Von Mosambik nach Namibia - volle Packung Afrika!

Reisebericht 79 Antworten · 18,8k Aufrufe · gestartet 06. Sept. 2018 von tiggi
4'382 Beiträge · seit 201522. Sept. 2018 · #41
Das ist ein echter Touripreis und entspricht fast unserem deutschen Preisniveau.
Hallo Biggi,
vor über 30 Jahren im damaligen Zaire/jetzt DRCongo nannten wir das "taxe muzungu" 😄
Lese Deinen RB mit großem Interesse!
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
956 Beiträge · seit 200923. Sept. 2018 · #42
Liebe Tiggi,

viiiiiiiieeeeeelen Dank für deinen Bericht bisher. Du hast mir an diesem Sonntagvormittag einen kompletten Afrika-Flashback verpasst 😘 Wir sind Im Dezember 2016 quasi die gleiche Mosambik-Runde, nur in umgekehrter Richtung, gefahren. Haben damals mit ein paar Tagen im Krüger gestartet, sind via Giroyondo rüber, haben im Limpopo auf der gleichen Campsite übernachtet, usw. Kann sehr viele von deinen Beobachtungen nachvollziehen und genau so bestätigen 🙂 🙂

Tolle Bilder, auch wenn es mir leid tut, dass ihr immer wieder Regen hattet.

Liebe Grüße, Tanja
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2018
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Sept. 2018 · #43
@ Hallo Tanja,
es freut mich, dass ich dir mit unseren Erlebnissen ein Deja vu-Erlebnis zaubern konnte 😘 😄 MOZ ist wirklich ein sehr ursprüngliches Land und steht eigentlich seit Jahren auf unserer Reiseliste, aber die Umstände machten es erst jetzt möglich. 🤪
Das Wetter konnten wir nicht ändern, aber das ist ein Grund, noch einmal das Land zu bereisen. Wir schmieden gerade Pläne für 2019 und wollen von Malawi durch den Nordteil von MOZ nach Simbabwe - mal sehen, ob es durchführbar ist?

@ Liebe CUF- Friederike , ich finde es sei diesen Menschen gegönnt, einen Touristenaufschlag zu nehmen. Viele Produkte sind dennoch für uns günstig und die Menschen können jeden "Meticial" gebrauchen. Als Reisender sollte man die Urpreise kennen und dann kann jeder selbst entscheiden, ob er etwas kaufen möchte oder den Preis auf ein Normalniveau herunter handelt. Das war schon vor 30 Jahren, wie du schreibst, so und wird auch in Zukunft bleiben. In den Augen der Einheimischen, speziell südlich des Äquator, gilt jeder Mzungu als reich.

Biggi 😉
Meine Reiseberichte
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Sept. 2018 · #44
An alle Mitreisenden,
nach dem Mosambikteil, werde ich nicht mehr so detailliert schreiben, viele Erlebnisse, Campsites oder Touren sind euch hinreichend bekannt. Im Folgenden haben wir das MOHOLOHOLO Rehabilitation Center besucht und unterhalb des Blyde River Canyon übernachtet, dann ging es nach Polokwane ins Bekane Malapa Museum und wenig später nach Botswana. Zu Botswana gibt es hinreichende Informationen im Forum, darum folgt nur ein Kurzteil.

Vom Krüger National Park zum Moholoholo Rehabilitation Center
Der Krüger NP hat uns wieder einmal nicht überzeugt. Wir waren einmal im April dort, die Jahreszeit war für uns sehr schön und nach den vielen Tiersichtungen in Tanzania, erwarten wir jetzt wohl zu viel.
Ein Leopard umschlich so dicht unser Auto, dass mit dem großen Objektiv nur Detailaufnahmen entstanden, die Cheetahs lagen zu weit entfernt, dass nur „Beweisfotos“ entstanden, die Hyäne schlief, aber Zebras waren sehr aktiv!!

Unser heutiges Ziel ist das Moholoholo Rehabilitation Center, welches sich vor den Toren des Orpen Gates am Krüger Rand befindet.

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Diese Einrichtung wurde 1991 gegründet, um verwaiste und verletzte Tiere zu retten. Einige Tiere werden wieder ausgewildert, andere dürfen ihren Lebensabend gut betreut hier verbringen. In einer Führung durch einen kleinen Teil des Geländes wird den Gästen gezeigt, wie die Tiere dort leben. Tiere, die wieder ausgewildert werden, werden den Gästen nicht präsentiert. Sie sollen keinen Kontakt zu Menschen haben. Eine Ausstellungshalle schildert recht anschaulich, welche Gefahren den Tieren drohen. Häufig sind es nicht nur Wilderer, sondern auch die Elektrozäune oder einfach das falsche Nahrungsangebot. Sehr häufig überschreiten die Löwen oder Leoparden die Parkgrenze und jagen dann die Rinder oder Ziegen der Bevölkerung. Ein Leopard ernährte sich drei Wochen lang von Hunden und Katzen in Phalaborwa. (s. u.)
Dieses RC liegt nur eine Stunde entfernt vom Orpen Gate. Wir wollen hier an einer Führung teilnehmen, die aber erst um 15.00 Uhr beginnt, also ist noch ausreichend Zeit, um im Campingplatz einzuchecken. Aber da ist noch ein Problem, wir benötigen Rand! Eine Stadt oder ein größeres Dorf mit ATM ist nicht in der Nähe, doch eine kleine Siedlung. Hier gibt es tatsächlich an einer Tankstelle einen kleinen Lebensmittelladen mit einem ATM und der funktioniert auch – hurra!
Die Eistruhe sieht von innen gut gefüllt aus und so lassen wir gleich wieder ein paar Rand im Laden, der auch zugleich Werkstatt ist. Die nähere Umgebung, d.h. eine Lodge und der 4 Km entfernte Campingplatz, werden ebenfalls durch das Reha Center betreut. Wir fahren zum Ya Mati Campground und checken dort ein. Der Platz ist leer, eine weitere CS ist mit einem Wohnwagen belegt, aber wir sehen keine Leute dort. So stehen wir alleine an einem Bachlauf.
Duschen und Toiletten machen einen sehr sauberen Eindruck, heißes Wasser ist vorhanden und die Campsites sind alle mit Strom, Braaiplatz und Wasserhahn ausgestattet.

Um 14.30 Uhr geht es zum Reha Center. Am Gate meldet man sich an, fährt zur Rezeption und bezahlt (155 R/pro Person), bis zum Beginn der Führung kann man sich das kleine Museum anschauen. Hier wird anschaulich die Geschichte des Reha Zentrums erklärt und einige Tierschicksale dargestellt.

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Die Führung beginnt mit einer Einführung ins Reha Center, die Arbeit wird erläutert sowie deren Ziele. Veranschaulicht wird der Vortrag mit Beispielen, teilweise grausamen Bildern. Aber das ist die Realität, Tiere fallen den Fallen und Schlingen zum Opfer. Oscar, der Guide berichtet von unterschiedlichen Schicksalen und wie mithilfe des Zentrums das Leben vieler Tiere gerettet wird.
Einige Tiere werden wieder erfolgreich ausgewildert. So erzählt er, dass vor einiger Zeit ein Leopard durch den Ort Phalaborwa schlich und drei Wochen lang die Katzen und Hunde fraß, ehe man auf ihn aufmerksam wurde. Während ein Anwohner im Wohnzimmer vor dem Fernseher saß, schlich der Leo in die Küche und hat den Beagle aufgefressen. Zufällig bemerkten Anwohner den Leoparden, weil ein anderer Nachbarhund Alarm schlug. Er wurde eingefangen und fast vier Monate lang von der Dorfnahrung entwöhnt. Dieser Leo musste lernen, sich nur von Wild zu ernähren. Nach 4 Monaten wurde er im Krüger NP in die Freiheit entlassen. Nicht alle Tiere können in die Wildnis entlassen werden, sind sie verletzt und können nicht mehr selber jagen oder sind sie zu alt, so werden sie im Reha Center versorgt. Zu diesen Tieren werden die Besucher geführt, Tiere, die wieder ausgewildert werden, werden den Besuchern nicht gezeigt. Darüber hinaus leistet das Moholoholo auch Aufklärungsarbeit in den Dörfern. Den Einheimischen wird erklärt, dass man einen Löwen nicht töten darf, wenn er Schafe oder ein Rind gerissen hat. (?) Das ist nur schwer nachvollziehbar, da die gesamte Existenz der Bürger von den Schafen oder Rindern abhängt. Sie haben nur wenig Verständnis für die Wildtiere, dennoch soll das Bewusstsein dafür geschärft werden. Im Falle eines Angriffs sollen sie das Reha Center verständigen. Gleiches gilt für Tiere, die in die Fallen von Wilderern gelangt sind.

Nach dem Vortrag wird unsere Gruppe aufgeteilt, Oscar und Moses übernehmen die Führung durch das Gelände. Cheetahs, Löwen, Hyänen, Leoparden, einen schwarzen Leoparden und einen Wildhund, Serval und Caracal sehen wir, aber auch Honigdachse und alle Geierarten, die im Krüger Park vorkommen leben hier. Häufig sind die Geier in dem Elektrozäunen hängen geblieben und haben Flügelverletzungen.

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Im Krüger NP leben 5 verschiedene Geierarten, die wir alle hier sehen konnten.
Vor den Zuschauern oder auch durch die Zuschauer werden die Tiere gefüttert.
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Manchen Vögel sieht man die Verletzungen noch an.

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Ein verletzter Flügel 😮 🙁 , das ist traurig, aber dennoch schön zu sehen, dass es diese Auffangstation gibt. In der Freiheit wären sie bestimmt einem Schakal zum Opfer gefallen. (oder soll er auch etwas zum Essen haben?) 😣
The circle of life!

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Ein wunderschöner ...

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Der Bateleur sollte nach Empfehlung des Guides gestreichelt werden. Er mag es gerne, wenn er am Kopf gekrault wird. Ich hatte dennoch Respekt vor dem Schnabel und habe es nicht gewagt. 😊
Insgesamt sind und bleiben es Wildtiere, da passt es nicht, sie zu streicheln!
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Der Gepard ist ebenfalls sehr zutraulich und wird an der Leine umhergeführt. 😠

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Der Dachs hatte es immer sehr eilig!
Für eine Fototour, bei der man das Objektiv wechseln oder gar Einstellungen am Fotoapparat vornehmen möchte, ist diese Führung nicht gedacht. Hier muss man dem Guide folgen, alles geht recht zügig.

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Ein schwarzer Leopard im Krüger Park, das habe ich vorher noch nicht gehört. 🤩 Es soll tatsächlich noch immer drei bis fünf von ihnen dort geben!
Wir werden zu den Löwen, dem Wildhund (es gibt nur einen hier), den Hyänen und Leoparden geführt und erfahren etwas zu ihrem Schicksal.

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Auch diverse Antilopenarten trifft man beim Rundgang.
Nach der Führung muss man das Gelände schnell verlassen, da diverse Elektrozäune hinter uns liegen, verschlossen werden und wieder scharf geschaltet. Im Museum und im angrenzenden Shop kann man jedoch noch verweilen. Im Reha Center selber leben und arbeiten Volontäre, auch aus Europa.
Wir fahren bald zur 4 Kilometer entfernten Campsite zurück. Diese Erlebnisse muss man erst einmal gut verdauen.

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Begegnungen auf dem Weg zur Campsite... und tolle Landschaft...

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Nach diesem sehr bewegenden und informativen Nachmittag sitzen wir in völliger Einsamkeit am Lagerfeuer, als plötzlich ein Bushbaby unsere Aufmerksamkeit erregt. Leider läuft es schnell über die Bäume und verschwindet in den hohen Zweigen.

Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2018
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201129. Sept. 2018 · #45
Vom Blyde River Canyon nach Polokwane zum Bekane Malape Museum
Wir sind wieder früh wach und verlassen gegen 8.00 Uhr den Platz. Umgeben von einem Bergpanorama, wollen wir noch zum Blyde River Canyon. Wir befinden uns am unteren Ende, unterhalb des Staudamms.

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Der Fluss hat auch einen Arm auf unserer Campsite.

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Vorbei am Sawadini Forever Resort, einem sehr gut belegten Campingplatz, fahren wir weiter zum Blyde River Canyon. Dieser Campground ist typisch südafrikanisch, die Fahrzeuge stehen in einer Reihe nebeneinander, da war es auf unserem Platz deutlich schöner.
Eine tolle Bergwelt umgibt uns, Kudus und Duiker leben im Busch oder grasen an der Straße, bald schon stehen wir vor einem Rangerposten und werden in eine Liste eingetragen. Von südafrikanischen Rentnern verlangt man 10 R/pro Person, ein bisschen flirten mit der Rangerin und so dürfen auch wir für 10 R passieren.

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Die Straße schlängelt sich in die Berge, links von uns erblicken wir die Staumauer und wenige Kilometer weiter erreichen wir einen Parkplatz mit Picknickwiese.

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Hier endet die Straße und es geht nur noch zu Fuß weiter. Ein kleines Visitor Center befindet sich hier, ist aber noch verschlossen, so dass nur der Blick durch die Scheiben möglich ist.

Mit uns zusammen kommt gerade eine Studentengruppe an, die albern und kaspern herum. Wir nehmen an, es handelt sich um Israelis, da einige Jugendliche eine Kipa tragen, es stellt sich aber später heraus, dass alle Studenten aus Großbritannien stammen.
Wir genießen den Blick auf den See und machen uns dann auf, zum Peninsula Trail.

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Dieser Wanderpfad führt hinunter ans Ufer und um den Stausee.

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Wie weit er gelaufen werden kann und ob er in den Canyon führt, ist nicht bezeichnet. Wir haben auch keine Wanderkarten bei uns. Da wir ohnehin nicht so weit wandern wollen, nehmen wir nur das kurze Stück zum Wasser hinunter. Die Jugendlichen machen es uns nach. Das Baden ist verboten, obwohl der See sauber und klar ist, es leben aber Hippos darin. Wir sehen zarte Antilopen, vermuten, dass es Oribis sind, sind uns aber nicht sicher.

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Verträumt am See sitzen! 😉 😘
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Der Rundblick lohnt in jedem Fall und die kurze Wanderung am Morgen ist entspannend.
Interessante Blumen und Gewächse schmücken den Weg.

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Danach gibt es einen leckeren Cappuccino, bevor wir uns auf den Weg nach Polokwane machen.
An der Staumauer halten wir noch für ein Foto.

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Durch große ausgedehnte Mango-, Papaya- und Orangenplantagen führt der Weg nach Westen. Ab Tzaneen wird die Strecke sehr bergig und landschaftlich sehr schön.

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Ausgedehnte Wälder und Seen befinden sich rechts und links der R 527. Kurz vor Polokwane ändert sich die Landschaft, plötzlich nimmt sie Wüstencharakter an. Granitsteine, Palmen und Sand durchziehen die Umgebung. Dörfer, die langgezogen sind und nicht enden wollen. Fast bis Polokwane ziehen sich kleine Hütten und Häuser. Polokwane selber ist keine schöne Stadt. Wir besuchen das Bekane Malape Museum.
Es ist keines der typischen Living Museen, trotzdem wird uns das Leben von früher gezeigt. 20 R/pro Person beträgt der Eintritt, dann bekommt man eine Führung durchs Dorf. Hübsche Häuser und eine interessante Kultur lohnen einen kurzen Stopp, Feuermachen und Körbeflechten ist genau wie bei den San. Die Bekane waren darüber hinaus auch noch Rinderzüchter und betrieben Ackerbau, nette Geschichten werden uns erzählt über die Lieblingsfrauen der Anführer eines Dorfes oder die Naturmedizin, wen das interessiert und wer sich gerade in der Umgebung aufhält, sollte einen Besuch nicht verpassen.

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Unterwegs mit unserem Guide, der ursprünglich aus Botswana stammt. 😗 😐

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In jedem Abschnitt wurden früher die Tiere zusammengetrieben, in einem Teil kamen die Rinder, in einem anderen die Ziegen zusammen.

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Die Ausbildung zum Jäger ist im Preis inkludiert! 😈

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Der Eingang und überhaupt die Häuser waren sehr niedrig gebaut, dieses diente zum einen der Temperaturregelung und zum anderen kamen die Feinde nicht so schnell ins Haus.

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Vor dem Dorf stehen die alten Brennöfen und ein "Schlitten"

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Wenn man die Living Museen aus Namibia kennt, dann erscheint diese Einrichtung eher ernüchternd und nicht so lebhaft. Es ist ein Museum. Wir bekamen das Feuer entzünden gezeigt, ich dürfte Körbe fechten..., aber nicht so lebendig wie in Namibia!

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Polokwane lag auf unserem Weg nach Botswana. Zum dortigen Game Reserve gehört ein Campingplatz, auf dem wir die Nacht verbracht haben, bevor wir nach Botswana ausgereist sind. Die Campsite war riesig, aber es handelte sich nur um einen lieblosen Platz am Stadtrand, der jetzt im Winter durch die Bauarbeiter der Nationalstraße genutzt wird. Sie nächtigen hier in den Chalets oder im Container.
In Botswana standen wir eine Nacht auf dem Khama Rhino Sanctuary und sind dann nach Kubu Island aufgebrochen.

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Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2018
8'684 Beiträge · seit 201029. Sept. 2018 · #46
Liebe Biggi,

ich weiß, du bist noch an der Arbeit.... 😉 .

Ich hab jetzt aber eben das Kapitel über das Moholoholo Rehabilitation Center gelesen. Bei solchen Unternehmen hab ich ja schon immer präventiv mein "Protest"-Schild hinterm Rücken in der Hand - aber das klingt dann doch alles sehr gut! Ich verfolge die Arbeit von Vulpro, das erinnert mich ein bisschen daran.

Dein Fragezeichenvogel ist ein African Harrier Hawk - den erträume ich mir immer noch in der freien Wildbahn! Hat dieses Jahr leider wieder nicht geklappt...

Ich werde euch auch auf eurer weiteren Reise begleiten - mir ist das egal, wo Ihr rumfahrt - Hauptsache schön 🙂 . Die Farben von den Bergen treffen schon mal meinen Geschmack 😘 .

Danke für's Berichten und liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2018
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201120. Okt. 2018 · #47
So, liebe Fomis, nach einer kurzen Auszeit auf Island 😉 🙂 soll es hier weitergehen.... Allerdings in kürzerer Form, als in Mosambik, denn viel Neues gibt es nicht. Vielleicht ein paar Infos zu den Grenzübergängen, was "jüngeren" Reisenden noch nicht bekannt ist oder sich häufiger ändert.

Botswana - Khama Rhino Sanctuary und Kubu Island

Die Ausreise aus SA geht sehr schnell, die Immigration nach Botswana auch, aber dann dauert es. Seit dem 10. April 18 wird das „Passenger cargo und road permit“ in Phase II einer Umstellung, an einem Schalter bearbeitet. Vor uns am Schalter stehen zwei LKW-Fahrer mit vielen Papieren und ganz offensichtlich treffen sie auf einen überforderten Beamten. Er benötigt eine halbe Stunde für den ersten Fahrer, dann geht er, holt sich einen Lolly (!) und eine Beamtin arbeitet weiter. Das Road Permit kostet 65 Pula und kann mit Kreditkarte bezahlt werden bzw. das mussten wir, weil weder in Rand, noch in irgendeiner anderen Währung gezahlt werden kann. Ich war mir sicher, dass wir an der Ngoma Bridge auch in Nam-Dollar schon zahlten. Jedenfalls hatten wir keine Pula bei uns.
Dann endlich ging es zum Zoll, ein kurzer Blick in den Kühlschrank und wir sind in Botswana. Es dürfen keine „Poultry-Produkte“ eingeführt werden, nach Gemüse fragte niemand.
Vor vier Jahren sind wir ebenfalls über diesen Grenzübergang gekommen, damals war die Straße nach Serowe eine nicht enden wollende Schlaglochpiste, dieses Jahr befand sich die Straße in einem sehr guten Zustand. Überhaupt sind wir sehr erstaunt, was in diesem Teil von Botswana gebaut wurde, neue Shoppingmalls und Krankenhäuser fallen uns auf.
In der Junction Mall in Palapye schauen wir uns um, neue ATMs, einen großen Spar und viele kleine Luxusgeschäfte wie Adidas, Ackermanns, Parfümerien oder ein Laden für Biokost sind eröffnet worden. Wir staunen, was sich in 4 Jahren verändert hat. Damals haben wir verzweifelt für unseren Sohn Nutella gesucht, jetzt gibt es das überall.
Ebenso fallen uns die vielen Privatfahrzeuge auf, viel mehr als in SA. Vom Mercedes bis zum Hyundai sieht man Familien auf der Straße, der Verkehr hat zugenommen.
Wir fahren weiter und versuchen zu begreifen, wie sich Botswana gegenüber den Nachbarstaaten weiterentwickelt. Welch ein Unterschied zu Mosambik!

Wir erreichen sehr schnell das Khama Rhino Sanctuary. Da wir vor vier Jahren schon einmal hier waren, wollen wir es nur als Zwischenübernachtung nutzen. Am Nachmittag folgt ein kleiner, aber erfolgreicher Game Drive. Gnus, Springböcke und natürlich Nashörner mit besonderen Hörnern... sind anzutreffen.
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Am nächsten Morgen geht es schnell weiter nach Kubu Island.
Auf der A14, dem Weg nach Lethakane, im Ort Mmatshume biegen wir ab nach Kubu Island.
Nach 2 Stunden erreichen wir Lethakane. Hier gibt es noch gute Versorgungseinrichtungen, Tankstelle und Supermarkt, Reifenhandel oder kleine Werkstätten. Wir fahren weiter und stehen bald in M. vor dem Kubu Office. Wir haben zwar eine Bestätigung der Campsite, aber noch nicht bezahlt. Das kann man hier erledigen oder im Camp. 479,20 Pula kostet die Übernachtung auf Kubu Island.
Wir folgen der Gravelroad durch M. in den Mopanebusch.
An einem Aussichtsturm stoppen wir, um einen Blick auf die Landschaft zu richten, dann wird die Pad steiniger und teilweise ganz schön tiefsandig. Mehrere Spuren führen parallel auf die Pan. Die Pan beginnt ungefähr auf halber Strecke, sie ist trocken und lässt sich gut befahren.

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Zwischendurch gelangt man an einen Veterinärkontrollposten. Ein Mann kommt und öffnet das Tor, ich fotografiere das und er verlangt tatsächlich Geld für das Foto. Ich erkläre ihm, dass ich nicht an ihm, sondern nur am Tor interessiert bin und zeige ihm, dass ich das Bild lösche und fotografiere nur das Tor. Das werde ich nicht unterstützen, es endet irgendwann in Bettelei.

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Kubu Island ist schnell erreicht. Wir machen von den großen Baobabs ein paar Fotos und suchen uns eine Campsite, No. 3 erscheint uns geeignet. Als wir gerade die Stühle auspacken, kommt schon eine Campbetreuerin und erklärt, dass dieser Platz belegt ist. Wir können nichts sehen, sie erzählt, dass es der größte Platz ist und eine Gruppe erwartet wird. Die Gruppe muss hier unterkommen. Sie empfiehlt uns CS 6. Wir folgen ihr dorthin, CS 6 liegt ganz am Ende. Gerade als wir aber dort eintreffen, bauen schon Einheimische ein Zelt auf. Die Angestellte bittet die Leute, das Zelt umzustellen, aus dem Busch müssen sie noch ihre Eierschalen sammeln (!) und dann verlassen sie den Platz. Jetzt haben wir ihn für uns. Später kommt noch einmal eine Dame und entschuldigt sich, meint aber, dieser Platz sei viel schöner, als die CS 3. Dann erscheint noch einmal die erste Betreuerin, um die Feuerstelle zu reinigen und entfernt die Asche.

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Ein entspannter Nachmittag erwartet uns mit Lesen, Vögel beobachten und Pancakes backen, zum Sonnenuntergang klettere ich auf die Steine und ja, dann ist Ruhe.
Aber nicht lange. Die Gruppe mit südafrikanischen Studenten ist angekommen. Zuerst beginnt ein wildes Hin- und Herfahren, mal auf die Pan, mal zurück und den Abend über wird Musik gemacht. Partystimmung ist auf Kubu Island. 🤩
Ein Schakal umschleicht uns, sonst passiert hier nichts. Wie denn auch, bei der Musik! 😈
Am nächsten Morgen:
Den Sonennaufgang haben wir verschlafen, das Licht ist schon fortgeschritten, als wir aufstehen.
Nach dem Frühstück besucht uns eine neue Campattendent, wir sollen uns ins Buch eintragen, sie überprüft die Quittung und entschuldigt sich für den Lärm. Sie meint, dass die Angestellten 3x bei der Gruppe waren und um Ruhe baten. Es ist mit jungen Leuten hoffnungslos. 😵 Die Angestellten verlassen in der Dunkelheit das Gebiet um die Campsites, da für sie außerhalb ein neues Haus gebaut wurde. Das alte Haus ist dem Verfall preisgegeben, dort halten sie sich nur tagsüber auf. Die Angestellten leben drei Wochen hier draußen, dann wechselt die Schicht, und es gibt Urlaub für sie.
Heute Morgen umkreisen wir Kubu Island, d.h. wir fahren auf die Pan hinaus und betrachten die Fels- und Baobabansammlung aus einer anderen Perspektive. Viele Fotomotive ergeben sich, leider schon bei vollem Sonnenlicht, dafür fast wolkenfrei.
Hinter uns, an einer Freifläche, parkt ein Hubschrauber. Wir haben ihn schon während unseres Frühstücks vom Platz aus beobachtet. Von den Leuten dort erfahren wir, dass sie Plätze für Kameras suchen und diese hier installieren, sogenannte Jigcams. Ich bin mir nicht sicher, ob das richtig geschrieben ist und welche Bedeutung sie haben, erfuhren wir auch nicht weiter. Wir können uns nur erklären, dass sie damit Tierbewegungen oder Landveränderungen erforschen wollen. Was kann man hier sonst sehen?
Irgendwann verlassen wir die „Insel“ und nehmen den Weg zurück, den wir gekommen sind, denn unser Ziel ist das Tiaan`s Camp in Khumaga.

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Kleine Kunstwerke im Sand oder (unten) im Baum!

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Demnächst geht es weiter...
Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2018
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201124. Okt. 2018 · #48
Von dem Party-Island Kubu zur nächsten Party-Meile: Tiaan`s Camp 😐 😈
Nach gut einer Stunde sind wir aus der Pan, die Diamantenstadt/Mine Orapa dürfen wir immer noch nicht durchfahren, also müssen wir einen Umweg außen herum fahren.
Plötzlich kommt ein starker Sandsturm auf.
Eigentlich wollten wir noch eine Rast einlegen, doch es ist kaum möglich aus dem Auto zu steigen. Stellenweise sehen wir gar nichts mehr.
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(Handyaufnahme)
In Mopipi und Rakops suchen wir nach einem Supermarkt, finden aber nur einen kleinen Laden in Rakops mit Orangen, Maize Flovour und Öl, die letzten Brötchen hat gerade jemand vor uns gekauft.
Hier gibt es noch eine Bar, die heute geöffnet hat.
Das Tiaan`s camp erreichen wir recht früh, den Nachmittag verbringen wir mit Schönheits- und Wäschepflege. Manfred versucht das Auto von dem dicken MOZ-Lehm zu befreien, dabei verrenkt er sich den Rücken und muss sich nun schonen. Auf einer Campsite gegenüber befinden sich mindestens 8 Zelte mit Einheimischen. Es sind Presidents Day (4 Tage Off – freie Tage) in Botswana. Diese Zeit nutzen auch die Einheimischen, sofern sie es sich leisten können, um ein paar Tage auszuspannen. Zu diesem Ritual gehört auch eine große Menge Alkohol, Musik und heiße Diskussionen. Gegen 16.00 Uhr startet die Truppe zu einem Gamedrive und kommt auch erst spät zurück. Es ist Ruhe eingekehrt.
Der Grund: Heute gibt es wieder ein WM Fußballspiel; Kroatien gegen Frankreich. Das wollen die Leute gerne sehen, in Tiaan`s Bar steht auch ein Fernseher, aber es wird nicht gerne gesehen, wenn die Leute ihre eigenen Getränke und Essen mitbringen, so flüchten sie ins Dorf. Wir genießen das Fußballspiel bei Gin Tonic und in netter Gesellschaft mit Matze und Frau (den Deckers) aus Leipzig. Die beiden sind mit ihrem Expeditionsfahrzeug 8 Monate in Afrika unterwegs.

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Während des Spiels kommen immer mehr Gäste, die meisten aus Südafrika und wollen hier campen, doch es ist alles ausgebucht und sie werden zur Rakops River Lodge verwiesen. Inzwischen ist es dunkel und die enttäuschten Gesichter müssen weiterziehen.
Manche versuchen zu verhandeln, doch noch in irgendeiner Lücke zu stehen, es wird ihnen aber klar gemacht, dass die Duschen und Toiletten nicht für so viele Menschen ausgelegt sind.
Eine deutsche Reisegruppe ist auch noch eingetrudelt, sie übernachten in den Chalets.
Zum Abendessen gibt es im Restaurant Tomatensuppe, Beef-Gulasch mit Bohnen, Reis und Süßkatrtoffeln, zum Nachtisch wird Joghurt mit Nüssen gereicht. Es schmeckt alles gut, aber ist nicht der absolute Gourmettipp. Heike aus Deutschland hat bis April das Camp mit Tiaan geführt und auch in der Küche für Leckereien gesorgt. Nun lebt sie wieder Deutschland, wir haben noch ihre Ideen kennengelernt. Die Gründe für ihren Rückzug wurden uns auch gesagt, doch ich denke, es steckt noch mehr dahinter 😗
Jetzt managed Sabine das Camp mit Tiaan, ein bisschen erinnert es uns an den Einzug von Lou ins Senyati Camp.
Die Nacht wird bis 3.30 Uhr im Morgen immer wieder durch das Lachen, die Musik und das Diskutieren der Botswanaer unterbrochen und endet für uns recht spät. Partystimmung, auch hier!

Den nächsten Vormittag verbringen wir im Makgadikgadi Pan NP

Der Boteti führt so wenig Wasser, dass die Fähre nicht in Betrieb genommen werde , aber um durchs Wasser mit dem Auto zu fahren ist es wiederum zu tief. Einige Gäste haben das wohl gemacht, blieben dann aber stecken und mussten herausgezogen werden. So erzählte man uns. Also müssen wir die Fähre nutzen, die als Brücke in der Mitte des Flusses liegt. Man fährt hinauf und an der anderen Seite wieder hinunter. Es klingt unverständlich, ist aber die einzige Möglichkeit von Khumaga aus in den Makgadikgadipan zu gelangen.

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Die Fähre ist ein teures Abenteuer, sie kostet 150 PU für den Hin- und 150 PU für den Rückweg!!!! Wir schlucken zweimal, aber laut Sabine und Tiaan ist das der offizielle Preis. An der Fähre erzählt uns der Fährmann, dass sein Boss, der Eigentümer der Fähre in der letzten Nacht in SA verstorben ist. Nun sei er der stolze Besitzer. Der ursprüngliche Eigentümer war schon alt und ein Freund von Tiaan. Er erzählt, dass er schon lange krank war. Der Fährmann erschien sehr erfreut über den Tod, offensichtlich haben sich die beiden schon vorher über den Verbleib oder das Erbe der Fähre geeinigt.

Im Park folgen wir den Spuren am Boteti entlang. Viele Zebras und Gnus weiden hier, Kudus, Nilpferde, Mangusten und Impalas gesellen sich dazu. Uns wird kein spannendes Programm geboten.
Damit der Bericht nicht so trocken ist, hier ein paar Fotos zur Auflockerung:

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...und jetzt bitte alle hübsch herschauen! 🤩

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Ganz schön frech, der Kleine -streckt die Zunge heraus! 🤪 😄

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Mama Kudu war alleine mit Kind unterwegs. Das frische Grün scheint aber gut zu schmecken!

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Den Nachmittag verbringen wir wieder im Tiaan`s Camp. Heute hat der Tiaan die Botswanaer zurechtgewiesen, einige sind abgereist, es ist nur noch eine kleine Gruppe von 8 Leuten übrig, die sich auch ganz ordentlich benehmen.

Am nächsten Tag geht es zügig in Richtung KTP

Aufstehen um 5.00 Uhr! Wir haben eine Strecke von 700 Km vor uns, laut Navi sind wir den ganzen Tag unterwegs. Trotzdem wird erst gefrühstückt, abgewaschen und um 6.13 Uhr öffnen wir das Tor. Wir verlassen Khumaga, als die Sonne gerade emporsteigt und können über die B 300 schnell fahren. Die Strecke nach Maun (A3) aus Richtung Nata kommend, entpuppt sich als absolute Pothole-Cross-over- Line oder so ähnlich. Wir quetschen uns um jedes Loch, mal links herum, mal rechst herum. Nach 1,5 Stunden haben wir aber die neue Shoppingmall erreicht, er ist noch vor 8.00 Uhr, wir warten bis der Spar öffnet, die Tankstelle hat bereits geöffnet und unser Auto bekommt etwas gegen den Durst. Vor dem Bottleshop lesen wir folgendes: „Closed on public holidays“. Nur gut, dass wir noch Savanna und Gin bei uns haben.
Beim Metzger in Riley`s Garage (Deli Meat) bekommen wie noch Wildfleisch. Er hat heute geöffnet, obwohl noch „President`s Day“ sind. Dann verlassen wir Maun und fahren über die A3 zur A2 bis Kang. Drei Veterinärkontrollen erwarten uns noch, die Schuhe müssen 2x in die leckere Suppe getaucht werden, unser Fleisch ist nicht im Kühlschrank und so können wir auf recht guter Straße zügig fahren.
2,5 Stunden benötigen wir bis Ghanzi, hier tanken wir nach, dann folgen noch 44 Km auf der A3 bis zum Abzweiger nach Süden auf den Transkhalahari Highway. Kurz vor Kang findet eine Verkehrskontrolle statt. Die Polizei überprüft den Führerschein, das Fahrzeug und vor allem das Licht. Unsere Lampe haben wir immer noch nicht getauscht, es fällt aber anscheinend nicht auf und so dürfen wir weiterfahren. Auf der A2 herrscht kaum Verkehr, hin und wieder begegnet uns ein LKW, sonst sind wir mit ein paar Rindern, Steenböcken und Straußen allein.
Gegen 13.30 Uhr biegen wir zum Khalahari Rest Camp ein. Außer unserer Campsite (Jackel) ist nur eine weitere belegt, allerdings viele Chalets. Wir haben einen herrlich ruhigen Nachmittag in der Sonne, ...
ein zahmes Gnu besucht uns,...

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..und etwas flattert dort...

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der Campboy heißt früh den Donkey an und unser Feuer brennt auch bereits bei Einbruch der Dunkelheit. Wir nutzen noch einmal das WLAN, dazu gehe ich zur Rezeption bzw. zum Restaurant, nur in der Umgebung funktioniert das Netz.

... und morgen wird es endlich wieder spannend...

Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2018
5'479 Beiträge · seit 200925. Okt. 2018 · #49
Hallo Biggi,

bist Du Dir sicher mit dem Fährtarif? Das wäre ja eine Preiserhöhung von 100% gegenüber den bisherigen 180Pula.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
4'382 Beiträge · seit 201525. Okt. 2018 · #50
Topobär am Heute 09:48
bist Du Dir sicher mit dem Fährtarif? Das wäre ja eine Preiserhöhung von 100% gegenüber den bisherigen 180Pula.

Alles Gute
Thomas
...wir haben 2017 noch 150 Pula bezahlt.
Grüßle von der auf die Fortsetzung wartende Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'624 Beiträge · seit 201525. Okt. 2018 · #51
Hallo Biggi
einfach mal so zwischendurch ein herzliches Dankeschön fürs Weiterschreiben.
Liebe Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201125. Okt. 2018 · #52
Hallo Topobär und CUF,
ich habe noch einmal einen Blick in meine Aufzeichnung geworfen: 150 Pula /pro Strecke sind korrekt 😊 , habe aus der Erinnerung geschrieben und war der Meinung, dass es 300 PU waren. Werde den Fehler gleich im Bericht korrigieren!

Danke dafür!

Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201109. Nov. 2018 · #53
Liebe Fomis,
eigentlich mag ich es gar nicht, wenn sich ein Reisebericht so in die Länge zieht, aber irgendwie fehlt die Zeit, um weiter zu schreiben.
Heute soll es aber endlich in den KTP gehen, danach folgt die Reise nur noch im Schnelldurchlauf...

Auf zum Kaa Gate
Die Nacht war mit 4 Grad wieder sehr kalt, hinzu kommt eine Feuchtigkeit in diesem Gebiet. Wir schlafen für unsere Verhältnisse lange bis 7.30 Uhr und frühstücken erst im Sonnenlicht. Den Platz verlassen wir gegen 9.00 Uhr. Es sind noch 20 KM bis Kang, dann biegen wir auf die TAR nach Hukuntsi ab (102 Km). Auch diese Strecke ist sehr einsam, nur ein Minibus begegnet uns.
In Kang fiel uns schon ein Shoperite auf, aber in Hukuntsi staunen wir nicht schlecht, als wir vor einer neuen Shoppingmall stehen. Eine Puma Tankstelle ist ebenfalls sehr neu, im Bottleshop ergänzen wir unsere Vorräte, im Sefalana Supermarkt erhalte ich endlich Küchentücher, die ich schon in ganz Botswana und Polokwane gesucht habe.

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Das Dorf ist klein, es gibt aber auch ein Primary Hospital, welches von außen ebenfalls einen neuen Eindruck macht. Die Menschen sind alle ganz aufgeschlossen, ob an der Tankstelle oder auf dem Parkplatz, grüßt man uns und fragt, ob wir etwas benötigen. Sie wirken auch auffallend gut gekleidet bzw. ausgestattet auf uns, eine ältere Dame durchsucht den Müll und wirkt schlecht gekleidet, aber alle anderen Leute sehen gut aus.
Aus dem Ort hinaus führt eine neue TAR, am kleinen Airstrip entlang und in Richtung KTP. Hier endet sie allerdings bald und wird zu einer guten breiten Gravelroad mit vielen Rindern und Schafen.

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Kurz vor dem Ort Zutshwa steht dann folgender Hinweis: …..

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Hübscher kleiner Ort!
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Für die Transitstrecke zum Kaa Gate soll man 50 Pula/pro Auto zahlen. Wir sind ein bisschen erstaunt, über diese Info. Im Ort treffen wir auf eine weitere Hinweistafel mit einem Self-Service am Beginn eines Tracks. Das Geld soll in einem Umschlag hinterlegt werden. Ich lese noch und suche die Umschläge, als von weiter her ein junger Mann angelaufen kommt. Nigel (so hat er sich vorgestellt) erklärt, dass er das Geld einsammelt. Im Moment sind alle Umschläge ausgegangen. Sollen wir ihm glauben?
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Wir reichen ihm das Geld, 50 Pula sind ja nicht zu viel. In Ermangelung einer Quittung, schreibt er uns auf einem Kassenbon einen Beleg aus. Während wir den Reifendruck herunterlassen, erklärt er, dass nur sehr selten ein Auto hier durchfährt. Wir erfahren, dass er in Kang die Secondary School beendet hat und jetzt in sein Dorf zurückgekehrt ist. Er sucht noch Arbeit. Wir geben ihm noch eine Banane, weil er um etwas zum Essen bittet. Sehr höflich bedankt er sich und wünscht uns eine sichere Tour.
Die Strecke besteht nur aus einer tiefsandigen Spur, Gegenverkehr wäre ein ernstes Problem, aber solche Gedanken müssen wir uns gar nicht machen. Auf den nächsten 72 Km fuhr zuletzt vor 6 Tagen ein Fahrzeug. Der Track wechselt von Tiefsand zu einer Strecke über Salzpfannen und wieder in den Tiefsand. Hier sollte man nicht liegenbleiben. Bis zum Gate erblicken wir Tsessebes, Springböcke, Oryxe und Steenböckchen. Alle Tiere sind sehr scheu. Außer besonders viel und toller Natur trifft man nichts weiter. Das gefällt uns sehr gut.

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Nach 1.45 Stunde erreichen wir das Kaa Gate. Es ist gerade 14.00 Uhr, eine Zeit, zu der die Officer lieber ihre Mittagsruhe einhalten, anstatt sich mit Touristen abzugeben.
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Ich gehe ins Office, es ist leer, aber schon bald kommt ein Officer. Er wirkt tatsächlich müde.
Ich muss mich ins Gatebook eintragen, es gab den letzten Eintrag vor 6 Tagen! Der Beamte möchte unsere Reservierungen für den KTP sehen, schaut nur drauf und alles ist gut. Ich mache ihm klar, dass wir diese Nacht hier übernachten wollen. Es gibt zwei Stellplätze, ca. 300m vom Gate entfernt.
Die Nacht kostet 104 Pula, ich habe das Geld nicht passend und der Officer natürlich kein Wechselgeld. Also bitte ihn um Feuerholz und wollte noch etwas dazu zahlen. Holz gibt es hier aber keines, er meint, wir sollen hinausfahren und selber etwas sammeln. Also drehen wir und sammeln Holz, fahren dann zur Campsite.
Dort angekommen lassen wir das Holz polternd zu Boden fallen und richten uns ein. Wir sehen Löwenspuren, ich schaue mich um, kann aber nichts Verdächtiges oder Bedrohliches erkennen.

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Entspannt setzen wir uns mit einem Cappuccino und etwas zum Essen. Herrlich ist es hier in der Wildnis. Wir lesen und genießen den Nachmittag. Später schaut der Gateofficer noch einmal mit einem Wagen vorbei und erkundigt sich, ob alles in Ordnung sei. Er erwähnt noch einmal, dass gestern Löwen in dieser Umgebung waren. Ich nehmen meine Kamera, setze mich auf einen Sandhügel in der Nähe des Ablutionblocks und warte auf Vögel. Der Wasserhahn tropft und hin und wieder lassen sich dort Vögel zum Trinken nieder. Ich sitze vor einem Busch und ca. 3m weiter ist wieder ein Busch und links und rechts davon hohes Gras und weitere Büsche. Beim Fotografieren von Vögeln bin ich nicht sonderlich erfolgreich. Irgendwann gehe ich zurück zum Auto.
Gegen 17.00 Uhr kommt der Sundowner heraus und wir bereiten unser Abendessen. Eintopf im Poitje: Butternutkürbis, Möhren, Blumenkohl, Kudufleisch…. Manfred steht über dem Topf und dünstet die Zwiebeln, ich will gerade das Fleisch hinzugeben, als ich aus dem Augenwinkel heraus eine Bewegung wahrnehme. Plötzlich ist dort, wo ich gerade noch am Busch saß, vielleicht ca. 2-3m entfernt, ein kleiner hellbrauner Felsen zu sehen und der Felsen hat einen Kopf und schaut in unsere Richtung… verschlafen ist noch der Blick. Ich greife zu meiner Kamera, gaaaanz langsam und klick, klick. Ich habe das Löwengesicht im Kasten.

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Das linke Auge ist noch nicht ganz geöffnet, die Löwin ist wohl genauso erstaunt, wie wir. 🤩
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Jetzt ist der Blick klar!
Jetzt erhebt er/sie sich, wir stehen direkt neben unserem Auto, Manfred hat noch den Kochlöffel in der Hand, 1,5 m vor uns brutzelt das Fleisch. Wir stehen wie erstarrt und warten. Das Tier erhebt sich und zieht langsam nach links weg, wir beobachten ihn, dann zieht es nach rechts weg und wir sehen ihn nicht mehr. Wir schauen jetzt aber genau, nicht, dass wir einen weiteren Löwen übersehen, aber es scheint kein weiteres Tier in der Nähe zu sein, nur ein Schakal.
Eine Stunde später ist unser Menü fertig, wir sitzen am Tisch und wollen mit dem Dinner beginnen, als plötzlich die Löwin vor unserem Auto steht. Oh, Mist! Was nun? Wir bleiben stillsitzen, bewegen uns nicht. Ich komme nicht an die Kamera, sie liegt auf dem Betontisch. Abwarten, ganz still und leise. Die Löwin geht langsam zur Dusche, sie scheint sich nicht für uns zu interessieren. Ich greife zur Kamera, die Löwin umschleicht die Dusche. Es ist schon ziemlich dunkel, ich habe nur die kleine Kamera, aber Beweisfotos werden es noch.

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Wir sind wie erstarrt und schauen uns immer wieder um. Die Löwin scheint sich dann aber wirklich zu entfernen. Wir bewegen uns nicht mehr vom Auto weg, essen schnell auf, gehen nicht mehr zum Wasserhahn oder zur Dusche.Die Autotüren sind als Fluchtweg nicht verschlossen. Hyänen keckern um uns, gruselig! Es müssen mehrere sein, eine größere Gruppe. Schakale umschleichen unser Essen. Wir trauen uns nicht mehr, mit den Stühlen ans Feuer zu rücken und verkriechen uns bald ins Auto.

Der nächste Tag (19.7.18)
Die Nacht war ruhig. Ich schaue langsam und vorsichtig aus dem Auto, schaue auch unter das Auto. Gehe ich bis zur Toilette oder doch eher hinter den Baum? Ich bin unsicher, es scheint aber keine Gefahr zu drohen. Kein Löwe ist zu sehen, aber gestern sahen wir den schlafenden Löwen auch nicht.
7.00 Uhr, wir frühstücken, die Sonne steigt langsam auf. Ein herrlicher Morgen. Ich schaue mich immer noch um, nicht dass wieder ein Löwe in der Nähe verweilt … und dann, plötzlich, es ist unglaublich, erblicke ich einen männlichen Löwen. Er ist aber noch weit entfernt, zwischen Büschen, auf einer kleinen Pan. Weit entfernt! Ich kann kaum noch ruhig frühstücken, blicke immer wieder in die Richtung und plötzlich ist er ganz nah. So schnell, damit habe ich nicht gerechnet. Manfred schaut sich auch um und meint plötzlich „ …und da links gehen zwei Weibchen. Sie kommen in unsere Richtung.“ Sie umkreisen uns.
Jetzt reicht es aber, wir packen unsere Sachen vorsichtig ein, den Blick immer in die Richtung des Löwen. Zum Glück ist der Platz selber frei von Büschen, sie sind alle so 5-10 m entfernt vom Auto. Für Löwen ist das kein Problem, doch wir sind froh, etwas Abstand zu haben. Die Stühle und der Tisch sind zusammengeklappt, da brüllt der Löwe, ohrenbetäubend laut, direkt in den Büschen hinter uns. Wir sehen ihn nicht, da wir genau in die aufgehende Sonne blicken und geblendet sind. So ein Frühstück hatten wir uns nicht vorgestellt.
Irgendwie haben die Raubkatzen aber wohl doch kein Interesse an uns und schleichen sich davon. Auch für uns wird es jetzt Zeit das Abenteuer zu beenden, so viel Action wollten wir doch nicht. Später erfahren wir, dass Löwen lange nicht so aggressiv sind, wie ihnen nachgesagt wird.
Der Tag beginnt aber schon einmal sehr spannend. Jetzt müssen wir die lange Tiefsandpiste bis ins Nossob Valley (83 KM) auf uns nehmen. Auch hier gibt es nur einen Track, landschaftlich ist die Strecke eine Wonne. Hügelig, mal geht es über eine Pan, mal wühlen wir uns durch den Sand. Elandherden, Oryxe, Steenböcke und Springböcke zeigen sich immer wieder oder kreuzen unseren Weg.

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2,20 Stunden benötigen wir für die Pad, dann biegen wir auf die Mainroad nach Nossob ab. Am Ljer Dam gibt es eine Pause, wir teilen unseren Snack mit vielen Webervögeln, die die Krümel aufsammeln. Jungvögel sind dabei und flattern wie wild mit den Flügeln, sie können schon fliegen, lassen sich aber von den Eltern füttern. So ein verwöhntes Völkchen!
In Nossob checken wir für das Bitterpan Wilderness Camp ein. Nossob war ausgebucht, so blieb nur eine Nacht in Bitterpan übrig. Unsere Parkfees werden von unserem Sanparkkonto abgebucht, ein Angestellter überprüft den Reifendruck, jetzt endlich öffnet er für uns das private Tor zum Bitterpan Trail. Von Nossob folgt man dem Tiefsandtrail über 54 Km durch ein wunderschönes Dünental. Tiere sehen wir in diesem Wellental kaum, aber landschaftlich gefällt es uns ausgezeichnet.

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Nach 1.10 Stunde stehen wir in Bitterpan vor dem Camp. Der Attendent weist uns ein, wir beziehen unsere Unit. Es ist die letzte ganz außen, so haben wir nur einen Nachbarn. Zu jeder Unit gehört eine eigene Dusche und Toilette, mit sauberen Handtüchern und ein eigener Kühlschrank in der Gemeinschaftsküche. Es ist für uns das erste Mal, dass wir in einem Wilderness Camp übernachten.
Nun findet der übliche Ablauf statt: Einräumen, Sundownergetränke heraus, und genießen, genießen und genießen. Die Sonne steht vor einem Wasserloch, allerdings ohne Tiere.
Später wird der Grill angeheizt, ein kleiner „Garten“ gehört uns auch, die Kudusteaks essen wir in der gut ausgestatteten Küche. Ich bereite einen Salat mit Tomaten, Fetakäse usw. vor. An der langen Tafel essen auch zwei Paare aus SA. Gemeinsam schmeckt es allen gut, ein sehr netter Abend mit interessanten Gesprächen endet ziemlich spät.
In der Unit neben uns übernachten zwei Männer, die nur ihr Grillgut mit viel Bier im „Gärtchen“ verspeisen, nachts höre ich ihr Geschnarche.
Besondere Tiersichtungen haben wir nicht. Das Wasserloch ist auch zu weit entfernt. Es lohnt hier wirklich nur die tolle Landschaft.

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Es endet wieder ein sehr schöner Tag!

Fazit zu Bitterpan: Der Tierwelt scheint es hier nicht zu gefallen, auch uns gefällt es in Nossob besser.

Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2018
487 Beiträge · seit 201209. Nov. 2018 · #54
🙂, ein nicht ganz untypischer Abend und Morgen am Kaa-Gate.
Grüße

P.S.: Die Fees für die Region haben wir vor drei - vier Jahren auch bezahlt.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
1'523 Beiträge · seit 201109. Nov. 2018 · #55
Guten Abend Biggi,

ein schöner Bericht mit Löwenbesuch............fantastisch...........die Zahlungen für KD2 sind in

Ordnung und korrekt.....Ihr wurdet nicht geneppt.... 🙂 🙂 🙂

lg......BMW
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2018
1'835 Beiträge · seit 201510. Nov. 2018 · #56
Es ist ha unglaublich wie nahe euch Raubkatzen wieder besuchen. Ihr hattet doch schon nächtlichen Nesuch von Löwen in Seronera, nicht? Tolles Abentuer und spannende Beschreibung.
Im 2014 führen wir in umgekehrter Richtung von Nossob nach Kang, mussten aber keine Wegsteuer bezahlen. Es gab keine so Tafeln mit Vorschriften.
Auch uns hat es in Bitterpan am Wenigsten gut gefallen. Die Chalet und Toiletten sind ja sehr ringhörig und das Wasserloch ist sehr weit entfernt, wie du schreibst. Bei uns war es nicht mal am Abend beleuchtet. Die Landschaft mit den Aprikosenfarbugen Dünen ist aber toll.
Danke für deinen kurzweiligen Bericht.
LG von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #57
@ Katrin; Mit Löwen hatten wir schon viele spektakuläre Situationen. Oftmals fahren wir tagelang umher, sehen keine Katzen und dann begegnen sie uns an außergewöhnlichen Plätzen. 🤩 Ebenso ergeht es uns mit Leoparden, auch hier gab es viele nicht ungefährliche Situationen, z.B. im Matopo NP in Simbabwe, damals saß ein Leo hinter unserem Auto auf einem Felsen und wir sahen ihn erst sehr spät, waren aber gerade im Zelt!
In Bitterpan kommen hin und wieder Löwen zum Ranger-/Wadenhäuschen. Für uns war es nur eine (teure) Notübernachtung, da alles andere ausgebucht war. Jedoch hat die nette Gesellschaft am Abend alles wieder ausgeglichen. 😘 😉 😛

@ BMW; Ich habe mir schon gedacht, dass die Gebühr für die Fahrt zum Kaa Gate gerechtfertigt und in Ordnung ist und wäre es nicht so, dann wäre der Betrag nicht erwähnenswert.

@BerndW schrieb: "ein nicht ganz untypischer Morgen..." , das ist wohl wahr, entweder zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder Zufall!
Aber für meinen Geschmack etwas zu viel Nervenkitzel, obwohl wir immer wieder das Abenteuer suchen.

Lieben Dank für eure netten Kommentare und den "Drückern".

Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #58
IM KTP, im Nossobtal


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Der Morgen ist frisch, aber zum Glück sitzen wir in der Küche zum Frühstück. Gegen 8.00 Uhr holen wir vom Campattandent unseren „Laufzettel“ ab und verlassen Bitterpan in Richtung Twee Revieren.

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Wir fahren in Richtung Morevat, das sind 18 Km Track durch den Tiefsand, dann trifft man auf die Hauptroute nach Mata Mata oder ins Nossob Tal. Wir entscheiden uns für den längeren Weg nach TR und fahren durchs Nossob Tal. Im Dünental sehen wir zahme Steenböckchen ... (putzig anzuschauen!)

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und Tsessebe, ...

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Strauße mit Küken und Oryxe, sowie Springböcke und Gnus liegen um die Wasserlöcher und ruhen sich aus.
Ein Wasserloch wird von einer Oryx verteidigt, das Tier lässt die jungen Strauße nicht ans Wasser und verjagt sie immer wieder. Mit der Kamera habe ich mal die Strauße, mal die Oryx im Fokus.
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Er zeigt sich von seiner besten Seite und tanzt für uns! 🤪

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Diese Oryx war ein bisschen auf "Kampf" gepolt und vertrieb die jungen Strauße immer wieder vom Wasser.

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Die Geschwister hielten aber gut zusammen.

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Naja, der Schlauere gibt eben nach ... und so zogen sie der Reihe nach ab. 😘

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Die Oryx kleckerte weiter vor sich hin!

Viele Tiere suchten bereits ein Schattenplätzchen auf, auch wir halten auf dem Picknickplatz Melkvlei, bevor wir nach TR durchfahren.

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Lunchpause und Schrauben nachziehen! 😈
Doch fast hätten wir TR gar nicht erreicht. Vor uns fährt ein Südafrikaner, ebenfalls in Richtung Twee Revieren. Unerwartet und ohne einen Blinker zu setzen, zieht er nach rechts zu einem Baum mit einem herabhängenden Webervogelnest und steht quer auf der Fahrspur. In dem Moment wollten wir ihn überholen. Er hat keinen Blinker gesetzt, wir vermuten, dass die Frau schrie:“ Halt, stopp, ich will den Baum fotografieren.“ So eine Situation kommt uns bekannt vor, nur wir schauen vorher in den Rückspiegel. Es ging ja gerade noch einmal gut, aber ein Schreck ist es alle Mal.
In Twee Revieren steuern wir die Immigration an, denn seit zwei Tagen befinden wir uns in SA ohne Einreisestempel. Wir bummeln zuerst zur Immigration von Botswana, um den Ausreisestempel zu erhalten und bräuchten jetzt keinen weiteren Einreisestempel. Wir wollen über Mata Mata ausreisen. Allerdings befinden wir uns gebietstechnisch in Südafrika. Die Frau in Botswana meint auch noch, wir müssten jetzt zum Schalter gegenüber, also den Stempel für die Einreise nach SA abholen. Den Stempel haben wir nun im Pass, jetzt folgt noch die Registrierung des Autos bei der Polizei, dann geht es noch einen Schalter weiter und wir checken für die Campsite in Twee Revieren ein. Dort stellt man fest, dass wir ja nach Mata Mata weiterreisen wollen und von dort nach Namibia. Zufällig hört das der Polizist und damit ist unser Einreisestempel nicht notwendig. Im Gegenteil wir brauchen wieder einen Ausreisestempel! So ein Durcheinander! Wir reisen also gerade wieder aus SA aus, bleiben aber noch zwei Tage im KTP. Wer versteht das schon? Nun sind wir wieder in staatenlosem Gebiet oder wir staatenlos oder so ähnlich, jedenfalls sind wir im KTP unterwegs und besitzen nur einen Ausreisestempel aus Botswana, aber keinen Einreisestempel. 😈 😈 😈
Auf der Campsite suchen wir einen Platz, der etwas abgelegen ist und von einem Busch verdeckt wird. Eine Braaivorrichtung ist vorhanden, aber kein Strom. Der Platz liegt aber nicht so im Gewühl der anderen Camper. Einige Vögel besuchen uns..., auch die frechen Hörnchen schauen vorbei und vergnügen sich an den Reste der Vormieter..

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Manche Vögel erscheinen gleich paarweise

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Wieder einmal benötigen wir Zeit zum Entfernen des Staubes und zum Frisieren der Haare. Ja tatsächlich, auch die sind mal dran! Im „Bügelzimmer“ gibt es eine Steckdose mit einem Spiegel, ideal für den Einsatz des Haarcurlers.
Im kleinen Shop kaufen wir noch ein paar überteuerte Kleinigkeiten und ein Eis. Gegen 16.00 Uhr zieht es uns wieder hinaus in die Wildnis. Eine große Herde Springböcke ist auf einer Wanderung, Gnus ruhen auf der freien Fläche vor einem Wasserloch und ein paar Elands beäugen die Gegend.

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Wir fahren 4 Km in den Leeuwdrill Trail, bis zum ersten Wasserloch, sehen eine tolle Landschaft, aber nichts Besonderes. Die Strecke ist permitpflichtig.

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Hier ist glücklich, wer einen langen Hals hat! 🤩
Dann folgen wir noch ein Stück der Gravelroad in Richtung Mata Mata, drehen aber bald um, auch hier sind nur einzelne Oryxe zu sehen.
Ein wenig spannender wird es am nächsten Morgen.

Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201110. Nov. 2018 · #59
Quer durchs Auob-Tal bis Mata Mata
Ohne Frühstück geht es früh los, aber nicht ohne den Laufpass (Permit) abzuholen. Drei Minuten vor 7.30 Uhr sind wir durch das Gate gefahren. Die Öffnungszeiten sind im Winter immer sehr kurz.
Noch sind wir alleine unterwegs und folgen der Gravelroad in Richtung Rooiputs, als plötzlich zwei Geparden auf einer Düne auftauchen.

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Im frühen Morgenlicht leuchten sie mit ihrem gepunkteten Fell besonders hübsch. Wir beobachten und warten ab. Sie sind auf der Jagd, ganz langsam kommen sie näher.

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Zwei schöne Tiere und ganz ohne Verkehrsstau, nur für uns, hurra! Sie kreuzen unseren Weg und verschwinden dann in die andere Richtung. Wunderschöne Tiere!

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Wo sich Geparden aufhalten, sind keine Löwen zu finden, haben wir gelernt. Somit können wir entspannt weiterfahren und verlassen alsbald das Nossob Tal. Über die Dünen Road South gelangen wir an Kieliekrankie vorbei auf die Nord-Südverbindung TR – Mata Mata.

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In Auchterlonie stellen wir uns an einen der zahlreichen Picknicktische und genießen ein gutes Frühstück. Es ist etwas windig oben auf der Düne, aber das Auto wird so geparkt, dass wir im Windschatten sitzen können. Nach 4 Grad um 7.00 Uhr erscheinen uns nun die 12 Grad fast schon warm.
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In zwischen hat auch die arabische Welt den KTP entdeckt...

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Wir hören von einem Südafrikaner, dass ein Martial Eagle ein Nest ganz in der Nähe haben soll, also versuchen wir das zu finden und stehen einige Zeit an der Street, um den Vogel zu beobachten.

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Offensichtlich wartet eines der Elternteile auf den Partner, der sich auf Futtersuche befindet, das Junge schaut neugierig über den Rand! 🙂 😄
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Dann fliegt auch dieser Elternteil davon, erscheint aber wenig später mit einem weiteren Zweig im Schnabel.

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Später drehen wir, um in Richtung Mata Mata zu fahren. Bei Urikarus sitzt eine Eule, eine Verraux`s Eagle Owl, im Baum,...

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... ein paar Loops werden noch bis Mata Mata gefahren und gegen 14.00 Uhr stehen wir am Gate. Irgendwie hat man immer das Gefühl, wenn man zu spät ins Camp einfährt, findet man kaum noch eine Campsite, trotz einer Reservierung. So ist es auch tatsächlich hier, der Platz ist schon gut belegt. Es gibt nur noch drei freie Stellplätze, die allerdings auch bald belegt werden. Einige Autos kreisen und suchen noch ein Plätzchen. Wir hatten Glück und haben einen der letzten „guten“ Plätze gefunden. Wir stellen fest, dass einige Leute die Grenzen einer Stellfläche gerne überschreiten, quer parken oder neben dem Trailer und Geländewagen, einfach noch Flächen blockieren.
Mit unseren Nachbarn wird noch ein Pläuschchen gehalten, der eine kommt auf uns zu, begrüßt uns wie alte Freunde und erzählt gleich von seinem Besuch in Deutschland, der andere fragt, ob und wie wir mit dem Bushcamper und der Ausstattung zu frieden sind. Er hat auch einen eigenen Bushcamper, aber nach eigenen Vorstellung zusammengebaut.
Nach einer Pause wollen wir noch einmal los. Einige Loops, an der Hauptpiste oder sogenannte Detours bieten sich an, zu befahren. Ich denke noch so, ich hätte gerne ein paar Löffelhunde gesehen. Es dauert auch nicht lange und mein Wunsch wird erfüllt. Auf einer größeren Savannenfläche springt, lustig anzuschauen, eine Familie hinter Insekten her. Leider sind sie nicht so nah am Auto, aber wir haben Gelegenheit, sie längere Zeit bei der Suche nach einem Abendmahl zu beobachten. Die Löffelhunde sind putzig!

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Die Hunde sind so süüüüß anzuschauen, es fällt mir wirklich schwer, nicht alle Fotos hochzuladen. Ach, eigentlich wollte ich insgesamt nicht so viel hochladen, aber wenn man erst einmal die Fotos durchstöbert, stellt man fest, wie schön die Natur in Afrika ist und man taucht völlig in die Erinnerungen ein - wie ein Kurzurlaub 🤪 🤩 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
Im Auobtal leben viele Giraffen und junge Schakale, aber auch ein Leopard bewohnt einen Baum am Craig Lockhart Waterhole und zu guter Letzt können wir noch einen Perlkauz am Hide auf der Campsite sehen, allerdings bin ich ohne Kamera unterwegs und es ist auch bereits zu dunkel.
Obwohl die Artenvielfalt im KTP nicht so groß ist, wie in Botswana, wird uns dieses Jahr viel Interessantes geboten. Am nächsten Morgen geht es weiter...
Biggi
Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2018
Themenstarter1'558 Beiträge · seit 201111. Nov. 2018 · #60
Und noch ein Tag im KTP...
22.7.18
Pünktlich um 7.30 Uhr nehmen wir unseren Laufzettel/Permit in Empfang und stehen um 7.30 Uhr zur Gateöffnung davor. Wieder biegen wir von der Hauptroute ab und nehmen einige Loops unter die Räder und siehe da, es lohnt sich.
Auf einer Düne erblicke ich eine Löwin, die sich offensichtlich in der Sonne wärmt.

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Es dauert nicht lange und sie erhebt sich, um weiter zu gehen.

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Wir folgen mit dem Auto, verlassen den Loop und treffen dann an der Mainroad auch schon auf parkende Fahrzeuge. Hier sehen wir eine zweite Löwin im Schatten liegen. Diese beiden gehören zusammen. Eine nette Begrüßung findet statt, ein bisschen kuscheln und kraulen, dann ein kleines Schläfchen, unser Kinoprogramm.

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Die Umgebung wird beobachtet... 😏
Auch ich blicke in die Landschaft, als die Löwinnen eine Pause einlegen (sogenannte Werbepause) und nehme eine Bewegung an der dahinter liegenden Düne weit entfernt wahr. Durch das Fernglas erkenne ich einen Löwen.

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(Suchbild)
Die Gruppe scheint doch etwas größer zu sein, obwohl sie sich weit voneinander entfernt aufhalten. Das ist aber nichts Ungewöhnliches. Der Löwe kauert sich unter die Büsche und dann sieht man ihn nicht mehr.

Die beiden Damen spielen und balgen ein bisschen miteinander, dann erhebt sich die eine Dame und kommt langsam in unsere Richtung, ...

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die zweite Löwin steht auf und folgt ....

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Stretchübungen oder Beine richten... 😈

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sie überquert die Pad und verschwindet im Gebüsch der Düne, die zweite Dame folgt ihr langsam und verschwindet auch. Vom Löwen ist nichts zu sehen, wir warten noch einen Augenblick, dann folgt auch er den Damen. Irgendwie habe ich das Gefühl, noch eine weitere Bewegung im Gebüsch gesehen zu haben. Es passiert aber nichts mehr.

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Erst zu Hause, nach Durchsicht der Fotos, erkenne ich einen weiteren Löwen. Dieser blieb aber in seinem Versteck.
Der Löwe folgt seinen Frauen und überquert die Pad. Leider habe ich keine gute Position zum Fotografieren finden können, da doch einige Autos vor oder neben uns standen und ich durch die Scheibe fotografieren musste.

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Der stolze Mann scheint eine Wunde zu haben, vielleicht hat er sich mit dem anderen Löwen einen Kampf geliefert?

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Bevor er die Straße überquert schaut er brav nach rechts und links... 🤩 , verschwindet dann aber im Gras

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Nach diesem super Kinoprogramm fahren wir langsam nach Süden weiter. Die üblichen Tiere, Gnus, Oryxe, Giraffen usw. sind natürlich noch zu sehen.

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Unterwegs liegt auf einem Baum eine Wildcat, leider schlief sie tief und fest und rührte sich nicht. 😐 🙁
Auf der Kampua Picnic Site gibt es eine Pause bei Cappuccino und Keksen und Kleingetier..

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Dieser Skink hat die Sonne zum Wärmen genutzt.
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Schautafel erklären die Geschichte der Umgebung.

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Es ist interessant zu sehen, wie geordnet die Gnus abziehen. Da könnten wir Menschen einiges lernen!

Zu guter Letzt sind uns noch ein paar sehr schöne Vögel begegnet...Habichte, Sekretäre. Trappen oder Falken.

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und was er von uns hält, zeigt er deutlich.... 😈

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Leider sehr weit entfernt, aber man erkennt, was er im Schnabel hat.

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Wir verlassen dieses Mal den KTP mit (eigentlich) vielen, vielen schönen Sichtungen. Er ist nicht so artenreich, wie der Etosha oder die NP in Botswana, aber bis auf einige Nachttiere hatten wir ein gutes Programm.
Am nächsten Tag geht es für uns spannend weiter, dann sind wir bereits in Namibia.

Biggi
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zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018