4x4 Selbstfahrer-Rundreise alleine oder begleitet?

32 Antworten · 6'142 Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2018 von Tanja73
Antworten
1'835 Beiträge · seit 201519. Nov. 2018 · #21
Wenn du auf meine Signatur unten clickst, wirst du dort einen Link zu meinem RB von 2016 auf safaitalk finden. Dort findest du allerlei Tips für Moremi und wie es uns dort so ergangen ist. (Das war unsere dritte Bots Reise)
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
389 Beiträge · seit 200619. Nov. 2018 · #22
@ERA
Ein bisserl Pistenkuhen und YouTuben. Danach eine gesunde Menschenverstand und alles wird gut gehen.
Das gesunde Menschenverstand hilft beide beim Tieren, Tiefsandfahren & Wasserdurchfahrten.
Klasse Einstellung.
Habe mir auch gerade eine Film bei YouTube reingezogen. Danach sofort den nächsten OP gebucht und die erste Blinddarmop war ein Kinderspiel.

Meine Meinung ist das man es nicht übertreiben muß und sich langsam an das Thema Offroadfahren rantasten soll. Erfahrung ist nur durch mehr Erfahrung zu ersetzen.
P.S. Interessant wird das ganze Fahren erst dann wenn das Fahrzeug feststeckt. Und dann sollte ich mir zu helfen wissen.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
299 Beiträge · seit 201819. Nov. 2018 · #23
Hi Tanja

bin auch gerade neu angemeldet hier im Forum 😉
Mein Name ist René und ich bin 44jährig.
Seit gestern nach 3 wöchigem Sambia Selbstfahrer Abenteuer (Reisebericht folgt 🙂 wieder daheim. Fröstel, Fröstel 🙂

So aber nun zu deiner Frage.
Vor 5 Jahren (zwei letzten November Wochen) hat mich/uns das Afrika-Fieber erwischt und zwar genau mit einer 2wöchigen Botswana Selbstfahrer Reise.
Ich/wir hatte damals keine wirkliche Offroad Erfahrung ausser das ich im väterlichen Rebberg mit dem Traktor Steigungen auf erdigem Untergrund gemeistert habe 😉
Um meine Bella zu überzeugen dass dieses Unternehmen gelingen wird, haben wir ein Offroad Training auf dem Seelisberg absolviert (kein Sand). Es ging darum damit Sie vertrauen in einen 4x4 bekommt. Wir sind von Maun - Moremi - Savuti - Ihaha - Kasana - Makgadikgadi - Nxai Pan und zurück nach Maun gefahren alles ohne Probleme. Bella meint ich hätte ein gutes Popometer 😉
(Dies habe ich dann auf der diesjährigen Sambiareise mit Petauke Road und 05 Escarpment Road nochmals ausführlich ausgetestet)

Ich bin der Meinung die Strecke kann mit gesundem Menschenverstand und ein bisschen Basiswissen alleine gemeistert werden. Zum Basiswissen sollte auch das Thema "Bergung" gehören. Welches wir aber erst in Sambia gebraucht haben 😉
Ein gutes Fahrzeug ist natürlich unabdingbar (genug Leistung und gute Bereifung) wir (resp. das Reisebüro) hatte dazumal bei einem lokalen Anbieter ein Fahrzeug gemietet. Top Gefährt.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Take your Time 😉

Liebe Grüsse
René
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2018
Themenstarter95 Beiträge · seit 201819. Nov. 2018 · #24
@ Era und Brauni: Ich fühle mich sicherlich sicherer, wenn ich mich im vornherein so viel wie möglich mit dem Thema beschäftigt habe und auch einen Fahrkurs absolviert habe / Pistenkuh-DVD in- und auswendig geschaut/gelernt. Aber es ist halt schon so, dass die effektiven Praxiserfahrungen erst vor Ort kommen - das ist aber bei jedem so. Mir persönlich tut es einfach gut zu erfahren, wie andere "Anfänger" so gestartet sind und welche Vorbereitungen die vor der Reise getroffen haben.

@ Ytramix: von wem wurde das Fahrtraining in Seelisberg angeboten? Ich gehe davon aus, das "Eventcenter"? Wenn ja, welchen Kurs hast du da gebucht? Da gibts gem. Internet keinen speziellen 4x4 Kurs.
Gast19. Nov. 2018 · #25
Bis man dorthin kommt, wo man‘s unbedingt braucht, hat man mE zahlreiche Gelegenheiten um learning by doing zu betreiben. Auf ein paar 100 m Sand (und die gibt es wohl bei der Anfahrt zuhauf) kann man alles SELBER ausprobieren: 2x4 vs. 4x4, HR vs. LR, harte Reifen vs. weiche Reifen, Anfahren bis Stecken im Sand und wieder freimachen. Diese paar Stunden sind gut investiert. Man merkt ja am Fahrverhalten in welcher Variante sich das Auto "wohlfühlt". Und wenn es das nicht getan hat, lernt man dass nach hinten rausfahren besser ist......ansonsten lernt man Schaufeln.

Das kann man alles schon risikolos „unterwegs“ selber erledigen und mein Hinweis soll kein Gegenargument gegen einen Fahrkurs sein. Wenn aber oben mit „Bergen“ das HERAUSSCHLEPPEN gemeint ist, sollte man sich das von Leuten erklären lassen, die was davon verstehen. Sonst kann das gefährlich werden.
Werner
299 Beiträge · seit 201819. Nov. 2018 · #26
Hi Tanja

leider haben wir keinen Mailverkehr mehr gefunden. Es war nicht bei dem Eventcenter direkt der Kurs sollte anfänglich irgendwo im Jura stattfinden.
Aber mit einem Grundkurs von dem Anbieter der Pistenkuh gepostet hat seid ihr sicher auch gut bedient.
In Cazis gibt es auch noch was, laut Beschreibung ziemlich ähnlich wie der den wir besucht hatten.

Liebe Grüsse
Ytramix
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
21 Beiträge · seit 201820. Nov. 2018 · #28
Brauni schrieb:@ERA
Ein bisserl Pistenkuhen und YouTuben. Danach eine gesunde Menschenverstand und alles wird gut gehen.
Das gesunde Menschenverstand hilft beide beim Tieren, Tiefsandfahren & Wasserdurchfahrten.
Klasse Einstellung.
Habe mir auch gerade eine Film bei YouTube reingezogen. Danach sofort den nächsten OP gebucht und die erste Blinddarmop war ein Kinderspiel.

Meine Meinung ist das man es nicht übertreiben muß und sich langsam an das Thema Offroadfahren rantasten soll. Erfahrung ist nur durch mehr Erfahrung zu ersetzen.
P.S. Interessant wird das ganze Fahren erst dann wenn das Fahrzeug feststeckt. Und dann sollte ich mir zu helfen wissen.

Im Moremi zu fahren beim Trockenzeit zu vergleichen mit einem Blinddarm OP ist wohl etwas übertrieben.
Naja, jeder darf wie bekannt seine Meinung haben (sogar ich ).

Ich hatte dieses Jahr viel Respekt vor Moremi&Chobe zu fahren, aber ich fand es ehrlich gesagt nicht so schlimm.
Klar das mann theoretische Kenntnisse braucht ( Pistenkuh & extensiv YouTube). Dazu gehören zB Wasser durchtapsen, Wattiefe vom Auto wissen, Luftdruck und was zu tun beim Feststecken etc etc. Das kann mann alles theoretisch lernen beim Pistenkuh und YouTube (da gibt es mehr als genugend videos zum lernen,vorallem auf englisch).
Danach kann mann Erfahrung sammeln mit eingeschaltete gesunde Mennschenverstand.

Wie soll mann Erfahrung bekommen, ohne Erfahrung zu sammeln?

Und jetzt zu die etwas Philosophische frage. Soll mann andere eher Ermutigen oder Angst einjagen?


/Erik
Ps! Autofahren intressiert mich eigentlich gar nicht. Tiere, Fotografieren, Freiheit und Campen intressieren mich desto mehr.
/ Erik Ps! Deutsch-Schwedish Schreibstil
5'479 Beiträge · seit 200920. Nov. 2018 · #29
Hallo Tanja,

jeder muss irgendwann mal seine Erfahrungen sammeln. Irgendwann muss man das erste Mal durch tiefen Sand und durch den ersten Bach. Heutzutage kann man sich zumindest das theoretische Wissen leicht über das Internet anlesen und ansehen. Als wir in den 90ern in der Lernphase waren, hieß es noch learning by doing, was häufiger eine recht schweißtreibende Angelegenheit war. So dauerte es bei mir mehrere Jahre, bis ich die Info erhielt, im Tiefsand den Luftdruck zu reduzieren. Bei unseren ersten Touren in Botswana waren wir auch noch ohne Navi und Sat.Phone unterwegs, da es das noch nicht gab.

Warum ich das schreibe? Um zu zeigen, dass es heute viel einfacher ist und Ihr Euch keine Sorgen machen müsst. Das ist alles nicht so wild, wie Ihr denkt.

Oktober ist super. Wenn es überhaupt einmal regnen sollte, dann nicht in dem Ausmaß, dass sich die Bedingungen verschlechtern. Im Zweifel wird es sogar einfacher, da der Sand besser trägt.

Es geht natürlich auch ohne Navi und Sat.Phone, aber warum sollte man auf so nützliche Helfer verzichten, wenn sie doch zur Verfügung stehen.

Wenn man tatsächlich mal nicht weiterkommt, (neben dem festfahren kann es ja auch zu einer Panne kommen) wird man früher oder später auch gefunden. So einsam wie früher ist die Gegend auch nicht. Einfach ausreichend Vorräte und Wasser dabei haben. Den panischen Post hier im Forum, weil der Sohn für 24h feststeckte konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Wenn ein Fahrertraining Euch mehr Sicherheit gibt und Ihr Euch damit wohler fühlt, solltet Ihr es auch machen. Ich würde Euch dann aber empfehlen, dies vor Ort zu machen. Dann habt Ihr die Bedingungen, die Euch auch auf Euer Tour erwarten und Ihr könnt das Training dazu nutzen Euch an Euren Mietwagen zu gewöhnen.

Was mich immer wieder wundert ist, dass sich viele um das Autofahren Sorgen machen, sich über das Campen in der Wildnis aber keinerlei Gedanken machen. Habt Ihr Campingerfahrung in der Wildnis? Habt Ihr Euch schon über die besondere Situation in Botswana Gedanken gemacht, wo die Tierwelt freien Zugang zu den Campsites hat? Mit dem campen solltet Ihr Euch im Vorfeld mindestens genauso intensiv beschäftigen, wie mit dem Autofahren.

Unterm Strich ist meine Empfehlung: Fahrt allein und macht Eure eigenen Erfahrungen. Das haben schon Tausende vor Euch so gemacht und es hat fast immer problemlos funktioniert.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter95 Beiträge · seit 201820. Nov. 2018 · #30
@ Topobär: Vielen Dank für deine Ausführungen. Ja, es kann effektiv sein, dass ich mir im Vorfeld zuviele Gedanken mache. Mittlerweile - je länger ich surfe und Berichte lese - komme ich zur Überzeugung, dass wenn andere das als "Anfänger" geschaftt haben, wir dies auch schaffen. Wir werden uns vorgängig genau informieren/einlesen/surfen und gegebenenfalls noch ein Training absolvieren.

Was das Campen anbelangt, bin ich mir der Risiken und der anderen Umstände (ungezäunt) gewusst - genau DAS ist DAS, was ich eigentlich sehr gerne erleben möchte. Nein, wir haben noch nie mit Wildtieren campiert. Nein, ich musste meine Lebensmittel noch nie vor Affen, Elefanten, sicher verstauen. Aber wir sind geübte Outdoorer, so dass wir uns dies sehr gut zutrauen. Wie es dann effektiv ist, das 1. Mal am Feuer zu sitzen und ein Elefant kommt durchs Camp: das kann man im Vorfeld nicht üben, sondern auch da herrscht "learning by doing". Auch hier lesen wir uns genau ein, wie man sich dann aber in diesem Moment fühlt: keine Ahnung!!! Hoffe nur, dass ich mich dann an das Gelesene, an die "do's and don't" halten kann.

Das kann ich ja nicht mal in einem Kurs zu Hause üben.. da bleibt mir ja effektiv nichts Anderes übrig, als mich gut vorzubereiten und schauen, was da dann alles auf uns zukommt....
143 Beiträge · seit 200724. Dez. 2018 · #31
bisschen spät, aber dennoch DANKE!
0
143 Beiträge · seit 200724. Dez. 2018 · #32
Ich habe jetzt nochmal den Thread nachgelesen. Da ist VIEL OptimIsmus, VIEL Falsches und VIEL Richtiges,
Ich fasse MEINE Erfahrung und Meinung zusammen:
1. Man kann mit gesunder Selbsteinschätzung alles alleine machen, wenn man weiss, wie es geht. Manche wissen das nicht und schreddern ihren 4x4 auf einer Sand/Schotterpiste.
2, Offroadtraining ist hilfreich, wenn man es bei guten Trainern macht.
3. Je nach Gegend sind gute Wetterinformationen wichtig. Auch die Kalahari kann wegen Regen kaum befahrbar sein. Moremi/Chobe geht oft gar nicht alleine.
4. Alleine bedeutet für mich: Mit EINEM Auto. Oft ist es besser, sich jemand anderen zu suchen, wenn es schwierug werden könnte. Zwei Autos sind besser. Auf manchen Pisten in BOT darf man aus guten Gründen nur zu zweit fahren.
0
143 Beiträge · seit 200724. Dez. 2018 · #33
Nachtrag:
Ich (76) habe 30 Jahre Erfahrung auf Reisen im südlichen Afrika. Sinnvolle Fragen beantworte ich gerne! Wenn jemand zwischen 10,jan. und 15. feb. 2019 in BOT plant, bitte ich um Nachricht.
0