Tierbeobachtung/Naturspots außerhalb der NP's

29 Antworten · 4'203 Aufrufe · gestartet 12. Juni 2018 von Matthias222
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Themenstarter9 Beiträge · seit 201812. Juni 2018 · #1
Hallo!

Ich möchte im August für vier Wochen Botswana individuell bereisen. Entegegen der scheinbar üblichen Reiseart mit einem gemieteten Vehikel möchte ich mich vorwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln und wandernd durch das Land begeben (ein mehrtägiger Besuch in einem Nationalpark mit gemietetem Fahrzeug ist jedoch auch geplant). Ich weiß, dass unmotorisiert ein Zuttritt in die Nationalparks nicht möglich ist. Daher frage ich, welche Orte bzw. Naturspots es außerhalb der Nationalparks gibt, die es lohnt (wandernd) zu bereisen und wo ich im besten Falle auch noch Tiere beobachten kann. Und auch welche Tiere?!
Und: Kann jemand etwas über die aktuellen Eintrittspreise für die Nationalparks (Moremi) sagen?

Freue mich über Antworten!

Schöne Grüße,

Matthias
938 Beiträge · seit 201312. Juni 2018 · #2
Tiere ausserhalb der NP's in Botswana: Esel, Hunde, Ziegen und Hühner. Laufen alle auf der Straße.
Manchmal sieht man Warzenschweine und ev. Antilopen.
Vögel dagegen überall wo es grün und feucht ist.
In Kasane laufen auch mal Elefanten durch die Stadt. Da der Park keinen Zaun hat, kann man hier fast alles sehen, was auch im Park ist.
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
1'166 Beiträge · seit 200812. Juni 2018 · #3
Hallo Matthias,

Wandern lohnt sich meiner Meinung in Botswana gar nicht, da alles flach und teilweise sehr verbuscht ist. Wolltest du in der Wildnis übernachten oder in Orten?
Es gibt in Botswana jede Menge Wildnis außerhalb von Nationalparks - allerdings dann auch die gleiche Tierwelt. z.B Hunters Road, Khwai Concesseion oder KD1.

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
Themenstarter9 Beiträge · seit 201812. Juni 2018 · #4
In Umgebung der Nationalparks besteht also eine recht gute Chance (insbesondere) wildlebende Tiere zu beobachten...Je mehr ich mich allerdings mit dem Land beschäftige, desto weniger scheint es tatsächlich für mein Vorhaben geeignet zu sein 🙁

Ein öffentliches Verkehrsnetz scheint ja auch nur zwischen den größeren Orten zu bestehen...wie seht ihr die Möglichkeit per Anhalter zu reisen? (Geduld ist auf jeden Fall einer meiner Tugenden 😉 )
Welche Möglichkeiten der Verpflegung (insbesondere Wasser) gibt es bspw. in kleinen Ortschaften? (z.B. in der KD1-area in Ukwi, Ngwatle, Zutshawa)

@ Axel
Ich möchte sowohl wild zelten als auch in Ortschaften/Campingplätzen übernachten. Welches arfrikanische Land bietet sich deiner Meinung nach eher zum Wandern an?
Zur Info: Ich habe bereits einige Wander-/Wildniserfahrungen in Asien und Europa gemacht. Afrika ist halt Neuland für mich, finde ich jedoch super reizvoll...Südafrika habe ich wegen Sicherheitsbedenken (auch aufgrund der aktuellen Lage) dann doch als Reiseziel zum Wandern ausgeschlossen...
14 Beiträge · seit 201712. Juni 2018 · #5
In Marokko kann man toll wandern und individuell und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Selbst getestet.
2'610 Beiträge · seit 200712. Juni 2018 · #6
Hallo matthias,

ich will dir deinen Traum nicht zerstören, aber ich wüsste wirklich nicht, wo man in Afrika eine Wandertour durchführen kann, so wie du es dir vorstellst. Vielleicht wäre in einigen Teilen Zimbabwes oder Südafrikas noch die beste Möglichkeit
Namibia: große Entfernungen zw. den einzelnen Ortschaften. Busverkehr zw. den großen Städten, per Anhalter möglich
Botswana: Buschland, der ganze Norden ist NP, Busverbindung zw. gr. Städten. per Anhalter möglich

Statt wandern, wie wäre es mit einer Fahrradtour? Wir haben schon einige Fahrradfahrer unterwegs getroffen. Da sind die Entfernungen besser zu bewältigen. Allerdings solltest du dafür wohl ein geübter, trainierter Fahrer sein. Hier im Forum, gäbe es dazu gute Tipps.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
1'166 Beiträge · seit 200813. Juni 2018 · #7
Ohne eigenes Fahrzeug sieht es für Namibia und Botswana schlecht aus. Ohne dieses kommst du nicht in die Wildnis.
Ob und wie man in den Dörfern an Wasser kommt ich dir nicht sagen. Ich kaufe mein Wasser im Supermarkt.
Selbst wenn du zu Fuß unterwegs bist, muss du dich nicht unerheblich von den Dörfern entfernen, um in der Wildnis zu sein. Die meisten Tiere befinden sich in der Kalahari an den Pfannen. Z.B. bei Zutshawa ist die nächte Pfanne ca. 15 km vom Dorf entfernt (Richtung Kaa Gate). Da es dort Löwen, Hyänen und Leoparden geben kann, wollte ich dort nicht umherwandern. Im Norden von Botswana gibt es Elefanten und Hippos (wollte ich auch nicht zu Fuß begegnen).

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2018
12 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #8
Matthias222 schrieb:Südafrika habe ich wegen Sicherheitsbedenken (auch aufgrund der aktuellen Lage) dann doch als Reiseziel zum Wandern ausgeschlossen...
Hallo,
ich glaube, das solltest du echt nochmal überdenken! Was sind denn deine Befürchtungen?
Vielleicht solltest du auch Swaziland/Lesotho in deine Überlegungen miteinbeziehen?
Die Drakensberge würden sich doch sicher zum Wandern anbieten...Auch sonst ist in Südafrika (Weit)wandern sehr beliebt und im Internet gibt es unzählige Trail-Empfehlungen. Im Krüger gibt es zum beispiel mehrtägige Wanderungen mit einfachsten Übernachtungen und einem Guide.
In Südafrika gibt es z.B. den BazBus der günstig viele Städte für Backpacker verbindet....
Wandern und Wildtiere sollte man in Afrika wohl eher vermeiden (außer in extra ausgewiesenen Naturparks in Südafrika), da in der Nähe von Antilopen auch immer die großen Raubtiere nicht weit sind.
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2018
5'479 Beiträge · seit 200913. Juni 2018 · #9
Du solltest Dich mal mit Ostafrika beschäftigen. In Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda ist zum einen der öffentliche Nah- und Fernverkehr wesentlich besser als in Namibia oder Botswana und zum anderen gibt es dort gute Wandermöglichkeiten. Viele davon allerdings nur mit Guide machbar bzw. erlaubt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter9 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #10
Marokko hatte ich auch schon zur Wahl gestellt, gerade auch als "Afrika-Einstieg". Allerdings möchte ich gerne ein Land bereisen, wo zumindest die Möglichkeit besteht sich auch mit der einheimischen Bevölkerung zu unterhalten. Arabisch spreche ich nicht, französisch auch nicht. Ist trotzdem eine Überlegung wert...käme ich dort überhaupt mit Englisch einigermaßen zurecht?
Gast13. Juni 2018 · #11
Hallo Matthias, die besten Bücher zum Einlesen @" Erwandern von Afrika" sind mE die Bücher und Reisejournale von Livingstone, Selous, Burton und Speke.
Grüße
Und das war jetzt so ernst gemeint wie die Frage, ob und wie man in Marokko am Land mit Englisch durchkommt.
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2018
Themenstarter9 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #12
@ Jambotessy
Träume werden zerstört, neue entstehen...Danke für die guten Hinweise! Mit dem Fahhrad habe auch schon in Erwägung gezogen und werde das in meinen Überlegungen miteinbeziehen.
Grüße zurück, Matthias

@ Axel
Ich würde mein Wasser auch im Supermarkt kaufen wollen. Allerdings habe ich gelesen, dass es in kleinen Ortschaften in Botswana zum Teil nicht mal so etwas wie einen kleinen Lebensmittelladen gibt?!

Begegnungen mit bspw. Hyänen und Löwen von Angesicht zu Angesicht stelle ich mir schon sehr aufregend vor, möchte ich dann doch aufgrund mangelnder Erfahrungen eher vermeiden...Meine Vorstellung war die, dass es vielleicht attraktive, tierreiche Gegenden gibt, in denen jedoch eine Begegnung mit Hyäne, Leopard und Löwe sehr unwahrscheinlich sind. Nach Anbruch der Dunkelheit würde ich dann natürlich nicht mehr im Busch umherwandern..

@lottinchen
Hi!
Ich hatte mich für Botswana entschieden, weil es mir nach meinen Recherchen deutlich sicherer erscheint als Südafrika. Mein Besteben ist es schon alleine mehrtätige Wanderungen zu unternehmen, in Südafrika hatte ich mir bspw. dafür die Wildcoast ausgeguckt, da soll es auch einen schönen trail geben. Allerdings habe ich dann auch wieder gelesen, dass Wanderungen (zumindest) alleine und in einsamen Gegenden eher vermieden werden sollten, da auch hier (und nicht nur in den Teilen der großen Städte) eine erhöhte Gefahr von Überfällen, Diebstählen etc. besteht. Natürlich können Risiken minimiert werden. Allerdings kann ich die Lage aufgrund widersprüchlicher Aussagen nur schwer einschätzen und ich möchte eigentlich auch entspannt reisen wollen. Hinzu kommt, dass mit dem Beschluss der Regierung "weiße" Farmbesitzer zu enteignen die Spannungen zwischen "schwarz" und "weiß" gestiegen zu sein scheinen (Proteste, Anstieg der Farmermorde!? ).

Wie ist deine Einschätzung dazu? Südafrika wäre nämlich im Grunde meine erste Wahl. Hatte mich schon sehr auf eine mehrtägige, begleitete Wandertour durch Krüger gefreut...

@ Topobär
Möchte auf der Reise halt vor allem auch alleine mehrtätige Wandertouren unternehmen. Welches der genannten Länder würde sich deiner Meinung nach denn am ehesten dafür anbieten?
Themenstarter9 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #13
@ loser
Hallo!
Ja die Frage mit dem Englisch war durchaus ernst gemeint. Bitte kläre mich auf 🙂
Die blogs von livingstone und selous habe ich gefunden...hast du vielleicht grad noch genauere Angaben zu Büchern/Links parat..?
5'479 Beiträge · seit 200913. Juni 2018 · #14
Alleine Wandern wird schwierig. Viele Wandergebiete sind Nationalpark und deshalb nur mit Guide erlaubt. Darüber hinaus gibt es kaum Kartenmaterial oder ähnliches.

In Tansania gibt es jede Menge Wandergebiete. Usambara Mountains, Udzungwa Mountains oder Ngorongoro Highlands um nur einige zu nennen.

In Uganda sind die Rwenzori Mountains für wetterfeste Wanderer ein Traum.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
12 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #15
Matthias222 schrieb:
@lottinchen
...Mein Besteben ist es schon alleine mehrtätige Wanderungen zu unternehmen, in Südafrika hatte ich mir bspw. dafür die Wildcoast ausgeguckt, da soll es auch einen schönen trail geben. Allerdings habe ich dann auch wieder gelesen, dass Wanderungen (zumindest) alleine und in einsamen Gegenden eher vermieden werden sollten,... Hinzu kommt, dass mit dem Beschluss der Regierung "weiße" Farmbesitzer zu enteignen die Spannungen zwischen "schwarz" und "weiß" gestiegen zu sein scheinen (Proteste, Anstieg der Farmermorde!? ).

Wie ist deine Einschätzung dazu? Südafrika wäre nämlich im Grunde meine erste Wahl. Hatte mich schon sehr auf eine mehrtägige, begleitete Wandertour durch Krüger gefreut...
Hmmm, ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, gehe ich davon aus, du als "Weißer" in allen Ländern Afrikas als "cash cow" angesehen wirst, bei dem es etwas zu holen gibt. Ich glaube nicht, dass das in Südafrika so viel schlimmer ist als in anderen afrikanischen Ländern....

Ich würde dir dazu das Nachbarforum suedafrika-forum.org empfehlen, da gibt es viele Leute die dir dazu noch genauere Tipps geben können und einige Erfahrungsberichte.

Ich glaube nicht, dass du von den Farmenteigungen viel mitbekommen wirst. Damit kommen Touristen doch nicht in Berührung. Die Politik ist in vielen afrikanischen Ländern ein schwieriges Thema und da wird man wohl überall etwas finden, das man moralisch verwerflich findet.

Die einzigen "Sicherheitsbedenken" bei einer Wanderung im Krüger hätte ich bezüglich wildgewordener Elefanten, Leoparden und anderen "Gefahren" für die ich mein Vertrauen voll in den Guide setzen müsste.
Gast13. Juni 2018 · #16
Matthias222 schrieb:....Allerdings habe ich gelesen, dass es in kleinen Ortschaften in Botswana zum Teil nicht mal so etwas wie einen kleinen Lebensmittelladen gibt?!.....Meine Vorstellung war die, dass es vielleicht attraktive, tierreiche Gegenden gibt, in denen jedoch eine Begegnung mit Hyäne, Leopard und Löwe sehr unwahrscheinlich sind. Nach Anbruch der Dunkelheit würde ich dann natürlich nicht mehr im Busch umherwandern
Hallo Matthias, bei solchen und ähnlichen Sätzen würde ich wetten, dass du dir noch nicht einmal ein Karte von Botswana angesehen hast, einen Reiseführer sowieso nicht. Sonst würdest du nämlich wissen, welche Distanzen zwischen „kleinen Ortschaften“ liegen, wie es dort ausschaut und dass es dort nichts zu sehen gibt….und das alles zu Fuß! Ich stelle mir vor, wie du dich in praller Sonne dutzende Kilometer mit schwerem Marschgepäck durch staubigen Busch quälst……und halte daher so ein Vorhaben für eine Schnapsidee.
Im Prinzip ist aber ganz einfach. Wenn du Wandern mit Sichtung von Großtieren willst und das auch genießen möchtest, musst du eine GEFÜHRTE TOUR buchen. Dafür gibt es im www bei Suche nach walking safari sicher ein großes Angebot und Berichte darüber im Forum sowieso.
Low budget wird es aber nicht geben.
Grüße
938 Beiträge · seit 201313. Juni 2018 · #17
Matthias222 schrieb:
Begegnungen mit bspw. Hyänen und Löwen von Angesicht zu Angesicht stelle ich mir schon sehr aufregend vor, möchte ich dann doch aufgrund mangelnder Erfahrungen eher vermeiden...Meine Vorstellung war die, dass es vielleicht attraktive, tierreiche Gegenden gibt, in denen jedoch eine Begegnung mit Hyäne, Leopard und Löwe sehr unwahrscheinlich sind.
Hallo Matthias,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Dich nicht unter Troll abheften sollte.
Sorry, aber mit Afrikas Tierwelt hast Du Dich bisher gar nicht beschäftigt? Löwen und Hyänen sind Grundsätzlich dort, wo es tierreiche Gegenden gibt. Leoparden sind überall, nur sieht man sie höchst selten. Die Größte Gefahr für Fußgänger geht von Flusspferden und Elefanten aus. Gleich danach kommen Rhinos, Büffel und Antilopen und erst ganz weit hinten Katzen und Hundearten. Trotzdem kann man den Nichtfleischfressern zu Fuss sehr nahe kommen, aber nur mit erfahrenen Guides.
Wir machen gerne geführte Walking Safaris, aber eine mehrtägige Tour wäre mir schon wegen der Temperaturen nicht Geheuer, wer soll denn das ganze Wasser schleppen?
Grüße
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
Themenstarter9 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #18
@loser

Es mag sein, dass ich bei dir diesen Eindruckerweckt habe, allerdings muss ich sagen, dass zumindest zum Teil genau das Gegenteil der Fall ist. Ich bin gerade dabei sehr genau meinen Reiseführer zu studieren...allerdings ist mir durchaus bewusst, dass sich die Umsetzung meines Unterfangens als schwierig herausstellt und ich zumindest im Moment eher dazu neige davon Abstand zu nehmen.

Nun einige Details, die ich in Augenschein genommen habe. Zunächst muss ich sagen, dass mehrtätige Wandertouren bei relativ großer Hitze und mit schwerem Gepäck (20-25kg) mir nicht fremd sind und ich genau diese Herausforderung suche. In der prallen Mittagssonne würde ich natürlich ruhen. Die Temperaturen im August scheinen den Klimadiagrammen folgend auch nicht astronomisch hoch zu sein und mit denen bspw. in Spanien vergleichbar.
Weiteres zu der Fortbewegung im Land: Ich weiß um die große Distanzen im Land, daher habe ich auch nach öffentlichen Verkehrsmitteln gefragt bzw. ob es möglich ist sich per Anhalter fortzubewegen. Ich habe nämlich nicht vor von Gaborone nach Kasane zu laufen 😉

Zu möglichen Wandertrails:
1. Zunächst scheinen sich die Tswapong Hills zwischen Palapye und Tamasane für eine zwei- oder mehrtätige Wanderung anzubieten, hier soll es zumindest einen enormen Vogelreichtum geben, was für mich auch schon als eine schöne Perspektive darstellt.

2. Dann bieten sich u.U. die Salzpfannen im (Nord) Osten für Wanderungen an. Orapa soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichabr sein. Das wäre mein Startpunkt. Dann könnte es bspw, nach Mmatshumo gehen. Von dort aus wären auch zweitätige Touren in die Sowa Pan möglich, der nächstgelegene Ort (von Mmatshumo) ist ca. 20-30km entfernt (Mosu). Also eine Tagestour. Bloß hier stellt sich dann tatsächlich die Frage, ob ich mich in diesen kleinen Ortschaften ausreichend verpflegen kann.

3. Dann halte ich eine Wanderung in der Nähe des Transfrontier NP für möglich bzw. durchaus attraktiv (zumindest aufgrund dessen was ich so bisher recherchiert habe, vielleicht bin ich da aber auch ein wenig naiv). Genauer gesagt durch das Gebiet Kaa Kalahari Concession. Der Reiseführer lockt in Bezug auf das Gebiet mit Aussagen wie bspw. "traumhaft schönen Märchenwald", "eine herrliche Landschaft: Baumsavannen, mehrere Salzpfannen und einige rötliche Dünenzüge" Startpunkt meiner Wanderung wäre Ncojane. Dann ginge es über Ukwi (2 Tage; 55km) nach Ngwatle (2 Tage; ca. 60km, das wäre mit schwerem Gepäck und bei Hitze tatsächlich recht ambitioniert, aber meiner Kondition entsprechend machbar). Von Ngwatle über Zutshwa wäre dann die letzte Etappe (50km).
Hier stellt sich dann auch die Frage: Kann ich mich in diesen kleinen Ortschaften ausreichend verpflegen. Und: Wie komme ich nach Ncojane (per Anhalter? Öffentliche Verkehrsmittel dahin scheint es nicht zu geben). Ausgangspunkt meiner Wanderung in diesem Gebiet könnte auch Tshane sein, das scheint besser erreichbar (da Teerstraße und kürzere Verbindung zu Kang, dass auch von öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren wird).

Nun zu den Großtieren. Wahrscheinlich habe ich tatsächlich den Eindruck erweckt, dass es mir primär darum geht Großtiere zu sehen. Und ja das wäre sehr schön. Dafür geplant ist dann tatsächlich auch eine mehrtägige Tour am liebsten durch den Moremi NP mit gemietetem Fahrzeug, ob bspw. alleine befahrbar und wie genau...für Tipps bin ich sehr dankbar.

Allerdings gebe ich mich abgesehen davon durchaus mit "weniger" zufrieden. Allerdings haben meine Recherchen bei mir (fälschlicherweise?) den Eindruck erweckt, dass die Wahrscheinlicheit Großtiere in Form von Elefanten und diversen Antilopenartigen Tieren auch außerhalb der NP's gegeben scheint. Die Wahrscheinlichkeit Löwen, Hyänen und Leoparden außerhalb der NP's anzutreffen dagegen deutlich geringer. Und diese möchte ich dann auch nicht unbedingt zu Fuß begegnen. Antilopen und Elefanten stell ich mir schon ungefährlicher vor. Ja, auch Elefanten sollen durchaus aggressiv sein können (bspw. Kühe mit ihren Kälbern), aber da besteht womöglich eine bessere Chance diese auch schon aus größerer Entfernung zu erspähen und mich dementsprechend zu verhalten...das sind so meine Vorstellungen und Überlegungen...

Gebt mir gerne weiteres feedback...meine nun sehr ausführlichen Erläuterungen bieten vielleicht gute Anhaltspunkte für detaillierte Infos!

Wie ist das bspw. mit Großtieren in der beschriebenen Gegend um Zutshwa herum? (Wahrscheinlich kann das auch nur ein/e Ortskundige/r/Ansässige/r wirklich verlässlich sagen...)

Schöne Grüße zurück
Gast13. Juni 2018 · #19
Danke Matthias für die Klarstellung, jetzt ist mir alles klar 😎 😗 🙄 ,
Nachtrag: Allgemeine Anfragen bei bereits konkreten Vorstellungen vermitteln den Eindruck von Spielchentreiben, zumindestz bei mir, oder?
...und beim (Ex)Präsidenten oder BDF in Mosu wirst du sicher Wasser kriegen.
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2018
Themenstarter9 Beiträge · seit 201813. Juni 2018 · #20
Hallo Andreas,

die Aussage mit dem Troll hat mich schon ein wenig getroffen, wobei ich nicht ganz genau einschätzen kann was die inflationäre Verwendung dieses Begriffes auf sich hat. Mag sein, dass meine Vorstellungen etwas kurios scheinen, allerdings habe ich die Erfahung gemacht, dass oft mehr möglich ist, als man meint. Ich bin auch nicht jemand der eine perfekt organisierte Tour möchte, sondern das Unerwartete liebt. Manchmal heißt das aber auch, dass man "weniger" vom Land sieht, irgendwo hängen bleibt oder dass man dann vor Ort tatsächlich von Vorhaben abrücken muss...

Genau das tue ich gerade: ich beschäftige mich mit dem Thema und der Tierwelt. Ja, manchmal gehe ich vielleicht etwas naiv an Dinge ran, ich denke ich gewinne nach recht kurzer Zeit jedoch durchaus ein differenziertes und realistisches Bild, auch aufgrund kompetenter Aussagen wie Deine eine zu sein scheint...

Geplant wären aufgrund des Wasser-Schleppens höchstens 2-Tätige, im Notfall max. drei-tätige Touren,spätestens dann wäre eine Verpflegung in einer Ortschaft wieder notwendig.

Aber wie im vorherigem Post gesagt, nehme ich wahscheinlich Abstand von diesem Vorhaben, weil es mir dann doch zu viel Aufwand und zu wenig entspanntes Reisen mit schönen spots zu sein scheint.

Vielleicht ist doch Südafrika eher für mein Vorhaben geeignet: Drakensberge, Wild Coast, Wetland Park, Krüger Wilderness Tour...Vielleicht hast Du auch für diese Gegenden Tipps für mich (gerade auch in Bezug auf allein wandern und mögliches Wild-zelten; Nachtrag: das gilt natürlich nicht für Krüger)..zumindest sind diese Gegenden deutlich dichter besiedelt und dort gibt es ausgewiesene Wanderwege.

Schöne Grüße,
Matthias
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2018