Reisebericht

Namibia Juli 2018 - Die Winteredition!

von kalaharicalling · begonnen 25. Nov. 2018 · 29 Teile

Teil 125. Nov. 2018
Liebe Fomis!
Ich bin seit einiger Zeit fleißige Leserin der Reiseberichte im Forum (meistens still) und möchte mich jetzt auch einmal an einen Reisebericht wagen. Von 2009 bis 2013 habe ich mit meiner Familie in Botswana gelebt. Die meisten Freunde und Familienangehörige haben uns während unserer Zeit in Botswana besucht, aber nicht alle! Meine Freundin Inga hatte es leider nicht geschafft und wir wollten dies schon länger einmal nachholen mit einer gemeinsamen Reise ins südliche Afrika. Meine 16jährige Tochter fuhr in diesem Sommer das erste Mal mit Freundinnen allein in ein Camp, mein Mann musste zu dieser Zeit noch arbeiten und so reifte in mir die Idee: Na, da könnten Inga und ich doch während der Abwesenheit meines Kindes zusammen nach Afrika fliegen!
Wir fingen an, nach Flügen zu schauen und entschieden uns für einen Direktflug nach Windhoek. Ich buchte einen Hilux ohne Ausstattung für uns bei Savannah und damit waren die Rahmenbedingungen für unsere Reise geklärt! Es soll eine Lodge Tour werden. Es ist meine erste Lodge Tour, während unserer Botswana Jahre waren wir fast nur campen (damals noch zu viert – unser Sohn hat mittlerweile seine eigene Wohnung). Inga und ich waren schon etwas spät dran im Jahr mit dem Buchen (es war Februar/März und Ende Juni sollte es für uns losgehen) und so wurde es in und um Etosha langsam sehr knapp mit den Unterkünften, ebenso beim Sossusvlei.
Hier unsere Route:

Immanuel Wilderness Lodge
Waterberg Wilderness – Valley Lodge und Waterberg Wilderness
Onguma Treetops Camp
Etosha Safari Lodge
Ugab Terrace Lodge
Brigadoon B & B, Swakopmund – Tagestrip zum Sandwich Harbour
Namib Desert Lodge
Dune Star Camp
Rooisand Desert Ranch – Astrotour
Etango Ranch

Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar Mitfahrer einfinden, die uns auf unserer Namibia Lodge Tour im Südwinter begleiten möchten!
Stefanie
P.S.: Und auf diesem Weg noch einmal „vielen Dank!“ an alle Reiseberichtsschreiber hier im Forum!

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Teil 227. Nov. 2018
Guten Morgen, Namibia!

Wir kommen schnell durch die Kontrollen, ziehen etwas Geld am ATM und da ist auch schon der Transporter von Savannah, der uns und ein paar andere Leute nach Windhoek zu Savannah bringen soll. Ich stelle die Uhr eine Stunde zurück. Bei Savannah regeln wir den Papierkram, lassen uns den Hilux erklären, vor allem die beiden Wagenheber. Ich habe noch nie einen Reifen gewechselt. An unseren privaten Autos ins Botswana hatten wir immer gute Reifen und in den ganzen 5 Jahren, die wir in Botswana gelebt haben, keinen Platten. Hoffentlich bleibt das so! Die Reifen sehen jedenfalls gut aus. Der Hilux ist ein älteres Modell und ich mache Fotos von den vorhandenen Kratzern.

Nach der Wagenübernahme fahren wir erst mal ins Craft Center. Ich habe das Craft Center schicker in Erinnerung, aber es ist trotzdem nett, dort auf der Terrasse zu sitzen und zu akklimatisieren. Wir beschließen, heute Nachmittag zum Daan Viljoen Game Reserve zu fahren und uns ein wenig die Beine zu vertreten. Nachdem wir erst noch tanken, gewöhne ich mich wieder ans Linksfahren und wir finden ganz gut zum Daan Viljoen anhand der Straßenbeschilderung.

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Wir gehen ein bisschen spazieren und fahren dann zum Restaurant und bestellen uns Salat und ein Clubsandwich, beides sehr lecker und außerdem Rock Shandy – für Inga zum ersten Mal.


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Das Restaurant im Daan Viljoen

Nach einiger Zeit begrüßt uns eine sportlich aussehende, blonde Frau im mittleren Alter, offensichtlich die Managerin hier und Inga ruft: Ich kenne Sie doch! Aus dem Fernsehen! Es stellt sich heraus, das Frieda früher die Mount Etjo Lodge gemanagt hat. Offensichtlich gab es im deutschen Fernsehen eine regelmäßige Sendung über Frieda und diese Lodge, die Inga ab und zu geschaut hat. Ich habe diese Sendung allerdings nie gesehen. Wir unterhalten uns eine Weile mit Frieda über das woher und wohin und sie erzählt uns, dass sie lieber näher an Windhoek leben wollte und deshalb das Management hier übernommen hat. Wir sind die einzigen Gäste und es statten uns noch der Kellner und eine weitere Angestellte, die wohl mit Einkäufen aus Windhoek zurückkehrt, ebenfalls einen Besuch ab, um ein Schwätzchen zu halten. Das ist ein netter und entspannter Beginn unserer Reise, es ist zwar auch nicht gerade hektisch hier, trotzdem, dass die Leute sich Zeit für ein Gespräch nehmen, ist schon sehr anders als in Deutschland und wir fühlen uns entschleunigt. Frieda duzt uns auch sofort, ich denke, das ist in Namibia üblicher als in Deutschland.


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Wir kämpfen etwas gegen die Müdigkeit und die Liegen am Pool sehen echt verführerisch aus. Ich überrede Inga noch zu einem schnellen Gamedrive, auf dem wir aber nicht viel sehen, außer ein paar Perlhühnern und einem Strauß.


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Das Daan Viljoen ist zwar klein, aber landschaftlich ganz hübsch zwischen Hügeln gelegen, auf denen das Gras zu dieser Zeit in Gelb wogt.


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Teil 328. Nov. 2018
So, jetzt wollen wir aber zur Immanuel Wilderness Lodge, meine Inga ist müde an der Grenze zum Granteln. Ich habe alle GPS Points schon zu Hause in unser Garmin Navi eingespeichert und dem Garmin Navi folgen wir jetzt. In Katutura hängen wir scheinbar ewig fest. Das Busch Navi führt uns immer wieder zu Sackgassen und wir müssen den Weg anpassen. Auf der Straße sind viele Kinder und Teenager in Schuluniformen unterwegs und Leute auf dem Heimweg nach ihrem Arbeitstag.

Ich finde es dauert doch alles etwas lange, wir müssten doch längst da sein?

Zwischendrin fängt das Diff-Lock Symbol an, orange zu blinken. Nicht sehr beruhigend. Ich hätte jetzt echt keine Lust, hier liegen zu bleiben. Die Sonne steht auch schon ganz schön tief. Langsam bin ich echt gestresst. Es fühlt sich so an, als ob wir im Kreis unterwegs sind und es sieht ja auch alles ziemlich ähnlich aus mit den flachen Bauten in Katutura.

Irgendwann kommen wir aber zurück in die Innenstadt und von da aus sieht es nun ein wenig anders aus, dann wird es ländlicher und dann sind wir da, endlich, gerade so mit dem Sonnenuntergang. Es gibt keine Zeit Umstellung mehr in Namibia (ich hatte einfach aus alter Gewohnheit umgestellt) und so war es schon beim Losfahren ein ganze Stunde später gewesen, als ich gedacht hatte. Das erfahre ich beim Einchecken. Inga hat mich während der stressigen Fahrt gut unterstützt und bei Laune gehalten, jetzt ist aber Schluss bei Ihr. Sie beschließt, direkt schlafen zu gehen und hat auch keine Lust mehr auf das Abendessen, das ja bei der Immanuel Lodge sehr gerühmt wird.

Da mich das Abendessen interessiert, ziehe ich alleine los. Außer mir ist eine Familie anwesend, die schon seit meinem Heimatort mit mir im selben Zug gesessen hat, danach im Flugzeug, aber sie geben kein Zeichen des Erkennens von sich. Außerdem sind 2 Damen vom Personal des Condor Flugs anwesend, die freundlich grüßen und ein französisches Paar. Alle Gruppen sitzen hier an separaten Tischen. Das Essen ist wirklich nicht schlecht, die Suppe sehr gut, der Salat auch. Die Kombination Hartebeest Steak mit Nudeln als Beilage finde ich ein wenig ungewöhnlich, aber es ist auch beides sehr lecker. Stephan, der zusammen mit seiner Frau Sabine diese Lodge betreibt, kocht persönlich und man kann ihm am Grill dabei teilweise zusehen, Sabine bedient. Die beiden sind aus Deutschland nach Namibia ausgewandert. So ohne Ablenkung durch einen Gesprächspartner kann ich die Augen auch nicht mehr aufhalten und lasse das Dessert ausfallen.
Schlafen!
Teil 430. Nov. 2018
Mit dem ersten Sonnenlicht sind wir wach und gehen schon früh zum Frühstück. Inga ist jetzt wieder ansprechbar.

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Sie hadert ein bisschen mit der Frage, ob man eigentlich nach Afrika reisen sollte oder ob man die Menschen und Tiere dort nicht lieber in Ruhe lassen sollte? Dieser Frage wird sie in den nächsten Tagen in persönlichen Gesprächen nachgehen. Und so unterhält sie sich erstmal mit Stephan, der morgens wieder persönlich da ist, um Eier und Omelettes zu braten, darüber, wie das Leben in Katutura, wo wir gestern herumgefahren sind, so ist und ob die Angestellten, die hier arbeiten, auch zufrieden sind? Stephan berichtet ihr, dass die meisten Angestellten, die hier arbeiten auch in Katutura leben und das er der Meinung ist, das sie zufrieden sind – jedenfalls zufriedener als manche Touristen, die hier her kommen.

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Immanuel Lodge am Morgen

Die Angestellten machen wirklich einen recht zufriedenen Eindruck, summen bei der Arbeit und lächeln viel und man hat das Gefühl, das sie stolz auf ihre Arbeit sind.

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Das Frühstück ist sehr gut, mit selbstgebackenen frischen Brötchen, Obst und vielen Spezialitäten in Sachen Käse und Wurst, die man ja gar nicht so einfach bekommt im südlichen Afrika. Deswegen sind Eierspeisen sehr verbreitet – Eier werden vor Ort erzeugt und sind überall günstig zu kaufen.

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Wir unterhalten uns noch ein bisschen mit den Damen von Condor. Die beiden haben jetzt noch 2,5 Tage Zeit, bis ihr Rückflug nach Deutschland geht und wollen ins Erindi Private Game Reserve fahren. In der Immanuel Lodge sind sie schon ganz oft gewesen und kommen immer wieder. Auch nicht schlecht! Ich hatte mir das Leben als Flugbegleiter stressiger vorgestellt.

Ich telefoniere noch etwas mit einem Mechaniker von Savannah wegen dem blinkenden Diff Lock Symbol und er lässt mich genau beschreiben, wo und in welcher Farbe das Symbol leuchtet. Er sagt, dass ich das ignorieren kann, das hätte mit der Verkabelung wegen Geschwindigkeitsübertretung zu tun und nicht mit einem wirklichen Problem. Na dann, kann es ja jetzt weiter gehen!

Fazit Immanuel Wilderness Lodge:

Gepflegte Lodge Anlage am Rand von Windhoek mit schönem Garten und einer Handvoll Zimmern, jeweils immer 2 pro Haus, die etwas weiter vom Hauptgebäude liegen. Es gibt ein großes Haupthaus mit Restaurant, Gemeinschaftsraum und Rezeption. Die Stadt nähert sich immer mehr an und so richtig in der Wildnis liegt die Immanuel Lodge jetzt nicht mehr – trotzdem, schöner Ausblick auf die Landschaft ringsum. Die Zimmer sind ausreichend groß und gut ausgestattet mit Wifi im Zimmer und Fön und allem, was man so braucht. Die Poolanlage mit Liegen kann man sicher im Sommer auch sehr schön nutzen. Die Besitzer sind freundlich, wenn auch nicht total entspannt, keinen Koch zu beschäftigen und den Service selbst zu machen, fordert sicher seinen Tribut. Andererseits: hier kocht der Chef noch selbst – wer gutes Essen und Wein mag, ist hier gut aufgehoben. Für das, was geboten wird, ist die Immanuel Lodge mit 850 N$ im EZ sicher nicht zu teuer.
Teil 501. Dez. 2018
Auf dem Weg zur Waterberg Wilderness machen wir in Okahandja halt, um Geld zu ziehen, zu tanken und Einzukaufen. Wir haben ausgemacht, wenn wir in einer Stadt sind, unsere Wertsachen nicht im Auto zu lassen und so haben wir beide unsere Rucksäcke mit allem Wichtigen drin auf dem Rücken als wir zum ATM gehen. Dort ist eine lange Schlange und wir sind nicht die einzigen, die Geld ziehen wollen. Ein Security Mann steht neben dem ATM. Vor uns steht eine weiße Namibianerin und hinter uns ein junger schwarzer Mann. Beide wollen sich mit uns internationalen Besuchern unterhalten und so geht die Wartezeit schnell rum. Wir erfahren, das eine Kaltfront im Anmarsch ist. Dann geht es für uns noch zum Tanken und zum Einkaufen in Spar. Im Spar hängt sich ein Hawker an uns ran und will irgendetwas verkaufen. Das verhagelt Inga so richtig die Stimmung und sie faucht noch eine ganze Weile. Ich bin der Meinung, sie soll das nicht so persönlich nehmen. Es gibt hier halt keine Sozialhilfe und manche Leute werden aggressiv bis an die Grenze zur Belästigung, bei ihren Versuchen etwas zu verkaufen.

So, nun sind wir auf dem Weg gen Norden, ausgestattet mit Knabberzeug, Obst und Getränken für unterwegs. Die Straße ist super. Ein bisschen gefahren und gequatscht, da kommt auch schon rechts der Abzweig auf die Schotterpiste zur Waterberg Wilderness. Man kann den Tafelberg schon von weitem sehen und es ist landschaftlich ganz schön hier.

Die erste Nacht verbringen wir in der Valley Lodge in den festen Zelten.

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Inga gefallen die Zelte gar nicht, weil sie nicht komplett abgedichtet sind, zur Terrasse hin gibt es einen kleinen offenen Spalt unten.

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Über den Betten hängen Moskitonetze, sie könnten ein bisschen größer sein, um komplett dicht zu sein, ein paar Wäscheklammern wären dafür nicht schlecht, um sie zu verschließen.

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Jetzt ist es allerdings Winter, und Krabbelviecher, vor denen Inga sich sorgt, bekommt man jetzt kaum zu sehen. Ich finde es eigentlich ganz hübsch hier.

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Warmes Wasser wird in Donkeys mit Feuerholz erzeugt und am frühen Abend riecht es schön nach den Feuern, mit denen die Donkeys beheizt werden und ganz romantisch sieht das auch aus. Umweltfreundlich ist es auch. Die Vegetation sieht hier komplett anders aus, als alles, was ich bisher im südlichen Afrika gesehen habe und eine Pflanze, die ein bisschen wie Aloe aussieht, bedeckt hier oft die Ebene.

Das Ganze ist praktisch umschlossen von Felswänden und bildet eine Art Talkessel.

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Als ich auf meine Terrasse komme und herunterschaue, sitzt ein Hase direkt davor. Nein, wie süß! Und mir gelingt sogar ein Foto!

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Riechen tut es auch gut – ich mag den Geruch der Vegetation hier im Tal.

Nach einem kurzen Abendspaziergang ist es schon Zeit für das Abendessen, das im Hauptzelt serviert wird.

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In dem offenen Restaurant wird ein Lagerfeuer angezündet, da der angekündigte kalte Ostwind eingesetzt hat. Es gibt Suppe, einen kleinen Salat, Bobotie, das südafrikanische Nationalgericht und ein Dessert. Es schmeckt alles sehr lecker.

Wir unterhalten uns nach dem Essen noch ein bisschen mit den Angestellten. Sie erzählen uns, das ihre Familien weiter weg leben und dass sie, wenn sie hier arbeiten, auch hier übernachten. Das geht wohl immer so im Wechsel von ein paar Wochen arbeiten und dann haben sie 1-2 Wochen frei. Obwohl sie ihre Familien nicht immer sehen können sind sie froh über das Einkommen. Nachdem wir eine Weile geschnackt haben, fordern sie uns auf, doch mal mit zu kommen, sie möchten uns etwas zeigen! Hinter der Küche hofft ein Stachelschwein darauf, dass etwas Essbares abfällt und eine Ginsterkatze sitzt im Baum. Wahnsinn! Das ist meine allererste Ginsterkatze überhaupt. Eine Kamera habe ich natürlich nicht dabei und es ist auch viel zu dunkel für Fotos.

Die Tür an Inga’s Zelthäuschen lässt sich nicht richtig schließen und so kommt noch ein Mechaniker, der den Mechanismus wieder an der richtigen Stelle anschraubt – offensichtlich hatte das Holz sich verzogen…. dann ziehen wir uns jede in ihr eigenes Zelt zurück.

In der Nacht rüttelt der Ostwind an den Zeltwänden und mitten in der Nacht bricht ein wahnsinniges Geschrei los, welches in dem Talkessel wirklich ohrenbetäubend widerhallt. Für mich klingt es nach Pavianen. Nachdem das Geschrei aufhört, schlafe ich weiter. Das Bett ist sehr gemütlich und kalt ist es auch nicht unter der dicken Decke. Das Klappern der Zeltwände durch den Wind nervt mich etwas. Inga hat wohl die meiste Zeit kein Auge zugetan wegen der Geräusche und der ungewohnten Umgebung.
Teil 603. Dez. 2018
Beim Frühstück fragen wir den Kellner, was denn da so geschrien hat in der Nacht? Er antwortet: „Das waren die Paviane, die ihre Babys gegen die Leoparden verteidigen wollen.“ Leoparden?? Oh, oh. Inga schaut äußerst alarmiert drein. Paviane? Leoparden? Der Kellner sagt, sie müsse sich aber keine Sorgen machen, die Paviane seien total scheu und würden weglaufen, wenn sie Menschen sehen und die Leoparden würde man normalerweise auch nicht zu Gesicht bekommen.

Nach dem Frühstück ziehen wir um in die Wilderness Lodge, das ehemalige Farmgebäude, aus der Zeit, als die Waterberg Wilderness eine Farm war.

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Die Gebäude sind schon etwas älter, es gibt einen künstlichen Teich und tolle Bepflanzung rund um die Lodge.

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Inga ist sehr froh, jetzt in einen Raum mit gemauerten Wänden umzuziehen.

Um die Mittagszeit gehen wir wandern, das Wetter ist jetzt, während der Kaltfront, auch Mittags angenehm zum Laufen.

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Nachmittags schläft Inga ein bisschen, während ich versuche, ein paar dringende Emails loszuschicken. Das versuche ich schon seit gestern – ohne Erfolg! Das Netz ist hier im Restaurantbereich „am besten“.

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Was das angeht, muss ich immer wieder auf dieser Reise an den Hummeldumm Roman denken. Der Roman ist zwar schon älter, aber das Problem des nicht vorhandenen Netzes ist so aktuell wie eh und je. Na ja, es hat ja auch was, mal ein paar Tage nicht erreichbar zu sein. Während der erfolglosen Versuche, Emails zu verschicken, trinke ich Kaffee und unterhalte mich mit ein paar Niederländern, die hier ebenfalls Kaffeepause machen.

Dann kommt Inga und schon bald werden wir abgeholt zum Gamedrive und verlassen das Gelände. Auf dem Gamedrive sehen wir Giraffen, Zebras und Gnus, Perlhühner und Nashörner. Die Nashörner hier sind fast zahm und ich bin noch nie so nah dran gewesen. Wir dürfen den Wagen verlassen und sie ziehen um uns herum…. Das ist schon beeindruckend.

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Mit uns sind hauptsächlich ein paar Paare in ihren Zwanzigern unterwegs, die sehr viel miteinander quatschen. Der Guide ist recht nett und erzählt ein paar Anekdoten aus der namibischen Politik.

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Perlhühner im Abendlicht

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Ein Nashorn läuft ganz lange vor uns her.

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Dann wird es langsam zu dunkel für Bilder.

Wir kehren im Dunkeln zurück und gehen direkt zum Essen. Das Abendessen mit der üblichen Speisefolge (Suppe, Salat, Hauptgericht, Dessert) ist lecker und wir kommen langsam auf einen neueren Stand im Leben des anderen.
Teil 707. Dez. 2018
Am nächsten Tag fahren wir hoch zur Waterberg Plateau Lodge. Der freundliche Manager der Wilderness Lodge hat uns den Tipp gegeben, das dort das Netz funktionieren soll und außerdem wollen wir uns die Lodge sowieso noch anschauen. Die Auffahrt zur Lodge ist steil und so eng, das nur ein Auto auf die Straße passt. Ich bin froh, dass mir weder beim Hochfahren noch beim Runterfahren jemand entgegen kommt. Ich hasse Rückwärtsfahren und auf dieser Straße müsste jemand rückwärtsfahren.

Oben genießen wir die tolle Aussicht von der Restaurantterrasse über das Land,

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schauen ein paar Klippschliefern beim Spielen in den Felsen zu,

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trinken ein paar Rock Shandys und - yeah – ich kriege meine Emails endlich losgeschickt!

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Viel auf eigene Faust rumlaufen kann man hier oben nicht, auf das Plateau aufzusteigen ist nur mit Guide erlaubt.

Ein paar Klippspringer Antilopen sind hier unterwegs.

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Nachmittags laufen wir den History Trail über die Geschichte der Vertreibung der Herero vom Waterberg in die Wüste durch General Trotha während der damaligen kriegerischen Handlungen. Das ist ein kleinerer Wanderweg entlang dessen immer wieder Tafeln aufgebaut sind, auf denen man die Ereignisse der damaligen Zeit nachlesen kann.

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Es ist jetzt keine tagfüllende Beschäftigung, aber die Tafeln sind ganz informativ gestaltet und ich finde es auch passend, dass sich an diesem Ort mit der Geschichte auseinander gesetzt wird.

Wir haben das Auto am Eingang zum Wanderweg geparkt und kommen auf der anderen Seite des Hügels wieder heraus. Dann wollten wir um den Hügel herum zurück zum Auto gehen und verlaufen uns dabei aber. Irgendwie sind wir viel länger unterwegs als gedacht, wir haben kein Wasser dabei und Inga hatte vor ein paar Monaten einen Bänderriss – sie soll zwar laufen, aber nicht sooo lange.

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Als wir irgendwann die Waterberg Valley Lodge entdecken, freut uns dass dann doch ungemein. Dort ist gerade Kaffeepausen Zeit – zur Buchung in den Waterberg Lodges gehört Frühstück, Abendessen und Kaffee/Kuchen dazu und so nutzen wir das jetzt und machen dort erst mal Kaffee Pause, es ist offensichtlich ok diese Pause auch in einer anderen Lodge zu machen. Ich laufe danach allein los um unser Auto wieder einzusammeln, damit Inga ihr Bein schont.

Auf dem Rückweg zur Waterberg Wilderness Lodge sehen wir einige Dikdiks. Die haben wir hier wirklich oft gesehen.

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Beim Abendessen schimpft uns Inga’s Tochter per Whats App darüber aus, dass wir Oryx essen und ruft „Pfui“! Beide leben in Deutschland vegetarisch, da sie die Haltungsbedingungen der Tiere zur industriellen Nahrungsproduktion nicht gut heißen. Ich habe Inga nun überzeugt, das man in Namibia ruhig Fleisch von Antilopen essen kann, da die hier frei umherspringen und ein gutes Leben haben. Außerdem sind sie auch angepasst an die kargen Nahrungsverhältnisse und kommen mit wenig Nahrung und Wasser aus. Wenn man hierher Soja aus Brasilien oder Indonesien schleppen würde, um vegetarisch zu essen, das würde echt keinen Sinn machen. Das ist zumindest meine Meinung.

Fazit Waterberg Wilderness

Uns hat es gefallen. Die Möglichkeit zu wandern, ist wirklich eine schöne Ergänzung zum typischen Namibia Urlaub, wo man ja viel im Auto sitzt. Die Landschaft ist sehr schön. Wenn man Zeit hat, zu Wandern, ist die Lage der Lodges im Tal vielleicht noch besser geeignet, da die Wanderwege direkt an den Lodges losgehen. Die Aussicht von der Plateau Lodge aus ist spektakulär, den Plateau Walk haben wir nicht gemacht. Das Personal war sehr freundlich und wir hatten den Eindruck, dass die Communities der Umgebung hier profitieren. Johannes, der Manager der Wilderness Lodge war total hilfsbereit und jederzeit ansprechbar. Für uns als Freundinnen, die nach Möglichkeit ein EZ wollten, auch ideal: Es gibt keinen EZ Zuschlag, der Preis von 730 N$ für ein Econo-Zelt inkl. Frühstück, Abendessen und Kaffee war schon sehr sensationell, 1300 N$ für ein EZ in der Wilderness Lodge auch total ok.
Teil 812. Dez. 2018
Am nächsten Morgen verlassen wir den Waterberg auf der Schotterstraße nach links und heute möchte Inga fahren! Es macht ihr Spaß und die Schotterstraße über ungefähr 150 km ist auch super dafür geeignet. Es ist total ruhig, es kommen uns nur eine Handvoll Autos entgegen, ab und zu öffnet ein Junge ein Gatter, manchmal öffne ich ein Gatter. Als wir an die B8 kommen, wechseln wir erstmal wieder. Das Busch Navi führt uns mal wieder über die allerkleinsten Straßen, irgendwann fahren wir an der Ghaub Farm vorbei.

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Kurz nach der Ghaub Farm sagt Inga plötzlich: „Ich kann Wasser riechen, hier riecht es nach Wasser“. Und dann kommt links das Schild zum Lake Oshikoto. Das ist ja der Hammer. Meine Freundin kann Wasser riechen! Sie sagt, bei bestimmten Windrichtungen kann sie in Frankfurt das Meer riechen. Ich bin jetzt von ihren Fähigkeiten überzeugt. Ich rieche überhaupt nichts, aber sie kann das.
Teil 912. Dez. 2018
Bis wir am „Tree Top Camp“ ankommen ist es Nachmittag. Der Weg zum Camp ist ein kleiner Gamedrive.

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Onguma Game Reserve

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Das Treetops Camp

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Teil 1012. Dez. 2018
Die Unterbringung im Tree Top ist schon sehr romantisch und eigentlich eher etwas für Paare. Das Abendessen findet an einem Tisch mit allen Gästen statt.

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Die Unterhaltung mit den anderen, überwiegend deutschsprachigen Gästen aus Deutschland und der Schweiz ist relaxed, dreht sich zumeist um die bisherigen Reiseerlebnisse und plätschert eigentlich ganz angenehm vor sich hin während uns frisches Brot und die übliche Menufolge in sehr guter Qualität serviert wird. Hier gibt es den besten Gin Tonic unserer Reise mit einem pinkfarbenen Tonic, sehr lecker.

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Nach dem Essen geht Inga schon zurück in unser Häuschen, während ich noch ein wenig im Gemeinschaftsbereich sitzen bleibe. Als ich nach einer Weile über die Stege in Richtung unserer Hütte schlendere, höre ich Löwen brüllen. Wow! Dieses Geräusch hatte ich schon länger nicht gehört und es ist so aufregend und ehrfurchtsgebietend wie eh und je.
Mmmhmm…. die Seiten der Hütte und die Stege selbst sind gut mit Hölzern gesichert, so dass eine Katze nicht so einfach dort hinauf springen könnte, aber was ist eigentlich mit der Treppe, die auf die Stege hinauf führt? Ich beschließe, mir die Treppe noch einmal genauer anzuschauen. Die Treppe ist ein breiter Aufgang mit Treppenstufen und ich verstehe nicht, was eine Katze daran hindern sollte, hier herauf zu spazieren, wenn ihr danach ist.

Inga schläft schon halb als ich bei der Hütte ankomme und sie hat die Löwen nicht gehört. Die Löwen tun mir aber den Gefallen und brüllen noch ein oder zweimal, so dass auch Inga noch in den Genuss kommt, sie zu hören.
Durch meine Zeit in Botswana habe ich zu sehr verinnerlicht, das man unter keinen Umständen im offenen Zelt schläft, wenn Löwen in der Nähe sind. Hier wäre das ja sogar erlaubt und man überlässt es den Gästen, ob sie ihr Zelt schließen. Ich schließe lieber das Moskitonetz unseres Zelts. Es besteht aus einem festen Material aus Plastik, ähnlich einem Plastik-Kartoffelsack, durch das man hindurch sehen kann. An den Seiten sind feste Reißverschlüsse und unten drin beschwert das Ganze eine schwere Eisenstange. Damit ist mir wohler. Später auf unserer Reise habe ich eine Diskussion mit jemand darüber, ob dieses Material wohl einen Löwen abgehalten hätte (was er bezweifelt), aber ich denke, ja, dass diese zähe und feste Material kaum von einer Katze mit den Krallen geöffnet werden könnte.

Unser Bett ist groß und unfassbar gemütlich, eine tolle Matratze, flauschige Decken und kuschelige Kissen und es gibt eine Wärmflasche, mit der beide Betten vorgewärmt wurde. Super! Wir schlafen hier beide ganz hervorragend und durch das Moskitonetz hindurch kann man morgens die Sonne über der Wasserstelle aufgehen sehen.

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Unser Zimmer

Nach dem Frühstück frage ich den Manager, was eigentlich die Katzen davon abhalten würde über die Treppe hinauf zu kommen? Eigentlich nichts, antwortet er, die Löwen würden die Unterkünfte der Menschen aber respektieren.
Na ja, das ist mir ein bisschen wage, ich bleibe lieber dabei, das Moskitonetz zu schließen und möchte nicht zufällig die erste werden, bei der das nicht gut geht.

Fazit Tree Top Camp:

Ganz toll. Sehr romantisch und naturnah, ein bisschen wild und trotzdem mit einem Hauch Luxus. Vom ganzen Konzept eigentlich eher für Paare geeignet, aber trotzdem auch für uns als Freundinnen ein Erlebnis. Das Essen ist sehr gut und mit nur 8 Personen, die hier übernachten können, ist das Erlebnis auch sehr exklusiv.
Mit 2350 N$ pro Person im DZ etwas teurer, aber definitiv das Geld wert. Wenn man etwas mehr Zeit hat, sind die Angebote für 3 Tage in Onguma sicher auch interessant.
Teil 1118. Dez. 2018
3.07.2018 Etosha Nationalpark und Etosha Safari Lodge

Heute fährt Inga überwiegend und ich versuche ab und an ein Foto zu machen. Leider haben wir durch die späte Buchung nur einen Tag im Etosha NP, da ringsum schon alles ausgebucht war. Aber diesen einen Tag wollen wir natürlich nutzen.

Bei der Ausfahrt aus Onguma sehen wir Giraffen und Zebras

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Einen hübschen kleinen Bienenfresser.

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Direkt am Parkeingang beobachten wir ein paar Mangusten.

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Teil 1218. Dez. 2018
Wir schauen uns Namutoni an, eigentlich schon eine imposante Anlage, die aber ein Hauch Vernachlässigung umweht.

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Am Wasserloch von Namutoni finden sich leider keine Tiere ein.

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Teil 1323. Dez. 2018
Fortsetzung.... am 03.07.2019 in Etosha….

Nachdem wir Namutoni verlassen haben, sehen wir schon bald Elefanten.

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Als wir in der Nähe der Elefanten kommen, tauschen wir lieber die Plätze und ich fahre. Elefanten zu beobachten treibt meinen Adrenalinspiegel immer in die Höhe.

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Wir beobachten eine Gabelracke.

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Gegen 2 Uhr kommen wir im Halali Camp an. Da wir richtig Hunger haben mittlerweile bestellen wir uns etwas zu essen. Inga ein Club Sandwich mit Pommes und ich esse ein afrikanisches Stew Gericht vom Buffet, ein bisschen wie Gulasch, nur kräftiger. Das Ambiente ist ein bisschen Kantinen mäßig. Viele Teenager toben am Pool umher, die sind hart im Nehmen bei diesen Wintertemperaturen. Ansonsten haben wir nicht viel Zeit, uns umzusehen, denn wir müssen den Park ja heute noch verlassen. Also geht es weiter.
Teil 1423. Dez. 2018
In Etosha sehen wir am Nachmittag Zebras,

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Springböcke,

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Oryx,

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und eine Rotschopftrappe.

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Bis wir bei der Etosha Safari Lodge ankommen, ist es schon fast dunkel. Wir beziehen unser Häuschen, das wir hier teilen. Das Zimmer ist recht großzügig, man kann direkt vor den Häusern parken und von der Terrasse hat man einen netten Blick auf die Ebene des Etosha Park.

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Der Saal zum Essen ist riesig. Da wir aber erst spät und reichlich in Halali gegessen hatten, möchten wir kein Buffett essen. Das ist aber nicht möglich. Es gibt kein Sandwich, keinen Salat, nicht mal eine Portion Pommes als Alternative zum Buffet. Wir sitzen im Barbereich ganz nett auf Sofas beim Lagerfeuer, bestellen uns ein paar Nüsse, Chips und etwas Biltong zu unseren Drinks, Buffet wäre uns wirklich zu viel.

Später sitzen wir noch etwas zusammen auf der Terrasse vor unserem Häuschen und trinken Amarula, den ich noch im Gepäck hatte. Der Himmel ist total klar und die Sterne sind sehr beeindruckend.
Wir schlafen ganz gut hier. Das Frühstück wird lange warmgehalten und ist dadurch nicht so toll. Da wir uns ja heute nicht beeilen müssen, sind wir etwas später dran und die meisten anderen Gäste sind schon weg.

Fazit Etosha Safari Lodge:

Die Zimmer mit Blick auf die Ebene als Häuschen sind recht großzügig und modern eingerichtet. Das im Hotelbetrieb keine andere Auswahl als Buffet möglich war, hat uns nicht so gefallen. Preislich liegt die Etosha Safari Lodge so im Mittelfeld mit 1567 N$ p. P. für das DZ mit Frühstück. Es war ok hier, aber nicht so dass man unbedingt wiederkommen möchte.
Teil 1530. Dez. 2018
04.07.2018 Ugab Terrace Lodge

Nachdem wir noch etwas in dem sehr netten Shop der Etosha Safari Lodge gestöbert haben und ein paar Mitbringsel und einen neuen Hut für mich erstanden haben, sind wir unterwegs nach Outjo. Hier müssen wir tanken, kaufen ein paar Getränke und Kleinigkeiten für unterwegs und gehen einen Kaffee trinken in der berühmten Bäckerei in Outjo. Kaffee und Kuchen ist gut und vor allem – das Netz funktioniert hier in der Stadt! Weder im Tree Top Camp noch in der Etosha Safari Lodge hat das vernünftig funktioniert. Also nutze ich die Gunst der Stunde und beantworte schnell ein paar Emails.

Beim Rausfahren aus Outjo erwische ich die falsche Ausfahrt, wir fahren einige Kilometer in Richtung Otjiwarongo, ehe uns der Fehler auffällt und wir umdrehen. Also wieder zurück und dann sind wir auf der richtigen Straße, der C39 in Richtung Khorixas. Unser Busch Navi schlägt schon bald vor, auf die D2752 abzubiegen, die parallel zur C39 verläuft. Das machen wir dann auch und die Strecke ist landschaftlich wirklich sehr schön. Es geht durch ausgetrocknete Flussbetten entlang einer hügeligen Landschaft.

Die Auffahrt zur Ugab Lodge ist steil und aufregend, die Chalets liegen direkt auf dem Bergrücken. Ich habe eigentlich Höhenangst, vor allem an sehr steilen Abbruchkanten. Hier fällt der Berg aber langsam und irgendwie etwas gewölbt ab, so dass man das Gefühl hat, man könnte auch auf dem Hintern herunterrutschen. Obwohl es sicherlich auch ein paar Ecken gibt, an denen man aufpassen müsste, fühle ich mich wohl hier oben. Inga findet die ganze Gegend irgendwie sehr einsam und gruselt sich etwas ob der ganzen Einsamkeit.

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Die Aussicht ist atemberaubend.

Ich wandere ein wenig auf dem Gelände umher, schaue mir auch mal die Campsites an, die etwas unspektakulär am Fuß des Bergs untergebracht sind.

Der Gemüsegarten, in dem alles Frische für die Gäste erzeugt wird.

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Teil 1630. Dez. 2018
Das Essen ist lecker, die übliche 3 Gang Menufolge. Es gibt fast überall Oryx. Außer uns sind nur wenige andere Gäste hier, eine Familie mit Kindern, eine Gruppe jüngerer Leute und ein holländisches Paar mit Guide.

Die Chalets sind sehr großzügig.

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Nach dem Essen, als wir uns eigentlich schon verabschiedet hatten, hat Inga eine Begegnung mit einem größeren Gecko in ihrem Zimmer. Die Decken im Zimmer sind mit Holzgestängen abgehängt, das sieht toll aus, als Gecko kann man sich aber prima hinter den ganzen Stangen verstecken und es ist klar, den kriegen wir da niemals wieder raus. Die Begegnung mit unbekannten Krabbelviechern ist eine der großen Sorgen, die Inga auf dieser Reise hat und sie ist keinesfalls gewillt, die Nacht mit einem Gecko im Zimmer zu verbringen.

Also ziehe ich los, verständige den Manager. Der bringt seinerseits ein paar Wachleute mit Taschenlampen mit und alle gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach einem Gecko-freien Chalet. Der Manager erzählt, dass die Geckos gerne an den Wolldecken herumknabbern, die als Extras in den Schränken liegen. Also guckt er immer erst nach, ob sich dort ein Gecko versteckt hält und in den nächsten 2 Chalets sind Geckos, die schnell davon huschen. Erst im 3 Chalet kann definitiv kein Gecko gefunden werden und Inga zieht um. Die Situation, wie wir zu fünft mit Taschenlampen die Chalets absuchen, ist ganz skurril. Dann geht es zur Nachtruhe.

In der Nacht setzt ein starker Ostwind ein, der an den Wänden der Chalets zerrt und rüttelt. Das ist für mich neu, im Winter in Botswana wird es zwar auch kalt – für meinen Geschmack manchmal ungemütlich kalt – aber es ist nie so windig! Ich bin froh, in einer festen Behausung zu sein, im Zelt wäre es jetzt sicher sehr ungemütlich.

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Am Abend vorher um 17:00 Uhr habe ich ein paar Sachen zum Waschen abgegeben. Die ganzen Sommersachen können wir wegen der Kaltfront nicht anziehen, deswegen müssen die langen Sachen gewaschen werden. Ich bin erstaunt, dass das klappt und ich am nächsten Morgen um 7:00 alles gebügelt zurück bekomme. Super Service und nicht teuer.

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Nach einem gutem Frühstück machen wir uns auf den Weg, der vor uns liegt, von der Ugab Terrace Lodge bis nach Swakopmund. Gerne hätte ich mir auch noch die Vingerklip Lodge angeschaut, die quasi gegenüber der Ugab Lodge liegt, aber dafür reicht die Zeit nicht.

Fazit Ugab Terrace Lodge:

Mir hat es sehr gut gefallen. Spektakuläre Lage und Aussicht, gutes Essen. Die Chalets sind großzügig bemessen, die Betten ebenso. Es gibt allerdings keine Moskitonetze, dass könnte eventuell in der heißen Saison von Nachteil sein – in der Winterzeit, in der es sowieso keine Moskitos gibt, stört es eigentlich nicht. Für Leute, die ein wenig mehr Aktion möchten, gibt es auch die Zipline. Die haben wir allerdings nicht ausprobiert, auch niemand gesehen, der Ziplining gemacht hat.
Teil 1711. Jan. 2019
05.07.2018 – Von der Ugab Terrace Lodge nach Henties Bay und Swakopmund

Wir sind früh unterwegs, weil eine lange Strecke vor uns liegt. Erst nehmen wir die C39 und dann biegen wir auf die C35 ab.

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Die Straße, eine ordentliche Schotterpiste, geht vorbei an den Städten Khorixas und Uis. Bei beiden Städten muss man nicht die Stadt durchfahren, sondern die Straße zieht außerhalb der Stadt vorbei, das spart Zeit.

Wir wechseln uns ab beim Fahren durch eine einsame, karge, wüstenähnliche und bergige Landschaft.

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Ab und an haben wir den Brandberg im Blick. Handyempfang haben wir auf dieser Strecke fast nie.

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Mal kommen uns andere Reisende entgegen, manchmal sehen wir auch Anhalter, die auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit sind, ab und zu sieht man Verkaufsstände, die um diese Tageszeit meist unbesetzt sind.

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Teil 1812. Jan. 2019
...Fortsetzung...

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Gegen Ende der Strecke zum Meer hin wird die Landschaft immer flacher, vegetationslos und ein bisschen wie eine Salzwüste. Leider habe ich hier kein Bild gemacht.

Wir fangen jetzt an zu singen „Horse with no name“ von America:

On the first part of the journey I was looking at all the life
There were plants and birds and rocks and things
There was sand and hills and rings
The first thing I met was a fly with a buzz
And the sky with no clouds
The heat was hot and the ground was dry
But the air was full of sound

I’ve been through the desert on a horse with no name
It felt good to be out of the rain
In the desert you can remember your name
Cause there ain’t no one for to give you no pain

Nach ungefähr 5 Stunden, so gegen 14 Uhr kommen wir in Henties Bay an und fühlen uns wirklich, als ob wir etwas geschafft und die Wüste durchquert haben.

Wir wollen erst mal etwas Essen und Trinken und eine Passantin empfiehlt uns das „De Duine“ am Strand. Hier werfen wir erst mal einen Blick auf das Meer. Mann, ist das schön hier! Und warm! Jetzt, wo es im Inland kalt ist, ist es offensichtlich an der Küste warm. Es ist gut 30 Grad warm und sonnig.

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Ich finde die Kneipe ganz urig, es wird in der Kneipe geraucht, Kinder rennen in Badeklamotten umher und holen sich schnell ein Eis oder einen Drink, ist ein bisschen wie in den siebziger Jahren hier. Wir scheinen die einzigen Touristen aus Übersee zu sein, die meisten anderen Besucher sind Namibier oder Südafrikaner, die zum Angeln hier zu sein scheinen.

Wir sitzen auf der Terrasse und bestellen erst mal einen Rock Shandy und Fish and Chips (wo wir jetzt am Meer sind!).

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Inga fährt den Rest der Strecke nach Swakopmund, ist total begeistert am Meer zu sein und findet es toll, die Wüste links und das Meer rechts.

So gegen 17 Uhr sind wir in Swakopmund im Brigadoon B & B.

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Vom Brigadoon aus kann man sogar den Leuchtturm sehen.

Wir machen nur eine kurze Pause, Inga gibt ein paar Sachen zum Waschen und gegen 19:00 Uhr sind wir in der Stadt. Wir gehen ein bisschen spazieren, es ist natürlich jetzt schon dunkel. Dann machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. „Jetty“ und „The Tug“ sind wie üblich schon ausverkauft und so wandern wir nur etwas auf den Steg hinaus. Im „Lighthouse“ gibt es noch freie Plätze und so landen wir dort auf der Terrasse. Es ist immer noch total warm und sommerlich. Nach dem Essen schlendern wir wieder zurück zum Brigadoon.
Teil 1920. Jan. 2019
06.07.2018 – Frühstück in Swakopmund und Sandwich Harbour Exkursion

Wir haben prima geschlafen, jede im eigenen Zimmer. Die Zimmer sind nicht ganz so groß wie sonst oft in Namibia, aber völlig ausreichend und ansprechend eingerichtet.

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Was uns am besten gefällt, ist, dass man direkt vor dem Zimmer auf der Terrasse im Garten frühstücken kann.

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Das ist richtig gemütlich und der Spruch „Home away from home“ den man ja öfter mal hört, passt hier wirklich. Der Koch, ein sehr freundlicher Mensch, kommt jeden Morgen in kompletter, weißer gestärkter Uniform mitsamt Mütze zu uns in den Garten und fragt, wie wir denn unsere Eier heute gerne hätten? Wir haben uns an beiden Tagen Omelettes mit frischen Zutaten bestellt. Außerdem gibt es frisches Obst, Joghurt, Marmelade, Käse und Brot und Kaffee aus der Drückerkanne und Orangensaft. Sehr lecker!

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An diesem Morgen sind wir ganz allein im Garten des Brigadoon und da unsere Exkursion in Walvis Bay erst Mittags beginnt, frühstücken wir ganz gemütlich.

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Die Sonne scheint und es ist auch schon recht warm. So gegen halb neun fängt die Luft plötzlich an zu glitzern. Der Ostwind aus dem Inland setzt ein und der Sand in der Luft bringt alles, uns eingeschlossen, zum Glitzern. Wir sehen aus wie die Vampire aus Twilight..

Als wir die Pension verlassen und zum Auto gehen, passiert Inga das, was vielen passiert, die in dieser Weltregion auf eigene Faust unterwegs sind: Sie entwickeln tiefere Gefühle für das Fahrzeug, das sie sicher durch diese Landschaften bringt! Und so tätschelt Inga heute Morgen unseren Hilux und sagt: Na, Buddy!? Jetzt hat er also seinen Namen weg und wurde von Inga „Buddy“ getauft.

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Vormittags gehen wir noch in die Stadt, ein paar Besorgungen machen (es gibt Biltong Wünsche von Freunden in Deutschland) und unsere Vorräte an Getränken und Snacks für unterwegs aufstocken, dann machen wir uns auf den Weg nach Walvis Bay. Das anfängliche Geglitzer hat sich mittlerweile zum halben Sandsturm ausgewachsen, es gibt Sandverwehungen auf der Straße und der starke Wind lässt das Meer sturmumtost aussehen, die Gischt der anlandenden Wellen wird hoch in die Luft gesprüht. Ich bin froh, dass wir die Exkursion erst für nachmittags gebucht haben, ich weiß gar nicht, ob sie bei dem Wetter jetzt möglich wäre.

Am Hafen in Walvis Bay gehen wir noch einen Kaffee trinken, bis wir am Treffpunkt um 13:00 Uhr bei Sandwich Harbour 4x4 sein müssen. In der Zwischenzeit legt sich der Sturm und es klärt sich auf.

Unsere Fahrer sind Elmar, Namibier mit südafrikanischen Wurzeln und Kurt, deutschstämmiger Namibier. Mit uns ist eine italienische Familie unterwegs. Wir verteilen uns auf 2 Autos und los geht es! Entlang der Brutstätten der Flamingos und der rosa Becken für die Salzgewinnung bis zu dem langen Strand, der für die Öffentlichkeit freigegeben ist.

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Elmar erzählt uns, das hier am Wochenende doch einiges los ist und die lokalen Leute zum Angeln und Grillen hier rausfahren. Die Italiener sprechen kaum Englisch und so unterhalten wir uns hauptsächlich mit Elmar.

Am Ende des Strands attackiert ein Seelöwe die vorbeifahrenden Autos und versucht, in die Reifen zu beißen. Er scheint tollwütig zu sein und ist ein trauriger Anblick. Ganz allein und von rasender Wut erfüllt verfolgt er alles, was sich nähert.

Dann geht es in den Namib Naukluft Park, für den Besuch muessen Tourveranstalter eine Erlaubnis haben.

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Wir fahren am Meer entlang zwischen den Dünen und dem Meer. Die Fahrer müssen teilweise den richtigen Moment abpassen und dann, wenn die Brandung sich zurückzieht, fahren. Wir steigen aus und holen uns nasse Füße.

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Teil 2020. Jan. 2019
Dann geht es auf die Dünen hoch

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Auf den Dünen angekommen lassen uns unsere Fahrer oberhalb vom Sandwich Harbour aussteigen und wir dürfen die Dünen zu Fuß herunter laufen und treffen sie unten wieder. Man hat einen tollen Blick von hier oben und es macht ziemlich Laune, die Düne hinunter zu rennen. Ich finde, es fühlt sich an, als ob man Marshmellows unter den Füßen hat, weich und federnd.

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Unten angekommen, nähert sich uns ein Schakal und wartet in einiger Entfernung. Er scheint auf Fressbares zu hoffen.

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Auf dem Rückweg geht es wieder am Meer entlang

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und zurück auf die Dünen.

Nach einer Weile machen wir Pause, es gibt Austern, belegte Brötchen und Sekt oder Saft. Ich esse zum ersten Mal überhaupt Austern unter Anleitung von Kurt, er sagt: Mach da mal’n bikkie Tabasco drauf, dann schmeckt‘s! Na gut, dann mach ich das so. Schmeckt auch nicht schlecht, es erinnert mich vom Geschmack ein bisschen an Bismarckhering. Kurt klärt uns darüber auf, das die Austern tot sind und nicht lebendig, wie manche Gerüchte behaupten, aber sie sind sehr frisch und bereits aus der Schale ausgelöst.

Während wir unsere späte Lunchpause machen – es ist wahrscheinlich fast 16:00 Uhr – erzählen uns Kurt und Elmar etwas über die Vegetation hier draußen, z. B. die Nara Melonen, sie haben auch verschiedene Samen von Pflanzen dabei, manche sind essbar und wir dürfen sie probieren.

Wir sehen noch einen Springbock und einen Schakal.

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Dann geht es zurück nach Walvis Bay, wieder am Strand und den Salinen entlang und vorbei an den Flamingos.

Es ist mittlerweile windstill, warm und sonnig, viele Kinder sind draußen am Strand auf Rollerblades und Fahrrädern. Es ist wirklich eine schöne Atmosphäre am späten Nachmittag am Strand in Walvis Bay. In der Ferne sehen wir eine Schule von Delphinen, zu weit weg zum Fotografieren, aber wir halten trotzdem an und schauen Ihnen hinterher. Elmar sagt, das Wetter sei um diese Jahreszeit meistens so, morgens stürmisch und nachmittags richtig sonnig und warm.

Es war ein toller Tag! Wir fanden diesen Ausflug beide ganz toll und würden ihn jederzeit wieder machen, ich würde auch gerne mal den Ganztagsausflug machen, um noch näher zum Sandwich Harbour zu kommen, den haben wir ja heute eigentlich nur von oben gesehen. Wir verabschieden uns gegen 17:30 Uhr von Kurt und Elmar und unseren Mitfahrern.

Meine Schuhe sind total nass und so fahre ich jetzt barfuß und fühle mich dabei sehr afrikanisch. In Südafrika habe ich öfters Leute barfuß Auto fahren sehen. Nach einer Weile holt uns Elmar ein und winkt! Ich habe meinen Hut in seinem Auto liegen gelassen. Dankeschön! Den reicht er mir jetzt durch das Fenster.

Abends gehen wir noch spazieren und wieder im Lighthouse in Swakopmund essen. Was für ein schöner Tag!

Fazit Brigadoon B & B

Hat uns sehr gut gefallen, die familiäre Atmosphäre im Garten des Brigadoon und dass man zu Fuß in die Stadt gehen kann. Der Parkplatz ist nicht eingezäunt, wird aber Nachts bewacht. Für das Einzelzimmer zahlen wir 1089 N$ pro Person mit Frühstück.

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