherheitscheck braucht, erschließt sich uns zwar nicht, aber es ist hier recht unkompliziert. Schwieriger wird es, wenn Passagiere des Rundflugs ihre eigenen Namen nicht kennen oder der Aufforderung zum Bus mitzukommen nicht folgen. Irgendwie passten auf einmal die Namen und Anzahl der Passagier nicht zu den beiden Maschinen. Aber wir schafften es dann doch in die Maschine zu unserem dritten Flug innerhalb von 24h.
Ein letzter Blick auf Maun
und schon gehts über den Veterinärzaun, der sich wie eine endlose Linie durchs Land zieht, in Richtung Delta, auch wenn dieses in dem von uns besuchten Teil deutlich trockener ist, als erwartet.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #5
Rundflug Ein Rundflug bis zum Sonnenuntergang ist schon nicht schlecht, aber es war sehr holprig. Nicht alle von uns konnten es so richtig genießen 🤢 . Hier einfach mal unkommentiert ein paar Impressionen aus der Luft. Das ist also unser Aufenthaltsort für die nächsten Tage!
Gut durchgeschüttelt kamen wir dann zurück.
Unser Fahrer wartete geduldig und hatte sich schon Sorgen gemacht, da es deutlich später war als erwartet. Die Verwirrungen mit den fehlenden Passagieren hatten doch einige Zeit gekostet. Mit unserem ersten diesjährigen Sundowner und einem leckeren Abendessen ging der erste Tag zu Ende und wir hatten uns unser Bett wohl verdient.
Doch Moment mal... was ist das denn für ein komischer Vogel? Wir konnten ihn zwar im Dunkeln nicht sehen, aber er fand, dass wir noch nicht schlafen sollten. Er gab einen Ton von sich, der klang original wie ein digitaler Wecker. (Nur nicht ganz so gleichmäßig). Aber irgendwann hat uns die Müdigkeit wohl doch übermannt und wir träumten von den bevorstehenden Abenteuern...
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #6
Ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen auch eure Kommentare abzugeben, zu fragen und zu diskutieren! Dann wird es sicher etwas unterhaltsamer auf der Reise.
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201104. Okt. 2019 · #7
Hallo Mike,
schöne Bilder vom Flug über das Delta! Die Turbulenzen dort oben konnte ich gerade sehr gut nachvollziehen .... 🤪 Und unglaublich erschreckend - die Bilder aus der Thamalakane Lodge. Mein Neffe ist gerade in Maun und schrieb : "grauenvoll, so viele tote Kühe am Straßenrand"! Hoffen wir also alle auf Wasser.
Nun gute Weiterfahrt - und vielen Dank für's Mitnehmen Strelitzie
Topobär5'479 Beiträge · seit 200904. Okt. 2019 · #8
mike303 schrieb:Wie sieht das wohl aus, wenn der Fluss Wasser führt?
So sieht es bei der Lodge aus, wenn der Fluss Wasser führt: 📎 heb8a11d.JPG
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #9
Hallo Strelitzie, ja die Trockenheit war wirklich erschreckend und alle warten auf Regen. Die ersten Wolken haben sich letzte Woche gezeigt, aber es wird sicher noch etwas dauern. Tote Kühe haben wir in Maun übrigens nicht gesehen, allerdings haben wir uns schon gefragt, wie die Tiere das überstehen können.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #10
Hallo Topobär, so ähnlich hatten wir uns das vorgestellt, danke fürs Zeigen! Die Trockenheit hat uns die ganze Zeit begleitet und dìe Temperaturen waren für Mitte September extrem hoch.
SISilvy298 Beiträge · seit 200704. Okt. 2019 · #11
Hallo Mike, schrecklich sieht der Fluss ohne Wasser aus!! Wir waren letztes Jahr auch Mitte September dort in der Lodge und hatten 40 Grad Hitze. Es war ungewöhnlich heiß für die Jahreszeit und alle haben auf Regen gewartet. Ich habe gedacht, ich würde den Flug über das Delta nicht überleben, als wir in die aufgeheizte Maschine gestiegen sind aber der Blick auf die traumhafte Landschaft und die Tiere war so überwältigend, dass ich die Hitze im Flugzeug gleich vergessen habe. Am nächsten Tag waren wir bei 40 Grad im Moremi unterwegs....
Ich lese sehr gerne deinen Bericht und freue mich, dass ich damit nochmal unsere Reise quasi erleben kann.
Vielen Dank und liebe Grüße Silvy
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #12
Hallo Silva, willkommen an Board! Ja so an die 40 Grad hatten dir nachmittags auch. Im offenen Safari Fahrzeug war das wie ein Heißluftgebläse von vorne.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #13
18.09.2019 Heute gehts endlich los!!! Gut ausgeruht haben wir noch reichlich Zeit, während alle anderen schon früh raus müssen. Nach einem gemütlichen Frühstück warten wir darauf, dass unser Guide uns um 10:00 abholt. Dank Vogeltränke vergeht die Zeit sehr schnell.
Überpünktlich fährt ein Auto von SGS vor und wir lernen Dan kennen. Er scheint ein wirklich netter Kerl zu sein! Mit ihm gehts los auf die Piste in Richtung Moremi. Er warnt uns direkt, dass wir heute Abend richtig dreckig sein werden, da es ordentlich staubig wird, und freut sich. Vorbei an letzen Ansiedlungen zieht sich die Strecke ganz gewaltig. Und es wird ordentlich warm!
Aber spätestens nach dem Veterinärzaun, den wir ja schon aus der Luft gesehen haben, wird es interessanter. Die ersten Tiere lassen sich sehen, auch wenn die Uhr langsam in Richtung Mittag zeigt und sich die meisten im Schatten verstecken. Und als erstes dürfen wir den ersten Haken bei den Big 5 machen - also 1/5 🙂
Und gleich noch so ein süßer Kleiner!
Am South Gate machen wir kurz Pause. Dan packt einen Snack für uns aus, den er zuvor besorgt hat. Und da ich im Anfrageformular eine Fruktose-Unverträglichkeit angegeben hatte, hat er auch speziell für mich ein besonderes Gericht dabei - auch wenn, wie wir später erfahren haben, niemand wusste, was es mit dieser Unverträglichkeit auf sich hat. Aber egal. Es schmeckte super, und im Gegensatz zum Spezial-Menü war das normale Essen für mich auch kein Problem 🤩 (Das haben wir aber besser mal nicht gesagt, wenn man sich schon soviel Mühe macht, schließlich war es ja in Summe perfekt!)
Jetzt sind wir also im Moremi! Und schon gehts weiter mit Tieren, von denen die meisten noch im Schatten ruhen.
Und wir müssen erst langsam wider lernen, die Tiere überhaupt zu erkennen. Unter diesem Baum ist richtig was los.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #14
Dan zeigt uns eine erste Campsite und erklärt, dass unsere ähnlich aussehen wird. Ca. 50 Meter später hält er an. Na endlich Wasser! Und gleich mit Eli und Hippo!
Und der junge Mann hat scheinbar richtig Spass!
Allerdings hat Dan nicht wegen dieser beiden angehalten. Es ging eigentlich eher um 2/5 direkt auf der anderen Seite neben dem Auto (immer noch 50 Meter von dem eben erwähnten Zeltcamp).
Also noch nicht mal angekommen und schon 2 Häkchen auf der Liste! Bei einem Baobab können wir uns dann mal die Füße vertreten und ich merke, dass es doch kein Fehler war, das extreme Weitwinkel einzupacken! Zwischendurch drängt uns Dan immer wieder viel zu trinken. Er läßt keine Ruhe bis die Flaschen leer und auch wieder aufgefüllt sind. Gut so, denn wir sind das Klima definitiv nicht mehr gewöhnt.
Weiter gehts bei immer besser werdendem Licht.
Und endlich erreichen wir eine der berühmten Brücken.
Und das Wasser sorgt für deutlich schönere Vegetation und zieht natürlich auch Tiere an.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #15
Also Elefanten scheint es schon mal reichlich zu geben!
Und die Kleinen sind einfach nur klasse!
Aber auch im Hintergrund tut sich etwas..
Und wir sind mittendrin!
Beinahe hätte ich es vergessen: 3/5 - und wir sind noch nicht mal im Camp angekommen! Wir werden sehr genau beobachtet.. Und so richtig freundlich schauen die alle nicht!
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201304. Okt. 2019 · #16
Nachdem die Büffel glücklicherweise friedlich waren, sehen wir wieder Wasser und gleich noch ein paar neue Tiere unserer Wunschliste.
Und pünktlich zum Sonnenuntergang mit Büffeln und Elefanten im Hintergrund erreichen wir unser Camp. Dan pfeift laut und das Team antwortet mit fröhlichem Pfeifen und Tanzen - was für ein Empfang. Das hatten wir ab nun bei jeder Rückkehr ins Camp und es war einfach nur schön. Die Dusche war gerichtet, Lagerfeuer und Petroleumlampen brannten und so lernten wir nun das Team kennen und genossen den ersten Abend in der Wildnis mit leckerem Essen und super netten Menschen.
Zwischendrin hörten wir im Hintergrund die Büffel und ab und zu einen Elefanten. Und immer wenn Dan ein Geräusch hörte, leuchtete er in die Richtung, und zeigte uns die Besucher. Wer weiß, wen wir hier gerade noch erwischt haben?
Damit hat nun das Abenteuer Wildnis wirklich begonnen und wir waren gespannt, ob und wie wir hier draußen schlafen würden!
Martina56573 Beiträge · seit 201405. Okt. 2019 · #17
Hallo Mike,
ich habe gerade mal Deinen RB abonniert. Wir haben auch unsere Camping Nächte im Okavango Delata so sehr genossen dieses Jahr im Mai, obwohl absolut keine Camper. Bei Deiner Beschreibung werden schöne Erinnerungen wach. Danke dafür und ich freue mich auf die Fortsetzung.
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201306. Okt. 2019 · #19
Hallo Sascha, Danke, jetzt wo du es sagst, erinnere mich daran, dass Dan von einem Civet gesprochen hat. Was da besonders gespenstisch war, waren die Reflexe von vielen (hundert) Büffelaufen, als Dan mit seiner Lampe rundum geleuchtet hat. Neben dem Civet kamen auch immer wieder mal Schakale und Hyänen vorbei. Aber die haben mir wenig Sorgen gemacht. Die Büffel in Sichtweite waren zwar friedlich, aber angesichts der Masse dann doch etwas beunruhigend. VG Mike
mike303Themenstarter284 Beiträge · seit 201306. Okt. 2019 · #20
19.09.2019 Die erste Nacht ist um, und oh Wunder, es hat uns kein Tier gefressen. Es war schon ziemlich ungewohnt, im Zelt mit den vielen Geräuschen und viel schlimmer: MIT DEM WISSEN, wer da draußen sein könnte! Genaugenommen war es ziemlich ruhig, wir haben die Büffel gehört, in der Ferne mal einen Löwen und dauernd Schritte direkt ums Zelt. Wie wir später erfahren haben, waren das Hyänen. Irgendwann werden wir dann von Geräuschen wach, das Team ist aktiv geworden und einen Augenblick später ertönt ein "knock, knock, your water is ready!" vom freundlichen Peter, der uns vor Sonnenaufgang weckt und warmes Wasser in die Bassins einfüllt. Ein Ritual, das sich von nun an allmorgendlich wiederholen würde. Also schnell raus zum Waschen, und dann x-mal rein und raus, irgendwie ist man ja doch gewohnt, seine sieben Sachen im Bad beisammen zu haben. Erst fehlt das Licht, dann das Handtuch, als nächstes das Wasser...
Schnell gefrühstückt und auf gehts bei noch angenehm frischen Temperaturen in einer trockene aber herrliche Landschaft ... Die Büffel sind bereits ein Stück weiter gezogen und wir begegnen allerlei Tieren.
Und auch Autos sind um diese Zeit schon unterwegs, wobei man sagen muss, dass es wirklich recht wenige sind, denen man hier begegnet.
Und wenn man schon ein Auto trifft, wird erst mal angehalten und sich ausgetauscht. Natürlich verstehen wir nichts, die Guides untereinander sprechen natürlich Setswana. Vermutlich geht es um die Familie, die dumme Truppe hinten im Auto uvm. 🤩 Aber wir lernen, das dies neben dem Funk ein wichtiger Teil des Systems "Bush-Google" ist. So weiß jeder, wer wann und wo was gesehen hat und das sollte sich im Laufe der nächsten Tage doch als recht nützlich erweisen!