Rajang1'115 Beiträge · seit 201027. Juli 2019 · #21Hallo Loser,
Zu erwähnst Australien wegen den Roo's. Richtig, es soll heute weit mehr Roo's geben als James Cook sah bei der Entdeckung. Der Hauptgrund liegt an der Verfügbarkeit des Wassers. Jede Wasserstelle auf einer Farm ist auch eine Wasserstelle für das Roo.
Ähnlich ist dies in Afrika. Je mehr Wasser verfügbar, umso mehr Wildtiere. Was einen weiteren dramatischen Effekt hat: Plötzlich gibt es Wildtierarten in Gebieten wo diese historisch nicht vorkamen und zugleich werden die Stammtiere verdrängt (z.B. Eland, Roan, Sable). Im weiteren ist die Geburtenrate höher bei Tieren die einen 'Rundum-Service' haben: Genügend Futter und Wasser. Krüger Park ist ein Beispiel, wie man diese durch Menschen verursachte Veränderung zu korrigieren versucht. In den letzten Jahren wurden gegen 200 Wasserstellen geschlossen. Bohrloch Pumen abgebaut und viele der bekannten Staudämme gesprengt! Man erhoft sich dadurch auch dass die Elefantenpopulation nicht mehr oder wenigstens wenig mehr wächst.
Das Problem mit dem Wasser dürfte in grossen Teilen von Namibia und Botswana (ev. auch Zimbabwe und Zambia) sich 2019 verschärfen: Tiere wandern aus den WMA's und Park's ab in Farmgebiete wo's noch Futter und Wasser hat...
Kenner vor Ort in Botswana sind überzeugt, dass viele der Jungtiere, incl. Elefanten, der Trockenheit zum Opfer fallen werden.
Darf nicht daran denken, was passiert wenn die nächste Regenzeit wieder so jämmerlich ausfällt.
Gruss Rajang
LOloserGast27. Juli 2019 · #22Hallo GinaChris
@ TFNP
Als ich darüber zum ersten Mal gehört habe (vor 20 Jahren?) war meine erste Reaktion, dass das nie funktionieren kann und wird, weil die MOZ-Behörden weder die Fähigkeit noch den Willen haben, das zu kontrollieren und das Wildern zu unterbinden. Das Scheitern und der Schaden für den KNP war mE vorhersehbar, in diesem Punkt 100 % Übereinstimmung in deiner Kritik….aber auf uns hört man ja nicht.
@ Greater Kruger war ich vielleicht mit der Bezeichnung etwas schlampig, weil man dessen Ausdehnung mal so oder so liest. Ich präzisiere mein Beispiel für die „Koexistenz“ also mit die „APNR“, für die das mW seit Jahrzenten funktioniert. Wenn du andere Informationen hast, bin ich daran sehr interessiert. Den positiven Berichten über APNR glaube ich auch deswegen, weil sie in mE seriösen Medien erscheinen und weil ich mir auch nicht vorstellen kann, dass die Betreiber von sündteuren Luxuslodges in z. B. Timbavati, ein Interesse daran haben, Kunden durch erfolglose Pirschfahrten zu enttäuschen oder zu verlieren oder durch flüchtende Tiere zu verärgern (Nachtrag: auch wenn sie keine unmittelbaren Einfluss auf die Managemententscheidungne haben). Bei vielen, vielen Tausenden Besuchern im Jahr scheint diese Koexistenz mit (unbemerkter) Jagd doch irgendwie zu funktionieren. Dass es die von dir geschilderten kriminell/korrupten Straftaten gibt, weiß ich und ich glaube dir schon jetzt die, die du demnächst berichten wirst. Die Frage ist nur, ob ALLES so ist. Wenn ich mir die positive Entwicklung der letzten Jahrzehnte anschaue, glaube ich nicht*)….aber wahrscheinlich bin ich naiv…..
….aber jedenfalls sorry, dass unser Austausch meistens so einseitig verläuft, in dem Sinne, dass ich dich hauptsächlich zu verärgern scheine, während ich von dir immer etwas dazulerne.
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@ Rajang und Wasser,
Hallo Rajang, sehe ich @ Wasser und Auswirkung der künstlichen Tränken auch so und war mir im Großen und Ganzen bekannt betr. „Rückbau“ im KNP. Ist doch ein Wahnsinn, dass z. B. seit Jahrzehnten Wildtiere künstlich getränkt werden, die evolutionär daran angepasst sind, monatelang ohne Oberflächenwasser auszukommen, wie in den Kalahari Parks. Und das alles nur dafür, um den Touristen spektakuläre Sichtungen zu garantieren.
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*)
@ all und völlig OTOT, aber weil bei diesen Themen immer unterschwellig mit dabei, nämlich die Kritik an und Unterstellung von Unfähigkeit und Desinteresse der Behörden der heutigen Staaten, die ja alles so viel schlechter machen als ihre kompetenten (weißen, versteht sich) Vorgängerregierungen, ZIM ist etwas komplizierter. Anscheinend haben alle schon vergessen oder nie gewusst, dass von Mitte der 1970ern bis Ende 80er/Anfang 90er der Südafrikanische Staat und seine Institutionen (SADF, Naturschutz, Zoll….) DER Mastermind, Organisator und Abwickler im illegalen Verhökern = Schmuggel von SZ und NH von Zehntausenden gewilderten Elefanten und Nashörner war, von Angola bis Mozambique. Den KNP hat man gehätschelt, die Nachbarstaaten ausgebeutet. Das war ein Hauptgrund für den damaligen Tiefstand der Bestände im Subkontinent (Stichworte: "Bürgerkriege" in Angola und Mozambique). Seither ging es nur hauptsächlich bergauf, trotz allem was man, völlig zu Recht, kritisieren kann.
Und es würde mich nicht wundern, wenn einige der heutigen Schmuggelnetzwerke aus den damaligen hervorgingen. So lange ist das noch nicht her und viele dieser Personen leben noch.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201627. Juli 2019 · #23Hi Werner,
nein, du verärgerst mich bestimmt nicht, und es tut mir leid wenn das so bei dir angekommen ist!
Leider, und das meine ich exakt wie geschrieben, scheint es jetzt doch wieder einen weiteren Schritt in der Erweiterung des Great Limpopo zu geben; siehe thread "Tourismusnews Simbabwe".
Und Werner, ich fürchte auch weiter südlich, also Gegend Klaserie, Timbavati funktioniert es nicht wie es sollte.
Artikel aus August 2018 >
https://conservationaction.co.za/media-articles/kruger-threatens-to-re-erect-game-fences-over-private-reserves-poor-governance/Gruß Gina
rhh64983 Beiträge · seit 201127. Juli 2019 · #24chamäleon2011 schrieb:
@rhh64
Ich habe hier im Forum noch keinen Post gefunden, der das Töten von Raubtieren gutheisst. Das einzige, was einige zu bedenken geben, ist, dass das "Verkaufen" von Jagdrechten an einzelnen Tiere, die aus welchen Gründen auch immer sowieso getötet würden, "legales" Geld ins Land bringt. Das kommt aber eher bei z.B. Elefanten vor und natürlich muss der Grund für den Abschuss immer hinterfragt werden. Dass irgendjemand hier, schon gar keine Mehrheit, Trophäenjagd toll findet, lese ich nirgendwo heraus.
Das habe ich auch gar nicht behauptet! Ich habe gemeint, dass die Mehrheit im Forum den Satz "Throphy-Safaris bringen Geld für dies und das Positive" bejahen würde - ich aber nicht!
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201127. Juli 2019 · #25Mal einige Fakts und Statements, weil doch - und das meine ich sehr sachlich - bei etlichen hier eine totale Unkenntnis der Situation herrscht:
Es ist genau diese Art von Tötungstourismus, die mich ankotzt. Sich dann küssend mit dem toten Löwen fotografieren zu lassen, was sind das nur für Menschen
Das ist in etwa so, wie wenn sich bei uns ein Pärchen über der Pizza küsst oder über einem Eisbecher, wofür wir hier auch Tiere ausbeuten.
Ca. 750 Millionen Tiere werden in Deutschland pro Jahr getötet.
(In der Wildnis, wird der Löwe mit einem sauberen Schuss getreckt, er stirbt. Meist schneller und schmerzloser, als die Tiere, denen er ein Ende bereitete.) Siehe Dir mal bei Youtube die Filme an, wie hier bei uns die Hühner "eingesaugt" werden, die Schweine "ins Gas gehen" oder die Rinder "den Bolzen" bekommen.
Ich glaube nicht, daß du oder jemand anderes den Löwen essen willst.
...da eben das Fleisch nicht genutzt wird.
Das seht ihr falsch.
In Afrika wird jedes Stück Fleisch genutzt!
Die Natives prügeln sich um das Fleisch eines Leos oder eines Löwen, es gibt für die meisten nichts besseres.
Viele nutzen es auch für Initiations-Riten, pp. Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. (Ich habe ausreichend Foto- und Videomaterial hier, habe es mit eigenen Augen gesehen. Nur rein vorsorglich: Ich habe selber "keinen Tiger geschossen".)
Die Natives werden auf den Farmen in Nam mit Fleisch bezahlt, die meisten verdrücken 2 Kilo in der Woche davon, was ihnen auch "gesetzlich zusteht". In anderen Teilen Afrikas bekommen Sie meist das gesamte erlegte Wild und versorgen ihre Familien damit, bzw. verkaufen es auch (meist nicht legal).
Meist bekommen sie es (das Fleisch der Prädatoren) nicht, da die Steaks für 200 US Dollar nach Asien verkauft werden, die Nachfrage da ist praktisch nicht zu decken. Die Asiaten lecken sich alle Finger danach, vor allem nach einem Leo.
An Märchen glaube ich schon lange nicht mehr. Mit zehn "normalen" Safaritouristen, die nur Fotos schießen, hat man das gleiche Geld verdient. Ich denke, andere Länder kommen auch ohne diesen Tötungstourismus (ich sage bewußt nicht Safaritourismus) aus, oder gibt es das in z.B. in Kenya und Tansania auch?
Dann glaubst Du daran. 🙂 Die Brüder Grimm lassen grüßen. 🙂
Es ist ein Fakt - gibt es im Netz viele Berechnungen dazu -: 1.000 Fototouristen spülen nicht das Geld in die Kassen der Kommunen wie ein einzelner Großwildjäger. Zudem belasten diese vielen Menschen sehr viel mehr das Ökosystem und "das Weltklima", als ein einzelner "reicher Boze" aus dem Westen.
Und: Es gibt kein anderes afr. Land das ein Jagdverbot hat, wie in Kenia. Das kam dort in den 1970er Jahren, nachdem Tier"schutz"organisationen dort mit Millionen bestochen haben. Die Berufsjäger zogen dann ab, die Ranger stellten die Arbeit ein, danach begann in den 1980er Jahren ein umfangreiches wildern (fast ausschließlich von Einheimischen) zum Zwecke des Verkaufs von Bushmeat, Elfenbein, Leder, pp. Kenia wurde außerhalb der Nationalparks bis Mitte der 1980 Jahre leergeschossen. Es gibt da kaum noch freilebende Tiere, man glaubt es nicht, es ist aber so.
Erzähl mal schön, welchen Jagdtourismus es in Kenia gibt. Da weisst du offenbar mehr als ich...
Den gibt es auf privaten (nicht staatlichen) Farmen mit allen Arten von Plains Game und im Bereich der Vögel offen in Kenia.
Sowie für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen. In etwa das selbe, wenn sie denn schießen können.
Ich meide auch Jagdfarmen und finde Canned Hunting abscheulich.
Eine Jagdfarm ist eigentlich wie ein "guter, alter, deutscher Bauernhof". Es werden Tiere gezüchtet und dann geschlachtet und dann verkauft und dann gegessen.
Ich bin kein Freund des Canned Hunting, muss aber sagen, dass dies nur in Deutschland (und anderen aufgeklärten Industrienationen) ein "Problem" darstellt. Die Menschen in Afrika - vor allem die Natives - verstehen selbst nach 30 Minuten genauer Erklärung nicht, warum man sich hier deswegen so aufregt. (Bestes Beispiel war der Löwe Cecil, da hätte man mal eine Reportage bei den dort vor Ort lebenden Natives machen müssen, die waren sehr froh das der "weg war", die wollen am Liebsten das alle anderen - ohne Ausnahme - auch geschossen werden und hatten auch noch nie gehört, dass der Löwe dort "sehr beliebt gewesen sein" - was dort kein Tier ist oder das er "einen Namen hatte". Das deswegen in anderen Teilen der Welt Demonstrationen stattfanden haben die bis heute nicht verstanden...)
Hier geht es um die Befriedigung von niederen Instinkten wie Macht über Leben und Tod.
Ja, das stimmt.
So ist die Welt, von den ersten Höhlen-Menschen bis zur letzten Stunde des blauen Planeten.
Genauso wie Essen, Sex, Politik machen, Kriege führen, pp. Das wird sich auch nie ändern. So ist der Mensch. So sind wir (alle).
waterlike873 Beiträge · seit 201427. Juli 2019 · #26wenn die Farm incl. der Gäste und Mitarbeiter mit Fleisch aus der Jagd versorgt werden, das ansonsten vom Farmer geschossen wird, dann ist dem meiner Meinung nach nicht entgegen zu setzen. Wenn aber Trophäen nur zur Befriedigung einer Geltungssucht geschossen werden oder Albinos, andere Färbungen (die extra dafür gezüchtet werden) , dann ist das meiner Meinung nach nur pervers.
Ich habe 5 Jäger in der Familie, aber jeder würde das oben geschriebene ablehnen. Einer meiner Verwandten
war schon zur Jagd in Namibia und hat ein Kudu und ein Zebra geschossen, das auf der Farm in o.g. Weise verarbeitet wurde.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200627. Juli 2019 · #27Ich bin immer wieder überrascht, wie oft dieses Thema nach den eigenen Moralvorstellungen beurteilt wird. Ein Kudu zu schießen, um abends ein Steak auf den Grill zu werfen, ist also okay. Schieße ich das Kudu, um mir den Kopf präpariert über das Sofa zu hängen, bin ich pervers oder geltungssüchtig? Ich erlaube mir einzuwerfen, dass das Ergebnis für das Kudu das selbe ist... Tod..
Ein Veganer würde vermutlich sagen, dass es nicht notwendig ist, Fleisch zu essen und Tiere dafür zu töten. Wer je eine konventionelle Hühner- oder Schweinezucht gesehen hat, wird sich fragen, welcher perverse Mensch eigentlich eine solche Haltung unterstützt und das Fleisch abnimmt.
Natürlich gibt es auch perverse Jäger, aber es gibt auch viele, die es nicht sind. Ich kenne ein paar und die haben durchaus Respekt vor dem Tier. Sie legen Wert darauf, dass das Tier sofort tot ist.. davon ist unsere Massentierhaltung und -tötung weit entfernt.
Tierschutz bedeutet nicht, eine Population ungeregelt wachsen zu lassen, sondern im Interesse ALLER Tiere ein Gleichgewicht zu schaffen. Ob das dann zu dem offenbar hier akzeptierten Töten für Steaks führt oder zur Trophäenjagd sind für mich nur zwei unterschiedliche Wege.
PS: Mancher mag sich erinnern, bis in die 70iger war es in Deutschland gang und gäbe, irgendwelche Geweihe an den Wänden zu haben. Alles perverse?
Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201127. Juli 2019 · #28wenn die Farm incl. der Gäste und Mitarbeiter mit Fleisch aus der Jagd versorgt werden, das ansonsten vom Farmer geschossen wird, dann ist dem meiner Meinung nach nicht entgegen zu setzen. Wenn aber Trophäen nur zur Befriedigung einer Geltungssucht geschossen werden oder Albinos, andere Färbungen (die extra dafür gezüchtet werden) , dann ist das meiner Meinung nach nur pervers.
Welcome to Reality:
Den Tieren ist es "egal" warum die geschossen werden.
Ob man nun eine Trophäe mitnimmt oder nicht... Ist eine Frage des Geschmacks...
Aber: Jede native Kultur, ob in Afrika, Asien oder Amerika, hat besondere Hörner, Zähne, Schädel, pp. mitgenommen. Das haben wir seit der Steinzeit inne. Auch heute noch haben besonders natur-verbundene Stämme in Afrika ihren Trophäen-Baum.
Jede Kultur hat auch "nur Jagd" auf Tiere wegen der Trophäen gemacht (z. B. die Ur-Einwohner Amerikas - sog. Indianer - auf hellhäutige Büffel, bzw. weiße Büffel), dass ist nicht Neues, das ist kein Phänomen des 20./21. Jahrh., dass ist keine "Zivilisationskrankheit aus Europa".
Eine alte Weisheit: "Pervers ist es erst dann, wenn keiner mehr freiwillig mitmacht."
Wir geben unseren speziell gezüchteten Tieren, Fleisch- und Fischreste zu fressen - an reine Pflanzenfresser -, züchten Schweine mit mehreren Rippen, Rinder mit mehr Körperfett, Hühnchen mit mehr Brust...., das ist das selbe wie ein Albino-Kudu in SA. (So was gibt es auch in Nam. oder anderen afrik. Ländern so gut wie gar nicht.)
Und das (fr)essen wir jeden Tag zu Tausenden hier in Deutschland. Und keinen juckt es... So ist der Mensch...
Stefan-Hannover96 Beiträge · seit 201827. Juli 2019 · #29FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201128. Juli 2019 · #30Das stille Sterben der Löwen
www.nationalgeograph...e-sterben-der-loewen
Das ist ein sehr guter Artikel.
Dennoch:
- Löwen verschwinden nicht so einfach, im Gegensatz zum Tiger oder Nashorn, vermehren die sich viel schneller wieder, zwei, drei Pärchen in eine leer Gegend und die vermehren sich (vereinfacht), etwas was z. B. beim Rhino größte Probleme macht
- Ob ein (weißer) Jäger in SA einen Löwen schießt, hat darauf keinen Einfluss, die Hirten und Wilderer - allesamte Einheimische - haben diese Tiere in den letzten Jahrzehnten zu Zehntausende getötet
- In dem Artikel wird von Ko-Existenz gesprochen, ... aber wie soll das gehen? Wenn man dort vor Ort lebt ist es nicht so schön "täglich einen Löwen zu sehen", das ist auf Safari - bei den meisten im sicheren Jeep - was anderes. ich erlenere an den Fall "Bruno der Braunbär" vor einigen Jahren hier in/bei Deutschland, Hysterie pur im gesamten Land
- Das Hauptproblem: Die extreme Überbevölkerung der Einheimischen in Afrika (und in vielen anderen Ländern der Welt auch), (mit) verursacht durch die Entwicklungshilfe der Industriestaaten. Was wirklich am Anfang "gut gemeint" war, hat sich zu einer Katastrophe entwickelt, deren Ausmaß noch völlig unbekannt ist
- Meine Prognose: Afrika wird in den nächsten Jahrzehnten "vor Menschen überquellen" und nicht nur die Tierwelt an den Rand der Ausrottung treiben... Entweder wird es dann in letzter Sekunde ein Einsehen geben oder eine andere Art der Regulierung wird - in der einen oder anderen Art - erfolgen...
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201128. Juli 2019 · #31
Das ist wirklich einer der Letzen seiner Art: Der Berber Löwe
LOloserGast28. Juli 2019 · #32In den Aufzählungen von Ausbeutung von Tieren in und durch unsere Lebensweise und Verhaltensmuster durch Flowerrunner u. a. und den Gegenargumenten geht mE etwas unter, obwohl natürlich zwischen den Zeilen immer vorhanden.
EINE NACH SERIÖSEN REGELN DURCHGEFÜHRTE UND KONTROLLIERTE (TROPHÄEN)JAGD WIRD DEN BESTAND NICHT GEFÄHRDEN.
Sie richtet keinen Schaden an und hat Potenzial für positive Nebeneffekte, z. B. Fleisch und Erlöse und auch Erfolge. Auch wenn man die Jäger nicht verstehen kann, profitiert man doch von ihnen. Das wollte ich eigentlich weiter oben sagen, ist aber wohl nicht geglückt.
Gegenargumente ergeben sich nur aus grundsätzlicher Ablehnung der Jagd oder des Tötens von Tieren schlechthin oder aus Beispielen des (mE auch unvermeidlichen) Bruches der Regeln, wobei diese gleich als Beweis für totales Systemversagen angesehen werden. Ersteres ist mE legitim, oft fehlt aber die Konsequenz in der Umsetzung in der eigenen Lebensführung, von der Anmaßung, diese Vorstellung zur Norm für das schwierige Leben der Afrikaner zu erheben, gar nicht zu reden.
PS1 @ Töten auf der Weide durch einen Gewehrschuss auf der Jagdfarm vs. den Schlachthof. In RSA wird das auch mit Ochsen für das geliebte Braai gemacht und wegen der offensichtlichen Vorteile für die Fleischqualität auch beworben. Auch in Europa gibt es Bestrebungen für „Tötung auf der Weide“, aber die Gesetzesbarriere dagegen ist hoch.
PS2 @ canned hunt auf Löwen in RSA hat zwar Parallelen zu unserer Gatterjagd, die SEDIERUNG von Löwen ist aber mE eine Sauerei.
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201328. Juli 2019 · #33Flowerrunner schrieb:Mal einige Fakts und Statements, weil doch - und das meine ich sehr sachlich - bei etlichen hier eine totale Unkenntnis der Situation herrscht:
Und: Es gibt kein anderes afr. Land das ein Jagdverbot hat, wie in Kenia. Das kam dort in den 1970er Jahren, nachdem Tier"schutz"organisationen dort mit Millionen bestochen haben. Die Berufsjäger zogen dann ab, die Ranger stellten die Arbeit ein, danach begann in den 1980er Jahren ein umfangreiches wildern (fast ausschließlich von Einheimischen) zum Zwecke des Verkaufs von Bushmeat, Elfenbein, Leder, pp.
Kenia wurde außerhalb der Nationalparks bis Mitte der 1980 Jahre leergeschossen. Es gibt da kaum noch freilebende Tiere, man glaubt es nicht, es ist aber so.
Erzähl mal schön, welchen Jagdtourismus es in Kenia gibt. Da weisst du offenbar mehr als ich...
Den gibt es auf privaten (nicht staatlichen) Farmen mit allen Arten von Plains Game und im Bereich der Vögel offen in Kenia.
Sowie für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen. In etwa das selbe, wenn sie denn schießen können.
1.) "Die Unkenntnis der Situation" wie du schreibst, scheint zumindest was Kenia betrifft, auch bei dir vorzuherrschen.
Anders kann ich mir deine "Ausführungen" bezüglich Jagd und Wildbestände ausserhalb der Parks nicht erklären.
Du schreibst
"Es gibt da kaum noch freilebende Tiere, man glaubt es nicht, es ist aber so". Woher hast du denn diese Weisheit(en)?. Aus dem linken oder rechten Daumen?
Die East African Wildlife Society und die Mara Conservancy haben vor rund zwei Jahren eine Forschungsarbeit über die Bestände der wichtigsten Wildarten, vom Elefant über den Büffel, das Nashorn, den Löwen und Leoparden, sowie über alle grossen Huftiere veröffentlicht. Danach leben rund zwei Drittel dieser
Arten ausserhalb der Parks und Wildreservate. Zum einen in den Savannen der Kapiti, Athi Plains und Laikipias, zum anderen in den Gebieten nördlich von Nyandarua, Nanyuki, Isiolo und Meru. Zudem im Gebiet zwischen dem Amboseli Park und dem Kilimandscharo sowie zwischen dem Amboseli und dem Tsavo West Nationalpark. In der feuchteren Jahreszeit ziehen die meisten Grosswildarten vom Samburu-Gebiet bis nach Maralal und weiter nördlich. Zu diesen Arten zählen u.a. Elefanten, Netzgiraffen, Grevyzebras, Gerenuks, Beisa Oryx und Grantgazellen, um nur einige zu nennen.
2.)
"Erzähl mal schön, welchen Jagdtourismus es in Kenia gibt. Da weisst du offenbar mehr als ich...
Den gibt es auf privaten (nicht staatlichen) Farmen mit allen Arten von Plains Game und im Bereich der Vögel offen in Kenia.
Sowie für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen. In etwa das selbe, wenn sie denn schießen können"..Das seit 1977 vollständige Jagdverbot in Kenia für Haarwild (Säugetiere) gilt für
sämtliches Wild, also auch jenes auf Privatfarmen und in Conservancies. Deine Behauptung (Jagd: "... für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen" ist barer Unsinn! Lediglich auf Federvieh darf noch immer geschossen werden. In ganz Kenia ist kein Wildfleisch zu bekommen - sieht man von Krokodilen und Straussen ab, die des Leders wegen in Farmen gezüchtet werden.
Wo informierst du dich? Im Darknet?
Mzeekenya
PS. Mit grösster Wahrscheinlichkeit gibt es auch in Gefangenschaft keine reinrassigen Berberlöwen mehr.
Der letzte dürfte 1920 im Atlas erlegt worden sein. Möglicherweise hat die eine oder andere Zoopopulation
noch etwas Berberlöwenblut. Das gleiche gilt für den Kaplöwen, der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurde und von dem geringe Mengen Blut in Zoolöwen vorhanden sind.
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201129. Juli 2019 · #34Die East African Wildlife Society und die Mara Conservancy ...
a.)
Die Zahlen sind so nicht korrekt (von der Aufteilung her)
b.)
Ich schrieb ja nicht, es gibt gar keine mehr, nur halt "kaum".
Wenn man das "kaum" in Beziehung zu Kenia der 50er, 60 und frühen 70er Jahren setzt, ist es ersichtlich, wohin "der Schutz" den Tierbestand gebracht hat. Nach unten, "nach der Jagd", ging es mit den Zahlen rapide nach unten. Kenia ist im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas - außerhalb seiner NPs - quasi "leergeschossen" und das nicht "von den bösen weißen Jägern".
...barer Unsinn!....
Na, wenn Du meinst.
Das werden wir hier nicht klären können.
In ganz Kenia ist kein Wildfleisch zu bekommen - sieht man von Krokodilen und Straussen ab, die des Leders wegen in Farmen gezüchtet werden.
Na dann besuch doch mal einen Markt der Locals, da wirst Du aber viel Croco bekommen, in allen Formen und sogar mit Hörnern dran, pp.
Im Darknet?
In der Matrix.
🙂
Mit grösster Wahrscheinlichkeit gibt es auch in Gefangenschaft keine reinrassigen Berberlöwen mehr.
Alleine in Nordafrika mehrere... (Ja, ich weis, in Wikipedia steht was anderes.)
Ich war selber da. (Nein, keine Bilder.)
maggus785 Beiträge · seit 200829. Juli 2019 · #35Hallo zusammen,
Hier mal ein Artikel zur ja so positiven Entwicklung der Wildbestände in Kenya und nein, dieser Artikel ist nicht aus dem Darknet!
https://www.google.com/amp/s/theconversation.com/amp/kenyas-wildlife-populations-are-declining-markedly-as-livestock-numbers-grow-66643In Namibia hat sich dagegen im gleichen Zeitabschnitt der Bestand von Wildtieren auf privaten Land deutlich erhöht, früher war es sogar der Fall, dass beim Verkauf einer Farm mehr erzielt wurde, wenn diese Game free ( also leer geschossen) verkauft wurde, weil es keine Nutzung für das Wild gab und das Wild rein als Nahrungskonkurrenz für die Farmtiere betrachtet wurde.
Seid man jedoch mit dem Wild gut Geld verdienen kann z. B durch die Trophäenjagd, ist dies umgekehrt und das Wild ist auf dem Farmland wieder willkommen und die Bestände wachsen,...., trotz Jagd.
Viele Grüße
Markus
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201329. Juli 2019 · #36maggus schrieb:Hallo zusammen,
Hier mal ein Artikel zur ja so positiven Entwicklung der Wildbestände in Kenya und nein, dieser Artikel ist nicht aus dem Darknet!
https://www.google.com/amp/s/theconversation.com/amp/kenyas-wildlife-populations-are-declining-markedly-as-livestock-numbers-grow-66643
Hi Markus,
wenn ich mich nicht täusche, wurde im Verlauf der bisherigen Posts mit keinem einzigen Wort behauptet, dass
die Wildtierbestände in Kenia zunehmen würden. Ich weiss selbst am besten, dass die Populationen der 15 wichtigsten/bekanntesten Arten in den vergangenen 40 Jahren zwischen 60 und 95 Prozent zurück gegangen sind. Diese Rückgänge betreffen sowohl die Bestände in den Parks - besonders auch der Massai Mara - wie ausserhalb der Schutzgebiete. Sie haben allerdings, anders als Flowerrunner behauptet, nicht das geringeste mit der Jagd zu tun ("...Kenia ist im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas - außerhalb seiner NPs -
quasi "leergeschossen" und das nicht "von den bösen weißen Jägern".). Die Bestandeseinbussen haben verschiedene Ursachen, u.a. die Besiedelung selbst lebensfeindlicher Regionen (Viehhaltung, Agrarwirtschaft), aber auch die Klimaänderung mit ausgedehnten Dürreperioden und nicht zuletzt Wilderei. Eine Rolle spielen zudem gewisse Krankheiten, z.B. Milzbrand, Tollwut und Staupe.
Wer sich für die Bestandesänderungen der kenianischen Tierarten interessiert, findet unter den beiden folgenden Links interessante Fakten und Untersuchungsergebnisse.
https://www.jawina.de/artenschutz-wildtierbestaende-in-kenia-drastisch-zurueckgegangen/https://www.scinexx.de/news/geowissen/wildtierschwund-im-safari-land/
Logi16,9k Beiträge · seit 201229. Juli 2019 · #37Mzeekenya schrieb:
.... Die Bestandeseinbussen haben verschiedene Ursachen, u.a. die Besiedelung selbst lebensfeindlicher Regionen (Viehhaltung, Agrarwirtschaft),....
Ich nehme demnach an, dass die
Besiedler die Wildtiere einfach bequatscht haben das "Feld" zu räumen und diese nicht, wie von Flowerrunner schlüssig erklärt, erschossen wurden? 😎
LG
Logi
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201329. Juli 2019 · #38Lies die beiden Artikel, die du unter meinen Links im letzten Post findest. Dort werden die Situationen noch "schlüssiger" erklärt als von F.R.
M.
FLFlowerrunner132 Beiträge · seit 201103. Aug. 2019 · #39
(Nochmal eine letzte Info von mir zu diesem Thread / Thema, ich bin dann raus hier. Da auch hier in dem Strang interessant, Doppel-Post, sorry deswegen. Erlaubnis des Magazins zum Posting hier liegt vor.)
LOloserGast07. Aug. 2019 · #40maggus schrieb:ich denke mal, dass es sonst kein Tier in Afrika gibt, das so eine komplette "Vermarktungskette" hat wie der Löwe in Südafrika, der als Baby von Touristen gestreichelt wird, dann als Jugendlicher gegen Bezahlung Touristen auf einem Buschwalk begleitet, dann ein paar Jahre in einem großen Gehege ordentlich gefüttert wird, damit er stattlich wächst. Irgendwann kommt dann der Tag an dem er wiederum gegen stattliche Bezahlung von einem Touristen geschossen wird, das Fell bekommt der Schütze, die Knochen machen sich auf die Reise nach China und das Fleisch landet irgendwo in einem Kochtopf!
.....
update, vielleicht interessiert es jemand
https://mg.co.za/article/2019-08-06-nspca-wins-lion-bone-trade-case-against-departmentGrüße