EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #1Guten Morgen Zusammen,
Ich benötige einmal eure Expertise:
Ich bin gerade dabei einen Zelttest im Auftrag eines Onlinemagazines zu verfassen. Getestet habe ich ein Hilleberg Tarp inkl. Mashtent auf meiner diesjährigen Namibia-/Botswanatour.
Unterwegs hörte ich mehrmals -und dies habe ich auch schon hier im Forum gelesen, dass z.B. Löwen ein geschlossenes Zelt nicht als solches erkennen (sprich das man in einem solchen sicher ist(!) ).
Nun meine konkrete Frage an euch:
Hat jemand eine Wissenschaftliche Erklärung (Bzw. Weiß jemand wo ich diese googeln kann) für diesen Sachverhalt. Würde die Geschichte um den Zelttest gerne entsprechend um dieses Thema herum aufbauen.
Vielen lieben Dank schon einmal im Voraus .
Gruß
Alexander
PS. Ich habe das Tarp übrigens nicht als Übernachtungsoption genutzt (selbstverständlich nicht aus Angst sondern weil ich die Nächte im Dachzelt sooooooo sehr liebe und diesen den gesamten Winter entgegengefiebert habe (Grins)).
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #2Guten Morgen,
wäre es nicht vielleicht ratsam, wissenschaftliche Erkenntnisse zu dem Thema bei einem Wissenschaftler zu recherchieren und nicht bei google? Und wäre es nicht vielleicht doch gut gewesen, das Zelt ausgiebig zu testen, also auch mit einer Übernachtung, wenn daraus doch anscheinend eine Empfehlung abgeleitet werden soll? Der Name des Onlinemagazins würde mich in dem Zusammenhang auch interessieren, wenn hier schon die Recherchearbeit dafür stattfindet.
Nix für ungut, aber da teste ich lieber selbst 🙁
Einen schönen Sonntag,
Bettina
EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #3Hallo Betina,
Keine Sorge! Das Zelt wurde selbstverständlich auf Herz und Lunge getestet. Allerdings außerhalb Afrikas. In Botswana habe ich es z.B. Sehr erfolgreich als Sichtschutz für meine Safaritoilette (Augenzwinker) eingesetzt.
Gruß
Alexander
LOloserGast09. Sept. 2018 · #4Dieser Kamerad
https://www.youtube.com/watch?v=J__DZMiCMaQist versierter Tester der Einbruchssicherheit von Bodenzelten. Anfragen @ Buchungen sind postlagernd an Mabuasehube Gate zu schicken, Preis ist nach Vereinbarung.
Grüße, Werner
NamiBilly444 Beiträge · seit 201109. Sept. 2018 · #5Hallo Alexander,
"grundsätzlich" gehen wilde Tiere/Löwen nicht an geschlossene Bodenzelte ran. Für "grundsätzlich" ist hier aber die juristische Definition anzuwenden. "...dagegen bedeutet "grundsätzlich" in der Rechtssprache: Vom Grundsatz her, aber mit Ausnahmen, also: "in der Regel".
Gruß NamiBilly
_Matthias_284 Beiträge · seit 201409. Sept. 2018 · #6Da war das Bodenzelt aber nicht geschlossen (bzw nur mit Mesh) und die Insassen haben alles mögliche unternommen um auch ja erkannt zu werden. Sieht man ganz am Anfang, der Löwe schnuppert herum und interessiert sich nicht für das Zelt bis der Depp darin anfängt einzuschreiben. Der Löwe erschrickt richtig und fängt erst dann an zu schauen wo das Geschrei herkommt. Und dann wird auch noch Licht angemacht und damit rumgewackelt. Hätten die einfach nichts gemacht hätte der Löwe das Zelt nicht beachtet.
Ein Tarp mit Meshzelt würde ich auch nicht als geschlossenes Zelt ansehen, weil man reinschauen.
Wissenschaftlich belegte Erklärungen dazu kenne ich keine, würden mich aber auch interessieren.
Die Erklärungen dazu, die ich kenne, beziehen sich auf die Objektwahrnehmung: Alles innerhalb der Silhouette wird nicht als eigenständiges Objekt wahrgenommen, solange es nicht hervorsticht.
Deswegen kann man ja auch im offenen Jeep an Raubtiere rann fahren und deswegen haben die offenen Jeeps alle Dächer und viele Parks haben Verbote oben raus zu schauen wenn dadurch die Silhouette unterbrochen wird. Nachts ist es schwieriger, da gerade Taschen- oder Kopflampen oder auch Fotoblitze durch ihre Stärke Unterscheidung von der Umgebung und durch ihre eigene Bewegung schon als eigenständige Objekte erkannt werden.
franzastische Reisen, Fotos und mehr -
https://franzastisch.de
Logi16,9k Beiträge · seit 201209. Sept. 2018 · #7Das scheint offenbar ein ähnlich gut aufgearbeiteter Artikel zu werden, wie bei dem Grillkohle-Test vor etwa 2 Jahren.
Dabei wurde Grillkohle im deutschen Verkauf getestet und festgestellt, dass diese unter anderem aus dem tropischen Land Namibia stammt und dafür tropische Wälder dort abgeholzt wurden.
LG
Logi
EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #8Hallo Mathias,
Vielen lieben Dank für die Antwort. Das hört sich für mich sehr schlüssig an. Ich werde das so mitin meinen Text verwursten.
Herzlichen Gruß
Alexander
EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #9Grins, eigentlich eine zauberhafte Idee den Test des Tarps mit einen Grillkohletest zu verbinden 😄
Da schaue ich direkt mal was geht.
Ernst wird es erst wenn der Humor verloren geht !
Liebe Grüße
Alexander
EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #10Hu hu NamiBilly,
Klasse! Gröl, darf ich das in meinen Text zitieren? Großartig formuliert.
Vielen lieben Dank 😉
Gruß
Alexander
FOFocus517 Beiträge · seit 201809. Sept. 2018 · #11Hallo Alexander,
welche Reputation als Tester hast du denn??? Ich meine deinen Test werden ja Leute glauben. Deine Frage deutet auf recht wenig Erfahrung hin, zumindest was Camping in Afrika betrifft.....
VG
picco6'369 Beiträge · seit 201109. Sept. 2018 · #12Hoi zämä
loser schrieb:https://www.youtube.com/watch?v=J__DZMiCMaQ
Dies ist ein Ausschnitt aus dem unglaublich hirnrissigen Film 'AFRICAN SAFARI 3D', der Verhaltensweisen von 'Safari-Touristen' in Gegenwart 'wilder' Tiere zeigt die schlicht tödlich enden können wenn man das nicht wie die Schauspieler im Film mit handzahmen sondern mit wirklich wilden Tieren macht.
Hier der Trailer zu diesem Schwachsinn:
Bei YouTube ansehen ↗
Da ich selbst auch schon mal Löwen am Zelt hatte wobei mir einer davon sogar schon auf den rechten Arm getreten ist kann ich nur bestätigen dass ich nicht gefressen wurde.
Sonst wäre das Schreiben hier wohl etwas schwiriger... 😉
Auch ich vermute die Sache mit der Silouette, wobei es in Ostafrika durchaus üblich ist oben aus der Silouette des Fahrzeugs rauszuschauen ohne dass sich die Katzen dafür interessieren.
Wie ich aber in Botswana bemerken 'durfte' interessieren sich Katzen durchaus dafür wenn man seitlich über die Silouette hinausragt...denn so hab ich leider mal einen Leoparden vertrieben.
Davor hat er sich nicht für uns interessiert.
Interessant finde ich immer wieder wenn Leute denken im Dachzelt wäre man sicherer als im Bodenzelt...als ob die 2m Höhenunterschied für die Tiere schwer zu überwinden wären... 😉
EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #13Huhu,
Mein lieber Herr Gesangsverein, dass ist ja sehr interessant was auf eine Frage nach Wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Raubtieren und geschlossenen Zelten sowie dem Schlagwort „Zelttest“ so alles in diese Frage interpretiert werden kann.
Für alle interessierten: ich teste Zelte seitdem ich meine erste Mofatour unternommen habe (und das ist leider schon ein Paar Jahrzehnte her). Auch kann ich versichern, dass die veröffentlichten Tests fundiert und seriös sind. Ich liebe es einfach nur meine Tests in eine Geschichte zu verpacken um diese so etwas weniger dröge zu gestalten.
So, ich hoffe ich konnte so etwas Druck aus dem Kessel nehmen.
Gruß
Alexander
Ps. Meine Afrika -Zelt Erfahrungen reichen sicherlich aus um einen Tarp-Test zu verfassen. War schon mal dort 😉
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200809. Sept. 2018 · #14Euterreisender schrieb:Unterwegs hörte ich mehrmals -und dies habe ich auch schon hier im Forum gelesen, dass z.B. Löwen ein geschlossenes Zelt nicht als solches erkennen (sprich das man in einem solchen sicher ist(!) ).
Nun meine konkrete Frage an euch:
Hat jemand eine Wissenschaftliche Erklärung (Bzw. Weiß jemand wo ich diese googeln kann) für diesen Sachverhalt. Würde die Geschichte um den Zelttest gerne entsprechend um dieses Thema herum aufbauen.
Vielen lieben Dank schon einmal im Voraus .
Gruß
Alexander
PS. Ich habe das Tarp übrigens nicht als Übernachtungsoption genutzt (selbstverständlich nicht aus Angst sondern weil ich die Nächte im Dachzelt sooooooo sehr liebe und diesen den gesamten Winter entgegengefiebert habe (Grins)).
Ein Spaßvogel.
Es mag eher klug sein, in einem Meshtent/Moskitonetz als Übernachtungsort Angst zu haben, - also den Mangel an Angst vielleicht nicht allzu selbstverständlich anzusehen...
Tatsächlich gibt es hier und anderen Foren viele Hinweise zu Erfahrungswerten von blickdichten Zelten aus schwerem Canvas versus dünner ca.-2Kilo-Hightec-Zelte, - ob man allerdings daraus eine Wissenschaft im Sinne einer vermarktungsfähigen Aussage basteln könnte, wage ich zu bezweifeln.
Insgesamt ein bemerkenswerter Einblick in den Gehalt von Beschreibungen von „Outdoortauglichkeit/Zelttest“ der Fa. Hilleberg – in diesem Fall: Löwensicherheit...
und wissenschaftlicher Gehalt...
- ...welches Zeltes denn eigentlich? Bisher lese ich nur Meshtent und Tarp.
Interessanter Weise wird die Frage von Beatnick nicht beantwortet:
Der Name des Onlinemagazins würde mich in dem Zusammenhang auch interessieren, wenn hier schon die Recherchearbeit dafür stattfindet.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt LOloserGast09. Sept. 2018 · #15Danke Picco für den Hinweis,
Ich habe hauptsächlich im Bodenzelt kampiert und mehrere Löwenbesuche einfach verschlafen, weil sie sich leise abspielten. Einer war aber eindrücklich, als der Löwe sich direkt am Zelt aufhielt, viele brüllte und uns dann eine Zeit lang mit seinem rasselnden Atem wachhielt ….das zieht ein.
@Dachzelt
Es soll Leute geben die nachts die Motorhaube aufmachen 😗
@Silhouette
Ich glaube auch, dass es das ist. Manche Tiere können, glaube ich, nicht so wie Menschen räumlich sehen. Biologen könnten mehr dazu sagen. Ein Zelt, eine kompakte statische Menschengruppe wird wie ein Fels oder Termitenhügel wahrgenommen….solange keine Bewegung oder Berührung stattfindet. In der Gründungszeit des Moremi durfte man am Dach sitzen, da konnte man das genau beobachten. Sobald sich die Passagiere am Dach stärker bewegten war Interesse geweckt. Ich habe vor langer Zeit Wildtierfilme gesehen, wo sich die Filmer in einer Art Litfaßsäule aus Leinwand oder am Boden kriechend angenähert haben. Heute nehmen sie Drohnen 😎 .
@Echte Einbruchsversuche: Die gibt es im KTP tatsächlich, verlässlich, keine fake news oder Montage und es wundert mich nicht. Einige Tiere sind ungemütlich gut an Menschen gewöhnt und sehr frech. Was auch damit zusammenhängen könnte, dass Um-/Ansiedlungen mit langer Zeit in Gehegen stattfinden. Die Wasserverfügbarkeit am Platz oder Gate lockt regelmäßig Löwen an, am Gate ist das Personal, die Löwen haben also ständigen Menschenkontakt. Außerdem gibt es Idxxxxxx, die absichtlich Wasser über Nacht hinausstellen oder Speisereste um spektakuläre Fotos zu machen, die Wildkamera muss sich ja rentieren. Irgendwann wird das freie Campen dort in Frage gestellt werden.
Grüße, Werner
EuterreisenderThemenstarter8 Beiträge · seit 201609. Sept. 2018 · #16.......selbstverständlich wird der Spaßvogel (und das nehme ich durchaus als Kompliment) einen Link zum Test bereit stellen sobald dieser eingetütet ist. Danke übrigens für den wertvollen Impuls „Ist ein Tarp mit Mashtent eigentlich ein Zelt oder eher nicht“
Sehr gut, diese Frage werde ich auch mit verwursten 😉
Ein Ergebnis schon mal exklusiv für alle Forumnutzer: Aufgrund der von Hilleberg verwendeten Methode sein Kerleongewebe beidseitig mit drei Schichten Silikon zu beschichten ( was eine optimale Wasserdichtigkeit sowie Weiterreißfestigkeit von 8Kg beim Karleon 1000 ergibt) ist der Kontakt zu Sand eher nicht so schön. Das Tarp saugt den Sand quasi an und sieht dann beim verpacken aus wie ein Paniermehl-Teller vorm Schnitzel panieren.
Viele liebe Grüße
Alexander
Nenette1'309 Beiträge · seit 200909. Sept. 2018 · #17picco schrieb:Hoi zämäloser schrieb:https://www.youtube.com/watch?v=J__DZMiCMaQ
Dies ist ein Ausschnitt aus dem unglaublich hirnrissigen Film 'AFRICAN SAFARI 3D', der Verhaltensweisen von 'Safari-Touristen' in Gegenwart 'wilder' Tiere zeigt die schlicht tödlich enden können wenn man das nicht wie die Schauspieler im Film mit handzahmen sondern mit wirklich wilden Tieren macht.
Hier der Trailer zu diesem Schwachsinn:Bei YouTube ansehen ↗
...
Interessant finde ich immer wieder wenn Leute denken im Dachzelt wäre man sicherer als im Bodenzelt...als ob die 2m Höhenunterschied für die Tiere schwer zu überwinden wären... 😉
Hallole,
@ Picco: kommt selten vor, aber ich muss dich ausnahmsweise eines Besseren belehren. Der "Schauspieler" in diesem Film war kein anderer als Kevin Richardson, der sich ganz sicher mit afrikanischen Raubtieren, insbesondere mit Löwen, besser auskennt als wir alle hier zusammen. Ich habe mich ernsthaft gefragt, wie diese Szene zustande gekommen ist. Ob der Löwe an den Klamotten den Geruch von fremden Löwen wahrgenommen hat? Wurde er angelockt? Keine Ahnung, aber die Szene hat mich sehr verwundert.
@Euleneuter: Ich wollte vor langer Zeit auch immer mit meinem The North Fast Westwind in Afrika campen. Ehrllich gesagt, bin ich froh, dass ich das nicht gemacht habe. Ich hätte irgendwie auf dem Präsentierteller geschlafen wie eine Bockwurst im Hot Dog. 😉 Ein Tarp ist nicht das gleiche wie ein Zelt und vor allem nicht rundum geschlossen. Insofern würde ich das in Nationalparks nie verwenden. Bei nur geschlossenen Moskitonetzen gibt es immer mal wieder Berichte über Leopardenangriffe:
https://www.sapeople.com/2018/01/16/leopard-attacks-south-african-woman-inside-tent-in-kgalagadi-park-husband-recounts-night-from-hell/Die Aussage, dass die Tiere niemals ein geschlossenes Bodenzelt angreifen, würde ich genausowenig in einen Testbericht schreiben, wie die Aussage, dass ein Raubtier niemals Personen in einem Auto angreift. Die Erfahrung zeigt, dass es meistens gut geht, aber meistens ist nicht immer.
LG Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
Botswana 2010:
http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html
Mein anderes Hobby:
http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
picco6'369 Beiträge · seit 201109. Sept. 2018 · #18Hoi DuKritische 😎
Nenette schrieb:Der "Schauspieler" in diesem Film war kein anderer als Kevin Richardson, der sich ganz sicher mit afrikanischen Raubtieren, insbesondere mit Löwen, besser auskennt als wir alle hier zusammen. Ich habe mich ernsthaft gefragt, wie diese Szene zustande gekommen ist.
Mir ist durchaus bewusst dass der 'Schauspieler' Kevin Richardson ist und auch dass dieser einer der grössten Experten im Bereich der Raubkatzen ist.
Wenn er das so mit seinen (!) Löwen macht ist das ja ok, das wird im Film aber als Situation in der Wildniss verkauft und nicht als Situation zwischen Tierhalter und den unter seiner Obhut aufgewachsenen und an ihn gewohnten Löwen dargestellt.
Und wenn das so ein Experte wie Kevin Richardson macht dann ist das meiner Meinung nach noch hirnrissiger, denn es gibt Leute die ihn nicht kennen und denken dass das alles so in echt passieren kann und man solche Begegnungen (es gibt noch mehr solches im Film) gut überleben kann.
Ich denke nur an meine Sitznachbarn im Kino, die ernsthaft zu Fuss in der Wildniss zu Löwen wollten nachdem sie diesen Film gesehen haben. Ich habe ihnen dann das Eine oder Andere erklärt, danach wollten sie nicht mehr...
Sie waren übrigens noch nie in Afrika und haben das für eine realistische Berichterstattung über eine Afrikareise gehalten.
Nenette1'309 Beiträge · seit 200909. Sept. 2018 · #19Hoi, du Wehrhafter 😉 ,
ich glaube nicht, dass die Szene gestellt war, sprich, dass das mit einem seiner Löwen gedreht wurde. Aber wie gesagt, über diese Szene habe ich mich sehr gewundert.
Ich fand den Film jetzt auch nicht berauschend, trotzdem jedoch nett anzusehen. Dass da viel „Wildlife“-Latein drin vorkam, fand ich eher belustigend. Das hat mich an meine Reisen im letzten Jahrtausend erinnert, wo solches Latein gerne Thema von Lagerfeuergesprächen war und wo die Guides, mit denen ich zu tun hatte, eher locker drauf waren. Einer der Guides hat übrigens am Film mitgearbeitet 🙂 .
@Euterreisender: sorry für die Namensänderung:)
Liebe Grüße,
Nenette
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Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Sept. 2018 · #20Moin,
meine Kenntnisse und Erfahrungen sind folgende.
Raubkatzen sind visuelle Jäger. Deshalb können Sie im Gegensatz zu einer vorherigen Äußerung in diesem Thread sehr gut räumlich sehen. Ansonsten hätten sie auch große Schwierigkeiten Ihre Beute zu erwischen. Der Grund sind die, wie beim Menschen, nebeneinander vorn an Kopf liegenden Augen. Potentielle Beutetiere haben seitlich am Kopf sitzende Augen für einen guten Rundumblick, was aber das räumliche Sehen einschränkt.
Als visuelle Jäger nehmen Raubkatzen als Beute nur war, was sie auch sehen. Deshalb ist es auch sehr wichtig, dass das Zelt blickdicht und geschlossen ist. Alle mir bekannten Vorfälle von Raubkatzen mit Zelten fanden mit offenen, bzw. nicht blickdichten Zelten statt. Vorfälle mit einem blickdichten Zelt sind mir nicht bekannt. Schon gar nicht, dass eine Raubkatze versucht hat, an den Inhalt eines blickdichten Zeltes zu gelangen.
Ganz anders verhält es sich dagegen mit Bären. Wenn man in der nordamerikanischen Wildnis zeltet, reicht es nicht aus, in einem geschlossenen Zelt zu sein. Bären gehen der Nase nach, weshalb der Inhalt des Zeltes auf keinen Fall lecker für den Bären riechen darf. Deshalb muss man dort alle Lebensmittel, Kochutensilien und Kosmetika in ein Food Cache auslagern.
Ich habe sowohl in Nordamerika, als auch in Afrika zahllose Nächte im Zelt verbracht und habe bei den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen auch keinerlei Bedenken, dies in Zukunft weiterhin zu tun.