Malaria

50 Antworten · 11,0k Aufrufe · gestartet 07. Aug. 2019 von Reiseingrid
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390 Beiträge · seit 201708. Aug. 2019 · #21
ALM schrieb:Guten Morgen Reiseingrid,


Deine wohlgemeinte Frage in allen Ehren, verhallt diese jedoch wie der Schrei nach Zeter und Mordio.

Das Thema Malariaprophylaxe wurde in diesem Forum bereits gefühlt 13-millionenfach zwar umfassend aber nicht abschließend erörtert; und das zu gutem Recht.
Denn wer wann wo und mit was welche Erfahrung hinsichtlich dieses Themas gesammelt hat, konnte mit seinen Ausführungen zwar meistens zu einer sehr lebhaft geführten Debatte seinen Beitrag leisten, deren Verwertbarkeit jedoch für das einzelne Individuum schlicht sehr spärlich ausfiel.
Nach einigen Posts hier schreibst Du nun, daß Deine Frage sich an die vielen erfahrenen Afrikareisenden richtete. die im Zeitraum September/Oktober das nördliche Botswana bereisten.
Lass mich Dir keine Antwort auf Deine Frage geben, sondern vielmehr zunächst eine Gegenfrage zum besseren Verständnis aller stellen.
Was erhoffst Du Dir von Antworten der vielen erfahrenen Afrikareisenden, die Du ja explizit ansprichst, und wie wirst Du diese Antworten denn für Dich persönlich auswerten wollen? Wie soll man sich dies vorstellen?

Ich zweifle, daß eine durch Dich im Anschluß an die Antwortensammlung erfolgte empirische Studie im Einklang mit den Aussagen und Empfehlungen eines versierten Tropenmediziners stehen wird; denn es wird viele erfahrene Afrikareisende geben, die sich als Hardcoreverweigerer einer Malariaprophylaxe entpuppen und sich dieser strikt entziehen, auch wider professionellen Empfehlungen von Medizineren und es wird Angsthasen unter den erfahrenen Afrikatravellern geben, die bereits vor dem Durchschreiten der Ausgangstür des O. R. Tambo Airports in Johannesburg die erste Malarone geschluckt haben werden.

Ich kann Dir versichern, daß die meisten erfahrenen Afrikareisenden hier nicht zu den versierten Tropenmedizinern zählen.
Und aus genau diesem Grund ist mir die Intention Deiner Frage nicht klar.
Denn was könnte die Mehrzahl der Laien hier, zu denen auch ich mich zähle, zu einer klugen Entscheidungsfindung beitragen?

Wer sich im Vorfeld seiner Afrikareise zeitlich ausreichend früh, clever und überlegt mit diesem Thema beschäftigt, der wird zur Konklusion kommen, daß der einzig richtige Gesprächsparnter ein Tropenmediziner sein kann. Ob und inwiefern Du dann seinen professionellen Ratschlag befolgst oder in den Wind schlägst, das liegt dann ganz in Deinem Ermessen. Dies wirst Du dann aber mit der Gewißheit tun können, weil die Basis der Empfehlung des Tropenmediziners für Dich eine solidere Grundlage darstellt, als die eigene Auswertung der Antworten der von Dir hier angesprochenen Reisenden.

Liebe Grüße

Alm
Ich finde schon, dass die Erfahrung von anderen Reisenden zur Entscheidung beitragen kann. Wenn mir z.B. von 50 Leuten 48 schreiben, dass sie im Oktober im Etosha keine Mücken erlebt haben (so, wie ich es erlebt habe und schreiben würde), dann würde ich im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Fachleuten, die für diesen Zeitraum und diese Gegend ein mittleres Risiko angeben, auf die Prophylaxe verzichten. Würden aber 48 Leute sagen, sie sind förmlich zerstochen worden, würde meine Entscheidung evtl. anders aussehen.

So eine Entscheidung ist doch heutzutage ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Und einer der Faktoren sind Erfahrungen Anderer, die ich persönlich nützlicher finde als die Hinweise mancher Ärzte, die vielleicht mal was gelesen haben, was aber vielleicht schon Jahre alt und überholt ist.
572 Beiträge · seit 201308. Aug. 2019 · #22
motorradsilke schrieb:Ich finde schon, dass die Erfahrung von anderen Reisenden zur Entscheidung beitragen kann. Wenn mir z.B. von 50 Leuten 48 schreiben, dass sie im Oktober im Etosha keine Mücken erlebt haben (so, wie ich es erlebt habe und schreiben würde), dann würde ich im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Fachleuten, die für diesen Zeitraum und diese Gegend ein mittleres Risiko angeben, auf die Prophylaxe verzichten. Würden aber 48 Leute sagen, sie sind förmlich zerstochen worden, würde meine Entscheidung evtl. anders aussehen.

So eine Entscheidung ist doch heutzutage ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Und einer der Faktoren sind Erfahrungen Anderer, die ich persönlich nützlicher finde als die Hinweise mancher Ärzte, die vielleicht mal was gelesen haben, was aber vielleicht schon Jahre alt und überholt ist.
Hallo,
da stimme ich Dir zu. Ich hab auch immer viele Eindrücke und auch Arztmeinungen eingeholt, und mich dann immer gegen eine Chemo entschieden. Kommendes Jahr sind wir im August im Moremi im Zelt unterwegs, da bin ich noch am zaudern. Mal sehen, wie meine Entscheidung ausfällt.
Entscheiden muß man sich eh immer selbst!

LG Maecs
37 Beiträge · seit 201808. Aug. 2019 · #23
Wir reisen ebenfalls in den Zeitraum im gleichen gebiet und unsere Überzeugung ist felsenfest, wir nehmen kein risico nachdem wir uns den Risiken bewust sind. Nach einen beruflichen Aufenthalt von 4 Monaten in Somaliën wissen wir an hand der Erfahrungen einige Kollegen was malaria mit einem machen kann. Nachstehender link bestätigt uns nur in unsere Überzeugung.
https://www.dirtbikerider.com/news/motocross/stefan-everts-update-malaria-battle-continues-faces-further-amputation/
218 Beiträge · seit 201308. Aug. 2019 · #24
Wernfried schrieb:
Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
Nun, auch wenn ich Herrn Hirschhausen durchaus schätze, aber das ist natürlich statistischer Blödsinn.
16,9k Beiträge · seit 201208. Aug. 2019 · #25
WernerW schrieb:
Wernfried schrieb:
Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
Nun, auch wenn ich Herrn Hirschhausen durchaus schätze, aber das ist natürlich statistischer Blödsinn.
Es ist einfache Mathematik. 😉

LG
Logi
Themenstarter26 Beiträge · seit 201908. Aug. 2019 · #26
Ja, ich meine die Frage so, wie von Motorradsilke beschrieben. Die Aussage des Arztes war sinngemäß, um auf der sicheren Seite zu sein, müsse er eigentlich die vorbeugende Einnahme empfehlen. Zwischen den Zeilen war aber deutlich zu erkennen, dass er selbst das für übertrieben hält. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass Stand-By ausreichen würde. Diese Lösung erschien mir auch ganz sympathisch. Allerdings sind die Informationen, die man dazu bekommt, tatsächlich widersprüchlich.

Wenn ich jetzt zusätzlich weiß, dass andere Reisende in einer vergleichbaren Situation damit gute Erfahrungen gemacht haben, würde mich das bestätigen. Wenn ich dagegen lesen würde, dass man im Oktober mit vielen Mücken rechnen muss und deshalb alle - spätestens ab der zweiten Reise, wenn sie das wissen - durchgehend vorbeugende Medikamente nehmen, wäre das ein starkes Argument, mich auch dazu durchzuringen.

Auch wenn es nicht zum Thema gehört: wenn man den Durchschnitt im Hirschhausen-Zitat als Median interpretiert, ist sie mathematisch korrekt, ansonsten nicht.
2'319 Beiträge · seit 201108. Aug. 2019 · #27
motorradsilke schrieb:Ich finde schon, dass die Erfahrung von anderen Reisenden zur Entscheidung beitragen kann. Wenn mir z.B. von 50 Leuten 48 schreiben, dass sie im Oktober im Etosha keine Mücken erlebt haben (so, wie ich es erlebt habe und schreiben würde), dann würde ich im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Fachleuten, die für diesen Zeitraum und diese Gegend ein mittleres Risiko angeben, auf die Prophylaxe verzichten. Würden aber 48 Leute sagen, sie sind förmlich zerstochen worden, würde meine Entscheidung evtl. anders aussehen.

So eine Entscheidung ist doch heutzutage ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Und einer der Faktoren sind Erfahrungen Anderer, die ich persönlich nützlicher finde als die Hinweise mancher Ärzte, die vielleicht mal was gelesen haben, was aber vielleicht schon Jahre alt und überholt ist.
Hallo Motorradsilke,

ich mag Deine Aspekte nicht in Abrede stellen, stelle jedoch anheim in die Berücksichtigung mit einfließen zu lassen, daß das Risiko nicht statisch ist. Was in den zurückliegenden Perioden Sept./Okt. keine Bedrohung bedeutete, kann aufgrund verschiedener Einflüsse sich durchaus wieder zu einem Risiko entwickeln. Heute sagen Deine 48 Personen "No worries, alles gut" und aufgrund dessen entscheidet ein Reisender sich darauf zu verlassen, obwohl die diesjährige Situation ggf. konträr ist.

Im Übrigen sprach ich nicht von "manchen" Ärzten, sondern von versierten Tropenmedizinern. Auf die Aussagen von Wald-und-Wiesen-Göttern-in-weißen-Kitteln würde ich mich nicht verlassen; dafür gibt es speziell ausgebildete und auf dem aktuellen Stand befindliche Mediziner.

LG Alm
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2019
68 Beiträge · seit 201908. Aug. 2019 · #28
Wernfried schrieb:Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
Durchschnitt != Median. Das immer die Hälfte unter dem Durchschnitt liegen muss, ist eine weit verbreitete Annahme, aber falsch. Aus einem Durchschnitt lässt sich NIE ableiten, wie viele darüber oder darunter liegen. Es muss nur mindestens einer aus der Menge x unter oder über dem Durchschnitt liegen.

6 Ärzte aus der ganzen Welt. Einer aus Malawi verdient 5.000 €, Die 5 aus Frankreich, USA, Japan, Singapur, Australien verdienen 41.000; 45.000; 47.000; 49.000; 53.0000 €. Durchschnitt der 6 Ärzte: 40.000 €. Nur einer liegt unter dem Durchschnitt. 5 liegen über dem Durchschnitt. Aber die Hälfte liegt über dem Median von 46.000 und die andere Hälfte darunter.

Liebe Grüße

PS: Dem Herrn Hirschausen würde ich wegen Bildungsmängeln zukünftig gar nichts mehr glauben.
33,1k Beiträge · seit 200608. Aug. 2019 · #29
PS: Dem Herrn Hirschausen würde ich wegen Bildungsmängeln zukünftig gar nichts mehr glauben.
die Frage ist ob er es in seiner Kapazität als (studierter) Arzt oder eben als (beliebter) Komiker gesagt hat...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
390 Beiträge · seit 201708. Aug. 2019 · #30
ALM schrieb:
motorradsilke schrieb:Ich finde schon, dass die Erfahrung von anderen Reisenden zur Entscheidung beitragen kann. Wenn mir z.B. von 50 Leuten 48 schreiben, dass sie im Oktober im Etosha keine Mücken erlebt haben (so, wie ich es erlebt habe und schreiben würde), dann würde ich im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Fachleuten, die für diesen Zeitraum und diese Gegend ein mittleres Risiko angeben, auf die Prophylaxe verzichten. Würden aber 48 Leute sagen, sie sind förmlich zerstochen worden, würde meine Entscheidung evtl. anders aussehen.

So eine Entscheidung ist doch heutzutage ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Und einer der Faktoren sind Erfahrungen Anderer, die ich persönlich nützlicher finde als die Hinweise mancher Ärzte, die vielleicht mal was gelesen haben, was aber vielleicht schon Jahre alt und überholt ist.
Hallo Motorradsilke,

ich mag Deine Aspekte nicht in Abrede stellen, stelle jedoch anheim in die Berücksichtigung mit einfließen zu lassen, daß das Risiko nicht statisch ist. Was in den zurückliegenden Perioden Sept./Okt. keine Bedrohung bedeutete, kann aufgrund verschiedener Einflüsse sich durchaus wieder zu einem Risiko entwickeln. Heute sagen Deine 48 Personen "No worries, alles gut" und aufgrund dessen entscheidet ein Reisender sich darauf zu verlassen, obwohl die diesjährige Situation ggf. konträr ist.

Im Übrigen sprach ich nicht von "manchen" Ärzten, sondern von versierten Tropenmedizinern. Auf die Aussagen von Wald-und-Wiesen-Göttern-in-weißen-Kitteln würde ich mich nicht verlassen; dafür gibt es speziell ausgebildete und auf dem aktuellen Stand befindliche Mediziner.

LG Alm
Deshalb hab ich ja gesagt, dass man verschiedene Aspekte einfließen lässt. Dazu gehört natürlich auch das aktuelle Wetter. Nun wirst du sagen, das kann sich auch vor Ort spontan ändern. Ja, kann es, aber alle Möglichkeiten kann man nie abdecken.
Es ist eben immer die Abwägung zwischen dem Risiko einer Infektion und den Nebenwirkungen des Medikamentes (die mir schon einen Urlaub ziemlich versaut haben).
Und ob die diesjährige Situation anders ist, wissen auch die so hoch gelobten Tropenmediziner nicht. Die wissen, es besteht ein Risiko, also empfehlen sie die Einnahme. Weil sie auch so handeln müssen, sonst hätten sie arge Probleme, wenn man doch erkrankt.
Wenn sich Jeder nur auf die Tropenmediziner verlässt, nehmen sicher Viele ein heftiges Medikament unnötig.
Aber auch das sollte Jedem selbst überlassen sein. Der Eine mag sich eben komplett auf die Mediziner verlassen, der Andere bezieht eben noch viele andere Dinge ein und entscheidet dann. Das sollte man doch nicht in Frage stellen.

Der beste Schutz ist übrigens, sich nicht stechen zu lassen. Darauf sollte man das Hauptaugenmerk legen.
131 Beiträge · seit 201709. Aug. 2019 · #31
Avioniker schrieb:
Wernfried schrieb:Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
Durchschnitt != Median. Das immer die Hälfte unter dem Durchschnitt liegen muss, ist eine weit verbreitete Annahme, aber falsch. Aus einem Durchschnitt lässt sich NIE ableiten, wie viele darüber oder darunter liegen. Es muss nur mindestens einer aus der Menge x unter oder über dem Durchschnitt liegen.

6 Ärzte aus der ganzen Welt. Einer aus Malawi verdient 5.000 €, Die 5 aus Frankreich, USA, Japan, Singapur, Australien verdienen 41.000; 45.000; 47.000; 49.000; 53.0000 €. Durchschnitt der 6 Ärzte: 40.000 €. Nur einer liegt unter dem Durchschnitt. 5 liegen über dem Durchschnitt. Aber die Hälfte liegt über dem Median von 46.000 und die andere Hälfte darunter.
Die Aussage von Hirschhausen stimmt wenn man davon ausgeht, dass die Intelligenz oder die Qualität einer Normalverteilung (Gauss-Verteilung) folgt. Bei der Normalverteilung ist der Durchschnitt = Median. Sehr viele natürlichen Grössen wie z.B. Körpergrösse oder Gewicht folgen der Normalverteilung. Einkommen oder Reichtum sind eindeutig nicht Normalverteilt.
240 Beiträge · seit 201909. Aug. 2019 · #32
Um mal wieder auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen. und zwar zu erfahren, wie andere Afrikareisende mit dem Thema umgehen:

Bei unseren drei Afrikareisen (Namibia, Südafrika und Mosambik sowie Botswana) habe ich jedes mal Malariaprophylaxe eingenommen. Grund für mich waren:
a) Waren alles Malariagebiete, teilweise ganzjährig
b) meine Frau sowie unsere Freundin, die uns auf den Afrikareisen begleitet hat, sind Apothekerinnen mit entsprechenden Fachwissen, somit wusste ich durch die, was ich da mache
c) Speziell für Mosambik hatten wir eine Impfberatung an der Uniklinik
d) Ich vertrage das Mittel ohne Schwierigkeiten, selbst beim Tauchen gab es keine Probleme. Dies ist für mich auch ausschlaggebend. Solange ich keine Probleme habe, werde ich auch zukünftig dies so machen.

Darüber hinaus habe ich entsprechende Kleidung angezogen, die Kleider vor der Reise imprägniert und entsprechende Anti-Mückenspray dabei.

Da wir immer nur 2-3 Wochen unterwegs waren, war der Aufwand vertretbar. Würde ich für Monate oder Jahre in ein Malariagebiet reisen, müsste ich mich mit dem Thema anders auseinander setzten, denn Monate lang das Zeug zu schlucken geht nicht. Einer der Lodge Manager, die ich in Botswana getroffen habe, lebte für Jahre in Kenia. Er nahm keine Prophylaxe, bekam auch Malaria, konnte aber rechtzeitig behandelt werden.
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
218 Beiträge · seit 201312. Aug. 2019 · #33
Logi schrieb:
WernerW schrieb:
Wernfried schrieb:
Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
Nun, auch wenn ich Herrn Hirschhausen durchaus schätze, aber das ist natürlich statistischer Blödsinn.
Es ist einfache Mathematik. 😉

LG
Logi
Ist Off-Topic und eigentlich völlig wurscht, aber es zuckt halt im Finger deshalb:

10 Ärzte, 9 davon haben einen Wissensstand von 1 (auf einer Skala von 1-10), einer ist Spezialist und hat 10. Durchschnittlich haben sie also einen Wissensstand von 1,9. Also liegen 9 Ärzte von 10 unter dem Durchschnitt. 😛

(Aber bitte: das ist für mich keine ernste Diskussion)

Gruß
Werner
131 Beiträge · seit 201712. Aug. 2019 · #34
WernerW schrieb:
Logi schrieb:
WernerW schrieb:
Wernfried schrieb:
Ansonsten kann ich nur auf Eckart von Hirschhausen verweisen: Die Hälfte aller Ärzte ist schlechter als der Durchschnitt - andernfalls wäre der Durchschnitt falsch!
Nun, auch wenn ich Herrn Hirschhausen durchaus schätze, aber das ist natürlich statistischer Blödsinn.
Es ist einfache Mathematik. 😉
Ist Off-Topic und eigentlich völlig wurscht, aber es zuckt halt im Finger deshalb:

10 Ärzte, 9 davon haben einen Wissensstand von 1 (auf einer Skala von 1-10), einer ist Spezialist und hat 10. Durchschnittlich haben sie also einen Wissensstand von 1,9. Also liegen 9 Ärzte von 10 unter dem Durchschnitt. 😛
Das wäre aber keine Normal- oder Gauß-Verteilung (es gibt diverse andere Verteilungen). Ich habe zwar keinen dieser Tests durchgeführt aber ich denke bei der Qualität, bzw. dem Wissensstand von Ärzten kann man von einer Normalverteilung ausgehen.
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2019
1'165 Beiträge · seit 201712. Aug. 2019 · #35
Um hier noch einen Aspekt zur eigentlichen Frage einzubringen: "Wie habt ihr das gehandhabt?"

1. Reise Namibia, Trockenzeit. / Oktober
PLAN: Einnahme sobald es in den Norden geht, weil dort eher Risiko-Gebiet.
IST: Wir haben ganze 2 Mückenstiche gehabt, verteilt auf 6 Personen, es war tatsächlich so trocken, dass wir dann doch nichts eingenommen haben.

2. Reise Botswana, Trockenzeit (ist relativ). / September-Oktober
PLAN: Malarone nehmen ab Maun.
IST: Wir hatten noch Tabletten vom Vorjahr über, haben öfter den Tipp gelesen mit Milch einzunehmen. So haben wir dann einfach eine Woche lang im Frühling zu Hause die Tabletten genommen ohne Not um zu sehen wie und ob wir reagieren. Alles gut, also haben wir es dann auch genauso im Urlaub gehandhabt.


Fazit >> es ist immer situativ abhängig, generell planen wir eher mit. Wir für uns sehen keinen Grund für einen auf Wochen begrenzten Trip das Risiko zu nehmen.


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2019
7'296 Beiträge · seit 200616. Apr. 2021 · #37
Blende18.2 schrieb:
IST: Wir hatten noch Tabletten vom Vorjahr über, haben öfter den Tipp gelesen mit Milch einzunehmen.

… steht bei Malarone auch so im Beipackzettel (konkret Milchprodukte). Joghurt, Quark, Käse usw. ist also auch ok. So werden die Wirkstoffe besser vom Körper aufgenommen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
82 Beiträge · seit 201917. Apr. 2021 · #38
Ab EpupaFalls haben wir Malarone genommen.

Nach ein paar Tagen waren wir beide sehr gereizt - was für uns völlig untypisch ist.
Dazu kam bei mir noch dazu, dass ich völlig schusselig war.
Jeden Tag stand ich mit falschem „Equipment“ im Waschhaus.
Mal zwei Zahnbürsten, aber keine Zahncreme, mal mit Duschgel, aber ohne Schampoo.
Und als ich dann aus der Dusche kam und feststellte, dass ich keine Handtücher mitgenommen hatte- hat’s mir gereicht.
Wir haben das Zeug dann nicht mehr genommen.
Und es wurde wieder besser- ob das am Absetzen lag, weiß ich nicht sicher, aber irgendwie glaube ich schon an einen Zusammenhang.

ABER: wir waren dann noch sorgfältiger bei der Moskito- Abwehr.
Lange Hosen, Socken, lange Ärmel waren ab Dämmerung Standard, trotz Hitze.
Und wir haben flaschenweise Mückenspray benutzt.
Ein zusätzliches Moskitonetz hänge ich sowieso immer im Dachzelt auf.
7'296 Beiträge · seit 200617. Apr. 2021 · #39
EundM schrieb:
Ab EpupaFalls haben wir Malarone genommen.

Nach ein paar Tagen waren wir beide sehr gereizt - was für uns völlig untypisch ist.
Dazu kam bei mir noch dazu, dass ich völlig schusselig war.
Jeden Tag stand ich mit falschem „Equipment“ im Waschhaus.
Mal zwei Zahnbürsten, aber keine Zahncreme, mal mit Duschgel, aber ohne Schampoo.
Und als ich dann aus der Dusche kam und feststellte, dass ich keine Handtücher mitgenommen hatte- hat’s mir gereicht.
Wir haben das Zeug dann nicht mehr genommen.
Und es wurde wieder besser- ob das am Absetzen lag, weiß ich nicht sicher, aber irgendwie glaube ich schon an einen Zusammenhang.

Es sieht tatsächlich nach einem Zusammenhang aus, auch wenn ich von solchen Nebenwirkungen von Malarone noch nie gehört habe. Vielleicht hat euch die Einnahme von Prophylaxe auch psychisch ein wenig beeinflusst. Das wird man aber nie rausfinden können.

Duschgel ohne Shampoo ist aber kein Problem, oder? Ich benutze überhaupt kein spezielles Shampoo mehr und nur noch Duschgel oder auf Reisen ganz einfach ein Stück Seife. Das kann nämlich nicht auslaufen und eine Schweinerei im Gepäck verursachen.

Und nach dem Duschen ohne Handtuch dastehen, ist im ersten Moment doof. Das ist mir auch schon passiert. Ich habe es zum Anlass genommen, mal auszuprobieren, wie es ohne Handtuch funktioniert. 2017 in Thailand habe ich vier Wochen am Stück nach dem Duschen kein Handtuch verwendet. Ich hatte eines dabei, aber nie verwendet. Ich habe nach dem Duschen mit der Hand das Wasser vom Körper abgestreift, dann 'ne Minute gewartet, in der ein Teil des Wassers verdunstet ist und dann einfach die Klamotten drüber. Ich war selbst erstaunt, wie gut das bei warmem Wetter funktioniert.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
82 Beiträge · seit 201917. Apr. 2021 · #40
Ein paar Gastgeber haben gesagt, einige Gäste hätten ebenfalls über Gereiztheit oder Niedergeschlagenheit geklagt.
Wie gesagt, ich weiß es nicht.

Aber als ich ohne Handtuch in der Dusche stand, ist mir so der Kragen geplatzt, dass ich an Luftrocknen gar nicht gedacht habe.
Ich sag doch, völlig untypisch für mich.