Vorbei war mehr als die Hälfte des Urlaubs, damit aber auch die Zeit der großen Tagesetappen. Nicht mal 200 km mussten wir heute für die Fahrt zum staatlichen Dolomite Camp hinter uns bringen. Das war entspannt und angenehm und nach den ständigen langen Touren auch herzlich Willkommen. Zudem kommt heute ein Tag, bei dem es wenig Bilder zu zeigen und aber dafür den ein oder anderen unvergesslichen Afrika-Momente zu berichten gibt, für welche wir diese Region so lieben.
Morgens sind wir entspannt aufgestanden und haben in aller Ruhe gefrühstückt. Stress hatten wir keinen bei dieser kurzen Route zum Dolomite. Trotzdem wollten wir nicht zu spät los kommen, da wir ja auch gerne möglichst viel im Etosha sehen wollten.
Runter vom Berg wurden wir vom Pförtner heran gewunken. Er fragte mich in welche Richtung wir fahren müssen.. ohne zu kapieren was er von mir wollte habe ich gesagt, dass wir zum Dolomite wollen. Er hat dann super nett gefragt, ob wir vielleicht jemanden mit nehmen könnten, sein Kollege müsste sonst diese 50km zu Fuß laufen 😕 . Ich musste nicht eine Sekunde zögern und habe die Rückbank freigeräumt und den kleinen Blaumann, von dem wir den Namen bis zum Ende nicht verstanden hatten, direkt eingeladen. Es war der PKW Mechaniker der Lodge, der sich um die Gamedrive Fahrzeuge kümmert. Endlich hatte ich meinen Anhalter an Bord 🤩 - und das sogar aus vertrauenswürdigen Verhältnissen, ohne dabei ein Risiko einzugehen.
Wir haben dann eine Stunde wirklich nett mit dem Herren über Gott und die Welt geplaudert, so gut es ging. Leider in etwas gebrochenem und oft schlecht verständlichem Englisch. Uns war vorher gar nicht so klar, dass die einheimischen Völker (in diesem Fall Damara) gar nicht unbedingt Englisch sprechen, obwohl das eigentlich nur logisch ist. Schulbildung ist oft schwer zugänglich und untereinander wird eben kein Englisch gesprochen. Der nicht vorhandene Kontakt zu Touristen gibt dann sein übriges. Dennoch hatte ich mir genau diesen Kontakt mit Einheimischen immer gewünscht, denn näher kommt man einfach nicht ran und irgendwie hat es mit der Verständigung ja auch geklappt. Er hat erzählt, dass er immer 6 Wochen arbeitet und dann 2 Wochen frei hat, dass er Vater von 4 Kindern ist, wie lange er schon dort arbeitet usw. usw.. Auf die Frage ob es grundsätzlich OK ist, Anhalter mitzunehmen, sagte er ausdrücklich "no". Zu gefährlich wäre das. Und das sagt er, obwohl er sich selbst nur per Anhalter fortbewegt. 🙁
Am Ende habe ich ihn darum gebeten, mir ein Wort auf Damara beizubringen, bei dem ein Klicklaut enthalten ist. Meine absolute Unfähigkeit war wohl so amüsant, dass der Kollege auf der Rückbank sich vor Lachen nicht wieder einkriegen konnte und so hatten wir alle unseren Spaß 😄 . Am Ende haben wir uns auf ein Wort ohne Klicklaut geeinigt, was ich wohl nie wieder vergessen werde: Matisa. Das bedeutet soweit ich weiß so viel wie "Hallo, wie geht es dir?" und stellt eine freundliche Anrede dar.
Auf dem Weg nach Kamanjab haben wir den Herren dann in einem Dorf abgeladen. Ein leicht beklemmendes Gefühl, zu sehen wie er in sein Dorf aus Wellblechhütten stiefelte. Es handelte sich noch um ein besser ausgestattetes Dorf. Zumindest eine Art Krankenhaus (ebenfalls aus Wellblech) und ein Supermarkt gab es dort (ich habe das Gebäude bei Google Maps gefunden: -19.687436, 14.314085 (kann in der Google Maps Suche eingegeben werden, wer Lust dazu hat). Von oben sieht es dort viel besser aus, als im Seitenprofil 😕
In Kamanjab wollten wir dann noch die Gelegenheit zum Tanken nutzen. An der Tankstelle war wieder viel Fußgänger Betrieb. Die Shell Mitarbeiterin malte mir noch irgendwelche Schriftzeichen auf die verstaube Heckscheibe, meine Frau nutzte die Zeit für einen Toilettengang und ich unterhielt mich am Fenster mit einem netten jungen Mann, der fragte wie wir heißen und dass er auch eine Oma mit deutschem Namen hat. Als meine Frau dann zurück war. Präsentierte er mir die fertig geschnitzten Palmnüsse mit unseren Namen. Mist! Schon wieder darauf reingefallen. Ich habe ihm nett beigebracht, dass wir kein Interesse an den Nüssen haben und damit war es dann auch gut, etwas enttäuscht zog er weiter.
Jetzt ging es auf die letzten Meter zum Etosha. Am Gate mussten wir noch schnell die Formalitäten hinter uns bringen und das Permit bezahlen. Ich hatte gehofft, ich finde noch einen Geldautomat. Seit Tagen hatten wir keinen mehr gesehen und ich hatte nur noch ca. 1500N$ dabei. Am Gate sagte mir dann die Dame, dass nur eine Barzahlung möglich ist und es im Park kein Automaten gibt. Toll, damit wäre ich fast ohne Bargeld in den Etosha gefahren. Ihr fiel dann zum Glück noch ein, dass ich die Zahlung auch per Karte im Okaukuejo leisten kann. Glück gehabt. Viel Geld war es trotzdem nicht, wenn man annimmt man kann irgendwo nicht mit Karte bezahlen und innerhalb der nächsten 6 Nächte gab es dann wohl keine weitere Option. Es hat am Ende gereicht weil wir glücklicherweise überall mit Karte zahlen konnten 🙂.
Dann waren wir im Etosha und wurden von wunderschönen Hartmann-Bergzebras begrüßt.


Wir sind langsam weiter zum Camp gefahren, hatten aber jetzt in der doch größer werdenden Hitze nicht viele besondere Begegnungen.

Die Straße im Etosha war schrecklich. Schrecklicher als jede Gravelroad im Rest des Landes, den wir gesehen hatten. Beim Camp nach doch längerer Fahrzeit, als gedacht, angekommen musste man unten beim Parkplatz Hupen, damit einen das Shuttle die letzten Meter zu der Rezeption und dann zum Zimmer fährt. Das hat gut geklappt und schnell waren wir in unserem schönen "Zelt".
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, haben wir den ersten Nachmittag wieder am Pool verbracht und nett mit zwei Südafrikanern geplaudert, die ihren Hochzeitstag dort verbracht haben. Hier haben wir auch für die nächsten Tage einige wertvolle Tipps erhalten und wurden gleich mal auf das deutlich bessere Zimmer in der "Deluxe" Ausführung hingewiesen. Ich hatte ja gedacht, man braucht das nicht. Aber einen eigenen Pool und ein eigenes Wasserloch wissen zu überzeugen. Ein Upgrade war leider nicht mehr möglich, da alle anderen Zimmer in der Kategorie für die nächsten zwei Nächte gebucht waren. Schade! Aber schlecht war unser Zimmer natürlich auch nicht. Später Nachmittags haben wir dann am Pool auch noch ein Schweizer Pärchen kennen gelernt, mit denen wir - so der Zufall will - viel Zeit im weiteren Urlaubsverlauf verbracht haben...
Zum Camp:
Das Abendessen im Dolomite war sehr mäßig bis schlecht. Die Instandhaltung des gesamten Camps war auch nicht besonders toll. Das Personal war nicht besonders freundlich und auch nicht gut geschult. Beim Schlussfazit gehe ich gerne noch genauer darauf ein 🙂.
Aber: Der Pool im Dolomite Camp war der schönste und angenehmste der Reise!

Nach dem Abendessen haben wir noch mit den Schweizern an der Bar geplaudert.. wollten aber zeitig zum Schlafen, da wir am nächsten Morgen direkt nach dem Frühstück auf die Piste wollten. Uhrzeiten für Gateöffnungen oder so was gibt es nicht zu berücksichtigen, da das Camp keinen Zaun besitzt 🙂.
Morgens sind wir entspannt aufgestanden und haben in aller Ruhe gefrühstückt. Stress hatten wir keinen bei dieser kurzen Route zum Dolomite. Trotzdem wollten wir nicht zu spät los kommen, da wir ja auch gerne möglichst viel im Etosha sehen wollten.
Runter vom Berg wurden wir vom Pförtner heran gewunken. Er fragte mich in welche Richtung wir fahren müssen.. ohne zu kapieren was er von mir wollte habe ich gesagt, dass wir zum Dolomite wollen. Er hat dann super nett gefragt, ob wir vielleicht jemanden mit nehmen könnten, sein Kollege müsste sonst diese 50km zu Fuß laufen 😕 . Ich musste nicht eine Sekunde zögern und habe die Rückbank freigeräumt und den kleinen Blaumann, von dem wir den Namen bis zum Ende nicht verstanden hatten, direkt eingeladen. Es war der PKW Mechaniker der Lodge, der sich um die Gamedrive Fahrzeuge kümmert. Endlich hatte ich meinen Anhalter an Bord 🤩 - und das sogar aus vertrauenswürdigen Verhältnissen, ohne dabei ein Risiko einzugehen.
Wir haben dann eine Stunde wirklich nett mit dem Herren über Gott und die Welt geplaudert, so gut es ging. Leider in etwas gebrochenem und oft schlecht verständlichem Englisch. Uns war vorher gar nicht so klar, dass die einheimischen Völker (in diesem Fall Damara) gar nicht unbedingt Englisch sprechen, obwohl das eigentlich nur logisch ist. Schulbildung ist oft schwer zugänglich und untereinander wird eben kein Englisch gesprochen. Der nicht vorhandene Kontakt zu Touristen gibt dann sein übriges. Dennoch hatte ich mir genau diesen Kontakt mit Einheimischen immer gewünscht, denn näher kommt man einfach nicht ran und irgendwie hat es mit der Verständigung ja auch geklappt. Er hat erzählt, dass er immer 6 Wochen arbeitet und dann 2 Wochen frei hat, dass er Vater von 4 Kindern ist, wie lange er schon dort arbeitet usw. usw.. Auf die Frage ob es grundsätzlich OK ist, Anhalter mitzunehmen, sagte er ausdrücklich "no". Zu gefährlich wäre das. Und das sagt er, obwohl er sich selbst nur per Anhalter fortbewegt. 🙁
Am Ende habe ich ihn darum gebeten, mir ein Wort auf Damara beizubringen, bei dem ein Klicklaut enthalten ist. Meine absolute Unfähigkeit war wohl so amüsant, dass der Kollege auf der Rückbank sich vor Lachen nicht wieder einkriegen konnte und so hatten wir alle unseren Spaß 😄 . Am Ende haben wir uns auf ein Wort ohne Klicklaut geeinigt, was ich wohl nie wieder vergessen werde: Matisa. Das bedeutet soweit ich weiß so viel wie "Hallo, wie geht es dir?" und stellt eine freundliche Anrede dar.
Auf dem Weg nach Kamanjab haben wir den Herren dann in einem Dorf abgeladen. Ein leicht beklemmendes Gefühl, zu sehen wie er in sein Dorf aus Wellblechhütten stiefelte. Es handelte sich noch um ein besser ausgestattetes Dorf. Zumindest eine Art Krankenhaus (ebenfalls aus Wellblech) und ein Supermarkt gab es dort (ich habe das Gebäude bei Google Maps gefunden: -19.687436, 14.314085 (kann in der Google Maps Suche eingegeben werden, wer Lust dazu hat). Von oben sieht es dort viel besser aus, als im Seitenprofil 😕
In Kamanjab wollten wir dann noch die Gelegenheit zum Tanken nutzen. An der Tankstelle war wieder viel Fußgänger Betrieb. Die Shell Mitarbeiterin malte mir noch irgendwelche Schriftzeichen auf die verstaube Heckscheibe, meine Frau nutzte die Zeit für einen Toilettengang und ich unterhielt mich am Fenster mit einem netten jungen Mann, der fragte wie wir heißen und dass er auch eine Oma mit deutschem Namen hat. Als meine Frau dann zurück war. Präsentierte er mir die fertig geschnitzten Palmnüsse mit unseren Namen. Mist! Schon wieder darauf reingefallen. Ich habe ihm nett beigebracht, dass wir kein Interesse an den Nüssen haben und damit war es dann auch gut, etwas enttäuscht zog er weiter.
Jetzt ging es auf die letzten Meter zum Etosha. Am Gate mussten wir noch schnell die Formalitäten hinter uns bringen und das Permit bezahlen. Ich hatte gehofft, ich finde noch einen Geldautomat. Seit Tagen hatten wir keinen mehr gesehen und ich hatte nur noch ca. 1500N$ dabei. Am Gate sagte mir dann die Dame, dass nur eine Barzahlung möglich ist und es im Park kein Automaten gibt. Toll, damit wäre ich fast ohne Bargeld in den Etosha gefahren. Ihr fiel dann zum Glück noch ein, dass ich die Zahlung auch per Karte im Okaukuejo leisten kann. Glück gehabt. Viel Geld war es trotzdem nicht, wenn man annimmt man kann irgendwo nicht mit Karte bezahlen und innerhalb der nächsten 6 Nächte gab es dann wohl keine weitere Option. Es hat am Ende gereicht weil wir glücklicherweise überall mit Karte zahlen konnten 🙂.
Dann waren wir im Etosha und wurden von wunderschönen Hartmann-Bergzebras begrüßt.
Wir sind langsam weiter zum Camp gefahren, hatten aber jetzt in der doch größer werdenden Hitze nicht viele besondere Begegnungen.
Die Straße im Etosha war schrecklich. Schrecklicher als jede Gravelroad im Rest des Landes, den wir gesehen hatten. Beim Camp nach doch längerer Fahrzeit, als gedacht, angekommen musste man unten beim Parkplatz Hupen, damit einen das Shuttle die letzten Meter zu der Rezeption und dann zum Zimmer fährt. Das hat gut geklappt und schnell waren wir in unserem schönen "Zelt".
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, haben wir den ersten Nachmittag wieder am Pool verbracht und nett mit zwei Südafrikanern geplaudert, die ihren Hochzeitstag dort verbracht haben. Hier haben wir auch für die nächsten Tage einige wertvolle Tipps erhalten und wurden gleich mal auf das deutlich bessere Zimmer in der "Deluxe" Ausführung hingewiesen. Ich hatte ja gedacht, man braucht das nicht. Aber einen eigenen Pool und ein eigenes Wasserloch wissen zu überzeugen. Ein Upgrade war leider nicht mehr möglich, da alle anderen Zimmer in der Kategorie für die nächsten zwei Nächte gebucht waren. Schade! Aber schlecht war unser Zimmer natürlich auch nicht. Später Nachmittags haben wir dann am Pool auch noch ein Schweizer Pärchen kennen gelernt, mit denen wir - so der Zufall will - viel Zeit im weiteren Urlaubsverlauf verbracht haben...
Zum Camp:
Das Abendessen im Dolomite war sehr mäßig bis schlecht. Die Instandhaltung des gesamten Camps war auch nicht besonders toll. Das Personal war nicht besonders freundlich und auch nicht gut geschult. Beim Schlussfazit gehe ich gerne noch genauer darauf ein 🙂.
Aber: Der Pool im Dolomite Camp war der schönste und angenehmste der Reise!
Nach dem Abendessen haben wir noch mit den Schweizern an der Bar geplaudert.. wollten aber zeitig zum Schlafen, da wir am nächsten Morgen direkt nach dem Frühstück auf die Piste wollten. Uhrzeiten für Gateöffnungen oder so was gibt es nicht zu berücksichtigen, da das Camp keinen Zaun besitzt 🙂.