Kinder und Katzen im Kruger - Reloaded

Reisebericht 184 Antworten · 28,6k Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2018 von H.Badger
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201606. Nov. 2018 · #21
Kapitel 2: Sonne verzweifelt gesucht. Katzen gefunden. (14.10.2018)

Wie immer, wenn ich in Nationalparks bin, wache ich vor dem Morgengrauen auf und fühle mich putzmunter. Ohne die anderen zu wecken, schleiche ich mich aus der Hütte und gehe im Camp spazieren. Die gute Laune beim Aufwachen wird durch das noch immer sehr trübe Wetter gedämpft. Als es langsam hell wird, zeigt sich eine undurchdringbare graue Wolkenmasse, die das Sonnenlicht weitgehend aussperrt und uns den Tag über immer wieder Nieselregen bringen wird. Dafür wird es nicht so heiß werden und die Tiere werden bestimmt länger aktiv sein, da sie sich nicht in den ohnehin nicht vorhandenen Schatten zurückziehen müssen – immer schön positiv denken… 😉
Um 5.30 Uhr öffnen die Camps im Kruger im Oktober ihre Tore. Das ist ganz schön früh... Ich wecke meine Familie und wir packen alles für ein Frühstück unterwegs ein. Ganz verschlafen besteigen die Kinder den Bus und kuscheln sich in die warmen Decken, die wir aus der Hütte mitgebracht haben.
Kurz nach halb sechs sind wir dann auf Tour und freuen uns trotz des mauen Wetters auf unseren ersten vollen Tag im Park, den wir auf dem „Southern Circle“ verbringen wollen, einer Gegend, die uns landschaftlich immens gut gefällt, da sie zu großen Teilen aus für Krugerverhältnisse offenen Grasebenen besteht.
Nicht weit hinter dem Camp haben wir unsere ersten Sichtungen. Den Anfang machen Hyänen, die wir aber nur im Vorbeiziehen beobachten können.

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Ein Schabrackenschakal lässt sich schon genauer in Augenschein nehmen und ist auch an uns interessiert.

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Wir biegen auf die S28 ab – eine Straße, die sich für uns als recht verlässliche Gepardenstrecke etabliert hat, auch Wildhunde haben wir hier schon gesehen.

Zuerst begegnen wir einem Tawny Eagle, den wir beim Verzehren seines Risses (vielleicht ein Waran?) beobachten können.

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Wir fahren an Elefanten vorbei und sehen irgendwann vor uns einige Autos am Straßenrand stehen – immer wieder ein Hinweis auf eine interessante Sichtung. Und so ist es auch in diesem Fall. Wir entdecken drei junge Geparde, die leider etwas weit entfernt miteinander spielen. Sie toben wild herum, wälzen sich übereinander, springen sich gegenseitig an und jagen sich quer über die Ebene. Durch unsere Ferngläser und das Teleobjektiv können wir dem munteren Treiben gespannt zusehen. Für wirklich gute Fotos sind sie aber zu weit weg und das Licht ist leider eben auch nicht das beste. Trotzdem genießen wir diese Sichtung sehr und sind dankbar dafür, dass sich die S28 für uns treu geblieben ist.

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Nach der ausgiebigen Beobachtung und einem parallel stattfindenden Bus-Frühstück fahren wir weiter gen Norden. Es geht vorbei an Grünmeerkatzen und einem durstigen Schreiseeadler.

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Wieder treffen wir auf Elefanten und haben auch zwei weitere B.N.-Sichtungen, dieses Mal aber in größerer Distanz, sodass es nur für Dokumentationsaufnahmen reicht.

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Steinböckchen lassen sich sehen und auch ein Schopffrankolin kreuzt unseren Weg.

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Bald sind wir am Sabie angekommen und erfreuen uns am Anblick des Flusses, soweit es der trübe Tag zulässt. Auf der Brücke in der Nähe des Camps Lower Sabie verbringen wir eine Weile und genießen den Anblick des Lebens im und am kühlen Nass.

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Am nahen Sunset Dam machen wir einen weiteren Stopp. Auch hier zeigen sich wieder Elefanten. Besonders freuen wir uns aber über einen Malachite Kingfisher, der auf einem Ast ganz nah an unserer Parkposition auf Beute lauert. Diesen Vogel lieben wir sehr. In der Sonne glänzt sein Gefieder so wunderbar. Das muss man sich heute leider dazudenken.

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Wir kehren in Lower Sabie ein, um dort eine längere Pause einzulegen. „Mugg and Bean“ mit seiner schönen Aussichtsterrasse ist für uns noch immer ein besuchenswerter Ort, auch wenn es schon recht rummelig zugeht. Das Essen ist lecker, die Aussicht ist schön. Und die Kinder werden mit einer kleinen Spielecke gut bei Laune gehalten.
Am Nachmittag geht es nahezu sichtungs- und fotofrei nach Crocodile Bridge zurück. Wir machen eine Pause und bereiten uns auf unseren ersten Nightdrive vor, der um 20 Uhr beginnen soll. Für unserer Große ist es die erste Fahrt dieser Art. Da sie jetzt sechs Jahre alt ist, darf sie mitfahren. Schon seit drei Jahren fiebert sie diesem Moment entgegen…

Fortsetzung folgt
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zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2018
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201606. Nov. 2018 · #22
Kurz vor 20 Uhr finde ich mich mit unserer Großen am Treffpunkt für die organisierten Ausfahrten an der Tankstelle in Crocodile Bridge ein. Es ist stockdunkel und unsere Tochter ist sehr aufgeregt. Bald geht es los. Wir besteigen den Truck – leider werden die Ausfahrten fast immer auf diesen großen Gefährten angeboten, die zum Fotografieren wirklich ziemlich ungünstig sind.

Als wir aus dem Tor rollen, werden die Spotlights angeschaltet. Ansonsten umschließt uns finstere Nacht. Die Wolkendecke sperrt jedes Mond- und Sternenlicht aus.
In der ersten halben Stunde passiert erst einmal nichts. Wir blicken in von zitternden Lichtkegeln illuminierte Büsche und sehen hier und da müde Impalas…
Irgendwann kommen wir an einem Schabrackenschakalbau vorbei und können ein Jungtier bei der Erkundung seiner Umgebung beobachten. Dann passiert wieder lange nichts. Und unsere Große wird immer müder und müder, die Dunkelheit, das frühe Aufstehen und das gleichmäßige Brummen des Motors tun ihr Übriges. Bald ist sie fest eingeschlafen. Vorher musste ich ihr versprechen, dass ich sie für interessante Sichtungen wecken würde. Also dann…

Der erste Weckruf wird durch eine Zibetkatze auf der Straße ausgelöst. Ich freue mich sehr über diese Begegnung. Ein Civet habe ich Jahre nicht mehr gesehen. Dieses Exemplar verlässt in Windeseile die Straße, lässt sich aber bei seinem Weg durch den Busch noch eine ganze Zeit beobachten. So entstehen sogar trotz wackligem Scheinwerferlicht und unübersichtlichem LKW einige Aufnahmen dieses Nachtbewohners. Auch unsere Große ist von dem waschbärartigen Tier begeistert, denn sie hat noch nie zuvor ein Civet gesehen.

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Als die Schleichkatze verschwunden ist, wird weitergeschlafen…

Bald darauf lösen sich jedoch vier neue Schatten aus der Dunkelheit: Löwen! Wieder wird der Schlaf unterbrochen. Zwei Kater und zwei Katzen sind auf der Jagd und marschieren dafür neben der Straße.

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Bald tauchen die beiden Katzen in den dichten Busch ein und sie haben Jagderfolg, der für uns unsichtbar, aber nicht unhörbar bleibt. Man hört die Fressgeräusche in der Stille der Nacht deutlich. Nach kurzer Zeit vertreiben die beiden Kater die Jägerinnen vom Riss – die Katzen bleiben hungrig und müssen ihre Jagd erneut aufnehmen. Wie ungerecht erscheint das unserer Tochter.

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Auf der Rückfahrt ins Camp schläft sie wieder seelenruhig und ich trage sie in die Hütte zurück, wo wir uns zu meiner Frau und unserer Kleinen gesellen, die in unserer Abwesenheit Bekanntschaft mit einem großen Frosch in unserem Spülbecken gemacht haben. So hatte jeder von uns nächtliche Tiererlebnisse.

Gute Nacht!
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Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201608. Nov. 2018 · #23
Kapitel 3: Und endlich lacht die Sonne (15.10.2018)

Heute früh fahre ich allein los. Nach der langen Nachtsafari ist unsere Große noch im Tiefschlaf und meine Frau bleibt liebenswürdigerweise mit den Kindern im Camp, während ich eine Runde über die S 28 bis Lower Sabie fahren möchte. 🙂
Bereits im Zwielicht des anbrechenden Tages begegne ich im Camp einem Hadeda Ibis und einigen Buschböcken.

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Am Gesanftombi Damm folgt dann kurz nach dem Losfahren gleich ein erster Höhepunkt. Ein B.N. kommt gerade vom Trinken und quert ganz nah an meinem Auto die Straße. Es sind schöne Momente, mit diesem Koloss allein zu sein, seine Kraft und seine Ruhe beobachtend zu genießen.

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Langsam geht die Sonne auf und heute sieht man sie dabei sogar. Der starke Wind, der die Nacht über herrschte, hat die Wolkenmassen der Vortage vertrieben und es verspricht ein schöner und sonniger Tag zu werden. Das freut mich im Angesichts der vergangenen Tage sehr. 😁

Auf der S28 kommt es dann im Licht der aufgehenden Sonne zu einer weiteren schönen Begegnung. Inmitten des von der Morgenstimmung vergoldeten Grases entdecke ich vier in meine Richtung ziehende Hyänen. Zwei adulte Tiere und zwei Jungtiere. Sogleich schalte ich den Motor aus und warte. Zum Glück lassen sich die vier nicht durch meine Anwesenheit von ihrem eingeschlagenen Weg abbringen und so marschieren sie weiter auf mich zu. Auf der Dirtroad halten drei der Tiere dann an und wir beäugen uns gegenseitig aufmerksam und neugierig. Dabei trennen uns nur wenige Meter und ich höre in der Stille des Morgens das Atmen der Hyänen. Das ist ein ganz magischer Moment: Das Licht, die Stille, die Nähe dieser wunderbaren Tiere. Alles ist ganz friedlich und einfach nur schön.

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Irgendwann verabschieden sich die Hyänen und auch ich setze meinen Weg nach Norden fort. Immer wieder freue ich mich dabei über das schöne Licht des jungen Tages.
Vorbei an Kudus und anderen Steppentieren führt mich mein Weg einmal mehr zum Sunset Dam, der in schönstem Sonnenschein vor mir liegt. Ich suche mir einen schönen Platz und lasse das vielfältige Leben auf mich wirken.

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Auf der Rückfahrt macht mich ein Gamedrive-Fahrzeug auf einen Löwen, der tief im Busch liegen soll, aufmerksam. Der Guide gibt sich alle Mühe mir das Tier zu zeigen, aber entweder der Löwe ist wirklich nur extrem schwierig zu erkennen oder ich stelle mich einfach zu blöd an. Jedenfalls wird es an dieser Stelle nichts mit einer Löwensichtung. Stattdessen zeigen sich bald einige Warzenschweine… Auch schön.

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An dem Ort, an dem der Riss in der letzten Nacht stattgefunden hat, lassen sich heute Morgen viele Geier bei ihrem Tagwerk beobachten. Der Busch wird wieder gesäubert.

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Einige Kilometer südlich auf der H4-2 kommt es dann zum letzten Höhepunkt dieser frühen Ausfahrt. Im Gras der Böschung liegen drei Löwen – darunter ein echter Prachtkater – und sind mit dem beschäftigt, was Löwen die meiste Zeit ihres Lebens eben so tun. Ich freue mich über müde Blicke – mit mehr ist hier auch wirklich nicht zu rechnen.

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Nachdem ich nach Crocodile Bridge zurückgekehrt bin, werde ich vom fröhlichen Lachen der Kinder begrüßt. Die zusätzlichen Stunden Schlaf haben gut getan und ich bin meiner Frau wieder einmal sehr dankbar, dass sie den Safarinarren von Ehemann hat ziehen lassen.
Wir frühstücken gemeinsam und packen dann unsere Sachen zusammen, denn wir ziehen heute nach Lower Sabie um.
Alsbald geht es dann zu viert auf Safari. Den Anfang macht jetzt eine Pantherschildkröte.

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Auch die Löwen liegen noch fast an Ort und Stelle, haben sich aber tief in den Busch verzogen, sodass keine neuen Fotos entstehen.
Wir begegnen noch einigen Hornraben

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und entdecken etwa acht Kilometer vor Lower Sabie an der flusszugewandten Seite der H4-2 einen Impalariss im Baum. Der war mir heute früh entgangen. Leider ist der Jäger nicht anwesend und wir machen nur einige Dokumentationsfotos im schönsten Gegenlicht. So nah an der Straße haben wir noch nie einen Riss im Baum gesehen. Da der Baum nahe an unserem Camp für die nächsten zwei Tage liegt, merken wir uns den Ort vor. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen und sehen, was mit dem Riss geschieht. Vielleicht können wir dabei ja auch den Leoparden erspähen…

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Nach einigen weiteren Kudus, Buschböcken, Elefanten und Giraffen erreichen wir den Sunset Dam. Dort bleiben wir eine längere Zeit, um drei große Elefantenbullen beim Trinken zu beobachten.

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Dann geht es ins Camp, das nur wenige hundert Meter vom Damm entfernt liegt. Wir essen mal wieder bei Mugg and Bean – schön ist, dass man den ganzen Tag über aus der Frühstückskarte bestellen kann und lassen dabei unsere Blicke über den schönen Sabie schweifen. Immer wieder kommen Elefanten, Wasserböcke und andere zum Trinken an den Fluss. Die Kinder machen derweil die Spielecke unsicher.
Um 13.30 Uhr bekommen wir unseren Schlüssel zu unserer neuen Unterkunft. In Lower Sabie haben wir – wie auch schon 2016 – wieder eine Hütte ohne eigenes Bad und eigene Küche gebucht (buchen müssen… alles andere war mal wieder schon weg…). Unser Domizil ist einfach und schmucklos, hat aber vier Betten und das ist schließlich, was zählt. Ein eigenes Waschbecken im Raum macht das Zähneputzen ohne Gang zum nahen Sanitärblock möglich. Alles nicht zum Verlieben schön, aber für uns völlig ausreichend.
Auch der Pool ist nicht weit entfernt und so verbringen wir die nächsten Stunden mit den Kindern auf dem Restgras der Wiese und im kühlen Nass.
Gegen 16 Uhr wollen wir wieder losfahren, um dem Riss einen erneuten Besuch abzustatten. Liebe Sichtungsfee, auch wenn der Tag schon so wunderbar mit B.N., Hyänen und Löwen begonnen hat – jetzt bist du gefragt…

Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen.
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zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2018
8'672 Beiträge · seit 201008. Nov. 2018 · #24
H.Badger schrieb:
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😄

Und das mit dem "Nicht zum Verlieben" angewendet auf eine Unterkunft muss ich mir merken 😎 !

Danke für den wie immer unterhaltsamen Bericht! 😘

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
2'844 Beiträge · seit 201109. Nov. 2018 · #25
Moin Sascha,

jetzt bin ich mal eben von Beates KTP in den Krüger umgezogen.
Schön, dass es wieder eine Familiensafari ist. Und die Sichtungsfee ist auf jeden Fall netter als die „Unterkunfts–Fee“. Aber Lower Sabie ist zumindest ein tolles Camp, auch wenn die Terrasse schon gern gut gefüllt ist.
Es freut mich, dass das Wetter nun wohl besser bei Euch wird und freue mich auf die Weiterfahrt.

Viele Grüße
Christina
1'425 Beiträge · seit 201509. Nov. 2018 · #26
Guten Morgen Sascha,

das sind so schöne Fotos, vor allem vom B.N. und den Hyänen im goldenen Morgenlicht 🤩 ....zumal die beiden aber auch besonders hübsch sind! Hornbills würde ich ja auch unheimlich gerne mal sehen.

Ich bin nun gespannt, ob ihr den Jäger antrefft!

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201609. Nov. 2018 · #27
Guten Abend zusammen! Schön, dass so viele von euch mitlesen.

@ Bele: der surfende Reier hat uns auch sehr amüsiert. Schön, dass du dich gut unterhalten fühlst. So soll es sein.

@ Christina: Schön, dass du uns jetzt auch durch den Kruger begleitest. Lower Sabie gefällt uns ja auch sehr gut, auch wenn es eines der großen Camps ist. Wir haben in der Gegend immer schöne Sichtungen gehabt, was sich auch wieder
in den kommenden zwei Tagen zeigen wird... 😉

@ Laura: Danke für das Lob unserer Fotos. Durch die Verkleinerung für das Forum geht schon ein Teil der Qualität verloren, was mich immer stört, aber für Tabletbildschirme u.ä. ist es noch okay.
Das Morgenlicht habe ich nach dem trüben Auftakt auch sehr genossen.
Der Kommentar zu Christina gibt übrigens einen überaus dezenten Hinweis auf die Sichtung des Jägers.

Danke auch an alle Button-Drückenden, das motiviert!

LG
Sascha
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130 Beiträge · seit 201210. Nov. 2018 · #28
Hallo Sascha,

ich spring auch noch schnell an Bord - ich klaue mir bei Deinen Reiseberichten ja immer viele wertvolle Familiensafari-Tipps, finde aber auch Deine Schreibweise einfach schön und die Fotos wirklich phantastisch. Diese Szene mit den Hyänen im Morgenlicht kann ich so richtig nachfühlen. Das muss magisch gewesen sein! Ich bin gespannt, wie's weiter geht.

Lieben Gruß
Katja
Do no harm, but take no shit. 1996: Maasai Mara * 2012: Etosha * 2015: Kruger * 2018: KTP * 2019: Namibia Rundreise * 2021 Uganda Rundreise Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201610. Nov. 2018 · #29
Hallo Katja,
es freut mich sehr, dass dir Bericht und unsere Fotos gefallen. Solche Kommentare motivieren sehr zum Weiterschreiben! Daher gibt es gleich noch einen weiteren Tagesteil zu lesen und zu sehen.

Schön auch, dass du aus meinen vergangenen Berichten die ein oder andere Idee zum Reisen mit eurem Nachwuchs herausziehen konntest. Ich sehe, dass ihr im kommenden Jahr gemeinsam Namibia bereisen werdet - ein schöner Entschluss! Wir werden uns dann dort knapp verpassen.

LG
Sascha
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Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201610. Nov. 2018 · #30
Kurz nach 16 Uhr verlassen wir Lower Sabie und fahren schnurstracks zum Baum mit dem Impalariss. Der Riss ist zum Glück noch da, der Leopard leider wieder nicht. 🙁 Schade, aber wir beschließen später noch einmal vorbeizuschauen. 😉

Wir wenden also und fahren die Teerstraße am Sabie entlang. Das Licht wird stetig schöner, allein bleiben interessante Sichtungen weitgehend aus. Ruhig ist es heute Nachmittag am Fluss. Wir sehen einige Paviane, natürlich Impalas, Kudus und freuen uns über einen recht fotogenen Raubadler und eine Elefantenherde, die den Sabie in unsere Richtung quert.

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Davon abgesehen, genießen wir die schöne Landschaft im Licht der warmen Spätnachmittagssonne. Herrlich!

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Irgendwann sehen wir auf die Uhr und uns fällt ein, dass wir ja noch unbedingt beim Riss-Baum vorbeischauen wollten. Und so führt uns unser Weg heute zum dritten Mal zu diesem Ort.
Es ist jetzt etwa 17.20 Uhr und es stehen schon einige Autos da – nicht sehr viele jedoch, denn zu dieser Zeit sind hier nur noch Übernachtungsgäste des nahen Camps – und wir sehen Objektive aus den Fenstern ragen. Der Pulsschlag steigt. Ein rascher Blick in den Baum bringt die Bestätigung: Der Jäger – oder bei genauerer Betrachtung – die Jägerin ist anwesend und tut sich an ihrer Beute gütlich. 🤩
Wow! So eine Sichtung haben wir uns schon seit Jahren gewünscht! Wir bringen unseren Bus in eine gute Position am Straßenrand und genießen in der kommenden Dreiviertelstunde die Anwesenheit der Leopardin im stetig wärmer werdenden Licht der sich dem Horizont nähernden Sonne. Wunderschön! 😁
Die meiste Zeit ist sie mit dem Verzehr des Impalas beschäftigt, irgendwann lagert sie sich dann aber um und betrachtet ihre Umgebung, um sich dann kurzzeitig auf einem dicken Ast zur Ruhe zu legen. Lange bleibt sie nicht in dieser Liegeposition, sondern verlässt alsbald pünktlich zum malerischen Sonnenuntergang ihren Baum.
Jetzt folgt eine Auswahl der dazugehörigen (sehr zahlreichen) Aufnahmen.

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und mein Lieblingsbild der Serie

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Wir sind sehr glücklich und zutiefst dankbar für diese Sichtung, die für uns definitiv einen Platz unter den Top 10 Sichtungen unserer gegenwärtig zehn Afrikareisen einnehmen wird. 😁
Frohen Mutes fahren wir den kurzen Weg zurück nach Lower Sabie und entspannen in der Hütte. Heute kochen wir mal wieder Nudeln, das geht schnell und schmeckt allen Beteiligten.
Weil aber der Safarihunger noch immer nicht gestillt ist (und weil wir beim Buchen noch nichts von der tollen Leopardenbegegnung ahnen konnten), geht es gleich noch auf einen Nightdrive… 😉

Fortsetzung folgt…
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573 Beiträge · seit 201410. Nov. 2018 · #31
Hallo Sascha,
Dein Bericht und die Fotos gefallen mir ausnehmend gut. DANKE! Und ja, auch mit kleinen Kindern kann man solche Reisen machen. Unsere Kinder sind zwar aus dem Alter schon lange raus aber ich glaube der Krüger wird schon sehr bald für uns als Paar dran sein - da müssen wir definitiv demnächst mal hin.
Ganz lieben Gruß und nochmals danke für den schönen Bericht
Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr https://martinasreisen.blog/ 2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/297741-slow-motion-runde-um-s-okavango-delta.html 2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: https://martinasreisen.blog/ 2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: https://www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p 2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: http://www.umdiewelt.de/Europa/Nordeuropa-oder-Skandinavien/Island/Reisebericht-9019/Kapitel-0.html 2016 Vietnam Reisebericht: https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.php?thread/9522-knapp-3-wochen-vietnam-von-s%C3%BCd-nach-nord-reisebericht/&pageNo=1 2015 Namibia Reisebericht: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286330-namibia-die-erste-mai-2015-ein-traum.html
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201611. Nov. 2018 · #32
Hallo Martina,
schön, dass du uns begleitest und dir der Bericht gefällt. Ja, auch mit Kindern klappt das alles gut, jedenfalls, wenn sie so drauf sind wie unsere. Da genügen dann eine Tüte mit geliebten Spielsachen, einige neue Bücher und Hörspiele, ein Auto mit viel Platz und Unterkünfte, in denen getobt und ggf. geplantscht werden kann. Und wenn dann die Tiere noch recht nah am Auto sind, ist der Tag im Kasten.
Den Kruger kann ich euch wirklich empfehlen, auch wenn er natürlich weit erschlossener ist als manch anderer NP. Aber die Masse an Besuchern verteilt sich in der Regel ganz gut. Etosha haben wir im letzten Jahr vor allem um Okaukuejo herum als voller erlebt.

Lieber Gruß
Sascha
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130 Beiträge · seit 201211. Nov. 2018 · #33
Lieber Sascha,

was für ein Bild (bzw. Bilder)! Was für eine Sichtung! Da passt einfach alles. Glückwunsch. 🙂

LG Katja
Do no harm, but take no shit. 1996: Maasai Mara * 2012: Etosha * 2015: Kruger * 2018: KTP * 2019: Namibia Rundreise * 2021 Uganda Rundreise Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2018
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201612. Nov. 2018 · #34
Liebe Katja,
vielen Dank für das Lob! Das war wirklich ein echter Safariglücksmoment. Wir konnten zu diesem Zeitpunkt natürlich auch noch nicht ahnen, dass der nächste Tag das Ganze noch wird toppen können. 🤩
Aber vorher kommt noch der Nightdrive und der war auch sehr nett. 😉

Einen schönen Tag wünscht dir
Sascha
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zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2018
4'382 Beiträge · seit 201512. Nov. 2018 · #35
Hallo Sascha,
was haben denn Eure Mädels zu dem Leoparden mit Beute gesagt???
Viele Grüße
Friederike
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Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201612. Nov. 2018 · #36
Hallo Friederike,
dass sich einige Lebewesen von anderen Lebewesen ernähren, ist beiden ihrem jeweiligen Verstehenshorizont entsprechend bewusst. Eine Perspektivübernahme, die das Leiden des Impalas nahe bringen würde, fand dabei nicht statt und würde auch nicht von unserer Seite angeregt. Das Impala wurde, wohl da es bereits tot war, klar als Nahrung gesehen, das Fressen und Gefressenwerden als ganz natürlich. Tatsächlich hat sich hier gar kein Gesprächsanlass ergeben.
Anders könnte es wohl bei der Beobachtung eines Kills sein. Den Todeskampf eines Beutetiers mitanzusehen und mitanzuhören - das muss ich mit den Kindern nicht unbedingt haben. Hier wäre es bestimmt angezeigt zu schützen, einzuordnen und abzufedern. Obschon ich es wichtig finde, dass solche Dinge nicht grundsätzlich tabuisiert werden.

Also keine Sorge, hier war alles im grünen Bereich.

LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2018
5'479 Beiträge · seit 200912. Nov. 2018 · #37
Ich denke, Kinder kommen damit besser klar, als sich das Erwachsene oftmals vorstellen. Immerhin werden Millionen Kinder in Katzenhaushalten groß, ohne einen seelischen Schaden davon zu tragen, dass der Stubentiger öfter mal eine Maus oder einen Vogel fängt und tötet.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201612. Nov. 2018 · #38
Um 20 Uhr beginnt die Nachtfahrt. Wie immer auf einem großen Truck, der recht gut besetzt ist. Eine junge Frau wird den Wagen heute lenken und höchst kompetent die verschiedenen Sichtungen dieser anbrechenden Nacht erläutern.

Wir fahren am Sabie entlang gen Westen und biegen alsbald auf eine für den Normalverkehr gesperrte Dirtroad ein, die tiefer im Busch parallel zum Flussufer entlangführt. Dieser folgen wir nach Osten. Alsbald taucht ein Civet auf, das jedoch schnell das Weite sucht.

Nach einer Begegnung mit einem fressenden Schakal tauchen plötzlich die Silhouetten von zwei Löwen im Scheinwerferlicht auf. Ein stattlicher Kater und eine Löwin lagern nahe der Straße. Wahrscheinlich ein Honeymoon-Pärchen, das gegenwärtig aber keine Kraft für weitere Paarungsakte besitzt. Es wird sich geputzt und ausdauernd gegähnt.

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Nach einer Weile geht die Fahrt weiter. Es zeigen sich zwei Ginsterkatzen, die im hohen Gras und dichtem Buschwerk zwar gut zu sehen, aber nicht sinnvoll zu fotografieren sind. Auch eine Weißschwanzmanguste lässt sich lange bei der Nahrungssuche beobachten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie groß diese Manguste im Vergleich zu ihren Verwandten ist. Vorzeigbare Fotos entstehen jedoch auch hier nicht, was ich sehr bedauere, denn von dieser Spezies habe ich bisher noch keine annehmbare Aufnahme im Archiv.
Irgendwann treffen wir wieder auf die Teerstraße und kommen alsbald am Leopardenbaum vorbei. Die Leopardin hält sich am Fuß des Baumes im dichten Busch auf. Im Licht der Scheinwerfer kann man sie eher erahnen als tatsächlich erkennen, aber das macht mir im Spiegel der vergangenen Begegnung mit ihr nichts aus.
Ein wenig weiter die Teerstraße in Richtung Lower Sabie hinauf kommt es zu einer weiteren Löwensichtung. 😁 Zwei stolze Kater liegen auf und neben dem Teer und genießen die Restwärme des Straßenbelags (ein typisches Verhalten der Löwenpopulation des Krugers…). Wir legen hier einen weiteren längeren Stopp ein und beobachten die beiden Prachtexemplare beim frühnächtlichen Erholungsprogramm.

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Bald ist es 22 Uhr und damit Zeit zurück ins Camp zu fahren. Ich bin total müde und am Ende ganz froh, als das Tor des Rastlagers sich hinter dem Truck schließt. Erschöpft und glücklich wandere ich im Schein der Taschenlampe durch die Dunkelheit und Stille der Nacht zu unserer Hütte.

Gute Nacht Afrika.
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4'382 Beiträge · seit 201513. Nov. 2018 · #39
Topobär schrieb:Ich denke, Kinder kommen damit besser klar, als sich das Erwachsene oftmals vorstellen. Immerhin werden Millionen Kinder in Katzenhaushalten groß, ohne einen seelischen Schaden davon zu tragen, dass der Stubentiger öfter mal eine Maus oder einen Vogel fängt und tötet.
off topic

Hallo Thomas,
tja, ich weiß nicht - ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen und die erlebten Schlachtfeste haben aus mir einen langjährigen Vegetarier gemacht - aus Ekel, nicht aus "Ideologie"......
Aber das nur nebenbei....
Gruß
Friederike
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Themenstarter1'822 Beiträge · seit 201613. Nov. 2018 · #40
... jedenfalls haben die Kinder gestern gespielt, dass ihr Schleich-Leopard die anderen Afrikatiere alle fressen will - die Sichtung hat das Image des Leoparden also doch nachhaltig geprägt... 😉

LG
Sascha
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