Neue Preisstruktur staatliche Schutzgebiete

85 Antworten · 11,1k Aufrufe · gestartet 30. Apr. 2018 von travelNAMIBIA
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177 Beiträge · seit 201513. Nov. 2018 · #61
Leider nicht 100%ig richtig.
Der Grand Canyon NP kostet 35USD pro PKW und ist 7 Tage gültig, also grad mal 5USD pro Tag. Die bekommen allerdings auch vom Staat noch einiges an Zuschüssen.
Ja. Und?
Die 88USD sind für den West Rim (Skywalk) und haben mit dem eigentlichen Nationalpark überhaupt nichts zu tun.
Ja. Und? Gehört im einem Fall dem Staat, im anderen Fall einer "Privatgemeinschaft". Die setzt den Preis fest. Take it or leave it. In GA kosten State Parks Eintritt, in PA nicht. So what?
Aber zum Thema hier:
Bei so Parks wie dem Etosha finde ich es schon gerechtfertigt. Die Kosten für die Tierwelt (Wasser, Zäune, Veterinäre, usw) müssen halt irgendwie aufgebracht werden. Bei anderen Gebieten mag dies anders aussehen, aber evtl. wird da auch einiges quersubventioniert.


Letztlich ist es aber völlig unerheblich, was die Kosten sind. Entscheidend ist, ob sich Leute finden, die den Preis zahlen.
517 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #62
Miki... Bissl Müll schreibst schon bei deinen Einschätzungen anderer Leute.....
Gruß vom Opfer
517 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #63
Aber für dich nochmal... Wer sich international mit seiner Preisgestaltung gibt muss sich auch international vergleichen lassen...
VG
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200613. Nov. 2018 · #64
Hi Focus,
Wer sich international mit seiner Preisgestaltung gibt muss sich auch international vergleichen lassen...
da stimme ich Dir zu. Wir sprachen über die USA, Ostafrika und Zoos und Nationalparks in Deutschland. Wirklich vergleichbar ist es meiner Meinung nach nur mit konkurrierenden Naturschutzgebieten, d.h. z.B. in Botswana, Südafrika, Kenia, Tansania etc. Und da steht Namibia aktuell ganz unten (am preiswertesten) und in Zukunft dann weiterhin ziemlich weit unten. Ob das dann jemanden für die gebotene touristische Leistung zu teuer ist, ist eine absolut subjektive Sache. Was ein Naturschutzgebiete einem Touristen zu bieten hat (anders als ein Museum, Freizeitpark etc) ist wieder eine ganz andere Frage, die auch subjektiv nur zu beantworten ist.

Beispiel: Keiner regt sich darüber auf, dass es in der Maasai Mara gar keine Straßen gibt, aber wenn sie in Etosha dann mal schlecht sind, wird sich auch aufgeregt. Es gibt sogar mehr oder mehr "Discounter-Pauschaltouristen" die sich darüber beschweren (und ich meine so richtig, u. a. mit Briefen an das Umweltministerium), dass sie in Etosha keinen Löwen gesehen haben... schließlich hätten sie dafür bezahlt. Also ich würde mich als Löwe bei €5 Eintritt auch nicht den Touristen zeigen 😉

Viele Grüße
Christian

P.S. Wie gibt man sich eigentlich mit einer Preisgestaltung "international"? Oder meinst Du, weil die Preisgestaltung auch für Touristen ist?
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zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
177 Beiträge · seit 201513. Nov. 2018 · #65
Aber für dich nochmal... Wer sich international mit seiner Preisgestaltung gibt muss sich auch international vergleichen lassen...
Tja, was ist den dann der "faire" Vergleich? Müssen alle NPs weltweit gleichviel kosten? Oder alle "Canyons", egal, wem sie gehören? Oder "alle Orte, an denen man Tiere sehen kann". Spielt es eine Rolle, was der Unterhalt kostet? Oder wer das Geld bekommt? Oder was er sich dafür leisten kann? Oder die Kaufkraft des individuellen Käufers? Oder ob man das Vergnügen exklusiv hat oder nicht? Müssen wir den Straßenzustand für Silke einpreisen, für Thomas nicht? Dann bin ich mal gespannt. Und wenn man das für Eintrittsgebühren durchzieht, muss man das nicht dann auch für den Preis des Rindersteaks? Ist das nicht nach wie vor viel zu billig in Namibia?
Oder bleibt nicht letztlich übrig: wenn es Dir die Sache wert ist, dann mach es, ansonsten lasse es. Und wenn Du's Dir nicht leisten kannst, dann verdien mehr Geld oder mach was anderes.
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
873 Beiträge · seit 201613. Nov. 2018 · #66
Wie bemisst du denn die "Leistung" eines Etosha-Nationalparks, der ziemlich einmalig auf der Erde ist?
Vernünftige Infrastruktur. Also Pisten, auf denen ich mir nicht die Reifen kaputt fahre oder mich stundenlang übel durchschütteln lassen muss.
Noch einmal: Die 'Gegenleistung' eines Nationalparks ist es gerade NICHT, dass man dort bequem durchfahren kann, sondern dass Flora und Fauna geschützt, also nicht abgeholzt und gejagt werden. Du trägst zu Natur- und Tierschutz bei und bezahlst NICHT für die Tourismus-Infrastruktur. Es kann sogar die 'Leistung' eines Naturparks sein, Straßen zu deaktivieren, geschwindkeitsbeschränkende Maßnahmen zu ergreifen, Gebiete bei Übernutzung zu sperren oder wenigstens Zugangsbeschränkungen einzuführen und zu kontrollieren etc.. Und trotzdem bezahlen die Besucher dann für die wenigen und teuren Permits!
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
517 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #67
@Christian,
international gibt man sich, wenn man z: B. auf Messen auftritt, International Werbung verteilt, Tourismusbüros auf der Welt betreibt und sich in diesem Zuge den internationalen Preisen anpasst.
Es ist nun mal so, dass der Tourismus international agiert und keine regionale Industrie darstellt.

Es geht darum, wenn ich einen Teil meines Landes im "Tourismus" vermarkte, dann muss auch das Gesamtpaket betrachtet werden. Nicht ob die Straßen gut oder schlecht sind, ob der Klodeckel fehlt, dass Personal durch die Rezeption schlurft und deine Frage gar nicht mitbekommt, weil das Handy wichtiger ist, ob die Picknicsites zugeschis…….sind etc. Der internationale Tourist vergleicht halt mit den Orten wo er war, egal wem die Einnahmen zukommen, welche Schwierigkeiten bestehen z.B. Landrechten, Besitzer etc. . Und daraus zieht er seinen Vergleich, ob das Preis Leistungsverhältnis stimmt. Die wenigsten sagen dann, viel Geld bezahlt aber mit einem Schulterzucken Thats Africa….. außer ein paar hier.

Man kann die NP schon vergleichen, nicht nur die Parks Afrikas untereinander. Denn der Grizzly Bär ist ebenso wertvoll/interessant wie der Löwe, die Lechwe genau so wertvoll wie der Puku, der Pavian ebenso wie der Orang Uthan. Einbezogen die Landschaft in denen die Tiere leben. Somit ist Afrika nichts anderes als Asien, China oder Nordamerika - es bleiben Nationalparks. Somit doch "international vergleichbar.

Nur Südafrika schafft es, seinen Touristen zumindest eine ordentliche Infrastruktur zu bieten - ob der Einzelne das nun mag oder nicht. Namibia schafft dies nicht bzw. den Abwärtstrend kann man über die letzten 20 Jahre beobachten. Viele meiner Bekannten fahren schon gar nicht mehr hin. Über Botswana und die anderen von Dir genannten Länder brauchen wir nicht zu reden. Es ist eine Gelddruckmaschine ohne große Anstrengung. Viele die dort waren sagen - ok ich habs gesehen aber ein zweites Mal nicht, das ist der Preis nicht wert.

Aber was solls - es kann jeder bezahlen was er möchte und ob es ihm wichtig ist.

Und dass Namibia "unten" steht kann ich beim Durchrechnen der Wild Card nicht feststellen.

@Mike - danke für deinen Rat das ich etwas anderes machen soll wenn ich es mir nicht leisten kann....
2017 war ich 247 Tage auf Tour und habe das Rentenalter noch lange nicht erreicht. Von daher rieche erst einmal dahin wo..... Verstehe gar nicht, wo du die Fakten her nimmst mich so einzuschätzen....Sterne geguckt?

Edit: Bei all diesen Beiträgen kommt mir immer der Satz meines alten und erfahrenen Betriebswirtschaftslehrers in den Sinn: "Ein Land, ein Staat, eine Institution kann noch so viel Geld haben, es wird nie reichen den eigentlichen Zweck zu erfüllen...."
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200613. Nov. 2018 · #68
Und dass Namibia "unten" steht kann ich beim Durchrechnen der Wild Card nicht feststellen.
Der "normale" Südafrika-Massentourist greift nicht auf eine Wild Card zurück. Ich habe mal Zahlen gelesen, dass im Jahr keine 20.000 (weiß nicht ob die Zahl wirklich stimmen kann) International Wild Cards ausgegeben werden... und das bei um die 10 Millionen Reisenden pro Jahr in Südafrika. Und wenn wir die Normalpreise vergleichen, sind und bleiben (!) 2 Tage Etosha NP günstiger als der Kruger NP.
Ich denke die Diskussion lässt sich gut mit Deinem Satz: "Aber was solls - es kann jeder bezahlen was er möchte und ob es ihm wichtig ist." beenden 🙂 Die Preise sind wie sie sind und keiner von uns wird das ändern.. auch nicht, wenn tatsächlich einer sagt, dass sein Lebenstraum Namibia als Reiseziel nun geplatzt ist, weil man 15 statt 5 Euro bezahlen muss.

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
517 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #69
Christian, wir reden bissl aneinander vorbei. Es geht nicht in erster Linie um die Höhe. Ich bezahle gerne den Krüger teurer, weil dort mehr geboten wird als Mamili oder Buffalo. Nur Buffalo dann in etwa gleich hoch zu berechnen wie den Krüger ist dann eine Diskrepanz die man akzeptieren kann oder eben nicht...… (Ich hab das jetzt beispielhaft gesagt)
Bei mir eben nicht, obwohl ich schon Fan vom Etosha bin und jedes Jahr dort war.....
Nun kommt zu den vor Jahren angehobenen Preisen für die Campsite noch zusätzlich die erhöhte Parkgebühr dazu. Mögen beide beteiligten Institutionen denen die Einnahmen zufließen gern mehr Überschüsse erwirtschaften, aber dann ohne meine 3-4 Tage jährlich Etosha.
Nur nochmal kurz.
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
5'479 Beiträge · seit 200913. Nov. 2018 · #70
...und ich zahle für Mamilli und Bwatbwata gerne auch das doppelte vom KNP, wenn diese Nationalparks dafür so ursprünglich und unerschlossen bleiben, wie bisher. So hat jeder seine vorlieben, und kann sich dem entsprechend seine Parks aussuchen.

Weniger Besucher muss auch nicht unbedingt schlechter sein. Wenn ich den Preis verdoppele und die Besucher dafür um 25% zurück gehen, habe ich höhere Einnahmen und die Belastung des Nationalparks durch den Tourismus geht zurück. Aus Naturschutzsicht ideal.

Letztendlich wird alles vom Markt bestimmt. Solange noch ausreichend Besucher kommen, ist der Preis nicht zu hoch.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
517 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #71
Hi Topobär,
richtig, nur bezweifle ich, dass der Naturschutz im Vordergrund steht/stand und nicht der Profit.

Sonst hätten sie ja den Westteil des Etosha als Rückzugsgebiet belassen können und Khaudum im Ursprungszustand lassen können, wo schon eh kaum jemand hingefahren ist. (im Vergleich zu anderen Parks)

Aber nein - alles wird vermarktet...…Warum? Des Naturschutzes wegen???????????
VG
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
Gast14. Nov. 2018 · #72
Wow, echt erhellend. Was lerne ich daraus?
1) Es geht zwar nichts über klare Prinzipien, dieses erzeugt aber öfters Unzufriedenheit in ansonsten genussreichen Situationen. Wer bisher beim Beobachten des 5 €/Tag-Elefanten Freude empfunden hat, wird beim 15 €/Tag-Elefanten nur mehr an seiner eigenen Galle kauen. Denn 10 € mehr ist der jetzt echt nicht wert….zwar bin ich schon mal hier und mache dann…..was?

5€Elefant.jpg


2) Das Preis/Leistungsverhältnis ist kein subjektiver Bewertungsmaßstab sondern ein unglaublich sensitiver, objektivierbar exakter. Verschiebungen im ganz kleinen Prozentbereich entscheiden zwischen Genuss, Zufriedenheit und Ablehnung....... This was the straw that broke the camel’s back

straw_thumb.jpg



3) ….und die Quadratur des Tourismuskreises wartet noch immer auf Auflösung: Alle wollen sie HINfahren, aber DORT wollen sie alle alleine sein…..und kosten soll es auch nichts. Da war die sprichwörtlich gute alte Zeit wirklich einfacher und schöner. Man wusste genau, welche Services man zu erwarten hatte, nämlich KEINE und daher war man auch fast ALLEINE.
Werner
390 Beiträge · seit 201714. Nov. 2018 · #73
Topobär schrieb:...und ich zahle für Mamilli und Bwatbwata gerne auch das doppelte vom KNP, wenn diese Nationalparks dafür so ursprünglich und unerschlossen bleiben, wie bisher. So hat jeder seine vorlieben, und kann sich dem entsprechend seine Parks aussuchen.

Weniger Besucher muss auch nicht unbedingt schlechter sein. Wenn ich den Preis verdoppele und die Besucher dafür um 25% zurück gehen, habe ich höhere Einnahmen und die Belastung des Nationalparks durch den Tourismus geht zurück. Aus Naturschutzsicht ideal.

Aus Naturschutzsicht ideal. Aber sehr kurz gedacht.

25% weniger Besucher heisst 25% weniger Übernachtungsgäste, Autovermietungen, Tourenbuchungen, Restaurantbesuche, Lebensmitteleinkäufe, Souvenirverkäufe....
In einem Land, was außer Tourismus nicht viel hat, und in dem ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt, in meinen Augen ein Schritt in die falsche Richtung.

Gesendet von meinem SM-T580 mit Tapatalk
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200614. Nov. 2018 · #74
OFF TOPIC
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25% weniger Besucher heisst 25% weniger Übernachtungsgäste, Autovermietungen, Tourenbuchungen, Restaurantbesuche, Lebensmitteleinkäufe, Souvenirverkäufe....
natürlich würde dann zwangsläufig auch alles andere touristische teurer werden (müssen). Es gibt ja nun nachweislich mehrere Konzepte von Tourismus: Billiger Massentourismus und teurer Individualtourismus. Beide Konzepte können Unmengen an Geld machen, wobei weniger Menschen vermutlich weniger Einfluss auf die Umwelt haben (auch wenn sie vielleicht mit gewissen Dingen verschwenderischer umgehen).

Aber nun schweifen wir schon sehr weit von den Eintrittspreisen für Nationalparks ab... 😉

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200614. Nov. 2018 · #75
OFF TOPIC
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Hi Focus,
Sonst hätten sie ja den Westteil des Etosha als Rückzugsgebiet belassen können und Khaudum im Ursprungszustand lassen können, wo schon eh kaum jemand hingefahren ist. (im Vergleich zu anderen Parks)
ich sehe nicht wie in einem Entwicklungsland der Naturschutz ohne (extra) Geld möglich sein soll. Länder wie Deutschland mögen das Quersubventionieren, aber Namibia kann das meiner Meinung nach nicht. Naturschutz ohne Geld, v.a. auch Geld durch Naturschutz (z.B. Eintrittsgelder für Nationalparks) hat derzeit hier keine Alternative. Man gucke sich mal den Gros der Entwicklungsländer an - da spielt Naturschutz in aller Regel gar keine Rolle, da es schlichtweg für diese Staaten ein "Luxus" wäre. Da finde ich sind Länder wie Namibia, Botswana etc. schon relativ gut mit den Initiativen dabei. Davon unbenommen ist es sicherlich richtig, dass auch hier Gelder für den Naturschutz in anderen Kanälen landen.

Bzgl: Khaudum wurde durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit "aufgerüstet". Ob das von namibischer Seite so gewollt war weiß man nicht wirklich. Ich kenne viele Projekte (meine Familie ist seit 3 Generationen in der EZ tätig), bei denen der Empfängerstaat gerne was ganz anderes gemacht hätte, als der Geberstaat aufgrund seiner (nationalen) Agenda machen wollte. Da werden Brücken über nicht vorhandene Straßen gebaut, da wird aktuell ein Uni-Campus in Katima Mulilo geplant, den die Uni gar nicht haben will...

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2018
96 Beiträge · seit 201814. Nov. 2018 · #76
Ich bin gestern von meiner ersten Namibia-Reise zurückgekehrt, u.a. war ich auch im Sossusvlei. Ich habe den Eintritt als recht günstig empfunden. Die Straße vom Tor bis zum Parkplatz war über die gesamte Länge in sehr gutem Zustand, es sah für mich auch in der näheren Umgebung alles sehr sauber aus.

Das umzäunte "Pinkelloch" am Parkplatz war/ist natürlich eine Katastrophe -wie an sovielen Orten weltweit mit besseren Möglichkeiten auch-. Da wäre eine Verbesserung sehr wünschenswert.
Andererseits ist es m.E. nicht zuviel verlangt, etwas das Gehirn einzuschalten und am Tor nochmal ausgiebig die Toilette zu benutzen.

Während meines Aufenthaltes waren mehrere Busse mit italienischen oder französischen Touristen dort, die teilweise in Flip-Flops und ohne Kopfbedeckung unterwegs waren, geschweige denn mit Wasser ausgerüstet. Da gab es eine heftige Diskussion um vermutlich die Toiletten, denn schließlich rüstete sich eine Frau mit vielen Tempos aus und latschte hinter einen Baum

Ebenso würde ich beim nächsten Besuch 250NAD bezahlen, weil es für mich völlig gerechtfertigt ist. Die Bezahlprozedur beim herausfahren hinsichtlich Durchführung und Arbeitstempo erinnert an einen Besuch im nicht mehr existenten sozialisten Bruderstaat.

Grundsätzlich habe ich mir die Infrastruktur in diesem Land schlechter vorgestellt, bei der großen Fläche, der geringen Bevölkerungszahl bzw. Steuerzahler und somit recht geringen Staatseinnahmen und vielen weiteren Faktoren empfinde ich den Gesamtzustand schon recht ordentlich.

Mit bestem Gruß
Stefan
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2018
517 Beiträge · seit 201814. Nov. 2018 · #77
travelNAMIBIA schrieb:OFF TOPIC
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Hi Focus,
Sonst hätten sie ja den Westteil des Etosha als Rückzugsgebiet belassen können und Khaudum im Ursprungszustand lassen können, wo schon eh kaum jemand hingefahren ist. (im Vergleich zu anderen Parks)
ich sehe nicht wie in einem Entwicklungsland der Naturschutz ohne (extra) Geld möglich sein soll. Länder wie Deutschland mögen das Quersubventionieren, aber Namibia kann das meiner Meinung nach nicht. Naturschutz ohne Geld, v.a. auch Geld durch Naturschutz (z.B. Eintrittsgelder für Nationalparks) hat derzeit hier keine Alternative. Man gucke sich mal den Gros der Entwicklungsländer an - da spielt Naturschutz in aller Regel gar keine Rolle, da es schlichtweg für diese Staaten ein "Luxus" wäre. Da finde ich sind Länder wie Namibia, Botswana etc. schon relativ gut mit den Initiativen dabei. Davon unbenommen ist es sicherlich richtig, dass auch hier Gelder für den Naturschutz in anderen Kanälen landen.

Bzgl: Khaudum wurde durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit "aufgerüstet". Ob das von namibischer Seite so gewollt war weiß man nicht wirklich. Ich kenne viele Projekte (meine Familie ist seit 3 Generationen in der EZ tätig), bei denen der Empfängerstaat gerne was ganz anderes gemacht hätte, als der Geberstaat aufgrund seiner (nationalen) Agenda machen wollte. Da werden Brücken über nicht vorhandene Straßen gebaut, da wird aktuell ein Uni-Campus in Katima Mulilo geplant, den die Uni gar nicht haben will...

Viele Grüße
Christian
Hi Christian,
nochmal fix.
Grundsätzlich sehe ich das natürlich anders..... Natur an sich bedarf keinen Schutz und verursacht erst recht keine Kosten und muss auch nicht bewirtschaftet werden.
Erst in Koexistenz mit dem Menschen muss sie bewirtschaftet werden und verursacht dadurch Kosten.
Rein theoretisch könnte man im Falle des Etosha einen 3 Meter hohen Zaun rund herum errichten (Kosten) und die Wasserpumpen in Betrieb lassen (Kosten) aber dies auch nur, weil die Naturgebiete räumlich beschränkt sind, keinen Tourismus und kein Zugang außer Wartungspersonal (Kosten)
Da die meisten Staaten, speziell in Afrika, eh mehr als üppig mit Staatsbediensteten ausgestattet sind die eh Kosten verursachen, sind diese bestimmt abkömmlich und verursachen keine Mehrkosten.
Nun ist die Theorie schön und gut und der Mensch hat die Natur als Einnahmequelle entdeckt. Und das Dilemma nimmt seinen Lauf - Wachstumsraten zu erwirtschaften mit geringstem Kostenaufwand und das Geschrei um Geldmangel nimmt seinen Lauf, natürlich unter dem Deckmantel Naturschutz.....Um den geht es nur oberflächlich, der erhalten werden muss, um die Einnahmen daraus zu erzielen.
Naja und über Sinn und Unsinn der Entwicklungshilfeindustrie und Politik müssen wir hier nicht reden.....Das sieht man zur Genüge (Politik) im eigenen Land.

VG
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2018
Gast14. Nov. 2018 · #78
Es wurden mehrfach die neuen Etosha-Tarife mit den südafrikanischen Parks bzw. KNP verglichen, und dass diese gegenüber der Wild Card in SA ungünstig abschneiden. Die Zahlen die ich kenne, sagen etwas anderes.
Am Beispiel des KNP, alles in € gerundet.
Tageszahler:
Etosha: 15 € ppd + 3 € Auto (1,5 € bei 2 Personen).....war 5 € + 60c.
KNP: 23 € ppd
SanParks Wild Card, international:
Einzel: 180 € ppa
Paar: 140 € ppa
Break even gegenüber Tageszahler für Einzel ist bei 8 Tagen (Tageszahler 184 € vs. 180 € WC), ergibt eines Tagestarif von 22,5 € ppd bei 8 Tagen.
Break even gegenüber Tageszahler für Paar bei 6 Tagen (Tageszahler 138 € vs. 140 € WC), ergibt eines Tagestarif von 23,3 € ppd bei 6 Tagen.
Beides liegt über dem neuen/erhöhten Etosha-Tarif. Eine Annäherung oder Überholung gibt es nur bei langer Aufenthaltsdauer, die eher untypisch für die „durchschnittlichen“ Touristen ist. Der persönliche Standard einzelner (Focus) ist eben nicht allgemeiner Standard.
(OT lohnt sich mE die WC immer und unbedingt, weil sie für viele Parks gilt und in vielen anderen Sehenswürdigkeiten, die nicht zu Sanparks gehören, akzeptiert wird oder Ermäßigungen gegeben werden).
Es wird hier ständig zum Anlass einer EINTRITTSpreiserhöhung über Preis/Leistungsverhältnis diskutiert und mE hat das bei der Kostenstruktur so einer Reise damit wenig bis gar nichts zu tun. Manche Argumente über Mängel bei Infrastruktur, Unterkünften, Service usw. kann ich verstehen, aber angesichts des Reiseverhaltens eines typischen NF-Fomis sind diese Mehrkosten bei Eintritten mE peanuts.
Werner
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2018
16,9k Beiträge · seit 201215. Nov. 2018 · #79
Hier hätten wir doch schon einen prima Verwendungszweck für die demnächst zu erwartenden Gelder 😗 :

Arbeiten an Etoscha-Zaun stagnieren weiter: https://www.az.com.na/nachrichten/arbeiten-an-etoscha-zaun-stagnieren-weiter2018-11-15/

Das Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) soll bei der Reparatur des Zauns um den Etoscha-Nationalpark unterstützt werden....

LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200615. Nov. 2018 · #80
OFF TOPIC
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Arbeiten an Etoscha-Zaun stagnieren weiter: www.az.com.na/nachri...en-weiter2018-11-15/
leider so ein deutlicher Fall wo viele Leute viel verdienen, aber das eigentliche Thema nicht angepackt wird. Bisher wurden für etwas mehr als 100 km hunderte Millionen ausgegeben... der Normalpreis für 100 km elefantensicherer Zaun liegt bei 50.000 Namibia Dollar pro Kilometer, d.h. Kosten von 5 Millionen...
Und der, der den Zaun ausbauen sollte ist zufällig ja auch der, der alleine 5 Löwenin den letzten 2 Jahren erlegt hat, weil sie aus Etosha ausgebrochen waren. Aber ich meien dazu hatten wir einen Thread.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!