Eine CO2-Bilanzrechnung für das Projekt gibt es hier.
https://www.hamburg.de/energiewende/namibia-biomass-partnership/14532592/co2-bilanz-des-projekts-biomasse-partnerschaft/Die geht natürlich günstig aus, wenn man „HH ohne Hackschnitzel“ mit „HH mit Hackschnitzel“ vergleicht, weil die Pellets oder Hackschnitzel in Hamburg vor Ort Kohle und Erdgas für Fernwärme ersetzten sollen. Und vielleicht gibt es auch noch Förderungen aus diversen Töpfen und CO2-Zertifikate spart man auch.
Der spezifische Energieverbrauch beim Schifftransport ist aber sowieso nicht DAS Problem, der ist nicht so hoch. Die Frachter sind aber Dreckschleudern für Schwefel und Feinstaub.
ME wäre es immer besser Biomasse möglichst nahe am Entstehungsort zu verwerten, weil sie eben einen niedrigen Energieinhalt hat und Transport eben nicht nur CO2 bedeutet, sondern noch vieles anderes. Leider ist aber der Fernwärmebedarf in Namibia überschaubar. Ein riesiges Potenzial läge in der Verwertung von Hackschnitzel als Baustoff. Damit schafft man sogar eine CO2-Senke und erhält ein Baumaterial mit geringer Dichte und hervorragenden Dämmeigenschaften. Dabei werden die Hackschnitzel mit Dünnbeton oder -lehm gebunden. Mit Stroh als Füllstoff ist das ja schon state of the art. So eine Entwicklung mit Hackschnitzel wäre doch ein schönes EZA-Projekt für Namibia 🙂 . Die Einsatzmöglichkeiten in zigtausend Häusern ohne hohe statische Anforderungen wären grenzenlos, mit dem Bonus überlegener bauphysikalischer Eigenschaften.... und PS: 18:00 riesigem Potezial für Hand- anstatt Maschinenarbeit
Grüße
.... und man wird doch auch noch Illusionen haben dürfen, dass ganzheitliches Denken eine Chance hat 😗