Das Essen ist lecker, die übliche 3 Gang Menufolge. Es gibt fast überall Oryx. Außer uns sind nur wenige andere Gäste hier, eine Familie mit Kindern, eine Gruppe jüngerer Leute und ein holländisches Paar mit Guide.
Die Chalets sind sehr großzügig.
Nach dem Essen, als wir uns eigentlich schon verabschiedet hatten, hat Inga eine Begegnung mit einem größeren Gecko in ihrem Zimmer. Die Decken im Zimmer sind mit Holzgestängen abgehängt, das sieht toll aus, als Gecko kann man sich aber prima hinter den ganzen Stangen verstecken und es ist klar, den kriegen wir da niemals wieder raus. Die Begegnung mit unbekannten Krabbelviechern ist eine der großen Sorgen, die Inga auf dieser Reise hat und sie ist keinesfalls gewillt, die Nacht mit einem Gecko im Zimmer zu verbringen.
Also ziehe ich los, verständige den Manager. Der bringt seinerseits ein paar Wachleute mit Taschenlampen mit und alle gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach einem Gecko-freien Chalet. Der Manager erzählt, dass die Geckos gerne an den Wolldecken herumknabbern, die als Extras in den Schränken liegen. Also guckt er immer erst nach, ob sich dort ein Gecko versteckt hält und in den nächsten 2 Chalets sind Geckos, die schnell davon huschen. Erst im 3 Chalet kann definitiv kein Gecko gefunden werden und Inga zieht um. Die Situation, wie wir zu fünft mit Taschenlampen die Chalets absuchen, ist ganz skurril. Dann geht es zur Nachtruhe.
In der Nacht setzt ein starker Ostwind ein, der an den Wänden der Chalets zerrt und rüttelt. Das ist für mich neu, im Winter in Botswana wird es zwar auch kalt – für meinen Geschmack manchmal ungemütlich kalt – aber es ist nie so windig! Ich bin froh, in einer festen Behausung zu sein, im Zelt wäre es jetzt sicher sehr ungemütlich.
Am Abend vorher um 17:00 Uhr habe ich ein paar Sachen zum Waschen abgegeben. Die ganzen Sommersachen können wir wegen der Kaltfront nicht anziehen, deswegen müssen die langen Sachen gewaschen werden. Ich bin erstaunt, dass das klappt und ich am nächsten Morgen um 7:00 alles gebügelt zurück bekomme. Super Service und nicht teuer.
Nach einem gutem Frühstück machen wir uns auf den Weg, der vor uns liegt, von der Ugab Terrace Lodge bis nach Swakopmund. Gerne hätte ich mir auch noch die Vingerklip Lodge angeschaut, die quasi gegenüber der Ugab Lodge liegt, aber dafür reicht die Zeit nicht.
Fazit Ugab Terrace Lodge:
Mir hat es sehr gut gefallen. Spektakuläre Lage und Aussicht, gutes Essen. Die Chalets sind großzügig bemessen, die Betten ebenso. Es gibt allerdings keine Moskitonetze, dass könnte eventuell in der heißen Saison von Nachteil sein – in der Winterzeit, in der es sowieso keine Moskitos gibt, stört es eigentlich nicht. Für Leute, die ein wenig mehr Aktion möchten, gibt es auch die Zipline. Die haben wir allerdings nicht ausprobiert, auch niemand gesehen, der Ziplining gemacht hat.
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05.07.2018 – Von der Ugab Terrace Lodge nach Henties Bay und Swakopmund
Wir sind früh unterwegs, weil eine lange Strecke vor uns liegt. Erst nehmen wir die C39 und dann biegen wir auf die C35 ab.
Die Straße, eine ordentliche Schotterpiste, geht vorbei an den Städten Khorixas und Uis. Bei beiden Städten muss man nicht die Stadt durchfahren, sondern die Straße zieht außerhalb der Stadt vorbei, das spart Zeit.
Wir wechseln uns ab beim Fahren durch eine einsame, karge, wüstenähnliche und bergige Landschaft.
Ab und an haben wir den Brandberg im Blick. Handyempfang haben wir auf dieser Strecke fast nie.
Mal kommen uns andere Reisende entgegen, manchmal sehen wir auch Anhalter, die auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit sind, ab und zu sieht man Verkaufsstände, die um diese Tageszeit meist unbesetzt sind.
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Gegen Ende der Strecke zum Meer hin wird die Landschaft immer flacher, vegetationslos und ein bisschen wie eine Salzwüste. Leider habe ich hier kein Bild gemacht.
Wir fangen jetzt an zu singen „Horse with no name“ von America:
On the first part of the journey I was looking at all the life There were plants and birds and rocks and things There was sand and hills and rings The first thing I met was a fly with a buzz And the sky with no clouds The heat was hot and the ground was dry But the air was full of sound
I’ve been through the desert on a horse with no name It felt good to be out of the rain In the desert you can remember your name Cause there ain’t no one for to give you no pain
Nach ungefähr 5 Stunden, so gegen 14 Uhr kommen wir in Henties Bay an und fühlen uns wirklich, als ob wir etwas geschafft und die Wüste durchquert haben.
Wir wollen erst mal etwas Essen und Trinken und eine Passantin empfiehlt uns das „De Duine“ am Strand. Hier werfen wir erst mal einen Blick auf das Meer. Mann, ist das schön hier! Und warm! Jetzt, wo es im Inland kalt ist, ist es offensichtlich an der Küste warm. Es ist gut 30 Grad warm und sonnig.
Ich finde die Kneipe ganz urig, es wird in der Kneipe geraucht, Kinder rennen in Badeklamotten umher und holen sich schnell ein Eis oder einen Drink, ist ein bisschen wie in den siebziger Jahren hier. Wir scheinen die einzigen Touristen aus Übersee zu sein, die meisten anderen Besucher sind Namibier oder Südafrikaner, die zum Angeln hier zu sein scheinen.
Wir sitzen auf der Terrasse und bestellen erst mal einen Rock Shandy und Fish and Chips (wo wir jetzt am Meer sind!).
Inga fährt den Rest der Strecke nach Swakopmund, ist total begeistert am Meer zu sein und findet es toll, die Wüste links und das Meer rechts.
So gegen 17 Uhr sind wir in Swakopmund im Brigadoon B & B.
Vom Brigadoon aus kann man sogar den Leuchtturm sehen.
Wir machen nur eine kurze Pause, Inga gibt ein paar Sachen zum Waschen und gegen 19:00 Uhr sind wir in der Stadt. Wir gehen ein bisschen spazieren, es ist natürlich jetzt schon dunkel. Dann machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. „Jetty“ und „The Tug“ sind wie üblich schon ausverkauft und so wandern wir nur etwas auf den Steg hinaus. Im „Lighthouse“ gibt es noch freie Plätze und so landen wir dort auf der Terrasse. Es ist immer noch total warm und sommerlich. Nach dem Essen schlendern wir wieder zurück zum Brigadoon.
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06.07.2018 – Frühstück in Swakopmund und Sandwich Harbour Exkursion
Wir haben prima geschlafen, jede im eigenen Zimmer. Die Zimmer sind nicht ganz so groß wie sonst oft in Namibia, aber völlig ausreichend und ansprechend eingerichtet.
Was uns am besten gefällt, ist, dass man direkt vor dem Zimmer auf der Terrasse im Garten frühstücken kann.
Das ist richtig gemütlich und der Spruch „Home away from home“ den man ja öfter mal hört, passt hier wirklich. Der Koch, ein sehr freundlicher Mensch, kommt jeden Morgen in kompletter, weißer gestärkter Uniform mitsamt Mütze zu uns in den Garten und fragt, wie wir denn unsere Eier heute gerne hätten? Wir haben uns an beiden Tagen Omelettes mit frischen Zutaten bestellt. Außerdem gibt es frisches Obst, Joghurt, Marmelade, Käse und Brot und Kaffee aus der Drückerkanne und Orangensaft. Sehr lecker!
An diesem Morgen sind wir ganz allein im Garten des Brigadoon und da unsere Exkursion in Walvis Bay erst Mittags beginnt, frühstücken wir ganz gemütlich.
Die Sonne scheint und es ist auch schon recht warm. So gegen halb neun fängt die Luft plötzlich an zu glitzern. Der Ostwind aus dem Inland setzt ein und der Sand in der Luft bringt alles, uns eingeschlossen, zum Glitzern. Wir sehen aus wie die Vampire aus Twilight..
Als wir die Pension verlassen und zum Auto gehen, passiert Inga das, was vielen passiert, die in dieser Weltregion auf eigene Faust unterwegs sind: Sie entwickeln tiefere Gefühle für das Fahrzeug, das sie sicher durch diese Landschaften bringt! Und so tätschelt Inga heute Morgen unseren Hilux und sagt: Na, Buddy!? Jetzt hat er also seinen Namen weg und wurde von Inga „Buddy“ getauft.
Vormittags gehen wir noch in die Stadt, ein paar Besorgungen machen (es gibt Biltong Wünsche von Freunden in Deutschland) und unsere Vorräte an Getränken und Snacks für unterwegs aufstocken, dann machen wir uns auf den Weg nach Walvis Bay. Das anfängliche Geglitzer hat sich mittlerweile zum halben Sandsturm ausgewachsen, es gibt Sandverwehungen auf der Straße und der starke Wind lässt das Meer sturmumtost aussehen, die Gischt der anlandenden Wellen wird hoch in die Luft gesprüht. Ich bin froh, dass wir die Exkursion erst für nachmittags gebucht haben, ich weiß gar nicht, ob sie bei dem Wetter jetzt möglich wäre.
Am Hafen in Walvis Bay gehen wir noch einen Kaffee trinken, bis wir am Treffpunkt um 13:00 Uhr bei Sandwich Harbour 4x4 sein müssen. In der Zwischenzeit legt sich der Sturm und es klärt sich auf.
Unsere Fahrer sind Elmar, Namibier mit südafrikanischen Wurzeln und Kurt, deutschstämmiger Namibier. Mit uns ist eine italienische Familie unterwegs. Wir verteilen uns auf 2 Autos und los geht es! Entlang der Brutstätten der Flamingos und der rosa Becken für die Salzgewinnung bis zu dem langen Strand, der für die Öffentlichkeit freigegeben ist.
Elmar erzählt uns, das hier am Wochenende doch einiges los ist und die lokalen Leute zum Angeln und Grillen hier rausfahren. Die Italiener sprechen kaum Englisch und so unterhalten wir uns hauptsächlich mit Elmar.
Am Ende des Strands attackiert ein Seelöwe die vorbeifahrenden Autos und versucht, in die Reifen zu beißen. Er scheint tollwütig zu sein und ist ein trauriger Anblick. Ganz allein und von rasender Wut erfüllt verfolgt er alles, was sich nähert.
Dann geht es in den Namib Naukluft Park, für den Besuch muessen Tourveranstalter eine Erlaubnis haben.
Wir fahren am Meer entlang zwischen den Dünen und dem Meer. Die Fahrer müssen teilweise den richtigen Moment abpassen und dann, wenn die Brandung sich zurückzieht, fahren. Wir steigen aus und holen uns nasse Füße.
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Auf den Dünen angekommen lassen uns unsere Fahrer oberhalb vom Sandwich Harbour aussteigen und wir dürfen die Dünen zu Fuß herunter laufen und treffen sie unten wieder. Man hat einen tollen Blick von hier oben und es macht ziemlich Laune, die Düne hinunter zu rennen. Ich finde, es fühlt sich an, als ob man Marshmellows unter den Füßen hat, weich und federnd.
Unten angekommen, nähert sich uns ein Schakal und wartet in einiger Entfernung. Er scheint auf Fressbares zu hoffen.
Nach einer Weile machen wir Pause, es gibt Austern, belegte Brötchen und Sekt oder Saft. Ich esse zum ersten Mal überhaupt Austern unter Anleitung von Kurt, er sagt: Mach da mal’n bikkie Tabasco drauf, dann schmeckt‘s! Na gut, dann mach ich das so. Schmeckt auch nicht schlecht, es erinnert mich vom Geschmack ein bisschen an Bismarckhering. Kurt klärt uns darüber auf, das die Austern tot sind und nicht lebendig, wie manche Gerüchte behaupten, aber sie sind sehr frisch und bereits aus der Schale ausgelöst.
Während wir unsere späte Lunchpause machen – es ist wahrscheinlich fast 16:00 Uhr – erzählen uns Kurt und Elmar etwas über die Vegetation hier draußen, z. B. die Nara Melonen, sie haben auch verschiedene Samen von Pflanzen dabei, manche sind essbar und wir dürfen sie probieren.
Wir sehen noch einen Springbock und einen Schakal.
Dann geht es zurück nach Walvis Bay, wieder am Strand und den Salinen entlang und vorbei an den Flamingos.
Es ist mittlerweile windstill, warm und sonnig, viele Kinder sind draußen am Strand auf Rollerblades und Fahrrädern. Es ist wirklich eine schöne Atmosphäre am späten Nachmittag am Strand in Walvis Bay. In der Ferne sehen wir eine Schule von Delphinen, zu weit weg zum Fotografieren, aber wir halten trotzdem an und schauen Ihnen hinterher. Elmar sagt, das Wetter sei um diese Jahreszeit meistens so, morgens stürmisch und nachmittags richtig sonnig und warm.
Es war ein toller Tag! Wir fanden diesen Ausflug beide ganz toll und würden ihn jederzeit wieder machen, ich würde auch gerne mal den Ganztagsausflug machen, um noch näher zum Sandwich Harbour zu kommen, den haben wir ja heute eigentlich nur von oben gesehen. Wir verabschieden uns gegen 17:30 Uhr von Kurt und Elmar und unseren Mitfahrern.
Meine Schuhe sind total nass und so fahre ich jetzt barfuß und fühle mich dabei sehr afrikanisch. In Südafrika habe ich öfters Leute barfuß Auto fahren sehen. Nach einer Weile holt uns Elmar ein und winkt! Ich habe meinen Hut in seinem Auto liegen gelassen. Dankeschön! Den reicht er mir jetzt durch das Fenster.
Abends gehen wir noch spazieren und wieder im Lighthouse in Swakopmund essen. Was für ein schöner Tag!
Fazit Brigadoon B & B
Hat uns sehr gut gefallen, die familiäre Atmosphäre im Garten des Brigadoon und dass man zu Fuß in die Stadt gehen kann. Der Parkplatz ist nicht eingezäunt, wird aber Nachts bewacht. Für das Einzelzimmer zahlen wir 1089 N$ pro Person mit Frühstück.
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Nachdem hier eine monatelange Pause entstanden ist, werde ich mir jetzt einen Ruck geben und diesen Reisebericht zu Ende schreiben. Herzlichen Dank an alle Mitfahrer und Danke-Button Drücker! Ich hoffe, es finden sich für den Endspurt noch ein paar Interessierte! Also jetzt: der Endspurt!
07.07.2018 – Unterwegs zur Namib Desert Lodge
Wir frühstücken noch einmal im Garten des Brigadoon, dann packen wir zusammen und checken aus. Bevor wir Swakopmund verlassen, besuchen wir noch kurz die kleine Shoppingmeile in der Innenstadt. Hier habe ich vor 7 Jahren eine Schultertasche gekauft und die möchte ich jetzt ersetzen. In Deutschland konnte ich die Marke nicht bestellen. Ich habe Glück und sie ist vorrätig im Lederwarengeschäft. Inga besorgt noch ein paar Mitbringsel für zu Hause und dann sind wir wieder auf der Straße - unterwegs in Richtung Sossusvlei, entlang der Küstenstraße bis Walvis Bay und nach links in die Wüste. Inga ist etwas traurig, die Küste hinter sich zu lassen. Sie liebt das Meer und wäre gern noch etwas länger geblieben.
Zunächst fahren wir lange Zeit durch die ganz flache Salzwüste, dann wird die Landschaft etwas abwechslungsreicher und Erhebungen und kleinere Berge und etwas mehr Vegetation tauchen auf.
Am Kuiseb Pass machen wir eine kleine Pause und vertreten uns ein bisschen die Beine.
Nach dem Kuiseb Pass – auf der vielbefahrenen Rennstrecke Richtung Sossusvlei – ist die Straße ganz schön ausgefahren durch die vielen Autos die hier täglich unterwegs sind und wird zu einer ordentlichen Wellblechpiste. Ich finde, Wellblech lässt sich besser mit ein bisschen Geschwindigkeit fahren, man merkt die Schläge dann weniger.
Die Richtung stimmt und erste Wolken ziehen auf...
In Solitaire tanken wir. Dies ist unser erster Tankstopp seit Outjo (der Long Range Tank vom Hilux ist schon eine feine Sache). Dann holen wir uns den obligatorischen Apfelkuchen und einen Kaffee. Lecker!
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Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200809. Apr. 2019 · #47
Hallo Stefanie, Ich bin erst jetzt auf Deinen Bericht aufmerksam geworden. Wir waren vor ein paar Jahren auch in den Tree Tops und fanden es klasse. Damals hies es aber, es soll vergrößert werden. Da bin ich ja froh, dass es immer noch nur 4 Hütten hat, richtig? Mit dem Wetter in Swakopmund hattet Ihr ja richtig Glück! Viele Grüße Doro
Hallo Doro! Ja, das Tree Tops Camp hat uns auch super gefallen. Und es ist nicht vergrößert worden, es sind immer noch nur 4 Hütten. Ich finde es ist ein bisschen wie campen in luxuriöser Ausführung. Mit geschlossener Moskitoabdeckung habe ich mich sehr sicher gefühlt, wie im Dachzelt, trotz der Löwen in der Nähe. Ich war zum ersten Mal im Winter in Swakopmund und laut der Guides ist das Wetter im Winter wohl öfters so warm und sonnig am Nachmittag. Ich kannte Swakopmund vorher auch als überwiegend diesig und grau. Liebe Grüße Stefanie
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Von Sossusvlei ist es nicht mehr weit bis zur Namib Desert Lodge. Es zieht sich immer mehr zu. Kurz bevor wir dort ankommen, bricht sich ein richtiger Wolkenbruch seine Bahn. Wir sitzen erst mal im strömenden Regen im Auto auf dem Parkplatz der Lodge. Irgendwann kommt eine Angestellte der Lodge mit Schirm zu uns raus, um uns abzuholen.
Regen, mitten im Winter:
Der Regen setzt jede Menge ätherische Öle frei und es riecht ganz toll nach einem Regen in der Namib.
Die Lodge liegt sehr schön vor den versteinerten Dünen, allerdings wundere ich mich etwas, dass die Lodge doch sehr anders aussieht als auf den Fotos. Offensichtlich wird sie renoviert. Der neue Stil sind grau gestrichene Räume in Motel-Art, also ein Raum direkt am anderen, alle in einer Reihe. Die alten Bungalows in Orange/Weiß, von denen es jetzt hier nur noch wenige gibt, haben mir eigentlich besser gefallen. Wegen dem vielen Regen an diesem Nachmittag gibt es keine Fotos von der Lodge.
Abends nehmen wir am Buffet Dinner teil, ich kann mich aber nicht mehr erinnern was wir gegessen haben.
Wir teilen uns ein Zimmer (zum Zeitpunkt der Buchung gab es nur noch 1 freies Zimmer in der Lodge). Diesmal klappt es nicht so gut und wir haben eine richtige schlechte Nacht. Ich schnarche und Inga kann nicht schlafen und schaltet Nachts das Licht ein und läuft herum, so dass wir beide hellwach sind mitten in der Nacht. Dementsprechend wachen wir am nächsten Morgen recht spät und muffelig gelaunt auf.
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Eigentlich hatte ich vorgehabt von hier aus morgens zum Sossusvlei zu fahren, dafür ist es jetzt aber zu spät. Na egal, schauen wir uns halt die Elim Düne an! Big Daddy, das Sossusvlei, Dead Vlei und den Sesriem Canyon kenne ich schon, aber an der Elim Düne war ich noch nie zuvor.
Irgendwann am späten Vormittag brechen wir auf und sind so um die Mittagszeit an der Elim Düne, die wir komplett für uns allein haben.
In der Ferne ziehen ein paar Oryx vorbei. Es ist friedlich hier und auch nicht zu heiß jetzt im Winter. Die Elim Düne ist nicht so hoch wie Big Daddy aber es macht trotzdem Spaß hoch zu wandern.
Es blüht etwas:
Ein Tok-Tokkie Käfer:
Danach fahren wir noch etwas tiefer in den Namib Naukluft Park aber irgendwann nach der Düne 45 kehren wir um. Wir müssen bis um 4 Uhr zurück an der Namib Desert Lodge sein für den Transport zum Dune Star Camp und das würden wir nicht schaffen, wenn wir jetzt noch tiefer in den Park fahren würden. So um 2 Uhr sind wir zurück an der Sossusvlei Lodge. Das offizielle Lunchbuffet im Restaurant wird bereits abgebaut, aber an der Bar soll es Sandwiches geben. In der Bar sind wir die einzigen Gäste und die Sandwiches sind super lecker und liebevoll gemacht mit tollen Salat Beilagen. Für uns beide kostet der Lunch zusammen keine 10 Euro und schmeckt sehr gut.
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Wir machen uns auf zum Rückweg zur Namib Desert Lodge.
Nach einer Weile auf der Rüttelpiste werden wir von einem größeren Touren Fahrzeug überholt und der Fahrer macht Zeichen, dass ich anhalten soll. Ich schaue mir die Gruppe schnell etwas genauer an. Es ist ein schwarzer Tourguide mit einem Trupp weißer Touristen im Auto, alle schauen ganz vergnügt und entspannt aus. Ich entscheide dass es ok ist anzuhalten und komme hinter dem Wagen zum Stehen. Der Guide steigt aus und wir unterhalten uns einen Moment. Roger spricht astreines Nam Deutsch. Er macht mich darauf aufmerksam, dass sich die Rücklichter losgerüttelt haben und nur noch an den Kabeln lose hinten herab hängen. Er meint, ich soll an der nächsten Lodge einen der Mechaniker bitten, die Rücklichter mit Paketband festzukleben. Ok, werde ich machen!
Dann meint er noch: Und beim nächsten Mal, wenn einer auf der Straße winkt, dass Du anhalten sollst – dann hältst Du auf gar keinen Fall an!!! Sorry, ihr saht einfach nicht genug zum Fürchten aus! 😄
Wir kommen um 3 Minuten nach 16 Uhr an der Namib Desert Lodge an, von wo aus der Shuttle startet und er ist bereits abgefahren! What happened to African Time?? Mist! Also müssen wir warten und knapp eine halbe Stunde später wird ein zweiter Shuttle losgeschickt, mit uns und zwei jungen Frauen aus Belgien an Bord, die auch zu spät waren.
Die Landschaft rund um das Camp ist wunderschön, das Licht ist weich um diese Zeit und die Wolken, die immer noch am Himmel stehen, machen alles noch schöner.
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Wir haben nur eine knappe Viertelstunde, um unser Gepäck in unsere Hütte zu bringen, dann geht es auch schon auf die Dünenwanderung.
Wir haben einen lustigen und eloquenten Guide, der uns durch die Dünen führt, seinen Namen habe ich leider vergessen. Er zeigt uns einige Tiere, die hier leben, führt uns mit etwas Wasser und Sand vor, wie Dünen versteinern. Außerdem zeigt er uns Pflanzen, die Elektrizität leiten können und während irgendeiner kriegerischen Auseinandersetzung als Funkmasten benutzt wurden (ich hoffe mal, dass das stimmt und er hat uns nicht veräppelt – es klang jedenfalls sehr plausibel). Mit Hilfe eines Magnets führt er uns vor, wie eisenhaltig dieser Sand ist.
Es war ein schöner und unterhaltsamer Spaziergang!
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Kurz vor Sonnenuntergang sind wir wieder zurück. Die erste Runde Gin und Tonic geht auf das Haus und es gibt ein bisschen Knabberzeug und Biltong. Wir setzen uns auf der Terrasse zu einer südafrikanischen Großfamilie bestehend aus Geschwistern im mittleren Alter und deren Teenager Kindern. Sie sind alle gemeinsam von Kapstadt aus hier hoch gefahren und finden es sehr idyllisch und friedlich in Namibia.
Die Sonne geht grandios unter und gibt alles!
Zum Abendessen belegt die südafrikanische Familie einen der beiden Tische und wir sitzen gemeinsam mit 2 Paaren aus Deutschland und den beiden Belgierinnen an einem Tisch. Die Atmosphäre ist entspannt. Ich habe noch keine Hüttenwanderung in den Bergen gemacht, aber so in etwa würde ich mir die Stimmung auf einer Hütte vorstellen. Das Essen ist gut und wir unterhalten uns auf Englisch über unsere Reiseerlebnisse. Die Belgierinnen bringen uns das Wort „smakelig“ bei. Es ist ein schöner Abend.
Zurück in unserer Hütte schieben wir das Doppelbett mit Rollen auf dem Balkon. In der Hütte gibt es noch ein zweites stationäres Bett. Hier will Inga schlafen und ich werde draußen auf den Balkon schlafen. Wir schlafen beide ganz prima. Es ist warm und kuschelig und super schön morgens vom Bett aus die Sonne aufgehen zu sehen.
Gegen 7 Uhr werden wir für das Frühstück zur Lodge zurück gebracht. Als wir an unserem Hilux genannt „Buddy“ vorbei gehen, fällt mir auf, dass jemand die losen Rücklichter mit Paketband festgeklebt hat und gleichzeitig ist aber eine andere Leiste abgerissen. „Jetzt hat er das festgeklebt und dabei die Leiste abgerissen“, ist mein Gedanke. Im Frühstücksraum sitzt Roger mit seiner Gruppe. Ich begrüße ihn und frage ihn, ob er die Rücklichter angeklebt und dabei die Leiste abgerissen hat? „Ja, er hat die Rücklichter angeklebt, aber er hat sicherlich nicht die Leiste abgerissen!“ antwortet er. Die muss sich wohl von selbst gelöst haben, ich soll doch nachher zum Mechaniker der Lodge gehen, der kann die Leiste wieder befestigen. Er sieht etwas gekränkt aus und mir tut es natürlich auch sofort leid. Sorry, Roger! Da habe ich wohl etwas missverstanden.
Nach dem Frühstück gehen wir zu den Mechanikern, die schon von Roger informiert wurden, das bei uns eine lose Leiste angedübelt werden muss. Das geht auch ganz fix und die Mechaniker verlangen nichts dafür. Wir geben Ihnen 100 Nam $ als Dankeschön, dann checken wir aus.
Fazit:
Die Namib Desert Lodge ist super schön gelegen und hat einen sehr schönen Garten- und Außenbereich, aber die neuen Räume haben uns nicht so sehr angesprochen. Das Dune Star Camp hat uns sehr gefallen und war eines der Highlights unserer Reise. Die wunderschöne Landschaft, der kleine informative Bush Walk, der mit inbegriffen ist und die Möglichkeit, im Freien auf der Terrasse zu übernachten ist schon etwas Besonderes. Es ist so gedacht, dass man nur eine Nacht dort übernachtet, die Räumlichkeiten sind nicht für einen längeren Aufenthalt ausgestattet.
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ONon4ajt37 Beiträge · seit 201802. Juni 2019 · #54
Die Belgierinnen bringen uns das Wort „smakelig“ bei.
Ohne belehren zu wollen, das wort heißt eigentlich "smakelijk" und bedeutet nichts weiteres als "guten Appetit"
on4ajt schrieb:Die Belgierinnen bringen uns das Wort „smakelig“ bei.
Ohne belehren zu wollen, das wort heißt eigentlich "smakelijk" und bedeutet nichts weiteres als "guten Appetit"
Grts Jo
Danke für den Hinweis!
Da lag ich doch gar nicht so weit entfernt - hab das Wort ja rein nach Gehör wiedergegeben und hatte keine Ahnung, wie man es schreibt!
LG Stefanie
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Gegen Mittag kommen wir in der Rooisand Desert Ranch am Gamsberg an. Ich habe einen Fehler beim Buchen gemacht. Ich hatte eigentlich gedacht, es gäbe nur eine Zimmerkategorie (es gibt eigentlich nur 5 Zimmer hier) und hatte angenommen, das sich nur kleine Detailunterschiede zwischen den Kategorien „Economy“ und „Komfort“ verbergen, vor allem da nur 200 N$ zwischen den beiden Preiskategorien liegt, aber weit gefehlt. Die Economy Zimmer liegen nach hinten zu den Tennisplätzen raus und haben das Flair von Jugendherbergszimmern mit Kiefernregalen und kleinen Fenstern. Wir fühlen uns ein bisschen wie in der Besenkammer. Glücklicherweise lässt der Manager zwei von den „Komfort Zimmern“ schnell reinigen und wir dürfen umziehen. Die Komfort Zimmer sind großzügig eingerichtet und vor den Zimmern stehen Bänke mit Aussicht auf die Berge, hier kann man ganz schön sitzen, lesen und Zeit vertrödeln.
Stefan, der Berliner Manager der Lodge, erzählt uns, dass hauptsächlich Familien mit Teenagern die Economy Zimmer für ihre Kinder buchen, da sie ein bisschen weiter weg liegen und günstiger als die normalen Zimmer sind.
Nachdem wir ein bisschen gelesen und uns entspannt haben machen wir eine Wanderung auf dem Lodge Gelände.
Hier am Gamsberg gibt es besonders viele interessante Steine zu entdecken.
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Wir schauen uns auch die Campingplätze an, bis Inga hier ein paar Leoparden Abdrücke im Sand entdeckt – das ist ihr doch zu gruselig und sie hat jetzt keine Lust mehr spazieren zu gehen!
Bis zum Abendessen unternehmen wir deswegen noch ein Spazierfahrt in Richtung Corona Lodge. Wir schaffen es nicht ganz bis dorthin und drehen wieder um, bevor wir die Lodge erreichen, die Landschaft aber ist wunderschön hier und noch mal einsamer und wilder.
Nach dem Abendessen mit mehreren Gängen und 2 Gin Tonic zurück auf der Rooisand Ranch geht es auf die Astro Tour mit Stefan. Wir fahren mit einem offenen Geländewagen hoch zum Observatorium. Entlang des Weges wurden maßstabsgetreu die Planeten unseres Sonnensystem in der Entfernung, in der Sie zueinander stehen und im originalen Größenverhältnis aufgebaut. Dies ist sozusagen ein Planetenwanderweg. Wir halten neben jeden Planeten an und Stefan leuchtet den Planeten an und erzählt uns etwas über sie. Dann kommen wir am Observatorium an und steigen aus. Die Nacht ist klar und der Mond ist noch nicht aufgegangen. Der Sternenhimmel ist hier oben, auf ungefähr 1700 Metern sehr beeindruckend. Es fühlt sich wirklich so an, als sei man den Sternen hier näher.
Inga macht sich Sorgen wegen der Leopardenabdrücke die wir vorher gesehen hatten und fragt Stefan, ob man hier oben wirklich sicher sei, wenn man hier so Nachts alleine draußen steht? Stefan beruhigt sie und sagt, dass die Leoparden sich von uns fernhalten und Menschen meiden. Sie sind da und dies nicht nur in Parks sondern überall, aber normalerweise bekommt man sie nicht zu sehen. Allein auf dem Lodge Gelände der Rooisand Desert Lodge leben 6 Leoparden. Wenn alle Menschen schlafen, dann kommen sie näher und schleichen auf dem Gelände herum und interessieren sich auch für das Vieh der Menschen. Wenn man hier in den Bergen wandern geht, sollte man sich aber von den Höhlen fernhalten. Die Leoparden würden sich hier gerne in Höhlen aufhalten und es wäre nicht so empfehlenswert, wenn man einen Leoparden in seiner Höhle stören würde, aber hier müssten wir uns keine Sorgen machen. Inga entspannt sich etwas und jetzt beginnt der Vortrag.
Stefan hat einen Laserpointer dabei und beginnt uns einige Sterne zu zeigen, erklärt den Unterschied zwischen Planeten und Sternen und vor allem geht es viel um Entfernungen im Universum. Was ist Lichtgeschwindigkeit? Wie weit ist die nächste Galaxie entfernt? Wie lange würde es dauern, Nachrichten dorthin zu übermitteln, wenn man das mit Lichtgeschwindigkeit tun könnte? Über das Universum nachzudenken ist immer überwältigend.
Dann klettern wir hoch ins Observatorium. Es dauert immer ein wenig, das Teleskop auf ein neues Ziel auszurichten.
Wir sehen den Saturn mit seinen Ringen. Dann beobachten wir Wasserstoffwolken, die die Geburtsstätten von neuen Sternen im Universum sind. Hier bilden sich neue Sonnen. Aber der Vorrat an Wasserstoff in unseren Universum ist begrenzt. Wenn ein Stern ausgebrannt ist, ist der Wasserstoff verbraucht. Irgendwann also wird es dunkel in unserem Universum werden. Unsere Gespräche werden jetzt sehr philosophisch.
Ich fand es sehr beeindruckend, einen persönlichen Blick in das All werfen zu können. Es ist doch etwas ganz anderes als ein Foto anzuschauen, selber einmal über den Rand unseres Planeten hinaus schauen zu dürfen.
Die Tour hat ungefähr 2-3 Stunden gedauert und Stefan, der diese Touren jetzt seit ein paar Jahren durchführt, hat sich doch einiges an Wissen angeeignet. Jedenfalls genug, um uns beide zu beeindrucken!
Obwohl es schon fast 23:00 Uhr ist, sitzen wir noch eine Weile draußen, schauen die Sterne an und trinken den restlichen Amarula, den wir noch im Gepäck hatten.
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Am nächsten Morgen beim Frühstück muss ich für das bisschen Alkohol vom Abend davor bezahlen. Das Frühstück ist richtig lecker, aber mein Kopf fängt an zu pochen. Wir checken aus und netterweise müssen wir keinen Aufpreis für die Komfort Zimmer zahlen, in die wir umgezogen waren und Stefan belässt es beim Preis für das Budget Zimmer. Ich lasse noch meine Ex Handtasche, die ich in Swakopmund mit einer „frischen“ Variante ersetzt hatte, hier. Stefan meint über so etwas würden sich die Damen sehr freuen, sie würden solche Geschenke nur gerne sammeln und dann verteilen, so dass jeder etwas bekommt. Also überlasse ich sie Stefan zum Weiterverschenken.
Es sind unheimlich viele Sattelschrecken auf dem Lodge Gelände unterwegs.
Später lese ich nach das Sattelschrecken wohl sehr häufig sind, wenn es ausreichend geregnet hat.
Heute bricht unser letzter Tag an. Wir machen uns auf den Weg nach Windhoek. Meine Kopfschmerzen wachsen sich zur Migräne aus. Die Landschaft am Gamsberg ist wunderschön und uns kommt kein einziges anderes Fahrzeug entgegen.
Bis über den Pass fahre ich und dann übernimmt Inga. Ich bringe den Beifahrersitz in eine liegende Position und versuche bis Windhoek eine möglichst schmerzvermeidende Position zu finden. Inga macht das Fahren Freude und sie fährt bis kurz vor Windhoek. Wir sehen noch einen Trupp Paviane der über die Fahrbahn rennt und schnell im Gebüsch verschwindet. Kurz vor Windhoek ist eine Art Polizeistation, an der wohl öfters Kontrollen durchgeführt werden. Hier gibt es eine Einbuchtung an der Straße und so halten wir hier an, um zu wechseln – in der Stadt werde ich wieder fahren. Eine Polizistin kommt zu uns und fragt, ob wir einen Kollegen von ihr mitnehmen würden, der in die Stadt muss. Ja, klar, machen wir doch gerne! Es ist ganz praktisch, dass der Polizist mit uns fährt, so brauche ich nicht mal das GPS und er lotst uns zurück zum Crafts Cafe, wo unsere Reise auch begonnen hat. Er erzählt uns von seiner Reise nach Österreich. Er singt in einem Chor und sein Chor wurde nach Österreich eingeladen. Wenn wir schon einen Polizisten dabei haben, fragen wir ihn natürlich auch nach seiner Einschätzung der Kriminalitätslage in Windhoek – er findet, es ist recht friedlich in Windhoek.
Im Crafts Cafe isst und trinkt Inga etwas und shoppt Mitbringsel. Bei mir geht gar nichts. Mir ist übel und ich kann nichts essen oder trinken. Von daher fahren wir vor dem Abgabe Termin zu Savannah. Wir haben einen recht netten jungen Mann, der unser Auto abnimmt. Er hat gute Laune und ist gesprächig. Irgendwo heute am Gamsberg haben wir uns einen Steinschlag in der Scheibe eingefangen und haben Sorge, dass das Ärger geben könnte. Aber nein, solange sich kein Elefant auf unsere Motorhaube gesetzt hätte, wär das weiter kein Problem, findet er. Super! Ich zeige ihm noch die Leuchten, die sich gelöst haben und erzähle von dem Blech, das wieder angedübelt werden musste. Er will wissen, ob wir dafür etwas gezahlt haben, das würden sie erstatten. Ich erkläre ihm, das es nichts gekostet hat und das Trinkgeld für die Mechaniker übernehmen wir. Insgesamt eine sehr nette und kulante Übergabe bei Savannah. Wir müssen jetzt weiter zur Etango Ranch. Da das näher für sie ist, als uns zum Flughafen zu fahren, wohin der Shuttle normalerweise geht, bringen Sie uns direkt zur Etango Ranch. Von den anderen Leuten, die ihre Fahrzeuge jetzt auch abgeben müssten, ist jetzt, um 15:30 Uhr noch nichts zu sehen und so bekommen wir eine Extra Tour zur Etango Ranch. Das ist mir sehr recht, ich reiße mich zwar zusammen, aber eigentlich will ich dringend ins Bett!
Das mache ich auch direkt. Das Abendessen, dass wir eigentlich mit bestellt hatten, sagen wir ab. Ohne mich will Inga nicht Essen gehen. Also organisiert sie Sandwiches für uns beide, und bringt mir später noch eines auf das Zimmer. Die Tabletten und der Schlaf wirken und am nächsten Morgen um 4:30 wache ich migränefrei auf! Darüber bin ich sehr froh. Um 5:15 geht unser Shuttle zum Flughafen, der nur wenige Kilometer entfernt von der Etango Ranch liegt. Wir haben wieder einen netten Menschen als Fahrer und noch einen freundlichen Schnack zum Abschied.
Fazit Rooisand Desert Lodge und Etango Ranch:
Die Rooisand Desert Lodge hat uns gut gefallen, eine sehr schöne Anlage. Man muss darauf achten ein Komfort Zimmer zu buchen, die Budget Zimmer sind nichts. Die Astro Tour fanden wir beide klasse und besonders für mich war das ein Kindheitstraum, der in Erfüllung gegangen ist. Für alle die sich ein wenig für Astronomie und das Universum interessieren, ist diese Tour sehr empfehlenswert. Man muss natürlich Glück mit dem Wetter haben. An den Tagen zuvor war das Wetter schlecht gewesen und Gäste, die 3 Tage lang dort gewohnt hatten, konnten die Tour nicht machen, weil es 3 Tage lang bewölkt gewesen war. Ich schätze das ist aber eher ungewöhnlich, denn meistens scheint in Namibia ja die Sonne.
Zur Etango Ranch kann ich nicht viel sagen. Die Zimmer waren zweckmäßig eingerichtet und sehr sauber. Über die Klimaanlage habe ich mich wirklich gefreut. In dieser Nacht war es sehr kalt, fast am Gefrierpunkt und ich hatte die Wärmefunktion laufen, sonst wäre es sehr kalt geworden im Zimmer. Ansonsten habe ich mich kaum richtig umgeschaut und am nächsten Morgen war es dunkel. Der Weg zum Flughafen war sehr kurz – das war schon recht praktisch, wenn man einen frühen Rückflug hat.
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien
www.kalahari-calling.com