Tötungstourismus

52 Antworten · 9'283 Aufrufe · gestartet 26. Juli 2019 von Tommy54
Antworten
1'415 Beiträge · seit 201409. Aug. 2019 · #41
www.bluewin.ch/de/news/international/afrikanische-laender-blasen-zur-growsswild-jagd-285276.html
kleine Info am Rande von der Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
48 Beiträge · seit 201412. Aug. 2019 · #42
Es ist atemberaubend, was aus Unkenntnis da zusammengewurschtelt wird.

Was von manchen empörten Schreibern scheinbar nicht verstanden werden will ist, daß wenn man dem Wild seinen Wert nimmt gleichzeitig auch jegliches wirtschaftliche Interesse an seiner Erhaltung beseitigt!

Die Folge ist, daß deren Lebensräume durch Acker und Weide und menschliche Siedlungen ersetzt werden. Man kann das am Anstieg der Viehbestände auf den Habitaten, die früher dem Wild zur Verfügung standen, klar feststellen. Ackerbau und Viehzucht, zumeist Kleinvieh ist dann an die Stelle des Wildes getreten.

Eine Einschränkung oder sogar ein Verbot der Jagd führt demnach nicht zu mehr an Wild sondern zu weniger Wild bis zum völligen Zusammenbruch bestimmter Wildbestände (vorwiegend Tiere die keine Kulturfolger sind).

Andererseits werden sich Arten vermehren die bisher, mangels natürlicher Feinde, durch gezielte Bejagung zahlenmäßig im Zaum gehalten wurden.

Gruß Alex
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2019
1'095 Beiträge · seit 200912. Aug. 2019 · #43
https://www.bluewin.ch/de/news/international/afrikanische-laender-blasen-zur-grosswild-jagd-285276.html

"Werden Elefanten und Nashörner erneut ganz legal zu Jagdtrophäen? Das wollen afrikanische Länder zumindest bei der anstehenden Artenschutzkonferenz durchsetzen. Tierschützer sind alarmiert.

Namibia will die Grosswildjagd wieder legalisieren: Breitmaulnashörner sollen künftig wieder als Jagdtrophäen ausgeführt werden dürfen. «Die Population ist in 43 Jahren seit ihrer Wiederansiedlung nicht deutlich geschrumpft», schreibt die Regierung zur Begründung."
1'095 Beiträge · seit 200912. Aug. 2019 · #44
https://www.channelnewsasia.com/news/asia/singapore-to-ban-domestic-trade-in-ivory-11801826

"SINGAPORE: Singapore will ban domestic trade in elephant ivory from September 2021, the National Parks Board (NParks) said on Monday (Aug 12).

The ban will mean that the sale of elephant ivory and ivory products will be prohibited in Singapore, NParks said. The display of the products for sale will also not be allowed."
527 Beiträge · seit 201314. Aug. 2019 · #45
Logi schrieb:
Mzeekenya schrieb:
.... Die Bestandeseinbussen haben verschiedene Ursachen, u.a. die Besiedelung selbst lebensfeindlicher Regionen (Viehhaltung, Agrarwirtschaft),....
Ich nehme demnach an, dass die Besiedler die Wildtiere einfach bequatscht haben das "Feld" zu räumen und diese nicht, wie von Flowerrunner schlüssig erklärt, erschossen wurden? 😎
Logi
Aus einer Pressemitteilung der Universität Hohenheim
...unter dem Betreff "Wildtierbestände in Kenia drastisch zurückgegangen: https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=33431&cHash=262bb04dd0d966f1f26557567c0f9042

Der Rückgang der Wildtierbestände seit 1977 von durchschnittlich 68% hat zumindest in Kenia nicht das geringste mit Jagd und "Abschiessen von Tieren" zu tun, sondern, wie die Untersuchungen der Uni Hohenheim ergeben haben, mit "Klimawandel, Viehhaltung, Bevölkerungswachstum und Versagen von Politik, Institutionen und Markt".
Kommentare wie der von Logi ("Ich nehme demnach an, dass die Besiedler die Wildtiere einfach bequatscht haben das "Feld" zu räumen und diese nicht, wie von Flowerrunner schlüssig erklärt, erschossen wurden? 😎
Logi") zeugen nur von Nicht-wissen.
Gruss M.
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2019
2'462 Beiträge · seit 200614. Aug. 2019 · #46
Mzeekenya schrieb:

Aus einer Pressemitteilung der Universität Hohenheim
...unter dem Betreff "Wildtierbestände in Kenia drastisch zurückgegangen: https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews%5Btt_news%5D=33431&cHash=262bb04dd0d966f1f26557567c0f9042

Der Rückgang der Wildtierbestände seit 1977 von durchschnittlich 68% hat zumindest in Kenia nicht das geringste mit Jagd und "Abschiessen von Tieren" zu tun, sondern, wie die Untersuchungen der Uni Hohenheim ergeben haben, mit "Klimawandel, Viehhaltung, Bevölkerungswachstum und Versagen von Politik, Institutionen und Markt".
Kommentare wie der von Logi ("Ich nehme demnach an, dass die Besiedler die Wildtiere einfach bequatscht haben das "Feld" zu räumen und diese nicht, wie von Flowerrunner schlüssig erklärt, erschossen wurden? 😎
Logi") zeugen nur von Nicht-wissen.
Gruss M.
Verstehe Deine Argumentation nicht. Wenn ich dort Land gekauft und eingezäunt habe und dort Ziegen, Kühe usw. hinstellen will, aber auf dem Land bereits Giraffen, Gnus usw. sind, stellt sich doch die Frage, was mit diesen Nahrungskonkurrenten (Wildtiere) passiert. Tolerieren? Mag ich bezweifeln. Umsiedeln? Zu teuer. Was bleibt denn da noch außer die Tiere, die ich da nicht haben will, abzuschießen?
Das ist dann zwar kein Jagdtourismus, aber dem Tier ist es vermutlich wurscht, warum es dann tot ist. Sie wurden im großen Stil abgeschossen.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
527 Beiträge · seit 201314. Aug. 2019 · #47
Sanne schrieb
Verstehe Deine Argumentation nicht. Wenn ich dort Land gekauft und eingezäunt habe und dort Ziegen, Kühe usw. hinstellen will, aber auf dem Land bereits Giraffen, Gnus usw. sind, stellt sich doch die Frage, was mit diesen Nahrungskonkurrenten (Wildtiere) passiert. Tolerieren? Mag ich bezweifeln. Umsiedeln? Zu teuer. Was bleibt denn da noch außer die Tiere, die ich da nicht haben will, abzuschießen?
Das ist dann zwar kein Jagdtourismus, aber dem Tier ist es vermutlich wurscht, warum es dann tot ist. Sie wurden im großen Stil abgeschossen.

-----------------------------------------------------------------------------
Wo in meinen Posts argumentiere ich? Ich führe lediglich wissenschaftlich hieb- und stichfeste Fakten auf (die ich in den Posts von Flowerrunner vergeblich suche - nicht eine einzige Quelle führt der Junge auf. Lediglich in den Raum gestellte Behauptungen wie
"Es gibt da kaum noch freilebende Tiere, man glaubt es nicht, es ist aber so".)
Professor Piepho und Dr. Ogutu von der Uni Hohenheim schreiben in ihrer Untersuchung (siehe Link oben) "Da etwa 70 Prozent der Wildtiere nicht im Naturpark leben, mahnen die Forscher ein Umdenken beim Wildtiermanagement an".
Du kannst zwar Land in Kenia kaufen und kannst es einzäunen; trotzdem darfst du nicht ein einziges Stück Haarwild schiessen. Es interessiert das kenianische Government nicht im geringsten, ob die von dir erwähnten Giraffen, Gnus usw. deinen Kühen, Schafen und Ziegen das spärliche Gras wegfressen. Schiesst du trotzdem auf Wildtiere, findest du dich schnell im Frauengefängnis in Nairobi oder wo auch immer wieder. Da fackelt die Polizei nicht lange!
Flowerrunners Antwort auf meine Frage, Erzähl mal schön, welchen Jagtdtourismus es in Kenia gibt lautete "Den gibt es auf privaten (nicht staatlichen) Farmen mit allen Arten von Plains Game und im Bereich der Vögel offen in Kenia.
Sowie für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen. In etwa das selbe, wenn sie denn schießen können".
Im Zeitalter des Internets sollte man sich, bevor man solchen Stuss erzählt/schreibt, informieren.
Gruss M.
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2019
120 Beiträge · seit 201515. Aug. 2019 · #48
Was für eine Diskussion!!!
Wenn die Dürre anhält, werdet ihr alle miteinander auskommen, denn es wird keine Tiere mehr zum Jagen oder Fotografieren geben.

Übrigens.....gibt es jemanden, der Zebrafelle will? 😛
R.
390 Beiträge · seit 201715. Aug. 2019 · #49
Ja, ich möchte eins. Hast du welche?
33,1k Beiträge · seit 200615. Aug. 2019 · #50
Hi Sanne,
Wenn ich dort Land gekauft und eingezäunt habe und dort Ziegen, Kühe usw. hinstellen will, aber auf dem Land bereits Giraffen, Gnus usw. sind, stellt sich doch die Frage, was mit diesen Nahrungskonkurrenten (Wildtiere) passiert. Tolerieren? Mag ich bezweifeln. Umsiedeln? Zu teuer. Was bleibt denn da noch außer die Tiere, die ich da nicht haben will, abzuschießen?
in Kenia ist gesetzlich eben nur "tolerieren" derzeit möglich. In Südafrika z. B. hat genau das aber zur faktischen Ausrottung von Wildtieren außerhalb von Schutzgebieten geführt. Beispiel eines Farmers in der Karoo. Er erzählte mir vor drei Jahren, dass er die Farm Mitte der 1980er Jahre mit 10.000 Springböcken übernahm. Es habe ihn ein ganzes Jahr "Arbeit" gekostet diese auf exakt 0 Tiere zu reduzieren und damit Nahrungskonkurrenten auszuschalten. Ein solches denken gibt es hier in Namibia auch, insbesondere bei einer "schießwütigen" Bevölkerungsgruppe. Stellt aber insgesamt kaum ein solches Problem dar (anders als die Wilderei, wobei die auch nur in kommunalem Farmland wirklich zur Ausrottung führen könnte).

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2019
527 Beiträge · seit 201315. Aug. 2019 · #51
travelNAMIBIA schrieb
in Kenia ist gesetzlich eben nur "tolerieren" derzeit möglich. In Südafrika z. B. hat genau das aber zur faktischen Ausrottung von Wildtieren außerhalb von Schutzgebieten geführt.
Christian


WAS ist in Kenia *gesetzlich eben nur "tolerieren" derzeit möglich*? Jagd? Abschüsse?
"Offiziell" abgeschossen werden in seltenen Fällen vom KWS (Kenya Wildlife Service) alte, solitär lebende Elefantenbullen, die zu einer Gefahr für die Bevölkerung werden können oder bereits Menschen angegriffen bzw. umgebracht haben (z.B. Wasser holende Frauen, Kinder auf dem Weg zur Schule oder im Wald Brennholz suchende Männer/Frauen).
Mzeekenya
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2019
33,1k Beiträge · seit 200615. Aug. 2019 · #52
Hi Mzeekenya,

tolerieren der Tierwelt, da eben Schießen nicht erlaubt ist - so wie Du es schriebst.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast15. Aug. 2019 · #53
Aus AG, zum Thema
https://africageographic.com/blog/wildlife-ranching-in-south-africa/
“Wildlife ranching, otherwise known as game breeding, is a relatively new industry having taken off in 1991 with the promulgation of the Game Theft Act which allowed private ownership of game, so long as it was adequately enclosed or fenced.
Prior to 1991, all game or wild animals were res nullius, meaning that they belonged to no-one, effectively to the state. Further impetus was given to the industry in 1994 when the new Constitution of South Africa enshrined the concept of “sustainable use” of the environment.
Over the ensuing 25 years, an industry, unique to South Africa (and Namibia), has sprung up occupying 20m ha (20%) of South Africa’s marginal agricultural land. Today there are almost 20 million head of game on private ranches in South Africa – in comparison there are 14 million heads of cattle in South Africa. The State, including both National and Provincial parks conserves only 6 million ha, on which are found only about 5 to 6 million game animals........”

Grüße