ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200823. Okt. 2018 · #101
@picco: wir haben es gut überstanden! 😄
@Biggi: ich wünsche dir schon viel Spass in Malawi. Viele asiatische Touristen haben wir im Land nicht getroffen ausser ein paar chinesische Expats...
Fortsetzung
Unterwegs erblicken wir leider nicht sehr viele Tiere. Wir kämpfen auch die grösste Zeit mit den Tsé Tsé Fliegen.... 😗 Ab und zu begegnen wir Impalas.
Die Elis sieht man praktisch überall im Park. Die grösste Population Malawis lebt hier.
Ein ewiges hin und Her.
Für Birders ist dieser Park auf jeden Fall geeignet. Wir gucken eine Weile dieser Gabelracke zu.
Danach fahren wir praktisch bis zum Chinguni Gate. Da treffen wir auch einen Tracker von African Parks.
Als Afrikan Parks in 2015 das Management von Liwonde NP in Zusammenarbeit mit dem Department of National Parks und Wildlife übernahm, war der Park voller Drahtschlingen übersät. Menschen wilderten wie verrückt. Es war gesetzlos und voller Herausforderung. African Parks begann sofort mit dem Bau eines elektrischen Zauns, um die Wildtiere im Park und illegale Aktivitäten draussen zu halten. Seit 2015 wurden so 36000 Schlingen beseitigt und die Wilderei wurde deutlich reduziert und ist nun unter Kontrolle. Geparde wurden im Jahr 2017 wieder eingeführt und brachten die Art nach 100 Jahren wieder in den Park. 10 Löwen wurden anfangs 2018 aus der Majete Wildlife Reserve und Südafrika wieder eingeführt. Der Tracker ist Engländer. Er erklärt uns dass er die Geparden verfolgt um ihre Lebensanpassung regelmässig zu prüfen. Nach den Löwen wird auch öfters getrackt. Die Infos werden leider den Parklodges nicht weiter geleitet. African Parks möchte das die Raubkatzen in Ruhe gelassen werden. Auf dem Weg zur Lodge zurück fliegt noch ein Fisheagle über uns.
Wir erreichen sie um 13 Uhr. Da fangen auch die Tsé Tsé Fliegenstiche richtig zu jucken.... 😣 Das Mittagessen wird gleich serviert. Es gibt Tuna Pie mit Reis und Salat. Als Nachspeise frischer Fruchsalat. Miam miam. Ein Erdhörnchen erhofft sich neben uns eine kleine Gabe.
Anschliessend trinken wir einen Kaffee im Hauptgebäude. Von da aus sehen wir Affen
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200824. Okt. 2018 · #102
Fortsetzung
Gegen 16 Uhr geht die Bootsfahrt auf dem Shire River los. Das italienische Ehepaar und ein Englisches begleiten uns. Wie schon erwähnt bietet dieser Park ein Paradies für Birders. John, der Engländer, ist ausser dem Häuschen. Mit seiner grossen Canon knipst er überall herum. Wir erblicken wieder einige Malachit Kingfisher
sowie egrets
und Grey Kingfisher.
Die Crocs zeigen sich heute auch von ihrer besten Seite.
Es ist immer ein Ereignis ihnen zuzuschauen.
Hippos bekommen wir auch öfters vor die Linse.
Es ist einfach spitze vom Boot aus diese ganze Vielfalt an Tieren zu bewundern. Grey Heron
sowie verschiedene Entenarten gehören auch noch dazu.
Zum Sundowner gibt es den üblichen Malawi Gin Tonic. Hier schmeckt er doppelt so gut!
Ich würde am liebsten die Zeit anhalten.
Gegen 18.30 kehren wir zur Lodge zurück. Nach dem Duschen begeben wir uns zum Restaurant. Zum Abendessen bekommen wir: Tomatensalat, Hähnchen à la marocaine mit Couscous und Gemüse. Als Nachspeise einen lauwarmen Apfelkuchen. Miam miam.
Morgen früh machen wir noch einmal eine Bootsfahrt und dann geht es weiter Richtung Zomba Plateau.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200825. Okt. 2018 · #103
13.08.2018
Als wir heute morgen um 07.30 im Restaurant frühstücken wollen bemerken wir dass keine Tische gedeckt sind. Das italienische und englische Ehepaar kommen 5 Minuten nach uns nach. Gleich darauf folgt Chifongo. Er meint wir sollten schon einmal zum toten Hippo rüber fahren. Vielleicht hat es Hyenas in der Gegend. Und schon nehmen wir im Wagen Platz. Wir fahren aber die Gegenrichtung. Chifongo schmunzelt die ganze Zeit. 10 Minuten später verstehen wir auch wieso. Heute erwartet uns ein Bush Breakfast!
Das ganze Personal steht für uns bereit.
Eine nette Ueberraschung und ein tolles Ambiente. Gleich danach kehren wir zur Lodge zurück und laufen zum Boot. Unweit zwitschern einige Bee-eaters.
Ein Eli hat gerade seinen Durst gelöscht.
Auf einem Baum erblicken wir eine Kormoran Kolonie.
Später treffen wir eine Eli Herde.
Der Engländer ist "with the Angels". Mit seiner Canon Kamera springt er hin und her.
Hammerköpfe sind immer tolle Fotomotive
aber mein Lieblingsvogel bleibt der Fish Eagle.
Ein Nimmersatt läuft uns auch noch über den Weg.
Zum Abschied dürfen wir noch einige Hippos bewundern.
Den Kleinen finden wir echt süss.
Um 11 Uhr ist auch schon die Bootsfahrt zu Ende. Wir bezahlen unsere Extras (Getränke) und Chifongo bringt uns wieder rüber zum Parkplatz.
FAZIT MVUU LODGE
- sehr schöne Lage - gemütliche Zelte - viele Tiersichtungen vom Hauptgebäude aus - sehr gute Küche - tolle Bootsfahrten - Game Drives momentan noch nicht optimal. In 2 Jahren sollte es aber soweit sein laut Béatrice......African Parks bemüht sich sehr. - Die Lodge finde ich aber zu teuer. Zum Glück hatten wir einen Upgrade. Die Getränke könnten echt inkl. sein.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200826. Okt. 2018 · #104
Fortsetzung
Die Fahrt nach Zomba führt uns durch abwechslungsreiche Landschaften.
Eindrucksvoll taucht in der Ferne das Zomba Plateau auf. Es ragt über 2000m. In Zomba biegen wir rechts ein Richtung Ku Chawe. Die asphaltierte Strasse windet sich nun stetig bergauf. Händler am Weg verkaufen Erdbeeren, eine Spezialität, die es in dieser Höhenlage fast das ganze Jahr hindurch gibt. Wir fahren am malerischen Mulunguzi Stausee (besuchen wir morgen) entlang und dann ist es nicht mehr weit bis zum Sunbird Ku Chawe Hotel. Der erste Eindruck ist nicht gerade der Beste!
Die Anlage ist riesig und bietet Räume für Konferenzen an.
Der Empfang an der Rezeption ist aber sehr herzig.
Auf der Aussenterrasse essen wir zuerst eine Kleinigkeit.
Die Aussicht von da oben ist einfach grandios.
Danach bekommen wir die Schlüssel zu unserem Zimmer 119. Es liegt im Erdgeschoss und verfügt über 2 Betten
Das Badezimmer könnte aber einen Face Lifting gebrauchen. Es ist aber sauber.
Draussen gibt es eine Terrasse mit 2 Liegestühle
mit Blick auf den tollen Garten und Hauptgebäude.
Den Rest des Nachmittags laufen wir im Pinienwald herum. Es duftet angenehm. Man fühlt sich so echt in Urlaub.
Gegen 19.30 begeben wir uns zum Restaurant.
Ein Buffet zu 13'000 Kwachas wird heute Abend angeboten. Es sagt uns aber nicht zu. Wir bestellen à la Carte. Die Preise sind ganz OK sowie die Küche. Ein Glas Wein kostet 1700 Kwachas.
Preis pro Nacht für das Zimmer in B&B: 157 US$ Da kann man nicht meckern. Ist es Wert!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200828. Okt. 2018 · #105
14.08.2018
In der Nacht lag die Aussentemperatur nur noch bei 5 Grad. Zum Glück kann man im Zimmer die Klimaanlage auf Heizung umstellen. Das Frühstücksbuffet heute morgen ist echt lecker. Ich konzentriere mich auf die Erdbeeren! Ein Genuss.
Die Aussicht vom Restaurant bleibt immer ein Happening.
Bald wird das Hotel auch ein Schwimmbad anbieten können. Es wird hart daran gearbeitet.
Gegen 10 Uhr verlassen wir das Hotel Richtung Mulunguzi Dam.
10 Minuten später sehen wir schon den Stausee.
Wir halten am ersten Parkplatz an. Ich muss immer über diese besondere Schilder schmunzeln.
Wir laufen zum Ufer
und es kommen uns 2 Damen entgegen. Wir unterhalten uns eine Weile mit Ihnen. Zum Schluss wollen sie ein Foto von uns haben.
Anschliessend fahren wir zur Dammeinfahrt.
Da gibt es eine Schranke und es wird 200 Kwachas pro Nase für den Eintritt verlangt.
Der Mulunguzi Staudamm wurde im Jahr 2000 eröffnet. Er dient als Wasserreservoir für die Stadt Zomba.
Wir laufen schon einmal rüber.
Da beginnen auch die Wanderwege. Uebrigens, die Gegend kann man hier echt auf eigene Faust erkunden. In Hotels werden immer Guides empfohlen. Die braucht man aber nicht!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200829. Okt. 2018 · #106
Fortsetzung
Es ist echt angenehm hier in der Gegend herumzulaufen.
Die Natur duftet gut
und die Wanderwege sind einfach.
Von oben sieht alles anders aus.
Wir kommen auch noch an diese Baumschule vorbei. In Malawi gibt es viele davon.
Langsam geht es wieder zum Wagen zurück.
Nächster Stop: Plateau Stables.
Es liegt nur einige hundert Meter entfernt. Am Nachmittag möchte ich gerne reiten. www.plateaustables.com Leider finden wir nur einen Stallbursche. Er erklärt uns dass die Pferde ausserhalb weiden. Heute gibt es keine Möglichkeit zu reiten da keine Anfragen.... Bei diesen Preisen kann ich mir schon vorstellen dass es sich die Leute zweimal überlegen...... Langsam wird es Zeit ein Mittagessen einzunehmen. Wir beschliessen runter nach Zomba zu fahren.
Vor der Hauptstrasse, halten wir am Casa Rossa an.
Wurde uns von Expats empfohlen. Wir nehmen auf der Terrasse Platz.
Es gibt auch einen Innenraum.
Die Karte sieht vielversprechend aus. www.casarossamw.com
Das Essen wird uns aber nicht vom Hocker hauen. Die Preise finden wir auch stolz für Malawiverhältnisse! Wir sind die Einzigen hier..... Anschliessend besuchen wir die Stadt. Zomba war bis 1974 die Hauptstadt Malawis. Wir fangen mit dem Markt an. Das Ambiente gefällt mir da auf Anhieb. Wir gucken uns das Fischangebot an.
Das Gemüse sieht lecker aus!
Man läuft durch kleine Gassen.
Die Schneider verwenden noch unsere alte Singer Nähmaschinen!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200830. Okt. 2018 · #107
Fortsetzung
Hier würde ich aber nicht mein Fleisch kaufen!
Diesen Markt kann ich aber jedem Besucher empfehlen.
Zweiter Stop in der Stadt: das Hotel Masongola.
Es ist eines der ältesten Kolonialgebäude in der Stadt.
Die Aussenanlage sieht gepflegt aus.
Leider wurde im Gebäude selber nicht viel Geld investiert.......
Zimmer und Restaurant sind renovierungsbedürftig. Hinter dem Hotel kann man direkt zum Botanical Garden laufen.
Er ist der älteste in Malawi. Er wurde 1891 von Alexander Whyte gegründet. Viel zu sehen gibt es leider nicht....
Gegenüber liegt das Gericht, auch ein Gebäude aus der Kolonialzeit.
In Zomba kann man auch nicht das King's African Riffles Memorial verpassen.
Es liegt 2 Kilometer südlich von Zomba auf der Blantyre Strasse. Am Eingang dieses Friedhofs befindet sich das Zomba Memorial.
Ein ernüchternder Einblick in die Beiträge der britischen Kolonien zu den globalen Bemühungen des Imperiums..... Die Namen von hunderten malawischer Soldaten, die im ersten Weltkrieg getötet wurden, sind in die um das Denkmal herum platzierten Tafeln eingraviert.
Unsere Zomba Tour endet im Heritage Café. www.africanheritage.mw/lusolathu.html
Da trinken wir einen frischausgepressten Mandarinensaft. Lecker!
Gegen 16.30 kehren wir ins Hotel zurück. Auf dem Weg dahin gibt es immer etwas zu beobachten.
Am Abend essen wir wieder im Hotel. Das Filetsteak finden wir zart, ein echter Genuss!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200831. Okt. 2018 · #108
15.08.2018
Nach dem Frühstück nehmen wir vom Sunbird Ku Chawe Abschied.
FAZIT SUNBIRD KU CHAWE: - einmalige Lage, ein Traum - wir haben uns sehr wohl gefühlt - sehr nettes Personal - die Zimmer sind aber renovierungsbedürftig - schnelles Wifi - sehr gutes Frühstücksbuffet - Küche OK - Preis/leistung stimmt
Wir wollten am Anfang die Strasse via Phalombe nehmen um Mulanje zu erreichen. An der Rezeption hat man uns aber davon abgeraten. Die Pad sei in einem üblen Zustand. Die M4 können wir auch nicht fahren denn vor 2 Tagen hat eine Brücke gewackelt und sie ist immer noch in maintenance. Wir müssen also den Umweg via Thyolo machen. In Limbe brauchen wir einen Augenblick bis wir sicher sind die richtige Strasse erwischt zu haben. Viel Verkehr gibt es da nicht.
Oefters trifft man Minibusse die Probleme haben....
Die Landschaft verwandelt sich sehr schnell in grün. Wir passieren jetzt Theplantagen.
Ich muss auch immer staunen was die Einheimische so auf ihre Fahrräder laden.
Wir kommen an mehrere Dörfer vorbei. Da ist immer etwas los.
Man verliert auch ein wenig Zeit denn die Strasse ist da meistens blokiert.
Endlich erreichen wir Mulanje. Die Landschaft ist einfach grandios.
Wir begeben uns gleich zu unserer Unterkunft: die Kara O Mula Country Lodge. Sie liegt in einer unberührten Gegend am Fusse des herrlichen Mulanje Berges. Die Hauptstruktur ist ein renoviertes Kolonialgebäude von 1905. Wir bekommen Zimmer Chiperoni 7.
Es ist schon klein....
Das Badezimmer ist mehr als renovierungsbedürftig.
Dieses Hotel hätte soviel Potential, einfach zum Heulen. Die Aussicht von da oben finden wir genial.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200801. Nov. 2018 · #109
Fortsetzung
Das Hotel besitzt auch eine Bar. Sie wirkt aber nicht sehr gemütlich.
Am Pool wird zur Zeit eine Lapa dazugebaut.
Es gibt leider keine Liegestühle um es sich bequem zu machen.
Langsam werden wir auch hungrig. Wir entscheiden uns in die Stadt zu fahren. Mulanje, circa 18'000 Einwohner, lebt vom Teeanbau und Verarbeitung. Weite Flächen des Gebirgsstocks unter den steilwänden des Mulanje-Massivs dienen ausschliesslich dieses Produkts. In der Stadt halten wir vor dem Mulanje Pepper Pizza an.
Im ersten Stock findet man auch das Tourist Office wo man sich einen Guide für's Trekken organisieren kann.
Vor dem Restaurant verläuft das alltägliche Leben.
Man kann entweder im Innenraum
oder auf der Terrasse essen. Die Spezialität: echte Pizzas! Der Pizzaofen ist klasse.
Mensch sind die Pizzas lecker! Sie kosten 5600 Kwachas pro Stück. Der Teig ist dünn und so knusprig....... 😄
Es ist eine Zeit her dass wir so gute Pizzas in einem Restaurant gegessen haben. Dazu noch in Malawi! T.I.A 😛
Danach marschieren wir ein bisschen um die Gegend.
Es lohnt sich.
Da es nur 16 Kilometer bis nach Mosambik sind, gibt es hier auf der Hauptstrasse mehrere Polizeikontrollen. Danach fahren wir zur Lodge zurück
und lesen ein wenig auf der Veranda. Einige Expats verbringen ihre Ferien hier im Hotel. Den Sonnenuntergang geniessen wir mit einem Malawi Gin Tonic.
Das Abendessen wird uns nicht vom Hocker hauen. Alles fade, ohne Geschmack....... 😣
Diejenigen die auf Wifi angewiesen sind, können sich bei der Rezeption einen Voucher (500 megabites) zu 2000 Kwachas kaufen. Sehr schnelle Verbindung.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200803. Nov. 2018 · #110
16.08.2018
Das Frühstück heute morgen schmeckt auch nicht besonders. Fast hätten wir den Kaffee mit dem Tee verwechselt!
FAZIT KARA O MULA COUNTRY LODGE - sehr schöne Lage - hat viel Potential, wirkt aber "run down" - zu kleine Zimmer - renovierungsbedürftige Badezimmer - Küche miserabel - Preis/Leistung comme ci comme ça....
An der Rezeption erfahren wir dass die Brücke auf der M4 inzwischen wieder passierbar ist. Wir brauchen also nicht mehr über Thyolo zu fahren. Gegen 8 Uhr verlassen wir Mulanje. Wir halten noch einmal bei einer Teeplantage an.
Die grüne Farbe sticht so schön, ein Geschenk für die Augen.
Auf der M4 ist nicht viel los. Hier die reparierte Brücke.
2 Stunden später erreichen wir Blantyre mit seinen Staus. Wir brauchen eine Weile bis wir die M1 Richtung Chikwawa finden. Am Anfang geht es berghoch.
Dann wieder alles bergab. Es gibt auch wieder mehrere Polizeikontrollen. Hier eine Landkarte von der Gegend.
Ab Chikwawa führt eine Gravel Road bis zum Parkeingang,
Gegenüber vom Parkeingang, findet man die Einfahrt zu unserer nächsten Unterkunft: die N'Gona Lodge. Sie liegt unweit vom Dorf Maganga. Der Barkeeper ist zur gleichen Zeit der Rezeptionnist.
Ein nettes Schwimmbad überragt den Shire River.
Wir bekommen Chalet 1. Es besteht aus 2 Betten und ein Sofabett.
Es ist geräumig und zweckmässig eingerichtet.
Das Badezimmer bietet viel Platz an.
Vor dem Chalet kann man sich die Seele bäumeln lassen.
Wir essen schon einmal eine Kleinigkeit und packen dann unsere Sachen aus. Später geniessen wir den Pool.
Die Campsites befinden sich unter dem Poolbereich.
Rehema546 Beiträge · seit 201804. Nov. 2018 · #111
Hallo Annick, jetzt muss ich mir doch überlegen, wieviel ich weiterlese - seit dem Zomba Plateau (wo wir hin und wieder in Zomba lebende Freunde besucht und wo sich das Wandern mit ihnen fast irgendwie "alltäglich normal" anfühlte, auch wenn es das natürlich nicht war) bist Du nun in Orte vorgedrungen, die starke Gefühle bei mir auslösen.... Wie ein Stück verlorene Heimat..... Der Pool in der Ngona Lodge war zwar kein "Alltag", aber auch ein Ort, den wir hin und wieder nach einem Tagesausflug in den Majete aufgesucht haben, bevor wir zum Abend hin wieder nach Hause nach Blantyre gefahren sind. Ich bin gespannt, wie es Euch im Majete ergehen und gefallen wird, und werde deshalb wohl doch nicht ganz passen können 😉 Lieber Gruß, Antje
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200805. Nov. 2018 · #112
@Antje: da muss ich aber staunen. Ich dachte Malawi wäre endgültig hinter dir. Schön dass du weiter dabei bist! 🙂
Fortsetzung
Um 15 Uhr nehmen wir ein deutsches Ehepaar bis zum Majete Parkeingang mit. Sie haben, wie wir, einen Game Drive mit Ranger reserviert. Majete hat sich innerhalb von 15 Jahren zu einem produktiven und blühenden Paradies für Afrikas berühmteste Tierwelt gewandelt. Jahrzehnte der Gesetzlosigkeit und Wilderei hatten die Tierwelt des Reservats in den 1990er Jahren vollständig ausgerottet. Dies änderte sich als African Parks das Management im Jahr 2003 übernahm. Sie begannen sofort den Park durch eine Reihe von Wiedereinführungen von Arten wiederzubeleben. Heute blühlt Majete so sehr, dass die Tierwelt dazu bewegt wird andere Parks und private Reservate im Land zu besiedeln. Mehr als 2500 Tiere wurden wieder eingeführt, darunter Nashorn, Elis, Löwe, Leopard, Antilopen, Büffel. Die Aufstockung des Parks hat dazu geführt, dass Majete zu einem Big Five Reservat und Malawis wichtigstem Wildlife Reiseziel wurde.
Eintritt für den Park: 20 US$ pro Person Game Drive (2 Stunden): 25 US$ pro Nase
Am Parkeingang findet man ein kleines Restaurant, ein Museum und Shop.
Touris können sich auch im Parkpool erfrischen.
Hier eine kleine Karte vom Park.
Wir sind 9 Touris und die Fahrt kann losgehen. Leider scheint unser Guide nicht sehr gesprächig zu sein. Man hört nur:
Here you have Nyalas
here Impalas
here a Waterbuck
Er erzählt absolut nichts über die Tiere und düst wie ein Gestörter durch den Park. Endlich bremst er vor einem Kudu und die Leute können ein Bild schiessen.
Erst heute wird mir richtig bewusst dass sich die Kuduweibchen nicht immer leicht von den Nyalaweibchen unterscheiden lassen.
Der Park ist gut beschildert. Wir fahren jetzt den Shire River entlang.
Immer wieder begegnen wir Nyalas.
Baboons laufen uns auch öfters über den Weg.
Dieses Hippo sorgt für grosse Begeisterung bei den einheimischen Touris.
Rehema546 Beiträge · seit 201805. Nov. 2018 · #113
@Antje: da muss ich aber staunen. Ich dachte Malawi wäre endgültig hinter dir....
Liebe Annick, dann muss ich hier etwas richtig stellen, denn es scheint, dass meine Negativ-Äußerungen über Malawi nicht recht "einsortiert" wurden:
Nichts aus meinem Leben wird "endgültig hinter mir liegen". Es wird immer Teil von mir bleiben. Alles andere wäre Leugnung von Tatsachen. Unsere gut 3 Jahre Malawi waren eine sehr intensive und wertvolle Zeit - mit vielen Hochs und vielen Tiefs. Hochs v.a. was unsere Familie angeht. Tiefs v.a. was die Erfahrungen mit und die (begrenzten) "Erkenntnisse" über dieses Land und seine Menschen mit sich brachte. Das steht in starkem Gegensatz zu unseren Erfahrungen in Kenya und Tanzania (von Zambia und Botswana können wir nur aus Besucher-Perspektive urteilen). Letzteres ist ein sehr trauriges Fazit - v.a. wenn man in so ein Land geht um der Menschen willen.
Mag sein, dass ich inzwischen sehr selektive höre/lese - aber mir ist nicht entgangen, wie oft Du hier schreibst, dass ein guide "leider nicht sehr gesprächig" ist. Das scheint Ihr also auch in anderen Ländern anders erlebt zu haben..... Und ich meine schon erlebt zu haben, dass in der Tourismus-Branche in Malawi die Menschen bereits eine "Positive-Selektion" sind..... Das ganze also auf ein Alltagsleben in Malawi interpoliert und..... es zeichnet sich ein seltsames, trauriges Bild. Die Frage, warum das so ist, hat mir 3 Jahre lang den Kopf (und teilweise auch das Herz) zermartert. Ich habe nur sehr bruchstückweise Antworten darauf gefunden. Es gibt schöne Seiten in Malawi, und ich meine, diese auch hier und da erwähnt zu haben. Da aber der Alltag in diesen Ländern für die meisten Menschen (seien es nun Einheimische oder Expats) sich nicht im Tourismus abspielt, bleiben für meine Sicht viele Dinge, die unmittelbar das LAND MALAWI betreffen, eben leider nur "sporadische Höhepunkte". Das nimmt unseren Familienerfahrungen jedoch nicht die Tiefe und den Wert. Heimat war es für uns über 3 Jahre allemal - und Abschied tut immer weh.
Vielleicht überstrapaziere ich mit solchen Gedanken aber auch manche Leser und manchen Schreiber, und ich sollte mir angewöhnen, in einem Reiseforum zurückhaltender mit meinen persönlichen Äußerungen zu sein. Höre es oder überhöre es - das sei jedem anheim gestellt.
Ich danke Dir unabhängig von meinen persönlichen Erfahrungen für Deinen Bericht, und ich werde auch bis zum Schluß mit dabei sein - ob mit oder ohne Kommentaren! 😏
picco6'369 Beiträge · seit 201105. Nov. 2018 · #114
Hoi Antje
Rehema schrieb:Vielleicht überstrapaziere ich mit solchen Gedanken aber auch manche Leser und manchen Schreiber, und ich sollte mir angewöhnen, in einem Reiseforum zurückhaltender mit meinen persönlichen Äußerungen zu sein. Höre es oder überhöre es - das sei jedem anheim gestellt.
Vielleicht überstrapazierst Du diese oder jenen, mich definitiv nicht! Und so wie ich Annick kenne sie auch nicht (odrr Annick?)! Man kanns nicht jedermann/frau recht machen und Deine mehr als interessanten Infos nicht zu bekommen weil irgendjemand Deinen Beitrag nicht überscrollen kann wäre doch schade! Man muss nicht auf alle Wünsche aller Menschen eingehen... 😉
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200805. Nov. 2018 · #115
Coucou Antje,
Picco hat Recht! 🙂
Ich finde dein "Statement" sehr interessant. 😎
Was die Guides in Malawi anbelangt, haben wir kapiert dass sie keine Schule, wie zum Beispiel die Rangers im Krüger, besuchen. Sie lernen ihren Job direkt im Park und den Rest in Büchern. Ihr Wissen ist gross aber sie sind es nicht gewöhnt es zu teilen. Niemand hat ihnen erklärt was die Touris genau erwarten.
marimari2'240 Beiträge · seit 201105. Nov. 2018 · #116
Rehema schrieb:
Vielleicht überstrapaziere ich mit solchen Gedanken aber auch manche Leser und manchen Schreiber, und ich sollte mir angewöhnen, in einem Reiseforum zurückhaltender mit meinen persönlichen Äußerungen zu sein. Höre es oder überhöre es - das sei jedem anheim gestellt.
Ich danke Dir unabhängig von meinen persönlichen Erfahrungen für Deinen Bericht, und ich werde auch bis zum Schluß mit dabei sein - ob mit oder ohne Kommentaren! 😏
Liebe Grüße, Antje
Hallo, auch mich überstrapazieren Deine Gedankengänge nicht. Ich denke sie sind ausserordentlich interessant. Mir geht es manchmal ähnlich, wenn ich an meine alte Heimat Malaysia denke. Annick herzlichen Dank - auch ich bin immer noch dabei. LG Mari
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200806. Nov. 2018 · #117
Fortsetzung
Und so vergeht die Zeit zwischen Kudus und Nyalas!
Die einheimische Touris scheint es nicht besonders zu interessieren.....Sie plaudern zusammen und verpassen die tolle Landschaft. Unterwegs begegnen wir auch den englischen Expats (aus der Ngona Lodge) mit ihren Kindern. Sie wohnen in Blantyre und sind mit zwei 4X4 unterwegs. Die eine Familie finde ich schon sehr leichtsinnig. Die zwei Buben sitzen ausserhalb vom Wagen auf dem Dach. Unser Ranger empört sich darüber, sagt aber nichts.......Wir verstehen nicht wieso! Die Parkregeln sind eindeutig. Eine Minute später begegnen wir diesem Eli.
Die Einheimischen scheinen sehr beunruhigt darüber zu sein. Ich muss gestehen, es ist schon ein kommisches Gefühl so ein Prachtkerl ganz nah vor sich zu haben.
Gegen 17 Uhr erreichen wir wieder den Parkeingang und kehren zur Lodge zurück. Wir unterhalten uns ein wenig mit dem deutschen Ehepaar. Es ist ihre erste Afrikareise. Später gönnen wir uns einen Malawi Gin Tonic im Restaurant. Da treffen wir auch wieder die englischen Expats und kommen ins Gespräch. Ich kann mich nicht zurückhalten und äussere mich über ihr Verhalten im Park. Sie sind etwas verlegen und wechseln sofort das Gespräch. Sie kommen hier öfters zum Campen. Wir erfahren auch das die österreischiche Besitzerin, Monika, momentan nicht da ist. Sie macht Ferien am Lake Malawi. Heute Abend hat es viele Campers. Was uns echt stört sind Diejenigen die mit ihren Getränken und Proviant ins Restaurant kommen. Sie benehmen sich wie Eroberer und saufen sich voll! Ich kann nur hoffen dass es nicht so ist wenn Monika anwesend ist..... Die Spezialität hier im Restaurant bleibt das Goulasch mit Reis. Miam miam, ein Genuss. Morgen besuchen wir Majete auf eigene Faust!
17.08.2018
Um 7 Uhr erscheinen wir zum Frühstück.
Wir müssen uns aber eine halbe Stunde gedulden bis es soweit ist. Es schmeckt alles sehr gut. Es gibt einen frischen Fruchtsalat, einen Saft, Croissants, Eier, Toasts, hausgemachte Konfitüren...usw. Gegen 08.15 erreichen wir den Parkeingang. Wir bezahlen unsere Entry Fees + 4 US$ für den Wagen. Wir besuchen zuerst das Museum
und besorgen uns eine kleine Karte vom Park.
Erster Stop: die Kachipira Falls Der Wasserstand ist so niedrig dass man keine "Falls" mehr sieht.
In einem Baum werden wir auf diesen Geier aufmerksam.
Danach begeben wir uns Richtung Nakamba Hide. Wir passieren die Abzweigung Thawale Lodge. Die wollten wir ursprünglich besuchen aber sie bleibt für unangemeldete Touris nicht erreichbar..... Wir haben kaum Platz am Hide genommen und schon erscheint eine Eliherde.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200807. Nov. 2018 · #118
Fortsetzung
Wir werden auf diesen kleinen Eli aufmerksam.
Die Eindringlinge lassen sich nicht stören!
Die Eliherde vergnügt sich am Wasserloch.
Der Kleine folgt hin und her.
Die meiste Zeit bleibt er aber in Sicherheit inmitten der Herde.
Wenn er gerade die Zeit bekommt, legt er sich hin.
Dann muss er wieder aufstehen
und manchmal fällt er hin.
Die Zeit vergeht im Nu. Wir beschliessen den Ort zu wechseln. Im Nsepete Hide ist absolut nichts los. Wir fahren gleich weiter zum Mvuu Hide. Unterwegs begegnen wir Impalas
und diesem Nyala.
Das Mvuu Hide überragt den Shire River.
Wir erblicken da viele Nyalas. Der Kleine ist einfach köstlich.
Monsieur ist sehr elegant
und hungrig.
Zur Mittagspause kehren wir in die Lodge zurück. Unser Zimmer ist leider noch nicht gereinigt.....Wir beschliessen eine Kleinigkeit im restaurant zu essen. Die gestrigen Camper haben schon mit ihrem Proviant einen grossen Tisch squattiert. Wir essen schnell unsere Samosas und versuchen es uns am Pool gemütlich zu machen. No Way! Unsere Camper besuchen anschliessend auch den Pool und toben laut vor sich hin. Die englische Expatfamilien packen gerade ihre Sachen und checken out. Gegen 15 Uhr fahren wir zum Park zurück und begeben uns gleich zum Nakamba Hide. Eine Eliherde hat gerade das Wasserloch verlassen. Kudus profitieren gleich davon.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200808. Nov. 2018 · #119
Fortsetzung
Die Kudus lassen sich Zeit.
Waterbucks
sowie Baboons folgen.
Später sind noch junge Nyalas und Kudus an der Reihe.
Die letzten die erscheinen sind Zebras
und Warzenschweine.
Eine Stunde später fahren wir schon wieder weiter den Shire River entlang.
Ausser Nyalas
Waterbucks
und einen Black Headed Heron bekommen wir nichts mehr zu sehen.
Wir sind ein wenig enttäuscht. Wir hofften schon auf eine Katzensichtung. Dieses Jahr wurden nämlich 4 neue Löwen (2 Männchen und 2 Weibchen) aus Südafrika in die Reserve versetzt um die genetische Vielfalt der Bevölkerung zu erhöhen. Am Abend bemerken wir dass alle Camper abgereist sind. Wir bleiben tatsächlich die einzigen Gäste hier in der Lodge. Warscheinlich ist es auch der Grund warum das Abendessen nicht so richtig schmeckt. Das Schnitzel ist bretthart und fade und die French Fries "soggy". Igitigit..... 😣
Morgen geht es weiter nach Blantyre.
18.08.2018
Wir frühstücken gegen 8 Uhr. Leider fehlen die Croissants und der frische Fruchtsalat.... Eine Stunde später verlassen wir die Lodge.
FAZIT NGONA LODGE - sehr nette Lage am Shire River - günstige Lage um Majete zu besuchen - sehr schöne geräumige Zimmer - Küche comme ci comme ça - ideal für Familien und nichts für Honeymooner - Preis/leistung OK - das nächste Mal würde ich aber Thawale Lodge ausprobieren....
Rehema546 Beiträge · seit 201808. Nov. 2018 · #120
Liebe Annick, es klingt auf jeden Fall so als habe es Euch dort etwas besser gefallen als wie in Nkhotakota und an anderes enttäuschende Orten....?
Die vielen Elefanten an dem Hide waren ja wunderschön! Und wir haben IMMER am anderen hide (Nsepete) viele Tiere gesehen - manchmal aber erst, nachdem wir dort unser Frühstück ausgepackt und eine Weile gewartet hatten. Wie seid Ihr denn auf dem anderen hide wieder runter gekommen bei so vielen Elefanten - oder waren sie eben nur am Wasserloch VOR dem hide? Als wir das letzte mal im Majete waren, trafen wir Hannes Geographielehrer mit Familie am morgen - zurück in der Schule sagte er Hannes, sie wären in dem von Dir genannten hide oben gesessen, da kam eine riesige Elefanten Herde um sie herum und sie saßen 2 h dort fest! Sie hofften immer, dass wir nochmal vorbeifahren und die Elefanten etwas ablenken, aber wir hatten eine andere Strecke gewählt...
Ich wundere mich etwas, dass Du gar nichts von Hippos und Krokodilen schreibst - wir haben immer massenweise gesehen! Nicht nur am Mvuu Hide - eigentlich ständig in den Schleifen am Shire River - oder seid Ihr die nicht alle gefahren?
Und mit den Katzen: naja, ich sag's mal so: wenn man Katzen sehen möchte, geht man nicht nach Malawi, sondern nach Tanzania oder Kenya…. oder vielleicht auch in den Krüger oder nach Botswana oder Namibia oder..... Aber jedenfalls nicht nach Malawi. Der Majete ist ja sehr viel größer als das kleine Gebiet, welches der Öffentlichkeit zugänglich ist. Wer die wenigen Löwen dort (oder die neuen Geparden im Liwonde) sieht, hat großes Glück!
Die Ngona Lodge scheint Euch nicht so begeistert zu haben. Wir fanden sowohl die Schnitzel als auch die Pommes dort immer EXTREM lecker - wer Euch da diesmal bekocht hat? Wir waren auch schon dort, wenn die Besitzerin ausgeflogen war, und es war immer sehr gut.
Bald ist Eure Reise vermutlich schon am Ende - ich bin gespannt, was Ihr noch unternehmt und wie Dein Fazit ausfallen wird! Liebe Grüße, Antje