safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201602. Juli 2018 · #1
Hallo liebe Fomis, nachdem ich mich nun schon seit mehr als zwei Jahren in diesem tollen Forum tummele, meist als stille Leserin von Euren herrlichen Reiseberichten, hier nun also doch noch ein kurzer Bericht unserer 8 tägigen Safari in Botswana im August 2015. Unsere vier, bereits Safari erfahrenen, Freunde hatten uns gefragt, ob wir nicht Lust hätten sie zu begleiten. Und so starteten wir am 13.8. nach Johannesburg. Von dort ging es am 14.8. frühmorgens nach dem Langstreckenflug weiter mit Airlink nach Maun. Und von dort weiter mit einem Kleinflugzeug nach Linyanti zu unserem ersten Camp.
Reiseverlauf:
14.-16. August Linyanti Bush Camp 16.-18. August Savute Safari Lodge 18.-20. August Xakanaxa Camp 20.-22. August Machaba Camp
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201602. Juli 2018 · #2
Und damit Ihr auch ein Gesicht zur Verfasserin dieses Reiseberichts habt hier ein Foto von uns beiden, Juli und Uwe, vor dem Weiterflug aus Johannesburg nach Maun mit Airlink.
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201602. Juli 2018 · #3
Weiterflug von Maun nach Linyanti im Buschflieger mit MackAir
Nachdem wir gegen 16 Uhr in Linyanti gelandet waren, wurden wir durch unseren Guide Wilson und seinem Assistenten, der sich noch in der Ausbildung befand, begrüßt. Wilson fragte uns ob wir auf direktem Weg ins Camp fahren sollen oder ob wir unterwegs noch einen kleinen Gamedrive machen wollten. Wir entschieden uns für die zweite Variante, denn wir waren ja schließlich hier um Tiere zu sehen und bis zum Abendessen war noch Zeit...
Wir nahmen unsere Plätze im Jeep ein - die Damen links - die Herren rechts - der Mittelplatz blieb jeweils frei - das sollte sich 1 1/2 Stunden später als lebensrettend herausstellen, denn wäre der Mittelplatz nicht frei gewesen, hätten Andi und Uwe bei der Elefantenattacke den Stoßzähnen der Elefantenkuh, welche ihnen bedrohlich nahe kamen - nicht ausweichen können....
Und auf geht's zum ersten kurzen Gamedrive.... 😛
Wir geniessen die ersten Tiersichtungen die nicht lange auf sich warten lassen....
Die ersten Elefanten noch ganz friedlich..... 😗
Ein einsamer Kudubock
Bizarre Bäume - oder was davon übrig ist....
Am Linyanti River entlang - die Sonne steht schon ziemlich tief nach gut 1,5 Stunden Fahrt.... Fortsetzung folgt......
hab mir jetzt das Video ein paar mal (auf einem Nachbarthread) angeschaut.......
Ihr habt mächtig viel Glück gehabt...........wenn das Tier den Rüssel so wie auf Foto ( am Schluss) nach hinten klemmt,
dann wird es ernst...das ist dann kein Scheinangriff mehr...da war Euer Guide wohl selber überrascht und
gelähmt.....(kein Motorstartversuch auch wenn es wahrscheinlich zu spät gewesen wäre)
Bin nicht ganz sicher aber hast Du die Dame notfallmäsig genäht? sieht nach einem Nadelhalter aus 🙂 🙂 🙂
lg.....BMW
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201603. Juli 2018 · #5
Hallo BMW,
ja, das kann man wohl sagen, dass wir mächtig Glück hatten.... 🙄 und die Sache relativ glimpflich ausging... (für Rosi allerdings nicht).
wenn das Tier den Rüssel so wie auf Foto ( am Schluss) nach hinten klemmt,dann wird es ernst...das ist dann kein Scheinangriff mehr...
Genau das selbe haben die Guides der nachfolgenden Lodges auch gesagt.... Ich schreib gleich weiter am Bericht, dann werden die weiteren Fragen auch beantwortet 🙂 LG Juli
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201603. Juli 2018 · #6
Und weiter geht's im Bericht.....jetzt wird's dann gleich etwas wackelig, also gut festhalten.... 😗 ...die Sonne stand wie gesagt schon ziemlich weit unten....
Ca. 10 Minuten später treffen wir auf diese Elefanten, die trompetend davon liefen.... ...mir kamen sie ziemlich aufgeregt vor....und ich hab' mir noch gedacht, was ist denn mit denen los...? So kenne ich Elefanten gar nicht - als ich Elefanten das letzte mal im Jahr 2007 in der Etosha Pfanne erlebt habe, standen sie völlig entspannt und fast regungslos am Wasserloch...
...und Uwe meinte: "Oh, das ist ja spannend hier, da muß ich doch bei der nächsten Elefantensichtung gleich mal auf Video stellen, damit man das Trompeten auch hört...!" 🙂
...und die nächste Elefantensichtung kam quasi gleich um die Ecke .... Wir kamen um einige Sträucher und Büsche herum gefahren - zu unserer Linken - Buschland - zu unserer rechten freie Fläche - eine weite offene Ebene - und 40-50 Meter vor uns eine Elefantenherde bestehend aus ca. 10 Kühen und einem erst wenige Wochen alten Jungtier. Die Herde kreuzte unsere Sandpiste von links nach rechts. Rosi's Kommentar sofort nachdem wir die Herde erblickt hatten: "Ui schau, da ist ein ganz kleines dabei...."
Wilson fuhr links vom Weg ab, stellte den Motor aus und begann uns zu erklären, dass es sich hier um eine "breading herd of elephants" handelte.
Die Elefanten gingen noch ein paar Schritte weiter, blieben dann aber, eine nach der anderen, stehen, drehten sich langsam in unsere Richtung - stellten die Ohren auf, die Rüssel gingen nach oben (auf diese Art nehmen sie Gerüche auf)
Bernd kommentierte die Situation mit folgenden Worten: "Jetzt schaung's aber!" - und selbst Uwe, für den es die erste Safari überhaupt war, bemerkte: "Ja, jetzt sind sie auf Hab acht...!" Mir persönlich kam die Situation ehrlich gesagt auch nicht so ganz geheuer vor (und wenn ich am Steuer gesessen wäre, dann wäre ich schon längst weg gewesen.... 😄 ), aber da wir ja einen erfahrenen Safariguide dabei hatten, verließen wir uns ganz auf ihn... 😗 Wilson saß allerdings, während er zu uns sprach, auf seiner Fahrertür, mit dem Gesicht zu uns und dem Rücken zur Herde...und als er sich wieder umdrehte, beobachtete er noch zwei andere Elefanten, die von links aus dem Busch kamen....so erzählte er uns später im Camp.......und dann, keine 5 Minuten nachdem wir auf die Herde gestossen waren, wurde es der Matriarchin wohl zu dumm mit uns, und sie setzte zur Attacke an....auf diesem Bild rennt sie gerade los...man sieht schon leicht den Staub unter ihren Füßen.... 🙄
Dieses Foto habe ich noch schnell geschossen und dann dachte ich mir: ne, die bleibt nicht stehen....und hielt es für angebracht die Kamera am Handgelenk baumeln zu lassen und mich an der Stange vor mir festzuhalten....Elefanten erreichen bei derartigen Attacken Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h! Als ich den Koloss auf uns zu kommend sah war ich die einzige, die noch die Worte: "Oh Scheisse" zweimal vor mich hin murmelte...von den anderen kam nichts....kein Ton...ungläubige Stille. Innerhalb Sekunden hatte die erboste Matriarchin unseren Jeep erreicht - bohrte ihre Stoßzähne in die rechte Seite des Wagens - hob den Kopf und stieß damit den Wagen um. Der Jeep kippte nach links und blieb auf der Seite liegen. Uwe sah noch wie einer der beiden Stoßzähne direkt neben ihm splitterte.... er hatte in gutem Glauben weiter gefilmt bis der Wagen kippte, da er sich ganz auf die Aussage unserer Safari erfahrenen Freunde verlassen hatte, die ihm keine 20 Minuten vorher versichert hatten, daß er keine Angst zu haben bräuchte: "....die starten schon mal einen Scheinangriff, aber bleiben dann kurz vorher stehen oder drehen ab...." 😵 😮 Ausnahmen bestätigen die Regel 🤩
Andi und ich hatten uns im Wagen festgehalten und konnten so vermeiden, daß wir - wie all die anderen durch die Luft purzelten und wie die Maikäfer auf dem Rücken lagen...wir beide standen. Die Sekunden nach dem Umschmiss waren mit die Schlimmsten, da wir nicht wussten ob die Elefantekuh noch einmal angreifen würde....
Zu unser aller Glück tat sie es nicht - denn dann wäre es richtig schlimm ausgegangen.... Unter Schock stehend forderte ich Uwe auf aufzustehen - mußte ihm aber helfen, da er sich selbst aus dieser Lage gar nicht befreien konnte - auf dem Rücken liegend, die Beine nach oben gestreckt.... Rosi, Bernd und Helga mussten wir ebenfalls aufhelfen - und dann begannen wir erst mal zu eruieren wer welche Verletzungen hatte: Rosi hatte es am Schlimmsten erwischt - sie hatte eine 7cm große Platzwunde an der Stirn (und zwei angebrochene Wirbel - 12.Brust + Steissbein - was wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten) - Helga's linke Hand wurde bei dem Unfall unter dem Jeep eingequetscht und hatte eine massive Prellung - der Handrücken schwoll auf das Dreifache an (wir dachten der Mittelhandknochen wäre gebrochen -aber wie durch ein Wunder war es "nur" eine Prellung). Uns anderen fehlte bis auf kleinere Schürfwunden und einer Beule an der Stirn nichts.
Unser Guide Wilson hatte tatsächlich in letzter Sekunde noch den Motor gestartet, aber um Wegzufahren war es längst zu spät - alles ging rasend schnell...! Dafür entwickelte sich jetzt eine riesige graue Rauchwolke, so daß ich fürchtete der Jeep würde gleich explodieren... Wir empfahlen Wilson an den Motor wieder auszuschalten - denn so auf der Seite liegend lief irgendeine Flüssigkeit aus und verursachte den Qualm.
Nachdem auch Wilson sich vom ersten Schock erholt hatte forderte er über Funk Hilfe beim Camp an - er mußte seine Forderung dreimal wiederholen: "This is serious!" - sie dachten wohl er will sie verarschen.... 🤪
....und dann stehst Du da...im afrikanischen Busch....die Sonne ist so gut wie untergegangen....und denkst dir...: WTF?! Wo sind wir denn hier gelandet?! Und was kommt als nächstes?! Jetzt, bei einbrechender Dunkelheit werden doch die Raubkatzen aktiv... 😕 🙄
...Andi und Bernd waren noch geistesgegewärtig genug und nutzten die Gelegenheit noch um die Splitter des Stoßzahnes aufzusammeln welche die Elefantenkuh bei ihrer Attacke eingebüßt hatte....
...ca.15 Minuten später traf unser Ersatzjeep ein und nachdem wir all unsere Taschen und auch uns selbst erfolgreich verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg ins Camp...
Mittlerweile war es fast dunkel...
Bei völliger Dunkelheit im Camp angekommen bezogen wir kurz unsere Nachquartiere um uns wenig später im Hauptzelt wieder zu treffen - wo Uwe erst einmal damit beschäftigt war Rosi's Platzwunde zu nähen. Wohlweisslich hatte er auf diese Reise in den afrikanischen Busch - weit entfernt von der nächsten Zivilisation - ein erweitertes Erste-Hilfe-Paket mitgenommen (Nähzeug-Lokalanästhetikum). Dass er es aber bereits 2 Stunden nach unserer Ankunft brauchen würde, damit hatte wohl selbst er nicht gerechnet! Es war Rosi's großes Glück, denn hätte Uwe die Sachen nicht dabei gehabt, dann hätte ihre Wunde nicht genäht werden können...
Und nachdem Rosi's Platzwunde genäht war und Helga's Hand verbunden, gab's erst mal ein großes Glas Wein für jeden. Wilson schaute sich Uwe's Video mehrfach ganz ungläubig auf seiner Kamera an.... Er konnte es auch noch nicht fassen, was uns da passiert war...immerhin war er seit 11 Jahren als professioneller Guide angestellt...well, again what learned, wie der Engländer sagen würde... 😄
Danach gab's Abendessen - ich selbst war noch viel zu aufgeregt - konnte nichts essen - aber den anderen hat's geschmeckt. Bei mir gab's dafür ein Glas Wein mehr 😛 - Nach dem Abendessen bestand ich darauf, daß unser Guide uns mit einer Waffe zum Zelt eskortiert 😄 -denn das Camp war ohne jegliche Einzäunung, so dass man jederzeit gewahr sein mußte einem Löwen oder ähnlichem zu begegnen.....Das kannte ich in dieser Form auch noch nicht 🤩 Neben unserem Zelt hörten wir, schon im Bett liegend, noch ein Hippo grunzen... und dann fiel ich in einen tiefen, weingesättigten Schlaf und bekam nichts mehr mit....auch nicht den Elefanten, der Nachts direkt neben unserem Zelt Blätter vom Baum zupfte, wie Uwe mir am nächsten Morgen erzählte..... 🤩
" Herr Kollege" hab ich es mir doch gedacht...... 🙂 🙂 🙂
lg.......BMW
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Juli 2018 · #8
Das bestätigt mich in meinem Verhalten, bei Elefantensichtungen (im Gegensatz zu anderen Tiersichtungen) den Motor immer laufen zu lassen, auch wenn sich andere dadurch manchmal gestört fühlen. Ob ich in dieser speziellen Situation noch schnell genug reagiert hätte, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, aber ein paar Mal konnte ich noch rechtzeitig einen Alarmstart hinlegen, was mit ausgeschaltetem Motor nicht gelungen wäre.
Generell ist diese Situation schon sehr ungewöhnlich. Immerhin hatte die Herde in größerem Abstand den Track gekreuzt und befand sich eigentlich schon auf dem Weg vom Fahrzeug weg, als sie es sich anders überlegten und sich dem Fahrzeug zuwandten. Das dann ohne Scheinangriff sofort ernst gemacht wurde ist ebenfalls sehr ungewöhnlich.
Generell muss man bei Elefanten immer damit rechnen, dass sie auch mal schlecht drauf sein können. Zum einen gibt es bei den Tieren sehr ausgeprägte und unterschiedliche Charaktere und es hängt ganz davon ab, was sie in der letzten Zeit erlebt haben. So aufgeregt wie sich die Herde schon vor dem Vorfall verhalten hat, muss da gerade vor Eurer Begegnung ein Erlebnis stattgefunden haben, das die Herde extrem gestresst hat.
Ich würde das Erlebnis unter "zur falschen Zeit am falschen Ort" einordnen. Jedem anderen Guide und jedem hier im Forum wäre es in der Situation wahrscheinlich nicht anders ergangen. Ich wurde jedenfalls darin bestätigt, dass ich vor Elefanten wesentlich größeren Respekt habe, als vor jedem anderen Tier in Afrika. Es ist das einzige Tier vor dem man auch im Auto nicht sicher ist. Gut, dass sie wenigstens Vegetarier sind. 😎
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201603. Juli 2018 · #9
@BMW
" Herr Kollege" hab ich es mir doch gedacht...... 🙂 🙂 🙂
Na sowas! 🤩 immer gut einen Arzt dabei zu haben 😄
@Topobär
So aufgeregt wie sich die Herde schon vor dem Vorfall verhalten hat, muss da gerade vor Eurer Begegnung ein Erlebnis stattgefunden haben, das die Herde extrem gestresst hat.
Mit dieser Vermutung liegst Du mit ziemlicher Sicherheit genau richtig....wir vermuten auch, dass die Herde erst vor kurzem von Wilderern in Beschuss genommen wurde oder ähnliches.... und
"zur falschen Zeit am falschen Ort"
bringt's dann wohl auf den Punkt.
Mir war nach diesem "unglaublichen Empfang" am ersten Tag nicht klar wie ich die restlichen 8 Tage unserer Safari überleben sollte... Und ich hatte schon verlauten lassen, dass ich die restliche Zeit keinen Gamedrive mehr mitmachen würde.... aber unsere Freunde konnten mich dann doch noch dazu überreden....ich war dann auch diejenige, die jeden Elefanten schon in einer Entfernung von 1 km sichtete und sofort Alarm schlug! 🤩 😄 ...sofern das dichte Buschwerk dies zuließ....
Lg Juli
Gila.Bend522 Beiträge · seit 201703. Juli 2018 · #10
@safarichili
Extrem spannend und sehr "ehrlich" geschrieben.
Das gefällt mir, nicht jedoch das was Euch bzw. der Freundin zugestoßen ist.
Gut dass die OP nicht am Auge stattfinden musste. Das wäre dann mein Metier.
Gila
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201603. Juli 2018 · #11
Danke für das Lob Gila, freut mich dass Dir unser Bericht gefällt.
Gut dass die OP nicht am Auge stattfinden musste. Das wäre dann mein Metier.
Mein Sehsinn war durch dieses Erlebnis dermassen geschärft kann ich Dir sagen....! Ich hatte meine Augen an zehn verschiedenen Orten gleichzeitig.... Aber die Elefanten war ja auch wirklich überall!!! 🤩
Lg Juli
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201603. Juli 2018 · #12
....und schon geht's weiter:
Am nächsten Morgen starteten wir nicht allzu früh zu unserem Morning Gamedrive. Frisch war's bei 10 Grad.... Unser Guide Wilson, vom Vortag, war über Nacht durch einen neuen Guide "Butler" ersetzt worden. Wilson müsse zur Berichterstattung, so wurde uns gesagt, und war für uns plausibel.... Rosi blieb im Camp - sie hatte starke Rückenschmerzen. Uwe hat ihr am Morgen gleich noch eine Spritze an die Wirbelsäule verpasst damit die Schmerzen erträglicher wurden...
Durch's Linyanti Gate begaben wir uns auf Sichtungen...
....neben Marabus....
...sahen wir auch Baboons, also Paviane...und natürlich auch Kudus und Impalas....aber ich beschränke mich jetzt mal in meiner Fotoauswahl......
...und plötzlich lag Aasgeruch in der Luft......daher auch die Geier in den Bäumen....
und da kam auch schon die Ursache für den strengen Geruch in unser Blickfeld.....
...ein toter Elephant, der von einem Löwen, der mit einem Tracking-Halsband versehen war, bewacht wurde..... ...und wie das gestunken hat !!!! 🤢
...ich finde ja, der Elefant liegt ziemlich eigenartig da, mit seinen abgeknickten Beinen..... das kam mir aber erst viel später in den Sinn, nämlich als wir schon längst wieder zuhause waren und ich die Fotos gesichtet habe....hätte ich das vor Ort überrissen, dann hätte ich dem Fahrer gesagt er möge doch mal bitte von vorne an den Elefanten heran fahren, so dass man sehen kann, ob seine Stoßzähne noch vorhanden sind.... irgendwie drängte sich mir der Gedanke auf, dass dieser Elefant von Wilderern geschossen worden sein könnte....leider werden wir es nicht mehr erfahren...hätte aber ein Puzzleteil zu unserer Elefantenattacke sein können.....
nach einer kleinen Pause mit Keksen, Tee und Kaffee ging's zurück ins Camp...
...und auf dem Weg zurück liefen uns schon wieder jede Menge Elefanten über den Weg..... 😮
...also...wir hätten auch gut mal einen Tag ohne Elefanten aushalten können....aber nein, es war uns nicht vergönnt....Puls schon wieder steigend.... 🤩 😗
Fortsetzung folgt....
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 · #13
Zum Mittagessen kehrten wir zurück ins Camp
liebevoll gedeckter Tisch - ich weiss nicht mehr was es gab, aber lecker war's bestimmt!
Kurze Siesta auf dem Deck
mit ärztlicher Nachversorgung der Lädierten....
einladender kleiner Pool, den wir aber nicht genutzt haben - mir war die Gefahr zu groß, dass ich im Pool sitze und auf einmal ein Elefant daher kommt 🤩
Nach dem Mittagessen ging's zu einem halbstündigen Helikopter-Rundflug. Zuerst die drei Herren, dann Helga und ich. Für alle zusammen war kein Platz. Rosi blieb aufgrund ihrer Schmerzen wieder im Camp....
Nach einem kurzen Briefing....
...ging's im Laufschritt zum Helikopter. Da sich schon wieder eine Elefantenherde in unmittelbarer Nähe aufhielt, war die Strecke vom Jeep bis zum Heli eine echte Überwindung für mich... 😗
Schnell rein in das abenteuerliche Fluggerät!
Angeschnallt - Türen schliessen - ach ne, da war ja gar keine 🤩 und schon hoben wir ab in die Lüfte! Helga hat hinten Platz genommen und ich durfte neben dem Piloten sitzen....
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 · #14
Beitrag doppelt hochgeladen
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 · #15
Flying over Africa!
Hippos von oben - toll!
Mich hat's nur gewundert, dass sie ihre Siesta bei der Mittagshitze nicht im Wasser verbringen....
einzelne Elefanten im Sumpf...
und dann konnten wir die riesigen Herden aus der Luft bewundern....
Was für ein Erlebnis! Fantastisch!
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 · #16
Nach dem Helikopter Rundflug ging's zurück ins Camp, wo wir die Männer aufpickten und dann nochmal zu einem Afternoon Gamedrive starteten... ...hier ein hübscher Wasserbock
...und Mungos
...aber auch unsere Freunde, die Elefanten waren wieder mit von der Partie - wie sollte es auch anders sein 🤩
zwischendurch gab's noch eine kleine Lehrstunde über den Unterschied zwischen Elefanten- und Hippoexkrementen
und dann suchten wir, oder besser unser Guide, ein hübsches Plätzchen für unseren Sundowner...
Das Getränk der Wahl - Gin Tonic 😛
Den Abend ließen wir dann nach dem Abendessen am Lagerfeuer ausklingen, wo uns von der versammelten Belegschaft des Camps noch ein paar botswanische Lieder vorgesungen wurden - das war wirklich toll! Und nachts kamen wieder die Hippos ins Camp, die man an ihren Lauten direkt neben dem Zelt deutlich hören konnte....
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 · #17
Am nächsten Morgen starteten wir etwas später, so gegen 8 Uhr, denn für Bernd, Andi, Helga und mich ging's heute um 11 Uhr mit dem Flieger weiter nach Savuti. Für Uwe und Rosi hatte das Camp einen eigenen Hubschrauber organisiert, damit die beiden nach Maun zum Röntgen fliegen konnten....Rosi's anhaltende Rückenschmerzen mussten eine Ursache haben, und die wollten sie mit einem Röntgenbild herausfinden. Die beiden starteten also zu ihrem Flug nach Maun, während wir anderen zu einem Gamedrive aufbrachen, der direkt am Airstrip enden sollte.
endlich mal Zebras 😄
...zwei Elefantenbullen - aber weit weg 😛
eine Wasservogelkolonie
und dann, auf dem Weg zum Airstrip schon wieder eine große Herde Elefanten, die in einiger Entfernung direkt unsere Piste kreuzten....unser Guide Butler fuhr frisch, fröhlich weiter, direkt auf die Herde zu....bis, ja bis wir unser Veto einlegten und ihn baten er möge doch bitte mal anhalten, und die Herde erst mal weiterziehen lassen.... 😵 also stoppte er, und glücklicherweise verzogen sich die Dickhäuter nach links in den Busch, so dass wir weiterfahren konnten.... wir hätten natürlich nicht ewig warten können, denn unser Flieger würde nicht ewig auf uns warten, aber als wir am Airstrip ankamen, landete er ca. 5 Minuten später, sodass wir es noch pünktlich geschafft hatten....
Wir verabschiedeten uns von Butler und seinem Assistenten, bedankten uns recht herzlich und bestiegen das Flugzeug für einen kleinen 10minütigen Hopser nach Savuti....
Hallo, diese Perspektive, die Tiere von oben zu betrachten- wunderschön !!! Gruß Mutsel
safarichiliThemenstarter115 Beiträge · seit 201604. Juli 2018 · #19
Ja, Mutsel, das war wirklich herrlich! Wobei dieser offene Helikopter schon eine ziemlich spannende Erfahrung war, besonders wenn der Pilot eine Linkskurve flog und ich unweigerlich zum Gurt griff um mich zu vergewissern, dass er auch gut geschlossen ist....so ohne Tür war das echt speziell.... 😄 😗 aber dadurch konnte man natürlich besser fotografieren...
Lg Juli
Flash20101'425 Beiträge · seit 201505. Juli 2018 · #20
Hallo Juli,
wow, was für eine ehrliche Schilderung. Ich hatte diesen Vorfall noch im Gedächtnis, aber ihn nochmal von euch selbst zu hören ist wirklich beeindruckend. Hut ab, dass ihr danach überhaupt noch so dicht an die Elefanten heran seid, wie man auf den Fotos sieht.
Wir sind ja nur in Etosha unterwegs, da sind die Dickhäuter im Normalfall ganz entspannt, vor allem an den Wasserlöchern, aber wenn wir sie irgendwo im Busch unterwegs sehen, wird auch der Motor immer laufen gelassen - genauso bei Nashörnern. Letztes Jahr traf eine Herde am Wasserloch ein, die in Ruhe trank und sich dann in Richtung Autos bewegte - der Motor war natürlich aus. Jetzt musste man schnell überlegen: Verhalten wir uns einfach ruhig oder Motor an und die Situation vielleicht aus der Ruhe bringen? Wir entschieden uns für Ersteres und ein junger Bulle kam und schnüffelte alle drei Autos ab, bevor die Herde in den Büschen verschwand. Das war auch absolute Schnappatmung, aber man konnte den Tieren ansehen, dass sie alle entspannt waren. Hätten wir in dem Moment den Motor angelassen, hätte es die Tiere womöglich verunsichert.
Eure Sichtung mit dem (wahrscheinlich) gewilderten Elefant passt wirklich zur Attacke. Elefanten sind ja nicht dumm, warum sollten sie ohne Grund angreifen und Gefahr laufen, sich dabei selbst zu verletzen? Das muss seinen Grund gehabt haben!
Ich hoffe, ihr habt dieses Erlebnis ansonsten gut überstanden und seid über den Schock hinweg. Immerhin hattet ihr ja noch ein paar wunderschöne Tage wie man sehen kann.