Reisebericht Namibia von Claudia und Thomas – Besondere Begegnungen
Prolog und Vorbereitung der Reise
Wir, das sind Claudia und Thomas, waren Ende 2017 in Namibia. Während der Vorbereitungszeit entdeckten wird das Namibia-Forum und haben viele Tipps aufgenommen und umgesetzt. Wir waren zum ersten Mal mit einem Camping-Car unterwegs und konnten daher die Tipps wirklich gut gebrauchen.
Nach dem super-intensiven Urlaub in Namibia las ich weiterhin die Reiseberichte im Forum und getraute mich erstmal nicht, selbst einen Bericht zu schreiben. Die Berichte von Guggu, Robin (wenn er wieder mal schreibt 😉 ), Sam, Sabine (ich bin eine von den ganz stillen Mitlesern, sorry dafür !) und weiteren sind so toll, dass ich fand, wir hätten wenig zu zeigen, bzw. zu sagen. Aber, ich glaube, wir hatten doch ein paar ganz spezielle, skurrile, schöne und auch schmerzhafte Begegnungen, daher wage ich es nun doch.
Ach ja, noch etwas für die Einleitung: obwohl Thomas Biologe ist, sind wir nicht sehr gut mit dem Bestimmen der Tiere. Thomas ist Entomologe und spezialisiert auf Motten und Eintagsfliegen und da ist es in der Biologie noch weit bis zu einem Springbock oder einem Elefanten 😄 . Wenn Ihr also Korrekturen oder Präzisierungen bei den Bestimmungen habt, nehme ich diese gerne auf und lerne dabei – vielen Dank schon mal vorab !
Wir beschäftigten uns seit einigen Jahren mit Namibia, knapp nach dem Jahreswechsel 16/17 wurde es konkret und wir buchten für uns ungewöhnlich fast ein halbes Jahr im Voraus die Flüge und zahlten das Auto an. Ich stellte für das Auto eine einzige Bedingung, ich wollte eine Toilette im Innenraum des Autos haben. Ich habe nichts dagegen, mal hinter den Busch zu gehen, stellte mir das aber in der Namib in Ermangelung von Büschen schwer vor. Ausserdem wollte ich nachts keiner Hyäne begegnen. Voila, Thomas nahm meinen Wunsch ernst und wir hatten ein „Luxusauto“ mit Innentoilette, Innen- und Aussenküche, Aussendusche und Air Condition im Führerhaus (was sich letztlich nicht als Luxus sondern als Notwendigkeit erwies). Vorweggenommen, wir nannten unser Auto das „Schneckenhäuschen“, genauso sah es aus. Zwei weitere Bedingungen kannte Thomas bereits: am Morgen einen Kaffee in Ruhe und am Abend ein Glas Wein, ebenfalls in Ruhe. Dazwischen konnte natürlich richtig Trubel sein.
Der Schwerpunkt unserer Reise war für das Kennenlernen von neuen Wüsten bzw. Halbwüsten gedacht. Nach unserem Plan hätte die Regenzeit Anfang Dezember einsetzen sollen, dann hätten wir bereits Etosha und die Namib gesehen und wären dann zur blühenden Kalahari gekommen. Soweit mal zur Theorie und zum Plan. Mit Ausnahme der ersten Übernachtung in Windhoeck hatten wir keine Reservierungen gemacht, wir wollten diesen Urlaub spontan halten. Da wir auch nicht zur Hauptsaison unterwegs waren, dachten wir, diese Freiheit können wir uns leisten. Wir hatten nur einen groben Ablauf in Form eines O’s im Kopf: Windhoek, Etosha, Swakopmund, Sossusvlei, Aus, Keetmanshoop und über die Kalahari wieder zurück nach Windhoek.
Als weitere Vorbereitung hatten wir uns Zusatzpakete für Roaming in Namibia beschafft und bei der Post Rand (Namibia$ kann man nicht kaufen und Rand gilt in Namibia als zweite Währung) bestellt. Das Geld kam mit dem Briefträger ins Haus, so ersparten wir uns das Geldziehen in WDH. Als Reiseführer hatten wir Stefan Loose, Travel Handbücher, Namibia als Vorbereitung gelesen, aber auch auf der Reise selbst, hatten wir diesen recht häufig im Einsatz. Mittlerweile sieht der Reiseführer total abgeschmuddelt aus 🙂
Nun würde ich mich freuen, wenn der eine oder andere Interesse an unseren Begegnungen hat und die Reise mitverfolgt. Wir haben einen grossen virtuellen Bus, mit bequemen Sitzen, angenehmer Musik und Temperatur, guten virtuellen Stossdämpfern, die jedes Waschbrett ignorieren lassen. Und Platz hat es reichlich 😘 . Über Kommentare freue mich natürlich besonders !
Los geht’s: die Koffer waren gepackt (laaange Diskussion über das Gepäck: Tauchtasche, Rucksäcke oder eben Koffer. In welchem Gefäss lässt sich am Besten alles verstauen und welches „verschwindet“ während der Fahrt ? Trotz Nicht-verschwinden entschieden wir uns für die Koffer. Während der Fahrt waren diese hinten, in der Nacht im Fahrerhaus und konnten so auch gut für Kleidung, die wir erst wieder in der Schweiz brauchten, oder auch für Schmutzwäsche genutzt werden.), der Abflugtag war gekommen und wir flogen mit Swiss/South African von Zürich über Johannesburg nach Windhoek. Der Flug war ohne Probleme und recht angenehm, die Immigration Procedure bekamen wir auch geschafft, auch wenn man sich von den Damen dort nicht sehr willkommen fühlte. Bei wem welcher Check (Iris, Finderdruck, Pass) gemacht wurde, schien reine Intuition zu sein. Es soll ja keine Monotonie im Job aufkommen 😉 😕



































































































































































































