Reisebericht

Besondere Begegnungen

von graugans · begonnen 13. Juni 2018 · 21 Teile

Teil 113. Juni 2018
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Reisebericht Namibia von Claudia und Thomas – Besondere Begegnungen

Prolog und Vorbereitung der Reise
Wir, das sind Claudia und Thomas, waren Ende 2017 in Namibia. Während der Vorbereitungszeit entdeckten wird das Namibia-Forum und haben viele Tipps aufgenommen und umgesetzt. Wir waren zum ersten Mal mit einem Camping-Car unterwegs und konnten daher die Tipps wirklich gut gebrauchen.
Nach dem super-intensiven Urlaub in Namibia las ich weiterhin die Reiseberichte im Forum und getraute mich erstmal nicht, selbst einen Bericht zu schreiben. Die Berichte von Guggu, Robin (wenn er wieder mal schreibt 😉 ), Sam, Sabine (ich bin eine von den ganz stillen Mitlesern, sorry dafür !) und weiteren sind so toll, dass ich fand, wir hätten wenig zu zeigen, bzw. zu sagen. Aber, ich glaube, wir hatten doch ein paar ganz spezielle, skurrile, schöne und auch schmerzhafte Begegnungen, daher wage ich es nun doch.
Ach ja, noch etwas für die Einleitung: obwohl Thomas Biologe ist, sind wir nicht sehr gut mit dem Bestimmen der Tiere. Thomas ist Entomologe und spezialisiert auf Motten und Eintagsfliegen und da ist es in der Biologie noch weit bis zu einem Springbock oder einem Elefanten 😄 . Wenn Ihr also Korrekturen oder Präzisierungen bei den Bestimmungen habt, nehme ich diese gerne auf und lerne dabei – vielen Dank schon mal vorab !
Wir beschäftigten uns seit einigen Jahren mit Namibia, knapp nach dem Jahreswechsel 16/17 wurde es konkret und wir buchten für uns ungewöhnlich fast ein halbes Jahr im Voraus die Flüge und zahlten das Auto an. Ich stellte für das Auto eine einzige Bedingung, ich wollte eine Toilette im Innenraum des Autos haben. Ich habe nichts dagegen, mal hinter den Busch zu gehen, stellte mir das aber in der Namib in Ermangelung von Büschen schwer vor. Ausserdem wollte ich nachts keiner Hyäne begegnen. Voila, Thomas nahm meinen Wunsch ernst und wir hatten ein „Luxusauto“ mit Innentoilette, Innen- und Aussenküche, Aussendusche und Air Condition im Führerhaus (was sich letztlich nicht als Luxus sondern als Notwendigkeit erwies). Vorweggenommen, wir nannten unser Auto das „Schneckenhäuschen“, genauso sah es aus. Zwei weitere Bedingungen kannte Thomas bereits: am Morgen einen Kaffee in Ruhe und am Abend ein Glas Wein, ebenfalls in Ruhe. Dazwischen konnte natürlich richtig Trubel sein.
Der Schwerpunkt unserer Reise war für das Kennenlernen von neuen Wüsten bzw. Halbwüsten gedacht. Nach unserem Plan hätte die Regenzeit Anfang Dezember einsetzen sollen, dann hätten wir bereits Etosha und die Namib gesehen und wären dann zur blühenden Kalahari gekommen. Soweit mal zur Theorie und zum Plan. Mit Ausnahme der ersten Übernachtung in Windhoeck hatten wir keine Reservierungen gemacht, wir wollten diesen Urlaub spontan halten. Da wir auch nicht zur Hauptsaison unterwegs waren, dachten wir, diese Freiheit können wir uns leisten. Wir hatten nur einen groben Ablauf in Form eines O’s im Kopf: Windhoek, Etosha, Swakopmund, Sossusvlei, Aus, Keetmanshoop und über die Kalahari wieder zurück nach Windhoek.
Als weitere Vorbereitung hatten wir uns Zusatzpakete für Roaming in Namibia beschafft und bei der Post Rand (Namibia$ kann man nicht kaufen und Rand gilt in Namibia als zweite Währung) bestellt. Das Geld kam mit dem Briefträger ins Haus, so ersparten wir uns das Geldziehen in WDH. Als Reiseführer hatten wir Stefan Loose, Travel Handbücher, Namibia als Vorbereitung gelesen, aber auch auf der Reise selbst, hatten wir diesen recht häufig im Einsatz. Mittlerweile sieht der Reiseführer total abgeschmuddelt aus 🙂
Nun würde ich mich freuen, wenn der eine oder andere Interesse an unseren Begegnungen hat und die Reise mitverfolgt. Wir haben einen grossen virtuellen Bus, mit bequemen Sitzen, angenehmer Musik und Temperatur, guten virtuellen Stossdämpfern, die jedes Waschbrett ignorieren lassen. Und Platz hat es reichlich 😘 . Über Kommentare freue mich natürlich besonders !
Los geht’s: die Koffer waren gepackt (laaange Diskussion über das Gepäck: Tauchtasche, Rucksäcke oder eben Koffer. In welchem Gefäss lässt sich am Besten alles verstauen und welches „verschwindet“ während der Fahrt ? Trotz Nicht-verschwinden entschieden wir uns für die Koffer. Während der Fahrt waren diese hinten, in der Nacht im Fahrerhaus und konnten so auch gut für Kleidung, die wir erst wieder in der Schweiz brauchten, oder auch für Schmutzwäsche genutzt werden.), der Abflugtag war gekommen und wir flogen mit Swiss/South African von Zürich über Johannesburg nach Windhoek. Der Flug war ohne Probleme und recht angenehm, die Immigration Procedure bekamen wir auch geschafft, auch wenn man sich von den Damen dort nicht sehr willkommen fühlte. Bei wem welcher Check (Iris, Finderdruck, Pass) gemacht wurde, schien reine Intuition zu sein. Es soll ja keine Monotonie im Job aufkommen 😉 😕
Teil 214. Juni 2018
1. Ankunft und wer hat Angst vor wem ?
Wir warteten auf unser Gepäck und als es da war gingen wir nach draussen. Das bestellte Taxi wartete bereits auf uns und brachte uns nach Windhoek, zum Tendbergen Hillside (das Auswahl-Kriterium für dieses Hotel war die Nespresso Maschine 😛 ). Windhoeck wirkte auf uns sehr hügelig und Europäisch, wir guckten und guckten und suchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Das Zimmer im Hotel war schön, gross und sauber. Nun wollten wir uns nach dem langen Transport bewegen und fragten den freundlichen Concierge nach dem Weg zu Joe’s Beerhouse. Er war ganz aus dem Häuschen und sagte, „it‘s dangorous, you shouldn’t walk, it’s dangorous !!!!“ Hmhm, wir wollten trotzdem laufen. Also gingen wir den Hügel hinunter, kamen auf eine belebtere Strasse, auf einen Platz und begannen uns wirklich nicht mehr wohl zu fühlen. Es war nichts bedrohliches, nur ein komisches Gefühl – all die hohen Mauern um die Häuser, die Elektrozäune oben drauf, die Hunde hinter den Mauern. Also beschlossen wir, umzudrehen und beim Hotel etwas zu essen. Wir gingen schnell zurück. Vor uns ging ein junges, schwarzes Pärchen, das uns total ängstlich ansah, weil wir so schnell von hinten kamen. Diese beiden hatten eindeutig mehr Angst vor uns als umgekehrt 🤩 Das tat uns wirklich Leid !
Das Essen im Restaurant war sehr gut und wir hatten eine gute Nacht.

2. Start mit dem Schneckenhäuschen – eine Begegnung mit 10 cm zu viel Natur
Nach einem wirklich guten Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserem Autovermieter, Britz/maui nahe beim Flughafen. Also nahmen wir dieselbe Strecke wie gestern nur in die andere Richtung. Der Raum bei Britz war riesig, entlang den Wänden stehen 6 Schreibtische. Wir mussten erst in der Mitte Formulare ausfüllen und dann ein Video anschauen über die Do’s and Dont’s „mit dem Camper unterwegs in Namibia“. Also eher langsam fahren, da das Auto in einer Kurve kippen könnte, wenn man mal links von der Strasse kommt, nicht ruckartig korrigieren sondern langsam und bis zu welcher Höhe man durch Wasser fahren kann. Ach ja, und dann noch das Zuschalten der 4x4 Anwendung und die Veränderung des Reifendrucks auf 1.4 bar auf Sand. Wir bekamen Respekt !
Dann ging es endlich zum Auto. Wir hatten viel Spass mit der Angestellten von Britz, sie zeigte uns alles (bis auf eine Ausnahme), wie die Dusche funktioniert, wie das Aufklappen des Dachs, wie der Kühlschrank, wo das Reserverad ist und wie man es abbekommt – wir beteten, dass wir keinen Reifenschaden haben werden ! Sie gab uns noch ein Set Karten von Windhoek und Namibia mit und zeichnete ein, wo wir unseren ersten Grosseinkauf in Windhoek machen können. Sie empfahl uns Woermann Brock und wir machten uns auf den Weg, eben dort hin. Im Total dauerte die ganze Prozedur über 3 Stunden, es gab doch einige Leerläufe wegen kaputter Drucker. Wir freuten uns dann aber sehr, unterwegs zu sein !
Natürlich passierte auch uns das Verwechseln von Blinker und der Scheibenwasch-Anlage aber die Umgewöhnung von rechts nach links ging eigentlich doch recht schnell. Wir waren bereits in mehreren Ländern mit Linksverkehr, da war es nicht komplett neu für uns, aber trotzdem natürlich gewöhnungsbedürftig. Speziell Kreisverkehre finde ich kompliziert 😗
Wir waren dann bei Woermann, begrüssten den Security-Man und staunten über die vielen Deutschen Produkte, nur Butter haben wir keine gefunden. Wir kauften auch Steaks für ca. 4 Tage. Im total hatten wir 5 bis 6 Tüten voll Lebensmittel, Aschenbecher (für mich), Gläser, Wasser, Bier und 5 Liter Wein im Karton. Wir gingen mit unseren Schätzen zum Schneckenhäuschen zurück, bezahlten den Security-Mann und fuhren Richtung Etosha auf der B1. Es war uns klar, dass der Weg zu Etosha für den heutigen Tag zu lange war, also suchte ich in den mitgegebenen Karten (mit Werbung von Hotels und Restaurants auf der Rückseite) nach einer Unterkunft. Dieser Abend war eigentlich nur dafür vorgesehen, dass wir unsere Koffer und die Lebensmittel möglichst sinnvoll im Schneckenhäuschen verteilen und wir uns richtig einrichten. Wir fanden die Nummer 25, die Otjiwa Lodge.
Wir passierten das Tor, wo wir eine Visitors Permit ausgestellt bekommen haben und WOW, wir waren in unserer ersten Lodge. Nach der eher hässlichen B1 war dies eine grosse Überraschung.
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Eine wirklich sehr schöne Camp Site, nur eher ungeeignet für das, was wir vor hatten, da die Camp Site ausschliesslich Sand als Untergrund hat.
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Wir konnten also kaum etwas auf den Boden legen, das Schneckenhäuschen war bereits am ersten Abend voll Sand. Wir räumten alles aus den Koffern aus, füllten damit die Schränke, füllten den Kühlschrank, klappten das Dach hoch, machten das Bett und öffneten die Fenster.
BLING, machte das eine Fenster und sprang aus dem Rahmen (es war das Fenster, das auch während der Besichtigung geschlossen war). Wir konnten es nicht mehr reparieren, da es bereits dunkel wurde. Wir waren dann geschafft, müde und hungrig und starteten unseren ersten Braai in Namibia. Das Fleisch war genial ! Nur Salz und Pfeffer drauf und gut war’s. Der Wein aus dem Karton war sehr schwierig im Handling, viel zu schwer, einiges ging auf den Boden (wir haben erst am nächsten Tag gesehen, dass der Karton so etwas wie einen Hahn hatte) aber trotzdem waren wir zufrieden mit unserem Werk und unserer Umgebung. Plötzlich krabbelte etwas auf meinem Bauch, tap tap tap, sehr schnell, rund um meine Taille.
Ich sprang auf und versuchte, das Ding abzuschütteln, das Ding war ruhig, ist es weg ???? Ich ging ins Schneckenhäuschen und wollte mich umziehen. Tap tap tap. Das Ding war wieder da, ich riss mir das Kleid vom Körper und sah eine Spinne von ca. 10 cm, blass-braun, wirklich hässlich ! Zirka 2 Wochen später lernte ich, dass ich eine Roman Spider (Walzenspinne) kennen gelernt habe. Die Spinne rennt sehr schnell im Zickzack auf dem Boden und sucht nach Beute. Sie kann bis zu einem Meter hoch bzw. weit springen 🤨 Sie sprang wohl an mir hoch.
Das Foto ist aus dem Internet, ich war nicht cool genug, ein Foto zu machen 🙁
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Ich trank noch ein Glas Wein und ging ins Bett – das war keine appetitliche Begegnung - genug der Aufregung !
Teil 317. Juni 2018
Liebe alle,
für den 5. Versuch habe ich nun die Bilder massiv im Umfang reduziert und hoffe, dass die Aktualisierung des RB's nun im Forum ankommt.
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3. Etosha, wir kommen
Mein Morgenritual besteht darin, einen Kaffee zu trinken, die Landschaft zu beobachten und zu geniessen. Ich setzte also Wasser auf, gab Kaffee in den Filter, schüttete das heisse Wasser in den Filter und hielt diesen in den Fingern, bis das Wasser durch gelaufen war. Unter dem Filter stand die Tasse. Der Filter hielt, ich war glücklich und zufrieden, gab Milch dazu und freute mich über die Welt im Allgemeinen und dass wir in Namibia sind im Speziellen. Dann frühstückten wir gemeinsam und reparierten das Fenster – man ist eindeutig im Vorteil, wenn man bei einer Reparatur etwas sehen kann 😁 Wir öffneten das Fenster in den nächsten Wochen nicht mehr (und Britz hat dieses Fenster bei der Rückgabe auch nicht kontrolliert).
Weiter ging es auf der B1 Richtung Etosha. Links und rechts Zäune. Was wird hier ein- und ausgesperrt ? Durch den Reiseführer lernte ich, dass es Unterschiede gibt, ob dahinter Schafe, Wild oder Rinder sind. Sehr interessant. Wir fuhren über Outjo zum Anderson Gate und passierten dort das erste Gate. Wir wurden gefragt, ob wir Fleisch mit haben. Thomas bejahte und uns wurde gesagt, dass wir dieses nicht wieder mit nach draussen nehmen können. Das bedeutete, es wird in Etosha jeden Tag Fleisch geben !!! 🙄 🙄
Eigentlich wollten wir wegen dem Wasserloch in Okaukueio bleiben, uns wurde aber gesagt, wir sollen nach Halali weiter fahren, da in Okaukueio kein Platz mehr frei wäre. Wir hatten nicht den Eindruck, dass die „charmanten“ Damen mit sich diskutieren liessen. Und sooooo wichtig war es für uns dann auch nicht - wir waren ja zum ersten Mal in Etosha, also war für uns ohnehin alles neu. Bevor wir weiter fuhren, stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz vor der Rezeption ab, nahmen Tisch und Stühle raus, zogen die Aussenküche aus und brieten uns ein Spiegelei. Ein paar Leute kamen bei uns vorbei und wollten ins Innere des Schneckenhäuschen sehen, speziell die Toilette interessierte viele. Wir waren grosszügige Gastgeber und beantworteten alle gestellten Fragen 😁 Dann fuhren wir weiter. Nach dem Asphalt war dies unsere erste gravel road in diesem Urlaub und es schüttelte uns kräftig durch. Aber bereits am Wasserloch Nebrowni waren wir sprachlos.
Viele Springböcke (ich weiss schon, wenn man länger oder öfter in Etosha ist, kommen einen die Springböcke vor wie hier bei uns die Spatzen und keiner nimmt sie mehr wahr. Wenn du aber das erste Mal dort bist und die Menge davon siehst, beeindruckt es sehr 😁 )
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Noch mehr Springböcke
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Eine einsame Giraffe
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Ein Gnu mit Kampfspuren
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Oryxantilopen und Springböcke
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Es ist absolut verrückt, wie viele Tiere hier leben. Ich habe in meinem Leben lang noch nie so viele Säugetiere auf einem Fleck gesehen (ein paar Fischschwärme waren wohl grösser).

Fortsetzung folgt, so der Server will 😎 😗

Liebe Grüsse
Claudia
Teil 417. Juni 2018
😄 Ich nutze die Gunst der Stunde und schicke gleich den Rest des Tages nach 😄

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Eine Riesentrappe, der grosse Vogel kann sogar fliegen, aber nur wenn er in Not ist
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Und die Hyäne. Diese hatte mehr Angst vor uns als umgekehrt und verschwand unter der Strasse - und kam auch nicht wieder raus 🤨
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Eine kleine Herde von Büffel
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Und eine, ein wenig grössere Herde von Zebras
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Wir bogen von der C38 rechts ab, um nach Halali zu kommen. Dieser Streckenabschnitt, diese 8 km waren das Highlight in Sachen Waschrumpel-Strasse. Komplett durch geschüttelt kamen wir in Halali an und installierten uns im vorgegeben Areal. Der Platz war nicht voll, aber trotzdem stehen die Auto’s dort sehr dicht aneinander. Die Sanitäreinrichtungen erinnerten mich an jene von Campingplätzen im ehemaligen Jugoslawien.

Wir hatten Freude an dem Hörnchen, das auf unserem Standplatz turnte und gaben ihm ungesalzene Erdnüsschen, dafür durfte ich ein Foto von ihm machen.
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Nach dem Abendessen (ja, es gab Steak auf dem Braai) gingen wir zum Wasserloch von Halali, die Abendstimmung war super. Es war ruhig, fast andächtig - keiner sprach laut. Das einzige Geräusch, das man hörte kam durch das Öffnen von Bierdosen, die andere Wasserloch-Bestauner mitgebracht hatten 😁
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Am Wasserloch tat sich jedoch leider nichts, vielleicht haben wir nicht lange genug gewartet, aber nach einer Stunde gingen wir zurück.
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Und gingen recht früh in’s Bett, da wir morgens zeitig raus wollten, um auf eigene Erkundung zu gehen (mit den Tieren an den Wasserlöchern hatten wir den Eindruck, wir hätten die Tiere „konsumiert“). Ich glaube, ich schlief bereits während dem Zähneputzen ein, dabei hatten wir uns an diesem Tag überhaupt nicht körperlich angestrengt. Bei Einschlafproblemen, könnte eine Namibia-Reise Wunder wirken 😄

Fortsetzung folgt ....

Liebe Grüsse
Claudia
Teil 519. Juni 2018
Liebe alle,

ich bedanke mich bei euch für die PN's zum Thema Bilder hochladen, den Danke-Button Drückern und überhaupt den Mitlesern ! So macht es Spass, etwas zu erzählen 😁
Das heutige Kapitel ist recht Bilder-lastig. Nachdem es gestern mit den umfangreduzierten Bildern so gut geklappt hat, bin ich nun übermütig und versuche gleich mal das ganze Kapitel.

Ich wünsche euch einen tollen Tag und viel Spass beim Lesen 😁

Claudia
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4. Etosha auf eigene Faust – Begegnungen durch das Autofenster
Wir waren tatsächlich um 6 Uhr bereits wach. Ich startete mein Morgenritual mit heissem Wasser, Filter, Kaffepulver und Tasse, wie gehabt. Nur diesmal riss der Filter 😈 . Hmhm, ein zweiter Anlauf, der Filter riss wieder 😈 😈 . Dann kam ich auf die Idee mit dem Salatsieb 🤪
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Nicht sehr schön und eine rechte Sauerei auf dem ganzen Tisch, aber es funktioniert 😛 Der Morgen war gerettet.

Also geht es los auf die Tour. Wir fuhren Richtung Helo und schon bald sahen wir erste Giraffen.
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Diese Elefanten kündigten sich bereits durch ihre Dungspur an 😁
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Eine Agame am Wegesrand
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Ich glaube, das waren zwei juvenile Springböcke. Hier machten die beiden gerade Pause von einer „Übungs-Rangelei“
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Diesen Baum fand ich sehr schön.
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Eine Antilope (Impala ?) lässt sich von uns beim Trinken nicht stören
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Ein Straussen-Baby. Ich fand den Grössenunterschied zwischen Baby und Mutter beeindruckend. Was muss das kleine noch wachsen ! 😘
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Wir machten Mittagspause im Schatten eines überdachten Picknick-Platzes und ja, es gab Fleisch vom Vorabend.
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Wir genossen das Essen, die Ruhe und den Ausblick auf die Etosha Pfanne. Bis, ja bis ein Bus mit ca. 12 Personen kam, Deutsche und Österreicher gemischt, die wirklich sehr laut waren. Sie übertrumpften sich gegenseitig, wer bereits was von der Welt gesehen hat. Von dem schönen Ort, an dem sie gerade waren, haben sie nichts mitbekommen. Ein bisschen Fremdschämen war angesagt. 🤨

Die Gruppe war jedoch sehr schnell fertig mit ihren Lunchpaketen, also kehrte bald wieder Ruhe ein.

Nach dem Mittag machten wir uns noch auf den Weg in Richtung Lookout.
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Etosha Pan - weit, weit, unendlich weit.
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Diese kleine Trappe stand im Schatten eines Busches und beobachtete uns über die Schulter. Als wir die Fotos gemacht hatten und wieder am weg fahren waren, regte sich der Vogel richtig über uns aus und schimpfte sehr laut.
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Obwohl wir sehr geduldig waren und lange warteten, das Rhino hat sich kaum bewegt, nur ein wenig mit den Ohren geschlackert.
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Unser „selbst-gefundene“ Elefant, ganz ohne Wasserloch - wow - eindrücklich
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Ein weiblicher Kudu
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Dieses Zebra stand ganz wichtig neben dem Verbotsschild 😉
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Grosse Gnuherden, wie abwechslungsreich hier die Natur ist. Wald, Salzwüste, Prärie, alles hier.
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Und grosse Zebraherden.
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Wir waren wieder auf der Rumpelpiste und schlugen uns Richtung Camp Site Halali. An diesem Abend waren wir so voller Eindrücke und auch so durch geschüttelt, dass wir einen gemütlichen Abend rund um das Schneckenhäuschen machten, das letzte Fleisch grillten und wieder früh zu Bett gingen. Am nächsten Tag sollte es Richtung Swakopmund gehen, mit einem Stop-over an der Strecke.

Fortsetzung folgt ....

Liebe Grüsse - Claudia
Teil 620. Juni 2018
Liebe alle,

Vielen Dank für eure Kommentare, Verbesserungen und Anregungen von euren eigenen Reisen ! Hätte ich den Blog nur vor dem Urlaub schreiben können, hätte ich in Namibia bereits mehr gewusst 😁 😁
Heute beschreibe einen eher un-entspannten Tag unserer Namibia-Reise, da half auch die Aussendusche nicht 😄
Nachdem es im letzten Kapitel viele Fotos gab, kommt heute recht viel Text.

Viel Spass beim Lesen und einen schönen Tag
Claudia
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5. Chaos – erst Begegnung im Pyjama, dann geplatzter Stop-Over

Wieder waren wir um 6.00 auf und ich machte meinen Kaffee, mithilfe des Salatsiebs. Ich sass also auf unserem Sitzplatz und genoss den Morgen und den Kaffee. Der Nachbar direkt vor uns startete sein Auto. Da sah ich, dass er noch weit davon entfernt war abzufahren, das Dachzelt war noch gar nicht abgebaut. Ich wartete 5 Minuten, der Motor lief.
Dann ging ich - im Pyjama und der Kaffeetasse in der Hand - zu ihm und fragte (natürlich nach einem „How are you doing?“ seinerseits, ich antwortete „fine“)

o « Why do you have the engine on ? »
o « I am charging my phone …. »
o ?????????
o « Would you mind, switching it off ? »

He did 😁

Ich scheine im Pyjama furchteinflössend zu wirken 😄 😄

Wir konnten also ohne Lärm und Abgase unser Frühstück essen und verliessen Halali. Auf dem Weg nach draussen blieben wir noch für einem Paar Strausse stehen ….
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kämpfenden Zebras (oder genau dem Gegenteil von kämpfen?????) ….
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Und machten noch einen Stopp bei Nebrowni. Heute waren wirklich viele Autos hier ! Wie sieht es hier in der Hauptsaison aus ?
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Ein Elefant war am Wasserloch, wir konnten ihn aber aufgrund der vielen Autos kaum sehen. Neben all den PKW’s stand auch ein vollbesetzter Bus am Wasserloch. Wir standen die ganze Zeit am Rand, dann bat ich Thomas, ein wenig nach vorne zu fahren, sodass ich den Elefanten fotografieren konnte. Thomas fuhr und wir blieben stehen. Leider hatten wir nicht daran gedacht, dass unser Schneckenhäuschen höher ist als unsere Autos zu Hause, daher haben wir wohl für ein paar Sekunden den Touristen im Bus die Sicht genommen. Also grosses „Tschuldige“ an jene, die letzten November am Wasserloch Nebrowni in einem Bus sassen und ausser unserem Schneckenhäuschen nichts mehr sehen konnten ! Ja, das waren wir - sorry 🤨
Aber hier noch der Elefant
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Wir kamen wieder zur Vet-Kontrolle. Das Fleisch war aufgegessen, die Eier verschwiegen wir. Wir hatten kein Problem beim Passieren. Über die C38 und anschliessende B1 fuhren wir über Outjo und Otjiwarongo und bogen dort auf die C33 in Richtung Karibib ab. Nach der Abzweigung begannen wir nach einer Unterkunft zu suchen, es war so gegen 14.00. Kalkfeld und die Umgebung waren nicht sehr einladend und es gab auch keine Camping-Plätze. Bei Omaruru lasen wir ein Plakat einer Lodge mit Campingplatz, die Guestfarm Onduruquea. Wir freuten uns, es war so gegen 17.00 und fuhren hin. Wir passierten ein Tor mit Strohdach, das für unser Auto zu tief war. Also berührten wir es und sprengten dabei auch eine Verriegelung unseres Dachs. Wir liessen das Auto draussen und gingen Richtung Lodge. Dort war niemand. Wir gingen in die Lodge und riefen. Die junge Frau sprach Deutsch. Wir fragen, ob wir hier übernachten können. Nein, der Campingplatz wäre geschlossen, wie auch alle anderen in der Umgebung, da es hier marodierende Banden gäbe. Es wäre sogar jemand dabei umgekommen. Sie hätten nun die Lodge verkauft und beginnen ein neues Leben. Wow, was muss alles passieren, dass jemand seine Existenz aufgibt. (ich habe aktuell auf deren Webpage gesehen, dass die Guestfarm nun unter neuen Besitzern wieder geöffnet ist, es wird jedoch kein Camping angeboten).

Es gäbe noch eine Camp Site in Omaruru, sie gab mir die Telefonnummer und ich rief dort an und fragte, ob wir noch einen Platz haben könnten. Leider nein, die Camp-Site sei wegen Überfällen geschlossen worden. Wir hätten jedoch ein Hotelzimmer/Bungalow für 7.000 Namibia Dollar haben können. Wir entschieden dann, nach Swakopmund durch zu fahren, die Idee mit dem Stop-Over war gestrichen. Es waren aber noch fast 200 km, zwar Asphalt aber dennoch. Bereits wieder unterwegs rief ich die Dessert Sky Backpackers Lodge an und reservierte für uns und sagte, dass wir nicht sicher sind, wann wir ankommen. Die Dame sagte: „we are waiting for you“. Das klang nett, das klang gut !

Ich begann dann im Reiseführer über Kriminalität nachzulesen. Es wurde geschrieben, dass Namibia prinzipiell ein sicheres Reiseland ist, was wir natürlich wussten und wovon wir auch ausgingen. Aber man soll vor Zeitungsverkäufern aufpassen, bei Geldautomaten und dass es in letzter Zeit speziell an Rastplätzen bei grösseren Strassen vermehrt zu Überfällen gekommen wäre. Hmhhhhhhh …..

Voila, wir fuhren. Wir hatten diesen Tag Essens-technisch schlecht geplant und ausser Keksen noch nichts gegessen. Die Kombination von der Uhrzeit, nichts im Magen, die Unterkunft noch weit weg, gehörten Geschichten und nachgelesenen Information über Kriminalität machte uns ganz und gar nicht glücklich. Dann kam noch hinzu, dass uns das Benzin ausging. Wir mussten in Karibib tanken, sonst wären wir nicht mehr nach Swakopmund gekommen. Vor Karibib hatte uns die junge Frau von der Guestfarm Onduruquea extra gewarnt, wenn wir nicht müssen, sollen wir dort nicht stehen bleiben. Voila, wir mussten.

Bei der Tankstelle in Karibib war viel Trubel, viele Autos und noch mehr Menschen. Es war eine friedliche Atmosphäre, nichts beunruhigendes. Thomas stieg aus und ich blieb im Auto. „How are you doing“, wie immer. Dann

WHEE EEEE WHEE EEEE: Das war unser Auto. Das war die Alarmanlage ! 🤩 🤩

Thomas öffnete die Türe und der Alarm hörte auf. Der Mann, der uns das Benzin gab, war sehr freundlich und sagte am Schluss noch: „kommt doch mal wieder, es ist eigentlich schön hier“. Unser Schneckenhäuschen war nun wieder vollgetankt. Thomas hatte beim Tanken bemerkt, dass unser Dach offen war (das Tor von der Lodge!) und schloss es von innen wieder. Ich sass noch vorne.

WHEE EEEE WHEE EEEE – die Alarmanlage ging wieder an. 🤩 🤩

Wir haben daraus gelernt: wenn das Auto von aussen geschlossen ist, darf innen drinnen niemand mehr sitzen, sonst geht die Anlage an. Aber ausser uns beiden schien die Alarmanlage niemand gestört zu haben. Vielleicht sind es die Namibier gewohnt, dass Touristen mit den Alarmanlagen ihrer Mietwägen nicht umgehen können 🙂

Nach Karibib nahmen wir die B2 in Richtung Swakopmund. Die Strasse ist bei den Strassenrändern wirklich in einem sehr schlechten Zustand. Bei höherer Geschwindigkeit hat man den Eindruck, das Auto wäre breiter als die Strasse. Der Höhenunterschied zwischen der Strasse und dem Sand (dort wo in unseren Ländern auf Autobahnen der Pannenstreifen wäre) ist beeindruckend tief, zwischen 10 und 20 cm geht es nach unten. Dazu kamen noch all die Kreuze, die aufgestellt waren. Hier schien in der Vergangenheit alle 20 Meter jemand gestorben zu sein. Die Landschaft wurde zur Mondlandschaft, eigentlich sehr schön, wir hatten jedoch kein Auge dafür. Wir wurden recht häufig durch aberwitzige Überholmanöver überholt. Dann kam der Nebel von Swakopmund. Hijeijei, wir waren alles andere als entspannt ! 😮

Die Leute von der Desert Sky Backpacker Lodge haben ihr Versprechen gehalten, sie haben auf uns gewartet. Wir kamen so gegen 20.30 an und sie schlossen hinter uns ihre Tore. In Swakopmund sind die Mauern rund um die Häuser noch höher als in Windhoek, die Drähte noch zahlreicher, aber wir waren DRINNEN. Es war ein nicht sehr hübscher Innenhof, sah ein wenig nach einem Gefängnishof aus, wir waren jedoch so durcheinander von diesem Tag, dass uns das egal war. Wir assen noch eine Kleinigkeit, tranken einen Wein und gingen schlafen. What a day !!!

Schneckenhäuschen im Innenhof am nächsten Morgen
SchneckenhäuschenSwakop.jpg


Frühstücksecke
FrühstückseckeSwakop.jpg


Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 725. Juni 2018
6. Die drei S
Wir verliessen die Backpacker Lodge nach dem Frühstück ohne Dusche (diese war nicht sehr einladend) und gondelten durch Swakopmund. Wir wollten uns Swakopmund ansehen und auch eine erste Idee von der Namib bekommen. Nach einer relativ kurzen Zeit und ohne wirklich danach gesucht zu haben, entdeckten wir das Hotel/Camping „Alte Brück Resort“. Wir fragten, ob sie noch einen Stellplatz frei haben und ja, das hatten sie. Wir konnten uns den Stellplatz aussuchen und reservierten für 3 Nächte. Die Angestellten waren super-freundlich, die Site war sauber, durch die einzel-benutzbaren Bäder sehr luxuriös und die Wiese sehr angenehm. Es tat uns schlicht gut nach dem gestrigen Tag und dem engen Camping in Entosha.

Wir breiteten uns aus, duschten und kochten glücklich-machende Spaghetti (diesmal ganz ohne Fleisch) …..
Wir machten noch das Schneckenhäuschen sauber und sprachen über den gestrigen Tag. Es war uns nichts passiert, warum war es uns so mulmig gewesen ? Eigentlich hatten wir nur zu viel Negatives gehört und gelesen. Aber wir wussten auch, warum es uns in diesem Moment so gut ging:
o wir waren satt
o wir fühlten uns sicher
o wir waren sauber
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Zwei Webervögel haben Interesse an den Resten unserer Spaghetti
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Wir machten eine erste Bestandsaufnahme des Gelds und entschieden am Nachmittag neben dem Sight-Seeing auch zu einer Bank zu gehen. Dann machten wir noch Pläne für die kommenden Tage in Swakopmund und buchten eine geführte Tour „Little 5“ für den nächsten Tag.
Das Hotel bietet einen Wäscheservice, den wir auch nutzten und alles war 24 Stunden später sauber, wohlriechend und gefaltet zurück.

Es war ein unspektakulärer Tag in Swakopmund mit vielen „Künstlern“, die alle die selben Schnitzereien verkaufen wollten, netten Kaffee’s, der kleinen und schönen Altstadt.

Wir gingen dann noch in die Bank, um Geld zu holen. Der Mitarbeiter schickte uns rigoros zum Bankomat (auch wenn Stefan Loose in seinem Reiseführer sagt, man soll zum Schalter gehen, dies war nicht möglich). Dort war aber ebenfalls ein Security-Mann und alles funktionierte wie zu Hause (nur dass wir einen grösseren Betrag abhoben )

Wir liefen wieder zurück zum Schneckenhäuschen und machten unseren ersten Leseabend ….

Fortsetzung folgt ....

Liebe Grüsse - Claudia
Teil 825. Juni 2018
Liebe Fomis,
heute bin ich Blog-technisch gut in Schuss, daher kommt gleich das nächste Kapitel. Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und bedanke mich für euer Interesse und den Kommentaren.
Es ist schon beeindruckend, was man alles mit einer abgeschnittenen Plastik-Flasche mache kann 😄
Liebe Grüsse - Claudia
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7. Die Tour „Little 5“ – Begegnungen mit viel Kleingetier und ein Wiedersehen
Nach einer verkürzten Kaffeeprozedur wurden wir pünktlich um 8.00 vom Tour Operator abgeholt. Es war eine recht kräftige Frau, die uns Geschichten erzählte, die von highen Swakop-Bürgern handelten, da die Apotheke abgebrannt war ……….
Nach einer kurzen Verzögerung, da andere Gäste nicht geweckt wurden und daher noch beim Frühstück sassen und unser Guide noch eine vergessene Tasche in einem anderen Auto holen musste, kamen wir in der Namib an. Das generelle Briefing über die Namib erhielten wir gemeinsam mit einer zweiten Truppe des selben Tour-Operators. Dann wurde der Reifendruck reduziert und los gings.

Was machen die denn hier ? 😕
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Ja, hier wurde gebuddelt …..
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Und gefunden ….
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Es wurde aber auch nicht nach allem gebuddelt. Bei einem Gespinst im Sand wurde uns erzählt, dass dies Radspinnen seien, die ebenfalls im Sand sind. Diese brauchen aber nach dem Buddeln wieder 3 Tage, bis sie dort sind, wo sie waren. Und das kostet den Spinnen zu viel Energie. Für diese Erklärung war ich dankbar !

Ein winziger Käfer (Spider beetle ?)
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Ich wollte das nicht …. (die Eidechse am Ohr)
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Ein standorttreuer Skorpion
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Wunderbare Dünenlandschaft
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Ein Suchbild …. (Kopf einer Sandviper)
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Von einer Seite sah das Chamäleon so aus …
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….. von der anderen Seite so (dies, um mehr von der Sonne abzubekommen und gleichzeitig ist es eine Tarnung, da das Chamäleon mit der dunklen Seite wie ein Stein aussieht). Dieses ortstreue Tier ist ein fester Bestandteil der Tour, dafür wird er/sie/es auch fleissig mit Mehlwürmern gefüttert.
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Knapp vor einer Trinkpause kamen wir an einen Platz, an dem bereits Vögel auf uns warteten. Unser Guide machte Lockrufe (sehr laut – sehr lange), die Vögel kamen und wurden von ihr gefüttert.

Dann war Wüste satt ! Ich hätte dort Stundenlang schauen können. Diese Formen, diese Farben, der kleine Prinz ist wohl nur mehr um die Ecke 😁
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Dass die Namib-Wüste auf den Atlantik trifft, empfinde ich als sehr eindrucksvoll !
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Dann ging es über die Dünen wieder in Richtung unserer Startposition. Da kam dann der besondere „Spass“, ganz schnell mit dem Auto die Düne nach oben brettern, ein bisschen abheben und dann wieder ganz schnell die Düne nach unten brettern. Im Verhältnis zur Ruhe der Dünen war diese Aktion für mich sehr "laut".

Noch ein kleiner Tipp, sollte jemand diese Tour buchen und Zigaretten-Raucher sein: fragt genau nach, wann/wo eine Zigarettenpause angebracht ist. Ich hatte nicht daran gedacht und erhielt einen meiner schlimmsten Rüffel !

Als Fazit für diesen Ausflug: es war schön, die Tiere gesehen zu haben, die wir ohne die Guides sicher nicht gefunden hätten. Aber es wurde schon sehr viel gefüttert. Ich habe den „Spass-Teil“ eher als unnötig empfunden. In diesem Forum gibt es Berichte über schönere Touren.

Als wir nach der Tour wieder zur Camp Site kamen, hatten wir einen neuen Nachbarn. Das Auto kam uns bekannt vor. Ein paar Stunden später erschien der Besitzer, bzw. der Mieter. Es war unser Nachbar von Halali ! Der Mann, der das Telefon mit dem Automotor lädt !
Wir grinsten alle drei, stellten uns vor und gaben uns die Hand. Er lud uns auf ein Bier nach dem Abendessen ein. Wir hatten mit Kleber (er wusste sogar, dass sein Name im Deutschen eine Bedeutung hat, „it’s like glue“) einen super-netten Abend zusammen, an dem wir lernten, warum das Fleisch in Namibia so toll schmeckt. Kleber ist Sohn eines brasilianischen Rinderzüchters und erzählte, dass das Fleisch in Brasilien, SA und Namibia (und sicher noch in anderen Ländern dieser Welt) eigentlich immer dry-aged ist. Dies sei eine notwendige Prozedur, da die Kühe sich viel bewegen und daher viele Muskeln haben. Als Resultat wäre das Fleisch ohne dry-aged-Prozedur hart. Stallkühe bewegen sich viel weniger, daher ist diese Methode nicht notwendig. Dass dadurch aber die Qualität des Fleisches wirklich besser wird, schmeckt man. Dass dry-aged Fleisch in Europa jetzt gerade in Mode ist, fand er superlustig. Er grillte das Fleisch auch anders als wir: er hielt es mit einer Zange direkt in die Flamme und meinte, dass es dadurch noch mehr Aromen bekäme als nur mit der Glut. Ich bin nicht sicher, wieviel Einbildung hier dabei ist, aber das von ihm angebotene Fleisch schmeckte „awesome“.
Nach diesem netten gemeinsamen Abend gingen wir für namibische Verhältnisse recht spät zu Bett, war aber nicht schlimm, wir hatten nichts Aufregendes für den nächsten Tag geplant.
Und, so wurde aus einer doch eher skurrilen Begegnung im Pyjama eine schöne und super-nette Begegnung 😁 😁

Fortsetzung folgt .....

Liebe Grüsse - Claudia
Teil 926. Juni 2018
Liebe alle,
ein kleines Kapitel über Swakopmund.
Trotz der Kürze wünsche ich Spass beim Lesen 😁
Liebe Grüsse - Claudia
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8. Toaster
Heute hatten wir eine grosse Kaffeeprozedur geplant und wollten auch Brot toasten. Der Toaster gab kein Lebenszeichen von sich. Dann fiel uns auf, dass wir auch bei unserer Sanitäreinrichtungen keinen Strom hatten. Thomas ging an die Rezeption und sofort kam jemand, um das Problem zu beheben. Voila, Sicherung wieder an und wir hatten wieder Strom.
Also, zweiter Versuch mit dem angebräunten Brot. Wieder alles aus. Tja, es schien, als wäre unser Toaster das eigentliche Problem, der die Sicherung von dem ganzen Areal der Camp-Site killte 😗 😗 Nochmals kam der nette Mann, wir hatten wieder Strom, verzichteten aber auf einen weiteren Einsatz unseres Toasters und nahmen uns vor, einen neuen zu kaufen.

Wir bummelten dem Meer entlang, gingen auf einen Kaffee und dann in Richtung Altstadt.
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Im „Alte Brauhaus“ assen wir Fisch (ich) und gebratenen Leberkäse (Thomas). Ist lustig, auf der anderen Seite der Weltkugel eine Deutsche Speisekarte in der Hand zu haben und einen Leberkäse zu bestellen. Dann suchten wir noch „unsere“ Fahnen. Thomas ist Deutscher, diese Flagge war schnell gefunden, sie war sehr gross und prominent. Wir wohnen in der Schweiz, also suchten und fanden wir die Schweizer Flagge fast ebenso schnell. Ich als Österreicherin musste ein bisschen suchen, bis ich „meine“ fand. Aber sie war hier 😁

Am Nachmittag gingen wir noch zu Woermann Brock und kauften neben Lebensmitteln einen neuen Toaster und ganz wichtig: einen Trichter, einen ganz normalen weissen Plastiktrichter. Von nun an konnte ich den Kaffeefilter in den Trichter geben, diesen in die Tasse hängen und damit fast normal Kaffee kochen. Ganz ohne Sauerei auf dem Tisch. Euren Kommentaren im Blog entnehme ich, dass ich nicht die erste/einzige bin, die sich mit dem Thema Kaffee recht intensiv beschäftigt hat. Vielen Dank für eure Lösungsvorschläge 😁 Das Salat-Sieb war nun wieder für den Salat im Einsatz - und das Thema Morgenkaffee ist für diesen Blog geschlossen 😉

Aber irgendwie, Swakopmund war angenehm für uns, aber nicht so, wie wir uns Namibia vorgestellt hatten - wir freuten uns bereits sehr auf die Weiterfahrt am nächsten Morgen !

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1027. Juni 2018
9. On the road again – Wir beginnen mit Cruisen
Wir fuhren wieder auf die B2 in Richtung Walvis Bay und machten dort kurzen Halt bei den Flamingos. Sehr schön !
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Was wir von Walvis Bay sahen, gefiel uns. Es ist ein sehr sauberes Örtchen und uns ist aufgefallen, dass es dort viel weniger hohe Mauern um die Häuser gibt und kaum Elektrozäune.

Dann bogen wir auf die Sandpiste C14 ab und hatten zum ersten Mal in Namibia den Eindruck zu cruisen. Wow, was für eine tolle Erfahrung !
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Die letzten Blüten eines Kameldornbaums
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Die (für uns) ersten Köcherbäume
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Der überdachte Pausenplatz, sehr einladend. Später wussten wir, dass dieser Pausenplatz eine Rarität war. Die meisten, die wir später auf unserer Tour noch sahen, hatten kein Dach mehr.
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Ich hätte nie gedacht, dass es in der Wüste Brücken gibt ….
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Wow, wow, wow, diese Landschaft …..
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Endlose Weite ……
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Die Sandstrasse, bzw. das Waschbrett machte uns teilweise Mühe. Thomas versuchte zwar den schlimmsten Stellen und Schlaglöchern auszuweichen, wir wurden aber doch recht durchgeschüttelt. Mit der Zeit fühlt man sich vor lauter Schütteln und Vibrieren richtig blöd im Kopf. Wir blieben stehen, starrten in die Ferne und dachten …… nichts 🤨

Neben uns blieb ein Auto stehen und eine Frau fragte
o „Do you need help ?“
o „No, thank you, we just need a break“
o „We feel with you – bye“
Und weg waren sie wieder. Nett, dass sie angehalten hatten 😁

Aus unserer Erfahrung, dass es nicht überall möglich ist, spontan eine Unterkunft zu finden, haben wir von Swakopmund aus doch ein paar Unterkünfte vorreserviert, so auch das Rostock-Ritz für diese Nacht. Bei der Fahrt zum Hauptgebäude sahen wir einen Wüstenfuchs, der machte sich aber schnell aus dem Staub und von hinten wollte ich ihn nicht fotografieren. Leider ging bei der Reservation etwas mit dem Datum schief, wir wurden erst für den nächsten Tag erwartet. Wir bekamen den Stellplatz trotzdem und waren zum Zeitpunkt der Ankunft die einzigen Gäste. Generell wirkte die Lodge nicht sehr belebt und uns wurde auch weder etwas zum Essen noch ein Drive angeboten. Der Pool war nur für Lodge-Mieter vorgesehen.

Wir fuhren zur Campsite, die ca. 3 km von der Lodge lag und sahen eine beeindruckende Landschaft.
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Wir erkundeten dann die Camp Site und die in den Fels gebauten Sanitäreinrichtungen. Diese waren sauber und der Blick von der Dusche auf die Weite der Landschaft beeindruckend.

Der Mond ging auf
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Zum ersten Mal in diesem Urlaub baute ich das Stativ auf und konzentrierte mich auf die Schatten und Farben, die die Sonne auf einen Felsblock hinterliess.
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Ein Blick in die andere Richtung
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Thomas kommt vom Ausflug zurück
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Wir genossen noch den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein und machten uns anschliessend ans Abendessen. Mittlerweile hatten wir Grillholz im Schneckenhäuschen, da wir verstanden hatten, dass nicht jede Lodge Feuerholz als normalen Service anbietet. Wir zündeten dieses auf dem Braai mit Lion Strikers an (eine tolle Erfindung diese Strikers - diese hätte ich auch gerne zu Hause!) und legten ein Steak auf das Feuer. Wir machten immer eine grössere Portion, dann hatten wir gleichzeitig das Mittagessen des Folgetags bereit. Nach dem Essen machten wir noch das Geschirr sauber und
…. sahen unseren ersten wilden Skorpion ....
Der sass nicht still, wie der bei der geführten Tour. Der rannte im Zickzack hin und her, sehr schnell. Wir verfolgten ihn noch ein bisschen mit der Taschenlampe, er verliess dann aber die Camp Site und wir gingen zu Bett – und wieder schliefen wir innerhalb von Sekunden ein.

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1102. Juli 2018
Liebe alle,
nach einem wunderschönen langen Wochenende bei und mit Freunden, tauche ich nun wieder in die Namibia-Welt ein.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen der 10. Etappe
Liebe Grüsse - Claudia
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10. Begegnung mit Strange Ranger, die Erste

Am nächsten Morgen hatten wir erst Frühstück (mit Begeisterung trank ich mittlerweile Oshikandela, den Drink-Yoghurt! Schmeckt super und macht richtig satt), dann packten wir unsere Stühle und den Tisch wieder ins Schneckenhäuschen und fuhren Richtung Solitär/Sesriem.
Was für ein schöner Streckenabschnitt ! Cruise, cruise, cruise …. 😁
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An der Weggabelung zu Sesriem liegt Solitär. Thomas erhielt am Vortag eine SMS von einer Freundin, sie empfahl den Apple Crumble in Solitär. Erstmals gingen wir in das falsche Kaffee, dann wechselten wir auf die andere Seite der Tankstelle und suchten den Apple Crumble.
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Ja, da hinten stand er … Der ging wohl auch weg, auch wenn er nicht in die Vitrine gestellt wurde 😄
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… und wir orderten ….
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Und ja, er war gut, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu süss und machte papp-satt. Wir hatten nun auch zu Mittag gegessen 😉

Solitär ist ein einziges Fotomotiv
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Zuhause haben wir eine „Schildersammlung“. Ein Gang wird mit Fotos von (für uns) skurrilen Schildern geschmückt, darunter sind aus Südafrika „Warning – please look under your vehicle for penguins“ oder aus Australien „Attention – low flying golf balls“. Dieses Schild aus Namibia wird die anderen Bespiele ergänzen 😄 Aber wir wollen ja auch wirklich kein Erdhörnchen überfahren !
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Wir machten noch eine Pinkelpause und dabei kamen wir an einer „Autowerkstatt“ (Garage) vorbei, in der auch geschweisst wurde. Bei unserem Auto war ja eine der vier Verriegelungen des Dachs gebrochen (das Eingangsdach der Lodge bei Omaruru), also ging Thomas mit den beiden Teilen dort hin. Der Mann kam zum Schneckenhäuschen und schaute sich die ganze Mechanik an, ging zurück zum Schweissen und gab uns nach 15 Minuten das „neue“, eine Stück Verriegelung wieder zurück. Er verlangte nichts für seine Arbeit, Thomas gab ihm 100 Namibia $. Wir waren alle sehr zufrieden 🙂

Weiter geht es mit vollem Bauch und wieder komplett hergestelltem Auto Richtung Sesriem
Viel Weite und schöne Wölkchen
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Interessante Gesteinsformationen
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Gesteinsformationen, Webervogelnest und Zaun
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Wir sind auf dem Mond gelandet 😄
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Und kamen in Sesriem an, als erstes sieht man links die Tankstelle
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Rechts sahen wir das Office und dort checkten wir für 2 Nächte auf der NWR Campsite Namib Naukluft Park Sesriem/Sossusvlei ein. Der uns zugewiesene Stellplatz war ganz am Ende der Camp Site, hatte einen schönen freien Blick in die Landschaft und auch einen Schattenbaum. Wir stellten unsere Stühle und den Tisch auf den Platz.
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Um ins Deadvlei zu fahren, waren wir bereits zu spät, aber wir wollten uns die Umgebung ansehen. Deadvlei war für den kommenden Tag geplant.

Wieder Teerstrasse, luxuriös !

Cruise, cruise, cruise
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Cruise, cruise, cruise und super schöne Farbeinspiele des Sands
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Ein wenig morbid aber wunderschön !
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Dune 45
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Wind kam auf
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Wir kamen beim Parkplatz von Deadvlei an. Ausser ein paar Männern, die mit ihren Bussen auf Kunden warteten, die zum Deadvlei gefahren werden wollten, war niemand da. Doch .... ein Paar kam gerade aus dem Deadvlei raus gefahren. Thomas ging zu ihnen und sprach mit ihnen über den richtigen Reifendruck. Morgen wollten wir auch mit dem Schneckenhäuschen los und auch die letzten 4 Kilometer selber fahren. Wir hatten im Auto einen eigenen kleinen Luftkompressor und wollten diesen morgen zum ersten Mal einsetzen.

Ich sass im Auto und wartete, bis Thomas mit dem Gespräch fertig war und genoss dabei die Landschaft mit den Dünen. Da öffnete sich die Fahrertür und ein grosser, schwarzer Mann in grüner Rangerkleidung setzte sich auf den Fahrersitz, er schloss die Türe von innen.

« How are you ? »
« Fine »
?????????????????????????????????
« What are you doing ? »
« I am sitting here and waiting ? »
?????????????????????????????????
« You should do something »
?????????????????????????????????

Thomas kam angerannt und fragte von aussen durch das geöffnete Beifahrerfenster, ob alles ok ist. Yep, sagte er und löste sich ganz langsam vom Sitz, stieg aus und schloss die Türe von aussen.

Sehr bizarre Begegnung 😐 😐

Gut, wir fuhren wieder zur Camp Site zurück und besuchten unterwegs noch die Elim Dune
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Eine einsame Oryxantilope auf dem Weg
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Wir kamen wieder zur Camp Site, es ging ein recht strammer Wind. Wir wollten heute einen ruhigen Leseabend machen, grillten wieder ein Sirloin und tranken Wein dazu. Der Wind wurde stärker, Thomas meinte, das seien nur die Ablösungen bei Sonnenuntergang. Der Wind wurde noch stärker, der Sand, der durch den Wind auf unsere Haut traf, begann weh zu tun. Das war nun wohl ein Sandsturm oder der Beginn davon ! Wir suchten Schutz im Windschatten vom Auto, doch der Wind – und damit auch der Sand - kam unter dem Auto durch und wirbelte wieder zu uns hoch. Echt ungemütlich ! 🤨

Da es ohnehin bereits dunkel war, gingen wir zu Bett, liessen aber die Fenster geschlossen. Also wieder kein Versuch einer Nachtaufnahmen des Himmels. Wie bereits schon ein paar mal in diesem Urlaub, machten wir an einem Abend nicht das, was wir eigentlich geplant hatten. Aber, eingeschlafen sind wir wieder innerhalb von Sekunden 😁

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1203. Juli 2018
Liebe alle,
vielen Dank an jene, die den Danke-Button gedrückt haben und ganz speziellen Dank an jene, die mir persönliche Nachrichten schicken. Ich habe wirklich sehr grosse Freude daran 😁
Heute kommt eine Etappe mit neuen Eindrücken und teilweise wunderlichen Begegnungen.
Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen
Viele Grüsse - Claudia
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11. Wieviel Bar sind wenig genug ? Strange Ranger, die zweite und Begegnung in der NWR Gastronomie

Am nächsten Morgen war der Sturm vorbei und wir freuten uns sehr auf Sossusvlei. Nach dem Frühstück machten wir uns wieder in dieselbe Richtung auf, wie gestern. Fuhren also wieder am Parc Entrance vorbei, der Elim Dune, dem Landing Strip, Dune 45 und kamen wieder auf den Parkplatz, an dem wir bereits gestern waren.

Ich besuchte eine mobile Toilette und als ich wieder rauskam, stand dort eine bunt gekleidete, fröhliche Frau und träufelte mir aus einem 5 Liter Kanister Wasser über die Hände. Sie fragte mich, wo ich herkomme, nach meiner Antwort sagte sie, ihr erster Freund wäre auch Österreicher gewesen. Ha, bei der nächsten Dame wird es jemand aus Schweden, Deutschland oder dem jeweiligen Land gewesen sein. Der Trick machte jedoch gute Laune und sicher auch gutes Trinkgeld - bei mir hat es funktioniert 🙂

Pfffffffff - Thomas liess Luft aus den Rädern raus, 1.4 Bar, wie ausgemacht. Voila, los ging’s. Das Auto schwamm richtig, es waren ganz viele Spuren im Sand, aber es ist wohl egal, welche man nimmt. Also, wir fuhren langsam und vorsichtig und schwammen und schwammen, bis …… ja bis wir stecken blieben. Es ging weder vor- noch rückwärts 😮

Exakt an dieser Stelle stand der Ranger von gestern mit einem anderen Mann. Was für ein Zufall, das war also sein Vormittags-Job ! Ich stieg aus und wollte ein Foto von unserem eingesunkenen Schneckenhäuschen machen, der Ranger meinte aber, es braucht 4 Paar Hände, also auch meine. Gut, ich legte die Kamera weg und er gab mir ein kleines Steckelchen in die Hand. Auf sein Kommando mussten wir jeder das Steckelchen in das Radventil stecken und es machte noch mehr Pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff, diesmal in Doppel-Stereo. Wir waren nun auf einem Bar. Dann gab der Ranger Thomas einen „Sandfahrkurs“. Er düste mit einem Affenzahn über den Sand, machte scharfe Kurven und hüpfte mit unserem Auto über all die Spuren im Sand. Das ganze Schneckenhäuschen wurde durch geschüttelt.
Jetzt wusste ich, warum das Geschirr im Auto nur aus Metall bestand. Die Gläser aus Glas, die wir in Windhoek gekauft hatten, waren nach diesem „Kurs“ alle kaputt !

Als wir wieder zu zweit waren, blieb gerade das nächste Touristen-Auto stecken ….. 😐

Diese Hilfeleistung (oder besser gesagt dieses Business-Modell) hatte einen klaren Preis. Voila, wir waren um 150 Namibia $ ärmer (diese wurden während dem „Kurs“ abkassiert), haben ein paar Gläser verloren und zwei Erfahrungen gewonnen: auf Sand schneller und mit noch weniger Bar in den Reifen fahren!

Aber nun auf zum Deadvlei mit erhöhter Geschwindigkeit 😁

Wir waren so ca. gegen 10 Uhr am zweiten und damit finalen Parkplatz. Es ist beeindruckend, wie viele Personen sich im Nirgendwo treffen, aber sehr bald wussten wir warum. Wir liefen den (geschätzten) Kilometer bis zum Vlei und staunten.

Der Ort ist wunderschön und die Menschen verlaufen sich. Der Mensch – so klein …….
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Ich finde das Männchen, das auf dem Baum hängt super-lustig. Auch dieses Schild ist mittlerweile ein Teil unserer Schilderwand 😄
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Ich versuche mich mit der Kapuze vor der Sonne zu schützen. Das nächste Mal nehme ich ein Shirt mit langen Ärmeln 😁
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Irgendwann wurde es uns dann zu heiss und wir hatten den Eindruck, das meiste gesehen zu haben, fuhren (schlingerten und schmierten) zum ersten Parkplatz zurück und pumpten die Räder mit dem Mini-Kompressor wieder auf. Das Kompressorchen überhitzte und schaltete sich aus, aber zu einem Zeitpunkt, an dem alle 4 Reifen bereits bei ca. 2 Bar waren. Wir fuhren zurück in Richtung Camp Site. Wir wollten uns an diesem Tag noch den Sesriem Canyon ansehen.

Bevor wir zum Canyon gingen, wollten wir eine Kleinigkeit essen und gingen in das NWR Restaurant, setzen uns dort an einen Tisch. Dann ….. passierte nichts. Wir beobachteten, dass es getrennte Bedienungen für Essen und Trinken gab. Thomas ging an die Bar und holte zwei Cola für uns. Dann erst kam eine Bedienung zu uns an den Tisch. Im Stechschritt ! Ausnahmsweise kam kein „how are you doing ?“, es kam ein
« YES ??????????!!!!!!! »
« We would like to order something to eat »
« YES ????????????!!!!!!!!! »
« We don’t have a menu »
Er ging im Stechschritt davon, kam mit einer Karte wieder zurück und warf diese auf den Tisch.

Hei Mann, was ist denn hier los ? 😕 😕

Später nahm er wieder im Stechschritt kommend die Bestellung auf und warf uns anschliessend den Toast, ohne Besteck, auf den Tisch. Haijaijai, was für eine Behandlung 😈

Ich hoffe, dieser junge Mann hatte einen schlechten Tag, ansonsten hat er ein richtiges Problem und ich glaube nicht an eine grosse Karriere im Gastgewerbe 😄

Der Eingang vom Canyon sah nicht sehr spektakulär aus, unsere Erwartung war entsprechend tief. Als wir dann aber abgestiegen sind, ging das Staunen weiter.
Meterhohe Felswände, Bäume und ein blitzblauer Himmel sind eine eindrückliche Kulisse
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Nach diesem zweiten, eindrücklichen Ausflug ging es zurück zur Camp Site. Wir mussten das Schneckenhäuschen putzen. Die kaputten Gläser waren durch den „Sandfahrkurs“ in tausend Teile zersprungen und diese tausend Teile verteilten sich auf das ganze Innenleben des Schneckenhäuschens, sowohl innerhalb der Läden und Fächer der Küche als auch ausserhalb auf dem Boden. Das war dann ein Teil unserer Abendbeschäftigung. So sauber war das Auto wohl noch nie 😁

Wir hatten dann noch einen schönen Sonnenuntergang mit Wein als Sundowner. Der Blick von unserem Standplatz, schön, gell ?
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In diesem Moment kamen gerade der Hubschrauber und das Flugzeug, mit dem man das Deadvlei überfliegen kann, zurück.
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Dann ging es los. WHEE EEEE WHEE EEEE 🤩 🤩 - unsere Alarmanlage !
Laut, unangenehm, peinlich und vor allem, wir wussten nicht warum. Es sass ja niemand im Auto ! Es musste also einen anderen Grund geben. Wir öffneten eine Türe und der Alarm hörte auf. Puh – erledigt.

Bis ca. 10 Minuten später das Spektakel wieder von vorne begann.

Und wieder WHEE EEEE WHEE EEEE 🤩 🤩

Und wieder WHEE EEEE WHEE EEEE 🤩 🤩

Irgendwann gingen die Leute rund um uns schlafen, die Camp Site wurde finster. Und dann kamen wir drauf, dass ein Fenster der Fahrerkabine offen war und dass das der Alarmanlage nicht gefiel. Voila, wir schlossen das Fenster und die Nacht konnte nun auch für uns beginnen - aber so eine Liste mit „what activates your alarm-system“ wäre wirklich hilfreich gewesen 😎
Beim Ende dieses Gedankens schliefen wir aber bereits 😁

Fortsetzung folgt ......
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1304. Juli 2018
Liebe alle,
heute geht es eher geruhsam weiter 😁
Viele Spass beim Lesen
Liebe Grüsse - Claudia
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12. Die dritte NWR Campsite – Natur vs. Freundlichkeit vs. Gravel

Nach dem Frühstück packten wir unsere gesamten Schätze ein und fuhren zuerst zur Sesriem Tankstelle. Wir baten darum, den Reifendruck professionell zu überprüft. Es war alles in Ordnung und wir konnten uns wieder auf die Reise machen. Unser Ziel war nach Keetmanshoop mit einem Zischenstopp zu fahren. Gerne hätten wir diesen Zwischenstopp im Kanaan N/a’an ku se Desert Retreat gemacht, leider erhielten wir von dort keine rechtzeitige Antwort, ob noch ein Stellplatz frei ist. Also entschieden wir uns über die Maltahöhe Richtung Mariental zu fahren und den Zwischenstopp im NWR Hardap Recreation Resort zu machen. Wir verwandelten also unsere O-Tour in eine mehr oder weniger 8-förmige-Tour. Die Natur in den NWR Resorts war in den ersten beiden NWR Resorts beeindruckend, also entschieden wir uns bewusst für Natur und stellten uns auf wenig Charme der Angestellten ein.

Bei Solitär bogen wir nun rechts auf die C19 ein. Die Landschaft, die sich uns zeigte, zwang uns schnell zu einem Stopp.

Blumen in der Namib !
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Die Landschaft machte einen „grünen“ Eindruck
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Blühende Büsche
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Ein "stolzer" Wasserturm
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Interessante Gesteinsformation in Richtung Zarishoogte
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Interessante und teilweise auch steile Strassenabschnitte zum und vom Pass Zarishoogte über die Tsarisberge
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Maltahöhe entpuppte sich als recht kleines Städtchen mit einer Kirche, einem Pup-ähnlichem Lokal und einer Tankstelle. Bei dieser blieben wir stehen, ich wollte Zigaretten kaufen. Der Laden war innen voll mit Antiquitäten und er hatte auch ein Regal, das für Zigaretten vorgesehen war. Nur, das Regal war leer. Der Mann erzählte, dass es bereits seit ein paar Tagen in ganz Maltahöhe keine Zigaretten zu kaufen gab, wir müssten schon bis Mariental fahren. 111 km für ein Päckchen Zigaretten ! 😉

Aber voila, wir wollten ohnehin dort hin, also weiter fahren. In Maltahöhe wechselte auch wieder der Belag und wir fuhren wieder auf Asphalt. Irgendwie sind die Landschaften, durch die man auf Gravel fährt viel schöner, auch wenn dies keinen direkten Zusammenhang haben kann. Auf jeden Fall war bis Mariental nichts aufregendes mehr.
Bei Mariental fuhren wir auf die B1 Richtung Norden und blieben bei der ersten Tankstelle mit Verkaufsshop stehen, sodass ich meine Zigaretten Vorräte wieder auffüllen konnte. Ich stand in der Schlange und hörte dort die ersten Klicklaute, als ein Vater mit seinem Sohn sprach. Wow – eindrücklich ! Nicht starren !! Für mich hörte es sich so an, als kämen die Klicks zwischen den Wörtern, wie eingeflochten.

Weiter ging es mit Hardap Recreation Resort suchen und finden. Wieder die Ausstellung eines Permits, Weiterfahrt zur Camp Site (hier zum ersten Mal Sichtung des See’s inklusive Booten und Möglichkeiten für Wasser-Ski (!)), Meldung und Zahlung bei der Reception, Suchen des Standplatzes, Aufbau unseres Open-Air-Wohnzimmers.

Die Angestellten in diesem Resort waren fröhlich und freundlich, dafür enttäuschte die Natur ein wenig, es war die Steppenlandschaft, die sich entlang der B1 ab Mariental Richtung Süden breit macht. Je unfreundlicher das Personal, desto spektakulärer die Natur ? Und umgekehrt ? Nach unseren Beobachtungen müsste es demnach die spektakulärste Natur geben, wenn es eine gaaaaanz schlimme Waschbrett-Gravel-Road und unsteigerungsbares unfreundliches Personal hat 😄

Aber obwohl der Stausee ein Stausee ist, fand ich ihn irgendwie schön
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Wenn man hier weiter läuft, ist es sicher nicht gut für die Fitness 😄
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Sternenhimmel wäre schön gewesen, Wolkenhimmel hat aber auch was 🙂
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Das war mal ein Abend, an dem wir genau das machten, was wir wollten - wir sahen der Sonne beim Untergehen und dem Mond beim Aufgehen zu 😁

Fortsetzung folgt .....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1405. Juli 2018
Liebe alle,
heute folgt ein kleines, für unsere Begriffe, kein sehr ereignisreiches Kapitel. Aber auch solche Tage gab es 🙂
Viele Grüsse und viel Spass beim Lesen - Claudia
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13. Volle und leere Kilometer (©by Heli)

Eigentlich sollten im Hardap Resorts Rhino’s zu sehen sein. Da wir keine fanden, fragten wir nach dem Auschecken, wo es diese denn zu sehen gab. Es gab anscheinend welche, aber gehalten in einem Gehege. Das wollten wir dann doch nicht sehen.

Wir besuchten zum ersten Mal Mariental, kauften frische Lebensmittel, betankten das Auto und Thomas wollte noch neue Sandalen kaufen, da seine Tauchsandalen nach ca. 20 Jahren ihren Geist aufgegeben haben. Er fand dann in Mariental in einem Sportgeschäft auch tatsächlich guten Ersatz.

Wir bogen auf die B1 Richtung Süden und fuhren Richtung Keetmanshoop und dem Quiver Tree Forest. 200 km waren zu fahren. Die Landschaft ist flach, rund um Mariental gibt es noch etwas zu sehen, dann aber wird es graues, flaches Buschland. Nach all den vollen Kilometern, die wir bereits in Namibia unterwegs waren, war dies die wirklich langweiligste Tagesetappe und damit leere Kilometer. Es gab eigentlich keinen Grund für einen Stopp oder ein Foto. Interessant waren noch die Zuggleise, die als Wege oder auch als Parkbank von den Namibiern genutzt wurden, da ohnehin nie ein Zug fährt. Die Zuggleise schienen recht gut im Schuss zu sein, wir sahen sogar 2 Trupps von Männern, die die Gleise zu warten schienen. Was für ein Job 🤪

Schlussendlich kamen wir bei Quivertree Forest and Giant’s Playground an und lernten C.B. Nolte kennen. Er sprach Deutsch mit uns. Er meinte, wir können uns eine Camp Site aussuchen und dass es um 17.00 die Gepard-Fütterung zu sehen gab. Also fuhren wir Richtung Camping Platz, versuchten verschiedene Sites und entschieden uns dann für eine. Zu diesem Zeitpunkt ging bereits Wind und bei dem Entscheid der Site war der Windschutz schon ein Argument. Wir bauten wieder unser Open-Air-Wohnzimmer auf, öffneten das Dach, sodass wir volle Höhe im Schneckenhäuschen hatten und machten einen Kurztripp zu den Köcherbäumen. Wie man am Himmel erkennen kann, „braute sich etwas zusammen“ (ausserdem hatte ich wohl das Gegenlicht nicht im Griff), daher auch nur ein Foto vom Köcherbäum
von diesem Nachmittag unter dem Motto „wir waren da“.
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Eine Sanitäreinrichtung nach dem Geschmack meines Vaters 😁 Eigentlich waren dies sogar Doppel-Sanitäreinrichtungen, je eine Toilette und eine Dusche pro Seite. Das Aussenwaschbecken war dann für alle da. Es gab 3 oder 4 solche Stationen verteilt über dem Camp Areal, also sehr grosszügig !
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Später gingen wir zur Gepard-Fütterung in Richtung Haupthaus. Wir hatten Zeit und sahen uns dabei die ganze Lodge an. Die Bungalows, die man mieten kann, sind rund und UFO’s nach empfunden. Sehr speziell. Der Pool in der Mitte wirkte ein bisschen verwaist. Die Zeit für die Fütterung war gekommen und tatsächlich waren hinter dem hohen Zaun 2 Geparde. C.B. Nolte erklärte uns, nun auf Englisch, dass es Vorschriften gäbe, wie hoch die Zäune sein müssen und dass es auch doppelte Zäune sein müssen. Weiters erzählte er, dass die beiden Geparde Brüder sind und nicht mehr ausgewildert werden könnten, da sie es nun gewohnt sind, gefüttert zu werden und sie wären mittlerweile wohl auch zu langsam für eine echte Jagd.

Schon schön der Gepard, aber auch ein bisschen traurig so hinter dem Zaun (vor allem, wenn ich andere Fotos in diesem Forum sehe!). Durch den ersten Zaun hätte ich wohl noch durch fotografieren können, dann wäre ich aber beim 2. Zaun optisch „hängen geblieben“. Also liess ich es sein, wie auch all die anderen Zuschauer, die bei der Fütterung anwesend waren.
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Nach der Fütterung tratschten wir noch mit unseren Nachbarn von der Camp Site über Namibia und andere Urlaube. Es war ein sehr nettes und unterhalsames Gespräch und dauerte bis in den Abend.

Unser heutiges Abendessen war mit frischen Tomaten, Würstchen und Brot geplant. Wir brachten den Tisch und die Stühle in den Windschatten und „deckten“ den Tisch. Der Wind wurde stärker und stärker und diesmal warteten wir nicht so lange, bis der Sand und Staub weh taten und wechselten in das Schneckenhäuschen zum Essen – wir sind ja lernfähig. 😉
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Eng, aber immerhin flogen uns nicht die Tomaten vom Brot, bzw. wurden diese nicht voll Sand.

Als wir dann zu Bett gingen, merkten wir, dass wir ein Peeling-Bett hatten, alles voll Sand. Der Sand kam durch alle Ritzen, aber vor allem durch das angehobene Dach. Selber schuld - da mussten wir jetzt durch. Morgen ist auch noch ein Tag, an dem wir wieder alles sauber machen können. 😁

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1509. Juli 2018
Liebe alle,

und wieder starte ich die Woche mit einem neuen Kapitel 😁
und wieder wünsche ich viel Spass beim Lesen
und herzlichen Dank an alle "Danke-Drücker" und jenen, die mir persönliche Nachrichten geschickt haben.
Liebe Grüsse - Claudia
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14. Endlich Kalahari !

Der nächste Morgen begrüsste uns Lamm-fromm ! Kein Lüftchen ! Wir haben die Nacht gut überstanden, nur meiner Frisur sieht man den Sand in den Haaren an 😄
Das schreit nach einer Dusche !
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Nach einem schnellen Kaffee machten wir uns auf zu den Köcherbäumen. Sie sind wirklich sehr schön und haben eine dicke, dicke, harte Rinde ! Irgendwo, in einem Blog, las ich mal eine Geschichte, dass ein junger Mann auf einen Köcherbaum sprang, um ein tolles Fotomotiv abzugeben. Und, dass er sich dabei viele Schnitte an Armen und Beinen zugezogen hat. Ich musste an diese Geschichte denken, als ich die Rinde sah – das muss wirklich weh getan haben 🙂
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Und noch ein Klippschliefer
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Als nächstes mussten wir das Schneckenhäuschen entsanden. Bettwäsche raus, Frau Holle spielen, den Boden aufwischen. Und wieder mal war es sauber und wir hofften, dass es diesmal länger anhält. 🙁


Nachdem wir uns auch selbst entsandet hatten, verliessen wir die Farm und wurden noch von einem Erdhörnchen verabschiedet.
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Dann machten wir uns auf den Weg in Richtung Koës (M29/M24). Die Landschaft und die Strasse war wieder zum Cruisen gemacht 😁
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Hier gibt es richtig einsame Farmen
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… und unendlich viel Land
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Koës war für uns schön, es wirkte wie ein freundliches, friedliches Dorf. Wir tankten und ich inspizierte während des Tankens das Angebot im Shop. Es gab ein paar wenige haltbare Lebensmittel, Farmerbedarf und neue Autoräder. Also alles, was man in Namibia am Land brauchen kann. Wir entdeckten ein handbemaltes Schild mit „Moer Toe, Coffee Shop“, folgten dem Pfeil und fanden dann auch Frieda’s Coffee Shop.
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Es gab einen Tisch im Garten und Frieda fragte uns, was wir gerne hätten. Sie bot verschiedene Toasts und Kuchen an. Ich bestellte Käsetoast und Kaffee, Thomas Kuchen und Cola.
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Ganz zufrieden lag Frieda’s Hund bei unseren Beinen.
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Zusammen gefasst (leider ohne Foto), das war einer der besten Toasts, den ich in meinem Leben gegessen habe ! Frieda benutzte für den Toast eine Art von gerösteten Baguette, wohl eine Kräuter-Mayonnaise, bei der jede Kalorie wert- und sinnvoll war, frische Tomaten und einen wirklich guten, orangefarbenen Käse. Mir läuft heute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an den Toast denke 😁
Auch Thomas war super zufrieden mit seinem Kuchen und wir hatten ein nettes Gespräch mit Frieda, sie war herzlich, freundlich und interessiert. Rundum eine schöne Begegnung !
Dann kam noch die hauseigene Ziege vorbei, die auf Wasser wartete und dann auch bekam.
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Eine Art Verkehrsinsel vor Frieda’s Coffee
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Frieda kannte auch unsere nächste Destination „Dune Song Breathers“/Onze Rust und sagte uns, wir sollen Marianne Grüsse ausrichten. Das wollten wir dann wohl bald tun und verliessen diesen freundlichen Ort, um die nächsten beiden Nächte in der Kalahari zu verbringen.
Nach Koës bogen wir in die D617, um zu Onze Rust zu kommen. Nach der Beschreibung des Orts sollen wir diese Strasse ca. 10 km fahren, bevor die Farm kommt. Also suchten wir nach den angegebenen Kilometern konzentriert das Schild. Die Konzentration war notwendig, denn das Schild war klein und beinhaltete nur die Namen von Peter und Marianne. Marianne erzählte uns später, dass dies beabsichtigt ist, das vermeidet, dass jemand unangekündigt vorbei schaut – und das möchte sie nicht.
Auch hier gab es wieder ein Eingangstor, das für unser Schneckenhäuschen zu tief war, aber mittlerweile haben wir gelernt, dass es neben dem Haupteingangstor noch ein zweites gibt, bei dem es keinen Torbogen gibt, wir also ungestört reinfahren können. Wie so häufig sah man zuerst die Häuser der Arbeiter, dann kam das Haupthaus. Ein sehr schönes, grosses, weisses Haus, mit Stroh gedeckt. Marianne holte uns am Tor ab und bat uns ins Innere, es war angenehm kühl, ganz ohne Klimaanlage. Wir bekamen frisches Wasser und Marianne erzählte uns, dass Peter noch dabei ist, die Camp Site fertig zu machen. Sobald er fertig wäre, können wir gemeinsam hinfahren. Nun müssten wir aber warten.
Das Warten war angenehm, Marianne erzählte von ihren 3 Söhnen, was sie beruflich machen und wo sie leben. Peter und Marianne haben einen kleinen, jungen Hund, der sehr an unseren Schuhen interessiert war 😄 Charly ist eigentlich ein Kampfhund, ein Rottweiler, es soll aber nicht „scharf“ erzogen werden. Seine reine Anwesenheit soll beeindrucken und das tut er dann wohl auch, wenn er mal ausgewachsen ist. Als wir dort waren, war Charly mehr zum Knuddeln als zum Fürchten 😘
Sie planten auch gerade einen Familienurlaub in Südafrika und bereiteten alles für diesen Event vor. So wird Peter morgen jagen gehen, damit sie für den Urlaub noch eine bestimmte Wurst machen können. Das alles und noch ein bisschen mehr haben wir also bereits in den ersten 30 Minuten erfahren. Dann kam Peter. Gross, freundlich, wetter-gegerbt. Er gab uns seine grosse Hand und meinte, wir können nun los. Bevor es aber wirklich losging, gab er uns noch eine Taschenlampe mit Schwarzlicht und ein Walky-Talky mit und teilte uns auch mit, dass die Solaranlage für den Strom defekt ist. Das mit dem Schwarzlicht erklärte er uns noch genauer: wenn man mit diesem auf Skorpione leuchtet, dann leuchten diese, so kann man sie rechtzeitig im Dunklen sehen und ausweichen. Spannend, wir freuten uns auf den Abend ! Das Walky-Talky war wirklich nett ! Die Camp-Site ist ca. 3 km vom Haus entfernt, niemand sonst dort und war gedacht, wenn bei uns irgendetwas nicht stimmt, können wir das Walky-Talky benutzen und er käme sofort vorbei. Wir fühlten uns wirklich willkommen und sicher.

Peter fuhr voran und wir fuhren mit der vollen Bar-Zahl in den Reifen hinter her. Heijeijei, das war fast schlimmer (da enger) als nach Deadvlei. Aber wir wussten, wir müssen einfach nur schneller fahren als uns unser Gefühl sagt. Zuweilen hatte Thomas das Lenkrad fast 90° eingeschlagen und wir fuhren geradeaus ! 🤩

Wir kamen an der Camp Site an. Wow, das war schön, das war die Kalahari !!! Genauso hatten wir uns das vorgestellt (gut, mit Blumen zwar, war aber auch ohne schön 😉 ). Nachdem Peter uns verlassen hatte, erkundeten wir die Camp Site.
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Das Wohnzimmer von aussen
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Bereitgestelltes Feuerholz
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Das Open-Air-Wohnzimmer
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Der Star der Camp Site: die Toilette 😄
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Es ist schon ein wirklich eigenartiges Gefühl, wenn man auf der Toilette sitzt und dabei von einem Schaf beobachtet wird 🤨

Unser Ausblick
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Das Gewitter kam näher und wir zogen uns ins Innenwohnzimmer zurück. Das Dach war aber eher als Schattendach gedacht, das Innenwohnzimmer war also kein Trockenwohnzimmer.
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Das Gewitter war vorbei und der Regenbogen pünktlich
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Mittlerweile wurde es dunkel und die Solar-betriebenen Lämpchen gingen an. Diese Lämpchen waren sowohl im Zelt als auch als Wegleuchten zur Toilette und zur Dusche angebracht. Das sah wirklich schön aus.
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Und wir hatten „Gäste“ im Zelt. Über die Skorpione freuten wir uns nicht unbedingt, über den Frosch (oder Kröte?) aber umso mehr. Der Regen reichte dem Frosch wohl, nach draussen zu kommen. Ein Frosch in der Wüste ! Gut, Halbwüste. Leider hatte ich überhaupt keinen Erfolg bei der Bestimmung ...
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Nun aber nach draussen mit dem Schwarzlicht
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Es war wirklich nicht einfach, die Skorpione zu fotografieren. Diese sind sehr schnell und verschwinden sofort in einem Grasbüschel. Einen kann man aber noch recht gut sehen. Leider kommt das Glowing (Reflektion des UV-Lichts) im Foto nicht rüber, aber sie haben tatsächlich geleuchtet. Wir haben sie nur dadurch überhaupt entdecken können. Und …. es waren viele, sehr viele !

Die Suche
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… und nun im Zoom
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Leider hatte ich die Kamera auf Automatik und diese hat die Grashalme scharf gestellt 🙁 Da dies die einzige Nahaufnahme ist, stelle ich das Foto trotz unscharfen Skorpion rein.
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Wir beschlossen, von nun an auf Sand immer die Turnschuhe anzuziehen und nicht mehr barfuss zu laufen. Wir hatten uns in der Vergangenheit keine Gedanken darüber gemacht.

Das war ein schöner Tag, viele Eindrücke, angenehme Begegnungen, toller Toast – zufrieden schliefen wir ein.

Was ist die Erde schön !

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1610. Juli 2018
15. „Yesterday I heard a car!“ – informative Begegnung bei einem Glas Wein

Und wieder begann der Morgen Lamm-fromm (auf der Schafsfarm 😄 ), Thomas und ich starteten den Tag bei einem Kaffee.
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Da die Camp Site keinen Strom hatte, mussten wir etwas unternehmen, sodass unser Kühlschrank weiterhin funktioniert: wir fuhren für 30 Minuten kreuz und quer über die Farm, nach 30 Minuten sollte laut Britz der Kühlschrank wieder für 24 Stunden funktionieren. Vorher reduzierten wir jedoch den Reifendruck auf 1 Bar. Wir könnten zwar das Walky-Talky benutzen im Fall, dass wir stecken bleiben und Peter würde sicher keine 150 Namibia $ verlangen, aber wir wollten es nicht darauf anlegen und Peter war an diesem Tag auch auf der Jagd. Also sind wir los gefahren und das Aufladen der Batterie für den Kühlschrank hat auch tatsächlich funktioniert.

Nach der kleinen Exkursion legten wir die Beine hoch, lasen ein bisschen, quatschten miteinander, genossen die Umgebung und freuten uns auf den Nachmittag, da wir mit Marianne verabredet waren. Sie wollte uns bei einem Ausblick das Grundstück zeigen. Pünktlich kam sie zur Camp Site und wir durften in ihr Auto steigen.

Wir fuhren ca. 30 Minuten, dann trugen wir alles, was Marianne mitgebracht hatte, auf einen Hügel rauf. Dort gab es Schatten durch den selbst gebauten Shelter – Genuss pur ! Marianne öffnete eine Flasche Wein und bot warme, frische Gebäckstückchen an. Mit Oryxfleisch gefüllt – super-lecker !
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Die Landschaft kam uns unendlich vor ! Und die Wolkenfee hat gerade ein paar Wölkchen gepflanzt - nett von ihr 😁
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Marianne erklärte uns wo ihre Nachbarn wohnen, auf einer Seite konnten wir etwas dunkles, so etwas wie ein Gebäude erahnen. Das zweite haben wir gar nicht gesehen. Das Ende des Grundstücks konnten wir laut Marianne nicht sehen, da es 35 km weit weg ist ! 35 km ! Wir lachten ! Sie erklärte uns auch, dass die Grösse der Farm auch mit der Anzahl der Tiere zusammen hängt. Die Farmen haben ihre Grundstücke in Kompartimente unterteilt, sodass sich die Natur immer wieder vom Schaffrass erholen kann und die Schafe von einem zum nächsten Kompartiment getrieben werden. Bei diesem Aperitif lernten wir auch, dass 13 m unter dem Grasland Süsswasserseen sind.
Peter und Marianne machten bei einem Programm mit, wo Farmer ihre Farmen für „Ferien“ tauschen. Die beiden kamen mit diesem Programm schon recht viel rum und hatten Mitleid mit den Spaniern, da diese kein Wasser in 13 Meter Tiefe haben. Sie meinte, dort wäre es viel trockener als in der Kalahari. Sehr interessanter Blickwinkel 🙄

Dann sagte Marianne den Satz, den ich heute noch hören kann. „Yesterday I heard a car“. In unseren Ländern hören wir ständig Auto’s, Züge, Flugzeuge, Traktoren und andere Transportmittel. Aber für Marianne bedeutet ein Auto das auf dem eigenen Grundstück fährt und nicht angemeldet ist: Gefahr! Wow. In diesem Zusammenhang erzählte sie auch von einem Problem, das sie mit einem Angestellten hatten: dessen Sohn meinte, Peter und Marianne hätten genug Schafe, da kann er ja ein paar nehmen und verkaufen. Er nahm wohl ein paar 100. Auf der riesigen Farm kann unmöglich alles überwacht werden. Was für ein anderes Leben.

Die Sonnenstrahlen wurden länger und wir machten uns wieder auf zur Camp Site
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Auf dem Rückweg sahen wir noch einen Geier mit seinem Jungen und Marianne meinte, dass es immer traurig ist, diese Vögel zu sehen, das bedeutet, dass ein Tier in der Nähe ein Problem hat oder hatte.
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Als wir an unserer Camp Site ankamen, kam auch Peter gerade entlang, mit einer geschossenen Oryxantilope auf dem Lieferwagen. Diese wird nun zu Wurst weiter verarbeitet, nach einem speziellen Rezept von Peter.

Wir bedankten uns bei Marianne für den Nachmittag, den Wein und dem leckeren Essen und verabschiedeten uns.

Als wir wieder alleine waren, beobachteten wir die letzten Sonnenstrahlen
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All die Lämpchen gingen wieder an
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Noch einmal machten wir eine Tour zu den Skorpionen (die Foto’s wurden wieder nichts also erspare ich sie euch) und gingen wieder müde und zufrieden zu Bett.

Fortsetzung folgt ...
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1711. Juli 2018
16. Lapa Lange und die Begegnung der Nummer 1 auf meiner persönlichen Biester-Rangliste

Am nächsten Morgen zeigte uns Peter noch die drei Chalets, die vermietet werden. Diese sind sehr schön und Mariannes ganzer Stolz. Niemand darf dort arbeiten, ausser sie selbst ! Nicht mal die Wäsche darf jemand anders waschen (apropos Chalets: diese hat Peter eigenhändig gebaut, genauso wie den Shelter). Leider habe ich keine Aufnahme von den Chalets gemacht, ich „borge“ mir ein Foto von deren offiziellen Webpage (ich glaube, das darf ich in diesem Fall)
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Wir hatten eine lustige Zeit zusammen, Peter und ich kamen drauf, dass unsere Länder (also Österreich und Namibia) im Fussball gleich gut sind wie Italien: keiner geht nach Russland zur WM, Thomas als Deutscher war draussen aus diesem Spiel 😄 Dieser Absatz ist jetzt nicht mehr gaaanz soooo lustig, wie er letzten Dezember war. Aber 2022 wird alles ganz anders 😁

Peter nahm uns dann noch mit zur Garage, wo er auch die eigenen Auto’s repariert, um bei unserem Schneckenhäuschen wieder den Reifendruck für die Strasse mit einem professionellen Kompressor zu geben. So konnten wir unser kleines Dingelchen von Kompressor stehen lassen. Langsam sind wir echt beeindruckt von Peter: er ist nicht nur Farmer, Jäger, Metzger, Maurer sondern kann auch noch Auto’s reparieren. Wir waren schwer beeindruckt von so breit gestreuten Kenntnissen und Fähigkeiten. 🙄

Das waren 3 sehr schöne Tage mit zwei Übernachtungen und wir verliessen die Dune Song Breathers. Leider, ich weiss nicht warum, haben wir nicht danach gefragt, ob wir bei ihnen Fleisch oder auch Wurst kaufen können, sie hätten uns sicher welches gegeben. Aber wir haben einfach nicht danach gefragt. Schade, um diese Gelegenheit, besser hätten wir es kaum haben können.

Wir folgten nun weiter der D617 Richtung Mariental. Wir hatten die Lapa Lange Game Lodge für die kommenden 2 Nächte telefonisch vorgebucht, mussten vorher aber noch tanken und einige Lebensmittel auffüllen, also fuhren wir erst nach Mariental und dann wieder zur Lodge zurück. In Mariental fanden wir uns mittlerweile gut zurecht, es gefiel uns dort. Ein kleines Städchen mit lebhaften Geschäften und kleinen Märkten auf der Strasse. Leider habe ich Hemmungen, Menschen zu fotografieren, die ich nicht kenne, daher gibt es diese Aufnahmen nur in meinem Kopf (und in jedem anderen, der auch schon mal dort war).

Die Einkäufe im Supermarkt waren erledigt und wir suchten noch den Metzger, um ein namibisches T-Bone Steak zu kaufen. Noch auf dem Parkplatz des Supermarkts fragten wir nach dem Weg. Nach den erhaltenen Angaben fuhren wir in eine Parallel-Strasse, fanden jedoch keinen Metzger, zumindest kein Geschäft, das nach unserer Annahme wie ein Metzger aussah. Doch dann sahen wir ein graues Industriegebäude mit der Überschrift „Slagter“. Also wenn das kein Schlachthof ist ! Es war tatsächlich einer inklusive einer Frischtheke, einer sehr schönen Frischtheke. Wir bestellten das T-Bone und der Metzger fand dies sehr lustig, 2 Personen und 1 Stück Fleisch. Die sind wohl andere Mengen gewohnt. 😉 Aber für uns reicht ein 900 g grosses Steak für mindestens eine Mahlzeit.

Wir fuhren den Weg, ca. 35 km, wieder zurück zur Lapa Lange Lodge. So viel sieht man (nicht), wenn man überholt wird 😐
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Es war niemand am geschlossenen Tor beim Hotel, also drückten wir auf die Klingel und das Tor öffnete sich. Wir checkten ein und bezogen, als einzige Gäste, die Camp Site. Diese lag hinter dem Gebäude und wir konnten sehen, dass diese gerade erweitert wurde.
Dann gingen wir ins Restaurant. Die Hotelanlage war recht hübsch, so Art Reihenbungalows auf beiden Seiten, ein grosses Wasserloch und dahinter eine Herde Gnus
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Im Restaurant bestellte ich einen Toast in der Hoffnung, nochmals zu so einem tollen Erlebnis zu kommen. Der Toast war 4eckig, aussen schwarz, innen gefroren und weit weg von dem, was ich bei Frieda kennen lernen durfte.
Voila, es war nur ein Toast. Glücklich machte er nicht 🙁 🙁

Den Nachmittag vertrieben wir uns am Wasserloch und sahen dann sogar noch 2 Rhino’s. Aber wir hatten eher den Eindruck, einen Zoo anzuschauen.
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Es wurde Abend, wir assen eine Kleinigkeit von unseren frisch gekauften Nahrungsmittel und hatten einen Wein für den Sonnenuntergang. Die Landschaft und die Umgebung waren hier jedoch nicht der Hammer ! Die Landschaft dort hatte wenig mit der Kalahari zu tun, keine roten Dünen jedoch dasselbe graue Buschland wie an der B1 zwischen Mariental und Keetmanshoop.
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Nun war es ca. 22.00, ich war bereit zum Zähne putzen und anschliessendem ins-Bett-gehen. Mit Flipflops an den Füssen (es war ja Rasen und nicht sandig!), ging ich zum Schneckenhäuschen, um meine Zahnbürste zu holen. Beim letzten Schritt auf dem Rasen stach mich etwas seitlich in den linken Fuss.

AAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUUUUUTSSSSSSSSSSCCCCCCCCCCCHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

Es tat höllisch weh !

wie 10 Hornissenstiche auf einmal

wie 20 Bienenstiche auf einmal

Ich schlug mit der offenen Hand mehrmals gegen die Wand des Schneckenhäuschens. AUTSCH, AUTSCH, AUTSCH !

Thomas war total erschrocken, schaute erst zu mir, dann leuchtete er auf den Boden. Ein grüner Skorpion, mitten auf dem Rasen ! Und wieder war ich nicht cool genug, zum Fotoapparat zu greifen, daher habe ich dieses Bild aus dem Internet genommen.
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Obwohl wir die letzten Tage so viele Skorpione gesehen hatten, hatten wir uns nie überlegt, was zu tun wäre, wenn einer wirklich sticht. Thomas packte mich und wollte Hilfe an der Rezeption holen. Dort war es finster.

Thomas rief „HELP“ und schlug an die Tür der Rezeption. Niemand antwortete, niemand kam.

Dann kam ein Deutsches Paar (Irene und Maurizio, wie wir später erfuhren) von ihrem Bungalow zu uns zur Rezeption. Er sagte „… das klingt ernst“

Ich erzählte was passiert war, Thomas lief zurück, um unsere Telefone zu holen. Als er wieder zu uns kam hatte er auch den Reiseführer mit den Telefonnummern der Spitäler Namibias mitgebracht. Jedoch, keines unserer Telefone hatte Empfang ! Wirklich null.

Maurizio hatte sein Telefon mit einer Namibischen SIM-Karte ausgerüstet und er wählte für mich sogar die Nummer vom Spital in Mariental. Ich sprach mit der Krankenschwester und fragte, was nun zu tun sei. Sie meinte, ich solle so schnell wie möglich zu ihnen kommen.

Thomas machte das Schneckenhäuschen wieder Strassen-fertig. Das Tor des Hotelareals konnten wir durch Drücken eines Knopfs von innen selber öffnen. Voila, wieder die 35 km bis nach Mariental. Wir waren wirklich unsicher, ob es richtig war, ins Spital zu fahren. Aber da wir nicht wussten, wie giftig dieser Skorpion war entschieden wir, dass wir nun einfach professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Wir fanden das Spital in Mariental nicht und stoppten vor der Polizei, um nach dem Weg zu fragen. Nachdem er uns erst einen Strafzettel wegen Falschparkens geben wollte, erhielten wir die Auskunft, es wäre das blaue Gebäude. Sehr lustig, in der Nacht waren alle Häuser dunkel ! Aber nach nochmaligen Fragen anderer Personen erhielten wir eine bessere Beschreibung des Wegs und fanden dann auch das Spital. Neben mir war noch eine ältere Frau inklusive deren ganzer Familie und 2 Frauen mit einem lethargischen Baby im Spital. Die Krankenschwester managte uns alle mehr oder weniger gleichzeitig. Sie sagte, sie hätte nach unserem Telefonat die Therapie mit dem Arzt besprochen.

Das erste was sie bei mir machte, war die Hose hinten runter ziehen und eine Cortisonspritze in den Po. Ganz kleines Autsch ! Die Krankenschwester war um die 30 Jahre alt, gross, kräftig, schwarz, nett und fröhlich. Ich wäre ihr erster Skorpion Stich - diese Prämiere hätte ich uns beiden gerne erspart 😵 Und eigentlich würde sie ja lieber mit Schafen machen, aber nun ist sie mal hier. Sie wollte mir noch eine Tetanus-Spritze geben, das war aber nicht notwendig, wir hatten diese vor dem Urlaub auffrischen lassen. Das war ungewöhnlich für sie, dass jemand pro-aktiv eine Tetanus-Impfung machen lässt. Sie arbeitete sauber, alles wurde sterilisiert, bzw. steril aus der Verpackung geholt und sie informierte mich über jede Aktion bevor sie diese durchführte.

Sie nahm noch ein paar Messungen vor und gab mir Antibiotika und ein Anti-Allergikum mit, nach ca. 40 Minuten konnten wir wieder gehen. Die ganze Behandlung kostete 150 Namibia $ (also gleich viel, wie die Hilfeleistung vom strange Ranger). Wir gaben 200 und sagten, der Rest soll bitte für das Baby genommen werden. Wir hatten ein schlechtes Gewissen, dass wir die medizinischen Ressourcen benutzen mussten. Nachträglich haben wir über Skorpione gelesen, es gibt knapp über 2.000 verschiedene Skorpione auf der Welt, giftig sind alle, aber nur zwischen 20 und 30 haben ein tödliches Gift. Ich hatte wohl einen der weniger giftigen erwischt.

Recht zuversichtlich fuhren wir wieder zurück zur Lapa Lange Lodge.
Wir kamen dort an und das Tor war wieder geschlossen. Wir drücken, wie bereits Stunden davor, auf den Klingelknopf. Niemand öffnete. Nochmal klingeln. Nichts ! 😕

Thomas kletterte über das Eingangstor, drückte den Knopf, mit dem man das Tor von innen öffnen kann, rannte zum Auto zurück und fuhr durch das Tor. Geschafft ! (so viel zum Thema Sicherheit in dieser Lodge 😗 )

Wir tranken noch ein Glas Wein zum Runterkommen und gingen zu Bett. Der Fuss war geschwollen, tat aber kaum noch weh. Es war zwischen 2 und 3 Uhr morgens.

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1812. Juli 2018
17. Abreise – Begegnung mit der Managerin des Hotels und Flucht

TTTTTTTTTRRRRRRRRRRR
TTTTTTTTTTRRRRRRRRRR
TTTTTTTRRRRRRRRRRRRR

Ein Presslufthammer. Sehr nah. Es war 7 Uhr morgens, wir hatten ca. 4 Stunden geschlafen.

Das waren also die Nebengeräusche der Erweiterung der Camp Site.

Entgeistert und verdattert sassen wir da und tranken unseren Kaffee. Da kamen Irene und Maurizio und wir gingen gemeinsam auf die Terrasse des Hotels und tranken Cola. Die beiden wollten wissen, ob bei uns alles in Ordnung ist. Super-nett ! 😘

Die beiden waren eigentlich nicht so glücklich mit dem Hotel, sie blieben aber noch eine weitere Nacht, da diese bereits bezahlt war. Weiter wollten sie anschliessend zur Bagatelle. Sie schwärmten von diesem Hotel und was sie erzählten, gefiel uns.

Dann kam eine Angestellte des Hotels und entschuldigte sich für den Lärm, der bald starten würde. Sie meinte nicht den Presslufthammer, sie meinte einen Generator, der in Kürze angestellt werden würde. Der Generator begann zu brummen. Auf der Seite des Restaurants hörte man nicht viel davon.

Nachdem wir aber nach dem Cola zu unserem Auto gingen, war es wirklich, wirklich laut. Das waren sicher über 100 Dezibel ! Presslufthammer und Generator im Duo. Voila, das war jetzt ein Grund zu viel und da wir noch nicht bezahlt hatten, beschlossen wir, abzufahren. Wir hatten den Plan, bereits an diesem Tag zur Bagatelle zu fahren und dann den übernächsten Abend gemeinsam mit Irene und Maurizio zu verbringen. Die beiden waren mächtig neidisch auf uns 😁
Wir packten unsere Dinge, machten das Auto wieder Strassen-fertig und gingen zur Rezeption, um die eine Nacht zu bezahlen. Die Dame an der Rezeption (die Managerin, wie sich herausstellte) wollte wissen, warum wir bereits heute abreisen, da wir ja für 2 Nächte reserviert hatten.

« because nobody helped us after the scorpion sting »
« because we had to break in, nobody opened the door for us »
« because of the construction work »
« because of the generator noise »
den verbrannten und gleichzeitig gefrorenen Toast liess ich aus Nichtigkeitsgründen weg

Die Dame
« I have been here last night. I have to stay here, because I am the manager » (AHA!)
« when did the scorpion sting you ? » (?????????)
« and what exactly is now the reason that you’re leaving ? » (??????????????????)

Mayday ! Alarm ! 😈 😈 <<<<<<<<<<<< Blitz, Donner, Blitz, Donner >>>>>>>>>>>>>>> 😈 😈 ! Was bringt uns ihre physische Anwesenheit, wenn sie nicht hört, wenn jemand um Hilfe ruft oder die Torklingel drückt ?! Sollen sich die Skorpione mit dem Stechen an die Öffnungszeiten der Rezeption halten ?! Machen wir jetzt einen Workshop, in dem wir die Gründe durch Punktevergabe priorisieren ?!?

Wir sagten beide nichts mehr, aber ich glaube, ich habe geschnaubt ! 😮 🤢
Keine Entschuldigung ihrerseits. Keine Geste des Bedauerns.

Sie stellte die Rechnung aus, wir zahlten und verliessen fluchtartig diese Lodge.

Wieder fuhren wir Richtung Mariental, nun kannten wir bald jeden Stein 😁 Für heute hatten wir nur einen Katzensprung von weniger als 100 km. In Mariental fuhren wir dann auch am Spital vorbei und sahen bei Tag, dass es tatsächlich blau war. Sollte es jemand brauchen, so sieht es aus (zumindest am Tag)
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Nach Mariental genossen wir, auf der D1268 durch die Kalahari zu cruisen. Mein Fuss tat kaum mehr weh, er war ein bisschen geschwollen und es fühlte sich nun wirklich wie ein älterer Bienenstich an. Ich hatte sonst keinerlei Nebenwirkungen ! Wir genossen die Fahrt 🙂
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Rasch kamen wir zur Bagatelle, am Tor wurde nachgefragt, ob es noch freie Bungalows oder auch Camp Sites gibt. Nachdem bejaht wurde, konnten wir passieren. Schön war es hier ! Roter Sand und Dünen. Friedlich.
Wir wurden an der Rezeption mit einem Juice und einem kühlen Tuch empfangen. Luxus !! Schnurr-schnurr 😘 An der Rezeption handelten wir aus, dass wir 2 Nächte bleiben, die erste auf der Camp Site und die zweite Nacht im Dune Chalet E2. Wir hätten auch beide Nächte im Dune Chalet bleiben können, aber dort gab es keinen Braai und wir wollten ja noch unser T-Bone Steak grillen.
Wir fuhren zu unserer Camp Site, sie war schön und die Sanitäreinrichtung alt aber sauber und räumten unser Open-Air Wohnzimmer/Küche aus. Der Sand war wirklich flashy rot !
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Unser Blick von der Camp Site
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Dann sahen wir zwei Strausse, einer von beiden wollte uns wohl näher kennen lernen. So ein Strauss kann ganz schön gross werden, wenn man selber im Stuhl sitzt und er nahe kommt 😐 Er dreht dann aber rechts ab.
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Wir machten den Braai an
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Und brutzelten unser T-Bone Steak
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Das Fleisch war himmlisch. Nachdem wir gegessen und abgewaschen hatten, begann es zu dämmern und wir machten uns auf den Weg zum Hotel. An der Rezeption reservierten wir für den morgigen Abend einen Night-Drive für 4 Personen, am heutigen Abend wollten wir gerne die Sternbeobachtung inklusive Erklärungen machen. Leider konnte diese wegen Gewittergefahr nicht durchgeführt werden. Sehr schade, ich hätte gerne etwas Neues über Sterne gelernt.
Nachdem dies geklärt war gingen wir zur Bar. Ich hatte dort meinen ersten Gin Tonic dieses Urlaubs !!!!! Wenn ich andere Blogs lese, war ich mit diesem wirklich spät dran. Als ersten Gin gab es Gordon, ich wurde nicht gefragt. Beim zweiten wurde ich gefragt und ich fragte zurück, was sie empfehlen könne. Und sie empfahl 333 Botanical Gardens. Schmeckte wirklich toll 😛 😛

Wir genossen den Trubel an der Bar, den Springbock mit den Gartenschläuchen auf den Hörnern.
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Ebenso genossen wir das Restaurant und bedauerten ein bisschen, dass wir dort nicht gegessen haben. Aber am nächsten Tag, vor dem Night-Drive, werden wir das machen ….
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Wir gingen zurück zu unserer Camp Site, sassen noch ein bisschen in unserem Open-Air Wohnzimmer und liessen den Tag ausklingen. Da rannte dann wieder ein Skorpion auf unserer Camp Site im Zick Zack durch die Gegend. Wir hatten jetzt wirklich genug von diesen Viechern ! Selbst Thomas nutzte mittlerweile in der Nacht die Schneckenhäuschen-Toilette 😣

Fortsetzung folgt .....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 1916. Juli 2018
18. Luxus und (fast) keine Begegnung

Am nächsten Morgen zogen wir um ! Unser Chalet
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Wir freuten uns wie verrückt über den Luxus 🤪 🤪 Die Klimaanlage, das Badezimmer, den Skorpion-freien Boden, die gekühlten Getränke. Das riesige Bett – im Gegensatz zum Innenleben des Schneckenhäuschens ein sehr grosser Unterschied !
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Die Terrasse mit abgedeckten Whirlpool
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Zu Mittag gingen wir wieder zum Hotel und assen Mittagslunch. Dort waren dann auch schon Irene und Mauritzio angekommen. Den Lunch nahmen wir zu viert ein und wir sprachen noch über die Skorpion-Nacht, aber auch über das Leben generell, was jeder so in seinem Berufsleben macht und über andere Reisen. Es war ein sehr angenehmer Lunch.

Wir gingen wieder zurück, um unseren Bungalow zu geniessen. Nachdem ich das Bad fotografierte, nahm ich eine ausgiebige Dusche und cremte mich mit der zur Verfügung gestellten Body-Lotion ein.
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Duftend genossen wir einfach unser Interims-zu-hause, sassen auf der Terrasse, schnurrten vor uns hin und genossen den Ausblick.
Ein Eland geht in Richtung Wasserloch, das wir direkt von unserer Terrasse aus sehen konnten.
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Das Wasserloch wartet auf Gäste – wir auch ! 😄
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Es zog ein Gewitter auf, wir genossen dieses von unserer Terrasse aus. Das Gewitter war vorüber, spektakuläre Wolken blieben noch eine Weile als Souvenir zurück. Da die Häuser der Arbeiter denselben Farbton wie der Sand haben, sind diese kaum zu erkennen.
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Leider taten wir das „Terrasse-geniessen“ so lange, dass wir unser Abendessen fast vergessen hatten. Daher war das Dinner dann leider überhaupt nicht gemütlich, da der Guide zum Night-Drive drängelte. Aber schön, den wollten wir natürlich auch noch mitnehmen. Wir waren eine Gruppe von ca. 12 Personen in einem Pritschenwagen.
Schon mal vorweg genommen, der Night-Drive war nicht sehr ergiebig oder ereignisreich. Wir sahen einige Tiere schlafend oder zumindest liegend, die man auch tagsüber sehen konnte, Strausse, Springböcke und Oryxantilopen.
Wir sahen aber auch ein Erdferkel, die man nur nachts entdecken kann.
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Unser Guide war sehr bemüht und motiviert, uns noch mehr Tiere zu zeigen, leider liess sich keines mehr blicken. Die Fahrt dauerte lange, sehr lange. Ich glaube, am Schluss schliefen 12 Personen, ich auf jeden Fall tat es.
Nachdem wir wieder in unserem Bungalow ankamen, wurden wir schon von einem riesigen Netzflügler und einigen grossen, bunten Gottesanbeterinnen erwartet.
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Absolut müde gingen wir um Mitternacht in das tolle Bett und schliefen tief und fest. Wie kann man vom Nichts-tun sooo müde werden ?

Fortsetzung folgt ....
Liebe Grüsse - Claudia
Teil 2018. Juli 2018
19. World-best coffee-ceremony

Am nächsten Morgen gab es wohl meine „world-best-coffee-ceremony“. In unserem Chalet machte ich den Kaffee, öffnete den Wirlpool, setzte mich hinein, trank den Kaffee und blickte auf das Wasserloch. Dass es dort keine Tiere hatte, trübte meine Glücksgefühle in keinster Weise 😘 😘 Das war wunderbar !
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Nachdem wir am Buffet das Frühstück genossen hatten, gingen wir noch in Richtung Pool und freuten uns über die Erdhörnchen
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Dann kam noch eine Gruppe von Erdmännchen. Es sah lustig aus, wenn ein Erdmännchen die restliche Truppe beobachtete und erst dann läuft, wenn alle anderen vorbei waren.
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Nachdem sich die Gruppe erst unter einem Auto im Schatten versammelte, kamen sie dann auch noch zum Hotel und hatten offensichtlich keine Scheu vor Menschen.
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Sie spielten, buddelten und glotzen das künstliche Steppen-Schuppentier an 😄
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An diesem Morgen trafen wir noch eine Familie mit 2 Teenagern und begannen mit ihnen zu sprechen. Es war eine Familie aus Windhoek, sie fragten uns, wie es uns in Namibia gefiel. Also erzählten wir ein paar von unseren Erlebnissen. So erfuhren wir, dass die Spinne der zweiten Nacht eine Roman Spider war. Auch vom Skorpion erzählten wir und sie stellten viele Fragen über das Spital in Mariental. Sie waren dann recht froh, dass wir mit der Behandlung im Spital sehr zufrieden waren und ich fasste die Situation (wohl mehr für mich selbst) so zusammen: „without the scorpion I never would have had this experience and I never would have met this nurse !“ 😉 Diese war wirklich ein Original !

Auf die Frage, warum Swakopmund so hohe Mauern mit Elektrozäunen oben drauf haben, erzählten sie uns, dass es in der Nähe Minen gibt. Dort werden recht viele Minenarbeiter gesucht, es können aber nicht alle aufgenommen werden. Die Nicht-genommenen würden sich dann manchmal nicht Gesetzes-konform benehmen. Dies führe zu einer höheren Kriminalitätsraten und diese wiederum zu den Mauern und Zäunen.

Wir erhielten vom Familien-Oberhaupt noch den Ratschlag, die letzte Nacht in der Arebbusch Travel Lodge zu buchen. Diese sei sauber, kein allzu grosser Umweg zum Flughafen und hat einen Betonboden. Nach unserer Erfahrung beim Auspacken mit all dem Sand wollten wir es beim Einpacken besser machen und fragten eben nach diesen Kriterien.
Wir checkten aus, verabschiedeten uns von Irene und Maurizio und der Familie aus Windhoek und starteten unseren letzten Trip.

Wir genossen die letzte Gravel-Road und die Landschaft.
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Auch hier gab es Salzpfannen, im Hintergrund die roten Dünen
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Schön bewachsene Dünen
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Einfach eine wunderbare Landschaft
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Bei Rehoboth kamen wir wieder auf die B1 und düsten Richtung Windhoek. Die Arebbusch Travel Lodge war nach der Beschreibung sehr gut zu finden und wir checkten ein. Die Unterkunft bestand aus kleinen Bungalows mit überdachtem Carport. Nicht charmant aber sauber und eher ein Business-Hotel. Rasch machten wir uns an das Werk, die Schränke zu leeren, die Koffer zu füllen und das Schneckenhäuschen für die Übergabe sauber zu machen. Wir gingen zum Abendessen, das habe ich als gut in Erinnerung, ich weiss aber leider nicht mehr, was wir gegessen haben. Aber, wir hatten eine gute Flasche Chenin Blanc aus Windhoek, das wissen wir beide noch 😁 Wir freuten uns beide wieder auf zu Hause 😁 Ein besonderer und erlebnisreicher Urlaub ging zu Ende ...
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Am nächsten Tag hatten wir noch eine problemlose Abnahme vom Schneckenhäuschen, selbst die Kosten vom neuen Toaster wurde anstandslos übernommen. Ein ganz klein wenig emotional waren wir schon bei der Verabschiedung - das Schneckenhäuschen sprang jeden Morgen an, wir schliefen prächtig in ihm, putzten und pflegten es (mein Auto wird ganz blass vor Neid), es schützte uns vor Regen, Wind und Skorpionen und wir hatten keine echte Panne. Wir hätten kein besseres Schneckenhäuschen haben können !
Dann hatten wir vor dem Abflug noch ein paar Stunden Zeit, die wir bereits am Flughafen lesend verbrachten. Der Rückflug verlief plangemäss und ereignislos, wir landeten pünktlich im finsteren, feuchten und kalten Winter in Zürich.

Eine Fortsetzung folgt noch ....
Liebe Grüsse - Claudia

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