graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201816. Juni 2018 · #21
Hanne schrieb:hallo Claudia, ein Reisebericht mit besonderen Begegnungen lass ich mir nicht entgehen , ich Reise sehr gerne durch mein geliebtes Namibia mit Euch und dann noch in einem Schneckhäuschen als Auto mit WC, aber noch wichtiger ist die Aussendusche , das muss in Afrika sein, das kann nur eine entspannte Reise werden. Sonnige Grüsse Hanne
Liebe Hanne, herzlich willkommen im Bus 🙂 Ein paar entspannte Momente gab es schon 😉 Liebe Grüsse Claudia
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201817. Juni 2018 · #22
In eigener Sache: Anfängerfehler ?
Liebe alle, Zwei Themen zu dem Forum erschliessen sich mir noch nicht wirklich 1. wenn ich eine Antwort auf einen Kommentar geben möchte, funktioniert weder "Antwort" noch "Kurzantwort" (was ist überhaupt der Unterschied zwischen den beiden Funktionen?). In beiden Fällen kommt meine Antwort chronologisch ans Ende des Blogs. Mit Thomas Hilfe habe ich nun die "Zitierenfunktion" angewendet, aber hier wird dann der ganze ursprüngliche Text nochmals reinkopiert. Gibt es eine Möglichkeit, einfach nur zu antworten, zum richtigen Kommentar und ohne alles zu wiederholen ? 2. gestern habe ich versucht, den nächsten Abschnitt hochzuladen. Drei mal. Also Text rein, Bilder hochladen, mit Text verknüpfen und auf "Absenden" klicken. Dann wird das Hochladen gezählt: 1 % ..... 45 % ..... 67 % ..... 99 % dann "warten auf namibia-forum" ... dann "warten auf Google irgendwas" ... dann "warten auf dd irgendwas" .... dann kam nichts mehr .... keine Fehlermeldung - kein aufgeschalteter Text Hat von euch jemand eine Idee, was hier die Ursache sein könnte ?
Aufgrund der gestrigen Probleme werde ich das kommende Kapitel jetzt nochmals versuchen hochzuladen, diesmal jedoch in zwei Tranchen.
Vielen Dank schon mal vorab für jede Lösungsmöglichkeit
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201817. Juni 2018 · #23
Liebe alle, für den 5. Versuch habe ich nun die Bilder massiv im Umfang reduziert und hoffe, dass die Aktualisierung des RB's nun im Forum ankommt. _____________________________________________________________________________________________________________________
3. Etosha, wir kommen Mein Morgenritual besteht darin, einen Kaffee zu trinken, die Landschaft zu beobachten und zu geniessen. Ich setzte also Wasser auf, gab Kaffee in den Filter, schüttete das heisse Wasser in den Filter und hielt diesen in den Fingern, bis das Wasser durch gelaufen war. Unter dem Filter stand die Tasse. Der Filter hielt, ich war glücklich und zufrieden, gab Milch dazu und freute mich über die Welt im Allgemeinen und dass wir in Namibia sind im Speziellen. Dann frühstückten wir gemeinsam und reparierten das Fenster – man ist eindeutig im Vorteil, wenn man bei einer Reparatur etwas sehen kann 😁 Wir öffneten das Fenster in den nächsten Wochen nicht mehr (und Britz hat dieses Fenster bei der Rückgabe auch nicht kontrolliert). Weiter ging es auf der B1 Richtung Etosha. Links und rechts Zäune. Was wird hier ein- und ausgesperrt ? Durch den Reiseführer lernte ich, dass es Unterschiede gibt, ob dahinter Schafe, Wild oder Rinder sind. Sehr interessant. Wir fuhren über Outjo zum Anderson Gate und passierten dort das erste Gate. Wir wurden gefragt, ob wir Fleisch mit haben. Thomas bejahte und uns wurde gesagt, dass wir dieses nicht wieder mit nach draussen nehmen können. Das bedeutete, es wird in Etosha jeden Tag Fleisch geben !!! 🙄 🙄 Eigentlich wollten wir wegen dem Wasserloch in Okaukueio bleiben, uns wurde aber gesagt, wir sollen nach Halali weiter fahren, da in Okaukueio kein Platz mehr frei wäre. Wir hatten nicht den Eindruck, dass die „charmanten“ Damen mit sich diskutieren liessen. Und sooooo wichtig war es für uns dann auch nicht - wir waren ja zum ersten Mal in Etosha, also war für uns ohnehin alles neu. Bevor wir weiter fuhren, stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz vor der Rezeption ab, nahmen Tisch und Stühle raus, zogen die Aussenküche aus und brieten uns ein Spiegelei. Ein paar Leute kamen bei uns vorbei und wollten ins Innere des Schneckenhäuschen sehen, speziell die Toilette interessierte viele. Wir waren grosszügige Gastgeber und beantworteten alle gestellten Fragen 😁 Dann fuhren wir weiter. Nach dem Asphalt war dies unsere erste gravel road in diesem Urlaub und es schüttelte uns kräftig durch. Aber bereits am Wasserloch Nebrowni waren wir sprachlos. Viele Springböcke (ich weiss schon, wenn man länger oder öfter in Etosha ist, kommen einen die Springböcke vor wie hier bei uns die Spatzen und keiner nimmt sie mehr wahr. Wenn du aber das erste Mal dort bist und die Menge davon siehst, beeindruckt es sehr 😁 )
Noch mehr Springböcke
Eine einsame Giraffe
Ein Gnu mit Kampfspuren
Oryxantilopen und Springböcke
Es ist absolut verrückt, wie viele Tiere hier leben. Ich habe in meinem Leben lang noch nie so viele Säugetiere auf einem Fleck gesehen (ein paar Fischschwärme waren wohl grösser).
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201817. Juni 2018 · #24
😄 Ich nutze die Gunst der Stunde und schicke gleich den Rest des Tages nach 😄
___________________________________________________________________________________________________________________________ Eine Riesentrappe, der grosse Vogel kann sogar fliegen, aber nur wenn er in Not ist
Und die Hyäne. Diese hatte mehr Angst vor uns als umgekehrt und verschwand unter der Strasse - und kam auch nicht wieder raus 🤨
Eine kleine Herde von Büffel
Und eine, ein wenig grössere Herde von Zebras
Wir bogen von der C38 rechts ab, um nach Halali zu kommen. Dieser Streckenabschnitt, diese 8 km waren das Highlight in Sachen Waschrumpel-Strasse. Komplett durch geschüttelt kamen wir in Halali an und installierten uns im vorgegeben Areal. Der Platz war nicht voll, aber trotzdem stehen die Auto’s dort sehr dicht aneinander. Die Sanitäreinrichtungen erinnerten mich an jene von Campingplätzen im ehemaligen Jugoslawien.
Wir hatten Freude an dem Hörnchen, das auf unserem Standplatz turnte und gaben ihm ungesalzene Erdnüsschen, dafür durfte ich ein Foto von ihm machen.
Nach dem Abendessen (ja, es gab Steak auf dem Braai) gingen wir zum Wasserloch von Halali, die Abendstimmung war super. Es war ruhig, fast andächtig - keiner sprach laut. Das einzige Geräusch, das man hörte kam durch das Öffnen von Bierdosen, die andere Wasserloch-Bestauner mitgebracht hatten 😁
Am Wasserloch tat sich jedoch leider nichts, vielleicht haben wir nicht lange genug gewartet, aber nach einer Stunde gingen wir zurück.
Und gingen recht früh in’s Bett, da wir morgens zeitig raus wollten, um auf eigene Erkundung zu gehen (mit den Tieren an den Wasserlöchern hatten wir den Eindruck, wir hätten die Tiere „konsumiert“). Ich glaube, ich schlief bereits während dem Zähneputzen ein, dabei hatten wir uns an diesem Tag überhaupt nicht körperlich angestrengt. Bei Einschlafproblemen, könnte eine Namibia-Reise Wunder wirken 😄
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201819. Juni 2018 · #27
Liebe alle,
ich bedanke mich bei euch für die PN's zum Thema Bilder hochladen, den Danke-Button Drückern und überhaupt den Mitlesern ! So macht es Spass, etwas zu erzählen 😁 Das heutige Kapitel ist recht Bilder-lastig. Nachdem es gestern mit den umfangreduzierten Bildern so gut geklappt hat, bin ich nun übermütig und versuche gleich mal das ganze Kapitel.
Ich wünsche euch einen tollen Tag und viel Spass beim Lesen 😁
Claudia __________________________________________________________________________________________________________________ 4. Etosha auf eigene Faust – Begegnungen durch das Autofenster Wir waren tatsächlich um 6 Uhr bereits wach. Ich startete mein Morgenritual mit heissem Wasser, Filter, Kaffepulver und Tasse, wie gehabt. Nur diesmal riss der Filter 😈 . Hmhm, ein zweiter Anlauf, der Filter riss wieder 😈 😈 . Dann kam ich auf die Idee mit dem Salatsieb 🤪 Nicht sehr schön und eine rechte Sauerei auf dem ganzen Tisch, aber es funktioniert 😛 Der Morgen war gerettet.
Also geht es los auf die Tour. Wir fuhren Richtung Helo und schon bald sahen wir erste Giraffen.
Diese Elefanten kündigten sich bereits durch ihre Dungspur an 😁
Eine Agame am Wegesrand
Ich glaube, das waren zwei juvenile Springböcke. Hier machten die beiden gerade Pause von einer „Übungs-Rangelei“
Diesen Baum fand ich sehr schön.
Eine Antilope (Impala ?) lässt sich von uns beim Trinken nicht stören
Ein Straussen-Baby. Ich fand den Grössenunterschied zwischen Baby und Mutter beeindruckend. Was muss das kleine noch wachsen ! 😘
Wir machten Mittagspause im Schatten eines überdachten Picknick-Platzes und ja, es gab Fleisch vom Vorabend.
Wir genossen das Essen, die Ruhe und den Ausblick auf die Etosha Pfanne. Bis, ja bis ein Bus mit ca. 12 Personen kam, Deutsche und Österreicher gemischt, die wirklich sehr laut waren. Sie übertrumpften sich gegenseitig, wer bereits was von der Welt gesehen hat. Von dem schönen Ort, an dem sie gerade waren, haben sie nichts mitbekommen. Ein bisschen Fremdschämen war angesagt. 🤨
Die Gruppe war jedoch sehr schnell fertig mit ihren Lunchpaketen, also kehrte bald wieder Ruhe ein.
Nach dem Mittag machten wir uns noch auf den Weg in Richtung Lookout.
Etosha Pan - weit, weit, unendlich weit.
Diese kleine Trappe stand im Schatten eines Busches und beobachtete uns über die Schulter. Als wir die Fotos gemacht hatten und wieder am weg fahren waren, regte sich der Vogel richtig über uns aus und schimpfte sehr laut.
Obwohl wir sehr geduldig waren und lange warteten, das Rhino hat sich kaum bewegt, nur ein wenig mit den Ohren geschlackert.
Unser „selbst-gefundene“ Elefant, ganz ohne Wasserloch - wow - eindrücklich
Ein weiblicher Kudu
Dieses Zebra stand ganz wichtig neben dem Verbotsschild 😉
Grosse Gnuherden, wie abwechslungsreich hier die Natur ist. Wald, Salzwüste, Prärie, alles hier.
Und grosse Zebraherden.
Wir waren wieder auf der Rumpelpiste und schlugen uns Richtung Camp Site Halali. An diesem Abend waren wir so voller Eindrücke und auch so durch geschüttelt, dass wir einen gemütlichen Abend rund um das Schneckenhäuschen machten, das letzte Fleisch grillten und wieder früh zu Bett gingen. Am nächsten Tag sollte es Richtung Swakopmund gehen, mit einem Stop-over an der Strecke.
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201819. Juni 2018 · #31
Logi schrieb:Hallo Claudia,
die zwei juvenilen Springböcke hatten sich als junge Impalas verkleidet. 😉 Diese Schlingel!
LG Logi
Lieber Jogi, da war ich mir nicht ganz sicher, habe die Impalas jedoch aufgrund der Form der Hörner ausgeschlossen. Aber unser Reiseführer zeigt auch keine Jungtiere ... Danke für den Tipp mit dem Kaffee, scheint eine sehr gute Lösung zu sein. Schmeckt der Kaffee auch ? Lieber Gruss - Claudia
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201819. Juni 2018 · #33
Topobär schrieb: Ein kleiner Tip für Eure nächste Reise. Der abgeschnittene obere Teil einer PET-Flasche ergibt umgedreht einen sehr guten Kaffeefilter.
tiggi1'558 Beiträge · seit 201119. Juni 2018 · #34
Ihr Lieben, wir stehen kurz vor einer Afrikareise, aber dieses Mal ist der Etosha nicht eingeplant. Es ist deshalb schön, durch eure Erlebnisse und Fotos díe Wartezeit zu verkürzen. Seid also herzlich eingeladen, weiter zu schreiben! 😘
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201820. Juni 2018 · #35
tiggi schrieb:Ihr Lieben, wir stehen kurz vor einer Afrikareise, aber dieses Mal ist der Etosha nicht eingeplant. Es ist deshalb schön, durch eure Erlebnisse und Fotos díe Wartezeit zu verkürzen. Seid also herzlich eingeladen, weiter zu schreiben! 😘
Liebe Grüße Biggi
Liebe Biggi, schön, wenn wir einen Beitrag zur Reduktion der Wartezeit leisten können ! 😁 Vielen Dank für dein Feedback und liebe Grüsse - Claudia
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201820. Juni 2018 · #36
Liebe alle,
Vielen Dank für eure Kommentare, Verbesserungen und Anregungen von euren eigenen Reisen ! Hätte ich den Blog nur vor dem Urlaub schreiben können, hätte ich in Namibia bereits mehr gewusst 😁 😁 Heute beschreibe einen eher un-entspannten Tag unserer Namibia-Reise, da half auch die Aussendusche nicht 😄 Nachdem es im letzten Kapitel viele Fotos gab, kommt heute recht viel Text.
Viel Spass beim Lesen und einen schönen Tag Claudia __________________________________________________________________________________________________________________ 5. Chaos – erst Begegnung im Pyjama, dann geplatzter Stop-Over
Wieder waren wir um 6.00 auf und ich machte meinen Kaffee, mithilfe des Salatsiebs. Ich sass also auf unserem Sitzplatz und genoss den Morgen und den Kaffee. Der Nachbar direkt vor uns startete sein Auto. Da sah ich, dass er noch weit davon entfernt war abzufahren, das Dachzelt war noch gar nicht abgebaut. Ich wartete 5 Minuten, der Motor lief. Dann ging ich - im Pyjama und der Kaffeetasse in der Hand - zu ihm und fragte (natürlich nach einem „How are you doing?“ seinerseits, ich antwortete „fine“)
o « Why do you have the engine on ? » o « I am charging my phone …. » o ????????? o « Would you mind, switching it off ? »
He did 😁
Ich scheine im Pyjama furchteinflössend zu wirken 😄 😄
Wir konnten also ohne Lärm und Abgase unser Frühstück essen und verliessen Halali. Auf dem Weg nach draussen blieben wir noch für einem Paar Strausse stehen ….
kämpfenden Zebras (oder genau dem Gegenteil von kämpfen?????) ….
Und machten noch einen Stopp bei Nebrowni. Heute waren wirklich viele Autos hier ! Wie sieht es hier in der Hauptsaison aus ?
Ein Elefant war am Wasserloch, wir konnten ihn aber aufgrund der vielen Autos kaum sehen. Neben all den PKW’s stand auch ein vollbesetzter Bus am Wasserloch. Wir standen die ganze Zeit am Rand, dann bat ich Thomas, ein wenig nach vorne zu fahren, sodass ich den Elefanten fotografieren konnte. Thomas fuhr und wir blieben stehen. Leider hatten wir nicht daran gedacht, dass unser Schneckenhäuschen höher ist als unsere Autos zu Hause, daher haben wir wohl für ein paar Sekunden den Touristen im Bus die Sicht genommen. Also grosses „Tschuldige“ an jene, die letzten November am Wasserloch Nebrowni in einem Bus sassen und ausser unserem Schneckenhäuschen nichts mehr sehen konnten ! Ja, das waren wir - sorry 🤨 Aber hier noch der Elefant
Wir kamen wieder zur Vet-Kontrolle. Das Fleisch war aufgegessen, die Eier verschwiegen wir. Wir hatten kein Problem beim Passieren. Über die C38 und anschliessende B1 fuhren wir über Outjo und Otjiwarongo und bogen dort auf die C33 in Richtung Karibib ab. Nach der Abzweigung begannen wir nach einer Unterkunft zu suchen, es war so gegen 14.00. Kalkfeld und die Umgebung waren nicht sehr einladend und es gab auch keine Camping-Plätze. Bei Omaruru lasen wir ein Plakat einer Lodge mit Campingplatz, die Guestfarm Onduruquea. Wir freuten uns, es war so gegen 17.00 und fuhren hin. Wir passierten ein Tor mit Strohdach, das für unser Auto zu tief war. Also berührten wir es und sprengten dabei auch eine Verriegelung unseres Dachs. Wir liessen das Auto draussen und gingen Richtung Lodge. Dort war niemand. Wir gingen in die Lodge und riefen. Die junge Frau sprach Deutsch. Wir fragen, ob wir hier übernachten können. Nein, der Campingplatz wäre geschlossen, wie auch alle anderen in der Umgebung, da es hier marodierende Banden gäbe. Es wäre sogar jemand dabei umgekommen. Sie hätten nun die Lodge verkauft und beginnen ein neues Leben. Wow, was muss alles passieren, dass jemand seine Existenz aufgibt. (ich habe aktuell auf deren Webpage gesehen, dass die Guestfarm nun unter neuen Besitzern wieder geöffnet ist, es wird jedoch kein Camping angeboten).
Es gäbe noch eine Camp Site in Omaruru, sie gab mir die Telefonnummer und ich rief dort an und fragte, ob wir noch einen Platz haben könnten. Leider nein, die Camp-Site sei wegen Überfällen geschlossen worden. Wir hätten jedoch ein Hotelzimmer/Bungalow für 7.000 Namibia Dollar haben können. Wir entschieden dann, nach Swakopmund durch zu fahren, die Idee mit dem Stop-Over war gestrichen. Es waren aber noch fast 200 km, zwar Asphalt aber dennoch. Bereits wieder unterwegs rief ich die Dessert Sky Backpackers Lodge an und reservierte für uns und sagte, dass wir nicht sicher sind, wann wir ankommen. Die Dame sagte: „we are waiting for you“. Das klang nett, das klang gut !
Ich begann dann im Reiseführer über Kriminalität nachzulesen. Es wurde geschrieben, dass Namibia prinzipiell ein sicheres Reiseland ist, was wir natürlich wussten und wovon wir auch ausgingen. Aber man soll vor Zeitungsverkäufern aufpassen, bei Geldautomaten und dass es in letzter Zeit speziell an Rastplätzen bei grösseren Strassen vermehrt zu Überfällen gekommen wäre. Hmhhhhhhh …..
Voila, wir fuhren. Wir hatten diesen Tag Essens-technisch schlecht geplant und ausser Keksen noch nichts gegessen. Die Kombination von der Uhrzeit, nichts im Magen, die Unterkunft noch weit weg, gehörten Geschichten und nachgelesenen Information über Kriminalität machte uns ganz und gar nicht glücklich. Dann kam noch hinzu, dass uns das Benzin ausging. Wir mussten in Karibib tanken, sonst wären wir nicht mehr nach Swakopmund gekommen. Vor Karibib hatte uns die junge Frau von der Guestfarm Onduruquea extra gewarnt, wenn wir nicht müssen, sollen wir dort nicht stehen bleiben. Voila, wir mussten.
Bei der Tankstelle in Karibib war viel Trubel, viele Autos und noch mehr Menschen. Es war eine friedliche Atmosphäre, nichts beunruhigendes. Thomas stieg aus und ich blieb im Auto. „How are you doing“, wie immer. Dann
WHEE EEEE WHEE EEEE: Das war unser Auto. Das war die Alarmanlage ! 🤩 🤩
Thomas öffnete die Türe und der Alarm hörte auf. Der Mann, der uns das Benzin gab, war sehr freundlich und sagte am Schluss noch: „kommt doch mal wieder, es ist eigentlich schön hier“. Unser Schneckenhäuschen war nun wieder vollgetankt. Thomas hatte beim Tanken bemerkt, dass unser Dach offen war (das Tor von der Lodge!) und schloss es von innen wieder. Ich sass noch vorne.
WHEE EEEE WHEE EEEE – die Alarmanlage ging wieder an. 🤩 🤩
Wir haben daraus gelernt: wenn das Auto von aussen geschlossen ist, darf innen drinnen niemand mehr sitzen, sonst geht die Anlage an. Aber ausser uns beiden schien die Alarmanlage niemand gestört zu haben. Vielleicht sind es die Namibier gewohnt, dass Touristen mit den Alarmanlagen ihrer Mietwägen nicht umgehen können 🙂
Nach Karibib nahmen wir die B2 in Richtung Swakopmund. Die Strasse ist bei den Strassenrändern wirklich in einem sehr schlechten Zustand. Bei höherer Geschwindigkeit hat man den Eindruck, das Auto wäre breiter als die Strasse. Der Höhenunterschied zwischen der Strasse und dem Sand (dort wo in unseren Ländern auf Autobahnen der Pannenstreifen wäre) ist beeindruckend tief, zwischen 10 und 20 cm geht es nach unten. Dazu kamen noch all die Kreuze, die aufgestellt waren. Hier schien in der Vergangenheit alle 20 Meter jemand gestorben zu sein. Die Landschaft wurde zur Mondlandschaft, eigentlich sehr schön, wir hatten jedoch kein Auge dafür. Wir wurden recht häufig durch aberwitzige Überholmanöver überholt. Dann kam der Nebel von Swakopmund. Hijeijei, wir waren alles andere als entspannt ! 😮
Die Leute von der Desert Sky Backpacker Lodge haben ihr Versprechen gehalten, sie haben auf uns gewartet. Wir kamen so gegen 20.30 an und sie schlossen hinter uns ihre Tore. In Swakopmund sind die Mauern rund um die Häuser noch höher als in Windhoek, die Drähte noch zahlreicher, aber wir waren DRINNEN. Es war ein nicht sehr hübscher Innenhof, sah ein wenig nach einem Gefängnishof aus, wir waren jedoch so durcheinander von diesem Tag, dass uns das egal war. Wir assen noch eine Kleinigkeit, tranken einen Wein und gingen schlafen. What a day !!!
graugans schrieb:Bei Omaruru lasen wir ein Plakat einer Lodge mit Campingplatz, die Guestfarm Onduruquea. Wir freuten uns, es war so gegen 17.00 und fuhren hin. Wir passierten ein Tor mit Strohdach, das für unser Auto zu tief war. Also berührten wir es und sprengten dabei auch eine Verriegelung unseres Dachs. Wir liessen das Auto draussen und gingen Richtung Lodge. Dort war niemand. Wir gingen in die Lodge und riefen. Die junge Frau sprach Deutsch. Wir fragen, ob wir hier übernachten können. Nein, der Campingplatz wäre geschlossen, wie auch alle anderen in der Umgebung, da es hier marodierende Banden gäbe. Es wäre sogar jemand dabei umgekommen. Sie hätten nun die Lodge verkauft und beginnen ein neues Leben. Wow, was muss alles passieren, dass jemand seine Existenz aufgibt. (ich habe aktuell auf deren Webpage gesehen, dass die Guestfarm nun unter neuen Besitzern wieder geöffnet ist, es wird jedoch kein Camping angeboten).
Onduruquea und die benachbarte RL-Farm gehören einem deutschen Unternehmer. Beide Farmen sind "nur" verpachtet.
Zum Pächterwechsel von Onduruquea gab´s mal einen Thread. Jedenfalls gibt es dort seit Dezember als neue Pächter eine holländische Familie.
Sibolds, die alten & langjährigen Pächter, sind nach wieder nach Swakopmund (die hatten dort früher Erich´s Restaurant) gezogen und die Schwiegertochter mit dem Enkel zurück nach Deutschland.
LG Logi
Flash20101'425 Beiträge · seit 201524. Juni 2018 · #38
Liebe Claudia,
ich habe nun deinen Bericht in einem verschlingen können und quetsche mich mit Freude noch dazu, in euer Schneckenhaus! Ein sehr schöner Erstlings-Bericht 🙂
majelsche13 Beiträge · seit 201825. Juni 2018 · #39
Hallo Claudia, wir kommen gerade nach 3 Wochen Namibia zurück. Sitzen noch im Zug. Und ich habe Zeit im Forum zu stöbern. Deinen Bericht finde ich sehr interessant. Mich erstaunt aber, daß sie euch vor Karibib gewarnt haben. Wann wart ihr da? Wir sind von dort weiter ins Damaraland gefahren bis zum Aba Huab Camp. Wir wollten eigentlich zur Mowanilodge- Campsite. Die war aber voll. War eine anstrengende aber auch schöne Tour. Die Landschaft ist schon irre. L. G. Marion
graugansThemenstarter60 Beiträge · seit 201825. Juni 2018 · #40
Flash2010 schrieb:Liebe Claudia,
ich habe nun deinen Bericht in einem verschlingen können und quetsche mich mit Freude noch dazu, in euer Schneckenhaus! Ein sehr schöner Erstlings-Bericht 🙂
Liebe Grüße Laura
Liebe Laura, ich freue mich, dass du dabei bist 😁 Du brauchst dich nicht rein zu quetschen, wenn's eng wird, bauen wir einfach eine Reihe an 😄 Liebe Grüsse und einen schönen Tag - Claudia