Opuwo und Rucana Falls mit Kleinkind?

12 Antworten · 2'307 Aufrufe · gestartet 28. Aug. 2019 von yjacob
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201928. Aug. 2019 · #1
Hallo zusammen,

ich bin durch Zufall auf euer Portal gestossen und musste mich als Namibia-Fan direkt anmelden. Wir sind eine kleine Familie mit 5jähriger Tochter und wollen kommendes Jahr (Ende Mai / Anfang Juni) zum ersten mal mit Kind nach Namibia. Wir selbst waren schon 5 Mal dort und kennen sämtliche Highlights des Landes 🙂 Daher wollen wir unsere Tour kindgerecht gestalten, aber auch ein paar Sachen machen, die wir selbst noch nicht kennen. Wir würden sehr gern nach Opuwo und dann zu den Rucana Falls und dann irgendwie über einen nördlichen Eingang in den Etosha NP. Kann mir einer sagen, ob sich das lohnt bzw. wie die Straßen dort oben sind und ob das mit Kleinkind machbar ist? Wir sind bisher nicht nördlicher als in den Etosha NP gekommen und daher weiss ich nicht, wie die Straßen dort oben so aussehen.

Habt ihr sonst noch gute Tipps, die man mit Kind machen kann? Unsere Tagesetappen sind sonst recht kurz geplant (150-200 km), das kennt unsere Tochter auch, wir waren mit ihr schon mehrfach in den USA und Südafrika. Für Walvis Bay haben wir die Bootstour zu den Robben geplant, in Swakopmund die Little Desert Tour etc. Aber vielleicht hat noch einer einen Geheimtipp, was Kindern sonst so Spaß machen könnte. Unsere Tochter liebt die Natur, Tiere und Spielplätze 🙂

Weiterhin planen wir eine Nacht in Terrace Bay, ist das lohnenswert oder sollte man das besser weglassen?

Ich bin für Tipps aller Art dankbar, vielen vielen Dank!
4'382 Beiträge · seit 201528. Aug. 2019 · #2
Hallo, , yjacob,
willkommen im Forum der Süchtigen!
Ohne Erfahrungen in Reisen mit Kleinkind (und eine Fünfjährige ist ja nicht mehr soooo klein) zu haben, kann ich nur zu Terrace Bay sagen, daß die Fahrt dorthin sehr, sehr lang und sicher für Kinder total langweilig ist. Ich habe dort nix gesehen, was für Kinder spannend wäre....
Lies doch mal in den RBs von H.Badger, die sind mit gleich zwei kleinen Mädchen unterwegs oder Binca75, die auch alljährlich mit zwei Buben in Namibia Urlaub machen. Dort findest Du sicherlich viele Anregungen!.
Schönes Planen weiterhin!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2019
796 Beiträge · seit 201528. Aug. 2019 · #3
Hallo Jacob,

wir fanden Opuwo nicht so toll. Ist sicher eine "afrikanische" Stadt. Himbas im Supermarkt sind dort ganz normal. Uns hat die Stadt nicht gefallen. Habe mich dort nicht so sicher gefühlt und die Bettelei war doch sehr aufdringlich. Wir haben eingekauft, getankt und schnell weiter.
Die Wasserfälle bei Ruacana sind keine. Die gibt es nur, wenn Angola den Staudamm aufmacht. Bei uns war alles trocken und sehr unspektakulär. Beides lohn nicht die Fahrerei.
Wenn der Norden, dann müsst ihr bis Epupa. Da ist es sehr hübsch, natürlich, gute Unterkünfte und ein toller Wasserfall.

Grüße
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
1'412 Beiträge · seit 201328. Aug. 2019 · #4
Hallo yjacob,

Vorweg: Ob sich das alles mit Kleinkind lohnt kann ich dir nicht sagen.
Generell sind die Ruacana-Fälle im Normalfall eher unspektakulär bis nahezu nicht vorhanden, da der Kunene für das Wasserkraftwerk da oben gestaut ist und nur wenig abgelassen wird. Dann werdet ihr sozusagen nur nackten Fels sehen.
Wenn nach starken Regenfällen in Angola die Schleusen geöffnet werden (müssen), dann sehen die Fälle schon ganz anders aus und sind durchaus spektakuär und sehenswert. Siehe auch unseren Reisebericht 2018: >klick<.
Aber seid euch bewusst, dass dies doch eher die seltene Ausnahme ist und im "Normalzustand" lohnen sich die Fälle definitiv nicht, da wie schon gesagt quasi nicht vorhanden.
Die Straßen von Opuwo aus dorthin (C41 und C35) sind bis zur Grenze nach Angola durchgehend asphaltiert und abgesehen vom "Verkehr" vollkommen unproblematisch (oft viele Menschen und Haustiere auf den Straßen unterwegs).
Gleiches gilt für die Weiterfahrt durch das Owamboland bis zum King Nehale Gate im Norden von Etosha.
Die Fahrt und die Erlebnisse im Owamboland empfanden wir als Mehrfach-Wiederholungstäter als sehr spannend und als eine absolute Bereicherung unseres Namibia-Erfahrungsschatzes.
Ihr könnt ja mal in unserem oben "verklickten" Reisebericht weiterlesen und euch ein Bild von unseren Erlebnissen machen. Vielleicht hilft euch das ja ein wenig bei der Entscheidungsfindung, ob das für euch mit Kleinkind sinnvoll ist.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2019
5'479 Beiträge · seit 200928. Aug. 2019 · #5
Wie schon gesagt, lohnen die Ruacana Falls nicht, die Epupa Falls dagegen sehr.

Auf dem Weg von Opuwo zu den Epupa Falls kommt Ihr an einen Showdorf der Himba vorbei. Da sind auch immer viele Kids im Alter Eurer Tochter, so dass ich mir vorstellen kann, dass ein Besuch dort auch für sie interessant ist.

Am Kunene liegen alle Unterkünfte direkt am Fluss. Da müsst Ihr gut auf Eure Tochter aufpassen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
16,9k Beiträge · seit 201228. Aug. 2019 · #6
Topobär schrieb:
Am Kunene liegen alle Unterkünfte direkt am Fluss.
Nein, nicht ganz. Die Kapika Waterfall Lodge liegt auf einem Berg mit traumhaften Überblick über die Gegend.
Es weht dort oben immer ein leichter Wind und dadurch ist es quasi auch Mücken frei, während man das Treiben unten beobachten kann.

Zur Lodge gehören auch ein paar Hunde, eine Elefantenspitzmaus wohnt neben der Terrasse und ist überhaupt nicht scheu.
Das Essen, das das Team zaubert, hat uns in seiner Qualität von den Socken gehauen.

Edit: In unserer aktuellen DVD geht es im Wesentlichen um die ganze Ecke dort oben: Opuwo, Epupa, Ruacana...
Wenn Du daran Interesse hast?

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2019
Themenstarter2 Beiträge · seit 201928. Aug. 2019 · #8
Hallo, danke für deine Antwort. Ist die Straße von Opuwo zu den Epupa Falls gut befahrbar auch ohne Allrad? Danke dir
92 Beiträge · seit 200729. Aug. 2019 · #10
Hallo yjacob

Wir waren vor 10 Jahren (oder11 😊 ) mal im April bei den Rucana Falls, damals war eine schöne Regenzeit vorangegangen und die Fälle im "Vollbetrieb". Das war schon noch eindrücklich zu sehen. Aber wie meine Vorgänger schon geschrieben haben, das muss einfach gerade passen - zumindest wäre eure Reisezeit nicht allzuschlecht gewählt. In unmittelbarer Nähe gibt es auch keine anderen mega spannenden Ziele - von daher lohnt sich die Fahrt meiner Meinung nach nicht ganz nur für die Fälle.

Wir haben sie auf dem Rückweg von Epupa "mitgenommen". Wenn es euer Zeitmanagement zulässt würde ich Epupa genauer unter die Lupe nehmen, die Landschaft ist wirklich spannend, Himba-Besuche sind von dort aus möglich, auch das Alltagsleben am Fluss. Wir sind dann die D3700 den Kunene entlang runter gefahren und haben unterwegs (ich müsste mal genau nachschauen wo) am Fluss übernachtet. Von dort aus eine Flusstour mit dem Boot gemacht - wäre sicher auch eine spannende Abwechslung für eure Kleine.

Opuwo selbst haben wir auch nicht so spannend gefunden aber auch mal gut, das "normale" Alltagsleben zu gucken. Und es hat in der näheren Umgebung ein paar gute Hotels. Also auch nicht sooo schlimm für einen Zwischenstopp um Vorräte aufzustocken 😉

Viel Spass bei eurer Reiseplanung.
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143 Beiträge · seit 200830. Aug. 2019 · #11
Hallo Jacob!

Für Kinder ist das Element Wasser natürlich immer wichtig. Im Mai / Juni sind die Schwimmbäder in Namibia natürlich kalt. Ein natürliches „Schwimmbecken“ mit ganzjährig durchgehend angenehmen Temperaturen ist das des Ongongo Wasserfalls bei Warmquelle, ca. 95 km nördlich der Palmwag Lodge. Für einen ganztägigen Aufenthalt (2 Nächte) dort würde sich ein kleiner Umweg (Kamanjab – Palmwag – ONGONGO – Opuwo – Epupa Wasserfälle) lohnen. Diese Strecke ist kurzweilig und vor allem mit jedem Fahrzeug zu bewältigen. Übernachtungsmöglichkeiten mit eigenem Zelt gibt es an allen dieser genannten Orte.

Und ja: Die leidige Frage bzgl. der Malariagefahr würde ich in diesen Monaten gelassen angehen!

Herzliche Grüße aus Windhuk, Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
796 Beiträge · seit 201501. Sept. 2019 · #12
Hallo Olli, hallo Jacob,

Ongogo ist sicher toll zum baden, jedoch würde ich da nicht mit einem "normalen" PKW hinfahren. Ist nur mit Geländewagen erreichbar. Sehr steinige Zufahrt und zu der Campsite nur mit 4x4.

Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
16,9k Beiträge · seit 201201. Sept. 2019 · #13
Richtig, für die Strecke ist ein 4x4 erforderlich.

Wir sind da im Dezember mit maximal 30 km/h rumgekrochen: Mehrere "Fahrspuren", aus denen man wählen kann - und aus den umliegenden Hütten kommen sofort bettelnde Kinder angerannt. An den Wasserfällen selber leider etwas Hassle von den jungen Betreibern irgendwelche Ausflüge und Dienstleistungen zu buchen.

LG
Logi