Hallo liebe Fomis, nachdem ich mich nun schon seit mehr als zwei Jahren in diesem tollen Forum tummele, meist als stille Leserin von Euren herrlichen Reiseberichten, hier nun also doch noch ein kurzer Bericht unserer 8 tägigen Safari in Botswana im August 2015. Unsere vier, bereits Safari erfahrenen, Freunde hatten uns gefragt, ob wir nicht Lust hätten sie zu begleiten. Und so starteten wir am 13.8. nach Johannesburg. Von dort ging es am 14.8. frühmorgens nach dem Langstreckenflug weiter mit Airlink nach Maun. Und von dort weiter mit einem Kleinflugzeug nach Linyanti zu unserem ersten Camp.
Reiseverlauf:
14.-16. August Linyanti Bush Camp 16.-18. August Savute Safari Lodge 18.-20. August Xakanaxa Camp 20.-22. August Machaba Camp
Teil 202. Juli 2018
Und damit Ihr auch ein Gesicht zur Verfasserin dieses Reiseberichts habt hier ein Foto von uns beiden, Juli und Uwe, vor dem Weiterflug aus Johannesburg nach Maun mit Airlink.
Teil 302. Juli 2018
Weiterflug von Maun nach Linyanti im Buschflieger mit MackAir
Nachdem wir gegen 16 Uhr in Linyanti gelandet waren, wurden wir durch unseren Guide Wilson und seinem Assistenten, der sich noch in der Ausbildung befand, begrüßt. Wilson fragte uns ob wir auf direktem Weg ins Camp fahren sollen oder ob wir unterwegs noch einen kleinen Gamedrive machen wollten. Wir entschieden uns für die zweite Variante, denn wir waren ja schließlich hier um Tiere zu sehen und bis zum Abendessen war noch Zeit...
Wir nahmen unsere Plätze im Jeep ein - die Damen links - die Herren rechts - der Mittelplatz blieb jeweils frei - das sollte sich 1 1/2 Stunden später als lebensrettend herausstellen, denn wäre der Mittelplatz nicht frei gewesen, hätten Andi und Uwe bei der Elefantenattacke den Stoßzähnen der Elefantenkuh, welche ihnen bedrohlich nahe kamen - nicht ausweichen können....
Und auf geht's zum ersten kurzen Gamedrive.... 😛
Wir geniessen die ersten Tiersichtungen die nicht lange auf sich warten lassen....
Die ersten Elefanten noch ganz friedlich..... 😗
Ein einsamer Kudubock
Bizarre Bäume - oder was davon übrig ist....
Am Linyanti River entlang - die Sonne steht schon ziemlich tief nach gut 1,5 Stunden Fahrt.... Fortsetzung folgt......
Teil 403. Juli 2018
Und weiter geht's im Bericht.....jetzt wird's dann gleich etwas wackelig, also gut festhalten.... 😗 ...die Sonne stand wie gesagt schon ziemlich weit unten....
Ca. 10 Minuten später treffen wir auf diese Elefanten, die trompetend davon liefen.... ...mir kamen sie ziemlich aufgeregt vor....und ich hab' mir noch gedacht, was ist denn mit denen los...? So kenne ich Elefanten gar nicht - als ich Elefanten das letzte mal im Jahr 2007 in der Etosha Pfanne erlebt habe, standen sie völlig entspannt und fast regungslos am Wasserloch...
...und Uwe meinte: "Oh, das ist ja spannend hier, da muß ich doch bei der nächsten Elefantensichtung gleich mal auf Video stellen, damit man das Trompeten auch hört...!" 🙂
...und die nächste Elefantensichtung kam quasi gleich um die Ecke .... Wir kamen um einige Sträucher und Büsche herum gefahren - zu unserer Linken - Buschland - zu unserer rechten freie Fläche - eine weite offene Ebene - und 40-50 Meter vor uns eine Elefantenherde bestehend aus ca. 10 Kühen und einem erst wenige Wochen alten Jungtier. Die Herde kreuzte unsere Sandpiste von links nach rechts. Rosi's Kommentar sofort nachdem wir die Herde erblickt hatten: "Ui schau, da ist ein ganz kleines dabei...."
Wilson fuhr links vom Weg ab, stellte den Motor aus und begann uns zu erklären, dass es sich hier um eine "breading herd of elephants" handelte.
Die Elefanten gingen noch ein paar Schritte weiter, blieben dann aber, eine nach der anderen, stehen, drehten sich langsam in unsere Richtung - stellten die Ohren auf, die Rüssel gingen nach oben (auf diese Art nehmen sie Gerüche auf)
Bernd kommentierte die Situation mit folgenden Worten: "Jetzt schaung's aber!" - und selbst Uwe, für den es die erste Safari überhaupt war, bemerkte: "Ja, jetzt sind sie auf Hab acht...!" Mir persönlich kam die Situation ehrlich gesagt auch nicht so ganz geheuer vor (und wenn ich am Steuer gesessen wäre, dann wäre ich schon längst weg gewesen.... 😄 ), aber da wir ja einen erfahrenen Safariguide dabei hatten, verließen wir uns ganz auf ihn... 😗 Wilson saß allerdings, während er zu uns sprach, auf seiner Fahrertür, mit dem Gesicht zu uns und dem Rücken zur Herde...und als er sich wieder umdrehte, beobachtete er noch zwei andere Elefanten, die von links aus dem Busch kamen....so erzählte er uns später im Camp.......und dann, keine 5 Minuten nachdem wir auf die Herde gestossen waren, wurde es der Matriarchin wohl zu dumm mit uns, und sie setzte zur Attacke an....auf diesem Bild rennt sie gerade los...man sieht schon leicht den Staub unter ihren Füßen.... 🙄
Dieses Foto habe ich noch schnell geschossen und dann dachte ich mir: ne, die bleibt nicht stehen....und hielt es für angebracht die Kamera am Handgelenk baumeln zu lassen und mich an der Stange vor mir festzuhalten....Elefanten erreichen bei derartigen Attacken Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h! Als ich den Koloss auf uns zu kommend sah war ich die einzige, die noch die Worte: "Oh Scheisse" zweimal vor mich hin murmelte...von den anderen kam nichts....kein Ton...ungläubige Stille. Innerhalb Sekunden hatte die erboste Matriarchin unseren Jeep erreicht - bohrte ihre Stoßzähne in die rechte Seite des Wagens - hob den Kopf und stieß damit den Wagen um. Der Jeep kippte nach links und blieb auf der Seite liegen. Uwe sah noch wie einer der beiden Stoßzähne direkt neben ihm splitterte.... er hatte in gutem Glauben weiter gefilmt bis der Wagen kippte, da er sich ganz auf die Aussage unserer Safari erfahrenen Freunde verlassen hatte, die ihm keine 20 Minuten vorher versichert hatten, daß er keine Angst zu haben bräuchte: "....die starten schon mal einen Scheinangriff, aber bleiben dann kurz vorher stehen oder drehen ab...." 😵 😮 Ausnahmen bestätigen die Regel 🤩
Andi und ich hatten uns im Wagen festgehalten und konnten so vermeiden, daß wir - wie all die anderen durch die Luft purzelten und wie die Maikäfer auf dem Rücken lagen...wir beide standen. Die Sekunden nach dem Umschmiss waren mit die Schlimmsten, da wir nicht wussten ob die Elefantekuh noch einmal angreifen würde....
Zu unser aller Glück tat sie es nicht - denn dann wäre es richtig schlimm ausgegangen.... Unter Schock stehend forderte ich Uwe auf aufzustehen - mußte ihm aber helfen, da er sich selbst aus dieser Lage gar nicht befreien konnte - auf dem Rücken liegend, die Beine nach oben gestreckt.... Rosi, Bernd und Helga mussten wir ebenfalls aufhelfen - und dann begannen wir erst mal zu eruieren wer welche Verletzungen hatte: Rosi hatte es am Schlimmsten erwischt - sie hatte eine 7cm große Platzwunde an der Stirn (und zwei angebrochene Wirbel - 12.Brust + Steissbein - was wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten) - Helga's linke Hand wurde bei dem Unfall unter dem Jeep eingequetscht und hatte eine massive Prellung - der Handrücken schwoll auf das Dreifache an (wir dachten der Mittelhandknochen wäre gebrochen -aber wie durch ein Wunder war es "nur" eine Prellung). Uns anderen fehlte bis auf kleinere Schürfwunden und einer Beule an der Stirn nichts.
Unser Guide Wilson hatte tatsächlich in letzter Sekunde noch den Motor gestartet, aber um Wegzufahren war es längst zu spät - alles ging rasend schnell...! Dafür entwickelte sich jetzt eine riesige graue Rauchwolke, so daß ich fürchtete der Jeep würde gleich explodieren... Wir empfahlen Wilson an den Motor wieder auszuschalten - denn so auf der Seite liegend lief irgendeine Flüssigkeit aus und verursachte den Qualm.
Nachdem auch Wilson sich vom ersten Schock erholt hatte forderte er über Funk Hilfe beim Camp an - er mußte seine Forderung dreimal wiederholen: "This is serious!" - sie dachten wohl er will sie verarschen.... 🤪
....und dann stehst Du da...im afrikanischen Busch....die Sonne ist so gut wie untergegangen....und denkst dir...: WTF?! Wo sind wir denn hier gelandet?! Und was kommt als nächstes?! Jetzt, bei einbrechender Dunkelheit werden doch die Raubkatzen aktiv... 😕 🙄
...Andi und Bernd waren noch geistesgegewärtig genug und nutzten die Gelegenheit noch um die Splitter des Stoßzahnes aufzusammeln welche die Elefantenkuh bei ihrer Attacke eingebüßt hatte....
...ca.15 Minuten später traf unser Ersatzjeep ein und nachdem wir all unsere Taschen und auch uns selbst erfolgreich verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg ins Camp...
Mittlerweile war es fast dunkel...
Bei völliger Dunkelheit im Camp angekommen bezogen wir kurz unsere Nachquartiere um uns wenig später im Hauptzelt wieder zu treffen - wo Uwe erst einmal damit beschäftigt war Rosi's Platzwunde zu nähen. Wohlweisslich hatte er auf diese Reise in den afrikanischen Busch - weit entfernt von der nächsten Zivilisation - ein erweitertes Erste-Hilfe-Paket mitgenommen (Nähzeug-Lokalanästhetikum). Dass er es aber bereits 2 Stunden nach unserer Ankunft brauchen würde, damit hatte wohl selbst er nicht gerechnet! Es war Rosi's großes Glück, denn hätte Uwe die Sachen nicht dabei gehabt, dann hätte ihre Wunde nicht genäht werden können...
Und nachdem Rosi's Platzwunde genäht war und Helga's Hand verbunden, gab's erst mal ein großes Glas Wein für jeden. Wilson schaute sich Uwe's Video mehrfach ganz ungläubig auf seiner Kamera an.... Er konnte es auch noch nicht fassen, was uns da passiert war...immerhin war er seit 11 Jahren als professioneller Guide angestellt...well, again what learned, wie der Engländer sagen würde... 😄
Danach gab's Abendessen - ich selbst war noch viel zu aufgeregt - konnte nichts essen - aber den anderen hat's geschmeckt. Bei mir gab's dafür ein Glas Wein mehr 😛 - Nach dem Abendessen bestand ich darauf, daß unser Guide uns mit einer Waffe zum Zelt eskortiert 😄 -denn das Camp war ohne jegliche Einzäunung, so dass man jederzeit gewahr sein mußte einem Löwen oder ähnlichem zu begegnen.....Das kannte ich in dieser Form auch noch nicht 🤩 Neben unserem Zelt hörten wir, schon im Bett liegend, noch ein Hippo grunzen... und dann fiel ich in einen tiefen, weingesättigten Schlaf und bekam nichts mehr mit....auch nicht den Elefanten, der Nachts direkt neben unserem Zelt Blätter vom Baum zupfte, wie Uwe mir am nächsten Morgen erzählte..... 🤩
Fortsetzung folgt....
Teil 503. Juli 2018
....und schon geht's weiter:
Am nächsten Morgen starteten wir nicht allzu früh zu unserem Morning Gamedrive. Frisch war's bei 10 Grad.... Unser Guide Wilson, vom Vortag, war über Nacht durch einen neuen Guide "Butler" ersetzt worden. Wilson müsse zur Berichterstattung, so wurde uns gesagt, und war für uns plausibel.... Rosi blieb im Camp - sie hatte starke Rückenschmerzen. Uwe hat ihr am Morgen gleich noch eine Spritze an die Wirbelsäule verpasst damit die Schmerzen erträglicher wurden...
Durch's Linyanti Gate begaben wir uns auf Sichtungen...
....neben Marabus....
...sahen wir auch Baboons, also Paviane...und natürlich auch Kudus und Impalas....aber ich beschränke mich jetzt mal in meiner Fotoauswahl......
...und plötzlich lag Aasgeruch in der Luft......daher auch die Geier in den Bäumen....
und da kam auch schon die Ursache für den strengen Geruch in unser Blickfeld.....
...ein toter Elephant, der von einem Löwen, der mit einem Tracking-Halsband versehen war, bewacht wurde..... ...und wie das gestunken hat !!!! 🤢
...ich finde ja, der Elefant liegt ziemlich eigenartig da, mit seinen abgeknickten Beinen..... das kam mir aber erst viel später in den Sinn, nämlich als wir schon längst wieder zuhause waren und ich die Fotos gesichtet habe....hätte ich das vor Ort überrissen, dann hätte ich dem Fahrer gesagt er möge doch mal bitte von vorne an den Elefanten heran fahren, so dass man sehen kann, ob seine Stoßzähne noch vorhanden sind.... irgendwie drängte sich mir der Gedanke auf, dass dieser Elefant von Wilderern geschossen worden sein könnte....leider werden wir es nicht mehr erfahren...hätte aber ein Puzzleteil zu unserer Elefantenattacke sein können.....
nach einer kleinen Pause mit Keksen, Tee und Kaffee ging's zurück ins Camp...
...und auf dem Weg zurück liefen uns schon wieder jede Menge Elefanten über den Weg..... 😮
...also...wir hätten auch gut mal einen Tag ohne Elefanten aushalten können....aber nein, es war uns nicht vergönnt....Puls schon wieder steigend.... 🤩 😗
Fortsetzung folgt....
Teil 604. Juli 2018
Zum Mittagessen kehrten wir zurück ins Camp
liebevoll gedeckter Tisch - ich weiss nicht mehr was es gab, aber lecker war's bestimmt!
Kurze Siesta auf dem Deck
mit ärztlicher Nachversorgung der Lädierten....
einladender kleiner Pool, den wir aber nicht genutzt haben - mir war die Gefahr zu groß, dass ich im Pool sitze und auf einmal ein Elefant daher kommt 🤩
Nach dem Mittagessen ging's zu einem halbstündigen Helikopter-Rundflug. Zuerst die drei Herren, dann Helga und ich. Für alle zusammen war kein Platz. Rosi blieb aufgrund ihrer Schmerzen wieder im Camp....
Nach einem kurzen Briefing....
...ging's im Laufschritt zum Helikopter. Da sich schon wieder eine Elefantenherde in unmittelbarer Nähe aufhielt, war die Strecke vom Jeep bis zum Heli eine echte Überwindung für mich... 😗
Schnell rein in das abenteuerliche Fluggerät!
Angeschnallt - Türen schliessen - ach ne, da war ja gar keine 🤩 und schon hoben wir ab in die Lüfte! Helga hat hinten Platz genommen und ich durfte neben dem Piloten sitzen....
Teil 704. Juli 2018
Flying over Africa!
Hippos von oben - toll!
Mich hat's nur gewundert, dass sie ihre Siesta bei der Mittagshitze nicht im Wasser verbringen....
einzelne Elefanten im Sumpf...
und dann konnten wir die riesigen Herden aus der Luft bewundern....
Was für ein Erlebnis! Fantastisch!
Teil 804. Juli 2018
Nach dem Helikopter Rundflug ging's zurück ins Camp, wo wir die Männer aufpickten und dann nochmal zu einem Afternoon Gamedrive starteten... ...hier ein hübscher Wasserbock
...und Mungos
...aber auch unsere Freunde, die Elefanten waren wieder mit von der Partie - wie sollte es auch anders sein 🤩
zwischendurch gab's noch eine kleine Lehrstunde über den Unterschied zwischen Elefanten- und Hippoexkrementen
und dann suchten wir, oder besser unser Guide, ein hübsches Plätzchen für unseren Sundowner...
Das Getränk der Wahl - Gin Tonic 😛
Den Abend ließen wir dann nach dem Abendessen am Lagerfeuer ausklingen, wo uns von der versammelten Belegschaft des Camps noch ein paar botswanische Lieder vorgesungen wurden - das war wirklich toll! Und nachts kamen wieder die Hippos ins Camp, die man an ihren Lauten direkt neben dem Zelt deutlich hören konnte....
Teil 904. Juli 2018
Am nächsten Morgen starteten wir etwas später, so gegen 8 Uhr, denn für Bernd, Andi, Helga und mich ging's heute um 11 Uhr mit dem Flieger weiter nach Savuti. Für Uwe und Rosi hatte das Camp einen eigenen Hubschrauber organisiert, damit die beiden nach Maun zum Röntgen fliegen konnten....Rosi's anhaltende Rückenschmerzen mussten eine Ursache haben, und die wollten sie mit einem Röntgenbild herausfinden. Die beiden starteten also zu ihrem Flug nach Maun, während wir anderen zu einem Gamedrive aufbrachen, der direkt am Airstrip enden sollte.
endlich mal Zebras 😄
...zwei Elefantenbullen - aber weit weg 😛
eine Wasservogelkolonie
und dann, auf dem Weg zum Airstrip schon wieder eine große Herde Elefanten, die in einiger Entfernung direkt unsere Piste kreuzten....unser Guide Butler fuhr frisch, fröhlich weiter, direkt auf die Herde zu....bis, ja bis wir unser Veto einlegten und ihn baten er möge doch bitte mal anhalten, und die Herde erst mal weiterziehen lassen.... 😵 also stoppte er, und glücklicherweise verzogen sich die Dickhäuter nach links in den Busch, so dass wir weiterfahren konnten.... wir hätten natürlich nicht ewig warten können, denn unser Flieger würde nicht ewig auf uns warten, aber als wir am Airstrip ankamen, landete er ca. 5 Minuten später, sodass wir es noch pünktlich geschafft hatten....
Wir verabschiedeten uns von Butler und seinem Assistenten, bedankten uns recht herzlich und bestiegen das Flugzeug für einen kleinen 10minütigen Hopser nach Savuti....
Fortsetzung folgt
Teil 1006. Juli 2018
...und während wir nach Savute weiterfliegen, sind Rosi und Uwe unterwegs nach Maun zum Röntgen....
nach einer Stunde Flug landen sie in Maun...
Die Radiologie in Maun versetzte Uwe in baffes Erstaunen! Absolut neuestes Equipment mit digitalem Röntgengerät.... Leider brachte die Röntgenaufnahme von Rosi's Wirbelsäule nicht die gewünschte Aufklärung. Die frischen Rissfrakturen waren auf dem Röntgenbild noch nicht zu sehen. Dazu hätte man eine CT-Aufnahme (Computer-Tomograpie) gebraucht. Bedauerlicherweise stand das nächste CT-Gerät in Gaborone - weitere 1000 km entfernt..... Daraufhin entschieden die beiden auf das CT zu verzichten und uns nach Savute zu folgen. Es wurde aber auch gar nicht angeboten, dass sie mit dem Hubschrauber nach Gaborone weiterfliegen.
Direkt neben der Radiologie in Maun befand sich das Deutsche Konsulat.
Teil 1106. Juli 2018
und währen Uwe und Rosi in Maun zugange sind landen wir in Savute....
...sehr witzig 😄
...auf dem Weg zur Savute Safari Lodge.....auch hier gibt es Elefanten...aber, in überschaubarem Ausmaß.... 😛
Ankunft in der Lodge gegen 12 Uhr...
zu meiner großen Freude sehe ich, dass diese Lodge eingezäunt ist 🤩 Hurra!
Wir beziehen unsere luxuriösen Zimmer....
mit Blick auf die (künstlich bewässerten) Wasserlöcher...
wir geniessen ein herrliches Lunch auf dem Deck mit Blick auf die Wasserlöcher...
....entspannte Elefanten....
ein Hornbill hofft, dass etwas vom Lunch für ihn abfällt..... 😄
was für eine tolle Location!
und nach dem Mittagessen geht's in die Dusche - selbst von dort haben wir noch Blick auf die Wasserlöcher - genial!
Teil 1206. Juli 2018
..nach einer kurzen Siesta starten wir gegen 15:30 Uhr zu unserem Nachmittags Gamedrive...
hier noch ein kleiner Mitbewohner der Lodge... ein Mungo
gleich ausserhalb der Lodge sehen wir diesen kleinen Steenbock
Der afrikanische Busch ist hier nicht ganz so dicht wie in Linyanti, was ich sehr sympathisch finde...
Was versteckt sich denn da im trockenen Gras....?
...jetzt erkennt man ihn besser, denn er (oder sie?) ist so nett sich zu erheben und so können wir dieses wunderschöne Tier - unsere erste Leopardensichtung - in vollen Zügen geniessen! Toll!
...zwei Schakale haben den Leoparden ins Visier genommen und informieren durch ihr "Gebelle" sämtliche anderen Tiere über die lauernde Gefahr die von der Raubkatze ausgeht....
...wunderschön...!
Der eine Schakal rückt dem Leoparden ziemlich auf die Pelle und versucht ihn, mit seinem Gebell aus dem Gebiet zu verscheuchen, was ihm auch gelingt....ziemlich genervt zieht der Leopard von dannen... mich hat's gewundert, dass der Leopard den Schakal, der ja viel kleiner ist, nicht angegriffen hat, so nah wie der ran gegangen ist....
...durch die Penetranz des Schakals kommt der Leopard direkt an unserem Auto vorbei....danke dafür! 🤩
....ach ja, fast hätt' ich's vergessen...wir waren übrigens nicht das einzige Auto vor Ort..... 🤩 ziemlich viel Verkehr in Savute! Unsere Freunde, die zuletzt 2008 in Botswana waren, sind erschrocken darüber, wie der Tourismus hier zugenommen hat.... solche Aufläufe kennen sie von ihren bisherigen Reisen überhaupt nicht.... Bernd's Kommentar auf die Rumrangiererei der Jeeps (Picco, ich bleib jetzt bei Jeep - Toyota Landcruiser ist so lang 😄 ): "Jetzt fahr'ns n no zam a...." ...sie haben ihn nicht zusammen gefahren...aber der Leopard hat das Weite gesucht und da es in Savute verboten ist die Sandpisten zu verlassen und querfeldein zu fahren, konnten die vielen Autos ihm nicht folgen....gut so! Und so löst sich der Verkehrsstau recht schnell wieder auf....jeder verschwindet in eine andere Richtung...
Teil 1306. Juli 2018
Uwe ist in der Zwischenzeit auch zu uns gestossen, so dass er die Leoparden Sichtung noch miterleben konnte. Die beiden sind um 16 Uhr in Savuti gelandet und Uwe wurde direkt zu unserem Jeep gebracht, während Rosi sich in die Lodge bringen ließ...im Nachhinein gesehen war das auch die richtige Entscheidung, denn die holprigen Sandpisten hätten dazu führen können, dass die Wirbelrisse komplett durchbrechen, was zu einer Querschnittslähmung geführt hätte...also nicht spaßig....sie hat auch in den weiteren Tagen keinen einzigen Gamedrive mehr mitgemacht....
Wir sichten ein paar Zebras...
...und diese hübsche Giraffe hier.....
...wie hat Karen Blixen es so schön formuliert....: "A giraffe is so much a lady...."
...hier gibt es auch mal freie, offenen Flächen....sehr schön....
...hier mal wieder ein einzelner Elefant...in diesem Abschnitt ist das Flussbett noch nicht ausgetrocknet....
...und schon kommen wir zum nächsten Auto-Auflauf.....an dieser Stelle ist das Flussbett bereits ausgetrocknet ..... was sehen die denn?
Aha! Löwen! Gut getarnt liegen sie da im trockenen Gras am Hang.....es ist das Marsh Rudel, bestehend aus 12 Löwen... wow! Unsere erste Löwensichtung! Wie genial!
...ziemlich faul liegen sie da rum...völlig unbeeindruckt von den vielen Autos....
...verschmust....
....gähn.... 😄
...auch ein Filmteam ist anwesend....
Teil 1406. Juli 2018
Nachdem wir uns an den Löwen satt gesehen haben verlassen wir die Szenerie...die Sonne steht mittlerweile auch schon ziemlich tief und wir müssen so langsam zurück in die Lodge....bei Dunkelheit müssen wir zurück sein, so die Vorschrift.
Wir treffen noch auf diese Büffelherde....
...bei der wir einige Minuten verweilen....
...kräftige Bullen....
...aber dann müssen wir los, sonst schaffen wir es nicht mehr rechtzeitig in die Lodge...
...den Sundowner haben wir heute, aufgrund der tollen Tiersichtungen, ausfallen lassen.....unser Guide fragte zwar, als wir neben dem Marsh-Rudel standen, ob er jetzt mal den Tisch aufbauen soll, aber wir meinten so: "Och nö, muss jetzt nicht sein, eigentlich sind wir alle nicht durstig..." 🤩 🤪 😄
In der Lodge wartete dafür aber schon wieder ein toll gedeckter Tisch auf uns, und wir liessen es uns schmecken....!
Teil 1509. Juli 2018
Am nächsten Morgen starten wir gegen 6:30 Uhr zum Gamedrive.
...ausser ein paar Perlhühnern....
...und anderen Safarifahrzeugen....sehen wir erst mal nicht viel.....
...bis wir an diesem Baum vorbeikommen...
...und unser Guide "Metal" meinte, dass da ein Leopard zu sehen sei....
...ich habe die ganze Zeit den Boden abgescannt und nichts entdeckt, bis Metal den entscheidenden Hinweis gab, dass er im Baum sitzt..... ah! na, das muss dem ungeschulten Auge ja gesagt werden....! 😄
...ein paar Gnus geniessen die ruhige Morgenstimmung....
...und dann kommen wir an diese Stelle hier....na, wer sieht was...???! Ich gebe mal einen Tip: ziemlich genau in der Bildmitte...... Na, was entdeckt? Ich löse mal auf:
Dieses prächtige Löwenmännchen liegt da im Gras....! Perfekt getarnt mal wieder und wir hätten ihn ohne unseren Guide garantiert nicht gesehen....
...er ist aber noch ziemlich faul am Morgen und so fahren wir weiter....
...an ein paar Gnus vorbei....
...und dann gibt's erst mal eine Tasse Tee und Beine vertreten .....
eine hübsche Gabelracke
eine kleine Impalagruppe kreuzt unsere Piste...
sehr apart diese Antilopen....
...wir queren das ausgetrocknete Flussbett....
...sehen diese zwei, schlammgebadeten, Büffel....
...und wieder eine hübsche Giraffe....
....der wir natürlich gerne die Vorfahrt gewähren... 🤪
Teil 1614. Juli 2018
Zwei stattliche Kuduböcke kreuzen unsere Piste....
..hübsche Kerle!
...toll, diese gedrexelten Hörner!
....es ist schon gegen 11 Uhr und wir sind auf dem Weg zurück in die Lodge.....
..als wir kurz vor der Lodge noch dies hübsche Katze sichten....
...wohl ein Mitglied des Marsh Rudels....
...irgendwas hat sie im Visier....
...und sie läuft direkt hinter unserm Jeep vorbei....pretty close! ...auch eine ganz spezielle Erfahrung so im offenen Jeep....aber sie hat nicht uns im Visier sondern eine Artgenossin....die beiden trollen sich ins Gebüsch und wir setzen unsere Fahrt in die Lodge fort....
Teil 1714. Juli 2018
...zurück in der Lodge herrscht erst noch wenig Betrieb an den Wasserlöchern.....
...aber pünktlich zum Mittagessen trudelt eine Elefantenherde ein.....
...grosses Kino...!
...entspannte Elefanten am Wasserloch...
...alle Generationen sind vertreten....
...aus dem Sand nehmen sie Mineralien auf....
...es werden immer mehr....
...auch am zweiten Wasserloch wird der Durst gestillt....und auch ein paar Kududamen sind mit von der Partie....
...von hier könnte man ihnen stundenlang zuschauen....soooo schön!
...nach einer erfrischenden Dusche und einer Siesta treffen wir uns gegen 15:30 Uhr zum Nachmittags Gamedrive....
....und unser Guide "Metal" erwartet uns bereits am Jeep...
Teil 1815. Juli 2018
....wir sehen eine Kududame die sich die Blätter eines Katzenkrallen Busches schmecken lässt...
...wenn ich mich richtig erinnere erzählte uns Metal, dass ein Extrakt dieser Pflanze zur Verhütung genutzt wird....
...wir sehen unseren ersten Baobab.... faszinierend diese Bäume!
Der älteste weitgehend intakte Baobab ist Humani Bedford Old baobab in Simbabwe mit einem geschätzten Alter von 1.800 Jahren.
(Quelle: Wikipedia)
....und wieder eine hübsche Gabelracke....
....kommen an diesem Elefantenkiefer vorbei....
...gut erhalten...
..Uwe und Andi werfen einen genaueren Blick drauf und verzweifeln über der Frage was wohl die Todesursache gewesen sein könnte.... 😄 🤪
...wir fahren weiter und kommen an diesem Adlerpärchen vorbei...
...am Ufer des ausgetrockneten Flussbetts sehen wir diese Elefanten im Gebüsch verschwinden....
Teil 1916. Juli 2018
im ausgetrockneten Flussbett lümmelt dieser Leopard im Sand.....
Dehnübungen an der Stange...
...und wieder entspannen.....
Workout beendet - was nun...?
Standortwechsel....
...den Abhang hoch....
...irgendwie scheint ihm/ihr das Workout nicht bekommen zu haben - oder das Mittagessen war zu üppig...
..der Leo muß sich übergeben....
...Katzenjammer.....und verschwindet danach endgültig im Gebüsch....
Teil 2016. Juli 2018
wir fahren weiter zum Sundowner....
gleich neben dem herrlichen Baobab....
...tun es dem Leo gleich....
wunderschön....!
...und lassen anschließend in der Lodge den Tag beim Lagerfeuer ausklingen....und auch in der Savuti Safari Lodge versammelt sich die gesamte Belegschaft wieder und verabschiedet die Gäste mit stimmgewaltigen Liedern in die Betten.... wirklich toll! Gute Nacht....!